Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg-News: Zehn Prozent mehr Autos abgeschleppt
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- Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 19. Januar. Parkplatzsuche und Abschlepprekord in Hamburg. Große Demonstrationen gegen iranisches Regime. Schmierereien auf dem Grab von Helmut und Loki Schmidt. Planungen für Großneumarkt-Neugestaltung in Hamburg. Hamburg wähnt sich stets im Gefühl, in Deutschland ganz oben zu sein. Bezogen auf die Geografie mag das richtig sein, aber gilt es auch für die Wirtschaft? Der Senat hat erst vor wenigen Tagen stolz vermeldet, Hamburg ist bundesweiter Spitzenreiter. Tatsächlich hat die Wirtschaftsleistung in Hamburg laut IFO-Institut im dritten Quartal 2025 um 0,6 Prozent zugelegt. Platz 1 vor Bayern plus 0,5 Prozent. Betrachtet man einen längeren Zeitraum, wandelt sich das Bild. Und rechnet man das Bruttoinlandsprodukt auf die Bevölkerung um, dreht es sich komplett. Da rutscht die Stadt auf den vorletzten Rang. Pro Kopf hat sich die Wirtschaftsleistung preisbereinigt im Jahrzehnt zwischen 2014 und 2024 um 2,8 Prozent vermindert. Nur das Saarland ist mit einem Minus von 5,5 Prozent noch schlechter. Bayern und Baden-Württemberg haben 6 Prozent pro Kopf gewonnen. Berlin und Brandenburg führen die Liste mit einem Zuwachs von 10 Prozent an. Alle Hintergründe zu diesem interessanten Befund lesen Sie auf abendblatt.de. In Hamburg kann die Suche nach einem geeigneten Parkplatz sehr mühselig sein. Geduld ist gefragt. Wer sich die Zeit sparen will und sein Auto stattdessen nicht ordnungsgemäß abstellt, muss mindestens mit einem Strafzettel rechnen. 33.525 Mal hat es Autofahrer in Hamburg 2025 aber noch härter erwischt. So viele Fahrzeuge wurden im vergangenen Jahr nämlich abgeschleppt. Das geht aus einer Antwort des Senats auf eine schriftliche Kleine Anfrage, SKA, der CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Philipp Heißner und Richard Seelmaeker hervor. Immer mehr Hamburgerinnen und Hamburger finden ihr Auto nicht mehr an dem Ort vor, an dem sie es geparkt hatten. Seit 2019 wurden nicht mehr so viele Fahrzeuge abgeschleppt. Und auch im Jahr zuvor war die Zahl noch deutlich niedriger. 2024 wurden 30.540 Fahrzeuge abgeschleppt. Im vergangenen Jahr waren es somit gleich rund 10 Prozent mehr. Der CDU-Abgeordnete Seelma Ecker macht dafür vor allem den Hamburger Senat verantwortlich. SPD und Grüne haben in den letzten Jahren tausende Parkplätze gezielt vernichtet und somit die Parkplatzsuche für Autofahrer bewusst erschwert, sagt der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion in der hamburgischen Bürgerschaft. Das tödliche Vorgehen des iranischen Regimes gegen die eigene Bevölkerung hat auch in Hamburg enorm viele Menschen mobilisiert. Unter dem Motto Nein zur Islamischen Republik Iran bewegte sich am Wochenende ein großer Protestzug durch die Innenstadt. Nach vorläufigen Zahlen der Polizei kamen rund 12.000 Teilnehmer zu der Demonstration, angemeldet waren lediglich bis zu 7.000 Menschen. Der Protest sei friedlich verlaufen, sagte ein Sprecher. Wenn es ein Problem gab, dann nur mit der großen Masse an Menschen. Viele Teilnehmer der Demonstration schwenkten Flaggen mit den Landesfarben und dem Löwe-und-Sonne-Symbol, das nach der Islamischen Revolution abgeschafft worden war und heute als Protestzeichen gegen das Mullah-Regime gilt. Zudem wurden Bilder des Schahsohns Pallavi gezeigt, der im Exil in den USA lebt und zu Protesten aufgerufen hatte. In unmittelbarer Nähe der Demonstration ist es zu einer Messerattacke gekommen. Dabei sind zwei Männer durch Stiche verletzt worden. Nach dem Angriff nahm die Polizei drei tatverdächtige Männer fest. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe oder möglicherweise auch im Alsterhaus. Dort kam es aus bislang ungeklärter Ursache zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen. Dabei stachen dann offenbar die drei Tatverdächtigen auf die beiden Opfer ein. Rettungskräfte versorgten die Männer und brachten sie in eine Klinik. Das Grab von Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt und seiner Frau Loki Schmidt auf dem Ohlsdorfer Friedhof ist Opfer eines Sprayerangriffs geworden. Die Inschriften der Verstorbenen wurden mit vier roten Hakenkreuzen übersprüht. Am Sonntagabend machten Beamte der Polizei diese Schmierereien zunächst unkenntlich und übersprühten sie nach Abendblattinformationen mit Kreidespray. Es ist nicht das erste Mal, dass das Grab in dieser Art geschändet wird. Im Dezember 2023, zwei Tage vor Weihnachten, am Tag seines 105. Geburtstags, wurde das Grab von Helmut Schmidt mit Farbe beschmiert. Auch damals waren es Hakenkreuze, die auf den Stein gesprüht wurden. Auf dem Großneumarkt in der Hamburger Neustadt könnte sich in den kommenden Jahren einiges tun. Wie Ralf Neubauer, SPD, Bezirksamtsleiter in Hamburg-Mitte erklärt, soll zeitnah mit den Planungen für eine teilweise Neugestaltung des Platzes begonnen werden. Nun kommt aus einem weiteren Grund Bewegung in die Planungen. Vor rund eineinhalb Jahren waren auf dem Großneumarkt innerhalb kurzer Zeit mehrere Bäume ohne ersichtlichen äußeren Anlass umgestürzt. Spätere Untersuchungen ergaben, dass es sich um einen baumfeindlichen Standort handelt. Die Pflanztröge waren offenbar zu klein, sodass sich das Wurzelwerk nicht ausreichend entwickeln konnte. In der Folge wurden Schnittmaßnahmen vorgenommen, um die Verkehrssicherheit wiederherzustellen. Spätestens seit diesem Vorfall ist klar, dass die Zeit drängt. Wir gehen das jetzt an, sagt Neubauer, betont aber, dass man sich noch ganz am Anfang des Prozesses befinde. Dennoch kursieren auf Nachbarschaftsportalen wie nebenan.de bereits Gerüchte, nach denen sämtliche Bäume gefällt und der Platz vollständig versiegelt werden soll. Das ist nicht korrekt, stellt Neubauer klar. Unser Ziel ist es, den Platz mit dem Kopfsteinpflaster und so vielen Bäumen wie möglich zu erhalten. Der Charakter des Ortes soll bestehen bleiben. Zum Podcast-Tipp des Abends. Das Winterwetter verlangt den Menschen viel ab. Draußen ist es nasskalt, drinnen wird geschnieft und gehustet. Wer mit Bussen und Bahnen unterwegs ist, ist den Erkältungsviren besonders stark ausgesetzt. Doch man könne Infekten auch aktiv vorbeugen, sagt Ernährungs-Doc Matthias Riedel, der einige Tipps parat hat. Auch wenn viele Leute es seit der Corona-Pandemie wieder etwas verlernt haben, das Tragen von Masken bleibt sinnvoll. Ich habe immer eine Maske im Gepäck. Wenn hinter mir jemand bellt und hustet, dann setze ich sie auf, sagt der Ernährungs-Doc. Er sei auch gegen Grippe, Corona und RSV geimpft. Zudem sei häufiges Händewaschen wichtig und vor allem die richtige Ernährung, sagt er im Podcast, den Sie unter www.abendblatt.de-Podcast hören. Ein Podcast von Funke. 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