Latest / Zusammener finden wir es heraus. Der WARUM Podcast / WARUM sieht eine Kindheitspädagogin Gefahren in der Benutzung von digitalen Medien
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- Sabine Osterauer: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Zusammen näher finden wir es heraus der warum podcast und heute habe ich wieder mal einen ganz besonderen Gast bei mir sitzen nämlich die liebe Karina Neumann und die Karina ist Kindheitspädagogin in Deutschland und die habe ich mir eingeladen weil mich das Thema mit den Medien mit Kindern vor allem Kleinkindern einfach nicht wirklich los lässt Und habe mir gedacht, jetzt hole ich mir eine Fachkraft, die auch da ganz viel darüber sprechen kann. Und unsere heutige Warum-Frage lautet, warum sieht eine Kindheitspädagogin Gefahren in der Menutzung von Medien? Und ich freue mich schon sehr darauf. Das wird sicher ganz, spannend, weil sie eben auf der einen Seite diesen fachlichen Überblick hat, diesen Blickwinkel hat, aber auch natürlich eine ganz persönliche Einstellung, die mich natürlich genauso interessiert, bevor wir starten. Liebe Carina, stelle ich doch einmal kurz unseren Zuhörern und Zuhörern einmal Carina Neumann: Danke. Sabine Osterauer: kurz vor. Wer bist du, woher kommst du, was machst du und genau, was du sonst noch der Welt da draußen erzählen möchtest. Carina Neumann: Ja, also erstmal vielen, vielen Dank für die Einladung. Mein Name ist Carina Neumann. Ich bin Kindheitspädagogin, wie du schon gesagt hast, im Bachelor, Bildungsmanagerin im Master, habe diverse Weiterbildungen gemacht in den letzten Jahren. Ich beschäftige mich ja ganz viel mit dem Thema Kleinstkindpädagogik, wie du auch schon gesagt hast, und war mehrere Jahre in der Kita als Erzieherin sozusagen, Kindheitspädagogin. Im Gruppendienst tätig, war aber auch verschiedenen Leitungspositionen stellvertretende Leitungen, Leitungspositionen von großen, auch multilingualen zum Beispiel Einrichtungen tätig, im offenen und auch im geschlossenen Konzept. Und auch als Koordinatorin für Qualitätsmanagerinnen. Heute bin ich ja mittlerweile nur noch privat mit Kindern unterwegs als private Nanny angestellt. und arbeite vorrangig als Dozentin, Referentin, Speakerin, Coach, Podcasterin und das alles eben zum Thema Kleinkindpädagogik, hauptsächlich mit Kitas, die berate ich, coache ich, gebe Fortbildungen für Kita-Fachkräfte U3 und U3, Kindertagespflegepersonen, also die Tagesmutter. Aber arbeite ich auch ganz viel direkt mit Eltern zusammen, die ich berate. Ja, und meine Themen sind vorrangig eben die Kleinkind-Pädagogik-Themen, alles, so Essen, Schlafen, feinfühlige Beziehungsgestaltung geht. Ganz viel Pickler-Pädagogik, falls das jemandem was sagt, also ganz viel Feinfühligkeit. Aber auch das Thema Kinderschutz ist mir ein ganz wichtiges Thema. Ich habe auch schon viele Fortbildungen zum Thema Medien. Bildung gegeben, worum es ja heute auch gehen soll und Medienpädagogik auch, wie man das umsetzen kann in Kitas. ja, freue mich jetzt einfach auf das Gespräch mit dir und bin schon ganz gespannt, welche Fragen du mir stellen wirst. Sabine Osterauer: Vielen Dank, liebe Karina. Ja, man hört also schon, Karina hat viele, viele Jahre in diese Berufswahl schon bereits investiert. Das heißt, sie hat ein riesengroßes Wissen sich auch angeeignet, nämlich von den unterschiedlichsten Seiten. Auf der einen Seite, was du gelernt hast und auf der anderen Seite, das, was du dann auch gelebt gesehen hast, mitbekommen hast und auch jetzt speziell im privaten Bereich. Ich denke, da kommt ja ganz, ganz vieles unter und da kannst du wirklich gut mitreden. Und das brauchen wir auch, nämlich speziell bei unserer heutigen Frage, wenn es die Mediengestaltung von unseren kleinsten Mitbewohnern auf dieser Erde geht. Die erste Frage vielleicht gleich einmal, welchen Zugang Hast du jetzt einmal grundsätzlich zu den ganzen Medien, also auch Social Media und so weiter und natürlich auch den Gebrauch von Smartphones und Co., wie siehst du das jetzt auf der einen Seite aus deinem Fachbereich heraus, aber auch in Kombination natürlich mit deiner eigenen Meinung, weil das würde mich natürlich dann auch interessieren. Erzähl mal ein bisschen was. Carina Neumann: Also jetzt zu mir persönlich, meinst du? Sabine Osterauer: Ja, also wie du dazu stehst, aber was du halt auch vermittelst, was du auch deinen Kursteilnehmern und anderen Pädagogen auch vermittelst, aber wie du halt auch dazu stehst, weil ich denke, das wird dir jetzt nicht ganz so großartig abweichen. Carina Neumann: Also es kommt natürlich immer so ein bisschen darauf an, welche Kinder, welche Familien wir so bei uns haben, auch welche Einstellungen die und welchen Zugang die selber auch zu Medien haben. Aber wenn wir mal jetzt bei der Kita, bei der Krippe, ganz normalen Kindergarten bleiben, dann ist es eben so, dass wir ja in der Regel erstmal versuchen schon in den ersten Lebensjahren eigentlich so das ganze Thema Medien und da müssen wir ganz stark unterscheiden, von welchen Medien sprechen wir denn. Auf der einen Seite von Kindern ein bisschen fernzuhalten und auf der anderen Seite sie aber ja auch in eine gewisse digitale Welt eintauchen zu lassen. Mir ist ganz wichtig, erst mal festzustellen, wenn wir von Medien sprechen, gehen wir meistens von digitalen Medien aus. Wie du sagst, Smartphone, vielleicht irgendwelche Smartwatches, vielleicht auch Tablets, Computer, wie auch immer. Es gibt aber auch ganz, ganz viele andere Medien, die wir vielleicht vergessen, dass das auch Medien sind. Das sind Bücher, Zeitschriften, vielleicht auch Die Toni-Box, Kassette war es früher. Also all das sind ja auch Medien und deswegen ist immer die Frage, von welchen Medien sprechen wir denn und in welcher Kombination setzen wir die ein. heute sprechen wir ja vor allen Dingen über digitale Medien. Und da ist es einfach ganz wichtig zu sagen, dass digitale Medien eigentlich im ersten Lebensjahr und auch so den ersten zwei, je nachdem. einen sehr geringen Stellenwert für Kinder einnehmen sollten, dass sie einfach erst mal nur quasi erkunden und wissen sollten, dass es diese Medien überhaupt gibt. Also das ist ja auch ganz klar im Kleinkindalter lernen die Kinder die Welt, die Funktion von Dingen kennen. Und dabei sollte es auch in den ersten ein, anderthalb, zwei Jahren bleiben, dass sie überhaupt erst mal nur mitkriegen, aha, es gibt diese Geräte. Und was Kann ich denn damit machen, also vielleicht mal ein Foto anschauen, vielleicht auch mal ein Mini-Video anschauen, wenn darauf vor allen Dingen Personen abgebildet sind, die sie auch selber kennen, also Oma, Opa zum Beispiel, wenn die nicht in der Nähe leben, irgendwas, was wir gemeinsam erlebt haben. Also darauf vor allen Dingen den Fokus zu setzen und diese digitalen Medien erst mal überhaupt wahrzunehmen, dass es sie gibt. dann eben weiter einzusteigen. Also auch die Medienzeit sollte ganz, ganz gering sein. Und die Frage, die sich bei mir auch immer wieder aufdrängt, ist, werden die Kinder dabei alleine gelassen und kriegen sie es einfach nur vorgesetzt und hier los geht's? Oder werden sie dabei begleitet und es findet eine Interaktion, Dialog statt und das Gerät, das Medium, das Handy, das Smartphone wird auch genutzt, damit irgendwie was zu zeigen, eine Verbindung herzustellen oder darüber dann wieder auch in den Austausch zu gehen. Also wird es einfach nur vorgesetzt und das Kind wird irgendwie beschallt mit irgendeinem Video und ruhig gestellt, sag ich jetzt mal, oder findet dann wirklich damit ein Austausch statt. für die ersten Lebensjahre nochmal sollte das so gering wie möglich ausfallen. Aber natürlich, die Kinder kriegen mit. dass es diese Geräte gibt. Die Eltern haben die Geräte, die Menschen sie herum nutzen diese Geräte und dementsprechend kriegen sie auch eine Lebenswelt mit, ihre Lebenswelt mit, dass diese Teile existieren und dass wir Erwachsenen ja auch ständig an den Dingengeräten hängen. Und da sind wir dann auch letztendlich wiederum allein deswegen schon ein Vorbild. Sabine Osterauer: Ich verstehe. Du sagst, die ersten Jahre eher sehr natürlich kontrolliert, wenig. Kannst du vielleicht kurz erklären, was passiert mit einem Kleinkindgehirn, wenn es, sage einmal, also ich sehe das erschreckenderweise immer wieder, dass Kinder im Kinderwagen, also kaum können sie sitzen, ich glaube es gibt sogar schon die entsprechenden Vorrichtungen, wo du dann eben das Tablet auch einspannen kannst, damit das ja in der richtigen Position ist. Richtig, ja, ich Carina Neumann: Ja, wenn die haltung am kinderwagen ja Sabine Osterauer: glaube, das gibt es sogar. Und was passiert dann mit diesem Kleinkind-Gehirn, wenn es vermehrt? Also wir reden hier von, ich sage jetzt einmal, ich nehme jetzt einfach einmal pauschal, so über einer Stunde am Tag wird dieses Kinderhirn damit, mindestens eine Stunde plus mehrere Stunden. wird mit eben so etwas konfrontiert. Was passiert da oder was macht das für die Entwicklung? Wie kann ich mir das vorstellen? Carina Neumann: Genau, also jünger die Kinder sind, können sie ja erst mal nur Reize verarbeiten. Also es passiert einfach nur Reiz, Reiz, Reiz, Reiz, Reiz. Gerade visuelle Reize, die ja da und auch auditive Reize sehen, hören, dort angesprochen werden sollen, auch die Kinder da zu fixieren. Das wollen ja auch diese Videos in der Regel. dass die Kinder dazuschauen und lange zuschauen und irgendwie so wie versteinert auch vor diesen Bildschirmen sitzen, weil sie eben einfach gar nicht anders können als zuzuschauen, weil halt ständig irgendwas Schnelles passiert und sich bewegt. Aber gerade die Jünger, die Kinder sind, können sie das auch noch gar nicht wirklich verarbeiten oder aufnehmen oder auch dieser Story dem Inhalt folgen. Das passiert meistens erst so ab zweieinhalb drei, frühestens je nachdem, wie komplex das Ganze auch ist. Es gibt viele Serien, extrem schnelle Wechsel haben. Es gibt auch andere Serien, die super langsam und auch sehr ausgewählte Szenenwechsel haben, Bewegungen haben, wo ich sagen würde, das ist durchaus auch für ein zweieinhalb, dreijähriges Kind mal für ein paar Minuten. Wir reden da so von acht, zehn, zwölf, fünfzehn, vielleicht auch mal zwanzig Minuten im Ausnahmefall. Aber diese vielen schnellen Wechsel, gerade für diese ganz, ganz jungen Kinder, bis eins, anderthalb, zwei, da passiert einfach nur Reizreaktion, Reizreaktion. Das Kind kann überhaupt nicht verstehen, was da passiert, außer dass eben das Gehirn so gefesselt ist da drauf und dazuschauen will, weil ja da ständig und ganz schnell etwas passiert. Und das ist so eine Flut. eine Überreizung häufig auch für diese Kinder, weil sie in der normalen Welt diese vielen Zähnenwechsel, diese viele Bewegungen, die Augenbewegung, das Hören, die Geräusche gar nicht in der Regel gewohnt sind und das auch in der realen Welt so in dem Ausmaß gar nicht vorkommt, dass sie da eben so gefesselt sind einerseits und andererseits es einfach zu so einer starken Überreizung führt, dass sie da natürlich darauf konzentriert sind oder konzentriert wirken, da zuzuschauen. Aber letztendlich, wie gesagt, können sie das gar nicht verarbeiten. danach passiert auch, sieht man dann auch meistens in der Reaktion, gerade wenn man das den Kindern dann auch wegnimmt, dass sie da so drin gefesselt und drauf ... die darauf schauen wollen, weil eben so viel passiert, so gefesselt sind davon, dass sie so überreizt sind, dass sie dann meistens auch völlig zusammenbrechen emotional. Und sich auch mehr oder weniger wie so eine kleine Abhängigkeit davon entwickeln kann. Und das wollen wir unbedingt vermeiden. Wie gesagt, es gibt tolle Serien, wo das auch langsam stattfindet. Und es gibt sicher auch ... Momente, wo es auch in Ordnung ist, Kinder mal ein Stück von der Serie schauen zu lassen. Aber das eben nicht in den ersten ein oder zwei Jahren, wo sie diese ganzen Reize einfach überhaupt nicht verarbeitet bekommen. Und wo sie auch im meisten Fällen einfach damit auch komplett alleine gelassen werden, wo auch nicht darüber gesprochen wird, was ist denn da jetzt überhaupt passiert. Worum ging es denn da? Und ja, vielleicht ein einjähriges Kind kann mir noch nicht so viele Antworten geben, weil es sprachlich auch noch nicht so weit ist. Aber ich kann ja trotzdem aufarbeiten mit dem Kind, auch in Büchern zum Beispiel. Was passiert denn da? Und es ist überhaupt nicht sinnvoll, diese Kinder so zu beschallen, weil sie eben diese Reize überhaupt nicht verarbeitet kriegen und das Gehirn. so eine Höchstleistung bringen muss, obwohl es davon nur Schaden nimmt. Und man könnte diese Zeit so viel besser und intensiver gestalten. Und das Kind könnte so viel mehr mitnehmen und lernen durch den Dialog mit einem anderen Erwachsenen, einem Elternteil, zu dem es auch eine Beziehung hat. Als eben das Kind da einfach irgendwie vorzusetzen. Und ja Es ist dann ruhig gestellt. Das ist ja häufig auch so diese Ja, diese ... Beforderung der Erwachsenen, der Eltern, warum das dann passiert. Aber es tut einfach dem Kind und dem kleinen Kindergehirn überhaupt nichts Gutes. Weil es davon einfach nichts mitnehmen kann, außer dass es komplett überreizt ist. dann ... Aber das auch immer wieder braucht, weil es ja jetzt an diese starken Reize ... gewohnt ist und die Reize aus der normalen Umwelt ihm dann letztendlich auch nicht mehr genug Stimulation geben, weil es ja immer daran gewöhnt wird, dass es so viele und viele und viele viele viele Reize braucht. Und so kann sich mehr oder weniger wie so eine kleine Sucht auch einstellen. Und das merken dann meistens die Eltern, wenn sie das Gerät abnehmen, wegnehmen, dass die Kinder dann weiterschauen wollen und dass es dann meistens zu ganz viel Frustration, Ärger, Geschrei kommt. das wie so entzogen wird in dem Moment. Aber nochmal, für die Kinder ist das nicht gut. Sabine Osterauer: Jetzt ist es ja so, das Kind wird ja nicht geboren und fordert mehr oder weniger ab so dem ersten oder ersten Lebensjahr oder zweiten Lebensjahr so, ich möchte jetzt gerne einen Film sehen oder ich möchte jetzt gerne am Handy spielen oder wie auch immer, das wird ja nicht eingefordert, sondern das Kind sieht es bei den Eltern. Wie du gesagt hast, wir Erwachsenen sind ja auch oft am Handy, ob jetzt beruflich oder privat, beides ist egal, aber das Kind sieht ja, okay, mein Mann Papa oder Oma und Opa, die haben da irgendetwas in der Hand und da sieht man was. Das heißt, müssen ja grundsätzlich einmal an das Thema auch herangeführt werden, dass das überhaupt gibt, also dass man überhaupt eine Serie schauen kann. Die schlüpfen ja nicht und wissen, okay, so in ein paar Monaten schaue ich mir meine erste Serie an, sondern die werden ja hingeführt zu dem Ganzen. Das heißt, eigentlich, also so wie ich das jetzt verstanden habe, wäre es viel sinnvoller, dass auch die Kinder, das auch bei uns Erwachsenen gar nicht sehen am Anfang, so die ersten Jahre, dass wir eben am Handy irgendetwas uns anschauen. Also telefonieren ist das eine, glaube ich, aber wirklich Facebook, keine Ahnung, Instagram oder irgendwelche Sachen schauen, auch Tablet oder so weiter. Das heißt, das wäre eigentlich am günstigsten, wenn wir den Kindern das auch gar nicht vorleben oder vorzeigen. Das ist das eine. Auf der anderen Seite, ich kann ja auch nicht mein Kind isolieren, denn wenn Ich jetzt sage ich mal, die Vorzeigemam bin und das nicht nutze, weil ich sage, na das ist für mein Kind und für das Gehirn meines Kindes nicht gut. Ich sehe es ja trotzdem in der Außenwelt. mir fällt das oft auf, wenn ich spazieren gehe zum Beispiel, dass die Mütter oft mit den Kindern im Kinderwagen gar nicht mehr kommunizieren. Die reden nicht mehr miteinander, sondern die Kinder blabeln irgendwas dahin und die Mutter ist am Handy. Auch mit einer Halterung am Griff oben. Das habe ich wirklich schon alles gesehen. Entweder telefonieren sie oder sie schauen nebenbei irgendwas und dann kommen uns Antworten. Jaja, mhm, jaja, mhm. Also schwierig. Das heißt, auf der einen Seite wäre es gut, wenn wir als Erziehungsberechtigte darauf achten, dass die Kinder das bei uns nicht mitkriegen. Aber die Kinder sehen es ja auch dann draußen auf dem Spielplatz, vom Kindergarten dann vielleicht. Wie kann ich mit der Situation umgehen, wenn das Kind dann sagt, Mama, was hatten die Mama vom Tobi, was hatten die da und was sieht denn die da? Wie gehe ich mit solchen Situationen Wie erkläre ich meinem Kind, dass andere Kinder das sehr wohl haben dürfen vermeintlich, aber ich der Meinung bin, dass es noch zu früh ist? Wie gehe ich mit so einer Situation Carina Neumann: Genau, also ich möchte direkt einhaken, dass die Kinder in der Regel anfangen direkt nach Serien auch zu fragen oder denen jetzt schauen zu dürfen, wenn sie das bei anderen mitkriegen oder wenn sie eben mitkriegen, ja es gibt da irgendwie so eine Serie und das sind irgendwie tolle Helden und das gucken die anderen Kinder in der Kita. Das fängt meistens so ab drei, vier, fünf, wenn sie dann da richtig drin, auch in ihrem sozialen Freundschaften und so richtig eingebettet sind, wenn sie dann mitsprechen wollen, fängt das so richtig an. Und da ist es dann auch teilweise wichtig, dass sie in reduzierten Zeiten beobachtet, kontrolliert, wie du ebenso schön gesagt hast, auch einen gewissen Zugang zu verschiedenen Medien und ... teilweise eben auch dazu zu bekommen, dass sie einfach auch nicht außen vor sind, aber eben auch nicht unkontrolliert. ist so das eine. Das andere, was mir ganz wichtig zu sagen ist, es gibt ja eine unterschiedliche Mediennutzung. Es ist ein ganz großer Unterschied, ob wir uns einfach nur dumm Scrolling durch Instagram bewegen als Eltern, ob wir einfach nur irgendwas schauen. Und auch das darf sein. Kinder dürfen auch mitkriegen, dass wir Medien zur Erholung und Entspannung nutzen. Also auch wir Erwachsenen. Und der andere Teil ist ja wirklich, dass wir das Gerät als Werkzeug benutzen. Informationen auszutauschen, Informationen zu bekommen, zu telefonieren, Textnachrichten zu verschicken, Dinge zu organisieren, damit zu arbeiten und so weiter. Und ich finde, da sollte man einen großen Unterschied machen, den Kindern wirklich auch zu zeigen, welche Unterschiede es eben gibt, diesen Geräten auch umgehen zu können und was diese Geräte auch können. Und ja, wir als Erwachsene, die Eltern sind häufig auch am Handy, Dinge zu organisieren. Informationen zu bekommen, zu arbeiten und so weiter. Ich kann aber auch meinem drei- und vierjährigen Kind diese Dinge auch erklären und mitteilen, warum ich jetzt an dem Gerät bin oder eben sagen, ich ruf noch mal kurz die Oma an oder die Freundin oder kläre das noch mal kurz ab. Und dann sind ja durchaus diese Medienzeiten auch total sinnvoll genutzt und dann sehen die Kinder und bekommen ja eben auch mit, dass das Gerät ein Werkzeug sein kann, womit ich Dinge wissen bekommen kann, organisieren kann und so weiter. Also ich finde da muss man einen großen Unterschied machen und eben dann das auch zeigen und erklären und sie auch daran teilhaben lassen, dass sie mitbekommen, aha, das Gerät ist also nicht nur dafür da, mir irgendwas anzuschauen. Und wie gesagt, auch das ist okay zu zeigen. Man kann sich damit auch ein Stück weit erholen. Die Frage ist halt immer nur, Inwiefern und was schaut denn dann das Kind? das überhaupt altersgerecht? Und entwicklungsgerecht, das ist für mich eigentlich die viel wichtigere Frage, denn es gibt ganz viel Altersempfehlungen für Serien, für Spielzeuge, die blinken und so weiter. Aber die Frage ist ja auch immer, was macht das jetzt mit diesem besonderen Kind? Also ganz individuell. Es gibt Kinder, die können damit wunderbar umgehen und können das auch abschalten und ausschalten dann nach 20 Minuten wieder. Ich sage jetzt mal so ein vier-, fünfjähriges Kind. Und es gibt Kinder, die rasten dann völlig aus, die sind völlig über 13, überdreht und für die sind 10 Minuten schon viel zu viel. Und andere, wie gesagt, können das total gut wegstecken und können sich auch wieder gut davon lösen. Also auch da muss ich ganz genau hinschauen, was macht es denn eigentlich mit, ja, ich sag jetzt mal meinem Kind oder diesem speziellen Kind, wo steht es da eigentlich in seiner Entwicklung und welchen Umgang können wir auch zu Hause in der Familie mit diesen Geräten grundsätzlich finden. Und dann gibt es halt einfach sehr viele unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten, Nutzungsverhalten und da muss man einfach sehr stark differenzieren. Und es gibt ja auch viele unterschiedliche Medien, Serien, verschiedenen Art und Weisen zu konsumieren. Vielleicht muss es nicht das Videoformat sein, vielleicht kann es nur das Audioformat sein, womit sich das Kind beschäftigt. Oder parallel dazu, die Serie auch mal als Buch anzuschauen und das zu kombinieren. oder darüber dann im Nachgang auch zu sprechen. Was hat dir denn jetzt am besten gefallen? Was ist denn da passiert in der Serie? Also all diese Dinge auch einzubinden, einzubetten in einen Dialog. Vielleicht gibt es noch ein Kuscheltier dazu, wo das Kind dann gewisse Dinge nachspielt oder... Also all diese ganzen Dinge sind ja möglich, deswegen dürfen wir das nicht so schwarz oder weiß malen, sondern müssen wirklich aufs große Ganze schauen. Und man kann den Kindern ab einem gewissen Alter... 2,5, 3, 4, 5 auch schon gut erklären, warum man das jetzt nicht möchte, dass das Kind das macht. Das wird es nicht in der letzten Konsequenz verstehen können, das ist ganz klar. Aber auch da wichtig mit dem Kind darüber zu sprechen, warum ich nicht möchte, dass es das jetzt so oder so lange macht. Sabine Osterauer: Mh. Carina Neumann: Und nach und nach ... wird das Kind dann auch, wenn es selber feststellt, es geht danach nicht gut, es gibt immer wieder Geschrei oder wie auch immer, auch feststellen, die Mama oder der Papa meint, ist eigentlich gut mit mir, weil es immer wieder diese Konsequenz auch und diese Wenn-Dann-Beziehung herstellen kann. Und wir können uns nicht vor Medien verschließen, das sollten wir auch nicht. Die ganze Welt draußen ist voll von Medien. Allein wenn man hier in München in die U-Bahn geht, sind große Tafeln mit Nachrichten. Die Anzeige alleine oben in der U-Bahn auf der S-Bahn sind Plakate. Wenn wir ganze Werbung noch dazu nehmen, haben wir auch ganz, ganz viel Werbung. Also wir können uns davor gar nicht verschließen. Die Frage ist halt, wie viel noch dazu wollen wir denn den Kindern zumuten? müssen wir auch zumuten, weil sie müssen den Umgang damit lernen. Wir können Sabine Osterauer: Okay. Carina Neumann: uns davon nicht komplett verschließen. Sie müssen auch KI und das alles jetzt demnächst wird auf sie zukommen. wir kommen da gar nicht drum herum. Die Frage ist einfach nur, wie viel, mit welchem Entwicklungsalter können wir diesem Kind und wollen wir diesem Kind überhaupt zumuten? Sabine Osterauer: Da muss ich jetzt kurz einhaken. Habe ich jetzt zwei Fragen an dich. Und zwar das erste ist, weil du gesagt hast, wenn das Kind nach 10 Minuten oder nach 20 Minuten, also wenn das ein Kind ist, das nach 20 Minuten nicht abschalten möchte und kann und dann ja eine Zeterei ist, also ein Geschrei ist, wo es wirklich eskaliert. Und du gemeint hast, dann ist es ganz wichtig, dass der Erziehungsberechtigte dann eben auch dem Kind erklärt, warum es jetzt sinnvoll ist, dieses Gerät abzuschalten, nicht mehr die nächste Serie zu sehen, wie auch immer. Ich traue mich wetten. Einige der Zuhörerinnen, vor allem wenn es Mütter sind, haben sich jetzt gedacht, und wie sage ich jetzt meinem Kind, dass ich das jetzt nicht mehr möchte? Also mit welchen Argumenten würdest du sagen, Komme ich möglicherweise bei meinem Kind halbwegs gut an, ihm zu erklären, jetzt ist Schluss. Carina Neumann: Genau, also in dem Moment, wenn das so schreit und sich wehrt dagegen, glaube ich, ist es überhaupt nicht sinnvoll, große Erklärungen stattfinden zu lassen. Dann ist einfach dort erst mal die Grenze und das Nein und das Aus zu akzeptieren und das zu begleiten der erste wichtige Schritt. Aber ich kann dann danach darüber sprechen, wenn das Kind sich wieder beruhigt hat, ihm einfach zu erklären, ja, dass so viel Medienzeit für das Kind nicht gut ist. Und dass wir jetzt wieder gesehen haben, festgestellt haben, dass das das Kind nicht gut ist, weil wir danach merken, dass es dem Kind nicht gut geht. Und dabei einfach auch gegebenenfalls zu bleiben. Also es braucht gar nicht so viel Erklärung, sondern einfach immer wieder dem Kind mitzuteilen, sehe, es geht dir danach nicht gut. Und jetzt machen wir das aus. Wir haben vielleicht auch vereinbart, 10 Minuten, 20 Minuten, eine Folge, wie auch immer. Ich bin auch kein Freund davon, dann nur 20 Minuten das einfach abzustellen, nur weil jetzt 20 Minuten rum sind. Sondern dann zu sagen, okay, vielleicht schaust du die Folge jetzt noch zu Ende. Wenn das noch, also nicht drei, vier, fünf Minuten länger dauert, geht es ja im Endeffekt nicht mehr diese fünf Minuten. Sondern einfach, und dann werde ich unweigerlich einen Konflikt haben. Wie blöd ist es, wenn wir mitten in eine Serie schauen und irgendwer macht mit ... Wir finden das total spannend und irgendwer macht mittendrin das Ding einfach aus. Das muss man ja auch einfach nachvollziehen können. Dass das Kind immer gewisse Dinge zu Ende schauen kann. Aber ich muss mir im Voreinander darüber im Klaren sein und mich darüber informieren, was schaut denn das Kind da eigentlich genau, worum geht's da? Kann das Kind das alles verarbeiten? Wie schnell ist das? Im Bildwechsel. Und in dem Moment einfach wirklich die Grenze weiter auch zu ziehen und zu halten, ohne zu viel zu diskutieren oder zu erklären. Weil in dem Moment, egal was es ist, wenn Kinder einen Wutanfall haben, bringt das nichts, da groß zu diskutieren oder Dinge zu erklären. Das muss ich dann nachmachen. Und auch da nochmal ... Wenn ich das nicht möchte als Elternteil, weil ich sehe, dem Kind geht es damit einfach nicht gut, dann reicht auch das, dem Kind einfach mitzuteilen. Ich sehe, es geht dir danach nicht gut und ich möchte, dass es dir gut geht. Wir können das nach und nach steigern. Vielleicht am Wochenende die nächste Folge schauen, schon mal in Aussicht zu stellen, wann das wieder stattfinden kann und auch welche Regeln dann damit gelten, auch vorweg zu nehmen. Ich gucke mir das an, auch wie du darauf reagierst und muss gegebenenfalls auch dann für dich, weil ich bin verantwortlich als Erwachsene für dich, schauen, ob wir das so weiterhin machen können oder ob es vielleicht einen anderen Umgang damit braucht. Oder du kannst diese Serie konsumieren, aber vielleicht nicht als Video, sondern ich kaufe dir ein Buch dazu. Wir hören uns ein Video, ein Audio dazu an. Also nicht das komplett zu kappen, weil häufig geht es ja gerade bei den älteren Kindern, also ich spreche jetzt von älteren, weil bei mir sind die Kinder unter drei, bei den älteren drei, vier, fünf, sechs, reden wirklich darum, dazugehören zu wollen und mitreden zu können über das Thema, über die Figuren, die dort einfach einen wichtigen Stellenwert einnehmen. Weil das einfach dieses soziale Gefüge ist, wenn dieses Kinder dann in und der Kindergartenalter eingebettet werden. Dann geht es wirklich für die Kinder darum, diese spezielle Serie oder das spezielle Angebot mitzuerleben, weil sie dann Art Zugehörigkeitsgefühl bekommen. Weil das eben die Themen sind, die die Kinder dann wieder in der Kita bespielen, auch danach spielen und vielleicht auch das Spielzeug dazu zu kaufen. Aber eben nicht unbedingt die Serie zu schauen, wenn ich merke, das ist zu viel. Oder auch zu sagen, wir ... den Wecker. Oder es gibt auch ganz viele andere Möglichkeiten, mit Murmeln zum Beispiel zu arbeiten. Auch dem Kind Selbstbestimmung zu geben. So sagen, diese Murmel steht für eine Serie, die andere Murmel steht für zwei Serien. Und das Kind kann auch in der Woche an einem gewissen Alter selbst auch sich vielleicht einteilen. Es gibt verschiedene Murmeln, sag ich mal drei, vier, fünf Murmeln die Woche und kann die Murmeln selber einsetzen. auch da gibt es ganz viele unterschiedliche Möglichkeiten, dass ich nicht die Person sein muss, die es dann hinterher ausmacht, sondern es gibt ganz viele Möglichkeiten, auch Medienzeit zu gestalten, mit dem Kind zu gestalten. Aber am Anfang bin ich halt einfach als erwachsene Person. Und auch die ganze Zeit, aber am Anfang noch viel mehr, diejenigen, die die Verantwortung für das Kind hat, für die Sicherheit, für die Gesundheit des Kindes. Und ja, das ist hart, auch für viele Eltern da auch so klar zu bleiben. Weil sie haben ja auch immer die Sorge, das Kind verpasst irgendwas oder ja, gehört nicht dazu oder sonst irgendwie was. Und auf der anderen Seite müssen sie aber einfach auch schauen, dass es dem Kind damit gut geht. Und dann braucht es auch diese Klarheit und diese Konsequenz, das auch durch und umzusetzen, auch wenn das Kind tobt und schreit und sich wehrt. Aber genau daran sehen wir ja eigentlich, dass es dem Kind nicht gut tut. Sabine Osterauer: Das heißt aber auch gleichzeitig im Unkerschluss, wenn ich das kontrolliert machen möchte, das mit den Murmeln finde ich zum Beispiel gut, auch, dass das Kind dann lernt irgendwann zu sagen, okay, ich habe das zur Verfügung. Ich glaube, ist auch gleich so der Umgang mit Geld und so ein bisschen, wie Carina Neumann: Mh. Sabine Osterauer: in die Zukunft denken. Und ich kann mir das einzeigen, das heißt, ich kann entscheiden, wie möchte ich. Da kannst du dann ja auch wunderbar gleich analysieren, ist das für ein Kind gleich alles auf einmal oder teilt das sich gut ein. Also da kannst du dann auch schon ganz viele Charaktereigenschaften, glaube ich, ablesen. Aber im Unkei-Schluss ist es schon auch so, dass natürlich auch dann die dazugehörigen Eltern sich natürlich auch zusätzlich mit dem Kind beschäftigen müssten. Genau. weil oft ist ja eben speziell Serie gucken, Videospiele, was auch immer, welchen Alter, ich weiß eigentlich gar nicht, welchen Alter bei meinem Sohn gab es das noch nicht. Deswegen bin ich da jetzt auch nicht ganz so auf dem neuesten Stand. Aber es bedeutet natürlich einen Unkurschluss. Es ist auf der einen Seite natürlich praktisch. Ja, spielst ein bisschen, schaust ein bisschen, alles gut. Gott, jetzt sind fünf Stunden schon wieder rum. Ja, mach dann nichts, ist nur noch ein Abendessen, gehen wir schlafen, juhu. Musste mich heute mit meinem Kind nicht beschäftigen. Wir haben im Vorfeld darüber gesprochen, dass Kindererziehung sehr kräftezehrend ist. Alle Eltern und Mütter da draußen wissen, wovon ich spreche. Ein Kind zu haben, kann wunderschön sein, ist gar kein Thema. Aber es ist anstrengend. Es ist wirklich anstrengend. das Kind auch zu beschäftigen, dem Kind auch etwas beizubringen. Und man kann es eben nicht nur an Pädagoginnen abschieben, sondern man darf ja auch zu Hause mit dem Kind eine qualitativ hochwertige Zeit verbringen. Und das ist oft gar nicht so einfach, das alles zu händeln, wir gehen arbeiten und so weiter und so fort. Und da kommen diese Medien natürlich dann ganz stark in den Fokus. Das ist jetzt praktisch, kann das Kind jetzt einmal zwei Stunden irgendwo hin parken, vor dem Fernseher oder vor dem iPad oder so. Und das beschäftigt sich zwei Stunden, das heißt in diese zwei Stunden kann ich dann den Haushalt machen, was kochen, was halt sonst noch alles so im Stressmodus zu tun ist. Aber genau das soll es ja eigentlich nicht sein. Sind wir da in der heutigen Zeit gefangen? dass wir oft als Eltern, vielleicht sogar als alleinerziehende Mama, dass wir oft gar nicht auskommen, diese Sachen vermehrt zu nutzen, weil wir sonst mit den anderen Dingen gar nicht nachkommen, weil wir eben heute auch als Mama oder als Papa, dann ist es ja wurscht, aber einer von den beiden, dass wir beide berufstätig sein müssen. weil sich sonst das Leben ja gar nicht mehr, dass man das eigentlich gar nicht mehr momentan leisten können mit ein, zwei oder vielleicht sogar drei Kindern. Das ist schon der absolute Luxus, glaube ich. Und dass natürlich dann alles andere an Freizeit natürlich dann weg ist, weil die Mama eben oder der Papa eben dann nicht zu Mittag kochen kann und einkaufen kann schon am Vormittag, wenn das Kind im Kindergarten ist oder in der Schule. sondern ich muss auch bis 16 Uhr arbeiten, dann noch schnell einkaufen, dann noch schnell kochen, dann noch schnell das. Und da bietet sich natürlich dann diese Art der Medien natürlich an. Wie würdest du das jetzt sehen? Also wirklich aus deiner Sicht heraus, du wirst ja auch oft gebucht als Nanny. Du siehst das natürlich dann auch. Braucht es heute wieder mehr Freizeit der Eltern oder braucht es in Zukunft mehr Nannys? die man sich aber auch erst einmal leisten muss können. Carina Neumann: Ja, da muss man wieder sehr differenziert schauen, glaube ich. Also jede Familie hat natürlich ihre ganz unterschiedlichen Voraussetzungen. Und ich bin, ich möchte ganz klar sagen, dass ich nicht komplett dagegen bin, dass man die Kinder auch mal vor den Fernseher parkt oder vom Tablet, iPad, irgendwas. da, haben wir noch gar nicht drüber gesprochen, über Spiele zum Beispiel. die man am Tablet auch machen kann oder Handy oder so. Wir waren jetzt immer nur wirklich konsumierend unterwegs. Und ich glaube, es ist immer besser, wenn ich weiß, grad geht hier irgendwie gar nichts mehr. Ich bin völlig am Ende meiner Kräfte als Mama oder Papa. Und ich brauch jetzt einfach mal zehn oder 20 Minuten Zeit für mich. dann auch wirklich bewusst mal das einzusetzen und zu sagen, bevor hier gleich das ganz große Chaos ausbricht und wir alle uns nur noch anschreien, anbrüllen, oder ich als Elternteil Dinge tue, die ich gar nicht machen möchte, ist es immer noch besser, das Kind oder die Kinder mal kurz vor dem iPad oder dem Fernseher zu parken oder im Handy zu parken, meine eigenen Batterien wieder aufzufüllen. Schwierig wird es dann, wenn das jeden Tag regelmäßig über mehrere Stunden passiert, weil ich es sonst nicht mehr anders händeln kann und ich immer wieder auf diese Strategie zurückgreife sozusagen oder auch zurückgreifen muss und keine andere Strategie habe. Also ich als Nanny lasse meine Nanny-Kinder... Katze, sorry. Ich hoffe, du kannst das kurz rausschneiden. als Nanny oder Babysitterin, wenn ich gebucht bin, lasse ich die Kinder auch mal ein Hörspiel hören. Selbst wenn wir basteln, im Beihahn, Hörspiele. Ich lasse die Kinder auch mal 10, 15 Minuten oder wir haben auch schon 20 Minuten Fernsehen zusammengeschaut. Also ich bin nicht komplett dagegen. hab auch gesagt, wir sind jetzt gerade nach Hause gekommen, die zwei Kinder sind irgendwie nur am Brüllen und am Schreien. gar nichts anderes machen und ich glaube, diesem Moment ist es dann auch mal okay zu sagen, wir beruhigen uns jetzt erstmal alle, wir gucken jetzt erstmal 10 Minuten irgendeine Serie, die ihr jetzt gerne möchtet und wir beruhigen uns jetzt erstmal alle. Ich räume in der Zeit die Küche auf, richte einen Snack her und dann starten wir nochmal quasi von Null und dann geht es uns allen irgendwie in den nächsten 10 Minuten definitiv besser. Also wie gesagt, ich bin gar kein Verfechterin davon, sagen, wir schließen das alles weg oder sonst wie. Die Frage ist halt nur, wie bewusst nutze ich das? Oder ist das immer nur so eine Überforderung, eine ständige Überforderung und habe keine andere Strategie dafür? Und das ist so diese einzige Möglichkeit, die ich immer wieder nutze oder nutzen muss und darauf zurückgreifen muss. Und ich weiß, von ganz vielen Eltern, dass sie total überfordert und am Limit sind. Und das natürlich eine relativ schnelle und einfache Kiste und Nummer ist, weil ich auch weiß, dass gerade so ein zweijähriges Kind auch einfach da sitzen bleibt und auf den Fernseher startet und ich vielleicht sogar in die Keller gehen kann in der Zeit, weil ich weiß, es sitzt dann da und es macht nichts anderes. Und auch das noch mal ist immer mal auch okay. Die Frage ist, passiert das jeden Tag dreimal oder jeden Tag zwei Stunden oder passiert das einmal die Woche oder alle zwei Wochen? Und da muss ich einfach gucken, dass das in einem guten Balance und Gleichgewicht steht und ich eben nicht in diesen Moment komme, dass das irgendwann nur noch so genutzt wird, weil ich einfach so überfordert bin. da... braucht es dann irgendwann diese Reflexionsfähigkeit? Wie kann ich das vielleicht auch dann zukünftig anders lösen? Weil natürlich die Kinder dann auch daran gewöhnt werden und auch mitkriegen, wenn Mama oder Papa überfordert sind oder wenn ich dies oder jenes mache, dann bekomme ich das auch. Und wie gesagt, ein paar Mal oder in besonderen Situationen ist das auch überhaupt. Völlig legitim, weil wir sind alle nur Menschen. Auch Eltern haben das Recht, sich mal zu erholen, zu entspannen und auch auf sich zu schauen, auf ihre Bedürfnisse zu schauen, sich zu erholen. Die Frage ist halt, gesagt, in welchem Ausmaß und in welcher Regelmäßigkeit passiert das? Und gibt es auch noch andere Dinge? Es darf halt einfach nicht kippen. Das ist Sabine Osterauer: Hm. Carina Neumann: halt mein Appell. Sabine Osterauer: Ja, da bin ich auch ganz bei dir. Vielleicht so gegen Ende hin noch eine ganz andere Frage, weil du ja auch Schutzbeauftragte bist, hast du mir im Vorfeld kurz erzählt. Das ist auch ein Thema, das kann man wahrscheinlich auch noch ganz, ganz, ganz, ganz groß ausführen. Und da geht es speziell darum, dass Eltern Fotos oder Videos von ihren kleinen Kindern Es ist Sommer und Urlaub und die Kinder sind am Strand im Pool. mal ganz ehrlich, was gibt es denn Schöneres als kleines Kind, ganz naggibart, sich im Schwimmbäcken herum zu wuseln, ist doch was wunderschönes. Und dann wieder ein Video gemacht, was auch schön ist für Oma und Opa. Und dann findet man es im Netz. Weil, mein Gott, können wir doch alle anderen Menschen auch daran teilhaben lassen. Und da haben wir im Fallfeld ganz kurz darüber auch gesprochen. Was ist deine Meinung dazu oder wie siehst du das? Welche Gefahren siehst du darin? Wie viel ist deiner Meinung nach vor allem auch okay, dass ich mein Kind präsentiere auf Social Media? Weil ich glaube nicht, dass jetzt ein 2- oder 3-Jähriger sagt, ja, ich will auf Social Media mein Video, ich bin jetzt Influencer oder so. Also das glaube ich weniger. Also was ist da so deine Einstellung dazu auch, deine persönliche auch? Wie viel ist gut, ist vertretbar und welche Gefahren lauern dahinter, die man vielleicht in dem Moment, wo man das süße, süße, süße zweijährige Mädchen mit einem Foto oder einem Video auf Social Media postet? Wie siehst du das? Carina Neumann: Genau, also auch da muss man einfach Dinge mit Bedacht machen und sich immer wieder bewusst machen, dass wenn wir im Internet im großen, weiten World Wide Web unterwegs sind und dort Dinge hochladen und das reicht auch schon am WhatsApp-Status oder auch bei WhatsApp an jemand anderem zu schicken, oder auch an, also es sind auch andere Messenger-Dienste, dann muss einem einfach bewusst sein, dass Menschen auch andere darauf zugreifen können oder könnten, je nachdem natürlich auch welche Einstellungen ich dort getroffen habe. Also da kommt es auch immer noch mal drauf an. Also es muss mir auch eigentlich im Klaren sein, welche Einstellungen ich habe. Die meisten wissen das nämlich gar nicht, was sie da alles eingestellt haben oder nicht und welche Berechtigungen man diesen ganzen Apps und so weiter gegeben hat. Aber das andere ist ganz, ganz wichtig. Ich weiß nie, wer noch darauf zugreifen möchte und was, wenn das einmal im Netz ist, damit passiert. Also wer sich dieses Bild runterlädt und zieht. Und auch da sollte ich mir immer wieder überlegen, wie stelle ich denn mein Kind in dieser Situation auch da. Und im besten Fall hat das Kind lange Kleidung oder zumindest ein T-Shirt und eine Hose an. Also ist nicht in irgendeiner Art und Weise nackig zu sehen. Und in welcher Situation ist es auch dort zu sehen. Darüber sollte ich mir einfach Gedanken machen, bevor ich Dinge irgendwo hochlade oder sogar verschicke. Selbst im Privaten. Weil wie gesagt, Auch selbst die Apps trainieren, ihre KI und so weiter mit Nachrichten, die wir dort reinstellen, worüber wir uns gar nicht bewusst sind. Das heißt nicht, dass wir gar keine Fotos oder sonst irgendwas mehr weiterschicken oder veröffentlichen dürfen. Ich sollte nur mir wirklich einmal kurz den Gedanken im Kopf haben, ist das etwas, was für mein Kind vertretbar ist, selbst wenn es das in vielleicht 20 Jahren mal irgendwo wieder vor die Nase gehalten bekommt. Und andere Bilder sollte ich vielleicht einfach unter Verschluss halten, privat auf meinem Handy. Selbst das ist schon schwierig, weil es vielleicht in irgendwelche Clouds und sonst wo hochgeladen wird. Und auch da passieren regelmäßig verschiedenste Datenlacks und so weiter. Also es gibt die verrücktesten Sachen. Also einfach ein bisschen. sensibel dafür zu sein, was ich mit diesen ganzen Kinder- und Familienfotos mache. Ich glaube, niemand und auch davon kann ich ausgehen, wird etwas dagegen haben, wenn wir mal ein gemeinsames Familienfoto mal einmal irgendwo hochladen und zeigen, hey, wir sind hier alle im Sommerurlaub, wir haben Spaß und so weiter. Aber wie gesagt, einfach mal darüber nachdenken, wie stelle ich denn mein Kind und so weiter da und das alles ein bisschen reduziert machen. Vorsicht und bedacht. Und nicht einfach alles Mögliche drauf los posten und jedes Bild einfach, ja, wahllos irgendwo hochladen und einstellen. Denn gerade die Kinder haben habe ja gar kein Mitspracherecht in dem Moment. Ich bin als Erwachsener, als Elternteil wiederum dafür verantwortlich. Ich muss diese Entscheidung für mein Kind treffen. Und da kann ich wirklich nur appellieren, einmal mehr darüber nachzudenken, was poste ich denn oder was lade ich denn hoch und wie stellt es mein Kind da. Weil wie gesagt, weiß nie, kann mir nie sicher sein, was genau damit passiert. an Oma, Opa die beste Freundin weiter schicke. Ich weiß selber aus Erfahrung, dass diese Bilder weiter geschickt werden. Dass das dann an die nächste Freundin geschickt wird, dass es dann an die Freundin der Oma vielleicht verschickt wird oder in die nächste Gruppe eingestellt wird. Ich weiß das so gut, weil selbst ich habe Communities von Kindertagespflegepersonen, die alle eine ... Einverständniserklärung der Eltern brauchen, überhaupt Kinderfotos zu machen, zu verarbeiten, irgendwo hochzuladen. Und selbst in diesen Gruppen finden wir Fotos von Kindern, wo ich nicht weiß, was passiert mit, also was sind das für Kinder. Also ich habe das strikt untersagt in dieser Gruppe und reagiere da auch total allergisch drauf. Weil ich hab dann ebenfalls auch ein Foto auf meinem Handy, auf meinem Gerät, das lädt irgendwas runter, von fremden Kindern, die ich nicht kenne, wo ich nicht weiß, ob die Eltern das wollen oder nicht, ob die jemals diese Einverständniserklärung dazu gegeben haben. Und da müssen wir einfach wirklich nicht nur die Fachkräfte, auch die Eltern sensibilisieren, dass sie einfach wirklich vorsichtig sind mit ihren Fotos, Videos, die so schnell und toll und erstellt werden und man stolz darauf ist und was man alles gemacht und getan und zeigen möchte. Alles total nachvollziehbar. Aber wie gesagt, einfach noch mal einmal mehr darüber nachdenken. Ja, braucht es das jetzt auch, das weiterzuschicken oder reicht es vielleicht auch bei der nächsten Familienfeier, sich hinzusetzen und zu sagen, hey, guck mal. Ich möchte ihr Fotos vom Urlaub zeigen und das auch da vielleicht einfach 10, 15 Minuten sich gemeinsam hinzusetzen. Und dann hat man wieder eine total tolle Möglichkeit geschaffen, wo man ja auch selbst das Kleinkind mit einbeziehen kann und das Handy nutzen kann und zeigen kann, guck mal, da waren wir doch da. Und man ist wieder im Dialog miteinander und das Kind sieht, aha, jetzt können wir die Fotos auch wieder zeigen. Deswegen hat Mama das Foto gemacht. Jetzt sprechen wir darüber, erinnern uns an die Dinge, wir erlebt haben, was wir alles Tolles gemacht haben, sprechen darüber, es kommt wieder auch ganz viel Sprache dazu. Und das ist wieder die nächste tolle Möglichkeit, wo wir sehen können, ja, da können wir das ganz bewusst einsetzen, sogar mit den Kleinsten. Sabine Osterauer: Das heißt, zusammengefasst kann man eigentlich sagen, Medien ja. Es kommt immer darauf an, welche Medien, wie viel davon, mit Bedacht das Ganze angehen. Wie gesagt, wir können uns ja nicht davon ganz distanzieren. geht ja nicht. KI ist absolut im Vormarsch. Also Kinder, die jetzt geboren werden, die werden damit einfach ganz normal aufwachsen, wie, sag ich mal, mein Kind mit dem Handy fast aufgewachsen ist. Genau. Also das können wir nicht wegreden, nicht wegschieben. Also wir entscheiden uns für einen Lebensstil irgendwo außerhalb des kompletten Systems, sage ich jetzt einmal. Das heißt, dein Tipp ist mit Bedacht zweimal darüber nachdenken, macht das jetzt Sinn, ist das jetzt gut oder nicht. Und im Bedarfsfall, wenn man sich nicht sicher ist, dann besser lassen. Speziell jetzt auch mit, ich das Foto jetzt vom Handy wegschicken, ja oder nein, ist das jetzt gut, ist das jetzt nicht gut, verletze ich da jetzt vielleicht irgendeine Datenschutzverordnung oder sonst irgendetwas. Also im Bedarfsfall einfach dann eher sich dagegen entscheiden, es einfach nicht zu machen. Ich denke, liebe Karin, wir haben schon wieder 50 Minuten. Ich danke dir sehr. denke, wir haben es zusammen auch wieder mal herausgefunden, warum heute in dem Fall meine Kindheitspädagogin ja auch Gefahren darin sieht, wenn man die Benutzung von Medien nicht mit Bedacht angeht. Ich danke dir sehr, dass du heute mein Gast warst und ich weiß, du hast ja dann jetzt gleich einen nächsten Termin, nächste Schulung und das ist auch gut so, denn Du hast einfach wahnsinnig viel Fachwissen und was mir besonders gut auch gefällt ist, dass du das Ganze jetzt nicht nur, das habe ich jetzt zu gelernt, sondern mit Hausverstand, mit Herz und mit einem wirklich guten Zugang zu dem Ganzen auch umsetzt und weiter gibst. Und deswegen vielen herzlichen Dank, dass du heute in meinem Podcast warst. Carina Neumann: Vielen, vielen Dank für die Einladung. Mir ist einfach wichtig zu sagen, Medien auf jeden Fall nutzen. Aber wie gesagt, nachdenken und reflektieren, ob das auch für das Kind in dem Moment überhaupt geeignet ist, ob das sinnvoll ist und ob das Kind das in dem Moment auch verkraften kann. Sabine Osterauer: Vielen lieben Dank, Elina.