Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Drastischere Maßnahmen am Paradiesstrand, Ärger um Airbnb-Vermietungen und französisches Leben in der Stadt
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- Ich sag's wie es ist, diese Hitze hat mich, wie uns wahrscheinlich alle, in den letzten Tagen ein bisschen ausgenockt. Und ehrlich gesagt auch die eine oder andere Pflanze auf meinem Balkon. Aber hey, ich lerne und wachse. Anders als meine wunderschöne Daille, die hat's gerissen. Heiß war's also, das ist jetzt wirklich keine News, seit gestern weht ja immerhin wieder ein kühler Wind. Vielleicht trifft es sich ja jetzt irgendwo in der Mitte. Und wie in der letzten Woche sprechen wir auch heute darüber, dass der Wunsch und Gedanke, sich dringend abkühlen zu wollen, natürlich nahe liegt. Genau wie der, sich irgendwo abzulegen und an einem lauschigen Ort die Hitze möglichst unspektakulär vorbeiziehen zu lassen. Und wie in der letzten Woche müssen wir auch wieder darüber sprechen, dass das Baden im Rhein dafür die denkbar schlechteste Alternative ist. Allein in den letzten elf Tagen sind vier Menschen dabei ums Leben gekommen. Nachdem ich letzte Woche mit Alexander Esch überlegt habe, warum so viele Menschen trotz der offensichtlichen Gefahren immer noch in den Fluss gehen, erklärt heute Maximilian Novroth, was die Stadt und andere Beteiligte tun können und wollen, um noch dringlicher vor der großen Gefahr zu wahren. Das ist sicher auch wichtig, um die doch zahlreichen Touristinnen und Touristen, die jährlich hier zu Besuch sind, ebenfalls darauf hinzuweisen, dass der Rhein kein Ort zum Baden ist, sondern dass die vielleicht lieber in eins von unseren schönen Schwimmbädern gehen sollen, fühlt sich dann auch direkt ein bisschen nach Alltag an. Genau wie wenn man per Airbnb temporär in die Wohnung von Privatpersonen zieht, statt in ein Hotel oder so. Viele Menschen bieten genau das an, aber erstaunlich viele halten sich dabei nicht an die von der Stadt vorgegebenen Regeln. Welche das sind und was das alles heißt, erklärt Alexander Esch. Sicher kommen auch an diesem folgenden Wochenende wieder viele Besucherinnen und Besucher in die Stadt. Es ist schließlich Frankreichfest. Mein lieber Kollege Paul Küchler hat sich in diesem Zusammenhang auf die Suche gemacht nach französischem Leben hier in der Stadt und viele nette Menschen getroffen, schöne Orte entdeckt und interessante Fakten erfahren. Und damit herzlich willkommen zum Rheinpegel. Ihr hört Folge 375 und der Rhein steht bei 1,13 Meter. Music. Hallo zum Rheinpegel, dem Podcast, in dem wir jede Woche darüber sprechen, was Düsseldorf bewegt, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt, kurz und gut, was geht. Mein Name ist Thorsten Kormann und diese wirklich schöne Aufgabe darf ich übernehmen. Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, zum Beispiel Tipps habt, wie man völlig vertrocknete Pflanzen wieder hinbekommt, Wenn ihr Lob oder Kritik habt, wenn ihr Themen habt, die euch auf der Seele und unter den Nägeln brennen, über die wir sprechen können, wenn ihr Veranstaltungen wisst, auf die wir hinweisen dürfen, dann könnt ihr das sehr, sehr, sehr gerne tun. Unter rheinpegel.podcast.reinische-post.de oder 0160 80 80 844 erreicht ihr uns. Wir freuen uns immer von euch zu hören. In den vergangenen elf Tagen sind in Düsseldorf beim Schwimmen im Rhein vier Menschen ums Leben gekommen. Nach wie vor wird die riesige Gefahr, die von dem so ruhig daherfließend wirkenden Fluss ausgeht, unterschätzt. Und langsam stellt sich die Frage, was Stadt und andere Beteiligte noch tun können, um zu warnen, zu zeigen, wie dramatisch die Situation ist, zu informieren, was alles passieren kann. Auch wenn man eigentlich nur die Füße ins Wasser halten will. Maximilian Novroth war am Paradiesstrand, dem vielleicht beliebtesten Sonnenplatz am Rhein. Und hat dort mit Menschen gesprochen, die täglich mit der Sache zu tun haben. Er berichtet von den Plänen und Ideen davon, warum sogar VR-Brillen eingesetzt werden und warum manche trotzdem unbelehrbar scheinen. Lieber Max. Liebe Tostja. Es ist ja kein Geheimnis, es ist so heiß. Wie kühlst du dich am liebsten ab? Hast du so Tricks und Tipps? Die gute alte Wasserflasche zum Sprühen und dann den Fächer zum Nachwischen? Ich hätte gerne so einen Handventilator. Keine Ahnung, ob der irgendwas bringt, aber ich finde, das sieht einfach so herrlich aus. Sieht cool aus, ne? Nee, ich trinke einfach jede Menge, auch gerne Kaffee, obwohl es Quatsch ist, aber irgendwie bringt mich das nach vorne bei der Hitze und ... Ja, warte, bis es vorbei ist. Ich finde das aber auch nicht so schlimm. Ich meine, das ist irgendwie auch, finde ich, ein cooles Gefühl, einfach rundherum warm zu sein. Das stimmt, aber ich finde es wirklich, also gestern hatte ich so einen Moment, da bin ich mit dem Fahrrad gefahren und da war so gar keine Erfrischung zu holen. Also noch nicht mal irgendwie der Fahrtwind, sondern es war wie durch so einen Föhn fahren. Da habe ich echt kurz gedacht, ach komm. Da ist halt Wald ganz gut, ne? Also es ist schon erstaunlich, wie viel kühler es dort ist, auch wenn es nur ein paar Grad sind, aber fahre mal durch den Aperwald oder so. Ja, ich muss ja sagen, meine Wohnung ist tatsächlich relativ kühl. Ich liege abends manchmal mit Wärmflasche da. Also das ist wirklich ein Phänomen. Draußen 40 Grad und du mit deiner Wärmflasche. Wirklich, manchmal ist das so. Was mir passiert, ich weiß nicht, ob dir das auch so geht, also trinken, klar, und dann halt immer mal irgendwie ein bisschen Luft zu fächern. Ich habe an einem bestimmten Punkt des Tages das wirklich körperliche Bedürfnis, meinen Kopf in kaltes Wasser zu stecken. Also einmal so unterzutauchen und ich finde da, also erfrischender geht es kaum. Und es gibt natürlich verschiedene Pools, haben wir ja auch schon drüber gesprochen. Letzte Woche haben wir über den Pool auf dem Rooftop, der dann irgendwann kommt und so. Es gibt Flüsse, es gibt irgendwelche Teiche und es gibt natürlich diesen großen Fluss, der hier durch diese Stadt fließt und der vielleicht als logische Schlussfolgerung impliziert, ach da könnte man sich ja mal kurz abkühlen. Letzte Woche haben wir da auch schon drüber gesprochen, weil, ja, das sagen wir jetzt irgendwie so salopp, es liegt irgendwie nahe, aber es ist natürlich unfassbar gefährlich. Und gerade als Düsseldorferin oder Düsseldorfer weiß man das ja eigentlich. Trotzdem gehen immer wieder Leute rein, überschätzen sich vielleicht, unterschätzen dieses Gewässer, die Strömung von den Booten und so. Also es gibt natürlich auch Orte, der Paradiesstrand, da reden wir jetzt vielleicht drüber, die ganzen Buchten in Lörrück und so, wo es sich einfach anbietet und wo man vielleicht vergessen kann, was da eigentlich schlummert im wahrsten Sinne des Wortes unter der Wasseroberfläche. Also das Warum und das, was passieren kann, haben wir jetzt letzte Woche schon beleuchtet. Heute sprechen wir ein weiteres Mal darüber, weil ich finde, man kann es nicht oft genug betonen, wie gefährlich das ist. Die Situation ist ja noch dramatischer geworden. Ich meine, man muss sich klar machen, dass an den vergangenen beiden Wochenenden, da war es ja noch, you know, drei Menschen in Düsseldorf im Rhein ertrunken sind. Ja. Und zwei davon eben am Paradiesstrand. Das ist halt ein wunderschöner Strand mit feinem Sand, klarem Wasser, bester Sicht auf Düsseldorf. Und da kommen auch viele Leute hin, gar nicht nur aus Düsseldorf, du und ich, sondern aus Heiligenhaus, aus Wuppertal, aus dem Ruhrgebiet von Gott weiß, weil es einfach so ein schöner und eben auch trügerisch ruhiger Strand ist, um ins Wasser zu gehen. Also die Frage, die auf der Hand liegt, warum verbietet es eigentlich niemand, dort ins Wasser zu gehen oder grundsätzlich in den Rhein schwimmen zu gehen? Die einfache Antwort ist, es gibt kein Badeverbot im Rhein ganz grundsätzlich, weil es ein öffentliches Gewässer ist, ein Fluss. Ich meine, das ist eigentlich auch relativ logisch, weil wer will das durchsetzen oder überwachen? Du kannst ja nicht einen über 1000 Kilometer langen Fluss die ganze Zeit überwachen. Nur grundsätzlich gibt es schon Badeverbote an gewissen Stellen im Rhein. Allerdings nicht, um Menschen zu schützen, sondern um Binnenschifffahrt zu ermöglichen, weil eben der Rhein ja keine Badewanne ist oder kein Schwimmbad, sondern eine Wasserstraße. Und zwar die meistbefahrenen in Europa. Und da gibt es ein Amt, Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung heißt das vom Bund, Und das sagt halt, okay, es gibt einen Gemeingebrauch, also jeder Mensch darf den Rhein benutzen, um zu baden, aber eben zum Beispiel nicht an Häfen, an Brücken, an Schiffsanlegern und auch an bestimmten Rheinkilometern nicht. Aber tragischerweise ist der Paradiesstrand an Rhein-Kilometer 742 bis 743 nicht inkludiert. Während man zum Beispiel ab Kilometer 743 laut dieser Verordnung, die habe ich mir extra angeschaut, die ist zwar 53 Jahre alt, aber gilt immer noch, darfst du zum Beispiel vor dem Altstadtufer nicht schwimmen. Das wurde damals so festgelegt, warum auch immer. Und deswegen gibt es auch am Paradiesstrand kein Badeverbot. Und das Einzige, was du da machen kannst und was ja auch gemacht wird, ist zu warnen. Ja, und zwar vehement und das wird auch jetzt immer vehementer, da reden wir gleich drüber. Ich wollte nur darauf hinaus, dass das natürlich bietet es sich ja auch an, ich finde halt ab Kilometer… 7, 4, 3 zu 7, 4, 7, das ist ja da Goldsheim, ich habe dieses Schild so sehr vor Augen, da ist ja auch irgendwie gar nicht so, da bietet es sich gar nicht so an, weil da ist es irgendwie steil, da sind keine schönen Strände oder irgendwie die. Ja, da ist einfach nicht die Möglichkeit so doll, darum kommt man da vielleicht gar nicht auf die Idee. Und im Umkehrschluss, wenn sich dann nämlich wie der Paradiesstrand was so anbietet, dann ja erst recht, dass man denkt, ja aber hier, es sieht ja wirklich aus wie Strand. Ist ja so. Und was ich zum Beispiel gelernt habe, ist, wusstest du, wofür eigentlich diese Bohnen da sind, also diese landzungenartigen Steinaufschüttungen mit den Pfeilern? Damit man da vorne draufstehen und richtig coole Fotos machen kann? Ja, das wäre eine Möglichkeit. Oder damit es noch entspannter aussieht, dass das Wasser so wie in einem Becken eingefreint ist. Nein, die einzige Idee ist, dass das Wasser schneller fließt im Rhein, also dass das Wasser kanalisiert wird, um die Schiffe da schneller durchzuschleusen. Das heißt, es macht es noch gefährlicher. Plus haben wir gerade Niedrigwasser, also man denkt, super, ich kann ja richtig weit reingehen und bleibe nur bis zur Wade oder bis zu den Knien, bis zum Bauch drin. Nur dann wird es sehr schnell sehr tief und du bist in der Fahrrinne und der Rhein macht da ja auch eine Kurve am Paradiesstrand, fließt also nochmal schneller. Die Wasserschutzpolizei Duisburg, die auch für ganz NRW, also auch für Düsseldorf zuständig ist, geht von 12 kmh aus. Also wenn du dir vorstellst, du schwimmst vielleicht 3, 4, 5 kmh, du hast überhaupt keine Chance, selbst als Top-Schwimmerin dagegen anzukommen. Und deswegen ist eben gerade dieser wunderschöne Strand so besonders gefährlich. Ja, du hast ja auch gerade schon erzählt, es kommen wirklich auch Leute von außerhalb, die dann vielleicht noch weniger sich mit dem Rhein auseinandergesetzt haben und noch weniger in der Schule gehört haben mit den Strömungen und so, wie gefährlich das alles ist. Was wird jetzt gemacht? Weil es ist ja gerade, habe ich das Gefühl, gibt es so ein, eine Aktionswut fast von der Stadt oder von Leuten, die verantwortlich sind, da jetzt irgendwie was zu tun. Also das ist ja gerade, genau die Frage ist, warum ausgerechnet jetzt so? Vielleicht kannst du da mal ein bisschen zu erzählen, was jetzt gerade gemacht wird und warum gerade dieser, Drang ist ja so falsch gesagt, sagt man das Wort dafür. Also gerade die. Also im Negativen hätte man gesagt Aktionismus, aber ich finde es positiv, dass sich endlich was tut. Wir haben ja in dem großen Artikel diese Woche die Frage gestellt, was wird getan oder wie lässt sich das Sterben im Rhein stoppen? Und so drastisch, wie es da geschrieben ist, ist es ja auch. Also es wird, es sterben halt Leute. Wir haben ja heute Mittwoch, wo wir hier sprechen, allein seit Sonntag sind zwei Personen gestorben, also innerhalb weniger Tage und jeden Tag fliegen Helikopter über den Rhein, Suchboote schwärmen aus und die Retter riskieren ja auch ihr Leben. Teilweise springen Passanten hinterher, die riskieren ihr Leben und es ist wirklich hochdramatisch jeden Tag. Das ist, glaube ich, die Antwort auf das Warum. Also es gibt einfach, es gab bisher noch keinen Sommer, wo es in so kurzer Zeit so viele Todesfälle gab. Und das ist übrigens kein Düsseldorfer Phänomen, sondern bundesweit hat die DLRG berichtet, dass es eines der tödlichsten Wochenenden jetzt auch war in ganz Deutschland. Ja, es ist halt ein sehr heißer Sommer. Leute haben sich vielleicht auch dank Corona daran gewöhnt, so ein bisschen zu Hause Urlaub zu machen, gucken, wo kann ich mich hier abkühlen. Klar, man könnte an den See fahren, da ist es aber voll, im Stimmbad auch. Es kostet auch Geld und rein ist halt gratis und auch schön und irgendwie Instagramable ist es auch, dann gehen die halt da hin also man muss sich mal was überlegen am Paradiesstrand wir haben so ein Foto gezeigt von einer Drohne von oben du denkst es wäre ein Strand von Mallorca ja, es ist wirklich eine Person nach der anderen und alle sind im Wasser, und ja, also ich persönlich sehe die... Auch Kinder, auch Kinder auch Kinder, auch Familien sind da ja, auch so richtig mit Luftmatratze genau, genau. Ich persönlich finde, dass die Stadt zu wenig tut. Ich war auch gerade am Paradiesstrand mit der Wasserschutzpolizei aus Duisburg. Selbst die haben gesagt, hier stehen einfach zu wenige Schilder und es sind zu kleine Beschilderungen. In Duisburg zum Beispiel haben die viermal sechs Meter hohe, nicht nur so Wahlplakatartige Aufsteller wie in Düsseldorf, sondern richtige Schilder, die da so hoch stehen, dass die keiner übersehen kann und auch keiner abreißen kann. In Düsseldorf hast du ein paar Plakate, die aber teilweise abgerissen wurden und wenn du über die Brücke gehst, die ist ja auch allein schon wunderschön, du hörst da schon das Schreien der vergnügten Badegäste, da hast du kein einziges Schild, du hast Pizzateller, kleine Schilder mit so einem Männchen durchgestrichen Richtung Strand, aber sonst nichts und die wirklichen Lebensgefahr, Badenverbotenschilder kommen erst viel zu spät in meinen Augen. Die Sache ist ja auch, du kannst das quasi, also es hat ja auch viel mit Eigenverantwortung zu tun. Also ich lese das, aber die Frage ist ja auch, mache ich das? Oder genau, also eigentlich müsste da ja wirklich wahrscheinlich jemand stehen oder es müsste einfach abgesperrt sein und das kann man ja nicht machen. Das wird nicht passieren, aber deswegen, weißt du, ist es in meinen Augen vergleichbar mit Menschen, die auf der Autobahn unverantwortlich fahren oder Leute, die rauchen. Es ist nicht illegal zu rauchen, es ist auch nicht illegal zu rasen, aber trotzdem ist es sinnvoll, darauf hinzuweisen, dass es lebensgefährlich sein kann. Und das muss auch gemacht werden. Zum Beispiel ist eine Idee, die auch die Wasserschutzpolizei gerade vorantreibt, Schockbilder an die entsprechenden Stellen zu stellen. Nicht irgendwie da, wo keiner langläuft, sondern direkt ans Ufer, dass du vielleicht mal einen Teddybär im Sand siehst und dazu so einen Satz wie, Mathilda wollte sich nur kurz abkühlen. Ja, und es sind wirklich dramatische Einzelfälle, aber die mal zu erzählen und drastisch darzustellen, wäre in meinen Augen ein Weg, den man gehen könnte, ohne jetzt es zu verbieten. Ich hätte es auch nicht gerne verboten, es geht auch nicht, aber es ist auch einfach…. Wie du sagst, Eigenverantwortung und es muss irgendwie auch zumutbar sein. Es gibt Gefahren in unserem Leben, aber ich finde, man muss darauf hinweisen. Das ist das eine. Was die Wasserschutzpolizei macht, ist echt interessant. Also ich habe die gerade live in Aktion gesehen. Die sprechen dann Menschen an, die ins Wasser gehen und haben sogar VR-Brillen dabei, also virtuelle Realität-Brillen, die dir simulieren, wie es sich anfühlt zu ertrinken, dass du unter Wasser gezogen wirst, dass du nichts zu greifen hast, dass du nichts mehr siehst und erstickst und erzählen dir das auch so drastisch wie in einem Horrorfilm. Hast du so eine Brille aufgezogen? Nee, ich habe den Film bei YouTube mir mal angeschaut und das kann auch jeder machen. Ertrinken ist lautlos, heißt dieser Film. Ich habe mir angeschaut, wie Leute darauf reagiert haben und eine, Jasmin, heißt sie, die Ex aus Wuppertal gekommen ist, ist dann wirklich vom Strand weggegangen, weil die das so verstörend fand. Es gibt aber auch Leute, die sich das anschauen. Das waren in dem Fall zwei ältere Männer, eine aus Heiligenhaus, eine aus Düsseldorf, die sagen, ja, aber ich kenne ja den Rhein, ich mache es trotzdem. Also es ist nicht so, dass es jeden erreicht, aber trotzdem kann es natürlich verhindern, dass das was passiert. Dann fahren die auch mehr Patrouille. Also du hast Boote von der Wasserschutzpolizei Wache Düsseldorf, die ist ja auch mit diesem Rondell direkt am Paradiesstrand. Das kennt jeder von uns, der schon mal im Hafen war. Die fahren da wirklich rum und rufen mit dem Megafon zu den Leuten, bitte gehen sie weiter ans Ufer oder bringen sie die Kinder an Land. Also zumindest irgendwie, um das Nötigste zu tun. Und man darf auch nicht die ganzen ehrenamtlichen Helden vergessen. Ja, also ganz vorneweg DLRG, die haben ja in Lörig diese Stationen und Boote, mit denen die wirklich Patrouille fahren und 19 Einsätze schon hatten alleine im Juni, eben doppelt so viele wie im Jahr davor. Teilweise, das sind ja Leute, die berufstätig sind, die haben andere Jobs, die machen Homeoffice aktuell in der Wache in Lörig, also verlagern ihren Bürojob dahin, um halt sofort rausfahren zu können. denn was ist, das finde ich schon enorm. Und das machen die eben auch nur, weil es gerade so extrem ist in dieser Woche. Ja gut, und die Feuerwehr Düsseldorf, das sind ja die Leute, die dich wirklich versuchen zu retten, wenn was passiert. Die sind auch verantwortlich für diese Gefahrenabwehr. Die wollen jetzt immerhin mehr Schilder aufhängen oder die, die zerstört wurden, erneuern. Und die Stadt, das hat mir Nils Mertens, das ist der Sprecher des Oberbürgermeisters, noch am Telefon gesagt, die wollen so ein Video in dieser Woche veröffentlichen mit Promis aus Düsseldorf. Verbreitet vielleicht über bekannte Bands oder Influencer, wo wirklich nochmal ganz klar gesagt wird, es ist nicht cool, sich im Rhein abzukühlen, sondern lebensgefährlich. Ja, wenn ich jetzt in den Rhein gehe und ich werde mitgerissen und da sind dann Menschen, die versuchen mich zu retten, professionell, die schweben in genau derselben Gefahr, sind aber natürlich anders. Also wie machen das so Taucherinnen und Taucher? Also sind die an Booten festgebunden? Also wie stelle ich da sicher, dass die dann nicht in dieselbe Situation geraten wie ich? Na klar, wenn du mir jetzt hinterher springst, wovon ich ausgehen würde, Max, dann sind wir halt beide richtig in Gefahr so. Aber wenn du jetzt diese Ausbildung hast oder halt von der Feuerwehr bist, also was ist da der, also dass man nicht so ein bisschen sagen kann, ja, aber die machen das ja auch, ich bin auch eine gute Schwimmerin, so mir wird wohl nichts passieren. Das ist das eine. Und dann frage ich mich, wenn ich da jetzt rausgezogen werde, muss ich dann Bußgeld zahlen? Also was ist dann die Konsequenz? Sehr gute Frage. Also zu der ersten. Es gibt eine Tauchereinheit bei der Feuerwehr Düsseldorf. Die Hauptwache ist an der Hüttenstraße nahe des Fürstenplatzes, hat jeder von uns bestimmt schon mal gesehen. Und da gibt es ein gutes Dutzend Menschen, die speziell dafür ausgebildet sind, Leute aus Gewässern zu retten. Taucherstaffel heißt das. Und die haben auch 24 Stunden lang immer mindestens vier Leute, die sofort parat stehen, wenn ein Notruf eingeht. Und die sind gleichzeitig auch als Strömungsretter ausgebildet. Das heißt, die wissen auch, wie es sich anfühlt, in voller Montur in einen reißenden Fluss wie den Rhein reinzuspringen, haben entsprechende Schutzausrüstung, sind angebunden an ein Boot, selbstverständlich, und haben auch Schnellboote, mit denen man, also sind keine großen, wie man es von der Polizei kennt, sondern kleinere Baywatch-mäßige Boote, die sehr nah an einen Ufer ranfahren können. Und ja, die haben natürlich die größte Herausforderung, die Leute überhaupt zu finden. Denn du hast ja keine gute Übersicht. Deswegen, wenn so ein Notruf eingeht, werden 40 Leute aktiviert. Das muss man sich auch klar machen, was das für Kosten bedeutet. Das ist ja gerade auch in der zweiten Frage impliziert. Denn es sind nicht nur diese Leute auf den verschiedenen Booten. Ein Hubschrauber steigt auf, teilweise kommt er aus Köln, teilweise aus Duisburg. Und es kommen Rettungskräfte auf beiden Reihenseiten, die halt die Übersicht behalten und sagen, ah, hier könnte er sein, fahrt mal dahin, schaut mal hier. Ja, und wenn man Glück hat und die Person noch sieht, weil häufig werden die Leute einfach runtergezogen und am Grund des Rheins geschleppt, das ist wirklich grausam und tauchen erst wieder auf als Wasserleiche. Wenn man aber das Glück hat, die Person noch zu sehen, wenn zum Beispiel die Person es schafft, bloß nicht gegen die Strömung anzustimmen, sondern sich einfach davon treiben zu lassen und Kopf über Wasser zu halten, dann kommt ein Taucher und versucht die halt zu umklammern und dann haben die auch so einen Käfig, wo die Person dann versucht wird, reinzubuchsen um die wirklich rauszuziehen. Und dieses Kostenthema, also ich habe es die Feuerwehr gefragt, leider waren die nicht in der Lage, mir die Kosten zu nennen, aber wenn du im Internet recherchierst, weißt du, dass allein ein Hubschrauber-Einsatz mindestens 10.000 Euro, also eine fünfstellige Summe kostet, plus das besagte Personal 40-köpfig, ist eine ganze Menge Geld. Kein einziges Mal in den vergangenen fünf Jahren wurde eine Person zur Kasse gebeten, die natürlich persönlich fahrlässig in meinen Augen gehandelt hat, indem sie überhaupt in den Reingegangen ist und dann gerettet werden musste. Kein einziges Mal. Warum? Weil es sehr schwer ist, diese grobe Fahrlässigkeit juristisch nachzuweisen und erst dann kannst du halt als Kommune sagen, hier sind die Kosten des Einsatzes, du hast so gehandelt, deswegen bekommst du die jetzt aufgebrummt. Ich finde das aber schade. Ich glaube, auch das würde viel mehr zur Abschreckung beitragen, wenn du weißt, dir blühen hier, selbst wenn du überlebst, 50.000 Euro Strafe. Da kriegst du ja die Leute. Das Schlimmste, was passieren kann, ist natürlich, dass man nicht überlebt. Letzte Woche bei den beiden Fällen muss er irgendwie obduziert werden, weil einfach gar nicht mehr ersichtlich ist. Also das müssen wir jetzt, finde ich, schon auch einmal so drastisch sagen, dass das natürlich einfach auch keine… Das korrekte medizinische Wort, was wirklich im Kopf schon widerliche Bilder erzeugt, ist Aufgasen. Also du wirst auf den Grund des Rheins gezogen, du wirst da lang geschliffen und du kommst erst wieder hoch, wenn dein ganzer Körper aufgast und du unkenntlich entstellt als Leiche angeschwemmt wirst. Das ist so schrecklich, das heißt auch deine Hinterbliebenen werden dich nicht mehr erkennen. Und ja, also wenn man das weiß und das haben die Polizisten auch eben, deswegen habe ich es so vor Augen, gerade den Leuten erzählt, wenn du das mal hörst, ich glaube, dann denkst du auch anders über die nächsten möglichen Badeversuche im Rahmen nach. Ja, auf jeden Fall. Was ist denn, wenn ich jetzt quasi das Glück habe, das riesengroße Glück und ich werde gerettet, es gibt ja trotzdem, also bin ich dann, werde ich dann da in diesem Käfig hochgezogen und dann geht es mir wahrscheinlich wieder gut oder ist das auch also so? Ja, ich meine dann, wenn du Glück hast, hast du ein bisschen Wasser geschluckt, bist entkräftet und kannst halt, medizinisch versorgt werden, aber es gab zum Beispiel auch den Fall, das war am Sonntag, da ist ein junger Mann in den 20ern reingegangen am Paradiesstrand, dachte eben auch, ich kümmere mich kurz ab und konnte dann zurückgeholt werden, aber ist nur noch leblos ans Ufer gekommen und ist im Krankenhaus gestorben. Also es kann richtig schnell gehen. Anderes Beispiel, Mai 2024, eine Familie geht an den Paradiesstrand mit mehreren Kindern. Die Mutter, 31 Jahre alt, verliert die Kontrolle im Wasser. Der Mann, 34, springt hinterher und beide sind gestorben vor den Augen der Kinder. Ich meine, stell dir das vor. Aber insofern, klar kann jeder sagen, ich kenne den Rhein, ich gehe nur bis zu den Knien. Dann kommt aber die nächste Welle vom nächsten Containerschiff, reiß dich um und es ist einfach vorbei. Nur ehrlicherweise, so tragisch und so berührt wir jetzt hier sprechen, befürchte ich, dass es trotzdem Leute nicht davon abhalten wird, da schwimmen zu gehen. Und jetzt stelle ich noch eine Frage, die ist, das ist keine Suggestivfrage und es ist keine Wertung, Aber gibt es eine bestimmte Gruppe Menschen, die ganz besonders irgendwie sich nicht belehren lässt? Also, oder ist das wirklich völlig … Also, ich weiß nicht, ob sie sich nicht belehren lassen, aber was mir die Polizei gesagt hat, was die explizit tun, ist, in Flüchtlingsheime zu gehen. Nicht, weil die davon ausgehen, dass Flüchtlinge, also primär junge Männer, unbelehrbar sind, sondern erstens, weil die Badeunfälle häufig mit jungen Männern zu tun haben. Also, auch wenn du dir die Düsseldorfer-Opfer anschaust, sind es meist Männer zwischen 20 und 30. Und weil die einfach überhaupt keine Sensibilität dafür haben, was Schwimmen im Rhein bedeutet, weil die es nicht kennen aus ihrer Heimat. Und dann gehen die da eben auch mit VR-Brillen rein, mit Broschüren in zig verschiedenen Sprachen. Auch die Hinweisschilder in Düsseldorf sind in fünf verschiedenen Sprachen, inklusive Ukrainisch und Arabisch, gemacht. Das heißt, diese Gruppe von Ausländern, die erst seit kurzem in Düsseldorf sind und es überhaupt nicht gewöhnt sind, sind wahrscheinlich besonders vulnerable, um es mal so auszudrücken. Ja, und Touristinnen und Touristen auch, die jetzt nicht unbedingt nur für einen Tagestrip kommen, die kommen da gar nicht so doll drauf, oder? Die sind dann wahrscheinlich eher aus anderen Zwecken hier. Ich würde schon sagen, also ich war gerade eben am Paradiesstrand, da war dieses Mädel aus Wuppertal und der Typ aus Heiligenhaus, der da 40 Kilometer gerade ist, um an diesem Strand zu sein. Das Mädel sagte, ich kann mich nirgendwo an die Wuppa legen, ich fahre zum Rhein. Also da siehst du halt schon, dass Leute gezielt aus dem Umland, genau wie die hier shoppen gehen, an die Kühe, die gehen ja auch an den Paradiesstrand schwimmen. Ja, ich möchte noch einmal ein bisschen, weil du mir vorhin, als die Mikros noch aus waren, diese Zahl genannt hast und das ist ja, daran lässt es sich ja wirklich gut machen, warum es jetzt vielleicht auch so nötig ist, jetzt gerade in Aktion zu treten, weil das ist natürlich eine Frage, ne, ist das jetzt ein Thema, weil wir uns gerade drauf eingeschossen haben, nein, es ist tatsächlich, offensichtlich häuft es sich, nicht wahr? Möchtest du nochmal wiederholen, was du vorhin gesagt hast? Ich weiß nicht, wie oft ich die schon gesagt habe, aber erstens, es sind an den vergangenen beiden Wochenenden drei Menschen von Düsseldorf aus im Rhein gestorben, eine vierte Person kam jetzt noch am Montag oder Dienstag hinzu, also ich tue mir leid, aber ich verliere langsam echt den Überblick. Es sind auf jeden Fall eine Handvoll allein schon dieses Jahr. Ich habe es mal aus den vergangenen Jahren hinzugezählt, weil es passiert wirklich jeden Sommer, noch nie so viele wie jetzt, aber auch da waren es immer mehrere. Und wenn du dir die Einsätze anschaust, hat allein der LRG jetzt im Juni schon 19 gefahren und diese Einsätze passieren ja nur dann, wenn die alarmiert sind, Personen im Rhein, also dann ist es eigentlich schon meistens fast zu spät. Ja, das finde ich nämlich richtig krass. Also der Juni, der gerade vorbei ist, der jetzt ja auch nicht irgendwie, also das ist ja genauso lang wie jeder andere Monat und 19 von 30 Tagen sind schon oder 19 Einsätze. Also das ist, finde ich, schon dafür, dass es eigentlich gar kein Thema sein sollte, weil auch das gesagt, man kann da ja liegen, also dass man sich es irgendwie am Rhein schön macht. Ich bin die Erste, die da, also das habe ich auch letzte Woche schon gesagt, ich liebe den Rhein. Ich sitze einmal am Tag irgendwo auf irgendeiner Mauer und stahre da rein und frage mich, ob das mit meinem Leben passiert. Aber das ist ein anderes Thema. Nein, aber ich kann das schon verstehen, auch sich da hinzusetzen. Ich verstehe auch den Impuls und ich verstehe auch den Move zu denken, okay, bis zu den Knöcheln, ach, bis zu den Knien. Also, aber ja, einfach sich klarzumachen, wie schnell und wie unvermittelt das passieren kann. Weil das ja auch, das Ding ist, das muss man vielleicht auch nochmal sagen, es ist ja, ich finde, wenn dann so Riesenschiffe vorbeifahren, dass man vielleicht währenddessen auch Respekt bekommt und so. Aber es geht ja auch um das danach. Also danach kommt ja auch meistens erst diese Sogwirkung so richtig zustande. Du kannst dir das vorstellen wie eine Klospülung. Also das Wasser wird dir wirklich, das zieht dir die Beine weg, wie wenn du die Toilette drückst und dann das Wasser rausgezogen wird. Und so ist es halt, wenn das Schiff dann vorbei ist. Manchmal aber ist es schon hunderte Meter weg, erst dann passiert das, manchmal kreuzen sich Schiffe. Du kannst es einfach nicht einschätzen, weil man ist ja nicht jeden Tag am Paradiesstrand und hat vielleicht auch einen Sonnenstich ein bisschen getankt. Also da kommt schon viel zusammen. Ja, deswegen vielen, vielen Dank, dass du das hier auch noch einmal so drastisch beschrieben hast und ich glaube, das ist wirklich eins der Themen, da kann man nicht oft genug drüber sprechen. So ist es. In der Hoffnung, dass es vielleicht die Menschen erreicht. Deswegen vielen Dank, lieber Max. Gerne. Bis zum nächsten Mal. Bis dann, ciao. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Music. Airbnb und andere ähnlich aufgestellte Anbieter versprechen Urlaub bzw. Die Unterkunftssuche auf denkbar niedrigschwellige Art und Weise. Eine Seite bietet ihre Privatwohnung zur temporären Untermiete, die andere bucht, kommt und übernachtet. Geregelt wird das Ganze per offizieller Wohnraum-ID bei der Stadt und mit einem sorgfältig geführten Belegungskalender. Mehr als 90 Nächte dürfen die Wohnungen nämlich nicht zu diesem Zwecke genutzt werden. Stichproben haben jetzt aber ergeben, dass sich die Vermieterinnen und Vermieter überwiegend nicht an diese Regeln halten. Was das bedeutet und warum die Stadt noch nicht durchgreift, das erklärt Alexander Esch. Alexander, ich fange ja unsere Gespräche meistens so an, dass ich irgendwas behaupte und dann kannst du sagen, ob das stimmt oder nicht. Das mache ich jetzt wieder. Ich denke, wenn du eine Stadt besuchst, die du noch nicht kennst oder in der du keine Freundinnen, Familienmitglieder oder sonst was hast, dann buchst du dir ein Hotelzimmer. Das hast du jetzt von mir behauptet? Das würde ich jetzt mal denken über dich. Also ich gucke schon, dass ich irgendwo eine Unterkunft habe. Also die Zeiten, dass ich irgendwo dann auf dem Bahnhofsvorplatz geschlafen habe, bevor ich in den nächsten Zug gestiegen bin. Das meine ich nicht. Nein, ich meinte, du gehst eher ins Hotel als zum Beispiel in eine Ferienwohnung oder in einen Airbnb. Wenn du lange, ich glaube, wenn es so zwei Wochen Urlaub, dann sehe ich so ein Ferienhaus mit irgendwie, dass du selbst verloren und so. Aber ich kann mir vorstellen, dass du eher…, Wenn du jetzt ein Wochenende nach Barcelona fliegst oder so, dann nimmst du dir ein Hotelzimmer. Oder suchst du auf der Plattform Airbnb nach einer Wohnung, die untervermietet wird, wo vielleicht sogar noch andere Leute auch wohnen und wo du quasi in einen Alltag mit einsteigst. Also bei so einer kurzfristigen Übernachtung, da bietet sich dann öfter ja mal ein Hotel eher an, weil man nicht einkaufen muss und so und dann hätte man das Frühstück schon so ungefähr. Aber ich gucke eigentlich nach beidem und was mir dann gefällt, das mache ich dann. Ich habe das jetzt einfach, wie gesagt, einfach mal so behauptet und tatsächlich kann ich das über mich ja auch behaupten, aber auch belegen, ich war noch nie in einer Airbnb-Wohnung. Warum nicht? Ich weiß nicht, wir haben ja auch schon mal über Taxi und Uber geredet, vielleicht bin ich einfach richtig oldschool, also ich komme nicht auf die Idee. Wenn ich irgendwo hinfahre, ich gucke eh, dass ich irgendwo hinfahre, wo ich Leute kenne, das ist ja immer das Allerschönste, wenn man irgendwie… Also ich meine, meine persönliche Erfahrung sagt mir, dass ja auch diese Ursprungsidee vorbei ist. Ich kann mich tatsächlich noch erinnern, dass dann Leute, die eigentlich in der Wohnung gelebt haben, uns die dann übergeben haben und so weiter. Also, dass man wirklich so eine Art, die eigene Wohnung zur Verfügung stellt. Aber wenn man ehrlich ist, das meiste ist ja total professionell auf Airbnb und das sind eigentlich Ferienwohnungen, die dann da angeboten werden. Mittlerweile schon, ne? Ja. Und das ja hauptsächlich, wenn ich das richtig verstehe und lese, im städtischen Raum. Also, es gibt das ja auch irgendwie als Ferienhaus und so, ne? Ne, also ich gucke da schon auch nach. Also, ich weiß nicht, wenn ich Urlaub auf einer Mittelmeerinsel oder so, gucke ich schon auch da. Wir reden ja nicht ohne Grund jetzt darüber, sondern es geht darum, dass du ein Stück geschrieben hast, dass ich zumindest hier in der Stadt. Gibt es ja auch relativ viele Airbnb-Wohnungen, werden es immer mehr eigentlich? Oder stagniert das gerade so ein bisschen? Ja, also es ist schwer zu sagen. Es gibt auch da unterschiedliche Perspektiven und Airbnb rechnet das auch immer sehr runter, welche Bedeutung das wirklich hat in so einer Stadt. Naja, aber wir wissen ja jetzt, dass es eben über diese 3000 IDs gibt. Das heißt, es ist ja verpflichtend für einen Vermieter einer Airbnb-Wohnung, da eine bestimmte Identifikationsnummer auch anzugeben. Und diese Zahl ist gestiegen tatsächlich jetzt. Diese Pflicht gibt es noch nicht so lange, aber mittlerweile ist halt doch ein Höchststand erreicht. Ja, wir reden gleich darüber, dass sich überwiegend von Vermieterinnen und Vermietern, die dann diese ID irgendwie haben, sich nicht an die Regeln gehalten werden, was das bedeutet, wirst du gleich ein bisschen erläutern, was das aber für Regeln sind, an die man sich hält. Ich frage mich halt, es wird irgendwie, habe ich das Gefühl, der. Gastgeberische Faktor wird hier immer größer kommen. Eigentlich so viele Leute in die Stadt ständig, also es gibt immer mehr Hotels, es gibt irgendwie Airbnb, es gibt ja auch noch Jugendherbergen, die werden ja auch irgendwie aufgerüstet, also da guckt man ja auch, dass die laufen. Also ist das viel mehr in der Touristenstadt, als ich immer denke? Ja. Na gut, das ist natürlich dann immer alles relativ, wenn man sich dann andere Großstädte anguckt, was haben die, Hamburg oder was weiß ich, Berlin sogar, die haben natürlich deutlich höhere Touristenzahlen, aber ja, die Zahl wächst auch der touristischen Übernachtung in Düsseldorf. Und dann auch quasi Leute, die, weil letzte Woche haben wir ja darüber gesprochen, dass es jetzt das fünfte Luxushotel irgendwie hier gibt. Also offenbar ist dafür ein Markt, aber Airbnb ist ja quasi der Gegenentwurf. Also ich habe eine eigene Wohnung, ich versorge mich selber, da ist kein Concierge, da ist kein, keiner macht die Betten morgens oder so. Also das ist ja eigentlich ein bisschen so, genau, weil man sich fühlen möchte wie zu Hause in einer Stadt. So ein bisschen schon, genau, aber auch da gibt es natürlich große Unterschiede von sehr preisgünstig und einfach bis, was weiß ich, super ausgestattet und dann auch sehr teuer. Ich würde mich freuen, wenn du mich und uns da jetzt ein bisschen durchführst. Also das heißt, es gibt diese IDs, das haben wir jetzt schon gelernt, die muss ich haben, wenn ich meine Wohnung jetzt vermieten möchte. Dann gibt es natürlich wie immer im Leben Regeln, an die ich mich halten muss. An welche Regeln muss ich mich halten? Es ist vor allem, darum geht es jetzt eigentlich im Kern, einen Belegungskalender zu führen, also auf dem du dann angibst als Vermieter, wann waren denn da jetzt Übernachtungen, sodass eben auch die Stadt nachvollziehen kann, wie oft ist denn da jetzt übernachtet worden und entspricht das der Vorgabe, dass maximal 90 Tage im Jahr so eine Wohnung. Wo man es eben nicht darüber hinaus genehmigt hat, vermietet wird. Also es geht ja am Ende um den Schutz, wenn man so will, des eh schon knappen Wohnraums in der Stadt, dass der eben vor allem auch wirklich einfach zum Wohnen hier in der Stadt da ist und dass er eben nicht in überbordendem Maße dann für touristische Zwecke genutzt wird. Das haben wir ja in Palma oder so oder auch in Barcelona Demonstrationen der Bewohner, dass das einfach überhand genommen hat und dadurch eben der eh schon knappe Wohnraum noch knapper wird, noch teurer wird und die Menschen, die wirklich in der Stadt wohnen, es immer schwieriger haben. Weil dann Leute, die quasi entsprechendes Kapital haben, sich vielleicht ein Mehrfamilienhaus kaufen und das dann komplett auf Airbnb vermieten, gar nicht selber, wie ja der Ursprungsgedanke war, irgendwie ihren Wohnraum teilen oder halt genau temporär abgeben, sondern einfach kaufen, herrichten, vermieten und dann sind es natürlich, kommt man schnell auf mehr als 90 Tage oder Übernachtungen am Stück, beziehungsweise es dürfen nur 90 insgesamt sein. Es geht nicht darum, dass man das nicht am Stück verwenden darf, sondern 90 im Jahr. Und idealerweise mit dieser ID wird dieser Belegungskalender geführt und dann sehe ich schon als Stadt oder als Airbnb-Kontrollamt, also wer kontrolliert das? Ja, die Stadt. Die Stadt kontrolliert dann, okay, hier ist ein Objekt und da sind irgendwie zwei Wohnungen, die werden ständig belegt. Jetzt ist es so, es wird sich daran nicht so richtig gehalten. Ja, also das ist schon, finde ich, dann doch auch erstaunlich. Ich meine, es klingt so ein bisschen wie so eine Formalie, aber… Die Stadt hat jetzt eben ausgeführt, dass sie da Stichproben gemacht hat, aber immerhin 10 Prozent des Angebots sich angeguckt hat. Und da zum Schluss kommt, dass überwiegendermaßen das nicht gemacht wird. Und da muss man sich ja schon irgendwie fragen, woran liegt das? Ich habe auch Airbnb als eine Plattform, eine besonders wichtige Plattform in dieser Hinsicht gefragt und die führen auch aus, wie sehr sie auch darauf drängen, dass das Vermieter tun und informieren und so weiter und so weiter. Also eigentlich kann es auch da nicht so ein richtiges Erkenntnisproblem gehen. Also da wird natürlich schon der Verdacht genährt, dass man da vielleicht sich dann doch nicht dran hält, nur 90 Tage zu vermieten, sondern es doch ein bisschen häufiger zu tun. Und es ist ein bisschen frustrierend an der Stelle, weil man jetzt nicht so richtig weiterkommt. Auf der anderen Seite, also die Stadt sagt dann ja hier, die kooperieren nicht, Airbnb und Co. Und sagen uns nicht, wie oft ist denn nun wirklich gebucht gewesen, dieses einzelne Objekt. Weil die Stadt jetzt auf der anderen Seite auch sagt, es reicht uns jetzt nicht, dass nur der Belegungskalender nicht geführt wurde, weil es könnte ja sein, das ist wirklich nur versehentlich und die haben sich doch an die Regeln gehalten. Dann können wir jetzt hier nicht ordnungsrechtlich einschreiten und dann sogar ein Bußgeld verhängen oder so. Ist das die Konsequenz, dass man ein Bußgeld, also es geht jetzt nicht um Lizenzentziehung und dann darf man... Doch, das auch. Also diese Wohn-ID könnte man einkassieren, aber man kann auch ein Bußgeld verhängen tatsächlich. Nur, und das ist natürlich auch irgendwie verständlich, Da reicht es vielleicht dann nicht, dass nur ein Kalender nicht geführt wurde, sondern man müsste dann ja wirklich sehen, wie oft ist denn nun wirklich vermietet worden. Und da sagt Airbnb wiederum, nein, hohe Datenschutzvorgaben und so weiter, das können wir nicht rausgeben. Wir kooperieren aber an allen anderen Stellen natürlich sehr mit der Stadt und helfen da weiter und sind auch dafür, dass die Regeln alle eingehalten werden und so. Also, naja, und am Ende läuft es darauf hinaus, es gibt eine EU-Richtlinie zu dem Thema, das diesen Datenaustausch ermöglichen soll. Die ist aber noch nicht umgesetzt und das soll erst dann nächstes Jahr der Fall sein. Verstehe, deswegen zieht auch die Stadt sozusagen keine eigenen Konsequenzen, weil es da noch gar kein richtiges Regelwerk gibt oder noch gar kein richtiges, wie nennt man das denn? Kein Leitfaden, was dann die Stadt... Ja, keine Handhabe, richtig dazwischen zu gehen, ja. Ist denn in Düsseldorf das hier, also warum stört das überhaupt? Ist dann, weil die Hotellerie dann irgendwie sich in Konkurrenz sieht, weil die mit den Preisen nicht mitteilen könnten. Also warum interessiert das überhaupt? Oder warum ist das so geploppt? Das interessiert deshalb, weil wir eine knappe Wohnraumsituation haben. Darum geht es am Ende immer. Genau, also den gilt es zu schützen. Und da gibt es einfach eben auch eine Wohnraumschutzsatzung der Stadt, wo alle möglichen Dinge hinterlegt sind, um dafür zu sorgen, dass dieser Wohnraum nicht missbraucht wird. Also zu lange leer steht zum Beispiel wäre so ein Fall. Und ein anderer ist eben, sind diese Kurzzeitvermietungen, die eben maximal 90 Tage nur sein sollen. Und darüber hinaus sind halt dann Genehmigungen, müssen dann durchgeführt werden, beispielsweise in einem reinen Gewerbegebiet sozusagen, wo eben gar kein Wohnraum möglich ist. Da könnte man natürlich auch so einen Übernachtungs-Hotelbetrieb oder auch Airbnb dann umsetzen, ohne dass es wohnraumgefährdet. Das wären natürlich Möglichkeiten, wo man das auch bestatten könnte. Ja, aber dann ist ja dann wieder die Frage, wo ist denn dann der Unterschied zwischen Airbnb, einer Ferienwohnung, einer Expert-Zwischenmiete für ein Jahr, möbliertes Wohnen und einem Hotel. Also das ist ja, das frage ich mich halt die ganze Zeit. Hotel ist halt nicht Wohnen. Da wird keine Wohnung zur Verfügung gestellt für eine touristische Übernachtung. Das ist der eine Unterschied. Und hier Experts und so weiter, also dieses möblierte Wohnen, da geht es ja wirklich um längerfristige Vermietung, auch eingeschränkt, aber da geht es ja schon um drei bis sechs Monate und so weiter. Und nicht eben für ein paar Tage oder eine Woche, wo eben dann die Grenze bei 90 Tagen pro Jahr für diese touristischen Übernachtungen reserviert sind. Gibt es so offensichtliche oder so wie ein offenes Geheimnis Objekte, wo klar ist, da sind irgendwie diese Airbnb Wohnungen drin? Die vielleicht auch nicht richtig, also gibt es das so? Das ploppt immer mal wieder hoch, ja, dass Leute beobachten und ja. Das ist ja irgendwie auch, finde ich, so, ja, was macht man, wenn man das von außen mitbekommt, ne? Also wie sehr interessiert mich das eigentlich, also was mache ich da? Man kann Hinweise geben an die Stadt und dann wird dem auch nachgegangen. Das wäre dann, gibt auch Fälle, wo Wohnungen vermietet werden, ohne dass überhaupt so eine Wohnraum-ID, Quatsch, wie heißt das? Wohn-ID da beantragt worden ist oder das überhaupt angezeigt worden ist bei der Stadt, dass man da jetzt was vermietet für ein paar Tage. Und die Stadt geht dem auch selber nach und hat ja auch so Ermittlerteams, die dann unterwegs sind und da kommt es immer wieder auch dazu, dass diese Fälle geprüft werden und am Ende dann auch so eine Wohnung dann, wie die Stadt das nennt, rückgeführt wird. Also quasi dem Wohnungsmarkt wieder zur Verfügung gestellt wird. Verstehe. Also wenn dann klar ist, das ist jetzt nicht irgendjemand, der das privat wirklich macht und einfach ständig vergisst, das in diesen Kalender einzutragen oder irgendwie. Genau, also das können ja Nachbarn zum Beispiel feststellen. Da sind ja permanent andere Leute, die da übernachten und so. Aber das ist gar nicht verzeichnet auf irgendeiner Plattform. Ist ja irgendwie komisch. Und dann gibt es einen Hinweis an die Stadt. Wie lukrativ ist das eigentlich? Also was ist jetzt der Unterschied? Und ich kann es ja auch einfach, es gibt ja auch so Couchsurfing, genau wie du schon gesagt hast, es gibt dieses Homeswapping. Es gibt irgendwie, ich kann ja auch einfach so bei Insta posten, ich bin jetzt drei Wochen nicht da irgendwie oder ich bin regelmäßig. Kann ja sein, vielleicht habe ich eine Fernbeziehung, vielleicht habe ich einen Job, für den ich viel hin und her. Also warum mache ich das überhaupt bei Airbnb und nicht irgendwie komplett privat? Ach so, ja, du hast natürlich da einfach eine große Zielgruppe. Es kommt auf die Zielgruppe an. Also die Nachfrage ist natürlich da viel größer und du kannst es einfach leichter vermieten. Du hast, glaube ich, wahrscheinlich eine höhere Belegungszahl am Ende, Belegungsquote. Ja, aber macht es auch was aus mit irgendwie, sind meine Sachen automatisch versichert und so. Also das frage ich mich gerade in diesem Moment tatsächlich. Als Vermieter? Ja, also warum, genau, warum mache ich das nicht einfach privat? Und dann habe ich ja auch diese 90 Tage nicht. Oder gibt es diese Regel immer? Darf ich einfach mein Objekt einfach nicht untervermieten? Einfach so. Also bei Airbnb hast du, glaube ich, bestimmte Sicherheitsmechanismen, die mit der Bezahlung das irgendwie dann regeln und so. Wo du dann irgendwie sicherer sein kannst, dass das funktioniert. Inwieweit deine Wohnung dann da versichert ist, weiß ich nicht. Auf jeden Fall sind da relativ hohe Gebühren fällig für beide Seiten. Deswegen habe ich schon mal gehört, dass man dann über Airbnb den Kontakt knüpft und dann irgendwie außenrum dann doch irgendwie anders bucht, um diese Gebühr bei Airbnb nicht zahlen zu müssen. Aber das frage ich mich gerade. Aber da habe ich wirklich nur von gehört. Da hast du nur von gehört, natürlich. Das frage ich mich gerade, weil ich darf doch meine Wohnung gar nicht untervermieten. Stimmt, vielleicht ist das schon einer der Knackpunkte. Ja, wenn du jetzt selber Mieter bist, dann musst du natürlich mit deinem Eigentümer das erst mal klären. Genau, also ich darf eh nur als Eigentümerin Airbnb so richtig machen. Ja, also ich würde auch die Einschätzung mal wagen, es ist hier auch nicht so dramatisch, dass der Einfluss wirklich so groß ist auf den Wohnungsmarkt und da so einen riesen Effekt hat, wie das vielleicht in anderen, noch touristischeren Städten der Fall ist, die noch eine höhere Anziehungskraft haben. Aber trotzdem, es ist auch ein Puzzleteil am Ende. Und auch da gilt es natürlich eigentlich, dass dann, wenn man sich auch diese Regeln dann gibt und die Kommune finde ich jetzt an vielen Stellen, sie hat nicht so die ganz starken Hebel, auch diese Milieuschutzsatzung und so, das sind alles so Sachen. Hat das wirklich am Ende so diesen großen Effekt, immerhin diese 50 Prozent dann öffentlich geförderten Wohnraum umzusetzen bei Neubauprojekten und so, das sind ja schon dann auch Maßnahmen. Aber am Ende ist es dann wirklich auch so die gesamte Bandbreite des Instrumentariums, dass da auch dann einfach angewendet werden sollte. Also man sollte eben auch alles das tun, was irgendwie möglich ist und das umsetzen. Und deswegen finde ich, kann man das dann auch nicht so, ist das kein Gegenargument, zu sagen, ja gut, es hat nicht so einen großen Effekt hier, Airbnb, deswegen, na gut, gucken wir nicht so genau hin. Ja, ja, verstehe. Kannst du so ein paar Zahlen sagen? Also wie viele Airbnb-Wohnungen ungefähr gibt es überhaupt? Wie viele Leute sind da angemeldet bei dieser ID? Also damit ich mir so ein bisschen vorstellen kann, reden wir hier von 15 Leuten, die dann abends beim Airbnb-Stammtisch zusammensitzen und sich ins Fäustchen lachen, weil sie schon wieder was nicht in den Kalender eingetragen haben? Oder sind es wirklich 3000 Menschen? Ja, ich weiß die Zahl von Airbnb jetzt nicht. Ich weiß aber die Zahl… Airbnb ist übrigens wahrscheinlich nur exemplarisch. Es gibt ja noch andere Plattformen, die genauso funktionieren, die jetzt nicht Couchsurfing. Genau. Und es sind 3.297 gültige Wohnraum-IDs, habe ich jetzt gerade nochmal nachgeguckt. Und in 171 Fällen davon sind es eben genehmigungspflichtige Vermietungen gewesen, wo also dann über 90 Tage beantragt wurde, vermieten zu dürfen und das eben auch genehmigt worden ist von der Stadt. Das geht also auch? Also ich kann auch beantragen in Sonderfällen, wenn Messe ist oder was dann? oder? Nee, das ist das, was ich mit den Gewerbeflächen meinte. Ah, verstehe. Dass da eben gar kein Wohnungsmarkt oder gar keine Wohnung entzogen wird, dem Wohnungsmarkt, weil es eben sich um Gewerbe handelt. Ja, wenn du da so über dieses Thema nachdenkst, also interessiert dich das als Endverbraucher, wenn du jetzt wirklich mal wenn ihr einen Wochenendausflug in irgendeine Stadt macht und ihr mietet ein Airbnb, würdest du dich dann darum kümmern, rauszufinden, ob du die 91. Nacht, ob ihr die da mietet oder? Nee. Also kann mir als Verbraucherin was passieren oder begehe ich davon aus, dass... Nein, kann nicht. Aber das ist natürlich schwierig. Das, glaube ich, kann man einfach nicht durchhalten, generell so durchs Leben zu gehen, dass man immer all das, was man in Anspruch nimmt, dann auch erst nochmal checkt, ob da wirklich alles mit rechten Dingen zugeht. Ich glaube, es gibt so Leute, die das machen. Das Restaurant erstmal genau durchleuchten, ob die wirklich die Steuern zahlen, bevor du zu essen gehst. Ich habe ja die Theorie, man kann sich alles ausdenken und es gibt mindestens zwei Personen, die das machen. Aber du und ich gehören offenbar nicht dazu. Ich wünsche dir einen schönen Städtetrip, einen schönen nächsten Städtetrip mit einem hoffentlich schönen Airbnb und vielen Dank. Music. Am nächsten Wochenende steht Düsseldorf wieder ganz im Zeichen Frankreichs. Mit einem großen Fest am Rheinufer wird die Länderfreundschaft gefeiert und gezeigt, wie Savoie-Vivre geht. Aber auch wenn gerade nicht Frankreich fest ist, kann man in Düsseldorf, für einige ja auch klein Paris, dem schönen mediterranen Leben frönen. Man muss nur wissen, wo und mit wem. Paul Küchler hat sich aufgemacht und Menschen gefunden, die ein Stück Frankreich an den Rhein bringen. Und das das ganze Jahr. Paul. Bienvenue. Aha. Verraten direkt, worum es heute gehen wird. Na klar, ich wollte nicht mit Bonjour anfangen. Das war jetzt zu einfach. Hattest du Französisch in der Schule? Hatte ich tatsächlich, für vier, fünf Jahre. Und in meinem Abi-Zeugten steht auch noch offiziell, glaube ich, B1 Sprachniveau oder B2 sogar. Nur mehr als A1 ist es dann doch nicht mehr, glaube ich. Dann kannst du ja hier, wenn am Wochenende Frankreich fest ist, in Französisch alles bestellen. Maywee? Maywee, dein Weißwein und Austern oder was es da alles so gibt. Und das Frankreichfest, genau, das findet am Wochenende statt. Dazu haben wir ja auch schon etwas erzählt, was da alles los ist und so. Es gibt zu essen, es gibt zu trinken, es gibt zu erwerben. Man kann sich ein ganzes Wochenende wieder mal fühlen wie… Gott in Frankreich. Gott in Frankreich, in Düsseldorf. Darüber hinaus bist du auf die großartige Idee gekommen, mal zu gucken, wenn jetzt hier ständig Frankreich festgefeiert wird. Es gibt ja Leute, die haben das ganze Jahr Frankreich… So ungefähr. Auch in Düsseldorf. Auch zu Hause. Und hast dich auf die Suche gemacht nach, naja, nennen wir es mal französisches Leben in Düsseldorf. Richtig, genau. Was man ja jetzt hier, also so sehr mediterran ist es ja hier nur partiell. Ja. Ich weiß, es gibt eine französische Schule, da weiß ich. Genau, ich glaube, das ist so ein bisschen, je nachdem, wo man hinguckt. Ja, das stimmt. Wie es ja auch immer ist. Es gibt tatsächlich ein paar Ecken in Düsseldorf, wo das französische Leben, sagen wir mal, recht präsent ist. Also sowohl von den Einwohnerinnen und den Menschen her, als halt auch von, sag ich mal, so wirtschaftlichen Aspekten. Also L'Oreal hat ja seine Deutschlandzentrale in Düsseldorf, großes französisches Unternehmen. Air Liquide, ich weiß nicht, ob du das kennst. Nichts. Großes Industrienunternehmen, die meine ich hinter der Metro da in der Ecke ihren großen Hauptsitz haben, auch ein französisches Unternehmen. Also da ist tatsächlich ein bisschen was da, was ja auch geschichtlich so ein bisschen zusammenhängt mit Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und bevor die EU geformt wurde, quasi dieses Kohl- und Stahle-Forum und so weiter, wo die Franzosen ja auch immer schon quasi mit den Deutschen eng zusammengearbeitet haben. So weit weg ist es ja jetzt auch nicht. Richtig, wir haben eine direkte Zugverbindung nach Frankreich. Hast du es schon mal gemacht, morgens nach Paris zum Croissant Eis und Abend wieder zurück? So krass nicht, aber ich bin echt dutzende Male schon, damals war es ja noch Thalys, jetzt ist es ja Eurostar mit dem gefahren. Und was ich ja immer so faszinierend finde irgendwie, man ist ja in Düsseldorf tatsächlich von der reinen Fahrzeit ohne Verspätung jetzt geredet, ist man ja näher an Paris als an Berlin zum Beispiel. Und das, finde ich, symbolisiert es ja eigentlich nochmal so ein bisschen, dass wir ja doch sehr westeuropäisch hier sind in Düsseldorf oder auch in NRW in diesem Teil des Landes. Genau und vor diesem Hintergrund eben habe ich mir gedacht, Mensch was gibt es denn vielleicht alles in Düsseldorf an Angeboten der französischen Community wo finde ich die überhaupt, habe dann auch ein bisschen hier in der Redaktion rumgefragt weil es ist ja auch oftmals so, dass man vielleicht jemanden auf der Straße irgendwie hast du einfach mal ein bisschen reingekommen und hast Bonjour gerufen hast geguckt, wer auf Französisch antwortet genau, so ungefähr aber zum Beispiel die eine Kollegin, die erzählt mir dann überraschenderweise dass sie in einer Straße wohnt wo es eine große französischsprachige Community gibt hat dann Kontakt hergestellt, Und so bin ich bei zwei ganz netten Damen gelandet. Marie Bourgueil, die nichts mit dem Sternekoch vom Schiffchen zu tun hat. Es ist einfach nur ein großer Zufall. Und Sabine Meister, die von sich selbst gesagt hat, sie ist Französin, aber sie trägt einen deutschen Tarnnamen quasi. Genau, das sind beides Frauen, die sind Teil des Vereins Düsseldorf-Arcœil. Das bedeutet ungefähr übersetzt Düsseldorf willkommen sozusagen. Und es ist eine ganz spannende Geschichte eigentlich. Also das ist ein Verein, den gibt es jetzt seit einigen Jahrzehnten. Ich glaube Mitte des 20. Jahrhunderts irgendwie gegründet. Und der war früher quasi ... Die Zielsetzung dieses Vereins war es, die Frauen von französischen Expats, also von Männern, die irgendwie für ein paar Jahre ins Ausland gegangen sind, ohne da jetzt die Nationalität anzunehmen oder so, für ein französisches Unternehmen zu arbeiten. Die hatten natürlich meistens dann ihre Familie mit dabei. Damals war es eben noch so, Frauen haben da nicht gearbeitet, sondern vielleicht andere Dinge gemacht. Und das war quasi damals so ein bisschen die Zielsetzung, eben diese Frauen, diese Französinnen abzuholen und denen eine Community zu bieten vor Ort. Einerseits, um so ein bisschen die französische Herkunft und die französische Verbindung weiter aufrechtzuerhalten. Und andererseits, um so ein bisschen Integrationsarbeit, vielleicht kann man es wirklich so formulieren, zu leisten. In dem Sinne, die organisieren Veranstaltungen. Die helfen dir, wenn du einen Job hier irgendwie suchst. Die helfen dir, wenn du eine Wohnung suchst. Die versuchen sehr, dir quasi die deutsche Kultur näher zu bringen. Und mit den beiden habe ich mich dann eben getroffen, was total spannend war, weil man ja auch irgendwie dann immer so ... Also, was finde ich zumindest total interessant, wie eigentlich andere Menschen aus anderen Ländern irgendwie auf die eigene Heimat vielleicht blicken. Und hab ich natürlich auch gefragt. Und wie französisch ist Düsseldorf eigentlich? Das war immer so ein bisschen meine Aufhängerfrage, weil man spricht ja auch manchmal von diesem Petit Paris und diesen ganzen Geschichten. Genau, und die waren beide total begeistert. Also haben gesagt, die eine lebt jetzt schon länger hier und die Marie Bourguet kam aus Hongkong quasi hierhin. Genau, und haben halt erzählt, die waren total überrascht, wie Frankophil Düsseldorf dann irgendwie doch ist. Also, dass man vielleicht an einigen Stellen auch mit Lebensmitteln dann eine sehr gute Auswahl hat. Auch so vom, ich sag mal, von der Atmosphäre her so ein bisschen dieses ganz klischeehaftes Savoir-Vivre, so dieses Lebensgefühl so ein bisschen. Genau, und das fand ich irgendwie total spannend. Und haben die ganz bestimmte Orte gesagt? Also, ich denke natürlich sofort irgendwie an die Barcherie in der Einstalt, aber auch nur wegen des Namens. Tatsächlich, nur wegen des Namens. Also sie haben mir zumindest, was jetzt, sag ich mal, Lebensmittel und so französische Produkte angeht, ein paar Orte genannt. Der eine, das war jetzt keine Riesenüberraschung für mich, das war jetzt der Edeka Zurheide, hier dieser ganz große Supermarkt, die haben irgendwie alles. Der andere Punkt, das fand ich total spannend wiederum, ist ein Rewe-Supermarkt in Mörsenbräuch ausgerechnet. Und zwar ist der nicht weit entfernt von der französischen Schule. Und durch diese Verbindung haben die sehr, sehr viele französische Produkte, werden von einem Lieferanten beliefert aus Frankreich, der eben genau diese zwei Supermärkte beliefert. Und das waren so ein bisschen deren Geheimtipps, sag ich mal, supermarktmäßig. Und dann haben sie mir noch so zwei, drei genannt, wo man vielleicht irgendwie einen netten Wein bekommt oder so Delikatessenprodukte, zum Beispiel das Chez Olivier, in Flingern. Genau, eine Hermannstraße ist das. Und mit dem habe ich mich dann auch getroffen zum Beispiel. Aber genau, zurück zum Verein. Inzwischen ist es eben so, ich habe ja gerade erklärt, das war früher für die Frauen sozusagen gedacht, der Expats. Inzwischen ist es so, die haben sich total geöffnet. Also sind jetzt quasi für französische Expats, egal ob Mann oder Frau, irgendwie da. Auch für deren Familien. Aber auch für vielleicht frankophile Menschen in Düsseldorf. Also die sich irgendwie für Sprache und Kultur und etc. des Landes interessieren. Die machen ganz viele Aktivitäten, gehen irgendwie in die Oper. Und dann ist es halt auch ... Keine französische Oper, sag ich mal, sondern vielleicht eine Wagner-Oper oder so. Und gehen dann vielleicht auch ins Museum und gucken sich jetzt nicht ein Monet an, sondern vielleicht was von Caspar David Friedrich oder so. Also die versuchen wirklich, diese deutsche Kultur sich selbst so ein Stück weit näher zu bringen. Ich verstehe. Und das fand ich irgendwie total spannend. Genau, davon ausgehend war ich dann eben in Flingern im Delikatessengeschäft. Fand das auch irgendwie total süß. Also du kommst wirklich rein, das ist so, bis zur Decke sind quasi die Regale voller Wein und so diese ganzen leckeren Produkte. Genau, haben wir uns auch gut unterhalten, der Olivier und ich. Und der lebt eben auch schon einige Jahrzehnte in Düsseldorf. Und was ich ganz spannend fand, er hat eben gesagt, interessanterweise, bei ihm im Laden, die Kunden, ist ein Großteil Deutsche. Das sind nicht alles Franzosen. Die machen eher einen kleinen Teil aus. Und dieses Klischee, was man ja oft bei den Franzosen vielleicht hat, also, dass sie gute Produkte wertschätzen, vielleicht auch ein bisschen mehr Geld dafür ausgeben, hat er zum Beispiel gesagt, das ist total bei den Deutschen. Also, er meinte so, die Bereitschaft hier irgendwie für gute französische Produkte Geld auszugeben, ist total groß. Da hast du richtig gemerkt, der hat da irgendwie Produkte, total spannende Sachen und irgendwie auch unbekannte Sachen. Also ich hab wieder was Neues gelernt. Zum Beispiel, ich bin ja ein großer Cidre-Freund, also dieser Apfel-Schaumwein. Und das gibt's aber auch aus Birnen. Und das hatte er irgendwie auch davor. Ich glaub, Poiré heißt es, bitte mich jetzt nicht festnageln, liebe Franzosen. Genau, und das fand ich dann auch irgendwie total spannend. Und, und, und. Also der hatte da wirklich ein Potpourri an französischen Produkten. Genau, und hat aber auch viel einfach erzählt, also er hat irgendwie gesagt, was er total wertschätzt, sag ich mal, an Düsseldorf, ist so die luftige Stadt, also dass nicht alles so sehr dicht bebaut ist, sondern dass du viele Grünflächen vielleicht mal zwischendurch hast. Ist das auch, warum callen wir es hier kleinen Paris? Also ist das, hat es, weil die Städte sich auch ein bisschen ähneln? Mit Grün und ein bisschen weitläufig? Genau und dieses Grüne und Weitläufige, das wurde tatsächlich damals, das wird man dann auch alles wunderbar im Artikel nachlesen können, wurde so ein bisschen von Napoleon initiiert, der…. Und jetzt bitte nicht mich wieder festnacken, 1811, meine ich, war das, in Düsseldorf tatsächlich selber war. Also der große und berühmte Kaiser ist eines Tages hier nach Düsseldorf gekommen. Nachdem, obwohl das ist ja auch nur eine Fake News quasi, die Early Fake News von den Briten damals. So klein war der, glaube ich, gar nicht. Aber hat sich durchgezogen bis heute. Der mittelgroße Kaiser. So, sagen wir es so, aus der Grand Nation. Genau, der war damals auch in Düsseldorf und derzeit war Düsseldorf, glaube ich, auch von französischen Truppen besetzt. Wurde jedenfalls einige Jahre vorher waren die im Krieg. Das Tod wurde beschossen von der linken Rheinseite von französischen Truppen. Und das war eben die sogenannte Franzosenzeit hier. Und in dieser Zeit hat Napoleon interessanterweise eben angeordnet, beziehungsweise er hat, glaube ich, seinen Neffen hier im Herzogtum Berg, was es dann damals noch gab, quasi so ein bisschen als Stadthalter eingesetzt und dann eben angestoßen, Parks zu bauen in der Stadt, die Stadt anders auszurichten mit großen, breiten Alleen. Also ich meine ganz ursprünglich, dass die Heinrich-Heine-Allee zum Beispiel auch auf Napoleons, nicht Wunsch, aber quasi Anregen hingebaut wurde. Also eben genau dieses Boulevard, große Straße, viele Bäume. Allee, genau, viele Bäume. Richtig, was man ja vielleicht so ein bisschen Assoziation hat, Champs-Élysées oder so in Frankreich. Also da sind auf jeden Fall schon tatsächlich ein paar Gemeinsamkeiten. Und das haben die eben auch gesagt, die französischen Menschen, mit denen ich mich so ein bisschen unterhalten habe. Auch, sag ich mal, so ein bisschen von der Mentalität. Also das fand ich irgendwie auch ganz spannend. Man denkt ja immer noch vielleicht so, da ist so ein sehr großer Mentalitätsunterschied, da die Franzosen eher so ein bisschen leichter, luftiger, wolkiger. Obwohl dieses rheinländische, das schöne Leben mögende Kunst, Poesie, Literatur. Du sprichst es an. So und ich glaube, was viele Franzosen halt nicht auf dem Schirm hatten, Mode, Mode statt Düsseldorf, so, dass das eben hier so groß ist, dass die Menschen so interessiert sind. Und ganz viele haben halt gesagt, Mensch, im Grunde genommen ist für viele Franzosen Deutschland auch einfach so eine Art schwarzes Loch, so ein bisschen. Klar, man kennt den in dem Fall ja osteuropäischen Nachbarn oder den Nachbarn im Osten, den großen. Viele kennen vielleicht Berlin oder München, so die Klassiker halt. So aber NRW oder auch gerade Düsseldorf irgendwie als touristisches Ziel oder als Ziel, hey, da kann ich ja vielleicht hinziehen. Ja, ich glaube auch, weil in der Außenwahrnehmung ist das ja hier auch alles viel Ruhrpott. Ich meine, natürlich Köln und Düsseldorf werden jetzt auch nicht immer so in ein Ding geworfen. Ganz genau. Und dann ist es eher Ruhrpott und da ist ja wirklich sehr viel Schönes dabei, aber jetzt so Savoir-Vivre weiß ich nicht. Vielleicht ein Stückchen weniger. Also gibt es wahrscheinlich auch stellenweise, aber dosiert. Nee, und da haben sie mir auch irgendwie alle gesagt, dass sie das total spannend fanden, dass eben hier in Düsseldorf oder auch im näheren Umfeld vielleicht so ein hohes und so großes Interesse einfach da ist an solchen Themen, fast wie in Frankreich sozusagen. Also, das war schon spannend. Es gab natürlich auch Punkte, wo sie gesagt haben. Es gibt einfach Dinge, die funktionieren hier besser als in Frankreich. Also zum Beispiel das Thema Work-Life-Balance wurde angesprochen. Was mich tatsächlich überrascht hat, wenn man das ja von den Franzosen kennt, dass sie relativ viel Urlaub haben und jetzt auch keine allzu langen Tage, sagen wir es mal so. Aber ich glaube, da ging es viel so um dieses Thema Familienvereinbarkeit. Verstehe. Kann ich spontan meine Tochter vielleicht von der Kita abholen und mache nochmal zwei, drei Stunden später im Homeoffice oder so? Und da waren die irgendwie alle total hellauf begeistert. Also ich glaube, dass da auch vieles, und das ist ja im Grunde immer so, Also wenn Völker sich immer näher aneinander rücken und sich vielleicht verständigen, dass man erkennt, Mensch, so unterschiedlich sind wir ja eigentlich gar nicht. Jetzt haben wir ja, also gibt es ja auch viel französische Kultur, das würde mich jetzt interessieren. Also du hast gerade schon gesagt, dass die vielleicht dann mit diesem Verein explizit sogar manchmal in nicht französischsprachige, aber ich weiß, dass es, ich meine, es gibt ja auch musikalisch irgendwie Verbindungen, ne? Also es gibt ja auch hier ein französisches Musikfestival. Richtig, es gibt natürlich, und das ist eigentlich der perfekte Übergang, das Institut Francais. Francais, ich weiß es gar nicht. Auf jeden Fall ein französisches Institut, das sich genau um diese Themen kümmert. Also die natürlich so ein bisschen analog zu den Goethe-Instituten im Ausland, die dann die französische Kultur und Sprache und Cuisine natürlich so ein Stück weit pushen wollen und unter die Leute bringen wollen. Natürlich auch mit dem Hintergedanken, kommt doch nach Frankreich und macht da Urlaub, liebe Leute, ist ja klar. Aber die stecken natürlich auch in den Organisationen des Frankreichstags oder Wochenendes ja quasi total mit drin. Und interessanterweise, der Leiter des Instituts ist eben auch der französische Generalkonsul. Mit dem habe ich mich auch getroffen. Etienne Seur, oder Seur heißt er auf jeden Fall. Ein total netter Mann. Genau, mit dem habe ich auch wieder so ein bisschen drüber gesprochen. Wie blicken vielleicht Franzosen auf Düsseldorf? Oder wie ist das Leben hier? Der hatte natürlich noch mal eine ganz andere Ebene, von der er das betrachtet hat. Klar, diese politische Ebene ein Stück weit. Wir haben viel über das Thema deutsch-französische Freundschaft auch gesprochen. Also wie ehrlicherweise vielleicht aus Erbfeinden wirklich oder aus verfeindeten Nationen enge Freunde wurden. Und da hat er es eben auch nochmal hervorgehoben. Also NRW ist irgendwie für Frankreich ein total wichtiger Wirtschaftsstandort einerseits. Auch einfach durch die Nähe bedingt natürlich, die zu Frankreich irgendwie da ist. Aber auch unter den Menschen eben. Also es gab ja auch damals dann irgendwie in den 60ern, 70ern Dutzende Initiativen mit Brieffreundschaften, Schüleraustauschgeschichten und so. Ja, Schüleraustausch hatten wir auch immer. Richtig, so und ich meine, es gibt sogar mittlerweile Studiengänge, die deutsch-französisch laufen, am Luisengymnasium in Düsseldorf, wenn mich nicht alles täuscht, kannst du dieses Abi-Bag machen, also Abitur. Bei uns hat der Schule auch in Amphletner, auch meine Schwester hat das gemacht. Richtig, also das sind all diese Verbindungen, auf die der Konsul eben hingewiesen hat, die nun mal da sind und die ja dann auch irgendwie, sag ich mal, so ein bisschen einen Unterschied machen, weil klar, es kann von oben viel Top-Down runtergegeben werden, aber solche Verbindungen entstehen nun mal zwischen Menschen, das sind eben die Orte, wo sich solche Menschen treffen, so also das war irgendwie total spannend. Genau, und er sagte eben, also Düsseldorf ist dann eine recht frankophile Stadt, auch eine sehr europäische Stadt, weil, dass man das eben merkt, so diese Offenheit, die vorherrscht, gegenüber vielleicht Leuten, die nicht von hier sind, so stichtbar dann auch in der Japan-Viertel und so, das gilt ja nicht nur für Frankreich. Genau, du hast natürlich einige französische Gastronomien hier, wir haben es gerade schon angesprochen, zum Beispiel auch das La Bouillabaisse in der Innenstadt, so, den Paris Club in 25 Hours, das Café de Bretagne am Karlsplatz und, und, und, und, und. Also das ist irgendwie überall vorhanden, so ein bisschen. Und es geht natürlich auch über Düsseldorf hinaus. Klar, der ist jetzt auch der Generalkonsul für Nordrhein-Westfalen. Das heißt, der ist nicht nur in Düsseldorf vor Ort. Aber er sagte zum Beispiel auch, was er immer mal wieder versucht ist, so einmal pro Woche in eine Schulklasse zu gehen. Und da sozusagen diesen Gedanken dieser deutsch-französischen Freundschaft so ein bisschen weiter reinzutragen, damit es auch in die nächste Generation geht. Und das zum Beispiel versuchen die jetzt am Wochenende, wie gesagt, mit dem Frankreichfest, wo das Institut mit drin hängt. Da wird es dann französischen Rap geben. und Französisch ist ein Breakdance quasi. Also ich glaube, es kommt der Breakdance-Weltmeister oder Europameister. Da habe ich mit Angelina Bursch über gesprochen, dass das Programm wieder ganz schön gut aufgestellt ist. Und das machen die natürlich, um vielleicht auch eine nächste Generation sozusagen so ein bisschen ranzuholen oder zu überzeugen oder zumindest zu zeigen, hey, auch wir haben irgendwie spannende Künstlerinnen und Künstler. Ich finde, das ist genau der Weg ja auch irgendwie. Auf jeden Fall, ja, über die Menschen und dann Dinge aneinander und näher bringen, auf jeden Fall. Dieses ganze Gespräch hilft jetzt nicht, dass ich ein fast körperliches Verlangen habe, in Südfrankreich Urlaub zu machen, mindestens vier Wochen lang. Kann ich mir jetzt auch als Nicht-Mitglied dieses Vereins oder wenn ich jetzt nicht irgendwie, über den Käse, Wein und Brotweg gehen will, kann ich mir irgendwie also gibt es ein, ja wie du eben schon gesagt hast, gibt es ein Straßenzug, gibt es ein Viertel, wo ich besonders gut hingehen kann, um mich wie in Frankreich zu fühlen? Kann ich, gibt es irgendwie, hast du einen Geheimtipp, in welchem Wald ich mich irgendwie fühle, wie in, weiß ich nicht, in der, in Bordeaux. Boah, gute Frage. Wir haben ja halt nicht so richtig mehr, ne? Ich meine, auf Norderney ist jetzt auch nicht so Atlantic Feeling. Richtig, also ich glaube, das ist auch schwierig zu konstruieren, so ein bisschen. Also wie gesagt, es gibt so zwei, drei Teile von Düsseldorf, wo zumindest vermehrt Franzosen leben, unter anderem da ein Oberrat, aber das ist dann halt auch irgendwie deren Zuhause. Also ich möchte jetzt die Leute da irgendwie ungern hinschicken und zu den Leuten in die Vorgärten oder so, aber klar, das gibt's auf jeden Fall. Das ist teilweise ein bisschen konzentriert, auch Düsseldorf, Mörsenburg, Interessanterweise, da Graf-Reckestraße die Ecke. Da ist die französische Schule und der Kindergarten. Da ist es doch convenient, wenn man nicht ganz so weit weg wohnt. Ähm ... Ich hab weniger danach gefragt, wo sieht's aus wie in Frankreich. Ich glaube, das ist ein bisschen unrealistisch. Sondern eher, wohin kann man in Frankreich? Was die Deutschen oder die Düsseldorfer noch gar nicht kennen. Es haben irgendwie alle gesagt, einhellige Meinung war, klar, Paris und französische Riviera, also Côte d'Azur und Provence, Schön und gut, ist aber auch ziemlich ausgelutscht und ziemlich touristisch, ehrlicherweise. Also wer einmal im Sommer irgendwie in einer von beiden Ecken war, weiß, da ist gut was los. Interessanterweise, sehr viele haben mir die französische Atlantikküste empfohlen. Also quasi hier Golf von Saint-Malo, Normandie, Bretagne dann runter, nach Biarritz dann ganz runter, Bordeaux da die Ecke. Da waren wir früher manchmal im Surfcamp. Guck mal, wir waren tatsächlich auch früher ab und zu in der Ecke. Deswegen habe ich mich irgendwie persönlich ein bisschen gefreut, dass man doch vielleicht die richtige Region gewählt hat. Nein, aber haben eben gesagt, Mensch, das ist noch so ein bisschen, ich will gar nicht sagen unentdeckt, aber das ist eben so ein Teil von Frankreich, den viele gar nicht auf dem Schirm haben. Und quasi das Gleiche, was die Franzosen über Düsseldorf und NRW gesagt haben, so Mensch, es gibt eine direkte Zugverbindung, es sind wirklich drei, vier Stunden, niemand kennt es so richtig. und Gleiches gilt irgendwie für diese Region plus viel, viel, viel mehr noch. Also Frankreich ist doppelt so groß wie Deutschland, glaube ich, fast von der Fläche. Er hat wahnsinnig viel zu bieten, ja, von Küsten bis Berge etc. Aber genau, das fand ich irgendwie total spannend, dass die mal gesagt haben, Mensch, ihr müsst gar nicht immer alle nach Paris und irgendwie darunter, Cannes und Nizza, die Ecke, sondern es gibt eben auch Teile Frankreichs, wo wir die Franzosen vielleicht sehr, sehr gerne sind, aus Gründen auch. Genau, das fand ich irgendwie dann auch ganz spannend. Richtig. Ganz bestimmt kann man sich über solche Dinge ja auch informieren am Wochenende beim Frankreichfest. Da lernt man bestimmt auch ein paar Dinge und vielleicht auch Spezialitäten, Gewohnheiten. Ich weiß, es gibt ja auch Handwerk und so. Also da kann man bestimmt Frankreich entdecken am Rheinufer. Schöner geht es ja kaum. Ich denke auch, die Kulisse wird für sich sprechen. Die Kulisse wird für sich sprechen und wahrscheinlich auch das Wetter, weil warm ist wohl. Deswegen sage ich, wir suchen uns jetzt ein schattiges Plätzchen. Avec plaisir. Avec plaisir, holen uns ein schönes Weißbrot, ein Stück salzige Butter. Wein weiß ich jetzt nicht, es ist noch Mittagszeit. Aber naja, das müssen wir hier ja nicht verraten. Lieber Paul, vielen Dank für diesen Ausflug nach Frankreich. Sehr gerne. Ich bin gespannt, in welches Land du mich und uns demnächst entführst. Vielleicht kann man ja mal hier, also wenn ihr Wünsche habt. Welche Community ihr hier in der Stadt mal gerne entdeckt hättet, dann sagt Bescheid. Ich gebe es auf jeden Fall weiter. Richtig, sehr, sehr gerne. Ich muss den Witz machen. Au revoir. Abianto, bis bald. Tschüss. Jetzt kommt das Wochenendwetter für Düsseldorf vom Wetterstruxie. Nach dem bisher heißesten Tag des Jahres mit lokal schweren Gewittern beruhigt sich die Wetterlage nun über Düsseldorf doch auch spürbar. Grüße euch damit ganz herzlich zum Wochenendwetter. Aber ja, die nächsten Tage, die gestalten sich jetzt doch ein bisschen wechselhafter mit ein bisschen kühleren Temperaturen und vor allem auch relativ unbeständig. Dem Sonntag und bis dahin haben wir noch ein paar Tage, wo wir mal bei angenehmen Temperaturen zum einen durchlüften können und zum anderen dann doch die Möglichkeit haben, ein bisschen angenehm Sonne zu tanken, ohne dabei davon zu schmelzen. Wir starten direkt mal mit dem Wetter für die kommenden Tage und wir starten dann auch gleich mal mit dem Freitag, denn der Freitag wird uns unter Zwischenhocheinfluss relativ viel Sonne bringen, diese wolkigen Anteile werden immer weniger ähnlich wie es auch schon am Donnerstagnachmittag der Fall gewesen ist und die Temperaturen steigen dann langsam an, bewegen sich dann in Richtung 25 Grad. Der Samstag wird uns eine Warmfront bringen und diese Warmfront merken wir nicht wirklich. Die Luft wird ein bisschen feuchter werden, aber ansonsten wird sich am Wetter nicht viel ändern. Wir werden es mit hochreichenden Wolken zu tun haben, die sich wie so einen Wolkenschirm über den Himmel ziehen werden. Und sehr wahrscheinlich wird es dann daraus auch keinen Regen geben. Das heißt, wir haben dann eine Mischung aus vielen hohen Wolkenfeldern, vielleicht mal einzelne sonnige Abschnitte. Ansonsten bleibt es doch relativ wolkenreich und eventuell auch ein bisschen drüber. Das Ganze dann bei maximal 25, vielleicht 26 Grad. Also anhand der Temperaturen merken wir es nicht wirklich. Die Luftmasse wird nur eine andere sein. Der Sonntag wird das Ganze dann wieder zum Kippen bringen. Das bedeutet, dass wir dann wieder vermehrt Schauer bekommen werden. Das ist so ein Mix aus Sonne und Wolken. Die wolkigen Abschnitte werden aber deutlich größer sein. und dann vor allem in den Nachmittagsbereich sind dann immer mal wieder Schauer unterwegs. Das Ganze dann bei doch relativ kühlen 21 Grad dazu ist es dann phasenweise auch relativ windig. Die neue Woche, die startet dann so wie die alte aufgehört hat mit vielen Wolken, zahlreicheren Wolken. Das Ganze kann dann durchaus auch schon mal ein Gewitter dabei haben und die Temperaturen liegen bei maximal 20 Grad und werden sich dann peu a peu im Laufe der kommenden zweiten Wochenhälfte dann wieder berappeln. Sodass wir dann auch wieder eher in Anführungsstrichen sommerliches Wetter bekommen werden mit Temperaturen dann von über 25 Grad und häufiger sonnigeren Abschnitten. Und was dann die Mittelfrist sagt. Ob dann nochmal das, was wir jetzt in den vergangenen Tagen erlebt haben, mit einem ordentlichen Hitzepeak und Temperaturen fast an die 40 Grad, das steht noch so ein bisschen in den Sternen. Es gibt zumindest so, was die Modelle gerade berechnen, nochmal so einen Bereich zwischen dem 14. und 16. Juli, wo es nochmal heiß werden kann. Das werden wir uns dann aber zur gegebenen Zeit in Ruhe nochmal angucken. In diesem Sinne, euch ein schönes Wochenende und wir hören uns dann nächste Woche wieder zum Wochenendwetter. Also bis dann, ciao, ciao. Mehr Düsseldorf-Wetter gibt es im Wetterstruksi-Blog. Jens-Strucks.blog Das war der Rheinpegel für diese Woche. Wenn ihr uns, wenn ihr mir eine wirklich große Freude machen wollt, dann abonniert diesen Podcast überall, wo es ihn zu abonnieren gibt. Und wenn ihr schon mal dabei seid, dann bewertet ihn doch auch gleich. Mit Punkten, mit Sternen, mit Daumen. Und schreibt uns in die Kommentare. Lasst uns wissen, wenn ihr Lob oder Kritik habt, wenn ihr einfach mal was loswerden wollt. Wir freuen uns, von euch zu hören. Und teilt diesen Podcast, erzählt jemandem davon, der Düsseldorf liebt oder noch viel besser, der das gefälligst bald lernen soll. Mein Name ist Horstel Kohlmann, ich danke euch fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Tschüss! Den Rheinpegel gibt es jeden Donnerstag neu. 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