Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / Von TV-Star zum Tiefpunkt – wie GMan alles verlor und sich neu erfand
Transcript
- 0:00Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Momentum. Deinem Podcast, der inspirierende Menschen inspirierende Geschichten erzählt. Mein heutiger Gast ist Gabriel, aka «The G-Man». Er ist bekannt durch seine Videos, die Hunderttausende von Menschen erreichen. Mit seinem Content erwärmt er nicht nur ganz viele Herzen, sondern er macht heute auch Eis.
- 0:22und zwar aufklären. Er klärt auf und er betreibt Prävention. In diesem Podcast reden wir aber nicht nur über ganz viele lustige Videos und über Prävention, sondern wir haben ganz tiefe Themen, woher er kommt, was in seinen schlimmsten und tiefsten Zeiten passiert ist.
- 0:38Wir reden über Mobbing, wir reden über Content Creation, über das Influencer-Dasein, über Schulen, über Kinder. Wir reden über ganz viele sehr spannende Themen. Wir sind sehr tief in diesem ganzen Gespräch reingegangen und ich kann es kaum erwarten, um ihn wieder einmal einzuladen und zu schauen, wo seine Reise reingegangen ist. An dieser Stelle viel Spass mit diesem Podcast und jetzt heisst es Intro ab.
- 1:00Ich glaube, diesen Schmerz haben wir beide erlebt. Und da kann ich wirklich sagen, wir waren immer in all diesen Jahren ehrlich zueinander. Und dafür schätze ich das mega, dafür schätze ich dich bei, dafür danke ich dir von Herzen. Einfach für die Ehrlichkeit, die mich wieder an Menschen gelassen hat. Ich sage dir ganz ehrlich, wie es ist.
- 1:16Ich konnte mir jeden Tag in den Spiegel schauen, weil ich niemandem bei Loggen, und da kommt jetzt fast die meiste Karte, bei Loggen oder bei Drogen, niemandem böse haben wollte. Einfach ich selber gewesen bin. Und das ist manchmal vielleicht gut, ach und manchmal hat es vielleicht auch zu viele Ecken und Kanten gehabt. Es ist alles so, wie es muss, damit es kommt, wie es soll. Gerade ein wenig das Gleiche,
- 1:32Aber das finde ich etwas, das mir extrem geholfen hat. Zum gleichen Gedanken, wenn ich wieder denke, «Oh, es könnte alles falsch laufen», zu sagen, «Es liegt nicht in meiner Hand, es ist alles so ins Muster, damit es kommt, wie es soll.» Was sagst du dazu? Glück ist deine aktuelle Situation minus deine Erwartungen.
- 1:50Ich möchte einen grossen Dank an die Community, an die Leute, die mich seit Anfang an mitverfolgen, die Leute, die den Weg von mir gesehen haben, von ganz unten bis hoch, bis sogar von ganz oben im Fernsehen, vom Tiefpunkt und wieder raus. Danke für die Unterstützung, für den Support, für eure Ehrlichkeit und Echtheit.
- 2:09Ich finde den Benjamin mega geil. Es ist lustig, es ist wie ein Charakter-Change, das passieren musste. Wirklich? Ich glaube, ja. Das musste passieren nach dem Fernsehen, oder? Nein, nach allem. Ich sage jetzt mal, nach dem Fernsehen, über Social Media, der Start auf Social Media. Das war mir noch etwas spezieller als bei anderen, sagen wir es mal so. Wieso dann? Ja, also man hat mich am Anfang schon noch...
- 2:35Mal ein bisschen. Ich habe auf Social Media gestartet und meine Geschichte erzählt. Ich habe mit Storytime gestartet und mit all den Fakten heraus, wo ich gerade stehe. Nicht unbedingt an einem guten Punkt im Leben. Das habe ich natürlich nach draussen gedreht. Ich hatte auch so, heutzutage würde man Crash-Outs sagen. So ein paar Crash-Outs in den Livestreams und in Videos.
- 2:58Also die Livestreams, die du im Crash auch hattest? Ja, die waren sehr emotional und laut. Kümmerst du dich schon darauf, dass das eingehen kann? Das können wir schon. Das war die erste Zeit von Social Media. Das ist auch schon 6 Jahre her. Aber man würde heutzutage sagen, dass ich damals nicht brandsafe war.
- 3:19Nicht Brandsafe. Jetzt bist du Brandsafe. Immer mehr, ich würde sagen. Was ist denn ein Crash-Out? Es war mehr so, ich habe schon im SRF offen darüber gesprochen, ich habe eine Zeit gehabt, in der ich es privat, beruflich, im Leben nicht mehr gesehen habe. Und dann, ja, wirklich einfach
- 3:39Ich wusste nicht, wofür ich auf dieser Welt bin. Ich bin in ein absolutes Loch reingefallen. Drogen, Alkohol, alles war eine Thematik. Aus dem wollte ich herauskommen. Ich sagte mir am Anfang auf Social Media, ich will von dem wegkommen. Ich will den Kackhaufen, den ich gemacht habe, aufräumen. Wenn ihr wollt, könnt ihr mich auf diesem Weg begleiten. Aber es hat mich auf jeden Fall viel auf diesem Weg
- 4:00nur einen oben draufschlagen wollte. Wirklich? Ja. Wie hat sich das angefühlt für dich? Hey, ja eben so wie eine Trotzreaktion. Also Trotzreaktion im Sinne von, es gab auch ganz viele da draussen, die mir helfen konnten. Das ist eigentlich das Schöne und das, was am Schluss da ist. Weil, ich selber war immer noch einer, wo ich glaube, jeder Mensch, wenn ich sicher bin, dass jeder Mensch das mal erlebt und das ist so der Nullpunkt.
- 4:23Bei gewissen ist dieser Nullpunkt etwas weniger tief als bei anderen. Ich würde sagen, hier war er ziemlich tief. Und dann hast du einfach die Entscheidung, die du treffen musst. Gebe ich auf oder gebe ich eben nicht auf? Und wenn du nicht aufgehst und wieder aufstehst, dann braucht das schon mal sehr viel Kraft. Mega.
- 4:39Ich persönlich sage auch immer, du musst die Entscheidung für dich selbst treffen. Die Leute in deinem Umfeld können dich bei dem nur unterstützen, auf dem Weg wieder aufzustehen und nicht aufzugeben. Aber die definitiven Entscheidungen und das Handeln, das kannst du nur selbst. Das kannst du nur selbst. Hundertprozentig. Das ist ganz sicher so, das finde ich genau gleich. Und
- 4:58Du hast den Start im 19. Jahrhundert vor etwa sechs Jahren. Ja, 2020 haben wir gestartet. 2020 haben wir gestartet. Und war das gerade eine Zeit, in der du gekündigt hast und weggegangen bist vom Fernsehen? Ich habe am Fernsehen, also den Medien, Ende 2019 den Rücken gekehrt. Und habe mich selbstständig gemacht, Start 2020. Und habe gefunden, jetzt Eventmoderation, Eventplanung und Corona. Zack.
- 5:24Ja, richtig gutes Timing war das. Ja. Und ja, da kamen zuerst einmal 1 1⁄2 Jahre sehr spezielle Jahre auf einen zu. Ja, das kennt man ja. Gerade vor allem in der WM-Branche, für alle. Hey, Social Media war schon das, wo ich dachte, hey, das ist jetzt das Fernsehen von morgen.
- 5:41Oder mittlerweile das Fernsehen von heute für die Jugendlichen. Und dann haben die noch alle ausgelacht. «Was machst du auf dieser Plattform? Die ist doch für Kinder, da macht man Lip-Sync, da tanzt man.» Gut, ich tanze jetzt manchmal ein bisschen vor Schule, aber das ist ein anderes Thema. Aber du warst auf TikTok? Wie? Ich war damals schon auf TikTok. Im Sommer 2019 in dieser Zeit, habe ich von TikTok zum ersten Mal mitbekommen oder erfahren. Dann habe ich angefangen, es ist spannend, ja okay, das könnte ich auch machen. Dann ist es aber neun Monate gegangen, bis ich dann endlich das erste Video aufgeladen habe.
- 6:11Ich glaube, ich bin lang gegangen. Für mich ist es am Schluss eigentlich nur noch... Schon gut. Das ist ein Lappsteller. Also wenn du in die Sperre willst, eine halbe Stunde geht es.
- 6:28Was geht? Eine halbe Stunde, bis ich entsperre. Wirklich? Ja, alles gut. Was war es? Genau, mit der Zeit, bis man es macht. Man entscheidet sich, was man auf Social Media machen will. Auch bei den Medien, nach über 20 Jahren, habe ich da wirklich den Rücken gekehrt.
- 6:43Die Falschheit, das Hintertouren, das gibt es natürlich überall in der Welt, klar. Aber Mobbing oder Ausgrenzung, wenn das am Arbeitsplatz stattfindet, in der Kindheit erlebt man es oft, in der Schule erlebt man es. Das habe ich sehr erlebt. Dann im Arbeitsleben. Und wenn du nicht der bist, der schlecht über andere spricht, dann sprechen die anderen halt ein bisschen schlecht über dich. Ich war immer sehr unkonventionell, ich hatte meine eigenen Jahre. Ich bin sicher auch ein bisschen zu ADHS mit dem Ganzen, das ist ein bisschen unkonventionell, aber
- 7:12Man hat es doch gerne bekommen, weil es eben out of the box ist, weil es ein anderer Ansatz ist und weil es eigentlich immer funktioniert, wenn man so sagen darf. Aber nein, irgendwann musste ich wirklich sagen, die ganze Falschheit, das vordurch lachen, hinderturch ein Messer in den Rücken, habe ich nicht mehr verliehen. Nein, irgendwann geht das immer.
- 7:30Das ist etwas, das egal, ob es in der Kindheit passiert oder später am Arbeitsplatz, es mag einem. Und wenn man das dann noch von Drittpersonen mitbekommt, oder wenn man es irgendwie sonst mitbekommt, das ist nicht schön. Und das sollte man wirklich verhindern. Du, gell, seien wir mal ehrlich, ein bisschen Mobbing gehört ja zu einem guten Charakter. Oder braucht es für eine gute Charakterbildung, weisst du? Also ich sage jetzt mal, wenn du einfach nur wie ein Fisch durchs Wasser gleitest, bist du das ganze Leben, ist es ja irgendwie langweilig. Und...
- 7:59Hörst du mir sagen? Ich glaube, jemand, der nie Hürden im Leben hatte und nie etwas Schwieriges erlebt hat... Ja, klar. Das gibt es bei jedem. Und eben, ein schwieriges Leben formt den Charakter. Ja, das ist definitiv so. Wir sind schon wie in dieser Zeit von 2019 bis jetzt. Was du alles sagst. Also, jetzt noch nicht, aber in dieser Zeit damals. Ich schiebe mich auch gerne ein bisschen zurück. Und...
- 8:22Ich habe wirklich gedacht, wegen deinem Nachnamen, dass du irgendwie aus England, Irland, ja, wegen Oldham. Gabriel Charles Oldham. Genau, ist der volle Name. Wie ist der richtig aussprochen? Der richtige Name ist Gabriel Charles Oldham. Oldham? Oldham. Oldham? Ja, ja. Es gibt eine englische Dritt- oder Viertliga-Mannschaft, die heisst FC Oldham. Oder eben Oldham.
- 8:46Darum dachte ich, du wärst von England, aber das ist nicht so. Du bist aufgewachsen in... Das haben viele gedacht. Ich bin aufgewachsen im Wallis. Ich war ein waschechter Walliser. Mutter und Vater waren beide Walliser. Und der Vater meiner Halbschwester war Engländer. Und meine Mutter war mit ihm geheiratet und fand, es ist gut, wenn beide Kinder den gleichen Namen haben. Das macht ja auch absolut Sinn.
- 9:08Von hier kommt mein Name. Aber es haben einige gedacht, durch den Namen zurückzuschliessen. «Ja, ja, das ist ein Engländer oder ein Ausländer oder was auch immer.» «Kein Ausländer.» «Kein Ausländer.» «Nein, nein, ich bin mit Schweizer Pass auf die Welt gekommen.» «Das hat zwar nichts zu benützen, aber ja.» «Nein, definitiv nicht. Und du bist aber in Wallis aufgewachsen.» «Hey, bis vielleicht so sechs, siebten und dann sind wir schon in Freiburg, also auf Tüdingen gezögelt.»
- 9:31Und da war ich auch in meiner Schulzeit. Ich verbrachte im Kanton Freiburg in Düdingen meine Schulzeit. In Freiburg ging es in Golesch, in Golesch-Saint-Croix. Und ja, auch am Anfang dort, da war ich in der Schule der dicke, fette Walliser, der niemand verstanden hat, der spezielle Ansichten hatte oder speziell aufgefallen ist. Ja, es ging schon sehr lange, bis in die vierte, fünfte Klasse eher, wo man zum ersten Mal wirklich sagen konnte, ich hatte einen Schulkollegen oder einen Freund in der Schule.
- 9:59Auch hier wieder, ich kenne es nicht anders. Ich sehe jetzt auch wie Kinder, wie Jugendliche aufwachsen. Bei mir war es in der Kindheit so, zuhause, voller Liebe von der Mutter, immer viel Fernsehen geschaut, ein bisschen Fernsehschanke, viel gespielt, viel gegessen. Wenig rausgegangen.
- 10:18Und dafür in der Schule war es gut. Meine Mutter hatte immer die Regel, du darfst lange aufbleiben, solange die Noten stimmen. Da hatte ich Motivation. Da hatte ich meine Insel. Das war meine Kindheit. Was hast du nach der Schule gemacht? Nach der Schule das GoLest, die eidgenössische Matur. Abgerissen dort. Das GoLest war wie das Gymnasium? Genau, richtig. Einfach für die eidgenössische Matur.
- 10:38Ich habe schon in dieser Zeit beim Kollegium beim Radio gearbeitet. Mit 16 habe ich dort angefangen. Ah, schon? So früh? Ja. Das wäre meine nächste Frage gewesen, wenn das bei dir gestartet hat und wie du das entdeckt hast. Entdeckt? Ich hatte früher schon ein paar Idols im Fernsehen. Moderatoren, Schauspieler etc. Bei «Eis zu ein» war es so, dass sie lustigerweise Rechtswissenschaft studiert haben und im Radio angefangen haben. Und so war das. Radio wäre doch etwas. Und nach dem...
- 11:07In der dritten Sekze schauten wir uns das Collège an. Wir waren in Freiburg und am Bahnhof Freiburg, der Weg ins Collège, ins Kollegium, gingen wir an diesem Radio Freiburg vorbei. Da fingen wir an zu denken, da muss ich mal vorbei. Dann ging ich vorbei und sagte mir, «Habt ihr mir irgendetwas? Kabeltechniker, am liebsten Moderator, können wir da etwas machen?» Da haben sie mich zuerst schon komisch angeschaut. Das war 1999, im letzten Jahrtausend. Hast du vier Jahre lang gearbeitet?
- 11:31Was ich für ein Jahr gegangen bin? Schreibt es mal in die Kommentare. Schreibt es mal in die Kommentare. 1983. 1983? Jawohl. Das wird ja 1943. Jungspund. Ah ja, alter Jung. Alter Jung als «Ocial Media» als Medienzins. Nein, ähm... Ja, 1999. Also wirklich im letzten Jahrtausend. Ich habe es auch mal gesagt, ich mache schon Medien seit dem letzten Jahrtausend.
- 11:531999, das war wirklich spannend, da sind wir vorbeigegangen und sie hat mich natürlich komisch angeschaut. 1999, wenn ein 16-Jähriger findet, er möchte Moderator werden, hat sie gesagt, Junge, du musst zuerst einmal erwachsen werden. Du musst zuerst die Erfahrung abspulen und ganz unten anfangen.
- 12:10Wir haben dann gleich einen Stimmtest gemacht und eine Aufnahme gemacht. Zwei Monate später haben wir das Telefon bekommen. «Ja, ich dürfte gerne mal vorbeikommen, ich würde gerne mal etwas probieren.» Und dann ist das losgegangen. Das ist eine mega potente Stimme. Vor allem mit mega viel Wiedererkennungswert. Ja, das stimmt. Ja, absolut. Für das Radio. Und dann durfte ich das beim «Sport live» machen. Und dort waren es einfach so Sportübertragungen. Die Leute begrüssen, von Stadion zu Stadion schalten und...
- 12:37Ja, es hat schon Spass gemacht, muss ich sagen. Da bin ich glaube ich auch so richtig aufgegangen. Radio Lifestyle. Wie lebt man? Ich habe immer das Gefühl, die Radiomoderatoren sind irgendwie um drei Uhr am Morgen wach, weil sie um vier Uhr die erste Sendung schalten müssen, wenn die ersten dann auf der Strasse sind.
- 12:57Ist sicher bei der Morgenshow so. Also, Shoutout da zum Beispiel, kennen wir jetzt Janik Garambé zum Beispiel. Love it. Love it. Ehrenmann. Ich mag es ihm so gönnen und habe einen super Austausch mit ihm, dass er jetzt da wirklich vom begeisterten Basketballkommentator zum Morgenshow-Moderator wird. Ich hatte letztes Mal so ein bisschen einen Austausch mit ihm im Gespräch und da hat er auch gesagt, hey, guck,
- 13:19Zu wissen, dass ich aufstehe für eine ganze Stadt oder eine ganze Region, das gibt einem mega Freude und mega viel. Also schaut auch da rein, ich finde, er macht es mega gut. Only love, only love für den Ehrenmann. Und in meinem Fall war es so, ich war immer in der Unterhaltung und im Sport.
- 13:37Wobei Sport immer eigentlich halt am Abend oder am Wochenende stattfindet. Also ich habe immer so zu den Randzeiten gearbeitet. Sprich, ist es bei mir gut aneinander vorbeigegangen. Ich habe nicht so das typische Radio-Leben gehabt, «Hey, ich lebe für das Radio», sondern mehr «Ich mache die eidgenössische Matura und nebenbei mache ich noch Radio.» Wenn halt Fribourg-Gottron gespielt hat, «Oh hier ist Shoutout!»
- 13:56Endlich! Endlich! Ich bin in Trüdingen aufgewachsen, 1993, 1994, war ich wirklich in der Stadie, seit der Bikoff-Komutow, wo man gegen Kloten im Finale verloren hat und gegen Kloten im Finale wieder verloren hat. Da bin ich als trauriger Junge hier gesessen und fand, es klappt nie. Und es kommt mir gleich kalt. Und jetzt tatsächlich, vor kurzem, das erste Mal. «Ali, Kota Koo!»
- 14:21Finally! Und dann hast du einfach moderiert, wenn Spiele gelaufen sind. Und am Wochenende halt viel. Und beim Radioleben, etwas vom Lustigsten, was ich dort erlebt habe, ist, dass ich mal beim Murten laufe. Das ist halt wie so ein Stadtlauf, dort in Murten in Freiburg.
- 14:38wie ich darüber berichtet habe. Dann habe ich die Sendung dort angefangen, schon die Leute ein wenig auf heiss gemacht, bin dann auf Murten gefahren, habe von dort noch live berichtet, habe selber am Murtenlauf mitgerannt und bin mit der Medaille wieder ins Studio und habe die Sendung abmoderiert. Das ist das Verrückteste, was ich damals gemacht habe. Für dich, der relativ früh schon ins Radio gekommen ist, wie hat sich das Radio verändert in diesen ganzen Jahren? Was würdest du sagen?
- 15:04Jetzt habe ich wieder auf Radio Freiburg gesehen. Kurz vor dem Fertigsein mit den Konzessionen, mit den Geldern, mit allem. Ich glaube, das Radio, so wie es das Fernsehen demnächst machen muss, musste den Wandel mit der Zeit mitgehen.
- 15:19Wenn man sich das Radio Freiburg anschaut, wo ich noch war, in diesem Studio, das jemand grösser hatte, von diesem Studio hier, das ein Kompliment für dich ist. Nein, es war ein kleines Studio mit verschiedenen Moderationsboxen. Und jetzt, wo Radio Freiburg ist, ich darf mal beim Wiedersehen, beim Joel, der dort arbeitet, mal auch vorbeigehen zum Interview, wie sie es jetzt aufgebaut haben mit diesen Studios, mit diesen Aufnahmemöglichkeiten, eben auch mit den Gesprächen.
- 15:44Auch, dass sie Social Media machen. Ich glaube, dieser Wandel von der Zeit, wo die Aufmerksamkeit vom Zuschauer und vom Zuhörer hergeht, die kannst du nicht ausblenden. Weil wenn du sie ausblendest, musst du dich wie wegrationalisieren. Und darum den Wandel, würde ich sagen, man hat gelernt mit Gesichtern zu arbeiten, mit Stimmen zu arbeiten, dass Stimmen dich tragen, dass Gesichter dich auch tragen. Und dass eigentlich die persönliche Bindung von einem Personal Brand, was eigentlich jeder Moderator da draussen im Radio ist, entscheidend ist.
- 16:15Ist es schon so, dass die Radiomotoratoren eigentlich immer sehr, sehr lange bei einem Radio bleiben? Hast du nicht so eine Fluchtation, wie, ich sage jetzt mal, schaffst du irgendwo in einem Detailhandel zu laden? Nein, nein. Und da hat man ja, man hat ja immer gewusst, also wenn ich ganz, ganz weit früher denke, oder mal schauen, da bin ich auch schon gesessen, ein Jansch war das Energy-Gesicht, die Energy-Stimme, oder? Mhm.
- 16:39Und Patrick Hässig war Radio 24. Kenn ich auch gut noch vom Fernsehen. Aber jetzt reden wir schon weit zurück. Wir zwei wissen das noch. Ich weiss nicht, wie viele Leute das noch kennen. Nicht mehr so viel. Das waren Stimmen von den jeweiligen Sendern. Ich glaube, es gab sogar mal einen Wechsel von diesen zwei. Es ist schon noch sehr spannend. Wie du sagst, wenn man mal zu jemandem gehört, dann ist man dort. Ich glaube, das aktuellste Beispiel, das ich mega positiv und mega cool finde, wo das Duo einfach
- 17:08Genial, kann ich nicht anders sagen. Das ist halt wirklich so ein Mosenschelker. Was die beiden haben, vor über 10 Jahren haben die angefangen, die haben einfach mal ausprobiert. Die sind zusammengewachsen, die sind mit Bern verbunden, mit Energy Bern verbunden, die sind so miteinander verbunden. Da muss man schon sagen, das sind schöne Geschichten, die die Medien schreiben können.
- 17:31Also auf jeden Fall eine sehr spannende und tolle Zeit im Radio hattest du auch. Es waren schnelle junge drei Jahre. Ich glaube, vielleicht gar nicht so wahrgenommen, wie es war, weil du nebenbei Matur gemacht hast, weil du danach das Radio gemacht hast, weil nachher das Casting beim Fernsehen gekommen ist. Genau. Dann bist du richtig SRF gegangen, oder? Richtig, richtig SRF gegangen.
- 17:53Und das ist eigentlich auch noch... Also, die Geschichte dort war, ich bin jetzt an der Morgenmensch. Das heisst, ich war halt wieder einmal zu spät, um ins Kollegium zu gehen, um ins College. Da war ich also nicht im zugequetschten Zug mit allen anderen, die zur Schule gegangen sind. Ich war nur eine Stunde, zwei Stunden später im Zug, ganz alleine. Und dann lag das so 20 Minuten Zeit, was es heute auch mittlerweile nicht mehr gibt. Nein, nicht heute. Genau. Jetzt einfach nicht mehr.
- 18:15Es gibt einfach immer die Zeitung. Aber dieses Mal hat es sich gegeben. Ich habe sie so durchgeblättert und dieses Mal hat es noch einen Anzeigen gegeben. Oder es ist ihnen ein Rat gegeben. Ein Fernsehmoderator gesucht. Es hat glaube ich auch noch ein Casting gegeben für «Achtung, fertig, Charlie». Also ich habe mich bei beidem gleichzeitig beworben. Ich komme wirklich aus dieser Zeit noch. Und ich kann mich erinnern, ich habe dann wie zwei Briefe, die sind praktisch am gleichen Tag gekommen. Der eine war «Achtung, fertig, Charlie». Ja, sie hätte da so eine Rolle von einem Walliser.
- 18:41Oder? Du weisst vielleicht, wer das ist, oder? Weisst du, wer der Walliser war? Nein. Nein. Nicht? Dem geht es hopp mal schon gut.
- 18:53Äh, ja genau. Der, der mir irgendwo im Rauch am Umstand war. Gut, gut, gut. Genau. Oder eben das Casting mit dem SRF. Und natürlich musste ich da entscheiden und mit der Mutter lang sprechen. Und dann bin ich ans Casting gegangen, weil unter dem Strich, unter gut über 800 Bewerbungen, haben sie wieder ausgewählt für ein Casting im Studio. Ja. Dort zum allerersten Mal, so zum Schweizer Fernsehen. Da ist für mich natürlich der Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Mega schön. Hast du den Casting erst da vorne gehabt? Im Leutschenbach?
- 19:22Das ist schon Opel, oder? Ja, genau. Die Luftlinie hier, 200 Meter. Und am Ende sind aus dem Casting zwei Leute rausgestochen. Sie haben eigentlich eine Frau gesucht, aber zwei Jungs, also ich und noch einen anderen. Wir hatten beide so Probesendungen. Mit diesen zwei Probesendungen, das ist eigentlich nur ein lustiger Anfang was die Schule betrifft, mit diesen zwei Probesendungen sind sie zur Schule gegangen und haben das ganz vielen Schulen in der Schweiz gezeigt. Jugendliche aus der 5. oder 6. Klasse oder aus der Oberstufe.
- 19:51Und dann haben die Schüler mitentschieden, was sie jetzt gut finden. Die haben es dann bewertet. Ja. Und so kam ich dann zu diesem Job. Wie lange hast du das gemacht? Von 2003 bis 2008. Es war wirklich spannend. Darum, wenn du sagst, ich glaube, ich kann jetzt wirklich erst rückblickend wirklich vieles
- 20:10Viele Rückblicke noch ein wenig geniessen, wo in dem Moment viel zu schnell gegangen ist. Es geht manchmal viel zu schnell. Das Kollege hat angefangen zum ersten Mal von Tüdingen überhaupt in einer grossen Stadt. Ich war nicht der, der als Jugendlicher viel unterwegs war. Ganz und gar nicht. Dann hast du das Radio die drei Jahre. Die letzte Sendung vom Radio habe ich am 1. Januar gemacht. Noch mit dem schönen Abassong abgeschlossen. Am 2. Januar hatte ich meine erste Sendung beim Fernsehen.
- 20:38Also einfach gerade zack, eine Nadelhose übergehen. Ja, ja, einfach handlos. Wirklich. Und nach diesen drei Jahren bis 2008 ist dann auch bei mir direkt der Wechsel gekommen. Ich habe noch das Titel am «Sport Aktuell» gearbeitet, im Hintergrund und als Reporter, als Journalist. Ja, voll in dieser Fernsehwelt war ich. Und wie hat sich in dieser Zeit, in der Fernsehwelt, nach dem Radio, wie hat sich in dieser Zeit das ganze Social Media entwickelt?
- 21:03Null? Du hattest gar noch kein Social Media? Mo, ich muss sagen, ich bin ja aus 2008 gekommen, als das allererste iPhone in der Schweiz verkauft wurde. Ja, aber du weisst das, oder? Ja, logisch. Ich musste dir die Story erzählen. Die Tag-Taglichkeit war meine Bibel. Im 07 wurde das erste iPhone überhaupt vorgestellt. Das iPhone 3. Also 3G. Und das erste, das in der Schweiz war, war das iPhone 3GS. Nein, sorry. Doch, das 3GS. 3GS. Und es ging wirklich das erste iPhone 2008 über den Ladetisch.
- 21:32Ich weiss, weil ich mal eine Quizfrage für das Fernsehen machen musste. 2008 war die Zeit, als Facebook kam. Ich glaube, als einer der Ersten hatte Facebook das. Da waren nur Amerikaner drauf. Da dachte ich, das interessiert doch niemand mehr.
- 21:48Dann ging es weiter und ich war nie wirklich auf Social Media. Ich sage dir ganz ehrlich, weder Facebook, Instagram noch sonst etwas. Ich hatte heute noch ganz andere. «Netlock» gab es ja noch. Genau, «blablabla-Chat» oder was weiss ich. «Amazon-Chat» da. Ganz komisch. Was ich ganz früh noch hatte, war «Partyguy».
- 22:08Ja, okay, ja. Das war diese Plattform. Sorry, gell? Die, die, also das ist echt... Habt ihr Ogo gekannt? Ja. Ich bin mit der Mama gelaufen, die galt, logisch. Party Guide müsst ihr euch so vorstellen, das ist wie das Tinder der Urzeit.
- 22:28Partyfotos, du bist markiert worden, hast jemanden anschieben können, wie ist die Blonde da hinten und wie heisst sie da hinten. Nein, wirklich. Also aus dieser Zeit. Hey, Social Media ist bei mir ausgeblendet worden, das muss ich dir nicht sagen, wenn du irgendwo wirklich in einem Job drin bist, tust du wie einen Tunnelblick.
- 22:44Das ist so, wie wenn du fürs Radio arbeitest, kennst du alle Songs, die aktuell sind, mit dem Namen Interpret, von wo sie kommen. Wenn du im Fernsehen arbeitest, kennst du das ganze Fernsehprogramm auswendig und was die Konkurrenz macht. Und du bist halt gleich so, schon damals von Bubble zu Bubble gegangen. Und so habe ich mich dann wirklich ausblendet und erst recht, als ich dann mal einen Partner hatte, der...
- 23:06Ja, sagen wir es mal so, wo mir der Rucksack sehr gefüllt hat an Erfahrungen. Um das so mal zu sagen. Das ist jetzt so eher schön und politisch korrekt ausgedrückt. Also well done. Und da war es wirklich schon ein Thema, nur weil du eine Anfrage oder ein Like von einer Frau auf Facebook hattest. Da hast du gedacht, weisst du was, das brauche ich nicht. Und dann ging es bis 2013, ich habe immer noch im Fernsehen gearbeitet.
- 23:32Ja, es ging weiter. Dann kam das Social Media 2013. Und das hat mir zuerst das Knie gebrochen. Weil du eben von 16 bis fast 30... Es hat immer im Fernsehen früher geheiss, wenn du 30 bist, kannst du mal bei den Erwachsenen mitspielen. Dann hast du deine Jahre abgespult, hast du die Erfahrung gesammelt.
- 23:49Das war bei mir nicht so. 2013 wurde ich 30. Dann fing ich an zu sagen, so, da bin ich doch. Es gab auch zwei coole Sendungen, die ich mit konzipiert habe, die auf einem Privatsender gelaufen sind, die die Leute mega gut aufgenommen haben. Aber der Sender ist nach einem halben Jahr im Konkurs. Das ist doch auch blöd. Dann ist alles wieder zusammengebrochen.
- 24:06Ich habe das sehr viel erlebt im Fernsehen. Machen, machen, arbeiten, erreichen, Step by Step. Und plötzlich wieder an einem Abgrund runterfallen, wieder bei Null anfangen. Also für was habe ich das eigentlich alles gemacht? Und dann bist du 30 und dann ist das Social Media gekommen. Und dann hat es geheissen, jetzt brauchen wir die Neuen. Die haben da so 10'000, 100'000 Follower auf Instagram und so, wie sie heisst.
- 24:29dass man früher nicht wusste, ob die Follower aus Mexiko, aus Pekistan oder keine Ahnung wochen, weil das war egal. Hauptsache du hast es gerade. Und egal ob sie gerade einen Satz haben sagen können oder sie ein Timing halten können von deiner Moderation, das dürfen nur 30 Sekunden sein. Weisst du, also von den Skills her. Ja. Eben halt, vielleicht nicht alle sind gemacht, um wirklich zu moderieren. Mhm. Ich weiss auch, heutzutage, viele von Social Media wären gerne Moderatoren. Ja.
- 24:53Viele Moderatoren wären vielleicht auch gerne auf Social Media, aber diese Schnittstellen, die können wir nachher vielleicht noch eingehen, das ist schon ein bisschen speziell. Aber auf jeden Fall, wo ich rauswarte, 2013 sind die Welten zusammengebrochen. Weil du wirklich einfach denkst, okay, seit ich 16 bin, gut 14, 15 Jahre, auf etwas hergeschaffen, wo jetzt einfach das Spiel geändert wird. Andere Regeln. Danke für nichts.
- 25:17Da fängt der Frust an. Und dann hast du gesagt, Social Media lasst mich in Ruhe. Dann hast du gar keine Ahnung mehr davon. Ich habe Zeit erlebt von... Ich darf es mir jetzt so sagen, ich habe weder Verschwiegenheitspflichten noch sonst irgendwas, ich expose jetzt niemanden, aber trotzdem, dass es spicy wird.
- 25:36Kannst du dir vorstellen, im SRF hat es ganz am Anfang noch geheiss, in der Unterhaltungssitzung, und die von gewissen Leuten, die Influencer kommen uns nie da, wir haben noch richtige Promis bei uns, nicht da, die möchte gerne, da die Influencer. Heutzutage, wenn du die Sendung anschaust, oder wenn du das «Seven vs. Wild» anschaust, das produziert wird, und auch da sind vier oder fünf von sieben, acht Leuten, sind eigentlich bekannte Creator. Bekannte Creator, ja.
- 26:02Und das ist so ein bisschen der Wandel der Zeit. Es kommt wirklich so aus einem ganz komischen Konstrukt von Entwicklung, der wirklich in der Medienwelt von Anfang an, Radio, Fernsehentwicklung zu Social Media, zuerst Hass, dann Konkurrenz, dann Miteinander. Mittlerweile sind wir so weit, dass die Fernseher gerne mit den Leuten von Social Media zusammenarbeiten wollen, um relevant zu bleiben. Sie müssen fast. Sie müssen.
- 26:30Das ist doch crazy, oder nicht? Also ich weiss an Social Media, in dieser Zeit habe ich bei Apple gearbeitet an der Bahnhofstrasse, ich war zwei Jahre im Verkauf. Im Jahr 2011, 2012 und 2013 bin ich gewechselt zu Corporate und wir hatten Leute, die sind gekündet worden, weil sie auf etwas gepostet haben. Im Laden. Weil sie als Mitarbeiter von Apple ein Bild gepostet haben, auf dem Bild hat es irgendwo einen Kunden draufgekriegt. Die sind gekündet worden wegen dem.
- 27:00Ich finde das so schön. Das ist so krass. Schön, dass du das aufmachst. Genau auf Facebook hat man nämlich genau wegen dem abgelöscht. Und nochmal, ich meine, hey, Leute, jetzt müsst ihr auch nicht hässlich sein, wenn ich das sage. Das ist ja auch nichts Schlimmes. Ich nenne ja keine Namen. Das ist mir immer wichtig. Mir ist es mega wichtig, eben wertzuschätzen und so zu sein. Nur mal, das Fernsehen hat mir mega viel gebracht. Alles zusammen. Ich schätze die Leute dort mega. Natürlich wie überall. Es gibt immer Arschlöcher und nicht Arschlöcher. Überall. Die gibt es einfach. Überall. Überall in der Welt. Auch bei dir. Auch bei dir.
- 27:30Hoffentlich nicht zuhause, aber... Ich glaube, ich habe das. Du hattest eine Sendung wie «Einer gegen 100». Und du fandest, dass du eine Facebook-Gruppe von all den Teilnehmern von «100» machen würdest. Eine kleine Facebook-Gruppe, in der du miteinander Bilder tauschen kannst. Nein, eine Facebook-Gruppe muss offiziell über die Mediastelle des SRF laufen. Sonst dürfen wir da nichts rausgeben. Ich verstehe nicht so diese Zeit, aber wo sind wir heute? Man war seiner Zeit einfach etwas voraus.
- 27:58Und das andere war auch, wenn man in den Ferien ist, poste ich ein Foto am Strand mit meiner damals auch schon, also die heute sieht noch besser aus, aber damals schon gut aussehenden Ex-Freundin, so ein bisschen leicht bekleidet am Strand und schön mit einem Küsschen. Und dann kommen Feedbacks, «Ja nein, das darfst du nicht posten, du arbeitest ja beim SRF und was denken die Leute?»
- 28:21Ja. Oh, what? Brüder. Weisst du so? So Brüder, ja. Also, aber ja, es ist wirklich so, einfach ein mega striktes, und ich glaube, das ist vor allem ein Punkt,
- 28:35Wenn du fragst, was sich geändert hat, das Krasseste finde ich, ich würde behaupten, vor 10, mittlerweile fast 15 Jahren, hat es wirklich nur die oberste Instanz Medien, gewisse Sender gegeben, die wie im früheren alten Rom den Entscheidungsträgern gesagt haben, dich nehmen wir, du nicht. Du kommst von der Kamera, du arbeitest gut, aber sie sind hinten dran.
- 28:58Und das rein aus eurer subjektiven Meinung. Das ist crazy. Und dieses Monopol, ein Entscheidungsmonopol, das hat sich völlig geändert. Das hat man schon wieder im Ausland viel besser gesehen. Justin Bieber oder wie sie alle heissen. Die durch Social Media eigentlich Weltstars geworden sind. Das ist wirklich crazy. Und in der heutigen Zeit, jeder kann auch
- 29:21Ihr seht, wenn ich hier reinkomme, bei jedem, der wirklich Herzblut, Wissen und Arbeit reingeht, kann sich etwas Schönes aufbauen, das absolut professionell aussieht, also hinter der Kulisse, vor der Kamera und kann mithaben oder sogar überholen. Das ist das Mehr von Möglichkeiten und das Megaschöne.
- 29:42Und das, was ich dann in späten Jahren mit TikTok, 2020, irgendetwas in mir ausgelöst hat, dass ich gefunden habe, es hat mir zwar das Knick gebrochen, aber ich dubble. Das ist ja eigentlich auch eine Chance. Weil dieser Rucksack, den ich habe... Was war das? Weisst du, was es war, wieso du wieder zurückgegangen bist?
- 30:01Zurück. Du hast ja gesagt, irgendetwas war es, wo du gesagt hast, ich glaube, es hat nicht so das Krieg gebrochen. Ja, ja. Nochmal, 2013, wo die ganzen Leute mit Social Media und so gekommen sind. Auch da, nur Positives. Ich habe einen Gabi kennengelernt, der noch unter 20 war, mit seinem Hype, mit seinen Comedy-Shows. Ich habe noch ein altes Foto in der Fotogallerie, wo ich seine Comedy-Show schaute. Ein riesen Shoutout, wie früh und wie
- 30:28durch die Decke, dass er schon in jungen Jahren gegangen ist. Er hat schwere Jahre hinter sich. Und hat da durchgebissen, hat nicht aufgegeben. Und weisst du, wie mag ich es jedes Mal gönnen, wenn ich ein Video von ihm sehe, und das schaue ich mir fertig an, und das like ich. Ich verstehe fast 90% von seinem Humor. Aber sogar, weil ich es nicht verstehe, einfach ein Like, weil er es verdient hat, weil er auch nicht aufgegeben hat. Da darf man draussen über ihn denken, was man will. Aber das ist meine Meinung, wenn ein Mensch echt ist, und auch weiss, wenn er vielleicht mal etwas nicht ganz so gut gemacht hat,
- 30:57Das machen wir alle, wenn wir ehrlich werden. Wir alle, wenn wir ehrlich werden. Dass wir durchgezogen haben, das feiere ich extrem. Ich will damit nur sagen, er ist einer mit «Bendrit», wie sie noch heissen haben, und, und, und. Er war einer der Ersten, der dort wirklich durchgestartet hat. Er ist wirklich einfach top. Und dann hast du gesehen, wie du eigentlich schaffst. Jetzt kommt ein 19-Jähriger und überholt dich einfach. Ich würde lügen, wenn ich nicht sagen würde, in dem Moment habe ich auch gefunden,
- 31:22«Really?» «What?» «So really?» Aber okay, ich habe auch jung angefangen, aber es gab einfach dann so einen Wechsel. Und es war mehr so, die ganzen Jahre, die ich bis jetzt schon investiert habe, waren wirklich für nichts. Also wenn du mich jetzt irgendwo hättest, irgendwie in ein Kämmerchen gesteckt, 10, 15 Jahre, wäre ich jetzt gleich weit wie andere Leute. Und da hast du es beissen.
- 31:43Da ist einfach zu beißen. Immer noch? Nein, das ist einfach so, es ist immer weitergegangen. So 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, als ich noch beim Teleklub Zoom noch kurz arbeitete, noch einen Sender aufgebaut, weil man eben den Rucksack und das Wissen hatte. Sie hat mich eigentlich geholt zum dreimalen Senderaufbau und dann hat sie gemerkt, wie machst du das genau? Ja komm, bleib gleich da. Ich hatte dort eine Position vom Programmleiter im Bereich Unterhaltung und einfach Unterhaltungsformat konzipiert und alles zusammen. Crazy.
- 32:12Ich habe schon recht viel gemacht. Wenn du das schon crazy findest, dieser Drop ist selten, aber um da noch einen oben drauf zu legen, FIFA Ballon d'Or, der Best Award 2016-17, der bei den SRF Studios produziert worden ist. Ich war da in der Produktionsteam. Ich habe jeden einzelnen Einspieler vom FIFA Best Award ausgesucht, geschnitten, gescriptet, abgenommen mit der FIFA und alles. Das ist jeder Einspieler. Wenn du hier in den Abspann gehen willst, du siehst meinen Namen. Ich flexe nicht damit, aber ich habe es gemacht. Check.
- 32:42Ich habe ein Wissen im Rucksack. Danke für das, aber es hat heute zu tun. Ich bilde mich ja nicht darauf ein, weil es einfach Wissen ist, das man hat, das man weitergeben kann, das einen Value hat. Und jetzt musst du dir vorstellen, genau dieser Value, den ich dir jetzt sage, habe ich wahrgenommen, dieser Value, diese Erfahrung hat ja null Wert. Das, was du gemacht hast, hat ja null Wert, weil jetzt haben wir hier jemanden, der irgendwelche Follower hat.
- 33:08Und das hat mit mir gepissen. Und immer mehr, und dann mit dem Privaten. Und wie ich gesagt habe, wirklich den Rucksack festgefüllt. Und dann ist alles zusammengekommen. Ich habe 2013 noch einen
- 33:19Ich hatte einen schweren Autounfall mit vier schwer Verletzten. Meine damalige Partnerin ist nicht ganz unschuldig an diesem Unfall. Ich drücke es mal so diplomatisch aus. Ich bin froh, dass niemand gestorben ist. Aber ich musste natürlich Rechenschaft oder Rechtfertigkeit ablegen für das, was dort passiert ist. Das tut psychisch schon mal. Ich bin so dankbar, dass alle dort überlebt haben. War das so ein schlimmer Unfall?
- 33:44Ja, ja. Also, diese Bilder blenden wir jetzt nicht ein. Aber es war wirklich schlimm. Und natürlich auch finanziell. Ja. Und, und, und. Also da ist so viel zusammengekommen. Das hat mich wirklich... Boom.
- 34:00Auch hier, rückblickend betrachtet, musste es sein. Es war wie ein Weggabli. Das war der Punkt, an dem du bei diesem Abgrund runterfällst. Dann ist der lange Fall gekommen. Von 2013, 2014, bis 2017, 2018. Immer tiefer. Bis im Sommer 2019.
- 34:22Dann kommst du an. War der 19. der absolute Ground Zero bei dir? Ich würde schon sagen, es hat nach dem Unfall angefangen mit «Ich fahre ja eh nicht mehr, also kann ich auch nicht mehr trinken, Alkohol, was auch immer.» Irgendwann 16, 17 oder mal die ersten Berührungen mit der Droge und allem zusammen. Nicht um drauf zu sein, sondern um abschalten. Vergessen. Um einfach vergessen, um einfach mal den Kopf... Einfach mal vergessen.
- 34:46Wie du sagst. Und hey, um Himmels Willen, also... Pff, macht jeder seine eigenen Erfahrungen. Gut ist es auf jeden Fall nicht. Du denkst im ersten Moment, es wird besser, aber früher oder später wird jeder Mensch untragbar. Also von daher, starke Diskussion. Und darum, hey, du fährst immer am Rand des Limits oder einfach Leben am Limit. Das machst du halt so lange, bis einfach mal auf der Kante die Balance nicht mehr hast und dann kippt es.
- 35:12Und das ist Nummer 219, wirklich an einem Nullpunkt gewesen, an dem ich an nichts mehr glaubte. Ich habe keinen Menschen mehr auf dieser Welt vertraut. Jeder, der irgendwie in meine Richtung etwas gesagt hat, habe ich zu 100% gedacht. Die Vertrauenspersonen? Total null. Mit der Familie hatte ich auch den Kontakt völlig abgerufen und alles zusammen.
- 35:36Ich wollte mich eigentlich nur noch verschliessen und implodieren. Ich weiss noch von einer Zeit an, das waren zwei Monate, da bin ich vielleicht einmal rausgegangen von zu Hause. Und sonst war ich in meinem Dunkeln zu Hause und habe mich einfach weggeschliessen. Würdest du heute zurückblicken und sagen, dass es eine Depression war, eine tiefe Depression? Ja, ich glaube, dem kannst du nichts anderes sagen als das.
- 36:02Die Frage ist, wie kommst du aus dem Ganzen raus, wenn du so tief drin steckst? Was war es, was dich rausgebracht hat? Was für ein Gedanke, was für ein Schmerz? Was war es? Mein Schatz Tronia, die ich kennengelernt habe. Tronia, meine Frau, die an meiner Seite ist.
- 36:25Wir haben beide nichts gesucht. Wir waren auf einem sozialen Netzwerk und haben mit ein paar Leuten geschrieben. Wir haben uns Zeit vertreibt. Sie hat niemand gesucht und ich habe niemand gesucht. Aber schon zum ersten Mal haben wir uns gesehen. Oder schon zum ersten Mal haben wir geschrieben. Das war schon eine Verbindung. Schon nur Kleinigkeiten. Das geht jetzt ein bisschen auf Astrologie. Nur mal, jeder darf selber seine Meinung darüber haben.
- 36:50Ein bisschen auf Astrologie schaust du, ich bin Krebs, Aszendent Stier, du bist Stier, Aszendent Krebs. Und schon hatten wir ein super Gesprächsthema. Da hat man sich gesehen, es hat einfach gefunkt. Ich kann es wirklich so sagen, es hat gepasst. Und nur mal ohne, dass wir beide etwas gesucht haben, haben wir gemerkt, wir gehören zueinander.
- 37:10Wie kann ich mir das vorstellen? Ihr habt euch über Social Media kennengelernt, weil du bist ja nie rausgegangen. Ja, ich bin nie rausgegangen, nein. Aber ich muss sagen, für sie habe ich effektiv wieder mal meinen Arsch bewegt. Danke, man. Ja, für meinen Schatz habe ich wieder mal den... Da gibt es noch... Nein, das lassen wir nicht. Sagen wir es mal so. Ich habe ganz, ganz vielen gesagt, ich gehe nicht raus.
- 37:32Wenn du mich wirklich kennenlernen willst, musst du zu mir kommen. Also ich gehe nie raus. Aber für sie ging ich raus. Und so eine kleine Randnotiz hier. Ja, es hat sogar jemand, der Tronia kennt, der ich vorher gesagt habe, ich komme nicht raus. Also die hat es wirklich nicht gehört. Aber für Tronia ging ich raus. Tronia hat es geschafft, dass ich wieder rausgegangen bin. Sie war dein Hoffnungspunkte.
- 38:00Ja, ohne dass ich noch daran geglaubt habe. Und vor allem war sie auch da, ohne dass ich sie darum gebeten habe. Weil sogar in dieser Situation habe ich gedacht, «Ei, die kommen und gehen. Die gehen eh auch wieder.»
- 38:16Aber sie war nicht. Sie war trotzdem da und wollte, dass es mir gut geht. Das ist mega schön. Das war wie in einer Situation, in der ich absolut nicht wieder tragbar, vorzeigbar oder sonst etwas war. Aus jedem Aspekt. Sie sagt so, sie hätte auch gesagt, dass es mir gut geht. Ich habe das Gefühl, aus irgendeinem Grund, und dafür bin ich ein Leben lang und noch darüber aus dankbar, hat sie etwas in mir gesehen,
- 38:45jetzt langsam vielleicht wieder bin, aber dann ganz sicher nicht. Und das ist so ein bisschen das. Mega schöne Geschichte, mega rührend. Hühnerhautmoment, ja. Das ist Hühnerhautmoment. Dass Menschen an einen glauben, obwohl man an sich selber gar nicht mehr glaubt. Richtig. Das hast du noch gesehen. Nein, es ist wirklich für das habe ich Dankbarkeit. Ich glaube, da habe ich Dankbarkeit auch
- 39:12erfahren. Dankbarkeit, dass so ein Mensch in meinem Leben überhaupt ist. Und jetzt sind wir wieder beim anderen Thema von vorher. Das Umfeld kann dich nur auf diesem Weg unterstützen. Gehen musst du ihn nachher selber. Das heisst, aus dem Loch rausgehen. Natürlich hat sie mir Tipps gegeben. Am Anfang hatte ich das natürlich auch, dass sie gemeint hat, sie weiss, was für mich richtig ist. Und sie hat dann auch Social Media gemacht, Podcasts gemacht und YouTube gemacht und so. Und ich habe dann gefunden, ich weiss, was für sie gut ist. Aber
- 39:42Das ist es nicht. Das mussten wir merken. Man weiss nicht, was für ein anderer das Richtige ist. Aber wenn du weisst, wie dein Partner funktioniert und einfach für deinen Partner da bist, ihn aber seinen Weg so lassen lassen lassen, wie er ist, dann ist das eigentlich das Schönste. Und das, was ich jedem hier draussen wünsche, dass man jemanden trifft, der eben nicht als Partner meint zu wissen, was das Beste für dich ist, sondern dich dabei begleitet, dass du es selbst herausfinden darfst.
- 40:08Was würdest du sagen, wie lange ist es gegangen, nachdem wir euch kennengelernt haben, bis du wieder, wie du gesagt hast, vorzeigbar gewesen bist? Lang. Lang? Lang. Ja, weil, nochmal, auch da, aus, ich sage ganz offen, nochmal, weil, weil,
- 40:23Aus dieser Abhängigkeit, aus diesen Drogen und allem zusammen rauszukommen. Es gab ein, zwei Anläufe. Es gab einen Anlauf, wo ich gefunden habe, ich mache es für sie und alles zusammen, was sie auch mehr als verdient hat. Und dann habe ich es gemacht, aber nach zwei, drei Monaten wieder zurückgekommen.
- 40:42Ich kann mir nicht vorstellen, du hast das gemacht im Sinne von Therapie oder Klinik? Nein, ich habe aufgehört. Auch dann, als ich aufgehört habe, war es ein kalter Entzug. Als ich von dem einen Moment auf den nächsten entschieden habe, so nichts mehr. Weil wenn ich dann unter der Brücke gelandet wäre, im Gefängnis gelandet wäre oder da gewesen wäre, hätte ja niemandem die Schuld gegeben, ausser mir selber. Du hast es wirklich selber in der Hand. Und in dem Moment eine Entscheidung getroffen, nie mehr.
- 41:12und da so eingehalten. Das ist... Das kannst du nur selber. Und trotzdem, wie du sagst, das war niemals möglich. Klar, die Entscheidung musst du selber treffen. Aber ich hätte... Malchum, wir haben es ja... Wir haben ja wirklich die Hühner aus Omi an. Das muss ich wirklich sagen.
- 41:34Nicht, dass du es für jemanden machst, sondern einfach... Dürfen wir es so sagen, wie ein Stern irgendwo weit weg? Ja, ja. Das ist einfach das. Du weisst, für was du es machst. Und für was du es machst, und das ist jetzt wirklich... Ich meine, 2019, 2016, wir sind bis sieben Jahre...
- 41:52Und es ist alles andere als zu verflixen, sieben Jahre. Es ist sieben Jahre, wo ich jetzt... Was würdest du im Jüngeren Reich sagen? Sieben Jahre, wo ich jetzt sagen kann, für das dann. Für das die Entscheidung. Wo sie vielleicht auch Bestätigung hat. Aha, wegen dem habe ich mir vor sieben Jahren diesen Typ gegeben. Merci einfach. Merci. Ja, das ist...
- 42:21Warum sage ich? Was macht sie heute? Was sie heute macht? Sie heiraten mich! Ja! Endlich! Endlich heiraten wir, genau. Von wegen, er verfliegt siebzehn Jahre oder alles zusammen. Es ist mega lang gegangen. Wir haben darüber gewitzelt. Ich meine, es ist nur lieb. Du weisst, sie hat auch immer gesagt, ja, du erzählst es so in deinem Podcast, wenn du so da bist. Ich sage ihr immer, ich erzähle halt die Wahrheit. Wir haben gerade die letzte Zeit ein bisschen darüber gesprochen. Ich meine, das ist der erste Antrag, den ich ihr gemacht habe.
- 42:52Ich wollte sie auch fragen, ob ich einen Ring dabei hatte. Weisst du, ich so, ich frage dich jetzt, weil es ist ja das Fragen, das ist nicht das Materielle. Und dann hat sie schon gesagt, ich sage nicht nein, aber das verstehe ich auch, wo ist der Ring?
- 43:08Und das ging schon mal 3-4 Jahre, bis ich endlich wieder so war, dass ich das leisten konnte. Und dann wirklich mal den Antrag mit dem Ring gemacht habe. Aber das war ein «Ausefeiten». Aber warte, wie... Das ist jetzt... Da machst du jetzt etwas auf. Also, warte. Achtung. Du hast vor 3-4 Jahren den ersten Antrag gemacht.
- 43:35Nein, ganz ehrlich gesagt, das war schon innerhalb der ersten 1-2 Jahre. Am Anfang fand ich es so, dass ich fragte mich, war das ein schöner, romantischer Moment?
- 43:47Im Nachhinein betrachtet... Nein, Bro. Einfach nicht so. Nicht so. Ich habe wie zwei Zentimeter zu wenig mitgedacht. Das Wichtigste an einem Antrag habe ich vergessen. Der Ring. Und dann hat sie aber gesagt... Sie hat nicht nein gesagt. Sie hat nicht nein gesagt, aber gesagt, nicht so. Aber sie hat mir das gespürt. Sagen wir es so. Es war wirklich ein mega schöner Moment. Ich verstehe sie um Himmels Willen. Sie hätte nochmal anders reagieren können.
- 44:17Aber du hast keine Ablehnung empfunden? Nein, gar nicht. Okay, gar nicht. Das ist einfach mehr so... Hey, und nochmal, das ist vielleicht auch ganz wichtig zu sagen, ich kann es nur von aussen wahrnehmen, es tut mir im Nachhinein auch leid, weil das hätte sie ja nicht verdient. Nein, klar. Das hätte sie absolut nicht verdient. Aber du hast es wahrscheinlich aus der Emotion heraus gemacht. Richtig, genau.
- 44:35Was ja mega schön ist! Eigentlich ist es mega schön! Aber Roman... Rund ja, wunderschön! Aber es ist egal, Jungs. Es ist spannend. Holst du, was mega schön wäre, holst du zuerst einen Ring und sonst... Hey, ich weiss nicht, ob du das Petfläschchen nebenan träumst. Mach etwas. Mach etwas. Oder eine Pastel aus Blumen. Nein, also wirklich... Aber auch hier wieder, es war nicht ein Nein, sondern es war wirklich... Wie kann ich das erklären?
- 44:58Von meiner Seite und von mir kann ich 100% sagen, es war nie ein Infragesteller. Niemals. Es war so klar, es gehört einfach zusammen. Es ist einfach das. Ich glaube in dem Moment, wo du wirklich, das höre ich mir so abgedroschen, in dem Moment, wo du absolut nichts mehr suchst und in meinem Moment dazu noch die Hoffnung und das Vertrauen in jegliche Lebewesen auf der Erde verloren hast, dann ist etwas da,
- 45:24dann seid ihr dessen bewusst, dann wird das nicht infrage gestellt. Und etwas, was wir zusammen haben, ist diese Ehrlichkeit. Wir haben direkt am Anfang alles gesagt. Und ich glaube, auch sie, das darf ich sagen, ist in ihrem Leben oft belogen oder nicht toll behandelt worden. Und auch ich sehr oft belogen und betrogen worden. Und wenn du ein Mensch bist, der eigentlich nur will, dass man ehrlich ist miteinander, dann ist das das, was dir am meisten geben kann und was dir am meisten weh machen kann.
- 45:51Ich glaube, diesen Schmerz haben wir beide erlebt. Und da kann ich wirklich sagen, wir sind immer in all diesen Jahren ehrlich zueinander gewesen. Und dafür schätze ich dich mega. Dafür schätze ich dich bei. Dafür danke ich dir von Herzen. Einfach für die Ehrlichkeit, die mich wieder an Menschen gelassen hat. Ich sage dir ganz ehrlich, wie es ist.
- 46:08Und darum habe ich nie Ablehnung gespürt. Und auch bei ihr nicht. Und es ist dann wirklich einfach lang gegangen. Aber jetzt möchte ich wissen, wie der zweite Antrag ist. Der zweite Antrag? Okay, okay. Mensch, ich kann es rausholen. Logisch, sie heiraten dich ja.
- 46:23Wir haben uns nach etwa drei Jahren, als wir zusammen waren, das erste Mal irgendwie geschafft, dass wir uns Ferien leisten konnten. Dann sind wir auf Tunesien auf Ferien und ich ging bei der Ringfuhrer besorgen. Und dann hatten wir in Tunesien einen schönen Kamel-Ritt. Wie hast du das gemacht mit dem Ring? Hast du gewusst, wie dein Stil sein muss? Wie hast du gewusst, was dich das gefällt?
- 46:46«Guter Diamant funktioniert!» «Nein, ich wusste schon ein wenig, was... Ich habe schon ein wenig gewusst, was... Also ich hoffe, sie hat Freude daran. Ich glaube, beim Hochzeitsring hat sie jetzt noch ein wenig mehr Freude. Aber den sieht man auch gleich. Nein, ich habe gewusst, was es ist, habe den Ring besorgt und dann eben auch die... Also mit der Familie sind wir mit der Familie verheiratet gegangen, also sie und die kleine Tochter und so.
- 47:07Kamel-Ritt. Und dann ist man da mit den Kamelen hergeritten. Und dann hat man das schön zu mir anschauen dürfen. Und ich habe das alles vorhin schon mit euch geredet. Alles geplant. Ich habe es sogar auf Video festgehalten. Ich habe es sogar auf Video festgehalten. Der G-Man am Anzaubern.
- 47:25Der, der das Kamel für uns geführt hat, dem habe ich das Handy gegeben, der hat auch das Blümchen organisiert, das wir ihm gegeben haben. Und dann wirklich am Strand, sie mit dem kleinen Zmeer am Anschauen, das Kamel noch am Streicheln, genau. Und ich dann mit dem Antrag. Gehst du aufs Schnee? Ja, natürlich. Geht ihr aufs Schnee, Jungs? Geht ihr aufs Schnee? Ja, ja.
- 47:45Ja, alte Schule. Alte Schule? Alte Schule. Das muss man mitbringen. Das muss man mitbringen. Mitbringen auf die Knie. Okay. Und dann jetzt auch wieder, gell? Jetzt doch eben drei Jahre her. Und vieles passiert die letzten drei Jahre. Und jetzt, ja. Wenn du ihn dann heiratest? Im Juni heiraten wir. Das ist ja im Juni.
- 48:07Das Datum sage ich nicht, Jungs. Es ist nicht mehr lang. Es ist nicht mehr lang, nein. Darum habe ich auch so Freude. Wow. Darum habe ich auch so Freude. Und es ist wirklich so ein schöner, entschlossener Moment. Wo ich wirklich so dankbar bin. Und darum, es sind so viele Sachen, die eigentlich paradox sind. Du kannst es irgendwie anschauen, als, hey, die andere ist doch, eben, du verfliegst das siebte Jahr. Oder du kannst es einfach immer wahrnehmen.
- 48:34und dankbar sein, wie es ja bei dir ist. Aber wenn du von aussen schaust, das hat manchmal schon eine lustige Absurdität. Also weisst du, das ist etwas, was sie am Anfang auch immer sagt, und wo ich hoffe, dass wir länger zusammen sind, und jetzt umso mehr, dass ich ihr genau für das kann, dass ich ihr danke sage, was sie am Anfang nicht hatte. Wir hatten am Anfang nicht das verliebte, rosenrote Brüllen, alles ist so toll und wow. Und Rebacela.
- 49:02andere Baustellen. Wir haben das eigentlich so gehabt, bildmässig, sie läuft so vorbei und sieht das Haufen Elend ab und findet so, ja, das ist so. Das heisst, das alles hat sie nicht gehabt oder das alles haben wir nicht gehabt. Und gleichzeitig sage ich mir aber auch, das können wir jetzt alles noch haben. Dann ist es halt bei uns umgekehrt.
- 49:24Lieber so als umgekehrt. Lieber so und für die Ewigkeit, dann schon anders und nur für ein paar Jahre. Und das ist irgendwo eine innere Motivation für dich. Eine innere Motivation, dass ich weiss, für was ich das mache. Ich habe das schon mal gesagt, und man meint das wirklich so, wenn ich sage, mir total egal, was andere da draussen finden. Ich mache den Hampel mal im Internet, weil den mache ich so gerne.
- 49:47Und ich mache so gerne den Hampelmann draussen, mache vielleicht auch Sachen, die gewisse Cringe finden, damit ich aber irgendwie das Geld verdienen kann, um die Heidfamilie zu ernähren. Du machst das komplett Vollzeit? Ja. Okay. Was ja, also das ist ja eine riesige Follower-Base.
- 50:02Overall knapp 400. Overall 450 vielleicht bald. Man, man. Ja, es sind etwa 50'000 auf Instagram und bald 400'000 auf TikTok. Aber ich mache kein Community-Special. Das ist crazy. Eine halbe Million Menschen, die dir folgen, das ist abartig.
- 50:29Zahlen machen die Menschen heraus. Das ist so, ja. Einerseits das und zum anderen noch, in der heutigen Zeit mit jedem Video kannst du etwas erreichen. Und du machst, in deiner Bio steht ja, du tust die Reichweite für etwas gut nutzen. Die Reichweite sinnvoll nutzen. Ja, die Reichweite sinnvoll nutzen. Und darum ist es mir gegangen, sage ich dir ganz ehrlich. Also weisst du, Ronja und auch ich, als wir auf Social Media angefangen haben, wir haben angefangen wirklich mit so ein bisschen
- 50:59Energie und Persönlichkeitsentwicklung und Selbstreflexion und Umgang mit schwierigen Themen und Storytime. So wollten wir eigentlich anfangen. Educational. Zu der Zeit, wo TikTok und Social Media mehr als Unterhaltung, Lipsing und Tänzchen waren. Das heisst, du warst vielleicht etwas zu früh. Mittlerweile gehen solche Sachen auch ab. Aber wie läuft das Spiel?
- 51:22Und das habe ich wirklich in den ersten zwei, drei Jahren... Ich meine, ich habe mich auch mal gegen Mobbing eingesetzt und habe auf Social Media noch den grössten Shitstorm bekommen ever, wenn du dich gegen Mobbing einsetzt. Das kann ich bis heute nicht erklären. Du hast dich gegen Mobbing eingesetzt und dann hast du einen Shitstorm bekommen wegen dem? Wegen was? Das ist ein Paradox. Ich kann es dir bis heute nicht abschliessend erklären, aber ich würde behaupten,
- 51:44Wenn du natürlich in ein Wespenest steckst, jagst du natürlich alle Wespen auf. Das heisst, wie viele Leute, die anonym im Internet sind, die lassen einfach ihre Negativität und ihre Wut im Internet aus, unter dem anonymen Tech-Mantel.
- 52:01Und das sollen wir uns alle bewusst sein und jeder sich bewusst sein, der mal einen scheiss Kommentar bekommt. Und jeder bewusst sein, der gemobbt wird. Hey klar, es ist scheisse, wenn man gemobbt wird, es ist scheisse, wenn man gehatet wird. Aber wenigstens bist du nicht ein scheiss Mobber. True story. Aber ganz ehrlich, jetzt bekommst du viele hate Kommentare.
- 52:26Es hat lustigerweise geändert. Wie soll ich sagen? Aber gut. Da habe ich, glaube ich, vielleicht ein bisschen das System getribbelt. Ich bin ja nicht auf den Kopf gekehrt. Ich bin nicht dumm. Ich bin nicht dumm. Aber vielleicht, um gerade den Übergang zu machen, du setzt dich, also das erste Mal zeigst du dich wirklich drogenabhängig, du willst clean werden und wirst clean.
- 52:45In einer total ambivalenten, ja, nicht tragbaren, nicht brandsafe Art of Social Media. So, hey, ich setze mich im Fall ein, um den Leuten aus dem Mut und Motivation zu geben, um nicht aufzugeben, um aus schweren Situationen rauszukommen. Also die Kontrasterfahrung, ne? Die Kontrasterfahrung, wo ich heute noch Leute auf der Strasse sehe, die ein bisschen älter sind, die mich vor 5, 6 Jahren gesehen haben und heute auf mich suchen, um zu sagen, hey, danke für den.
- 53:09«Hey, ich habe ihn verloren wegen dir, ich kann nicht aufgeben.» «Hey, das sind ganz, ganz wenige, aber die, schätze ich, weisst du, umso mehr. Umso mehr.» Und dann hast du es weiterziehen wollen und gesagt haben, «Hey, gegen Mobbing. Und hört doch auf mit Mobben.» Und nur mal ist es ein riesen Paradoxon, den ich nicht checke, dass nachher irgendwie gefühlt alle, die halt im Internet Hass verbreiten wollen, finden, «Ach, auf den gehen wir jetzt los, weil der will, dass wir nicht mehr dürfen, im Internet rumhassen.» Ja, das ist eben wirklich darum, das ist das Paradoxon. Und es war wie eigentlich so ein Sackgass.
- 53:39«Probiere etwas mit Wert zu machen, es ist ein Sackgass.» Irgendwohin kann ich das nicht erklären. Ich glaube, in der heutigen Zeit kann niemand den Algorithmus erklären. Wir wissen auch nicht, wo Social Media wirklich hergeht. Aber play the game. Und das ist ja immer so, ich weiss nicht, wie du das hast, aber ich habe es eine Zeit lang wirklich im Kopf gehabt, wenn du herausfindest, dass das Leben ein Spiel ist,
- 54:01macht es dich kaputt. Macht dich wirklich kaputt. Und dann denkst du wirklich, will ich mir das noch anbieten oder nicht? Spiele ich da mit oder nicht? Und wenn du dann irgendwie findest, okay, I know the game, I play the game. Also ich stehe wieder auf, ich kenne das Spiel, wird vielleicht nicht ganz einfach, aber spielen wir dann auch das Game. Dann geht es eigentlich nur noch darum, welche Rolle gebe ich mir oder was funktioniert.
- 54:31Und dann schaust du auf die USA und schaust dir den YouTuber an, mit 400 Millionen Follower, mehr als die USA-Einwohner hat. Was der so macht, was sie in Deutschland machen. Und du denkst, okay, fuck it. Dann machst du einen G-Man und verschenkst Sachen und gibst deinem Kanal Anabolika mit Volksmörder, bekommst den easiest Call to Action, den es gibt. Und hey, es haben ganz viele andere auch gemacht. Aber ich glaube, ich und noch...
- 55:00Eins. Hey, andere. Wir waren uns nicht schade, das durchzuziehen und hier unsere Linie zu fahren. Und natürlich hat man noch andere Sachen und andere Content nebenbei. Aber das war wirklich wie ein Aufblasen vom eigenen Kanal. Willentlich und wissentlich. Obwohl ich immer den Ansatz hatte, klar, folgt mir.
- 55:18«Ist da noch eine kleine Challenge? Mach noch etwas dafür.» «Und dann gehe ich dir sehr, sehr gerne.» Und so hat sich das jetzt aufgespielt. Und bin jetzt an einem Punkt, dass nach fast drei Jahren von diesem Gimmick jetzt endlich der Wechsel kommt, wo ich sage, «Okay, die Reichweite, die ich jetzt durch das aufbauen kann, will ich sinnvoll nutzen.»
- 55:39Und das, was jetzt gerade frischem da ist, wenn ich sagen darf, der E-Scooter-Check. Es hat nicht Werbung, es ist mehr Prävention. Nein, wenn es Werbung ist, müssen wir alles einblenden. Okay, gut, hier, da, auf den Check. Nein, ähm, weisst du, klar, verschärfst du E-Rolle, verschärfst du E-Scooter.
- 55:54Und schon da habe ich mich nicht immer beliebt gemacht, weil ich habe niemandem unter 14 einen E-Scooter oder einen E-Roller gegeben, weil es eigentlich strafbar ist. Und wenn sie von der Polizei erwischt wären, dass sie ein Problem haben, wenn du mit 12 oder 13 mit einem E-Scooter einen Unfall hast, dann hast du versicherungstechnisch ein Problem, neben dem du mit der Polizei ein Problem hast. Haben deine Eltern noch ein Problem?
- 56:17Und die Eltern haben noch das Problem. Und wenn ich dir diesen guten Rollen gegeben habe, habe ich noch ein Problem. Und mental habe ich sowieso ein Problem, weil ich dann nicht in den Spiegel schauen konnte. Etwas, was ich zu all dem, was ich bis jetzt gesagt habe, und danke für das Gespräch, muss ich wirklich sagen, das ist jetzt so, wie ich keinen Podcast hatte, aber zu all dem, was man bis jetzt gesprochen hat und was die Leute bis jetzt gehört haben,
- 56:40Ich konnte mir jeden Tag in den Spiegel schauen. Weil ich niemandem bei Loggen, und da kommen wir jetzt fast am meisten halt, bei Loggen oder bei Drogen, niemandem böse haben wollte. Einfach ich selber war. Und das ist manchmal vielleicht gut. Manchmal hat es vielleicht auch zu viele Ecken und Kanten gehabt und die Leute haben es nicht verliehen können. Aber ich war immer ich selber. Und egal, was ich gemacht habe, nach bestem Wissen und Gewissen, ich konnte mir jeden Tag in den Spiegel schauen. Und das ist vielleicht auch mal ein kleiner Check für jeden da draussen.
- 57:05Geh ins Bad und schaue mal, ob du eine Minute einfach in den Spiegel schauen kannst. Ob du einfach okay bist mit dir selber.
- 57:14Und das ist so ein bisschen. Und eben mit vielen Sachen könnte ich nicht okay sein. Nicht okay sein, wenn ich zum Beispiel... Nein, wenn ein Zwölfjähriger mit einem E-Roller einen Unfall macht und du weisst, du hast dich geschenkt. Hey, sorry. Dann ist das Problem. Und ich habe eben schon angefangen... Natürlich sehe ich ganz, ganz viele Jugendliche, die zu mir kommen. «G-Man, gönnst du mir einen Scooter? Gönnst du mir einen Roller? Ja, bist du 14? Ja, nein, aber immer ein halbes Jahr.» Und ich sage, «Ich komme immer ein halbes Jahr wieder. Können wir darüber reden?»
- 57:38Und wenn du 14 bist, ja, ich bin 14, hier ist es, dann hast du die Kategorie M Prüfung. Weil zwischen 14 und 16 brauchst du noch die Prüfung von der Kategorie M. Das darfst du einen Roller oder einen Ruffahrer fahren. Richtig.
- 57:52Und dann darfst du nicht zu zweit fahren. Es ist einfach verboten. Die, die raus sind, sind wie ein kleiner Roller. Welche kleinen Roller? Elektroroller. Die jetzt all over the place sind. Du meinst das Trottinett? Mit Motor oder wie? Meinst du den Roller, der raus ist, wie ein Töff oder ein Vespa? Ja, genau. Wie ein Töff. Muss man dort keinen Helm tragen?
- 58:14Es ist tatsächlich, und das kannst du fast niemandem erzählen, das ist auch das grosse Thema, es ist aktuell noch keine Helmpflicht. Ich verstehe das nicht. Und zwar nur, weil er ja 20, nein, 25 fahren darf. Und ab 45 ist Helmpflicht. Ab dann, aber das darfst du natürlich erst ab 16 oder 18 sogar,
- 58:34Erst wenn du den Roller 45 fährst, offiziell, musst du ihn noch einlösen, hat er ein Kontrollschild, hast du Helmpflicht. Und das ist genau das, was du sagst. Das ist crazy. Ich sage ganz ehrlich, ich verstehe euch ja schon. Es ist cool, mit 14, 15 auf einem Töffel auszuschauen, wie ein Harley. Aber die sind damals sehr schnell.
- 58:54dürfte es nicht sein. Und auch dazu noch mal etwas. Jeder, der irgendwo... Wenn du das Töffli frisierst, weisst du, auch das mit den Bullenprobleme kommt, wenn es ein Töffli ist. Gruss an die ganze Töffligang. Aber bei meiner Rolle ist es ebenfalls das Gleiche. Wenn du das irgendwie tunest oder so, dass es halt 60, 70, 80 fährt, dann musst du nachher nicht jammern, wenn du Stress bekommst.
- 59:16Ich hatte schon Leute, die bei mir kamen und meinten, ich sei mit 70, 80 mit einem Roller verwutscht worden und jetzt dürfe ich zwei Jahre Prüfung nicht machen vom Auto. Ich sage, ja, und? Also weisst du, deine Taten und Konsequenzen. Viele denken vor 18 Jahren, ja, ich mache mal.
- 59:34Und nochmal, ich weiss, ich mache mich damit nicht cool, aber das ist vielleicht noch entscheidend auf das, was du vorher gefragt hast. Du merkst, ich treffe dich von deiner... Du hast eine riesen Base, treffe dich völlig ab und zwar genau weil... Also absichtlich, weil ich weiss, wie es von aussen ankommt und weil es etwas ist, das mir aber mega wichtig ist.
- 59:50Ich gebe einen Fick auf die Zahlen. Ich gebe einen Fick auf die Zahlen, weil jedes einzelne Video, das wichtig ist, jedes Mal neu rauskommt. Hey, vor 5-10 Jahren haben ja deine Videos nur deine Follower gesehen, also musstest du Follower haben. Heute kannst du heute einen neuen Kanal machen. Du und ich machen heute einen neuen Kanal und sagen, Momentum G, macht ein Video und egal, hey, who knows, kann das bis morgen vielleicht 200-300 K...
- 1:00:15aufrufen kann. Kann passieren. Einfach weil der Algorithmus so ist. Das heisst eigentlich auch wieder die ganze Arbeit, die wir gemacht haben letztes Jahr, Egal. Aber mittlerweile, Ja, nein, gegen aussen für einen Arsch, der Rucksack ist das Entscheidende. Und dein Rucksack, wenn ich dich schon vor dem Gespräch kennenlernen durfte und wenn ich so jetzt spüre, ich würde jetzt behaupten, ohne dich eben mega nahe zu kennen,
- 1:00:39Wie alt bist du? Ich bin 90er Jahr gegangen. 90er Jahr gegangen, okay, so weit sind wir nicht auseinander. Unser Rucksack ist voll. Und wir schauen gut auf unseren Rucksack. Und diesen Rucksack tun wir, wenn nur etwas dazu und was nicht braucht, tun wir raus. Wir haben den Rucksack und wissen, was der Wert ist.
- 1:00:55Ich und vielleicht auch du, ich hätte so etwas von Bock, heute ein grosser Reset, ab morgen gibt es noch eine Plattform. Wir stehen alle nochmal bei Ground Zero. Let's go. Das finde ich geil. Das finde ich mega geil. Das finde ich null schlimm. Gell? Null. Und das ist das Schöne. Und darum bin ich von dem jetzt ein wenig weggegangen, um zu sagen... Es ist aber auch einfach für mich, sorry, dass ich dich unterbreche, es ist einfach für mich, um das zu sagen, weil ich nicht von so etwas leben möchte.
- 1:01:20Du lebst aber auch von den Medien? Nein, stimmt, sorry. Aber weisst du, du hast ja Podcasts. Ich kann es nicht sagen, weil ich verstehe es und finde es geil. Ich finde es geil, dass du das sagst. Ich finde es mega schade, dass du das sagst. Aber ich glaube, es gibt Leute, denen willst du schon das Essen vom Tisch nehmen. Ja.
- 1:01:49Wenn sie es aber zu Recht auf dem Tisch hätten, dann können sie es genau am gleichen nächsten Ort wiederholen. Ja, sicher. Also weisst du, und darum, hey, alles gut. Alles gut. Also eben, wir sind hier wirklich so in einer, aber ich finde es eine spannende Diskussion, einfach zu sagen, wo stehen wir und wo gehen wir auch hin. Weisst du, weil, hey, ein Leben lang hast du das Essen ja nicht auf dem Tisch. Weisst du, bei der ganzen Entwicklung, wir können jetzt mal Kai und so alles mal ein bisschen ausblenden, aber es wird immer wieder einen Wandel geben. Und ich glaube, darum habe ich es vorhin gesagt, mit dem Rucksack,
- 1:02:17Diesen Wandel jetzt, zu checken, dass es gar nicht auf das ankommt, kann ich jetzt besser handeln, also ich weiss, es werden wieder andere Zeiten kommen. Aber ich weiss, worauf ich mich berufe, ich weiss, was mein USP ist. Und das ist genau das. Mir geht es nicht um Fame oder um Follower. Natürlich hat es gegen Aussen einen Wert, das ist mir absolut bewusst. Darum habe ich ja vorhin gesagt, ich habe jetzt zwei, drei Jahre das Game gespielt. Weil genau so muss das Game gespielt werden. Und gerade was die E-Mobilität und die Prävention für E-Mobilität anbelangt,
- 1:02:45«Hey, da ist seit etwa einem halben Jahr, dreiviertel Jahr, hinten dran, Abklärung dabei. Machen wir es, wie machen wir es, tun wir es?» Das kennt niemand. Nein, das kennt niemand. Gestern kam das erste Video raus. Mit dem Mieter zuerst. Genau. Und darum sage ich, oben da draussen, «Den habe ich vielleicht nicht, den Coolness-Faktor.»
- 1:03:01Aber ich wollte nie MrBeast oder iShowSpeed werden. Hey, cool in der Ehe, entertaining und so. Oder in der Schweiz haben wir Leute, die mega geil entertainen. Eben, Gabi Rano mit seiner Unterhaltung. Tauli und Eric, das kommen in der ersten Stunde. Einfach geil. Einfach geiler, unterhaltsamer Content. Elef, den du auch da hatten. Der macht Videos, die ich finde so geil.
- 1:03:25Leider bin ich zu alt für so einen Scheiss. Ich habe das Video gesehen, wo er irgendwie in eiskalten Seen reingesprungen ist. Sorry, wie geil. Es ist so geil. Ich habe es so gefeiert. Ich habe das angeguckt und dachte «Shit, für das bin ich leider wirklich zu alt.» Und er hat mir erzählt, wieso er das gemacht hat. Warum denn? Weil... Er schaut mega auf seine Zahlen.
- 1:03:45Nein, wirklich jetzt? Ja. Und er hat gesehen, dass... Und ich meine, er hat wirklich gute Aufrufe und alles. Aber er hat gesehen, dass so zwei, drei Videos nicht so starke Aufrufe hatten. Er hat gesagt, jetzt muss ich etwas machen, was schockt. Elif, du bist ein geiler Sieger. Wirklich geil. Und das sagt er, und das will er mir sagen, das finde ich geil, respektiere, feiere, ohne dass ich der Person nötig bin oder irgendwie muss sagen. Das ist einfach meine Meinung. Ich sage, wenn ich etwas gut finde, sage ich es.
- 1:04:11Viel zu wenig, sagen die Leute. Aber wenn ich es gut finde, wenn ich es scheisse finde, sage ich es auch so. Das sage ich aber auf beiden Seiten, und zwar ohne, dass ich muss, oder dass ich jemanden kenne, aber nur von aussen betrachtet, meine Wahrnehmung als subjektive Zuschauerwahrnehmung. Und deshalb, das ist mega geil, habe ich gefunden, ah, kann ich leider nicht, wiederum dafür bin ich wirklich zu alt, weisst du, das bin nicht ich, aber geil, dass es solche Leute gibt.
- 1:04:31Aber ich für mich, auch wenn du jetzt mitbekommst, mein Weg und mein Start auf Social Media, ich sehe mich mehr als einen coolen Onkel. Hey, mit mir kannst du es lustig haben, ich könnte vielleicht mal etwas, ich habe mal eine coole Challenge mit dabei. Ich muss aber im Fall nicht. Aber wie machst du es mit diesen Scooter und Trottinett? Kaufst du dich selbst und du hast... Jetzt kommt die Frage, genau. Ja, nein, also logisch. Wie funktioniert das? Hast du da Sponsoren im...
- 1:04:55im Rücken, die sagen, wir geben hier mal 10, und dann verlassen sie. Wie geht das Business-Modell, wenn du das sagen möchtest?
- 1:05:03«Hey, darf man das sagen? Ist das Berufsgeheimnis und alles zusammen?» Ich glaube, das baut man sich auch irgendwo auf. Ja, klar. Und ich meine, jeder Creator bekommt irgendwie Betrag X, dass er ein Video XY macht. Und jetzt kannst du einfach schauen mit einem Brand, wie fährst du das Ganze an? Was gibst du rein? Ich meine, wenn es irgendwie, was soll ich sagen, Töffli. Ganz viele möchten, dass ich gerne mal ein Töffli verlose.
- 1:05:28Also das wäre so ein Spiaggio-Ciao von mir. So ein Spiaggio, so richtig, so oldschool. So, wo ich aufbohren kann mit dem 13-13-Gasen und dann Vollgas bei 93 von der Polizei an die Karte werfen. Es gibt ja geile Töffli, immer noch. Töffligänge, genau. Von denen musst du aufpassen. Nichts Falsches gegen Töffligänge.
- 1:05:46Das könntest du auch. Töffli Gang sind da. Schickt ein Foto von eurem Töffli in die Kommentare. Dann bewertest du es vielleicht mal. Nein, das macht Timmy. Sehr geil. Wenn ein Hersteller kommt und sagt, ich habe einen neuen Laden mit einem Töffli, wie könnten wir das promoten? Klar kann man schauen und sagen, du kennst mich,
- 1:06:11Wenn wir mal etwas verlosen, sagt dann die Person, ja, wir können etwas verlosen. Und dann muss man sich finden. Das heisst, ja, da bin ich ganz ehrlich. Und da würde ich lügen, wenn es anders wäre. Meine Güte, da wäre ich schon längst nur mal Bankrott gegangen, das Tode. Das könnte sich ja niemand leisten, wenn wir das alles selber zahlen würden.
- 1:06:28und rausgeben, hey, nur mal, ich habe schon Sachen wirklich aus meinem eigenen Geld gekauft und gezahlt und jedes Mal, wenn es ein Cash-Betrag ist, jedes Mal, wenn ich ein 20er, ein 50er oder ein 100er Nötchen habe, dann ist das echt aus meinem Portemonnaie. Jedes Mal, wenn es Cash ist, ist das echt aus meinem Portemonnaie. Aber wenn ich die Chance habe,
- 1:06:44mit jemandem etwas schenken dürfen. Wie zum Beispiel im Emmet-Center. Die Zusammenarbeit wird auch mega geschätzt, weil sie sagen, was könnten wir cool machen. Dann sind es ja Produkte aus dem Emmet-Center, die hier zur Verfügung gestellt werden. Und da ist auch der Grund, warum ich eben nicht dann «MrBeast, ich bin der 7C, ich bin...»
- 1:07:02sondern wo ist, hey, der G-Man geht zusammen mit dem Amet-Center dir die Kopfhörer. Das ist ein moderatives Zusammen. Und da gehe ich jetzt wieder zurück, für die, die das gar nicht kennen, früher gab es im Fernsehen bei den Shows auch so Zuschauerwettbewerbe. Da hast du auch gesagt, wir verschenken das Wochenende in diesem Wellness-Hotel in Zusammenarbeit mit dem Blablabla. Wir kennen es noch.
- 1:07:24So läuft das. Es ist ja logisch, wenn man eins und eins zusammenzählt. Also ist es aber jetzt miteinander und sollte man es auch fair erwähnen. Das heisst, du kannst darauf gehen, wenn es so etwas ist, dann präsentiere ich auch das nach aussen.
- 1:07:36Jetzt hast du mit dem Kanten, mit den Rollenverschenken, E-Scooter-Verschenken gestartet und jetzt machst du die Prävention, um die Jugend zu schützen. Dass sie sagen... Du hast das gerade in deiner Story gehabt, wo du sagst... Hey, mein Roller fährt 70 oder 100 kmh und du sagst so «Hey, uncool!» «Mach das nicht!» Genau, genau, richtig. Wie bist du auf das gekommen und was war der springende Punkt?
- 1:08:06Da muss ich... Also ich sage zwei Sachen gerne dazu. Ich gehe nachher noch ein bisschen weiter zurück, gehe ausholen. Aber wie du sagst, E-Scooter und E-Roller verschenkt die ganze Zeit. Und dann einfach aber darauf hinweisen, hey, unter 14 ist es illegal. Von 14 bis 16 musst du die und die Prüfung haben. Und sonst auch, pass auf mit den Regeln auf der Strasse. Also, dass die Leute das auch gleich checken, wirklich, wenn jemand nicht 14 ist, bekommt das nicht von mir. Und mir hat es jemanden gehabt, der einen Roller gewonnen hat. Der war 14, aber die Prüfung noch nicht gehabt. Der hat den Schlüssel bekommen, der Roller ist noch im Laden.
- 1:08:35Wenn der Kunde sagen kann, dass er eine Prüfung hat, bekommt er auch eine Rolle. Perle. That's it. Perle. So und nicht anders machen wir das. Und jetzt nach aussen darf ich das mit dieser E-Prävention, mit dem E-Scooter-Check so machen, dass ich sogar sagen darf, hey, no joke, jede Woche gibt es einen Scooter bei mir. Jede Woche. Aber das Einzige, was du dafür machen musst, nebst mir zu folgen,
- 1:08:57Ja, der ist mit. Das ist ein guter Check. Das ist vielleicht so 20-25 Minuten, wo du wie K.H. mässig mal Infos bekommst. Was darf ich, was darf ich nicht?
- 1:09:08Und danach hast du noch 16, 17 Fragen, die du beantworten musst. Und dann ist es abgeschlossen. Das heisst, ich darf jetzt zusammen mit dem Nothelfer am Bahnhof und mit dem Verkehrsförderungsverbund, sorry, wenn ich es falsch sage, es ist wirklich eine nationale Prävention, wo wir rausgehen dürfen. Und ich darf ein Botschafter sein von dem, wo ich ihm mega dankbar bin. Er ist nicht auf meinen Mist gewachsen, aber ich darf der Botschafter sein, weil ich mit denen noch zusammengearbeitet habe.
- 1:09:31Und wir haben uns jetzt gefunden, nach aussen das zu tragen und zu sagen, Leute, wir gönnen euch sehr gerne. Natürlich ist das ein bisschen der Lockvogel. Aber macht den Check. Und dann bleibt es bei ganz, ganz vielen. Und das habe ich heute gerade mitbekommen. Ich glaube, das dürfen wir auch sagen. Wir sind jetzt seit anderthalb Tagen, nein, im ersten Tag, ein, anderthalb Tage ist das jetzt online. Es haben schon jetzt über tausend Leute mitgemacht.
- 1:09:52In einem Tag. In einem Tag. Und für das danke ich viel, vielmals für jeden, der da mitgemacht hat bei dem E-Scooter-Check, der sich die Zeit genommen hat. Und jemand von euch Tausend wird einen Scooter bekommen. Oder jeder von den 5'000, der das macht. Aber das ist ja schön, dass wir so viele Leute erreichen. Ja, mega. Mega. Und das ist richtig, richtig geil. Ja.
- 1:10:11Und ich habe gesagt, ich gehe sogar in die Schule, wo ich gehe, das habe ich immer hinten dran gemacht, weil das will ich nicht nach aussen zeigen, wegen dem Datenschutz und allem zusammen. Ich gehe ja in die Schule, Workshops, Prävention, gegen Mobbing, gegen Hassreden. Das sagst du gar nicht.
- 1:10:26Ich tue immer... Ich kann einfach so ein bisschen... Ich frage mich, wie du das findest. Du kommst eigentlich nach Hause und sagst mir... Marketing. Du hast eine gute Portion Marketing in deinem Rucksack. Ich frage mich, wie du das hältst. Du hast sicher schon mal ein Video gesehen, als ich vor einer Schule tanze. Ja. Was hast du dich da gefragt? Also, Simbi Friday ist es ja im ersten Moment, als wir es gesehen haben. Seid mal ganz ehrlich!
- 1:10:49Ich habe mich schon gefragt, klar, es sind wahrscheinlich deine Hauptkundschaft. Das sind deine Kunden, deine Zukunft, deine Kunden. Oder meine treue Community. Wahrscheinlich deine Follower sind eher jünger halt.
- 1:11:09Das ist noch etwas mega Spannendes und das sage ich sehr gerne, weil das ist immer ein Miesargument, wenn ich mit jemandem persönlich reden kann. Es ist 50-50, Mann-Frau. Bin ich selber überrascht? Ja. Okay. Dann ist es ein Drittel bis 24.
- 1:11:24Ein Drittel. Jeder, der zwölf ist, macht sich vielleicht 20 bis 21. Ein Drittel ist bis 24. Ein Drittel ist 24 bis 35. Und der restliche Drittel ist oben dran. Wenn du 25 bis 45 nimmst, sind das weit über 50, fast 60 Prozent. Was viele überrascht. Viele Schweizer schauen meine Videos.
- 1:11:49Und dafür bin ich dankbar und dafür arbeite ich jeden Tag. Das macht auch gerne Bimbo oder der Schweizerdeutsche. Dass ich einfach lieber in der Schweiz bin, wo ich bin. Und eben auch wieder dafür dankbar bin. Mega. Und darum, jetzt wenn du sagst Kundschaft. Das ist eigentlich mehr ein anderer Ansatz. Und zwar, ja, ich gehe von Schule zu Schule. Ich habe auch gemeint, dass es formatisch wie gestorben ist. Ich habe mit dem vor vier Jahren angefangen. Im 22. Und deswegen ging ich nach Hause, zu welcher Schule soll ich als nächstes? Da habe ich mal so ein Video gemacht.
- 1:12:19Ja und wenn dir der Algorithmus jetzt zeigt, dass du so ein Video machst,
- 1:12:24Und auf dieses Video liken 10'000 Leute und 4'000 Leute kommentieren mit einer Schule. Und du denkst, okay, dann gehe ich mal zu einer Schule vom nächsten Kommentar. Und dieses Video hat dann 15'000 Likes und 8'000 Kommentare. Ja, dann zeigt dir der Algorithmus, dass du irgendwie gleich etwas hast, das funktionieren könnte. So. Und das ist nichts anderes als das Ausrufezeichen zuerst. Das heisst ja, das sind natürlich die Videos, die viral gehen, weil es 10'500 Schulen in der Schweiz gibt. Weil es ganz viele Schülerinnen und Schüler in der Schweiz gibt.
- 1:12:54Viele, die noch zu jung sind für Social Media, aber trotzdem Social Media haben. Und die Kinder sind natürlich die, die haben Zeit zu kommentieren, zu liken. Das sind halt auch die, die wir vielleicht mal in einem Video oder in einem Live nachrennen. Du würdest... Nein, sowieso nicht. Aber du würdest... Als erwachsene Person rennst du jetzt auch nicht jemandem nach. Nein.
- 1:13:11Hey, gib mir, gib mir, gib mir. Machst du nicht? Nein. Aber die Jungen machen das noch eher. Das heisst, du hast da die Zuschauer, die Zeit haben, die Lust haben, die eigentlich wollen, dass du mal zu ihnen zur Schule kommst. Das heisst, das Ausrufezeichen stimmt schon mal. Und jeder, der dir sagt, du kommst doch zu unserer Schule,
- 1:13:29Wenn die Schulen nachher aufmerksam werden, im besten Fall melden sich die Lehrerinnen, die Sozialarbeiter, die Schullehrer. Dann kannst du sagen, was machst du eigentlich an meiner Schule? Dann kann ich sagen, mir geht es eigentlich darum, aufmerksam zu machen gegen Mobbing, Hate Speech, Sensibilisierung, alles zusammen. Okay, ja. Dann machen wir einen Workshop.
- 1:13:46Ich gehe nicht zu dieser Schule. Der hat mal in der Pause immer mega lustige Momente mit so 400-500 Jugendlichen, wo alle dürfen ein Fettchen machen und so. Wenn ich sage, das mache ich nicht, ich gehe immer ausserhalb der Schulzeit auf die Schule. Das heisst, ich bin am Wochenende dort, oder wenn die Schule frei ist. Ich störe nicht den Unterricht. Ich bin nicht da, wenn andere Kinder da sind. Von der Schule her. Das heisst, das ist ein öffentliches Gelände.
- 1:14:09Willst du mit den Väterin machen? Wie? Muss mein Rufpaar sagen, Väterin machen? Also ich... Ja, ich sage jetzt mal so, während der Schulzeit dürfte ich sicher nicht irgendwie den Pauseplatz voll mit Schulkind fotografieren. So. Ich muss von jedem und jeder, der unter 18 ist, da rufe ich entweder die Mutter oder den Vater an, oder er ruft die Mutter oder den Vater an, und habe ich die Bestätigung, dass wir es brauchen dürfen.
- 1:14:30So, jetzt bin ich bei jedem. Hey, ich würde sagen, sicher am Anfang habe ich es vielleicht auch noch nicht so wild genommen, aber also, Minimum in den letzten, also weit über zwei Jahren, wo wirklich, wie alt bist du? Hey, dann schnauze schnell an. Und sonst nicht. Ausser natürlich wieder, es ist ein Event, es ist ein öffentlicher Anlass, auf welcher die Aufnahmen gemacht werden. Ich habe gedacht, es gibt so eine Regel, wenn es mehr als fünf oder sechs Personen auf einem Bild sind,
- 1:14:54Ja, das ist so. Sobald fünf Leute im Hintergrund dasselbe machen, zählt es als Hintergrund. Aber, und das verstehe ich auch, das musst du aber nicht auf einer Schule wählen. Nein, klar.
- 1:15:06Wo natürlich der Eltern ein Problem hat mit dem Datenschutz und so und Schulen. Das heisst, das machst du sicher nicht. Aber hey, in der Pause immer, wenn die Jugendlichen ihre Kamera haben und sie Fotos machen wollen, dann dürfen sie gerne Fotos machen. Ich hatte schon ganz viele Schulen, wo sie gesagt haben, ja, aber in der Pause willst du ein bisschen Zeit für dich und alles zusammen. Und dann sage ich, schau, ich habe 10 Klassen, mit 2 Klassen habe ich den Workshop, die anderen 8 haben ja sonst nichts von mir. Also für mich gehört das, weisst du, das ist auch noch wichtig, für mich gehört das genauso zu dieser Show. Du hast ein riesen Herz.
- 1:15:36Ja, ich würde sagen. Weil es einfach dazugehört. Du willst dich ja nicht einmal ausschliessen, darum sagst du, hey, weisst du was, ich gebe dir alles von mir. Richtig. Und so hast du jetzt das Ausrufezeichen, so hast du jetzt eigentlich das Nähe sein, in der Schule, wo du etwas auf den Weg geben kannst. Und auch da habe ich auch schon die Schule erlebt, wo es einfach eskaliert ist, im Sinne von...
- 1:15:58Dann hast du halt nicht so viel erreicht an diesem Nachmittag. Also es gab es auch schon. Aber wobei auch da wieder, da erreichst du vielleicht nicht alle. Aber es gab auch schon Events oder an Schulen, wo wirklich ein Aula voll war mit vier, fünf Klassen. Und die haben gefunden, ja, eine Stunde, ich so, ja, tun wir mal 90 Minuten einplanen. Wo die Lehrer und die Schulleiter gefunden haben, ja, die sitzen keine Stunde ruhig da.
- 1:16:19Und dann waren 90 Minuten Q&A mit Mikrofon und allem, wo sie total perplex waren, weil sie nicht einmal Pause haben wollen. Fragen, Antworten, Interesse. Und ich komme auch nicht mit einer Powerpoint-Präsentation, da kommt man erst auf Punkt 3, 4, 6. Sondern einfach, was interessiert dich, was willst du wissen und so. Interaktiv. Ja, und jetzt hängst du einfach an das Interaktive. Etwas daran, mit wirklich nur mehr Substanz und Wichtigkeit. Du hast es jetzt gleich angesprochen. E-Mobilität, Helmpflicht.
- 1:16:47Was denkst du, wie viele Scooterfahrer tragen Helme? Wie viele, die Scooter fahren, tragen Helme prozentual? Tief zweistellig. Ich würde sagen...
- 1:17:0312-18%. 12-18%? Okay, gut. Also es sind 30%, die mit Helm fahren. Trotzdem? Immerhin? Immerhin. Jede dritte. Jede dritte fährt mit Helm, genau. Jetzt, wenn du aber die Umfälle nehmen würdest, ich glaube, drei von vier Umfällen sind Selbstumfälle. Ja. Von alkoholisiert, von am Handy, von schnell fahren, von was auch immer. Und ein Viertel ist noch die Kollision. Aber drei Viertel sind Selbstumfälle.
- 1:17:32Bei diesen Selbstunfällen haben 90% keine Helme an. Das heisst, du kannst dir vorstellen, wenn es dich ja umlädt mit einem Scooter, dann tut es weh. Und wenn es irgendwie über eine Randstelle oder eine Bordstelle oder so dich runterläuft, Kopf verletzen und so. Und darum, ja, ich sage dir ehrlich, nein, es ist keine Helmpflicht.
- 1:17:50Es ist aber jetzt, glaube ich, sogar in Österreich hat es ein paar gesagt, dass Helmpflicht ist. In Österreich haben sie das jetzt gerade gemacht. Da ist schon Helmpflicht. Die reden mir drüber. Und, und, und. Also, ich soll sagen, es ist sicher einfach gerade ein Thema, das relevant ist, das aktuell ist und das, glaube ich, fast jeder Erwachsener irgendwo mit dem in Berührung kommt.
- 1:18:08Hundertprozentig. Bist du schon mal auf einem Trottoir gewesen und ein Scooter ist an dir auf dem Trottoir vorbei? Und... Also... Ich habe seit vier Wochen... Fünf... ...haben wir einen Hund aus Kreta. Ist ein... ...ein...
- 1:18:24Aus dem Tierschutz. Und mega ängstlich. Seit drei Jahren war er in einem Zwinger, der kannte nicht Leinen, nichts. Wenn ich mit dem gehen gehe, wir gehen in den Wald gehen, und dann kommt so ein Rollerfahrer mit voll Garacho. Also erst einmal, der Kleid dreht komplett am Rad. Und vor allem, die kommen wirklich mit einem Speed, da denkst du...
- 1:18:48Never, ever, ever, ever ist das legal. Niemals, fast zu 20. Ja, ja. Und darum eben, es sind so Kleinigkeiten wie Trottoir fahren absolut verboten, tabu. Wenn da etwas passiert, bist du schuld. Das zweite Fahren ist verboten. Passiert etwas, bist du schuld. Und eben über 20 fahren, passiert etwas, bist du schuld. Nur mal, hey, natürlich hört man es nicht gerne, die Regeln und alles zusammen. Natürlich hat man am liebsten keine Regeln.
- 1:19:15Aber dann bin ich lieber der Uncoolere. «Hey, vielleicht werden da ein paar entfolgen.» Nur so gerne. Dann bin ich halt der Uncoole. Aber dafür kann ich die Message übergeben und sagen, «Ich besuche eure Schulhäuser. Ich mache das Tänzchen vor eurer Schule. Bei gewissen Schulen ist es sogar ein Thema, dass gewisse Schüler die Erlaubnis haben von den Eltern und dann mitmachen beim Video. Und dann machen wir den Workshop, haben einen guten, coolen Nachmittag miteinander.»
- 1:19:40Und im besten Fall jetzt, komme ich noch mit dem E-Scooter-Check und jemand von euch kann einen Scooter gewinnen. Und das tue ich ganz ehrlich, diese Plattform schon nutzen. Sie sagen, jeder Lehrer, Schulleiter, Sozialarbeiter, der jetzt irgendwie sagt, das finde ich eine coole Sache, hey, hast du mal Interesse, an unsere Schule zu kommen? Dann dürft ihr mich sehr gerne anschreiben. Über Instagram direkt oder über die E-Mail oder was auch immer. Sehr gerne anschreiben und dann finden wir das. Und dann mache ich das sehr gerne. Und da bin ich auch ganz ehrlich, um das geht es nicht, weil von dem wird schon wieder ich. Aber das ist etwas, was nachhaltig ist und wo hoffentlich irgendwann mal ein paar Leute... Du kannst Druck geben.
- 1:20:09Genau. Und das ist jetzt so, alles was die Leute immer gefunden haben, was tontest du vor diesen Schmulen und so, ist so ein bisschen... In der Natsche zusammengekostet. Der Kreis. Der Kreis jetzt, der sich hier schliesst. Weisst du, warum schenkst du die ganze Zeit eh Scooter, eh Roller, warum gehst du die ganze Zeit zur Schule? Es hat alles schon einen Hintergedanken gehabt, vor allem jetzt das ganze letzte Dreivierteljahr. Jetzt starten wir endlich mit dem und... Hey, mal schauen, wie lange wir das durchziehen.
- 1:20:34Solange die Leute Lust haben auf E-Scooter. Das wäre das nächste. Wie siehst du deinen Plan? Oder was kann man von dir noch erwarten? Ich mache einen Podcast. Nein, Spaß. Ich tune dich nicht. Nein, im Gegenteil. Das auf alle Fälle. Das, was ich gesagt habe, ist für mich einer der festen Socken.
- 1:20:58Darf ich zu dem noch kurz sagen? Du musst dir vorstellen, vor vier, fünf Jahren, nein, vor vier Jahren, als ich mit der Schule begann, ich verstehe es. Social Media war nur mehr so verpönt. Was macht da so ein fast 40-jähriger Dude auf dem Pausenplatz? Ganz schwierig.
- 1:21:15Versteht Bedenken, die man hatte. Ich verstehe es ja. Und man sollte aufpassen, unbedingt. Man sollte aufpassen von Fremden und allem. Und mittlerweile ist man auf einem Weg, wo man sagt, hey schau, was ist denn, wenn wir einen Creator in die Schule holen? Sagt dann auch der Schüler, ja, ja, eins für alles, Video, und du machst dein Haus, deine Lampe, und musst nicht mehr arbeiten.
- 1:21:34Geil, oder? Wie es schon einige denken, vom Seher. Oder du kannst ihnen aufzeigen, es geht einen langen Weg. Ich weiss nicht, was du sagen würdest. Wie viele Creator in der Schweiz können wirklich voll und ganz von Social Media leben? Also das heisst, jede Rechnung zahlen, Essen auf dem Tisch, der gesamte Unterhalt der Familie. Wie viel? Würde mich sehr wundern.
- 1:22:00Ich weiss es auch nicht abschliessend, aber was würdest du sagen? Also ich hatte schon ein paar da, die von dem leben können. Ein paar, die mega ehrlich sind und sagen «Hey, ich kann davon auch, weil ich zuhause lebe». Ja. Und das waren nicht einmal so kleine. Also ich würde mal sagen, es gibt nicht einen Haufen. Ich würde sagen 120.
- 1:22:20Das hat mich sehr selbst verwundert. Ich stehe manchmal in der Schule und sage, ohne alle zu kennen, würde ich sagen 50 bis 100. Das wäre meine Aussage. Aber ja, schön, dass du so sagen kannst. Du kennst natürlich noch ein paar mehr als ich. Vielleicht gibt es in der Blut-Szene ganz viele, die Heim-Lambos fahren. Stimmt, das ist schon richtig. Kann alles sein. Ich will niemandem zu nahe treten, das ist mir ganz wichtig. Aber einfach, um den Jungen mal zu zeigen.
- 1:22:44«Hey, weisst du, wie viele haben es überhaupt geschafft? Wie viele tun es so, als wäre es zu besuchen?» «Das ist es, ja.» «Du kannst wieder sein, so anders sehen, oder?» «Also, um das Ganze wieder ein bisschen zusammenzubüscheln, das ist für mich wirklich so ein Anker, wo ich sage, der war mir mega wichtig und da bin ich mega dankbar für dich jetzt. Alles andere, was kommt, da bin ich recht offen und das ist eben auch das Schöne, früher im Fernsehen, weisst du, die Leute sagen, ja, du machst schon für alles und hier und da und so. Nein, es hat wirklich jetzt den Weg genommen, dass ich auch mal «Nein» sagen darf.» «Ja.»
- 1:23:16Befreiend. Mega befreiend. Weisst du, das ist doch schon zu können, einfach zu sagen, nein, das mache ich nicht. Weil es mir nicht passt, weil das Bauchgefühl nicht stimmt. Egal was, aber einfach, ich bin in dieser Position, dass ich kann und darf Nein sagen. Ich will damit sagen, vor drei, vier Jahren bin ich vielleicht fünf Stunden hin gefahren,
- 1:23:37Und ich habe etwas gemacht und 5 Stunden zurück gefahren. Für 500 Franken. Das habe ich gemacht, weil wir Rechnungen zahlen mussten. Das mussten wir machen. Nur mal, hey. Musst du auch durch diese Zeiten. Musst du durch diese Zeiten. Bei uns ist es nicht anders. Wir haben alles angenommen. Jede Event. Ich habe hier oben Events gemacht, da habe ich Polizeieinsätze draussen gemacht. Und ich habe mich gegen den Boden geschämt. Ja. Weil die angefangen haben auf dem Park zu driften. Es war im Winter.
- 1:23:59Das erste Jahr, in dem wir wieder aufmachen konnten, einigermassen. Ja. Ich habe mich in den Boden geschämt, weil es sich bis aufhört und dann machen wir einfach nicht mehr. Aber? Ja. Ich musste es machen. Es war so eine Zeit, oder? Ja. Und darum weisst du...
- 1:24:17die ganze Entwicklung, wie sie es hat, einfach dankbar zu sein, dass wir gewisse Sachen nein sagen dürfen. Gleichzeitig offen sind für neue Sachen, die kommen. Und bei mir wird es sicher auch wieder mehr leisten. Ich habe eine Zeit lang jeden Abend eine Stunde, zwei live gegangen. Eben in Podcasts, nicht so professionell, sondern wirklich einfach live gestreamt, interaktiv mit der Community. So etwas ist sicher wieder mal ein Thema. Aber jetzt für mich wirklich mal das Brio ist, dass ich dankbar bin, dass ich eben mit dieser E-Mobilität etwas machen darf, mit dem Notfall vom Bahnhof.
- 1:24:46die langfristig mal ist, dass ich Swiss Skills nächstes Jahr wieder, dass ich mit der Suva etwas machen darf, was auch etwas ist, was ganz viele Jahre ist. Und da ist es eben auch lustig. Ich war an der allerersten Swiss Skills als Moderator bei der Suva. Dann hat das alle drei Jahre stattgefunden. Und alle drei Jahre war ich eigentlich Moderator. Und beim vorletzten Mal habe ich auch ein paar Social-Media-Videos gemacht. Die sind sehr abgegangen. Und letztes Jahr konnte ich der Suva mal sagen, hey, wollen wir ein Packchen machen?
- 1:25:14Weil als Moderator wollt ihr mich ja wieder haben, machen wir doch noch Social Media dazu. Dann gibt es ein rundes Päckchen. Das hat mega gut gezogen, ist mega gut angekommen. Und so ist es auch wieder etwas, was langfristig ist. Und wo ich merke, hey, das ist eben mein USB. Ich bin ein Moderator, der Reichweite hat. Oder ich bin ein Creator,
- 1:25:33Sorry für den Fuss, aber wo kann ich reden? Upsi. Nein, aber... Just saying. Nein, ähm, so, oder? Also das ist der USB. So Sachen. Nachhaltige Sachen. Einfach cool. Das ist mega, mega schön. Und natürlich Prio 1, jetzt sowieso das Jahr... Heirat! Heirat! Genau. Ja. Wenn euer Radio derzeit... Ja.
- 1:26:00Aber eben, Datum und Location verstehe ich komplett. Du musstest mit 16 Rollern auftauchen, um alle zu kennen. Weisst du? Ja. Ja. Und hier geht es ein bisschen. Woher geht es sonst? Ich finde es mega, wir sind seit 1.5 Stunden am Reden. Schon? Ja und ich habe das Gefühl, ich könnte dich so ausquetschen, weil du hast so viel Knowledge, du hast so viel Wissen von ganz vielen verschiedenen Sportarten. Du hast schon so viel erlebt.
- 1:26:27Ich bin gerade richtig so wissenshungrig nach deiner Story, nach deiner Geschichte, was du geplant hast. Ich finde es mega spannend. Auf jeden Fall ein sehr, sehr cooles Gespräch. Danke. Merci, merci. Ich bin auch selber gespannt, wo es hergeht. Ich finde es auch schön, dass man mal auf so einer Ebene reden kann, weil, weisst du, wie viel können wir bei der Kindheit auch und wollen das durchkatschen. Wie viel
- 1:26:48Sie sehen hier den negativen Punkt und drücken ihn wieder um den Nullpunkt. Das habe ich alles schon erlebt. Nein, vielleicht nach vorne. Ich schätze auch das. So eine Bahn an der Hand. Ich weiss auch nicht, wo es hergeht. Aber was ist so dein Lebensmotto?
- 1:27:06Heute ist dein bester Tag. Heute ist dein bester Tag. Ich bin lange, also was mir lange Zeit geholfen hat, vor allem zu erdenken, zu... Also mach dich ja fertig. Wenn du alles zerdenkst, alle Möglichkeiten, was falsch gehen könnte, könntest du immer machen. Wenn du Probleme nachdenkst, dann machst du selber mehr Probleme. So...
- 1:27:29Es ist alles so, wie es muss, damit es kommt, wie es soll.
- 1:27:38Gerade ein wenig das Gleiche. Aber das finde ich etwas, was mir so extrem geholfen hat. Zum gleichen Gedanken, wenn ich wieder denke, was könnte alles falsch laufen, zu sagen, es liegt nicht in meiner Hand. Es ist alles so, wie es muss, damit es kommt, wie es soll. Auch mit der Hochzehntale. Wenn ich jetzt schaue, von «Attrag ohne Ring» über «Attrag mit Ring» vor drei Jahren zu jetzt, diese Hochzeit, die ich wirklich...
- 1:28:03Ein so ein einfach mega, mega saugutes Gefühl haben. Und das ist schon krass. Und dann habe ich wirklich letztes Jahr gehört, der wird glaube ich neu für mich sein. Was ist Glück?
- 1:28:22Was ist Glück für dich? Ich liebe das Thema. Ich habe das schon ganz oft mit gestern durchgekatscht. Und ich glaube, eine abschliessende Antwort habe ich auf das nicht. Aber ich glaube, Glück ist so wie ein Plateau, wo du säen kannst. Umso mehr du säen kannst, umso mehr kannst du wachsen. Du weisst, was gesagt wurde.
- 1:28:45Also wenn du mit dieser Sicherheit hinfährst und weisst, okay, auf diesem Feld habe ich einen Samen geleitet. Du weisst es. Jetzt musst du dir nur noch, jetzt musst du die Geduld haben, um...
- 1:28:55warte, bis dieser Samen aus der Erde sprüht. Und Glück ist das, wenn er draussen ist, um das zu ernten. Und desto mehr du sämtlich im Sinn, desto mehr, was du machst, desto mehr sind die Chancen, dass etwas rauskommt. Mega schön. Und für mich ist das, Glück ist, ist zu arbeiten mit einer Passion und dem Glauben, dass es funktionieren kann.
- 1:29:23Ja, das finde ich einen sehr schönen Ansatz. Auch mit dem Sehen. Was für dich? Das mit der Geduld finde ich auch sehr schön. Weil, seien wir ehrlich, das ist sehr schwierig. Ich bin sehr ungeduldig. Was ist so ungeduldig? Wenn du so schaust. Aber auch daran, um das Bild wieder zu spielen von dir, das ich sehr schön finde. Imagine, du hast etwas gesagt, hast keine Geduld und dann schaust du ihm so zu beim Wachsen. Ich meine, das ist ein grosser Druck für dieses Pflänzchen.
- 1:29:49Ich kann ja gar nicht warten. Du musst noch singen, denn singen tut gut. Ja, genau so. Glück, hey, was sagst du zu dem? Glück ist deine aktuelle Situation minus deine Erwartungen.
- 1:30:09Ich mache ja schon in diesen Podcasts immer wieder Gänsehaut. Aber ich habe in diesem Podcast richtig viel Gänsehaut. Jetzt habe ich wieder eine gehabt. Ich finde das mega schön. Also Glück ist deine aktuelle Situation minus deine Erwartungen. Den anzudenken, der braucht nicht mehr. Der braucht nicht mehr? Den musst du nur in deinem Kopf irgendwo platzieren. Ja.
- 1:30:35Weil, eben klar, motiviert zu sein ist schön. Du weisst ja, warum du Sachen machst, oder? Das heisst nicht, ich habe die Tümmel drauf und warte, bis irgendjemand mit der Sechsrichtung im Lotto kommt oder irgendetwas geschenkt wird. Du musst machen, säen, damit du ernten kannst. Das ist der Weg des Lebens. Du musst essen, damit du nicht verhungerst. Du musst atmen, damit du nicht versteckst. Aber so wie du jetzt gerade bist...
- 1:31:01Vielleicht hilft das auch für die Geduld. Wir haben manchmal so viele Erwartungen und da nehme ich mich als allererster in die Hand. Ich hätte doch sollen, ich müsste doch sollen, muss ich noch, hätte ich noch, sollte ich noch. Chill mal einer. Also, den habe ich so gefunden. Das ist sehr schön.
- 1:31:21Ich hasse lesen. Du hasst es? Okay, völlig okay. Ich hasse es. Ich lese wirklich nicht gerne. Ich glaube, das einzige Buch, das ich gefühlt habe, war Goethe in der Schule. Auffassend. Du liest viel? Nein, ich lese auch nicht sehr gerne. Hören. Ich höre sehr viele Hörbücher. Ich fahre viel. Und wenn ich fahre, dann ist das einfach nicht super. Ich höre viele Podcasts oder ich höre Bücher. Das ist... Ja. Ja.
- 1:31:50Wenn ich den Ball mal so ein bisschen zurückspielen darf, weil du bist für mich jetzt wirklich gekommen als Gegenüber. Ich bin ja ganz ehrlich, ich habe jetzt nicht mega dich analysiert oder viel gelost, weil ich wirklich gespannt war. Klar, Videos, Shorts und so habe ich gesehen und ich fand auch, es nimmt mich, David, es nimmt mich mega Wunder,
- 1:32:07Bist du dieser Mensch, wenn ich dich wahrnehme? Ich möchte das gerne ab und zu austesten. Weil Bauchgefühl kennst du ja, oder? Gut, der Bauch wird etwas weniger, aber... Weisst du, je älter ich werde, umso mehr Mehrheitsbauchgefühl habe ich. So eine 100%-ige Erfolgsquote. Und das hilft einem.
- 1:32:24Und da habe ich eine Wahrnehmung von einem Menschen, nicht, nimmt es mich selber Wunder, deckt sich das mit dem Echten. Ist das Wohlwollen, das Interessierte, ist das gespielt, ist das aufgesetzt? In jedem Video von 10-20 Sekunden kannst du eine Rolle spielen. Ja, voll. Aber spätestens in einem Livestream oder in einem Talk nach einer halben Stunde, Stunde, das geht nicht. Das spürst du menschlich, verbal und nonverbal und alles zusammen. Und darum finde ich das Gespräch auch mega schön. Ich würde den Ball zurückspielen im Sinne von
- 1:32:51Fühlst du dich manchmal zu alt für dieses Game? Gerade wenn du auf Social Media schaust? Hast du eine gewisse Ruhe, dass du denkst, ich weiss, Sachen kommen und gehen. Wie gehst du damit um? Nein, ich glaube, ich fühle mich nicht zu alt für dieses Game.
- 1:33:11Ich glaube, ich spreche mir manchmal Sachen anders ein, als es vielleicht effektiv sind, um mir Kraft zu geben, um weitermachen. Wir hatten vorhin das Thema schon, dann siehst du, was du für Reichweiten hast und dann hörst du, was andere für Reichweiten haben. Die ganze Arbeit, wofür mache ich das alles?
- 1:33:32Aber ich bin der ganz klaren Überzeugung, dass jedes Gespräch, das ich habe, jeder Mensch, den ich kennenlerne, mich weiterbringt. Und dass jedes Gespräch, das ich habe, jeder Mensch, den ich kennenlerne, ein neuer Anker ist, um zu vernetzen. Dein Netzwerk wächst. Die Leute haben dich gesehen, die Leute haben deine Location gesehen. Vielleicht passiert etwas, vielleicht passiert nichts.
- 1:33:58Und egal was ist, ich habe auch gesagt, egal was ist, für mich ist gut. Ich habe gerne ein gutes Gespräch, ich habe gerne gute ein, zwei Stunden mit einem Gast und love it. Super. Ich liebe Geschichte und ich liebe Menschen. Und das merkt man. Und das, was du gesagt hast mit dem Verbinden, eben nicht zu überhasten. Irgendwann bekommst du halt die Ruhe, dass du merkst, hey, es passiert halt nicht von heute auf morgen.
- 1:34:22Und gleichzeitig bekommst du irgendwann noch die Ruhe, dass du merkst, und wenn jetzt ein Tag zu Ende da ist, wird die Welt nicht untergehen. Erschreckenderweise geht die Welt ja immer weiter. Es geht ohne dich. Die Zeit dreht, ja. Ja, die Zeit dreht. Egal wie unersetzlich du meinst, es geht ohne dich. Also, weisst du, es würde ohne dich gehen.
- 1:34:42Ich fühle mich auch nicht zu alt, weil das ja bei vielen immer so ein Thema ist. Es werden immer neue kommen. Es wird immer ein Kommen und ein Gehen sein. Logisch. Lustigerweise hat man gerade, ich glaube, ich gehe immer sehr früh schlafen, Internet hat gestern Abend und heute Morgen geschrieben. Und hat mir eine private Nachricht geschrieben und gesagt, hey, ich habe deinen Content gesehen, ich habe schon ein paar Podcasts von dir gesehen und ich finde das mega cool. Und er hat mich in dieser Nachricht gefragt, ob es so okay ist für mich,
- 1:35:11falls er einen Podcast machen würde, der ähnlich ist. Leute interviewen, es geht nicht um so bashen, sondern es geht wirklich um den Menschen kennenlernen. Und dann habe ich mir gesagt, ganz ehrlich, erstens mal, es soll der völlige Egal sein, was ich denke, mach dein Ding. Ich glaube, es hat Platz für alle. Ich glaube, es hat Platz und es hat genug da für alle.
- 1:35:34Und ich habe immer gesagt, weisst du was, komm gerne, mach deinen ersten Podcast bei mir. Ich offeriere dir das, ich finde das super. Go for it. Und ich hoffe, du ziehst durch. Weil das hat genug für alle. Ich finde es so mega cool, wenn du sagst, es gibt genug. Man hat ja immer den Futterneid. Das ist ja unfassbar, den Futterneid. Ich habe es früher schon in der Medienwelt erlebt. Und nur mal, da können wir sogar sagen, die Medienwelt hat einen begrenzten Senderplatz gehabt, entweder ein Stückchen oder nicht.
- 1:36:04Aber auf Social Media ist es ja wirklich unbegrenzt. Das heisst, jeder, der heute das Handy in die Hand nimmt, und das kannst du dir ja auch, aber das Handy in die Hand nimmt und seine Geschichte erzählt, kann es, wenn er es macht und wenn er es durchzieht. Was du daraus machst, ist etwas anderes. Aber es kann nicht genug geben, wenn es um gute Themen geht.
- 1:36:21Ich habe oft eine Ablehnung bekommen, es gibt ja Lehrer und Schulleiter, die dafür schauen. Der Sozialarbeiter sagt, alles gut, ich spreche denen nichts ab. Du nimmst nichts weg. Du hast ja mehr Double Down noch nicht. Und darum ist es immer das Beste, wenn du irgendwelche Sozialarbeiter oder Schulleiter hast, die merken, warte mal schnell, die haben gerade in der Pause 400 Jugendliche
- 1:36:41mit den Besten und den Schlimmsten von unserer Schule einfach zugehört und gemacht, was du gesagt hast. Okay, die hören dir zu. Dann nutzt das, dann machen wir das miteinander. Das mal zu dem. Und dann gibt es natürlich die anderen Creator, die denken «Ah, du machst das gleich wie ich!» Wie oft ich das schon gehört habe.
- 1:37:00Mal diesen Series, es ist sehr gerne für alle da draussen, die denken «Oh, der macht mir diesen Content nach» oder «Der macht mir diesen Content nach». Lass doch das von einem Dude gesagt sein, also von mir gesagt sein, der im letzten Jahr tausend mit dem angefangen hat. Du kannst nichts patentieren lassen. Du kannst Ideen nicht für dich beanspruchen. Was du machen kannst, ist dich von überall inspirieren lassen.
- 1:37:21Und deinen eigenen Touch darauf geben. Immer du selber sein und du selber bleiben. Und niemanden kopieren. Das würde ich gerne draussen allen sagen. Sonst müsste ich auf jeden losgehen, der Street-Content gemacht hat, weil ich das schon früher im Fernsehen gemacht habe. Und eben wegen dem Tag.
- 1:37:38«Hey, mit Leuten zu reden, das kann man nicht patentieren lassen.» «Aber du machst es auf deine ganz eigene Art.» «Und jeder macht es auf seine Art.» «Ist so.» «Und dann stell dir das einfach vor, wie diese Regale voll mit Kelloggs in den Supermärkten.» «Oder Chips.» «Da gibt es ja endlos viel.» «Also nimm dir diese Packung Cornflakes oder Chips, die du gerne willst.» «Aber lustig, Cornflakes.» «Gell?» «Ja, gewissens nicht scharf, gewissens nicht so.» «Ja, eben darum.» «Weisst du, auch dieser Need von wegen, hey, du machst etwas, was ich mache.» «Erglaubst du das viel?»
- 1:38:09Schon erlebt. Ja, schon erlebt. Also, gell. Boah. Jetzt sind wir wieder beim Thema, was mich früher kaputt gemacht hat. Im Fernsehen. Nur mal, das Fernsehen gegen Vordauer war mega schön und mega toll, aber irgendwann ging es nicht mehr darum, die Leute zu unterhalten, sondern Leads zu generieren, Abos abzuschliessen, hast du nicht gesehen und zu zahlen. Das ist halt mega schade. Das heisst, die Seele ist rausgekommen.
- 1:38:33Bei Content Creators geht es am Anfang auch darum, Leute zu erreichen, Leute zu unterhalten. Irgendwann geht es ums Geld, ums Monetarisieren, was hat der, was ich nicht habe. Sobald das Geld ins Spiel kommt, wird es immer schwieriger. Sobald die Monetarisierung, sobald man denkt, jemand anderes nimmt mir etwas weg. Und auch hier wieder, hey, mit dem habe ich so zu kämpfen gehabt.
- 1:38:54ich kann doch dir nichts wegnehmen. Du hast deinen Weg. Was soll ich dir wegnehmen? Was willst du mir wegnehmen? Du kannst mir eigentlich gar nichts wegnehmen, ausser du stehst falsch im Weg. Ich kann das mal mit einem Puzzle verglichen. Jedes Puzzleteil hat so ausserragende Eigenschaften und Sachen, die empfehlen.
- 1:39:16Und im Puzzle des Lebens hat jeder seinen Platz gewusst. Am Rand, gewusst, in der Mitte, egal wo. Aber für dich ist ein Platz vorgesehen hier irgendwo. Also lass es passieren und nimm diesen Platz ein. Hör dich nicht fest und zwing dich, ich will aber da sein, wenn du da nicht hingehörst. Darum, vor sieben Jahren, was ich mir hätte vorstellen können, als ich wieder herkomme, wenn ich jetzt schon aufstehe, nicht aufgeben und mit Social Media anfange. Alles, was ich mir vorstellen hätte, wo ich hergegangen wäre,
- 1:39:46Oder wo ich lande, war nicht halb so gut, als da, wo ich jetzt nach sieben Jahren einfach stehe. Wir haben damit nicht finanziell monetarisiert, da habe ich nur mega viel aufzuholen und nachzuschaffen. Ich meine, dankbar, glücklich, zufrieden, eben. Wissen Sie, das ist krass. Ja, ich erlebe es schon, dass das früher im Fernsehen stattgefunden hat und jetzt auf Social Media. Ich glaube, ich kann jetzt auf Social Media mit dem etwas anders umgehen. Es nervt mich manchmal gewissens immer noch.
- 1:40:16Aber ich durfte gute Leute lernen, die mir in guten Momenten hammergeile Tipps gegeben haben. Shoutout, 110 Vibe. Leon? Äh, geiles Ziel. Ja, schön. Er war auch da. Er war auch da. Ich kann es nicht nennen.
- 1:40:31Mein Gott, ist das ein geiler Typ. Shoutout an ihn. Egal was, wie wo, hat mir einfach im Moment X hat mir Leon, der Zähner-Vibe, dann etwas gesagt, das ich bis heute mittrage. Das hat mir mega geholfen. Ich habe das schon 2-3 Mal gesagt, ihr wisst das. Manchmal braucht es nicht viel. Und es war auch dann nicht etwas, wo mir eine andere Person gesagt hat, du musst das machen. Mach doch das. Es war dann eine andere Person, die einfach kurz einen Spiegel hergehalten hat und gesagt hat,
- 1:40:58Es könnte einfach in diese oder diese Richtung gehen. Mach es einfach so, wie du willst. Aber das könnte in diese Richtung gehen und das in diese. Das reicht schon. Das reicht schon, wenn du jemanden im Leben hast, der... Können wir es halt adressieren, wie wichtig es ist, dass wir Menschen... Ja. ...die einem den Spiegel anheben? Tronia ist mein Bauernspiegel. Ich irre sie, meine krebs, du krebst, das ist so... Wie wichtig das ist. Voll. Voll. Und jetzt kommt noch das dazu.
- 1:41:25Es kann mega anstrengend sein. Das ist total anstrengend. Das ist eine... Du musst da nicht umsetzen gehen. Du, du, das erkennen... Es hält dich aus der Komfortzone. Aber was passiert, wenn du wachsen willst, dann gehst du auf.
- 1:41:40Und diese Komfortzone ist immer wie ein Mantel, der dich eindeckt. Das heisst, du musst ja die durchbrechen. Darum hüten sich ja Schlangen. Gut, es geht ein bisschen weiter. Aber du musst ja aus der Komfortzone rausgehen. Und darum, wie du sagst, ein Spiegel ist wichtig. Nicht ein vorwurfsvoller, nicht ein egotrieblicher, nicht ein wertender, ganz viel nicht. Es muss ein sehr neutraler Spiegel sein, den musst du zuerst mal finden.
- 1:42:03Jeder, der neutrale Spiegel im Positiven in seinem Leben gefunden hat, haltet die und schätzt die. Weil die sind ehrlich mit euch. Sie sagen, ob etwas gut ist oder schlecht ist, die haben euch, wie gesagt, einfach den Spiegel voran. Ohne sich überdicht zu stellen. Nichts. Einfach so, wie sie es gerade sehen. Und eben das strahlt mich 100% täglich. Warum wir sagen anstrengend, weil wir sicher gegenseitig manchmal für uns anstrengend sind. Ich mehr für sie als sie für mich, aber...
- 1:42:29Ja, weil du siehst ja von aussen und hältst den Spiegel her und denkst dir, tu doch nicht so, aber du musst wieder der Person, die den Spiegel herhältst, die Zeit geben, dass sie es sieht. Schau, es ist schon... Aber ja, das ist wirklich wichtig, wie du sagst. Hast du die Person?
- 1:42:46Ja, sicher. Also meine Frau auch. Es ist Gold. Wie lange seid ihr schon? Wie lange sind Sie noch nicht geheiratet? Ich sage, sie ist meine Frau, wir sind auch verlobt. Alles gut, auch verlobt. Nächstes Jahr heiraten wir. Im Dezember habe ich den Antrag gemacht.
- 1:43:02Mit drin? Mit drin? Ah, drop. Ich habe es beim ersten Mal mit drin gehört. Willst du erzählen? Hast du schon mal erzählt? Oder willst du lieber nicht? Wir geben euch jetzt einen kleinen How-To. Machen einen Antrag. Wir haben ein Lieblingsrestaurant.
- 1:43:20Und zwar ist das Berregas in Zürich. Wir lieben Berregas. Also, ja. Mike, Mike Leiber, Charada In, mega. Er war auch ein Podcast-Gast. Sie hat Berregas schon länger gekannt. Ich habe mich völlig verliebt in die Küche. Und wir sind wirklich sehr gerne dort. Und an Weihnachten haben wir gewusst, wir machen ein grosses Familienfest hier in der Offset-Lei bei mir. Ihre Familie, meine Familie, meine Schwester, ihr Mann und einfach grosse Geschwister.
- 1:43:50Rende fest dann. Und im Sommer letztes Jahr habe ich meinem Grossvater gesagt, dass ich sie will, weil meinen Vater habe ich schon länger verloren. Er ist vor ein paar Jahren gestorben. Mein Grossvater war mein Anker in den letzten Jahren. Er ist leider auch letztes Jahr verstorben. Aber ich habe ihm gesagt, Emanonno, Valeria, sie wird es. Ich weiss, dass sie wird es. Und dann...
- 1:44:14Nach den Sommerferien habe ich mit ihrer Schwester alles geplant. Wir haben einen Ring aussuchen und lassen ihn machen. Sie ist mitgekommen, weil sie die gleiche Hand wie ich ist. Darum ist sie mitgekommen. Ich wusste, ich brauche jemanden, der die gleiche Hand hat.
- 1:44:30Wir haben alles ausgesucht und im Dezember dann habe ich meiner Schwester gesagt, hey Devi, ich brauche deine Hilfe, mach einen Gruppenchat, weil du musst mich und Valet einladen in die Berengasse. «Nehmt euch einen Tag für euch, ein Mittagessen, bevor das grosse Familientrudel, dass ihr Zeit habt für euch, weil ihr so viel arbeitet.» Also hat meine Schwester den Chat gemacht mit mir und Valet.
- 1:44:58Und dann wussten wir, wir gehen jetzt in die Berge. Ich mit dem Ring, massiv nervös. Ja. Aber du hast nicht wie nervös... Und ich bin nicht so ein nervöser Mensch. Nervös, das ist grauenlos. Ich habe natürlich alles mit ihm im Plan mit dem Mic. Er hat auch die Blumen schon organisiert nebenan. Dann ging ich und er wusste, der Ring ist in der Tasche, im Mantel. Er hängt den Mantel auf und ich... Also wir wussten, nach dem Hauptgang gehe ich schnell ins WC. Hol den Ring und gehe dann an den Tisch.
- 1:45:27Da war es auch. Ich konnte das Essen einfach nicht so richtig geniessen, weil ich einfach wusste, was passiert. Er gab mir einen coolen Tisch. Ich gehe ins WC und dann war noch der... ...ander Chef da. Angst bei mir. Aber sowas von. Gut, ich gehe hoch, meinte ihm den Ring und alle im Restaurant wussten es. Also alle wussten, was jetzt passiert. Ich laufe zuwider, zuwider und dann...
- 1:45:56Auf die Knie. Ja, nein, warte. Schau, ich bin schon auf die Knie. Gut, gut. Aber zuerst bin ich so nervös, dass ich zu ihr sage «Also, Schatz, hör mal, ich muss dir jetzt etwas beichten.»
- 1:46:06Weil ich wollte ihr sagen, dass ich zwei, drei Mal dich anflaufen musste, weil ich mit deiner Schwester nach Zürich gegangen bin, anstatt Posten. Also war es für mich halt ein bisschen leugnend. Und ich wollte ihr das beichten, sozusagen. Und sie hat natürlich dann gedacht, Kev, was hast du gemacht? No way! Nein, nicht so beichten! Da ist alles safe.
- 1:46:29Oh, okay. Dann bin ich auf die Knie und habe sie geheiratet. Okay. Aber wechselt bald von den Gefühlen. Ja, für mich. Aber sie hat beide Ja gesagt. Ja, sie haben beide Ja gesagt. Genau. Wir haben es geschafft. Nein, nein, mega. Warum wir nächstes Jahr heiraten...
- 1:46:52Ich freue mich drauf. Wirklich? Ja, das ist eine pure Freude. Und ja, sie ist mein Spiegel. Sie ist mein Spiegel. Und immer wieder aufs Neue. Gegenseitig. Aber ich habe wirklich das Glück in meinem Leben, darf ich wirklich so sagen, dass auch ich habe einen kleinen Kreis von Freunden. Also ich habe es mit allen, ich liebe Menschen eben, aber ich habe es mit allen mega gut, aber ich habe einen sehr kleinen Kreis von Freunden. Und wir sind sehr offen miteinander. Also wenn wir Sachen sehen, dann sagen wir so etwas. Cool.
- 1:47:20Wenn ich jetzt so etwas von dir mit betreffend einen engen Kreis habe. Also mal...
- 1:47:29Vertrauen baut mich auf. Bei dir ist es sehr wahrscheinlich anders. Klar, mit der Familiensituation. Meine Mutter und mein Vater sind auch Anfang letzten Jahres nicht mehr gestorben. Innerhalb einer Woche auseinander. Einmal auseinander. Letztes Jahr? Anfang 2025. Und ich bin froh, mit beiden im Frieden auseinander. Und sie von ihrem Lied erlöst. Wenn die familiäre nicht da ist,
- 1:47:59Bei Freunden und Kollegen entscheidest du selbst, ob du dich anrufen lässt oder nicht. Und wie viel...
- 1:48:06Ich muss sagen, wie viel Scheiss passieren darf, ob irgendwelche blöden Situationen, wie viel Luft gibst du dem Ganzen, dass du sagst, okay, du bist noch mein Kollege, oder Bruder, das war einfach nicht zu viel. Das habe ich auch in letzter Zeit erlebt, dass ich wirklich jemanden sehr nahe in mein Leben gelassen habe und einfach sagen musste, ach, ich habe noch verschenkte Zeit, kurz mich genervt, ob mir selber, und dann bin ich dann wütend auf mich selber, dass ich das eigentlich nicht früher gesehen habe. Das wäre auch wieder das Bauchgefühl, oder? Aber, wie du sagst, so der enge Kreis der Leute, mein Schatz ist jetzt mehr «Schau zu Hause», wir haben wirklich einen mega kleinen Kreis,
- 1:48:36Wir haben wirklich so gewollt, also gewollt im Sinne von, sie will ja auch raus und machen und sie sorgt für sich und alles. Wir mussten uns das auch zuerst finden, dass sie sich wirklich lassen können und sagen können, wir haben jetzt das Konstrukt, wo wirklich eigentlich fast so, sie schaut, dass die Höhle schön ist und ich gehe raus, gehe die Säbelzahntiger erlegen und bringe die nach Hause.
- 1:48:56Aber schön, wirklich schön. Und das leben wir und das wertschätzen wir auch, weil nichts hat mehr oder weniger Wert. Im Gegenteil, wenn, dann hat es mehr Wert, was sie alles zu Hause macht und so. Ich bin da ganz ehrlich. Aber ich möchte mehr damit sagen, sie hat auch gefunden, wenn du Kollegen und so einen größeren Kollegenkreis oder ein bisschen mehr Kollegen hast, wäre es auch schön, dann hast du ja immer so mega viele soziale Kontakte.
- 1:49:17Da musste ich ihr schon kurz sagen, sozialer Kontakt ist ja gut und recht. Ich habe es mit allen gut. Natürlich bin ich zuvorgekommen, auch professionell. Das ist ja unser Job. Aber wer wirklich nah bei mir ist, da habe ich keine Handvoll. 100%ig. Keine Handvoll. Ich müsste sogar schauen, welche drei ich nennen würde. Also weisst du, das ist schon so etwas, ich glaube, man schätzt es im Alter erst.
- 1:49:44Hast du das auch schon gehört, dass intelligente Leute weniger Kulik haben? Ja, total. So wie du und ich. Ja, sehe ich den Punkt. Woher geht das Ganze? Das ist eine gute Frage. Ich entwickle sehr gerne. Ich liebe es zu entwickeln.
- 1:50:08Letzteres war ein massives Entwicklungsjahr. Letzteres sind ein paar Sachen entstanden. Und jetzt möchte ich die mal etwas grösser machen. Das ist eine absolute Passion. Ich liebe das. Diese anderthalb Stunden, zwei Stunden, die geben mir so viel. Es gibt mir so viel Dank. Das ist unglaublich. Darum ziehe ich hier voll durch.
- 1:50:39Es macht einfach auch Spass. Es macht Spass und ich glaube, desto länger du das machst, desto länger ich das machen darf, desto grösser wird halt auch das Vertrauen draussen. Am Anfang ist es so «Soll ich das machen? Mal schauen, wäre ich schon bei ihm gewesen?» Und nachher, desto mehr Leute da waren, desto grösser wird das Vertrauen.
- 1:51:04Wie du gesagt hast, du musst das Vertrauen aufbauen. Du kannst das Vertrauen aufbauen. Also ich weiss, ich werde keinen Shit machen. Das ist wie so, ich werde nie jemanden frame gehen wollen. Und wenn ich das irgendeinem Gast von mir, der irgendeinem komischen App gepöbelt wird, ich brauche den Kommentar nicht, dann wird er gelöscht. Natürlich könnte ich sagen, nein, weisst du, so ein negativer Kommentar ist gut, für drei, I don't care. I don't care. Ich verzichte gerne darauf. Danke, aber nein, danke.
- 1:51:34Und darum ziehe ich jetzt auch durch. Aber es ist schön, wie du sagst, dass ich bei deinem Glücksbild, bei jedem Podcast, bei jedem Gespräch, das du machst, die Pflanze ist ja ein Samen. Und wie du mir auch gesagt hast, von wöchentlich auf dreimal in der Woche, also Props an das. Es braucht auch viele Eier, dann einmal Triple Down noch nicht. Toi, toi, toi für das. Danke.
- 1:51:57Schaut rein, hört rein, lasst ein wenig Liebe da, abonniert, macht das Plus weg. Bist ein Schatz, danke vielmals. Unbedingt. Hey, wir sind schon fast zwei Stunden lang. Aber ich habe noch eine Schnellfeuerrunde. Ah, okay, gut. Die machen wir jetzt noch. Aber ich glaube, du bist so einer,
- 1:52:16Ich rauche nicht mehr und ich trinke auch keinen Alkohol. Aber du bist einer, ich könnte mit dir gerade eine Zigarre rauchen, einen Whisky trinken und den ganzen Abend einfach schnurren. Machen wir mal off the record. Machen wir ja. Und machen wir mal die Round 2 hier. Ja, das machen wir. Ah, das können wir auch machen. In einem Jahr, du und ich wieder hier. I win. Deal. Geil. Okay. Das machen wir mal schnell.
- 1:52:41Super. So. What a difference a year makes. So, Schnellratenrunde, oder was? Also, Schnellfeuerrunde. Bist du ready? Yes. Sehr gut. Also, Wallis oder Dürre? Wallis. Wirklich? Ja, schon nur wegen dem ganzen Wallis-Passion of Souls mit euch steht so 13 Sterne im Herz. Okay, so gut. Live-Moderation oder Kamerasolo?
- 1:53:07Live-Moderation, du weisst nie, was passiert. Das macht der Profi von «Möchtegern» aus. Dein ehrlichster Moment in einem Wort? Ein Wort ist kurz. Mein ehrlichster Moment in einem Wort? Ich bekomme drei Wörter. Oder mach einfach kurz.
- 1:53:36Haltenzug. Ah. Ah, das stimmt. Okay. TikTok in drei Jahren. Relevant oder nicht? Boah. Relevant oder nicht? Nein. Von A.I. Slop übernommen. Es gibt etwas Neues. Drei Jahre etwas Neues. Das ist eine mutige Aussage.
- 1:54:07Aber ja, es ist schnell, aber ich weiss nie, was passiert. Das grösste Klischee über TV-Moderatoren? Sie sind schwul. I'm not, aber jeder darf sein, was er will. Ich kenne genug, es sind gute Menschen. All good. Ich habe meinen Schatz gefunden, nur da. Let's go. Eine Sendung, die ein Kind nicht verpassen darf?
- 1:54:30SpongeBob, Schwammkopf, ganz klar. Was nervt dich an Social Media am meisten? Der Nied, der Hate, die ganzen Möchtegänse. Irgendein peinlicher Moment, Live on Air gehabt?
- 1:54:51Peinlich oder real? Andere würden es als peinlich... Ist es peinlich, wenn die Polizei in deinen Livestream kommt? Wo... Wirklich? Die Polizei ist in deinen Livestream gekommen? Ja, ich war zu laut. Nein! Zuhause oder auch? Nein, auch draussen. Wie geil ist das denn? Hat es sicher mehr Klicks gegeben. Es haben einmal 1600 Leute gleichzeitig zugeschaut.
- 1:55:21Wenn es morgen keine Social Media mehr gäbe, was würdest du machen? Moderieren. Events. Schule besuchen. Lehrer werden. Du wärst ein guter Lehrer. Vielleicht umschulen. Du wärst ein guter Lehrer. Ich wäre ein strenger Lehrer. Aber ein guter, glaube ich. Ja. Dann entscheidet diese Frage, ob es noch eine letzte Frage gibt.
- 1:55:47Also besser gesagt, die Antwort. Ah, okay. Die Antwort entscheidet. Und zwar Ananas auf der Pizza. Nein. Oh, nein. Du? Nein. Okay, gut. Ich bin der Jänner, ich darf nicht. Nicht, oder? Nein. Gegenball, Nutella mit oder ohne Butter? Ach.
- 1:56:12Also ich finde es mit Butter mega geil. Eben, mit Butter. Es geht nur mit Butter. Wir verstehen uns. Gut, gut, gut. Seelenverwandt. Alles gut. Ja, es ist geil. Sorry. Super. Nein, unglaublich. Was wäre die Frage gewesen, wenn ich ja gesagt hätte, ich wollte Düring oder was? Danke, dass du da gewesen bist. Sehr geil. Und die letzte Frage. Cool, cool. Die letzte Frage ist, der Podcast heisst Momentum. Was heisst Momentum für dich? Das, was ich richtig anfühle, den Mut zu haben, das zu machen.
- 1:56:42Schön. I like that. Sehr schön. Gabri, deine Kamera. Wenn du etwas mitgeben möchtest an die Community, an die Leute, die uns gerade am Hören sind, es ist deine Kamera. Du kannst sagen, was du willst. Promoten, egal was. Mega nice.
- 1:57:00Zuerst möchte ich drei Dinge machen. Und zwar zuerst einmal einen grossen Dank an die Community. An die Leute, die mich nicht nur seit ein, zwei Tagen oder Wochen, sondern seit Anfang an mitverfolgen. Die Leute, die den Weg von mir gesehen haben. Von ganz unten bis hoch. Ich weiss sogar von ganz oben im Fernsehen, zum Tiefpunkt und wieder raus. Danke für die Unterstützung, für den Support, für eure Ehrlichkeit und Echtheit. Das ist mal das.
- 1:57:26Ein grosses Merci an alle, die jetzt da sind, dass sie tolle Sachen durchmachen. Es ist nicht selbstverständlich, wie jetzt der E-Scooter-Check zu den Schulen vorbeikommt. Ich meine, wenn du in der Schule tätig bist als Lehrer, Sozialarbeiter oder Schulleiter, wenn du so gute Sachen finden willst, komm auf mich zu. Dann machen wir miteinander etwas Gutes, um den Jungen etwas Wichtiges mit auf den Weg zu geben, um die Reichweite sinnvoll zu nutzen. Das kommt zum dritten und letzten Punkt.
- 1:57:52Er gibt so viel, jetzt hier seit 1,5-2 Stunden. Und das ist immer das Wichtigste. Vergesst nicht, von wo ihr kommt. Vergesst nicht, mit wem ihr in diesem Moment gerade seid. Vergesst nicht, einfach dankbar zu sein, weil es nicht selbstverständlich ist. Kevin, vielen Dank für diese zwei Stunden. Lasst das Momentum springen. Wirklich, reagiert ein bisschen, folgt, liked, abonniert. Und unbedingt auch das nächste Mal, auch wenn ihr den G-Man hier sitzt, wieder reinlassen und zuschauen.
- 1:58:19Du bist ein riesen Schatz. Also wirklich, vielen Dank für diese Worte. Sehr, sehr gerne. Danke für diese Worte. Bedeuten mir sehr viel. Vielen Dank, ich glaube auch der Rest, den du gesagt hast, ist... ...ultra wichtig. Und ich wünsche dir auf deinem weiteren Weg alles, alles Gute. Und du hast eine Sache gesagt, und zwar dankbar.
- 1:58:38Und an dieser Stelle möchte ich dir sagen, wie dankbar ich bin, dass du da sitzt. Zeit ist uns ein wertvolles Gut. Und du hast dir Zeit genommen, um hierher zu kommen. Um zwei Stunden mit mir zu quatschen. Ein bisschen länger, weil wir sind ja noch da oben gewesen. Um deine Zeit mit mir zu verbringen. Und ich finde da einfach ein ganz, ganz grosses Dankeschön für das. Und danke, dass du so offen gewesen bist. Dass du in die Frage eingegangen bist. Dass du von deiner Vergangenheit erzählt hast, von Tiefpunkten.
- 1:59:06von ehrlichen und wichtigen Sachen in deinem Leben, wie du Hindernisse überwunden hast, wie du Tiefpunkte überwunden hast und wie schön es ist, dass du dieses Jahr noch heiraten kannst und der zweite Anlauf mit dem Ring, dass das alles geklappt hat, einfach mega, mega geil. Danke vielmals für das. Mega, mega cool. Super. Und ich glaube, der Abschluss gehört mit dem Gruß an unsere zwei jetzt noch verlobten baldigen Frauen. Ciao, Schatz.
- 1:59:35Auf diese Stelle aber auch für alle anderen. Danke vielmals, dass ihr da gewesen seid und wieder eingeschaltet habt bei Momentum, wo inspirierende Menschen inspirierende Geschichten erzählen. Und ihr kennt das Game. Hier hat es ein paar Knöpfe. Einer heisst abonnieren. Wenn ihr den drücken, verpasst ihr nichts mehr, was auf diesem Kanal läuft. Es gibt sogar noch einen, das ist eine kleine Glocke. Wenn ihr die aktiviert, dann bekommt ihr sogar noch Benachrichtigungen, wenn etwas Neues aufgeladen wird. Darum danke vielmals für alles. Alles Gute und bis zum nächsten Mal. Much love. It's a wrap. Yes.