Latest / Border Allein – Selbstführung für emotional intensive Menschen / #19 - Auszeiten
Transcript
- 0:02Border allein. Das Hörbuch eines Depressiven?
- 0:07Von und mit Sven. Herzlich Willkommen zu
- 0:12Borderline. Teil. 19 glaube ich, ich weiß es
- 0:19nicht. So heute sprechen wir mal über
- 0:24Qualität, wie er vielleicht hört, bin ich draußen in der
- 0:31Natur und habe mir überlegt, wenn ich schon in der Quality
- 0:36Time bin, lass ich euch dran Teile haben.
- 0:40Das heißt, ich stehe Grad auf einem relativ hohen Punkt und
- 0:47ja, guck in die Sonne. Und der Himmel ist wirklich
- 0:52absolut strahlend blau und ja, mir gehts gut.
- 0:57Ich sag euch immer wieder sucht durch eine Therapie usw.
- 1:00Das ist auch alles völlig richtig und ich völlig
- 1:04unabdingbar. Aber ihr müsst euch Auszeiten
- 1:09nehmen. Ihr müsst euch.
- 1:14Ja, wenn ihr merkt, dass das irgendwas schlimm wird, wenn
- 1:18wenn sich ein Zustand einstellt oder wie auch immer.
- 1:23Dann müsst ihr euch da rausziehen.
- 1:26Geht raus in die Natur. Geht mit dem Hund wenn ihr einen
- 1:29habt? Macht irgendetwas aber.
- 1:34Verkriecht euch nicht. In euren Zustand, damit meine
- 1:38ich. Dass ihr.
- 1:42Ja, das ist ja einfach das ist doch keine Flucht, sondern das
- 1:44ist so ein Angriff nach vorne, dass man sagt so.
- 1:48Ich möchte das nicht. Ich möchte das einfach nicht.
- 1:52Ich möchte nicht, dass der Zustand da Herr, aber meine Lage
- 1:57ist, sondern dass Ihr Herr über die Lage eures Zustandes werdet.
- 2:02Also ihr müsst Chef im Ring werden.
- 2:07Das heißt nichts anderes. Als ja.
- 2:14Es kommt ihr merkt das. Und ihr tut was dagegen.
- 2:21Ob das jetzt ein Spiel ist oder nicht.
- 2:23Das will ich jetzt gar nicht will ich jetzt gar nicht
- 2:26bewerten. Für mich ist es mittlerweile
- 2:28einer zu sagen ok so. Ihr sind Kat.
- 2:34Und jetzt halte ich die Zeit an, mit Zeit anhalten meine ich.
- 2:38Ich. Ja, beschäftige mich nicht an
- 2:42dem Ort, wo ich diesen Zustand habe mit mir selbst, sondern ich
- 2:45beschäftige mich an einem anderen Ort mit mir selbst und
- 2:49für mich ist es zum Beispiel. Irgendwo draußen.
- 2:54Und es gibt 8000000 Optionen. Aber bei euch einen Kaffee
- 2:59selbst ob ihr ob ihr mit Menschen sein wollt oder ohne
- 3:03Menschen sein wollt, ob ihr alleine durch den Wald gehen
- 3:06wollt, ob ihr dann mit einem vollen Schwimmbad wollt, ob ihr
- 3:10mit dem Auto irgendwohin Fahrt und irgendwas genießt oder oder
- 3:14oder ja, das Spektrum ist da extrem breit gefächert.
- 3:19So ich genieße gerade die Aussicht, ich wie gesagt sehr
- 3:22wirklich in die Ferne. Und?
- 3:26Es ist einfach schön, so und Dinge, die schön sind und die er
- 3:31dann auch wahrnimmt. Sie können.
- 3:34Die können euch nicht in einen in in diesem Zustand lassen,
- 3:37sondern die holen euch da raus. Wenn ihr einen Garten habt, geht
- 3:42in den Garten. Aber wichtig ist, dass ihr das
- 3:48Mindset ein bisschen so ein bisschen umprogrammiert, dass
- 3:51wenn. Ihr in einem.
- 3:55Ja, wenn ich einen schlechten Tag gehabt oder wie auch immer.
- 3:58Dann. Dass hier Qualität vor Quantität
- 4:02sitzt. Genießt einfach mal das, was
- 4:06draußen passiert, auch wenn ich meine ich weiß, ich kenne diese
- 4:09Situationen, die Sonne kann scheinen, wie es will das Bild,
- 4:12was man sieht kann kann so toll aussehen, das kann aussehen wie
- 4:15gemalt draußen und man sieht trotzdem nur schwarze Kleckse.
- 4:19Ich kenne das alles, aber man muss sich dem immer wieder
- 4:22stellen und immer wieder stellen und irgendwann kommt der Punkt.
- 4:25Wo ihr dann, wo ihr dann merkt? Hier tut sich was.
- 4:30Ich mach das jetzt seit ungefähr 3 Tagen.
- 4:33Und natürlich gab es den ein oder anderen schlechten Moment.
- 4:38Aber der verschwindet dann, das ist leichter, sich dem zu
- 4:40stellen. Als sich ich sag mal plump
- 4:43gesagt auf seine Couch zu setzen.
- 4:45Und? Sich da reinzudenken und es
- 4:48auszuhalten? Versteht ihr, wie ich mein?
- 4:53Ganz wichtig. Nehmt euch Auszeiten.
- 4:59Ich habe gestern n. Gespräch mit einer.
- 5:04Freundin von mir gehabt, die leidet unter.
- 5:08Unter borderline. Und sie sagt ich halte das nicht
- 5:12mehr aus, dass dies jenes. Ich habe dann gesagt so.
- 5:16Mädel, du musst da jetzt was gegen tun geh raus, geh zu der
- 5:20VP, also 2 Vertrauenspersonen. Geh, geh mit dem Hund keine
- 5:26Ahnung, zieh dich aus der Scheiße raus und gib dich nicht
- 5:29der Scheiße hin, aber solange ihr euch.
- 5:33Dieser Sache hingebt wirklich hingeht und euch da rein denkt
- 5:36und euch da rein fühlt und eure Emotionen rauf und runterlaufen.
- 5:41Solange kommt ihr dann nicht raus, da könnt ihr tun und
- 5:43lassen, was ihr wollt Therapie hin, Therapie her, wenn alles
- 5:47das, was in der Therapie besprochen wird, nicht greift,
- 5:50wenn ihr mit euch alleine seid. Und dann ist die ganze Sache für
- 5:55den Arsch. Ihr müsst aktiv gegen angehen,
- 5:58ihr müsst auch aktiv. Eure Therapie praktisch in den
- 6:02Alltag mit übernehmen, oder? Also sofern sie eine Therapie
- 6:06macht, ja ist klar ist Voraussetzung.
- 6:09Solltet ihr keine machen, dann nimmt das hier als Tipp mit.
- 6:12Geht raus, geht aus der Situation raus.
- 6:16Meiner Meinung nach ganz wichtig.
- 6:19Ich kenne das selber, wenn man, wenn man wie festgenagelt auf
- 6:23der Couch sitzen bleibt. Wenn man wie festgenagelt.
- 6:28In der Situation hängen bleibt, das ist praktisch.
- 6:31Wieso eine Dauerschleife? Ja wieso eine Matrix?
- 6:35Und dann werdet ihr so spreche ich euch da nicht raus, komm auf
- 6:40keinen Fall. Auf keinen Fall natürlich müsst
- 6:43ihr danach wieder in die Situation zurück.
- 6:45Also sprich an ich sag mal, ihr wohnt alleine natürlich müsst
- 6:48ihr danach wieder irgendwann in die Wohnung zurück.
- 6:52Aber wenn es dann wieder kommt und wenn ihr minütlich die
- 6:54Wohnung wieder verlassen, das ist wie eine Art Training.
- 6:58Das ist wie jetzt, wenn ich meinen Hund trainiere, wie als
- 7:01wie, als wenn es. Als wenn ich meinen Hund
- 7:03trainiere. Der kriegt einen neuen Befehl
- 7:07beigebracht, dann kriegt dein Leckerchen.
- 7:09Klappt nicht, kriegt neugierig und ich wiederhole diesen Befehl
- 7:13er kriegt sein Leckerchen klappt nicht.
- 7:16Ja. Aber irgendwann.
- 7:20Begreift der Hund? So.
- 7:23Nicht anders verhält sich das damit auch die geht raus aus der
- 7:26Situation. Komm wieder zurück, hat nicht
- 7:29geklappt 5 Minuten später ist es wieder da, dann wieder rausgehen
- 7:32und wenn du das die ganze Nacht macht den ganzen Tag macht.
- 7:37Irgendwann kommt der Punkt, wo er sagt.
- 7:41Irgendwie ist besser so. Ist wie bei einem Kleinkind, das
- 7:47Laufen lernt ja so, je öfter das Kind versucht hat zu laufen.
- 7:53Umso schneller automatisiert der Körper, dass das heißt Sachen,
- 7:57die der Mensch. So also im Kindesalter sind so
- 8:00ich glaube 1500 - 2000 mal gemacht hat automatisiert der
- 8:04Körper, das heißt, das Hören denkt dann nicht mehr drüber
- 8:05nach der Körper macht von ganz alleine je älter ihr werdet,
- 8:09umso länger dauert das jetzt in meinem Alter.
- 8:11Ich bin Mitte 40 dauert das so? Zwischen 3 und ich sag mal
- 8:16dreieinhalbtausend mal mach ich 3 300000 mal dieselbe Sache oder
- 8:20dieselbe Bewegung? Automatisierte Körper das immer
- 8:25noch? Und genauso verhält sich das mit
- 8:27diesen Skills. Und ich nenne es jetzt einfach
- 8:30mal skl, dass ich sage ich geh raus.
- 8:33Ich entziehe mich meiner ja meiner Situation.
- 8:37Und ja. Zeig mir den dicken Finger und
- 8:43sagt so eigentlich tu was dagegen.
- 8:46Ihr dürft nie vergessen das ist kein keine äußere Einwirkung,
- 8:52die ihr da habt, sondern das kommt von euch.
- 8:53Das kommt aus aus dem Innern. Ja und alles, was uns im Inneren
- 8:59kommt, könnt ihr ändern. Ihr könnt es verhindern.
- 9:03Auch wenn das unmöglich erscheint in dem Moment und wenn
- 9:06es? Unmöglich erscheint, dass ihr,
- 9:09dass ihr das ihr glaubt. Das wird niemals, das kann ja
- 9:14niemals aufhören doch kann es. Doch kann es?
- 9:20Aber ihr müsst aktiv aktiv dagegen vorgehen.
- 9:24Wenn ihr passiv bleibt, wird sich das nicht ändern.
- 9:28Es wird sich einfach nicht ändern.
- 9:32Ja. Und zu sagen.
- 9:37Mir kann keiner helfen, ich komm da nicht gegen an.
- 9:42Whatever. Macht es einfach nicht besser.
- 9:46Ihr müsst dann euch wirklich am Arsch packen wirklich am Arsch
- 9:51packen? Und euch aus der Scheiße
- 9:53rausziehen? Es kann auch kein Therapeut für
- 9:56euch. Der gibt euch nur Mittel und
- 9:59Wege an die Hand, aber umsetzen und einsetzen müsst ihr das.
- 10:07Kein Mensch, zeigt euch den richtigen Weg, kein Mensch kann
- 10:11bewerten, wie es euch geht und wie es euch nicht geht.
- 10:13Das könnte nur ihr selbst. Das müsst ihr aber auch ehrlich
- 10:16tun. Ihr müsst euch selbst bewerten
- 10:18können. Bewertet euch auf der Skala von
- 10:231 - 10 von 1 -, 100 bewertet euch immer wieder, bewertet euer
- 10:27Stresslevel und wenn er das minütlich macht?
- 10:30Und guckt was? Wie hoch der Stresslevel dann
- 10:33ist, wenn ihr zum Beispiel ins Spiel eingesetzt habt?
- 10:39Aber werdet aktiv. Nehmt euch Auszeiten.
- 10:45Nehmt euch einfach Auszeiten. Wenn euch die Arbeit stresst
- 10:49oder wie auch immer, ich will dir keinen dazu animieren, sich
- 10:51krankschreiben zu lassen, das meine ich nicht wissen glaub
- 10:53ich, was ich meine, aber wenn nicht geht, dann geht nicht
- 10:56nehmt euch die Zeit, die er braucht, aber dann nutzt die
- 10:58Zeit auch und macht was sinnvolles Bewegung Bewegung das
- 11:02A und O macht Sport, sofern es euer.
- 11:08Ja, euer Körper es zulässt oder Voraussetzungen zulässt, aber
- 11:13Bewegung kann jeder, egal welche Einschränkungen er hat Bewegung
- 11:17kann jeder und wenns nen Spaziergang ist und wenn er erst
- 11:20mal nur eine halbe Stunde dauert und wenn es hinterher 5 Stunden
- 11:23sind egal. Wenn ihr die Möglichkeit habt,
- 11:26Fahrt ein 2 Tage weg oder quartiert euch mal bei einem
- 11:29Freund ein oder oder oder oder bei einer Freundin.
- 11:33Ihr wisst aber, worauf ich hinaus will?
- 11:36Setzt euch nicht dorthin, wo es euch am schlimmsten geht.
- 11:40Geht dorthin, wo es euch besser geht, egal wo dieser Ort ist ein
- 11:45sicherer Ort ist nicht immer unbedingt die eigene Wohnung ein
- 11:47sicherer Ort ist da. Wo das gute Gefühl herrscht, da
- 11:51ist der Euro sicherer Ort. Sicherer Ort kann euch auch eine
- 11:56Person geben. Das müsst ihr alles für euch
- 11:59selber eruieren. Aber noch mal mein Appell.
- 12:05Bleibt nicht in eurer Scheiße sitzen.
- 12:09Bleibt er nicht drin sitzen, zieht euch da raus so schwer und
- 12:13so un so unüberwindbar, wie es dann in diesem Augenblick
- 12:17scheint. Gibt euch der Sache nicht hin?
- 12:20Ihr müsst euer Mindset, einer fängt alles an damit fängt alles
- 12:23an. Ihr müsst erstmal den Willen
- 12:26haben, erstmal nur den Willen haben zu sagen so.
- 12:28Jetzt übernehme ich die Chefrolle in meinem Körper, das
- 12:31klappt nicht sofort. Das klappt nicht sofort.
- 12:35Aber es wird besser werden. Es wird einfach besser werden.
- 12:39Und natürlich. Kommen die Momente, die fast
- 12:43nicht zu ertragen sind, natürlich kommen?
- 12:46Panikattacken, die könnt ihr gar nicht, die können die gar nicht
- 12:49beeinflussen, weil sie zum Beispiel Angst um einen anderen
- 12:50Menschen habt, dann ist das so aber auch, dann verspreche ich
- 12:54euch aus eigener Erfahrung. Es ist gerade erst ein paar Tage
- 12:58hier. Verspreche ich euch, dass ihr
- 13:00dann trotzdem funktioniert? Natürlich kostet euch das Kraft
- 13:05und und Energie. Aber die schöpft ihre neu, indem
- 13:10er sagt so und jetzt lade ich meine Akkus wieder auf.
- 13:13Die ladet ihr aber nicht da auf. Wo die Emotionen immer wieder
- 13:18hochkochen, sondern die müsst ihr da aufladen.
- 13:21Wo ihr euch neutralisieren könnt.
- 13:23Wo ihr euch resetten könnt, wo ihnen Format C machen könnt und
- 13:28wenn es nur für ein paar Minuten ist, aber das müsst ihr immer
- 13:31wieder wiederholen, das ist viel, viel Arbeit und es nervt
- 13:35auch ja, natürlich nervt das. Aber.
- 13:41Wenn jemand Marathon laufen will, fängt er vielleicht bei
- 13:43500 Metern an zu laufen als Neuling und es dauert, bis sein
- 13:48Körper seine Muskeln überhaupt in der Lage sind, eine längere
- 13:52Distanz zu laufen. Es ist alles Training.
- 13:55Es ist alles Training. Und glaub mir jeder, jeder
- 14:00Mensch lernt immer. Und ihr könnt auch lernen mit
- 14:06dieser Störung dieser Krankheit mit mit, mit den keine Ahnung,
- 14:12was jeder einzelne von euch hat oder auch nicht hat.
- 14:16Ihr könnt lernen, damit umzugehen, aber ihr müsst das
- 14:19wollen, ist ganz wichtig. Ich weiß, das ist jetzt wieder
- 14:22so ein Appell. Sendung soll Appell Folge.
- 14:26Aber wie er merkt, ist mir jetzt gerade auch die Tonqualität, ob
- 14:29ich jetzt draußen bin und dann nicht ich bin nicht in meiner
- 14:31Sprecherkabine, sondern das ist einfach gerade selber, das
- 14:35erlebe ich gerade selber und das jetzt nicht nur just in diesem
- 14:40Moment. Sondern.
- 14:43Das zieht sich schon ein paar Tage.
- 14:46Und? Ich sag euch 1.
- 14:49Wenn ihr Qualität vor Quantität setzt, dann helft ihr euch
- 14:52selber einen ganzen Schritt weiter.
- 14:56In diesem Sinne. Ich hoffe, ich versuche es
- 15:00einfach nur anzuwenden. Und ich hoffe, dass es nur bei
- 15:03einem von euch vielleicht mal klappt, dass er sagt Oh.
- 15:06Das ist auf jeden Fall eine Option.
- 15:08Mir geht es auf jeden Fall wenigstens punktuell erstmal
- 15:11besser. Ja, bleibt am Ball Leute.
- 15:16Danke fürs Zuhören bleibt gesund.
- 15:19Macht's gut, euer Sven?