Latest / Epoch Im Fokus / NATO übt in Italien nukleare Abschreckung – Bundeswehr mit drei Tornados dabei #209
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- 0:00Speaker 0: Herzlich Willkommen zur Epoch.
- 0:01Speaker 0: im Fokus mit dem Thema NATO übt in Italien nukleare Abschreckungen.
- 0:05Speaker 0: Bundeswehr mit drei Tornados dabei, ein Artikel von Tom Göller vom thirteenth Oktober zwanzig sechsundzwanzig am Mikrofon Alexander Sieber.
- 0:15Speaker 0: In Italien wird ab Dienstag treizend Oktober von der NATO der Atomare Ernstfall geübt.
- 0:20Speaker 0: obwohl Deutschland keine eigenen Atombaffen besitzt nimmt die Luftwaffe der Bundeswehr wieder an dieser jährlichen Übung teil was über westliche Atomwaffen bekannt ist und wofür die Abschreckung des Militärbündnisses gedacht ist.
- 0:32Speaker 0: Vom threizenten bis zum tzeundzwanzigsten Oktober ist Italien Schauplatz der jährlichen NATO-Übung, bei der die nukleare Abschreckung des Bündnises trainiert wird.
- 0:41Speaker 0: An dem Manöver nehmen Streitkräfte aus siebzehn Natormittgliedstaaten teil.
- 0:44Speaker 0: – Die Übung findet unter anderem im Umfeld der Luftwaffenstützpunkte Gedi in der Lombardy und Aviano im Friaul statt.
- 0:52Speaker 0: Die Übung mit dem Namen Steadfest Nun auf Deutsch etwa unerschütterlicher Mittag wurde im Jahr zwanzig drei erstmals abgehalten und wird seither jährlich fortgeführt.
- 1:02Speaker 0: Deshalb sprach den NATO auch dieses Jahr davon, dass es sich um eine seit langem geplante Routine-Maßnahme handele die zur Abschreckung und Verteidigung des Bündnisses beitrage.
- 1:11Speaker 0: Außerdem sende die Atombaffenübung ein klares Signal der Einheit und Entschlossenheit, sagte NATO-Generalsekretär Mark Rütte laut einer Onlineveröffentlichung vom achten Oktober.
- 1:22Speaker 0: Rötte spricht von Signal.
- 1:24Speaker 0: An wen genau das klare Signal gerichtet sein soll, ließ Rötta offen – die NATO-Veröffentlichung nannte aber wie jedes Jahr drei Punkte.
- 1:31Speaker 0: Bei der Übung würden keine scharfen Waffen verwendet, die Atomwaffenübungen stehe in keinem Zusammenhang mit aktuellen weltpolitischen Ereignissen und sie richte sich nicht gegen ein bestimmtes Land.
- 1:43Speaker 0: Ein wenig anders jedoch äußerte es sich Nassim Barovs, stellvertretende Direktorin für Nukle A Politik bei der NATO gegenüber dem Nachrichtenportal Politico angesprochen, auf eine Äußerung des russischen Präsidenten Vladimir Putin vom ersten Oktober.
- 1:56Speaker 0: bei einem direkten Angriff auf russisches Territorium wie die Exklave Kaliningrad stelle sich unweigerlich und sofort die Frage ob Russland alle Waffen einsetze, die ihm zur Verfügung stünden, sagte Baraus.
- 2:07Speaker 0: Und weiter Wir führen diese Übungen jedes Jahr durch und dies ist auch eine klare Botschaft an Länder wie Russlands dass es keinen Grund zu Sorge gibt.
- 2:15Speaker 0: Deshalb gebe ich aus ihrer Sicht keinen Grund für Fehleinschätzungen.
- 2:20Speaker 0: Drei Bundeswehrflugzeuge beteiligt.
- 2:22Speaker 0: Die Atomwaffenübung richtet sich in erster Linie an die Luftwaffen der beteiligten Nationen.
- 2:27Speaker 0: Die Luftwaffe der Bundeswehr ist mit drei Tornado-Kampfflugzeugen beteilig, wie Entsprecher des Bundesverteidigungsministeriums der Deutschen Presseagentur sagte, gehören die auf die Aviano Air Base im Norditalien entsandten Tornados zum taktischen Luftwaffengeschwader XXIII, dessen Stützpunkt in Büchel am Südrand der Eifel
- 2:44Speaker 0: liegt.".
- 2:44Speaker 0: Seit vielen Jahren wird in der Öffentlichkeit vermutet, dass in Büchel amerikanische Atombomben des Typs B-VII gelagert werden.
- 2:52Speaker 0: Dem Rahmen der Nuklearen Teilhabe im Ernstfall auch von deutschen Kampfflugzeugen wie den Tornados eingesetzt werden könnten.
- 2:59Speaker 0: Die mutmaßliche Lagerung von US-Atomwaffen in Büichl wurde trotz zahlreicher parlamentarischer und öffentlicher Anfragen von der Bundesregierung bislang weder offiziell bestätigt noch dementiert.
- 3:10Speaker 0: Auf der Website des Atomwaffenzentrums, der US-Luftwaffe heißt es.
- 3:13Speaker 0: Vor allem der Atombompentyp B-VII sei das Kernstück des NATO-Programms zur gemeinsamen Nutzung von nuclear Waffen da er in bestimmte Flugzeuge der Bündnisparter integriert und von diesen eingesetzt werden kann.
- 3:27Speaker 0: Nucleareteilhaber im Bündniss.
- 3:28Speaker 0: Das erklärt warum siebzehn Natostaaten an der AtomWaffenübung teilnehmen obwohl nur drei NATO-Mitglieder über eigene Atom Waffen verfügen die USA, Frankreich und Großbritannien.
- 3:38Speaker 0: Frankreich beteiligt sich allerdings nicht an der nuklearen Planungsgruppe der NATO und entscheidet eigenständig über sein Atomwaffenarsinal.
- 3:46Speaker 0: Die nukleare Teilhabe der Allianz beruht auf US-Atomwaffen.
- 3:49Speaker 0: In einem Faktenpapier erläutert die NATO, dass die Verantwortung und die Risiken der nuklearen Abschreckung innerhalb des Bündnisses geteilt werden sollen.
- 3:56Speaker 0: Dafür stelle eine Reihe von NATO-Ländern, Flugzeuge und Infrastruktur für die kollektive Verteidigung alle bereit.
- 4:03Speaker 0: Die USA hätten eine begrenzte Anzahl von B- Anyonesechtzigatomwachen an bestimmten Standorten in Europa stationiert – die jedoch unter amerikanischer Obhut und Kontrolle
- 4:11Speaker 0: blieben.".
- 4:13Speaker 0: Im Faktenpapier heißt es zudem, die gemeinsame Übernahme der politischen Verantwortung und der operativen Risiken solle Einigkeit und Zusammenhalt unter den Alliierten demonstrieren.
- 4:22Speaker 0: Letztlich geht es also darum dass Mitgliedstaaten ohne eigene Atomwaffen im Ernstfall amerikanische AtomWaffen mit ihren dafür vorgesehenen Flugzeugen abwerfen könnten.
- 4:32Speaker 0: Wer hat wie viele Atom Waffen?
- 4:34Speaker 0: Nach Schätzungen der Federation of American Scientists, FAS gab es anfangs in den Anfangen von zwanzig sechsundzwanzig weltweit rund zwölftausend zweihundert Atomsprengköpfe in neuen Staaten.
- 4:44Speaker 0: Russland verfügte demnach über ein Gesamtinventar von etwa fünftausend vierhundertzwanzige Sprengköpen – die USA über rund fünftaussentzeihundvierzig!
- 4:53Speaker 0: Diese Gesamtszahlen umfassen sowohl die militärischen Bestände als auch ausgemustete Sprengköpfen, die noch auf ihre Demontage warten.
- 5:00Speaker 0: Der Militärische Bestand also Sprengköpfe in militärische Verwahrung, die für einen möglichen Einsatz vorgesehen sind wird für Russland auf rund fourtausend vierhundert und für den USA auf etwa drei tausend siebenhundert geschätzt.
- 5:13Speaker 0: Zusammen entfallen damit rund sechsohndachzig Prozent des weltweiten Gesamtinventars auf die beiden Staaten.
- 5:18Speaker 0: Für Frankreich schätzt der FAS den Gesamtbestand auf dreihundertsiebzig-Sprengköpfel für Großbritannien auf zweieinhalbundzwanzig, da die meisten Staaten ihre Bestände nicht vollständig offenlegen beruhen diese Angaben überwiegend auf unabhängigen Schätzungen.
- 5:32Speaker 0: Das ist der amerikanische Fachmagazin Bulletin auf die Atomic Scientists, berichtete im Jahr zwanzig vierundzwanzig das hundertzwanzige, der damals auf insgesamt zweihundert und zwanzIG geschätzten britischen Atomsprengköpfe auch von U-Booten der Royal Navy abgefeuert werden könnten.
- 5:48Speaker 0: Diese Bestand nimmt derzeit zu, schrieb das Bulletin Großbritannien baue eine neue Klasse von U-Boten und entwickele einen neuen Atomsprengkopf.
- 5:57Speaker 0: Insgesamt erwarten die Experten, Zitat, dass GroßbrITanien sein Arsenal letztlich vergrößern wird – und das der Stützpunkt Lake and Heath, der Royal Air Force in den kommenden Jahren wieder ein Nuklear-Einsatz der US Luftwaffe übernehmen
- 6:09Speaker 0: wird.".
- 6:09Speaker 0: Die Vereinigten Staaten gaben im Juli twenty-vierundzwanzig bekannt, dass der Bestand an aktiven und inaktiven Atomspringköpfen im September zwanzig drehenzwanzigt bei drei tausend siebenhundert achtund vierzig gelegen habe.
- 6:22Speaker 0: Ausgemustete und zu Demontage vorgesehene Sprengköpfe nach offiziellen Angaben rund zweitausend sind darin nicht enthalten.
- 6:30Speaker 0: Wie groß ist die Atomwaffenübung?
- 6:32Speaker 0: An der letzten jährigen NATO-Atomwaffentübung in den Niederlanden waren nach Angaben der NATO rund siebzig Flugzeuge aus vierzehn Mitgliedstaaten beteiligt, darunter konventionelle und atomwaffenfähige Kampfflugzeuge sowie Überwachungs-, Tank- und Führungspflugzeuge.
- 6:46Speaker 0: Hauptstützpunkt war der niederländische Luftwaffenstützpunkte Volkel.
- 6:50Speaker 0: Rund zweitausend Personen hätten die Übung direkt unterstützt, sagte damals Oberst Daniel Bunch, Leiter der Nuklea-Operationen im militärischen NATO-Hauptkortier SHAPE.
- 7:00Speaker 0: Der Umfang der diesjährigen Übungen entspricht laut NATO dem der Vorjahre.
- 7:06Speaker 0: Frankreich setzt auf eigene Abschreckung.
- 7:08Speaker 0: Unabhängig von der NATO will Frankreich eigene Wege gehen und auch Deutschland stärker einbinden.
- 7:13Speaker 0: So will Frankrich etwa sein Atomwaffen Arsenal erhöhen, dies kündigt die Präsident Emmanuel Macron im März in einer Rede auf dem Marine-Stützpunkt Ilon an.
- 7:22Speaker 0: Macron machte zudem klar, dass Frankreich künftig keine offiziellen Zahlen mehr zur Größe seines Atombaffenbestands veröffentlichen werde.
- 7:29Speaker 0: Wie das Bundesverteidigungsministerium im Juli mitteilte, berieten Bundeskanzler Friedrich Merz CDU und Macron über eine strategische Nuklearezusammenarbeit.
- 7:38Speaker 0: Merz kündigte daraufhin am siebzehnten Juli in einem Beitrag auf Ex an – Zitat «noch in diesem Jahr werden wir uns an einer nuklearen Übung der französischen Streitkräfte beteiligen».
- 7:48Speaker 0: Am sechsten Oktober führte Frankreich einen Abnahmeschuss einer Atomwaffen wegen ballistischer Rakete vom Typ M-五zig drei von einem U-Boot aus durch.
- 7:58Speaker 0: Der Starter folgte ohne nuklearen Sprengkopf vom französischen Atomu-Boot Le Vigilant vor der Küste der Bretagne.
- 8:04Speaker 0: Macron verfolgte den Test persönlich und kommentierte ihn in einem Beitrag auf Ex mit den Worten, um frei zu sein muss man gefürchtet werden – und um gefürctet zu werden muss man mächtig
- 8:15Speaker 0: sein.".