Latest / Immer wieder Deutsch | Learn German (B1 - C1 Intermediate) / #47 - Zum Zahnarzt gehen (B1-C1) | Learn German Listening Practice
Transcript
- 0:01Ben: Guten Morgen, willkommen zurück bei immer wieder Deutsch.
- 0:06Ben: Bei mir ist es jetzt morgens um zehn und ich war gerade beim Zahnarzt hier in Japan.
- 0:17Ben: Und vielleicht kann ich euch ein bisschen von meiner Erfahrung erzählen.
- 0:24Ben: Also ich hatte gestern oder nein, vor zwei Tagen schon beim Abendessen ein Problem mit meinem Zahn.
- 0:34Ben: Und zwar hatte ich eine Füllung in diesem Zahn.
- 0:39Ben: Das war noch von meinem Zahnarzt in Deutschland.
- 0:45Ben: Ich hatte da so eine Füllung, die man in Deutschland umsonst bekommt.
- 0:53Ben: Also die günstigste Art von Füllung im Zahn.
- 0:58Ben: Eine Füllung, das ist ja, wenn man ein Loch im Zahn hat und dann wird dort gebohrt, also ein Loch geöffnet und etwas hineingetan.
- 1:13Ben: Das ist die Füllung vom Zahn.
- 1:16Ben: Ja, so eine Füllung hatte ich.
- 1:19Ben: Das war so eine günstige Füllung, also eine kostenlose Füllung in Deutschland.
- 1:27Ben: Also nicht kostenlos.
- 1:31Ben: Man zahlt ja in Deutschland Krankenversicherung jeden Monat.
- 1:35Ben: Und diese Füllung wird eben von der Krankenversicherung übernommen.
- 1:41Ben: Und beim Arzt muss man dann nichts bezahlen.
- 1:46Ben: Ja, das habe ich in Berlin machen lassen.
- 1:48Ben: Beim Abendessen.
- 1:50Ben: Vor zwei Tagen hatte ich dann ein komisches Gefühl am Zahn.
- 1:55Ben: Hab dann gedacht, ich habe irgendwas zwischen den Zähnen stecken.
- 2:01Ben: Und als ich angefasst habe, ist die ganze Füllung einfach rausgefallen.
- 2:08Ben: Also, ja, musste ich hier in Japan zum Zahnarzt.
- 2:14Ben: Das ist jetzt schon das zweite Mal, dass ich hier beim Zahnarzt war.
- 2:19Ben: Und ja, das ist echt gut.
- 2:24Ben: Das funktioniert echt.
- 2:25Ben: Super einfach.
- 2:27Ben: Man kann sogar relativ spontan einen Termin machen.
- 2:32Ben: Und ich musste nicht lange warten, obwohl andere Leute dort waren.
- 2:39Ben: Und hier in Japan muss man immer ein bisschen selbst bezahlen.
- 2:46Ben: Aber ja, der Zahnarzt hat diese Füllung ersetzt, das alles sauber gemacht und das ging alles ganz schnell.
- 2:57Ben: Der Zahnarzt war super nett, hat mich gefragt, wo ich herkomme.
- 3:02Ben: Ich habe ihm erzählt, dass ich aus Deutschland komme.
- 3:06Ben: Und ja, diese Situation beim Zahnarzt ist immer ein bisschen komisch, wenn der Zahnarzt versucht, mit einem zu sprechen, aber man nicht sprechen oder antworten kann, weil gerade im Mund gearbeitet wird.
- 3:30Ben: Ja, also ich konnte nicht viel antworten.
- 3:35Ben: Immer nur so, mehr konnte ich nicht sagen.
- 3:40Ben: Ja, das war dann fertig.
- 3:44Ben: Das hat vielleicht zehn Minuten gedauert.
- 3:47Ben: Ich habe vielleicht zehn Minuten gewartet.
- 3:50Ben: Und am Ende habe ich selber bezahlt.
- 3:53Ben: Also hier gibt es auch eine Krankenversicherung.
- 3:56Ben: Die ist aber pro Monat relativ günstig im Vergleich zu Deutschland.
- 4:02Ben: Ich glaube, im Moment sind das ungefähr 30 Euro oder ein bisschen über 30 Euro, vielleicht 40 Euro pro Monat.
- 4:15Ben: Und man muss dann eben noch einen Anteil, also einen Teil von den Kosten selber bezahlen.
- 4:26Ben: Das waren dann heute 15 Euro oder 16 Euro, die ich bezahlt habe für diese Füllung und für die Arbeit des Zahnarztes.
- 4:48Ben: Ja, das geht eigentlich.
- 4:52Ben: Das ist sehr preiswert, denke ich.
- 4:56Ben: Und allgemein hier zum Arzt gehen ist immer sehr einfach und schnell.
- 5:04Ben: Ohne große Probleme.
- 5:07Ben: Man kann auch spontan zum Arzt gehen.
- 5:12Ben: Und ja, das ist manchmal so ein Problem in Deutschland.
- 5:17Ben: Vor allem, wenn man in einer größeren Stadt wohnt, ist es manchmal echt schwer, einen Termin zu bekommen.
- 5:27Ben: Und dafür gibt es ein paar Internetseiten zum Beispiel.
- 5:32Ben: Also, ich weiß nicht, ob ihr das schon mal gehört habt.
- 5:36Ben: Es gibt zum Beispiel Doctolib.
- 5:39Ben: So heißt diese Internetseite, da kann man einen Termin machen oder sehen, welche Ärzte es in der Umgebung gibt.
- 5:47Ben: Und ja, ich empfehle euch, wenn ihr einen Termin braucht, benutzt nicht diese Seite, weil meistens gibt es keine spontanen Termine.
- 6:03Ben: Es dauert meistens mehrere Monate, weil eben viele diese Online-Terminbuchungen nutzen.
- 6:12Ben: Wenn man es nicht eilig hat, also wenn es nicht so dringend ist, dann kann man das benutzen, zum Beispiel in zwei Monaten oder in drei Monaten einen Termin planen.
- 6:28Ben: Aber wenn man zum Beispiel ein Problem mit seinem Zahn hat, dann ist es meistens besser, einfach direkt anzurufen oder vielleicht sogar direkt zum Arzt zu gehen.
- 6:46Ben: Und ich verstehe natürlich, dass das ein bisschen schwierig ist, wenn man noch nicht so gut Deutsch spricht.
- 6:59Ben: Aber ja, meistens ist so ein Anruf beim Arzt eigentlich gar nicht so kompliziert.
- 7:09Ben: Wenn man dort anruft, dann passiert erstmal als erstes, dass der Arzt oder die Arztpraxis sich meldet und sie sagen ihren Namen, also zum Beispiel, ja, hallo, hier ist Arztpraxis Schmidt.
- 7:32Ben: Wie kann ich Ihnen helfen?
- 7:34Ben: Und dann sagt man einfach, Hallo, ich habe ein Problem mit meinem Zahn.
- 7:41Ben: Kann ich einen Termin machen?
- 7:44Ben: Und dann meistens sagt die Arztpraxis schon, ah, ja, nächsten Donnerstag um 10 Uhr, wie passt Ihnen das?
- 7:59Ben: Dann kann man zum Beispiel sagen, ich kann leider nur vormittags oder ich kann leider nur am Wochenende.
- 8:08Ben: Die meisten Arztpraxen haben leider nicht am Wochenende geöffnet in Deutschland.
- 8:15Ben: Also müsst ihr das wahrscheinlich unter der Woche machen.
- 8:19Ben: Aber ihr könnt zum Beispiel sagen, leider kann ich nur ab 17 Uhr.
- 8:28Ben: Wann kann ich einen Termin machen?
- 8:32Ben: Und schon wird euch die Arztpraxis ein Vorschlag machen.
- 8:39Ben: Und dann sagt ihr einfach ja.
- 8:41Ben: Ihr sagt euren Namen und fertig.
- 8:47Ben: Dann sagt man, vielen Dank.
- 8:52Ben: Dann bis zum 15.
- 8:56Ben: September.
- 8:58Ben: Tschüss.
- 9:00Ben: Ja.
- 9:00Ben: Also, es ist nicht so kompliziert.
- 9:04Ben: Es gibt auch auf YouTube Videos, die solche Situationen zeigen.
- 9:13Ben: Also ein Anruf beim Arzt zum Beispiel.
- 9:19Ben: Hört euch das ein paar Mal an und dann, wenn ihr Probleme habt, fragt einfach.
- 9:27Ben: Also sagt einfach, Entschuldigung, ich kann noch nicht so gut Deutsch sprechen.
- 9:32Ben: Könnten sie etwas langsamer sprechen?
- 9:35Ben: Und gewöhnlich, also normalerweise werden sie dann langsamer sprechen.
- 9:44Ben: Und ich verstehe diese Situation.
- 9:50Ben: Also, hier für mich in Japan beim Arzt anzurufen, ist auch sehr schwierig.
- 9:58Ben: Ich habe das noch nicht gemacht.
- 10:00Ben: Ich frage immer meine Frau, ob sie für mich anrufen kann und einen Termin machen kann.
- 10:08Ben: Weil, egal in welchem Land, am Telefon sprechen die meisten Leute sehr schnell.
- 10:17Ben: Also, ja, das ist leider immer so.
- 10:25Ben: Auch wahrscheinlich in eurem eigenen Land.
- 10:29Ben: Und wenn das nicht klappt, dann geht einfach direkt in die Praxis und fragt nach.
- 10:38Ben: Ich finde, so in echt, also Gesicht zu Gesicht, nicht am Telefon, sondern in der Praxis funktioniert das meistens einfacher.
- 10:53Ben: Die Leute sprechen klarer, weil sie können euch sehen.
- 10:57Ben: Und sie können auch verstehen, dass ihr vielleicht noch nicht so gut Deutsch sprechen könnt oder euch noch nicht so sicher seid.
- 11:09Ben: Aber ich denke, wenn ihr diesen Podcast hier verstehen könnt, dann ist euer Deutsch schon sehr gut.
- 11:21Ben: Und wenn ihr noch nicht alles versteht, dann keine Sorge.
- 11:27Ben: Das ist normal, wenn man Input trainiert.
- 11:36Ben: Für mich auch.
- 11:38Ben: Also gerade im Moment höre ich auch wieder sehr viel Japanisch-Podcasts oder schaue japanische Videos, um meinen Japanisch zu verbessern.
- 11:53Ben: Und wenn ich etwas nicht verstehe, dann mache ich keine Pause oder so, sondern ich versuche einfach weiter zu hören und vielleicht insgesamt das Thema zu verstehen.
- 12:14Ben: Und ja, man kann einen Podcast auch mehrmals hören und Pause machen oder langsamer hören.
- 12:26Ben: Es gibt viele Optionen.
- 12:29Ben: Aber ich glaube, es ist wirklich wichtig, dass man viel, viel Input hat, wenn man gut sprechen möchte.
- 12:42Ben: Weil Deutsch zu verstehen, ist die Basis, also die Grundlage, um Deutsch gut zu sprechen.
- 12:54Ben: Also du kannst nicht etwas sagen, was du nicht verstehen kannst.
- 13:01Ben: Du kannst nicht perfekt sprechen, wenn du nicht perfekt verstehen kannst.
- 13:08Ben: Das ist einfach so, wenn man eine Sprache lernt.
- 13:14Ben: Deswegen, ja, versucht so viel wie möglich zu hören, wenn ihr könnt.
- 13:24Ben: Und ja, macht euch gar nicht so viel Sorgen um das Sprechen.
- 13:31Ben: Sondern ich glaube, das Hören ist bis zum Ende, also bis man vielleicht auf C1 oder C2-Niveau ist im Deutschen, ist das Sprechen gar nicht so wichtig.
- 13:50Ben: Natürlich für die Prüfung muss man sprechen.
- 13:53Ben: Wenn man eine Deutschprüfung macht, dann muss man in der Prüfung auch sprechen können.
- 13:59Ben: Aber man kann sich vorbereiten.
- 14:04Ben: Also vor allem in der TELC-Prüfung oder auch in der Goethe-Prüfung weiß man ja schon, was im Sprachteil drankommt.
- 14:19Ben: Ungefähr.
- 14:21Ben: Also nicht genau das Thema, aber was man machen muss.
- 14:27Ben: Und es gibt auf YouTube auch Videos von diesen Prüfungen.
- 14:36Ben: Also zum Beispiel von der B1-Prüfung oder B2-Prüfung von dem Sprachteil.
- 14:43Ben: Schaut euch das mal an, wenn ihr für eine Prüfung übt.
- 14:47Ben: Und ja, ich denke, das kann man sehr gut vorher trainieren.
- 14:55Ben: Aber für das Sprechen im Alltag, also für natürliches Deutsch, ist wirklich Hören eigentlich das Beste, was man machen kann.
- 15:08Ben: Ja, für mich auch.
- 15:13Ben: In letzter Zeit habe ich nicht so viel Podcasts gehört im Japanischen und ich merke echt, dass mir das fehlt.
- 15:23Ben: Je mehr man Input hat, desto mehr gewöhnt sich das eigene Gehirn an die Sprache.
- 15:37Ben: Also, ich habe zum Beispiel manchmal vorm Schlafengehen Podcasts gehört, vielleicht eine Stunde oder sogar zwei Stunden vorm Schlafengehen.
- 15:49Ben: Nicht immer aktiv, auch passiv, während ich irgendwas anderes gemacht habe.
- 15:55Ben: Aber ja, dann habe ich meistens, also nicht meistens, aber manchmal sogar auf Japanisch geträumt, weil ich die ganze Zeit vorher einen Podcast gehört habe und mein Gehirn wahrscheinlich in diesem Moment so sehr an die Sprache gewöhnt war.
- 16:25Ben: Genau.
- 16:28Ben: Ja, das war meine Erfahrung beim Zahnarzt.
- 16:31Ben: Wart ihr schon mal beim Arzt in Deutschland?
- 16:33Ben: Wie war das für euch?
- 16:35Ben: Konntet ihr gut kommunizieren?
- 16:38Ben: Lasst es mich wissen.
- 16:40Ben: Wir hören uns beim nächsten Mal.
- 16:43Ben: Macht's gut.
- 16:45Ben: Tschüss.