Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Theodor-Heuss-Brücke wird einspurig, Diebesgut in Büdchen und Mehrwertsteuersenkung in der Gastro
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- Irgendwie geht es ja dann doch immer schnell. Die Weihnachtstage sind rum, dann ist Silvester und plötzlich sind wir gefühlt mittendrin im neuen Jahr. Und der Jahresanfang gibt ja zumindest wettertechnisch gerade alles. Also mit dieser Schneesituation habe zumindest ich irgendwie so gar nicht gerechnet. Das verschneite Rheinufer im Sonnenschein mit klarer Luft hat ja wirklich was Zauberhaftes. Und wenn man nicht gerade mit dem Auto oder dem Rad unterwegs sein muss, bekommt man auch das mit der Glätte ganz sicher in den Griff. Dennoch gibt es natürlich auch Menschen, die unter dieser Kälte leiden, die vielleicht keinen festen Wohnsitz haben oder aus anderen Gründen auf Hilfe angewiesen sind. Und deswegen möchte ich auch hier nochmal betonen, dass ihr, wenn ihr das Gefühl habt, jemandem in einer solchen Situation zu begegnen, immer die Möglichkeit habt, die Kältepüsse oder eine andere Hilfsanrichtung zu kontaktieren. In härteren Fällen natürlich auch den Notruf. Die Kontakte findet ihr im Internet. Für die heutige Folge habe ich mit Alexander Esch über die ja schon länger geplante Sanierung der Theodor-Heuss-Brücke gesprochen. Bevor es da richtig losgehen kann, muss die Brücke erstmal abgelastet werden. Fit machen vom großen Umbau quasi. Was die aktuellen Entwicklungen sind, das erzählt er. Einige Büdchenbetreiber in der Stadt sollen suchtkranke Menschen beauftragen, für sie auf Dienstzug zu gehen, um die Beute dann in ihren Läden verkaufen zu können. Dieser Geschichte, angestoßen von einem Prozess aus dem vergangenen Jahr, ist Philipp Zeitner auf den Grund gegangen und erzählt mir und uns davon. Zum 1. Januar wurde die Mehrwertsteuer für Gastronomiebetriebe von 19 auf 7% gesenkt. Welche Reaktionen das bei Restaurantbetreiberinnen und Betreibern hervorruft und was das insgesamt bedeutet, das weiß Paul Küchler. Und damit herzlich willkommen zum Rheinpegel. Ihr hört Folge 403 und der Rhein steht bei 1,6 Meter. Hallo zum Rheinpegel, dem Podcast, in dem wir jede Woche darüber sprechen, was Düsseldorf bewegt, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt, kurz und gut, was geht. Mein Name ist Torsten Kohlmann und diese wirklich schöne Aufgabe darf ich übernehmen. Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, wenn ihr Themen habt, die euch auf der Seele oder unter den Nägeln brennen, wenn ihr Termine wisst, auf die wir hinweisen dürfen oder wenn ihr einfach mal was loswerden wollt, dann könnt ihr das gerne tun. Unter rheinpegel-pass.de oder 0160 80 80 844 erreicht ihr uns. You know it. Wir freuen uns immer von euch zu hören. Im vergangenen Juli wurde der Abriss und Neubau der maroden Theodor-Heuss-Brücke beschlossen. Schon jetzt im Vorhinein muss das Bauwerk allerdings aufwendig saniert werden. Zweieinhalb Jahre wird die Brücke somit ab diesem Sommer zur Baustelle. Der Verkehr wird in jede Richtung einspurig, die Höchstgeschwindigkeit wird auf 30 kmh beschränkt und Fahrzeuge über 3,5 Tonnen dürfen den Rhein auf diesem Wege nicht mehr überqueren. Was das für den Verkehr in der Stadt heißt, warum es zumindest für die Anwohnenden trotzdem eine kleine Entlastung gibt und welche Probleme jetzt schon aufkommen, das weiß Alexander Esch. Alexander. Hallo, Tosja. Happy New Year. Ja, wünsche ich dir auch. Findest du auch, dass man, Philipp und ich haben gerade überlegt, bis wann man das sagt, bis zum 10. Januar, bist du auch dabei? Ich finde, das ist so eine gefühlte Sache. Ich sage es jetzt mittlerweile nicht mehr. Oder? Doch, ich sage es eigentlich noch, stimmt. Naja, das geht wahrscheinlich schon noch ein bisschen. Ich finde eigentlich sogar, wenn man sich jetzt gar nicht gesehen hat, warum soll man es nicht nach zwei Wochen noch sagen? Finde ich nämlich auch. Ich finde, dass man alle durch hat, denen man das gerne wünschen würde. Also frohes Nächster. Wir starten rein in dieses Jahr mit einem Thema, über das wir auch im letzten Jahr schon das eine oder andere Mal gesprochen haben. Es geht um meine, unser aller Lieblingsbrücke, die Theodor-Heiß-Brücke im Düsseldorfer Norden. Stimmt, das hast du mal erzählt, dass das deine Lieblingsbrücke ist. Meine Lieblingsbrücke. Ich glaube immer noch daran, ich weiß, dass wir damals auch darüber gesprochen haben, dass jede Düsseldorferin, jeder Düsseldorfer irgendwie eine Lieblingsbrücke hat. Wir haben genug davon und irgendwie verbindet man, finde ich, mit denen was. Also ich finde, wenn man sich ein bisschen intensiver darüber unterhält, dann kitzelt man das schon aus allen raus. Ja, ich habe nicht so richtig eine, glaube ich. Macht die Flairbrücke gar nichts mit dir? Ja doch, ich höre sie ja halt ein bisschen rauschen nachts, weil ich da so nicht so weit weg wohne. Das macht es eigentlich nicht so gut. Ja. Na gut, okay. Also die Thäder-Holzbrücke ist auf jeden Fall meinetwegen. Die finde ich schon echt massiv, die Fleerbrücke ist natürlich riesig. Ich finde schon diese Innenstädtischen, die finde ich so ganz nett. Ja, ich finde auch. Also die Brücken haben mich schon über die eine oder andere, bleibe ich hier oder soll ich gehen, Krise mit meiner Heimatstadt gehoben. Also ich finde dieser, wenn man dann da wirklich mal drüber läuft und sich in der richtigen Stimmung, im richtigen Licht, wenn die Luft auch noch nach irgendwas riecht und so, So, dann können diese Brücken, tatsächlich meine ich ganz ernst, irgendwie haben die was Magisches. Deswegen kann ich verstehen, dass dieses Thema Sanierung, Abriss, Neubau, was ja einfach ein bisschen schon länger schwielt, auch ein durchaus emotionales ist. Und genau, heute geht es um die Täter-Heuss-Brücke. Und wir haben ja eben, ohne dass die Mikros an waren, schon ein bisschen gesprochen. Und ich finde, wir starten immerhin mit einer etwas, naja, mit einer guten Nachricht, weiß ich es nicht, aber mit einem vielleicht, mit einer Sache, die auf ... Gute Reaktion gestoßen ist, es geht darum, dass diese Brücke nicht mit Gleisen versehen wird. Ich weiß, als wir letztes Jahr gesprochen haben, ging es doch. Also der guten Reaktion, das kann man nicht so sagen. Man sieht schon ganz viel Kritik auch direkt. Auch erwartbar natürlich, weil es klare Befürworter dafür gibt, dass da Gleise drauf sollen. Wenn man so in die Zukunft investiert, ein wichtiges Bauwerk, eine Achse in der Stadt. Und das war ja auch von der Stadt so eine der ausgewählten möglichen neuen Stadtbahnrouten, diese Nordtangente, diese sogenannte da vom Seestern Richtung Staufenplatz. Also da gibt es schon viel Kritik für die Anwohnenden, weil es da ein bisschen, weil da gab es ja auch viele Bedenken, wenn da die Brücke überhaupt saniert und neu gebaut wird, dass natürlich die Menschen, die in dieser Rampe sozusagen, die Brücke ist, die an der Rampe wohnen, das wird jetzt eh irgendwie alles relativ stressig und dann wird immerhin da nicht auch noch irgendwie ein bisschen Platz weggenommen für die Gleise. Ich möchte doch einfach mit irgendwas Schönem hier reinsteigen. Habe ich verstanden. Genau, das ist jetzt sozusagen die eine News dieser Woche, dass keine Gleise gebaut werden. Wie kam es zu dieser Entscheidung dann doch, wo du ja recht hast? Es wäre ja natürlich eine logische Sache, weil es halt den ÖPNV irgendwie nochmal anders aufstellt. Ja, es gibt eine Machbarkeitsstudie dazu. Man hat unterschiedlichste Routenführungen angeguckt und die in ein Kosten-Nutzen-Verhältnis gesetzt. Da gibt es auch so bestimmte Standardparameter für, die auch erfüllt sein müssen, um Förderungen zu kriegen von Bund und Land. Das ist, sagt die Stadt auch, elementar wichtig für dieses riesige Infrastruktur-Bauprojekt, was sehr teuer werden wird, dass man diese Mittel bekommt. Weil ja sowieso die Kassenlage nicht so gut ist, gerade der Stadt. Und da war man doch weit von dem nötigen Wert entfernt, den man da hätte erreichen müssen. Insofern ist das Ergebnis, obwohl man die Machbarkeitsschule noch nicht einsehen kann, sie soll wohl auch präsentiert werden jetzt in den Ausschüssen. Wie es genauer jetzt zu diesem Ergebnis kam, aber das ist erstmal der Hintergrund. Und dann gibt es direkt noch anschließend ein Thema, was dann den tatsächlichen Umbau und die Sanierung betrifft, die ja in diesem Jahr schon starten soll. Naja, also man muss ja sagen, eigentlich ist ja klar, okay, diese Brücke muss neu gebaut werden und sie muss abgerissen werden, weil sie zu marode ist, um sie wieder instand zu setzen. Aber jetzt ist eben klar, dass sie trotzdem, quasi wenn man jetzt böse wäre, könnte man sagen, sie muss irgendwie fit gemacht werden für den Abriss. Was natürlich nicht stimmt, sondern sie muss doch nochmal viel aufwendiger instand gesetzt werden, damit sie überhaupt durchhält, bis sie abgerissen wird und neu gebaut wird, als man das bisher gedacht hat. Und das führt doch nochmal zu einer massiven Baustelle. Zweieinhalb Jahre, schätzt die Stadt, die geht im Sommer los, diese Baustelle. Die auch bedeutet, dass der Verkehr nur noch einspurig in jede Richtung führen kann. Und auch Tempo 30 verordnet wird. Das heißt natürlich schon ein echter Engpass, der da entsteht auf dieser Hauptverkehrsachse. Die ist ja sehr befahren einfach. Das muss man nochmal betonen für die, die es jetzt vielleicht nicht so richtig auf dem Schirm haben und wissen. Also die Theodor-Hausbrücke ist schon eine sehr starke gefahren Brücke. 70.000 bis 80.000 Pkw am Tag oder so. Also eine ähnliche Situation, wie wir sie eigentlich von der Josef-Kardinal-Fricksbrücke jetzt zuletzt kannten. Immerhin, da läuft der Verkehr ja schon zweispurig wieder in Richtung Düsseldorf, einspurig in Richtung Neues. Das soll aber auch dann bis zum Sommer zum Beispiel auf der Südbrücke wieder zweispurig in beide Richtungen laufen. Um ein bisschen zu entlasten. Das heißt, man zerrt das so ein bisschen voneinander, genau. Aber was natürlich noch dazukommt auf der Theodor-Hausbrücke ist, dass sie jetzt massiv abgelastet wird. wie das so heißt. Also das bedeutet, ähm, Man hatte jetzt schon eine Regelung, dass da maximal 30 Tonnen drüber dürfen, aber jetzt geht man auf 3,5 Tonnen runter. Also alles, was man noch mit einem normalen Pkw-Führerschein fährt. Ja, das sind so die, wenn man umzieht quasi und man selber fährt. Ja, so ein Kleinkransporter geht noch, aber alles andere nicht mehr. Und das ist ja bei der Josef-Kadel-Nalfringsbrücke weiterhin auch so, dass nur 7,5 Tonnen drüber dürfen, was auch da für die Wirtschaftsverkehre massive Einschränkungen ist, gerade Richtung Hafen. Wo ist denn dann eine Ausweich, also dann ist es die A40? A44. A44, Verzeihung, genau, meine ich Flughafenbrücke, Entschuldige, A44, das ist die einzige, ne? Ja, A57, also das ist so diese großräumige Umfahrung. Aber in der Stadt gibt es keine, die so schwer trägt, ne? Doch, ich glaube, du kannst auch... Über die Oberkastler? Ja, ich weiß nicht, wie hoch das da ist. Aber da ist natürlich... Ob man mit dem LKW da durchfahren kann, durch die Innenstadt. Ja, das sind halt die anderen Einschränkungen. Genau, das heißt jetzt im Juni geht diese Baustelle los, die erstmal sozusagen bewerkstelligt, dass dann die große Sanierung überhaupt passieren kann. So ist es. Okay, und der Verkehr wird einspurig. Auf beiden Seiten. Richtig, genau. Und es geht im Sommer, also die Ablastung wird jetzt schon am 1. Februar vorgenommen. Ich habe dann nur noch 3,5 Tonner. Man muss auch dazu sagen, man hat jetzt eben auch festgestellt, man hat ja da so Wagen eingebaut zuletzt, um eben mal nachvollziehen zu können, wer fährt denn da so drüber. Und da hat man festgestellt, da fahren auch 40, 44 Tonner drüber. Verbuchnerweise. Genau, es wird sich nicht an diese Regel gehalten. Das war auf der Südbrücke auch so. Da hat man ja so einen sogenannten Silhouettenblitzer dann installiert im letzten Jahr. und da ist am Anfang auch festgestellt worden, dass da bis zu 80 Lkw drüber gefahren sind am Tag, die da gar nicht hätten drüber fahren dürfen. Und das sorgt eben weiterhin für eine massive Schädigung des Bauwerks. Und da rechnet die Stadt eben auch hoch, was das bedeutet. Wenn so ein ganz schwerer Lkw fährt, sagt die Stadt, wie 60.000 Pkw drüber fahren, weil das halt so exponentiell wirkt auf die Brücke, auf die Schäden. Ich möchte gleich ganz kurz da nämlich noch ein bisschen weiter rein und dann darüber hinaus, was da jetzt überhaupt saniert werden muss oder warum. Also da haben wir natürlich, ich glaube, es war letztes Jahr im Sommer, also es ist wirklich schon eine kleine Weile her, dass wir da, ich glaube, als es beschlossen wurde, haben wir darüber das letzte Mal so ausführlich gesprochen, dass wir, Du mich damals quasi stellvertretend für alle Verantwortlichen beruhigt hast, dass das nicht passieren kann, einfach weil Sanierung heißt ja nicht, die ist irgendwie kurz vorm Zusammenbruch, was es jetzt auch nicht ist, aber es liest sich jetzt schon ein wenig konkreter, also dass da durchaus eine Gefahr bestehen könnte, also ich möchte jetzt keine Panik machen, aber also dass es ja schon auch jetzt ein bisschen dringlich ist, wie du eben auch schon gesagt hast, dass überhaupt dieser Umbau ausgehalten wird, das jetzt erst mal fit gemacht werden muss. Also das heißt, ganz so falsch lag ich mit meiner Angst da irgendwie nicht. Nee, ich würde sogar sagen, diese Angst ist ja sowieso begründet, weil natürlich so Brücken zusammenbrechen können. Das ist ja einfach nur mal so. Und das ist eine Gefahr und Höhenangst. Das ist wirklich uns ja auch irgendwie eingepflanzt und so weiter. Egal wie rational das dann am Ende ist, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist. Und man sich in anderen Situationen für sicherer fühlt, obwohl die Gefahr für die Höhe ist. Aber das ist ein anderes Thema. Nur, ja, man hat jetzt auch bei den Sanierungen, die man jetzt auch schon so gemacht hat, festgestellt, dass die Schäden sind viel, viel höher als zunächst gemonitort. Weil ich habe nämlich irgendwas von Rissen gelesen. Zum Beispiel, ja. Es gibt Risse in diesen sogenannten Kragarmen. Also das ist der Randbereich der Brücke, der unter diesem Fuß- und Radweg entlangläuft. Und die sind auch immer wieder gekittet worden. Es gibt natürlich auch Krusionen und so weiter. und bei diesen Rissen hatte man 225 gemonitort und jetzt plötzlich sind es über 500 gewesen, die man da hat sanieren müssen. Das ist schon passiert. Und man geht jetzt hin und muss diese gesamte Decke, dieser Kragarme, Irgendwie so eine Betonstahlkonstruktion, die muss man jetzt komplett rausnehmen und ersetzen durch eine Stahlkonstruktion, was die Brücke auch leichter macht und was auch ein bisschen dafür sorgen soll, dass sie weniger Eigengewicht hat und deswegen auch ein bisschen haltbarer wird. Verstehe, verstehe. Das ist so ein, oder eigentlich der elementare Schritt, den man jetzt da geht, um sie wieder in den Schuss zu bringen. Ja, weil der Zustand, das zitierst du, alarmierend ist. Ja, genau, da schreibe ich das sogar selber. Auf jeden Fall am Ende kommt auch die Stadt dazu, dass es natürlich ein Schritt ist, um die Brücke möglichst bis zu ihrem Neubau am Leben zu erhalten, sozusagen in Betrieb zu halten. das ist natürlich weiterhin das Worst-Case-Szenario. Also, dass am Ende diese Brücke voll gesperrt werden müsste. Also ich würde jetzt nicht davon ausgehen, dass sie dann einstürzt. Sondern man hat ja da sehr, sehr, sehr regelmäßige Kontrollen jetzt eingeführt, um diese Brücke immer wieder genau anzugucken. Was passiert da, um eben schnell reagieren zu können. Aber es könnte natürlich am Ende doch dazu kommen, dass man irgendwann merkt, okay, jetzt haben wir hier einen Punkt erreicht. Da geht es nicht weiter. Die Brücke muss für Pkw gesperrt werden. Und das wäre natürlich das, was dann wirklich massive Folgen hätte, wenn jetzt der gesamte PKV-Verkehr da nicht mehr rüber kann. Und dafür wären natürlich jetzt auch diese ganzen Maßnahmen gemacht. Aber eine hundertprozentige Garantie gibt die Stadt jetzt auch nicht, dass das jetzt auf jeden Fall reichen wird. Ja, verstehe. Wir werden bestimmt auch zu einem späteren Zeitpunkt nochmal genauer darüber sprechen, wenn es dann soweit ist, was da alles genau saniert wird. Also diese ganzen Dinge... Die Kosten sind ja auch irgendwie schon veranstaltet, das sind 37 Millionen Euro. Ist ja auch wieder eine Summe. Das ist irre, oder? Für so eine Reparatur in ein Bauwerk, das aber abgerissen werden soll. Muss man schon mal einmal schlucken. Und das sind ja quasi diese Sachen, die so ein bisschen darüber stehen. Wir sprechen ja auch immer gerne über diese Dinge, was es halt konkret bedeutet. Das ist doch schon zu antizipieren, dass das auf jeden Fall anstrengende anderthalb Jahre werden für Menschen, die irgendwie auf diese Route angewiesen sind oder auch nicht, weil man möchte ja auch manchmal quer über die Straße und dann ist da irgendwie ordentlich was los. Das ist so. Also da ist die Josef Kardinal Fringsbrücke schon, glaube ich, auch beispielgebend und da kann man viele Schlüsse daraus ziehen und ich habe ja jetzt auch vor ein paar Wochen darüber berichtet, wie die Verkehrsanalysen für das vergangene Jahr aussahen und da ist eben auch deutlich geworden, dass gerade diese Achse über die Josef Kardinal Fringsbrücke eine deutlich staubelastetere jetzt war, aufgrund dieser Baustelle, die auf der Brücke war. Und das ist natürlich auch für die Theodor-Heuss-Brücke dann zu erwarten. Das ist ein Nadelöhr, das uns Jahre erhalten bleibt. Naja, und man kann jetzt sogar noch den Schritt weitergehen und sagen, und es ist der erste Auftakt, denn die Neubauten und die Abrisse vorher, die kommen ja alle noch. Und nicht nur von der Heuss-Brücke, sondern auch der Josef-Kardinal-Frings-Brücke und auch der Flea-Brücke. Also da wird schon wirklich auf Dauer, muss man sich einfach damit abfinden und darauf einstellen, dass das unkomfortabel wird für alle Düsseldorfer Autofahrer, aber auch natürlich die Pendler, die Wirtschaftsverkehre und auch die Besucher der Stadt. Und jetzt habe ich mich, wo du BesucherInnen sagst, habe ich mich nämlich gefragt, wie. Es ist ja auch eigentlich eine sehr schöne Sache, dass gerade im nächsten Jahr oder in den nächsten Jahren, aber wir haben jetzt ja auch im Zuge des Rückblicks bzw. Ausblicks auf dieses Jahr jetzt viel über die Großveranstaltungen gesprochen, die hier stattfinden, also nicht zuletzt die Einweihung der Open-Air-Fläche da hinten an der Messe, was ja einfach von der Lokalität relativ nah an der Theodor-Heuss-Brücke ist und natürlich A44 auch, Aber das heißt, Menschen, die jetzt vom Niederrein kommen oder überhaupt aus diesen ganzen Richtungen, ist das auch irgendwie eine Sache oder ist das eh klar, dass das voll und chaotisch wird und dann wird jetzt nicht auch noch darauf hingewiesen, dass das, also wenn dann da nur mit 30 kmh drüber gefahren werden soll, alle Leute, die zu System of a Down kommen oder zu den Backstreet Boys sechs Abende lang, also ist da schon abzusehen, dass es nochmal doller wird und gibt es da irgendwelche Ideen, das zu entlasten, weil alle dann über die Südbrücke kommen. Also Josef Kardinal-Frenzbrücke fährt man ja dann durch die Stadt. Also das macht alles noch ein bisschen voller, oder? Wenn jetzt auch noch, es werden ja viele BesucherInnen erwartet, einfach für diese ganzen Veranstaltungen, die hier stattfinden. Das wird gerade bei solchen Großveranstaltungen da in dieser Nähe, an der Messe oder auch in der Arena, wird das so eine zusätzliche Belastung sein beim Anreiseverkehr. Ja, weil in der Stadt kann es ja gelöst werden mit diesen ganzen Park-and-Ride-Sachen oder so, aber man muss ja überhaupt erst mal irgendwo parken können, damit man dann reiten kann. Genau. Es werden ja trotzdem Leute mit dem Auto anreisen, auch wenn dann die Innenstadt ein bisschen entlastet wird durch diese Angebote und die Shuttlebusse und so. Gut, aber da wird die Stadt eben darauf hinweisen auch. Das macht sie ja zum Beispiel jetzt auch bei der A59 Sperrung. Und da merkt man eben auch, dass das so ein bisschen auch wirkt, so auf Dauer zumindest, dass der Verkehr sich ein bisschen darauf einstellt, nach einigen Wochen, wenn da eben so ein Nadelöhr ist und dann ein Teil auch andere Wege findet, für den sich das auch anbietet und dass dann ein bisschen Entlastung stattfindet. Aber ja, das wird auch gerade bei diesen Großveranstaltungen eine zürzliche Belastung sein. Ja. Hast du jetzt, um das so ein bisschen abzuschließen, wir haben jetzt ein bisschen die Fakten gedroppt sozusagen, gibt es Stimmen, die da irgendwie jetzt schon beschwichtigende Ausblicke geben können oder gibt es große Kritik jetzt an dieser, wie nennen wir das denn jetzt, ist das eine Vorsanierung, ist das eine Fitmachung, also ich finde Ablastung hört sich irgendwie so gemein an. Ablastung? Ja, das ist ja nur ein Element, das andere ist eben diese Instandsetzung, wenn man so will, Reparatur, Sanierung kann man schon sagen. Also noch gibt es die Stimmen nicht. Also ich höre, dass heute eben auch da viele Stakeholder im Rathaus sind und informiert werden. Das muss man vielleicht dazu sagen, also wir nehmen auf jetzt am 7. Januar und das ist natürlich jetzt, also das ist gerade frisch geschrieben sozusagen oder frisch erfahren. Richtig, genau. Und diese Reaktionen werden jetzt kommen. Also das ist auch etwas, was uns jetzt natürlich interessiert. Gerade muss man schon sagen, auch in Richtung Wirtschaft, die jetzt eben noch einen zweiten Engpass zu bewältigen hat über den Rhein. Und da gibt es schon sicherlich ein paar Unternehmen, könnte mir das Sprinterwerk zum Beispiel vorstellen, was da betroffen ist. Stimmt, die liegen ja direkt an dieser Ausfahrstrecke sozusagen. Also das ist ja die lange Achse dahin. Ja, spannend. Ja. Und wie gesagt, auch ein bisschen emotional, also weil diese Brücke einfach, das kommt ja dann alles noch, wie du auch vorhin schon gesagt hast, wie die dann aussehen wird. Und die hat ja schon auch einen sehr typischen Look irgendwie. Genau, diese Entscheidung, die wird auch noch fallen. Das wird aber ja wahrscheinlich erst im nächsten Jahr der Fall sein. Wie sieht die eigentlich aus? Wie wird die gestaltet, diese Brücke? Während eben gleichzeitig aber auch schon die Planung läuft für den Neubau. Also ja, überhaupt, das ist schon auch eine besondere Situation, dass dann in so einem Jahrzehnt, also im nächsten Jahrzehnt ja wahrscheinlich in den 30er Jahren, für die Brücke geht es vielleicht dann auch schon 29, 30 los, wann weiß es noch nicht so genau. Plötzlich drei Rheinbrücken hier in Düsseldorf neu gebaut werden. Das sind natürlich schon irre Projekte. Ja, wie ich dich kenne, du bleibst dran und wir werden bestimmt das hier alles, genau, auch weiter berichten und erklären. Vielen Dank, dass du uns und mir da diesen Einblick jetzt gegeben hast in die aktuellen Ausrichtungen. Danke auch. Und ja, bis zum nächsten Mal. Bis dann. Tschüss. Ciao. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Durch einen Prozess, der im vergangenen Jahr in Düsseldorf stattfand, ist mein lieber Kollege Philipp Zeitner auf ein Thema gestoßen, dem er infolgedessen nachgegangen ist. Bütchenbetreiber in der Stadt sollen suchtkranke Menschen auf Diebestouren, unter anderem in Supermärkten schicken, um die erbeutete Ware dann in ihren Läden weiter zu verkaufen. Der Polizei ist das Phänomen bekannt, von einem ganzen System ist an anderer Stelle die Rede. Philipp erklärt die Hintergründe und berichtet, was ein ehemaliger Betroffener erlebt. Happy New Year. Happy New Year, Tosja. Bis zum 10. darf man, hat ein Kollege mir vorhin verdragen. Na guck, da sind wir doch noch im Rahmen. Ja, das ist ja eine große Diskussion, wie lange sagt man frohes neues Jahr. Ich denke immer, bis man so alle durch hat. Wen man das gerne wünschen würde. Ich finde auch den 10. sehr willkürlich, aber der Kollege wirkte sehr kompetent, was den Knigge angeht und der sagte, bis zum 10. darf man. Dann glauben wir ihm das jetzt einfach mal. Wir sind wie gesagt ja noch im Rahmen, also frohes neues Jahr. Wir knüpfen ein Gespräch an, was wir schon im letzten Herbst geführt haben. Da ging es um ein Gerichtsverfahren. Der Vorwurf war schwere Körperverletzung gegen einen Menschen, der einen Bütchenbetreiber angegriffen haben soll. Über dieses Gespräch oder über dieses Thema, über dieses Gerichtsverfahren bist du auf ein größeres Thema im Hintergrund aufmerksam geworden, was du jetzt angegangen bist und worüber du recherchiert hast und zwar darüber, dass im Raum steht, dass Büchernbetreiber suchtkranke Menschen quasi rekrutieren, Dinge zu beschaffen, die sie dann verkaufen in ihren Läden, wenn ich das so zusammenfasse. wiedergebe. Genau, vielleicht kannst du da direkt mal ein bisschen rein und erzählen. Genau, ja in dem Prozess ging es um gefährliche Körperverletzungen, ursprünglich sogar mal einen versuchten Totschlag. Ich war da, weil der Angeklagte hatte wohl eine Benzinflasche unter anderem genutzt und da stand so ein bisschen im Raum, hat er versucht den anzuzünden, und da dachte ich, krass, das schreit mir mal an, wer macht sowas. Das Spannende war dann die Vorgeschichte, die er erzählte, denn Das Opfer in dem Fall war ein Bütchenbetreiber, mit dem er wohl schon jahrelang Kontakt hatte, weil er für ihn regelmäßig geklaut hatte. Und genau, der Bütchenbetreiber hat dann den Angeklagten wohl unter Druck gesetzt. Der war wieder rückfällig geworden in der Zeit und hat ihn dann angegriffen. So ganz mal ganz grob. Da ist noch sehr viel mehr passiert, aber genau. Dadurch kam ich auf dieses Thema Suchtkranke klauen für Bütchenbetreiber in Düsseldorf und habe dann mal ein bisschen nachgefragt und rumrecherchiert. Und es stellt sich heraus, es scheint tatsächlich. Gang und gäbe zu sein, jetzt nicht unbedingt in dem Sinne, dass alle bütige Betreiber das tun, das ist mir wichtig zu betonen, denn wir wissen einfach auch nicht, wie viel das ist, darüber gibt es, das kann ich schon mal vorwegnehmen, es gibt keine gesicherten Zahlen dazu, das sind so und so viele Fälle oder keine Ahnung, also da gibt es einfach faktisch kaum was zu, aber nach den Erzählungen, die als glaubwürdig eingestuft wurden, nicht nur von mir, sondern auch von der Polizei und einer Rechtsanwältin, scheint es so zu sein, dass das ziemlich verbreitet ist in Düsseldorf. Also du bist da auf was gestoßen tatsächlich. Ja, also das hat mich sehr überrascht und natürlich mich getroffen, weil ich ja ein bekennender Liebhaber von sämtlichen Büchern in dieser Stadt bin. Aber ja, also das war so der Ursprung der ganzen Geschichte. Und ich habe dann mit einer Person gesprochen, die ich im Text Jan genannt habe, der heißt Anders, der über Jahre, ich glaube Jahrzehnte, sogar 30 Jahre schwerst abhängig war. Kokain, vor allem am Ende Crack, auch alkoholabhängig und der auch viele Jahre auf der Straße gelebt hat. Und der hat mir dann mal so ein bisschen erzählt, wie das abläuft mit den Bütchen. Und das kannst du uns jetzt vielleicht auch mal ein wenig umreißen, weil das schon, also es ist ja auch ein sehr persönliches Stück geworden, weil einfach dieser Mensch, also Jan in dem Fall, hast du ihn genannt, ja diese Geschichte so ein bisschen erzählt hat. Und ich finde, beim Lesen dieses Stückes kommt immer mehr raus, dass es halt wirklich irgendwie eine, ja eine große, fast organisierte Sache ist und ja auch, ja wie soll ich das sagen, fast organisiert. Bekannt in den Kreisen dann, also nicht alle, das ist, wie du auch schon gesagt hast, sehr, sehr wichtig zu betonen, aber durchaus so viele, dass ja auch, du hast ja Antworten bekommen, also es ist ja offenbar, genau. Genau, Jan erzählte das ungefähr so. Wie der Kontakt sich zu den mütlichen Betreibern und den Suchtkranken herstellt, ist immer ein bisschen unterschiedlich, aber vor allem in so Gegenden wie Worringerplatz oder sonst wo sich die Drogenszene aufhält oder auch viele Obdachlose aufhalten. Da gibt es dann den Kontakt, wenn man einen Kaffee trinken geht oder wie auch immer. Und Suchtkranke haben am Ende nicht so wahnsinnig viel Möglichkeiten, Geld zu beschaffen für ihre Sucht. Denn das ist ja keine Wahl, die entscheiden sich nicht, ich muss jetzt nicht so viel Drogen nehmen, sondern die brauchen das Geld dafür. Eine Möglichkeit ist, selbst Drogen zu verkaufen. Eine andere Möglichkeit ist, anzuschaffen. Und die nächste Möglichkeit ist, zu klauen. Viel mehr gibt es da fast schon wieder nicht mehr. Ja, denn viele beziehen ja auch keine Transferleistung, keine Grundsicherung und brauchen irgendwie das Geld dafür. Jan hat erzählt, dass er so bis zu 250 Euro am Tag teilweise brauchte und das musste er dann erstmal klauen. Dann hast du diese Beziehung, die dann durch Anfragen zum Beispiel entstehen können, die sagt, ja ich könnte dir das und das besorgen, würdest du das in deinem Land verkaufen können. Kann auch wohl andersrum gehen würde ich mir drüber sagen willst du nicht was dazu verdienen kannst du für mich das und das holen genau und diese beziehungen so scheinen über jahre teilweise anzuhalten der mann der, vor Gericht stand. Der kannte den über zehn Jahre oder so. Also das war schon teilweise wirklich lange Geschichten. Ja, du zitierst ja auch, dass es fast wie ein Job ist, in Anführungszeichen. Also, das ist fast wie ein Job ist, in Anführungszeichen. Es ist ein bisschen wie ein Job. Das habe ich vor allem geschrieben, weil es ein tagesfüllender Job ist. Es hat Jan mir erzählt, es gibt dann mehr oder weniger feste Preise sogar. Also es gibt wie Preislisten, kann man sich das was ich mir vorstellen. Also für eine Flasche Gorbatschow-Wodka kriege ich 4 Euro vom Mütchenbetreiber. Für eine Flasche Absolut-Wodka 6 Euro, für den Jägermeister 5, für den Whisky so und so viel. Also es gibt da für den, der konnte mir das alles aufzählen, für eine Red Bull-Dose gibt es irgendwie 45 Cent oder so. Also das, ähm, Da ist da scheinbar alles so ein bisschen festgelegt. Und wenn du dann hinterher auch, zum Beispiel von Jan, 250 Euro am Tag für deinen Konsum benötigst, dann kann man sich ausrechnen, wie viel der aus den Supermärkten rausschleppen muss, um darauf zu kommen. Und das dauert den ganzen Tag. Jan hat immer gesagt, morgens um 7 Uhr war er der erste im Laden, weil es abends immer ein bisschen schwierig wird, weil die aufmerksamer werden und mittlerweile gibt es ja auch ziemlich viel Security in Supermärkten. Und ging dann los, hat sich genau ein Bild gemacht, was will ich an Geld aus diesem Laden rausholen. Ich will für mich 70 Euro haben, dafür brauche ich 10 Flaschen von dem Getränk. Oder ich brauche nochmal Käse dazu oder Butter oder was auch immer. Oder was er sagte, was immer beliebt war, waren Garnelen. Er sagte, die wollen irgendwie alle Garnelen haben, für den privaten Gebrauch dann aber. Ah, okay. Also die wurden dann auch für private Konsumgelüste dann irgendwie losgeschickt. Und genau, dann überlegt man sich, was brauche ich, dann geht man da rein, holt sich das als erfahrener Dieb, wie Janis dann nach all den Jahren war, sagte erst mal da schnell raus, er kannte sich irgendwie besser aus, meinte er als die Mitarbeiter in dem Laden, wo was ist und wusste genau, was er wie rausholen muss und dann geht der erste Weg eigentlich direkt zum Bütchen, wo man weiß, dass die das abnehmen. Er meinte, dass idealerweise ist die Ware nicht länger als 10, 15 Minuten bei dem Süchtigen, weil sie Angst haben, um Polizeikontrollen zu geraten und dann hast du das Zeug halt bei dir. Genau, dann bringst du was dahin, dann fährst du zu irgendeinem Drogenumschlagplatz, holst dir deinen Track, konsumierst, bisschen Smalltalk, so hat er das geschildert und dann gehst im Prinzip auf die zunächst eine Runde und das zieht sich dann in der Regel so den ganzen Tag klar. Deshalb hatte ich das so als Job bezeichnet. Ja, verstehe. Genauso wie du auch schreibst, es gibt wie so einen Katalog und die Bütchenbetreibenden bestellen dann sozusagen. Genau, also man muss sagen, es ist sicherlich individuell, je nach Bütchen auch. Man kann jetzt hier nicht so von organisierter Kriminalität oder sowas, das würde ich jetzt hier mir nicht vorstellen darunter. Es ist schon eher sehr individueller Ebene Deals mit Bütchen. Ja, und es sind ja Beziehungen, die irgendwie dann im Zweifel sehr lange anhalten und jetzt hast du ja auch mit Polizei und einer Anwältin gesprochen, wie schildert diese Seite die Lage, warum kann das so lange quasi funktionieren? Ja, also die Polizei sagt, das Problem ist bekannt. Also die Pressestelle hat dafür mich dann nachgefragt, den Kommissariaten auch stadtweit, dass es das ein Thema ist, weiß man. Es ist nur super schwer dahinter zu kommen. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass der Aufwand extrem hoch wäre, um das zu beweisen zu können und wirklich anklagen zu können. Denn bevor eine Staatsanwaltschaft, die dann für sowas zuständig wäre, das am Ende anklagen kann, müssten die auch wissen, wo wurde was geklaut, in was für einem Wert und wo wurde es hingebracht. Das kann man sich vorstellen, wenn so ein kranker drei, vier, fünf Mal am Tag irgendwo klauen geht, dann wird der nicht genau sagen können, an dem und dem Tag habe ich da und da das und das geklaut. Allein daran scheitert es schon und dass viele mit der Polizei auch nicht reden, weil die schlechte Erfahrungen gemacht haben, weil da einfach die Zusammenarbeit dann eher nicht so wahnsinnig gut läuft. Das aber müsste Polizei und schließlich Staatsanwaltschaft alles wissen, um das vernünftig anzuklagen. Deshalb ist das häufig einfach nicht zu belegen. Was dafür notwendig wäre, wären im Prinzip Observationen. Das hat der Polizeisprache so nicht ganz konkret gesagt, aber man hörte schon raus, das hält er eher für unwahrscheinlich, dass so Ressourcen eingesetzt werden für so eine vergleichsweise kleines Vergehen. Also. Ein Mädchen tagelang zu beobachten und Typen und sogar im Klauen, also das ist alles ein bisschen, das ist personalintensiv und dadurch am Ende auch kostenintensiv. Das wird eher nicht passieren, schätze ich mal. Man müsste da schon mal sehr klar irgendwas finden, was ganz konkret das beweist und das scheint eher schwierig zu sein. Und die Anwältin, mit der ich gesprochen habe, die bestätigte mir auch, dass das wirklich viel Thema ist. Sie selbst ist seit 30 Jahren Rechtsanwältin, meine ich, hat sie gesagt, 25 Jahre vor allem im Prozess mit Wohnungslosen oder Suchkranken tätig. Und sie sagt, 60 Prozent, glaube ich, hat sie als Zeigner, schätzt sie, ihre Klienten würden in dem beschriebenen Ausmaß klauen für Bündchenbetreiber. Auch sie sagt, es ist eben schlicht schwer nachzuweisen am Ende, es ist schwer anzuklagen das wirklich. Festzumachen scheint kaum möglich zu sein einfach weil es eben nicht zentral organisiert ist von irgendwelchen von irgendeiner organisierten Kriminalität im Hintergrund, sondern halt zwischen den Leuten sehr individuell abläuft ja, jetzt ist ja, also, BlütchenbetreiberInnen beziehen ja sonst ihre Ware wahrscheinlich im Großhandel Also kann man jetzt, wenn man von außen, also wenn ich jetzt als Konsumentin, kann ich das irgendwie erkennen, also an den Waren, weil ich stelle mir vor, im Supermarkt kennen wir alle, dass es da auch bei manchen Mütchen wahrscheinlich auch auf ganz, ja, dass es einfach dieselben Produkte sind wie im Supermarkt, weil die an derselben Quelle beziehen, also im Großhandel, aber also kann ich da irgendwie einen Unterschied erkennen oder? Ich glaube, deswegen kann man das nicht. Was der Jan mir erzählte, es gibt so ein paar Hinweise, wo er meinte, wenn du das siehst, kannst du irgendwie davon ausgehen. Ich würde das ein bisschen vorsichtig nur weitergeben, weil das... Also nicht jeder, er sagte zum Beispiel, wenn du in den Kiosk gehst und es gibt irgendwie einen tollen Kaffee für 1,50, der schmeckt auch total gut, kannst davon ausgehen, der kommt von uns. Soweit kann man einfach nicht geben, weil es kann auch zig andere Dinge geben, warum die einen vernünftigen Kaffee anbieten können für 1,50. Unter anderem gängige Personalkosten zum Beispiel, weil die Betreiber das selber machen. Er sagte, viele verschiedene Schnapsflaschen und so, das könnten alles Hinweise sein, muss es aber nicht. Ja, verstehe. Was mich ein wenig überrascht hat, ist, dass du im Laufe dieses Stückes auch schreibst, dass auch Friseursalons und Gaststätten Abnehmer sein können von diesem System. Und das ist ja schon nochmal ein bisschen was anderes. Ja, so hat der Jan mir das erzählt, dass Friseursalons teilweise, was hat er gesagt, gutes Shampoo halt irgendwie gerne nehmen oder... Also was so geklaut wird, dann auf Anforderungen auch, das scheint wirklich keine Grenze zu geben. Also das können auch mal schicke Schuhe für jemanden sein, der zu einer Hochzeit muss finden. Also wenn man die Kontakte hat zu dienen, dann schickt man die scheinbar los und da machen die dann eben auch recht viel mit. Ja, gibt es irgendwie Lösungsansätze? Du hast ja schon gesagt, das ganze Nachweisen, Observieren ist halt irgendwie aufwendig und wird vielleicht deswegen auch nicht priorisiert behandelt. Aber also um das, wenn wir das jetzt alles ein bisschen zum Abschluss bringen, also gibt es ein Resümee daraus? Gibt es irgendwie, ist das gestiegen in den letzten Jahren und darum wird jetzt der Handlungsbedarf ein bisschen doller oder ist das eine Sache, die einfach… Da wir nicht wissen, wie viel da geklaut wird und wie viel da verkauft wird, können wir auch nicht sagen, ob es mehr geworden ist. Grundsätzlich möchte ich dazu sagen, dass was Jan mir erzählte, was ich da mit fast noch am unangenehmsten fand war, dass einige Betreiber scheinbar versuchen die Preise zu drücken mittlerweile. Beide, die wissen immer auch um den Druck der Diebe dann, also um den Suchtdruck und wie das zu lösen ist, ehrlich gesagt, konkret für das Problem sehe ich da nichts und ich glaube auch, die Lösung ist dann eher nicht strafrechtlich zu suchen, weil im Zweifel kommt halt jemand für einen Diebstahl wieder ins Gefängnis, kommt dann wieder raus und dann geht es wieder von vorne los, wenn man es nicht geschafft hat, clean zu werden oder was auch immer. Und ich glaube, die Lösung ist im Größeren zu suchen. Die Lösung ist halt zu schauen, dass ich mehr Angebote für Menschen mache, die suchtkrank sind. Das ist vielleicht ein bisschen unbefriedigend zu sagen, wir brauchen da die große Lösung, aber ich glaube, in dem Fall ist es so. Ich glaube, man kann die Strafverfolgung jetzt erhärten, dann sind ein, zwei Betreiber im Zweifel weg, dann wieder mehrere Wohnungslose von der Straße im Knast für zwei Jahre. Das löst das Problem nicht. Da kommen dann andere nach und weiter geht es wieder. Ja, das heißt im ganz Großen spielt das rein in dieses Thema, was wir ja hier auch in anderen Zusammenhängen schon besprechen, einfach das in dieser ganzen großen Problematik einfach. Das ist wie das bei anderen Themen, die mit Wohnungslosigkeit und so Problematik zu tun haben. Düsseldorf auch, da brauchst du die großen, Schippe, um da ranzugehen. Die Stadt Düsseldorf hat ja vor, zumindest in ein paar Jahren die Obdachlosigkeit tatsächlich hier zu wenden. Das wäre sicherlich ein Schritt und das scheint mit so Projekten wie Housing First ganz gut zu funktionieren. Natürlich gibt es da wieder weitere Schwierigkeiten, genug Wohnungen zu finden und erstmal die Gelder in die Hand nehmen zu wollen auch. Das ist, glaube ich, fast mal wichtiger, als die Gelder in die Hand nehmen zu können. Das sind so Sachen, da könnte man dagegen vorgehen. Ansonsten sehe ich persönlich das echt schwierig. Ich weiß nicht, was da so lange das ist. Das ist ja so ein bisschen das Tragische daran, es ist ein Stück weit Win-Win. Also die Menschen brauchen das Geld, werden dann natürlich massiv ausgenutzt, aber dadurch kommen sie auch an Geld und müssen zumindest vielleicht nicht ihren eigenen Körper verkaufen. Das macht das Ganze ehrlich gesagt nicht besser, aber deshalb ist da noch die Frage, wie da der Wille ist, dann auch aus dieser Geschäftsbeziehung rauszukommen. Ja, ich verstehe. Wenn es da nochmal eine Neuigkeit zu berichten gibt, wenn da nochmal Bewegung reinkommt in irgendeine Richtung, bist du dran. Ich schaue es mir an. Dann wirst du uns auch hier dann auf dem Laufenden halten. Vielen Dank und bis zum nächsten Mal. Bis bald. Tschüss. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Seit dem 1. Januar gilt in der Gastronomie wieder 7 statt 19 Prozent Mehrwertsteuer auf Speisen. Damit sollen unter anderem Restaurant-, Café- und Barbetreiberinnen und Betreiber entlastet werden. Gastronominnen und Gastronomen aus Düsseldorf begrüßen dies, wie sie die neue Regelung nutzen und ob sie auch den Gästen zugutekommt, Lieber Paul, frohes neues Jahr. Frohes neues Jahr. Schön, wieder zurück zu sein. Schön, dass du wieder da bist und wir sozusagen ins neue Jahr starten gemeinsam. Richtig. Wie jetzt Weihnachten war und Silvester und die ganze Zeit dazwischen, das haben wir der Transparenz halber schon ohne Mikros miteinander ausgemacht. Ich kann sagen, dir und so, es ist alles in Ordnung. Es war schön und es wurde gegessen. Wir leben alle das gleiche Leben, habe ich manchmal das Gefühl. Das ist einfach so. Ja, auf jeden Fall. Es wurde gegessen und es wird auch weiter gegessen. Und wenn wir uns dann hier in diesem Rahmen miteinander unterhalten, geht es ja auch oft darum, um die, naja, mitunter schönste Sache der Welt. Richtig, bis die Rechnung dann kommt. Genau. Und ein bisschen geht es auch darum heute, nach dem schönen Teil sozusagen, genau, kommt manchmal dann der, der ein bisschen schlucken lässt, je nachdem, wo man sich auffällt. Wenn dann die Rechnung auf den Tisch gelegt wird. Darum geht es jetzt heute nicht, was, wo, wie viel kostet. Wir sprechen heute über die Mehrwertsteuer beziehungsweise die Senkung derer, die ja dann doch auch Konsequenzen haben kann, haben wird auf die Mehrwertsteuer. Ja, das werden wir jetzt gemeinsam erörtern, unser Ausgeh- und Essen-Gehverhalten. Möglicherweise, ja. Kannst du einmal ganz kurz uns einen generellen Abriss geben, was da gerade eigentlich Phase ist? Ja, also die Mehrwertsteuersenkung ist jetzt zum 1.1. In Kraft getreten, zum Jahreswechsel, wurde davor schon vom Bundesrat, Bundestag beschlossen jeweils und sieht quasi vor, dass Speisen, die vor Ort verzehrt werden, wieder mit 7 anstatt 19 Prozent Mehrwertsteuer. Wann wurde das in die andere Richtung geändert? Also wann wurden es 19? Das war nach Corona. Also quasi während Corona hat die damalige Bundesregierung gesagt, okay, wir senken das in der Gastronomie, weil die ja vor allem davon betroffen waren, von Entschließungen etc. Und dann wurde aber auch direkt im gleichen Satz gesagt, okay, das wird wieder erhöht, wenn das quasi vorbei ist. Da gab es dann natürlich bei den Gastronomen, die dann damals natürlich ihre Kalkulationen vorgenommen haben, ein großes Echo, würde ich mal sagen, die sich natürlich sehr darüber beschwert haben, dass der Satz wieder hochgeht. Genau und dann als jetzt quasi letztes Jahr Wahlen waren, war das eine Forderung der CSU aus Bayern, dass sozusagen die Mehrwertsteuer in der Gastronomie für Speisen vor Ort wieder auf sieben Prozent runtergehen und das wurde jetzt dann eben im Bundestag und Bundesrat kürzlich beschlossen. Das ist so ein bisschen die Ausgangslage. Im Zuge dessen habe ich mich natürlich irgendwie durchtelefoniert und ganz viele Anfragen gestellt, auch bei Gewerkschaft und Branchenverband, wie die dazu stehen, was Gäste vielleicht auch erwarten können, ob Essen gehen wieder günstiger wird. Und ich würde sagen, die Antworten werden vielleicht nicht jedem gefallen, sagen wir es mal so. Verstehe. Genau, du hast dich hier in der Düsseldorfer Gastronomen in den Landschaft natürlich vor allem umgeschaut. Was sind denn da so die Reaktionen? Also das Stück dazu ist ja betitelt mit einem Zitat und zwar, das war lange überfällig. Genau, macht erstmal irgendwie, also leuchtet ein. Ich finde ja immer, wenn was gesenkt wird und dann wieder angehoben wird, Es ist anders, als wenn es andersrum ist. Ja, natürlich, klar. Wir kriegen lieber was vergünstigt. Ja, klar, wollen wir alle haben. Als es dann wieder rum. Und ich kann mir auch vorstellen, dass natürlich jetzt, klar, die Pandemie ist jetzt fast sechs Jahre her, der erste Lockdown. Also das ist schon eine Weile. Aber trotzdem haben sich da ja auch manche Sachen wirklich grundsätzlich verändert. Also kann ich mir gut vorstellen, dass vor allem gastronomische Betriebe, Restaurants, Cafés, die ja mit diesen sieben Prozent dann irgendwie ganz gut klargekommen sind, ja trotzdem nicht wieder, nur weil alles dann wieder aufhatte. Und es hat sich ja wahrscheinlich in den Grundfesten in sehr, sehr vielen Betrieben viel geändert, dass diese 19 Prozent, ich weiß noch, wir haben damals, als es wieder erhöht wurde, ja auch darüber gesprochen, also das hat ja schon reingehauen auch. Auf jeden Fall. Und man muss ja auch dazu sagen, es war ja nicht nur das, sondern ganz viele andere Faktoren, die mit reingespielt haben, die auch, da kommen wir ja gleich auch noch drauf zu sprechen, über die auch die Gastronomen mir berichtet haben, die dann gesagt haben, hey, es hat sich alles, ich meine, das wissen wir alle selber, es ist alles teurer geworden, die Inflation in den letzten Jahren ist extrem angestiegen, Gerade wenn man jetzt vielleicht so aus unserer Generation, die jetzt eher in diesen Watteweichen 2000er, 2010er aufgewachsen sind, wir kannten das halt alle nicht und jetzt spürt man das eben. Ich find's schön, dass du uns da in einen Topf wirfst. Kleines Neujahrsgeschenk für dich. Nein, aber das heißt zum Beispiel der russische Krieg gegen die Ukraine, das hat natürlich die Energie wahnsinnig verteuert, wie wir alle wissen. Hat natürlich auch eine Auswirkung auf die Gastronomen, die ja natürlich gerade in solchen Bereichen Energie, wahnsinnig hoher Verbrauch, Lieferketten von Getreide, von ganz vielen Dingen. Also da sind immer viele Rattenschwänze mit dran. Und in diesem Kommolut, würde ich sagen, haben sich halt viele bewegt und gesagt, es geht so nicht weiter, die Gastronomen. Wir packen das auch nicht mehr. Der Mindestlohn wurde ebenfalls erhöht, beziehungsweise wurde jetzt auch nochmal erhöht zum 1.1. Also das sind ganz viele Faktoren, die sozusagen mit reingespielt haben, aber alle, mit denen ich gesprochen habe, haben eben gesagt, das ist ein großes Thema für uns. Es ist irgendwie auch ein essentielles Thema für uns, also weil da ein Stück weit Überleben vielleicht auch mit dran hängt. Ja, da bewegt man sich dann so ein bisschen. Das heißt, diese Senkung jetzt, genau, da wollte ich ja auch ein bisschen drauf hinaus, macht nicht jetzt alles wieder wie am Anfang und jetzt sind es wieder 7% und genau, die Speisen werden günstiger oder das Verzehren wird günstiger oder es wird dann hier der eine oder andere Laden doch nochmal, weiß ich nicht, renoviert oder neue Leute angestellt, sondern es geht jetzt trotzdem darum, dass das, Für viele begrüßenswert ist oder überfällig war, aber einfach nur, um jetzt auch einen Status Quo vielleicht ein wenig entspannter halten zu können. Was waren denn so die prägnantesten Reaktionen oder mit wem hast du gesprochen und was kam da so bei dir an? Unsere Idee war so ein bisschen eine Bandbreite abzubilden, nicht nur ein kleines Café oder ein unabhängiges Restaurant, sondern wir wollten so ein bisschen von bis. Dementsprechend haben wir mit verschiedenen Gastronomen gesprochen, unter anderem Kerstin Rapschwan, ganz bekannt in Düsseldorf, ist auch stellvertretende IHK-Präsidentin, betreibt mehrere Restaurants, ist auch bei anderen noch im Hintergrund sozusagen mit beteiligt. Also da ist ein bisschen mehr, sag ich mal, da. Mit der IHR haben wir gesprochen, aber auch mit Malte Wienbreyer, das ist der Betreiber vom Eigelstein im Hafen, dieser Kölsch-Kneipe in Düsseldorf. Und aber auch zum Beispiel mit Lukas Jakobi, einem Sternekoch, einfach um so ein bisschen die Bandbreite abzubilden von Kölschbar bis Sternerestaurant. Der ja auch gerade ein neues Restaurant eröffnet hat, wo das ja quasi jetzt, also das eröffnet ja jetzt mit diesen 7% Mehrwertsteuer sozusagen. Also er ist ja, genau, und er hat vielleicht ja auch nochmal insofern was dazu zu sagen, weil er jetzt gar nichts umstellen muss, sondern von Anfang an anders kalkulieren kann. So, interessanterweise war Lukas Jakobi derjenige, der sich uns gegenüber, sag ich mal, am vorsichtigsten geäußert hat, mit Blick auf das Ganze. Der natürlich gesagt hat, das ist sehr wichtig, dass die Mehrwertsteuer jetzt runterging. Aber er sich eben auch gefragt hat, wie sieht das aus bei den Händlern und bei anderen Leuten, auf die die Gastronomen angewiesen sind, ob die nicht wieder ihre Preise erhöhen zum Beispiel, weil sie jetzt wissen, okay, da ist vielleicht betriebswirtschaftlich wieder ein kleiner Puffer entstanden, den wir nutzen können. Das bleibt so ein bisschen abzuwarten. Und das ist so ein bisschen auch die Frage, die sich jetzt herauskristallisieren wird in der nächsten Zeit. Wie weit schlägt das durch? Weil zum Beispiel Kerstin Rapschwan gesagt hat, das ist ein Riesenerfolg für die Branche, aber man darf jetzt eben auch nicht davon ausgehen, dass quasi jetzt alles günstiger wird, sondern dass die Gastronomie eben teilweise am Ende dieser Wertschöpfungskette einfach liegt. Und da die Preiserhöhung der Lieferanten, die Mindestlohnerhöhung, diese ganzen Sachen eben mit reinspielen und dass jetzt diese Mehrwertsteuersenkung eine Atempause verschafft in diesem Druckumfeld, dass sie überhaupt überleben können und weitermachen können, kann man das nicht mehr machen. Das heißt, da wird wahrscheinlich nichts an Preissenkungen jetzt durchschlagen, sondern das wird intern genutzt, um die Zahlen aufs Schwarze zu bringen oder wie auch immer das passiert, die Kalkulationen anzupassen, diese Dinge. Aber genau, also im ersten Schritt wird es leider nicht günstiger. Ja, das hast du ja eben schon gesagt, dass das vielleicht auch teilweise Antworten sind, die nicht allen gefallen. Also ganz klar gesagt, Essen gehen wird nicht günstiger, das heißt, es schlägt sich irgendwie auf das Angebot nieder. Es wird an die Gäste weitergegeben, aber eher im übertragenen Sinne. Genau, eher vielleicht hinter den Kulissen. Hat auch eine von den Gastronominnen gesagt, ob das auch in der Produktauswahl eine Rolle spielt. Also können dann wieder andere Produkte mehr regional, mehr saisonal, also geht es auch ein bisschen darum dann? Eigentlich nicht. Also das war zumindest nichts, was mehr an Feedback wiedergespiegelt wurde. Sondern es war tatsächlich ein großer Verweis und ein großer Fokus eben auf die hohe Kostenlage, auf die Drucksituation, in der sich viele Gastronomen laut eigenen Angaben befinden. Das ist ja auch so eine Sache, die man ehrlicherweise ein bisschen hinterfragen muss an der einen oder anderen Stelle, um es vorsichtig auszudrücken. Weil kein Gastronom natürlich wirklich seine Kosten und seine Rechnung mal offengelegt hat und gesagt hat, so sieht es bei uns aus und das verdienen wir, das haben wir als Marge etc. Das wissen wir eben nicht. Und da kommt dann vielleicht auch ein Tick weit Kritik durch, die ja auch von vielen Seiten geäußert wird an der ganzen Sache. Also es ist ja nicht so, dass das beschlossen wurde und alle jubeln und sagen, juhu, klar die Gastronomie als betroffene Branche, die freut sich darüber. Aber ich meine, wir kennen die wirtschaftliche Lage aktuell in unserem Land und es gibt wahrscheinlich andere Möglichkeiten, andere Branchen, die sich auch über so eine Senkung gefreut hätten oder vielleicht das ebenfalls dringend, wo das ebenfalls dringend geboten ist. So und das hat wie gesagt auch wieder diesen Rattenschwanz, weil zum Beispiel dann natürlich auch in einem Land Steuereinnahmen entgehen. Also da ist zum Beispiel die große Kritik von vielen Ökonomen, die sagen, da wird eine Branche von der Politik entlastet. Auch am Struggeln ist, um es mal so zu formulieren, aber eben nicht nur als einzige Branche. Und das ist eben diese sehr gezielte Senkung nur in der Gastronomie, sehr kritisch. Und man muss eben auch sagen, es gab ja andere Vorschläge im Vorhinein quasi, bevor das beschlossen wurde, von anderen Parteien, von Ökonomen, von Wirtschaftsinstituten, die vielleicht gesagt haben, Mensch, lass uns doch eher die grundsätzliche Umsatzsteuer senken, dass alle Beschäftigten bzw. alle Betriebe was davon haben. Oder zum Beispiel lass uns die Steuer auf Grundnahrungsmittel senken, Also auf Obst, Gemüse, Getreide, diese Dinge, damit vielleicht auch einkommensschwache Haushalte was davon haben, weil man muss jetzt einfach sagen, diese Mehrwertsteuersenkung, davon profitiert das kleine Café an der Ecke, davon profitieren aber auch Fastfoodriesen, McDonalds, KFC, wie sie alle heißen. Die Systemgastronomie profitiert sehr stark davon, wo natürlich schon grundsätzlich ganz andere, sag ich mal, Voraussetzungen gelten, als in einem kleinen Familieneckbetrieb irgendwie. Das heißt, ob das so zielgerichtet eingesetzt wurde, würde ich jetzt einfach erst mal in Frage stellen so ein bisschen. Aber gibt es da denn, verzeih, wenn ich dir kurz ins Wort will, aber gibt es da denn, stellt sich mir diese Frage, ist das ein bisschen auch auf einer Metaebene, vielleicht die Entscheidung gewesen, weil natürlich die Gastronomie, genau wie andere Sachen, die ja mit Freizeit im weitesten Sinne zu tun haben oder mit Zusammensein, also weil das ja natürlich eine Branche ist, die auch, wenn sie denn, abstrahlt auf die Leute, die halt das in Anspruch nehmen können, also das immer vorausgesetzt, was jetzt gerade schon gesagt hat, natürlich wäre es auch eine Sache gewesen, das generell auf, Nahrungsmittel zu machen, dass vielleicht auch genau Haushalte, wo jetzt nicht an der Tagesordnung ist, dass man ausgeht zum Essen, dass das ein bisschen leichter wird, aber wenn wir jetzt das mal als gegeben nehmen und einfach nur über die Sache sprechen, ist es dann vielleicht auch eine kleine, Bevorteilung dieser Branche, weil es eine ist, die irgendwie so groß ist und ich will es nicht sagen, wichtig ist ein sehr großes Wort, aber irgendwie macht die ja auch noch was anderes auf. Da geht es um das Zusammenkommen. Klar, das ist immer dieser Aspekt, den auch ganz viele Gastronomen übrigens immer wieder ganz stark betonen, das ist eben nicht nur ein, Wirtschaftszweig ist ein ganz klassischer, wie das produzierende Gewerbe, das verarbeitende Gewerbe, sondern es ist ein Ort, wo Menschen eben auch zusammenkommen, wo man vielleicht, viele aus Düsseldorf kennen das, wo man vielleicht an dem gleichen Tisch mit anderen Leuten sitzt, weil man keinen anderen Platz mehr bekommt, man kommt ins Gespräch, das ist noch so vielleicht auch. Ja, man kann sich auch belohnen damit, ne? Natürlich. Das ist ja, glaube ich, auch für viele Menschen so, dieses jetzt ist irgendwie eine tolle Woche um oder wir gehen essen, um was zu feiern, um Meilensteine gemeint. Genau, einfach so ein bisschen. Absolut. Und es ist vielleicht auch einfach noch so, Wir wissen, wie unsere Gesellschaft mittlerweile polarisiert ist. Es ist vielleicht auch noch in manchen Teilen einer der Orte, wo Menschen ganz unterschiedlicher Herkünfte, Ansichten etc. Zusammenkommen. Und da irgendwie auf engem Raum miteinander, ich will jetzt nicht sagen koexistieren, aber miteinander ins Gespräch kommen etc. Wo man sich kennenlernt, wenn man draußen eine Rauchen geht oder so. Im allerschönsten Fall. Gleichzeitig, ich möchte die Kritik gar nicht so wegwischen ehrlich gesagt. Nicht, dass du das jetzt getan hast. Aber ich denke mir immer, Menschen oder Familien, die von vornherein es sich nicht leisten können, essen zu gehen, die eben nicht sagen können, wir gehen jetzt mal am Sonntag alle zusammen unsere fünfköpfige Familie eine Pizza essen, weil wir dann locker über 100 Euro kommen, wenn nicht eher Richtung 150 aufwärts, die haben nichts davon. Die werden weiterhin es sich nicht leisten können, essen zu gehen, gerade wenn die Steuersenkung nicht weitergegeben wird an die Gäste bei den allermeisten Läden. Und ich finde, das ist ehrlicherweise ein bisschen ein Problem, weil wenn wir über diese Wohnzimmer-Idee sprechen, Leute kommen zusammen, dann halte ich es für ein bisschen problematisch, wenn wir grundsätzlich einen bestimmten Bevölkerungsteil, wenn der ausgeschlossen wird, einfach aufgrund der monetären Verhältnisse. Und ich finde, das ist schon was, was man irgendwie ansprechen muss. Aber es ist einfach wahnsinnig schwierig, weil man hat so ein bisschen Verständnis für alle Seiten. Man kann die einen verstehen, man kann die anderen verstehen. Ja, ich verstehe. Ich verstehe. Wenn wir jetzt mal wieder ein bisschen von dem großen Ganzen, wenn wir dann wieder auf Düsseldorf kommen und auf die Gastronomen, mit denen du hier gesprochen hast, mit denen ihr hier gesprochen habt. Ja, was war da also so die Konklusio oder was waren nochmal vielleicht die Unterschiede, wie das aufgenommen wurde? Also Conclusions würde ich sagen, Atempause, das ist so ein bisschen vielleicht das, was man zusammenfassen kann, das bedeutet eine Atempause für viele Restaurants, die haben die Möglichkeit jetzt eben nicht ihre Preise weiter zu erhöhen, wie sie es vielleicht vorgehabt hatten, aufgrund gestiegener Kosten für sie selber, aufgrund der gestiegenen Lohnkosten auch, das ist auf jeden Fall gut und ich meine auch, dass vielleicht bestimmte Läden, man muss es ehrlicherweise sagen, vielleicht auch vor der Insolvenz oder vor dem langsamen Dahinsiehen gerettet wurden dadurch, kann ich mir auch durchaus gut vorstellen. Ich würde aber auch sagen, es liegt jetzt so ein bisschen an den Gastronomen selber zu schauen und zu zeigen, hey, wie geht es weiter, was ist unser Konzept, wie können wir das weiter durchsetzen, weil all diese Sachen verschwinden ja nicht einfach, die einen selber, ich will gar nicht sagen belasten, aber über die man sich Gedanken macht, hole ich mir noch den Espresso oder esse ich noch ein Stückchen Kuchen oder lasse ich das mal lieber sein heute. Und ich glaube, da bleibt es auch erst mal abzuwarten, wie sich das durchsetzen wird. Es gibt ja jetzt schon vorsichtige Zeichen aus manchen Bereichen, Die Unterbranchen in der Gastronomie, also zum Beispiel McDonalds, um es jetzt mal als großes Beispiel zu nehmen, hat schon angekündigt, einige seiner Produkte irgendwie günstiger zu machen, nicht alle. Man bekommt vielleicht auch an der einen oder anderen Stelle mit, dass es Restaurants gibt, die dann vielleicht mal ein Pizzabrötchen extra mit reinlegen, wo vielleicht vorher nur drei Pizzabrötchen drin waren. Versuchen das so ein bisschen aufzufangen. Genau, aber ich glaube, klar ist auch, es wird nicht so sein, dass ab nächster Woche das Schnitzel nur noch 18,90 statt 25,90 kostet. Und da muss man einfach so realistisch sein. Aber es bedeutet eben eine Atempause für viele Gastronomien, eine Möglichkeit, sich neu zu konsultieren und zu schauen, okay, wo gehen wir in Zukunft hin? Wie machen wir das weiter? Wie können wir erfolgreich sein? Damit ja auch eine gastronomische Vielfalt in der Stadt gegeben ist. Und nicht immer nur in der Innenstadt, sondern auch in den Vierteln. Das ist ja ein wahnsinnig schwieriges Umfeld auch für viele. Deswegen würde ich sagen, ist es im ersten Schritt erstmal ganz gut jetzt so. Und bleibt abzuwarten, was sich daraus noch entwickeln wird. Und vielleicht entwickelt sich ja daraus, um das jetzt mal ein bisschen zum Jahresanfang mit einer hoffnungsvollen Note hier aus diesem Gespräch rauszugehen, vielleicht entwickelt sich ja daraus auch das ein oder andere Konzept, was es dann jetzt, wo die Überlegung ist, machen wir es, machen wir es nicht. Und jetzt durch diese Mehrwertsteuersenkung scheint es vielleicht ein bisschen möglicher, was dann zur Folge hat, dass du, dass wir, dass ihr wieder neue Restaurants, Gastronomien habt, über die wir dann hier sprechen können, die getestet werden können und über die wir berichten. Ich danke dir sehr. Ich freue mich auf alles, was kommt in diesem Jahr. Dito. Und bis zum nächsten Mal. Bis bald. Tschüss. Jetzt kommt das Wochenendwetter für Düsseldorf vom Wetterstruxie. Ein frohes neues Jahr natürlich auch von meiner Seite und auch, dass ihr dieses Jahr glücklich und gesund verbringen könnt. Wir beschäftigen uns jetzt mit dem Wetter und dieses Wetter wird diese Woche oder dieses Wochenende, mal eine ganz andere Sprache sprechen. Wir werden es nämlich mit einem Sturmtief zu tun bekommen. Und dieses Sturmtief hat zumindest vor ein paar Tagen noch ganz schön das Schneechaos auch in unserer Region berechnet. Mittlerweile ist das mehr oder weniger vom Tisch. Aber es gibt nach wie vor noch große Unsicherheiten, sodass wir nach wie vor noch nicht so hundertprozentig sagen können, wie es genau werden wird. Was wir wissen, spreche ich im Detail. Was wir nicht wissen, etwas ausführlicher. Der Freitag, der wird uns aus der Nacht heraus Das muss ziemlich intensiven Dauerregen bringen. Da werden so round about 15 Liter pro Quadratmeter fallen. Das wird alles das, was so an Schnee gelegen hat, einmal komplett wegspülen. Tagsüber bleibt es regnerisch und vor allem auch windig. Wir werden so Spitzenböen so um die 60, 65 Kilometer pro Stunde bekommen. Und sobald der Wind so mehr und mehr auf westliche Richtungen dreht, dann gehen auch die Temperaturen nach und nach wieder zurück. Wir werden so auf den Freitagmorgen so um die 5 Grad haben. Und je weiter der Tag dann fortläuft, desto eher gehen die Temperaturen zurück. Das amerikanische Modell ist jetzt eher so bei 3-4 Grad am Abend, das europäische schon 1-2 Grad und da wird dann auch der Regen schon mehr und mehr in Schnee übergehen. Und diese Gegensätze, diese Unterschiede, die werden sich auch weiter fortsetzen. Das amerikanische Modell geht dann am Samstag eher von leichtem Regen aus und das Ganze dann so bis zum Nachmittag eher der Wind auf Nord dreht und dann wird es halt langsam kühler. Das europäische Modell, das macht das Ganze schon eher, dass der Wind auf Nord dreht und dann werden es auch neben dem Schneefall auch deutlich kältere Temperaturen geben. Nur mal kurz der unterschied wir haben das jetzt in zwei tagen dieses diesen zeitpunkt und das amerikanische modell sagt ja minus 1 bis maximal drei grad das sollte schon so ungefähr die range sein und das europäische modell das sagt wir machen mal minus 12 bis minus ein grad also allein daran seht ihr schon die große unterschiede noch bei den wettermodellen dabei sind und. Kurz noch der Sonntag, der wird eine Spur freundlicher werden und je nach Wettermodell haben wir dann minus 6 bis minus 12 oder minus 1 bis plus 1 Grad. Da müssen wir das Ganze noch ein bisschen abwarten. Danach, zu Beginn der neuen Woche, sollen wir nochmal einen stürmischen Montag bekommen mit ein bisschen Regen und Schnee. Und danach soll es früh nachhaltig milder werden. Wem das jetzt alles viel zu schwammig gewesen ist, Ihr seid gerne eingeladen, auch im neuen Jahr bei wetterstruxie.de, neue Website bei wetterstruxie.de vorbeizuschauen und dort werdet ihr immer die aktuellsten Wetterinformationen bekommen, rund um das, was uns so wettertechnisch erwartet. In diesem Sinne wünsche ich euch jetzt noch ein schönes Wochenende. Kommt gut durch den Freitag und vor allem auch durch den Samstag. Alle Warnhinweise auch bezüglich Glätte, die werdet ihr dann auf wetterstrux.de mitbekommen. In diesem Sinne euch ein schönes Wochenende. Wir hören uns dann nächste Woche wieder zum Wochenendwetter. Bis dann. Tschüss, tschau. Mehr Düsseldorf-Wetter gibt es im Wetterstruksi-Blog. Jens-Strucks.blog Das war der Rheinpegel für diese Woche. Wenn ihr uns, wenn ihr mir eine wirklich große Freude machen wollt, dann abonniert doch diesen Podcast überall, wo es ihn zu abonnieren gibt. Und wenn ihr schon dabei seid, dann bewertet ihn auch gleich mit Punkten, mit Sternen, mit Daumen, mit allem, was geht. Und teilt diesen Podcast. Erzählt jemandem davon, der oder die Düsseldorf liebt oder, noch viel besser, der oder die das gefälligst bald lernen soll. Mein Name ist Torsia Kormann. Ich danke euch fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Den Rheinpegel gibt es jeden Donnerstag neu. Folgt dem Podcast jetzt in eurer Podcast-App, um keine Episode mehr zu verpassen.