Latest / Fadegrad / Emanuel Reiter - Singer & Songwriter über (kein) Lampenfieber, Songtexte und Glaube
Transcript
- 0:01Wenn du nicht mal weiter kannst, lehn dich einfach bei mir an.
- 0:06Du musst nicht immer stark sein, stark sein, auch wenn's nicht
- 0:11immer so läuft wie du denkst. Ich werde für dich da sein, da
- 0:15sein, deine Tränen machen dich doch erst zum Mensch, wenn dein
- 0:19Himmel gerade weint, geh ich. Mit.
- 0:22Dir durch die Dunkelheit. Du musst nicht immer stark sein,
- 0:26stark sein, Nein. Nein, tiefgründig, berührend und
- 0:34sehr, sehr schlicht gehalten. Das sind die 3 Schlagworte, die
- 0:37Musik vom 40 jährigen. Stimmt.
- 0:41Emanuel Reiter beschreibt, er ist Schweizer Singer Songwriter,
- 0:44kommt ursprünglich aus Bayern, lebt heute zwischen St.
- 0:47Gallen und Zürich und ist jetzt Gast unserer heutigen Podcast
- 0:51Folge Willkommen, Emanuel. Ja, ich freue mich riesig.
- 0:53Danke, dass du da bist. Freue mich auf das Gespräch mit
- 0:56dir. Vater Grad der Podcast, der
- 1:06fragt, warum Menschen tun, was sie tun und wie sie geworden
- 1:10sind, wer sie sind. Mein Name ist Sam d.
- 1:18Kaiser. Ich war Gastgeberin von diesem
- 1:20Erfolg und ich habe einen Haufen Fragen an die Manuel.
- 1:24Einsteigen würde ich gerne ein bisschen zum Thema Heimat.
- 1:26Ich habe recherchiert und habe gesagt, du bist aufgewachsen in
- 1:29Rosenheim in Oberbayern, durch den dortmaligen Mechatronikerjob
- 1:34bist du mit 19 Jahren aber in die Schweiz gekommen, wie kann
- 1:37man sich da vorstellen? Ja, ich meine, wie es so sage
- 1:40ich mal, ein bodenständiger Bayer macht.
- 1:42Er macht eine Ausbildung, habe ich eben, wie du schon erwähnt
- 1:45hast, eine Ausbildung zum Mechatroniker gemacht und nach
- 1:48den dreieinhalb Jahren. Habe meinen Ausbildungsmeister
- 1:51gemeint, du wir hätten da einen Kunden in der Schweiz, der Sucht
- 1:54für jemanden der ein Jahr bei ihm mithilft eine Anlage zu
- 1:58installieren, zu programmieren und so die Kinderkrankheit
- 2:02auszumerzen. Und ja so bin ich eigentlich in
- 2:06die Schweiz gekommen, ursprünglich für ein Jahr und es
- 2:09ging dann immer weiter, habe dann hier noch studiert und
- 2:14weiterhin gearbeitet und bin sehr sehr dankbar für diesen
- 2:18Weg. Was verbindet die denn noch mit
- 2:20ihrer Heimat? Sehr, sehr gute Frage.
- 2:24Sicher, meine Familie, also ich bin eigentlich alleine hier, ich
- 2:27habe ja noch 4 Geschwister und meine Eltern, die wohnen noch im
- 2:30Raum Rosenheim und freue mich immer, wenn ich wieder so ein
- 2:35bisschen bayerische Luft schnuppern darf, das ist
- 2:38irgendwie was, was mich, was ich immer wieder brauche, was
- 2:41verbindet mich sonst noch? Natürlich auch der Dialekt, ich
- 2:44spreche gerne dann auch bayerisch wieder.
- 2:46Ja, und ich weiß auch, dass dort eigentlich meine Musikkarriere
- 2:49so ein bisschen angefangen hat oder zumindest so die Anfänge
- 2:53waren. Aber wann hat dir denn auch der
- 2:54Schweiz so gefallen? Oder weiß der Ausschlag sie,
- 2:56dass befunden ist? Ich blieb da.
- 2:58Also ich finde einfach die Schweiz bietet eine unglaubliche
- 3:00Lebensqualität, eine Wertschätzung gegenüber Kunst
- 3:04auch. Und ja, und ich habe einfach
- 3:06hier dann viele Freunde gefunden, ob es jetzt in der
- 3:10Musik war oder beruflich. Und ja, irgendwann war es dann
- 3:14so, dass das einfach wieso mein Lebensmittelpunkt war und die
- 3:17Natur, die liebe, ich sowieso. Ich liebe es einfach, in den
- 3:20Bergen zu sein, mit meinem Bus unterwegs zu sein und neue Orte
- 3:24zu erkunden, und die Schweiz ist einfach traumhaft und ja, das
- 3:28sind schon viele Gründe für mich gewesen und noch immer, dass das
- 3:32einfach hier ein toller Ort ist. Also noch nie drauf denkt.
- 3:34Zum Video returgo Es gab tatsächlich mal jetzt so in den
- 3:38letzten 20 Jahren, wo ich jetzt da sein darf, immer mal wieder
- 3:41so Momente, wo ich gedacht habe, gerade wenn ich dann wieder in
- 3:43Bayern war, Mensch, ich vermisse meine Menschen dort, die
- 3:47Lieblingsmenschen, aber irgendwie habe ich dann doch
- 3:50immer wieder gespürt, doch das ist der richtige Ort für mich
- 3:53hier und komme immer wieder gerne zurück, du.
- 3:56Hast vorhin gesagt, du sägst alleine, da hast du eigentlich
- 3:59von mir nicht da. Noch nicht.
- 4:00Vielleicht irgendwann bald, aber ja tatsächlich bis jetzt noch
- 4:04nicht der Fall. Ist natürlich auch als Musiker
- 4:07gar nicht so einfach, gell irgendwie, wenn man wochenends
- 4:10unterwegs ist und so ein bisschen unregelmäßige
- 4:12Arbeitszeiten hat. Und ja, ich glaube, wenn man
- 4:14eine Familie hat, dann ist es vielleicht schon nicht schlecht,
- 4:16wenn man auch ein bisschen eine Sicherheit bieten kann, und das
- 4:20ist vielleicht nicht immer ganz so einfach in diesem Beruf.
- 4:25Manchmal trauen wir. Uns zu viel zu.
- 4:29Kämpfen, auch wenn es weh tut. Und es ist nicht.
- 4:33Immer leicht. Kannst du rauffahren einfach
- 4:39rausziehen, lass dich fahren, ich fang nicht auf.
- 4:44Auf deiner Webseite hat mich das mega neugierig gemacht.
- 4:46Da ist gestanden, du hast vor ein paar Jahren deinen Job in
- 4:48der Forschung aufgegeben für die Musik, was hast du erforscht?
- 4:52Klingt so akademisch, gell? Ja, es ist so gewesen, dass ich
- 4:5712 Jahre bei der Firma Bühler tätig war, kennen vielleicht
- 5:01manche, ich bin dann irgendwann in so ein Forschungsteam
- 5:04reingerutscht und. Die sich mit dem Thema Internet
- 5:06of Things, Blockchain und auch Sensorentwicklung beschäftigt
- 5:11hat und durfte da in dem Bereich zum Beispiel verschiedene Sachen
- 5:15in der Sensorik entwickeln. Beim Kundentesten war viel
- 5:20weltweit unterwegs, auch für Bühler, und letzten Endes habe
- 5:24ich einfach angewandte Forschung betrieben, das heißt einfach
- 5:28versucht neue Sensoren, neue Technologien in diese Anlagen
- 5:32rein. Reinzubringen.
- 5:35Und weisst, der Punkt auf der Seite so jetzt kein Bock mehr,
- 5:38oder? Mein großes Problem war ja das
- 5:43oder eigentlich ein Luxusproblem.
- 5:45Ich habe den Job unglaublich gern gemacht, ich bin jemand,
- 5:48der sehr, sehr gern neue Sachen erforscht, mit Menschen
- 5:54zusammenarbeitet, von der anfänglichen Problemstellung zur
- 5:58Lösung hin, das ist was, was mich mega.
- 6:00Interessiert hat. Und Bühler ist einfach ein
- 6:02toller Arbeitgeber und bin auch mit ihnen immer noch so
- 6:06verbunden, immer wieder mal für einen Kaffee dort, was mich
- 6:11einfach interessiert was dort so läuft, aber es war einfach so,
- 6:14dass halt wie soll ich sagen, in meiner Brust waren halt immer
- 6:17diese 2 Herzen so heftig geschlagen das eine für die
- 6:21berufliche Seite bei Bühler und das andere dann für die Kunst.
- 6:26Und irgendwann habe ich dann einfach gemerkt, kann nicht
- 6:28beiden beiden Herren dienen, quasi.
- 6:30Es war einfach schwierig, irgendwie bei beiden Themen die
- 6:35volle Leistung zu bringen und ich bin jemand, der wirklich,
- 6:38wenn er was macht, dann macht man es gescheit, so wie man auf
- 6:41bayrisch sagen darf. Ich habe einfach gemerkt, ich
- 6:43muss mich jetzt entscheiden für den für den einen oder anderen
- 6:46Weg, sprich wäre ich jetzt bei Bühler gewesen weiter gewesen,
- 6:49hätte ich die Musik mehr als Hobby betrachten können,
- 6:52vielleicht einmal in der. Einmal im Monat eine Show zu
- 6:55spielen und es war dann aber auch schon so, dass
- 6:59zwischenzeitlich wirklich Songs im Radio kamen und ich gemerkt
- 7:04habe, okay, da zuckt schon ein bisschen was.
- 7:05Also da scheint schon ein bisschen Interesse da zu sein an
- 7:08meiner Musik und ja, habe schlussendlich dann wirklich
- 7:11mein Herz entscheiden lassen und erwähne ich immer wieder gern
- 7:16ein Telefon habe mit meinem Vater, der gesagt hat, Hey,
- 7:19probiere es mit der Musik und wenn.
- 7:21Einfach kein Stutzhintergrund. Dann kannst du gerne wieder in
- 7:26dein Zimmer ziehen. Das hat mich dann ermutigt zum
- 7:28wirklich sagen, jetzt setze ich einfach alles auf die Karte
- 7:32Musik. Mega schön.
- 7:33In dem Fall hast du recht einen Support für deine Familie.
- 7:36Total. Also ich sage das immer wieder
- 7:38in der manchmal wilden Musikindustrie hilft mir das
- 7:45extrem, also dieses bodenständige von meiner
- 7:48Familie. Das, was sie mir auch mitgegeben
- 7:51haben, hilft mir extrem durch dieses Haifischbecken durch zu
- 7:56navigieren und gibt mir auch extrem Kraft und Zuversicht,
- 8:00dass es auch so weitergeht. Wilde Musikindustrie und
- 8:04Haifischbecken, das finde ich interessant.
- 8:06Kannst du auch erläutern? Ja, es ist, wie soll ich sagen,
- 8:10ich habe mal gehört, ich weiß nicht, von welcher Musiker er
- 8:13wäre, an jedem Bürotisch gesessen, von jeder
- 8:17Plattenfirma, und die hätten ihm gesagt.
- 8:19Er macht so geilen Sound, der ist der nächste Shit quasi.
- 8:22Und dann wurde dann doch nie was draußen und nach 10 Jahren ist
- 8:27er dann einfach frustriert eingeknickt und hat gesagt, Hey
- 8:30du, ich bin einfach durch und das erlebt man natürlich auf
- 8:35seinem Weg immer wieder, dass dass einem vielerlei Hoffnungen
- 8:38gemacht werden in dem Bereich Musik, Industrie, aber ich habe
- 8:43immer schon eigentlich Recht auf die Karte gesetzt, unabhängig zu
- 8:46agieren, das heißt, ich mache sehr, sehr viele.
- 8:48Shows selber bringen da zum Teil meine Technik oder auch die
- 8:52Aufnahmen. Wir sind jetzt gerade hier im
- 8:53Tonstudio, das hilft mir sehr unabhängig zum Agieren und fühle
- 9:00mich in dem Konstrukt eigentlich auch sehr sehr wohl und suche
- 9:02mir dann einfach immer Leute, die mir helfen, ob es jetzt bei
- 9:06Musikvideos ist oder bei Radio Promo oder so, das kann man sich
- 9:12sehr sehr gut heute so wie wenn man sich so einen Baukasten
- 9:15vorstellt auch selber organisieren.
- 9:17Und so ist man halt immer sein eigener Chef sozusagen und hat
- 9:22jetzt auch nicht den Druck irgendwie.
- 9:24Nächstes Monat muss dieses Ding halt rauskommen, oder hey, warum
- 9:28ist das und das noch nicht gemacht und das liegt mir
- 9:31eigentlich sehr, weil das ist auch was was ich bei Bühler
- 9:33gelernt habe, Projektmanagement und was mir irgendwo liegt,
- 9:37manchmal wünsche ich mir, ich wäre so ein bisschen mehr
- 9:39Künstler quasi sich abends mit einem schönen Glas Wein
- 9:43hinsetzen. Und dann mal anfangen
- 9:46zusammenzuschreiben, aber ich bin da relativ fokussiert und.
- 9:49Ja. Genau richtig.
- 9:51Genau. Kommt man mit dem durch.
- 10:02Also du machst jetzt mehrheitlich.
- 10:04Selber seist hast du in dem Fall keinen Nebenbrief mehr und
- 10:07kommst damit durch. Das ist tatsächlich so.
- 10:09Das eine ist, dass ich gelernt habe, relativ genügsam durchs
- 10:14Leben zu gehen, das ist das eine, ich glaube, muss sich klar
- 10:17werden, wenn man wirklich selbstständig ist,
- 10:19selbstständiger Musiker ist, dass.
- 10:22Man nicht im Monat für Monat quasi das gleiche Gehalt
- 10:24bekommt, sondern eigentlich aufs Jahr gesehen.
- 10:26So. Schaut her was kommt rein und es
- 10:29hat ziemlich lange bei mir gedauert bis ich da so eine Ruhe
- 10:31auch gehabt habe irgendwie wenn man sich das quasi 20 Jahre
- 10:35gewöhnt ist aus dem Berufsleben. Blöd gesagt, dass einfach das
- 10:38Geld reinkommt, es hat schon ein paar Jahre gedauert bis man da
- 10:41so quasi für sich das eine für einen das okay ist.
- 10:46Wenn man sagt okay in dem Monat kommt mal jetzt nichts, im
- 10:49nächsten wieder ein bisschen mehr.
- 10:51Ist tatsächlich so bei mir. So ein spezieller Fall, weil ich
- 10:54wirklich von meiner Musik lebe. Ich mache jetzt sehr, sehr wenig
- 10:59covershows oder dass ich noch in einer Hochzeitsband oder sowas
- 11:02bin, weil einerseits bin ich mega happy, es funktioniert,
- 11:07also ich weiß auch nicht genau warum, aber es scheint irgendwie
- 11:11anzukommen und das zweite ist, dass ich schon noch so einzelne
- 11:15Nebensachen mache wie Eventmanagement, also ich habe.
- 11:20Label, das heißt Soundkollektiv, wo ich mit Freunden zusammen
- 11:25Events Eventkonzepte mache, ob für Firmen oder für Restaurants,
- 11:30wenn die Künstler brauchen, da helfe ich dann beim Booking und
- 11:35bei dem bei der ganzen Umsetzung mit und das andere ist, dass ich
- 11:38auch hier Künstler produziere, immer wieder mal nicht
- 11:42eigentlich da so durchs Leben schlängel also.
- 11:45Ist da etwas schon der Weg, wo man vielleicht kennt?
- 11:47Jein. Aber vielleicht bald okay gibt
- 11:51es immer wieder Künstler, die einfach da sind, für Songwriting
- 11:54zum Beispiel, aber wir haben jetzt konkret jetzt einfach die
- 11:58Belinda del Porto war schon da, die ist Künstlerin aus
- 12:01Romanshorn, hier waren aber auch schon künst Produzenten wie
- 12:05Benjamin Alarso, der den ESC Siegersohn.
- 12:08Mit Memo gemacht hab, mit dem hab ich zusammengearbeitet.
- 12:12Also ja wie gesagt Firmensongs durfte ich schon machen für
- 12:16Kampagnen jetzt für Zweifel für Bühler und so ist es immer
- 12:21kommen ganz ganz viele unterschiedliche Menschen
- 12:23hierher, ich weiß nicht. Warum doch nicht?
- 12:25Ich will so viel und doch, ich fühl, dass es dich gibt, die
- 12:30eine Liebe von Ede spricht und ich will von dieser Welt nicht
- 12:37gehen, ich. Ich dir begegnet bin.
- 12:43Das ganze Musikding habe ich jetzt nie gestartet.
- 12:48Unter dem Aspekt, schnellstmöglich die Nummer 1
- 12:52Hit zu haben und mich mit der Limousine rumfahren zu lassen,
- 12:56sondern mehr wirklich die Musik als Geschenk zu sehen.
- 13:02Und das möchte ich gern teilen und ich glaube wirklich, dass
- 13:06Musik einerseits. Heilkräfte hat, es ist nichts
- 13:10esoterisches, sondern einfach wirklich einen so ansprechen
- 13:14kann, dass vielleicht wieder was ganz wird im Herzen.
- 13:18Und andererseits liebe ich einfach total den den Kontakt
- 13:21mit mit Menschen und alles was live passiert, das ist für mich
- 13:25schon eine große Mystik, immer wieder noch und auch Magie bei
- 13:29jedem Konzert, das ist was was, was mich selber immer wieder
- 13:34flasht. Dieser Podcast ist ein
- 13:37ökumenisches Projekt und wird präsentiert von den
- 13:40evangelischen und katholischen Kirchen, der Kantone St.
- 13:42Gallen und Appenzell. Danke für eure Unterstützung.
- 13:48Hoi Mitterand für die Aufnahme dieser Folge darf ich cmd Kaiser
- 13:52heute den Singer und Songwriter Emanuel Reiter unser Musikstudio
- 13:56besuchen. Es sieht irgendwie zwar genauso
- 13:58aus, wenn man sich ein Musikvideo, Musikvideo,
- 14:01Musikstudio vorstellt und irgendwie auch total nicht.
- 14:08Nein, es war spannend. Wir sind durch ein Jugendraum
- 14:10von einem Kirchgemeindehaus sind wir da durchgelaufen, so typisch
- 14:14im Luftschutzbunker, und dann laufen wir oft mal in das Studio
- 14:18mit Halbaufbauter Schlagzeug, nicht viel davon, aber wer kennt
- 14:23es genau, es sind 2 räumchen. Es hat ein mega bequemes
- 14:28Ledersofa, wo ich gerade drauf sitzen.
- 14:30Es hat sehr sehr viele Plakate von Jensten alles was du gerade
- 14:34gemacht hast oder dabei gewesen bist, stimmt.
- 14:36Das genau richtig es. Gibt da den hinten hier ein
- 14:40Skyboard, steht da, das Mikrofon hat es hier also alles, was zum
- 14:43Musikmachen braucht, unter anderem auch Kaffee, auch
- 14:47wichtig das. Ist wichtig.
- 14:49Genau. Wenn wir gerade bei der Musik
- 14:51bleiben. Vorher haben wir ja auch so
- 14:52klein über deine Heimat geredet, über deine Wurzeln, über deinen
- 14:55ursprünglichen Beruf, wie du zu der Musik ko bist.
- 14:58Und gleich fällt mir noch in den Teil.
- 14:59Angefangen hat es so bei dir schon ganz, ganz früh, du hast
- 15:02einfach klein auf verschiedenste Instrumente schon gespielt,
- 15:05gell? Ja, ich bin ein relativ
- 15:07Spätzünder, was Musik betrifft. Ich habe ja noch 4 Geschwister
- 15:11und ein Bruder von mir, der Flori, der ist ein unglaublich
- 15:14begnadeter Gitarrist. Okay ich würde immer sagen, er
- 15:17ist viel musikalischer als ich. Schreibt auch tolle Songs.
- 15:21Ich muss mich jetzt mal so ein bisschen schüpfen auf schizotyk
- 15:26Seite, dass er wirklich raus geht mit dem Material, weil es
- 15:29echt cool ist. Und vor ihm habe ich so ein
- 15:32bisschen was gelernt, schon auf der Gitarre, wobei mein
- 15:35Hauptinstrument war tatsächlich Piano, also wenn ich von vorne
- 15:38anfange, so wirklich so, an was ich mich mega erinnern kann, war
- 15:42im Alter von 10 Jahren war ich auf so einem Jugendlager und.
- 15:45Und da hat eine gewisse Amelie unglaublich toll Klavier spielen
- 15:49können. Da habe ich mir gedacht, das
- 15:50gibt es doch gar nicht, wie man so berührend Klavier spielen
- 15:54kann, das habe ich total angefixt und habe dann meine
- 15:57Eltern, nachdem ich da wieder zurück war, so richtig gequält
- 16:01und gesagt, Hey, ich würde das auch gerne lernen und dann habe
- 16:04ich 2 Jahre mit meiner Schwester sind wir immer mittwochabends
- 16:08zum Keyboardunterricht gefahren. Das waren so die Anfänge an den
- 16:13Tasten quasi. Hatte dann zwischenzeitlich noch
- 16:15ein Jahr klassische Klavierausbildung bei einer über
- 16:2080 jährigen Klavierlehrerin, das war richtig, es war eine gute
- 16:26Erfahrung, die ist dann wirklich, ich höre jetzt noch
- 16:28immer diesen Bleistift, wie sie den Tag geschlagen hat, so ist
- 16:32eigentlich die Liebe zum Klavier entstanden und habe da zu der
- 16:35Zeit aber auch gar keine Songs in dem Sinn geschrieben,
- 16:39nachgespielt. Das hat sich dann immer
- 16:41weiterentwickelt und als dann im Kirchenchor, als dann im
- 16:45Kirchenchor der Pianist ausgefallen ist, war es dann so,
- 16:50dass ich gefragt wurde, ob ich nicht bisschen einspringen
- 16:54könnte, habe ich es, dann, habe ich den Job dann übernommen, war
- 16:58das eine Gelegenheit für mich, irgendwie einfach so ein
- 17:00bisschen da reinzukommen ins Begleiten von von Songs und habe
- 17:04dann aber auch ziemlich schnell begonnen.
- 17:08Ich glaube, das war mit 19 oder so erste Songs zu schreiben am
- 17:11Klavier und nach einer Reise durch Neuseeland bin ich dann
- 17:16wirklich so letzten Endes auch so ein bisschen bei der Gitarre
- 17:18gelandet an so einem verregneten Tag in einem Beckbäcker Hostel
- 17:24hat mir dann einer die Akkorde von Lucky on Heavenstore gezeigt
- 17:28und Zeit hat man eh, und dann, als ich dann wieder in der
- 17:31Schweiz war, habe ich gedacht, jetzt hole ich mir eine Gitarre
- 17:34und fange an. Gitarre zu spielen und hat mir
- 17:38das dann relativ autodidaktisch beigebracht, würde ich sagen,
- 17:42ja, das. Ist eine außerromantische
- 17:44Vorstellung von Gitarren und verregnet und.
- 17:47Ja, total klingt ein bisschen kitschig, gell, aber es war
- 17:51tatsächlich so, es hat mich eh interessiert, das Land, und da
- 17:54sind wir 6 Wochen durchgereist und dann war wirklich hat sich
- 17:58diese Situation so ergeben, ist cool und.
- 18:02Total witzig da, weil es ist ja ein Song Nagel an Heavens da,
- 18:07den viele sag ich mal am Anfang lernen, weil er relativ einfach
- 18:12ist. Ja, ja, ja, ja, ja ja.
- 18:13Ja, ja, ja, ja. Ja, ja, ja, ja.
- 18:24Ja, du hast ja gesagt, Dein Bruder ist auch sehr
- 18:27musikalisch. Weißt du, wie der Rest von der
- 18:28Familie sind ja alle begnadete Musiker.
- 18:31Ist noch interessant, weil meine Eltern sind jetzt weniger
- 18:34musikalisch. Ich mag mich zwar noch erinnern,
- 18:36mein mein Vater, der hat immer so ein bisschen lustig Gitarre
- 18:39gespielt, also der hat auch mal was weiß ich, als Jugendlicher
- 18:42hat begonnen Gitarre zu lernen, es war dann aber wahrscheinlich
- 18:46zu wenig Zeit und vielleicht auch entschuldigst mir Papa
- 18:49vielleicht zu wenig Talent dann da, aber wie soll ich sagen, Sie
- 18:54haben uns die Gelegenheit gegeben in den Möglichkeiten,
- 18:57denen sie damals hatten. Dass man halt Musikunterricht
- 19:00bekommen. Meine Schwester, die spielt
- 19:05unterdessen auch ein bisschen Gitarre und wie gesagt, ein
- 19:07bisschen Klavier, bei der war ich neulich in Leipzig, haben
- 19:12wir sogar einen Song aufgenommen, vielleicht kommt
- 19:14der mal raus, cool, cool, so ein kleines Familienprojekt, aber
- 19:19was sie vor allem sehr, sehr gut kann, ist Texte schreiben, also
- 19:22sie lektoriert alle meine Pressetexte, die ist wirklich.
- 19:27Ein wandelndes Lexikon habe ich das Gefühl dieser mega gut so
- 19:31arthografisch und hilft mir da sehr sehr und der Simon, der
- 19:35Jüngste von uns, der ist auch Gitarrist, der hat glaube ich
- 19:38auch schon Songs geschrieben, aber der hat gerade ein bisschen
- 19:41wenig Zeit, der ist gerade in die einzige vom Studium und ja,
- 19:47vielleicht haben wir da auch mal irgendwas noch.
- 19:49Da wär mega cool, weil da wär eine von meiner nächsten Fragen
- 19:52gibt's denn da keinen Familien? Song.
- 19:53Aber du meinst, ah, das wär eigentlich mal nice so Art Kelly
- 19:57family mäßig. Ja, voll.
- 19:59Vielleicht ist jetzt gerade ein Projekt geboren, dass mir auch
- 20:03was gebracht haben. Klingt gut.
- 20:12Hast du auch musikalische Vorbilder gehabt?
- 20:15Ja, schon auch. Wobei es immer recht witzig ist.
- 20:20Klar, als Jugendlicher, gerade in der Teenie Zeit, beeinflussen
- 20:24einen immer Bands und meine erste CD damals noch war
- 20:28tatsächlich ein Green Day Udoki, die finde ich sehr sehr geil.
- 20:33Immer noch Basket Case und wenn er Camera und einfach diese
- 20:37Songs die sind natürlich haben mich durch meine Teenagerzeit
- 20:40begleitet, andere Bands auch, ich bin ein sehr großer Fan von
- 20:43Herbert Grönemeyer, Xavier Naidoo damals noch.
- 20:48Sind so Künstler, die mich schon inspiriert haben.
- 20:51Jetzt ist es aber oft so, dass ich einfach wirklich Musik
- 20:55schreibe, die einfach in meinem Herz drin ist.
- 20:57Also es bei mir ist jetzt auch nicht so, dass ich mega
- 20:59irgendwie schaue, was ist jetzt gerade trendy und was müsste man
- 21:03jetzt machen, um Erfolg zu haben.
- 21:04Es ist schon irgendwie sehr, wie soll ich sagen, Intrinsisch ist
- 21:08das das richtige Wort, einfach was irgendwie gerade sich in mir
- 21:12bewegt und und was ich gern schreiben würde und dann?
- 21:16Schreibe ich so die Songs auch? Kann man sich fast da
- 21:18vorstellen. Bist du nicht mit dem Kochen und
- 21:20nachher ist so voll die Idee und Stürmst statt den Laptop oder
- 21:23wie sieht der aus es? Kann schon mal vorkommen, auch
- 21:26nachts irgendwie wenn man erwacht oder so.
- 21:29Deswegen habe ich dann viele, schreibe ich dann ins Handy rein
- 21:32oder in ein Notizbuch oder so. Daheim bin ich gerade beim
- 21:35Aufräumen an so einem stapel Papier vorbei habe ich gesehen,
- 21:39dass lauter Songideen drin sind okay ich glaube, das ist relativ
- 21:43wichtig, dass man die dann auch mal vorziehen kann.
- 21:46Falls man mal vielleicht eine Schreibblockade oder so hat sich
- 21:50die Idee mal wieder durchzuschauen, aber es ist
- 21:52wirklich so, dass man halt manchmal so Impulse hat,
- 21:56Melodien, Textfetzen, bei mir fängt es oft ein Song an mit
- 22:00einer Zeile, die mich selber berührt und darum baut sich dann
- 22:03der Song auf. Ich bin jetzt weniger
- 22:06systematisch unterwegs oder so, manche schreiben ja zum Beispiel
- 22:09erste Musik und setzen dann den Text drauf, bei mir ist es eher
- 22:12so Hand in Hand. Dass ich irgendwie irgend ne
- 22:15Zeile hab und dann nehm ich die Gitarre in die Hand oder Sitz
- 22:18mich ans Klavier und los geht's. Denn schon alles gesehn und
- 22:25erlebt könnten Bücher darüber füllen, übers Fallen und
- 22:31aufstehen sind doch Wüsten und Oasen gemeinsam schon hindurch,
- 22:38kennen jeden Winkel der Gezeiten.
- 22:42Zwischen Ebbe und der Flut egal was auch immer war, egal was
- 22:49auch noch so kam, wir waren für einander da.
- 22:52Genau. Wir haben es jetzt schon ein
- 22:55bisschen von dem Text gekannt. Ich finde, sie sind wirklich,
- 22:58also sie sind so beschrieben auf der Website, die haben es halt
- 23:00reingelost und es ist wirklich so, sie sind tiefgründig und
- 23:04berührend. Mir fällt auf, dass praktisch,
- 23:08also ja alle Songs, die ich jetzt reingelost habe.
- 23:11In du ansprichst und zwischendurch aber von dir
- 23:15selber aber schon meistens etwas ansprichst.
- 23:18Hast denn auch wirklich die Person im Kopf, ja.
- 23:21Ja, das ist schon so. Also mir ist das jetzt gerade
- 23:25selber gar nicht so bewusst. Du bist da sehr, sehr genau
- 23:29zuhören gewesen. Für mich ist Musik auch eine
- 23:31Möglichkeit, vielleicht jemandem zu sagen, was man, was man fühlt
- 23:36und vielleicht ist das so der Grund, warum ich häufig dann
- 23:39jemand, den du ansprich. Aber so vor allem auch die neuen
- 23:43Songs gehen so ein bisschen, ziehen einen weiteren Kreis.
- 23:46Auch das, das wir Gefühl zum Beispiel so ein Song, Wir haben
- 23:49immer noch uns, aber auch so ein Song wie ich bin hier, der auch
- 23:53mich selber anspricht, quasi, ja ehrlich freut mich, ich glaube
- 23:59das ist hängt davon ab, wo man gerade so als Künstler
- 24:02vielleicht gerade steht, welche Themen in einem sich bewegen,
- 24:06und ich bin da aber auch. Sehr folgt da einfach dem
- 24:11Impuls. Also ich bin da jetzt nicht so,
- 24:13dass ich sage, Oh, jetzt braucht man so, der We are the World
- 24:16oder so, ja, sondern einfach das, was halt in mir ist.
- 24:21Das versuche ich auch aufs Blatt zu bringen.
- 24:24Ich habe. Die Angewohnheit, wenn ich so
- 24:27Lieder lese und vor allem im Deutschen, denn ich weiß auch
- 24:30nicht wieso, stelle ich mir vor, ob kirsweiler eine Geschichte
- 24:32untertaliert, weisst du dem Musiker echt passiert, dass er
- 24:35auf das Lied gekommen ist? Und ich frage mich jetzt gerade,
- 24:37ist er wirklich realistisch oder hat er gar nicht unbedingt immer
- 24:40mit einer Story zu. Tun teils, teils viele Songs,
- 24:44habe ich tatsächlich selber durchlebt, aber andere natürlich
- 24:47einfach im Beobachten geschrieben.
- 24:49Also ich glaube, wenn man ein bisschen mit offenen Augen durch
- 24:51die Welt geht, dann findet man da auch sehr, sehr viele Themen,
- 24:54über die man. Schreiben kann also, das ist
- 24:57schon mein Ziel, mit weiten, großen, offenen Antennen durch
- 25:02die Welt zu gehen und einfach zu spüren, was grad so um uns
- 25:06passiert. Beste.
- 25:09Zeit, Sie bleibt uns für die Ewigkeit tanzen und vom Feuerweg
- 25:16so, als Gäb s kein Morgen mehr. Manja auch noch mal havelle
- 25:21Frage, du bist zuerst. Du bist zuerst.
- 25:23Wir sind zuerst als Band unterwegs gewesen und nachher
- 25:26dann auf das mal solo. Wie ist es dazu gekommen?
- 25:30Also wir haben in einer Kirchgemeinde tatsächlich eine
- 25:33Band gegründet, die hat damals New Course geheißen.
- 25:36Bei dem letzten Konzert war ein Mischer da, wir haben gesagt,
- 25:39Hey, das letzte Konzert von uns, das soll anständig gelingen, da
- 25:42brauchen wir einen guten Mischer, und der war zufällig
- 25:44auch Musikproduzent aus St. Gallen, der hat nach dem Konzert
- 25:47gesagt, Du, irgendwie, du hast eine gute Stimme.
- 25:51Lass uns doch mal im Studio treffen.
- 25:53Ich hätte da ein paar Ideen. Das war der Urs Tanner damals,
- 25:56und der hat mich dann einfach, der hat mich ermutigt, einfach
- 26:00als Solokünstler unterwegs zu sein.
- 26:02Vielleicht kann man sagen, vielleicht ist das sogar mein
- 26:05Entdecker, wenn man das so ein bisschen theatralisch
- 26:09ausdrücken. Möchte.
- 26:12Ja, der hat mir eigentlich so mit mir dann die ersten
- 26:15Aufnahmen gemacht. Und dann ist gerade ein Song,
- 26:18der hat damals geheißen, Willy Weight von mir ist gerade bei
- 26:20damals nach DS 3 gelaufen und da dachte ich mir, hey cool, das
- 26:24funktioniert ja irgendwie und habe dann aber immer mehr
- 26:27festgestellt, dass ich mich mich mit Deutsch besser ausdrücken
- 26:31kann. Jawohl, ich glaube, dass das
- 26:32auch die richtige Entscheidung war.
- 26:34Hast du das Gefühl, dass die Sprache auch Zielgruppen
- 26:38einschränkt? Also mit Englisch hätte ich die
- 26:39grössere Qualität wie jetzt auf Deutsch.
- 26:42Ja, das stimmt natürlich, aber die Konkurrenz ist natürlich
- 26:44auch. Brutal größer, könnte man sagen,
- 26:49aber das war nicht der Hauptgrund, sondern wie gesagt,
- 26:52habe ich einfach im Herzen gespürt, ich mach mach auf
- 26:56Deutsch, weil weil es einfach meine Muttersprache ist, ich
- 27:00mich am besten ausdrücken kann und auch die auch live
- 27:04wiedergeben kann. Also ich glaube auch bei mir ist
- 27:07es ja oft so, dass die Konzerte oder es ist mein Ziel, dass die,
- 27:11dass die tiefgründig sind, einerseits klar die.
- 27:15Das Publikum tanzt auch mal, aber ich find's einfach wichtig,
- 27:19dass ich was mitgeben kann. Ja, über die Texte, ich glaub,
- 27:23das wär weniger möglich, wenn ich's jetzt in Englisch machen
- 27:26würde. Für alle für einen mit Herz und
- 27:31Verstand. Wussen den Weg ganz.
- 27:35Chrom schaffen. Du hesch.
- 27:39Über 350 Konzerte im In und Ausland gehen in den letzten 4
- 27:43Jahren. Darunter bist du auch ein
- 27:44grosses Festival gewesen, wie ein Scorte oder ein Open Air St.
- 27:47Gallen kennst denn du Lampenfieber überhaupt noch?
- 27:51Es ist tatsächlich witzig, dass ich nicht so ein mega grosses
- 27:54Lampenfieber habe. Ich verstehe es auch nicht,
- 27:56warum das so ist. Es ist dann schon so 5 Minuten
- 27:59vor dem Konzert, wenn dann vielleicht 5 6000 Leute draußen
- 28:03stehen. Da merke ich schon, dass mein
- 28:06Pool so ein bisschen schneller wird.
- 28:07Auf jeden Fall. Aber vielleicht liegt es einfach
- 28:10dran, dass ich merke, auf der Bühne, da bin ich ich selber und
- 28:14merke einfach, das klingt vielleicht blöd, aber da gehöre
- 28:17ich hin, irgendwie, das ist sowieso eine Symbiose, wo ich
- 28:20einfach merke, das ist mein Platz und es gibt mir eigentlich
- 28:24mehr Energie, vor allem diese Energie, die zwischen Publikum
- 28:28und und mir abläuft, das ist vielleicht der Grund, warum ich
- 28:31jetzt nicht so mega Lampenfieber habe.
- 28:34Manchmal frage ich mich auch, vielleicht müssen es größere,
- 28:37noch größere Bühnen sein oder vielleicht müsste ich mal zum
- 28:39Beispiel die Gitarre weglassen, weil es auch so ein bisschen ein
- 28:42Schutz ist. Oder aber ja, bis jetzt mache
- 28:44ich es ja so und es funktioniert.
- 28:47Ich könnte mir schon vorstellen, wenn Hallenstadion oder so, dann
- 28:50weißt du, heute ist dein Abend ausverkauft, dann.
- 28:55Glaube ich schon, dass da noch mal eine ganz andere Aufregung
- 28:58da wäre, könnte ich mir schon vorstellen.
- 29:00Künstler, vor allem wenn sie auf Tour sind, die Spielen jeden Tag
- 29:05die gleichen Lieder. Gibt es, dass man Lieder
- 29:08irgendwie nicht mehr hören und sich vielleicht wahr, jetzt muss
- 29:10ich auch wieder singen. Ja, ist ein guter Punkt.
- 29:13Bei mir ist es so, es gibt natürlich Songs, die ich sehr,
- 29:17sehr, sehr, sehr gerne spiele und da gibt es aber auch Songs.
- 29:20Wo ich mir denke, ja okay damals vor 5 Jahren habe ich so
- 29:23gedacht, würde ich heute vielleicht nicht mehr ganz so
- 29:25schreiben. Eigentlich ist es bei mir so,
- 29:27dass ich fast jeden Song, also mir fällt jetzt keiner ein, wo
- 29:31ich sage, irgendwie, den würde ich jetzt nicht spielen, es ist
- 29:33eher so, dass ich schon so viele Songs habe, dass es zum Teil
- 29:36schwierig ist auszuwählen, welche man ins Set mit
- 29:39Reinnimmt. Will das Spiel schon am
- 29:41liebsten. Momentan tatsächlich meine
- 29:43aktuelle Single. Beste Zeit finde ich sehr sehr
- 29:47nice zu spielen, hat das super Energie.
- 29:50Mit der Band ich weiß nicht, wie die eine Liebe spiele ich immer
- 29:54noch sehr, sehr gerne, obwohl der Song schon relativ relativ
- 29:58betagt ist. Aber den Spiele ich sehr, sehr
- 30:01gern. Ich will nur, dass du weißt,
- 30:03dass ich dich noch immer lieb sind so Songs, die ich einfach
- 30:06immer, immer noch gern spiele und diese Energie da ist.
- 30:12Wie es mir jetzt gleich aufgefallen ist, ich meine du
- 30:14hast erzählt vom Kirchentor. Wir sind da im Untergrund von
- 30:18einem Kirchgemeindehaus. Du hast also schon anscheinend
- 30:22so immer wieder Berührungspunkt mit der Kirche.
- 30:25Was ist denn für dich glaube? Für mich ist glaube eine tiefe,
- 30:30tiefe Hoffnung. Mir gibt es unglaublich viel
- 30:33Kraft, wenn es mal ein bisschen Zach, wenn man in Bayern sagt,
- 30:37zu und her geht, dann gibt mir das einfach Zuversicht, dass ich
- 30:41weiß, dass es weitergeht, weil ich auch noch rückwärts schaue
- 30:46und weiß. Dass ich da immer so einen
- 30:49Rückenwind gespürt habe und dass ich auf dem richtigen Weg bin.
- 30:52So würde ich für mich glaube definieren, wenn man bei mir
- 30:55zwischen den Zeilen hört, dann ist es ist es auch immer wieder
- 30:59ein Thema, ich könnte es mir eigentlich nicht vorstellen,
- 31:02ohne Glaube unterwegs zu sein, das wäre für mich irgendwie
- 31:06relativ trostlos tatsächlich. Also es ist für mich wirklich so
- 31:11ein Lebensanker, so ein Licht. Wenn man durch den Tunnel
- 31:15durchläuft, und ich bin eigentlich sehr, sehr dankbar
- 31:18dafür, diesen so eine, so eine Hoffnung im im Herzen zu haben.
- 31:23Mega schön. Danke für den Jufterhand.
- 31:29Das ist. Unser das ist.
- 31:32Unser das ist unsere beste Zeit. Das ist unsere beste Zeit.
- 31:38Sie bleibt uns für dich. Wann möchtest du noch erreichen?
- 31:42So geht der Schluss was steht an, woran willst du denn noch?
- 31:45Also ich bin grundsätzlich jemand, der mega groß träumt,
- 31:48also wirklich, ich glaube es ist wichtig im Leben groß zu
- 31:51träumen, weil was soll schon passieren, klar, jeder von uns
- 31:55hat Zweifel, aber ich glaube, dass man dann auch andere damit
- 31:58anstecken kann mit seinen, mit seinen Träumen, manchmal ist man
- 32:01vielleicht auch ein bisschen vorsichtig, man soll es
- 32:03vielleicht auch nicht jedem sagen.
- 32:05Mein Wunsch und Ziel wäre sicher mal im Hallenstadion zu spielen,
- 32:08egal ob als Support oder selber ein eigenes Konzert.
- 32:12Mein großer Wunsch ist, dass ich nach wie vor weiterhin meine
- 32:16Musik spielen darf, davon leben darf und ein Ziel wäre, schon
- 32:20mal noch eine richtig schöne große Tour durch Deutschland,
- 32:23Schweiz, Österreich mit der ganzen Band, das wäre schon sehr
- 32:26sehr nice. Es reicht 1000 Kerzen sowie 1.
- 32:37Das ist so. Die beste Zeit, danke, danke,
- 32:40viel vielmals fürs Gespräch. Danke dir fürs Zeitnehmen war
- 32:44eine total schöne Runde. Ich weiß gar nicht wieviel
- 32:46wieviel wir jetzt gesprochen haben, aber es ist mir sehr sehr
- 32:49kurz vorgekommen. Mich auch.
- 32:52Ich hätte gerne noch viel, viel mehr fragen, aber da müssen wir
- 32:54viel, viel längere Folgen machen.
- 32:56Danken auch allen unseren Zuhörerinnen, die sich die Folge
- 32:59angelassen haben. Wir freuen uns, wenn ihr den
- 33:01Podcast zu abonnieren, wenn ihr nicht schon habt zum keine neue
- 33:04Folge verpassen. Feedbacks sind natürlich auch
- 33:06immer herzlich Willkommen, besucht gerne auch unser Profil
- 33:09auf Insta fade gerade unterstrich Podcast.
- 33:12Dort findet ihr nämlich wie immer passende Videos, Bilder
- 33:15und Stories zum aktuellen Wochenthema.
- 33:18Auch dort freuen wir uns über einen Kommentar, eine
- 33:20Weiterempfehlung oder ein Like. Wer sich noch mehr für den
- 33:24Immanuel Reiter interessiert, ihr findet dann auch in der
- 33:27Beschreibung vom Podcast die Webseite und den Spotify Link.
- 33:32Das wir mal Reinlesen. Genau das wäre es schon wieder
- 33:36von uns. Ich wünsche euch eine ganz gute
- 33:38Zeit und bis bald tschüss miteinander fade gerade.