Latest / Schlagabtausch – Das Schlagzeugmagazin im Podcast-Format / Ilan Rubin (Studio 606), David Garibaldi & Claus Hessler News – Schlagabtausch Ticker 11 2026
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- Herzlich Willkommen zum Schlagabtausch-Ticker Nummer 11 des Jahres 2026. Diesmal geht es später um ein neues Buchkonzept von Funk-Legende David Garibaldi, das vielleicht die Zukunft moderner Drum Education zeigen könnte. Außerdem werfen wir einen Blick auf den Bundeswettbewerb Jugendmusiziert in der Kategorie Drumset Pop. Klaus Hessler hat eine Videobotschaft für uns aufgenommen und klärt uns in kompakter Weise nochmal über die Collapsed Rudiments auf. Anschließend geht es ins legendäre Studio 606 der Foo Fighters, wo Drummer Elon Rubin ausführlich über Drum Sound, große Bassdrums, Groove, Live-Vorbereitung und seine musikalische Herangehensweise spricht. Und wir schauen auf ein neues Podcast-Format der Austrian Drumhead Company rund um Naturfälle, Klangästhetik und musikalischen Ausdruck. Also, wieder jede Menge Themen zwischen Education, Groove, Sound, Nachwuchs und Szene. Viel Spaß mit dem Schlagabtausch Ticker. Ein wichtiger Termin für die deutsche Trumpset-Nachwuchsszene steht kurz bevor. Der Bundeswettbewerb Jugendmusiziert in der Kategorie Trumpset-Pop findet vom 22. Bis 26. Mai in München statt. Die Vorspiele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland sind öffentlich, Publikum ist also ausdrücklich willkommen. Wer junge Schleizigerinnen und Schleiziger auf sehr hohem Niveau erleben möchte, dürfte hier definitiv interessante Einblicke bekommen. Jungen Musiziert selbst zählt seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Förderprojekten für musikalischen Nachwuchs in Deutschland. Der Wettbewerb existiert bereits seit 1964 und gilt bis heute als eine der zentralen Plattformen zur Förderung junger Musikerinnen und Musiker. Organisiert wird der Bundeswettbewerb vom Deutschen Musikrat. Das Besondere an Jungen Musiziert ist dabei die Mischung aus Breiten- und Spitzenförderung. Der Wettbewerb ist dreistufig aufgebaut und beginnt auf Regionalebene, führt über die Landeswettbewerbe bis hin jetzt zum Bundeswettbewerb. Viele professionelle Musikerinnen und Musiker aus unterschiedlichen Genres haben dort früh wichtige Erfahrungen gesammelt. Auch die Kategorie Drumset Pop hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend etabliert. Dabei geht es längst nicht nur um technische Fähigkeiten. Oder möglichst wahnsinnig spektakuläre Soli, bewertet werden unter anderem Feel, Timing, Sound, Stilistik, Musikalität, Interaktion sowie die persönliche künstlerische Aussage. Interessant ist außerdem ein Blick auf die Jury des Bundeswettbewerbs 2026. Mit dabei sind unter anderem Professor Udo Dahmen, Mario Müller, Chris Hoffmann und Wolfgang Klausner. Gerade Udo Dahmen dürfte vielen hoffentlich aus unserem Podcast und seiner jahrzehntlangen Arbeit als Educator, Autor und früherer künstlerischer Leiter der Pop-Akademie Baden-Württemberg bekannt sein. In seinem Statement zur Vorbereitung auf Jugendmusiziert betont er vor allem die Bedeutung von Authentizität, Persönlichkeit und eigener Spielweise, ganz nach dem Motto, sei du selbst. Auch die anderen Jurymitglieder geben Tipps, worauf es bei der Vorbereitung auf Jugendmusiziert im Bereich Drumset Pop ankommt. Chris Hoffmann empfiehlt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor allem, sich bewusst auf die musikalische Situation einzulassen und den Wettbewerbsdruck nicht zu groß werden zu lassen. Sein Rat lautet sinngemäß, bereitet euch wie auf ein Konzert vor und verschwendet nicht zu viele Gedanken an die Wettbewerbssituation selbst. Wichtig sei vor allem, Freude an der Musik zu haben und fleißig zu arbeiten. Sein Fazit, Vorbereitung schlägt Talent. Wolfgang Klausner sieht Jungmusiziert weniger als klassischen Wettbewerb, sondern vielmehr als Möglichkeit zur persönlichen Entwicklung. Für ihn steht nicht primär das Gewinnen im Vordergrund, sondern die Chance, durch konstruktive Kritik zu wachsen, musikalische Erfahrungen zu sammeln und sich intensiv mit dem eigenen Spiel auseinanderzusetzen. Gerade die anschließenden Beratungsgespräche seien dabei oft besonders wertvoll. Interessant ist, dass alle Juroren trotz unterschiedlicher Schwerpunkte letztendlich die gleichen Dinge betonen. Musikalische Persönlichkeit, Vorbereitung, Authentizität und musikalische Entwicklung. Also deutlich mehr als reine Technik oder spektakuläre Virtuosität. Der genaue Zeitplan aller Altersgruppen und Wertung ist online abrufbar. Wer also Ende Mai in München unterwegs ist und sich für Nachwuchs und moderne Trumpset-Kultur interessiert, könnte dort einige sehr spannende junge Musikerinnen und Musiker erleben. Ein neues Video von Elon Rubin, dem neuen Drummer der Foo Fighters, sorgt aktuell für Aufmerksamkeit in der Drum-Community. Gemeinsam mit Daryl Thorpe und Drum-Take Johan Sweller spricht Rubin im legendären Studio 606 ausführlich über Drum-Sound, Tuning, Groove, Live-Performance und seine Arbeit mit den Foo Fighters. Veröffentlicht wurde das Gespräch in Zusammenarbeit mit lauten Audio. Das Video entwickelt sich dabei schnell jedoch zu deutlich mehr als nur einem klassischen Gear-Interview. Vielmehr bekommt man über fast eine halbe Stunde weg einen sehr tendierten Einblick in Rubins musikalsches Denken und seinen Zugang zum Schlagzeugspielen. Zu Beginn geht es um das aktuelle Drumset im Studio 606, darunter verschiedene Cratch-Kits sowie mehrere Metall-Snairs aus Bellbrass, Kupfer, Black, Copper und Aluminium. Und Rubin erklärt, warum er besonders große Bass-Summs bevorzugt und weshalb sich eine 26-Zoll-Bass-Summs für ihn grundlegend anders anfühlt als kleine Größen. Dabei verweist er offen. Und immer wieder auf seinen frühen Einfluss durch John Bonham, dessen Sound und Spielweisen ihn seit Kindheitstagen geprägt haben. Interessant ist dabei vor allem, wie differenziert Rubin über Klang und Spielgefühl spricht. Für ihn geht es nicht einfach um mehr Druck oder größeren Sound, sondern um das physische Verhalten des Instruments. Besonders Bassdrums ohne Resonanzloch im Frontfeld empfindet er als musikalischer und lebendiger, weil das Instrument mehr Sustain entwickelt. Auch bei den Toms bevorzugt er ein Spielgefühl mit viel Resonanz. Einen großen Teil des Gesprächs nimmt außerdem das Thema Tuning ein. Gemeinsam mit Drumtech Joe & Svella wird detailliert erklärt, wie unterschiedliche Feldstärken, Spannungen und Stimmungen das Attack-Verhalten und die Projektion des Drum-Sets beeinflussen. Spannend ist dabei die Aussage, dass große Toms oft besser projizieren, wenn sie höher gestimmt werden, obwohl viele Drummer eher sehr tiefe Tunings bevorzugen. Besonders hörenswert sind auch Rubens Gedanken über Groove und Time-Feel. Im Gespräch wird deutlich, wie wichtig ihm die Balance zwischen Stabilität und Bewegung ist. Er beschreibt zum Beispiel, dass ein Four-on-the-Floor-Pattern zwar kraftvoll und autoritär wirken müsse, die Hände darüber aber trotzdem locker und musikalisch swingen sollten. Darüber hinaus erzählt Rubin ausführlich von seiner Vorbereitung auf seine Zeit mit den Foo Fighters. Dabei wird auch schnell klar, wie analytisch er an diese Aufgabe herangegangen ist. Er habe nicht nur die Originalaufnahmen von Dave Kroll studiert, sondern auch zahlreiche Live-Versionen analysiert, um nachvollziehen zu können, wie sich die Songs über die Jahre verändert haben. Zunächst durch Dave Kroll selbst, später durch Taylor Hawkins und schließlich durch unterschiedliche aktuelle Live-Versionen analysiert. Und Ruben beschreibt diesen Prozess fast wie eine musikalische Forensik. Er untersuchte Sections, Intros, Fill-Ins, Grooves und Songstrukturen, um die aktuelle Live-DNA der Foo Fighters möglichst genau zu verstehen. Sein Anspruch dabei sei immer gewesen, bereits am ersten Probentag so vorbereitet zu erscheinen, als würde unmittelbar eine Show stattfinden. Spannend ist außerdem seine Sicht auf Drum Patterns im Allgemeinen. meinen. Ruben erklärt, dass für ihn vor allem die Bassdrumfiguren zum genetischen Code eines Songs gehören. Genau dort liege für ihn oft die eigentliche Identität eines Grooves. Philins dagegen seien häufig deutlich flexibler und veränderbarer. Diese Denkweise zieht sich durch das gesamte Gespräch und gibt interessante Einblicke in seine musikalische Prioritätensetzung. Auch technisch liefert das Video viele Details für Gear und Soundinteressierte. Es geht unter anderem um links geführtes Hi-Hat-Spiel, unterschiedliche Fürhände, offene Bassdrum-Sounds, Ridebecken als Crash, Ghost Notes, Monitoring in-Ear-Mix, Mikrofonierung, Fellwahl, Tramprojektion auf großen Bühnen und die Zusammenarbeit zwischen Drummer, Drumtech und Front of House. Gerade diese Mischung aus musikalischer Reflexion, technischem Detailwissen und praktischer Live-Erfahrung macht das Gespräch ausgesprochen sehenswert. Wer sich für modernen Drum-Sound, Live-Produktion, Groove-Entwicklung oder professionelle Vorbereitung auf größere Produktion interessiert, dürfte hier viele spannende Gedankenanstöße finden. Nicht nur für Foo Fighters. Firmen-News. Mit Under My Skin With hat die Austrian Trumet Company ein neues Video-Podcast-Format gestartet, das sich ganz bewusst einem Thema widmet, das in der modernen Trumwelt oft eher am Rand behandelt wird. Naturfällen und ihren Einfluss auf Klang, Spielgefühl und musikalischen Ausdruck. Moderiert wird die Reihe von Gründer und Inhaber Hans-Peter Kirbisser und Mario Lackner. Im Mittelpunkt stehen Gespräche mit Schlagzeugern, Educatoren, Entwicklerinnen und Entwicklern sowie Persönlichkeiten aus der Trump-Community, die ihre Erfahrung mit Naturfällen teilen. Das Format versteht sich dabei weniger als klassischer Gear Talk, sondern vielmehr als eine Art Deep Dive in die Verbindung zwischen Musiker, Instrument und Material. Schon die Grundidee des Podcasts macht deutlich, wohin die Reise gehen soll. Es geht nicht nur darum, wie ein Schlagzeug klingt, sondern auch darum, wie es reagiert, wie es sich anfühlt und wie bestimmte Materialien das eigene Spiel beeinflussen können. Die Austrian Dramat Company formuliert das fast philosophisch. Real Skin, Real Sound, Real Stories. Thematisch bewegt sich das Format dann bewusst weg von rein technischen Diskussionen über Frequenzen oder Lautstärken und nährt sich stärker Fragen nach Dynamik, Ansprache, Resonanz, Haptik und musikalischer Persönlichkeit. Gerade Naturfälle gelten dabei für viele Drummer. Sensibel in ihre Reaktionen auf Anschlag, Stimmung und Spielweise. Interessant ist außerdem, dass die Gespräche sehr persönlich geführt werden. Statt Produktpräsentationen stehen Erfahrungen, musikalische Entwicklungen und individuelle Klangvorstellungen im Vordergrund. Die Austin Trumpet Company selbst hat sich in den vergangenen Jahren vor allem durch ihre handgefertigten Naturfälle und vintage orientierten Klangkonzepte einen Namen gemacht. Besonders im Jazz, bei Vintage-Trumps, orchestralem Spiel und akustisch orientierter Musik stoßen Naturfälle aktuell wieder zu Recht auf wachsendes Interesse. Wer sich für Drum-Sound, Materialästhetik, Vintage-Klänge oder alternative Klangkonzepte interessiert, dürfte in Under My Skin With einige spannende Perspektiven finden. Die einzelnen Folgen sind auf YouTube verfügbar. Link in den Show Notes. Buch Neuerscheinungen Zu unserer letzten Podcast-Folge mit Klaus Hessler und dem Thema Collapsed Rudiments gab es einige Rückfragen aus der Community, vor allem im Hinblick darauf, was diese Collapsed Rudiments eigentlich genau sind, wie man sie übt und welchen musikalischen Nutzen sie konkret haben können. Klaus hat sich die Kommentare, Fragen und Diskussionen angeschaut und sich tatsächlich noch einmal die Zeit genommen, eine zusätzlich kleine Videobotschaft für uns aufzunehmen. Darin geht er noch einmal persönlich auf einige der häufigsten Fragen ein und erklärt ausführlicher, worum es bei den sogenannten Collapse Rudiments eigentlich geht. Gerade weil das Thema im Podcast teilweise ziemlich tief und theoretisch wurde, dürfte dieses zusätzlich kleine Video für viele eine hilfreiche Ergänzung sein. Vor allem diejenigen, die sich gefragt haben, wie man diese Konzepte praktisch einordnet oder musikalisch anwenden kann, bekommen hier noch einmal kompaktere und direktere Antworten von Klaus Hessler selbst. Aber seht und hört nun selbst, was Klaus uns zu sagen hat. Hey Susann, Klaus Hessler hier mit ein paar Antworten auf Fragen, die im Nachgang des Podcasts für den Schlagabtausch aufgekommen sind. Und Timo hat mir hier freundlicherweise ein paar Sachen mitgegeben. Die Frage ist, was sind Collapse Rudiments eigentlich konkret? Frage, viele verstehen die Grundidee theoretisch, haben aber Schwierigkeiten, den eigentlichen Kern praktisch oder musikalisch zu begreifen. Häufige Frage, was verändert sich da eigentlich genau? Akzent, Rhythmik, Subdivision, Bewegungsablauf, Wahrnehmung. Okay, hier kommt die Antwort. Collapsed rudiments bedeutet eigentlich, ihr lasst ein bestimmtes Sticking, egal ob das als rudiment existiert oder nicht. Im Kern völlig gleich. Es ändert sich nichts an der Folge des Stickings. Rechts, links, die Ordnung bleibt total gleich. Auch die Betonungen bleiben gleich. Aber die Abstände der Noten zueinander verändern sich. Die können entweder zusammengehen oder auseinandergehen. Wenn sie zusammengehen, zusammenklappen, collapsed. Wenn sie auseinandergehen, auseinanderblättern sich, dann expanded. Sind beides eigentlich, also ich sage mal, zwei Seiten von derselben Münze. Konkretes Beispiel, ihr hättet ein Inward-Paradiddle. Rechts, links, links, rechts, links, rechts, rechts, links. Wenn ich jetzt die beiden in der Mitte zusammenschiebe, rechts, links, links, rechts, links, rechts, rechts, links, dann wird aus dem Inward-Paradiddle ein Single-Drag-Tab. Es ist das gleiche Sticking, es ist die gleiche Betonung, es ist jetzt aber eine andere Subdivision, anderes Mikro-Time. Der Bewegungsablauf bleibt, weil die Betonung gleich ist, auch gleich. Logo. Der Akzent bleibt auch gleich, aber die Rhythmik, wie gesagt, hat sich verändert jetzt. Und natürlich ändert sich damit auch was für eure Wahrnehmung, fürs Gehör. So gesehen also eigentlich auch eine sehr coole Hörschulung, wenn ihr so wollt. Ich hoffe, das klärt zunächst mal Punkt 1. Okay, es geht gleich weiter. Hey zusammen, Klaus Hessler hier nochmal mit einer zweiten Frage zum Podcast Schlagabtausch und dem Thema Collapse Rudiments. Und die Frage jetzt lautet, worin liegt der musikalische Mehrwert? Sinngemäß, warum soll ich dafür Zeit investieren? Der Nutzen erschließt sich für einige nicht unmittelbar, weil das Ergebnis zunächst abstrakt wirkt und nicht direkt wie ein neuer Groove oder ein sofort anwendbares Fill klingt. Da muss ich euch sagen, das ist so ein bisschen wie beim Beton. Es kommt drauf an, was man draus macht. Es kann ein Ergebnis natürlich abstrakt werden, es kann aber auch sehr viel simpler und sehr viel benutzbarer durch diesen Kunstgriff von Zusammenschieben oder Auseinanderbringen werden. Insofern ist der Nutzen oder der Mehrwert ganz klar darin, dass ich aus einer bestimmten Figur viele verschiedene Dinge generieren kann, die sogar auf ganz unterschiedliche Raster von MikroTime passen können. Und lasst mich das vielleicht, weil es abstrakt klingt, jetzt einem Beispiel festmachen. Stellt euch mal vor, das Rudiment Double Drag Tap auf Basis von Quintolen würde so klingen eigentlich. Und wenn ich das jetzt komplett expandiere, auseinanderziehe so, dass gleiche Abstände zwischen allen sieben Noten darstellen, dann komme ich von Quintole zu Septole. Macht dann folgendes. Okay, jetzt möchtet ihr sagen, okay, Quintole, Septole brauche ich beides nicht. Aber ein Beispiel im Buch auf Seite 115 ist zum Beispiel die Figur, die ich genannt habe, Trap Reveille. Und da wird es insofern eigentlich viel simpler und viel benutzbarer, weil ich an zwei Stellen eine weitere rhythmische Veränderung mache. Und jetzt landet das Ganze auf einem 32. Raster mit dieser Trap Revee, wie ich die Figur genannt habe und dann passiert folgendes, ich spiele euch erst die Urfigur, Double Drag Tap, Quintole, Expanded, Septole und dann Trap Revee, gleiche Figur, gleiches Sticking, gleicher Akzent, aber erneut andere Mikro Time und dann klingt es so, checkt es mal aus. Wenn ich diese Trap Reveille jetzt zum Beispiel zwischen Hyatt und Snare verteile, kriege ich sowas. Checkt mal. Und ihr müsst davon keinen ganzen Takt spielen. Es kann ja auch eine Viertelnote reichen. Stellt euch mal vor. Und auf einmal habt ihr aus einem Rudiment, das ihr sonst normalerweise vielleicht nie verwenden würdet am Set, echt einen ganz hippen 32. Kontext, den ihr locker benutzen könnt. Also wenn das kein Mehrwert ist, kann ich euch auch nicht helfen. Aber davon gäbe es noch viel mehr. Das nur als Beispiel. So, und einen haben wir noch. Schlagabtausch, Fragen zu Collapse Rudiments. Wie übt man das überhaupt sinnvoll? Wiederkehrende Unsicherheit. Ich lese hier, muss man dafür erst alle Rudiments perfekt beherrschen? Antwort, nein, natürlich nicht. Es geht nur um ein Prinzip. Es geht nicht primär um Rudiments als solches. Man kann das mit sehr simplen Sachen tatsächlich auch schon machen und man muss nicht alle Rudiments beherrschen. Wie steigt man praktisch ein? Tatsächlich ist, glaube ich, das erste Kapitel im Buch so beginnend ab Seite 31. Das ist schätzungsweise ein ziemlich cooler Nährboden dafür, um die Reise zu beginnen. Beginnt man mit Akzenten? Ist die nächste Frage. Man muss nicht, aber ich würde es möglicherweise empfehlen. Auf der Seite 31 im Buch hier seht ihr auch Übungen mit Akzenten. Ähm... Mit Timing, also ich interpretiere mal mit Metronom, vermutlich das gemeint ist, natürlich macht ihr das immer mit Metronom, weil eine Eigenart ganz vieler Übungen hier ist, dass durch das Zusammenschieben oder Öffnen der Figur unterschiedliche Ebenen von Mikro-Time erzeugt werden. Und wenn ihr das Gefühl habt, da traut ihr eurer eigenen Expertise oder eurem Spielgefühl noch nicht so sehr, dann ist es natürlich sinnvoll, das mit Metronom zu machen. Empfehlenswert ist echt diese Polynom-App, wo es auch so eine kleine Playlist gibt, wo schon Sachen vorausprogrammiert sind und wo ihr tatsächlich die Beispiele auch langsamer und schneller machen könnt. Ihr könnt Hände isolieren und viele echt coole Dinge machen für den Lernprozess irgendwie. Also checkt mal, Polynom, echt geil. Und nächste Frage, mit einfachen Rudiments? Ja, auch mit einfachen Rudiments. Also ich glaube, da lohnt sich einfach mal an Blättern im Buch, wo auch ein paar ganz simple Dinge drinstehen. Also welche Rudiments, die ihr schon kennt, sind denn miteinander verwandt beispielsweise? Und es sind jetzt natürlich nicht alle aufgeführt, aber die, die mir relevant erschienen sind, ohne dass das Buch dann irgendwie so dick wird. Aber man kann mit ganz einfachen Rudiments beginnen. Und nächste oder letzte Frage, erst auf der Snare oder direkt orchestriert. Ich würde euch beides nahelegen. Also das kann ein paralleler Arbeitsprozess sein. Ich hoffe, das hilft euch weiter. Das war jetzt irgendwie ein Haufen Holz und manches war schon irgendwie ganz schön weit draußen und manches ist, glaube ich, auch echt greifbar. Aber nochmal in der Nussschale, in der viel zitierten, es geht nicht um eine Liste von Rodiments bei dieser Geschichte Collapsed Rodiments, sondern es geht eigentlich um eine Arbeitsweise. Und das ursprüngliche Wesen ist, ihr habt ein bestimmtes Sticking mit einer Akzentstruktur und ihr verändert einfach nur die zeitlichen Abstände zwischen den Schlägen, aber ihr verändert eigentlich nie das Sticking selbst. Die Rechts-Links-Folge bleibt immer gleich, die Position des Akzents bleibt gleich, die damit verbundene Technik bleibt auch gleich, also wo sind Up- und Downstroke und Fullstrokes positioniert. Wenn ihr weitere Fragen habt, könnt ihr mich gerne kontaktieren oder auch mal auschecken meine Plattform openmindeddrumming.com und checkt es mal aus. Ich glaube, da könntet ihr auch fündig werden. Und wenn ihr mehr Futter wollt, in Taladidl gibt es echt einen ganzen Sack voll und auch in Camp Duty Update gibt es schon eine ganze Menge an... Hinweisen, die in die Richtung führen. Und der Anhang 2 mit den Quintolen und den Collapsed-Expanded-Strukturen daraus haut schon genau in diese Kerbe. Ich hoffe, das bringt euch weiter. Habt einen schönen Tag und möge die Macht mit euch sein. Alles klar. Ciao. Buch Neuerscheinungen David Garibaldi, einer der prägendsten Funk-Drummer der vergangenen Jahrzehnte und langjähriger Schlazucker von Tower of Power, hat ein neues Buchprojekt veröffentlicht, beziehungsweise eigentlich deutlich mehr als ein klassisches Buchprojekt. Das neue Werk trägt den Titel Beat Collectors Manual und erscheint exklusiv bei Hudson Music. Besonders interessant dabei, Hudson spricht hier von einem sogenannten Living Book, also einem digitalen Lehrbuch, das kontinuierlich erweitert werden soll. Das bedeutet konkret, Käuferinnen und Käufer halten nicht nur die ersten Inhalte, sondern automatisch auch alle zukünftigen Ergänzungen. Zusätzlich sollen exklusive Zoom-Masterklassen mit David Gravali selbst Teil des Konzepts werden. Die Sessions werden aufgezeichnet und später direkt in das Buch integriert. Ein Ansatz also, der klassische Drumbooks, digitale Lernplattform und direkten Unterricht miteinander verbindet. Inhaltlich geht es weniger um reine Technik oder Job, sondern vielmehr um Themen wie Feel, Sound, Groove, Ghost Notes, Artikulation und musikalische Identität am Drumset. Schon die Kapitelüberschriften zeigen, wohin die Reise geht. Getting a Sound, the Ghost Note, in the Pocket oder a funky good shuffle. Auch optisch wirkt das Ganze eher wie ein persönliches Arbeitsjournal als wie ein traditionelles Lehrbuch. Erste Einblicke zeigen, handschriftartige Layouts, Groove-Studien und viele konzeptorientierte Übungen rund um Sound und Timing. Und genau das passt eigentlich ziemlich gut zu Derek Lly-Bally selbst. Der heute 75-Jährige gilt als einer der einflussreichsten Fangschlagzeuger überhaupt. Geboren und aufgewachsen in der San Francisco Bay Area begann er bereits mit 10 Jahren Schlagzeug zu spielen. Seine ersten professionellen Erfahrungen sammelte er noch während der Highschool. Später spielte er in der United States Air Force Band, bevor er 1970 bei Tower of Power einstieg. Dort entwickelte Garabaldi einen Stil, der das moderne Funk-Drumming bis heute maßgeblich geprägt hat. Sein Spiel... Ist technisch anspruchsvoll, gleichzeitig aber extrem musikalisch organisiert. Charakteristisch sind seine linearen Konzepte, komplexe Ghost-Node-Strukturen, orchestrierte Hyatt-Figuren und eine sehr kontrollierte Dynamik. Besonders Stücke wie What Is Hip oder Soul Vagination wurden zu Referenzpunkten für Generationen von Schlagzeugerinnen und Schlagzeugern. Interessant ist dabei, dass Gary Baldy selbst seinen Ansatz nie nur technisch verstanden hat. In Interviews spricht er immer wieder davon, dass Crew für ihn vor allem etwas Kollektives ist. Tower of Power beschreibt er als eine Band, die dann am stärksten sei, wenn aus zehn einzelnen Musikern und Musikerinnen plötzlich eine Einheit werde. Genau dieses Denken scheint auch im Beat Collectors Manual eine große Rolle zu spielen. Nicht, dass Pattern allein steht im Mittelpunkt, sondern die Art, wie Musik gemeinsam atmet. Garabaldi war außerdem über Jahrzehnte als Lehrer, Autor und Klinischen aktiv. Viele kennen seine Bücher Future Sounds, The Funky Beat oder Timber Funk. Vor allem Future Sounds gilt bis heute als absoluter Klassiker moderner Trumpset-Literatur und wurde vom Modern Drummer Magazine einmal zu den wichtigsten Schlagzeugbüchern überhaupt gezählt. Auch als Educator war sein Einfluss enorm. Er unterrichtete unter anderem an der Dick Rove School of Music in Los Angeles, schrieb für Modern Drummer und tourte weltweit als klinischen Mehrfunkgewander die Modern Drummer-Leser-Umfrage in der Kategorie R&B-Funk und gehört inzwischen offiziell zum Honor Roll des Magazins. Spannend ist nun vor allem die Frage, ob sich dieses Konzept des Living Book künftig auch bei anderen Veröffentlichungen durchsetzen kann. Denn gerade im Bereich Drama Education könnte ein ständig wachsendes digitales Lehrwerk mit direktem Künstlerkontakt tatsächlich ein durchaus interessanter neuer Ansatz sein. Das Speed Collectors Manual ist ab sofort als digitale Ausgabe erhältlich. Zum Start umfasst das Projekt rund 80 Seiten mit Audio, Video und Notmaterial sowie Zugang zu mehreren Live- oder aufgezeichneten Zoom-Sessions mit David Garibaldi. Der Link ist natürlich in den Show Notes. Das war der Schlagabtausch-Ticker 11.2026. Wenn euch die Themen gefallen haben, freuen wir uns natürlich wie immer über ein Abo, massig Kommentare oder wenn ihr den Ticker mit anderen Schlagzeugern und Schlagzeugern teilt. Schreibt uns gerne, welche Themen für euch aktuell wichtig sind oder was wir uns für kommende Ticker einmal genauer anschauen sollten. Und natürlich möchten wir euch auch noch auf die kommende Folge 141 des Schlagabtausch-Podcasts aufmerksam machen. Dort sprechen wir mit unserem Technikexperten Harry Schubauer über Internal Mics am Schlagzeug. Alle Links zu den heutigen Themen, Videos und Aktivitäten haben wir wie immer in den Show. Buch neu erscheint. Vielen Dank fürs Zuschauen bzw. Zuhören und bis zum nächsten Schlagabtausch-Ticker. Euer Timo.