Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Schock-Urteil zur Hafenautobahn
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- Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 9. Oktober. Bundesverwaltungsgericht stoppt Bau der A26 Ost in aktueller Form. Schwimmlehrerin wegen Tod eines Kindes bei Schwimmkurs verurteilt. Hamburger Wirtschaft kritisiert Zukunftsentscheid scharf. Eurowings-Flug kehrt wegen undefinierbarem Geruch nach Hamburg zurück. Am Tag danach stehen die Hafenwirtschaft in Hamburg noch unter Schock, während die Umweltverbände zufrieden sind. Die Hafenautobahn A26 Ost kann in der geplanten Form so nicht gebaut werden, urteilte gestern das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Es hat die Planungen für den Neubau der A26 Ost im Hafen teilweise als rechtswidrig eingestuft. stuft. Der Planfeststellungsbeschluss für ein erstes Teilstück müsse nachgebessert werden, entschied der 9. Senat des Gerichts in Leipzig Klagen der Naturschutzverbände, NABU und BUND. Vor allem müsse der Klimaschutz stärker berücksichtigt werden. Eine weitere Klage eines Raffineriebetreibers wurde abgewiesen. Die A26 Ost gilt als wichtig für die Hafenwirtschaft. Außerdem soll sie den Stadtteil Harburg entlasten. Am Bundesverwaltungsgericht ging es um den Planfeststellungsbeschluss für den ersten von drei Abschnitten der Hafenautobahn. Bitter für die Befürworter, die Bundesregierung hat sich gestern darauf geeinigt, alle baureifen Autobahnen nun anzugehen. Seit Mittwoch gehört die A26 Ost nicht mehr dazu. Im Prozess um den Tod eines fünfjährigen Mädchens bei einem Schwimmkurs hat das Amtsgericht der Hansestadt die Schwimmlehrerin wegen fahrlässiger Tötung zu einer Strafe von zehn Monaten auf Bewährung verurteilt. Der Vorsitzende Richter sagte, die Angeklagte habe ihre Sorgfaltspflicht verletzt. Das Mädchen hatte im Oktober 2023 als eines von zehn Kindern an einem Anfängerkurs im Schwimmbad Bonnenwald in Niendorf teilgenommen. Während des Kurses soll sich die 39 Jahre alte Kursleiterin laut Anklage um ein weinendes Kind gekümmert und dabei nicht bemerkt haben, dass die Fünfjährige ihre Schwimmhilfe verlor, eine sogenannte Schwimmnudel. Das Mädchen geriet für mindestens drei Minuten unter Wasser. Das Kind starb trotz Reanimationsmaßnahmen einen Tag später an den Folgen eines Sauerstoffmangels. Laut Anklage hätte der Tod verhindert werden können, wenn die Schwimmlehrerin die anderen Kinder während der Betreuung des weinenden Kindes aus dem tiefen Wasser geschickt oder die Vollständigkeit des Kurses rechtzeitig überprüft hätte. Der Senat hat heute die neue Solarstrategie für Hamburg vorgestellt. Sie geht auf einen Antrag der rot-grünen Regierungsfraktionen zurück, und soll die Grundlage dafür legen, den Ausbau der Solarenergie in der Stadt zu beschleunigen. Bislang hinkt Hamburg hinterher. Nach aktuellem Stand sind nur rund 3% aller Gebäude in Hamburg mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Bei Gebäuden der öffentlichen Unternehmen liegt die Quote noch darunter. Das soll sich nun ändern. Vorgesehen sind unter anderem die konsequente Nutzung öffentlicher Dachflächen, die Förderung von Mieterstrommodellen und Quartierslösungen sowie Maßnahmen zur Fachkräftegewinnung in der Solarbranche. Kurz vor dem Zukunftsentscheid hat die Hamburger Wirtschaft noch einmal vor den Folgen eines Ja gewarnt. Mit einem gemeinsamen Statement machen die Handelskammer Hamburg, die Handwerkskammer Hamburg und UV Nord ihre Position noch einmal deutlich. Die Wirtschaft verfolge demnach selbst ambitionierte Klimaziele. Viele Unternehmen nehmen in der Verbindung von Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit eine Vorreiterstellung ein. Hierbei kommt es auf technologische Innovationen, unternehmerische Initiative und verlässliche Rahmenbedingungen an. Das Engagement der Hamburger Wirtschaft würde durch den Weg des Zukunftsentscheids gebremst. Der zur Abstimmung stehende Ansatz erzeugt neue Bürokratie und führt zu Unsicherheit, heißt es in der Erklärung. Der Zukunftsentscheid erweist der Klimawende einen Bärendienst, kritisiert Hjalmar Stemmann, Präsident der Handwerkskammer. Wir stehen hinter dem gemeinsamen Ziel der Klimaneutralität Hamburgs. Doch eine aufgezwungene, realitätsferne Gesetzeslage mit festgeschriebenen linearen CO2-Reduktionspfaden und jährlich drohenden Sofortprogrammen verunsichert Menschen und Betriebe. Gleich zwei renommierte Preise für ein Hamburger Luxushotel, beim sogenannten Condé Nast Traveller Readers Choice Award in der Kategorie World Hotels, ist Klaus-Michael Kühnes Luxushotel The Fontenay als Nummer 1 in Nordeuropa ausgezeichnet worden. Kurz darauf erhielt das Hotel an der Außenalster bei der feierlichen Premiere der Michelin Keys in Paris, einer Ehrung des Guide Michelin, der auch die Gastro-Sterne vergibt, dann auch noch die begehrte Höchstbewertung von drei Schlüsseln. Am 31. Oktober ist Reformationstag. In Hamburg bedeutet dies auch einen Tag lang kostenlos Kunst und Kultur genießen. Unter dem Motto See for Free gibt es einen ganzen Tag lang freien Eintritt in viele Museen. Alle Interessierten sind dazu eingeladen, in den vielfältigen Ausstellungen über Geschichte und Gegenwart, Kunst und kulturelle Traditionen miteinander ins Gespräch zu kommen. 2024 zählten die Veranstalter 77.000 Besucherinnen und Besucher. Vielleicht wird der Rekord in diesem Jahr sogar noch geknackt. 51 Häuser machen mit bei der tollen Aktion, darunter selbstverständlich die großen Museen. In der Kunsthalle sind die Ausstellungen Anders Zorn, Schwedens Superstar und Isa Mona Lisa, Galerie der Gegenwart, zu sehen. Die Deichtorhallen haben dann gerade zwei neue Schauen eröffnet. Mit der libanesischen Künstlerin Hüget Kalont und der Walter Collection, die zu den bedeutendsten Fotosammlungen weltweit zählt. Im Museum für Kunst und Gewerbe ist die Islamsammlung neu kuratiert worden, zu entdecken in der Schau Inspiration Swana. Daneben lohnt die Design-Ausstellung Hello Image. Ob Jazz in einer Bar, Klassik in der Elbphilharmonie, Techno auf der Trabrennbahn oder Helene Fischer in der Barclays Arena. Hamburgs Musikszene wirkt wie ein Magnet auf Touristen, ergab eine repräsentative Studie. So hätten 62 Prozent der befragten Nicht-Hamburger angegeben, dass Musikangebote wie Konzerte, Festivals oder Musicals für sie ein ausschlaggebender Grund für ihre Reise nach Hamburg seien. Zudem sei Hamburg, zumindest den deutschen Gästen zufolge, die Stadt mit dem attraktivsten Musikangebot. 84 Prozent halten das Angebot in Hamburg für attraktiv, 68 Prozent sagen das für Berlin. Dahinter folgen München, Köln und Dresden. Ausländische Gäste sehen hier Berlin vorn, 67 Prozent. Hamburg folgt mit 56 Prozent auf Platz zwei. Bei den Hamburgern selbst spielt Musik der Studie zufolge eine wichtige Rolle für die Identität der Stadt und die eigene Lebensqualität. Nachdem der Crew eines Eurowings-Flugzeuges ein verdächtiger Gestank aufgefallen ist, sind sie kurz nach Abflug zum Hamburger Flughafen zurückgekehrt. Der Flieger war am späten Mittwochabend aus Hamburg in Richtung Düsseldorf losgeflogen, teilte ein Sprecher des Hamburg Airport mit. Nach der Landung habe die Flughafenfeuerwehr ihren Einsatz gestartet, wobei sie keine Gefährdungslage habe feststellen können. Der Geruch stände nicht in Verbindung mit einem Brand und sei allgemein undefinierbar, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte. Es seien auch keine Menschen durch den Geruch in Gefahr gewesen.