Latest / Gin And Talk / Hans Sigl über Haltung, Empathie und gesellschaftliche Verantwortung
Transcript
- 0:00Speaker 1: Und dieser Zweckoptimismus, der es dann manchmal ist.
- 0:03Speaker 1: Der kommt mir nowadays, macht man morgen schon abhanden und das ist was mich ärgert.
- 0:09Speaker 1: also so spaltet sich diese Angst ein bisschen auf.
- 0:13Speaker 1: Also in Sorge Radlosigkeit und fehlendem Optimismus wohnigt man die Hoffnung ja die offensichtlich jetzt zuletzt stirbt.
- 0:22Speaker 1: Wenn jemand unpolitisch isst Dann ist das auch völlig in Ordnung.
- 0:25Speaker 1: Ich glaube nur, dass der Aufruf an der Teilhabe, der gemeinschaftlichen Teilhaber einer ist.
- 0:30Speaker 1: Der kann sich nicht ... Das kann man nicht wegdiskutieren und es kann auch nicht gut sein lassen.
- 0:34Speaker 1: Man kann sagen, mich interessiert das alles nicht?
- 0:36Speaker 1: Das wird schon irgendwie... Da möchte ich niemanden einen Vorwurf machen!
- 0:40Speaker 1: Aber mein Aufrufe ist natürlich schon, dass man Haltung zeigt und dann mit Duss ein Verhalten vielleicht sogar was bewegen kann.
- 0:49Speaker 0: Herzlich willkommen Mein Name ist Daniel Vög und ich freue mich sehr, euch heute zu einer neuen Episode Gin and Talk begrüßen zu dürfen.
- 0:58Speaker 0: Mein heutiger Gast ist Hans Siegel Schauspieler, Fernsehstar aber vor allem ein aufmerksamer Beobachter unserer Gesellschaft.
- 1:06Speaker 0: Bekannt wurde er Millionen als der Bergdoktor doch jenseits der Kulissen beschäftigen ihn weit mehr Themen als nur die nächste Szene.
- 1:15Speaker 0: Wir sprechen über Haltung und Verantwortung, über Empathie, Resilienz und die Frage wie eine Gesellschaft wieder zusammenfinden kann wenn sie droht sich zu spalten.
- 1:25Speaker 0: Es geht um Medien- und Meinungsfreiheit , um politische Kommunikationen, um Familienprägungen und darum warum es manchmal richtig ist etwas hinter sich zu lassen um bei sich selbst anzukommen.
- 1:37Speaker 0: Wenn dir diese Episode von Gen & Talk gefällt, folge uns bei Spotify, Apple Podcast oder wo auch immer du gerne Podcasts hörst und hinterlasse unsere gute Bewertung.
- 1:47Speaker 0: Diese und viele weitere Episoden findest du als Video-Podcast auf unserem YouTube Kanal.
- 1:53Speaker 0: Jetzt aber viel Spaß beim Zuhören – schön dass ihr alle wieder mit dabei seid!
- 2:06Speaker 1: Herzlich willkommen an unseren Bartresen.
- 2:10Speaker 1: Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge Gin and Talk!
- 2:15Speaker 1: Mach es dir gemütlich, lehne dich zurück und tauche ein in die verrucht düstere Atmosphäre
- 2:22Speaker 0: unserer Studio-Bar.
- 2:32Speaker 0: Lieber Hans ich freue mich sehr dass wir uns heute hier treffen können um mal über das Leben zu sprechen über unsere Gesellschaft zu sprechen all das, was gerade so passiert und uns beschäftigt.
- 2:45Speaker 0: Herzlich willkommen!
- 2:46Speaker 1: Vielen Dank für die Einladung und ich freue mich sehr.
- 2:48Speaker 1: ist ja unser erstes Date quasi
- 2:50Speaker 0: Ja, es erste Date und Ich würde mal direkt mit einer ganz fiesen Frage anfangen weil... ...ich habe mich ein bisschen mit dir beschäftigt davor Und ein paar Leuten gesprochen und weiß ja was dich auch so alles beschäftigt im Leben.
- 3:06Speaker 1: Das klingt wie der Nikolaus
- 3:08Speaker 0: Ja, das kommt gleich zur Tür rein.
- 3:10Speaker 0: Es sagt voller Geschecke!
- 3:14Speaker 0: Aber um zu den ernsten Dingen des Lebens zu kommen... Wenn du dir mal so anschaust was gerade auf der Welt passiert und auch die Themen die dich so alle beschäftigen und was auch da alles solos ist hast du manchmal Angst dass wir momentan ein bisschen die Kontrolle verlieren über unsere Gesellschaft, über unser Zusammenleben.
- 3:40Speaker 0: Über die Art und Weise wie wir miteinander umgehen und auch mit diesen Planeten am Ende des Tages umgehen?
- 3:47Speaker 1: Ja, das ist eine einfache Einstiegsfrage.
- 3:50Speaker 1: Genau!
- 3:51Speaker 1: Was heißt Angst?
- 3:52Speaker 1: Also ich glaube die Dimension ist für mich eine andere.
- 3:56Speaker 1: Also Angst würde ich haben... also ein akute Angst würde passiert wäre oder passieren würde, was nicht vorhersehbar war.
- 4:06Speaker 1: Dann reagiert man damit Angst auf etwas, auf ein Ereignis, auf einen Geschehen.
- 4:10Speaker 1: Da sowohl die Klimakatastrophe als auch die politischen Situationen in unserer Welt vorhersiebbar waren und zwar lange vorhersehnbar.
- 4:19Speaker 1: also wir reden von der Klimakatastrophe.
- 4:22Speaker 1: Klapp of Rome hat in den siebziger Jahren die Klimakkatastrophe schon sehr detailliert vorhergesagt beschrieben.
- 4:27Speaker 1: Die Wissenschaftler waren sich damals schon einig.
- 4:29Speaker 1: jetzt ist es.
- 4:32Speaker 1: Wir reden immer noch davon, dass wenn ein Sondervermögen jetzt generiert wird.
- 4:36Speaker 1: Dass es eine Partei braucht, die den Klimaschutz komisch damit einbauen möchte – das ist ja ganz was Neues!
- 4:42Speaker 1: In der Politik ist es so, dass die faschistischen Strukturen und die nationalistischen Struktur extrem gewinnen.
- 4:50Speaker 1: Es ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass man es nicht vor zwanzig, dreißig Jahren schon gesehen hat, was da passiert.
- 4:56Speaker 1: Insofern ist es keine Angst, die mich umtreibt.
- 4:58Speaker 1: Sondern es ist die Ratlosigkeit wie man aus der Spiral wieder rauskommt.
- 5:03Speaker 1: Angst hat man natürlich wenn Putin völlig durchdreht und Trump völlig durchtet was jetzt nicht ausgeschlossenes offensichtlich was sich dieser Tage alles so zeigt das es dann zu einem wie auch immer gearteten größeren Konflikt kommen wird... ...ist eine gewisse Angst da.
- 5:20Speaker 1: aber ich würde es eher mit Ratloskeit und bin grundsätzlich ein Ein optimistischer Mensch.
- 5:27Speaker 1: und dieser Zweck-Optimismus, der es dann manchmal ist.
- 5:29Speaker 1: Der kommt mir ... Nowadays macht man morgen schon abhanden.
- 5:34Speaker 1: Und das ist was mich ärgert.
- 5:36Speaker 1: also so spaltet sich diese Angst ein bisschen auf.
- 5:40Speaker 1: Also in Sorge, Radlosigkeit und fehlendem Optimismus, wo nimmt man die Hoffnung her?
- 5:46Speaker 1: Die offensichtlich jetzt zuletzt stirbt?
- 5:49Speaker 0: Ich bin da ich tue mehr mit dem Optimismus manchmal ein bisschen schwer.
- 5:54Speaker 0: Ich hab da so eine etwas sehr pessimistische Analogie sozusagen.
- 5:59Speaker 0: Es gab mal einen Film, ich komm nicht mehr aufs Jahr es müsste so zwei tausend fünf zweitausend sechs rum gewesen sein der hies thank you for smoking von Jason Reitman.
- 6:10Speaker 1: ja
- 6:11Speaker 0: und ich habe Jason damals ein interview gemacht und wir haben über den film gesprochen das rauchen gesprochen usw.
- 6:18Speaker 0: Wenn man sich das Thema mal anschaut und es geht ja am Ende des Tages, und ich weiß ja du hast dich auch viel mit Psychologie beschäftigt.
- 6:25Speaker 0: Es geht ja im Ende des Tages um eine Verhaltensänderung in der Gesellschaft.
- 6:29Speaker 0: Jetzt haben wir den Menschen auf der ganzen Welt eigentlich seit mindestens vierzig Jahren recht klar gemacht dass Rauchen am ende des tages die allermeisten Tendenziell umbringen kann so dass es schädlich ist.
- 6:44Speaker 0: Ja Und wer hat aber trotzdem irgendwie nicht geschafft?
- 6:49Speaker 0: Wir haben natürlich, es rauchen immer weniger Leute.
- 6:51Speaker 0: Aber es hat sehr lange gedauert bis eine Masse der Gesellschaft darauf einsteigt und sagt vielleicht mache ich das jetzt mal weniger?
- 7:00Speaker 0: Wenn ich diese Analogie nehme und sage wir sagen den Menschen sehr transparent wenn ihr nicht was anderes macht oder gar beim Klima oder in der Politik oder in dem wie wir miteinander umgehen, wenn ihr nichts anderes macht passiert dies und das und jenes Und wir kommen irgendwie wie in so einem Domino-Spiel, langsam an dem Punkt wo die Steine so alle immer einer mehr umfällt und irgendwie bekommen wird es nicht so richtig aufgehalten.
- 7:29Speaker 0: Mir fällt der Optimismus da irgendwie langsam ein bisschen schwer weil ich keine Idee mehr habe was außer Fakten und quasi diesem glasklaren Bild das wir den Leuten zeigen können Noch tun kann, hast du irgendeine Idee?
- 7:46Speaker 1: Oh ja.
- 7:46Speaker 1: Wenn ich eine Idee hätte, wär's geil, wenn würde ich die Idee weitergeben und wir würden die Welt damit retten.
- 7:52Speaker 1: Ich glaube mit einer Idee ist es nicht getan.
- 7:54Speaker 1: Ich glaub das ganze ... Die ganze Situation... Und deswegen ist sie auch so manikfaltig.
- 7:58Speaker 1: Es findet auf verschiedenen Ebenen statt natürlich.
- 8:01Speaker 1: Also zum einen gibt es ein Bild von Domino Steinen, wo ihr das gerade machst.
- 8:05Speaker 1: Wo am Anfang kleiner Domino Stein ist und dahinter ist nur ein bisschen größer und dann kommt ein bisschen grösser im Schlussverhältner Riesenplatte um.
- 8:12Speaker 1: So, davon sprechen wir als Analogie zum Individuum.
- 8:16Speaker 1: Dass jeder sagt ja ob ich jetzt auf der Autobahn hundertdreißig fahre oder nicht das ist jetzt völlig wurscht.
- 8:22Speaker 1: Es gibt nichts Erfreuliches und Baulicheres ein komischeres wenn einen Befürworter des Tempolimits und dann gegen das Tempolimmitz miteinander eine halbe Stunde diskutieren weil da manifestiert sich schon sehr viel darin was an unterschiedlichen Aspekten in einer Gesellschaft stattfindet.
- 8:34Speaker 1: Das ist das Eine!
- 8:35Speaker 1: Das Individium als solches glaube ich Ist Nicht zur Rate zu ziehen Oder immer weniger zur rate zu ziehen.
- 8:43Speaker 1: Ein Psychologe Ruppel, glaub ich heißt der schöner Podcast.
- 8:47Speaker 1: Da muss ich nachreichen und vielleicht blenden man unten ein.
- 8:49Speaker 1: Ich müsste mal gucken... Der hat die Analogie des Rauchens besprochen und sagt wenn einen Mann von seiner Frau Ärger kriegt weil er raucht oder sie möchte, dass er aufhört dann wird der Aufhören zu rauchen.
- 9:00Speaker 1: Wird aber unheimlich piss sein, weil er wegen seiner Frau aufhört so rauchen Und dann haben die Krachen da müssen sie in die Therapie gehen.
- 9:07Speaker 1: Warum ist das so?
- 9:08Speaker 1: Weil er seinen Verhalten ändert Aber nicht seine Haltung.
- 9:12Speaker 1: Und wir können das sehr schön an dem ganzen grünen Bashing in Deutschland ablesen.
- 9:17Speaker 1: Wir können dann diesem blöden Tempolimit ablese, da würde es und beim Rauchen und beim Alkohol Klammer auf.
- 9:23Speaker 1: ich würde was Alkohl angeht sofort strengstens verbieten dass ihn Supermärkten An der Kasse vorne für Kinder sichtbar und erreichbar diese Alkofläschchen sind an Tankstellen etc.
- 9:33Speaker 1: Klammern zu Dass das Individuum da nicht mehr zur Rate zu ziehen ist, weil die Haltung zu ändern ist und deswegen ist es vielschichtig.
- 9:42Speaker 1: Ich glaube ich habe das den Satz nicht ganz zu Ende gebracht mal in Schachtelsatz aber wer zurückspürt kann ihn dann nochmal ergänzen?
- 9:48Speaker 0: Du bist ja einer Situation wo dir grundsätzlich mal sehr viele Menschen zuhören potenziell, wo du eine durchaus große Fan-Community hast, die durch all das was du machst ja zumindest ne Wahrnehmung von dir hat und ne Meinung zu dir hat vielleicht auch gerne hinschaut, wenn du irgendwo zu sehen bist.
- 10:10Speaker 0: Und gleichzeitig bist du jemand der auch sehr politisch denkt und da irgendwo auch in die Verantwortung reingeht und die auch öffentlich äußert.
- 10:17Speaker 0: Wie hat sich denn dein Bild von dieser Rolle, die du hast, vielleicht auch in den letzten Jahren verändert?
- 10:25Speaker 0: Hattest du da irgendwann den Moment wo du gesagt hast okay ich nutze jetzt vielleicht auch die Reichweite, die ich irgendwo habe um auch deutlich zu sagen, was ich denke in diesen Bereichen?
- 10:37Speaker 1: Ich denke kurz nach.
- 10:38Speaker 1: Das ist eine spannende Frage.
- 10:40Speaker 1: Ich glaube es hat sich von meiner Haltung nicht viel geändert weil ich immer das gesagt habe was ich mir denke zu diversen Themen eigentlich egal welchem Thema.
- 10:52Speaker 1: Es haben sich zwei Dinge verändert.
- 10:53Speaker 1: tatsächlich.
- 10:54Speaker 1: das eine ist dass wir in den letzten zwei Jahren seit Pandemie eigentlich.
- 11:00Speaker 1: Da hatte ich eine sehr klare Haltung zur Impfung und zu allem, dass man angefangen hat mit mir zu sagen hast du denn keine Angst deine Meinung zu sagen?
- 11:08Speaker 1: Das war ein Satz der kam einmal her und das habe mich wahnsinnig erschrocken als ob man in unserer Zeit Angst haben müsste seine Meinung zu sein.
- 11:16Speaker 1: Das ist ja in dieser gerade in Pandemikzeiten war es ja so ein Ding.
- 11:21Speaker 1: da kam sie auf man darf nichts mehr sagen.
- 11:23Speaker 1: und die ganze Diskussion von den Bemidleidenswertenrechten, die sagen man darf nicht mehr sagen was man denkt und so.
- 11:29Speaker 1: Natürlich darf man sagen das man denkt immer nur wenn du Scheiße redest dann ist es halt dumm fertig.
- 11:33Speaker 1: Aber da hat mir das erste mal gefragt hast du keine Angst?
- 11:35Speaker 1: und ich habe keine Angst Dinge zu sagen.
- 11:37Speaker 1: Ich setze mich auch gerne mit den Hatern auseinander dass das eine Und das andere was sich gemerkt haben ist Dass es im Internet Im internet scale.
- 11:48Speaker 1: Es gibt keine es gibt keine ironie und keinen keinen Spaß, also es gibt keinen Sarkasmus, keinen Zynismus keine Ironie wenn man über diese Themen spricht.
- 11:58Speaker 1: Sarkasmo ist eher noch aber Ironie ist weggefallen.
- 12:01Speaker 1: das heißt ich bespreche die Themen weniger humorvoll und habe früher öfter mal einfach ein Scherz gemacht Ha Ha Zwinkelsmile Ich finde das irgendwie so sondern habe gelernt dass es mehr auf dem Punkt sein muss dass es klarer sein muss weil sonst kommt's zu Verzerrungen.
- 12:16Speaker 1: Und diese und diese Entwicklung bedauere ich sehr, weil ich grundsätzlich ein fröhlicher Mensch bin und gerne einen Scherz mache.
- 12:23Speaker 1: Auch zu ernsten Themen.
- 12:25Speaker 1: Und diese Wendung ist mir sehr aufgefallen aber nicht von meiner Haltung her!
- 12:30Speaker 0: Wenn du da gerade mal auch an jüngere Kollegen und Kolleginnen denkst die vielleicht noch nicht so fest im Sattel sitzen durflich wie du es heute machst... ...ist das da vielleicht auch eine Sache wo du mit der, ich sag jetzt mal, Seniorität die du auch hast in deinem Beruf?
- 12:48Speaker 0: mit dem Standing, das du hast dir vielleicht auch leichter tust als jemand der oder die da gerade noch recht frisch ist.
- 12:56Speaker 0: Vielleicht die ersten Rollen gespielt hat aber ja auch immer Angst haben muss was kommt denn da jetzt als nächstes?
- 13:03Speaker 0: und vielleicht auch Angst davor hat dass man dann irgendwo aussortiert wird weil man vielleicht politisch zur Klarstellung bezieht oder zu einem bestimmten Thema einfach damit zu sehr in Erscheinung tritt?
- 13:15Speaker 1: Zum einen muss ich über das Wort Seniorität nachdenken.
- 13:17Speaker 1: Es gibt so Keywords, die dropen bei mir ein bisschen rein.
- 13:23Speaker 1: Ja
- 13:23Speaker 0: es gibt ja berufliche Senioritäten als Biologische?
- 13:28Speaker 0: Genau,
- 13:29Speaker 1: jetzt fahre ich mal mit dem Spaß an und sage... Ich sitze genau so wenig fest im Sattel wie andere Kollegen.
- 13:34Speaker 1: Ich mache nur eine Show schon sehr lange.
- 13:37Speaker 1: Das kann aber auch morgen vorbei sein wenn's ZDF sagt wir haben da kein Bock mehr drauf.
- 13:40Speaker 1: also von dem her ist es nicht, aber natürlich weiß was du meinst.
- 13:44Speaker 1: Ich glaube nicht, dass die jungen Kollegen, man erlebt viele junge Kollegen, die sich sehr positiv und sehr radikal äußern.
- 13:52Speaker 1: Weil sie Bock drauf haben und würde jedem Kollegen empfehlen das so beizubehalten.
- 13:58Speaker 1: Denn gerade als Künstler ist es ratsam finde ich authentisch zu bleiben bei der Meinung zu bleiben und man verrät sich ja in dem Moment selber, wenn man etwas nicht sagen würde um einen Job zu kriegen.
- 14:12Speaker 1: Und wenn man Angst hat dass man den Job eben nicht kriegt Die Realität sieht dann wie sehr wäre es dann so aus?
- 14:18Speaker 1: Dass in der Absolutität der Branche.
- 14:20Speaker 1: zum Beispiel wenn wir jetzt mal eine Beruf bleiben das Kollegen besetzt werden aufgrund ihrer Instagram Reichweite was dann wiederum bedeutet, dass die jungen Kollegen das mitkriegen.
- 14:30Speaker 1: Sie waren total unangenehm finden und ich finde es auch ungerecht.
- 14:34Speaker 1: Das ist ein anderes Thema.
- 14:37Speaker 1: Jetzt kriegst du natürlich keine Insta-Reichweite wenn du nicht posierliche, pläsierende Posts bringst
- 14:43Speaker 1: usw.,
- 14:44Speaker 1: das hängt schon miteinander zusammen aber das muss jeder für sich selber wissen.
- 14:48Speaker 1: Ich glaube aber, dass es Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit und Respekt und Demut einem jedem selber sagt, was er wieder zu performen hat.
- 14:56Speaker 1: Und es ist auch, sagen wir mal wenn junge Kollegen sagen ich bin gar nicht politisch und in meiner Seniorität erlebe ich jetzt ja Kollegen das sind teilweise ja dreißig Jahre jünger als ich Anfänger die anfangen zu drehen und nicht lange sind.
- 15:09Speaker 1: die drehen bei mir in der Serie mit wie lernen uns kennen und dann denke ich mir hey du bist dreißzig Jahre Jünger ist sehr krass.
- 15:14Speaker 1: warum möchte ich dein Leben nicht haben?
- 15:16Speaker 1: Du stehst vor ganz anderen Herausforderungen also ich und das wird mir immer bewusster.
- 15:19Speaker 1: Also ich schaue sie nicht nur zurück auf eine Generation von die zehn Jahre Jüngels, sondern ich habe die Millennials.
- 15:26Speaker 1: Dann kommen die Gensies und sind jetzt alle da.
- 15:29Speaker 1: Und das ist immer ein sehr spannender Austausch mittlerweile.
- 15:36Speaker 1: Wenn jemand unpolitisch ist, dann ist es auch völlig in Ordnung!
- 15:40Speaker 1: Ich glaube nur dass der Aufwand an der Teilhabe, der gemeinschaftlichen Teilhaber einer ist, der kann sich.
- 15:45Speaker 1: Das kann man nicht wegdiskutieren.
- 15:47Speaker 1: Es kann auch nicht gut sein lassen, ja?
- 15:48Speaker 1: Man kann sagen, mich interessiert das alles nicht!
- 15:51Speaker 1: Das wird schon irgendwie... Da möchte ich niemanden einen Vorwurf machen.
- 15:55Speaker 1: Aber mein Aufruf ist natürlich schon, dass man Haltung zeigt und dann mit durch seinen Verhalten vielleicht sogar was bewegen kann.
- 16:04Speaker 0: Gestern Abend lang Spaziergang gemacht und in einem Podcast gehört von Marzia Hilscher bei dem wir ja auch schon zu Gast warst Und Marzia hat mit Guido Maria Kretschmann gesprochen.
- 16:15Speaker 0: Ich weiß nicht, ob du die Folge vielleicht sogar auch gehört hast.
- 16:17Speaker 0: Guido hat in diesem Gespräch, weil es dann auch um Politik und um Teilhabe ging so dieses Konzept oder die Idee eines Konzepts besprochen, ob wir denn nicht so eine Art... Also das hat er nicht genannt ich würde so nennen, so ne Art Bürgerrat einzurichten also dass man Menschen aus der Gesellschaft, aus der Kultur, aus diese Entkopplung zwischen Gesellschaft und Politik, die wir heute an vielen Punkten haben irgendwie wieder ein Stück weit zurückzuschrauben.
- 16:51Speaker 0: Dass man Leute mit ins Boot holt, mit in die Diskussion holt.
- 16:54Speaker 0: Die eine Brücke bauen aus der gesellschaftlichen Mitte heraus in die Politik hinein und man dann Künstler, Unternehmer alles Mögliche miteinander zusammenbringt um das zu schaffen.
- 17:07Speaker 0: Meinst du das könnte vielleicht ein Weg sein?
- 17:09Speaker 1: Das ist zumindest ein interessanter Ansatz.
- 17:11Speaker 1: Klar, also diverse Gremien-Arbeitsgruppen.
- 17:14Speaker 1: wenn du das Bürgerrat nennen willst dann nennt es Bürgerrat.
- 17:17Speaker 1: aber ich glaube dass die der Einfluss in die Politik ein Binderglied, das er ein Bindeglied bräuchte davon bin nicht glaub ich auch mal zeugt.
- 17:27Speaker 1: also das kann mir gut vorstellen müsste man sich überlegen müssen wir uns anschauen wie das dann in der Tat aussehen sollte wie groß was für einen Einfluß jetzt dann hat.
- 17:35Speaker 1: Aber das würde zumindest bedeuten Das Problem daran würde sein, sage ich jetzt mal in diesem very German ängstlichen Bereich.
- 17:43Speaker 1: Ich nehme das Österreich den ganzen Dachraum und nehme es da quasi mit.
- 17:46Speaker 1: Aber bei die Schweizer kann man da fast ein bisschen ausblenden.
- 17:49Speaker 1: Warum weiß ich nicht?
- 17:49Speaker 1: Weil's ein Klischee ist.
- 17:50Speaker 1: Ich sag's einfach mal so aber soweit sind wir schon... Würde ein Interesse der Politik ja müsste bestehen!
- 17:56Speaker 1: Und das ist ja die Frage ob das dann wirklich besteht.
- 17:59Speaker 1: Weißt du also dass die Verbindung denn da ist, dass man sagt so wie machen wir jetzt einen Bürgerrat, wie machen jetzt ein Game-Mail, wir machen jetzt Themen bezogen und wollen was weitergeben bedarf ja eines offenen Ohres beim anderen.
- 18:12Speaker 1: Und ob das gegeben ist, ist die Frage.
- 18:13Speaker 1: Aber ich glaube es wird immer weniger sein dass die Politik in dem so wie man das von außen beobachtet und man also faktisch im Moment, dass man froh ist, dass die Rechten in Österreich nur dreißig Prozent haben Wo man dann sagt, ja siebzig Prozent haben Sie nicht gewählt.
- 18:34Speaker 1: In Deutschland sind sie nur noch bei zwanzig.
- 18:36Speaker 1: Die nächste Wahl steht an in fünf Jahren und jeder davon ausgeht dass es dann erheblich anders sein wird.
- 18:43Speaker 1: Dass die Stresssituation der Stresstests wird ein anderer sein und ich glaube die Politik hat dann kein offenes Ohr mehr für einen Bürgergremium sondern die haben ganz andere Probleme.
- 18:54Speaker 1: Das glaube ich das steht dazu.
- 18:56Speaker 1: befürchten aber die dienen sich ist gut
- 18:58Speaker 0: Du sagst es schon, am Ende des Tages läuft ja jetzt wie so ein Vier-Jahres-Countdown.
- 19:03Speaker 0: Ja.
- 19:03Speaker 0: Der wahrscheinlich die härteste...
- 19:05Speaker 1: Ihr wählt auch in vier Jahren wieder ne?
- 19:07Speaker 0: Ja genau.
- 19:07Speaker 1: Fünf Jahre ist Präsident oder was bei euch?
- 19:10Speaker 0: Zwanzigneun und zwanzig ist Bundestag wieder.
- 19:12Speaker 1: Genau, vier Jahre.
- 19:13Speaker 0: Und bis dahin haben wir ja eigentlich wie eine Bewährungsprobe, wahrscheinlich die herteste Bewährungprobe der demokratischen Werte, die wir seit dem Krieg hier hatten.
- 19:23Speaker 0: also diesen vier Jahren müssen eigentlich demokratische Parteien beweisen, dass sie die Ängste und Sorgen der Bürgerinnen ernst nehmen.
- 19:35Speaker 0: Und dem auch sinnvolle Antworten nicht nur populistisch sondern wirksame Antworten entgegensetzen können oder aber den Bürgerinnen und Bürgern zumindest erklären können warum es gerade vielleicht keine wirksamer Antwort gibt Und warum die populistischen Antworten, die da einfach rausgeposaunt werden von diesen unsäglichen zwanzig Prozent eben nicht funktionieren können.
- 20:00Speaker 0: Weil wenn wir das nicht hinbekommen dann läuft uns die Zeit davon und dann wird es eine Wahl sein wo wahrscheinlich der AfD stärkste Kraftzeilen wird in den Jahr zwanzighundzwanzig also da der countdown läuft.
- 20:12Speaker 0: sozusagen Wie viel Optimismus hast du da?
- 20:15Speaker 0: Also wir müssen ja, wenn wir das schaffen wollen in den vier Jahren, müssen wir viel viel offener werden als wir es heute sind.
- 20:21Speaker 0: Wir müssen offener kommunizieren, wir müssen transparenter werden und auch mal erklären warum bestimmte Dinge vielleicht eher im politischen Korsett diskutiert werden und nicht mit der breiten Öffentlichkeit.
- 20:34Speaker 0: Wir missen all diese Aufklärungsarbeit und diese Verbindung zwischen Bürger und Bürgerinnen und Politik, all das müssen wir in diesen vier Jahren irgendwie dahin bekommen.
- 20:44Speaker 1: Ja.
- 20:46Speaker 0: Glaubst du wegkriegen das hin?
- 20:47Speaker 1: In Teilen wahrscheinlich.
- 20:49Speaker 1: Ich weiß nicht.
- 20:50Speaker 1: man muss jetzt auch mal diese neue Regierung auch mal arbeiten lassen.
- 20:54Speaker 1: Man muss es jetzt mal angehen lassen und die Unkenrufe, die es gibt mögen aus verschiedenen Gründen an der richtigen Stelle auch mal richtig sein.
- 21:03Speaker 1: Und muss kritisch sein und genau beprüfen.
- 21:06Speaker 1: Man muss ja immer gucken, was jetzt die ersten Schritte sind.
- 21:09Speaker 1: Was ich mir wünsche ist in dreiundsechzig Grad Wahrnehmung dieser Politiker, dass man nicht so blind kann, man kann gar nichts sein.
- 21:16Speaker 1: aber das ist auch die Frage des Weitergebens.
- 21:20Speaker 1: Irgendwann kam der Kaugummi aus Amerika und jetzt kommt die nächste Strömung.
- 21:24Speaker 1: Jetzt kommt der Faschismus wieder zurück gerade aus dieser Ecke.
- 21:28Speaker 1: Man sieht ja, was Herr Trump mittlerweile macht Und das sind ja ganz logische Abfolgen.
- 21:34Speaker 1: Das ist ja nichts womit man nicht rechnen hätte können, was wusste man alles?
- 21:40Speaker 1: So,
- 21:40Speaker 1: d.h.,
- 21:41Speaker 1: es ist jetzt auch kein großes Oracle sich zu belegen wenn man die fünfhundert Milliarden hat in den nächsten vier Jahren wo man sie platziert und was dann passieren wird.
- 21:50Speaker 1: Ich hoffe es gibt Experten und Spezialisten, die das klar abbilden können.
- 21:55Speaker 1: Wo ich eine Schwäche sehe, ist in dieser Abbildung der der politischen Unternehmenskultur.
- 22:04Speaker 1: Man hat oft das Gefühl, dass Politiker, wenn sie selbst mal weißen alle Politiker nach ihrem Job dann in der Privatwirtschaft.
- 22:11Speaker 1: Ich glaube aber, dass viele privatwirtschaftliche Unternehmen ein Politiker so nicht arbeiten lassen wie es da eine Regierung tun sondern die haben ganz andere Zugzwängen, ganz andere Vorgaben, wie Sie performen müssten.
- 22:22Speaker 1: und ich glaube, dass ein Teil der Politikvertraußenheit auch deswegen entstanden ist weil die Abbildung Der Pläne der Umsetzungen, das was passiert ist niemals stattgefunden hat.
- 22:31Speaker 1: Man hört dann einen Scheuer, ein Dobrindt hat fünfhundert Millionen für eine Autobahnplakette verbaselt oder sonstige so.
- 22:38Speaker 1: Geschichten die Grünen im Heizungsgesetz.
- 22:40Speaker 1: So es wird nicht ordentlich abgebildet und ich glaube dass wäre schon mal ein großer Schlüssel um die Leute wieder in mit einfachen Bildern zur Politik zurückzuholen um sie da anzusprechen.
- 22:53Speaker 1: und wenn man mit einfachem Bildern arbeitet sind mehr Leute auch in der Lage, diese Politik nachzuvollziehen.
- 23:00Speaker 1: Und da müsste man glaube ich mal ansetzen.
- 23:03Speaker 1: und deswegen glaube ich dieser dreihundertsechzig Grad Wahrnehmung der Politiker im Moment unabdingbar weil man es ja kommen sieht In allen Ebenen und Es ist das Klima.
- 23:13Speaker 1: die Grünen haben da noch das Klimas Klima reingedrückt aber komischerweise weißt du ob die Bildung berücksichtigt wurde.
- 23:20Speaker 1: Ich glaube nicht wirklich und Das ist ja zum Beispiel dann eben das nächste Problem dass wir den Nachwuchs bedenken müssen, wie auf welcher Ebene wird denn die Bildung weitergehen?
- 23:33Speaker 1: So und das glaube ich muss man ganz einfachen.
- 23:35Speaker 1: Wie es nachrichten in einfacher Sprache gibt, müsstest Politik in einfachen Bildern geben.
- 23:40Speaker 1: Ganz ehrlich, meinst gar nicht blöd!
- 23:41Speaker 1: Ich wäre selber froh.
- 23:43Speaker 1: Mama guckst du Kika Kindernachrichten und hast Gefühl, wow!
- 23:47Speaker 1: Also jetzt mal ganz doof gesagt... Und dass auf einem Level das die Bürger gerne nachvollziehen, was in der Politik passiert.
- 23:58Speaker 0: Das ist ja auch so ein bisschen ... Der Antrieb den wir auch hatten mit Friday Eight Forward ganz am Anfang, weil ich gesagt habe, wir brauchen eigentlich eine Art neue Welle der Aufklärung.
- 24:07Speaker 0: Wir müssen die Leute wieder stärker mitnehmen und Formate finden, in denen wir Dinge transparenter verständlicher erklären können vielleicht auch manchmal kürzer aber trotzdem mit dem richtigen Wahrheitsgehalt Kern der Information.
- 24:25Speaker 0: Und da sehe ich auch in gewisser Weise eine Verantwortung bei den Medien, bei Journalismus und du bist ja jemand, der das am eigenen Leib erfährt.
- 24:34Speaker 0: also wenn du irgendwo einen Satz fetzen, dem man irgendwo auch an einem anderen Kontext verwenden kann raushaust dann kannst du dir relativ sicher sein dass irgendein Schundblatt sage ich jetzt mal ganz böse und bewusst das aufgreift und daraus irgendeine Story macht.
- 24:51Speaker 0: Ja,
- 24:51Speaker 1: lustig ist... also das ist mittlerweile völlig egal geworden.
- 24:54Speaker 1: Es ist mittlerweile auch schon ein Hobby geworden dass ich irgendwie nenn's immer Möhrchen füttern weil da wirst du was hin und dann weißt Du irgendwo tauchst es dann auf.
- 25:02Speaker 1: Interessanterweise und Gott sei Dank ist noch nicht passiert, dass man mir meine Haltung umdreht die jetzt nichts mit eher Job oder Bergen zu tun hat sondern wenn wir über solche Themen reden Da wagt sich ja keiner dran, sondern das ist ja noch relativ gut.
- 25:16Speaker 1: aber ich glaube, dass die... da hast Du schon recht mediale Umsetzung, wieder ein bisschen was edgier oder griffiger einfacher werden muss.
- 25:28Speaker 1: Was macht ihr dafür?
- 25:30Speaker 0: Wir versuchen Formate wie dieses jetzt zu machen die erstmal ja kein Politikformat sind aber wir eben mit Menschen die vielleicht auch eine breitere Aufmerksamkeit bekommen oder auch eine ganz andere Zielgruppe wieder erreichen einfach solche Themen auch mal diskutieren.
- 25:45Speaker 0: Und ich glaube das ist wichtig und gleichzeitig müssen wir uns aber auch überlegen was sind die Formate, die wir dafür finden.
- 25:52Speaker 0: Also ich finde es immer ganz bezeichnend wenn ich in den USA unterwegs bin oder generell ich habe verschiedenste Abos für sowohl deutsche Medien als auch einige Medien in den USA und man merkt dass immer wenn man sich einen New York Times Artikel zum Beispiel anschaut oder auch bei Die Atlantic Da ist der gleiche Nachrichten wert, also die Message ist keine Ahnung.
- 26:15Speaker 0: Trump hat wieder irgendeinen Mist gebaut.
- 26:17Speaker 0: Und das was bei uns vielleicht in drei Bildschirmseiten durchdiskutiert ist, ist in den New York Times oder auch im Atlantik oder wo auch immer in den USA mal mindestens das Fünffache der Länge.
- 26:32Speaker 0: Das heißt wenn wir darüber diskutieren aus den USA kommen alle Trends und verkürzen usw.
- 26:37Speaker 0: dann ist es da genau nicht so.
- 26:40Speaker 0: Also wenn wir in diese Medien natürlich haben die auch eine spezielle Zielgruppe und erreichen jetzt vielleicht wieder nicht diejenigen, die wir eigentlich mit solchen Themen erreichen sollten.
- 26:48Speaker 0: Aber am Ende des Tages ist es schon mal nicht per se der Trend dass wir alles komplett verkürzen müssen aber trotzdem müssen wir irgendwelche Formate finden die halt für eine Zielgruppen die in diesem ganzen TikTok Cosmos zum Beispiel gefangen ist ja auch funktioniert.
- 27:06Speaker 1: Zwei Dinge.
- 27:07Speaker 1: Das eine ist, hast du die Sendung gesehen von Böbermann wo er den Anzeigen-Zeitungsmarkt im Osten durchläutet hat?
- 27:13Speaker 1: Kurz für euch wenn ihr zuguckt.
- 27:14Speaker 1: Die Sendung von ZDF Magazine Royal.
- 27:16Speaker 1: da haben sie diese Anossumblättchen die einmal die Woche rauskommen und habe nachgewiesen dass da die Rechten extrem annussiert haben Artikel geschrieben haben journalistisch gearbeitet haben Und das ist quasi in der Freihauszeitung und die haben sich ja dort in der Auflage geschaffen und dann dort mit einfachen verkürzten ... mitteln ihre rechte Propaganda rein, platziert.
- 27:38Speaker 1: So... Da frei ich mich, ja super Idee!
- 27:40Speaker 1: Wieso macht das nicht jemand anders auch?
- 27:42Speaker 1: Also warum gibt man nicht so...?
- 27:44Speaker 1: Warum ist es eine Idee von der AfD gewesen oder AfD-nahen Politikern?
- 27:49Speaker 1: Das eine und das andere ist, warum... Weiß nicht, es gibt zu viele News-Podcasts.
- 27:54Speaker 1: Mein Lieblingspodcast an der Stelle.
- 27:56Speaker 1: Prokolypstan Filtercafe.
- 27:57Speaker 1: Weißt du was deiner hört?
- 27:59Speaker 1: Hört man ganz gerne eigentlich so.
- 28:01Speaker 1: da kommt man ganz gut durch, grüße gehen raus An Herrn Weisenherz und Studio Bommens.
- 28:05Speaker 1: Und bla, dann gibt es diese.
- 28:07Speaker 1: Warum gibt das einen Wikikar?
- 28:10Speaker 1: Gibt es einen Jugendpodcast für Jugendliche?
- 28:14Speaker 1: Ein News-Podcast für die Jugend?
- 28:16Speaker 1: Müssen wir gleich mal recherchieren.
- 28:17Speaker 1: Gute
- 28:17Speaker 0: Frage!
- 28:19Speaker 1: Wie kann man das verkürzte umsetzen?
- 28:22Speaker 1: Wenn du sagst in Atlantic or the New York Times sind das acht Bildschirmseiten völlig richtig finde ich super.
- 28:29Speaker 1: nur wo sind die Leute die man ansprechen muss?
- 28:32Speaker 1: Und die sind natürlich, kauft sich da auch keine eine Wochenendzeit mit Beilage und sagt, so jetzt habe ich mal die ganze Woche geackert.
- 28:40Speaker 1: Da freue ich mich jetzt auf forty-seiten in Politik.
- 28:43Speaker 1: Weißt du?
- 28:43Speaker 1: So!
- 28:44Speaker 1: Und das ist das Eine was man natürlich immer gerne hätte.
- 28:47Speaker 1: aber das andere gibt es eine positive Verkürzung von Inhalten?
- 28:51Speaker 1: Ich glaube ja.
- 28:52Speaker 1: Und da muss man ein bisschen drauf hin.
- 28:55Speaker 1: Aber dann geht gerade die Wahl.
- 28:57Speaker 1: Ich war da in der Zeit Digital Detox und war überhaupt nicht online Und habe das so unheimlich genossen.
- 29:03Speaker 1: und dann natürlich haben wir wieder ein bisschen geguckt.
- 29:05Speaker 1: Dann komme ich nach zwei Monaten quasi wieder in die digitale Online-Welt zurück, ich war erschlagen von dem was da passiert ist also auch an Kommentaren und allen möglichen Artikeln, die da waren.
- 29:17Speaker 1: Guck mir dann an und frage mich warum wurden die AfD-Politiker so liebevoll behandelt in den ganzen Talksendungen?
- 29:26Speaker 1: Jetzt habe ich mir gedacht, ist es nur mein Eindruck oder hast du das
- 29:29Speaker 1: ausempfunden?".
- 29:30Speaker 0: Da legst du den Finger in eine sehr tiefe Wunde, weil mich das wahnsinnig gestört hat.
- 29:34Speaker 0: Also ich kann mich noch an der Szene erinnern Karin Miowska Alice Weidel im Gespräch und es ging um den Holocaust.
- 29:42Speaker 0: Und dann fragt Karin Mioska warum Alice Weidl denn da die Augen verdreht?
- 29:47Speaker 0: Und dann tut sie das nur so ab und sagt nee, hab' ich gar nicht!
- 29:51Speaker 0: Aber statt dass man da reingeht... nimmt man wieder seinen Fragenkatalog und macht weiter nach Schema F statt, dass man genau diese Situation nutzt.
- 30:00Speaker 0: Und sagt hey erklär mir doch bitte mal genauer was jetzt der Holocaust für dich bedeutet?
- 30:06Speaker 0: Was ist denn deutsche Erinnerungskultur?
- 30:08Speaker 0: Also die diese Flexibilität fehlt mir vollkommen auch in dem Duell mit Ilna und Meilsperger Wo ich irgendwann schon durcheinandergekommen bin, wer spricht jetzt eigentlich?
- 30:20Speaker 0: Also wer stellt denn gerade die Frage?
- 30:22Speaker 0: Weil alles so gleich war und alles so harmlos war.
- 30:25Speaker 0: Alles so irgendwie so weich gewaschen war Und auch nicht diese harten Nachfragen kamen, die immer irgendwas in Frage gestellt haben was die Person da eigentlich grade gesagt hat.
- 30:35Speaker 0: Das hat mich wahnsinnig gestanden.
- 30:37Speaker 0: Die
- 30:37Speaker 1: die Rhetorik der rechten Politiker ist ja eine relativ einfach durchschaubare wird aber dann in solchen sendungen nicht entlarvt und es wird so nicht drauf eingegangen sondern Es wird dann auf die nächste karte gegangen weil man muss redaktionell dann durch war ich auch kein freund habe mich gefragt ob man da Ob das nicht so ein bärendienst war der ganze Sache, aber gut ist passiert.
- 30:59Speaker 1: Man würde schauen wie es weitergeht.
- 31:01Speaker 0: Ja ja da bin ich auch gespannt.
- 31:03Speaker 1: wir müssen gucken.
- 31:04Speaker 1: Aufgabe für uns hashtag Für euch.
- 31:06Speaker 1: schreibt uns wenn ihr einen guten jugend podcast eine news findet.
- 31:11Speaker 1: das ist glaube ich etwas sehr wichtiges, weil ich höre mich um.
- 31:14Speaker 1: Treffe viele junge Menschen und die sagen ganz ehrlich mir ist es... Ich hab die Schnauze voll.
- 31:19Speaker 1: Es interessiert ja keiner für uns!
- 31:20Speaker 1: Ich bin jetzt Anfang zwanzig und so weiter.
- 31:22Speaker 1: Ich bin im Studium in der Ausbildung.
- 31:23Speaker 1: Das interessiert sich Politik für mich überhaupt nicht.
- 31:25Speaker 1: Warum soll ich mich interessieren?
- 31:26Speaker 1: Die muss man abholen.
- 31:27Speaker 1: Da muss man was
- 31:28Speaker 1: machen.".
- 31:29Speaker 0: Und wie viel Potenzial da drin steckt sieht man ja übrigens daran, wie gut die Linken am Ende des Tages auf TikTok unsere in den Monaten vor der Wahl performt haben Gerade auch in der jungen Wählerschaft.
- 31:41Speaker 0: die Zahlen sind ja Wahnsinn, wie hoch da der Anteil der linken Wähler unter den jungen Wählern ist.
- 31:47Speaker 0: Also das ist Wahnsinn!
- 31:48Speaker 0: Deshalb muss man schon auch die Antworten dann finden und da wirken andere Parteien manchmal etwas sehr sperrig und sehr unflexibel und sehr eingestaubt.
- 32:01Speaker 0: Wenn wir mal einen harten Sprung machen in ein ganz anderes Thema aber irgendwie ein artverwandtes Thema.
- 32:09Speaker 1: Ich wollte zum Abschluss noch sagen, ich glaube trotzdem dass man auch den Bürgern, den Wählern und Wählernen.
- 32:17Speaker 1: Auch wenn es schwer ist ein gewisses Maß an Selbstverantwortung mitgeben muss an positiv Auseinandersetzung mit der Politik.
- 32:26Speaker 1: Man kann gerne auch mal sagen so schnauzevoll!
- 32:29Speaker 1: Ich gucke jetzt mal wochende keine Nachrichten weil ich möchte ein schönes Wochenende haben.
- 32:33Speaker 1: Ich klasse das Mal jetzt liegen.
- 32:35Speaker 1: Auch das soll und darf man und muss man machen.
- 32:38Speaker 1: Aber dass der Blick darauf, es ist auch etwas mit Haltung und Verhalten zu tun.
- 32:44Speaker 1: Dass man es positiv tut weil man muss Teilhaben dran, man muss sich schlau machen und es wird wieder gewählt.
- 32:51Speaker 1: Und es ist gut wenn man die Zusammenlänge versteht.
- 32:53Speaker 1: und man versteht mehr glaube ich Wenn man positiv auf etwas blickt als mit einer Ja disruptiven Haltung von all Scheiße in der Politik.
- 33:06Speaker 1: Also man muss da dann doch wieder zweck optimistisch sein, das wollte nur kurz los werden.
- 33:10Speaker 0: Absolut und ich glaube dass gerade das Thema Detox ist auch für diejenigen die sehr tief im Thema sind super wichtig.
- 33:18Speaker 0: also ich hatte die letzten Wochen immer wieder Phasen wo ich auch mal gesagt habe so jetzt muss ich aber irgendwie mal hier auf die Bremse treten und mal einfach mal ein paar Stunden keine Allmeldungen lesen Ja.
- 33:29Speaker 0: Weil sonst weiß man ja überhaupt nicht mehr, wo man irgendwie... Also es passiert so viel und irgendwie möchte man sich zu allem irgendwie verhalten und man kommt aber gar nicht mehr dazu dass man das sinnvoll überhaupt reflektiert.
- 33:43Speaker 1: Ne was heißt mal möchtest du dich verhalten?
- 33:44Speaker 1: Du verhältst dich automatisch.
- 33:46Speaker 1: indem du eine Eilmeldung kriegst und es liest, verhälst du dich automatischer dafür weil du sie aufnimmst eigentlich also den Push abstellen und aber du wolltest zum anderen Thema springen.
- 33:56Speaker 0: Aber da ist eigentlich ne gute Brücke nämlich So ein bisschen das Thema Psychologie.
- 34:01Speaker 0: und ich hab bei dir den Eindruck nach allem was ich mir auch vorher angehört habe, angeschaut habe usw.
- 34:09Speaker 0: Irgendwann muss es bei dir so einen Punkt gegeben haben Und ich glaube dass das auch durchaus mit der Schauspielerei zusammen hängt einen Punkt geben haben wo du gesagt hast Du findest es interessant zu verstehen warum Menschen irgendwie Ticken, wie sie ticken.
- 34:26Speaker 0: Warum Menschen so sind, wo du hinter die Fassade schauen wolltest?
- 34:30Speaker 0: Wo du verstehen wolltest was sind denn da die Mechanismen, die da irgendwie in dieser Person, die mir dagegen übersitzt abspielen und dann vielleicht auch den Weg dadurch ein Stück weit in die Schauspielerei gefunden weil das ja viel damit zusammenhängt wie man sich auch an so eine Rolle hineinversetzt und was diese Personen am Ende ausmacht.
- 34:51Speaker 0: Also gab es da so einen Moment oder so ein Prozess, wo du gemerkt hast das ist dir wirklich wichtig.
- 34:57Speaker 0: Oder war das eher gezwungenermaßen?
- 34:59Speaker 1: Naja... Ich bin ja in Steilmark geboren und meine Eltern haben sich getrennt Und ich bin dann nach Vorarlberg in die Schweiz und so weiter nach Innsbruck und ich musste sehr schnell lernen mich anzupassen.
- 35:15Speaker 1: neues Umfeld neue Schule neue Freunde Und das war in dem Alter, ab zehn ging es los und dann nochmal ein Schulwechsel.
- 35:23Speaker 1: Das war immer eine sehr turbulente Zeit eigentlich.
- 35:26Speaker 1: Da habe ich viel gelernt eben wie ich mich anpassen, wie ich assimiliere, wie die Sprache zum Beispiel neu lernen kann man so steier mag da wird anders gesprochen also erheblich anders als in Vorarlberg zum Beispiel.
- 35:37Speaker 1: Das eine ist ja biowarischer Dialekt das andere ist ja alemanischer Dialekter.
- 35:41Speaker 1: versteht man gar nichts hier im ersten Schulter überhaupt nix verstanden Nüsse null.
- 35:48Speaker 1: Dann habe ich gelernt, die Sprache zu imitieren und zu lernen.
- 35:51Speaker 1: Und dann habe ich versucht zu erkennen wo ist da?
- 35:54Speaker 1: warum sind jetzt meine neuen Kumpels anders als die Alten?
- 35:57Speaker 1: Die waren so und in dem Alter kamen die Pubertät ein paar.
- 36:02Speaker 1: Aber die Mädels verhalten sich dabei anders als sie, die ich bisher kannte.
- 36:07Speaker 1: Das war so einen Anfang eines Blickes auf Menschen warum da Unterschiede bestehen, auch ein imitieren.
- 36:18Speaker 1: Da ist vielleicht schon die Schauspielerei entstanden in mir drin, weil ich gemerkt habe, ich kann ganz gut den Klassenlehrer nachmachen oder meinen Kumpel nachmachen und so.
- 36:28Speaker 1: Das hat da angefangen.
- 36:30Speaker 1: Dann kam das Studium, Notgedrungen bin ich über zwei Umwege dann bei der Anglistik und bei der Psychologie gelandet.
- 36:37Speaker 1: Das fand ich eigentlich ziemlich cool.
- 36:39Speaker 1: wenn nicht so viel Statistik in der Psychologie gewesen wäre, in den ersten Studienjahren hätte ich dann noch ziemlich sicher weitergemacht.
- 36:47Speaker 1: Und dann kam ich zu Schauspielerei und das hat sich alles so verwoben und verbunden weil mein Anfang in der Schauspülerei eigentlich gar nicht so bewusst war.
- 36:56Speaker 1: Ich wusste gar nicht... Also ich hatte jetzt, fand ich der Typ, der in der Schule gesagt hat oh ja, Theatergruppe da muss ich hin!
- 37:02Speaker 1: Ich will Schauspiele werden sondern es wollen wir irgendwie.
- 37:04Speaker 1: Ja schau' ich mal, kann aber nicht dazu.
- 37:07Speaker 1: Dann habe die Abi-Belle moderiert Die Klassienvorstand meinte, da haben wir keinen.
- 37:12Speaker 1: Du kannst ... du hast das nicht moderiert?
- 37:16Speaker 1: So kam die Nummer dann.
- 37:17Speaker 1: und dann habe ich gemerkt, dass meine Fähigkeiten, das gegenüber zu analysieren, anzugucken, zu imitieren in der Schauspielerei gut funktioniert sind mir sehr leicht gefallen zumindest so am Anfang.
- 37:33Speaker 1: Und jetzt hab' ich das am Theater sehr in sehr großen In sehr großen Eimern.
- 37:39Speaker 1: die Farbe angerührt sei ich mal, weil Bühne braucht große Farben.
- 37:45Speaker 1: Große Pinselstriche, Bühnen muss sehr groß sein und dann kam der Punkt wo er gesagt hat das ich habe dazu die Kraft auch nicht mehr.
- 37:52Speaker 1: Ich bin bis zur Selbstaufgabe auf der Bühner.
- 37:55Speaker 1: Da hab' ich gerne alles gegeben und es war eine tolle Zeittheater zu spielen.
- 38:01Speaker 1: Und irgendwann hatte ich einen Moment einem Kollegen zugeguckt habe, ich stand an einer Seitenbühne und sollte jetzt dann auftreten war vom Auftritt.
- 38:08Speaker 1: Und der Kollege steht auf der Bühne sagt einen Satz und aus mir musste er einfach lachen.
- 38:12Speaker 1: Ich fand das in dem Moment ging gar nicht um den Kollegen.
- 38:16Speaker 1: Der hat es aber dann gehört dass sich gelacht habe gingen auf der anderen Seite ab heulend weil er danach weil er dachte ich hätte ihn ausgelacht gab's ein Kantinengespräch bis morgens um zwei bis sie immer klärt haben.
- 38:28Speaker 1: das ist aus mir entstanden weil ich diese diese Setzung ... der Bühne nicht mehr verstanden habe, weißt du?
- 38:37Speaker 1: Das schien mir absurd plötzlich.
- 38:39Speaker 1: Und da hat ich davor schon ein bisschen angefangen zu drehen und dann dachte ich mir... Ich bin jetzt glaube ich macht mir der feine Pinsel das bisschen diffizielere gestalten macht mir mehr Spaß und so kam ich dann zum Drehen.
- 38:52Speaker 1: Dann hat das irgendwie geklappt und dann kamen Soko und andere Filme und so weiter.
- 38:57Speaker 1: Es hat losgegangen!
- 38:58Speaker 1: Und das mache ich halt seit geraumer Zeit.
- 39:01Speaker 1: Aber ich muss sagen, bist du Seniorität geschafft.
- 39:06Speaker 1: Und es macht unheimlich Spaß diesen Erfahrungstatt zu haben mit diesem Blick auf die Kollegen zu blicken, die ankommen weil jeder Schauspieler hat ja ein anderes Gefüge spielt aus einem anderen Motivation heraus zu ergründen Wie gehst du mit Textum oder der andere mit Text und die anderen?
- 39:28Speaker 1: Was passiert da, was passiert nach dem Bitte.
- 39:31Speaker 1: Wo kommt das... Ich habe einen riesen Glück im Vergleich zu anderen Kollegen, dass ich in einem sehr konstanten Umfeld sehr viele Drehtage habe.
- 39:39Speaker 1: Das heißt meine Versuchsanordnung ist immer gleich.
- 39:42Speaker 1: Mein Labor ist immer das Gleiche!
- 39:44Speaker 1: Und da passieren die unterschiedlichsten Dinge.
- 39:47Speaker 1: Die Serie sehe ich da drehe gerne drehe immer noch gern.
- 39:52Speaker 1: drehe ist insofern spannend, dass meine Figur, Psychologe, Psychiater, Arzt, Freund, Liebhaber, Vater und ganz vielen einer Figur es ist.
- 40:02Speaker 1: Diese Figur ist ein Traum für den Schauspieler sage ich mal weil auf vielen Ebenen diese Empathie und diese Zugewandheit zu spielen ist und weil mich der Mensch interessiert grundsätzlich immer schon interessierte Menschen interessierten gehe ich da völlig auf und habe da einen großen Erfahrungsschatz gesammelt.
- 40:21Speaker 1: Du kannst diese Antwort einfach gerne kürzen.
- 40:24Speaker 0: Nee, die ist voll zur Anpassungsfähigkeit weil wir haben da glaube ich so eine gewisse Gemeinsamkeit gerade auch in dem Alter, so um vierzehn fünfzehn sechszehn.
- 40:34Speaker 0: Ich war damals der schüchternste introvertierteste Mensch den du dir überhaupt nur vorstellen kannst.
- 40:40Speaker 0: und ich habe dann aber durch Zufall eigentlich durch ne glückliche Fügung einen so ein Kinoportal gegründet mit fünfzehnt.
- 40:50Speaker 0: Und dann hatte ich so einen Schlüsselmoment, da war ich ja so fünfzehn-sechzehn und hatte dann die ersten Interviewtermine mit wirklich großen Namen auch aus Hollywood.
- 41:01Speaker 0: Also Leute wie Russell Crowe oder George Lucas und solche Menschen.
- 41:06Speaker 0: Wow!
- 41:06Speaker 0: Dann saß ich da und dachte mir okay du kannst jetzt natürlich eine halbe Stunde nix sagen?
- 41:12Speaker 0: Dann freut sich der... Weil dann hat er mal endlich eine Pause an diesem super stressigen Tag und vielleicht mögen wir uns dann, weil ich ihm diese Pause gegeben habe.
- 41:21Speaker 0: Und dann gehe ich raus und hab aber nichts geschafft oder aber... Ich komme an den Punkt wo ich sagen mir ist das eigentlich vollkommen egal wer da jetzt vor mir sitzt.
- 41:30Speaker 0: Ich stelle jetzt einfach die Fragen, die mich interessieren.
- 41:33Speaker 0: haben mich dann für den zweiten besseren Weg erschienen?
- 41:35Speaker 0: Ich bin da so ein bisschen aus meinem Schneckenhaus rausgekommen und habe dann für mich mehr und mehr Tools und Werkzeuge und Dinge entwickelt, wie ich da aus meiner Haut sozusagen ein Stück weit rauskomme.
- 41:48Speaker 0: Wie ich mich anpassen kann auf die Situation.
- 41:51Speaker 0: Und wenn ich heute oft zurückschaue mit der Seniorität zurückschaue merke ich, wie unfassbar anpassungsfähig man damals eigentlich war Und je älter man wird, desto starrer dieses Konstrukt wird in dem man sich da so bewegt weil man vielleicht auch eine gewisse Bequemlichkeit entwickelt.
- 42:15Speaker 0: Wie geht es dir denn da?
- 42:17Speaker 1: Ja ich bin das mitgegangen mit ihr über den Gedanken und bin aber hengeblieben bei Starr.
- 42:26Speaker 1: Ich glaube dass man im Alter dass man vielleicht fauler wird, sich anzupassen.
- 42:35Speaker 1: Also ich glaube wenn man jung ist hat man dann den anderen Zug zwang.
- 42:40Speaker 1: Wenn man in der Fußballmannschaft dabei sein will muss man irgendwie performen sonst bist du nicht in der Fussballmannschaft und im Laufe der Zeit wirst du halt irgendwann vom Kämpfer zum Häub klingen.
- 42:50Speaker 1: oder dann jetzt sind wir, weißt du so, kommen in eine Senioreität.
- 42:54Speaker 1: Ich habe zum Beispiel immer weniger Lust, neue Leute kennenzulernen.
- 42:56Speaker 1: Weil ich die Festplatte vollhabe mit anderen Leuten, die es so spannend finde... ...ich freue mich immer über tolle Leute kennzulernen!
- 43:02Speaker 1: Da muss man aber was rausfinden und wo hingehen.
- 43:04Speaker 1: Und da muss man auch mit den Leuten reden.
- 43:06Speaker 1: Ja, und ich werde vielleicht ein bisschen mehr laidback und denke mir... Boah, ach du über so eine Berlinale.
- 43:13Speaker 1: Es ist schön wenn sich's ergibt.
- 43:14Speaker 1: Und dann bin ich mittlerweile auf dem Level zu sagen dann soll sich es auch ergeben.
- 43:20Speaker 1: Aber ich bin jetzt kein Hunter mehr, weißt du?
- 43:22Speaker 1: Der hinterher ist und versucht unbedingt jetzt Kontakt zu knüpfen.
- 43:26Speaker 1: Mittlerweile denke mir... Wenn was passieren soll, dann ergibt sich das.
- 43:30Speaker 1: Du bist fein wie wir uns kennengelernt haben.
- 43:33Speaker 1: Dass wir uns kennenlernen hat sich auch so ergeben Und das finde ich sehr bereichernd und positiv.
- 43:39Speaker 1: Da bin ich einfach entspannter geworden.
- 43:41Speaker 1: Das anpassen, damit habe ich keine Schwierigkeiten.
- 43:45Speaker 1: Das ist nicht das Ding.
- 43:48Speaker 0: Zu dem Leute kennenlernen?
- 43:50Speaker 0: Ja!
- 43:51Speaker 0: Es ist nicht wahnsinnig anstrengend neue Leute kennenzulernen, wenn du von der Person erst mal nicht wirklich viel weißt.
- 43:58Speaker 0: aber die Person, die dich kennenlernt eigentlich schon so ein fertiges Bild von dir im Kopf.
- 44:04Speaker 0: Ja
- 44:04Speaker 1: es war super.
- 44:05Speaker 1: ich war jetzt, was haben wir jetzt?
- 44:06Speaker 1: Montag?
- 44:07Speaker 1: Letzte Woche Donnerstag war ich in Köln mit Lit Cologne eingeladen und... Der Abend war super, Siebele Kekeli und Ole Dietrich.
- 44:15Speaker 1: Wir haben einen Abend gemeinsam gemacht und es war ein langer Abend aufgrund des Programms und danach gab's noch eine kleine Umtrung.
- 44:22Speaker 1: Und ich hab da viele junge Leute kennengelernt und das war so'n Millennial-Abend quasi für mich und die Moderatorin, der den Abend geführt hat.
- 44:30Speaker 1: Da waren ein paar Leute danach zusammen und die wundern da.
- 44:32Speaker 1: Der Millennials halt so!
- 44:35Speaker 1: War super!
- 44:36Speaker 1: Das war das erste Mal in einer ... in einem neuen Biotop-Lit-Colon, ist ja noch mal ein anderes Ding als die Filmbranche so.
- 44:46Speaker 1: Ganz nette... dem Ding verschriebene positive Leute.
- 44:51Speaker 1: Hab davor einen Helfer da, der war immer mit organisiert irgendwie, der kam damit seine Freundin und dann haben wir uns angefangen zu unterhalten über die Weltsituation oder die Weltlage Und da hab ich gemerkt dass du das sich darüber nachdenkst wie du beschreibst.
- 45:09Speaker 1: Es ist einfach witzig.
- 45:10Speaker 1: Also ich muss sagen, es nimmt so ein bisschen die Normalität erstmal weg weil du natürlich merkst dass da ein gewisser Respekt daheist der aber den ich gar nicht einfordere.
- 45:24Speaker 1: Aber dann ist mal zwanzig Jahre älter und Dann musst du den Kollegen halt ein bißchen diesen diese Blähluft aus den segeln nehmen Und uns sagen warte mich hole immer was zu trinken und dann gehe ich aber in die Weißt du, in diese Vorleistung rein im Sinne der Zugewandtheit?
- 45:43Speaker 1: Und dann ist auch okay.
- 45:44Speaker 1: Das wurde mir das erste Mal bewusster.
- 45:46Speaker 1: Wie witzig, dass du fragst!
- 45:48Speaker 1: Aber klar... Als ich angefangen habe zu drehen, hab' ich damals auch Hagel Krasnitzer oder Leute getroffen, die schon ganz lange gedreht haben und es gab einen Dreh-Tag, da stand ich mit Otti Fischer, Kollege Lippert, der vorhin Bergtorte gespielt hat und hilft mir auf Wolfgang Vierik.
- 46:07Speaker 1: Und ich habe da vielleicht ein Jahr oder zwei Jahre gedreht und ich komme als junge Kollege an.
- 46:11Speaker 1: Die hatten eine Szene, und ich kam dazu... Ich hab mir den ersten Rat meiner Schauspielerinnen erinnert, dass es bei uns nicht war so spüren zu ist.
- 46:20Speaker 1: Pass auf, über die Mund zu losen!
- 46:23Speaker 1: Weil ich stand dann halt, dachte, oh, egal.
- 46:28Speaker 1: So, und so ging's denen jetzt.
- 46:30Speaker 1: Jetzt hat man einen Fachwechsel hinter sich.
- 46:33Speaker 1: Auch das kann man nur mit Humor freudige Zugewandtheit machen dann.
- 46:39Speaker 1: Aber wer ist so?
- 46:41Speaker 0: Glaubst du denn, wenn du zurückdenkst noch mal an diese fifteen, sechzehn Jahre alt Zeit sozusagen wo du dich ja auch ein Stück weit gefunden hast und selber auch finden musstest weil du ja auch stückweit alleine warst glaubst du das genau dass am Ende auch dazu geführt hat, dass du überhaupt den Mut hattest in die Schauspielerei dann auch so rein zu gehen Weil du ein Stück weit, weil du gewissermaßen unabhängig von der Meinung anderer warst.
- 47:12Speaker 0: Also oftmals hat man ja dann dieses ganze Familienkonstrukt was sagt nee also du machst aber du wirst jetzt mal wirklich echter Doktor und oder du machst jetzt meine Lehre bei der Bank oder studierst BWL Und du aber so gewissermassen frei davon warst und natürlich hast du wahrscheinlich trotzdem das Feedback bekommen Aber gewisser war es freier war zu entscheiden was du wirklich machen willst?
- 47:37Speaker 1: Also ich glaube, es war einfach ein Sachzwang.
- 47:39Speaker 1: Es waren... Ich musste irgendwie zur Alternative des Lehrberufs, den ich ergreifen wollte eine Alternative finden und dann kam ich per Purumzufall ans Theater und habe da gemerkt.
- 47:51Speaker 1: das ist gut für mich so dass ich dann einer der pragmatische Haltung zu dem Beruf gefunden habe war dann eigentlich Zufall.
- 48:00Speaker 1: also ich musste dann ja als wir mich dazu entschieden haben Mir das Studium, es war eine Privatschutz.
- 48:06Speaker 1: Ich musste mir selber organisieren und dazu brauchte ich ein paar Jobs und die waren sehr lustig!
- 48:14Speaker 1: Und ich war mir halt nie für irgendwas zu schaden, habe dann alles gemacht also von Eisbär-Darsteller bis C&A Hund oder ich bin mit zwei Paptafeln als Schlafwand durch Innsbruck gelaufen, hab einen Bettenstudie beworben oder oder oder und hab gemerkt dass... Das vielleicht meine Lücke, also das könnte vielleicht die Lücke sein.
- 48:37Speaker 1: Die Marktlücke in diesem sehr... Damals für mich schon ein sehr eitlem Geschäft der Schauspielerei der Kollegen, die sagen so was mache ich nicht.
- 48:49Speaker 1: Also sowas mache ich.
- 48:49Speaker 1: Was machst du da?
- 48:50Speaker 1: Bist du am Nachmittag, gehst du da als Pizzerian?
- 48:53Speaker 1: Du hast ja sowas mach' dich!
- 48:54Speaker 1: Und es hat sich dann fortgesetzt, als ich dann in Bremen war bei der Shakespeare Company und danach einen Angebot hatte über eine Daily Marienhof und ich das mit großer Freude gemacht habe.
- 49:07Speaker 1: Es war für mich ein bezahlter Kameroworkshop.
- 49:09Speaker 1: Ich hab die Rolle geliebt, es waren einen serbischen Kriegsverbrecher der dümmste serbische Kriegsverbrecher den's gab damals Und bin dann aber nach Freiburg ins Theater und dann haben die Kollegen gesagt was ihr habt gesehen.
- 49:22Speaker 1: du spielst in so einer Dailymitte?
- 49:23Speaker 1: Ja das war super!
- 49:25Speaker 1: Die würden niemals machen sowas.
- 49:26Speaker 1: Das ist ja wahnsinnig bekannt.
- 49:29Speaker 1: Der Intendante hat gesagt sie haben gesehen Serie mitgespielt, die kommt jeden Abend.
- 49:35Speaker 1: Das ist ein Format der den Tag.
- 49:37Speaker 1: oder wieso machen sie das?
- 49:38Speaker 1: Und sag ich weil ich da Geld verdiene und weil ich spielen kann und weil Ich lerne und dann wird es ausgestrahlt.
- 49:47Speaker 1: Die war im Engagement in Freiburg und komisch.
- 49:49Speaker 1: nach drei Wochen wo er ausgestrailt wurde kamen dann die Kollegen meinten Sag mal hast du noch Kontakt zu der Besetzungsdame von Marienhof.
- 49:58Speaker 1: Ich würde mich da gern mal vorstellen Und das hat mir immer schon wahnsinnig Kraft gegeben, etwas nicht zu tun oder andersom etwas zu tun.
- 50:05Speaker 1: Von dem anderen gesagt habe ich finde ich grauenhaft und es ist eine Art von Pragmatismus um deine Frage zu beantworten.
- 50:13Speaker 1: letztendlich du kannst sie gerne kürzen.
- 50:16Speaker 1: Ich glaube dass es schon zusammenhängt aber dass es nicht der Ursprung war und ich hab vielleicht im Nachhinein mehr ausgemalt und mehr gewünscht als es mir vielleicht jemals Vorstellen konnte damals als Jugendlicher, diesen Beruf zu machen.
- 50:31Speaker 1: Hab's dann aber wieder vergessen und dann löst sie es wieder ein ganz interessant.
- 50:37Speaker 1: Aber die Schmerzfreiheit habe ich in meiner Jugend glaube ich an einem anderen Ort gelernt Im gemobbt werden an der Schule Der kleinste pummeligste zu sein etc.
- 50:47Speaker 1: diese ganzen Geschichten Und sich da durchbeißen.
- 50:50Speaker 1: zumindest glaube daher kommt eine gewisse Resilienz an züglich dass man versagen kann oder was nicht schaffen kann.
- 51:00Speaker 1: Und dann muss man es halt machen.
- 51:00Speaker 1: und mein erstes Castinggespräch hatte ich in Innsbruck, war ein Aushang am Theater... ...und ich wusste gar nicht, was da losstand.
- 51:09Speaker 1: Plötzlich alle Traube vom Aushang wo die Besetzungslisten stehen und dann... Da, was ist da los?
- 51:14Speaker 1: Sondern sehe ich Castingaufruf, alle Schauspieler nebenan im Donnerstag um vierzehn Uhr ins Theatercafe.
- 51:21Speaker 1: Sei ich's heute oder was?
- 51:22Speaker 1: Ja, als heute waren die ersten Menschen auf dem Weg!
- 51:25Speaker 1: Dann standen die Kollegen Schlange Die Dienstältesten und die Arabiertesten, Kollegen vom Haus.
- 51:33Speaker 1: Und dann halt immer jünger werden.
- 51:34Speaker 1: Ich war halt anfangen und stand hinten in der Reihe.
- 51:38Speaker 1: Dann saß da eine Frau von einer Produktionsfirma aufgeregt und total er hatte ein Foto mit irgendwie.
- 51:51Speaker 1: Dann sagt sie, ja, Unterlagenfoto.
- 51:52Speaker 1: Ich habe nicht mit.
- 51:53Speaker 1: Ja, das brauchen wir noch.
- 51:54Speaker 1: Ich sage ich habe es jetzt nicht mit, guten Name.
- 51:56Speaker 1: Er hat mich so gesagt, was können Sie?
- 51:59Speaker 1: Dann sage ich alles und sie, das ist gut!
- 52:03Speaker 1: Und schreibt auf alles.
- 52:05Speaker 1: Und ich denke nur, joa, also da ist ein Foto.
- 52:07Speaker 1: Da schicken sie bitte dahin.
- 52:10Speaker 1: und dann war das gegessen.
- 52:11Speaker 1: Und dann hab' ich einen Anruf gekriegt und gesagt, wir brauchen einen Taxifahrerspieler.
- 52:15Speaker 1: So kam ich zu meiner ersten Rolle drei Drehtage Für die NDF, die den Bergdoktor jetzt produziert hat das damals schon gemacht.
- 52:22Speaker 1: Denn es war die Produktion der Bergdochter und ich habe meine erste Zelleleut-Bewegung bei der Serie Bergdoctor gemacht
- 52:32Speaker 0: Weil du gerade das Thema Mobbing angesprochen hast.
- 52:35Speaker 0: Ich hab schon sehr viele solche Gespräche geführt auch in dem Format.
- 52:40Speaker 0: Wir nähern uns knapp der Hundertfünfzig glaub' ich
- 52:45Speaker 1: Sieht wie die Hundertfünfzigste Jubiläumsausgabe.
- 52:48Speaker 0: Ich muss mal nachschauen, knapp!
- 52:49Speaker 0: Also irgendwie so... Genau und was sich wie so ein roter Faden durchzieht.
- 52:55Speaker 0: vielleicht bin ich da aber auch besonders sensibel für solche Themen weil weil ich auch da selber einfach eine schwierige Vergangenheit habe all die Menschen die ich getroffen hab die besonders sich mit kreativen Themen mit philosophischen Themen Das klingt immer so, trabend intellektuellen Themen beschäftigen und da tief reingehen.
- 53:16Speaker 0: Die hatten fast alle ... Sind in der dysfunktionalen Familie aufgewachsen, hatten Probleme als Jugendliche mit sich zu behaupten waren eher introvertiert wurden gemobbt, wurden vielleicht auch verprügelt wie auch immer.
- 53:30Speaker 0: Also hatten alle irgendwo in der Kindheit einen besonders schwierigen Moment, die alle irgendwie vereint.
- 53:38Speaker 0: Hast du dafür irgendwie eine Erklärung?
- 53:40Speaker 0: oder ist das was, worüber du auch nachgedacht hast?
- 53:42Speaker 1: Nein.
- 53:43Speaker 1: Ich glaube dass es einfach... Es ist ein ganz erleichternde Antwort.
- 53:47Speaker 1: Es gibt einfach wahnsinnig viele dysfunktionale Familien.
- 53:51Speaker 1: Es gab damals einfach wahnsin viel Mobbing.
- 53:55Speaker 1: Das war in der Tagesordnung und du kannst letztendlich behauptet mal in fast alle Familien reinschauen.
- 54:06Speaker 1: zu hundert Prozent funktionale Familien geben, funktionierende Familien geben.
- 54:10Speaker 1: Es gibt in jeder Familie sei es Patchwork oder normale Familie gibt es immer einen Punkt an dem man den Beteiligten später eine Therapie verschreiben könnte und sagen da musst du mal drüber reden lass das mal los.
- 54:23Speaker 1: Sei's in überbordener positiver Zusammengehörigkeit, dass Menschen nicht loslassen können.
- 54:30Speaker 1: Das eine ist das andere.
- 54:31Speaker 1: Ich in meinem Fall habe Matze drüber gesprochen und habe sehr früh losgelassen und Abschied genommen was unfassbare Resonanz ausgelöst hat.
- 54:40Speaker 1: Ich habe auf die Geschichte gesagt, ich habe meinen Eltern mich verabschiedet auf meinem Lebensweg so irrsinnig viele Zuschriften gekriegt dass Menschen jetzt für sich mal damit auch gut klarkommen können.
- 54:55Speaker 1: Da dachte ich mir nur, weil sich gesagt habe, heißt er nicht das richtig sein muss.
- 54:58Speaker 1: Aber es kann sich gut anfühlen, hab' ich gesagt?
- 54:59Speaker 1: Es kann richtig sein!
- 55:01Speaker 1: Gibt auch passende Literatur dazu etc... Und das andere ist dass man diese Verknüpfung gerne macht wenn Kollege Eidinger jetzt ein Interview gibt im Spiegel und Stern unter Österreich News und gerade... Ich schätze den Kollegen wirklich sehr also einen großartigen Schauspieler Jetzt das Thema Nazismus für sich entdeckt und sagt, er ist in seiner Jugend nicht gesehen worden.
- 55:25Speaker 1: Alles gut?
- 55:26Speaker 1: Ist das seine
- 55:26Speaker 1: Geschichte?".
- 55:27Speaker 1: Ich glaube, dass es Kunst, Kreativität ist natürlich immer ein gutes Ausgleich um seelische Balance herzustellen.
- 55:39Speaker 1: Keine Frage!
- 55:40Speaker 1: Für mich war Schauspielerei nie eine Therapieform.
- 55:43Speaker 1: Ich habe nicht auf der Bühne versucht mein Innerstes nach außen zu stülpen damit ich dann meine Kindheit aufarbeiten konnte im Gegenteil.
- 55:51Speaker 1: Ich habe mich sehr mit meiner Kindheit, meiner Eltern auch auf therapeutische Ebene beschäftigt und war froh wenn ich es dann da gelassen habe weil's dahingehört hat.
- 55:59Speaker 1: Und für mich hat die Bühne ganz da den Werkzeugkoffer aufzumachen und für mich ist das ein Werkzeugkoffer, es ist ein Handwerk man muss es lernen und es gibt Techniken und dann macht man am Ende des Abends macht mein Werkzeug Koffer wieder zu und sagt man gut geworden.
- 56:16Speaker 1: Schlussapplaus müsste ich gar nicht haben.
- 56:18Speaker 1: eigentlich, wenn das Stück funktioniert hat und dass die Ausdrucksform des Publikums ist halt der Applaus.
- 56:24Speaker 1: Das war mein Ding!
- 56:25Speaker 1: Dann habe ich da Danke, Haken dran, Maschine installiert, Gedankenmaschine, Kopfkino freigesetzt – okay alles klar wunderbar.
- 56:33Speaker 1: Und das andere war mir nie wichtig und war nicht mal ein Antrieb.
- 56:37Speaker 1: Gibt es aber auch und deswegen ist das ja mittlerweile in meiner Beobachtung der verschiedenen Kollegen immer so rührend, weil es ist ja auch ein großes Vertrauen.
- 56:48Speaker 1: Also die Figur des Arztes, die ich spiele, ist zum Beispiel deswegen so außergewöhnlich, weil ich ja die Kollegen anfasse – immer!
- 56:57Speaker 1: Ich habe immer eine Berührung dabei und das ist relativ selten eigentlich beim Drehen.
- 57:02Speaker 1: Da gibt's jetzt einen Intimacy-Coach bei Liebeszenen.
- 57:04Speaker 1: da wird dann darauf geachtet ob das für dich okay ist wenn ich dich küssere wie ich dich küsse ob du dich da jetzt unwohl fühlst Hygiene etc.
- 57:12Speaker 1: wird das mittlerweile alles besprochen, gab es früher nicht so oder ist jetzt so?
- 57:16Speaker 1: und ich habe früher, dass hat sich auch verändert, das einfach gemacht.
- 57:21Speaker 1: also ich hab Kollegen einfach wenn sie's jetzt Lymphknoten abtasten blablabla, rotiniert kann man's ja machen.
- 57:27Speaker 1: aber seit Zoll gehört zu Szenen haben wir's halt.
- 57:29Speaker 1: Probe fein, hab's einfach gemacht.
- 57:31Speaker 1: mittler gesagt darf dich anfassen Und ich merke je jünger die Kollegen wären umso wichtig ist diese Frage Weil sie teilweise das halt übergriffig empfinden, sage ich aber.
- 57:40Speaker 1: Moment!
- 57:42Speaker 1: Deine Einlassung als Rolle in der Spiel ist ja die Rolle.
- 57:47Speaker 1: Also ist das auch in Ordnung?
- 57:50Speaker 1: Da tut sich jetzt eine neue Generation auf weil so muss man vor der Probe sagen Ich musste dich an das Szene anfassen.
- 57:55Speaker 1: Ist das okay für Dich?
- 57:56Speaker 1: Jetzt könnte das Kollege auch verneinen und sagen Nee möchte ich nicht Und man könnte es nicht mehr machen.
- 58:04Speaker 1: da muss man anders arbeiten, dann würde ich einen anderen Weg finden.
- 58:08Speaker 1: Aber das sind schon viele Dinge passiert und deswegen ist mir diese Arbeit an der Wahrhaftigkeit wichtig aber nicht der psychotherapeutischen Umsetzung.
- 58:17Speaker 1: auch hier kannst du die Antwort gerne wieder einkürzen oder sie dann kompakt als Doppelgeschwindigkeitspodcast Als addon hint anhängen.
- 58:25Speaker 0: ganz viele dinge die ich dazu sagen will.
- 58:27Speaker 0: ja Ich fange mal mit dem ersten Anknüpfen an meine frage davor.
- 58:33Speaker 0: Ich glaube, was da schon ein gemeinsamer Nenner ist gar nicht mal in der Aufarbeitung mit dem, was man tut.
- 58:39Speaker 0: Aber ich glaub' der gemeinsame Nenna ist vielleicht am Ende des Tages diese erhöhte Leidensfähigkeit und dieser erhöhte Resilienz die man vielleicht gerade in solchen Berufen die halt nicht klick an und ich mach das Sinn sondern wo ich mich durchboxen muss, wo ich irgendwie dann schon glauben muss und den langen Arten haben, um irgendwie auch durchzustehen.
- 59:01Speaker 0: Und ich glaube dass Menschen die mit einer schwierigen Kindheit aufgewachsen sind und da irgendwie durchgekommen sind egal was das bedeutet, was sie erlebt haben, dass diese Leidensfähigkeit, diese Resilienz an der Stelle vielleicht stärker haben verwirklichen wollen in den themen die ihn wirklich wichtig sind weil sie sagen sie wollen jetzt nicht irgendwie sich wieder anpassen und wieder irgendwie zurückstecken sondern die wollen jetzt auch wirklich das machen.
- 59:30Speaker 0: was sie machen wollen
- 59:32Speaker 1: Ist individuell unterschiedlich.
- 59:34Speaker 1: aber wahrscheinlich gibt es ja kann sein
- 59:37Speaker 0: dass das eine des andere Das thema kontaktabbruch weil ich das auch erlebt habe wenn auch vielleicht nicht ganz so sagen wir mal harmonisch oder geplant, wie es bei dir zumindest wirkte also in dem was ich dazu gehört habe und du erzählt hast.
- 59:54Speaker 0: Aber so ein, dass irgendwie so ein wichtiger Faktor ist oder so ein richtiger Punkt ist auch mit einem Thema einfach mal abschließen zu können.
- 1:00:02Speaker 1: Also auch mal ging dir so
- 1:00:04Speaker 0: genau.
- 1:00:05Speaker 0: Ja, genau.
- 1:00:06Speaker 0: Und beiden?
- 1:00:06Speaker 1: Oder mit beider?
- 1:00:07Speaker 1: Mit Beiden.
- 1:00:08Speaker 1: Ah okay!
- 1:00:09Speaker 0: Und man da aber dann einfach mal so einen Punkt machen konnte an ganz viele Dinge, die das ist ja dann immer sehr individuell Wasserhändler beschäftigt und was vorgefallen ist oder wie auch immer.
- 1:00:19Speaker 0: Oder warum man das dann auch macht?
- 1:00:22Speaker 0: Aber so einen Punkt machen zu können und zu sagen okay, das ist jetzt Vergangenheit.
- 1:00:28Speaker 0: Es ist glaube ich wahnsinnig wichtig!
- 1:00:31Speaker 0: Und ich glaub wir tun uns gesellschaftlich – und das ist quasi der dritte Punkt – wir tun unsere Gesellschaft nicht immer noch so schwer über Ich packe das jetzt mal unter den Begriff, dysfunktionale Familien zu sprechen.
- 1:00:42Speaker 0: Weil wir ganz viel vermischen und weil wir immer noch Berührungsängste haben.
- 1:00:47Speaker 0: also es gibt ja wie du vorhin gesagt hast keine Familie läuft so richtig perfekt rund Es gibt immer irgendwo Schwierigkeiten ist auch ganz normal.
- 1:00:55Speaker 0: Das
- 1:00:55Speaker 1: ist ja auch ein Bild, das ist ja ein rettograles Bild einer familien Idee.
- 1:01:00Speaker 1: die ist so fünftiger der Wunsch danach.
- 1:01:05Speaker 0: Ich glaube, es muss auch eine gewisse Reibung geben.
- 1:01:07Speaker 0: Sonst lernst du ja auch nichts.
- 1:01:09Speaker 0: Aber der Punkt ist ja der Grad der Reibungen.
- 1:01:11Speaker 0: und dann gibt's eben so rote Linien die dann Richtung psychische Gewalt oder physische Gewald gehen, die da noch mal ein ganz anderes Level an Dysfunktionalität sind und die dann auch wirklich einen Schaden anrichten, der teilweise irreversibel is'.
- 1:01:26Speaker 0: Was glaubst Du denn mit allem was Du auch vielleicht persönlich mit all diesen Themen dich beschäftigt hast?
- 1:01:33Speaker 0: Warum fällt uns das immer noch so schwer, da besser darüber zu reden?
- 1:01:38Speaker 0: Also wir reden heute ganz viel über seit der ganzen Mythu-Bewegung.
- 1:01:42Speaker 0: Tun wir uns viel leichter über solche Themen und Fehltritte ist fast verharmlosend aber meine ich nicht so zu reden.
- 1:01:51Speaker 0: Wir haben dann eine ganz andere Erwärmnis für all diese Themen.
- 1:01:54Speaker 0: Aber wenn es um das Familienkonstrukt geht Und was innerhalb dieser Familien teilweise an wahnsinnig schlimmen Dingen schiefläuft Da haben wir immer noch Berührungsängste, da wirklich auch gesellschaftlich vernünftig darüber zu reden.
- 1:02:08Speaker 0: Warum meinst du ist das immer noch so schwer?
- 1:02:11Speaker 1: Na ja meine Theorie dazu ist wenn du dir die Geschichte anschaust wie viele Generationen Partriachat haben wir durchlebt und aus wie vielen Generationen Jahrhunderten gab es verschiedene Vorgaben Richtungsvorgaben Wie eine Familie unter diesen Partriahaten zu sein hat, wer hat angesagt welche Richtung was wurde gemacht und so.
- 1:02:34Speaker 1: Jetzt sind wir von meiner Generation meiner Eltern.
- 1:02:38Speaker 1: ich bin neunundsechzig geboren dann haben jetzt die Millennials das ist der nächste dann Jensis.
- 1:02:44Speaker 1: es ist die neue Generation da mit den zwanzig oder Anfang zwanziger sieben in der zweiten Generation Die lernt damit umzugehen.
- 1:02:54Speaker 1: also zu meiner Zeit Als ich studiert habe, in einer Therapie zu gehen und zu sagen.
- 1:02:59Speaker 1: Ich mache jetzt eine begleitende Psychoanalyse weil man sich dafür interessiert.
- 1:03:03Speaker 1: das war ja damals quasi da wurde es geächtet.
- 1:03:06Speaker 1: Da hat man nicht angegutzt, was hast du?
- 1:03:07Speaker 1: Was hast du denn an der Waffe?
- 1:03:09Speaker 1: Bist Du den Geistes krank oder bist Du krank?
- 1:03:12Speaker 1: Das gibt's ja heute noch so.
- 1:03:13Speaker 1: aber das hat mittlerweile durch den amerikanischen Einfluss auch die Strings, die Coaches von denen man da Abstand halten sollte.
- 1:03:22Speaker 1: wenn man dann so weiter gibt es aber diesen eine Veränderung, aber da ist noch viel zu wenig Zeit vergangen um sich da freizuschwimmen und auch das mal entspannt zu machen.
- 1:03:33Speaker 1: So jetzt hat man eine junge Generation die jetzt gewisse andere Tools hat als die ich in meiner zeit du in deiner hattest.
- 1:03:41Speaker 1: du bist bei jahrgang bis
- 1:03:42Speaker 0: nachtundachtzig
- 1:03:43Speaker 1: dazwischen mit deinen älteren umzugehen.
- 1:03:45Speaker 1: das war schon sehr gut.
- 1:03:47Speaker 1: da ging es aber noch ein bisschen sehr eine konfrontation dann in den abschied und dann habe man das so gehalten weil das alles noch sehr angestrengt verhärtet ist, darf man eigentlich nicht.
- 1:03:56Speaker 1: Und die Eltern haben gesagt was macht ihr denn jetzt?
- 1:03:58Speaker 1: Was ist mit dir los?
- 1:03:59Speaker 1: So jetzt dass man sagt jetzt mal ganz easy wir sind verbunden weil du bist mein sohn ich bin dein vater Wir kommen mit Dingen nicht klar und das man diese Entspanntheit findet als gesetzt.
- 1:04:14Speaker 1: also es gibt natürlich auch Fälle bei mir war es so oder dir nicht so.
- 1:04:18Speaker 1: wie auch immer ist bei jedem anders dass die Mehrheit der Fälle sich dann entspannt und das besprechen kann.
- 1:04:24Speaker 1: Ich glaube, das dauert noch ein, zwei Generationen bis man da hinkommt.
- 1:04:29Speaker 1: Weil ich glaube im Moment ist es so, dass man die Dinge sogar ein bisschen zu hart anfassen soll.
- 1:04:35Speaker 1: Jetzt kann ich endlich mal das sagen!
- 1:04:37Speaker 1: Und dann wird wieder eine Gegenfront aufgebaut.
- 1:04:39Speaker 1: aber darum geht's auch nicht sondern es geht ja um einen Miteinanderabschied nehmen.
- 1:04:44Speaker 1: zum Beispiel wenn man in einer Fraubeziehung denkt Hört man das ja ganz häufig, dass man sagt.
- 1:04:50Speaker 1: Wir haben uns getrennt im Einvernehmern und dieses Einvernehmen ist komischerweise bei Mann-Frau auch wenn sie fünfzig Jahre verheiratet sind, ist es völlig okay?
- 1:05:04Speaker 1: Dann sagt man, ahja, im Einfall nehmen wir toll!
- 1:05:06Speaker 1: Und Beisenhäppig jahrdurch habe ich jetzt auch ihren Mann kennengelernt und seine Frau ausgeben mir zu viert essen ist es herrlich im Einfeld war toll.
- 1:05:13Speaker 1: seltsamer weise ist es bei der Familie so die Kinder nicht sagen können, ich glaube das unser gemeinsamer Weg zu Ende ist.
- 1:05:21Speaker 1: Ich gehe einen anderen Weg sei es aus politischen Gründen, aus inhaltlichen... Warum auch immer?
- 1:05:26Speaker 1: Muss man gar nicht erklären eigentlich?
- 1:05:28Speaker 1: oder dass Eltern sagen Thema wenn Söhne schwul werden zum Beispiel so ein Thema dann rechnen die Väter weg und dann sagen das damit kann ich überhaupt nicht umgehen.
- 1:05:41Speaker 1: aber dass man z.B.
- 1:05:42Speaker 1: dann sagt als Thema du hast dich für einen Weg entschieden den Kann ich nicht mitgehen?
- 1:05:48Speaker 1: Nimm es mir bitte, nicht böse.
- 1:05:50Speaker 1: So dann dass man geht das geht nicht weil man durch dieses Familienband verbunden ist und man glaubt man muss diese.
- 1:05:56Speaker 1: du bist ja trotzdem Vater und so.
- 1:05:58Speaker 1: Da muss sich nicht jeden Sonntag zum Ende was passiert.
- 1:06:00Speaker 1: aber Dann treffen sie sich jeden sonntag Zum Kaffee Und finden sich jeden Sonnenscheiße und haben jeden Sonnentag Streit.
- 1:06:07Speaker 1: Das is den Lieber Als zu sagen Mit großer Liebe Dankbarkeit und demut Ich lasst dich in deinem Leben so sein wie du willst und ich hab dich im Herzen so, wie es ist.
- 1:06:16Speaker 1: Aber das geht nicht weißt Du?
- 1:06:19Speaker 1: Und das wird absurd!
- 1:06:20Speaker 1: Ich glaub bis man da hinkommt in diese bedingungslose Empathie, nenn ich's jetzt mal... dass immer noch zu kurz an dem wie das bearbeitet wird in unserer Gesellschaft
- 1:06:30Speaker 0: Ist dann vielleicht sogar auch ein gewisser Link dazu zu den Themen die wir ganz am Anfang hatten Dass wir einfach gerade in unserer, ich sag jetzt mal deutschsprachigen Gesellschaft weil ich das da ganz massiv merke.
- 1:06:45Speaker 0: Uns einfach wahnsinnig schwer damit tun sachlich über Dinge zu debattieren.
- 1:06:50Speaker 0: also und ich sage bewusst debattiert diskutieren impliziert gleich wieder so einen unsachlichen oder emotionalen breit sondern wirklich einfach mal lasst uns einfach mal dass es deine sicht ist meine sicht.
- 1:07:00Speaker 0: vielleicht kommen wir uns irgendwie näher vielleicht auch nicht aber aber wir können irgendwie sachlich respektieren dass du die meinung hast dass ich die meinungen habe Und vielleicht finden wir im Graubereich dazwischen irgendwo was, worauf wir uns einigen können.
- 1:07:12Speaker 0: Vielleicht aber auch nicht?
- 1:07:14Speaker 0: Ja,
- 1:07:14Speaker 1: ja glaube ich!
- 1:07:15Speaker 1: Es gibt natürlich Red Flags.
- 1:07:18Speaker 1: Also wenn es antithematisch wird dann diskutiere ich mir jemanden nicht mehr.
- 1:07:21Speaker 1: das nehme ich mir raus.
- 1:07:22Speaker 1: So ansonsten bedanken wir uns heute für das politische Interview.
- 1:07:26Speaker 1: Das wünschen wir der GroKo nämlich.
- 1:07:27Speaker 1: die darf nicht mehr groko genannt werden.
- 1:07:29Speaker 1: März möchte nicht sagen dass ne GroKO ist sondern Was hat er denn jetzt wieder?
- 1:07:32Speaker 1: Sie sind eine große Koalition Wobei es ist ja nicht die große Koalition weil Es ist ja die Koalition der Verhinderten und man weiß nicht, wie es geht.
- 1:07:40Speaker 1: Vielleicht müssen wir den Ultrakonservativ-Karbotisten nur fragen – da bringt das wahrscheinlich in einer der nächsten Sendungen ziemlich sicher auf dem Punkt!
- 1:07:47Speaker 1: Das hat damit zu tun, dass glaube ich auch, dass das nicht in dieser Entspanntheit passieren kann.
- 1:07:52Speaker 1: Und um meinem Lieblingssport zu fröhnen gibt's zwei Unterschiede.
- 1:07:57Speaker 1: Da guckt ihr einen isländischen oder amerikanischen Golfspieler an und ein Golftrainer an Golf-Trainer an und du wirst eklatante Unterschiede erleben.
- 1:08:07Speaker 1: Ich bin gerade auf einen gestoßen.
- 1:08:09Speaker 1: Jim Venetos, Venetos heißt ja ein ultra entspannter Schwung und damit kannst Du golf spielen und das funktioniert!
- 1:08:18Speaker 1: Und wenn Du eine deutsche Golfstunde nimmst dann sieht das da ganz anders aus.
- 1:08:24Speaker 1: Da hast Du Vorgaben, da hast Du Trainingshilfen, da Hast Du Erfüllungsmeter, da hasst Du alles Mögliche aber Du hast nicht Das gute Gefühl, dass du aus dir herausnimmst und das merkt man dann schon sehr deutlich da.
- 1:08:37Speaker 1: Und das ist glaube ich in dieser bedingungslosen Empathie mit Blick auf die Dinge würde es viel verändern.
- 1:08:44Speaker 0: Lustig, dass Du Golf ansprichst!
- 1:08:46Speaker 0: Ich hatte damals einen schottischen Golflehrer und der war wirklich... Entschuldigung
- 1:08:51Speaker 1: wir sehen Blind Date erstes Date, du spielst Golf?
- 1:08:54Speaker 0: Ich hab Golf gespielt als Jugendlicher tatsächlich.
- 1:08:57Speaker 0: Ja
- 1:08:57Speaker 1: dann fängst du an und geh mal Golf spielen.
- 1:09:03Speaker 0: Und der war richtiger Schottin aus dem Bilderbogen wirklich, ein schottischer Golflehrer.
- 1:09:10Speaker 0: Der hat wirklich genau das was du sagst, entwickelt das Gespür lernen deinen Kopf auszuschalten und jeder der mal irgendwie Golf gespielt hat weiß ganz genau in dem Moment wo du nachdenkst hast du eigentlich schon verloren.
- 1:09:23Speaker 0: Hat ja auch den unangenehmen Nebeneffekt dass er uns bei jedem Wetter rausgedonnert hat.
- 1:09:27Speaker 0: also da hätt's Schnee nicht aber Regen Totaler Weltuntergang, so zieht eine Jacke an.
- 1:09:35Speaker 0: Genau!
- 1:09:36Speaker 0: Und das ist schön weil die Dinge einfach mal so nehmen wie sie sind und nicht immer alles kaputt zu denken sondern einfach mal da ist der Ball.
- 1:09:45Speaker 1: Es hat Golf mit meinem Beruf auch wahnsinnig viel zu tun.
- 1:09:47Speaker 1: also sich nichts vorzunehmen Ist der bessere Sprung, ist das bessere Spiel.
- 1:09:51Speaker 1: ich kann mir in der Szene wahnsinnigt beim Spielen meinen beruf Wahnsinnviel vornehmen in der Szenen dann ist schon vorbei und loslassen, easy bleiben.
- 1:10:02Speaker 1: Da kann man ganz viel darüber noch
- 1:10:04Speaker 1: reden.".
- 1:10:06Speaker 0: Dieses Vereinende – wenn wir mal zu der Rolle kommen die dich ja jetzt schon ganz lange beschäftigt nämlich der Bergdoktor ist das vielleicht auch am Ende der Erfolgsfaktor dass sich so viele Menschen irgendwo mit dieser Szenerie, mit den Geschichten, mit dem Dingen die da passieren identifizieren können und dass so ein gemeinsamer Nenner für eine ganz breite Schicht quer durch die Gesellschaft quasi ist.
- 1:10:34Speaker 0: Und das am Ende das Erfolgsgeheimnis vielleicht sogar von dieser Rolle, von dieser Serie?
- 1:10:41Speaker 1: Das ist schwer zu sagen!
- 1:10:42Speaker 1: Ich kann nur noch sagen es ist eine Lebensaufgabe es zu machen.
- 1:10:46Speaker 1: Es sind acht mal neunzig Minuten im Jahr.
- 1:10:48Speaker 1: wir drehen vom April bis Dezember.
- 1:10:49Speaker 1: Das ist ein langer Weg denn wie als Team gehen?
- 1:10:52Speaker 1: Wir haben eine Grundkonstellation einer Serie, wo ein Arzt im Mittelpunkt steht.
- 1:10:57Speaker 1: Ist schon mal gut in den Archetypen.
- 1:10:59Speaker 1: Die Menschen wünschen sich das.
- 1:11:02Speaker 1: Den hätte ich gerne im echten Leben.
- 1:11:04Speaker 1: Daran sieht man was die Menschen für ein Thema haben in ihrem Privatleben.
- 1:11:09Speaker 1: Wir haben gute Familienstruktur.
- 1:11:12Speaker 1: Ein junges Mädchen hat damals angefangen mit neun.
- 1:11:14Speaker 1: Jetzt ist sie achtundzwanzig.
- 1:11:16Speaker 1: Damit sind viele Kinder groß geworden.
- 1:11:18Speaker 1: Da wurde identifiziert, damit haben wir das junge Zielpublikum bekommen.
- 1:11:23Speaker 1: Erstmal hat Oma mit Enkelinen enkel geguckt und dann hat Mama und Papa mit Enkel gegut, weil Enkel ihn gesagt hat, hab' mit Oma geguckt, dann sind die Eltern reingekommen und dann wird es weitergegeben.
- 1:11:33Speaker 1: Es ist ein gelerntes Format fürs Publikum vor einer Hammerkulisse der Wilde Kaiser.
- 1:11:38Speaker 1: Es ist ganz toll, ich habe jetzt Yellowstone durchgebinst und hab' gesagt Ich muss nach Montana, hat diesen Bergdoktor-Effekt gehabt.
- 1:11:45Speaker 1: Und das ist in Summe, glaube ich, das Versprechen was wir dem Publikum geben.
- 1:11:50Speaker 1: Der Produzent sagt immer Ich muss wissen zu welcher Party ich eingeladen bin am Anfang und diese Einladung besteht seit achtzehn Jahren Am Anfang.
- 1:12:00Speaker 1: es geht um diesen Mann der alles tut für seine Familie Für seine Patienten und die große Überschrift des Empathie und Zuversicht.
- 1:12:07Speaker 1: und das haben wir glaube ich in fast allen Staffeln.
- 1:12:12Speaker 1: Wenn ich in allen Staffeln, es gab einen düstere Staffel mal.
- 1:12:15Speaker 1: Da war nicht gut drauf da grober zurecht.
- 1:12:17Speaker 1: Haben wir mal was anderes ausprobiert aber haben in allen staffeln erfüllt und glaube ich das ist das was diese Stabilität und das Verlässliche was wir liefern mit dieser Serie und liefern dürfen.
- 1:12:29Speaker 1: Das ist ja ein Wahnsinn!
- 1:12:30Speaker 1: dass wir nach achtzehn Jahren eben noch Primetime, ZDF liefern so eine Show.
- 1:12:33Speaker 1: Erzähl jetzt mal im Amerikaner aus der Branche, also der Feld vom Stuhl und sagt was macht ihr?
- 1:12:38Speaker 1: Was wie lange in Primetime in German Television?
- 1:12:41Speaker 1: Das ist für die... Wenn ich mit Kollegen anspreche das ist ne Hausnummer!
- 1:12:46Speaker 1: Und dass wir es tun dürfen ist ein Privileg weil uns das Publikum das Geschenk macht, dass wir bei denen zu Hause sein dürfen so.
- 1:12:52Speaker 1: Ich glaube das wird ich dem Erfolg.
- 1:12:59Speaker 1: Das Geheimnis ist also voll.
- 1:13:00Speaker 1: zum Schreiben.
- 1:13:01Speaker 0: Wie sehr steckt denn diese Rolle inzwischen in dir drin?
- 1:13:04Speaker 0: Also nach achtzehn Jahren, ist das wie so ein Schalter an und da oder...?
- 1:13:08Speaker 0: Ja!
- 1:13:09Speaker 1: Ja, es ist ein ganz klarer klassischer Arbeitsauftrag... Ich kenne die Figur wahnsinnig gut.
- 1:13:16Speaker 1: Logischerweise kannst du mir nachts wecken dann ziehe ich mich an und dann kann ich die Texte... Äh, das ist... Soll ich sagen, es is noch nicht mal so dass ich sage mal, man könnte ein guter Freund von mir sein, die Figuer.
- 1:13:28Speaker 1: Wenn ich sagen würde, es ist ein guter Freund von mir dann würde ich meinen Shrink anrufen und sagen, ich habe den in mein Leben gelassen.
- 1:13:35Speaker 1: Aber es könnte ein gutter Freund sein.
- 1:13:37Speaker 1: Und also das klamme auf wenn Kollegen so über ihre Figur sprechen und sagen Ich bin deine Frau ja?
- 1:13:45Speaker 1: Ich bin dein Mann oder so.
- 1:13:47Speaker 1: Ne du spielst meine Frau Du spielest meinen Mann oder So.
- 1:13:50Speaker 1: und das ist schon der Unterschied glaube ich Von meiner Berufssicht zu anderer Berufssucht.
- 1:13:57Speaker 0: Wenn wir vielleicht versuchen so eine Klammer zum Abschluss zu finden, um dieses Ganze ein bisschen zu verbinden und zu vereinen.
- 1:14:07Speaker 0: Sollte vielleicht nicht die Botschaft sein dass wir uns stärker auf die generell auch gesellschaftlich stärker Auf die verbindenden Elemente konzentrieren und weniger auf die, die uns die ganze Zeit auseinander schieben?
- 1:14:19Speaker 0: Um wieder ne Basis zu schaffen.
- 1:14:22Speaker 0: So nen Fundament zum gemeinsames Verständnis.
- 1:14:24Speaker 0: Ich hab schon
- 1:14:24Speaker 1: das versteh.
- 1:14:25Speaker 1: ich überlege gerade Ich würde einen Schritt vorher ansetzen und sagen, es sollte in meiner Arbeitsgruppe, in meinem Gremium der Weltenrettung wäre das erste Schritt, dass jeder dem mehr vertraut was er wirklich sieht.
- 1:14:43Speaker 1: Was er wirklich hört, was er fühlt oder wahrnimmt.
- 1:14:47Speaker 1: Dem anderen in die Augen zu gucken und sagen ich will dir nichts Böses du willst mir nix böses.
- 1:14:52Speaker 1: wir sind im selben Boot.
- 1:14:55Speaker 1: gemeinsam gucken, dass wir unser Umfeld so gut wie möglich und uns selber so gut als möglich behandeln.
- 1:15:03Speaker 1: Das ist die Voraussetzung dafür, dass man dann darauf achten kann das wir das Verbindende überhaupt erst mal sehen.
- 1:15:11Speaker 1: weil es ist alles zu abstrakt für die Menschen glaube ich.
- 1:15:14Speaker 1: Es ist zu abstrakt, zu sagen.
- 1:15:16Speaker 1: Und es hat deswegen so funktioniert in der Pandemie rumzuschreien, je spaltet die Menschheit, diese Gesellschaft wird gespalten von ... Die Verschwörer
- 1:15:25Speaker 1: etc.,
- 1:15:25Speaker 1: das wird gesspalten.
- 1:15:26Speaker 1: Das war sehr einfach weil es abstrakt und nicht greifbar war.
- 1:15:29Speaker 1: Deswegen sind sehr viele auf dieses Trittbett aufgestiegen und haben gesagt ja genau, genau, Genau!
- 1:15:33Speaker 1: So und ich glaube dass es im Begrifflichkeit viel zu abstrackt was man tun müsste.
- 1:15:38Speaker 1: Ich glaube ein erster wichtiger großer Schritt ist das jeder Sich selber wieder mehr vertraut, was er sieht.
- 1:15:44Speaker 1: Was er hört und nicht etwas andere ihm sagen seine eigenen Erfahrungen zu machen um die dann zu teilen in einem miteinander.
- 1:15:52Speaker 1: Wer jetzt so ein Gedanke
- 1:15:55Speaker 0: ist glaube ich ein guter start und gutes ende gleichzeitig.
- 1:15:58Speaker 0: Ich danke dir sehr dass du dir die zeit genommen hast.
- 1:16:01Speaker 1: vielen dank das wir uns kennenlernen.
- 1:16:02Speaker 1: Wir halten fest wir müssen einen jugend news podcast finden wenn nicht erfinden.
- 1:16:08Speaker 1: wir müssen golf spielen miteinander Und ganz viele andere Sachen.
- 1:16:11Speaker 1: im Fall müssen wir uns irgendwann wiedersehen, wenn du Zeit hast.
- 1:16:13Speaker 1: Auf
- 1:16:14Speaker 0: jeden Fall!
- 1:16:14Speaker 0: Sehr gerne!
- 1:16:16Speaker 1: Danke dir!
- 1:16:18Speaker 1: Das war's leider schon... Die letzte Runde ist ausgetrunken und das Gespräch zu Ende.
- 1:16:24Speaker 1: Vielen Dank fürs Zuhören!
- 1:16:26Speaker 1: Bitten im Rücksicht auf die Nachbarn und sei leise, wenn Du die Bar verlässt aber vergiss auf keinen Fall den Abonnieren-Button zu klicken.
- 1:16:40Speaker 1: Gin & Talk ist ein Podcast von Forty-Eight Forward, produziert in den Forty Eight Forward Studios in München.