Latest / Felix Tierwelt / #39 Selber kochen für Hunde: Gesund oder gefährlich?
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- Felix Tierwelt: So, in dieser Folge wird es wieder etwas spannender, weil wir gucken uns das Thema mal an mit dem Selberkochen für Hunde. Es wird ja immer, ich sag mal, populärer irgendwo, vor allem auch auf Social Media. Wir hatten es schon gehabt. Es wird auch sehr viel Schwarz-Weiß-Denken da außen rumgesprochen, ob jetzt Selberkochen für den Hund gesund ist oder auch vor allem gefährlich ist. Manche behaupten ja, das ist die gesündeste Ernährung überhaupt für den eigenen Hund und viele warnen sogar davor, weil wegen Mangelerscheinigungen oder anderen Sachen. Und genau dafür haben wir dich mit dabei, nämlich in dem Falle Dr. Marlene Englert. Du bist ja in dem Falle Tierärztin und hast dich ja auch fokussiert oder ich würde sagen spezialisiert auf selber kochen. Was stimmt denn nun wirklich? Ist es wirklich so schlimm oder ist es wirklich gesund? Was ist deine Meinung dazu? Marleen: Ja, hallo Felix, erstmal vielen Dank, dass ich heute bei dir sein darf im Podcast. ja, ich glaube, so wie bei vielen Dingen liegt irgendwo die Wahrheit wahrscheinlich in der Mitte. Wie du sagst, es gibt viel schwarz-weiß-Denken, gerade im Social Media Bereich, wenn man unterwegs ist. Und klar, es gibt einfach Dinge, die muss man beachten. Aber man muss vielleicht nicht unbedingt immer eine Religion aus allem machen. ja, dafür bin ich da, dass Hundeernährung eben keine Religion ist, dass jeder entscheiden darf, was er machen möchte letztendlich mit der Ernährung. Aber klar, ich stehe schon so für einen Weg. Aber nichtsdestotrotz weiß ich, es gibt viele andere Wege. Aber ich darf heute auf jeden Fall ein bisschen was über meinen Weg erzählen und das freut mich sehr. Felix Tierwelt: Du, erstmal vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast. Ich habe ja mitbekommen, dass du schon relativ viel ⁓ die Ohren hast generell. Und für alle, gerade zuschauen oder zuhören, dem Falle, wir versuchen heute mal das Thema aufgreifen, selber kochen für den Hund. Wir gucken natürlich auch mal an, wie du dementsprechend, ich sag mal, zur Tiermedizin überhaupt gekommen bist oder warum du dich spezialisiert auch auf das Selberkochen. Wir gucken uns natürlich auch an, darum geht es ja auch, warum macht Selberkochen überhaupt Sinn, was sind die größten Fehler teilweise. Was sind Mythen dabei, aber auch praktische Tipps dafür. mir ist es ganz wichtig, einfach ganz viel Mehrwert zu liefern, dass man einfach selber für seine eigene geliebte Fellrakete einfach Bescheid weiß, was dieses Thema angeht. Und bevor ich länger wieder hier schnacke, lass uns direkt mal loslegen mit dir. In dem Falle ganz stumpfe Frage, wie bist du überhaupt Tierärztin geworden? Gab es da einen gewissen Grund? War das immer schon dein Wunsch oder ein Traum? Wie war das? Marleen: Ja, tatsächlich so ganz klassisch der kleine Mädchentraum, irgendwann mal Tierärztin werden. Ich bin mit Hunden groß geworden. Also wir hatten eigentlich immer zwei Hunde in der Familie und ein Leben ohne Hund ist für mich wirklich unvorstellbar. Ich glaube, ich kann die Tage ohne Hund in meinem Leben an ein paar Händen nur abzählen. Also da gibt es wenig, nur wirklich kurze Zeit. Und ich habe das als Kind schon immer total faszinierend gefunden, wenn wir mit den Hunden zum Tierarzt ⁓ gegangen sind und was da so gemacht wurde und es war schon irgendwie immer mein Traum. Tatsächlich war ich eigentlich in der Schule gar nicht so gut, das hat sich dann erst so in der Oberstufe geändert und dann war so okay, ich glaube du könntest es wirklich schaffen mit der Tiermedizin, weil man muss ja ein gutes Abi haben, sonst funktioniert es halt einfach nicht, dass man überhaupt einen Studienplatz bekommt und ja, es hat dann funktioniert und alternativ wäre ich Lehrerin geworden, da war ich auch schon eingeschrieben, aber Gott sei Dank hat es dann mit der Tiermedizin funktioniert. Und so bin ich eben da gelandet letztendlich. Felix Tierwelt: finde ich stark. Also es ist mal kein Moment Ereignis, ich mal so, sondern in dem Falle wirklich ein Kindheitstraum, den du dir so bisschen erfüllen durftest. Und das finde ich schon sehr gut. Wie lange machst du das dann schon? Marleen: Ja. Ja. Ich bin jetzt zehn Jahre Tierärztin. Lange Zeit inzwischen, ja. Felix Tierwelt: Also nicht seit erst an. Das ist schon krass. Ich denke mal, du wirst wahrscheinlich auch sehr viel erlebt haben in dieser Zeit. Gab es denn, sagen wir mal ganz stumpf ausgedrückt, einen bestimmten Fall oder einen bestimmten Vierbeiner, also ein Hund in dem Aspekt, der dich besonders geprägt hat, wenn wir jetzt über das Thema Ernährung sprechen? Marleen: Tatsächlich muss ich da sagen, eher nein. Also so einen ganz speziellen Hund gab es nicht. Ich habe das Glück, dass meine Hunde oder auch unsere Familienhunde waren ernährungstechnisch immer recht einfach. Wir haben immer so die orthopädischen Problemhunde angezogen, auch immer noch. Ich weiß nicht, die wollen immer zu mir. Ernährungsmäßig waren die alle echt in Ordnung. Also da kann ich mich nicht beklagen. Und das hat mich nicht so geprägt. Was natürlich schon der Fall ist, dass es ja so im Laufe der Zeit gibt es natürlich Kunden und es gibt Patienten oder Hunde, die man sehr eng begleitet, gerade wenn es so chronische Patienten sind und die die prägen einen schon. Also das muss ich auf jeden Fall sagen. Es sind dann gerade die, die man lang begleitet und wo man auch nicht nur viel über den Hund weiß, sondern vielleicht auch viel über den Menschen, weil man darf nicht vergessen, gerade so meine telefonischen Beratungen, ich bin da schon mal auch ein Sorgentelefon. Und natürlich wissen die Patientenbesitzer, okay, muss hier bezahlen, das ist völlig klar, aber die wissen auch, ich habe die Zeit irgendwo oder ich nehme mir die Zeit, dass ich denen auch zuhöre und da geht es manchmal auch bisschen über die Ernährung hinaus. Für mich ist das total okay. Ich weiß, dass nicht jeder damit umgehen kann und das nicht unbedingt mag, aber ich finde das eigentlich sehr schön und auch gerade diese enge Begleitung. Manche sagen auch zu mir irgendwie, so bei mir laufen dann immer die ganzen Stricke zusammen. Das finde ich sehr schön. gerade diese Engenbegleitung und da gibt es schon so ein paar Hunde, die mich da geprägt haben oder ein Fälle. Was man auch sagen muss und das ist immer so bisschen die Schattenseite, glaube ich. sind oft, wenn mal irgendwas nicht funktioniert, wenn mal irgendwas nicht so richtig klappt oder man nicht die Lösung findet, denn man muss ehrlicherweise sagen auch das gibt es, dann sind es manchmal genau diese Sachen, die einem echt im Kopf bleiben. Obwohl das dann einzelne Fälle sind, aber die fressen sich dann so richtig rein ins Gehirn, obwohl es ein Bruchteil ist und ganz ganz viele ja wirklich ihre Hilfe bekommen, die sie brauchen. Felix Tierwelt: Ich muss dazu sagen, man merkt wirklich deine Leidenschaft. Also du sprichst ja wirklich schon von Herzen, was das ganze Thema angeht. Und man muss es ja auch wirklich sagen, diese Tiere, also was heißt Tiere, Hunde an sich können ja nicht reden. So und dafür sind wir da, irgendwo da weiterhelfen zu können, dass es denen gut geht. Und die danken einen, dass tausendfach auch die Hundebesitzer da draußen, das ist einfach eine schöne Sache. Und ich denke, man ist auch manchmal nicht so ganz einfach, auch dann einen Vierbeiner gehen zu lassen, auch wenn es nicht der eigene ist. Das ist nicht ganz ohne auf jeden Fall. Weil wir ja das Thema vorhin schon angesprochen hatten, du hast dich ja auf das Thema selber kochen für Hunde, so ein bisschen fokussiert oder spezialisiert. Warum denn das genau? Weil ich kenne das ja von vielen Tierärzten teilweise, die empfehlen gerne mal irgendwie gewisse Großkonzerne oder weiß Gott was alles möglich da draußen. Du machst das aber gar nicht oder halt zumindest fokussierst du dich auf einen ganz anderen Bereich. Wie kam es dazu? Gibt es einen speziellen Grund dafür? Marleen: Also muss ich bisschen ausholen tatsächlich an der Stelle. Weil es gab nicht so einen emotionalen Grund. Also ich weiß viele, die dann irgendwie so in der Tierernährung landen, die haben selber irgendwie ein Problemtier und das habe ich ja gerade schon gesagt, das hatte ich nicht. Ich habe als Studentin einfach einen Nebenjob gesucht und den damals bei Futtermedicus gefunden. Das kennen vielleicht auch viele, die selber so bisschen in der Hundeernährungsbubble unterwegs sind. Und ich habe da ja über zehn Jahre gearbeitet und als Studentin da angefangen und letztendlich sehr schnell ⁓ festgestellt, was es verändern kann, wenn man die Fütterung anpasst und wenn man dann gerade so noch im Studium steht eigentlich und dann schon so mitbekommt so hey Es gibt mehr als nur eine Medikation. Ich kann wahnsinnig viel über die Fütterung machen. Und dann hast du so deinen ersten Fall, wo du siehst, okay, ich hab jetzt hier so eine Ration berechnet für einen Hund mit Naniereninsuffizienz. Und dann kriegst du Werte und die sind einfach besser. Das ist so ein richtiger, ich freue mich heute noch, wenn mir jemand Blutwerte schickt und die sind dann besser. Also das ist für mich wirklich eine Freude von mir raus. Also das kann ich gar nicht anders sagen. Und das habe ich da schon festgestellt. Das hat mich sicherlich geprägt einfach zu sehen, hey, ich kann mit der Ernährung so viel machen. Und da bin ich auch sehr dankbar für alles, was ich da gelernt habe. Das kann man in keiner Ausbildung irgendwo lernen. Ja, das ist einfach wirklich... lernen an der Basis sozusagen. Und da ging es eben viel auch ⁓ selber kochen und viele Barfer natürlich auch, die wir beraten haben. ja, irgendwann hat sich dann so für mich gezeigt, hey, dieses selber kochen, ist wirklich mein Ding. Ich wollte für beiden Hunde, den ich jetzt habe, am Anfang auch nicht wieder selber kochen. Hab es dann aber doch wieder getan. Ja, weil es ist einfach für mich der richtige Weg und auch für unsere alte Hündin damals, als ich da angefangen habe zu arbeiten, die hat davor auch Fertigfutter bekommen. Und dann habe ich zu meiner Mama gesagt, Mama, wir müssen auch für den Hund kochen. Und einmal im Monat standen wir dann immer da und wir haben immer so wirklich so für ein für 30 Tage meistens gekocht. Also so große Töpfe und alles. Und die hat das geliebt auch und der ging es auch richtig gut damit. Die war immer eher so ein Mäkelhund. ja, also ich bin wirklich überzeugt vom selber kochen. Anders kann ich es nicht sagen. Felix Tierwelt: Also schon echt eine schöne Sache auf jeden Fall. Also du hast definitiv was Futtermedikus angeht und generell sehr sehr viel Erfahrung an was das Thema angeht. Wie heißen dann deine Fällrakete aktuell? Was hast du da für so ein Hund? Marleen: Ich habe eine Maggiwischlerhündin, die Jumi. Die ist so weit fit, aber die hat leider auch bisschen orthopädische Probleme, also paar größere Baustellen. Aber so, ja, geht es dir gut und ich sitze auch schon ein paar Jahre an meiner Seite. Ich habe die auch mit zwei Jahren erst bekommen zu mir. ja, der geht es gut. Felix Tierwelt: schon eine schöne Sache, definitiv. Was ich dazu sagen möchte, ist, wir wollen hier nicht irgendwie was verteufeln oder irgendwas anders besser darstellen. Es gibt ja die vier Ernährungsarten, Trockenfutter, Nassfutter, Barf und Kochen. Jeder muss für sich so das Beste finden. Wir wollen einfach mal bisschen das Thema beleuchten, weil du da sehr viel Erfahrung gemacht hast, was das Selberkochen angeht, ich auch. Ich muss dazu sagen, ich wurde schon mal drei oder vier Mal darauf angesprochen, ich soll mich auch mal vorstellen, man manchmal kennen mich Leute nicht. Also für jemanden, mich nicht kennt, ich bin der Felix. Marleen: Nö. Felix Tierwelt: bin im Bereich der Hundernäherung auch schon über ein Jahrzehnt unterwegs. bin auch wie du in dem Falle groß geworden mit Hunden. Hab jetzt keine Tiermedizin studiert, aber dementsprechend trotzdem viele Erfahrungen. Hab dann auch mehrere Bücher, das sieht man glaube ich zwar jetzt nicht in dem Video, mehrere Bücher über das Thema geschrieben, auch eine App rausgebracht und vieles anderes. Aber jetzt weiß man noch ein bisschen was zu mir. Das wurde letztes Mal oder glaube ich vorletztes Mal ein bisschen bemängelt, dass ich mich nicht vorstelle. Aber manchmal vergesse ich das total. Aber das ein bisschen jetzt mal so zur Einleitung. Ich glaube, man hat ein bisschen was von dir erfahren als Person. Ich finde das super gut. Und lass uns direkt in das nächste Thema oder nicht Thema, ich würde sagen Kapitel einsteigen. Warum überhaupt dir selber kochen? Also viele Hundebesitzer oder ich sage immer so schön Hundeeltern entscheiden sich immer mehr dafür, für ihren Hund zu kochen. Was denkst du denn sind die Beweggründe dafür? Gibt es da einen speziellen Grund, wo man sagt, ey, das ist deutlich individueller oder, oder, oder? Wie siehst denn du das? Marleen: Also ich glaube tatsächlich, ist ein Bewusstsein, was da so entstanden ist. Und das fängt vielleicht gar nicht unbedingt bei der Hundeernährung an, sondern das fängt schon bei uns selber an. Also ich merke das durchaus so im bekannten Umfeld, dass man einfach achtsamer ist, was auch die eigene Ernährung angeht. Dass man sich vielleicht überlegt, ob ich Produkte, wo 25 Einzelzutaten hinten drauf stehen, die hoch verarbeitet sind, will ich die wirklich haben. Und wenn ich das anfange bei mir selber zu überlegen, dann fange ich vielleicht auch an, das bei meinem Hund zu überlegen. Was steckt denn wirklich dahinter? Und ich bin niemand, der sagt, Fertigfutter ist Schrott, ja, weil das ist genau wie da sind wir wieder beim Schwarz-Weiß-Denken. Ganz im Gegenteil, von mir wird auch niemand verurteilt deswegen. Aber ich glaube, es ist wirklich dieses Bewusstsein, was da ist und dass man halt sagt, so, hey, ich will wissen, was ich esse, aber ich will vielleicht auch wissen, was mein Hund frisst und soll es wirklich hoch verarbeitet sein. Produkt sein. Und das ist nun mal faktisch so, ohne da jetzt irgendwie das Negativ zu bewerten. Und ich glaube schon, dass Social Media da einen ganz großen Einfluss hat, dass es sichtbarer wird. Aber da sind wir auch wieder bei dem Punkt, man muss natürlich hinterfragen, wer spricht da und was wird da empfohlen. Also ganz, ganz wichtig. Ich glaube, so dieses Bewusstsein und dass man seinem Hund was Gutes tun will. Mein Hund ist sowas von Familienmitglied. Der chillt jetzt hier gerade auf der Couch, während ich hier mit ihr spreche. Und unvorstellbar, dass der irgendwie nicht optimal versorgt wird. Ich glaube, so geht es inzwischen den meisten. Vor 20 Jahren sah das sicherlich noch anders aus. Aber heute ist mein Hund mein Familienmitglied. Ich will, dass der so lange wie irgendwie geht, lebt. und dafür tue ich auch alles und ich glaube, das können viele nachvollziehen. Felix Tierwelt: Vor allem muss man sagen, man hat die Verantwortung dafür. Jeder liebt ja seine, ich sag's immer ganz stumm, Fellrakete. Ich bin mit dem Wort, glaube ich, bisschen bekannt geworden. Der Punkt ist ja, man hat die Verantwortung. Was ich ganz schön fand, was du vorhin beschrieben hast, zum Beispiel das mit der Nierenproblematik oder sei es Bauchspeillöse oder, Ich finde, man kann das durch ein Zellberkochen viel einfacher hinkriegen, finde ich zumindest. Weil ich habe letztens, was habe ich gesehen, auch mit einem Tierarzt darüber gesprochen. Marleen: Ja. Ja. Ja. Felix Tierwelt: Diabetesfutter für einen Diabetiker. Da habe ich mir das mal angeguckt und du wirst es nicht glauben, was da drin ist. Versteckter Zucker. Und ich denke mir so, wollt ihr mich verkackeiern? Und das ist halt so schade irgendwo, dass die Leute auch irgendwo veräppelt werden. Und deswegen verstehe ich das auch, dass die Leute sich immer mehr mit der Materie beschäftigen, wo sie sagen, komm, dann gehe ich doch lieber den eigenen Weg und koche selber. Es ist zwar in dem Falle etwas aufwendiger als Fertigfutter, aber wenn man sich wirklich einliest, ist es halt deutlich individueller und man muss es ja einfach sagen, jeder Hund ist anders. Es gibt keinen Pauschal, macht das so und so und alles wird gut. Das ist halt einfach komplett anders und man muss es auch definitiv beschreiben gegenüber früher, die Hunde sind halt jetzt heutzutage leider viel, anfälliger. Da muss man schon sehr, sehr acht geben. Weil wir es gerade ein bisschen darüber hatten, selber kochen an sich. Du hast schon ein, zwei Vorteile gebracht, aber vielleicht kannst du noch ein paar mehr Vorteile nennen, so drei, vier, fünf Stück, gegenüber anderen Ernährungsarten. Marleen: Mhm. Felix Tierwelt: Wie du schon gesagt hast, wir wollen kein Schwarz-Weiß-Denken aufrufen, aber gegenüber Trockenfutter, Nassfutter und Co. Welche Vorteile hat denn jetzt überhaupt selbst gekochtes Futter? Marleen: Also aus meiner Sicht sicherlich der wichtigste Punkt, dass ich einfach weiß, was ich in der Napf tue. Und dass ich selber entscheiden kann, wo beziehe ich mein Fleisch zum Beispiel. Will ich meinen Hund vielleicht auch bio ernähren? Wenn es der Geldbeutel zulässt, ja warum nicht? Aber ich kann das wirklich zu 100 Prozent selber entscheiden, was ich da reinmache am Ende des Tages. Das ist für mich auf jeden Fall der wichtigste Punkt, was für mich auch ein ganz wichtiger Punkt ist und da hattest du auch gerade schon bisschen was dazu gesagt, ist einfach dieses individuelle und gerade wenn wir Hunde haben, die eine Erkrankung haben oder die Mehrfacherkrankungen haben, dann wird es manchmal mit Fertigfutter einfach. kompliziert bis unmöglich. Da habe ich mit dem selber zubereiten viel mehr Möglichkeiten und ich kann es viel individueller an das Tier anpassen. Auch wenn ich Hunde habe, die einen besonders hohen Energiebedarf haben oder einen besonders niedrigen Energiebedarf, wo es dann einfach manchmal mit der Nährstoffversorgung auch über ein Fertigfutter vielleicht zu knapp wird. Ja, wenn ich so einen Hund habe, der von Luft und Liebe lebt und fast nichts an Futter braucht, ist es halt schön, wenn ich dem dann bei so einer selbstgekochten Ration einfach ein super mageres Fleisch geben kann. Ganz viel Gemüse dazu. dass er doch irgendwie bisschen satt wird und ich weiß aber trotzdem der kriegt nicht zu viele Kalorien und ich mache meine Nährstoffversorgung so, dass sie auch für diesen Hund passt. Das ist für mich absolut ein Vorteil mit dazu. sicherlich auch ein Vorteil bei allen Hunden, die eher dazu neigen, schlechter zu fressen. So mäkelige Hunde, da sehe ich es auch ganz oft, wenn die auch selbst zubereitet umgestellt werden, dass es einfach viel besser funktioniert, dass sie viel lieber fressen. Es gibt ja auch so Kandidaten, wo man sich gefühlt jeden Tag irgendwas einfallen lassen muss, weil sonst fressen sie nicht. Und wenn ich dann einfach die Möglichkeit habe, okay, ich kann vielleicht meine Fleischsorten durchwechseln, ich kann meine Kohlenhydrat-Sorten durchwechseln und jeden Tag mache ich irgendwas ein bisschen anders, dann weiß ich schon, okay, der frisst. mir das. Also da gerade diese individuelle Anpassbarkeit, so will ich das jetzt mal nennen, ist da einfach top. Und wir haben immer mehr Hunde mit Verdauungsproblemen. Also das ist aus meiner Sicht nicht von der Hand zu weisen. Ich kann sagen, vor zehn Jahren kamen ab und zu mal ein Hund mit Magen-Darm-Problemen. Aber inzwischen ist das ja wirklich 80 Prozent meiner Arbeit. Das sind Magen-Darm-Hunde. Und die meisten profitieren enorm von der selbstzubereiten Ration. Felix Tierwelt: Das ist schon echt verrückt und das kann ich nur noch dazu stimmen, was du gesagt hast, man weiß was drin ist. Und beim Fertigfutter habe ich einfach mitbekommen, es wird gegenüber früher immer mehr getrickst, immer billiger produziert und teurer verkauft wegen dem hier. Oder weil man halt die Rohstoffe nicht mehr kriegt und der Endverbraucher bekommt das gar nicht mit, weil das so klein gedruckt ist oder hinter solchen Fachbegriffen oder Sammelbegriffen steht oder das ist komplett geschlossen die Deklaration. Das ist völlig verrückt und deswegen finde ich das umso schöner, wenn man wirklich entweder ein Futter findet, offendekläriert ist, sodass man weiß, was drin ist oder ein gewisses Vertrauen dazu hat oder halt selber kochen. Dann weißt du ja, was in dem Falle im Napf landet, weil im Endeffekt ist man ja selber schuld. In dem Aspekt. Marleen: Ja, da vielleicht auch so ein Wort dazu. Mein persönlicher Feind ist ja so ein krasses Marketing und das können natürlich viele Firmen extrem gut. Dass die Marketing machen und wo du denkst, ja halleluja, ist denn das für ein Wahnsinnsprodukt? Und am Ende des Tages unterscheidet sich es halt auch nicht von den anderen, die vielleicht nicht so ein krasses Marketing haben. Also das kommt sicherlich noch erschwerend dazu. Felix Tierwelt: und Man muss auch sagen, leider jetzt in dem Zeitalter von KI, also wir nehmen ja hier gerade unsere Folge auf, hier im Juni, wird ja veröffentlicht dann Ende August, es wird immer mehr mit KI gearbeitet. Also du kannst es teilweise nicht mehr unterscheiden oder dann werden irgendwelche Schauspieler engagiert, dann gibt es einen gewissen Tierarzt, ich nenne jetzt keine Marken, sonst werde ich wieder abgemahnt. Weißt, dann werden Fake-Tierärzte dargestellt, also wirklicher Tierarzt, aber in Wirklichkeit ist er kein Tierarzt. Marleen: Ja, besser so. Felix Tierwelt: und tritten auch für irgendwelche Salben für Menschen auf oder für weiß Gott was für ein Blödsinn und dann wird ein Futterverkauf darüber, so wo ich mir denke, jo super und das ist halt sehr sehr schade, weil halt im Endeffekt wird dann halt mehr Fokus gelegt aufs Marketing und nicht aufs Produkt selber und das ist halt einfach schade und für dich als auch als Info, vielleicht weißt du das oder nicht, ich habe selber ein Zahngel rausgebracht für Hunde, weil viele Hunde lassen sich ja nicht die Zähne putzen oder ungern und jetzt bin ich gerade dran auch ein Gelenk Reparat rauszubringen, weil ich habe immer Produkte empfohlen, die wirklich gut waren und die haben sich dann schlagartig geändert und bei dem einen Produkt bin ich jetzt immer noch ziemlich traurig darüber. Wie gesagt, darf ja keinen Namen nennen, weil sonst habe ich wieder Probleme. Ja, da gibt es 95 Prozent ist Füllstoff und der Rest ist gut, wo ich mir denke, wer will hier wen verarschen. So und das ist halt total schade, weil halt ja dann einfach nur noch monetär geguckt wird und nicht mehr der Hund im Fokus steht und das ist aus meiner Sicht schon sehr schade. Das hat sich in den letzten Jahren, Jahrzehnten so entwickelt, ein riesengroßes Geschäft ⁓ den Vierbeiner entstanden ist und nicht mehr selbst ⁓ das Woldetier. Und das finde ich manchmal schon bisschen kacke. Deswegen ist vielleicht auch so ein gewisser Grund, dass man sagt, ich koche lieber, bevor ich da irgendwas gebe, was ich gar nicht so vertreten kann und weiß, was drin ist. Und das ist schon ein ganz, ganz großer Aspekt. Wir hatten jetzt gerade ein bisschen die Vorteile vom Selberkochen. Hau mal raus, bitte. Marleen: Mhm. Felix Tierwelt: Für welche Hunde macht denn diese Ernährungsform überhaupt Sinn? Also ich sag mal für welche Hunde, also aber auch für welche Hunde Eltern da draußen. Weil ich glaub nicht für jeden ist das selber kochen gemacht. Marleen: Ja absolut, also das ist sicherlich ein Punkt. Ich muss dazu aber auch immer sagen, steigen wir da gleich mal ein für welche Hundeeltern das vielleicht nicht unbedingt gemacht ist. Es gibt... Lösungen ja und man braucht gar nicht so viel zeit dafür ich sage man man darf nicht in einzelnen Mahlzeiten denken das ist ganz entscheidend sondern man muss immer in größeren mengen denken und wenn ich dann einmal die woche da stehe und was koche für meinen hund dann ist es von zeitaufwand gar nicht mehr so viel wenn ich dann jeden tag nur aus dem kühlschrank was rausnehmen muss oder auftauen muss und da sind wir vielleicht auch wieder an so einem punkt wo uns social media irgendwie prägt weißte ich sehe dann so videos wo irgendjemand ein steak für seinen hund zubereitet und dann noch den Brokkoli frisch dazu in die Pfanne und was weiß ich was. Ganz ehrlich bei mir ist das so es gibt einen großen Topf da kommt alles rein irgendwie schnell klein geschnitten oder durch den Thermomix durchgerattert oder keine Ahnung ja und dann kommt es da alles rein und dann kocht es einfach alles zusammen und da muss ich nicht alles einzeln zubereiten und ich weiß trotzdem was drin ist. Schön ist es am Ende des Tages im Napf nicht ja aber darum geht es nicht wir brauchen keine schönen Näpfe so wie uns das auf Social Media immer präsentiert wird hauptsache es schön angerichtet mit viel Schischi. Ganz ehrlich, meinem Hund ist das so auch schon egal, wie der Napf angerichtet ist. Und da darf das auch einfach so eine Matschepampe sein, aber ich weiß, dass diese Matschepampe da wirklich hochwertigst ist, was ich da reingegeben habe. Also das ist so vielleicht für welche Hundeeltern es ist. muss nicht so aufwendig sein und es muss nicht schön sein und davon dürfen wir uns verabschieden und dann wird es auch gar nicht mehr so kompliziert. Schritt eins sozusagen, ja. Für welche Hunde? Also für jeden Hund ist das für mich auf jeden Fall eine Option. Es gibt keinen, wo ich erstmal sage, ⁓ Gottes Willen auf keinen Fall. Aber klar, wir hatten es gerade schon gesagt, mäkelige Hunde, für die ist das oft wirklich der Gamechanger, wenn die dann so eine selbstzubereitete Ration bekommen. Alle Hunde, die Mehrfacherkrankungen haben, da ist das oft, wenn ich einen Hund mit Naniereninsuffizienz und einer Bauchspeichendrüsenproblematik habe, da wird es dann oft wirklich schwierig auf dem Fertigfuttermarkt. Die profitieren auf jeden Fall davon. Magen-Darm-Patienten hatten wir auch schon, auch die profitieren davon. Bei älteren Hunden finde ich es auch immer schön. Auch da ist es manchmal so, dass vielleicht so bisschen diese Verdauungskapazität nachlässt. Ja, auch der Darm wird bisschen träger, es funktioniert alles nicht mehr so gut. Da kann ich die natürlich unterstützen, indem ich einfach so eine hochverdauliche, selbstzubereitete Ration habe. Und ich habe natürlich auch da wieder den Vorteil, ich kann ja noch zugeben. Wenn ich sage, ich will meinem Hund noch irgendwas an Ergänzungen mit dazu geben. ⁓ ihn da zu unterstützen. Gerade vielleicht im Alter ist es natürlich ganz wunderbar möglich oder wenn ich irgendwelche Nährstoffe, ich denke zum Beispiel an B-Vitamine, wenn ich die erhöht zuführen will, dann gebe ich ihm noch ein B-Komplex zum Beispiel mit dazu zu meiner selbstzubereiten Ration. Felix Tierwelt: Ich finde das schon sehr interessant und das sehe ich auch so, weil im Endeffekt, wenn man mal so, ich sag mal, die Zeitachse hernimmt von einem Hund, vor allem im Welpenalter als auch im Seniorenalter, ist es einfach so, dass der Körper manche Sachen nicht mehr richtig verdauen kann, verarbeiten kann und sonst was. empfehle dann immer leicht verdaulich zu arbeiten, nicht zu barfen, nicht zu Druckenfutter geben. Am besten entweder Nassfutter oder Kochen. Und dann ist man selber da in dem Falle für sich. verantwortlich was man machen möchte und das ist halt das schöne. Man muss es einfach sagen, selber kochen kannst du halt überall einsetzen vor allem wenn es dann wirklich schwierig wird, sage ich mal so in Richtung Allergien oder weiß Gott was oder man sagt ja nicht Allergien, sondern Unverträglichkeiten, durfte ich ja auch lernen. Hab auch einen schönen Podcast gemacht in dem Falle mit der Mareille von Vitevo. Ich weiß nicht ob du sie kennst oder Vitevo an sich kennst. Die machen so richtig krasse Allergietests oder generell Tests und haben ein eigenes Labor in Berlin. Und das ist total spannend, weil man kann nur dazu lernen und für sich dann eine eigene Entscheidung treffen. Und das ist halt das Schöne, dass man halt das Thema mit dem Selberkochen allumfänglich anwenden kann. Das mal ein bisschen zu der Rubrik, warum überhaupt Selberkochen, was macht am meisten Sinn, blablabla. Lass uns jetzt mal richtig in die Tiefe gehen, nämlich was Fehler angeht. Ich finde das Thema mit Fehlern super interessant, weil aus Fehlern sollte man lernen oder lernt man meistens etwas. Man sollte sie nicht doppelt und dreifach machen, man weiß ja was ich meine. Welche Fehler beobachtest du denn beim selber kochen von Hundebesitzern, die dann immer wieder mal auftauchen? Marleen: Sehr gut. Der Nummer 1 Fehler ist ganz sicher, dass nicht auf die passende Mineralvitaminversorgung geachtet wird. Dass ich sage, hey, ich wechsle doch ab, das reicht doch. Das nicht. Das können wir ganz kurz abhaken. Es reicht nicht, wenn ich nur verschiedene einzelne Komponenten abwechsel. Ich brauche eine Mineralergänzung dazu. Da ist auch meine Erfahrung, dass Star auch das einfache ist, eine Mineralergänzung mit rein. Fertig. Die wenigsten wollen dann noch mit einzelnen Pöverchen anfangen, wie es bei den Bafang gerne mal ist. Auch völlig in Ordnung. Das darf jeder für sich entscheiden. Aber das ist einfach so meine Erfahrung. Auch da darf es eher einfach sein. Das ist wichtig, man muss was dazugeben, weil sonst ist es einfach nicht bedarfsdeckend. Ganz entscheidend. da, klar, was ich dann auch gerne mal habe, ja, ich gebe doch schon Eierschale dazu. Und dann sag ja, wie viel denn? Ja, so eine Messerspitze. Und dann reden wir von 25 Kilohund. Das reicht halt einfach nicht. Ja, es sind oft so diese Unwissenheit, dass man sich denkt, so ja, ich mach's doch schon irgendwie und dann lese ich vielleicht noch ein bisschen dazu. Aber ja. fehlerhafte mineral- und vitaminversorgung oben auf die eins ganz weit nach oben auf jeden fall was die fehler angeht was kommt danach ich würde sagen danach geht es dann schon in die fettsäurenversorgung dass es eben nicht passt von den ölen her weil wir schon schauen müssen dass wir zum einen die linole säure mit abdecken über die öle und da brauchen wir einfach pflanzenöl weizenkeimöl ja da gibt es verschiedene die einfach Linolsäure reich sind, das brauchen wir, das reicht einfach über die ganz normale Ration nicht und dass wir auch ein Omega-3 reiches Öl mit drin haben für EPA und DHA, hat vielleicht auch schon ein oder andere mal gehört, da brauchen wir ein Algenöl, ein Lachsöl, ein Grillöl, irgendwas in diese Richtung und das sehe ich ganz oft auch, dass die Felszimmernversorgung nicht optimal ist. Felix Tierwelt: Okay, bedeutet in dem Falle die zwei Fehler haben wir schon mal. Hast du noch was auf Lager? Marleen: Es gibt dann noch dieses hundertprozentige Gegenteil, das ist dann die von allem viel nehmen. Auch die gibt's, die dann irgendwie zehn verschiedene Ergänzungen haben und fünf davon enthalten Jod und irgendwie ist man dann durch die Decke mit der Jodversorgung. Auch das sehe ich, das sind die, die es besonders gut meinen. Aber ich verurteile auch das nicht, weil die sagen dann, ja, ich dachte, ich gebe noch das dazu und das dazu. Ja, aber es kann dann auch zu viel werden. Also bitte nicht fünf verschiedene Produkte dann mixen, sondern wirklich schauen, okay, habe ich eins, was mir alles abdeckt oder wenn ich da unsicher bin dann entsprechend auf mich zu gehen oder auf eine von meinen Kolleginnen zu gehen. Ja also dass man da dann gegebenenfalls einfach nachfragt, hey passt das so mit der Mineralstoffversorgung. Aber ja das Gegenteil gibt es eben auch, ja viel nicht viel hilft. Ganz wichtig an der Stelle. Felix Tierwelt: weil du kann ansprichst, zu viel kann natürlich auch wirklich gesundheitliche Risiken beinhalten. Und das muss man einfach dazu sagen, man muss das schon vernünftig angehen oder mit Experten wie mit dir angehen in dem Falle. Wir versuchen ⁓ unter dem Video oder generell in der Videobeschreibung oder auch in der Podcast-Beschreibung auch mal deine ganzen Kontaktdaten hinterlegen zu können, dass halt, wenn man sich jetzt angesprochen fühlt, wenn man mehr über das Thema erfahren möchte oder vielleicht auch deine Hilfe haben möchte, Marleen: Ja. Felix Tierwelt: dass man dich dann kontaktieren kann, egal ob Social Media, Instagram, Instagram ist ja Social Media, weißt ja was ich meine, oder E-Mail oder sonst was, dann kann man einfach vorbeigucken, ich markier das nochmal separat. Das mal zu den Fehlern, ich denke da wurde schon einiges gesagt, sei es Mineralstoffe, sei es Fettsäuren oder dementsprechend auch viel zu viel des Guten, das ist ja auch so ein großer Punkt. Du hast es gerade schon bisschen fast indirekt beantwortet, meine nächste Frage schon, nämlich, warum reicht Marleen: Ja, genau. Absolut, ja, wichtiger Punkt. Felix Tierwelt: Viele machen das ja. Hähnchen mit Reis langfristig nicht aus. Ich habe das immer wieder, dass mir zum Beispiel Leute schreiben, ja ich koche auch für meinen Hund ein bisschen Hähnchen und Reis und das war's. Und ich denke mir so, hm, das ist nicht so dolle oder wie siehst du das? Marleen: nicht so dolle, nicht so dolle sind eigentlich die Punkte, die wir gerade gesagt haben, ja, decken das eigentlich mit ab. Es passt halt einfach nicht von der Nährstoffversorgung. Und wenn ich jetzt wirklich nur Hähnchen und Reis hab, da fehlt mir vielleicht auch noch so ein bisschen die Ballaststoffquelle. Also das darf ich dann durchaus noch mit dazu nehmen in Form von Gemüse zum Beispiel. Aber klar, auch da fehlen uns die Fettsäuren oder die Fettsäurenversorgung und es fehlen einfach die Mineralstoffe. Also wenn ich so eine Reishähnchenration habe, da fehlt mir auf jeden Fall Kalzium. fehlt mir mit Sicherheit auch Magnesium, fehlt mir Kupfer, Zink, Vitamin E, Jod, Vitamin D, Vitamin A, verschiedene B-Vitamine. Also da wird es an allen möglichen Ecken und Enden doch zu knapp. Felix Tierwelt: das definitiv und ich bekomme das immer mit. Weißt, dann schreiben die Leute, ja, ich gebe immer ein bisschen Hähnchen, ich koche das immer oder ein bisschen Ente oder so was, das ist reicher. Aber das ist halt wirklich so ein Fakt, das macht keinen Sinn, das ist langfristig nicht schlau und kann wirklich leider in die Hose gehen. Weil wir das ja gerade oder weil ich das gerade bis das angesprochen habe, was kann denn überhaupt passieren aus deiner Sicht, wenn man jetzt über Monate als auch Jahre hinweg den eigenen Vierbeiner falsch kocht? Was kann dann passieren? Marleen: Ja. Also man muss ehrlich sagen, dass man meistens nicht so schnell die Auswirkungen sieht, wenn man das auch über einen längeren Zeitraum macht. Das ist schon was, was sich dann so einschleichen kann. Wenn wir jetzt zum Beispiel wieder aufs Kalzium gehen, das ist einfach was im Körper extrem reguliert wird. Das heißt, dass sich ein Kalziummangel zum Beispiel im Blut feststellen kann, ist eigentlich nicht möglich, weil der Körper nimmt sich dann das Kalzium aus dem Knochen raus. Und beim erwachsenen Hund funktioniert das auch sehr lange, dass man da einfach gar nichts erkennt, weil er demineralisiert den Knochen. Also wird wirklich das Kaltzim aus dem Knochen rausgenommen. Wenn wir da kurz an den Welpen denken, wenn ich für den koche und den nicht ordentlich mineralisiere, dann kann das auch wirklich zu Problemen führen und zu Wachstumsproblemen, zu Knochenverkrümmungen und so weiter. Da ist es natürlich noch mal viel deutlicher als vielleicht beim Adultenhund. Und da vielleicht so ein kleiner Nebensatz zum Welpen. Ja, man darf auch für eine Welpen kochen, aber da ist es ganz entscheidend, dass die Mineral- oder die Nährstoffversorgung, Mineralvitaminversorgung wirklich optimal ist. Also da bitte nicht irgendwelche wilden Experimente machen, sondern sich gegebenenfalls helfen lassen, wenn man das machen möchte, dass es einfach passt. Das macht so ein wichtiger Nebensatz an der Stelle. Ansonsten weiß man natürlich, dass B-Vitaminmangel kann neurologische Symptome zum Beispiel machen. Wenn ich immer zu wenig Vitamin E in der Ration habe, ist ein ganz wichtiges Antioxidant, ist einfach fürs Immunsystem auch insgesamt super wichtig. Fortpflanzung, Zink ist auch so was, das kennen dann viele, vielleicht auch von sich selber, weil man es im Winter dann irgendwie nimmt, damit man nicht die nächste Erkältung einfängt, dass es einfach fürs Immunsystem sehr wichtig ist oder auch für Haut und Fell. Also da gibt es schon viele Sachen. Dass ich auf einen Hund schaue und mir denke, ⁓ der hat aber Nährstoffmangel, da muss echt viel passieren und über viele Jahre, sag ich jetzt mal, passieren. Es sind eher dann diese ganzen vielen kleinen Dinge, wo man sagt, der ist nicht so, ich sag jetzt mal, so gut in der Abwehr irgendwie, der ist auffällig, Magnesiummangel, wenn der hat, kann der auch mal so Muskelzittern haben oder wie auch immer. Also da gibt es eher so viele kleine Sachen, die dann entstehen können, aber nichtsdestotrotz sollten wir die natürlich nicht heraufbeschwören, sag ich jetzt mal. Felix Tierwelt: Definitiv und ich stimme dir auch zu was die Welpenernährung angeht. Das ist die heißeste Phase was die Ernährung oder generell der gesamte Körper angeht. Und man muss es immer so sagen, auch wenn jetzt momentan alles gut ist beim Hund, es ist immer der Fakt wie bei uns Menschen auch im Seniorenalter. Sieht man, ob man das gut gemacht hat oder nicht. Und dann kann man leider die Zeit nicht mehr zurückdrehen. Deswegen kann ich immer nur sagen, jetzt im Moment gucken, dass die Ernährung wirklich tipptopp ist. Marleen: Alles. Ja. Felix Tierwelt: und nicht später, weil der Hätte hättet Fahrradkette, das bringt einen dann nicht mehr weiter und man muss es auch sagen, was Schleichen super schnell passiert über ein paar Monate, schrägschräg Jahre, ist das Übergewicht. Ich habe mal jetzt wirklich geforscht und brutal viel auch ein bisschen Studien dazu angeguckt. Fast jeder zweite zweieinhalbfache Hund, in Anführungszeichen, da sind manche Studien unterschiedlich, aber wir sagen jetzt mal jeder zweite Hund ist übergewichtig, wo ich mir denke, hallo und Marleen: Absolut. Mmh. Mmh. Felix Tierwelt: Das hat natürlich viele gesundheitliche Problematiken mit in sich und das ist halt so ein Punkt, lieber guckt man da mal ein bisschen drauf und ich glaube das ist auch so ein Fehler. Viele machen immer Pi mal Daumen. Man muss es jetzt nicht nach Minimal-Gramm-Zahl oder Mikrogramm-Zahl ausrechnen, wenn man das will, dann soll man das machen. Aber zumindest, dass man einen gewissen Plan hat, ist aus meiner Sicht schon mal sehr sinnvoll, weil ansonsten Pi mal Daumen, das bringt dich auch nicht weiter und irgendwann... bemegelten man das, auch der Vierbein ist ganz schön dick, meistens checkt man das selber nicht, sondern meistens eher das Umfeld, dann fühlt man sich erst mal ertappt, viele kennen das bestimmt, Gefühl, und das ist dann immer einfach ein bisschen doof und ich glaube da sollte man definitiv auch ein bisschen darauf acht geben, oder was ist denn deine Meinung? Marleen: in Ja. 100 Prozent. ganz super, dass du es ansprichst. Ein ganz wichtiger Punkt. ich kann das, glaube ich, so aus wenn man wenn ich hier im Park spazieren gehe, glaube ich, ist es mit der Studie recht richtig. Ja, es ist manchmal echt. Ja, wenn ich die Hunde sehe und mir denke Halleluja, da geht es ⁓ so viel. Ja, da geht es ⁓ den Stoffwechsel insgesamt. Diese Hunde können genauso wie wir Menschen Diabetes bekommen, wenn die so stark übergewichtig sind. Die Gelenke leiden einfach. Und auf der anderen Seite muss ich mir dann manchmal anhören, ⁓ der Hund ist aber sehr dünn. Naja, es ist ein Wischler, ja. Ich darf da die hinteren Rippen sehen. Das ist okay. Er ist nicht zu dünn, aber es sind einfach ganz viele Hunde zu dick und da haben wir inzwischen auch wirklich schon eine verzerrte Wahrnehmung und das geht schon los in Kinderbüchern. Ich hatte hier letztens ein Kinderbuch mit meiner Tochter und ich dachte mir, mein Gott, wie ist denn dieser Hund dargestellt? Der hat einfach gefühlt auf diesem Foto so für seine Größe zehn Kilo zu viel drauf gehabt, wo ich mir denke, geht's noch? Ja, so sieht kein gesunder Hund aus und auch in der Werbung, ich finde bei Katzen noch extremer teilweise, was uns da irgendwie vorgemacht wird, wie ein gesunder Hund aussieht und so sieht er nicht aus oder eine gesunde Katze. Die haben eigentlich ein paar weniger Kilo auf den Rippen und darauf zu achten ist echt, dass es auch für Sorge, Gesundheitsprävention, ja. Felix Tierwelt: Vielen Dank. Das Erschreckende ist, das fällt mir gerade auch ein, dass das sehr normalisiert wird und auch nicht wirklich so kritisiert wird wie bei uns Menschen auch mit dem Übergewicht leider. Und das tut mir immer mehr weh momentan, die Industrie fängt immer mehr an Zucker einzubauen in der Tierernährung schräg schräg Hundeernährung oder Hundefutter. Ich sehe das immer häufiger, wobei Zucker kaum Vorteile hat. Klar, hat einen Geschmacksverstärker, dass die Hunde besser essen teilweise, aber ansonsten hat es keinerlei Vorteile. Marleen: Mhm. Ja. Hm. Felix Tierwelt: Das ist wie bei uns Menschen auch, gefühlt steckt überall Zucker drin, wo ich mir manchmal denke, habt ihr noch alle? Und das ist halt so der Punkt, im Endeffekt, was vielleicht wieder für selber kochen spricht oder einfach, ich glaube auch, sich mit der Thematik zu beschäftigen, weil es ist halt leider schade, man kann halt die Zeit dann nicht mehr zurückdrehen und dann muss man das Beste draus machen und leider leidet dann auch der eigene Vierbeiner darunter, dass man da einfach ein bisschen in den Jahren zuvor nicht auch gepasst hat. Und das ist dann auch wieder bisschen kacke. Das ein bisschen zum Thema den größten Fehlern, wenn man das so mal ansprechen möchte. Lass uns mal ein weiteres Kapitel aufmachen, bevor wir zum großen Kapitel kommen, nämlich praktische Tipps, wie geht man das jetzt wirklich an mit dem Kochen blibblablet. Nämlich, das ist mir super wichtig, heutzutage gibt es ganz viele Mythen oder besser gesagt Missverständnisse da draußen. Und lass uns direkt einklären, ich glaube, das haben wir relativ schnell abgehakt, aber... Ich bekomme das immer wieder zu hören, dass selber kochen automatisch besser ist als jegliches Fertigfutter. Was ist denn deine Meinung dazu? Marleen: Da kann man einfach nicht pauschal sagen, ja ist so. Denn wenn ich nicht gut selber koche, und da sind wir wieder bei Mineral- und Vitaminversorgung, dann ist natürlich ein Fertigfutter besser als selbst gekocht. Weil da decke ich zumindest alles an Nährstoffen ab, was der Hund braucht. Also das kann man ganz klar sagen. Und ja, ich glaube die weiteren Vorteile vom Selberkochen haben wir auf jeden Fall genannt. Aber ja, du weißt, ich bin niemand, der da direkt verurteilt. Ja, aber so kurz gesagt, nein, es ist nicht automatisch, man muss es halt optimal gestalten. Felix Tierwelt: bin ich richtig gut, weil ich wollte einfach noch mal drauf eingehen, dieses schwarz-weiß-denken. Man kann das nicht an den Tag legen, weil jeder Hundebesitzer ist einfach anders. Manche wollen nicht unbedingt selber kochen, manche wollen sich nicht die Zeit nehmen oder haben nicht die Zeit oder vielleicht wollen sich anderen Sachen widmen. Das ist ja jedem selber überlassen und deswegen ist es auch cool, dass du das sagst, man muss richtig kochen, weil wenn man falsch kocht, ist es leider schlechter als ein Fertigfutter und deswegen muss man sich halt mit der Materie beschäftigen, bevor man nur Marleen: Ja. und nutzt. Felix Tierwelt: Wie wir es vorhin schon genannt hatten, mit Hähnchen und Reis ankommt, weil trinkt keinen weiter, auch nicht den eigenen Hund. Gibt es denn aus deiner Sicht in dem Falle Mythen rund ⁓ das Thema selber kochen, die dich ein bisschen nerven? Hast du da irgendwas auf Lager? Marleen: Nein, richtig. Also ich glaube der Mythos Number One, der mich echt stört und das ich auch so viel auf Social Media lese ist immer Kohlenhydrate sind ja nur Füllstoffe. Und das ist halt einfach nicht der Fall. Sie liefern Kalorien und sie liefern Nährstoffe und sie sind nicht einfach nur Füllstoffe. Und unsere Hunde können ganz wunderbar Kohlenhydrate verdauen. Da wird ja immer gerne dann der Wolf rangezogen, so als Vergleich. Ja, Wolf und Hund haben sich vor vielen tausend Jahren in unterschiedliche Richtungen entwickelt und der Hund hat halt einfach mit dem Menschen zusammen gelebt und damit auch die Fähigkeit entwickelt, Stärke zu verdauen. Er kann das, er hat eine Amylase, das ist dieses Enzym, was man braucht, ⁓ Stärke zu verdauen. Der kann das super und der kann Kohlenhydrate sehr gut verwerten und Kohlenhydrate sind keine Füllstoffe. Sie sind auch nicht kalorienfrei, aber wenn das manchmal so gedacht wird, ach, ich mach noch ein paar Hafer. Flocken rein, dann ist er ein bisschen gesättigter. Ja, aber er kriegt auch Kalorien, sind wir wieder beim Übergewicht. Also Kohlenhydrate sind super, sie sind keine Füllstoffe und die aller, allermeisten Hunde kommen sehr gut damit zurecht. Also das ist sicherlich so mein Hassmythos Nummer eins. Felix Tierwelt: Find ich schon gut, weil ich hab glaube ich schon schon ein bisschen länger her, ich hab darüber auch mal ein Video gemacht und dann gibt's natürlich Leute, die halt einfach stur immer noch dran glauben. Der Hund ist wie ein Wolf, das ist halt leider nicht so. Auch durch die Domestizierung ist halt der Hund eigentlich komplett anders als ein Wolf, muss man einfach sagen. Marleen: Ja, also mein Hund hat mit einem Wolf nicht mehr so viel gemein. Felix Tierwelt: Wollte ich gerade sagen. Vielleicht ein Wolfshund, da passt schon eher hin. Aber die sind auch total domestiziert und haben ganz andere Verhältnisse oder Bedürfnisse. Also unsere Hunde sind ja viel, viel, viel, emotionaler oder abhängiger als ein Wolf. So und das ist halt so der Aspekt, wo ich immer wieder sehe, man muss einfach diese Missverständnisse mal aufräumen, sowie auch mit dem Missverständnis hier mit Eilekörl und Silvester. Marleen: Der ja bleibt, ja. Na klar. ⁓ ja, Felix Tierwelt: Das beruhigt hier den Hund. Das muss man hier unbedingt geben. wo ich mir manchmal denke, ja, Prost Mahlzeit. Was ist deine Meinung dazu? Marleen: Ja, kein Alkohol in den Hund, Punkt. Felix Tierwelt: Sehr gut, find ich stark, weil es gibt natürlich viele, die das immer wieder empfehlen und ich frag mich dann auch immer wieder so, warum? Und leider ist es durch Social Media dann so, dass viele Leute halt dann denken, ja, dann probier ich's doch mal aus. Ich vertraue doch der Person, die ist doch so, kommt so, wie heißt das? So vertrauenswürdig rüber durch die Videos, ich probier mal. Aber das ist halt, wo ich auch immer wieder sage, man hat auch im Bezug auf Social Media, wir beide machen ja Videos, man hat eine gewisse Verantwortung. Marleen: Ja. Felix Tierwelt: Man soll da nicht irgendeine Scheiße machen und leider viele nutzen halt sehr das, ⁓ viral zu geben, ⁓ bekannt zu werden. Solche Sachen, wo ich mir manchmal denke, ja, wissenschaftlich steckt da nicht so viel dahinter, außer ich hab damit gute Erfahrungen gemacht. Marleen: Mh. Ja. Und das finde ich ganz schwierig, da muss ich ganz kurz dazwischenhaken, weil das ja auch so ein Thema für mich ist. Ja, weißt du, ich stelle mir immer die Frage, gibt das den Leuten Mehrwert, verstehen die, was ich denen damit vermitteln will, ja. Und dann lese ich manchmal Sachen, wo ich mir denke, hey, nur weil du einen Hund hast, der das Problem XY hat, bist du doch nicht dazu befähigt, allen zu raten, dass die das auch so machen sollen, wenn sie den Hund mit Problem XY haben. Also das finde ich ganz schwierig und man muss echt immer ein bisschen schauen, was steckt dahinter bei den Leuten. und weißt du, ich höre total gerne so Psychologie-Podcasts, das ist so meins, ja. Aber ich gehe auch nicht los auf Social Media und erzähle den Leuten irgendwas über Psychologie, ja, auch wenn mir das Spaß machen würde. Und ich kann dir bestimmt auch ein paar Minuten was drüber erzählen, aber das ist nicht meine Materie, das ist mein Hobby sozusagen, ja, dass ich mir das anhöre. Und manchmal denke ich so, ja, in der Hundernährung, da hat dann jeder eine Meinung zu einem Thema, Wo ich finde, dass das sich vielleicht gar nicht auskennt. Felix Tierwelt: Oder du hast halt immer diese schwarz-weiß-Felder. Also dieses schwarz-weiß-Denken, wo ich mir denke, nur weil du jetzt ein paar Hunde in deinem Leben hattest, sagen wir mal drei, vier Stück, kannst du nicht davon ausgehen, dass es bei allen so ist. So, und ich kann von mir behaupten, ich habe über, jetzt muss ich mal gucken, über 1.800 Hunde in dem Falle ernährungstechnisch begleitet, auch mit meinem Team zusammen. Es sind auch jetzt durch meine eigene App und viel mehr, viel, viel mehr geworden. Also ich habe eine... Marleen: Auch das, ja. Genau. Ja. Felix Tierwelt: riesige Datengrundlage, wo ich anders behaupten kann oder anders das Thema angehen kann und sehen kann und viele sehen halt nur diesen einen Weg und das finde ich sehr sehr schade und man muss es auch wirklich sagen, ich weiß nicht ob du schon mal ein Video von mir gesehen hast, ich mache meine Videos bewusst immer die Auflösung ganz am Ende, dass man mitraten kann und am Ende weiß, worum ich da quatsche, ⁓ welche Beere, ⁓ welche Frucht oder weiß Gott was da draußen. Das habe ich extra so gemacht, weil ich gemerkt habe, die Leute sind total ungeduldig, haben Marleen: Mmh. Ja. Felix Tierwelt: jedem Falle keine Geduld mehr, wirklich aufzupassen und wollen nur schnell, schnell, schnell. Und das ist genau der falsche Anreiz in Bezug auf Unternährung, weil ich sehe das ja auch immer wieder, das ist vielleicht auch so ein Fehler, dass man schnell, schnell, schnell macht, heute mal das, morgen mal das. Hauptsache es wird in kürzester Zeit alles besser. Das funktioniert halt leider nicht. Das weiß man ja auch, dass der Darm einfach Zeit braucht. Und das ist halt echt schade, dass halt viele dann wieder mit, ich sag mal, eingeschränktem Blick anderes behaupten. Marleen: Mm-mm. Ja. Felix Tierwelt: Das ist halt irgendwo traurig heutzutage, weil keiner mehr so bisschen die Ruhe bewahrt, einfach nur noch sich total für unsicher lässt. Marleen: Ja, Verunsicherung, ganz großes Thema. Felix Tierwelt: Das mal zum Thema Mythen, Missverständnisse, Verunsicherungen. Das mal dazu. Lass uns jetzt mal in den großen Teil eingehen, den ich sehr, sehr wichtig finde. Wenn jetzt jemand zum Beispiel sagt, ich finde das Thema mit selber kochen richtig geil und ich brauche jetzt einfach mal ein paar Tipps, wie das angeht. Worauf sollte man grundlegend aus deiner Sicht zumindest beim Einstieg achten? Sind es die Zutaten, sind es Nahrungsergänzungsmittel? Worauf sollte ich als Hundebesitzer achtgeben, wenn ich jetzt Marleen: Also, nutz. Mhm. Felix Tierwelt: mich dem Thema widmen möchte. Marleen: Ja. Also prinzipiell finde ich es erstmal gut, wenn man sich informiert, dass man schaut, was muss ich denn beachten. Da gibt es natürlich verschiedene Möglichkeiten. Und dass ich mir dann vielleicht mal so einen Plan mache, schaue, gibt es irgendwie einen Rechner. Ich kann da auch an der Stelle einfach meinen Onlinekurs empfehlen zum Thema selber kochen, wo ich genau das auch alles aufarbeite, dass man da einfach mal den Fahrplan hat. Was darf ich denn alles und was darf ich vielleicht nicht und wo muss ich aufpassen. Und dass ich dann so einen Plan habe, wie ich starten kann. Und dann ist natürlich ganz wichtig, dass man erst dann auch langsam umstellt. Also nicht heute noch trocken Futter und morgen dann selbst gekocht, sondern wirklich über ein paar Tage verschneiden, dass der Hund sich daran gewöhnt an das neue Futter und dass es nicht gleich mit Durchfall endet, nur weil es einfach was Neues war und der Hund es davor nicht kannte. Das heißt noch lange nicht, dass das nicht dauerhaft verträgt und dass man dann eben startet. Und dann kann man ja schauen und das finde ich ist auch immer so ein wichtiger wie passt es in meinen Alltag, dass ich mir da echt Gedanken mache dazu. Bin ich jemand, der sich in der Früh da gerne hinstellt und seinem Hund was zubereitet oder möchte ich wirklich so wie ich das zum Beispiel mache, einmal die Woche den großen Topf füllen und das dann vorportionieren. Habe ich die Möglichkeit es einzufrieren? Das sind ja so viele kleine Punkte, die man sich da vielleicht überlegen sollte, bevor man startet. Aber klar natürlich die Auswahl und mit welchem Fleisch und so weiter, welche Kohlenhydratquelle, welches Gemüse. Das sind schon die Fragen, die ich mir stellen muss, bevor ich sozusagen starte. Felix Tierwelt: Find ich richtig stark, bedeutet sich erstmal befassen. Möchte man das überhaupt? Kann man das überhaupt? Zeitlich gesehen oder auch örtlich gesehen habe ich die Kapazitäten dafür? Marleen: Finanziell muss man ehrlicherweise auch noch mit dazu sagen. Felix Tierwelt: Das ist das nächste, ich denke auch, dass man da finanziell dafür ein gewisses Budget haben sollte, weil wir gerade darüber quatschen, wo liegt man denn dann, wenn man jetzt sagt mal, ich habe einen 20 Kilo schweren Hund, was sollte man da aus deiner Erfahrung heraus einplanen für den Monat? Marleen: Du meinst kostentechnisch? Das ist natürlich sehr individuell, Wie, ja, was bezieht man? Ich sag mal, ich kann natürlich auch so Muskelfleisch als Barfpaket kaufen und das dann kochen. Das ist eine Möglichkeit. Ich kann natürlich aber hier zum Regional Metzger gehen. Ich kann zum Bioladen gehen. Also da kann ich ja schon mal von eher weniger Geld bis zu sehr viel Geld alles ausgeben. Das ist schon sehr individuell und natürlich auch genauso bei den Kohlenhydraten, wobei die Kohlenhydrate sind immer so der der geringste Anteil, kriegt man doch noch relativ günstig. Also ich muss tatsächlich sagen, es ist ganz oft so und die Rückmeldung bekomme ich auch, wenn ich es vergleiche, was ich bezahle für das Futter meines Hundes, wenn ich es selbst zubereite mit, ich sage es mal eher, einer höherpreisigen Nassfutterdose, das nimmt sich nicht viel. Wenn ich es vergleiche mit einem günstigen Trockenfutter, dann habe ich da eine deutliche Preisdiskrepanz. brauchen wir nicht reden. Aber wenn ich im höheren Preissegment beim Fertigfutter unterwegs bin, macht das nicht so viel Unterschied. Felix Tierwelt: Weil ich das gerade angesprochen habe, mir ist zum Beispiel auch wichtig, gibt viele Leute auch da draußen, sagen, ja, selber kochen ist viel günstiger als alles andere. Ja, das kann man vielleicht hinkriegen, wenn man halt billig einkauft. Ich bin nur der Fan davon, wenn man sich schon für selber kochen entscheidet, dass man die Zutaten, die man dafür benötigt, also Fleisch, also Proteine, Kohlenhydrate, Obst, Gemüse und Co., auch dementsprechend hochwertige Öle oder ein hochwertiges Öle an sich, dass man wirklich Marleen: Ja. Felix Tierwelt: da vernünftig an die Sache rangeht und nicht dann noch guckt, wie kriege ich das so minimalst wie möglich hin, weil das kann halt auch in die Hose gehen, weil dann bist halt wieder bei der Qualitätssache, dann weißt du auch nicht, woher kommt jetzt überhaupt das Fleisch. Ist es eigentlich wirkliches Fleisch oder ist es nur zusammengepresst auf gut Deutsch? Und das sind schon so viele Faktoren, die man schon beachten sollte. Weil du es angesprochen hast mit deinem Videokurs, ich glaube wir verlinken den auch auf jeden Fall in der Videobeschreibung, dann kann man sich das angucken oder wenn man sich Marleen: Na klar. Ne. Felix Tierwelt: dem Thema widmen möchte, einfach dann gerne mal reingucken oder dich halt anschreiben. Mir ist noch ein anderes Thema wichtig, wegen Zutaten an sich. Auf was muss ich denn acht geben? Ich zum Beispiel gebe immer den Tipps, gucke auf Proteine, Kohlenhydrate, Obst und Gemüse, Öle und Fette und Mineralstoffe. Ist das soweit richtig oder sagst du, man bräuchte noch etwas anderes? Marleen: Ja, genau. Ja. Ja. Ja. Nee, das ist absolut richtig. Also ich kann das darauf aufbauen und dann habe ich ja 100.000 Möglichkeiten, ja. Also da sind ja den Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt. Felix Tierwelt: Genau, das denke ich auch. Also man kann dann natürlich extrem in die Tiefe gehen, aber grundlegend diese fünf wichtigen Punkte sollten einfach da sein und das ist schon sehr sehr sinnvoll. Das zum Thema, was man so beim Einstieg beachten sollte grundlegend. Wie siehst denn du das? Gibt es gewisse Lebensmittel, die man eher vermeiden sollte beim selber kochen? Marleen: Klar, es gibt natürlich, sag ich das mal, die Klassiker, die einfach tabu sind. Da reden wir von Zwiebelgewächsene. Da geht es natürlich auch zu Weintrauben, Rosinen, Makadamianüsse, Avocado. Wo ich hoffe, dass das jeder schon mal gefördert hat, dass das der Hund nicht kriegen sollte. Also hier nochmal als wichtiger Reminder. Es geht aber auch natürlich ⁓ rohe Bohnen. Ein Hund kann zum Beispiel eine gekochte Bohnen super verwerten, außer dass er vielleicht auch mal, wie der Mensch vielleicht, bisschen pupsen muss. Ansonsten gehen die aber, werden tatsächlich interessanterweise in Amerika super gerne verwendet, grüne Bohnen, so, das Side-Fact. Aber da muss man aufpassen und auch gerade beim Gemüse empfehle ich zum Beispiel, ja was wir gekocht essen, das mache ich immer so als kleine Merkregel, das gibt doch bitte deinem Hund auch gekocht, Also dass man jetzt eben nicht auf die Idee kommt, den Blumenkohl irgendwie rot zu geben, sondern dass ich den halt entsprechend auch für meinen Hund koche. Das ist immer schon so eine Ich sagte, ich habe schon vieles erlebt. Das ist wichtig. Dann haben wir natürlich, wenn wir Hähnchen kochen, und da kann man natürlich ganz klar auch ein ganzes Hähnchen einfach kochen, aber die Knochen müssen einfach alle weg. Also das weiß hoffentlich auch jeder, dass gekochte Knochen oder gekochte Hähnchenknochen wirklich nicht gut sind. und Schokolade, Kaffee und Xylit und so hat hoffentlich auch schon jeder gehört, wo ich sage, das darf dann natürlich nicht rein. Felix Tierwelt: Du willst es nicht glauben, ich finde es gut, dass es ein bisschen wiederholt in dem Falle, weil manche Leute haben noch nichts davon gehört oder bekommen gewisse Sachen nicht mit, wo ich mir manchmal denke, also manche Leute geben wirklich dem Hund Schokolade, weil sie denken, ja, es schmeckt ihm doch auch super. Und das ist so traurig in dem Falle, dass viele da auch nicht wirklich aufpassen wollen oder generell und Wiederholung macht es halt wirklich aus, weil es ist halt wirklich Marleen: Ja. Felix Tierwelt: krasses Thema irgendwo, halt viele da wie mit dem Eierlikör, wo man eigentlich denkt, ja man weiß ja eigentlich Alkohol ist jetzt nicht wirklich so sinnvoll, die greifen trotzdem dazu und das ist halt so der Punkt, das ist super, dass wir das jetzt nochmal hier aufgreifen und vor allem generell kann ich immer empfehlen nichts vom Tisch geben, weil alles ist halt irgendwo gewürzt und dementsprechend halt auch nicht so sinnvoll oder vor allem weil du es auch gut angesprochen hast mit den Knochen, da kann ich nochmal drauf eingehen, gekochte Knochen splittern halt brutal schnell. Wenn die erstmal gesplittert sind und super scharfkantig sind und sind im schönen Magen- und Darmentraktor angelandet, dann viel Spaß. Dann muss man wirklich Glück haben, dass die unversehrt wieder rauskommen und keinen Schaden anrichten, weil innere Blutungen, innere Verletzungen sind das letzte, was man möchte, beim eigenen Hund oder bei sich selber auch, weil das kann dann richtig böse enden und deswegen niemals auch beim Grillen oder weiß Gott wo überall, wo man isst, niemals einen gekochten Knochen geben, nur in dem Falle roh oder man soll es lieber... Marleen: Ja, genau, einfach leisten. Felix Tierwelt: bleiben lassen, bevor da irgendwas passiert. Das ist schon nicht ohne. Ein Thema fand ich ganz spannend, das hast du ganz am Anfang schon mal angesprochen. Abwechslung beim Selberkochen. Wie sollte man das machen? Macht man das, dass man jeden Tag komplett was anderes macht? Du hast es ja schon beschrieben, du darfst ja immer so bisschen vorkochen. Was ist nun deine Faustregel, was das angeht? Marleen: Mhm. Also meine Faustregel ist erstmal, wenn man startet mit dem Kochen, dass man sich da erstmal so ein paar Komponenten aussucht und die dann mal über einen längeren Zeitraum. Also rede ich jetzt mal von zwei, drei Wochen, wo ich sage so, hey, ich starte jetzt mit dem Fleisch, mit der Kartoffel und der Korotte oder wie auch immer. Und dann schaue ich erstmal, hey, wie geht es meinem Hund damit? Verträgt er das? Klappt alles. Ja, dass ich erstmal so einen Status Quo habe. Und wenn ich dann sehe, ja super, klappt sehr gut, dann darf ich auch Abwechslung bieten. Es kommt natürlich immer bisschen auf den Hund drauf an. Habe ich jetzt da auch wieder so einen ganz empfindlichen Magen-Darm-Hund, dann bin ich da natürlich vorsichtig, was die Abwechslung angeht. Aber ich sage jetzt mal, der durchschnittsgesunde Hund, der verträgt wirklich Abwechslung. Und ich mache es, wie ich gesagt habe, bei mir ist das immer so eine Woche, wo es dann einfach das Gleiche gibt und dann gibt es wieder was anderes. Und ich gebe schon gerne Abwechslung, denn es ist schon so, wenn wir immer ein bisschen was anderes haben und sei es nur, wenn wir die Gemüsesorte wechseln, es kommt immer was anderes an im Darm und die Darmmikroben haben einfach was zu tun und wir kriegen da schon so ein bisschen eine Diversität dann auch ins Darmmikrobiom, wie wenn es halt wirklich jeden Tag das gleiche ist und ja, das finde ich ist schon eigentlich ein Punkt, der nicht zu unterschlagen ist, was warum Abwechslung auch gut ist und ja und nicht nur, es muss nicht jeden Tag das gleiche sein. Felix Tierwelt: Was ich bei dir richtig gut finde und ich glaube das kann so jeder für sich glaube ich mitnehmen, am besten für eine Woche vorkochen. Weil dann hast du ein gewisses Fundament da, oben was du drauf machst, dann kannst du immer mal variieren. Ob du da mal eine Kur machst mit Astaxanthin oder Weißgottwasser draus. Man kann ja vieles machen. Das ist ja jedem selber überlassen, aber halt dass das Fundament immer steht, beispielsweise für eine Woche und dann kann man das ein bisschen wieder variieren. Genau und das würde ich auch noch ansprechen, wenn jetzt jemand ja einsteigt. Marleen: Ja, total. Ja. Ja. Genau. Felix Tierwelt: Wie viel Zeit würdest du demjenigen empfehlen, erstmal anzufangen mit dem Kochen? Weil meine Empfehlung ist zum Beispiel aufgrund von Darmenthematiken oder anderen Sachen, dass man bei einer Ernährungsumstellung minimum vier Wochen dafür einplanen und das Ganze durchziehen. Was ist so deine Erfahrung? Marleen: Du meinst jetzt, wenn ich jetzt starte und schaue, ob es mein Hund gut verträgt und wie das läuft sozusagen alles, oder? Genau, also erstmal wirklich diese langsame Futterumstellung, wenn ich einen empfindlichen Hund habe, ruhig über 10 Tage, dass ich da Schritt für Schritt gehe und wenn ich zum Beispiel sehe, ⁓ heute ist der Kot bisschen weicher, dann kann ich ja auch mal noch zwei, drei Tage bei dieser Mischung bleiben und dann wirklich schauen, wie funktioniert es und vier Wochen ist sicherlich eine gute Zahl, wo man einfach gut abschätzen kann, funktioniert es oder funktioniert funktioniert es nicht. Meine Erfahrung ist, es gibt nicht so viele Hunde, wo es gar nicht funktioniert. Da sind wir dann schon eher wirklich bei den hochgradigen Magen-Darm-Patienten und da würde ich auch nicht empfehlen, einfach alleine loszulegen bei so einem Hund, sondern das auch in dem Fall wieder mit Begleitung zu tun. Also worüber wir jetzt reden, das ist für mich schon eher der gesunde Hund, der zumindestens was so seinen Stoffwechsel und so weiter angeht, seinen Magen-Darm-Trakt, Niere, wie auch immer. Felix Tierwelt: das denke ich auch, weil im Endeffekt braucht es halt Zeit und ich merke das ja auch selbst auch. Es gibt ja im Internet, ich habe letztens auch ein Video dazu gemacht, hier mal ein Probierpaket, hier mal ein Probierpaket für zwei, drei Tage, das bringt einfach leider nichts. Das ist einfach quatschig, was sollte in zwei, drei Tagen sich ändern oder verbessern oder weiß Gott was. Meistens kommt es leider auch manchmal noch zu Durchfall, weil der Darm sich erstmal dran gewöhnen muss, erstmal überfordert ist, ey alles neu, was denn da los hier. Deswegen ist es ja auch sinnvoll bei sensiblen Hunden oder generell muss man individuell zu gucken, da Stück für Stück umzustellen. Und dann das habe ich einfach auch durch die ganzen Klienten, die ich begleite, gemerkt, auch mal Tagebuch führen. Das machen die wenigsten heutzutage. Einfach mal auch aufschreiben Tag, also Datum, Uhrzeit und aufschreiben, was ist einem aufgefallen? Weil man interpretiert so viel rein, man vergisst auch so viel. Teilweise weiß ich auch gar nicht mehr, was ich gestern gegessen habe. Das ist mal wieder was ganz anderes, aber Marleen: ⁓ ja. Felix Tierwelt: Da merkt man einfach, wir leben heutzutage in so einer lebigen Welt. Und vor allem dann, wenn man schon Probleme merkt und das aufschreibt und hat zum Beispiel so ein Tagebuch oder einfach halt das aufgeschrieben, dann ist es ja auch, denke ich mal, für dich als Tierärztin viel, viel besser, weil du ja viel mehr Datengrundlage hast, gewisse Entscheidungen zu treffen und zu sagen, dann mach mal das so und so und so. Oder wie siehst du das? Marleen: Ja, bin ich total bei dir. Also Tagebuch schreiben ist auch immer eins meiner absoluten Lieblingsmaßnahmen oder was ich dann den Leuten immer aufbrumme, wo ich sage, müsst Buch führen. wir dürfen echt nicht vergessen, wir selber haben so viel Stress inzwischen. Da nehme ich mich ganz bestimmt nicht aus. Und wir übertragen auch ganz schön viel, finde ich immer, auf unsere Hunde. Und wenn dann einfach der Alltag total stressig ist und mein Hund hat dann Durchfall, dann liegt es vielleicht daran und gar nicht an jetzt dem Futter unbedingt. Ich habe, kenne zum Beispiel bei meinem Hund, wenn ich anfange den Koffer zu packen, dann kann ich darauf warten, ist es egal ob der Hund mit in den Urlaub kommt oder nicht, ja das weiß er ja vorher nicht, dann kann ich darauf warten, dann macht die mir so einen richtig schönen Stressschiss, ⁓ es jetzt mal ganz direkt zu sagen. Und ich weiß genau, es liegt daran, weil ich diesen Koffer gepackt habe und nicht weil sie irgendwas falsches gefressen hat. Und wenn ich dann einen Hund habe, der insgesamt empfindlich ist, ist das eine super Idee da direkt Tagebuch zu führen oder wenn es halt eben nicht funktioniert, wie man sich es vorstellt. Felix Tierwelt: Und vor allem man kann halt viel besser Schlussfolgern und hat auch ein bisschen mehr Ruhe. Also ich arbeite gerade auch dran ein Tagebuch für Hunde zu entwickeln, sodass man wirklich das jeden Tag schreibt, sodass man abhaken kann, wie war der Code, wie war es und so was, dass man Punkte sammelt und einstufen kann, ey der Tag war ne 8 von 10. Weil man muss wirklich sagen, das merke ich zumindest in meinen Beratungen, ich glaube das geht dir genauso, viele Leute suchen dann die Nadelmäher offen. Und leider ist der Fokus immer schnell mal auf den Futter, Schreck, Schrich, auf die Ernährung. Marleen: Ja. Ja. Ja. Mhm. Felix Tierwelt: Obwohl es ganz andere Auslöser sind. Zum Beispiel jetzt auch. sind ja wieder die saisonalen Allergien da. Oder dementsprechend Gräser vor allem. Gräser sind ja Anfang Mai schon wieder brutal am Blühen. Ich hab zum Beispiel als Mensch auch sehr viele Probleme damit. Da ist halt der Punkt, viele tun sich halt damit nicht auseinandersetzen oder wissen das nicht und versuchen dann gezielt irgendwie am Futter wieder was zu drehen. Das bringt gefühlt gar nichts, weil die Gräser sind immer noch da, aber das Futter ist anders. Marleen: Ja, ja. Okay. Ja, ja, richtig, absolut wichtiger Punkt, Felix Tierwelt: Das ist schon nicht ohne. Du hast es gerade schon angesprochen, das Thema wollte ich noch aufmachen, nämlich mit dem Thema Magen-Darm-Probleme. Wenn man schon mal weiß, mein Hund hat wirklich mit dem Magen häufig Probleme, vielleicht häufiger mal eine Gastritis oder, oder, Wie würdest du dann an die Sache rangehen, was selber kochen angeht? Marleen: Mhm. Ja. Also prinzipiell profitieren diese Hunde aus meiner Sicht auch von der selbstzubereiteten Ration, weil es natürlich hoch verdaulich ist. Ja, und das ist immer gut für die Magen-Darm-Patienten. Und was da schon immer mein Tipp ist, ist, dass man eher mehrere Mahlzeiten füttert. Also das hilft diesen Hunden auch sehr und dann gerne auch nochmal spät so eine kleine Mahlzeit, bevor man abends ins Bett geht. Da kann man oft ja schon viel erreichen, nur durch die Anpassung der Fütterung. Frequenz und durch die Anpassung auf eine hochverdauliche Ration. man bei den Hunden oder wovon die Hunde eher profitieren sind von mageren Rationen, also nicht zu viel Fett rein, weil auch das kann wiederum bei so gastritis Patienten tatsächlich dazu führen, zumindestens meine Erfahrung, dass sie da doch wieder mehr Probleme haben. Felix Tierwelt: Und vor allem, wenn man halt selber kochen möchte, halt vor allem mit einem Profi zusammen das angehen, wie mit dir beispielsweise. Wenn man schon weiß, mein Hund ist da schon brutal sensibel, weil da muss man, denke ich, mal schon sehr, sehr Acht geben. Wie gesagt, wir verlinken ⁓ alle deine Kontaktdaten in der Beschreibung. Das mal zum Blog. Generell praktische Tipps. Ich glaube, wir haben da echt schon viel jetzt abgerattert und rausgehauen, was so möglich ist. Alles andere findet man bei dir. Marleen: Ja. Ja. Ich glaube auch, ja. Felix Tierwelt: entweder im Videokurs oder dementsprechend bei dir persönlich, wenn man dich kontaktiert. Und generell, sieht es jetzt bei dir in der Zukunft aus? Was gibt es da für geheime Projekte, über die du uns erzählen darfst oder nicht? Ich weiß es nicht, wie geht es da bei dir weiter? Marleen: Ich glaube, geheim ist nicht so richtig. Ich habe auf jeden Fall festgestellt, dass es mir total viel Spaß macht, so einen Online-Kurs aufzunehmen und zu verbreiten. wenn ich dann noch tolles Feedback wieder zurück bekomme, ist das für mich wirklich einfach sehr schön. Ich liebe das einfach. Und in die Richtung wird es auf jeden Fall weitergehen. Also ich will weiter Wissen zur Verfügung stellen. irgendwie so das, was mich antreibt, dass das Wissen rauskommt zu den Menschen und auch fundiertes Wissen. Ja, soweit lehne ich mich aus dem Fenster, dass ich sagen kann, ja das kann ich bieten. Und in diese Richtung wird es auf jeden Fall weitergehen und natürlich auch ganz viel kostenfreie Tipps auf meinem Instagram-Kanal. Da geht es mir auch darum, einfach wirklich mehr wert zu liefern und genau diese kleinen Dinge, die ich umsetzen kann. Ja, welche Reißsorte darf ich nehmen? Ja, so diese Frage, wo man sich sagt, ja stelle ich mir die? Ja, die stelle ich mir, wenn ich das erste Mal vom Reißregal stehe und mir gesagt wurde, ja kauf einfach mal Reiß. Da stehe ich da denke mir so, okay, Jasminreis oder kann ich jetzt Milchreis nehmen? Also es sind genau diese Fragen, dann von den Leuten kommen, ja, welchen Reis nehme ich denn jetzt? Und genau solche Antworten liefere ich auch auf Social Media. Felix Tierwelt: nicht richtig gut, weil durch diese Vielfalt ist man halt extrem überfordert und weiß halt nicht wohin mit sich, egal ob es das fertige Hundefutter ist oder dann der Reis oder weiß Gott was alles mögliche. Man erlebt ja da ganz ganz viel und steht dann vor Entscheidungen, wo man nicht weiter weiß und das ist glaube ich eine coole Sache. Daher erstmal vielen Dank, dass du die Zeit genommen hast. Ich denke mal wir haben ja ordentlich abgefeuert, was das Thema selber kochen angeht für Hunde. Und alle, gerade noch zuschauen oder zuhören, schreibt gerne auch mal einen Kommentar, wie es euch so gefallen hat. Ansonsten, in dem Aspekt bei mir ist es ja so, bei all meinen Podcast-Folgen hat immer der Gast das letzte Wort und deswegen hast du das in dem Fall immer lehnt. Und wenn du jetzt jedem Hundebesitzer sozusagen einen einzigen Rat mitgeben dürftest, bevor er anfängt sozusagen mit seinem Hund oder für seinen Hund zu kochen, welcher Ratschlag wäre das? Marleen: Ja, mein Ratschlag wäre auf jeden Fall, hol dir erst mal fundiertes Wissen und dann leg los und hoffn dich einfach drauf, dass es schon irgendwie funktionieren wird. Felix Tierwelt: finde ich richtig, richtig gut. ich denke mal, das reicht für heute oder für diese Folge. Deswegen, ich wünsche an alle anderen weiterhin viel Spaß mit den anderen Folgen. Vielen Dank nochmal für deine Zeit und ich würde sagen, bis demnächst mal wieder, Marleen: Ja, danke, dass ich hier sein durfte. Ciao! Felix Tierwelt: Tschüss!