Latest / Auf gutem Grund - Bio. Praxis. Wissen. / Hofnachfolge
Transcript
- 0:02Speaker 2: Ich hatte halt Selbstzweifel, als ich da war.
- 0:05Speaker 2: Also ich immer gedacht, boah tust du wirklich das Richtige?
- 0:11Speaker 2: Machst du das auch richtig so wie du gerade denkst?
- 0:14Speaker 1: Dessen eben diese Momente wo ich bisher in jedem Kurs beim ein oder andere Teilnehmer oder Teilnehmerin hab trennenfließen sehen weil die so bewegt sind teilweise zum ersten Mal im Leben sich wirklich so richtig die Frage stellen Was will ich eigentlich?
- 0:35Speaker 2: Auf
- 0:36Speaker 0: gutem Grund.
- 0:37Speaker 0: Bio-Praxis Wissen, der Podcast von Bioland!
- 0:46Speaker 0: Ja was will ich im Leben?
- 0:48Speaker 0: Hast du dir diese Frage schon mal gestellt?
- 0:51Speaker 0: oder deinen Kindern?
- 0:52Speaker 0: Eva Birt hat das gewagt – sie hat am sogenannten Intensivkurs teilgenommen den das Bioland Bildungswerk Bayern anbietet und ihr habt es gerade schon gehört dieser Kurs hat ihr Leben ganz schön verändert.
- 1:05Speaker 0: Martin Hermle leitet den Kurs seit vielen Jahren.
- 1:08Speaker 0: Und trotzdem ist er jedes Mal wieder fasziniert von dem, was da passiert – auch das konntet ihr ja gerade schon hören!
- 1:15Speaker 0: Ich bin Katja Stephan, Journalistin und moderiere diesen Podcast.
- 1:20Speaker 0: Bei der Recherche zum Kurs habe ich gemerkt hier geht es um mehr als um die Frage, was sich will im Leben.
- 1:26Speaker 0: Junge Menschen brauchen das Gefühl dass sie etwas verändern bewirken können.
- 1:31Speaker 0: Hier soll Mut gemacht werden, die Zukunft der Biobranche zu gestalten.
- 1:35Speaker 0: Genau das ist es ja was der Ökoland-Bau und die Landwirtschaft allgemein gerade jetzt brauchen – Ideen so einen gesellschaftlichen Wandel hin zur Mehrgerechtigkeit und Nachhaltigkeit!
- 1:46Speaker 0: Aber wie kann das so ein Kurs überhaupt erreichen?
- 1:49Speaker 0: Das wollte ich von Eva und Martin wissen.
- 1:53Speaker 0: Kleiner Teaser?
- 1:54Speaker 0: Ich hatte manchmal beim Zuhören echt Gänsehaut.
- 1:57Speaker 0: Vielleicht geht's euch ja genauso.
- 1:59Speaker 0: Viel
- 1:59Speaker 1: Spaß!
- 2:06Speaker 0: Hallo Eva, hallo Martin.
- 2:08Speaker 0: Schön, dass ihr heute dabei seid!
- 2:10Speaker 0: Ich stelle euch beide mal ganz kurz vor.
- 2:12Speaker 0: Eva?
- 2:12Speaker 0: – Hallo.
- 2:14Speaker 0: Du bist einundreißig, betreibst mit deinen Eltern und deinem Bruder den biohohfronen Bruch in Camp Lindfort am Niederrhein und hast vor drei Jahren am sogenannten Intensivkurs teilgenommen.
- 2:25Speaker 0: Das ist ein Kurs vom Bio-Landbildungswerk Bayern zur, so heißt es in der Beschreibung, Persönlichkeitsentwicklung für junge Menschen und zur Förderung des bioangagierten Nachwuchses.
- 2:36Speaker 0: Das klingt jetzt etwas sperrig aber ich bin sicher du wirst das für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer gleich noch mit Leben füllen!
- 2:43Speaker 0: Und dann begrüße ich noch Martin Herrmler aus dem Allgäu.
- 2:47Speaker 0: Hallo Martin schön dass Du auch dabei bist Martin, du bist gelernte Landwirt und sozusagen einer der Gründerväter des Intensivkurses.
- 2:54Speaker 0: Du hast die Inhalte- und Themen mitentwickelt und bis seit dem ersten Kurs im Jahr zwei Tausend Neunzehn immer mit dabei gewesen.
- 3:01Speaker 0: Und du hast auch schon so manche Träne fließen sehen, hast du mir im Vorbespräch erzählt?
- 3:06Speaker 0: Warum das so war und warum das auch gut war?
- 3:08Speaker 0: Darüber werden wir gleich sprechen!
- 3:10Speaker 0: Ja Eva und Martin, ihr kennt euch ja beide aus dem Intensifkurs.
- 3:13Speaker 0: Wann habt ihr euch das letzte Mal getroffen?
- 3:15Speaker 0: Habt ihr noch Kontakt, Martin?
- 3:17Speaker 1: Ja, tatsächlich haben wir uns diesen Sommer auf eine Hochzeit getroffen.
- 3:24Speaker 1: Zwei andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem letzten Intensivkurs oder aus dem Intensifkurs wo die Eva mit dabei waren.
- 3:32Speaker 1: Und sie sich da kennengelernt haben, haben jetzt diesen Sommer geheiratet und da waren wir beide eingeladen.
- 3:40Speaker 1: oder Intensifikurs war eingeladene ich auch und da haben wir miteinander die Hochzeit gefeiert.
- 3:45Speaker 0: Der ganze Intensivkurs war eingeladen.
- 3:48Speaker 1: Genau.
- 3:49Speaker 0: Wahnsinn, okay!
- 3:50Speaker 0: Das werden wir bestimmt gleich noch vertiefen.
- 3:52Speaker 0: was das für eine Hochzeit war weil die ja genau hast du ja schon angedeutet steht hier auch in enger Verbindung mit dem Intensif-Kurs zumindest dieses Paar dass man geheiratet hat.
- 4:02Speaker 0: aber jetzt fangen wir erstmal von vorne an Weil die meisten Zuhörerinnen und Zuhörer sich unter diesem Intensifikurs vermutlich nicht direkt etwas vorstellen können.
- 4:11Speaker 0: mir ging es am Anfang genauso.
- 4:12Speaker 0: Deshalb würde ich von euch beiden als erstes gerne wissen Wie würdet ihr den Intensivkurs beschreiben?
- 4:18Speaker 0: Welches Gefühl verbindet ihr damit?
- 4:20Speaker 0: Nennt mir bitte ganz spontan drei Adjektive.
- 4:23Speaker 0: Martin, magst du anfangen?
- 4:24Speaker 1: Also bei Adjektiven tue ich mich jetzt gerade schwer aber ich würde mal sagen Wärme, Nähe und Spannung.
- 4:33Speaker 0: Super!
- 4:34Speaker 0: Okay Eva wie sieht es bei dir aus?
- 4:36Speaker 0: Drei Worte?
- 4:37Speaker 2: Auf jeden Fall sehr emotionsvoll, bewegend allgemein Ja, verändert für die eigene Persönlichkeit.
- 4:50Speaker 0: Das wirst du uns sicherlich gleich auch noch erzählen was sich da genau bei dir verändert hat.
- 4:55Speaker 0: aber lass uns erst mal kurz ein paar Eckdaten klären damit die Zuhörer verstehen für wen sich der Kurs überhaupt eignet.
- 5:01Speaker 0: Martin, du hast den Kurs im Jahr zwei Tausend neunzehn mit ins Leben gerufen.
- 5:04Speaker 0: Vorher hattest du ja als Regionalberater für Bioland gearbeitet und dadurch sehr viel Kontakt zu Landwürtteln auch in der Umstellungsphase.
- 5:12Speaker 0: Warum hast Du gesagt die Welt braucht ein Intensivkurs gerade für junge Menschen?
- 5:18Speaker 1: Also meine Erfahrung ist einfach dass die Bildung so wie wir sie in Deutschland erleben ganz stark auf die fachlichen Aspekte einer Bildung und Weiterbildung abzielt.
- 5:32Speaker 1: Und ich aber in meiner Beratung sowohl als Umstellungsberater, als hinterher als Betriebsentwicklungsberater festgestellt habe dass die viel entscheideren Faktoren quasi diese weichen Faktore sind.
- 5:45Speaker 1: auf den Betrieben.
- 5:46Speaker 1: also wie gut kann das betriebsleiter Paar gemeinsam ihre Zukunft entwickeln und wie halten sie miteinander Spannungen aus, die es auf einmal so eine Landwirtschaft hier Betrieb immer wieder gibt.
- 5:58Speaker 1: Wie gut kann Antlandwirt mit anderen in Kooperationen treten?
- 6:03Speaker 1: Und da auch seine Bedürfnisse gehen über seinen Kolleginnen und Kollegen quasi äußern ohne dass es einen Streit gibt?
- 6:10Speaker 1: oder wie gut kann ich meine Zukunft entwerfen, wie klar bin ich in meiner Entwicklung, ohne dass sie von außen nur beeinflusst wird.
- 6:19Speaker 1: Deshalb habe ich aber festgestellt, dass das die wichtigeren Dinge sind.
- 6:23Speaker 1: wie jetzt mähe ich heute morgen um acht Uhr Gras oder um zehn Uhr jetzt mal übertrieben gesagt.
- 6:30Speaker 1: Und deshalb hab' ich dann auch bei Bioland viele Mitstreiter und auch unseren damaligen Landesvorstand Josef Wettstein.
- 6:36Speaker 1: der war da auch der Meinung wir brauchen also ein Kurs Der junge Betriebsleiterin und Betriebesleiter einfach nochmal fit macht in solchen weichen Managementthemen Diese weichen Themen, die fallen in der Weiterbildung eher hinten runter.
- 6:51Speaker 0: Verstehe und dann habt ihr das ja im Prinzip auch noch erweitert?
- 6:55Speaker 0: Also du sagst jetzt Betriebsleiter aber letzten Endes geht es ja mittlerweile um junge Menschen da kommen wir auch gleich noch zu also wer an wen sich dieser Kurs überhaupt richtet.
- 7:04Speaker 0: Auf jeden Fall habt ihr dann diesen Kurs entwickelt, der dauert etwa neun Monate von Januar bis September und in dieser Zeit treffen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer insgesamt zu vier sogenannten Modulen.
- 7:15Speaker 0: In den meisten Fällen in einer Abtei in Kirschletten.
- 7:18Speaker 0: das ist ein kleines Dorf in Franken Und eine Exkursion gehört auch immer dazu.
- 7:22Speaker 0: darüber sprechen wir später auch noch.
- 7:24Speaker 0: Eva zu dir jetzt mal ich habe ja eben schon erzählt du kommst vom Hof, ihr habt einen Biolandbetrieb mit Rinder- und Geflügelhaltung.
- 7:31Speaker 0: mittlerweile sind auch noch Freilandschweine dazugekommen.
- 7:34Speaker 0: Du selbst arbeitest mit im Hofladen und in der Metzgerei, gemeinsam mit deiner Mutter.
- 7:38Speaker 0: Dein Bruder kümmert sich um die Landwirtschaft mit deinem Vater.
- 7:41Speaker 0: Wie hast du denn von den Kurs erfahren?
- 7:43Speaker 0: Und in welcher Lebenssituation warst du da
- 7:45Speaker 0: gerade?".
- 7:46Speaker 2: Ja also wir haben eine schöne Mail bekommen vom Pioland bzw.
- 7:53Speaker 2: mein Vater ist hier aufgefallen und er hat sich das Ganze durchgelesen und hat gedacht okay Eva, der ist genau das Richtige für dich und du musst definitiv dahin.
- 8:06Speaker 2: Genau ich war da schon voll mit im Betrieb drin hatte aber immer wieder auch so ein Struggle mit mir selber auch gegenüber den Mitarbeitern und so und deswegen hat er gemeint dass es definitiv das Richtig für Dich und damit hattet er auch recht.
- 8:25Speaker 0: Okay, das hat sich also dein Vater auf jeden Fall den richtigen Riecher.
- 8:29Speaker 0: Hast du das dann auch direkt so empfunden und hast gesagt ja, das mach ich oder warst du eher ein bisschen zurückhaltend?
- 8:34Speaker 0: Ich
- 8:35Speaker 2: hab nur gedacht okay gut kann ja nicht schaden mal gucken was es so gibt aber was ich persönlich schon allein gut fand dass es einfach mehrere Module waren um man einfach vom Betrieb mal wegkommt und dass man definitiv einen Austausch hat mit anderen in der gleichen Situation Hoffnungsvoll, dass es was wird.
- 8:58Speaker 2: Genau!
- 8:59Speaker 0: Also das ist etwas geworden?
- 9:01Speaker 0: Das hast du ja schon angeteased von daher können wir dir das ja schon mal mit Ja beantworten aber wie's dann gewirkt hat das kommt dann später.
- 9:09Speaker 0: Martin dich würde ich gerne noch fragen ist Eva denn die typische Teilnehmerin?
- 9:13Speaker 0: also muss man vom Hof kommen um teilzunehmen oder an wen richtet sich der Kurs?
- 9:18Speaker 1: Bei jungen Menschen die für sich eine Zukunft im Ökolandbau sehen Aber noch nicht so genau wissen, wo soll es denn hingehen und die diesen Intensivkurs dann nutzen als Zwischenschritte um sich darüber im klar zu werden.
- 9:35Speaker 1: Passt das für mich der Ökolandbau?
- 9:37Speaker 1: Und ist das eine Branche oder ein Bereich in dem ich meine Heimat drin finde und wo ich meine Ideale ausleben kann?
- 9:47Speaker 1: Wenn ich jetzt gerade so zurückdenke an die, die ich hier und da mal wieder treffe.
- 9:52Speaker 1: Diesen alle in der Öko-Branche geblieben und fühlen sich da auch sehr wohl drin.
- 9:57Speaker 1: also Ich muss nicht unbedingt vom Hof kommen!
- 10:00Speaker 1: Ich kann einfach jemand sein, der sagt okay diese Ökobranche.
- 10:04Speaker 1: Wir hatten eine Teilnehmerin einmal Die hatte von Ökolandbau überhaupt gar keine Ahnung.
- 10:10Speaker 1: aber sie hat gesagt Ökolandbau, das ist etwas was mich interessiert und die Menschen die ich da antreffe mit denen fühle ich mich wohl.
- 10:20Speaker 1: Und darum mache ich bei diesem Intensivkurs mit wenn mich die Themen ansprechen.
- 10:24Speaker 1: Also jeder der sagt Ökelandbau Ein Milieu, das ist ein Umfeld wo ich mich wohl fühle und wo?
- 10:31Speaker 1: ich glaube da ist für mich Entwicklungspotenzial drin.
- 10:34Speaker 1: Und dann möchte ich auch Teil haben an dieser Entwicklung und möchte auch was beitragen.
- 10:39Speaker 1: der ist bei uns richtig aufgehoben.
- 10:42Speaker 0: Naja interessant!
- 10:44Speaker 0: Und die sind dann so... Was würdest du sagen?
- 10:47Speaker 0: So Mitte zwanzig und kommen aus ganz Deutschland kann man noch so sagen
- 10:50Speaker 1: Die sind Mitte zwanzig und kommen meistens zwischen dem Allgäu und so bis maximal Hannover.
- 11:00Speaker 1: Also ein Erhör wie Hannover hat man jetzt noch niemand, das war die nördliche Grenze bisher.
- 11:06Speaker 0: Aus Gründen weil es eben ... Weil die Anreise einfach zu weit ist?
- 11:09Speaker 1: Genau.
- 11:10Speaker 0: Verstehe okay.
- 11:11Speaker 0: Dann bin ich gespannt was ihr zu erzählen habt Und welche Momente ihr beide aus dieser Zeit vermutlich niemals vergessen werdet.
- 11:18Speaker 0: Darüber reden wir
- 11:18Speaker 1: jetzt.
- 11:25Speaker 0: Eva, nimm uns doch mal mit gedanklich zum ersten Kurstag.
- 11:29Speaker 0: Es ist zwei Tausendzweiundzwanzig.
- 11:31Speaker 0: du bist nach Kirschletten gefahren in die Abtei Maria Frieden.
- 11:35Speaker 0: vor dir liegen vier Tage mit völlig fremden Menschen.
- 11:39Speaker 0: Wie hat sich das für dich angefühlt?
- 11:41Speaker 0: Kannst Du Dich noch erinnern?
- 11:43Speaker 2: Ja, wenn ich mich so da reinversetze
- 11:46Speaker 1: sehr gut sogar
- 11:48Speaker 2: genau.
- 11:49Speaker 2: also Ich bin tatsächlich so ein Mensch Wenn ich fremden Leute begegne, bin ich immer sehr vorsichtig.
- 11:58Speaker 2: Und guck mir mal gerne alles von außen erst einmal an.
- 12:02Speaker 2: Ja... So auch bei dem Kurs, dann habe ich mich ja auch erstmal alle anderen angeschaut und geguckt, okay was sind das jetzt für welche?
- 12:10Speaker 2: Die hier noch so rumschwirren!
- 12:13Speaker 2: Dann ist das natürlich erstmal Nervosität hochzehn.
- 12:19Speaker 0: Das glaube ich.
- 12:22Speaker 2: So beim Vorstellen hat man gemerkt, okay ja wir kommen fast alle die gleiche Situation.
- 12:29Speaker 2: Kommen die meisten irgendwie vom Betrieb?
- 12:32Speaker 2: gut jetzt kannst du durchatmen.
- 12:38Speaker 0: Man hat direkt so ein verbindendes Element wahrscheinlich?
- 12:41Speaker 2: Ja genau und dann ist man auch nach und nach ins Gespräch gekommen und das hat das Ganze schon ziemlich schnell aufgelockert Also wesentlich schneller als man sonst irgendwie zu anderen Kursen oder dergleichen geht, fand ich.
- 12:56Speaker 2: Weil man sich sehr schnell geöffnet hat.
- 12:59Speaker 0: Martin du hast ja auch eine Coaching-Ausbildung gemacht und Menschen wie Eva durch den Intensivkurs begleitet?
- 13:05Speaker 0: Worauf kommt es gerade am Anfang an in so einer Situation, in der man eigentlich erst mal niemanden kennt?
- 13:12Speaker 1: Genau also das muss ich einfach erstmal kennenlernen.
- 13:15Speaker 1: Also indem er einfach erzählt wo man herkommt was man macht Und so kommt man quasi, so fühlt man sich dann langsam wohl.
- 13:22Speaker 1: Also man fühlt sich wohl dahin gehend, dass er merkt okay das sind Gleichgesähnte.
- 13:28Speaker 0: Es gibt ja auch diese Visionskollage am Anfang, als du mir erzählt.
- 13:32Speaker 0: Was ist das genau und warum ist dieses Element gerade so wichtig?
- 13:36Speaker 1: Wir stellen am zweiten Tag, am Nachmittag schon die Frage ja wieso will ich mich einig entwickeln?
- 13:42Speaker 1: also wie so und weshalb?
- 13:43Speaker 1: für was braucht Entwicklung zu dieser Fragestellung oder diese Frage?
- 13:48Speaker 1: Da gucken sie mich dann meistens etwas groß an, weil die Frage hat man sich noch nie gestellt.
- 13:53Speaker 1: Aber mir geht es eben in dem Kurs oder uns geht's einfach darum dass wenn man was macht Wenn man Schritte in seinem Leben unternimmt Lassen Sie sich da einfach überlegen wieso will ich das eigentlich?
- 14:04Speaker 1: Was steckt dahinter und gibt es Alternativen dazu etc.
- 14:09Speaker 1: Und dann fangen wir mit dieser Visions-Collage an wo wir Zeitungen und Zeitschriften auf dem Boden legen, ein großes blatt weißes Papier.
- 14:18Speaker 1: Und dann sagen wir lasst euch quasi von den Bildern und ihr könnt auch was dazuschreiben usw.
- 14:25Speaker 1: Lasst euch von dem inspirieren!
- 14:27Speaker 1: Was ist Euch für die nächsten ein zwei drei fünf Jahre?
- 14:31Speaker 1: Das sind wir jetzt nicht festgefahren, das soll jeder vor sich entscheiden wie großer Divisions-Kollage macht.
- 14:36Speaker 1: aber was ist das, was Euch bewegt?
- 14:39Speaker 1: Was wollt Ihr
- 14:40Speaker 1: machen?!
- 14:41Speaker 1: Wo zieht es euch hin?
- 14:43Speaker 1: Also ich finde das immer faszinierend, wie die jungen Menschen in so einen richtigen Flow fallen.
- 14:49Speaker 1: Und dann anschließend wenn die Visionscollage fertig ist und da entsteht dann einfach nochmal ein weiteres sehr vertrauensvolles Verhältnis wird dann die Visionskollage gegenseitig vorgestellt.
- 15:05Speaker 1: Und dessen eben diese Momente wo bisher in jedem Kurs beim Eurer anderen Teilnehmer oder Teilnehmerin hab' Trennen fließen sehen, weil die so bewegt sind, teilweise zum ersten Mal im Leben sich wirklich so richtig die Frage stellen was will ich eigentlich.
- 15:24Speaker 1: Vorher waren wir so in der Schule und in der Ausbildung und im Studium ist man wie immer Zug drin, am ersten Schuldtag betritt man den Zug und dann gibt der Gas.
- 15:36Speaker 1: Man versucht irgendwie da drauf zu bleiben.
- 15:39Speaker 1: aber was das mit einem selber zu tun hat, das versteht man meistens nicht.
- 15:43Speaker 1: Man wird gar nicht so richtig fragt, was will ich eigentlich?
- 15:46Speaker 1: Und im Kurs haben ja auch schon Teilnehmerinnen einfach widerspiegelt sind die so berührt davon sich zum ersten Mal auch einzugestehen, was will ich eigentlich wirklich?
- 15:59Speaker 1: Also die kommen sozusagen die jungen Menschen an ihr Inneres und also das macht mich auch immer.
- 16:07Speaker 1: Ich sitze dann auch manchmal mit Tränen da wenn mich es auch selber so berührt weil ich merke aha endlich sind sie dran
- 16:16Speaker 0: Ich kriege selber Gänsehaut, wenn ich dazu höre.
- 16:18Speaker 0: Aber ich stelle es mir auch wahnsinnig schwer vor Eva und den erst mal noch fremden Menschen über seine Gefühle zu reden.
- 16:25Speaker 0: Wie hast du das damals empfunden?
- 16:28Speaker 2: Tatsächlich war man den Leuten sehr schnell vertraut.
- 16:35Speaker 2: Man hat gemerkt, wenn man über die eigenen Gefühlen mit denen redet ist das wie eine Art Befreiung.
- 16:42Speaker 2: Das hat mir persönlich zum Beispiel auch sehr viel gegeben Weil ich sonst auch vorher immer sehr viel für mich behalten habe oder das mit mir selber halt ausgemacht hab.
- 16:52Speaker 2: Das ist schon enorm, was dann in einem Selberwünge gesehen wird.
- 16:58Speaker 2: Auch wenn man jetzt noch mal auf die Visionsskolage zurückkommt... Man hat dann da etwas zusammengestellt und dann hat jemand anderes einem gesagt, was er sieht!
- 17:08Speaker 2: Und also ich war bei mir total perplex, hab gesagt ja okay du siehst das jetzt ganz anders wie ich die sehe.
- 17:16Speaker 2: Aber genau, das ist halt auch total interessant.
- 17:19Speaker 0: Ja, das glaube ich!
- 17:21Speaker 0: Du hast mir ja auch im Vorgespräch erzählt, dass du dann am ersten Abend mit deinem Vater telefoniert hast um ihm zum Geburtstag zu gratulieren?
- 17:28Speaker 0: Was ist da passiert?
- 17:29Speaker 0: Kannst du es noch mal erzählen?
- 17:31Speaker 2: Ich habe ihn angerufen und hab ihn gratuliert und dann hat er gesagt, ja ohne wie ist es denn?
- 17:35Speaker 2: Und dann habe ich ihm alles erzählt.
- 17:37Speaker 2: Und dann meinte er so okay wir essen da am Apparat nicht so weh warum?
- 17:43Speaker 2: Ja, das ist nicht meine Tochter.
- 17:44Speaker 2: Ich so wie, warum?
- 17:45Speaker 2: Warum soll ich jetzt nicht deine Tochter sagen?
- 17:47Speaker 2: Nee du redest ganz anders.
- 17:51Speaker 2: Entweder hast du jetzt den Slang oder du hast da keine Ahnung was von mitgenommen aber du redes ganz anders, ist okay und das hat er generell auch gesagt.
- 18:01Speaker 2: wo ich vom Kurs wiederkam, hat er gesagt ok also selbst das erste Modul hat schon verdammt viel für dich gebracht weil du die Sachen ganz anders siehst.
- 18:10Speaker 2: gerade
- 18:11Speaker 0: ja
- 18:11Speaker 1: Ich kann mich so gut daran erinnern, wo Eva ihre Visionskollage vorgestellt hat.
- 18:17Speaker 1: Und wir wirklich alle da gesessen sind und einfach nur dacht haben, wow!
- 18:23Speaker 1: Was ist das für eine Frau?
- 18:24Speaker 1: Also was die hier jetzt schon in ihren jungen Jahren auf die Beine gestellt hat mit welcher Klarheit sie da vorne steht.
- 18:32Speaker 1: Einfach eine klare Perspektive von ihrem Leben hat Und dann kriegt man eben auch eine Rückmeldung.
- 18:38Speaker 1: Also das kriegen wir immer wieder zurückgespiegelt, dass diese Visionskollage und die Rückmeltungen, die man dazu bekommt wie so eine ... ähm ja, droge ist jetzt übertrieben aber wie so ein Booster ist der einem dann einen Rückenwind gibt.
- 18:54Speaker 0: Na das bei dir auch so Eva?
- 18:55Speaker 0: würdest du das so sagen?
- 18:56Speaker 2: Ja definitiv kann ich so nur unterschreiben!
- 19:06Speaker 0: Okay, das erste Modul ist vorbei.
- 19:08Speaker 0: Eva du fährst zurück nach Hause die Arbeit geht weiter Du bist ja voll eingebunden Hofladen Kaffee Metzgerei.
- 19:16Speaker 0: Hast du da schon gemerkt dass sich was verändert hat bei dir?
- 19:19Speaker 0: Nach diesem ersten Modul?
- 19:21Speaker 2: Ja also ich bin viel gestärkt da reingegangen immer einen Alltag und Selbstsichere.
- 19:30Speaker 2: Das habe ich gemerkt.
- 19:32Speaker 2: Und wie gesagt auch alle um mich rum herum haben es gemerkt Ja, aber ich habe dann schon gedacht so, muss jetzt weitergehen.
- 19:41Speaker 2: Ich wüsste wieder hin!
- 19:45Speaker 0: Gutes Zeichen, wenn man da unbedingt wieder hin will.
- 19:48Speaker 0: Also es kam ja dann oder es kommen noch drei Module also Treffen im Rahmen des Kurses mit vielen verschiedenen Themen.
- 19:54Speaker 0: ich habe mal geguckt als Betriebsführung Zeitmanagement die eigene Gesundheit steht auf dem Programm und über einen Punkt würde ich gerne etwas ausführlicher sprechen und zwar Konflikte und der Umgang damit zum Beispiel im Job oder auch in der Familie.
- 20:08Speaker 0: das ist gerade in der Landwirtschaft ein wichtiger Punkt weil man oft mit mehreren Generationen innerhalb der Familie eng zusammenarbeitet oder zusammenarbeiten muss.
- 20:17Speaker 0: Was lerne ich denn da als Teilnehmerin oder Teilnehmer?
- 20:21Speaker 0: Martin, was ist das Ziel bei diesem Thema?
- 20:24Speaker 1: Die erste Frage ist eigentlich wie geht es mir mit Konflikten?
- 20:27Speaker 1: Da merkt man es geht jedem einfach schlecht damit wenn machen Konflikt nicht löst weil unangenehme Gefühle damit verbunden sind und dass Energie und Zeit kostet.
- 20:38Speaker 1: Also dann hat man so ein Bild, okay niemand geht es gut damit wenn man Konflikte nicht löst.
- 20:43Speaker 1: Und dann ist der zweite Einstieg so und überlegen wie bin ich eigentlich drauf?
- 20:48Speaker 1: In dem Konflikt?
- 20:49Speaker 1: bin ich mir so der Löwe der dann los schreit oder bin ich eher die Schnecke die sich einigelt?
- 20:54Speaker 1: und dann versuchen wir ja so rauszukitzeln was sind so Gefühle die wir in einem konflikt wahrnehmen.
- 21:01Speaker 1: und dann schauen wir uns an welche bedürfnisse habe ich denn im und auch im Berufsleben, was sind so wichtige Bedürfnisse die ich an mir wahrnehmen kann?
- 21:13Speaker 1: Und dann versuche ich klar zu machen mit Übungen dass quasi Konflikte dann entstehen wenn ein Bedürftnis das ich habe nicht befriedigt werden kann bzw.
- 21:26Speaker 1: nicht zum Ausdruck kommen kann Und wenn das über einen längeren Zeitraum sozusagen zu inneren Spannungen führt, dann führt es entweder zum Konflikt mit mir selber.
- 21:37Speaker 1: Also ich kann auch mit mir selbst Konflikte haben oder eben zu einem Konflkt mit anderen und dass man dafür diese gewaltfreie Kommunikation aus, worum... Ich führe sie nicht außer und ich weiß daraufhin auf die Gewaltfreien Kommunikations, wo es darum geht erst mal ein Gefühl bei sich wahrzunehmen dann zu überlegen, was steckt hinter dem Gefühl also welches Bedürfnis und gibt dann quasi Anregungen das man mit einem Konflikt nicht allein sein muss sondern dass es die Möglichkeit gibt sich zu üben ein konflikt auf einer guten verbalen Ebene gemeinsam zu lösen.
- 22:20Speaker 1: Und dass es ihnen Konflik nicht darum geht als Sieger vom Platz zu gehen Sondern dass immer der gemeinsame Gewinn wo also beide Seiten auch ein Stück weit sozusagen ihren Bedürfnis oder in ihrem Wunsch des Bedürfs quasi zu erfüllen gerecht wird und dass der gemeinsamen Gewinn im Vordergrund steht, nicht das Sieg des Einzelnen.
- 22:42Speaker 0: Das heißt aber zwangsläufig auch, dass man ins Gespräch kommen muss?
- 22:46Speaker 0: Man kann es ja nicht alleine lösen sondern es gehört immer noch das Gegenüber dazu mit dem ich dann sprechen muss.
- 22:52Speaker 1: Aber anders geht's nicht!
- 22:55Speaker 1: Also ich erlebe das halt leider Gottes im lambortschaftlichen Kontext immer wieder, und natürlich auch in privaten Kontexten.
- 23:02Speaker 1: Da ist jetzt die Lambortschaft nicht alleine an der Stelle dass wir es nirgends lernen wenn wir nicht gute Beispiele quasi im privaten Umfeld haben die uns zeigen wie man Konflikte löst.
- 23:14Speaker 1: Und dann wundern wir uns hinterher Wenn's Streit gibt auf dem Betrieb Und der so viel Energie saugt, dass das Betriebsergebnis, dass die Gesundheit meiner Tiere, dass sie Pflege von den Maschinen und vom Acker drunter leidet.
- 23:33Speaker 0: Also es zieht dann einen Rattenschwanz nach sich?
- 23:36Speaker 0: Hat dir das denn was gebracht Eva in dem Intensivkurs also im Umgang mit der Familie zum Beispiel dazu gehören ja deine Eltern und auch deinem Bruder oder sagst du nee das hatten wir zum Glück schon ganz gut im Griff.
- 23:49Speaker 0: dieses Thema Konflikte und wie gehe ich damit um?
- 23:52Speaker 2: Tatsächlich sind wir eine sehr harmonische Familie,
- 23:56Speaker 0: Gott sei Dank.
- 23:56Speaker 0: Sehr gut!
- 23:57Speaker 0: Und
- 23:58Speaker 2: verstehen uns alle wirklich sehr, sehr gut.
- 24:01Speaker 2: Ansonsten wird das hier auch so alles nicht funktionieren am
- 24:04Speaker 0: Ruf.
- 24:05Speaker 2: Das funktioniert aber tatsächlich bei uns auch nur weil jeder seinen eigenen Bereich hat.
- 24:10Speaker 2: Trotz allen gibt es natürlich immer wieder Situationen wo man sagt okay ne stopp Jetzt geht es gerade zu weit.
- 24:19Speaker 2: Da habe ich definitiv vom Intensivkurs auf was mitnehmen können.
- 24:24Speaker 2: und dann haben wir das ganz auch anders angesprochen, haben uns öfters zusammengesetzt und einen sogenannten Familienrat gehabt und gesagt okay gut jetzt spricht sich mal jeder aus, was sagt man gerade auf der Seele liegen?
- 24:37Speaker 2: Und muss das mal gerade los werden?
- 24:40Speaker 0: Super!
- 24:41Speaker 0: Und haben Sie deine Eltern darauf eingelassen und dein Bruder?
- 24:44Speaker 2: Ja also Wir lassen uns alle auf Ideen ein.
- 24:49Speaker 0: Super!
- 24:50Speaker 2: Genau, weil kann uns alle ja nur stärker machen.
- 24:55Speaker 0: Ja sehr schön.
- 24:56Speaker 0: und wie war das mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern?
- 24:58Speaker 0: Ihr habt ja so um die zwanzig also ist jetzt auch nicht wenig.
- 25:01Speaker 0: Wie war das da
- 25:03Speaker 2: genau?
- 25:03Speaker 2: Da war es tatsächlich so dass ich vorher so eine Art Freundschaftebene mit den Mitarbeiteren immer hatte Und alle Probleme irgendwie zu meinen gemacht habe.
- 25:15Speaker 2: Das habe ich tatsächlich dann nach dem Intensivkurs auch abgelegt, weil wir dann auch mehrere nahe gelegt haben.
- 25:22Speaker 2: Also das kannst du nicht!
- 25:24Speaker 2: Vor allem wenn da so viele Mitarbeiter sind und du hast ja noch andere Sachen im Kopf und stell das mal ganz, ganz hinten an.
- 25:32Speaker 2: Ja seitdem ist der Umgang halt nochmal ganz anders.
- 25:35Speaker 0: Also
- 25:36Speaker 0: d.h.,
- 25:36Speaker 0: die anderen aus dem Intensive-Kurs haben dich da auch beraten?
- 25:39Speaker 0: Und haben dann gesagt ne, das kannst Du so nicht machen, das frisst Dich auf.
- 25:42Speaker 2: Ja, was ich halt beim Intensivkurs auch sehr gut fand waren immer diese Zweiergespräche.
- 25:51Speaker 2: Wenn man einfach mal dann spazieren gegangen ist und dann Spiegel vorgehalten bekommen hat.
- 25:57Speaker 0: Das glaube ich.
- 25:58Speaker 0: Vor allem wenn es den Menschen sind aus einem ähnlichen Umfeld, dann hilft das ja auch.
- 26:04Speaker 0: Ein anderes wichtiges Thema, das vor allem junge Menschen in der Landwirtschaft beschäftigt ist die Hofnachfolge.
- 26:09Speaker 0: Auch da gibt es ja oft Konflikte – also auch durch Erwartungen, Hoffnung und Ängste.
- 26:14Speaker 0: Martin, warum brauchen junge Menschen gerade bei diesem Thema Unterstützung?
- 26:18Speaker 0: Und den bekommen sie ja auch im Intensivkurs, ne?
- 26:21Speaker 1: Das ist wenn vorher dreißig Jahre Mama- und Papa quasi in so einem Betrieb reingewachsen sind dann ist es schwer, so eine neue Rolle zu kommen weil die Eltern vielleicht noch nicht loslassen können oder, weil die Eltern es den Kindern nur noch nicht zu trauen in den Betrieb reinzukommen und über diese Problematik wird oftmals einfach nicht richtig gesprochen.
- 26:49Speaker 1: Das kehrt mir so ein bisschen unter dem Tisch.
- 26:52Speaker 1: Also traut sich das nicht anzusprechen?
- 26:55Speaker 1: dass man es der Tochter oder dem Sohn noch nicht zutraut, den Betrieb zu übernehmen.
- 27:00Speaker 1: Oder das man vielleicht selber als Betriebsleiter jetzt Angst hat, den betrieb quasi loszulassen weil was bin ich eigentlich dann hinterher noch so?
- 27:10Speaker 1: Und da versuche ich im Intensivkurs oder versuchen wir die jungen Menschen auch dazu zu ermutigen eben solche Themen, die mir spürt, die da sind, dass sie bereit sind, die anzusprechen.
- 27:24Speaker 1: Und da kann einem die gebeitfreie Kommunikation oder auch die hilfreichen Gespräche mit den Kolleginnen und Kollegen auf dem Intensivkurs einfach noch mal den Rücken stärken, um dann zu Hause solche Konflikte oder solche nicht schönen Themen quasi anzusprechen.
- 27:42Speaker 1: Um da ins Gespräch im Innenprozess zu kommen
- 27:46Speaker 0: Eva, wie ist es bei euch auf dem Betrieb?
- 27:48Speaker 0: Ich glaube die Hofübergabe steht dir jetzt so direkt noch nicht an.
- 27:51Speaker 0: Hattest du erzählt?
- 27:52Speaker 0: Konntet ihr der Kurs denn da trotzdem weiterhelfen?
- 27:56Speaker 2: Ja also der Korskonto mir dort definitiv weiterhälfen.
- 28:00Speaker 2: wir befinden uns im Endeffekt mitten hinter Betriebsübergaben schieben das nur immer wieder doch nach hinten raus weil dann doch wieder ein anderes Projekt ansteht oder so und Gerade alle nicht so als dringend ansehen.
- 28:18Speaker 2: Ich glaube, wir fühlen uns gerade in unserer aktuellen Rolle sehr wohl.
- 28:22Speaker 2: Aber sonst dieses allgemeine Perspektiven von den anderen sehen das und... auch dass man sich Hilfe von außerhalb holen darf.
- 28:34Speaker 2: Das haben wir schon angenommen, also wir haben auch tatsächlich von Bioland immer noch jemand dabei der uns da berät beziehungsweise als Moderator da steht und das bringt wirklich sehr viel.
- 28:47Speaker 0: Ja, und das passt ja eigentlich auch ganz gut zu einem anderen Thema des Kurses.
- 28:52Speaker 0: Der heißt Liebe & Partnerschaft – was muss ich mir darunter vorstellen?
- 28:55Speaker 0: Martin ist der Intensivkurs vielleicht eine versteckte Singelbörse?
- 29:02Speaker 1: Also tatsächlich ist es bei der Hochzeit wo wir waren die Eva und ich haben sich ein paar gefunden sozusagen auf dem Kurs.
- 29:13Speaker 1: aber das ist natürlich nicht unsere Absicht.
- 29:15Speaker 1: Wenn das passiert, ist es schön und wir freuen uns.
- 29:20Speaker 1: Vor allen Dingen wollen wir dann auch auf eine Hochzeit dürfen.
- 29:22Speaker 1: aber das ist nicht das Ziel von diesem Tag.
- 29:26Speaker 1: zum Thema Liebe in Partnerschaft sondern da geht's nochmal mehr um solche Fragen.
- 29:32Speaker 1: wie stelle ich mir das eigentlich vor bei mir auf dem Betrieb wenn ich den mal hab welche Rolle soll meine Partnerin spielen?
- 29:39Speaker 1: Was ist mir in einer Beziehung wichtig?
- 29:43Speaker 1: Auch solche Fragen wie habe ich da ein traditionelles Bild von der Beziehung oder bin ich dafür andere Dinge offen?
- 29:53Speaker 1: Lasst uns damals über solche Themen in einem Kreis, wo sich die Teilnehmerinnen jetzt schon über mehrere Monate kennengelernt haben.
- 30:02Speaker 1: Lass uns da mal über auch intime Dinge, wo man sonst nicht reden würde drüber reden und das tut total gut.
- 30:10Speaker 1: Und es soll ja auch anregen dieses Thema Beziehung und Partnerschaft dass wenn wir dann mal eine Partnerschaft hat und gerade in der Landwirtschaft Da geht's halt dann in Anführungsstrichen rund.
- 30:22Speaker 1: Dann hat man Kind den Mann und dann hat man den Hof, und hat den Hofladen.
- 30:28Speaker 1: Und hat die Mitzgerei und jeder Zert an einem.
- 30:31Speaker 1: Wie kann ich in so einer angespannten Situation trotzdem noch eine gute Beziehung führen?
- 30:37Speaker 1: Auf was muss ich da achten, dass uns als Paar noch gut gehen?
- 30:42Speaker 1: Dafür wollen wir einfach sensibilisieren.
- 30:44Speaker 1: nicht zu glauben das wird schon gutgehen sondern, dass man aktiv wird.
- 30:51Speaker 1: Was brauche ich jetzt in der Beziehung und was brauchen wir, um gemeinsam eine gute Beziehungen zu leben?
- 31:03Speaker 0: Also mein Eindruck bis hier ist, da kommt ja echt einiges auf den Tisch im Kurs.
- 31:08Speaker 0: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzen sich über Monate mit ihren Zielen aber auch ihren Werten auseinander – und das gemeinsam mit den anderen.
- 31:16Speaker 0: Das heißt sie üben immer wieder zu kooperieren, zu kommunizieren und sich mit ihren Überzeugungen durchzusetzen!
- 31:23Speaker 0: Das ist ja gerade im Ökolandbau wichtig, denke ich.
- 31:26Speaker 0: Auch Ideen zu vertreten die andere vielleicht erst mal ablehnen oder neue Wege zu gehen, die noch keiner gegangen sind und dabei nicht einfach zu sagen Ich mache das jetzt so sondern andere auch mitzunehmen, zu begeistern.
- 31:37Speaker 0: Aber es wird ja nicht nur sehr viel geredet ihr seid auch draußen unterwegs.
- 31:41Speaker 0: Martin macht Wanderung sitzt am Lagerfeuer zusammen.
- 31:44Speaker 0: Wie ist denn die Mischung?
- 31:46Speaker 1: Also wir haben in jedem Modul und in jeder Einheit immer eine draußen Einheit dabei, also wir fangen häufig ab dem zweiten Modul an mit einer kleinen Wanderung oder einem Spaziergang.
- 32:02Speaker 1: Wo wir sozusagen mal reflektieren was hatte ich mir vorgenommen?
- 32:07Speaker 1: Was habe ich umgesetzt?
- 32:08Speaker 1: das hat vielleicht noch nicht so gut funktioniert.
- 32:10Speaker 1: also man muss raus und sich bewegen dann machen wir jeden Morgen einen Morgenimpuls, wo wir draußen sind.
- 32:15Speaker 1: Wo wir unseren Atem wahrnehmen und unseren Körper wahrnehmen, wo man miteinander spielen kann einfach immer wieder draußen zu sein und so die Kraft von der Natur wahrnehmen uns auch als sich bewegende und in Bewegung befindliche Menschen befinden.
- 32:31Speaker 1: Der Intensivkurs ist ja ein Kurs der Veränderungen und der Entwicklung der Veränderung und Entwicklung quasi in den Menschen oder jungen Menschen erlebbar gemacht werden soll.
- 32:45Speaker 1: Und da ist in Bewegung sein, keinen Stillstand zu haben nicht in einer Schockstarre zu stehen sondern sich zu bewegen einfach ein wichtiges Element.
- 32:56Speaker 0: Das kann ich mir gut vorstellen.
- 32:58Speaker 0: Ist dir das auch so gegangen Eva dass du manchmal froh warst?
- 33:00Speaker 0: Du konntest dich ein bisschen bewegen.
- 33:02Speaker 2: Ja, definitiv war das sehr hilfreich.
- 33:05Speaker 2: Weil ich denke mal, dass können die meisten nachempfinden wenn man in einem Raum sitzt und die ganze Zeit wird nur auf einen eingeprasselt und dann soll man die ganze zeit noch bei der Konzentration bleiben.
- 33:18Speaker 2: Das fällt einem immer ziemlich schnell auch schwer.
- 33:22Speaker 2: daher war das halt schon immer gut vor allem die Sachen die man draußen in der Natur gemacht hat.
- 33:28Speaker 2: Das konnte man sich meistens dann auch viel besser merken und hat noch mal viel eher für sich mitgenommen.
- 33:35Speaker 0: Ja, das glaube ich.
- 33:37Speaker 0: Mir geht es auch immer so dass ich beim Spazierengehen eigentlich die besten Ideen habe.
- 33:40Speaker 0: also ich kann das mit der Bewegung gut nachvollziehen.
- 33:44Speaker 0: Apropos Bewegungen in jedem Kurs gibt's ja auch eine fünftägige Exkursion.
- 33:47Speaker 0: Martin entweder schaut ihr euch verschiedene Biobetriebe in einer Region an oder erfahrt zu den Öko-Feldtagen.
- 33:54Speaker 0: Die finden ja nur alle zwei Jahre statt und nächstes Jahr ist es wieder soweit.
- 33:58Speaker 0: Das heißt, das Exkursionsziel steht schon fest für den nächsten Intensivkurs richtig?
- 34:03Speaker 1: Genau im nächsten Intensivekurs werden wir auf dem Bauchhof sein in Niedersachsen wo die Öko-Feldtage stattfinden.
- 34:11Speaker 1: da machen wir immer so eine Mischung aus ein paar fixen Terminen oder wir treffen uns mit verschiedenen Menschen, wo man sich vielleicht sonst nicht treffen könnte.
- 34:22Speaker 1: Wenn wir alleine unterwegs sind die die ÖKV Tage organisieren oder irgendwelche Maschinenhersteller oder sowas also wo wir sozusagen ein Stück Welt Programm organisieren aber wo dann auch immer wieder die Möglichkeit besteht mal für ein paar Stunden oder für einen halben Tag selber mal unterwegs zu sein und sich einfach mal die Branche anzugucken wird mir auch immer zurückgespiegelt verbreitet so eine gute Stimmung für den Ökolandbau.
- 34:49Speaker 1: Also da kann man es nochmal richtig aufsaugen, was der Ökelandbau für eine geile Bewegung ist!
- 34:56Speaker 1: Und drumherum, quasi um die Ökofeldtage davor und danach bauen wir dann nochmal ein paar Betriebsbesichtigungen ein oder wo mal letztes Mal auf den Ökoeldagen in Ditzingen waren.
- 35:09Speaker 1: Da haben wir da noch eine Stadtführung in Stuttgart gemacht.
- 35:12Speaker 1: also versuchen dann vielleicht auch nochmal was kleines kurzes kulturelles Einfließen zu lassen.
- 35:18Speaker 0: Na ja interessant, also schon sehr vielfältig.
- 35:21Speaker 0: Du hast ja die Betriebsbesichtigung angesprochen.
- 35:24Speaker 0: da hattest du gesagt es geht natürlich nicht nur um den Betrieb natürlich auch aber es geht auch um Ja die Menschen die dahinter stehen.
- 35:32Speaker 0: Also spricht die Betrieben leider die gute Ideen hatten oder haben oder mit gutem Beispiel vorangehen.
- 35:38Speaker 0: Warum ist euch gerade das so wichtig jetzt als Organisatoren?
- 35:42Speaker 0: Dass die Teilnehmer des Intensivkurses auch mit solchen Menschen in Kontakt kommen
- 35:47Speaker 1: Weil das einfach was ist, was einen inspiriert.
- 35:50Speaker 1: Also wenn ich so zurückdenke an meine erste Zeit im Ökolandbau dann waren es einfach prägende Menschen oder Menschen, wenn du bedenkt auf den Betrieb gekommen bist und die haben einfach erzählt und du hast den Betrieb gesehen und die leuchtenden Augen oder die schwierigen Hände und du hattest so der Eindruck, der brennt für seine Arbeit Der steht da zu hundert Prozent dahinter und der richtige Mann am richtigen Platz ist einfach inspirierend für junge Menschen.
- 36:22Speaker 1: Im Sinn von, ich habe jetzt nicht nur meine eigene Idee sondern das sind Menschen die machen unglaublich viel unterschiedliches mit ganzem Herzen und dann kann man richtig Feuer fangen.
- 36:37Speaker 0: Inletzten Endes ist das wahrscheinlich auch das wo von die Ökoland-Bewegung lebt dieses Feuer dass man anbefängt?
- 36:43Speaker 0: Genau Was ich mich in dem Zusammenhang auch gefragt habe, ihr vom Bioland investiert ja viel Zeit und Geld in so einen Kurs.
- 36:50Speaker 0: Warum macht ihr das?
- 36:51Speaker 0: Weil man muss sich ja schon fragen also wer hat denn jetzt aus eurer Sicht da noch was von?
- 36:56Speaker 0: sind es nur die jungen Menschen, die daran teilnehmen oder geht es aus eure Sicht noch darüber hinaus?
- 37:02Speaker 1: Das ist eine gute Frage!
- 37:04Speaker 1: Also in erster Linie haben natürlich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die den Kurs mitmachen oder hoffentlich dass sie am meisten davon haben.
- 37:15Speaker 1: Das wäre mein Wunsch.
- 37:16Speaker 1: Und dann ist es natürlich schon auch ein bisschen ein Vorzeigeprojekt, weil wir einfach bereit sind von Bioland aus oder jetzt vom Bildungswerk aus in junge Menschen zu investieren.
- 37:30Speaker 1: also wenn ich jetzt gerade denke wie insgesamt so die Stimmung unter jungen Menschen ist und irgendwie das Gefühl hat die Zukunft, die brutzelt es gerade weg oder andere Faktoren oder Rente und so weiter.
- 37:48Speaker 1: Und man kriegt dann einfach auch signalisiert?
- 37:50Speaker 1: Nee!
- 37:51Speaker 1: Es gibt noch Alternativen und ihr könnt da einen Kurs mitmachen, der euch hoffentlich stärkt.
- 37:55Speaker 1: für die Zukunft ist das finde ich schon ein Signal.
- 37:58Speaker 1: also wir sind ja bereit in die jungen Menschen zu investieren.
- 38:02Speaker 1: Ich denke jetzt gerade an eine Teilnehmerin zurück vom vorletzten Kurs Und die hatte schon ein Bioland-Betrieb, die stand schon mit beiden Beinen sozusagen im Berufsleben oder im Betriebswirtschafterinnen Leben drin.
- 38:18Speaker 1: Dann hat sie am Ende von einem Kurs gesagt mir ist in dem Kurs jetzt erstmal bewusst geworden wie viel Spielräume ich habe!
- 38:27Speaker 1: Ich hab immer gedacht irgendwie alles ist so vorgegeben.
- 38:30Speaker 1: und jetzt habe ich gemerkt ich kann soviel selber entscheiden Und das sind schon solche Aussagen, wenn die dann auch nach außen gemacht werden.
- 38:41Speaker 1: In Zeiten wo immer mehr Menschen das Gefühl haben andere bestimmen über mich ich habe keine Zukunft mehr.
- 38:50Speaker 1: Dann ist es schon, ich sage jetzt mal sehr intensiv kurz ein Stück weit und versprechen in die Zukunft Nein wir können was verändern.
- 38:59Speaker 1: Und wir können unser Leben selber gestalten, das hat jeder selbst in der Hand und jeden Tag kann ich freiwillig entscheiden mache ich dieses oder jenes und wenn ich dann das Gefühl habe das was sich heute macht oder was ich heute mach das passt über für mich denn kann ich das verändern.
- 39:15Speaker 1: es liegt in meiner hand
- 39:17Speaker 0: Genau, es liegt in Deiner Hand was zu verändern und letzten Endes dann also wenn man das jetzt weiter denkt ja auch ich kann die Landwirtschaft mitgestalten oder verändern wenn nicht das will.
- 39:28Speaker 0: Das steckt wahrscheinlich auch dahinter dass man eben eine oder die Zukunft der Landwirtschaft gestaltet
- 39:34Speaker 1: Genau.
- 39:34Speaker 1: Wir haben ja auch einen Tag, das ist ja auch dann Thema gesellschaftliches und politisches Engagement – wir erleben es jetzt schon -, dass eben alle Digitalnehmerinnen und Teilnehmer sich hinterher im Verband oder in den Verbänden engagieren, weil sie in dem Kurs erfahren haben Das braucht einfach, das braucht Menschen die sagen ich bin bereit mitzugestalten und ich investiere auch mit Zeit.
- 40:06Speaker 1: Und ich habe da auch Spaß dran am Netzwerken und ich hab Spaß daran wenn sich was bewegt über meinen Betrieb hinaus und da wollen wir so ein bisschen den Gefühl dafür geben dass sowas bei uns möglich ist und ermutigen geht der euren Weg.
- 40:28Speaker 0: Das ist also eines der wesentlichen Ziele des Intensivkurses höre ich so raus.
- 40:32Speaker 0: Und irgendwie macht das ja auch total Sinn, weil ich kann ja nur was bewegen wenn mir selbst klar ist wofür ich stehe und auch mit dann kann ich die Zukunft gestalten Wenn ich mir meine Rolle im Betrieb bewusst bin, wenn ich weiß wer ich bin und was ich will.
- 40:46Speaker 0: erst dann kann Ich auch Dinge wirklich verändern Also die Biobranche gestalten und weiterentwickeln mit meinen Ideen.
- 40:54Speaker 0: Zum Schluss nochmal ganz konkret Martin.
- 40:56Speaker 0: Was muss ich bezahlen, wenn ich teilnehmen will?
- 40:59Speaker 1: Also der Kurs, der kostet um tausend sechshundert Euro inklusive Mehrwertsteuer ab dem nächsten Jahr und da ist mit drin die Übernachtung oder die Über Nachtungen sowohl bei der Exkursion als auch in der Abteil im Kerschletten.
- 41:19Speaker 1: Da ist lieber Pflegung mit drin sind Kosten für die Referentinnen und Referenten mit drin, nur die An- und Abreise.
- 41:28Speaker 1: Die muss natürlich dann selber getragen
- 41:30Speaker 1: werden.".
- 41:31Speaker 0: Ja.
- 41:31Speaker 0: Und wenn ich das jetzt Patu nicht bezahlen kann weil ich aus weiß ich nicht schwierigen sozialen Verhältnissen komme gibt es da auch eine Möglichkeit?
- 41:40Speaker 1: Also da haben wir bisher immer gesagt Wenn jemand aus finanziellen Gründen den Kurs nicht mitmachen kann Dann bitte meldet uns bei uns Und dann versuchen wir da gemeinsam eine Lösung zu finden.
- 41:52Speaker 1: Also, da können wir letztendlich irgendwie keine Lösungen von der Schlange anbieten, sondern das muss dann letztendlichen davon abhängig machen wie bedürftig oder nicht bedürftige jemand ist.
- 42:02Speaker 0: Verstehe okay aber es ist ja gut dass es die Möglichkeit überhaupt gibt da ins Gespräch zu kommen.
- 42:07Speaker 0: Jetzt gibt's ja diese vier Module und jeder Kurs geht immer von Mittwochs bis Sonntags extra damit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht so viel unter der Woche in ihrem Betrieb fehlen.
- 42:18Speaker 0: Aber nehmen wir mal an, ich mache jetzt gerade eine Ausbildung zum Beispiel auf einem Betrieb oder ich bin meinetwegen im Handwerk.
- 42:24Speaker 0: Wie läuft das dann?
- 42:25Speaker 0: Gibt es da auch schon mal Probleme mit den Arbeitgebern?
- 42:30Speaker 1: Sollte es da in irgendeiner Art Probleme geben oder können wir da unterstützen, dann machen wir das auch.
- 42:37Speaker 1: aber wie haben sie auch schon erlebt dass zb ein ehemalige Teilnehmer seinem Lehrling den Kurs bezahlt hat und ihn auch für diese Tage noch mal zusätzlich sozusagen Urlaub gewährt hat.
- 42:52Speaker 1: Weil er gesagt hat, das ist ein Hoffnungsträger beziehungsweise der hat beide Lehrer bei ihm gemacht und der sagt Mensch du warst so gut ich würde dich gerne für den Intensivkurs anmelden.
- 43:04Speaker 1: also kann man es natürlich als Arbeitgeber auch sehen Du kriegst dafür frei.
- 43:09Speaker 1: Ich möchte in Dich investieren weil ich glaube Das ist gut für dich und ich möchte dich weiterentwickeln.
- 43:17Speaker 0: Verstehe, Eva wie war das bei dir?
- 43:19Speaker 0: Also dein Vater hat ja also erzählt, dass Befürworte, dass du dahin gehst oder deine Eltern wahrscheinlich beide.
- 43:26Speaker 0: War das denn so einfach?
- 43:28Speaker 0: Du warst ja schon voll integriert in den Betrieben von deinen Aufgaben.
- 43:32Speaker 0: Ja!
- 43:33Speaker 2: In der Selbstständigkeit finde ich sollte man sich immer irgendwie dem Freiraum auch rausnehmen können um was für die eigene Entwicklung zu tun.
- 43:42Speaker 2: Genau, da habe ich auch immer den Rücken freigehalten bekommen von meinen Eltern.
- 43:46Speaker 0: Gut!
- 43:47Speaker 0: Wenn ich jetzt sage okay das klingt interessant entweder für mich oder vielleicht auch für meine Tochter oder mein Sohn oder vielleicht Auch für meinen Auszubildenden kann ja sein wo kann Ich mich informieren Martin?
- 44:00Speaker 1: Also wir werden jetzt im Herbst noch vier Online-Infoabende machen am fünftzehnten Oktober zwölfter November achten Dezember und zwölfte Januar Wo wir jeweils von neunzehn Uhr dreißig bis einundzwanzig Uhr den Kurs vorstellen, wo ein Ehemaliger oder eine ehemalige auch über den Kurz berichtet und wo wir halt zündliche Rahmendaten auch vorstellen.
- 44:30Speaker 1: Und wo dann die Teilnehmerinnen vom online Infoabend die Möglichkeit haben noch Fragen zu stellen.
- 44:38Speaker 1: Und wer sich dafür interessiert, der geht einfach auf www.bioland.de slash Veranstaltungskalender und da findet er die Infos zu dem Infoabend oder genau und kann sich dann auch da anmelden.
- 45:00Speaker 0: Das können wir ja in den Show Notes auch noch mal verlinken, ne?
- 45:03Speaker 0: Den Link zu der Seite Ja
- 45:06Speaker 1: Genau.
- 45:07Speaker 1: Und dann ist es letztendlich so, wenn sich wirklich jemand dafür interessiert und er hat an diesen Infoabenden keine Zeit.
- 45:14Speaker 1: Dann kann er jederzeit mich persönlich anrufen, kriegt über die Bio-Land Homepage auch oder ein E-Mail an die Katja Gilbert, die das sozusagen als Ansprechpartnerin verlinkt ist im Veranstaltungskalender meine Telefonnummer und ich nehme mir alle Zeiten der Welt natürlich nicht aber mit dem oder diejenigen quasi zu erörtern, ob der Kurs was für einen ist oder nicht.
- 45:44Speaker 0: Super!
- 45:44Speaker 0: Das ist natürlich ein tolles Angebot und wenn ich jetzt ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer treffen will dann kann ich das auch zum Beispiel auf der Öko-Junglandwirtetagung Anfang November in Fulda machen.
- 45:55Speaker 0: richtig Martin?
- 45:55Speaker 1: Genau, das ist grundsätzlich einfach eine super Möglichkeit um sich mit Gleichgesinnten zu treffen.
- 46:04Speaker 1: Es ist eine super Ergänzung sozusagen auch zum Intensivkurs, weil wir im Intensifkurs ja auch versuchen so ein Gefühl dafür zu kriegen wie wichtig das ist für die eigene Entwicklung des Betriebes einen Netzwerk aufzubauen.
- 46:19Speaker 1: Und die Junglandwirtetagung bietet da einfach nochmal eine super Gelegenheit um junge Menschen in Ökolandbau aus ganz Deutschland, Schweiz und Österreich kennenzulernen.
- 46:30Speaker 1: Das sind immer wieder ehemalige von uns.
- 46:33Speaker 1: vom Intensivekurs kann man in die Raum reinschreiben.
- 46:37Speaker 1: Ich bräuchte jemand, der mir was über einen Intensivkurs sagt und dann melden sie sich und dann kann man darüber
- 46:43Speaker 1: reden.".
- 46:44Speaker 0: Das klingt gut!
- 46:46Speaker 0: Apropos Netzwerk Eva hast du noch zu ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern Kontakt?
- 46:50Speaker 0: Tauscht ihr euch noch aus?
- 46:52Speaker 2: Ja, also zu fünf, sechs Personen habe ich definitiv noch Kontakt.
- 46:56Speaker 2: Wir tauschen uns regelmäßig aus und telefonieren einfach inzwischen durch mal oder schreiben miteinander vor allem wenn irgendwie was mal akut anliegt oder so.
- 47:06Speaker 2: dann hat man immer ein offenes Ohr.
- 47:09Speaker 0: Gut das natürlich auch.
- 47:11Speaker 0: Das ist wahrscheinlich sehr wertvoll, dass man dann auch Menschen aus diesem Netzwerk jederzeit kontaktieren kann.
- 47:17Speaker 2: ja auf jeden Fall.
- 47:19Speaker 2: das war auch Bei der Hochzeit, wo wir uns dann mit so vielen Leuten noch mal gestroffen haben.
- 47:25Speaker 2: Das ist schon als würde man irgendwie Familie wiedersehen oder so auch wenn man sich jedes Mal wieder gesehen hat bei den Kursen.
- 47:35Speaker 2: das macht schon enorm viel mit allem.
- 47:43Speaker 0: Ich fasse das mal zusammen Der Kurs kostet Zeit
- 47:46Speaker 2: Geld
- 47:47Speaker 0: und auch einiges an Überwindung.
- 47:49Speaker 0: Das hast du ja sehr gut beschrieben, Eva, Marcin du auch.
- 47:53Speaker 0: Deshalb die Frage zum Schluss Wenn dich jetzt jemand fragt Eva Ich bin noch unsicher soll ich es machen oder lieber nicht?
- 48:01Speaker 0: Was würdest du sagen so direkt aus dem Bauchhaus
- 48:04Speaker 2: wenn man soweit schon ist und darüber nachdenkt dann sollte man definitiv damit machen weil genau dann ist man da richtig aufgehoben Weil
- 48:12Speaker 0: man dann
- 48:13Speaker 2: so zwiegespeiten ist, was möchte ich mit meiner Zukunft machen?
- 48:17Speaker 2: Wo stehe ich gerade?
- 48:18Speaker 2: Genau der Teil wird da definitiv geklärt.
- 48:24Speaker 0: Ich wollte noch eine letzte Frage stellen.
- 48:26Speaker 0: Eva an dich nochmal!
- 48:27Speaker 0: Wenn du jetzt da auch nochmal so ne Bilanz ziehst das sind ja jetzt auch einige Jahre vergangen Was hat sich für dich tatsächlich konkret geändert?
- 48:35Speaker 0: wie würdest du das beschreiben?
- 48:37Speaker 0: durch diesen Kurs oder wie hast Du Dich auch verändert?
- 48:40Speaker 2: Ich bin wesentlich selbstbewusster geworden.
- 48:44Speaker 2: Ja, ich habe da auch gelernt dass ich gut bin so wie ich bin.
- 48:50Speaker 2: was mir halt sehr viel gegeben hat und auch sehr viele Tränen war der Moment wo wir alle ein Zettel auf den Rücken geklebt bekommen haben und alles was positiv aus dem Rücken geschrieben bekommen haben.
- 49:07Speaker 2: Also da kriege ich jetzt schon wieder Gästehaut, wenn ich nur dran denke.
- 49:11Speaker 2: Weil ich hatte halt selbst Zweifel als ich da war.
- 49:14Speaker 2: Da habe ich immer gedacht, tust du wirklich das Richtige?
- 49:19Speaker 2: Machst du das auch richtig so wie du gerade denkst oder hast du gerade einen vollen Gedankenfehler und fährst dich damit voll gegen eine Wand wird man von den anderen vielleicht irgendwie belächelt.
- 49:32Speaker 2: Und die denkt eh in Teil so, in etwa.
- 49:35Speaker 2: Leider stand dann sowas drauf und wegen du bist gut wie du bist, du bist richtig stark.
- 49:40Speaker 2: auf jeden Fall sehr viele aufbauende Worte.
- 49:44Speaker 0: Sehr schön!
- 49:45Speaker 0: Hast Du den Zettel noch Eva?
- 49:47Speaker 2: Ja der müsste noch in der Schatztruhe
- 49:49Speaker 1: drin sein.
- 49:53Speaker 2: Emotionalen Sachen vom Intensivkurs reingepackt haben.
- 49:56Speaker 0: Okay, okay!
- 49:57Speaker 0: Also vielleicht zwischendurch mal rausholen und raufschauen könnte eine Idee
- 50:01Speaker 2: sein?
- 50:01Speaker 2: Ja genau, definitiv.
- 50:04Speaker 0: Schön.
- 50:05Speaker 0: dann danke ich euch für dieses Gespräch.
- 50:07Speaker 0: Ich fand es sehr schön.
- 50:08Speaker 0: auch vielen Dank für eure Offenheit und dass ihr uns da so mit auf die Reise genommen habt zum Intensif Kurs.
- 50:15Speaker 1: Vielen Dank Katja.
- 50:17Speaker 1: Mir jetzt auch sehr viel Spaß gemacht und hat mich sehr gefreut auch dich wieder zu hören Eva.
- 50:22Speaker 1: Ja, war toll.
- 50:23Speaker 2: Mir hat es auch sehr viel Spaß gemacht und war auch schön dich zu hören Martin.
- 50:28Speaker 0: Danke!
- 50:29Speaker 0: Ihr müsst euch dringend wiedersehen würde ich sagen?
- 50:31Speaker 2: Auf jeden Fall.
- 50:32Speaker 2: Ich habe jetzt noch mal so einen richtigen Flashback bekommen.
- 50:59Speaker 0: Michaela Natschke, Idee und Konzeption Inga Schneebel.
- 51:03Speaker 0: Übrigens in der nächsten Folge gehe ich für euch im Hofladen der Zukunft einkaufen und frage ob und wie hundert Prozent Selbstbedienung funktionieren kann!
- 51:14Speaker 0: Wenn ihr andere Themenideen habt dann schreibt mir gerne eine Mail an socialmediaatbioland.de.
- 51:21Speaker 0: Mein Name ist Katja Stefan.
- 51:22Speaker 0: vielen Dank fürs Zuhören und bis
- 51:24Speaker 1: zum nächsten Mal.
- 51:32Speaker 0: Bio-Praxis
- 51:34Speaker 1: Wissen,
- 51:35Speaker 0: der Podcast von Bioland.