Latest / Zusammener finden wir es heraus. Der WARUM Podcast / "WARUM Resonanz verbindet und Belanglosigkeit echte Vernetzungen blockiert?"
Transcript
- Sabine Osterauer: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Zusammen erfinden wir es heraus, der Warum Podcast. Und ich habe heute einen ganz besonderen Gast, der mir bis vorgestern oder vorvorgestern noch völlig fremd gewesen ist, die liebe Jana Maywald. Und die liebe Jana habe ich auf LinkedIn kennengelernt, aber diese Geschichte, die wird sie euch dann sicherlich auch noch erzählen. Und wir haben heute natürlich wieder eine ganz interessante Warum-Frage, die eben aus dieser Begegnung entstanden ist. Und zwar reden wir heute über, warum Resonanz verbindet und Belanglosigkeit echte Vernetzungen blockiert. Ein spannender Titel und umso spannender wird wahrscheinlich auch unser Gespräch werden. Also bequem hinsetzen, zuhören und lauschen, was Diana und ich Jana Maiwald: Das ist gut. Sabine Osterauer: über diese Warum-Frage alles so miteinander diskutieren. Aber vorerst einmal herzlich willkommen, lieber Jana. Stell dich doch einmal ganz kurz unserem Publikum vor. Jana Maiwald: Liebe Sabine, danke, dass ich heute bei dir sein darf. Das freut mich wirklich gerade, weil das so spontan war. Ja, für deine Hörer. Mein Name ist Jana. bin oder würde mich selber bezeichnen als berufliches Chamäleon. Das heißt, ich bin beruflich sehr, sehr vielseitig unterwegs. Vom Projektmanagement über Fotografie, über das Thema Coaching. Im Prinzip verbinde ich Bilder und Werte miteinander. Also das kommt kommt immer zusammen und das ist ein sehr wahnsinniges großes Spannungsfeld gerade. Da passiert unheimlich viel und das macht gerade so meine berufliche Vielfalt aus. Sabine Osterauer: Sehr gut. Magst du unseren Zuhörern unsere Geschichte erzählen, wie wir uns kennengelernt haben? Jana Maiwald: Das ist ja noch ganz, ganz frisch sozusagen auf jeden Fall. Letzte Woche war auf LinkedIn bei mir tatsächlich so bisschen was los. Ich hatte zwei Kontaktanfragen und habe mich da wirklich riesig drüber gefreut. Und wenn man eine Netzwerk Anfrage bekommt, ist für mich das immer, wo ich denke so, was habe ich ausgesendet, dass der andere den Impuls bekommt, sich mit mir vernetzen zu wollen. Da ist eine Neugier, da ist eine Spannung da. ist einfach was, wo ich sage, da ist so eine Verbindung, die sich gerade so irgendwie zart vielleicht aufbauen kann oder aufbauen möchte. Darum geht man ja auf den Button und stellt eine Vernetzungsanfrage. Und ja, in dem Zuge, dass ich mich da wahnsinnig darüber gefreut habe, habe ich natürlich zurückgeschrieben, ja, vielen Dank und ich freue mich über die Netzwerkanfrage. Und natürlich interessiert mich ja dann auch was denn der Impuls war, also wie derjenige, wie der Mensch denn tatsächlich zu mir gefunden hat. Und interessanterweise passierte dann von sehr wenig über eine Aussage für den Fall der Fälle. Und dann dachte ich so, okay, eine Netzwerkanfrage für den Fall der Fälle. Warum macht man sowas? Und spannenderweise habe ich dann dazu gleich das einfach mal auch in den LinkedIn-Post verbaut, weil das hat mich wirklich beschäftigt. Warum stellt man Vernetzungsanfragen an den Menschen, wenn ich eigentlich gar kein Interesse habe? oder den Kontakt einfach nur sammeln möchte für den Fall der Fälle. das war am Ende dieser Post war ausschlaggebend tatsächlich, dass wir uns gefunden haben, weil ein Tag später ploppte deine Vernetzungsfragenfrage auf. Und ich habe genau diese Frage wieder gestellt. da sind wir so schön ins Gespräch gekommen. Da war Resonanz da. Da war einfach Resonanz da. was ist Resonanz? Resonanz ist, ich sende was aus und da kommt was zurück. Also eine Energie, Schwingung, einen Inhalt, da passiert irgendwas. Und was entsteht daraus? Potenziale, die einfach irgendwo geweckt werden. Und was sind diese Potenziale? Klar kann das vielleicht sein, ein Verkauf oder irgendwas, aber bei uns war es einfach dieses Potenzial, einen Menschen kennenzulernen, eine Möglichkeit zu finden, man in eine Begegnung miteinander wirklich kommt. Und diese Begegnung findet gerade jetzt hier statt. Und das finde ich so unheimlich wertvoll. Und das ist eben was, was Resonanz ausmacht. Sabine Osterauer: Ja, war wirklich eine sehr schöne Geschichte. Und ich habe mich auch wahnsinnig darüber gefreut, dass jemand die Vernetzungsanfrage annimmt und mich dann aber auch gleichzeitig eben fragt, darf ich dich eben fragen, warum du, also aus welcher Intuition heraus du mich angefragt hast. Und das habe ich total schön gefunden, weil das ist ja eigentlich, also in meiner Welt, mit meinem Zugang ist das ja eigentlich das richtige Vernetzen, das Interesse dem anderen Menschen gegenüber. Ich möchte mich ja mit einem Menschen vernetzen, weil dieser Mensch irgendetwas ausstrahlt oder vielleicht auch arbeitet wie auch immer. Das ist ja auch in Ordnung, dass man sich ja auch arbeitstechnisch vernetzt, natürlich. Aber es soll ja auch einen Sinn dahinter haben. so belanglos irgendjemanden anzuschreiben und dann überhaupt kein Interesse zu zeigen, finde ich ja eigentlich doof. Und wie die Jana und ich dann so bisschen hin und her geschrieben haben und uns ausgetauscht haben, kam dann von mir eigentlich postwendend die Idee, ja, über das machen wir jetzt einen Podcast. Eine Warum Frage lässt sich daraus ganz schnell kreieren. Und deswegen sind wir heute eben in dieser Folge gemeinsam hier, ⁓ das zu diskutieren. Meine erste Frage an dich, ist, wie gehst du, also wie suchst du dir Vernetzungspartner aus? Du wirst ja auch Menschen, einen Vernetzungsantrag schon gesendet haben. Wie entscheidest du, mit wem du vernetzt sein möchtest oder eben nicht? Wie machst du das? Jana Maiwald: Also letztendlich ist dieses Thema, also wenn ich mich vernetze, dann sind es Begegnungen. Diese Begegnungen können natürlich entweder aus dem realen Leben heraus sein, dass man irgendwo auf einem Event ist, man spricht miteinander, man ist miteinander in Kontakt oder man wird sich gegenseitig vorgestellt. Auch das passiert ja. Und dann findet man eine Ebene, wo man sagt, das inspiriert mich. Oder da möchte ich mehr davon wissen. Oder es macht mich einfach neugierig. ich habe tatsächlich, also derjenige hat tatsächlich ein Angebot, was mich interessiert, vielleicht noch nicht gleich sofort relevant sein kann, aber wo ich spüre, da könnte sich was entwickeln, könnte spannend für mich sein. Vielleicht noch nicht jetzt gleich oder vielleicht sogar auch gleich. Es ist mal völlig dahingestellt. Aber da ist irgendwo eine gewisse Spannung da, wo ich sage, der Mensch, passt in mein System. Das ist so das vom ersten Gefühlsmoment, von dem ersten Kontakt merkt man, stimmt da die Chemie oder stimmt sie nicht? Macht mich derjenige neugierig oder macht man nicht? Und dann möchte ich natürlich diesen Menschen gerne so ein Stück weit in meinen Kreis behalten oder einfügen. Und dafür ist ja sozusagen dieses Netzwerk da. Das heißt, in dem Moment verbinden wir uns miteinander, dass wir weiter in Kontakt bleiben können, dass wir uns austauschen können, dass man sich gegenseitig inspirieren kann. Das ist für mich dann ein wertvoller Netzwerkkontakt. Oder aber, wenn ich jetzt direkt zum Beispiel auf LinkedIn bin, bekomme ja Posts ausgespielt, wo ich merke, da resoniert was, weil in der Art wie derjenige schreibt oder wie er vielleicht seine Inhalte mit seinem Wesen verknüpft. Also wo ich einfach merke, da kommt was rüber, da resoniert was in mir und ich finde das spannend. Dann habe ich zwei Möglichkeiten. Ich kann ja in dem Moment sagen, es interessiert mich nur vielleicht vom Thema her, aber an sich nicht der Mensch. Dann folge ich demjenigen, wo ich sage, der hat wertvolle Tipps. Das konsumiere ich. Dann kann ich auf den Follower-Button zum Beispiel klicken. Oder ich entscheide mich, und das ist eine bewusste Entscheidung, mit demjenigen würde ich gerne mal sprechen. Da würde ich wirklich gerne mal in den Austausch gehen. Dann ist das für mich dieser Beweggrund, wirklich eine Vernetzungsanfrage zu stellen. Das heißt, wenn ich spüre, da möchte ich mal direkt ins Gespräch gehen. Da interessiert mich, wer ist dieser Mensch? Wer ist dieser Mensch mit seinem Angebot? Wo kann man sich mal begegnen? kann man miteinander in den Austausch gehen? Da ist es für mich der Auslöser für eine echte und für eine wertvolle Vernetzungsanfrage. Sabine Osterauer: Okay. Ich mache das auch so. Ich habe jetzt gerade so nebenbei überlegt, wie ich an die Sache herangehe. Ich mache das meistens auch so. Ich bin schon ehrlich da auch mir gegenüber jetzt, ich. Also, dass sich schon Vernetzungsanfragen, auch weil es mir vorgeschlagen wird, dann schaue ich so drüber. Ich schaue sehr viel auf das Gesicht, also auf das Foto, das drauf ist. Und wenn ich das Gefühl habe, dass das harmoniert, das passt, dann stelle ich schon noch einmal eine Vernetzungsanfrage. Und meist ist es wirklich so, dass dann auch wirklich auch kurze nette Worte zurückkommen. Vielen Dank für deine Anfrage. freue mich sehr, dich näher kennenzulernen, dir zu folgen, wie auch immer. Und das ist ja auch etwas wirklich Schönes. Hast du schon, wir haben ja im Vorfeld kurz auch darüber geplaudert, vielleicht eine kurze Geschichte auch von mir. Ich habe Diana erzählt, dass ich auch immer wieder Vernetzungsanfragen bekomme und gleich wirklich eben danke, dass du die Anfrage angenommen hast. Sofort ein Angebot. In meinem Fall war es dann so, dass ich glaube, ich habe das sicher vier oder fünf Mal gehabt, dass ich Angebote bekommen habe, meine Homepage zu überarbeiten. Ich habe das total spannend gefunden, weil, so wie es in meinem Fall ist, ich bin ja technisch jetzt nicht so gut aufgestellt und ich habe mir wirklich eine gute Designerin geleistet und die hat das wirklich schön gemacht, also in meiner Welt wirklich schön gemacht und das passt auch gut und dann kriege ich ein Angebot. mir sind Fehler aufgefallen und wenn die umgeschrieben und umgebessert ist, dann würdest du noch viel erfolgreicher sein und und und und. Ohne mich im Vorfeld zu fragen, ob ich erfolgreich bin, ohne mich im Vorfeld zu fragen, ob mir das vielleicht auch schon aufgefallen ist oder oder oder. Also sofort ein Angebot nachgeschossen. Ich kann mich halt dann oft nicht zurückhalten und schreibe dann halt manchmal auch vielleicht ein bisschen zu provokativ zurück. Aber wie gehst du damit ⁓ Jana? Hast du solche Erfahrungen auch schon gemacht, dass du Netzwerkanfragen bekommen hast? Du möglicherweise vielleicht auch einmal zu schnell gedrückt hast und dann auch gleich ein Angebot hinten nach geschossen bekommen hast, wo du dir gedacht hast, okay, es geht gar nicht ⁓ mich als Person, sondern ich bin nur ein weiterer. Jana Maiwald: Ja, das passiert und das passiert eigentlich regelmäßig. Und das ist das, ich so schade finde, weil letztendlich gehen dadurch total viele Ressourcen und Potenziale aus meinem Blickwinkel, also das ist jetzt wirklich meine Perspektive, können andere anders sehen, aber das ist einfach meine ganz persönliche Perspektive, gehen dadurch Potenziale verloren. Warum gehen die Potenziale verloren? weil ich in dem Moment erst mal nur durch diese Vernetzungsanfrage kriege sofort ein Angebot hinterher und das hat für mich sofort diese Gießkanne. Weil es geht nicht ⁓ mich, es geht einfach nur darum ein Angebot zu platzieren. Andersrum wäre es, wenn da tatsächlich erst mal eine Kontaktanfrage kommt oder eine Vernetzungsanfrage. wo man wirklich erstmal ins Gespräch kommt, wo hinterfragt wird, was machst du eigentlich? Wie sieht es da gerade bei dir aus? Was sind gerade deine Themen? Und dann, wir sind ja auf einer Business-Plattform und das muss uns allen bewusst sein. Das ist völlig legitim, dass wir dort ein Netzwerk aufbauen, dass wir dort Kontakte haben, ⁓ Business zu erweitern, ⁓ Business zu skalieren, ⁓ wertvolle Informationen aufzunehmen, ⁓ natürlich auch wertvolle Angebote auch zu bekommen und auch zu geben. Das ist Business. Und dafür ist LinkedIn ja letztendlich auch gemacht. Und das ist auch völlig in Ordnung. Aber das Potenzial liegt ja wirklich in meiner Welt darin, erst mal herauszufinden, was ist denn überhaupt dein Bedarf? Und ⁓ das herauszufinden, muss ich doch erst mal mit den Menschen in Kontakt gehen. Also das heißt, wir sind hier in einer Annahme. Wir vermuten vielleicht irgendwas, derjenige könnte passen oder sind in der Annahme, ja, den sein Business läuft schlecht, den gebe ich jetzt mal mein Angebot, vielleicht beißt er an. Und wir wissen es aber nicht. Und in dem Moment, wo wir es nicht wissen, verschließen wir das eigentliche Potenzial. Weil wenn wir wissen, wie es ⁓ denjenigen wirklich steht, können wir unser Angebot doch viel, viel besser platzieren. Das ist meine Perspektive, das ist so meine Denke. Dann kommt noch dazu, dass ich der Meinung bin, das hat auch bisschen was mit Anstand zu tun. Sabine Osterauer: Mit Wertschätzung. Jana Maiwald: Ja, einfach Anstand und ein Stück weit auch Wertschätzung demjenigen gegenüber. Also für seine Zeit, sein Zuhören, das, gib mir einen Moment deiner Zeit, dass ich mich dir vorstellen darf. Eine ganz andere Perspektive, die man vielleicht selten mal beleuchtet. Es tut aus. Sabine Osterauer: Ja, ich sehe das auch so. Ich glaube, dass es teilweise wirklich einfach ein Zeitthema ist. Durch das, dass unser Leben gefühlt oder auch bestätigt immer schneller, schneller und schneller läuft, dass wir uns dann oft gar nicht die Zeit dafür nehmen. Und ich habe ganz, ganz viele Webinare. Masterclass und so weiter angehört, wie wie funktioniert Social Media und der Hauptsache, Follower brauchst du und Kontakte brauchst du und schnell schnell und jeden Tag 100 Leute anschreiben, mit denen du dich vernetzt und so weiter. Und in mir hat einfach alles rebelliert. Ich habe das Gefühl gehabt, das ist so so unecht. Also es möge schon stimmen und ⁓ Gottes Willen, ich bin kein Social Media Profi, überhaupt nicht. Aber im In mir drinnen hat sich das so falsch angefühlt, jeden Tag hundert Menschen anzuklicken. Du schreibst ja dann auch nicht eine Nachricht bei jedem dazu oder eine kubierte Nachricht. Das finde ich ja fast noch schlimmer, wenn ich alle Menschen mit der gleichen Nachricht anspreche. Deswegen habe oft damit Ich habe das eine Zeit lang gemacht, das gebe ich auch wirklich ehrlich zu, weil ich einfach mir auch von Menschen, die da vermeintlich wirklich Ahnung davon haben, wie gehe ich mit Social Media richtig ⁓ natürlich mir die Tipps geholt habe, weil ich einfach null Ahnung habe und auch kein Gefühl dafür habe. Also ich muss dazu sagen, ich habe auch kein Gefühl für Social Media, gar keines. Und habe das dann wirklich eine Zeit lang, also wir reden hier von zwei, drei Tagen. Wirklich gemacht. Und mir hat das überhaupt keinen Spaß gemacht. Also ich hab ganz oft gehört, wenn ich dann gesagt hab, naja, ich und Social Media, wir können nicht so gut miteinander und wir sind jetzt nicht die besten Freunde, hab ich dann so Sachen gehört wie, ja dann stell dir vor, du plauderst mit deiner besten Freundin. Stimmt, also ist ein wirklich toller Zugang, absolut. Aber ich hab mir dann gedacht, puh, ich kenn die alle nicht. Ich kenne die alle nicht. Wie soll ich mit denen nicht so mit meinen besten Freunden reden? Das kann ich nicht. Das geht nicht. Und damit habe ich dann auch so aufgehört und suche mir jetzt mittlerweile wirklich ganz in Ruhe Kontakte aus und schaue auch nach. auch Jana hat mir zum Beispiel auch ihre Podcast, ihren Podcastnamen geschickt. Ich habe auch einen Podcast. Magst du da mal reinhören? Habe auch rein gehört bei der ersten Folge. Einfacher mal ⁓ zu spüren, wie geht dieser Mensch im Podcast ⁓ Wie spricht der? Wie ist das? Und dein Podcast ist sehr witzig, sehr lustig. Gefällt mir. Es ist genauso mein Stil. Und das passt doch total gut. Und damit kann ich auch eine ganz andere Verbindung aufbauen. Also ich sehe das genauso wie du. Was mir auch stark aufgefallen ist, Wir sind jetzt in einem Zeitalter von KI. KI rückt immer näher, beziehungsweise ist es ja ⁓ schon unter uns seit Jahren, vermeintlich, ohne dass es uns bewusst aufgefallen ist, also mir nicht. Würdest du sagen, dass KI, ich sage immer, ist alles, was es auf der Welt gibt, Fluch und Segen zugleich. Also das ist so mein Zugang. Und es kommt immer darauf an, wie man es nutzen kann. Und ich muss dazu sagen, ich verwende KI schon auch immer wieder als Ideenproduzent, weil ich ja als Freirenerin arbeite und auch da immer wieder mir einfach Impuls hole, Ideen hole und so weiter. Aber schon meinem Schreibstil natürlich treu bleibe. Aber würdest du sagen, dass KI diesen Umgang auf Social Media auch noch einmal zusätzlich verändert hat in eine Richtung, die nicht immer von Vorteil ist. Jana Maiwald: Das ist ein sehr großes und sehr spannendes Thema. Da kann man auch von so unterschiedlichen Seiten beleuchten, aber auf jeden Fall ein spannender Zugang. Was ich gerade bei mir merke, ist, dass jegliche Art von Pauschalisierung zum Thema KI nicht zielführend ist, weil es immer darum geht, Integration und hier auch wieder Resonanz und Verbindung herzustellen. Das kann ich. sowohl mit KI und das kann ich auch ohne KI oder eben auch nicht. Also es kann mir mit KI gelingen Resonanz und Verbindung herzustellen. Es kann mir ohne KI gelingen. Es kann aber auch mit beiden Varianten komplett gegen Baum gehen. Und das ist das, mir begegnet. Deswegen bin ich nicht Fan davon. sage ich mal, für die eine Seite pro und für die andere Seite dagegen zu sprechen, vielmehr plädiere ich tatsächlich dafür, das Bewusstsein aufzumachen. Wie kann ich anschlussfähig werden? Wie kann ich tatsächlich das Thema Resonanz und Verbindung herstellen? Das ist für mich viel, viel wertvoller, die Debatte auf dieser Ebene zu führen, weil wir uns damit beschäftigen. und auseinandersetzen und den Zugang darüber zu kriegen. Also gerade wenn es jetzt ⁓ Netzwerkanfragen geht, wenn wir nochmal bei dem Thema bleiben. Ist es jetzt gut oder schlecht, ob ich jetzt KI nutze, ⁓ eine Vernetzungsanfrage zu stellen? Ich würde es jetzt gar nicht verteufeln, zu sagen, nee, das ist ein absolutes No-Go, nutz bloß keine KI, ⁓ eine Vernetzungsanfrage und einen Erstkontakt herzustellen, weil auch die muss ja erstmal von mir gefüttert und trainiert werden. Das heißt, hier muss ich erstmal mein Bewusstsein spielen lassen, wie viel steckt denn wirklich da drin. Das heißt, es kann richtig gut gehen, wenn ich dessen bewusst bin und mich damit beschäftige und letztendlich die KI so trainiere, dass da eben auch Resonanz und Verbindung drinsteckt und auch möglich ist. Oder ich lasse halt frei laufen und dann wird oder passiert halt genau das, was uns leider Gottes noch sehr oft passiert, dass eben Nullverbindung und Nullresonanz da ist. Einfach weil wir uns mit dem Thema noch viel zu wenig beschäftigen. Und das merken wir in vielen Einsatzbereichen. ja, das ist wirklich ein Spiel der Perspektiven, wo man reinleuchten kann. Das begegnet mir ja auch ⁓ Also gerade heute habe ich mir tatsächlich darüber Gedanken gemacht, da ging es ⁓ das Thema Fotografie und dass auf LinkedIn ja gerade tatsächlich unter oder in der Fotografenwelt versucht wird, die Fotografie vor der KI zu retten. Sagt man es mal so. man liest, wenn man mal guckt, ganz viele Posts. Unternehmer machen ihre Bilder nur noch auf LinkedIn mit KI. Was soll ich denn da noch als Fotograf? Dann geht das große, ich sag mal sehr provokativ, das große Jammern los und dann diese, diese mittlerweile schon sehr, ich würde mal sagen 0815 Standardtenor, der dann folgt. Ich mache die Bilder aber anders, weil ich dich sehe, mal als Schlusstenor, als Argument, dass das KI-Bild oder dass die Benutzung von KI-Bildern auf LinkedIn sozusagen untauglich sind oder nicht das transportieren, was du transportieren könntest. Müsste man eigentlich sagen, unterschreibe ich. Ich habe da eine andere Haltung dazu, tatsächlich, weil Ich denke, sollten die Anschlussfähigkeit herstellen, die Brücke bauen zwischen KI und dem, was wir als Mensch im Bereich der Fotografie tatsächlich dazuholen können. ich glaube auch, dass da ganz viel Potenzial drinsteckt, einfach einen neuen Markt auch aufzumachen, der nicht heißt, ich biete ein Fotoshooting an und knips dich zwei Stunden und du hast ein fertiges Bild, sondern Ich kriege zum Beispiel die Aussage von einem Unternehmer genau das, dass er sagt, ja, ich brauche kein Fotoshooting, ich mache meine Bilder alle mit KI. Mit dem Blick und dem Wissen, was ich habe als Fotografin. Was wäre, wenn die Antwort darauf wäre, lasst uns mal gemeinsam genau die KI-Bilder anschauen, was da noch für Potenziale und für Ressourcen drinstecken, wo da die Anschlussfähigkeit ist. Was passiert dann? Dann wird Neugier plötzlich weg. Ach so, da könnten noch mehr Potenziale drin stecken? Wie meinst du das, dass man mit KI-Bildern noch mehr Anschlussfähigkeit und Persönlichkeit reinbekommen kann, indem man sich erst mal damit beschäftigt und indem man natürlich auch, wenn ich, egal ob es mit ChetchiBT oder Gemini oder wie auch immer die Bildgenerierungsprogramme mittlerweile an Tools alle heißen, sitzt da jemand davor, der das promptet. sich damit beschäftigt. Das heißt, ich gebe ja was von mir rein, im besten Fall. Also habe ich ein Gefühl dafür, habe ich da eine Verbindung dazu und dann kommt ein Bild raus. Das ist generiert, hat im besten Fall mich sehr, sehr gut getroffen, weil das Ursprungsbild halt auch sehr, sehr gut war, was vielleicht von den Fotografen gemacht wird. Und plötzlich stellt sich die Frage gar nicht mehr, ist es jetzt gut oder schlecht, sondern eigentlich nur Was hat das jetzt wirklich mit mir zu tun und wo ist die Anschlussfähigkeit? Wo ist die Anschlussfähigkeit für das nächste Posting? Wo ist die Anschlussfähigkeit für das, was mich gerade bewegt? Und in dem Moment, wo der Kunde genau das merkt, dass ich gar nicht dagegen bin, sondern eigentlich ihm nur helfe, sich in diesem Medie zurechtzufinden, ihm aufzuzeigen, was da eigentlich alles möglich ist, was das eigentlich mit zu tun hat, merkt der Kunde auch, hier geht es ⁓ Prozesse, hier geht es ⁓ Anschlussfähigkeit und was bedeutet das in dem Moment für mich? Ich verkaufe plötzlich ganz andere Produkte, weil derjenige, der kommt dann zu mir und sagt, Jana, ich würde jetzt gern mit dir mal so ein Prozess machen und da entstehen auch Bilder, aber die entstehen in einem Prozess und natürlich kann dort auch, muss nicht, kann aber KI auch eine Rolle spielen, indem man sich die anguckt, wie wirkt es, wie kann es eingesetzt werden, wo ist die Anschlussfähigkeit und dann wird es komplett komplett neu. Also wir gestalten uns eigentlich gerade einen neuen Markt und das kann doch spannend sein. Sabine Osterauer: Also grundsätzlich sehe ich das genauso wie du. Sehr interessanter Zugang auch, wenn du dann einen Kunden hast, einen Endkunden hast, der das auch so sieht. Der dann auch offen ist und sagt, okay, lass uns einmal darüber reden, sag mir mal, wie du das genau siehst. Weil du das gerade mit den Fotos angesprochen hast und der KI mir persönlich ist aufgefallen. Jana Maiwald: Ich Sabine Osterauer: Ich wusste irgendwann stört uns die Katze. Mir ist persönlich aufgefallen auf den Social Media Partalen, dass es auch immer wieder Fotos gibt, die ja von KI erstellt worden sind. Und wenn du die Personen aber persönlich kennst und dann siehst du die Fotos, dann weißt du, okay, ist dort ein bisschen was weggeschummelt worden, da ein bisschen was dazugegeben worden, wie auch immer man sich präsentieren möchte. Also wenn es so eine Art Karikaturen sind, dann finde ich das total süß. Weil dann ist es ganz eindeutig, das ist jetzt einfach eine Karikatur. Das ist ein Comic oder wie auch immer. Aber wenn du Menschen dann siehst und du denkst dir, komm, die oder der ist in meinem Alter und schaut ⁓ 30 Jahre plötzlich jünger aus, hoppla, da stimmt da irgendwas nicht. Meine Frage dazu ist, ist dir das auch schon aufgefallen? Ich nehme es an natürlich. Warum, wenn wir ja bei den Warum-Fragen sind, warum machen das Menschen auf Social Media? Jana Maiwald: Okay. Das sind die Gründe genauso vielfältig. Das muss man wirklich so sagen. Aber ich will nochmal sagen, Thema, mache mich jünger, ich bild mich ab ohne Verhalten, das ist kein Phänomen, was seit KI entsteht. Weil es gibt ja auch Fotoartists. Das heißt, wir sehen es im Modellgeschäft. Na, jemand, im Alltag, so wie wir jetzt hier sitzen, ich sehe auf meinen Bildern auch, wenn ich richtig gutes Fotoshoot habe, habe ich dort einen Make-up Artist. Ich habe vorher Patches drauf, ich bin richtig gut geschminkt. Da ist Licht gesetzt, da sind mehrere Kameras vielleicht im Einsatz. Da achtet man ja auf wesentliche Sachen. Natürlich sehe ich da anders aus. Also anders in dem Moment nicht von meinem von Gesichtskarakter, aber vielleicht glatter in der Haut, weil dort einfach mal von der Foundation über das Theater Make-up, keine Ahnung, was da wirklich Make-up-Artist dann am Ende alles draus machen. kommt ja auch darauf an, wie man sich sehen will, wie man dieses Shooting angeht. Aber das ist ja im Prinzip nicht neu, weil das gibt es ja schon immer, auch diese Art der Kunstfotografie auch im Business-Bereich oder im Model-Bereich, wo wenn du dann Sabine Osterauer: Kamouflage. Jana Maiwald: eine Werbung siehst und den Menschen dann ungeschminkt in der Realität siehst und denkst so, was, das ist der? Das gab es schon immer, das gibt es nicht erst seit KI, aber KI macht es einfach zugänglicher. Und natürlich ist es, ist es, ist es was, was in uns Menschen vielleicht auch so typisch ein Stück weit auch drin steht. Wenn wir nach außen gehen, wollen wir ein Bild verkörpern, wollen wir gut aussehen. Es gibt sicherlich wenige oder vielleicht gibt es auch einige, die es bewusst sagen, ich grundsätzlich verzichte ich auf Make-up, ich bin so wie ich bin, auch wenn ich mich auf meinen Werbeflyern oder wie auch immer zeige. Es ist immer die Frage, wo kommt es zum Einsatz? Aber letztendlich ist es, glaube ich, ganz menschlich, dass man dieses Bild von Schön, so sehe ich mich gern, so möchte ich mich vielleicht auch gehen, einfach auch nach außen präsentiere und nach außen zeige. das ist, finde ich, grundsätzlich nichts Verwerfliches. Die Frage ist immer nur, wie gehen wir tatsächlich damit ⁓ und wie setze ich diese Bilder tatsächlich auch ein und was steht an Content tatsächlich auch dahinter? Das heißt, geht es hier bewusst darum, mehr Schein als sein aufzubauen. Oder aber ist das einfach ein Anblick, wo ich sage, ja, ich sehe da halt, also wenn ich mich richtig schminken lasse, sehe ich da genauso aus, aber das ist halt jetzt von der KI gebaut und nicht von der Megabartist. Das ist halt eine Frage des Zugangs einfach. ⁓ das nochmal in den Kontext zu bringen. Es gab es schon immer. Und warum machen das Leute einfach, sie sich so gerne sehen und weil sie natürlich auch was symbolisieren wollen. Aber ich glaube, ganz tief gibt es da ganz unterschiedliche Motivationen, die dahinter stehen. Und wie gesagt, für uns ist es einfach wichtig, nicht infrage zu stellen, sozusagen ob man das macht, ob das legitim ist, ob das richtig ist, ob das falsch ist, ob das un vogue ist oder nicht, sondern wie wollen wir damit umgehen? Und da kann man eine Grundsatzdebatte drüber führen. Oder man fängt erst mal bei sich selber an. Was macht das mit mir? Wenn ich merke, auf so eine Bilder resoniere ich nicht, dann ist das völlig fein. Dann entspricht das einfach nicht dem, was ich sehe. dem, was ich wahrnehme, entspricht es nicht dem, wie ich mich gerne auf Menschen einlasse. Dann entspricht es einfach nicht meiner Art des Sehens. Und dann ist es auch okay, weil dann, selbst wenn wir uns im Live sehen, würde das wahrscheinlich auch nicht matchen. Und trotz alledem kann es eben auch mit dieser Art der Präsentation oder Sabine Osterauer: Ja. Jana Maiwald: wie man sich gibt halt auch klappen kann ja auch sein man trifft auf ein Netzwerk treffen, ein Speaker die sind in einem Business Look total gestylt und du denkst so wow was für eine Frau, was für eine Business Lady, was für ein Charisma an die traue ich mich gar nicht ran und dann triffst dich einen Tag später draußen beim Joggen ungeschminkt im Jogging Anzug und Ihr begegnet euch plötzlich und dann stellst du nach einer Weile erst fest, das war doch die, die gerade da auf der Bühne war im Business Look. Und dann merkst du entweder der Mensch an sich von seiner Energie noch der gleiche oder eben du merkst, das war eine Rolle. Das hat mit dem Menschen nicht viel zu tun. Der mir dann auf in dem Moment begegnet. Sabine Osterauer: In der Richtung habe ich mir das dann auch schon überlegt. Ich kann mich dann ein Posting erinnern, auf LinkedIn war das glaube ich auch, ich bin mir nicht ganz sicher. da war eine Dame abgebildet, sehr kurz, sehr knapp, aber sehr hübsch grundsätzlich. Und die ist aufgetreten mehr oder weniger als du kannst als Businessfrau auch sexy ausschauen. So ungefähr. Ich kann das jetzt nicht mehr 100 %ig wiedergeben, aber so ungefähr. Und ich glaube, sie hatte dann im Endeffekt, ich glaube, 300, 400 Kommentare drunter stehen. Und ich habe mir ein bisschen den Spaß gemacht und habe so die ersten 25, 30 Kommentare dazu gelesen. Und wie du es schon gesagt hast, man sollte im Vorfeld einmal überlegen, was triggert mich denn da? Weil die Kommentare, die darunter gestanden sind, ich würde jetzt einmal sagen 95 % waren jetzt nicht positiv. 5 % waren positiv im Sinne von schaut geil aus, schaut super aus, schaut toll aus, ja natürlich kannst du das. Und dann gab es 95 % von das kann man nicht machen und das wird Sex-Sales, das gibt es ja nicht mehr und solche Sachen. Und ich habe mir das so durchgelesen und habe mir gedacht, mich würde das interessieren, weil ich mache es ja auch vom Berufs wegen. Ich schaue euch ja immer dahinter, machen Menschen, sie machen, woher kommt das, warum machen sie das, welchen Zugang haben sie dazu, woher kommt das, wo ist das abgespeichert, wo ist das geprägt und so weiter. Und da habe mir dann überlegt, warum schreiben diese Menschen solche Kommentare drunter? Und gleichzeitig habe ich mich gefragt, warum postet jemand so etwas? Im Wissen, das gibt sicher Shitstorm. Ganz sicher. weil das so ein provokatives Bild gewesen ist. Ich habe dann so ein paar Sachen ausgelotet und habe dann für mich überlegt, auf der einen Seite finde ich es total cool, so ein Foto zu posten, im Sinne von, na kommt's, geht schon, ich halte das aus. Sagt es mir nur, wie schlecht das ist oder dass man das nicht macht. Da sind ja Kommentare drinnen gestellt, wirklich total interessant. Und auf der anderen Seite ... dann sich aber auch hinzustellen und Kommentare zu schreiben, wie blöd das eben ausschaut, also diese Zeit sich dann auch zu nehmen. Ich glaube, ich habe dann als Nummer 482 dazu geschrieben, ganz egal, warum sie sich für dieses Foto entschieden hat, sie hat auf alle Fälle jetzt ganz viele Kommentare und der Algorithmus freut sich. Das habe ich dann noch so draufgeschrieben. Und meine Frage ist, an dich jetzt noch... Würdest du eine Vernetzungsanfrage ablehnen, wenn du von dieser Person, wirst du ob männlich, weiblich, divers oder wie auch immer, ein Foto siehst, wo du dir denkst, ich weiß nicht, ich will es jetzt nicht bewerten, aber irgendwie, weiß nicht, gibt es so etwas? Jana Maiwald: Wir sind schon... Also vom ersten Impuls raus, ich würde sie erstmal tatsächlich nicht ablehnen, die Vernetzungsanfrage. Ich würde in meinem Bauchgefühl folgen und genau die Frage stellen, was war dein Impuls, mir diese Vernetzungsanfrage zu schicken. Und dann wird man merken, kriegt man den Zugang, ja oder nein? Und dann wird es ja auch für mich spannend, weil man muss ja sehen, habe, also wenn ich die Vernetzungsanfrage bekomme, Ich kenne diesen Menschen ja noch nicht. Er kommt ja auf mich zu. Also egal ob er oder sie, aber der Mensch an sich per se kommt auf mich zu. So, ich kenne ihn ja noch nicht. Ich reiche die Hand, ich gebe dir die Hand und sage, schön dich kennenzulernen, erzähl mir doch mal was. Warum interessiere ich dich denn? Und wenn dann nichts kommt, dann ist tatsächlich dann der Punkt, wo ich sage, okay, ich habe dich ja noch. nicht gekannt sozusagen, aber dann ist bei mir jetzt auch da nicht wirklich dann das Interesse geweckt zu sagen, ich möchte diesen Kontakt oder diese Netzwerk-Anfrage jetzt tatsächlich behalten. Weil es ist auch die Frage, warum sollte ich das denn tun? Warum sollte ich diese Vernetzungs-Anfrage dann annehmen oder warum sollte ich diesen Kontakt in meinem Netzwerk dann passiert das und ich glaube, wenn wir ehrlich sind, wir alle mindestens, ich würde stark behaupten, weit über 50 % in unserer Kontaktliste, egal wo, bei LinkedIn oder wie auch immer, sind sogenannte Kontaktleichen. Also Menschen, von denen wir null Niente gar nichts wissen, wo auch, was per se ist... Wenn ich jetzt drüber nochmal nachdenke, es gar nicht darum geht, ich weiß nichts von dem, aber wo überhaupt Null Energie und Null Verbindung und Null Neugier da ist. Das ist der Unterschied. Ich kann ja auch mal mit jemandem mich vernetzt haben, wo wir ein richtig cooles Gespräch hatten, was inspirierend, was Kontakt war und trotzdem ist man irgendwie eine ganze Zeit lang, hat man sich irgendwie doch aus dem Auge verloren. Man ist dann halt trotzdem vernetzt und der Unterschied, das ist wie du schon vorhin sagst, ich habe schon wieder so einen Gedankensprung, wie bei guten Freundinnen. Kennst du das? Du bist miteinander befreundet, siehst dich fünf oder sechs Jahre nicht und dann triffst du dich und denkst so, als wenn wir uns gestern das letzte Mal gesehen haben. Die Anschlussfähigkeit ist da und dann gibt es Menschen, da passiert genau das. Sabine Osterauer: Ja. Jana Maiwald: Siehst dich nach fünf oder sechs Jahren wieder und merkst pünzig, wir haben uns nichts zu erzählen. Gar nichts. Da ist keine Verbindung, keine Resonanz, keine Ebene. So, darf ich diese Menschen aus meinem Kontaktfeld rauslassen? Ja, klar. Tut auch mal gut, mal dann auch loszulassen. Und manche tun es nicht, um einfach, dass die Zahl stimmt. Und das ist Sabine Osterauer: Ja. Ja. Ja. Ja. Auszumisten. Ja. Jana Maiwald: eine Entscheidung, die jeder für sich selber treffen muss. Kann man ja einsehen, wie viele Follower, wie viele... Wie gesagt, Follower ist ja noch was anderes als Kontakte. Was suggeriert das, wenn ich jetzt eine prallgefüllte Kontaktliste habe? Was suggeriert das nach außen? wie wichtig ist mir das? Bin ich interessant und relevant für den Markt, weil ich 5000 Kontakte habe und 10.000 Follower? Bin ich weniger relevant für den Markt, wenn ich 40 Kontakte habe und 5000 Follower? Also wo bewerten wir, was dann am Ende Relevanz hat? Nach was entscheiden wir? Und das muss jeder für sich selber ein Stück weit aushalten. entscheiden und aber auch aushalten am Ende, wie er damit umgeht. Da immer die Frage, wie gehen wir damit ⁓ Sabine Osterauer: Zeitung. Interessante Ansicht. Ich glaube, das hängt auch ganz stark davon ab. glaube, ist Viele, viele Gedanken haben wir im Kopf, dass du so viel gesagt hast. Also ja, das mit den Freundinnen oder mit den Freunden, das kenne ich. Es gibt einfach Freunde, auch in meinem Leben. bin ja vor vier Jahren, habe ich das Bundesland bei uns in Österreich gewechselt. Das sind so 300 Kilometer dazwischen. Und ich habe einfach Freundinnen zurückgelassen, mehr oder weniger. Und wir hören uns so, wenn es sich ausgeht, ein bis zwei Mal im Jahr. Aber telefonisch halt. Aber das ist sie, wenn ich sie gestern gesehen hätte. Da bringen wir uns auf den neuesten Stand, alles ist in Ordnung, keiner ist auf den anderen bös, weil einfach das Leben dich vereinnahmt und es passt für beide. Es ist für beide gleich okay, dass wir uns nur so selten hören. Und dann gibt es, wie du sagst, dann gibt es aber auch Freunde, die du dann siehst und denkst, da ist aber jetzt irgendwas passiert. Da jetzt eine Entwicklung stattgefunden in unterschiedliche Richtungen, auch gut. Und da darf man sich dann auch verabschieden. Also dieses krampfhafte Festhalten, nur weil man schon seit, keine Ahnung, 40 Jahren befreundet ist, finde ich persönlich jetzt auch nicht notwendig. Aber auch da darf natürlich jeder für sich selber entscheiden. Und Freunde zu haben oder Kontakte zu haben auf Social Media, ich glaube, wir sind da ganz stark eben auch von diesem System getrieben. Denn da geht es ja, ich kenne mich ja wirklich ganz wenig aus, aber ich höre immer nur, der Algorithmus macht es. Und ich denke mir dann, okay, das heißt, der sagt uns jetzt, du musst ganz, ganz viele Kontakte haben und noch mehr Follower haben, damit du irgendwie anders gereit wirst und damit du dann interessanter wirst und keine Ahnung, was du dann alles wirst. Ich habe es ehrlicherweise immer noch nicht ganz verstanden. Also wenn es mir jemand erklären möchte, wahnsinnig gerne Kontakt mit mir aufnehmen, sich eine Stunde mindestens Zeit nehmen und mir das richtig gut erklären, aber so richtig gut. damit ich es endlich einmal verstanden habe. Möglicherweise hat es mich aber auch noch nie wirklich so interessiert. Aber ich bin natürlich für alles offen. Und ich finde deinen Ansatz extrem gut, nämlich zu sagen, scheiß auf das System. Ich vernetze mich mit Menschen, die mich interessieren. Und wenn ich jetzt keine 500 oder 5.000 oder 50.000 Kontakte habe, sondern 32, aber die kenne ich, die kenne ich wirklich und von denen möchte ich auch etwas lesen. Denn wenn die etwas von mir interessant finden, ich vielleicht mal gepostet oder was ich mache, die leiten das ja auch weiter an ihre Freunde oder an ihre Follower oder wie auch immer. Das heißt, ist es wirklich so, dass wenn wir ganz, ganz viele Kontakte haben, dass dann die Wahrscheinlichkeit, dass das, was wir posten oder welche Veranstaltungen wir planen, dass es dann umso mehr geteilt wird oder ist das eigentlich Blödsinn? dass es mit 32 Menschen, die wir vielleicht wirklich kennen über das Vernetzen, weil wir uns ausgetauscht haben, die Wahrscheinlichkeit viel höher ist, dass 31 davon meinen Beitrag teilen. Also ich habe 5000 oder 50.000, wovon ich vielleicht 95 Prozent gar nicht kenne, die dann sagen, warum soll ich das jetzt teilen? Ich kenne dich ja gar nicht. Jana Maiwald: Also ich glaube, hier ist auch nochmal ganz wichtig die Differenzierung zwischen Vernetzungsanfragen, also Kontakte und Followern. Das finde ich, muss man hier einfach differenzieren, weil Follower sind was, was Reichweite generiert. Und natürlich ist es gut, viele Follower zu haben. ist aber, wie ich ein Einbahnstraßenprinzip, aber das hat was mit Konsumieren zu tun. Also ich sehe Ich sehe Posts von demjenigen, das finde ich inspirierend, das finde ich interessant. Dem folge ich. Weil ich sage, das ist spannender Content, da kann ich mir immer mal was rausnehmen. Aber das ist eher unverbindlich. Das ist ein unverbindliches Folgen. Ich bin unsichtbar. Das ist wie, wenn wir Menschen uns begegnen. Ich sehe dich da drüben im Café sitzen. Ich beobachte dich, was du so machst. Aber ich... Ich muss jetzt gar nicht auf deine, auf deine, in deine persönliche Zone. Ja, ich bin jetzt gar nicht irgendwie, dass ich sage, ich muss, muss jetzt in dein, in dein Netzwerk sozusagen. möchte jetzt mit dir wirklich vernetzt sein. Ich, folge dir einfach. Das ist der, das ist der Unterschied. Die Frage ist doch aber, wenn ich bewusst eine Vernetzungsanfrage stelle, was, was möchte ich mit diesem Vernetzungs Kontakt? Der Gedanke ist doch dahinter. Ich bin in ein Persönlichkeitsbereich von jemandem. In dem Moment, wo wir uns vernetzen. ist Verbindung herstellen. Die ist nicht mehr unverbindlich. Eine Follower ist unverbindlich. Das ist mit Abstand beobachten. Aber vernetzen, da sind wir miteinander verbunden. Das heißt, warum sind wir denn verbunden? Was verbindet uns denn? Wo können denn, wo setzen wir denn an? Ein Netzwerk ist ja auch dafür da, einen Ansprechpartner zu haben für bestimmte Belange, wo ich weiß, ich habe jemanden in meinem Netzwerk, einen Freund von mir oder ein Kunde von mir braucht das und das und das und ich habe ein gutes Netzwerk, wo ich reagieren kann und weiß, für das Problem kann ich den und den anrufen. Das ist nur ein Telefonat oder ein Link links entfernt und sagt, du, ich habe da jemanden, den empfehle ich dir mal. weil wir uns mit gutem Gewissen kennen und das sozusagen für uns nutzen können. Oder ich selber habe ein Business-Thema oder ein persönliches Thema, wo ich einen Rat, einen Austausch oder eine Dienstleistung von jemanden brauche und weiß, ich habe jemanden in meinem Netzwerk, der das für mich dann am Ende lösen kann. oder mir das anbieten kann, wo ich sage, hier sind wir plötzlich in einem geschärfteren Business-Kontakt einfach drin, wo wirklich eine Dienstleistung oder eine Beratungsleistung tatsächlich die, sag ich mal, jetzt fehlt mir das Wort, die die Seite wechselt. Also wo wirklich ein Austausch stattfindet oder so wie wir jetzt. Es ist daraus ein direkter Kontakt entstanden. Und was haben wir mit diesem Kontakt gemacht? Wir haben den gleich aufleben lassen. Wir sitzen jetzt hier und machen gemeinsam diesen Podcast. Das hat für mich was mit richtig schönem, guten Netzwerken zu tun. Am Ende auch soll ein Netzwerk auch einen gewissen Mehrwert schaffen. Dieser Mehrwert kann für die Menschen ja unterschiedlich sein. Aber letztendlich geht es doch darum, Mehrwert zu stiften. Das kann ich in einem guten, ausgebauten Netzwerk doch unheimlich stark. Mit Kontaktleichen in meinem Netzwerk kann ich nicht wirklich viel anfangen, weil dann habe ich ein Problem und stell plötzlich fest. Eigentlich kenne ich die alle gar nicht. Wirklich ansprechbar für mich sind sie auch nicht, weil die eigentlich gar nicht wissen, wer ich bin und was ich zu tun habe. Und das ist die Frage, was nützt es mir dann? Was ist denn nutzen? Und das ist die Differenzierung, die ich da drin eigentlich auch nochmal sehe. Also Follower oder Netzwerk. Aber wir waren ja bei dem Thema, warum eine Netzwerk-Anfrage? Was steckt dahinter? Sabine Osterauer: Vielleicht so zum Ende hin des Podcasts. sind jetzt schon wieder 50 Minuten auf Sendung sozusagen. Dass ich das mal sagen darf, wir sind auf Sendung. Was für einen Tipp hättest du an Social Media Konsumenten in Zukunft aufgrund dessen, dass wir jetzt diese Warum Frage beantwortet haben für Jana Maiwald: So. Sabine Osterauer: Die Menschen, das nächste Mal auf Social Media unterwegs sind und eine Vernetzungsfrage bekommen oder sich vernetzen wollen mit jemandem, was hättest du da für einen Tipp, den du so mitgeben könntest auf Basis unseres Gesprächs heute? Jana Maiwald: Nahbarkeit herstellen, auf jeden Fall. Das ist, glaube ich, das, was wir als Mensch gerade in der aktuellen schnelllebigen Zeit viel, viel mehr brauchen. Dieses Gefühl gesehen und gehört und wahrgenommen zu werden. Und das ist eigentlich so einfach. Es muss kein endlanger Text sein. ist manchmal nur ein kurzer Impuls. Ein, zwei Sätze, die ... die einfach mit dieser Vernetzungsanfrage zeigen, ich habe dich wahrgenommen, ich habe dich gesehen, ich finde das toll, das war mein Impuls, warum ich gerne mit dir in Kontakt gehen will und dann es nicht ruhen lassen, dass dann irgendwann, sozusagen mal vielleicht jetzt nicht jeden Tag miteinander in Kontakt, das ist immer völlig dahingestellt. Aber in diesem ersten Momentum der Kontaktaufnahme, wie wollen wir Menschen begegnen, wie wollen wir miteinander Netzwerk? da einfach offener und nahbarer auf die Menschen zuzugehen. Sabine Osterauer: sehr sehr schönes Schlusswort, liebe Jana. In diesem Sinne 52 Minuten 27 28. In diesem Sinne vielen Dank, dass du bei mir warst. Vielen Dank fürs Zuhören und zusammen hat es wieder herausgefunden, warum Resonanz verbindet und Belanglosigkeit echte Vernetzungen blockieren kann. alles von der lieben Jana vernetzt sich natürlich vernetz ich, das Wort Vernetzung, das ist mir heute schon so, kommt natürlich runter in die Shownotes, dass ihr auch mit der Jana Kontakt aufnehmen könnt, wenn ihr euch mit ihr vernetzen wollt, ihr kennt sie ja jetzt schon, wenn ihr euch diesen Podcast angehört habt. Und mich findet sie ja sowieso. In diesem Sinne, liebe Jana, vielen herzlichen Dank, dass du mein Gast heute warst und alles Liebe. Jana Maiwald: Ich bedanke mich auch bei dir ganz, herzlich. War mir eine große Freude. Und unser Netzwerk Kontakt, der bleibt auf jeden Fall stehen. Sabine Osterauer: würde ich mich wahnsinnig darüber freuen. Vielen lieben Dank! Dankeschön!