Latest / Border Allein – Selbstführung für emotional intensive Menschen / #84 - Strukturen
Transcript
- 0:09Triggerwarnung dieser Podcast enthält sensible Inhalte.
- 0:12Bei manchen Betroffenen kann das negative Reaktionen auslösen.
- 0:15Bitte sei achtsam sollte dies der Fall sein.
- 0:20Die Gedanken kreisen feiern jeden Gott verdammten Tag, die
- 0:24Emotionen kochen hoch bei jedem Wort, was ich nicht mag ich will
- 0:27niemanden verletzen mit den Worten die ich sag und macht der
- 0:30Kobold in meinem Kopf so weiter seht ihr mich schon bald im Sarg
- 0:33der Mensch in meinem Spiegel Ich hasse ihn so abgrundtief.
- 0:37Ich werde ihn noch nicht los. Mein bester Freund, dem höchsten
- 0:40tief den Absprung schaffe ich leider nie, denn ich bin so
- 0:42krass naiv auf meine Krankheit passt hier auch keine Adjektiv.
- 0:47Borderline der Podcast eines Depressiven.
- 0:51Voll und mit Sven Ich will und kann nicht mehr hol mich hier
- 0:55raus dieser Teufelskreis in meinem Kopf ich halte es nicht
- 0:58mehr aus, ich bin ein Fehler im System.
- 1:01So fühle ich mich hier jeden Tag bricht zusammen unter der Last,
- 1:04die ich auf meinen Schultern tragen, viel Spaß mit
- 1:08Borderline. Herzlich Willkommen bei
- 1:12Borderline. So voll.
- 1:19Folge 86 glaube ich bloß 87 keine Ahnung, völlig hupe.
- 1:25Heute möchte ich über das Thema Struktur mit euch sprechen.
- 1:30Ich bin jetzt hergegangen und habe mir vor ein paar Wochen
- 1:33angewöhnt. Mir feste Zeiten für irgendetwas
- 1:39in meinen Alltag einzubauen ich habe angefangen mit mit so
- 1:44Kleinigkeiten, wenn ich morgens wach werde, dient mein Handy
- 1:47erstmal nur dazu, mich zu wecken.
- 1:51Danach lass ich erstmal außer 8 das heißt ich lass das erstmal
- 1:55liegen. Wenn ich zum Beispiel bei mir
- 1:58ist es so ich hab hier, ich arbeite im Schichtdienst im
- 2:01Studio. Und wenn ich dann zum Beispiel
- 2:04Spätschicht habe, dann gestalte ich mir meinen Vormittag wie
- 2:07folgt und zwar erst mal ohne Telefon.
- 2:11Das heißt, ich steh auf ich geh dann duschen, ich mach mir was
- 2:16zu essen, weil mein Kaffee ja in meinem Fall ich rauche eine
- 2:20Zigarette. Alles ohne Telefon also ich
- 2:24versuche erst mal, mich von dem ganzen medialen Kram da draußen
- 2:29Social Media, E-Mails, alles das was mich irgendwie.
- 2:33Triggern könnte oder was heißt Trägern oder was mich belasten
- 2:37könnte, lasse ich erstmal vor, schiebe ich erstmal von mir weg.
- 2:42Ich gucke vor allen Dingen guck ich erstmal aus dem Fenster.
- 2:45Da entscheidet sich schon, wie ich finde.
- 2:50Da trifft man so eine Vorentscheidung wie der Tag wird
- 2:53ich hört sich blöd an, ist aber so ich sag jetzt einfach mal
- 2:57wenn wenn wenn die Sonne draußen scheint und ich sehe es ist
- 3:00kalt. Dann habe ich ja schon.
- 3:02Dann entwickelt sich ein Gefühl oder Gespür, wenn es regnet,
- 3:06natürlich dasselbe, aber ich nehme erstmal meine Umwelt wahr.
- 3:09Das ist das, worum es mir dabei geht, meine Umwelt wahrzunehmen.
- 3:14Und? Dann stelle ich mich tatsächlich
- 3:18mit meinem ersten Kaffee. Ans Fenster und guck raus und
- 3:22denk so OK. Passt.
- 3:25Mach mir über alles andere erst mal überhaupt keine Platte,
- 3:28überhaupt nicht. Und versuche, diesen Augenblick
- 3:32dann erst mal so als wach werd Phase.
- 3:35Ja zu integrieren. Danach dann irgendwann.
- 3:40Hab ich so, ich hab so kleine Abläufe wie OK, du musst jetzt
- 3:44irgend ne Kleinigkeit essen, damit du deine Tablette nehmen
- 3:46kannst bla bla blub. Also es ist jetzt nicht so, dass
- 3:50ich auch die Einnahme der Tablette damit Einbau oder den
- 3:55ersten Stuhlgang oder keine Ahnung, aber so die grobe, der
- 3:59grobe Fahrplan, der steht. So und dann habe ich mir Zeit
- 4:03genommen oder Zeit eingeräumt, indem ich mein Social Media
- 4:07bediene beziehungsweise indem ich mich hinsetze und meinem ich
- 4:13sage jetzt einfach mal kreativen Output dann freie Bahn lass ich
- 4:17zum Beispiel ich kann das, ich kann das eigentlich immer, ich
- 4:20hab immer irgendwelche Ideen und immer irgendwelchen wie ihr
- 4:23merkt Output, der nicht so irgendwo einquatschen muss, dann
- 4:26beschäftige ich mich damit mit ja Marketings das falsche Wort
- 4:31aber. Halt mit Informationen, euch mit
- 4:33Informationen zu versorgen, über die über die einzelnen Netzwerke
- 4:37so damit beschäftige ich mich dann gut anderthalb Stunden,
- 4:42jeden Tag tatsächlich, das ist grenzt an Arbeit und aber das
- 4:48ist ne fest eingeräumte Zeit. Ich sage jetzt einfach mal, ich
- 4:52fang um 07:30 Uhr damit an. Und höre um 09:00 Uhr auf, ob
- 4:57ich fertig geworden bin oder nicht, ist mir dabei völlig
- 5:02egal. Wichtig ist mir.
- 5:05Dass ich dann auch um 09:00 Uhr aufhöre.
- 5:09Dann gehe ich mit dem Hund raus und dann beginnt mein Alltag
- 5:12dann also dann beginnt mein Alltag, der wirklich nur mit
- 5:18meinem Privaten zu tun hat. Was heißt wie gesagt, ich gehe
- 5:23mit dem Hund raus? Und weiß aber schon vorher muss
- 5:28ich gleich zum Beispiel noch einkaufen muss ich fürs Kind
- 5:31noch irgendwas kochen? Braucht der Hund irgendwas ganz
- 5:34banale Dinge? Auch das ist dann in meinem
- 5:38Alltag. Verankert und strukturiert ich
- 5:41mache mir praktisch schon am Tag vorher lege ich mir schon im
- 5:44Plan zurecht, wie ich den Tag danach gestalten möchte.
- 5:49Warum ich das alles mache, da komme ich gleich zu viele von
- 5:53euch, die in der Klinik waren, werden wahrscheinlich kennen.
- 5:57Ich habe das nicht aus der Klinik gelernt, sondern ich habe
- 6:00mir das jetzt tatsächlich selber angeeignet, so bisschen
- 6:02autodidaktisch, egal. Und dann bereite ich mich so
- 6:08langsam auf die Arbeit vor. Und ja, dann ist mein
- 6:13Tagesablauf im ersten Hieb durchgetaktet.
- 6:19Warum ich dazu komme? Ich habe gemerkt bei mir ist es
- 6:22so, dass wir nicht arbeiten bin und ich da ja wirklich Struktur
- 6:26habe. Ich muss alles dokumentieren,
- 6:30ich habe feste Termine, wenn ich wenn ich Personal trainings hab
- 6:33und so weiter und sofort ich habe feste Arbeitszeiten.
- 6:40Ich bin halt komplett die 8 Stunden, die ich dort bin
- 6:43strukturiert, die Pause ist vorgegeben ist das, wo ich
- 6:47früher immer so gegen war, wo ich mich immer vehement gegen
- 6:50gewehrt hab, so A diese Ablauf schämen oder schematas ich hasse
- 6:55das so vorgegeben ich habe aber festgestellt tatsächlich.
- 7:01Dass das eigentlich der richtige Weg ist, das wirklich der
- 7:05richtige Weg ist, weil man denkt nicht drüber nach scheiße, ich
- 7:09muss ja das noch, ich muss ja das noch macht, dann ist mir
- 7:14irgendwann ist mir aufgefallen. Wenn ich aber von der Arbeit
- 7:17nach Hause komme, egal jetzt aus welcher Schicht.
- 7:21Dann fällt man in ein Loch. Dann fällt man einfach in ein
- 7:24Loch, weil danach ist nichts strukturiert.
- 7:28Danach ist alles irgendwie chaotisch.
- 7:32Und da hab ich mir gedacht alles klar, dit musst du ändern, du
- 7:36musst dieses Chaos musst du irgendwie organisiert bekommen,
- 7:40jetzt bin ich noch. Ja, ich bin damit noch nicht
- 7:43fertig, sprich da gibt es doch so einige Sachen die ich mit
- 7:47einbauen muss. Bei mir ist es zum Beispiel so
- 7:49ich sag jetzt einfach mal auch das blöd anhört ich weiß nicht,
- 7:52ob ich das schon mal erwähnt habe.
- 7:54Ich habe zum Beispiel ein Problem damit zum Briefkasten zu
- 7:56gehen ne, das hat n das hat eine Ursache, die ich auch kenne.
- 8:01Aber grundsätzlich habe ich erstmal ein Problem damit also.
- 8:06Auch da bin ich gerade dabei, das Bereich allerdings noch vor.
- 8:13Mir da einen festen Plan einzuräumen, indem ich einmal am
- 8:18Tag einmal am Tag an den Briefkasten gehen, die Post
- 8:22rausholen und aufmache macht ja keinen Sinn, wenn ich sie
- 8:25raushole und woanders hinlege, sondern ich muss sie aufmachen
- 8:29ist für mich ist das. Es ist für mich ist das ein
- 8:33großes Ding tatsächlich. So albern, wie sich das
- 8:37vielleicht für den einen oder anderen anhören mag, aber für
- 8:39mich ist das ein großes Ding und da bin ich auch noch stand jetzt
- 8:45noch nicht wirklich real da geh ich doch nicht wirklich
- 8:49schwanger mit. Aber ich arbeite dran.
- 8:52Was ich allerdings schon gemacht habe ist ich habe mir jetzt
- 8:54einmal am Tag. 10 Minuten eingeräumt.
- 8:58Was musst du bezahlen, was musst du überweisen und machen?
- 9:02Einfach machen ist das dann erledigt ist das im Kopf
- 9:06abgehakt ich trag das, ich schiebe das nicht mehr vor mir
- 9:08her und darum geht es eigentlich bei dieser Struktur.
- 9:11Warum blicken? Bisschen was für den immer noch
- 9:16andauernden Husten tun? Also ich schieb nichts mehr vor
- 9:21mir her, sondern ich hab dann Dinge abgearbeitet und ich habe
- 9:24dann festgestellt damit geht es mir wirklich um Längen besser
- 9:28wirklich um Längen besser ja. Man nimmt sich selber so ein
- 9:34bisschen die Bürde des Tages. Wenn ihr versteht, wie ich das
- 9:38meine alleine die Tatsache, das Handy wegzulegen.
- 9:43Und einfach mal nicht den den Zwängen nachzukommen, dem man
- 9:47sich sonst so gerne hingibt zu sagen a, ich muss gucken, wer
- 9:50hat mir geschrieben, ich muss gucken, was mit meinem neuesten
- 9:54Video ich muss gucken wer hat meine Email geschrieben und so
- 9:58weiter und sofort ja alleine das war schon eine unheimliche
- 10:01Bereicherung. So, und jetzt kommen wir zum
- 10:05Thema Podcast zum Beispiel das packe ich jetzt zur Kategorie
- 10:09Quality Time für mich für mich ganz persönlich.
- 10:14Ist die Zeit, in der ich hier den Podcast einspreche?
- 10:19Dann bin ich hier in meinem in meinem kleinen Studio, und da
- 10:23bin ich für mich da habe ich qualitytime, da bin ich wirklich
- 10:25nur für mich und konzentriere mich nur auf das, was mir
- 10:29wirklich Spaß macht. Ist natürlich bei jedem anders
- 10:33ihr macht ja nicht allen Podcast, aber jeder wird
- 10:36irgendetwas haben, was er gerne macht keine Ahnung was.
- 10:40Stricken lesen. Ich hab keine Ahnung irgendein
- 10:46Hobby oder irgendetwas was er, was er wirklich gerne macht von
- 10:53mir aus schwimmen gehen versteht, wie ich meine so diese
- 10:57quality Time. Die Räume ich mir diese
- 11:00anderthalb Stunden morgens räume ich mir die ein.
- 11:03Das Zeit nur für mich? Und ich weiß, dass die Umstände
- 11:10die Alltagsumstände ist, manchmal wirklich schwierig
- 11:12machen, vor allem, wenn man Kinder hat sie Quality Time
- 11:15einzuräumen und wenn man sich die erst einräumt, wenn die
- 11:18Kinder im Bett sind, das kann man auch, das kann auch ne
- 11:21Stunde Handy weglegen und Fernseh gucken.
- 11:25Irgendetwas bei wo ihr bei abschalten könnt, ja, aber auch
- 11:31dafür muss es feste Zeiten geben.
- 11:34Dieses Thema feste Zeiten ist ganz wichtig.
- 11:37Es nützt nichts zu sagen ja, ich mach das heute irgendwann das
- 11:41und das ich mache heute quality Time ich weiß noch nicht wann,
- 11:44aber ich mach sie so. Das bringt nix, dann ist das
- 11:48Chaos einfach nur das Chaos nur Namen.
- 11:52Aber ihr wollt ja das Chaos beseitigen, ihr wollt ja ne Art
- 11:57von ja, von von Struktur halt eben einbringen, um nichts mehr
- 12:03für euch herzuschieben, wenn man nichts mehr vor sich herschiebt.
- 12:07Hat man das, worüber man sich einfach einen Kopf macht, keinen
- 12:10Platz mehr, weil das ein abgearbeitet ist?
- 12:14So. Und das Thema Qualitytime ist
- 12:17ein ganz Wichtiges. Da könnt ihr reflektieren da
- 12:21könnt ihr auch nicht denken, da könnt ihr nachdenken, da könnt
- 12:26ihr machen, was ihr wollt mit euch und das meine ich
- 12:29wortwörtlich auch das kann Quality Time sein, wenn ihr
- 12:34Partner da seid, ist das auch Quality Time, könnt ihr mit
- 12:36einbeziehen. So.
- 12:40Wichtig ist einfach, dass man so Dinge wie wie auch einkaufen,
- 12:44dass man feste Zeiten wirklich feste Zeiten habt, diejenigen
- 12:49unter euch, die jetzt irgendwo fest arbeiten gehen, die haben
- 12:51ja auch ne feste Zeit, zu der sie in der Arbeit erscheinen
- 12:54müssen. Ich sage jetzt einfach mal, man
- 12:57muss um 08:00 Uhr morgens anfangen, also was macht man?
- 13:00Man fängt um 08:00 Uhr morgens an?
- 13:03Soll ich sag aber? Ich muss morgens um 08:00 Uhr
- 13:07möchte ich meinen Podcast machen beziehungsweise das, was damit
- 13:11zu tun hat. Habe ich Frühschicht, habe ich
- 13:14eine andere Struktur klar, dann mache ich erst meine Arbeit und
- 13:18verteilt den Rest über den Tag, aber auch auf Zeit.
- 13:23Das heißt, jede Aktion hat erstmal ne feste Zeitvorgabe bis
- 13:29zu dem Zeitpunkt, der hoffentlich irgendwann kommt, wo
- 13:33so ne wo ein Automatismus eingesetzt hat, wo sich Dinge
- 13:37einfach verselbstständigen, wo man das einfach nur noch tut.
- 13:40Jetzt gibt es bei diesem Ganzen. Plane das hört sich jetzt alles
- 13:44ganz toll an. Gibts leider ne Komponente.
- 13:48Die nicht einzuplanen ist. Und das sind Dinge, die diese
- 13:53Struktur stören. Dinge, die von außen zugetragen
- 13:58werden wie Familienprobleme, keine Ahnung, irgendetwas
- 14:05Unvorhergesehenes, auf das ihr nicht vorbereitet seid.
- 14:10So. Und auch dafür müsst ihr den
- 14:13Plan entwickeln. Auch dafür müsst ihr euch.
- 14:17Praktisch. N ne ne Lehrzeit einräumen, mit
- 14:23Lehrzeit meine ich einfach die Zeit am Tag, die nicht belegt
- 14:27ist. Um euch dann darum zu kümmern.
- 14:32Es prasseln, die brauche ich nicht zu erzählen, viele Dinge
- 14:35im Alltag auf einen ein, auf die man nicht vorbereitet ist, ja,
- 14:40ist aber im Job doch auch so, da passieren immer Dinge.
- 14:43Die die sind nicht gleich, selbst wenn man den selbst, wenn
- 14:47man irgendwo an der Maschine sitzt und immer dieselbe
- 14:50Bewegung macht, irgendetwas wird passieren, was diese Bewegung
- 14:53stört. Ja, ich hoffe ihr versteht den
- 14:56Vergleich, der diese Metapher, die ich damit meine, so
- 15:00irgendwann wird diese Struktur die auch da habt, die wird
- 15:04einfach gestört. Und darauf muss man reagieren
- 15:06können. Darauf kann man aber nicht
- 15:08vorbereitet sein, deswegen sage ich räumt für den Störfaktor,
- 15:13der eventuell auftreten kann auch ne Zeit ein und zwar eine
- 15:19Zeit. Wo alles andere im besten Fall
- 15:21schon erledigt ist. Klar, wenn ihr einen Anruf kommt
- 15:26du musst jetzt sofort das und das machen, dann ist der
- 15:29Tagesablauf gestört, aber dann kann man den kompletten
- 15:33Tagesablauf, den kann man praktisch markieren und als
- 15:37ganzes Stück nach hinten schieben.
- 15:40Wichtig ist nur, dass die strukturiert die Struktur
- 15:42generell dann nicht gestört wird.
- 15:46Besteht die ich meine, dass die einfach gleichbleibend ist, nur
- 15:50dass sie sich dann im schlimmsten Fall ne Stunde oder
- 15:522 nach hinten schiebt. Thema Ernährung, Thema Essen.
- 16:01Auch da. Hab ich mir angewöhnt?
- 16:05Eine feste Zeit zu haben? Nicht nur fürs Essen machen,
- 16:09sondern auch zum Essen es hat ein Riesenvorteil man isst
- 16:13gemeinsam, wenn man zu mehreren Leuten im Haushalt ist und nicht
- 16:16jeder für sich. Das habe ich in den letzten
- 16:19Monaten wirklich schleifen lassen.
- 16:22Und bin dann zum Schluss gekommen, dass ich Scheiße.
- 16:26So. Natürlich kann ich nicht sagen,
- 16:28ich esse um Punkt 12:28 Uhr und 53 Sekunden Bullshit.
- 16:34Ja, aber ich weiß, ich esse mittags, oder ich esse dann und
- 16:39dann, wenn das Kind aus der Schule kommt und ich zu Hause
- 16:41bin. An Tagen, wo ich konträr arbeite
- 16:45zum Kind also sprich wenn das Kind von der Schule kommt und
- 16:48ich bin arbeiten, geht das natürlich nicht, aber dann habe
- 16:51ich gegessen, auch dafür habe ich dann einen ja einen Termin
- 16:56gesetzt praktisch und hab das erledigt.
- 17:01So. Warum ich am Anfang gesagt habe,
- 17:07die in der Klinik waren, oder einen Klinikaufenthalt hinter
- 17:10sich haben, die kennen das ich weiß aus Erzählungen, ich habe
- 17:13das nicht mehr erlebt. Weil ich ja nicht so lange da
- 17:16war. Ich weiß aus Erzählungen raus,
- 17:19dass. Einer der, der der eines der
- 17:24Hauptkriterien einer Therapie in einer stationären Aufnahme.
- 17:28Auf jeden Fall ist Strukturen zu schaffen für den.
- 17:32Für den Patienten? Weil die meisten kennen und
- 17:37können das ja gar nicht. Ich gehörte dazu und ich gehöre
- 17:40auch immer noch dazu. Auch ich bin noch in der
- 17:42Findungsphase, ich weiß nur OK, du musst es machen.
- 17:47Manche Dinge klappten schon super so aber ich weiß wie
- 17:51gesagt, in der Klinik wird das halt ja gelehrt und das Wort
- 17:57gelehrt trifft es da auch, weil es muss wirklich erlernt werden?
- 18:01Strukturen im Alltag müssen sein, man muss sich auf sich
- 18:04selbst verlassen können und das ist das Allerwichtigste dabei.
- 18:09Setzt ihr euch irgendwelche Termine, irgendwelche Struktur,
- 18:11Termine und haltet die permanent nicht ein, dann beginnt sofort
- 18:16wieder der Selbstzweifel, so Scheiße selbst das kann ich
- 18:18nicht. Über diesen Punkt müsst ihr
- 18:20hinauskommen ihr müsst das wirklich durchziehen, ansonsten
- 18:24ist die Sache zum Scheitern verurteilt.
- 18:27Ja, ich mein ist logisch. Wenn ich, wenn ich mir ein Ziel
- 18:32setze, schaff ich nicht OK versuchen wir es nochmal schaff
- 18:35ich wieder nicht lass ich besser sein kann ich nicht.
- 18:39So alle Viere von sich gestreckt und durch mit der Nummer.
- 18:44Dies ist kontraproduktiv. Also beißt euch da durch, macht
- 18:48euch für euch selber einen vernünftigen und vor allen
- 18:52Dingen einen zu erreichenden Plan.
- 18:56Und ganz, ganz wichtig dabei nicht alles auf einmal.
- 19:02Meiner Meinung nach, ich weiß nicht, wie es in den Kliniken
- 19:05gemacht wird, ich denke aber mal von der Logik her wird es da
- 19:08nicht anders sein. Setzt euch erstmal kleine Ziele
- 19:14erstmal ich sag mal Woche 1? Versucht euch beizubringen,
- 19:18nicht ans Telefon zu gehen. So.
- 19:21Danach Chaos alles gut am nächsten Morgen wieder nicht ans
- 19:25Telefon gehen, danach immer noch Chaos so, dann ist die erste
- 19:28Woche um. Dann sagt ihr euch ok ans
- 19:32Telefon gehen, das klappt schon super, jetzt gehen wir mal her
- 19:36und nachdem wir nicht ans Telefon gegangen sind.
- 19:40Und gucken aus dem Fenster. Nächste Woche.
- 19:44Immer wieder nicht ans Telefon gehen, Fenster gucken ist die
- 19:49Woche 2 erledigt, also weiß das Hirn, dass das weiß dann einfach
- 19:53schon AOK, ich muss das und das tun.
- 19:57So, dann kommt der nächste Step ja.
- 20:02In meinem Fall war es jetzt so Qualitytime bei euch wird es
- 20:07irgendwas anderes sein. Aber macht es step by step?
- 20:14Da direkt zu versuchen, alles zu wollen.
- 20:17Geht meiner Meinung nach bitter bitter in die Hose, weil es dann
- 20:21zu viel ist zu viel auf einmal, das kann das nicht verarbeiten.
- 20:25Also da bin ich mir ganz sicher das kann das Hirn so ohne
- 20:28weiteres nicht verarbeiten. Sie müssen erstmal Dinge im Hirn
- 20:31automatisiert werden, damit man sie als als selbstverständlich
- 20:36sieht und hinnimmt. Also step 1 eine Woche von mir
- 20:42aus 2 Wochen so lange bis ihr euch sicher seid.
- 20:45Der Ablauf sitzt, dann kommt der nächste Step.
- 20:49Und der nächste Step a und da macht es vielleicht Sinn, sich
- 20:53einen Plan zu machen oder sowieso ein wieso ein Skript?
- 20:57Zu erstellen wo ist mein Ziel, wo will ich hin?
- 21:03Und da kann man natürlich alles aufnehmen auf diesen Plan.
- 21:06Aber gebt diesen Plan auch eine Struktur gibt euch die Zeit eine
- 21:10Zeitstruktur, bis ihr da seid lasst euch genug Zeit für jeden
- 21:15Staat ich will jetzt zum dritten Mal, aber es ist wichtig es ist
- 21:19wirklich wichtig, dass ihr da. Nicht zu übereifrig seid.
- 21:28Sondern ganz einfach. Gebt euch, gebt euch die Ruhe.
- 21:33So Ruhe ist ein Riesenthema. In diesem Strukturplan.
- 21:40Wenn ihr einen Step abgearbeitet habt, werdet ihr merken ihr
- 21:43werdet ruhiger, ihr werdet ruhiger.
- 21:47Dieses dieses ständig unter Strom ständig auf Spannung das
- 21:51wird sich legen, das wird sich einfach legen, damit meine ich
- 21:55jetzt nicht, dass ihr danach nur weil ihr Strukturen habt, alles
- 21:58aus dem Kopf habt und ihr seid geheilt Oh Wunder, kann über
- 22:02Wasser gehen und er verwandelt Wasser in Wein.
- 22:06Bullshit. Natürlich habt ihr noch ganz
- 22:09andere Symptome warum ihre Krankheit habt?
- 22:12Aber diese Strukturen schaffen die nehmen euch in Riesenteil
- 22:14weg. Bei dem einen vielleicht nur
- 22:18keine Ahnung, was weiß ich 10% bei den anderen 50% ist ja auch
- 22:22alles individuell zu sehen. Nur weil es bei mir jetzt dafür
- 22:26sorgt, dass es mir. Vielleicht er fällt mit allem
- 22:30umzugehen heißt das ja noch lange nicht, dass das bei euch
- 22:33auch funktioniert, aber wenn es nur wenn es nur 10% sein
- 22:37sollten, dann ist das erstmal so, da muss man auch das erstmal
- 22:41als Erfolg vor allen Dingen deklarieren.
- 22:44Ihr habt euch 10% von eurer Krankheit genommen?
- 22:47So und wenn es bei irgendwem anders 50% sind ja dann
- 22:51herzlichen Glückwunsch Hurra. Dann habt ihr 50% weniger
- 22:57Schmerz, weniger sorgen, weniger Zustände von mir sind wäre ja
- 23:01das wäre doch der Optimalfall. Es wäre doch der Optimalfall,
- 23:06wenn solche in Anführungszeichen Kleinigkeiten dazu beitragen,
- 23:11dass es euch besser geht. Meiner Meinung nach steht am
- 23:18Ende des Strukturplanes stehen die Dinge.
- 23:22Die einen wirklich belasten bei mir wie gesagt ist es der Gang
- 23:27zum Briefkasten, zum Beispiel bei mir ist es, sich um Dinge zu
- 23:33kümmern. Ich hab da ein Manko.
- 23:34Ich habe ein richtiges Manko. Aber erstmal baue ich die
- 23:39leichten Bauteile. Bevor ich die schweren nehme,
- 23:44ist ganz einfach zu erklären ich fange an, duplo zu spielen.
- 23:47Danach kommt Lego und ganz zum Schluss wenn ich das beides
- 23:51beherrsche, wenn ich weiß, wie die Steine gesetzt werden, dann
- 23:53kommt Lego Technik, die Königsdisziplin ja.
- 23:58Diejenigen unter euch die Therapie machen, die werden das
- 24:01hundertprozentig mit ihrem Therapeuten, der wird euch das
- 24:04super Tipps noch zugeben, auf jeden Fall ja meine Therapeutin
- 24:08erfreut, dass ich von mir aus mache.
- 24:11Da wahrscheinlich hab ich wieder irgendeinen Therapieansatz
- 24:14vorgegriffen, aber das ist ja nicht schlimm um Gottes Willen,
- 24:19das ist überhaupt nicht schlimm. Das ist nicht schlimm Leute.
- 24:25Ich hoffe, ihr könnt aus dieser Folge was mitnehmen.
- 24:30Ich hoffe wirklich inständig, dass es dem einen oder anderen
- 24:34hilft. Vielleicht auch irgendwelchen
- 24:39ständig wiederkehrenden Problemen damit entgegenzuwirken
- 24:43wisst ihr, wie ich meine? Weil ich brauch nicht zu
- 24:45erzählen, dass wir nicht an den Briefkasten geht und die Post
- 24:47öffnet, dass irgendwann jemand kommt und sagt du Pass mal auf,
- 24:52wir haben jetzt zweimal angemahnt, also ich hab dafür
- 24:55gesorgt, bei mir ist es so. Ich habe dafür gesorgt, dass ich
- 24:57dabei Hilfe habe. Ja.
- 24:59Ich ignoriere meinen Briefkasten zwar persönlich, aber es wird
- 25:03sich trotzdem darum gekümmert ja.
- 25:07Und auch ich habe immer noch wenn wenn unvorhergesehener
- 25:11Stress, dann von außen eingewirkt, dann habe ich auch
- 25:14immer noch ein Problem, meine Strukturen zu halten aber.
- 25:19Ich versuche das wenn zum Beispiel gutes Beispiel, wenn
- 25:23ich zum Ende noch mal eben kurz anführen, ich sag jetzt einfach
- 25:26mal irgendwer ruft euch an Freunde, Familie.
- 25:30Irgendetwas. Ja, abends kann man meistens
- 25:33nicht verschieben oder oder keine Ahnung, Dinge wie
- 25:36Finanzamt, so rufen sie später an ich bin nicht gut drauf,
- 25:39alles das was ihr beeinflussen könnt.
- 25:41Also angenommen ist auch ein Freund, der sagt du Pass mal
- 25:43auf, wir müssen jetzt, wir müssen das und das machen dieses
- 25:47müssen müsst ihr umwandeln können.
- 25:50Dann müsst ihr auch wirklich hergehen, oder ihr könnt dann
- 25:54wirklich hergehen. Und dieses Gespräch nach hinten
- 25:57schieben in die davor gesehene Zeit.
- 26:01Ja, in die dafür vorgesehene Zeit so rum und einfach sagen du
- 26:06Pass mal auf, können wir gleich drüber sprechen ich ruf dich
- 26:08gleich zurück. So.
- 26:12Er wird keiner keiner hergehen und sagen was, das müssen wir
- 26:15jetzt? Nein hat jeder Verständnis für.
- 26:18Wenn ihr noch so ehrlich sein und sagen Pass mal auf das geht
- 26:21gerade nicht wir geht es gerade nicht so oder das passt gerade
- 26:25nicht lass uns da gleich drüber sprechen.
- 26:28Nur dann mach bitte nicht, den Fehler nicht zurückzurufen, weil
- 26:31dann. Setzt ihr euch automatisch
- 26:34wieder unter Druck? Scheiße, das habe ich vergessen,
- 26:36mache ich morgen mach ich morgen und ihr beginnt wieder so
- 26:39ansatzweise dem Chaos wieder Luft zu geben, Raum zu geben, ja
- 26:43Nährstoff zu geben, Nährboden zu geben, Gott diese Husterei die
- 26:48überhaupt auf? So also und so werdet ihr Stück
- 26:54für Stück merken. Das viele Dinge einfach besser
- 26:59werden. Nicht alles.
- 27:02Nicht alles, aber vieles. Da kann ich fast zu hundert
- 27:06Prozent versprechen. Man muss dann nur wirklich am
- 27:09Ball bleiben, das ist ein mühsamer Prozess.
- 27:13Ein wirklich mühsamer Prozess. Vor allem, wenn man das
- 27:16autodidaktisch macht, also wenn man es sich selbst beibringt.
- 27:20Und da keine keine Hilfe von außen hat oder keine Hilfe von
- 27:23einem Therapeuten oder einer Klinik hat oder wie auch immer,
- 27:25dann ist es natürlich umso schwerer.
- 27:28Aber wenn ihr zum Beispiel wenn Elternteile seid, wenn ihr
- 27:31Struktur habt, dann werdet ihr euren Kindern das auch
- 27:35vermitteln, wenn ihr nur im Chaos lebt.
- 27:39Vermittelt ihr auch da Werte, die dann allerdings vielleicht
- 27:43nicht in Ordnung sind? Versteht ihr, wie ich meine?
- 27:47Also versucht euer Chaos in Struktur umzuwandeln.
- 27:51Step by step nochmal, das ist mir ganz wichtig.
- 27:54Immer nur das. Nächste beginnen, wenn das
- 27:58andere verinnerlicht ist OK. In diesem Sinne liebe Leute ja 1
- 28:05will ich noch kurz anführen 1 will ich noch mal kurz reinhauen
- 28:09weil? Die die Hörerschaft, die hat
- 28:12sich mittlerweile verdreifacht. Wir sind jetzt hier schon in
- 28:17einem höheren Bereich, der ist schon echt geil und dann danke
- 28:20ich jedem einzelnen für euren Support und ja, ihr könnt auch
- 28:25gerne mal in meinem Shop vorbei gucken.
- 28:26Der Link ist hier in den Show Notes verlinkt.
- 28:30Oder Pate werden bei Patriotas Boller hier ist hier ist der
- 28:35Andre glaub ich oder was weiß ich Steady so?
- 28:38Quelle Patenschaft für Borderline übernehmen einfach um
- 28:41das alles so ein bisschen. Mit zu unterstützen hier.
- 28:45Gut in diesem Sinne ich bedanke ich bedanke mich recht herzlich
- 28:49fürs Zuhören. Hoffe ich habe euch ein bisschen
- 28:52Input gegeben und bleibt stabil, bleibt gesund, bleibt sauber
- 28:58euer Sven.