Latest / ntv Wirtschaft / Stimmung in Unternehmen überraschend verbessert - Lohnt sich ein Investment in deutsche Konzerne?
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- Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hält sich überraschend etwas auf. Aber der Boden bleibt wackelig. An der Börse geht es um die Frage, ob deutsche Unternehmen jetzt wieder interessant werden. Und in Paris zahlt ein Sammler fast eine halbe Million Euro für ein Stück Eiffelturm. Und damit hallo und herzlich willkommen. In diesem Podcast verwandeln moderne KI-Systeme journalistische Inhalte, die auf unseren NTV-Plattformen publiziert wurden, in ein neues Hörformat. Text und meine Stimme wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt. Vor der Veröffentlichung werden alle Folgen nach strengen journalistischen Standards geprüft. Viel Spaß beim Zuhören. Die Deutsche Wirtschaft sendet im Mai ein kleines Lebenszeichen. Das IFO-Geschäftsklima steigt um 0,4 Punkte auf 84,9 Punkte. Analysten hatten dagegen mit einem Rückgang gerechnet. Vor allem im Bereich Dienstleistungen hält sich die Stimmung deutlich auf. Wie das einzuschätzen ist, dazu IFO-Präsident Clemens Fust. Wie optimistisch sind denn Deutschlands Unternehmer noch? Ja, der IFO-Index ist leicht gestiegen im Mai, was vielleicht viele überrascht. Wir müssen sehen, wir hatten im März und April einen starken Einbruch und das hat sich jetzt auf etwas niedrigerem Niveau stabilisiert. Ich denke, viele Unternehmen sagen, vor einem Monat bestand noch die Gefahr, dass der Krieg vielleicht eskaliert, dass immer mehr Länder hineingezogen werden. Und da haben wir jetzt immerhin einen Waffenstillstand. Das ändert nichts daran, dass die Straße von Hormuz weitgehend geschlossen ist. Aber die Situation ist doch etwas besser als noch im April und insofern kann man so vielleicht erklären, dass der Index sich eben etwas stabilisiert hat. Also vielleicht von Regen und Gewitter ziemlich bewölkt, aber was belastet die Unternehmen eigentlich am Ende am meisten? Was sind die Kernpunkte? Ja, es ist eben immer noch die unsichere Lage bei der Energie. Die Vorräte sinken ja. Das heißt, die Lage könnte sich hier nochmal verschärfen. Hinzu kommen andere Sorgen. Nach wie vor starke geopolitische Spannungen. Es kommt hinzu, dass auch immer wieder ein Zollstreit ausbrechen kann. Den Unternehmen, insbesondere der Industrie, macht nach wie vor die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit zu schaffen. Die chinesischen Unternehmen werden immer stärker, während bei uns die Kosten extrem hoch sind. Die Belastung durch Bürokratie. Und wir haben eben eine Bundesregierung, die nach wie vor kein überzeugendes Wachstumskonzept vorlegen kann. In Einzelmaßnahmen geht da zwar vieles in die richtige Richtung, aber es fehlt nach wie vor ein überzeugendes Gesamtkonzept. Da hoffen viele Unternehmen, dass es jetzt im Sommer vielleicht doch ein paar überzeugende Reformen gibt. Aber die Unsicherheit bleibt hier hoch. Insofern sind die Rahmenbedingungen schwierig. Vorsichtig optimistisch stimmen auch die Zahlen zum Wirtschaftswachstum in Deutschland. Angetrieben vom Exportgeschäft startet die deutsche Wirtschaft mit relativ viel Schwung ins Jahr. Das Bruttoinlandsprodukt legt von Januar bis März um 0,3 Prozent zum Vorquartal zu. Das Statistische Bundesamt bestätigt damit die frühere Schätzung. Ein Bremsklotz bleiben die Investitionen. Sie sinken zu Jahresbeginn um 1,5 Prozent. Die Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge gehen zurück, die Bauinvestitionen noch stärker. Viel wichtiger als der Blick zurück, ist der Blick nach vorne. Wie steht es um die Konjunkturerwartungen für die zweite Jahreshälfte? Und lohnt es sich aktuell, in deutsche Unternehmen zu investieren? Viele Fragen. Hier kommen die Antworten. Denn darüber spricht Frank Mayer in Frankfurt an der Börse jetzt mit Birgit Haas von Capital. Dann legen wir mal los, Birgit Haas. Der DAX fast bei 25.000. Und IFO, BIP und Konsumstimmung und alles andere sieht alles andere als freundlich aus. Das passt doch nicht zusammen. Nicht so richtig, aber beim DAX ist es einfach so, dass die Unternehmen 75% des Umsatzes gar nicht in Deutschland machen, viele noch nicht mal in Europa. Deswegen die Aussagen für Deutschland und Europa, für den DAX auch ein bisschen nebensächlich sind. Also der DAX ist fast ein Weltindex, müsste man so sagen. Aber schaut man in die einzelnen Daten rein, die heute auch gekommen sind. Das BIP, die Konsumstimmung, also Abschmuck sieht anders aus. Genau, es steckt alles in der Straße von Hormuz vor Iran fest. Es sind natürlich die steigenden Energiepreise, die im Moment gerade auch die Inflation angetrieben haben. In Deutschland ist sie auch schon über drei Prozent gestiegen. Ökonomen erwarten auch, dass wenn die Situation so bleibt, sie auch noch über vier Prozent steigt in den USA früher als hier. Und. Da wird entscheidend sein für die Unternehmen, und das gilt natürlich auch für die Unternehmen im DAX, können die diese höheren Energiepreise weitergeben. Und da kommt dann der IFO-Index ins Spiel, der ja zeigt, dass das Konsumklima sich ein bisschen stabilisiert hat, man doch wieder ein bisschen Geld in die Hand nimmt, um zu investieren. Diese Situation im Iran, man sich so ein bisschen daran gewöhnt sozusagen. Und ja, da wird sich zeigen, wie das entwickelt. Da gibt es aber auf jeden Fall ein leichtes Anzeichen der Hoffnung, auch für die DAX-Unternehmen. Was hat ein Händler letzte Woche gesagt? Über Spanien lacht die Sonne, über Deutschland lacht die Welt. Also auch wenn man hier investieren will, ich weiß nicht, gibt es wahrscheinlich bessere Länder oder bessere Strukturen oder bessere Voraussetzungen. Das haben wir auch gesehen im ersten Quartal, die Investitionstätigkeit. Also schön ist was anderes. So ist es. Es sind natürlich auch noch diese fiskalischen Impulse da. Hohe Energiepreise, fiskalische Impulse wirken beides auf eine steigende Inflation ein. Das ist jetzt nicht gerade so ein Umfeld, das man sich wünscht. Und es ist wie immer und so ist es aber auch schon ein bisschen seit Jahren. Das wird hier seit Jahren gesagt. Wir müssen uns entscheiden. Können wir wieder Innovationstreiber werden? und das wird sich natürlich zeigen, da steht, sagen auch Ökonom Europa gerade ein bisschen am Scheideweg, nichtsdestotrotz gibt es viele Unternehmen, für die es gute steigende Gewinnaussichten gibt, gerade diese Konsumunternehmen Henkel, Adidas, Zalando, die sollen bis Ende des Jahres doch wieder gut aufholen, also. Da sind Sachen drin, die man sich als Anleger durchaus anschauen kann. Anleger fragen sich also, wo Investitionen jetzt noch tragen. Der Staat stellt sich gerade eine ganz ähnliche Frage. Nur nicht bei Aktien, sondern bei Schienen, Tunneln und Milliardenprojekten. Der Bundestag macht den Weg frei für die weitere Planung mehrerer großer Bahnprojekte. Es geht um eine neue Strecke von Dresden bis zur tschechischen Grenze. Um die Neubaustrecke Augsburg-Ulm und um den Ausbau der Marschbahn Richtung Sylt. Das klingt nach Aufbruch, ist aber erstmal vor allem ein Planungsschritt. Jetzt folgen Entwurfs- und Genehmigungsplanung und bis zum Baubeginn können noch viele Jahre vergehen. Zwischen Augsburg und Ulm soll die ICE-Fahrt von mehr als 40 auf 26 Minuten sinken. Zwischen Dresden und Prag soll ein 30 Kilometer langer Tunnel durchs Erzgebirge die Reisezeit von zweieinhalb Stunden auf eine Stunde drücken. Und die Marschbahn nach Sylt soll an Engstellen zweigleisig ausgebaut werden. Das große Aber bleibt die Finanzierung. Allein Augsburg-Ulm kostet mindestens knapp 8,2 Milliarden Euro. Gleichzeitig sieht das Bundesverkehrsministerium in den kommenden Jahren Milliardenlücken in der Finanzplanung. Die Projekte rollen also weiter, aber erst einmal vor allem auf dem Papier. Und damit zu unserem letzten Thema. In Paris hat ein Sammler für ein Stück Eiffelturm rund 450.000 Euro gezahlt. Das Auktionshaus Art Curial versteigert einen knapp drei Meter hohen Abschnitt der Original-Wendeltreppe mit 14 Stufen. Vorher lag die Schätzung nur bei 120.000 bis 150.000 Euro. Die Stufen gehörten früher zu der Wendeltreppe, die die zweite und dritte Etage des Eiffelturms verbannt. Als 1983 ein Aufzug eingebaut wurde, zerlegte man die Treppe in 24 Teile. Seitdem tauchen diese Stücke auf der ganzen Welt auf, unter anderem an der Freiheitsstatue in New York, in einer Stiftung in Japan und in Privatbesitz. Der jetzt gezahlte Preis liegt hoch, aber nicht ganz an der Spitze. 2016 brachte ein ähnlicher Abschnitt etwa 524.000 Euro. 2008 zahlte ein amerikanischer Sammler sogar 553.000 Euro. Ein Stück Eiffelturm bleibt also offenbar nicht einfach ein Stück Metall, sondern ein ziemlich teures Stück Paris. Das war unser Blick auf die aktuellen Nachrichten aus der Wirtschaft für den Moment. Wir hören und lesen uns wieder bei NTV, in der App, im TV oder hier im Podcast.