Latest / Die Zeitgenossen / Die Zeitgenossen 18: Dschinns, Stargast Vlore Krug, Albanien, The Leftovers, Soba-Nudeln
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- speaker-0: Hör speaker-1: Zeit für NOS! Herzlich willkommen zu den Zeitgenossen mit einer neuen Episode und ihr seht es schon, wir haben heute einen Stargast dabei. Und wer die Zeitgenossen noch nicht kennt, wir besprechen immer superlativen Bücher, Fernsehserien, Reiseorte, geiler Scheiß, Sachen, die man unbedingt braucht. warum denn nur die Gesellschaft noch mal hinterfragen und schauen, was da eigentlich so los ist. Und Christoph ist eigentlich schuld, dass Floro heute hier ist. Ach, wirklich? der weiß das gar nicht. Ne, weiß ich wirklich nicht. Und zwar hat nämlich der Christoph mir eine Aufgabe gegeben und der hat mir nämlich letztens gesagt, Stefanie, was sind denn so Menschen in den unterschiedlichen sozialen Netzwerken, die dich total inspirieren? Da hast du ja mit YouTube bis zu ⁓ die Ecke gekommen. Dann haben wir festgestellt, ich guck keinen YouTube und konnte niemanden nennen. Und dann muss ich feststellen, ich treib mich aber auf LinkedIn rum. Ich weiß, das ist so uncool. Flora hat auch gleich gesagt, das ist so cringe vielleicht. Ich so, ja, ich find es überhaupt nicht cringe. Und die Person, die mich am meisten inspiriert auf LinkedIn, ist Flora Krug. Und ich bin total dankbar, dass sie heute als unser Stargast dabei ist. Flora und ich haben vor uns vor Jahren in der Text-Szene kennengelernt. Und Flora hat einen beeindruckenden Werdegang, aber sie ist noch eine viel, viel beeindruckendere. Schriftstellerin und für mich ist sie eigentlich eine Kultureporterin mit den wichtigsten Themen, es so in unserer Gesellschaft gibt. Und sie entertaint mich. Sie erweitert meinen Horizont ⁓ viele, viele, neue Themen, die ich sonst nie entdeckt hätte. Und da bin ich einfach wahnsinnig dankbar für. Und Flore startet heute auch gleich rein mit dem Thema, ja, wohin denn nur? Und Flore... Wo gebusst? Wo müssen wir denn hinfahren, wenn wir mal was besonderes Neues entdecken wollen? speaker-2: Danke, Stefanie, für die unglaublich herzliche Einleitung. Wird ganz rot. Weil ich das ja immer nicht so mitkriege in meiner Isolationshaft zu Hause durch diese Remote Work. Also es ist ja immer sehr surreal, wenn man einfach sieht, irgendwie 50.000 Leute haben einen gelesen und das wurde mir erst neulich bewusst, als ich mal im Olympiastadion war und dachte, krack, Mann, also das sind dann die Leute, die auf einen drauf sind. Fußball ist jedenfalls aktuell nicht der Ort, ich empfehlen würde. Wir sind ja raus. Deutschland. Aber, genau, vielleicht ein Land, ich selber ironischerweise super spät für mich entdeckt habe und weil es so verrückt ist, da ich nach einer Stadt in diesem Land benannt wurde. Also Flore ist eine Stadt in Albanien am Meer mit V. Auf Albanisch heißt es tatsächlich Vlor und wird je nachdem, wie es dekliniert wird, anders ausgesprochen. Vlor, Vlorar, also die Flore ist dann Vlorar. Deswegen sage ich immer auf Deutsch bitte Flore, weil es einfach für mich einfacher ist, als jemandem die ganze Grammatik beizubringen. Jedenfalls war ich immer sehr reiselustig in meinem Leben. Also ich war, bevor ich nach Albanien bin, auf Hawaii, Japan, China, Indien, Argentinien. Ich habe einige Länder gesehen. Und 2011 wollte ich eigentlich entweder in Iran oder nach Syrien, kein guter Zeitpunkt, mit meiner Freundin, die ich damals in Nepal kennengelernt habe. Und dann ging das natürlich nicht und ich stand dann da und wusste gar nicht, was mache ich denn jetzt? Backpacking war eigentlich geplant und dann meint ein albanischer Freund von mir, Envero Beli, Mensch, Flora, die GIZ hat doch gerade dieses Reisebuch rausgebracht mit Karten, zum ersten Mal Wanderwege in den nordalbanischen Bergen. Da meinte er, ne, Albanien never ever. Und es war für mich so wahnsinnig verrückt, weil ich sehr viel von mir entdeckt habe. was meine Familie ist, meine Sprache, wo ich herkomme, aber auch diese spannende Geschichte, die mir nicht so bewusst war. Man hat einfach unterschiedliche Epochen, die man dort sieht. Also übrigens mein Name griechisch war Avlona, italienisch dann Valona, irgendwann dann auf albanisch Vlore. Also selbst mein Name hatte eben historisch eine wahnsinnige Geschichte durch all diese Besatzungen und unterschiedlichen Epochen, die da waren. Und wenn man durch dieses Land reist, sieht man eben alte byzantinische Kirchen direkt neben der Moschee, direkt neben der Kirche. Und das hat mich wahnsinnig fasziniert, diese Pluralität, die so mitten in Europa existiert hat und von der ich überhaupt nicht wusste, weil dieses Land ja auch fast 50 Jahre durch den Kommunismus so abgeschottet war. Und habe mich dann wirklich sehr in Albanien verliebt und habe Zwischen relativ viele Reisen dorthin gemacht. Auch kulinarisch, also mit meinem Mann haben wir damals auch mal ein Buch fotografiert oder er hat es fotografiert über Slow Food, sehr berühmter Koch, der auch in Noma gelernt hat, dann wieder zurück ist. und in Tirana tatsächlich so ein Slow Food Restaurant hat und nur Produkte benutzt, die in der regionalen Umgebung angebaut werden und auch seine eigenen Mühlen hat für seinen Mehl und war eben ganz fasziniert, wie viele versuchen, dieses kulturelle Erbe jetzt auch wieder aufrecht zu erhalten. Und warum gerade jetzt nach Albanien? Also ich könnte wahnsinnig viel erzählen, vielleicht fragt ihr einfach. Jetzt ist natürlich für mich, ich weiß nicht inwiefern ihr die Flamingo, ihr ja auch mein T-Shirt hier, die Flamingo-Revolution in Albanien mitbekommen hat. Seit über 30 Tagen gehen die Menschen jeden Tag ⁓ 18 Uhr in Tirana auf die Straßen und demonstrieren gegen Korruption, gegen Abbau von Naturschutzgebieten. Und ich finde, das ist ein historischer Moment und auch sehr wichtig. diese Menschen, vor allem auch Gen Z und viele Frauen, auch vor Ort diese Bewegung gegründet haben, zu unterstützen und das eben auch mitzubekommen, was uns in Europa alle angeht. Ich weiß nicht, wie viel habt ihr schon mitbekommen von der Flamingo-Revolution. speaker-0: Ganz am Rande. Ich hab gehört, dass da Leute auf die Straße gehen. Aber tun sie das in der Welt gegen nicht ständig, ist meine Frage. Denn in Serbien tun sie es auch und ich weiß nicht, ich glaube in Montenegro ebenfalls. Also wird da nicht häufig auf die Straße gegangen? Aber zu wenig, offensichtlich, habe ich davon gehört. speaker-2: Ja, und es ist auch so, dass die ganze Diaspora, also Albanerinnen, die im Ausland leben, auch kontinuierlich auf die Straße gehen. Also in Berlin hatten wir jetzt auch schon vier Demos, die nächste ist auch wieder geplant. Und wir versuchen da auf alle Fälle Druck aufzubauen, auch vor allem im Hinblick auf die EU, damit Albanien Standards einhält, wie Naturschutzgebiete nicht abzubauen. Flamingo-Revolution einfach, weil das Haupt... Route der Zugvögel ist von Afrika nach Europa und dort eben sehr viele Flamingos sind. Und in diesem Tal übrigens, Vjosa-Tal, der letzte wilde Fluss Europas, soll eben dann auch in der Gegend ein Flughafen gebaut werden, was das ganze Ökosystem relativ entschwanken bringen wird. Ich finde es sehr schön, weil auch diese Versprechen mit, wir brauchen mehr Entwicklung, mehr Tourismus, Albanien gelernt hat und gesehen hat, das macht uns nicht wohlhabender. sondern unsere Natur, unsere Umgebung, unsere Kultur zu erhalten, erstrebenswerter als das nächste Hotel und irgendwelche Hotelzimmer für 2000 Euro die Nacht auf einer Insel, die vom erweiterten Trump-Clan dann gepachtet werden soll 99 Jahre. speaker-0: Ich habe jetzt schon drei Fragen. Die erste Frage ist ganz knapp, warum es bis 2011 gedauert hat, dass du Albanien entdeckt hast, wenn du doch offensichtlich Albanerin bist. Ist das nicht das Erste, was sich aufgedrängt hat aus Familiengründen? Die zweite Frage ist, ich kriege von Albanien tatsächlich sehr viel durch Freunde, die da jetzt hinfahren und das für sich entdecken, aber als Touristen mit. Das heißt, das scheint wirklich das aufdrehende Ziel zu sein. Und das dritte ist allerdings, im Gegensatz dazu höre ich eigentlich, dass wenn Albaner etwas werden wollen, dann müssen sie das Land verlassen. Also erfolgreiche Albaner sind häufig in der Schweiz. Unter anderem die Hälfte der Nationalmannschaft, glaube ich, der Schweizer, sind ja albanischen Ursprungs. Was davon stimmt? Geht das da jetzt so richtig los, positiv, nachhaltig? Oder ist das tatsächlich so eine Bubble, die man am Strand hervorragend ertragen kann, aber ansonsten hat man da eigentlich keine Karrieren? Was geht da gerade in Albanien? speaker-2: Ich fange mit der ersten Frage an. Ich bin im Kosovo geboren. Mein Vater war sehr politisch aktiv. Das hieß, dass ich relativ früh auch das Land verlassen musste. Dadurch, dass mein Vater sehr politisch aktiv war, dieses Albanischsein ein großer Teil meiner Jugend. Manchmal ist es ja, wenn man etwas zu viel bekommt, dass man sich dann quasi in die andere Richtung entwickelt. ehrlich gesagt, eine Überdosis in meiner Jugend bekommen habe. ich auch nicht zurück. Genau. Und dann war das eher so Rebellion und Emanzipation zu sagen, nee, ich will mich nicht auf so Nationalismus begrenzen. Weil ich das als sehr nationalistisch und patriotisch empfand. Ich konnte das nicht so richtig unterscheiden. Und auf der anderen Seite durch, sagen wir mal, die damalige Presse in den 90ern selber auch einen sehr stark internalisierten Rassismus hatte. Also selber diese Annahme hatte, Mensch, die Albaner haben ja eigentlich gar nicht so eine tolle Kultur. Also die westliche Kultur ist ja viel schöner. Das ist vielleicht auch was, was man dann so aufoktroyiert bekommt. Und ich hatte auch immer dieses große Streben, eben auch zu dieser Mehrheitsgesellschaft zu gehören, zu assimilieren, ganz deutsch zu werden. Das war tatsächlich irgendwas, was mir auch viele Freunde spiegeln, dass ich damals wahnsinnig ehrgeizig war, so richtig zu beweisen, dass man deutsch werden kann. Wo ich halt sage, volliger Quatsch, ich kann viel sein. Aber das war eben so dieses zu den Gutens gehören und weil einem eben auch eingeredet wird, das andere ist orientalisch, das ist wild, das ist patriarchalisch und hat weniger Kultur. Und da habe ich mich tatsächlich sehr unnötig beeinflussen lassen und habe glaube ich echt diesen Umweg gebraucht, erst mal zu mir als Frau zu finden und als Person so was will ich eigentlich, wofür stehe ich und habe das dann sehr, sehr spät entdeckt. Ehrlich. speaker-0: und das sagt die Geschichte. speaker-2: Und mit Albanien, ja, warum reisen so viele ins Ausland oder machen ihre Karrieren hier draußen, ist tatsächlich einfach der wirtschaftliche Aufschwung, der nicht so stark ist in Albanien. würde sagen, auch viele, sagen, okay, durch die Korruption und so ist es einfach schwieriger, da Fuß zu fassen. Und viele auch einfach enttäuscht sind von der Regierung. Wir haben in den letzten paar Jahren wirklich auch nach Berlin ... unglaubliche Schwämme. in Berlin bin mir sicher. Christoph, nächstes Mal, du zum Italiener gehst, sagst du einfach Mildita und der wird dir antworten. Also die meisten Italiener in Berlin sind Albaner. Also sehr viele Restaurantbesitzer hier sind Albaner. Ich weiß nicht, ob du das schon mal mitbekommen hast. speaker-1: Das sind alles Pakistanis. Sorry. speaker-0: Wie ist das denn Bulgarisch? speaker-2: Also tatsächlich sehr viele Albaner, auch aus Albanien, Albanien, aber auch aus Nordmantedonien. Und jetzt gibt es hier inzwischen auch ganz schön jetzt ja auch einen Bäcker aus Prisren, also aus dem Kosovo. Also es ist eigentlich sehr durchmischt und Themen wie Schule, Gesundheitssystem sind schon auch noch so Pulfaktoren. Also dass man hier sich erhofft, vor allem für die Kinder, ein besseres System zu haben. Also gerade Albanien, also wenn man jetzt auch, ich kann ja nur spiegeln, was ich sehe. Die Leute, die auf die Straße gehen, sind sehr enttäuscht auch von dem Zustand der Infrastruktur. Die Krankenhäuser sind schlecht. Ich hatte einen Artikel zum Beispiel von einer Mutter gelesen, die aus Deutschland runtergereist ist und meinte, sie war im Krankenhaus, weil ihr Babyfieber hatte und die hatten nicht mal ein zweites Thermometer und sie musste eins dann kaufen. die Mittel sind dort, sagen wir mal, das Geld kommt nicht unbedingt überall an. speaker-0: Aber trotzdem der große Aufschwung des Tourismus, den du aber auch nicht gut findest. Also das ist ja eigentlich mein ehester Berührungspunkt, weil ich hatte mir nämlich eigentlich auch schon überlegt und mir schon einen Weg zurechtgelegt, um auf schöne Art nach Albanien zu kommen, von Süditalien über Kofu und dann mit dem Boot übersetzen nach Albanien. Das ist wirklich so meine... So. Und das hört sich eigentlich alles total toll an. Ein paar Freunde von mir waren jetzt auch schon da. Aber ich war noch nicht da. Ich frag mich deswegen, wie schön ist es wirklich? Oder ist es nur billig? Oder ist es... Keine Ahnung, was ist es eigentlich? Und du sagst sogar obendrein noch, dass dieser Tourismus vielleicht sowieso gar nicht so wünschenswert ist. Da fühle ich mich jetzt irgendwie so ein bisschen, vielleicht sollte ich lieber dieses Jahr doch voranders hinfahren. speaker-2: Am Schluss liegt es ja immer so im Miteinander. Was bist du für ein Tourist? Also bist du der Christoph, der dann im Orlit-Klusel-Hotel einfach nur auf der Strandliege liegt und sich dann den Caipirinha servieren lässt. Und da würde ich sagen, gut, kann man auch nach Mallorca. Muss man nicht nach Albanien. Viele machen das, weil Albanien wirklich viel günstiger ist. Für mich ist der Tourismus, der momentan halt sehr, spannend ist. Man muss ja sehen, dieser Kommunismus, der ja nach 50 Jahren eben nicht mehr existent war. Es gibt ja noch sehr viele Zeitzeugen. Und ich finde es einfach unglaublich spannend, gerade mit diesen älteren Menschen, die da noch sind. es ist die letzte Generation, das stirbt ja bald alles aus. Ins Gespräch zu gehen und einfach zu versuchen zu verstehen, historisch, wie war dieses System. Also wenn wir reisen, machen wir tatsächlich keine Hotels. Also mit meinem Mann und den Kindern. Ich spreche natürlich Albanisch, das ist natürlich mal was anderes. Aber ich mache sehr viel Booking.com und Airbnb und wirklich bewusst. bei älteren Ehepaaren. Wo ich einfach weiß, das ist dann auch sehr schön, die Kinder machen meistens die Kommunikation auf Englisch oder Deutsch und für diese älteren Ehepaare ist es auch unglaublich schön, nicht so einsam zu sein. Deswegen würde ich auch sagen, offseason ist sehr schön, August würde ich nicht empfehlen, das war jetzt auch viel zu heiß. Aber so September ist eine wunderschöne Jahreszeit auch zum Wandern, ⁓ dann offseason gerade mit den Menschen in Kontakt zu kommen und sich die Geschichten erzählen zu lassen. wie es früher war und auch einfach zu sehen, welchen Umständen sie jetzt leben müssen. Wir waren einmal bei einem Lehrer-Ehepaar, das war sehr, schön, in Zermy im Südalbanien und er meinte dann auch, also das tragische ist, er darf den Strand, an dem er schwimmen gelernt hat, nicht mehr betreten. Weil das alles jetzt privatisiert ist durch irgendwelche Hoteliers und Ligen, da sind und auf der anderen Seite, was ja auch sehr vermarktet wird in dem Tourismus, ist, es schafft Arbeitsplätze. Aber die Arbeitsplätze sind ja nicht für die, die da Medizin studiert haben, Informatik studiert haben, sondern inzwischen ist es so, dass sehr viele Gastarbeiterinnen aus Indien oder Bangladesch dann nach Südalbanien kommen, ⁓ in dem Tourismus zu arbeiten. speaker-0: Sachen. speaker-1: Aber trotzdem jetzt mal, wenn man Albanien nochmal so sieht, und du hast ja sehr viel gesehen, was ist denn was, was man auf jeden Fall mal gesehen haben muss? speaker-2: Also ich bin ja ganz, ganz großer Fan von den nordalbanischen Highlands, wie man so sagt. Ja, weil ich einfach diese Verbindung auch mit meiner Familie sehr, sehr stark empfinde, weil damals die Albaner aus den Bergen irgendwann runter sind ins Amselfeld, da einfach der landwirtschaftliche Anbau einfacher war. Und meine Familie, ich bin ja eine Kresiu, ein Schwarzkopf. Und meine Familie kommt auch aus Nordalbanien und ist dann vermutlich zu Fuß vor 700 Jahren runter, in Kosovo runter. Und das finde ich natürlich einfach ein wahnsinniges Bild. Und den nordalbanischen Bergen ist einfach die wilden Flüsse, die Lagunen. Also das ist schon wahnsinnig spannend. Und dann eben auch dieser Grenze übertritt übers Waibonatal in Kosovo rein. Das finde ich für mich sehr interessant. Und man hat dann auch noch Montenegro. Dieses Dreiländereck finde ich einfach sehr, sehr schön. Also auch einfach von der Landschaft. Also wenn man wandern mag. speaker-0: Das wäre jetzt, was, wenn man nicht gerne wandert, so wie ich. Was hat Albanien denn dann? Weil das höre ich nämlich und das, ehrlich gesagt, macht mich auch bisschen misstrauisch. Wenn halt eben eine Gegend vor allem dadurch auffällt, dass man da gut zu Fuß gehen kann, dann... Das finde total geil. ist Wissen. speaker-1: Das für mich. Das ist die Stephanie Abteilung, die jetzt hier sofort sagt, ja, jetzt geht es eine halbe Angelegenheit. Ich bin die Wandermaus. Ich lebe hier den ganzen Tag am Strand. Da brauche ich jetzt nicht auch noch einen Urlaubsstrand. Also deswegen ist das, glaube ich, total cool. Schöne Natur ist natürlich echt für mich das Wertvollste, die auch noch nicht so zerstört worden ist und so. Das ist natürlich toll, wenn man da was entdecken kann. speaker-2: Ansonsten würde ich natürlich kulturell unbedingt Tirana empfehlen, einfach als Hauptstadt. Ich meine, Edirama ist Künstler und hat das natürlich dementsprechend auch bunt angemalt, die Stadt. Und man hat da sehr moderne Architektur, interessante Museen, das Mausoleum noch, das jetzt neu architektonisch umgebaut haben. Dann die kleineren Städte wie Berat und Girodokaste, wo man dann auch sehr viel von der albanischen Kultur aus dem Kanun heraus sieht, mit diesen Wehrtürmen, wo sie damals dann die Jungs versteckt haben. da kann man sich dann einfach kulturell nochmal mit mehr auseinandersetzen. Und genau, warum bei mir die nordalbanischen Highlands auch noch so so ja, so im Herzen sind es einfach, gab Edith Durham, eine Engländerin, die schon 1900 alleine über die Alpen ist und Dann hat sich sehr viel Tagebuch geschrieben, weil sie diese Kultur aufgeschrieben hat. Das ist auch was, was noch mal auf meiner Bucketlist ist, dass ich unbedingt diese Routen, die in Durham gelaufen ist, mal alle nachgehen möchte, wenn ich mal viel Zeit habe. Als Frau damals schon, 1900, Wahnsinn, da wirklich hin ist und auch die Menschen einfach mit Handskizzen gezeichnet hat, deren Rituale und Kultur aufgezeichnet hat. Und einen sehr, sehr liebevollen Blick, weil wir kennen ja sonst eher so... im Land der Skriptarern von Karl May, der ja nie wirklich da war. Der war ja nie in seinem ganzen Leben einmal da unten. Und diese Menschen eher als, sagen wir mal, wild und gewalttätig porträtiert hat. Das ist ja auch ein Bild, das sehr stark auch übrigens bei mir angekommen ist. Ich hatte auch immer ein sehr gefärbtes Bild von Albanien. Und mich hat es sehr berührt, dass eine Frau dann durch dieses Land reist und diese Gastfreundschaft und die positiven Seiten der Kultur aufgezeigt hat. eben gibt es halt unterschiedliche Perspektiven. Und auch heute, wenn ich überlege, also meine Eltern waren 20 Jahre im gewaltfreien Widerstand, das war gewaltfrei. Also die größte Bewegung war eine sehr, sehr friedvolle Bewegung, die da einfach am Schluss nur 1899 dann im Krieg endete. Aber was 20 Jahre lang davor war, war unglaublich friedlich und auch mit einer hohen Beteiligung der Frauen, die dann ganz tolle Proteste hatten. Man würde heute sagen, richtig Kampagnen mit Leibbrot, das sie hochgehalten haben oder weißen Tüchern. Also es ist eine sehr, sehr spannende Geschichte und ich war halt einfach zu klein, ⁓ das zu realisieren und bin jetzt dabei, das alles aufzuarbeiten. speaker-0: Ja, super. ich persönlich als Kulturterrorist, als Kulturtourist, ich meine, ich habe mir schon ganz andere Sachen, aber die wahrscheinlich zu euch dann nicht passen. Also mir ist sehr präsent das Dohachium, das antike Dohachium, heute Dole ist, glaube ich, dass das eine der wichtigsten Städte der antiken Adria war und auch noch bis ins byzantinische Reich. Dann Butrint liegt ja ganz in der Nähe von, die alte griechische Stadt liegt in der Nähe von diesen Stränden von Corfu. Das heißt also ich werde wahrscheinlich, wenn ich es mache, Die Gegenden im Norden und die Berge, die schrecken mich schon allein deswegen ab, weil man da so steil bergangehen muss und das ist das ist so anstrengend. Dagegen halt eben von vom Strand direkt in so eine griechische Ruinenstätte. Das ist eigentlich schon das was ich mir so ein bisschen vorstelle, aber es scheint da viel zu geben. speaker-2: Also unbedingt Mückenspray mitbringen. hat es da mal total zerlegt. Guter Tipp. Mückenspray, nee, Wunderschön und super, super spannend und auch das Hinterland. Du bist ja relativ schnell in den Bergen, im Hinterland. Was auch sehr schön ist Kortza. Das war eigentlich so das Paris Albaniens. Eine schöne Stadt, kommt auch ein Bier her. Und ein alter Freund von mir hat dann auch oben in Darva, von Darva aus sieht man den Olymp in Griechenland, hat dort auch so ein uraltes Steinhaus, auch wunder, wunderschön und Enver heute wollte damals die Toskaner Albaniens daraus machen. so touristisch ist da wirklich sehr, sehr viel Potenzial. speaker-1: Das war das richtige Keyword jetzt für Christoph. Ich habe das Gefühl, Christoph reist nach Albanien und dann holen wir die Flore zurück in den Podcast und dann lassen wir uns mal von Christoph erzählen, warum er nach Albanien reisen muss. Aber jetzt, Christoph, erklär uns jetzt noch mal viel mehr. Was müssen wir uns dann als nächstes anschauen? speaker-2: Vielen Dank. speaker-0: Etwas, was eigentlich jeder schon längst gesehen haben sollte, denn es geht ⁓ eine Serie, die zwischen 2014 und 2017 lief und im Urteil vieler Kulturkritiker, unter anderem Rolling Stone, wirklich zu den zu den besten Serien dieses Jahrzehnts gehört, nämlich The Leftovers. The Leftovers, zu Deutsch die übrig gelassenen oder die übrig gebliebenen drei Staffeln von David Lindelof. einem der großen Autoren, Fernsehautoren dieser Jahre, auch einem der Macher von Lost. Und Lost war ja, glaube ich, die erste große Serie, Fantasieserie, die uns damals ein Plett aus dem Sessel geworfen hat, weil die halt so ungelöst mysteriös war. Und ungelöst ist halt auch The Leftovers. Weil sie sagen, The Leftovers so fantastisch, was mich auch bis heute nicht loslässt, Die Leftovers macht etwas, was eigentlich total untypisch ist, nämlich sie spürt nicht den Gründen nach, sondern sie schaut einfach nur auf das, was passiert. nachdem etwas passiert ist. Das heißt, da ist sie ganz anders als anderswo in The Leftovers verschwindet von einem Tag auf den anderen zwei Prozent der Erdbevölkerung. 140 Millionen Menschen sind einfach weg. Und in der ersten Folge denkt man, weil man auf diese Art Weise konditioniert ist, dass die gesamte Serie sich darum drehen würde, diese zwei Prozent, diese 140 Millionen Menschen wiederzufinden oder rauszufinden, was mit denen passiert ist und das rückgängig zu machen. Aber bereits nach wenigen Folgen hat man verstanden, dass diese Serie den Mut hat, das nicht zu tun. Absolut nicht zu tun. Und einfach zu schauen, was ein so schockartiges Erlebnis, Ereignis mit der Welt, mit den Menschen, mit der Gesellschaft macht. Und da auch unbarmherzigen zu schauen. Und was da passiert, sind Dinge, man halt, finde ich, auch sofort nachvollziehen kann. Die Leute versuchen irgendwie geistig, emotional, dessen irgendwie Herr zu werden. Und was da passiert ist, es formieren sich Sekten, Endzeitsekten, es sagen die einen ... Es kann kein Gott geben, der so etwas zulässt. Die anderen sagen, dass so etwas passiert, was niemand erklären kann, ist explizit ein Zeichen der Göttlichkeit. Anders ist das ja gar nicht zu erklären. Wer hat das Privileg, da zu bleiben, oder ist das überhaupt ein Privileg? Sind die Zurückgebliebenen, die Leftovers, nicht in Wahrheit vielleicht die Sünder, die in der Hölle gelassen wurden, während die Heiligen davongetragen wurden? Es kommen ganz viele verschiedene Denkmuster der westlichen Kultur oder vielleicht der weltweiten Kultur zusammen. Leben diese noch? Und das ist eigentlich eigentliche Schlüsselfrage hier. Denn was das Idee hinter dieser Serie stand, war tatsächlich die Frage, was passiert, wenn wir nicht trauern können? Eine sehr, sehr interessante und tiefgehende Frage. Denn diese Verlorenen, sind Herrlohs, das Töchter, Söhne, Frauen, Männer, Eltern quer durch. In manchen Familien sind fast alle gegangen, in anderen musste niemand gehen. Aber ... Man weiß nicht, wo die sind und man weiß nicht, ob sie vielleicht auch leben. Und das ist ja für viele das Allerschlimmste. Denn Begräbnisse dienen ja dazu, für Menschen, für die Hinterbliebenen einen Abschluss zu finden. Aber was ist es für eine Quaterqual, trauern zu müssen und sich nie sicher sein zu können, ob diese Trauer jemals endet oder ob es da jemals einen Abschluss geben kann oder ob diese Trau überhaupt berechtigt ist? Denn diese Weggegangenen könnten ja noch irgendwo lebend sein. Und was richtet das mit den Menschen an? Darüber wird in drei Staffeln. ja, auf erstaunliche Art Weise geschauspielert. Also sind auch da einige, ich glaube, Margaret Quarly zum Beispiel ist da zum Star geworden, die hat zum ersten Mal da mitgespielt. Die Schauplätze verändern sich so ein bisschen. Die erste Staffel findet in einer normalen Kleinstadt in Amerika statt, wo tatsächlich da auch hingeschaut wird, es gibt eine Sekte, Guilty Remnant, also die Schuldigen Zurückgebliebenen, so heißt diese Sekte schon alleine. Die zweite Staffel findet an einem Ort statt, der aus irgendwelchen Gründen ein Wunder völlig verschont geblieben ist von dieser Entfernung von zwei Prozent der Menschheit. Das heißt, der eine Ort, dem kein einziger gehen musste, der wird zu einem Heiligtum für diese Zurückgebliebenen. Und man versucht irgendwie, ja, zu nachzuvollziehen, so sich zu verhalten, wie es die Menschen an diesem Ort in diesem Städtchen namens Jarden getan haben, ⁓ irgendetwas von dieser Gnade abzubekommen. Und die dritte Staffel, findet dann eine Jahre später statt und unter anderem wird da versucht nachzuvollziehen, was es finden Wissenschaftler heraus, dass es ein elektromagnetisches Feld gegeben hat. Was zu dieser Entfernung geführt haben könnte. Und ⁓ diese Entdeckung spinnt sich noch mal eine Geschichte. Aber die wichtige Geschichte ist auch eigentlich dort, was ist drei Jahre später mit diesen Menschen passiert. Wie sind ihre Seelen? Konnten die heilen? oder trauern sie immer noch. Und in den Interviews mit den Filmemachern war das auch tatsächlich das Allerwichtigste. Also, dass es gar nicht ⁓ Science-Fiction geht, es geht auch nicht ⁓ das Nachspüren, es geht eigentlich auch nicht ⁓ das Rätsel. So ein bisschen wie bei Lost, wo man am Ende ja eigentlich auch gar nicht wusste, was diese Insel überhaupt ist und muss man das überhaupt wissen und folgen und und staffeln lang hat man halt irgendwie die ganze Zeit nur gerätselt und das war unterhaltsam, obwohl man nie eine Antwort bekam. Also Kafkaesque eigentlich, über Kafka. Da versteht man ja eigentlich auch die ganze Zeit nicht, worüber schreibt der, aber trotzdem muss man jeden Satz lesen. So ist es auch bei The Leftovers. Man weiß bis zum Ende nicht, was da eigentlich passiert ist, aber man sieht den Menschen dabei zu. wie sie mit dem Unfassbaren ringen. Und da gibt es ganz großartige künstlerische Griffe aus Heidrem Himmel. Also die Filmemacher haben da richtig auch tolle Sachen, auch unkonventionelle Sachen gemacht, ⁓ diese Widersprüche klar zu machen. Mittendrin gibt es auch immer eine Szene, wo 20.000 Jahre zurückgeblendet wird und in einer Steinzeit Szene eine Höhle verschüttet wird. Man weiß gar nicht, was das mit dem Film zu tun hat, aber am Ende fügt sich alles zusammen. Rund ⁓ die Aussage, dass manchmal Dinge einfach passieren, die man in ihrer völligen Rätselhaftigkeit einfach akzeptieren muss und die Stärke finden, weiterzumachen. Es gab im Nachhinein, die habe ich gar nicht gesehen, ich habe es erst im Nachhinein in mir erlesen, Gespräche und Interviews mit den Filmemachern, die gesagt haben, dass es ihnen vor allem darum ging, ja, das, das Gegenteil eines Happy Ends, also das Unhappy End bis zum Ende zu durchdenken. Und da muss ich zum Schluss nochmal sagen, dass das The Leftovers für mich eines der Beispiele dafür ist, warum amerikanisches Entertainment einfach zu Recht die Welt reagiert. Denn das ist eben nicht alles nur Mainstream, Happy-Go-Lucky und am Ende kriegt sich, weißt du, der Junge und das Mädchen, sondern es ist halt eben auch der Blick in den Abgrund. Alles falsch machen, kein glückliches Ende. keine hübschen jungen Menschen, kein Kaugummi, keine Witze, sondern wirklich ganz grausam hinschauen bis zum Ende, was passiert, wenn das Schlimmste passiert. Und mit den Menschen mitleiden und die Fragen unbeantwortet lassen. Und das macht The Leftovers auch zu einem unglaublichen für mich intellektuellen Stimulus. Ich habe das bis heute alles nicht vergessen. Das ist extrem spannend, unglaublich gut gespielt, gemacht von einigen der besten Autoren, die es überhaupt gibt. Und dann ist es halt eben auch noch ein richtiger Brocken, den man wie ein richtig gutes Buch mit sich nehmen kann und immer wieder drüber nachdenken. The Leftovers muss man gesehen haben, wenn man überhaupt an Fernsehserien als Kunstform glaubt. speaker-1: Ich muss ehrlich sagen, ist ein großer Ausschlag. Ich muss ganz ehrlich gestehen, die Leftovers die erste Season super. Und dann bei Season 2 haben die mich verloren. Das war für mich viel zu viel auf dem einen Gedanken herumgekaut. Ich hab auch genau diese Szene, an die du da geruhig beschrieben hast, da hab ich gedacht, irgendwie war das hat mich dann nicht mehr ... Also die haben mich wirklich emotional verloren. Ich hatte dann gefühlt, dass ich hab das jetzt ausgelitten, jetzt genug gelitten, den da zusammen. Ich hab jetzt keinen Bock, da weiterzumachen. Ich bin da aus der Spur rausgefallen. war irgendwie, da ich auch die Geschichte, dann hab ich die Motivation irgendwo. Season 2 haben sie mich verloren, 3. Jetzt ist natürlich ein Problem. Jetzt hast du mich geteasert, jetzt will ich aber trotzdem wissen, wie es ausgegangen ist. Weil ich das gar nicht abgeschlossen hatte. Wie es ausgegangen ist? speaker-0: Also ich hab auf eine total verwirrende Art und Weise ausgegangen. Nicht so verwirrend wie bei Lost, muss man allerdings sagen. Also Lost hat mich in der vierten Staffel verloren. speaker-1: Voller Spoiler heute. Heute heute, Voller Spoiler. Ne, Christoph, du darfst nicht, du sagst... Ab... Du solltest es nicht erzählen, sonst guck Gut, erzähl ich's nicht. Aber cool. Flora, du Leftovers gesehen? speaker-0: So, ich soll's nicht erzählen, speaker-2: Nein, also ich liebe Serien. Ich finde das auch eine hohe Kunstform. Ich bin dann auch immer sehr binge watching. Aber es war so eine Zeit, da kam mein Sohn auf die Welt und da war irgendwann leider so bisschen Schluss. Aber jetzt habe ich wieder mehr Zeit. Und ich bin doch total angefixt jetzt, Christoph, dass ich mir das mal anschaue, weil das sind ja auch so universelle Themen. Also dieses Loslassen und Annehmen. Also wie schaffe ich das? Und tatsächlich, im Kosovo-Krieg, also ich habe auch von meinem Cousin die Ehefrau, die hat auch einen Bruder, der für immer verschollen ist und das sind wirklich sehr, sehr tragische Geschichten, weil man diesen Abschluss nicht findet. Also wenn man nicht begraben kann, deswegen kommt das bei mir natürlich durch die Kriegssituation auch nochmal tatsächlich anders hoch. speaker-1: hatte das auch so eine sehr traumatisierte Oma, die ihren Bruder auch nie begraben konnte. Und das hat die ihr ganzes Leben lang verfolgt. da ist immer noch, also wie bei Leftos ist es, dieses Bild hing halt im Wohnzimmer in der Küche und an den wurde auch super häufig gedacht. Also das war wirklich, also das ist eine super gute Analogie, die du da gebracht hast. Also die, die verschwunden sind und nicht gefunden werden. ist wirklich so was, dass die Leute das wirklich nicht abschließen können und das gibt es glaube ich in jeder Familie irgendeiner Form. speaker-0: Stimmt, ja. Und ich hab bei der Gedingheit letzter Pumpe für dich, Stefanie, du bist ja auch so eine Freundin wie ich, davon bei den Machern nachzuschauen. Was haben die Macher von das Tolle umsonst noch Tolles gemacht? Also Damon Lindelof, der war ja damals, wie gesagt, direkt nach Tatsache, wusste ich auch nicht, nach Lost, ich glaube 2010, wurde er tatsächlich vom Time-Magazin zu den 100 wichtigsten Persönlichkeiten der Welt gewählt. Das heißt, in dieser Zeit war der einfach der Titan der Fernsehautoren, Damon Lindelof. Und der hat aber komischerweise seit dem Ende von von The Leftovers eigentlich nichts Großes mehr gemacht. Das heißt, man wartet eigentlich darauf, dass dieser Titanen, das ist jetzt fast zehn Jahre her, dass der halt eben sein Titanentum wieder irgendwo drauf loslässt. Das ist vielleicht dann für jeden, der hier zuhört. Also wenn ihr irgendwo hört, Damon Lindelof ist irgendwie da beteiligt, dann unbedingt einschalten. speaker-1: Ja, und jetzt kommt eine kurze Einschaltung von unserem wundervollen Partnernetzwerk Shelfed. Richtig? ist ein ganz tolles Magazin, wo ihr noch ganz viele andere coole, coole, coole Serientipps finden könnt und auch sehr schön unterschiedliche Themen auch besprochen werden. Es ist dann ein Newsletter und Magazin Shelfed. Ja, meldet euch an. Ihr findet den Link in den Show Notes. Und ja, da lesen wir auch immer gerne nach. ich habe mich ja schon auch angebietert, da mal was zu schreiben. Aber das wird nicht gehört. Das wird noch nicht so richtig gehört. Also ich muss mich da glaube ich, muss das jetzt auch mehrere Folgen lang mal vorschlagen. glaube, wir warten ja eigentlich auch auf den Shitstorm. Wir wünschen uns schon seit mehreren Folgen, weil wir glauben, dass wir dann erst dann voll sind, wir einen Shitstorm bekommen. speaker-0: Und wir sollten nicht liegen, speaker-1: Ich habe gesagt, habe Angst vom Shitstorm, will nicht über so brisante Themen reden. dann sagt Christoph immer, Stephanie, dafür muss man doch erst berühmt sein. Ist okay, dann haben wir uns das noch nicht erarbeitet. speaker-0: Die Fallhöhe ist noch nicht da. brauchen eine gewisse Fallhöhe, bevor wir eben richtig einen reingewirkt kriegen können. speaker-1: Okay, aber Flore, du hast uns auch so eine super Lative im Buch mitgebracht. Jetzt unser nächstes Thema. Ein Buch, das dich in den letzten zwei Jahren eines der besten war, den du gelesen hast. Und wir sind schon ganz gespannt für deinen Buchtipp. speaker-2: Ja, danke. Ich lese gerne. Ich ja mal Germanistik studiert. jetzt auch, wo die Kinder ein bisschen größer sind, genieße ich es richtig, wieder so am Stück zu lesen und nicht immer so doomscrolling. Und was ich mitgebracht habe, ist eine kurdische Autorin Fatma Aydemir. Und die hat Jeans geschrieben. Also nicht Jeans wie die Hose, sondern Jeans wie die Geister. Und das ist sehr, schön, weil ich da auch sehr viel Bezug zu habe. Also in meiner Familie, bin auch muslimisch sozialisiert, gab es statt Engel Geister. Und deswegen finde ich es auch sehr, spannend, ja, wieder so Zugang zu dem, was ich erlebt habe, auch zu erfahren. Und jedenfalls geht es ⁓ eine Familie, eine Gastarbeiterfamilie, also eben auch sehr nah an meiner Geschichte mit vier Kindern. Und der Vater geht zurück nach Istanbul zur Rente und hat es endlich geschafft, den zig Jahrzehnten in Deutschland mit seinem hart ersparten Geld, dass er den Kindern auch alles immer so schön. Geiz sich vorenthalten hat, geht er zurück nach Istanbul und in seine niegelnahe neu ausgestattete Wohnung. Alles nur vom Besten und kriegt einen Herzinfarkt. Und das ist so richtig krasser Anfang schon. Und dann müssen diese vier Kinder zur Beerdigung ihres Vaters und im Laufe des Romans entdeckt man eben so diese Jinx pro Kind. Also was wird dann verschwiegen, nicht erzählt, was sind die Kämpfe? Die fehlende Nähe zu den Eltern, die Unterschiede auch zwischen älteren Geschwistern und jüngeren Geschwistern. Und es hat mich sehr berührt. Also ich weiß, dass ein paar Literaturkritikerinnen in Deutschland das auch als sehr stereotypisch bezeichnet haben, Buch. ich denke mir, boah krass, das kann voll meine Familie sein. Und eben wirklich der sehr liebevolle Blick auch auf die, das glaube in den 90er Jahren auch, wo ich eben groß geworden bin, mit der Musik, ja, den Rassismus, Klassismus, diesen ganzen Themen, die ich eben auch so erlebt habe. Das ist einfach für mich so wunderschön. Repräsentanz auch meiner Geschichte zu sehen und meiner Familie. ist tatsächlich, es hat mich total gepackt, auch vor allem diese Beziehung zu dieser Mutter, Emine. Mutter ist eben natürlich, sie ist ja auch diejenige, dieses Patriarchat mittelebt und mitstärkt, weil sie nicht aussteigt. Weil sie nicht irgendwann sagt, nein, ich mach das jetzt aber auch anders und nicht so wie es immer gewesen war. Das ist doch so und das war doch schon immer so. Das ist vielleicht auch ein Spruch, ich sehr oft mitbekommen habe. Und auch diese Rebellion zu sagen, nee, dann steige ich aus und heirate vielleicht nicht. Also wirklich diese Kämpfe, über die man auch vielleicht nicht so offen spricht, weil man dann eben diese Angst hat, Stereotypen zu entsprechen oder genau diesen Vorurteilen. Und ich finde es wirklich sehr bewundernswerk. Also Fatima, ja dritte Generation in Deutschland ist. auch so berührend diese Geschichte, Emine schreibt. diese Emine, ihr Kind verschwindet auch. Also, nicht so viel zu left over. Also, ich will jetzt nicht so viel vom Buch verraten, aber da geht es eben auch ⁓ eine Trennung, die nie richtig verarbeitet wurde. Und am Schluss kommt es natürlich alles so zusammen, aber sie hat auch diesen Mut, also, auch Erzählkunst, diesen Traumalen so brutal zu beenden. Also, ich war richtig geschockt, dachte so, wow, das auch kein Happy End. Also, es ist so richtig, noch mal so richtiger Familien... Konflikt und Eskalation und dann passiert noch mal was und man denkt so wow krass das war es jetzt. Also ich habe es wirklich am Stück durchgelesen. genau auch wirklich so überhaupt nicht romantisch und auch mit dem krassen Vorwurf dieser ganzen Wut. Also das ist wirklich schön diese starken Gefühle. Ich bin wirklich eine große Freundin von starken Gefühlen und auch viel sein und so plural sein und ich finde es sehr schön solche Stimmen jetzt auch. als postmigrantische Literatur in Deutschland zu haben. Also in England, ich habe auch Anglistik studiert, da gab es ganz viel postmigrantische Literatur, die ich im Studium gelesen habe. Und jetzt finde ich es einfach wunderschön, auch diese Stimme in der deutschen Literatur mitzufinden. speaker-1: Und ich glaube, eine Sache darf ich jetzt vielleicht auch verraten. Flora schreibt auch gerade an ihrem... Ist es dein erstes? Du schreibst aber gerade an einem Buch. Ist es dein erstes Buch? speaker-2: Also ich hab schon mal so ein Kinderbuch geschrieben. speaker-0: Wie erzählst was von dem Kinderbuch? speaker-1: Ich hab auch noch was vom Kochbuch, also jetzt haben wir kochen. speaker-2: Ja, es ist... Ich kann Politikerin werden. speaker-0: Kinderbuch, Kochbuch, hast alle Voraussetzungen. speaker-2: Das ist damit... ⁓ Meine Mutter hat auch geputzt und mir fehlt einfach in den Kinderbuchregalen auch diese Realität. gerade, als ich zu der Zeit sehr viele Kinderbücher vorgelesen habe, die alle so rosarot waren und zu Hause sind alle natürlich irgendwie Ärzte und Lehrer und sonst was, finde ich das sehr, sehr schade, dass die Geschichten von denen, die ja unser Leben mir leichter machen, wie Putzkräfte oder Postboten oder Bauarbeiter, was mein Papa war, dass die gar nicht existent sind. Das ist auch Ich hatte zum Beispiel ganz schlimm im Studium, dass mir jemand das nicht abgenommen hat. Der meinte, es kann nicht sein, dass er ein Papa-Maurer ist. Kann nicht sein, du lügst. Du kannst nicht so gebildet sein und so eloquent bei so einem Vater. Ich dachte immer, dein Vater wäre albanischer Professor, emigrieren musste. Und es hat mich wahnsinnig getroffen, diese Vorurteile der Arbeiterklasse gegenüber. speaker-0: Das neue... speaker-1: ⁓ ja, neue Buch. Das neue Buch. Nee, nee, Gers. Gers first. Sorry. speaker-2: Ja, genau. Also das neue Buch ist auch so ein Unfall. Also ich habe ja vor zwei Jahren angefangen, sehr persönlich auf LinkedIn zu schreiben. Also davor habe ich eher beruflich geschrieben. Stephanie und ich kennen uns ja auch eher so aus dieser Tech-Branche. It Girls. Und habe auch immer so über Agile, Produktentwicklung, Führung und so geschrieben. Und mit den Korrektiv-Recherchen und was dann damals passiert in Potsdam ist bei mir ganz viel ... aufgebrochen im Herzen, weil ich eigentlich 40 Jahre lang versucht habe, die nicht aufzufallen, einfach so krass deutsch zu sein, hier einem reinzupassen. Da ging bei mir so ein Deckel auf, da kam alles hoch, weil ich dachte, egal was wir hier in Deutschland machen, die wollen uns nicht. Also mir hat richtig erschüttert innerlich. Und dann habe ich angefangen, tatsächlich auch mehr über mich zu erzählen, was viele eben nicht wissen, weil ich das auch sehr versteckt habe, weil ich ja gemerkt habe, wenn ich erzähle, bin von der Arbeiterklasse oder so, sind alle so, äh. Und dann hab ich ganz langsam angefangen, meine Migrationsgeschichte und meine Eltern zu schreiben. Ich hätte nie gedacht, dass Menschen so berührt sind, ich einfach nur über meine Mutterschreibe, die sie für uns brennnesseln gesammelt hat. Und dann auch zu sehen, ich hab eine ganz große Fan-Community, nennen sich, die sind im Unruhe-Zustand. Ich lieb die, das sind auch wirklich meine alten weißen Männer. die mir dann wirklich so ganz emotionale Briefe schreiben und sagen Mensch, das erinnert sich jetzt total an ihre Oma, die damals aus Schlesien geflüchtet ist und so. Und dieses universelle, dass ja auch sehr viele Deutsche diese Geschichte der Flucht tragen und diese Trauer nie erleben durften oder auch sehr viel verschwiegen wurde und man einfach tapfer sein musste, die Gefühle runterdrücken. Und das ist glaube ich was, wo ich sehr viel Anknüpfungspunkte habe. Und dann habe ich jetzt einfach... angefangen, Memoiren zu schreiben, über die politische Aktivität meines Vaters, was das alles bedeutet hat. Und ich recherchiere gerade viel, ich rede viel mit meiner Familie und es ist teilweise sehr schmerzhaft, aber auch sehr heilend, sich da genau in dieses Meer jetzt reinzustürzen, zu sagen, doch, also auch wenn ich Angst habe, dass ich jetzt vielleicht untergehe. Ich glaube, wenn ich tief genug Luft hole, komme ich raus und habe eine wunderschöne Perle gefunden. Und die Perle ist einfach das dass alles einen Grund hat. das nicht umsonst war alles. Und auch dass dieser Schmerz, ich jetzt 40 Jahre später fühle, gibt auch die Geschichte. Ein Freund meines Vaters wurde auch von Nazis 1992 im Schlaf mit einem Baseballschläger einfach ermordet. Das ist für mich einfach sehr, sehr wichtig, dass wir reden und laut sind. Weil wir sind auch Teil dieser Kultur. Jetzt habe ich auch noch einen mehrgenerationsdeutschen geheiratet und so. Ich finde einfach... Diese Polarisierung und dieses... Ich hatte das auf so vielen Arten erlebt, dieses Du musst so sein und diese Exklusivität. Die macht dich so abhängig. Das ist dieser Loyalitätsdruck. Und wenn wir diesen Pluralismus zulassen und sagen, ich kann als Albaner in eine Kirche gehen, ich kann aber auch in die Moschee gehen, das alles völlig okay. So hat es meine Großmutter auch schon gemacht. Und ich kann meinen Kindern unterschiedliche Sachen beibringen. Ich kann mehrfach lieben. Ich bin plural. mich damit auseinanderzusetzen, das ist glaube ich sehr heilsam zu sagen, okay, ich muss nicht exklusiv sein für irgendjemanden. speaker-1: Das hatte ich dir ja erzählt, dass ich diesen TikTok gesehen habe von einem Tribal-Member, der gesagt hat, wir haben sieben Geschlechter. Wir haben Männerfrauen, wir Frauen, Frauen lieben, Männer, die Männer lieben. Wir haben Frauen, die zu Männern möchten. Wir haben Männer, die zu Frauen werden möchten. Und wir haben Wesen, die halt beides, Menschen, die beides sind. und so geboren worden sind. Und das sind halt auch für uns das Höchste in unserer spirituellen Form, weil das sind die, die auch die wichtigsten Entscheidungen treffen, weil die einfach beide Perspektiven vereinen, sich fühlen können, wie die Frau, die halt im Krieg zurückgelassen worden ist und wie der Mann, in den Krieg ziehen muss und deswegen am fundamentiertesten Entscheidungen treffen kann oder halt auch Kinder zieht von Weisen, weil die halt Mutter und Vater gleichzeitig sein können. Und das war nicht so rührend, das war so ein Tribe, der es schon seit tausenden von Jahren gibt, wo man sagt, Sophie weiß halt und wir haben es irgendwie geschafft, uns in diese Ecken irgendwie einzumauern und da uns auch oft halt dann auch die Handlungsspielräume uns einfach selbst genommen haben, halt in unserer kulturellen Entwicklung. Und das finde ich halt schon hart, so einen Spiegel vor Augen zu bekommen und zu sehen, wow, es gibt so viele unterschiedliche Perspektiven. Wir wissen sie einfach nicht, wir hören sie nicht. Und deswegen finde ich das gerade so ganz toll, dass du da so tief und mutig bei dir selbst eintauchst, ⁓ einfach so auf den Grund, wirklich den Grund stoßen zu wollen. Was ist da alles passiert, ⁓ so eine persönliche Aufklärungsarbeit zu machen? Das ist echt ganz toll. Also ich werde es auf jeden Fall lesen, kaufen und besprechen und freue mich schon ganz toll. Ja, jetzt bin ich gerührt. Moment. speaker-0: Noch für Sober-Nudeln? speaker-1: ⁓ mein Gott, wie kriegen wir jetzt, wie kriegen wir einen Sprung von sowas zu Soba-Noodle? speaker-0: kann dir wirklich nicht sagen, weil ja keiner außer dir hier in diesem Raum weiß, was das Zeug überhaupt ist. speaker-1: Okay, vielleicht ist es das. A, das ist die älteste japanische Nudel, es gibt. Also da kommt vielleicht immer der Sache, also wirklich auf den Grund zu gehen, was ist es? Soba heißt Buchweizen. Das ist eine Buchweizennudel. Und die Buchweizennudeln, es ist einfach so, dass ich mich sehr gesund ernähre und gemerkt habe, passe, ob ich es wirklich liebe. Ich liebe Pasta in jeglicher Form, in Italien, ich darf gar nicht darüber sprechen. Aber wenn ich einen Teller Pasta esse, habe ich am nächsten Tag das sofort auf der Waage. Ich merke das, ich bin auch total müde. Das geht mir leider sofort irgendwie überhaupt nicht, mir geht es dann halt nicht so gut. Und ja, da habe ich ewig gesucht und habe so alle Pasta, die man so im gesunden Segment kennt, ausprobiert. Zerfallen, ich will gar nicht von den Erbsen Pasta oder von der Red Lentil Pasta sprechen. speaker-0: Ich hatte mal so Sojapasta, das war vielleicht widerlich. speaker-1: Es ist wirklich schwierig, weil da hat man sehr schnell, ich weiß nicht, welche Fähigkeit man haben muss, dass da ordentlich was bei rauskommt. Also bei mir zerfällt das halt sehr schnell gerne. Und ich war einfach so bisschen so am Rande der Verzweiflung. Und ich hatte wirklich Glück, dass ich im Supermarkt in Spanien auf Supernudeln gestoßen bin. Und ich habe einfach gedacht, ich probiere das einfach mal aus, weil ich einfach immer auf der Suche nach einer Pasta bin. Also die Reispasta war so der letzte Stand, ich so hatte, der so einigermaßen okay war, auch von Aldi übrigens. Die waren okay, aber die haben mir nicht so richtig gut getan. Das habe ich auch gemerkt danach, naja, so richtig geil, gesund sind die nicht. Und die Sobanudel hat mich so von den... Also die Sobanudel braucht nur vier Minuten Kochzeit. Ich muss jetzt erst mal sagen, es ist richtig geil, wenn man so was ganz schnell machen kann. Vier Minuten und du musst ja nicht fast noch nicht mal ganze vier Minuten kochen. Und dann hat die eine richtig gute Konsistenz und Festigkeit. Und du kannst damit einfach nur mit Knoblauch und so ein bisschen Tomate oder so kannst du so essen, wie als ob du normale Pasta isst. Du kannst damit Asiatisch essen, du kannst sie kalt essen. Was ist so geil an dem Zeug? Das hat halt auch total viel Protein. Also du kannst in Sobernudeln hast du schon mal 16, 17 Prozent Protein. Was ja auch schon mal geil ist. Da ist oft auch Weizen reingemischt, da muss man aufpassen. A, also Proteinsuppe, verdaut man Suppe, hat man schnell gemacht, konsistent gut, geschmack gut. Es ist auch so, man kann danach das Trinken, das Wasser, das ist in Japan total verbreitet, dass man das Suppen, also das Nudelwasser von der Subanudel trinkt. Und was auch spannend ist in Japan, ist das Neujahrsessen. Also die sagen, bevor sie irgendeine andere Tradition irgendwie, ihnen alles egal, aber du musst... Sobernudeln essen und das sind so ganz spezielle, die sind super lang. Und da zeigt sich dann eigentlich so bisschen der Glück deines nächsten Jahres an der Sobernudel. Also das heißt, also wie gesagt, die älteste japanische Nudel auch. Es gibt in Tokio ein Restaurant, wo halt seit 300 Jahren irgendwie Sobernudeln da hergestellt werden. Und das ist wirklich so, dass es in Japan ja um so purity oft geht halt. Da gibt es ja oft so ganz reduziertes Essen. Also wir kennen ja eigentlich japanische Küche hier in Europa kaum. Das muss man wirklich mal sagen. Und da gibt es halt reine Soba. Also in Japan hat man für jedes Gericht gibt es ein Restaurant. Das haben die halt oft. Dann haben die so ein Signature-Food und dann machen die das ein paar hundert Jahre lang. Und dann wird das perfektioniert, bis da die beste Sobanudel rauskommt, die man sich in seinen kühnsten Träumen nur vorstellen kann. Und da wird auch immer weiter dran gearbeitet, das besser zu machen. Und die, ja, das würde ich auf jeden Fall empfehlen. Das mache ich auf jeden Fall mal in einzelnen folgenden Folgen. Japan, das liegt mir schon ganz schwer im Geiste, weil ich bin ein totaler Japan-Fan. Die Sobernudeln muss man ausprobieren. werdet, euer Leben wird bereichert sein, ihr werdet gesünder sein, ihr habt mehr Protein und es schmeckt. Das ist ja das Allerwichtigste. speaker-0: Gut zu hören, das hört man ja irgendwie als Argument immer als letztes von euch Ernährungsfetischisten. Meine Frage, kriegt man denn die Sobernudel irgendwo im normalen japanischen Restaurant auch unter? Bei allen, bei gesehen. Okay, aber ich meine jetzt im Restaurant und beim Japaner, wenn du zum japanischen Restaurant gehst und da gibt es dann paar wenige... Nudelgerichte in der Regel sind das ja diese Udon-Nudeln, diese dicken Nudeln, aber die sind nicht ramen, ganz genau gibt es überall, aber du sagst ramen-Nudeln sind keine Sober-Nudeln. Weil man könnte doch ramen auch mit Joghurt-Nudeln machen. speaker-1: Graben ist Weizen, Udon ist Reißnudel und die Soba ist der Buchweizen. Und das siehst du auch, die ist wirklich so dunkelbraun. Wenn du mal jetzt googlst Sobanudeln, wird auch wirklich SOBA geschrieben. Ich hätte jetzt, wenn ich jetzt zu Hause gewesen wäre heute, hatte, letztes Mal wollte ich ja schon drüber reden, hatte ich die schon auf dem Tisch liegen, ⁓ die in die Kamera zu halten. Aber mein Koffer war so voll, da habe ich die Sobanudeln nicht mal reingekwätscht und die zerbrechen leider leicht. Aber die sind auch relativ kürze. Das ist das Lustigste bei der Sache. Ich habe bei Amelie hier in Spanien kosten die 2,60 Und da sind so vier Rollen drin. Das heißt, viermal kann man da eigentlich mit essen. So eine Person kann genau so eine Verpackung, ist das mit so Papier eingewickelt. Das ist ja auch total nett, dass man so Portionierungen schon so hat und dann wirft man die ins Wasser und eigentlich drei Minuten später habe ich schon was zu essen. Die isst man auch sehr gerne kalt in Japan. halt mit so einer Soße zusammen, ja. Oder im Salat. Also kannst du damit machen 50.000 Sachen und sich in Woche von Soba jetzt ernähren. Aber das schon total frustrierend. Die gehen hier bei den Woren raus. Aber das ist halt wirklich so, ah, wir wissen nicht, was wir machen. So, Sober-Nudeln. er so, oh, nicht noch mal. speaker-0: Ja Mitgefangen, mitgehangen. dann haben wir ja doch tatsächlich am Ende noch einen positiven Aspekt gefunden nach den tragischen Geschichten und den dramatischen Lebensgeschichten. Jetzt noch mit einem positiven Küchentipp mal wieder von Stefanie nach dem Fermentieren und dem... Du hattest schon so viele Sachen, die man sich so Gutes tun kann, wenn man zu Hause in der Küche experimentiert. Jetzt auch noch Sobernudeln. Esti, lasst uns wissen, was ihr davon haltet, wenn ich denen mal zufällig über den Weg laufe. Auch ich ernähre mich seit neuestem nicht mehr ganz so schlecht, ich den größten Teil meines Lebens gemacht habe. Das heißt, ich wäre auch bereit, das mal auszuprobieren. Solange es kein Tofu oder Soja ist, bin ich da eigentlich für zu haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, oder? Das bleibt uns jetzt noch zu sagen. Und vielen Dank an Flore für diese ganz erstaunliche Geschichte. Nicht nur von dem, was du schreibst und von deinem Land, sondern auch, wie du da reinpasst. Das finde ich ganz bemerkenswert. speaker-2: Danke Christoph und danke auch Stefanie für die Einladung. Das finde ich immer so überrascht, wenn die Leute das gerne hören. speaker-0: und zu teilen. speaker-1: Ich glaube, du hast ja schon viele Fans. hoffe, wir konnten ein paar neue hier für dich gewinnen. ich auf jeden Fall und ich sehe der Christoph auf jeden Fall. Dem seinen Augen hast du heute zum Leuchten gebracht. speaker-2: In einem richtig tollen Slow Food Restaurant, da müssen wir da mal hin. speaker-0: Darüber hätten wir sowieso noch mal beratsprechen müssen, weil die albanische Küche ist bislang doch ein Rätsel, aber das machen wir vielleicht dann an andermal. speaker-2: Ja, das ist zu lang jetzt. Bis bald! speaker-1: Bis bald, macht's gut, ciao ciao! speaker-0: Ciao, ciao!