Latest / Felix Tierwelt / #22 Warum viele Hunde beim Tierarzt falsch behandelt werden!
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- Felix Tierwelt: Also in der heutigen Folge geht's mal ⁓ ein sehr spannendes, aber auch ein sehr kontroverses Thema mit sehr interessanten Einblicken. Vor allem mit dir, Sonja, du bist ja Tierärztin. Und das Thema ist sehr, sehr tief, nämlich warum vor allem viele Hunde beim Tierarzt falsch behandelt werden. Man denkt ja immer, man wird beim Tierarzt richtig behandelt. Leider gibt's da auch viele Sachen, wo man falsch machen kann oder wo man dementsprechend das Tier wohl gefährden kann. Und das ist ein echt brisantes Thema, ... wo wir ein bisschen tiefer gehen wollen. Und ja, im Endeffekt, ... du bist ja jahrelang schon in den klassischen Praxen und Kliniken unterwegs gewesen ... ... und heute arbeitest du ja komplett anders. Wir sind jetzt gerade im Januar 2026. In dem Falle, was hast du denn überhaupt gesehen, ... dass dich das jetzt so dazu gebracht hast, ... normale System erst mal zu verlassen? Was war sozusagen dieser Wendepunkt? Sonja: Ja, erstmal lieben Dank, dass ich hier in dem Podcast sprechen darf. Ich kann mich ja mal kurz vorstellen, ich bin Sonja und ich bin 2007 mit meinem Studium der Tiermedizin fertig geworden. Also ich bin auch schon eine Weile dabei und bei mir war es so, ich habe mich auch im Vorfeld, also bevor ich überhaupt studiert habe, schon sehr mit dem Thema Heilpflanzen und auch Homöopathie beschäftigt. Das lag auch so bisschen daran, dass meine Eltern eine hatten und ich da mit den Heilpflanzen und Hightease und so im Prinzip schon groß geworden bin. Ich hatte dann eben medizinisches Interesse, Tierliebe in Kombination. Wir hatten auch früher Haustiere, Pferde, Hunde und dann hat es mich irgendwo in die Tiermedizin gezogen, aber ich habe mich tatsächlich in der Schulmedizin nie so 100 Prozent wohl gefühlt, also auch im Studium schon nicht, hatte auch nie das Ziel. da so zu 100 % reinzugehen, nur musste ich natürlich nach dem Studium erstmal Geld verdienen und somit habe ich mich anstellen lassen, erstmal in einer klassischen ländlichen Gemischpraxis, weil das hat mich gereizt, also die Kombination aus dem Rumfahren, aber auch in der Praxis arbeiten, verschiedene Tierarten zu behandeln, also ich habe früher auch Rinder behandelt und Schafe, aber auch Kleintiere, Geflügel. Und das fand ich irgendwie ganz toll, aber es hat mich dann auch sehr schnell schockiert und auch frustriert, nämlich dass dort mit diesen Tieren ja rein wirtschaftlich verfahren wird, also insbesondere mit den sogenannten Nutztieren und dass dort damals, muss man ja auch dazu sagen, sehr große Mengen an Antibiotika in erster Linie. verkauft wurden und man kann wirklich sagen verkauft wurden denn das ganze läuft so ab der betrieb hat in der regel einen vertrag mit dem betreuenden tierarzt und Natürlich wird er auch hin und wieder besucht es werden auch tiere angeguckt aber es wird auch sehr viel abgegeben ohne dass man jedes mal das tier dafür sieht und das ganze wird dann eben ins futter gemischt oder der landwirt wendet es halt selber an und da gibt es eben auch großen grau Bereich. Es gibt natürlich da auch Gesetze, aber natürlich kann man sich nicht immer 100 Prozent daran halten und da gibt es eben sehr sehr großen grau Bereich und da hatte ich schon recht schnell das Gefühl, dass ich immer so mit einem Bein im Gefängnis stehe. Ich musste natürlich die Arbeitsanweisungen ausführen, die ich von meinem Vorgesetzten, meinem damaligen Chef bekommen habe. Das waren teilweise Sachen. nicht ganz legal sind, das muss man auch dazu sagen und da habe ich dann nach ein paar Jahren wieder aufgehört und war ganz froh, dass nichts größeres passiert ist in der Zeit. Dann bin ich in die Kleintierpraxis gewechselt und habe da aber eigentlich direkt auch Erfahrungen gesammelt, dass doch recht viel über Antibiotika läuft und so hatte ich es mir einfach wirklich nicht vorgestellt. Man arbeitet natürlich auch sehr viel unter Zeitdruck. Und irgendwie bin ich dann dazu gekommen, dass ich privat tatsächlich mal einen Kuss gemacht habe. Damals ging es ⁓ Massage. Und da habe ich so gemerkt, ich kann irgendwie total gut mit meinen Händen arbeiten. Und irgendwie liegt mir das. Und dann habe ich mich ja jetzt eben komplett auf Osteopathie und Akupunktur spezialisiert und habe auch echt das große Glück. seit ein paar Jahren, also seit ungefähr sieben Jahren, ausschließlich davon leben zu können. Also es ist ja auch nicht immer so, dass man eine Praxis eröffnet und man kann direkt davon leben. Also ich habe es auch einige Jahre parallel fahren lassen, da ich schon meine eigene Praxis hatte, aber immer noch für eine Tierklinik gearbeitet habe. Also bis ich das so aufgebaut hatte, dass ich jetzt sozusagen von meiner Praxis leben kann. Ist jetzt so. Die letzten 20 Jahre in zwei Minuten. Felix Tierwelt: Aber finde ich gut, dass du das im großen Einblick auch gibst, weil im Endeffekt merkt man ja auch, du hast sehr, viel Erfahrung. Darum geht es ja auch hier in einem Podcast, ⁓ Mehrwert rauszuhauen, deine Geschichte auch rauszuhauen, was du erlebt hast, aber auch Tipps und so was. Und alle, gerade zuschauen, egal auf welcher Plattform, egal ob YouTube, Spotify und sonst was, hinterlasst gerne mal einen Kommentar oder wenn ihr eine Frage habt oder sonst was. Wir versuchen da alles zu beantworten. Weil dieses Thema sehr, sehr umfangreich ist, aber halt auch vieles passiert, was man gar nicht so als Hundelbesitz in dem Falle mitbekommt. Und das finde ich echt spannend, vor allem weil du gesagt hast, dass ja eigentlich in dem Falle dein Elternhaus Apotheker sind. Und du sozusagen in diese Stiefel gar nicht reingerutscht bist, sondern eher so in die Tiermedizin und jetzt dementsprechend auch, ich sag mal, klassischen System ein bisschen in Rücken gekehrt hast, auch in Bezug auf Antibiotika, finde ich hochspannend. Darauf gehen wir noch näher, darauf einnach. Warum wolltest du denn überhaupt Tierärztin werden? Gab's da irgendwo so einen brennenden Punkt, wo du sagst, das war der Punkt? War es überhaupt geplant oder war das so ein Zufall? Sonja: Ich gehöre tatsächlich zu den Leuten, nie einen anderen Berufswunsch hatten. Weil ich einfach, ich bin mit Tieren irgendwie aufgewachsen. mit eigenen Haustieren, auch aus der Nachbarschaft. Und hatte schon immer diesen Wunsch, Tierärztin zu werden. Ich hab mich auch schon immer so für medizinische Dinge interessiert. Hab mich auch schon immer so für Anatomie interessiert. Ich weiß auch noch, wie ich mit einem damaligen... Schulfreund, da haben wir im Wald einen skeletierten Vogel gefunden. Das fand ich früher schon total interessant, mir die Knochen anzugucken. Ich glaube, das ist wirklich so eine Mischung aus Tierliebe. Aber ich habe auch so ein Interesse oder so eine Wissbegierde für die Anatomie und für die Vorgänge in der Zelle. Also für Biologie. Das ist immer mein Ding schon gewesen. Felix Tierwelt: Also das schon krass auf jeden Fall, weil bei manchen passiert es per Zufall, bei dir war es schon so eigentlich innerlich vorgegeben, so blöd ausgesprochen. Sonja: Ich kann mich wirklich nicht entsinnen, dass ich jemals einen anderen Berufswunsch hatte. Also schon seit ich fünf oder vier bin, wo dann die ersten Leute fragen, was willst du denn mal werden? Willst du bei Papa in die Apotheke gehen? Oder so. hab ich immer schon gesagt, nee, will die letzten Jahre. Felix Tierwelt: Aber es ist cool, weil im Endeffekt hast du ja, es klingt immer doof, wenn ich das sage, irgendwo deine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Und das ist so der Aspekt dabei, weil du machst das ganz anders mit Herz und mit vollem Verstand, also vollem Verstand eigentlich schon. Du weißt, was ich meine, oder ich glaube, jeder weiß, was ich meine. Manchmal habe ich einfach Scheiße hier, aber egal. Im Endeffekt geht es darum, du machst das aus einem ganz anderen Grund, indirekt von dir selbst, dem Herz, aus dem Verstand heraus, aus Sonja: EW Felix Tierwelt: Ich würde sagen, ist eine große Leidenschaft und das ist der Punkt, ⁓ das jetzt mal abzukürzen hier. Du hast es vorhin schon bisschen teilweise angesprochen, dass du manche Sachen machen musstest aufgrund von deinem Chef, was illegal ist und sonstiges. Wie würde ich das jetzt in dem Fall am schlausten formulieren? Was war denn jetzt oder wann hast du denn überhaupt gemerkt, dass diese klassische Medizin nicht dein Weg ist? War das jetzt aufgrund von dem Antibiotikum? War das der Vorfall mit deinem Chef oder was war der Vorfall gewesen oder dieser Moment? Sonja: Ja, das waren so viele, viele kleine Momente, würde ich sagen. Ich hab's auch an eigenen Tieren gemerkt. Also ich hatte mal ein Pferd, das ist mittlerweile verstorben, das ist aber auch jetzt schon eben über 20 Jahre her. das hatte eine Larmheit und ich hab x-fach da die Tierärzte kommen lassen. Ich war in der Klinik, es hat viel Geld gekostet. Am Ende hat es alles irgendwie überhaupt nichts gebracht und ich habe mich dann selber belesen und habe das wirklich mit Heiflanzen behandelt und die Larmheit ist weggegangen. Und das ist ja auch die Erfahrung, was mir viele Patientenbesitzer schildern oder auch diese Frustration, die die spüren, dass sie Tierärzte aufsuchen oder Kliniken aufsuchen. irgendwie in dem Vertrauen, dass ihnen geholfen wird, dass es viel Geld kostet und das am Ende aber nicht den Erfolg bringt. solche Erfahrungen habe ich halt am eigenen Leib, also an eigenen Tieren erfahren, als ich selber eben noch nicht abgeschlossen hatte mein Studium, als ich noch Studentin war davor auch oder ich sage mal, auch wenn man jetzt ein Studium abgeschlossen hat. bedeutet das ja auch nicht, dass man in allen Bereichen gleich arbeitet. Zum Beispiel, ich habe ja am Anfang eher landwirtschaftliche Nutztiere, ich muss immer Nutztiere in Anführungszeichen sagen, behandelt und habe zum Beispiel keine Pferdepraxis gemacht und habe dann nochmal jemand angerufen für mein eigenes Pferd, weil man möchte ja auch das alles irgendwie bestmöglich machen und habe dann aber eher Frustration erfahren. Und eben diese ganzen eigenen Erlebnisse, Aber auch die Erlebnisse, ich in den Praxen hatte, für die ich gearbeitet habe. Ich habe ja für verschiedene Praxen gearbeitet und ich finde, das ist ein System. ist zum einen erfährt man da nicht so besonders hohe Wertschätzung als Mitarbeiter in vielen Bereichen. Ich habe aber auch den Eindruck, dass für die einzelnen Tiere oder für die Patienten wenig Zeit da ist und Das Ziel ist dann so ein bisschen nach, man nennt es ja die sogenannte Hausmeinung oder Praxisphilosophie. Und wenn halt der Vorgesetzte dann sagt, hier bei Durchfall spritzen wir Antibiotikum, dann spritzt man halt bei Durchfall Antibiotikum, weil es ist halt die Praxismeinung. Wenn man das nicht macht, kriegt man Ärger vom Chef, wenn man das hinterfragt oder so. Also wenn man jetzt hergeht und sagt, warum gehen wir nicht erstmal ein bisschen Diät, gekocht oder wie auch immer oder... Lassen den Hut mal Tag fasten oder machen irgendwie andere Vorschläge. Damit ist halt kein Geld zu verdienen. Das wird einem auch knallhart so gesagt. Das wurde mir auch knallhart so gesagt. Du musst hier deine drei Injektionen setzen, sonst können wir deinen Gehalt nicht zahlen. Und das waren eben auch so Arbeitsanweisungen. Bitte bei jedem Patienten gibst du zwei bis drei Injektionen, egal was du spritzt. Das wurde auch genauso formuliert, spritzt du irgendwas, Vitamine, ist völlig egal, Hauptsache du gibst deine drei Spritzen, weil wir müssen das hier abrechnen können, sonst lohnt sich diese Praxis nicht und dann kannst du hier auch nicht mehr arbeiten. Und das sind so Dinge und das dann hinterfragt man ja schon einiges, weil ich bin wirklich mit einem ganz ganz hohen Idealismus an dieses Studium gegangen, an diese Arbeit gegangen und ich wurde eigentlich total desillusioniert und Es gab auch einen Punkt, da wollte ich gar nicht mehr als Tierstin arbeiten. Da habe ich schon überlegt, ob ich vielleicht so in Richtung tiergestützte Therapie gehe, weil ich irgendwie dachte, da ist es vielleicht ein schönerer Umgang mit dem Tier. Weil das war mir ja auch sehr wichtig. Also ich wollte ja auch mit Tieren arbeiten und zum Wohle von Mensch und Tier arbeiten. Und ich habe das nicht mehr gespürt, dass ich zum Wohle von irgendwem noch arbeite. Und das waren eben diese Momente, wo ich das dann eben doch massiv hinterfragt habe, also wirklich bis zu diesen Grundfesten der Berufswahl hinterfragt Felix Tierwelt: Ja, das ist schon krass. allem diese Einblicke, die du gibst, im Endeffekt klar, es ist halt irgendwo auch monetär gestützt. Also es geht ja darum, irgendwo Geld zu verdienen. Und das ist auch der Punkt, da gehen wir nachher mal drauf ein. Ich will nur das noch dazu erwähnen für alle, die gerade zuschauen und zuhören. Dieses Schwarz-Weiß-Denken brauchen wir hier nicht. Tierärzte sind scheiße oder geh niemals mit deinem Hund zum Tierarzt, das ist quatschig. Sonja: Ja, das ist doch richtig krass. Felix Tierwelt: Es geht hier auch bei dem Podcast darum, mal Einblicke zu geben, was passiert hinter den Kulissen, aber das muss ja nicht überall so sein. Wir wollen auch nachher nochmal das ein bisschen drauf aufgreifen. Was macht eigentlich ein guter Tierarzt aus oder wie findet man das oder wie kann man dich zum Beispiel Sonja kontaktieren oder, oder, dass man wirklich weiß, wie findet man das Passende für sich, für den eigenen Vierbeiner auch, weil ich bin immer der Fan davon, nicht überall ist es schlecht. Man muss nur... Sonja: Nee. Und dann ein... Felix Tierwelt: diese schwarzen Schafe umgehen, aber auch einfach dieses Wissen haben, was passiert hinter den Kulissen. Das ist ganz, ganz wichtig. Und da wollte ich dich mal fragen, hast von was erwähnt mit Massage. Nämlich, bevor wir jetzt richtig in die Tiefe gehen mit den ganzen Praxen, mit den Kliniken, nämlich dein Wendepunkt in Bezug auf Osteopathie und Akupunktur. Du hast gesagt, irgendwie das war eine Massage oder was war dieser Moment, dieser Wendepunkt, dass du gesagt hast, komm, scheiß drauf, ich mach jetzt ein neues Kapitel auf bei mir. Sonja: Ja, hatte mich ja vorher schon mit diesen Heilpflanzen und so beschäftigt, privat. Da hatte ich aber nie so den Dreh gefunden, das jetzt so aufzuziehen, dass ich mir vorstellen konnte, dass ich davon jetzt lebe oder so. Und dann habe ich halt privat mit meinem damaligen Freund einen Massagekurs besucht, also Rücken und was weiß ich so. Und da hab ich irgendwie festgestellt, ich mag das total gerne, irgendwie mit meinen Händen zu arbeiten und ich kann auch total gut fühlen, wenn irgendwo Verspannungen sind oder Bewegungsrestriktionen und so. Und dann wurde zufällig ein paar Wochen später eine Osteopathieausbildung für Tierärzte bei mir in der Nähe angeboten. Und dann hab ich gedacht, okay, das soll wohl so sein, da werde ich mich jetzt anmelden. Und dann habe ich diese Ausbildung gemacht. Und danach auch direkt die ersten Tiere behandelt. Und da hatte ich eben sehr positive Rückmeldungen von den Leuten, dass sie sagten, Mensch, das Tier kann viel besser laufen und dem hat es total gut getan. Und dann habe ich das Ganze halt weiterverfolgt. Und zur Akkupunktur bin ich tatsächlich dann gekommen, weil ich selber einen Hörsturz hatte. Vermutlich den Stress bei meiner Dame. Also habe ich in einer Tierklinik gearbeitet, auch relativ viele Nachtdienste gehabt, wie es halt so ist. Und dann hatte ich einen Hörsturz mit Ohrensausen, also mit Tinnitus. Und dann habe ich erst mal eine Infusionstherapie gemacht, wie das halt allgemein so empfohlen wird. Aber es ging nicht weg. Also dieses Ohrensausen ging nicht weg. Und ich war noch nicht mal 30 damals. Ich war irgendwie Ende 20 und habe gedacht, ich kann jetzt nicht den Rest meines Lebens mit diesen Ohrgeräuschen leben. Das ist furchtbar. Und dann meinte irgendjemand, ich weiß gar nicht mehr wer, glaube eine ehemalige Arbeitskollegin, so sie hätte mal gehört, würde Akupunktur vielleicht helfen. Und dann habe ich halt gegoogelt, welcher Arzt macht sowas, habe ja auch jemand gefunden und bin da ein paar mal hin und sehe da, diese Urgeräusche sind wirklich ⁓ ein Vielfaches abgenommen. Ich würde sagen, jetzt habe ich wirklich so irgendwie dreimal im Monat, wenn ich echt einen stressigen Tag habe, dann habe ich das noch, aber den Rest der Zeit habe ich das nicht mehr. Und das habe ich halt der Akupunktur wirklich zu verdanken, also am eigenen Körper gespürt. Und dann dachte ich, das ist so toll, das hat mich so beeindruckt, ich möchte das für Tiere auch können. Weil ich möchte auch den Tieren damit helfen können, wo es mir so sehr geholfen hat. Und dann habe ich halt noch Akupunktur gelernt. Felix Tierwelt: Krass. Sonja: Ich musste damals immer nach Spanien fliegen, ⁓ Akupunktur zu lernen. Aber es war auch total gut, weil hier wurde nichts angeboten. Also in der Nähe, was auch mit meinem damaligen Dienstplan übereingepasst hätte. Und dann habe ich Akupunktur in Spanien gelernt. Das war auch irgendwie richtig cool. Felix Tierwelt: ist aber auch irgendwo verrückt, dass es hier in Deutschland nicht gepasst hat und du sozusagen rüber gechattet bist nach Spanien. Sonja: Ja, das war ganz toll. Ich hab dabei ganz tollen Leuten gewohnt mit Airbnb und die hatten auch Galgos und Pudenkus und das war eine ganz tolle Zeit. Felix Tierwelt: ist eine schöne Geschichte, die du gerade erzählt hast, weil du bisher per Zufall da reingerutscht. Einerseits wegen der Massage, weil du dann selber gemerkt hast, ey, irgendwo... Sonja: Eigentlich alles über eigene Erfahrung. nicht weil irgendjemand hergegangen ist und hat, mach das oder damit kann man Geld verdienen, sondern ich hab eigentlich alles immer irgendwie, hat es mich so gelenkt über eigene Erfahrung. Felix Tierwelt: Das ist das Schöne, weil im Endeffekt meistens kommt, ich nenne es immer Schicksal, man kann es nennen, wie man möchte, irgendwo kommt das Leben und es leitet dich. ist dieser Plan, im Endeffekt, wenn man so nennt, den du früher hattest schon im Kopf, du willst Tierärztin werden, hat sich damit ein bisschen verändert. Und das hättest du vielleicht gar nicht damals gedacht, dass du in die Richtung Osteopathie oder Arcomptoage ist. Und das finde ich so hoch spannend, weil du halt zu viel erlebt hast. Jetzt haben wir das Kapitel schon mal bisschen erlebt. Da werden wir nachher noch mal drauf eingehen, was man da machen kann, für wen das gut ist, bla, Jetzt zu dem wirklich spannenden Thema. In dem Falle das, was du erfahren durftest oder musstest, in Form von den Praxen. Wie läuft das denn überhaupt wirklich ab in den ganzen vielen Praxen oder Kliniken? Was gibt es da Gutes, was gibt es da so nicht so Dolles? Kannst da was preisgeben? Sonja: Ja klar, auf jeden Fall. Also ich möchte jetzt auch nochmal vorwegschieben, dass mittlerweile ja in Deutschland sehr, viele Praxen und Kliniken verkauft wurden und jetzt von so Investoren oder größeren Firmen betrieben werden und das hat nochmal das ganze Bild massiv verändert und was du ja vorhin sagtest, Es gibt gute, es gibt schlechte, natürlich gibt es gute und schlechte. Ich will jetzt auch nicht alles pauschalisieren oder meinen Berufsstand schlecht dastehen lassen. Das möchte ich wirklich auf gar keinen Fall. Man sagt ja auch immer, eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Aber leider habe ich eben auch nicht so schöne Erfahrungen gemacht. Das, ich jetzt erzähle, hat alles stattgefunden in inhabergeführten Firmen. Also nicht in den Ketten, das muss ich auch dazu sagen. Die Ketten haben ja immer keinen guten Ruf, weil man sagt, ja, da gibt es wahrscheinlich auch so interne Absprachen hinter den Kulissen, dass nur bestimmte Sachen verkauft werden oder dass immer bestimmte Behandlungen gemacht werden. Was ich aber, das kann wirklich so sein, das habe ich selber nicht erlebt, weil ich nicht in denen gearbeitet habe. das wird erzählt. Was aber, glaube ich, von den Ketten ganz gut gemanagt wird, ist die Art, wie sie mit ihren Mitarbeitern umgehen, weil sie da eben auch gewisse Standards haben und weil da zum Beispiel auch, glaube ich, ein Schichtdienstsystem läuft, dass man wirklich da auch gewisse Begrenzung der Arbeitszeit hat. Das hat man ja sonst nicht in den Praxen. Also in den Praxen arbeitet man wirklich so lange bis der letzte gegangen ist, es sei denn, das ist jetzt eine sehr moderne Praxis, die eine sehr moderne Arbeitszeitgestaltung hat und in vielen ländlichen Praxen ist es auch üblich, wenn du Nachtdienst gemacht hast, arbeitest du nächsten Tag trotzdem. Also egal was los war, manchmal hat man geschlafen, manchmal hat man nicht geschlafen, weil die, also die... Mitarbeiterkapazität reicht in der Regel nicht aus, das aufzufangen. Und was ich in den Praxen und Kliniken eben erlebt habe, dass ja, wie soll ich sagen, dass alle wirklich am Anschlag sind. Also alle sind irgendwie überarbeitet, alle sind übermüdet und haben trotzdem natürlich einen vollen Tag. Und so versucht man wirklich in der Regel, möglichst, wie soll ich sagen, schnelle Lösung zu finden für die Probleme, weil der Zettel ist meistens sehr voll, den man hat. Also fehlt so ein kleines bisschen die Zeit, sich die Patienten genauer anzugucken oder sich überhaupt auch mal anzuhören. Was hat der Tierhalter denn zu sagen? Was hat er denn an Erfahrung gemacht? Was füttert der dem Tier? Aber wirklich im Detail, also nicht irgendwie so Dose oder Trockenfutter, sondern wirklich, was ist denn da drin? Wie bewegt er sein Tier? Wie läuft das Tier? Das ist jetzt ja auch sehr interessant, weil jetzt gucke ich mir zum Beispiel mal sehr intensiv an, wie läuft denn das Tier? Aber in der Praxis läuft es in der Regel so ab, das Tier kommt rein, das kommt auf den Tisch. Dann tastet man einmal irgendwie ab, heucht ab, guckt ins Maul, guckt ins Ohr. Und wenn man da nicht zündet, wird geröntgt oder Blut genommen oder Ultraschall oder MLT oder sonst was gemacht. Aber keiner guckt ja mal, wie läuft das Tier. Aber da fehlt auch einfach die Zeit. Das Wartezimmer ist knackvoll. Die Leute sind dann auch angespannt. Die machen sich alle Sorgen ⁓ ihre Tiere. Und dann ist eben so eine stressige Atmosphäre. Die Tiere sind gestresst. Ich sag mal, das ist Alles in allem ist es toxisch. Das ist ein toxisches Umfeld. klar, dann wird natürlich da auch mal schnell, ich sag mal, aus der Hüfte was verschrieben, ohne dass man vielleicht eine richtige Diagnose stellt. Oder das Tier macht das gar nicht so mit, dass man das vernünftig untersuchen kann, weil das ist so gestresst. Aber natürlich muss man trotzdem irgendwie gleich den nächsten schon dran nehmen. Was macht man? Also man sagt, gut, jetzt geben wir erst mal zwei, drei Spritzen und gucken, wird es besser, wird es nicht besser, sonst melden sie sich halt wieder. Und dann kommt das nächste Tier dran. Und da habe ich gesagt, so möchte ich einfach gar nicht mehr arbeiten. Und ich habe mich jetzt auch einfach ganz anders organisiert. Also bei mir sitzen nicht 10 Tiere im Wartezimmer oder so, sondern es kommt immer ein Tier nach dem anderen. Und das hat auch wirklich dann meine volle Aufmerksamkeit. Ich gehe nebenbei nicht ans Telefon oder so, das regle ich alles anders und dann wird eben wirklich genau hingeschaut und auch gerade weil du machst ja auch viel mit Ernährung, da wird ja oft auch nicht genau nachgefragt, was frisst das Tier, dann sagen die ja ich füttere Futter XY. Ja gut, aber häufig wird dann noch nebenbei gefüttert und dann gibt noch der Nachbar irgendwas und die Oma und so. Und das sind dann vielleicht auch wieder Sachen, die das Tier nicht verträgt. Also man kommt auch nie so richtig zur Wahrheit. Es ist sowieso schwer zur Wahrheit einer Sache zu kommen, weil ja viele Leute einem auch vielleicht im ersten Gespräch das gar nicht erzählen, dass sie noch nebenbei dies, das, jenes geben. Das erzählen sie dann erst, wenn sie bisschen Vertrauen gefasst haben und Ja, und ich bin der Meinung, dass man das in dem Setting, in diesem etwas stressigen Setting der größeren Praxen und Kliniken nicht erfassen kann, nicht abdecken kann. Nichtsdestotrotz sind Kliniken Gold wert für Notfälle, weil Notfälle könnte ich jetzt nicht abdecken. Und ich denke, Notfälle sind da auch gut versorgt, weil ja eine Not-OP machen, das kann jetzt auch nicht jeder überhaupt die Kapazitäten und die Geräte und das alles bereitstellen. Dafür ist das wirklich super. Aber ich sag mal so für die chronischen Fälle, das geht da einfach unter. Das ist so meine Meinung. Felix Tierwelt: Ich versteh dich schon. Im Endeffekt muss man das auch sagen. Es hat sich, glaube ich, auch die letzten 20, 30 Jahre sehr viel verändert. dem Falle, wie du gesagt hast, Leute oder Firmen diese ganzen Tierpraxen oder Tierkliniken teilweise aufkaufen. Und man muss halt auch leider dazu sagen, ich habe mich ja sehr viel damit befasst und sehr viel geworscht, dass halt auch viele Großkonzerne da reingehen, wo die ja selbst Futter vertreiben. Sonja: Ja, absolut. Felix Tierwelt: Gleichzeitig kaufen sie die Praxen auf und sie so einbringen und im Endeffekt haben sie beides. Die haben die Medizin, also die Apotheke gleichzeitig auch mit dabei und gleichzeitig auch noch die Ernährung. alles in einem Korb und meistens so geschult, dass sich halt alles schön dreht. Und das finde ich schon ziemlich krass, wie sich das alles geändert hat. Und ich glaube, du hast im Endeffekt schon meine nächste Frage, die ich stellen wollte, eigentlich schon beantwortet, nämlich ... Sonja: Genau. Felix Tierwelt: Meine Frage war gewesen, warum werden jetzt eigentlich so oft Medikamente oder andere Sachen einfach so schnell mal gegeben, ohne wirklich klare Diagnosen zu haben? Liegt das unter diesem Zeitstress oder woran liegt das aus deiner Erfahrung heraus? Sonja: Ja, da habe ich, will ich mal so ein Beispiel geben. Wenn du zum Beispiel jetzt einen Hund nimmst, der eine Bindehautentzündung hat, da lernt man an der Uni, dass man natürlich erstmal das Auge anschaut und dass man dann einen Abstrich nimmt. Und diesen Abstrich schickt man ins Labor und das Labor guckt dann, sind da Bakterien drin, wenn ja welche? wenn Bakterien eben nachweisbar sind, welches Antibiotikum wäre überhaupt wirksam, weil es gibt ja auch Resistenzen und dann würde man ja das Ergebnis zurückbekommen und könnte dann zum Beispiel verschreiben, wenn man Bakterien gefunden hat, würde man halt ein wirksames Antibiotikum als Augensalbe verschreiben, wenn keine Bakterien gefunden wurden, ist es ja vielleicht was Allergisches oder durch Pollen oder Staub, dann würde man vielleicht was Pflegendes verschreiben, so und Wenn ich jetzt aber in der Praxis stehe, dann wird dieser Weg abgekürzt, weil diese paar Tage Labor, das macht keiner mehr, weil der Kunde möchte ja auch direkt rausgehen und schon was haben für so Hund. Also man guckt ins Auge, naja, das ist wahrscheinlich das und das. Hier ist die Augensalbe. Wenn es nicht besser wird, melden sie sich wieder. Und schon hat man wieder ein Antibiotikum verschrieben. Und das ist einmal dieses, ich sag mal, wo man auch mit einem, wenn man, ich sag mal, ansonsten wirklich ein guter Tierarzt ist, gute Arbeit machen möchte, aber wo man einfach in der Praxis so ein bisschen dazu gedrängt wird, da irgendwie doch so eine schnelle Lösung zu finden, weil man es natürlich auch seinem Kunden so ein bisschen recht machen möchte. Und dann gibt es natürlich aber auch die die vielleicht vorsätzlich sagen, hier über Medikamentenverkauf lässt sich natürlich auch viel Geld verdienen und die gibt es wahrscheinlich auch, aber klar, Fakt ist, dass in der Praxis relativ viel Antibiotikum eingesetzt wird, auch ohne einen Nachweis zu führen, dass es sich wirklich ⁓ eine bakterielle Infektion handelt und nur da wäre es ja sinnvoll. Und man kann natürlich dann auch theoretisch noch mal hinterfragen, warum kriegt dieses Tier überhaupt diese bakterielle Infektion und was ist mit dem Immunsystem? Das wäre ja wieder so bisschen ganzheitlicher, aber in der Praxis sagt man im Prinzip, da sind eventuell Bakterien und ich brauch was dagegen, also Antibiotika. Ich sag immer, es so eine Anti-Medizin. Und wenn man zum Beispiel Viren vermutet, da sagen dann ja viele, ja es könnten ja auch noch Bakterien sekundär kommen, dann geben wir auch Antibiotika, damit die dann ja nicht sich noch draufsetzen, Stichwort bakterielle Sekundärinfektion. Ich sag mal, in der Praxis gibt es oft irgendwie nur drei Krankheiten. 1. Mangel an Antibiotika 2. ist irgendwie Mangel an Antiparasitika und 3. ist irgendwie Mangel an dem Medikament zur Einschläferung in Anführungszeichen. Das ist jetzt ein bisschen fies, aber was ich damit sagen möchte, es wird oft nicht richtig diagnostiziert, was ist überhaupt los, sondern es wird direkt schnell geschossen. Felix Tierwelt: Ja. Sonja: Und schon sind die Spritzen drin, das sagen mir auch häufig so Patienten, die konnten gar nicht so schnell gucken und sie wollten das auch gar nicht. Es wurde auch nicht erklärt, sondern es wurde direkt gegeben. dann wurden sie im Nachgang irgendwie stand auf der Rechnung, dass es ein Antibiotikum war. Ab diesem Jahr muss es ja jetzt auch noch genauer dokumentiert werden in der Kleintierpraxis. ist ja so ein neues Gesetz. rausgekommen. jetzt relativ neu. Ich bin auch gespannt, wie das dann in der Praxis umgesetzt wird. Mich trifft es ja zum Glück nicht, weil ich wende im Prinzip ja keine Medikamente an. Aber wie dann die Praxen damit umgehen, bin ich auch mal sehr gespannt. Felix Tierwelt: Also ich verstehe schon, es kann teilweise natürlich sein mit dem ganzen Thema mit Antibiotikum und Co., dass man es nicht schuldmaßen aber teilweise vielleicht auch das hier hinterhersteckt. Aber auch dementsprechend der Stress, der zeitliche Faktor. Ich habe ja auch mit dem Dr. Stefan Knob auch eine Folge gedreht, Podcastfolge. Der hat ja eine große Tierklinik mal gehabt, jetzt hat er das alles reduziert, weil es halt dieses ... diesen Fachkräftemangel halt auch gibt. Und das ist schon so eine Thematik, wo ich halt nur sagen kann, jeder der gerade zuschaut und zuhört, bitte tut das nicht einfach so einstufen, schwarz und weiß, sondern ich glaube wir haben das relativ gut beschrieben, sucht euch eine Praxis oder einen Tierarzt raus, wo man weiß, der geht die extra Meile. Der macht nicht schnell, schnell, schnell, sondern Wenn halt wirklich was mit der Bindehaut ist oder andere Fälle, dass man halt wirklich sagt, komm wir machen erstmal einen Abstrich, wir gucken das, wir gucken auch das. Jemand der sich Zeit nimmt, der das wirklich vernünftig erklärt. Nicht dieses, wischi waschi schnell schnell schnell, dazu habe ich auch mal ein Video gemacht hier auf YouTube. Das ist glaube ich das Thema, was wir mitgeben können. Das macht ein guter Tierarzt aus, der sich halt wirklich die Zeit nimmt. Nicht ein direkt was aufschwatzen möchte, sondern wirklich sagt, mal, so und so sieht es aus. Lass uns doch erstmal noch mal einen Test machen, ⁓ wirklich sicher zu gehen, bevor wir irgendwas angehen. Sonja: Vielen Felix Tierwelt: Weil das ist ja auch häufig die Ursache, dass halt meistens solche schnellen Sachen mit Antibiotikum und Co. auch Folgen haben können. Oder was ist denn deine Meinung dazu? Wenn da immer wieder, sehr häufig, immer wieder Antibiotikum gegeben wird, was macht das eigentlich mit den Tieren dann langfristig? Sonja: Gut. Ja, also das fördert natürlich die Bildung von Resistenzen. Das ist ja auch ein ganz großes Thema, deshalb soll es jetzt ja auch erstmal eingeschränkt und besser dokumentiert werden. Weil du kannst es dir ja so vorstellen, du hast viele, viele, viele, Bakterien und dann hast du ja Wirkstoffe, die sind bakterio-statisch oder bakteriozid, also einmal hemmen sie es einfach nur und einmal töten sie die Bakterien. Aber sie werden nicht immer alle erwischen. Und die, die die Kapazität, also die die Fähigkeit haben, gegen trotz des Antibiotikums weiterzuleben, die haben dann, wenn du es nachher abgesetzt hast, natürlich einen riesen Vorteil, weil sie haben mehr Lebensraum. Weil die, die nicht diese Fähigkeit hatten, die sind ja abgetötet. Und die vermehren sich dann. Und das ist ja die Entstehung einer Resistenz. Deshalb soll man ja auch wenn man es zum beispiel einsetzt es wirklich so lange geben wie es verschrieben wurde ⁓ eben das zu vermeiden dass es immer bakterien gibt die es dann doch überleben und wenn man es halt häufig und unkritisch einsetzt und dann vielleicht noch so kurz nur also zwei spritzen und eben nicht über eine woche oder so dann hat man wirklich nachher diese ganzen resistenten keime und ich sage ja auch ich bin ja nicht so kritisch, weil ich komplett gegen Schulmedizin bin, sondern eher, weil ich denke, wir haben so eine hohe Verantwortung, mit diesen Wirkstoffen umzugehen, weil für wirklich schwere Infektionen wollen wir ja vielleicht auch noch in 20 Jahren wirksame Medikamente haben. Und es werden ja auch eigentlich zu wenig neue Wirkstoffe entwickelt. weil es eben sehr teuer ist, neue Wirkstoffe zu entwickeln und weil ja die neuen Wirkstoffe oft erstmal in Reserve sind, das heißt, man verdient mit ihnen auch erstmal gar kein Geld. Die Entwicklung kostet, aber man verkauft sie ja noch nicht und daher gibt es immer weniger Neuentwicklungen. Und wir haben ja jetzt schon Situationen, dass wir auch in der Humanmedizin Menschen in Krankenhäusern liegen haben, die sterben an Bakterieinfektionen, weil kein Antibiotikum mehr wirksam ist. Und ja, deshalb, ich denke, das gilt es natürlich zu vermeiden, natürlich auch bei unseren Tieren. Klar, wenn ich Antibiotikum gebe, man macht sich die Darmflora natürlich erstmal kurzfristig kaputt. Die ganze Hautflora, man ist danach empfindlicher für Pilzinfektionen. weil das ja auch wieder so ein Wettstreit ist, wenn jetzt die Bakterien, also wir haben ja Bakterien auf der Haut, wir haben Bakterien im Darm, überall haben wir unsere körpereigene Flora, die uns nicht krank macht. Wenn ich die aber schädige, dann wird da auch wieder ein Lebensraum frei, das können dann andere besiedeln, die nicht so guten oder eben die Pilze und deshalb hat man ja auch oft nach einer Antibiotika-Gabe dann Pilzinfektionen und man kommt in so einen Teufelskreis von den vielen Medikamentengaben. Weil viele Medikamente dann eben Nebenwirkungen haben, jetzt, ich sag mal, von Antibiotika abgesehen. Ich erlebe es ja häufig, weil ich hab viel mit Erkrankungen des Bewegungsapparates zu tun, dass dann Schmerzmittel direkt gegeben werden, anstatt vielleicht mal zu gucken, was hat das Tier oder hat das jetzt eine Blockade oder kann ich da vielleicht auch noch anders vorgehen oder kann ich die Muskeln stärken. Aber es wird sofort Schmerzmittel. Ja, und was sind die Folgen? Gastritis, Verdauungsstörungen. Nierenprobleme. Jedes Medikament kann Nebenwirkungen haben. Kurz- oder langfristig. Und deshalb, finde ich, sollten wir immer schauen, dass wir da verantwortungsvoll mit umgehen und es nur dann einsetzen, wenn es wirklich notwendig ist. Und ich bin auch natürlich glücklich, dass es die Schulmedizin gibt. Für Notfälle, für schwere Allgemeinerkrankungen, für Infektionen, da braucht man es manchmal. Aber häufig wäre es eigentlich nicht notwendig gewesen und man setzt es trotzdem ein. Und das ist das Problem, wie ich finde. Auch diese ganzen Wurmkuren, die andauernd gegeben werden, ohne dass man guckt, ob überhaupt Würmer da sind. Felix Tierwelt: Mhm, weißt du. Das Thema hatte ich nämlich erst letztes Das ist Wahnsinn, dass das aus dem Bauchgefühl gemacht wird. Ich glaube, man kann das gut abschließen, Thema, dass man sagt, weniger ist mehr oder bewusst damit umzugehen. Nicht direkt alles reinzustopfen in den Hund. Klar, man kriegt halt dementsprechend das Antibiotikum mit. Oder weiß Gott was. Dass man erst mal das hinterfragt. Braucht das mein Firmen jetzt wirklich? Ich hatte das mit dem Stefan Knob auch ganz gut. Sonja: Ja! Felix Tierwelt: dass man auch wirklich sagt, gib dem Vierbeiner doch ein bisschen Geduld. Auch manche Leute rennen ja direkt bei Durchfall zum Hund, äh Tierarzt herum. Und der Punkt ist, klar der Tierarzt kann jetzt auch erstmal nicht so viel machen, aber man sollte dem Ganzen bisschen Zeit geben, bisschen beobachten, vielleicht das auch niederschreiben oder Fotos machen, so dämlich wie es klingt. Aber das will ich da auch meinen Sämpfern mitgeben. Nicht alles per se einfach reinschmeißen in den eigenen Vierbeiner. Vielleicht da bisschen nachgeben, weil du hast es ja schön gesagt Sonja. Der Punkt ist, wenn es erstmal drin ist, kann es Folgen haben. Also jedes Medikament, Medizin ist es so. Die Medizin ist sehr, sehr vorteilhaft heutzutage. Ist sehr, erforscht auch. Aber es hat halt alles auch Nebenwirkungen. Und wenn man es übertreibt, das ist wie mit Wurmkorn, wie auch mit Impfungen und viele Sachen. Wenn man halt den Hund vollimpft, bis zum geht nicht mehr. Also ich meine jetzt wirklich übertrieben, aber das wird ja meistens gar nicht mehr gemacht. Aber Wurmkorn zum Beispiel, dass man gleich sagt, man braucht am Anfang Weiß ich nicht, im Quartal fünf Wurmkuren oder sechs Wurmkuren. Dann muss man aber auch sich gewiss sein, das Ganze kann auch Folgen oder Nebenwirkungen haben. Und da muss man halt einfach ein bisschen drauf achten. Ich wollte mal auf ein Thema eingehen, was mich sehr, interessiert, weil ich wollte eigentlich auch mal Tiermedizin studieren. Nur wo ich dann gemerkt habe, wie viel Anteil eigentlich drin ist in Bezug auf Hundeernährung. Da habe ich mich schon ein bisschen erschreckt und wollte dann nicht die ganzen Jahre, ich sag mal, auch hinopfern dafür. Wie siehst du denn das? Du hast ja selbst auch Tiermedizin studiert. Wie wird man denn in diesem Studium sozusagen geprägt? Gibt es da irgendwelche prägende Faktoren von Sponsoren, von irgendwelchen Firmen, von Futterherstellern oder wie läuft das grundsätzlich ab? Sonja: Ja, also erstmal muss man wissen, das Studium ist sehr sehr umfangreich und man hat unheimlich viele Fächer und viele Fächer haben gar nichts unbedingt mit lebenden Tieren zu tun. Also es geht ganz viel auch ⁓ Milchhygiene, Lebensmittel, Untersuchungen, Schlachtkörper, die man da beurteilen muss, dann diese ganzen Grundlagenfächer und wie du schon ganz richtig sagst, Tierernährung. kommt er wirklich nur am Rande mal vor, obwohl es eigentlich super wichtig ist und es kommt auch so eine sehr abstrakte Art und Weise vor. Also da hat man dann so Tabellen, dann muss man da irgendwie was ausrechnen, aber man kriegt den Dreh in die Praxis nicht. Also man kann nicht danach sagen, was füttere ich denn jetzt meinem Hund. Also oder das bleibt trotzdem, das bleibt eben sehr auf einer Theorieebene stehen. Und ich habe mich ja zum Beispiel, ich habe mich ja auch mit Barfütterung beschäftigt und musste das wirklich nach dem Studium erstmal so in die Praxis übertragen. Also was bedeutet das denn jetzt? Wie viel nehme ich denn jetzt von was? Also und das war auch wirklich so ein Fazit von mir, wo ich sage, aus dem Tiermedizinstudium hat man wirklich wenig Ahnung für die Praxis, was Ernährung angeht und das kann man auf andere Bereiche aber auch übertragen. Man kriegt zwar so ein Rundumwissen, aber man kriegt nicht dieses angewandte Wissen. Es bleibt sehr auf einer theoretischen Ebene und das System des Studiums ist auch ein sehr verschultes. Also du hast einen ganz detaillierten Stundenplan und du hast sehr viele Prüfungen zu machen und du musst so bisschen da mit dem Strom schwimmen, sonst kommst du da gar nicht durch, sonst wirst du rausgeprüft. wenn man jetzt zu aufmüpfig ist, ist es glaube ich keine gute Idee und viel läuft natürlich, also Universitäten brauchen halt Geld, Geld für Forschung, Geld für ihre Dinge und da gibt es eben auch Sponsoren und die Sponsoren sind in der Regel aus der Industrie, also Farmer und große Futtermittelhersteller und man wird so indirekt schon so ein bisschen indoktriniert würde ich sagen als Fazit. Man kann das aber schaffen, das so ein bisschen zu filtern, aber ich glaube die große Masse, die wird da so ein bisschen indoktriniert und es ist ja auch, man lernt ja nach Lehrbuch, also wenn man Prüfung hat, muss man das wiedergeben, was im Lehrbuch steht. Und wenn im Lehrbuch steht, bei Krankheit XY geben wir Antibiotikum und Schmerzmittel, dann muss man das natürlich wiedergeben, wenn man geprüft wird. Wenn man dann sagt, ich mache eine Ernährungsumstellung und versuche es mit Osteopathie, dann wird man nicht bestehen. Und deshalb lernt man eben in dem System, ⁓ die Prüfung zu schaffen. Und grundsätzlich wird man auch eher so ein bisschen klein gehalten. Also einem wird immer so bisschen suggeriert, wenn sie nicht so spuren und das müssen sie schon wissen, sonst wird es in der Prüfung schwierig. Und dann müssen sie noch dies und jenes buchen. Also einem wird nicht unbedingt so Selbstvertrauen vermittelt, sondern eher so, hier fehlt noch was und lernen sie bloß nicht auf Lücke, dann wird das hier nichts. Also man fühlt sich danach eher so ein bisschen klein. Man ist dadurch natürlich auch einfach zu beeinflussen. Felix Tierwelt: Das ist schon ziemlich heftig, vor allem, du es klar ausdrückst, es ist eine Art Schema F. Und was ich immer wieder sehe, ist halt, wir nennen hier explizit keine Namen, sonst ist die Folge, glaube ich, gleich futsch oder muss runtergenommen werden. Diese Futterhersteller, das ist halt der Punkt, wo ich immer wieder sehe, wo ich mir denke, das ist irgendwo eine trauerige Welt, die da über das Vertrauen vom Tierarzt verkauft werden. Weil der Tierarzt, du es selber sagst, der hat gar nicht Sonja: Ja. Ja. Felix Tierwelt: fachspezifisch die richtig große Ahnung, was die Ernährung angeht, verkauft aber ein Futter, was, ich sag's mal ganz stumpf ausrückt, dass es jeder versteht, was billig produziert wird, aber teuer über das Vertrauen verkauft wird. Und im Endeffekt hat das keinen großen Vorteil. 0,0. Und das finde ich halt trotz frech, weil man einfach merkt, es wird halt wirklich, die Tricks bis zum geht nicht mehr, ⁓ das hier zu machen. Und das tut mir halt so weh, weil im Endeffekt, das stimmt auch wirklich, früher war es immer einfacher und auch besser, war halt noch nicht so extrem. Also man wusste noch nicht oder man hatte nicht den Punkt, dass so extrem viel Geld damit verdient wurde. Weil früher, muss man sagen, vor 20, 30 Jahren, war das das Bild von einem Hund in dem Falle noch ganz anders als heute. Heute ist es viel krasser, viel emotionaler, viel höherer Stellenwert. Die Leute geben Unmengen an Geld aus, Hauptsache dem Vierbeiner geht es gut und werden aber da extrem veräppelt. Und das finde ich so krass, weil im Endeffekt kann man den Tierärzten auch nicht böse sein. Die werden ja schon in dieser Zeit vom Studium so Ich sag mal schon belehrt dafür, dass die nur diesen Weg kennen, obwohl es eigentlich anders geht. Und das muss ich leider dazu sagen, die wissen gar nicht, was eigentlich hinten dran abgeht, was im Futter wirklich drin ist und so was. Und deswegen, das fand ich auch so lustig, ich hatte letztens einen kleinen Beef gehabt, aber schon bisschen länger her, auf Social Media mit jemandem, der meinte, ja, Hauptallergien oder im Futter ist ja gar kein Weizen mehr drinne heutzutage. Dann denke ich mir so, ey, du bewirbst doch ein Futter auf deiner Seite, ganz groß. Sonja: Vielen Felix Tierwelt: große Buchstaben, ich sag jetzt mal keinen Wort, kein Wort, keinen Namen davon. Was steht da drin in seinem tollen Futter? Erste Stelle Weizen. Und dann hab ich gesagt, guck mal, das ist doch bei dir, das stimmt gar nicht. Und dann wusste er das selbst nicht. Tierarzt, Halt recht jung noch. Aber das fand ich halt so schade, dass halt, ne, dass man halt in diesem Studium, ich hab selber ja nicht studiert, deswegen ist es schön, dass du da ein bisschen deine Erfahrung geteilt hast, so ein bisschen ja, doktriert wird. Und das ist schon, ja, eigentlich schon echt traurig, ne? Sonja: Ja, dazu kann ich auch sagen, ich habe immer in einer Tierklinik gearbeitet und da kamen dann auch manchmal so die Außendienstmitarbeiter dieser großen bekannten Hersteller und haben gesagt, ja, wir würden hier gerne mal eine Praxisfortbildung für die Mitarbeiter anbieten und das können wir auch total nett machen, da können wir auch Essen bestellen und so und dann wurde das eben auch veranstaltet und dann hieß das irgendwie beispielsweise irgendwie so Lebererkrankungen beim Hund. Und dann war irgendwie erst mal so eine halbe Stunde ging es wirklich ⁓ Lebererkrankungen, nochmal so über die Enzyme und was macht die Leber und so weiter. Und nach dieser halben Stunde schwenkte dann dieser Vortrag auf die Fütterung bei Lebererkrankungen. Und dann war das eigentlich nur noch eine Werbeveranstaltung. Aber dann wurde eben noch Pizza bestellt für alle Mitarbeiter und da gab es für alle noch irgendwie eine neue Jacke und dieses Wie es ja manchmal gesagt wird, dass da jetzt Unmengen an Geld fließt, das habe ich jetzt so nicht erlebt, aber ich sag mal so Fahrräder, Kaffeemaschinen, Jacken, Rucksäcke, das gibt es dann schon von den Herstellern und es gibt viele Fortbildungsveranstaltungen, die auch recht namenhafte Dozenten eingeladen haben, die dann aber auch so Veranstaltungen sind, die von so Futtermittelherstellern ja eben veranstaltet werden und wo man für relativ kleines Geld halt namenhafte Referenten hört, aber es ist im Prinzip auch zur Hälfte eine Werbeveranstaltung. Und da wird dann auch mit geworben irgendwie, dass das eben irgendwo an schönen Orten Mallorca, St. Moritz oder so stattfindet. Und ja, da wird man so ein bisschen umgarned aus so einer Eigentlich elegante Art und Weise und schon ist man da mit drin. ja, wie du schon richtig sagst, also die meisten, ich will nicht sagen alle, aber die meisten oder viele Tierärzte, eine Praxis haben, haben wirklich keine Ahnung von Ernährung und für die ist es so hilfreich, in Anführungszeichen. Die haben da ihre Futtersäcke stehen und da steht ja immer schon die Krankheit drauf und dann können sie sagen, hier jetzt ihr Tier hat, was weiß ich, mit der Leber und hier ist das richtige Futter und dann können die einen Haken dran setzen und dann haben die schon den nächsten Patient erwartet und deshalb ist es glaube ich für die auch schwierig, wirklich kritisch zu hinterfragen, weil dann müssten sie ja ihr ganzes System hinterfragen. Das würde auch anstrengend sein, würde ich mal so sagen. Felix Tierwelt: Definitiv und das schöne was du gesagt hast, das kann ich behaupten, weil ich weiß das durch Ecken und Kanten diese Futterhersteller, also diese riesengroßen Großkonzerne, also Weltkonzerne, die kaufen auch immer mehr Praxen auf und machen indirekt Kniebelverträge. Bedeutet, die kaufen die Praxis auf oder beteiligen sich daran oder bekommen Umsatzbeteiligungen, geben großen Geld. Ich weiß das durch eine große Tierklinik, wo ich jemanden kenne, der selbst Investor ist, der sie besitzt. Und das wurde ihm unterbreitet und er hat auch zugesagt, seitdem sind da containerweise Futter stehen hinten dran. Und das ist halt so ein Punkt, wo ich halt sage, man muss das mal hinterfragen und ich will das auch nie per se komplett scheiße erklären, aber schlecht erklären, sondern man sollte, egal wer man vor sich hat und jemand empfiehlt einem ein Futter, egal ob es ich bin, egal ob es ein Tierarzt ist, egal ob es eine Tierklinik ist oder du Sonja oder weiß Gott was. Man sollte sich immer mit dem Thema erst mal befassen, bevor man das irgendwie umsetzt. Einfach blind jemandem zu vertrauen ist nie gut, deswegen mache ich ja auch ganz viel Aufklärung auf YouTube und überall. Sich mit der Thematik erst mal befassen, vielleicht mal die Verpackung oder das, was man halt da empfohlen bekommt, mal umzudrehen, sich einzulesen, sich damit bewusst zu machen, weil damit ist man selber schon mal einen Schritt weiter, als bevor man sich irgendwas aufschwatzen lässt und in gutem Vertrauen was füttert und dann ein paar Jahre später. Ich bekomme ja immer solche tollen Anrufe. Ja, wir haben jetzt ein paar Jahre das gefüttert, es ist nur Scheiße und jetzt wissen wir dank deinem Video, wie kacke das ist. Ja, super. Aber diese Zeit hätte man sich sparen können und das ist auch der Punkt, warum wir hier diese Folge machen. Wir wollen nicht per se alles Scheiße erklären oder schlecht erklären, sondern dass man selber einfach sich mit der Materie befasst. Dass man nicht immer die ganze Zeit nur auf Social Media hoch und runter scrollt, sondern sich einfach mal auch hinsetzt und... sich ⁓ die Gesundheit vom eigenen Firmen, was ja eigentlich ein sehr, sehr wichtiges Thema ist, sich mal einfach beschäftigt. Das muss ja auch nicht lange sein. Und das ist so der Punkt, weshalb wir hier das machen. Wann sind denn, wir hatten ja vorhin gehabt, Medikamente sind immer bisschen scheiße und man darf es nicht übertreiben, wann sind denn aus deiner Sicht, Sonja, Medikamente absolut notwendig? Sonja: Ja. Ja, also ich würde sagen, erstmal bei allen Notfällen, dann natürlich alle Erkrankungen, wo jetzt ein Organ schon am, naja, dekompensieren ist oder bei diesen schweren organischen Erkrankungen. Also nehmen wir mal ein Beispiel, ich habe einen alten Hund, der eine starke Herzinsuffizienz hat. Natürlich kann man auch mit pflanzlichen Präparaten das Herz unterstützen, aber ab einem gewissen Punkt wird es nicht mehr ausreichend sein. Und da gibt es ja, ich meine gerade bei Herzerkrankungen finde ich ein gutes Beispiel, da gibt es heutzutage wirklich auf Humanmedizin Niveau Präparate, die einfach diese Hunde noch unterstützen oder auch Entwässerungspräparate, die dann dafür sorgen, dass sie kein Wasser in der Lunge haben oder weniger. Das ist finde ich ein Beispiel, das hat absolut Berechtigung, weil man wird jetzt auch mit Akupunktur keine schwere Herzerkrankung heilen können. Dann natürlich klar Notfälle nach einem Auto-Empfall oder so, braucht der Hund natürlich eine Schockbehandlung, Infusion, vielleicht eine OP. Da hat es absolut Berechtigung. ⁓ Oder wenn jetzt beispielsweise so starke Schmerzen vorliegen, dass ich das mit Akupunktur, pflanzlichen Präparaten und Osteopathie einfach nicht mehr beherrschen kann und das Tier ansonsten sich quälen würde, weil es halt starke Schmerzen hat, dann finde ich es absolut sinnvoll, einen Schmerzpräparat einzusetzen. Gerade auch, weil ja durch die Schmerzen das Tier immer mehr in Schonhaltung kommt. Und auch Stichwort Schmerzgedächtnis, da gibt es ja auch schon Untersuchungen, dass Tiere ja auch ein Schmerzgedächtnis entwickeln. Dann macht das total Sinn, das da auch zu unterbrechen. bei Epileptikern zum Beispiel, wenn jetzt Tiere eine schwere Epilepsie haben, dann lernt das Gehirn ja von Anfall zu Anfall immer wieder neue Anfälle zu produzieren. Und natürlich kann man das auch mit alternativen Sachen... versuchen zu verbessern, aber wenn man dann zum Beispiel merkt, ich habe den Erfolg nicht, die Anfälle werden nicht weniger, dann macht es auch für mich Sinn diese Tiere auf Antiepileptika natürlich einzustellen, weil ein Anfall kann auch immer lebensbedrohlich sein. all diese Fälle sind für mich absolut auch, das ist absolut berechtigt, Medikamente zu geben, aber andersrum sind viele viele chronische Patienten zu Unrecht oder aus Gewohnheit auf Medikamenten. Also ich frage auch immer die Tierhalter, wenn die zum Beispiel bei mir zum Ersttermin kommen, bei Arthrose oder ja, Erkrankungen des Bewegungsapparates, die ich ja vielfach sehe, ich sag immer, sehen sie denn eine Verbesserung mit dem Schmerzmedikament? Und oft kommt dann nö, wir geben das zwar jetzt schon seit einem halben Jahr, aber eigentlich hat sich nichts geändert. Das bedeutet jetzt nicht, dass ich das sofort absetzen lasse, aber dann sag ich immer, ja okay, aber dann lass uns doch mal gucken, ob wir vielleicht mit anderen Möglichkeiten oder über einen Muskelaufbau dem Tier helfen können, wenn es sowieso scheinbar nichts bringt. Felix Tierwelt: Ich finde, das hast du schön erklärt, ich durfte das mal indirekt rausziehen, nämlich man sollte mal auch an der Ursache arbeiten und nicht nur symptombedingt und nicht nur einfach ins Symptom Hämmer reinhauen oder sonst was, das ist ja alles schön und gut. Das Tier leidet ja trotzdem weiter und man hat ja immer noch das Problem, man betäubt in dem Sinn nur, in Anführungszeichen mal stumpf ausgedrückt. Das ist eine schöne Überleitung. Wir haben jetzt mal das alte Kapitel hinter uns, das ganze Negative in Anführungszeichen. Jetzt mal das Positive zu dir. kannst den Leuten auch in dem Fall weiterhelfen, wenn Arthrose und Co. da ist. Was machst du denn genau? Du hast ja schon vorhin erwähnt Osteopathie und dementsprechend Akupunktur. Aber was ist das genau? ist nur bisschen Massage, bisschen rumdrücken, mal ganz stumpf ausgedrückt. Was machst du da überhaupt? Sonja: Okay, also Osteopathie ist ja eine manuelle Behandlungsform, wo man, man nennt es osteopathische Dysfunktion, das sind so Bewegungseinschränkungen, die nennt man landläufig auch Blockade, also wo man eben diese Dysfunktion lösen kann und es ist aber wirklich eine ganzheitliche Methode. Man arbeitet über Selbstheilungskräfte, die dadurch aktiviert werden, also es geht nicht darum einfach nur Blockaden. wegzumachen, sondern man aktiviert eigentlich Selbsthaltungskräfte. Das Tier hilft sich am Ende selbst. Bei der Akupunktur ist es ja so, da setze ich Nadeln oder ich kann auch zum Beispiel Laser nehmen oder Moxakraut oder die Punkte eben anders reizen an bestimmte Akupunkturpunkte auf dem Tier. Die liegen alle auf den Meridian und das ganze kommt ja aus China, also ist Teil der traditionellen chinesischen Medizin und da geht man davon aus, dass die Energie, das nennt man das Qi, im Körper zirkuliert, also die Lebensenergie und dass die irgendwo eben stagniert durch Krankheit und durch diese Verfahren der Akupunktur oder Akupressur löse ich diese Stagnation und dann kann alles eben wieder frei fließen. Das ist eben Osteopathie und Akupunktur und ich kombiniere das auch mit Physiotherapie und ich habe einen Unterwasserlaufband. Weil ich gemerkt habe, dass wenn Tiere jetzt zum Beispiel mehrere Jahre in Bewegungsrestriktionen festhingen, dann haben die oft auch schon Muskulatur verloren. Und wenn diese Tiere dann auch schon ein gewisses Alter erreicht haben, dann bauen die diese Muskulatur nicht dadurch wieder auf, dass sie jetzt, ich sag mal, ihre Gassi-Runde laufen, sondern dann muss man eben noch zusätzlich gezielt bestimmte Muskelgruppen kräftigen und das machen wir dann eben in Physiotherapie oder im Wasserlaufbad. Und damit muss ich sagen, unterm Strich habe ich da einen ganz guten Schnitt an sage mal Verbesserungen, dass ich dem Tier helfen kann und eine recht hohe Zufriedenheit auch von den Tierhaltern, weil die kriegen dann immer noch Hausaufgaben mit und die können selbst was tun und da sind die wirklich immer dann ganz, ja, ganz happy, dass sie eben auch nicht der Sache so ausgeliefert sind oder dann immer abhängig sind, sondern dass sie dann sozusagen mit ihrem Tier wieder in Bewegung kommen. Felix Tierwelt: Und ich finde es spannend, du hast ja das alte Wissen, oder alte Wissen klingt aber ganz dumm, das Schema F, also die Tiermedizin hinter dir, und hast ja das, dass du jetzt an der Ursache arbeitest. Du kannst es ja noch besser nachvollziehen, weil im Endeffekt, da wo manche Hundebesitzer oder manche Hunde einfach abgestempelt werden und gesagt werden, bitte geben diese Medizin und das war's, da fängst du erst mal an zu sagen, nee. Sonja: Wer ist mit? Felix Tierwelt: Da hört es nicht auf, sondern wir müssen jetzt erstmal die Ursache suchen. Das finde ich so spannend, weil im Endeffekt nimmst dich ja wirklich den Leuten und den Vierbeinern an. Und das ist so ein Punkt, wo man einfach wertschätzen muss oder hochloben muss, dass du wirklich sagst, ne wir geben jetzt nicht auf, sondern wir machen weiter, weil ansonsten baut das ja immer mehr ab, wie du gesagt hast. Was für Patienten hast du dann eigentlich? Also ist das immer Arthrose oder gelenkt bedingt oder was für Leute kommen da so zu dir? Oder welche Leute können denn überhaupt zu dir kommen mit Beschwerden oder? Sonja: Also das verteilt sich so ein bisschen, manche kommen präventiv tatsächlich. Also es wäre schön, wenn noch mehr Leute das wissen, dass man eigentlich schon anfängt, richtig strukturelle Veränderungen am Bewegungsapparat vorliegen. Das ist natürlich ganz, ganz toll, wenn Leute das machen. Würde ich aber sagen, sind aktuell nur so 20 Prozent. Dann habe ich ungefähr so 20-30 % an Tieren, die eine OP hatten, das können auch junge Tiere sein, Stichwort Benderes, Knochenbruch, teilweise Unfall gehabt, teilweise auch irgendwelche anderen OPs, die dann zu so Faszienverklebungen geführt haben oder Bauch-OPs, es denn Probleme mit den Narben gibt. Und der Rest der Patienten hat tatsächlich schon strukturelle Veränderungen im Sinne von meistens tatsächlich Arthrose und in anderen Fällen sowas wie Bandscheibenvorfälle. Habe ich auch relativ viele, weil ja jetzt in den letzten Jahren viele Rassen sehr in Mode gekommen sind, die dazu leider neigen. Und ja, dann gibt es immer noch so ein paar, ich will nicht sagen, Spezialgeschichten, aber ich hatte auch schon Hunde in Behandlung, die wurden angeschossen oder so und haben dadurch so alte muskuläre Traumen, das sind meistens Hunde aus dem Tierschutz oder genau solche Fälle. Felix Tierwelt: schon gar nicht ohne. Wahrscheinlich dann auch sowas wie, ich nehme mal einfach als Beispiel, wie wenn der Hund so bisschen humpelt oder das Beinach zieht so in Richtung Patella Luxation, sowas würde man auch haben, schätze ich mal. Sonja: Ja, da habe ich auch relativ viele, weil auch gerade viele Rassen in Mode sind oder waren, die das halt leider auch mit sich bringen oder oft mit sich bringen, genau. Felix Tierwelt: Ich finde das schon mal sehr, spannend. Wie läuft denn das jetzt ab? Ganz stumpf, wenn jetzt jemand hier gerade zuschaut oder zuhört und sagt, ich finde das total gut, was du so ein Jahr machst und mein Vierbeiner hat da bisschen Problemchen. Wie läuft denn das ab? Klingelt der einfach bei dir durch und du sagst, komm vorbei oder bla, Oder wie läuft denn das bei dir normalerweise ab mit so einem Patienten? Sonja: Genau, also entweder meldet man sich telefonisch, ich rufe auch zurück, weil wie gesagt, wenn ich arbeite, nehme ich jetzt nicht noch parallel die ganzen Telefonate an. Ich bin auch eine kleine Praxis, muss man dazu sagen. Hab jetzt nicht noch einen riesigen Apparat irgendwie an Mitarbeitern, weil ich versuche eben, wie soll ich sagen, ja, ich versuche es wirklich klein zu halten, ⁓ auch nicht... unnötig viele Kosten zu produzieren, wo ich dann wieder die rein kriegen muss und sagen muss, jetzt muss ich doch den Leuten was aufschwatzen, damit ich hier irgendwie mein Apparat irgendwie finanziere, sondern dadurch ist bei mir eben alles so aufs Wesentliche beschränkt. Aber wie gesagt, ich rufe zurück. Man kann mir auch eine E-Mail schreiben. Man kann sich sogar mittlerweile auch online selber einen Termin buchen. Ich habe so ein Online Buchungstool. Was auch sehr sehr praktisch ist. Dann kommen die mit ihrem Tier vorbei. Erstmal zum Ersttermin. Da haben wir auch dann anderthalb Stunden Zeit, weil ich gemerkt habe, ich brauche diese Zeit. Ich kann das nicht in einer Viertelstunde abarbeiten. Wir gehen raus mit dem Tier. Ich gucke mir das Gangbild an. Daran kann man schon sehr sehr viel sehen. Guck mir an, wie setze ich das hin? Wie steht es auf? Wie ist es, wenn es im Kreis geht auf einer Biegung? zu dem, es, wenn es geradeaus läuft, was zeigt es für ein Gangbild? Es gibt ja zum Beispiel auch viele Hunde, die sehr viel Passgang zeigen, weil sie vielleicht auch irgendwo Probleme haben. Es muss ja nicht immer pathologisch sein, aber es kann. Und da braucht man auch eben ein bisschen Zeit. So dann wird die ganze Krankengeschichte besprochen. Auch was ist vorher gewesen? Gibt es Röntgenbilder? Wird das angeschaut? Und dann muss ich das Tier eben mit den Händen untersuchen, abtasten, gucke nach den Restriktionen, bewege die Gelenke. Und dann machen wir meistens auch beim ersten Mal schon eine Behandlung, also dass ich auch das Tier schon mitbehandle. Und dann gibt es eben in der Regel einen Folgetermin oder es gibt Hausaufgaben, Übungen. Ja, das ist dann so der erste Termin und dann besprechen wir, wie ist das, sind Folgetermine notwendig oder beobachtet. das ist dann aber sehr individuell, auch in welchem Abstand Folgetermine notwendig sind, weil klar, wenn es jetzt präventiv war, dann kommt man vielleicht im halben Jahr nochmal vorbei, weil es ist ja eigentlich gar nichts groß gewesen. Wenn das jetzt schon wirklich ein Tier ist mit größeren Problemen, dann kommt man vielleicht schon in 14 Tagen wieder. Felix Tierwelt: Ich finde es richtig, richtig gut, weil du hast es zwar ein bisschen ... scheu ausgedrückt mit deiner kleinen Praxis, ... aber ich finde es umso schöner, weil ... ... das hast du richtig gut erklärt, weil, ich kenne es ja selber bei mir auch, ... ... hat man erstmal Mitarbeiter, hast so einen riesen Rattenschwanz an Kosten. Das muss man sagen. Das ist vorteilhaft einerseits, wenn du andere Leute hast, ein Team, ... aber auch andererseits hast du halt die monatlichen ... Belastungen. Und wenn du das hast, musst du ja irgendwie gucken, dass das wieder reinkommt. Sonja: Das Felix Tierwelt: Und deswegen finde ich es umso schöner, dass seine Praxis so klein ist, weil die Leute merken ja dann umso mehr, es geht ⁓ das Wohl des Vierbeiners und nicht noch, ach, mach noch das, mach noch das, sondern wirklich, dass der Fokus liegt auf das Tierwohl. Und das finde ich halt so schön. Und deswegen finde ich es auch gar nicht so schlimm, dass es so klein ist, weil ich finde es eigentlich umso besser, weil umso größer, umso, ja, umso mehr finanzielle Thematiken stehen halt hinten dran. Und das ist halt immer so der Punkt, ne. Und das finde ich ganz cool. Wenn jetzt jemand, du bist, sorry. Sonja: Ja und wenn ich nochmal einschieben darf, das ist ja auch das Ding in der Tiermedizin. Also der Tierarzt erbringt ja die Leistung, die man abrechnen kann. Die OP, die Spritze, Untersuchen, das ist ja die Leistung, man in der Tiermedizin abrechnen kann. Das ganze Personal drumrum, es jemand ist, der am Empfang sitzt, ob es jemand ist, der das Tier hält, jemand ist der die Instrumente reinigt oder so. Das sind alles Leistungen, die du ja nicht in Rechnung stellst. Das muss der Tierarzt mit seiner Leistung im Prinzip mitverdienen und daher kommt es natürlich auch ein Stück weit, dass man versucht als Tierarzt möglichst viel damit rein zu pressen und dann auch vielleicht dann noch mal das ein oder andere mehr zu machen, was vielleicht nicht immer erforderlich wäre. Und klar, große OP braucht man Assistenz, kann man nicht alleine machen. Natürlich muss man gehen, haben werden die Narkose überwacht und so weiter. Das geht nicht anders. Ab einer gewissen Größenordnung oder auch ab einer gewissen Leistung, die man erbringt, braucht man natürlich Leute, die das mit einem tun. Das ist übrigens auch der Grund, warum ich sage, ich operiere nicht. Also ich habe früher auch ganz gerne operiert, weil ich finde, OPs ist auch oft wieder eine ganz klare Sache. Gewisse Dinge müssen nur mal operiert werden. Wenn ein Hund gebissen wurde, muss man es zunähen. sowas habe ich auch ganz gerne gemacht. Aber ab dem Moment, wo man einem Tier Narkose legt, braucht man natürlich wieder jemand, der das überwacht. Und ab dem Moment, wo man jetzt eine OP macht mit ... schneiden oder so, da hat man in der Regel auch eine Assistenz, nicht immer ist es notwendig, aber ab den größeren Sachen hat man das und dann geht eben auch der Rattenschwanz los. Felix Tierwelt: Ja, das ist echt nicht ohne. Klar, man sollte das nie verteufeln, aber im Endeffekt geht es halt ⁓ das Wohl der Tiere. Und das ist so das Ausschlaggebens der aus meiner Sicht. Wie sieht es jetzt aus, wenn jetzt jemand einer sagt, der gerade hier zuschaut, der kommt aus dem tiefsten Bayern, sagen wir mal so München, Straubing, so die Gegend. Wo findet man dich denn überhaupt örtlich gesehen? Bevor irgendjemand bei dir mal anruft und vielleicht hunderte von Kilometern entfernt wohnt. Sonja: Ja, also ich wohne in Hamburg und arbeite in Hamburg. Ich habe mittlerweile auch die Möglichkeit, dass man so eine Videoberatung macht, aber das ist natürlich nur für Dinge zuträglich, die man halt auch per Video besprechen kann. Ich kann kein Tier durchs Video anfassen. Wenn aber jetzt jemand das sieht und sagt, ich finde es interessant, ich kenne natürlich auch Leute. Ich bin auch in einem für Osteopaten und da haben wir auch Adressen, die wir zum Beispiel rausgeben können, auch in ganz Europa tatsächlich. Da kann man auch gerne mal was vermitteln. Ich sage auch immer, man muss wirklich für so regelmäßige Osteopathie oder auch Physiotherapie möglichst jemanden in der Nähe finden, weil es macht überhaupt gar keinen Sinn, sein Tier jetzt irgendwie acht Stunden irgendwo durch die Gegend zu fahren im Auto. Das ist dann wieder so ein Hype. Das hat ja auch schon so Leute gegeben, die so gearbeitet haben, im Zusammenhang auch mit so Fernsehformaten und so. Ich würde sagen, ist dieser Hype. kann eigentlich nicht so wirksam sein wie bei jemandem, der das vor Ort macht. der Nähe, wo man danach sein Tier vielleicht 20 Minuten nach Hause fährt und dann kann es sich da ausruhen. Weil ja so eine Behandlung ist ja für den Körper auch super anstrengend. Ich weiß nicht, ob du selber schon mal beim Chiropraktiker oder beim Osteopathen warst. Aber ich hab es auch schon selbst gemacht. Manchmal legt man sich wirklich danach ins Bett und muss sich erst mal neu sortieren, weil der Körper ... arbeitet ja damit und deshalb sage ich immer, ich fühle mich zwar geehrt, wenn jemand von weiter her kommen möchte, aber es ist nicht unbedingt zuträglich für die Sache. alles im Umkreis von ein, zwei Stunden, das finde ich gut, aber alles was deutlich darüber hinausgeht, das Tier zu transportieren, da fände ich sinnvoller, sich dann jemand in seiner Gegend zu suchen. Felix Tierwelt: Definitiv, ich bin da auch deiner Meinung, weil irgendwo, ja, es ist einfach zusätzlicher Stress. Allein schon die Stunde Autofahrt oder die 20 Minuten Autofahrt, das ist ja schon Stress oder die Behandlung selbst. Und deswegen, Butter bei den Fischen, da muss man einfach auch ein bisschen mal die Kirche im Dorf lassen. Und wir packen ⁓ mal deine ganzen Kontaktdaten, wir machen das später noch aus, packen wir unten in die Infobox, wenn sich jemand wirklich, ja, dafür fühlt, dich zu kontaktieren. Sonja: Ja. Ja. Felix Tierwelt: Soll er das machen oder auch vielleicht kann es ja dann auch weiterhelfen in Bezug auf eine Videokonferenz oder Vermittlung an einem Osteopathen vor Ort. Da findet man glaube ich immer Möglichkeiten. Da denke ich mal, kriegt man das schon hin. Andere Frage mal, wie geht es jetzt bei dir in Zukunft weiter? Wir haben vorhin schon angesprochen, es ist gerade Januar 2026. Also wir bei unserer Aufnahme. Ich weiß noch gar nicht wann wir die veröffentlichen diese Folge, aber ich schätze mal wahrscheinlich so Pima Daumen Richtung April. Sonja: Genau. Ja. Felix Tierwelt: Wie geht es jetzt bei dir in Zukunft weiter? Durst du irgendwie was Spezielles machen, eine Weiterbildung oder ich weiß es ja nicht? Willst du uns da was verraten oder bleibt alles beim Alten? Sonja: Also vieles bleibt erstmal beim Alten. Ich habe ja die Praxis und da habe ich auch recht viel Stammklierentil und das läuft alles so weiter. Ich unterrichte noch an einer Schule für Tierostäopathie, das mache ich aber auch schon seit einigen Jahren. Da ist auch wieder was geplant an Seminaren, also wer sich da angesprochen fühlt, kann sich auch gern melden, da kann ich auch den Kontakt herstellen. Das mit der Videoberatung ist tatsächlich jetzt relativ neu, das mache ich seit Ende letzten Jahres. Früher habe ich es natürlich auch schon mal so gemacht, ich sag mal über FaceTime oder so, aber jetzt habe ich es halt so bisschen professionalisiert, also das läuft jetzt an, da will ich mal schauen, wie sich das so entwickelt. Ich finde, es ist eine gute Ergänzung, also das soll jetzt nicht bedeuten, dass ich das jetzt komplett umswitchen möchte auf irgendwie Video Tierarzt. Ich denke, das ist nicht das womit ich glücklich bin, aber so ergänzend finde ich das gut oder auch gerade auch für schon bestehende Kunden, wenn die zum Beispiel mal im Urlaub sind und da fällt was vor und die wollen immer zeigen wie das gampelt ist oder so. Das finde ich ganz sinnvoll. Haben wir jetzt auch schon genutzt, wo hier so viel Schnee war? Wo dann Leute gesagt haben, wir wollen jetzt doch nicht so gerne das Auto nehmen, dann haben wir das auf Video gemacht. Das ist wirklich eine schöne Ergänzung. ja, vielleicht bringe ich irgendwie nochmal ein digitales Produkt heraus, aber da muss ich mal schauen, da bin ich so ein bisschen, das wäre auch so ein Wunsch, aber eher so als Ergänzung. Nicht jetzt als Alternative, sondern als Ergänzung, weil ich habe so gemerkt, dass ich so bei, naja, ich sag mal 80 % meiner mich in ganz vielen Dingen wiederhole. Weil viele viele Hunde haben ähnliche Probleme oder reagieren mit ähnlichen Kompensationen auf ihre Grunderkrankungen. Und da habe ich so gedacht, wenn ich jetzt so ein kleines digitales Produkt habe, wo einfach schon vieles drin steht, was ich sonst wirklich tagtäglich mich wiederhole, das wäre vielleicht eine schöne Ergänzung. Denn das merkt natürlich der Kunde nicht, für ihn ist das alles neu und er hört natürlich gebannt zu, aber für mich ist es oft so, dass ich fünfmal am Tag das Gleiche erzähle. Also nicht komplett, aber mit Variationen, aber so unterm Strich das Gleiche. Und ich meine, ich mache das jetzt fast 20 Jahre. Also irgendwann ist man auch selber an so Punkt, wo man sagt, ich mache das wirklich gerne, aber wenn es so bisschen Erleichterung gibt, so mit den modernen Möglichkeiten heute, dann bin ich da auch dankbar für. Ich weiß nicht, ob dir das genauso geht, aber... Felix Tierwelt: Es gibt ja so viele Möglichkeiten. Ja, also ich habe genau das gleiche Problem. Ich nehme das so auf, es ist. Ich mache halt sehr viel YouTube, vielleicht auch vielleicht für dich interessant. Definitiv, weil das Interessante ist, habe ich einfach gemerkt, bei YouTube zumindest, kannst ja zu einem Thema ein Video machen und wenn wirklich jemand immer wieder Fragen dazu hat, bitte guck dir das Video an. Ich habe das extra dazu aufgenommen. Ich habe ja auch eigene Bücher geschrieben, in dem Falle auch hier mein zweites Buch. Ich muss mal gucken, wo die Kamera ist. Hier genau. Sonja: Vielleicht sollte ich da mal einsteigen. Ja. Ach so, ja. Felix Tierwelt: über Superfoods, mit leckerere Rezepte, mit den Superfoods und vieles anderes, weil ich halt einfach gemerkt habe, ich kann mein Wissen, meine Erfahrungen teilen oder irgendwo nieder schreiben und man kann das dann für sich verwenden, weil das Problem ist halt wirklich, wenn wir beide jeden Tag immer das Gleiche erzählen, für uns ist es dann irgendwann nervig, muss man ja so ansprechen und für andere ist es immer wieder was Neues, ist super, aber man kann das ja auch irgendwo festigen und ich glaube, du würdest ja wahrscheinlich Sonja: Ja, genau! Felix Tierwelt: Einfach mal blöder Plausch, aber ich glaube du würdest dir am einfachsten tun, wenn du Videos auf YouTube veröffentlicht. Da kann ich dir gerne helfen, können wir mal nachher schnacken. Aber das ist wirklich so ein Punkt, weil die Leute können sich das immer wieder angucken und dann kann man später immer noch schauen. Weil im Endeffekt finde ich das mit deiner Videoberatung sehr, gut. Einfach im Vorfeld, bevor man den Weg zu dir geht, dass du vielleicht trotzdem noch mal ein Auge drüber wirst und dass man was sieht. Klar, man kann ja nicht umfassend beraten, aber trotzdem schon mal gewisse Punkte. Sonja: Hahaha, sorry. Felix Tierwelt: in deinem Bereich einfach so abtriggern und das ist ja auch der Aspekt dabei. Man muss einfach mal gucken, was die Zukunft da gibt. Ich wollte mich nur nochmal bei dir bedanken. Sonja: Ja, also man muss halt vor allem offen sein, ich. Gerade weil sich ja, finde ich, auch so viel in den letzten Jahren getan hat, so an Möglichkeiten, auch gerade mit Social Media, digitalen Geschichten, mit diesen Techniken, die es ja vor 10, 15 Jahren noch nicht in der Art gegeben hat. Und ich denke, da muss man einfach so bisschen auch am Ball bleiben. Felix Tierwelt: Definitiv. Ich wollte noch mal drauf zurückkommen. Ich wollte mich noch mal bei dir bedanken. Ich weiß ja, du hast sehr, sehr viel ⁓ die Ohren. Wir konnten das sehr, sehr spontan ausmachen, hier die Folge. Deswegen vielen, vielen herzlichen Dank, dass du hier noch mal die Zeit genommen hast. Ich finde das sehr, sehr wertvoll auch, das, was wir hier bequatscht haben. Vielleicht kennst du das oder vielleicht auch nicht. Von meinen Podcast-Folgen ist es immer so, der Gast bei mir hat immer das letzte Wort. Wenn du jetzt sozusagen allen Hundehaltern, die gerade noch zuschauen oder zuhören, eine einzige Sache mitgeben könntest. Sonja: Okay. Felix Tierwelt: die gerade in einem Kopf rumhäuscht wird. Welche wäre das? Sonja: Ich würde sagen, lasst euch nicht von Angst leiten und hört auf euer Bauchgefühl, denn viele, viele Dinge, die auch einem vielleicht so aufgeschwatzt werden, nutzen ja eine Angst, die dahinter steckt. Also nach dem Motto, dein Tier könnte das und das bekommen, mach schnell das und das und schon Hat man wieder irgendwas gekauft oder was eingegeben, was vielleicht gar nicht notwendig gewesen wäre, weil man ja diese Angst hat. das ist auch was, was leider häufig genutzt wird natürlich. Also wie gesagt. Erdet euch, keine Angst, lasst euch keine Angst machen und versucht wirklich bei euch zu sein, bei eurem Tier zu sein und das Tier wird euch das schon zeigen.