Latest / Spirit Mind Energy – Dein Universum für moderne Spiritualität | Gespräche mit Petra Baum / 028 Tarot & Astrologie - Folge 3: Archetypen verstehen (Wagen bis Kraft) | mit Sabine Lechleuthner
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- Petra: Hallo zusammen, heute starten wir den dritten Teil unserer Reihe mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen Taro und Astrologie. Ich freue mich ganz herzlich, Sabine, dass ich dich wieder an meiner Seite habe. Wir haben die letzten Mal oder das erste Mal ganz viel erzählt in die Tiefe gegangen, was die Systeme miteinander verbindet. Wir sind beim zweiten Mal bis zu den Liebenden gekommen. ⁓ ⁓ einfach zu sagen, was bedeutet eigentlich die Karte? Was ist sie in der Astrologie zugeordnet? Was für eine zusätzliche Impulse oder manchmal auch Herausforderungen schließt sich daran an? Und wir haben beim letzten Mal schon gesagt, die Karte der Liebenden ist eine sehr große, nicht die für einen Partner oder eine Partnerin, sondern auch die Herzensentscheidung. Und eigentlich geht jetzt für unseren Protagonisten der Weg los. ⁓ Da steigen wir jetzt auch ein gleich mit der nächsten Karte der Wagen, und liebe Sabine, ich freue mich. to you! Deine Bühne geht weiter. ⁓ Sabine Lechleuthner: Dankeschön, Petra. Wir legen gleich los, wie der Wagen das macht. Der Wagen legt los. Das ist der Aufbruch als Archetyp. Wir schauen uns ja immer die Archetypen an der Karten. ⁓ Es ist die Aufbruchskarte. Es ist die Karte, die frischen Wind in eine Sache bringt. jetzt angenommen Beziehungsthema. heißt es frischen Wind reinbringen zum Beispiel. ⁓ Erneuern, aufbrechen ins Neue und die Welt erfahren, unbekanntes Terrain erobern, hinausziehen aus der Stadt. Petra: Hier hinten sieht man ganz klein die Stadt und sozusagen ja auch noch das Elternhaus, was mal war. Und jetzt gehe ich meinen eigenen Weg. Ganz spannend ist ja immer, weil die beiden Sphinxen, die laufen ja nicht so richtig, aber trotzdem ist es im Übertragenen zu sagen, kommt Energie rein. Und auch diesen Wagen eigentlich auch zu steuern, weil da ist glaube ich auch so bisschen Übermut dabei manchmal. Sabine Lechleuthner: Ja. Ja. Ja, genau. Der Wagen hat ja als Risiko, als Gefahr, zu übermütig sein, die eigenen Kräfte zu überschätzen und dann zu scheitern. Und die eigenen Kräfte, also das wird symbolisiert über den Sphinxen, das Unbewusste und das Bewusste sollte gleichmäßig gesteuert werden. Er ist übrigens der Sohn der Himmelskönigin. was man ja sieht auch an den Mondklappen hier auf der Schulter und die Sphinxen greifen die Tempel auf, also die zwei Säulen zwischen denen die hohe Priesterin sitzt, da ist ja auch eine schwarz und eine weiß, also die Polarität und der Wagenlenker sollte sich mit den Polaritäten auskennen. Ja, danke, das ist sehr schön, dass du die noch mal zeigst. Er sollte sich auskennen, das Unbewusste und das Bewusste im Gleichklang zu führen, dann hat der Wagen Kraft. Dann kommt er nach vorne. Wenn aber eins überschießt, dann stürzt er ab. Also dann kommt er nicht weiter. Petra: Das ist glaube ich ganz wichtig für das Prinzip. ⁓ Sabine Lechleuthner: Ja, ja. Und es ist ja oft so, dass man als Jugendlicher oder wenn man ein neues Projekt anfängt, oftmals seine Kräfte überschätzt, man hat noch nicht genügend Erfahrung und dann klappt es halt erstmal noch nicht. Petra: Ich glaube auch die astrologische Zuordnung zeigt das dann ganz gut. Sabine Lechleuthner: Genau, die astrologische Zuordnung Witter und Mars, Aufbruch der Kräfte. ⁓ Und der Mars im wäre ja hier zu Hause, sein eigenes Zeichen, das heißt, hat wahnsinnig viel Kraft, aber die könnte er natürlich auch und deswegen warnt diese Karte ein bisschen davor, aber mit dieser kann man auch Großes vollbringen. Petra: Das ist der Mut, es anzufangen. Ich glaube, beim Widerprinzip ist ja manchmal auch das noch gar nicht interessiert, ob es nachher funktioniert, aber sich das trauen. immer der erste Krokus, der im Schnee schon mal guckt, ob es gut ist und wenn es zu kalt war, dann war es halt nichts, aber dann kommt der nächste hinterher. Ich glaube, ist so immer dieses, selbst wenn ich den Karren dann mal Sabine Lechleuthner: Genau. Ja. Petra: Ja, im Schlamm stecken bleibt oder es halt nicht funktioniert, es dann trotzdem der Mut. Deswegen ist, glaube ich, dieses Hoffnungsvolle zu sagen, ich versuche es trotzdem. Ich traue mich. Ich habe keine Ahnung, vor dem was kommt. Sabine Lechleuthner: Ja, Ja, und das ist ja auch typisch für Witter. Witter ist mutig, entschlossen, geht nach vorne, ist ja das erste Sternzeichen des Tierkreises, der noch keine großen Erfahrungen hat, sondern ist der erste, der loslegt, der den Weg für die anderen frei macht. Da braucht es natürlich Mut und Entschlossenheit. Und das wäre hier in dieser Karte zu finden. Petra: Und ich glaube, da ist die Kehrseite auch sehr schnell zu finden. Denn wenn man dann das zu sehr will, dann ist man auch unbeherrscht und dann kann es nicht funktionieren. Wie du ja sagtest, es geht ja darum, das Bewusste und das Unbewusste beides zu steuern und nicht nur drauflos zu rennen. Sabine Lechleuthner: Ja, ganz genau. Petra: Hm! Sabine Lechleuthner: Es gibt eine Geschichte zu diesem Phaeton. Phaeton heißt der Held und er ist der Sohn des Sonnenkönigs und der Himmelskönigin. Sein größter Wunsch ist, den Sonnenwagen zu lenken. Und Helios, sein Vater, verbietet das, weil er sagt, du kannst es noch. Aber irgendwann schuldet Helios dem Phaeton einen Gefallen und er lässt ihn in den Wagen steigen. Die Eos, die Morgenröte öffnet die Pforten und Phaeton zieht los mit dem Sonnenwagen, rast über den Himmel. Es geht alles gut, bis er zum Sternenbild Skorpion kommt. Und dort erschrickt er und lässt die Zügel fallen. Und dann gehen die Pferde des Helios durch, die Sonnenpferde, und setzen den Himmel im Brand und es fallen Flammen auf die Erde. Und Zeus, sein Onkel, sieht das und schleudert einen Donnerkeil gegen Phaeton. Phaeton stürzt aus dem Wagen, der Wagen stürzt nach unten und Phaeton fällt in den Fluss Po und ertränkt. Also das ist die Geschichte zu Phaeton. Und das ist eben, wenn ich die Kräfte überschätze, wenn ich noch keine Erfahrung habe. Aber es geht natürlich im normalen Leben nicht so schlimm aus. Man rappt sich wieder auf und startet neu. Petra: Aber es noch mal schön, weil es diese Dynamik, die dahinter steckt, gut erklärt und auch alles, was daraus passieren kann. Nicht erschrecken ist, glaube ich, das Zauberwort. Auch wenn noch die Zügel in der Hand haben, auch wenn ein ungeahntes Tierkreiszeichen vorbeiguckend ist. Sabine Lechleuthner: Ja, ja. Die Züge in der Hand halten. Dann kommt die nächste Karte, die Gerechtigkeit. Und die Gerechtigkeit erzählt ja viel von Selbstverantwortung. Jetzt, wo man aufgebrochen ist, ist man auch für sich selbstverantwortlich. Also jetzt haben die Taten Folgen aber eben für den Menschen selbst. Er ist für sein Geschick verantwortlich. Das heißt, was er tut, kann Folgen haben im positiven wie im negativen Sinn, aber er muss es verantworten. Der Archetyp der Gerechtigkeit ist die Klugheit. Sich die Fakten anschauen, klug entscheiden, klug handeln. Mit Überlegung. Es ist ja eine stark verstandesbetonte Karte, wenn man sie so anschaut. mit dem Schwert in der Hand. Und dieser Blick gerade nach vorne und der rechte Fuß nach vorne, also direkt und eben objektiv. Und die Zuordnung wäre Venus in Waage. hatten wir schon Venus in Stier, jetzt haben wir Venus in Waage. Ausgewogenheit und Fairness, was ja auch die Waage in der Hand der Gerechtigkeit zeigt. Petra: auf alle Fälle immer zu einem fairen Urteil kommen. ist ja das Vage. Deswegen handelt sie ja nicht unbedingt schnell, sondern wägt ab, was das richtige oder weise Urteil sein könnte. ⁓ Sabine Lechleuthner: Genau, genau. und sie ist objektiv. Die Waage ist ja auch ein Luftzeichen. Luftzeichen sind nicht so subjektiv. Das sind eher die Denker, die im Verstand zu Hause sind, die objektive Seite. Petra: Ja. die auch die Faktenlage komplett kennen möchten, bevor sie sich dann ihre Urteil bilden. Und auch das ist eine mentale Tätigkeit und nicht aus dem Gefühl heraus eine Entscheidung, sondern wirklich nach objektiven Begebenheiten oder Fakten. Sabine Lechleuthner: Ja, und damit halt eine ganz andere Qualität wie bei den Liebenden, wo man ja aus dem Herzen heraus Petra: Mhm. Sabine Lechleuthner: haben wirklich alle Facetten der Archetypen hier versammelt. Petra: Ja, ja. Definitiv. Sabine Lechleuthner: Ja. Petra: Kann natürlich dann auch umschlagen, wenn man vielleicht doch manchmal nicht so neutral ist, wie man es gerne hätte, unter Umständen dann einen Vorurteil hat, eine vorgefasste Meinung oder einfach sagen möchte, ich kann es mir leisten und ich zeige euch mal hier, wie es geht. Und das wäre dann die Seite von Justiz oder von der Gerechtigkeit, die nicht mehr dem fairen Urteil zugute kommt. ⁓ Sabine Lechleuthner: Genau, ja, richtig. Wo es dann auch ⁓ Selbstgerechtigkeit geht oder ⁓ Rechthaberei. Das sind dann die schwierigeren Seiten. Alles hat positive und herausfordernde Seiten. Aber das wäre eben die schwierigere Seite der Gut, dann kommen wir zum Erimid. Der Archetyp des alten Weisen. Also der hat natürlich auch Gewicht, der alte Weise. Ja, genau. Er steht ja oben auf dem Hügel, das heißt sein Bewusstsein ist schon sehr stark ausgebildet und er leuchtet nach innen mit dieser Lampe, mit dem Licht, leuchtet nach innen und Petra: Sehr starke Karten. Sabine Lechleuthner: bleibt sich dadurch selber treu, erschottet sich ab von äußeren Einflüssen, geht nach innen und lauscht hier der inneren Stimme, dem höheren selbst auch. Also ich sag immer, wenn alte Weise im Traum auftaucht, dann sollte man gut zuhören oder die alte Weise. ist ja gleiche Archetyp. Aber hier geht es wirklich darum, Petra: Ja. Sabine Lechleuthner: zu sich selbst zu stehen, sich selbst treu zu bleiben, sich selbst ernst zu nehmen. Und was ich beeindruckend finde, in diesem Tarotgarten von der Nikkide Sandfall, die hat ja diese 22 Karten als große Figuren gestaltet, da hat sie den Eremiten mit Spiegeln versehen, innen wie außen. Und wenn man da hineingeht, dann spiegelt man sich selbst. Also sich selber treu bleiben, ist wahnsinnig schön ausgedrückt über diese Spiegelgalerie. Petra: ist auch ein ganz, ganz wichtiger Punkt. Bei der Karte merke ich selber immer wieder, dass Kunden sich davon abgeholt oder sofort auf Distanz gehen, wenn man sagt, du brauchst gar niemanden, der dir sagt, was dein Weg ist. Eigentlich hast du das in dir. Das heißt aber auch die Verantwortung. Also dieses sich selber Vertrauen in die Augen sehen können, spiegeln. Sabine Lechleuthner: Ja. Petra: Niemand anderem, dem man nachher zur Not auch die Schuld geben kann für eine Entscheidung, die man vielleicht gar nicht so getroffen hätte. Dieser Rückzug und in sich gehen ist schon eine ganz starke Karte. Sabine Lechleuthner: Ja, da braucht es auch Kraft dazu, Mut auch. Also hier wäre die astrologische Zuordnung Saturn zum einen streben nach Weisheit und Reife und dann Saturn in Wassermann, bewahrende Unabhängigkeit. Also die zwei Seiten von Saturn, Saturn in Steinburg, Saturn in Wassermann. dieses Streben nach Weisheit und das Bewahren der Unabhängigkeit. Und das macht er, indem er sich herauszieht, dieser Eremed, dieser alte Weise und sich von anderen nicht lässt. Und dadurch hat er die Unabhängigkeit. Petra: ja auch gar nicht so wichtig, was die anderen denken, sondern er fällt wirklich mit seiner Freiheitsliebe seine Entscheidungen und das reinzunehmen in die Ernsthaftigkeit ist natürlich noch mal ein richtig wunderbarer Block. Sabine Lechleuthner: Ja. ich finde die Karte auch für unsere Zeit sehr wichtig. Seine Seele nicht zu verkaufen, sondern sich selber treu bleiben. Bei all den Versuchungen, denen wir erliegen können. Genau, im Großen wie im Kleinen. ⁓ Petra: ist. Tag, täglich. Und vielleicht auch immer noch mit diesem kleinen positiven Aspekt zu sagen, er hat ja nun die Lampe vor sich. Das ist ja nicht nur seine innere Weisheit, sondern er steht nicht im Dunkeln. Es ist nicht grau, es ist nicht düster, sondern er hat an und für sich das Licht auch noch mal im wortwörtlichen Sinne vor sich. Also das Sabine Lechleuthner: Ja, ganz genau. Ja, ja. ⁓ ja. Petra: muss einem, glaube ich, klar sein. Hier ist man selbst gefordert. ⁓ Sabine Lechleuthner: Gut, dann kommen wir zum Rat des Schicksals. Und der Archetyp für das Rat des Schicksals ist die Berufung und die Lebensaufgaben. Und das ist natürlich auch eine sehr intensive Karte mit diesem Schicksalsrad, das sich mal nach oben, mal nach unten dreht. Also auch die Symbole auf der Karte sind sehr schicksalsträchtig. Es steht ja eigentlich Tarot drauf. Und es sind die Symbole der Alchemisten drauf, die Alchemisten, die aus Blei Gold machen, die auf der Suche sind nach dem Stein der Weisen, nach dem höheren selbst. Schwefel, Salz, Wasser und Quecksilber gehört dazu und das mixen die und machen eben dadurch diesen, setzen diesen alchemistischen Verwandlungsprozess in Gang. Und die vier Evangelisten hier oben vor den offenen Büchern. Das heißt, es gilt noch was zu lernen auf dem Lebensweg. Und es ist natürlich eine starke Karte in Verbindung auch mit kosmischen Verhältnissen, weil es die vier Stationen im Jahreslauf sind, die früher den Eintritt der Jahreszeiten bezeichnet haben. Petra: Das ist auch so ein bisschen die Unausweichlichkeit. Ich sag zwar immer, ich finde gerade Schicksals nicht so schön wie das englische Wheel of Fortune. Das ist ein wenig freundlicher formuliert, aber ich glaube ... Sabine Lechleuthner: Ja genau. Ja. Genau. Ja. Petra: Diese Karte zeigt halt, wenn Sachen für dich vorgesehen sind, vielleicht auch Lebenserfahrungen, die du sammeln wolltest, sie werden auf dich zukommen. Unausweichlich. Und es fragt ja nach dem Umgang damit. Das passiert, aber wie gehst du damit Sabine Lechleuthner: Ja. Ganz genau. Ja. Petra: und diese Flexibilität und dieses Rad, sich dreht, sind, glaube ich, damit ein ganz wichtiges Thema im Leben. jeder von uns. Jeder hat Themen, jeder hat sein Wheel of Fortune oder sein Schicksalsrad hinter sich. ⁓ Sabine Lechleuthner: Genau. Und dort gilt es, sich dem zu stellen. Also nicht zu fliehen, sondern sich dieser Aufgabe zu stellen. Und es kann als Tageskarte heißen, heute stelle ich mich einer Aufgabe. Aber in einem größeren Kontext kann das natürlich auch viel mehr in die Tiefe gehen. Man muss jetzt etwas bewältigen, wirklich einen größeren, schwierigeren Charakter hat. Und da passt natürlich Saturn als Herr der Zeit. Es ist an der Zeit. Saturn wird ja oft als Herr der Zeit genannt. Auch mit den Symbolen dann, die Sense und der Totenkopf, beziehungsweise das Stundenglas. Das wird ihm ja zugeschrieben. Und was du vorhin gesagt hast, real of fortune, da wäre jetzt noch mit dazu zu nehmen, auch Jupiter. Jupiter das Glück. Petra: Ja. Sabine Lechleuthner: Es gibt Tarotkarten, die heißen auf dem Rat des Schicksals das Rat des Schicksals, sondern die heißen einfach Glück. Petra: Ich glaube, dazwischen ist es auch und ich glaube, das ist auch das, was man für sich daraus macht. Denn jeder von uns kennt es, dass es Lebenssituationen gibt, die sind extrem unangenehm, wenn sie passieren. Transformation oder alles dahinter, aber dass man später auch begreift, was sie eingebracht haben und die Akzeptanz von Saturn und das das möglich machen, daraus ein Glück zu ziehen, sind glaube ich sehr, sehr starke Sachen in einem Sabine Lechleuthner: Unser Turn als Lehrmeister, da geht es ja nicht darum, die Tür zu verschließen, sondern sie zu öffnen und anzugehen, die Aufgaben. Petra: klar, und dann hätten wir selber ⁓ mal den Schwenk ins Risiko. Wenn man so fatalistisch einfach dann auf sich zukommen lässt und nichts mehr macht, dann ist es natürlich ein bisschen Kapitulieren vor den Möglichkeiten, die ich habe. ⁓ Sabine Lechleuthner: Ja, richtig. Und dann lerne ich nichts, dann nehme ich nichts mit. Und es ist ja eine Chance, was zu lernen. Die Bücher sind ja noch offen. Petra: Bücher sind offen und wie die Erfahrung zeigt, die Themen kommen so lange, bis man sich ihre annimmt. Und dann dreht sich sonst das Rad noch einmal ganz rum und baumt es einen vielleicht nochmal zurück. von daher, sehr wahrscheinlich. Sabine Lechleuthner: Genau! Das Rad wird übrigens auch mit dem Tierkreis oft gleichgesetzt, weil wir jetzt bei der Astrologie auch sind. Das Rad kann auch den Tierkreis symbolisieren, in dem wir eingebettet sind. Dann kommen wir zur Karte Kraft. Der Archetyp ist die Zähmung des Tiers. Und man sieht hier eine schöne junge Frau, die den Löwen zähmt, aber ganz unkompliziert. Also nicht mit irgendwelchen Strafen oder liebevoll. Es ist auch eine liebevolle Zähmung. Und das ist eben Verstand und Triebe. Die Zivilisation und die Triebe. Wie bringe ich die zusammen auf eine gute Art und Weise? Und dann, wenn mir das gelingt, dann ist es die lustvolle Lebensbejahung, Mut, Engagement. Das steckt dann alles in der Karte. Aber ich muss diese zwei Seiten zusammenbringen und das erstreckt sich im tieferen Sinn auch auf Animus und Anima. Jeder Mensch hat ja nach Zege Jung zwei Seiten in sich, die weibliche und die männliche. Und wenn ich die aussöhne, wenn also keine Seite überschießt oder eine Seite zu wenig ausgebildet ist, dann, wenn ich diese beiden Seiten aussöhne, dann habe ich Kraft. Und das ist dann Löwe. Also wenn man es jetzt von der Astrologie her nimmt, dann ist das das Zeichen Löwe. Der Löwe ist ja auch hier zu sehen. Also die Assoziation ist klar. Lebensbejaung, Vitalität, Stolz, Lust und Leidenschaft. Die Karte heißt ja im Crowly Deck auch Lust. Also die hat schon diese Leidenschaft und die Lust mit sich. alles was auf das Löwezeichen repräsentiert. Die Bejahung. Petra: Ja, also ich glaube, dieser Mut auch für sich selber einzustehen und gar nicht in Frage zu stellen, sondern der Löwe steht auf der Bühne und ist eigentlich auch überzeugt, dass er das Leben meistert. aus dem Tun heraus, aus einer ganz natürlichen Lebenslust und Autorität. Und ich glaube, da steckt sehr viel in diesem, diese Situation im Griff haben, ohne drüber nachzudenken. Sabine Lechleuthner: ganz genau, die Natürlichkeit des Löwen ist hier mit drin. Petra: Ja, das macht viel aus. Klar kann natürlich dann auch manchmal zu hart werden, wenn man seine Kräfte nicht einschätzen kann oder unbedingt die Situation in Griff haben möchte, dann wäre das sozusagen die Schattenseite, die hier auch passieren kann, denn dann geht genau diese Lebenslust eigentlich verloren. Sabine Lechleuthner: Richtig, ja ganz genau. im Grunde eine durch und durch schöne Karte, die einen sehr weiter bringt, wenn man diese Teile verbindet. Animus und Animus. Petra: Und auch hier mit der Lemmingskarte, wenn man es richtig nutzt, dann geht dieses Prinzip nie verloren. Wir sind schon wieder am Ende unserer heutigen Episode angekommen. ⁓ Sabine, ich mich ganz, ganz herzlich. Und das nächste Mal machen wir mit der Karte weiter, die wir in der ersten Episode schon sehr intensiv besprochen haben, mit dem Hengken. Bis dahin. Tschüss, bis zum nächsten Mal. ⁓ Sabine Lechleuthner: Ja, genau. Ja, das machen wir. Bis zum nächsten Mal, Peter.