Latest / ntv Wirtschaft / Trump will Diesel-Exporte stoppen: Kommt der nächste Spritpreis-Schock?
Transcript
- 0:01US-Präsident Donald Trump hat sich für einen Diesel-Export-Stop ausgesprochen.
- 0:06Das könnte die Spritpreise auch in Deutschland kräftig nach oben treiben.
- 0:11Deutschlands Innenstädte ziehen wieder mehr Menschen an.
- 0:15Und die Kryptowährung Bitcoin hat zuletzt deutlich zugelegt.
- 0:19Sehen wir bald die Marke von 100.000 US-Dollar?
- 0:23Hallo und herzlich willkommen.
- 0:26In diesem Podcast verwandeln moderne KI-Systeme journalistische Inhalte,
- 0:30die auf unseren NTV-Plattformen publiziert wurden, in ein neues Hörformat.
- 0:36Text und meine Stimme wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt.
- 0:40Vor der Veröffentlichung werden alle Folgen nach strengen journalistischen Standards
- 0:45geprüft. Viel Spaß beim Zuhören.
- 0:48Fangen wir direkt an der Zapfsäule an. In den USA sind die Treibstoffpreise kräftig gestiegen.
- 0:55Und Donald Trump sucht nach einem Weg, das für die Menschen im Land wieder günstiger zu machen.
- 1:00Seine Idee? Die USA könnten den Export von Diesel stoppen.
- 1:05Seine Regierung prüft jetzt, ob das überhaupt machbar ist. Der Druck ist groß.
- 1:10Diesel hat sich allein im August um rund 24 Prozent verteuert.
- 1:14Das trifft in den USA vor allem Landwirte und Transportunternehmen.
- 1:18Denn Diesel steckt dort besonders häufig in Traktoren und Lastwagen.
- 1:23Und mit Blick auf die Kongresswahlen am 3. November werden hohe Spritpreise
- 1:28auch politisch ziemlich unangenehm.
- 1:31Über die möglichen Folgen eines solchen Exportstops hat unsere Moderatorin Mara
- 1:35Bergmann mit Andreas Löschel gesprochen, Umwelt- und Energieökonom an der Ruhr-Universität Bochum.
- 1:42Was würde denn so ein US-Exportstopp für Diesel für uns hier in Deutschland
- 1:47und in Europa bedeuten? Droht uns dann eine neue Preisexplosion oder sogar ein Mangel?
- 1:53Wir haben ja große Abhängigkeiten.
- 1:57Auf der einen Seite haben wir hier in Deutschland Raffineriekapazitäten,
- 2:01aber wir importieren eben auch Diesel und diese Diskussion, da muss es gar nicht
- 2:07tatsächlich zu einer Reduktion kommen oder zu einem Exportverbot kommen.
- 2:11Allein die Diskussion über eine solche Maßnahme, die erhöht weiter die Unsicherheiten,
- 2:18die dürfte die Preise auf den Dieselmärkten weiter nach oben treiben und dafür
- 2:23werden wir betroffen sein.
- 2:24Können Sie sagen, wie das prozentual aussieht? Also wie viel Diesel kommt im
- 2:28Prinzip aus den USA? Wie abhängig sind wir?
- 2:31In den alten Zahlen war es so, dass wir etwa 80 Prozent unseres Dieselbedarfs
- 2:36auch wirklich selber erzeugen konnten. Der Rest importiert. Das schwankt natürlich
- 2:41immer so etwas nach den internationalen Preisen.
- 2:43Die USA, die war aber von diesem Import voluminal so ungefähr ein Sechstel,
- 2:48das wir bekommen hatten.
- 2:50Also das ist nicht unerheblich, aber es ist
- 2:54einerseits diese physikalische Komponente, da muss man dann mal sehen,
- 2:58wie die sich ausspielen wird, aber es ist insbesondere eben jetzt
- 3:02die Preiskomponente, weil eben das die Preise für Diesel nach oben treiben wird,
- 3:08weil die Unsicherheiten einfach ansteigen und das ist ja die Diskussion,
- 3:12die wir in den letzten Monaten hatten.
- 3:14Also wir haben kein physikalisches Problem gehabt, aber wir hatten ein Problem
- 3:18der Preise, der hohen Preise auf den internationalen Märkten.
- 3:22Und die werden durch solche politische Unsicherheit natürlich nochmal angeheizt.
- 3:27Teurer Sprit beschäftigt auch die deutschen Autofahrerinnen und Autofahrer schon lange.
- 3:34Es lohnt sich ein ziemlich genauer Blick auf die Uhr, bevor man zur Tankstelle fährt.
- 3:39Und genau das sollte die sogenannte Zwölf-Uhr-Regel eigentlich einfacher machen.
- 3:44Seit April dürfen Tankstellen ihre Benzin- und Dieselpreise nur einmal täglich
- 3:48erhöhen, eben mittags um zwölf.
- 3:51Runtergehen dürfen die Preise dagegen jederzeit.
- 3:54Die Idee dahinter? Mehr Transparenz und weniger Preissprünge.
- 3:59Nur sagt der ADAC jetzt ziemlich klar, für Verbraucher funktioniert das nicht.
- 4:04Die Preise ändern sich zwar seltener, dafür ist der Unterschied zwischen günstig
- 4:09und teuer über den Tag größer geworden.
- 4:12Wer direkt nach der Erhöhung tanken muss, zahlt laut ADAC deutlich drauf.
- 4:17Daher die Forderung, die Regel soll wieder abgeschafft werden.
- 4:21Wenn nach dem Tanken noch etwas Geld übrig bleibt, landet das offenbar wieder
- 4:26öfter dort, wo viele deutsche Städte es dringend brauchen können. In den Innenstädten.
- 4:32Und die werden offenbar wieder attraktiver. Das zeigt eine neue Studie im Auftrag
- 4:37des Handelsverbands Deutschland.
- 4:40Demnach sagen mehr als 80 Prozent der Befragten, dass sie ihre Innenstadt künftig
- 4:44mindestens genauso oft oder sogar häufiger besuchen wollen wie bisher.
- 4:49Der Anteil stieg damit im Vergleich zu 2024 um rund 20 Prozentpunkte.
- 4:55Und dennoch bleiben Leerstände ein Problem. Die Innenstadt wiederzubeleben,
- 5:00das ist zum Beispiel in Hanau gelungen.
- 5:03Dort ist der ehemalige Kaufhof zum Stadthof geworden.
- 5:07Neue Geschäfte, Kultur und Veranstaltungen sollen Menschen ins Zentrum bringen.
- 5:12Unsere Moderatorin Mara Bergmann hat mit Stefan Gent gesprochen,
- 5:16dem Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland.
- 5:19Herr Gent, was können denn andere Städte von Hanau lernen? Dort wird ja der
- 5:23klassische Handel verbunden mit Freizeitangeboten zum Beispiel oder mit Events.
- 5:28Ja, man muss deutlich sagen, dass es darum geht, multifunktionale Räume zu schaffen,
- 5:31eben mehr anzubieten als vielleicht nur Einkaufen. Einkaufen ist der Hauptbesuchskund
- 5:35zum Besuch der Innenstädte.
- 5:36Über zwei Drittel sagen das bei dieser Studie, die insgesamt positive Werte bringt.
- 5:40Aber wir brauchen mehr Kreativität und das Zusammenwirken auch von Kommunen,
- 5:44von kommunaler Planung und Investoren. Und Hanau ist ein tolles Beispiel.
- 5:48Wir haben weitere Beispiele auf unserer Internetseite, unsere stadtimpulse.de
- 5:52beispielsweise halt auch.
- 5:53Und insofern bin ich eigentlich optimistisch, dass die Innenstadt auch morgen
- 5:57nicht nur der Grund für den Einzelhandel sein wird, sondern gerade viele auch
- 6:01jüngere Menschen wollen nicht nur digital leben.
- 6:03Sie wollen sich auch analog treffen und dafür sind unsere Innenstädte natürlich bestens geeignet.
- 6:07Haben Sie da weitere kreative Ideen für uns? Klar, es geht natürlich darum,
- 6:12Innenstädte erlebbar zu machen, auch digital erlebbar zu machen.
- 6:15Auch da muss man natürlich eine Verfügbarkeit der digitalen Möglichkeiten haben,
- 6:19also Internetempfang beispielsweise. Aber es geht um den Nutzungsmix.
- 6:22Wir wollen auch mehr Wohnen in die Städte holen. Das schafft auch mehr Sicherheit.
- 6:26Da, wo Menschen sind, fühlen sich auch andere Menschen wohl.
- 6:29Das haben wir bei der Studie jetzt auch deutlich gesehen, Ich denke übrigens,
- 6:32dass der weit, weit überwiegende Teil unserer Besucher in den Innenstädten sich dort auch sicher fühlt.
- 6:37Aber es gibt natürlich auch Randzonen, wo es nicht so optimal ist.
- 6:40Das heißt, wir müssen mehr tun für die Städte.
- 6:43Wir brauchen noch mehr Grün und mehr Wasser, gerade vor dem Hintergrund der
- 6:46Klimaentwicklung, auch der Hitzeperioden, die wir haben, sodass wir natürlich
- 6:50unsere Städte hier weiterentwickeln müssen. Die Mobilieneigentümer,
- 6:52die Kommunen, die politisch Verantwortlichen, der Einzelhandel selber, also meine Branche.
- 6:56Wir sind aufgerufen und gefordert, zusammenzuarbeiten, um solche innovativen
- 7:00Konzepte wie in Hanau und in anderen Städten umzusetzen.
- 7:04Vom Handel in unseren Innenstädten zum ganz großen Handel zwischen zwei Wirtschaftsmächten.
- 7:11Und da bekommt ein Staatsbankett plötzlich fast ein bisschen etwas von einem Konzerncheftreffen.
- 7:17Donald Trump empfängt am morgigen Donnerstag Chinas Staatschef Xi Jinping im Weißen Haus.
- 7:24Und beim Staatsbankett sitzen offenbar einige der mächtigsten Unternehmenschefs der USA mit am Tisch.
- 7:30Auf der Gästeliste stehen Insidern zufolge unter anderem die Spitzen von Meta,
- 7:35Amazon, Apple, Alphabet, NVIDIA, OpenAI und mehreren großen Banken.
- 7:42Auch Tesla-Chef Elon Musk soll dabei sein. Das macht ziemlich deutlich,
- 7:46worum es bei dem Treffen neben Diplomatie auch geht. Ums Geschäft.
- 7:52Die Beziehungen zwischen den USA und China sind unter anderem durch Streit über
- 7:57Handel, Taiwan, den Iran und künstliche Intelligenz belastet.
- 8:02Für viele dieser Konzerne ist China gleichzeitig ein wichtiger Markt,
- 8:06Produktionsstandort oder Geschäftspartner.
- 8:09Und wenn schon so viele Tech- und Finanzgrößen an einem Tisch sitzen,
- 8:14können wir zum Schluss auch noch einen Blick auf eine Kryptowährung werfen,
- 8:18die ebenfalls stark von Erwartungen lebt. den Bitcoin.
- 8:23Er hat in den vergangenen Wochen unterm Strich deutlich zugelegt und liegt aktuell
- 8:28bei rund 86.000 US-Dollar.
- 8:31Ob es weiter nach oben gehen dürfte, darüber hat unser Börsenmoderator Frank
- 8:36Mayer mit Timo Emden gesprochen, Chefmarktanalyst bei CapTrader.
- 8:41Der Bitcoin kommt wieder so langsam ein bisschen in Schwung.
- 8:44Ist das Gröbste dann vorbei, fragt man sich?
- 8:48Ich würde sagen, schon, ja. Also hier ist eine Menge Fantasie,
- 8:51insbesondere nach oben drin, vielleicht Richtung 100.000 psychologischer wichtiger Marke.
- 8:56Aber es gibt natürlich auch Gründe. Ich würde sagen, es ist wirklich ein Dreiklang,
- 8:59den wir jetzt in den letzten Tagen oder auch Wochen immer mal wieder gesehen haben.
- 9:03Es sind regulatorische Signale aus den USA, insbesondere aber auch geldpolitische
- 9:07Signale und vor allen Dingen auch markttechnische Faktoren, insbesondere ein
- 9:11sogenannter Short Squeeze, den wir immer mal wieder gesehen haben.
- 9:13Der Bitcoin war am Anfang ja eine Verschwörungstheorie, Dann war er bei 100
- 9:17eine Blase, bei 1.000 spätestens. Dann ging er auf 100.000.
- 9:20Inzwischen ist er gekommen, um zu bleiben. Investierbar auch.
- 9:24Meiner Meinung nach ja. Aber man muss sich immer diesen Aufkleber-Risiko-Stempel,
- 9:29auf der Stirn vor Augen halten.
- 9:32Wer sich hier auf der Spielwiese, in Anführungszeichen, Bitcoin oder generell
- 9:36Cryptoassets bewegt, muss immer mit entsprechenden Auswahlrisiken rechnen.
- 9:41Ganz klar. Aber ich glaube, wie Sie auch schon sagten, da gehe ich mit.
- 9:44Der Bitcoin ist gekommen, um zu bleiben. Sämtliche Abgesänge aus der Vergangenheit,
- 9:48aus den letzten Dekaden, haben sich nicht bewahrheitet.
- 9:50Ganz im Gegenteil, der Bitcoin hat hier Riesenschritte nach vorne gemacht,
- 9:54hin bis zu dem finalen Mainstream, bis zur finalen Salonfähigkeit in den USA.
- 10:00Insbesondere nicht zuletzt durch den Start sogenannter Bitcoin-Spotty-Apps Anfang 2024.
- 10:05Das war unser Blick auf die aktuellen Nachrichten aus der Wirtschaft für den Moment.
- 10:10Wir hören und lesen uns wieder bei NTV, in der App, im TV oder hier im Podcast.