Latest / Gin And Talk / Jan Fleischhauer über Streit, Debatten und Politik
Transcript
- 0:00Speaker 0: So jemand wie Franz Josef Strauß, der käme heute gar nicht mehr über den Kreisverband Tutsingen hinaus.
- 0:07Speaker 0: Weil ihn schon vorher irgendeine Zeitung erledigt hätte.
- 0:13Speaker 0: Also Olaf und ausgerechnet Olaf Scholz als die Kraft der Erneuerung, ja?
- 0:19Speaker 0: Der lach in der Die Hühner!
- 0:20Speaker 0: Die Nazi-Kolle geht ja relativ schnell heute runter.
- 0:24Speaker 0: Einmal nicht richtig gegendert diesen Nazi, also läuft das ja.
- 0:27Speaker 0: Kann man machen... hat ein paar Probleme unter anderem, dass natürlich wenn man alles zum Nazi erklärt und alle zum Nazi erklärt irgendwann das keiner mehr ist.
- 0:38Speaker 0: Also auch die richtigen Nazis nicht mehr.
- 0:40Speaker 0: Es gibt sicherlich einen Maß der Unversöhnlichkeit, der für eine Gesellschaft nicht gut ist.
- 0:46Speaker 0: Aber das sind wir, würde ich sagen noch entfernt von.
- 0:51Speaker 1: Herzlich willkommen!
- 0:52Speaker 1: Mein Name ist Daniel Fürg und bevor wir gleich rüber an unseren Badresen gehen möchte ich kurz unseren heutigen Gast vorstellen.
- 0:59Speaker 1: Jan Fleischauer ist Journalist, Kolumnist und Autor.
- 1:02Speaker 1: Dreißig Jahre lang arbeitete er für den Spiegel – seit zwei Tausend neunzehnt schreibt er seinen kontrovers diskutierte Kolumne der Schwarze Kanal für den Fokus.
- 1:11Speaker 1: Über die Jahre hinweg verfasste Fleischower zu dem zahlreiche Bücher Sein zuletzt erschienenes Buch How Dare You referenziert auf das berühmte Zitat von Greta Thunberg unterenthält eine Auswahl von Kolumbnen und Interviews.
- 1:25Speaker 1: Er vertritt klare, eher konservative Meinungen und wird dafür häufig offen angefeindet.
- 1:30Speaker 1: Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn – ein Graubereich dazwischen gibt es kaum.
- 1:35Speaker 1: Was man ihm aber auf keinen Fall vorwerfen kann ist dass er sich nicht der Diskussion stellen würde.
- 1:41Speaker 1: Ich wollte von ihm wissen wie es um die Streit- und Debattenkultur in unserem Land steht was er über den Ausgang der Bundestagswahl denkt und warum es vielen Politikern so schwer fällt ehrliche Verantwortung zu übernehmen.
- 1:52Speaker 1: Bevor wir aber gleich starten, noch eine Bitte.
- 1:55Speaker 1: Wenn euch Jinn and Tork gefällt folgt uns bei Spotify-Apple-Podcasts oder wo auch immer ihr gerne Podcast hört so verpasst ihr keine der folgenden Episoden.
- 2:05Speaker 1: Jetzt ist aber viel Spaß beim Zuhören.
- 2:07Speaker 1: schön dass ihr alle wieder mit dabei seid!
- 2:18Speaker 0: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Gin & Talk.
- 2:27Speaker 0: Mach es dir gemütlich, lehne dich zurück und tauche ein in die verrucht düstere Atmosphäre unserer
- 2:35Speaker 1: Studio-Bar!
- 2:43Speaker 1: Jan Fleischauer ich freue mich sehr dass wir uns heute treffen können hier so ein bisschen diskutieren können.
- 2:49Speaker 1: Diskutieren ist ja so eine Sache, die irgendwie oft schwierig geworden ist.
- 2:52Speaker 1: Deshalb freue ich mich umso mehr jemanden hier sitzen zu haben der wirklich diskutieren kann und auch ne Meinung vertreten kann.
- 2:59Speaker 1: herzlich willkommen bei uns!
- 3:01Speaker 0: Ja ich freu mich auch hier zu sein.
- 3:02Speaker 1: in den letzten wochen haben wir immer wieder gemerkt wie schwierig es geworden ist in diesem land auch mal irgendwie Verantwortung zu übernehmen und sich auch mal einzugestehen, dass man irgendwie Fehler gemacht hat.
- 3:15Speaker 1: Also Stichwort Laschet zum Beispiel der ich habe heute Morgen noch eine Fokus Schlagzeile gelesen das CDU im Interner quasi behaupten naja er denkt irgendwie ins Geheim immer noch, dass er Kanzler wird.
- 3:33Speaker 1: Warum ist es eigentlich so schwierig geworden, einfach mal zu sagen?
- 3:36Speaker 1: Also ich habe das Gefühl früher war das anders.
- 3:38Speaker 1: Früher hat man gesagt okay, ich hab Mist gebaut lag da und daran.
- 3:42Speaker 1: Ich lerne daraus.
- 3:44Speaker 1: Man muss ja nicht immer gleich zurücktreten aber zumindest Mal zu sagen Das war Mist.
- 3:49Speaker 1: Und und ich stehe dazu warum ist das so schwierig worden?
- 3:52Speaker 0: Ist Helmut Kohl bekannt gewesen Dadurch dass er sagt, ich habe da Mist gebaut.
- 3:58Speaker 0: Ich glaube wir müssen die Sache jetzt ganz anders angehen.
- 4:01Speaker 0: Das liegt sehr, ich glaube im Wesen der Politik und des Politikers.
- 4:05Speaker 0: Sonst schafft man das auch nicht.
- 4:07Speaker 0: Jede Chance versuchen noch zu nutzen an die Macht zu kommen oder sich an der Macht zu halten.
- 4:13Speaker 0: Und in dem Fall was jetzt Armin Laschet angeht Also je mehr alle auf ihn einprügeln... ...und ich habe heute so eine kleine Presserschau gesehen Es gibt praktisch kein Medium mehr apodiktisch fordert, dass er heute noch zurücktritt.
- 4:29Speaker 0: Man muss zurücktreten!
- 4:31Speaker 0: Das ist ja lächerlich wie er sich da an diesem am Festklammerer als Parteivorsitzender so... Umso mehr dieser Sound auftritt um das zu stärker finde ich eigentlich Schapur wie er durchhält.
- 4:45Speaker 0: Da müssen wir jetzt mal schaffen.
- 4:47Speaker 0: Wenn alle im Staub sehen wollen die Coolness zu haben, sich zu halten.
- 4:55Speaker 1: ist aber auch wahrscheinlich bei ihm durchaus geübt über viele Jahre.
- 5:00Speaker 0: Ja, also offenbar hat er so eine gewisse Steherfähigkeit
- 5:05Speaker 1: ja.
- 5:07Speaker 1: Generell hatte ich aber auch das Gefühl... Also es gab eine Zeit die gar nicht so lange her ist diese ganze Ära Wulf Guttenberg und Code in dieser Zeitspanne wo jeder sofort wegen irgendwas zurückgetreten Ob sie jetzt groß oder klein war, die Ursache.
- 5:28Speaker 1: Es gab mal eine Zeit da das zurücktreten quasi fast schon an der Tagesordnung.
- 5:35Speaker 1: und wie gesagt ich bin davon auch kein großer Freund.
- 5:37Speaker 1: Ich finde es eher besser zu sagen naja wir schauen nach vorne und wir machen's besser aber wir gestehen uns wenigstens Fehler ein.
- 5:46Speaker 1: Aber da gab es auch so ne Veränderung.
- 5:49Speaker 1: also Von dieser Zeit, wo auf einmal jeder nur noch gesagt hat ich nehme meinen Hut und bin raus hinzu.
- 5:56Speaker 1: Jetzt, wo jeder sich irgendwie festhält an der Macht bis es gar nicht mehr anders geht auch so Leute wie Scheuer und
- 6:04Speaker 1: Co.,
- 6:05Speaker 1: an denen alles wie ein so einer Teflon Pfanne abzutropfen scheint.
- 6:09Speaker 1: Der
- 6:09Speaker 0: Scheuer Andi, er ist ein großer Corona Gewinner.
- 6:15Speaker 0: möglicherweise nicht mehr am Amt, wenn die Pandemie nicht über uns hereingebrochen wäre und man plötzlich andere Fragen hatte als das Maud-Disaster.
- 6:25Speaker 0: Da hat sie plötzlich gar keiner mehr um ihr gekümmert.
- 6:27Speaker 0: Ich glaube ich hab's ja sogar im Untersuchungsausschuss, von dem habe ich auch nichts mehr gehört.
- 6:32Speaker 0: Das ist allerdings noch mal was anderes bei Armin Laschet.
- 6:34Speaker 0: Der Mann hat ja noch nicht in die Kasse gegriffen oder irgendwo eine Doktorarbeit gefälscht.
- 6:41Speaker 0: Das hier überhaupt finde ich interessant dass natürlich Wenn man sich zusammen laufweite Geschichte das anguckt, heute reicht ja schon eine vergessene Flugmeile.
- 6:50Speaker 0: Also die man nicht korrekt anliegt bei der Bundesverwaltung, dass man in Schwierigkeiten kommt... Das war früher anders!
- 6:58Speaker 0: Ich glaube, Franz-Josef Strauß, BMW hat alle seine Autos im Follektör gestellt am Fahrer.
- 7:05Speaker 0: Man munkelt ja über so mehrere Millionen, die er zur Seite geschafft hat.
- 7:08Speaker 0: Alles natürlich böses Höhren sagen aber So jemand wie Franz Josef Strauß, der käme heute gar nicht mehr über den Kreisverband Tutzing hinaus.
- 7:19Speaker 0: Weil ihn schon vorher irgendeine Zeitung erledigt hätte.
- 7:23Speaker 0: Ja da kann man sich natürlich auch sagen okay deswegen haben wir natürlich auch solche Leute dann über die wiederum klagen dass sie alle so glatt geschliffen sind und sich auch nichts mehr trauen ja und im Zweifel eben auch weil sie wenn sie was können andere berufe und andere Karrieren einschlagen.
- 7:40Speaker 0: Also ein Einzerjurist wie Strauß oder so, der würde sagen, Politik bleibt mir fern damit.
- 7:46Speaker 1: Was müsste eigentlich passieren, damit Politik für echte Talente auch wieder attraktiv wird?
- 7:51Speaker 0: Na gut, ein paar Tellende gibt es ja zum Glück immer.
- 7:54Speaker 0: Es ist ja auch kein... also für zynastische Charaktere.
- 7:58Speaker 0: Ist ja kein ganz uninteressanter Beruf.
- 8:00Speaker 0: Gibt Menschen das meine ich jetzt wirklich nicht despektierlich die davon leben gerne haben, wenn man sie auf der Straße erkennt.
- 8:09Speaker 0: Also heißt ja immer, Politik ist Show-Business für Akkli-Piepel, ne?
- 8:13Speaker 0: Also das ist Showbusiness für Leute die für dies eben normalen Filmgeschäft nicht reicht.
- 8:20Speaker 0: Bisschen ist was dran!
- 8:22Speaker 1: Wir haben die letzten Wochen des Wahlkampfs und dann schließe ich dieses Wahltema auch so ein bisschen ab.
- 8:29Speaker 1: aber die letzten wochen vor dem Wahlkampf haben wir Gerade bei der Union ein wahnsinniges Panikbild zeichnen sehen.
- 8:38Speaker 1: Also die Union hat von einem Linksruck gesprochen, hat davon gesprochen dass alles ganz schlimm den Bach runter geht wenn die SPD an die Macht kommt.
- 8:47Speaker 1: Hat die ganze Zeit von einer rot-rot grünen Koalition gesprochen obwohl sie ja selbst in SPD Kreisen eher sehr unliebsam ist.
- 8:57Speaker 1: Gut, es gibt einen linken Flügel in der SPD.
- 9:00Speaker 1: Die hätten das ganz schön gefunden zu teilen.
- 9:03Speaker 1: aber trotzdem das Groh der SPD fand Rot-Rot-Grün noch nie so sonderlich attraktiv.
- 9:08Speaker 1: Trotzdem hat die Union dieses Schreckenszenario gezeichnet und mit diesem Linksrutsch, den sie da propagiert haben Wahlkampf gemacht.
- 9:19Speaker 1: Wenn man sich heute mal anschaut was in einigen... östlichen Bundesländern an Wahlergebnissen herausgekommen ist, wo die AfD teilweise stärkste Kraft geworden ist.
- 9:30Speaker 1: Muss sich das die Union aus ein bisschen in die Verantwortung schieben sozusagen?
- 9:35Speaker 1: Dass auch dadurch in manchen Bundesländer.
- 9:39Speaker 1: im Ganzen der Bundesrepublik hat die AfD ja zum Glück zumindest ein bisschen verloren und vergleicht zu den letzten Wahl aber trotzdem ... in diesen Bundesländern, in denen die AfD stärkste Kraft geworden ist.
- 9:52Speaker 1: Ist da vielleicht auch so ein Stück weit die Union schuld?
- 9:56Speaker 0: Also... Die Angst vom Linksrock hatte mich komplett mitgepackt!
- 10:03Speaker 0: Da kann ich mich jetzt... Ich weiß gar nicht wovon Sie
- 10:05Speaker 0: reden?!
- 10:06Speaker 0: Also ich konnte ja nachts nicht mehr schlafen und also das erste Gefühl als klar war es wird nicht für Rot-Rot-Grün im Bund reichen, eher Riesener Leichtaum bei mir.
- 10:17Speaker 0: Also es war mir klar, ich lande nicht im Umerziehungslager.
- 10:21Speaker 0: So wie ist ja die Linkspartei auf verschiedenen Strategiekonferenzen für die Reichen oder für Leute, die nicht gefallen schon angekündigt hat.
- 10:29Speaker 0: Ich muss nicht nach Uruguay auswandern.
- 10:31Speaker 0: Ja?
- 10:32Speaker 0: Ich muss durch irgendwelche Alpen-Tunnel mein Geld in die Sicherheit in die Schweiz schleusen.
- 10:37Speaker 0: Alles bleibt mir erspart!
- 10:39Speaker 0: Also muss man mal sagen... Die Kugel ist knapp an uns vorbeigegangen das glaube ich.
- 10:43Speaker 0: sechs Sitze haben gefehlt Und dann hätte Rot-Rot-Grün die Mehrheit gehabt.
- 10:47Speaker 0: Das ist echt ein Unterschied, ob Leute wie Gregor Gizzi und Janine Wissler bis vor kurzem noch vom Verfassungsschutz beobachtet mit am Kabinettstisch sitzen ja oder nein?
- 10:56Speaker 0: Und große Teile der SPD-Fraktion hätten das gemacht.
- 11:01Speaker 0: und die Tränen, die verschüttet wurden, v.a.
- 11:05Speaker 0: im Viewsulage, die übrigens mit neunvierzig Sitzen jetzt eingezogen sind in den Bundestag, angeführt von Kevin Kühnert... Also die haben viele Tränen vergossen, dass das nicht möglich ist.
- 11:17Speaker 0: Und dass sie jetzt mit der blöden liberalen da irgendwie verhandeln müssen.
- 11:22Speaker 0: Der Kühner beißt jeden Tag in die Tischkante so.
- 11:25Speaker 0: Das andere ja... Die AfD ist im Osten stark.
- 11:29Speaker 0: also erstens ist sie eine zunehmende Regionalpartei, da sehen wir Sie hat also nicht reagissiert, jedenfalls nicht indem von ihr erhofften Maße im Westen und es stand auch glaube ich nicht an, dass die AfD in die Bundesregierung einzieht oder?
- 11:44Speaker 0: Also ich rede immer noch für die nächste Regierung und das Programm, dass sie vorbereitet.
- 11:51Speaker 0: Und wie gesagt also Rot-Rot-Grün hat das geschnackelt.
- 11:58Speaker 1: Aber glauben Sie, dass es wirklich gekommen wäre?
- 12:00Speaker 1: Ja!
- 12:01Speaker 0: Also Skrab am stärksten noch vorbehalten bei den Grünen.
- 12:08Speaker 0: Den sind diese Alt- und Junggader, die sich da angesammelt haben bei der Linkspartei eher suspekt.
- 12:16Speaker 0: Aber bei der SPD überhaupt nicht.
- 12:18Speaker 0: Also die SPD, die heute ja auch im Bundestag sitzt ist ja eine ganz andere SPD als dieser mal von Willi Brandt oder Helmut Schmidt oder Hansche Auchenvogel.
- 12:30Speaker 0: Einmal darf ihr nicht vergessen dass der jetzt hochgelobte Olaf Scholz, der die SPD vermutlich ins Kanzleramt tragen wird vor anderthalb Jahren angetreten war als Parteivorsitzender und das in diese Partei nicht gewollt hat, sondern ihm vorgezogen hat.
- 12:49Speaker 0: ein Pärchen dessen erklärtes Programm war raus aus der GroKo sofort.
- 12:56Speaker 0: Gibt jetzt eine sehr interessante Dokumentation im NDR die drei Jahre lang Kevin Kühnert begleitet haben gibt sechs Folgen habe ich jetzt vier mir angeguckt wirklich dicht dran und man muss sagen unter dem Strich Kevin Kuhnert hat natürlich total daneben gelegen.
- 13:13Speaker 0: also man sieht ja dann wie er immer mit Novabo, wie der heißt.
- 13:19Speaker 0: Ja aber Walter Boyant und Frau Esken die die Köpfe zusammensteckt und sie also das aushäcken und dann ja auch durchsetzen den Scholz zu erledigen Und wie sich in die Arme fallen dass der Scholz ja Endlich weg ist.
- 13:34Speaker 0: natürlich hoffen Sie auch dass er endlich zurück treten wird als Finanzminister.
- 13:37Speaker 0: und am Ende des tages hat Scholz auf ganzer linie recht behalten drin bleiben warten dass die Merkel abtritt Und dann ist Polen offen und genau so gekommen.
- 13:48Speaker 0: Und wo die SPD heute stände, wenn sie auf Kevin Kühner gehört hätte, aber jedenfalls nicht vor den Worten des ganzen Abendes?
- 13:59Speaker 1: Gleichzeitig muss man aber auch sagen dass natürlich eine Union sich jetzt nicht gerade stark in den Themen aufgestellt hat, die gerade eigentlich wichtig wären... Egal ob es jetzt Klimawandel, Digitalisierung, Innovation gesellschaftlicher Wandel oder sonst irgendwas ist.
- 14:18Speaker 1: Die Union stand eigentlich dafür dass alles erstmal so bleibt wie's is und am wenigsten wehtut.
- 14:26Speaker 1: also da wo Veränderung am wenigstens weh tut da ist die union irgendwie unterwegs.
- 14:33Speaker 1: Das hat ihn natürlich irgendwie auch Stimmen gebracht.
- 14:36Speaker 1: Natürlich, klar!
- 14:37Speaker 1: Gerade auch nach einer Pandemie... Ich habe mich ehrlicherweise gewundert dass es nicht noch mehr Stimmen gebracht hat weil die Leute einfach ein bisschen müde geworden sind an Veränderung.
- 14:49Speaker 1: aber Da hat dann auch dieses ominöse Zukunftsteam, was Laschet dann noch in letzter Minute aus dem Hut gezaubert hat.
- 14:56Speaker 1: Nicht mehr wirklich geholfen um die Union irgendwie als innovative Partei darzustellen.
- 15:01Speaker 1: Hätte man da nicht irgendwie vielmehr sich selbst reformieren müssen für diese Wahl?
- 15:07Speaker 0: Das Lustige dass Sie das sagen weil Ihnen offenbar entfallen ist wie vielen Wählern das in den letzten fünfundzwanzig Jahren die SPD länger in der Regierung war als die CDU.
- 15:21Speaker 0: Und ich glaube, durch diese Dauernörgellei in der großen Koalition haben die Leute einen Eindruck gehabt.
- 15:29Speaker 0: Die waren ja eigentlich in der Opposition.
- 15:31Speaker 0: Nee!
- 15:32Speaker 0: Also sie haben zwischen deinhalbundneunzig und zweitausendfünf den Kanzler gestellt und danach in den letzten sechzehn Jahren zwölf Jahre mitregiert.
- 15:43Speaker 0: Und all die Vorwürfe, die Sie jetzt an die Union richten können Sie mit absolut gleiche Berechtigung an die SPD richten.
- 15:49Speaker 0: Tun die Grünen übrigens auch?
- 15:52Speaker 1: Ist auch richtig.
- 15:54Speaker 0: Und das ist das, wenn Sie so wollen... Das ist das Geniale der SPD-Kampagne gewesen.
- 16:01Speaker 0: So zu tun als hätte man mit allem nichts dazu tun.
- 16:05Speaker 1: Stimmt ja absolut!
- 16:08Speaker 0: Also Olaf und ausgerechnet Olaf Scholz als die Kraft der Erneuerung hat er lachen ja die Hühner spricht ja aus meiner Sicht für ihn bin da ja anders als jetzt der klassische linke Wähler.
- 16:22Speaker 0: Aber also sagen wir, dass das progressive Bündnis ja?
- 16:25Speaker 0: Dass uns jetzt sehr der versprochen wird und einmal angekündigt wurde.
- 16:33Speaker 1: Warum ist in unserer Gesellschaft eigentlich inzwischen die abgrenz... Also ich habe immer das Gefühl teilweise ist die Abgrenzung zwischen konservativ und rechts wahnsinnig schwer geworden.
- 16:44Speaker 1: Also diejenigen, die irgendwie eine konservative Meinung vertreten egal ob ich sie teile oder nicht sind auch diejenigen, die oft ganz schnell ins rechte Lager gestellt werden oder zumindest das rechte lager in der wahrnehmung irgendwie berühren was natürlich in vielen fällen eigentlich totaler quatsch ist weil wir brauchen auch konservative meinungen unserer gesellschaft und die sind nicht nur weil sie konservativ sind automatisch irgendwie rechts.
- 17:13Speaker 1: warum ist da warum ist die abgrenzung so schwierig geworden?
- 17:16Speaker 0: also ich meine es ja nicht die abgrenzung für den konservativen sondern offenbar Warum die Abgrenzung verwischt wird vom politischen Gegner?
- 17:24Speaker 0: Ja gut, weil es natürlich eine Waffe im politischen Kampf ist zu sagen jeder der in einer anderen Meinung hat du bist Nazi.
- 17:32Speaker 0: Die Nazikolle geht ja relativ schnell heute runter.
- 17:35Speaker 0: einmal nicht richtig gegendert diesen Nazi so läuft das ja kann man machen Hat ein paar Probleme unter anderem dass Natürlich wenn man alles zum nazi erklärt und alle zum nazie erklärt irgendwann ist keiner mehr ist also auch die richtigen Nazis nicht mehr.
- 17:52Speaker 0: Ich weiß schon, wo die Grenze läuft.
- 17:54Speaker 0: Also ich habe ja in meinem kolonistischen Wirken von Anfang an erstens die AfD ernst genommen.
- 18:03Speaker 0: Anders als viele meiner Kollegen, die meinten das wäre eine mehr so eine flüchtige Erscheinung und die geht dann schon weg.
- 18:08Speaker 0: wenn man nicht über die Rede ist erkennt man andersherkommen?
- 18:12Speaker 0: Ich meine jetzt immer noch mit zweistellig im Bundestag obwohl nun wirklich dass nicht die letzten zwei drei Jahre nicht günstig waren für die Und habe mich mit denen auch entsprechend kritisch auseinandergesetzt.
- 18:27Speaker 0: Also, was ist der Kern der AfD?
- 18:33Speaker 0: Ist natürlich eine ressentiment getriebene Politik und mir ist jedes Argument letztlich suspekt um nicht zu sagen unangenehm an dessen Boden das Ressentiment liegt.
- 18:49Speaker 0: Der Gesellschaftsantwurf ist natürlich ein Homogener.
- 18:54Speaker 0: Ähnlich wie bei der Linkspartei, also die ganz linken Träumen von einer sozial-Homogene Gesellschaft und die ganz rechts von einer kulturellen homogenen Gesellschaft.
- 19:03Speaker 0: Und jede Form dieser Art von Homogenitätswahn beruft bei mir Pickle hervor.
- 19:09Speaker 0: Also immer wenn das Kollektiv mit seinen Vorstellungen zu mächtig wird, dann nehme ich Reis aus.
- 19:17Speaker 0: Unter anderem eine der Gründe, warum ich das mache was ich mache Also die Kuhstallwärme der Gesinnungsgemeinschaft, ja.
- 19:24Speaker 0: Das ist nicht da wo ich mich wohlfühle.
- 19:26Speaker 1: Jetzt werden sie ja von den einen und das schreiben Sie auch selbst in Ihren Kolumnen.
- 19:31Speaker 1: Von denen ein Gehasst, von dem anderen geliebt also auch so'n bisschen... Auch dort gibt's so'nn bisschen.. Die spiegelt sich dieses schwarz-weiß Denken unserer Gesellschaft auch n Stück weit wieder.
- 19:43Speaker 1: Also entweder man isst dafür oder dagegen aber Diskussionsbereit sehr selten.
- 19:49Speaker 1: Wie geht es Ihnen damit?
- 19:50Speaker 0: Wer komisch, wenn ich mich darüber beklagen würde.
- 19:52Speaker 0: Ich lebe natürlich von der, wenn sie so wollen, Polarisierung auch von einer zunehmend vielleicht polarisierten Gesellschaft.
- 20:00Speaker 0: Was ich nicht tue und das erkennen glaube ich auch meine Gegner an... ...ich gehe jetzt nicht hin und rufe zu irgendwelchen Shuntdaten auf!
- 20:12Speaker 0: Also zweifel... bin ich eher bei den Leuten, die es gerade schwer im Leben haben.
- 20:17Speaker 0: Wir haben ja mit Armin Laschet angefangen... Also wenn sich alle einig sind im Urteil über jemanden, da muss ich nie noch daherkommen und der Einenfünfzigste sein, der auch den Daumen senkt!
- 20:29Speaker 0: Insofern kann das auch mal vorkommen dass ich in einer Kolumne Jürgen Trittin verteidige was ich getan habe weil eben irgendwie alle meinen jetzt Jürg-Trittin baschen zu müssen.
- 20:43Speaker 0: Meine journalistischen Vorbilder Stamm im Wesentlichen aus den ersten zwanzig Jahren des letzten Jahrhunderts, also so Weimarer Republik.
- 20:56Speaker 0: Karl Kraus, Polgar, Tuchholzki Anton Kuh.
- 21:01Speaker 0: Die gydische Intellektueller von dem der schönen Satz kommt.
- 21:06Speaker 0: Warum sachlich wenn es auch persönlich geht?
- 21:09Speaker 0: Das ist halt... Also natürlich habe ich mir viel abgeguckt.
- 21:15Speaker 0: Also Sport, Hohensurung Das sind journalistische Mittel, mit denen ich arbeite.
- 21:21Speaker 0: Ich versuche halt auch... Wie gesagt und das unterscheidet mich glaube ich auch von vielen die dann wenn sie so wollen in meinem Lager ja unterwegs sind.
- 21:29Speaker 0: also ich habe kein Missionswerk.
- 21:33Speaker 0: Ich kämpfe nicht für eine Sache ja.
- 21:35Speaker 0: Ich erkläre den Leuten jeden Tag wie toll die FDP oder CDU ist ja so.
- 21:43Speaker 0: Ich halte auch Unterhaltung finde nichts verwerfliches.
- 21:48Speaker 0: Ich würde eher sagen, dass ich eher im Unterhaltungsgeschäft bin aus dem Polit-Entertainment vielleicht als jetzt im ernsten politischen Business.
- 21:59Speaker 1: Jetzt ziehen Sie ja aber trotzdem keine... harten Mauern rund um ihre Meinungen, sondern stellen sich ja immer wieder der Diskussion und suchen auch ein Stück weit.
- 22:11Speaker 1: bewusst würde ich jetzt mal unterstellen die Konfrontation also sei es zuletzt im ZDF in der Sendung auf der Couch wo sie mit einer Fridays for Future Aktivistin diskutiert haben oder auch in ihrem eigenen Podcast Experiment etwas früher indem Sie.
- 22:33Speaker 1: Menschen eingeladen haben, mit ihnen durch die Sendung zu führen.
- 22:38Speaker 1: Die offensichtlich andere Meinungen vertreten oder auch einen anderen Background haben als sie.
- 22:45Speaker 1: Wie wichtig ist diese Konfrontation?
- 22:48Speaker 1: Wie wichtig sind diese Diskussionen um über den eigenen Horizont hinauszuschauen?
- 22:55Speaker 0: Also ich such dir eine Sitzung und ... Also diese Sendung, die sie da ansprachen ist so ein neues Format beim ZDF auf der Couch.
- 23:07Speaker 0: Also zwei Menschen aus sehr unterschiedlichen Welten werden gebeten von einem Psychologen zu einer gewissermaßen paar Therapie der Meinung und ich war dann mit Carla Reimsma also der Sprecherin von Fridays for Future Und mir hat das Spaß gemacht.
- 23:29Speaker 0: Ich komme auch Natürlich aus einer Welt, sagen wir mal der linken der siebziger Jahre die eine linke war Die auch die auseinander dazu gesucht haben in den politischen Gegner immer geguckt hat und hatte motto Mal schauen ob ich den anderen nicht dahin kriege oder ob ich nicht die besseren Argumente habe.
- 23:50Speaker 0: also Ich bin sozusagen.
- 23:51Speaker 0: Ich bin ja politisch sozialisiert in einem sozialdemokratisch sehr treuen Elternhaus Und ich weiß dass sich so einmal Die ersten politischen auseinanderzumachen der Mutter fügen so mit drei zehn vierzehn an wo wir also jeden jeden mittag Ich würde es angestritten haben.
- 24:07Speaker 0: Also Streit ist mir nichts Nichts Fremdes So und das unterscheidet natürlich die damalige linke und den linke so wie ich sie kannte auch als eben mit dieser streitlust Fundamental von der heutigen linken der woken linken ja, er dir schon Ohnmacht fällt.
- 24:24Speaker 0: Ja wenn einer einen falschen witz erzählt oder das falsche wort benutzt Und dann, bei der Lektüre von Texten jetzt immer so Warnhinweise brauche er dieser Text könnte dich in deinem Wohlbefinden beschädigen.
- 24:39Speaker 0: Das Programm kann man machen ob man allerdings im politischen Kampf damit sehr weit kommt ich bezweifle es.
- 24:47Speaker 1: Zeigen Sie gerade sie suchen die Auseinandersetzung.
- 24:50Speaker 1: Die spannende Frage ist ja eigentlich suchen sie die auseinandersetzung um einen ein vielleicht inhaltlichen Diskurs zu erzeugen, der am Ende so eine gemeinsamen Meinung führt.
- 25:04Speaker 1: Also nicht unbedingt einer gemeinsamen Meinung aber zur Identifikation von Gemeinsamkeiten in den extremen Punkten vielleicht der beiden Diskussionspartner.
- 25:15Speaker 1: oder ist es eher wirklich ein bewusst eingesetztes Stilmittel um auch ein Stück weit ihren Job zu machen und damit auch Aufmerksamkeit zu generieren?
- 25:28Speaker 0: hinsetzen?
- 25:29Speaker 0: und wir reden jetzt über die Wege aus der Klimakrise.
- 25:34Speaker 0: Dann ist es für mich auch sehr interessant, also erstens oder war in dem Fall interessant ein Gefühl zu bekommen dann für die Ernsthaftigkeit des Engagements.
- 25:47Speaker 0: Das habe ich ja auch gesagt, mir absolut Respekt ab, das ist auch die wirklich tiefe Beschäftigung mit den Dingen.
- 25:58Speaker 0: Also ich bekomme einen Gefühl für den anderen in so einer Auseinandersetzung.
- 26:04Speaker 0: Ich höre auch möglicherweise das ein oder andere Argument, was ich noch nicht kannte auf dem ich mich einstellen muss, man hat es mir vielleicht überrascht.
- 26:13Speaker 0: Mein Ziel ist jetzt nicht evangelischer Kirchentag, Ökumene ja?
- 26:19Speaker 0: Obwohl ich auch sogar also da stark sozialisiert bin, also ich war ja mal brav im Jugendgottesdienst und ich komme ja sozusagen aus der... aus dieser Brot für die Welt und Mnesty, alles mitgemacht.
- 26:31Speaker 0: Greenpeace und wie gesagt am Sonntag gemeinsam Visual Overcome singen aber nee also das ökumenische Werk habe ich hinter mir gelassen.
- 26:44Speaker 0: über den Gräben reichen wir uns die Hände.
- 26:47Speaker 0: das sollen andere machen.
- 26:48Speaker 0: das ist nicht mein Stil mehr so Margot Keesmann.
- 26:52Speaker 0: Mir macht es Spaß!
- 26:53Speaker 0: Also mit Leuten die auch was drauf haben Natürlich zu reden.
- 27:00Speaker 1: Ich habe vor kurzem Sönke Wortmann, den Filmregisseur und neuerdings auch Buchautor getroffen für eine Episode die in zwei Wochen erst erscheinen wird.
- 27:11Speaker 1: Und wir haben lange über die Debattenkultur in Deutschland diskutiert weil er dazu einen sehr interessanten Film gemacht hat der Ende des Monats in die Kinos kommt.
- 27:22Speaker 1: Wir sind so ein bisschen darauf gekommen dass Das große Problem sein wird der nächsten Jahrzehnte.
- 27:30Speaker 1: Es wird die Veränderung, die auf uns zukommt, wird ja nicht weniger werden ganz im Gegenteil.
- 27:34Speaker 1: es wird immer komplexer werden und das wird für viele oder für große Teile in der Gesellschaft immer schwieriger werden am bald zu bleiben und zu verstehen was da eigentlich passiert weil die Technologie komplexa wird, weil politische Systeme und Umstände komplexerweise werden usw.. Wir sind am Ende zu dem Schluss gekommen, wir werden diese Zukunft nur dann gestalten können.
- 28:00Speaker 1: Nur dann attraktiv für uns alle und für uns als Gesellschaft gestalten kann wenn wir einen Weg finden besser miteinander zu diskutieren um gemeinsam an dieser Zukunft zu arbeiten und nicht am Ende irgendwie verschiedene Lager zu haben wo die ein sagen wir haben es verstanden und wir gehen jetzt mal voran und lassen die anderen dann irgendwie hinterher rennen.
- 28:20Speaker 1: wenn sie's denn können Wie würden Sie dazu stimmen?
- 28:24Speaker 1: oder sie schütteln schon den Kopf, sehen Sie ganz anders?
- 28:27Speaker 0: Nee.
- 28:27Speaker 0: Also Politik ist im Zweifel der Kampf von Interessen gegensetzen und man muss auch Interessengegensätze als solche benennen.
- 28:36Speaker 0: Das hat überhaupt keinen Sinn zu tun.
- 28:38Speaker 0: also wir sind hier alle in einem gemeinsamen Boot.
- 28:41Speaker 0: Also wenn Sie jemals mit Minijobs sind zum Beispiel ja oder Hartz-Vierler dann haben Sie ganz andere Interessen als jemand der gut verdient.
- 28:58Speaker 0: Oder wenn sie, sagen wir mal, migrant in diesem Land sind oder Frau dann unterscheiden sich auch ihr Blick auf die Welt das was Sie anstreben, was Sie auch erreichen können möglicherweise von dem wie ich auf die weltblicke.
- 29:15Speaker 1: Aber müssen die nicht trotzdem die veränderungen die auf uns zukommen verstehen?
- 29:19Speaker 1: damit werden noch tiefer weggräben haben?
- 29:21Speaker 1: Das
- 29:21Speaker 0: ist was anderes.
- 29:22Speaker 0: also Ja, wobei auch immer mit den Gräben und die gespaltenen Gesellschaft.
- 29:26Speaker 0: Dann ist die Gesellschaft so ein bisschen gespaltet.
- 29:28Speaker 0: Warum nicht?
- 29:30Speaker 0: Ich hatte damit keine... Also ich finde das eigenartig!
- 29:33Speaker 0: Immer so ja wir müssten irgendwie alle zusammenrücken.
- 29:38Speaker 0: Nö.
- 29:41Speaker 0: Ich find' auch eine... also sagen mal dieses Merkel-Biedermeier Die ersten zehn Jahre bis letztlich bis zur Flüchtlingskrise Er war das jetzt besser?
- 29:52Speaker 0: Wo's scheinbar um gar nix mehr ging Ich finde nicht.
- 29:57Speaker 0: Mir hat das auch gefallen, die Flüchtlingskrise weil sie wirklich zum ersten Mal wieder Deutschland politisiert hat und dass ein Thema war wo Leute auch aneinander geraten konnten Und Corona in gewisser Weise auch Das sehen wir jetzt ja noch sehr viel scharfer Weil Vieles verdeckt war durch eben genau dieses.
- 30:19Speaker 0: Wir erreichen uns jetzt alle sozusagen im Kampf die Hände gegen das Virus Ja und abweichende Meinungen entweder lächerlich gemacht wurden oder soweit stigmatisiert, dass viele Leute das Gefühl hatten.
- 30:32Speaker 0: Das können sie eigentlich nur noch im Bekanntenkreis sagen.
- 30:35Speaker 0: und dann sah man es eben, sagen wir mal bei diesen komischen Querdenker die muss so ein bisschen hoch poppen.
- 30:41Speaker 0: aber dass sich immerhin jetzt glaube ich immer noch thirty-fünf Prozent der Deutschen nicht impfen lassen oder nicht geimpft sind obwohl wirklich aus meiner Sicht ziemlich auf der Hand liegt ja da sie damit ein hohes Risiko eingehen ist auch eine interessante Zahl Auch wenn sie so wollen, zeichnen einer Spaltung der Gesellschaft.
- 30:58Speaker 0: Was ja auch zu enormen Gereiztheiten jetzt führt.
- 31:01Speaker 0: Also auf Seiten derjenigen die geimpft sind also was man da zum Teil lesen kann So... Es gibt sicherlich einen Maß der Unversöhnlichkeit der für eine Gesellschaft nicht gut ist.
- 31:16Speaker 0: Aber das sind wir, würde ich sagen noch entfernt von Ich mein auch die siebziger Jahre, weil ja nur gar kein friedliches Jahrzehnt.
- 31:23Speaker 0: Also Demos... alle naasleinende Demos, wir zwingen den Atomstart in die Knie, war hier zum Teil dabei, Brockdorf
- 31:31Speaker 0: usw.,
- 31:31Speaker 0: Die RAF das Gefühl auf der einen Seite auf dem Linken, Deutschland entwickelt sich wieder zurück zu einem faschistischen System und auf der anderen die Angst vom Kommunismus so Also sind wir irgendwie auch mit klargekommen.
- 31:49Speaker 0: Da kommen heute Herr Mut.
- 31:50Speaker 0: Kohl hat alles versöhnt, ne?
- 31:53Speaker 0: Wann trauen wir das wieder?
- 31:54Speaker 0: Dann wäre er den großen Versöhnter!
- 31:56Speaker 0: Ob es denn der Olaf ist weiß ich längst nicht.
- 31:58Speaker 1: Wenn Sie mich jetzt fragen würden was die großen Herausforderungen sind, die so auf uns zukommen Die nächsten Jahrzehnte würde ich sagen zum einen natürlich die großen Themen wie Klima-Digitalisierung Gerechtigkeit Ausgleich von gesellschaftlichen Gräben die ich schon für teilweise zu tief empfinde.
- 32:22Speaker 1: aber Ich glaube die größte Überschrift die ich oben drüber schreiben würde wäre Aufklärung Also eine eine quasi Renaissance der Aufklärungen in der wir es schaffen müssen dass wir eben Die Komplexität der Zukunft einer einem breiten Anteil der Gesellschaft zumindest so erklären das sie verstehen und nicht als Anlass Für Anfeindungen und für Teilweise berechtigte aber teilweise eben auch nicht berechtigt der Angst.
- 32:57Speaker 0: Das finde ich so lustig, weil bei ihnen schlägt natürlich total durch also letztlich So ein Glauber an das pädagogische.
- 33:06Speaker 0: Also wenn man den Leuten nur vernünftig Sachen erklärt ah dann nicken sie schon also dass die demjenigen Damit jetzt eine ruhige Nacht verschaffen, der ja gerade seinen Job verliert.
- 33:18Speaker 0: Weil der Computer ihn überflüssig gemacht hat.
- 33:20Speaker 0: Also sie erklären es ihm jetzt dass er halt leider loser ist und dann sagt er ja Lieber Daniel Furg das habe ich jetzt verstanden, dass ich ein Loser bin.
- 33:31Speaker 0: Gut dass du es mir erklärt hast.
- 33:33Speaker 0: Ich glaube nicht an die pacifizierende Wirkung also dieser Art von Aufklärung.
- 33:38Speaker 0: Was echtes Problem ist wenn wir eine Repräsentationslücke haben Das heißt Die Leute Die sagen wir mal den Laden am Laufen halten, die eher so in den unteren Lohngruppen sich befinden.
- 33:51Speaker 0: Die jetzt auch nicht alle Abitur haben Wenn die den Eindruck haben In der Politik gibt es eigentlich gar keine Leute mehr, die sie verstehen, die ihre Sprache sprechen, die ihr Probleme kennen und die auch artikulieren Das das haben wir.
- 34:05Speaker 0: Ich meine wenn sich große Teile der linken Partei heute damit beschäftigen ja Was das heißt intersectioneller feminist zu sein weil Feminismus allein nicht mehr ausreicht.
- 34:21Speaker 0: Dann würde ich mal sagen, ist das ein Programm?
- 34:23Speaker 0: Das geht auf jeden Fall an der Verkäuferung beim DM vorbei!
- 34:27Speaker 0: Also wenn Sie dir jetzt kommen und fragen bist du eigentlich cisgender oder eher queer?
- 34:34Speaker 0: dann gucken sie in tote Augen.
- 34:37Speaker 0: Bisschen wie denkt sie verarschen sie... Und das gilt für große Teile der Bevölkerung.
- 34:46Speaker 0: Wenn wir haben sie jetzt erlebt, dass war es wirklich interessant.
- 34:50Speaker 0: Bei dieser Initiative in Berlin enteignet deutsche Wohnen.
- 34:56Speaker 0: Relativ erfolgreich haben sie es geschafft auf diesem Berliner Planeten, wo gar keine Rolle spielt und die Milliarden sozusagen irgendwie sich materialisieren also ein Volksentscheid aus dem Weg zu bringen Deutsche Wohnen zu enteignen.
- 35:13Speaker 0: Und da lese ich doch vor zwei Tagen das einer der Anführer Herr Steiner-Steiger der in der linken Szene oft mal eine große Nummer ist bei den Projekte Ausgestiegenes.
- 35:24Speaker 0: Ich halte es nicht mehr aus, dass zunehmend auf unseren Strategiesitzungen Leute kommen die vor allem darauf achten das man richtig redet.
- 35:36Speaker 0: Und gerade zu sagen also nee mit diesen unterprivilegierten möchte ich nichts zu tun haben.
- 35:41Speaker 0: Die sind so rückständig... Also da bin ich raus!
- 35:50Speaker 0: Also diese Saisoner geradezu verachtende, verächtliche Ton überm mit dem man mittlerweile auf der linken über Leute redet, die nicht alle durch das Gender-Seminar gelaufen sind.
- 36:03Speaker 0: Und dass die Linkspartei, ich sag's mal drastisch abgekackt hat, mit vier Kommonellen Prozent und überhaupt nur noch ein deutscher Bundestag sitzt weil sie es geschafft haben drei Direktmandate zu holen übrigens im Osten mit Leuten ja, die noch die Sprache der Straße sprechen.
- 36:18Speaker 0: also Gisi kann man alles vorwerfen aber So redet, dass die Leute nicht verstehen, wovon er redet.
- 36:23Speaker 0: Das kann man ihm nicht vorwerfen und das gilt für diesen Mann in Leipzig übrigens auch.
- 36:27Speaker 0: so ist ja auch ein Zeichen um das abzuschließen.
- 36:30Speaker 0: wie gesagt wenn es da eine Repräsentationslücke gibt das heißt viele Leute in Deutschland, die das Gefühl haben oh das wird hier echt eng für mich und sozusagen die schwarzen Wolken am Horizont nehmen zu aber es gibt gar keine Vertretung in der Politik mehr dann sucht sich natürlich dieser Frust der Rauch, daraus entsteht ein Ventil und das ist nicht das Beste für eine Gesellschaft.
- 36:56Speaker 1: Würden Sie sagen dass genau das die größte Herausforderung ist, die auf uns zukommt?
- 37:01Speaker 0: Ja überhaupt wenn wir Politiker zu haben zum Beispiel die so sprechen, dass sie Leute verstehen.
- 37:04Speaker 0: Haben wir doch heute kaum noch.
- 37:06Speaker 0: also wer sich jetzt im Ernst diese drei Trielle angeguckt hat ja Ich habe das getan, aus professionellem Interesse.
- 37:13Speaker 0: Bei dem letzten Sassi ja hinten im Hintergrund in Atlashof weil ich dann sozusagen auf die Bühne gebeten wurde... ...in die Jury mit Jänke und anderen zu bewerten.
- 37:26Speaker 0: Aus unserer Sicht wie es gelaufen ist wenn sie sich das wirklich reingezogen haben also diese technische Sprache Alles natürlich wichtige Probleme bei der Mütterrente und um in der Kinderarmut aber auch da In so in Detailfragen gelandet sind also Da müssen sich wirklich im politischen Chef echt gut auskennen, um sie da noch folgen zu können.
- 37:54Speaker 0: So das sehe ich ja.
- 37:55Speaker 0: dass ist Das ist das eine des größten Probleme Und auch einer der schrecklichsten Hinterlassenschaften der Merkelzeit Dass die CSU Und wir senden ja hier aus der schönen Landeshauptstadt München.
- 38:11Speaker 0: Grossomodo immer noch gut darstellt, auch jetzt wieder – obwohl sie armen Laschet auf die Plakate gebapt haben!
- 38:18Speaker 0: Wieder besseren Wissenskontrekör über dreißig Prozent gelandet sind.
- 38:24Speaker 0: Das heißt, die einzige Partei ist, die sich zurecht noch Volkspartei nennen kann hängt damit zusammen dass in der ersten Reihe in der CSU Leute die alle einen Test erfolgreich bestanden haben müssen und zwar den Bierzelttest.
- 38:42Speaker 0: Und da kann ich nur sagen, das wissen die Leute gar nicht im Norden wie es ist so ein Gremium-Politiker.
- 38:46Speaker 0: Ich meine, Anna-Lena Baerbock hat im Wesentlichen bislang Kämpfe in ihrer eigenen Partei durchgefochten und ist auch nur Wahlkämpfe erfolgreich bestand, in ihre eigene Partei, in ihrem absoluten Subsib-Milieu von Funktionären!
- 38:58Speaker 0: Die weiß gar nicht, wie das ist vor fünf tausend Leuten in einem Bierzell zu stehen Und dann können sie strafend noch auf die erste Reihe von Funktionären gucken.
- 39:07Speaker 0: Die sind dann Muxmäuschen still, wenn der große Vorsitzende spricht aber schon in der dritten oder vierten Reihe wo sie sozusagen außerhalb der direkten Beobachtung sind fängt dann, wenn Sie anfangen zu langweilen das Gemurmel an und ganz ganz hinten, wo die Leute sich Bier- und Haxen bestellen ja?
- 39:23Speaker 0: Und Händel gibt es irgendwann keinen Halten mehr!
- 39:26Speaker 0: Ich habe das mal erlebt, wenn so einer nicht funktioniert im Bierzelt falle einfach So redet die Leute abschalten, dann brandet gewissermaßen der Lärm von ganz hinten nach vorne durch.
- 39:38Speaker 0: Da haben sie noch die erst Reihe wo sie alle Mux-Mäuschen still sind.
- 39:41Speaker 0: Das ist eine furchtbare Erfahrung!
- 39:46Speaker 0: Und das heißt ein Politiker zu haben, der so spricht anderthalb Stunden, dass ihm fünftausend Menschen zuhören als es für einen Parteien geschenkt und davon bräuchten wir mehr.
- 39:58Speaker 0: Dann wäre auch Die Demokratie in Deutschland, in einer lebendigeren Verfassung.
- 40:03Speaker 0: Davon finde ich überzeugt.
- 40:06Speaker 1: Ja weil die Distanz auch nicht so groß wäre und ... Politiker quasi nicht die da oben in der Wahrnehmung vieler wären, sondern eher die, die man auch irgendwie anfassen kann.
- 40:19Speaker 1: Die irgendwie präsent sind und die man selbst versteht.
- 40:22Speaker 1: ist das vielleicht auch genau der Grund warum Olaf Scholz sich in den Triereln ja sehr zurückgehalten hat und er also in meiner Wahrnehnung zumindest in den ersten beiden Trierlen fast schon eine passive Rolle unter diesen Dreien hatte.
- 40:37Speaker 1: Ist das vielleicht genau der Grund, warum er in den Triälen, in den Umfragen danach so gut abgeschnitten hat?
- 40:42Speaker 1: Also dass er sich weitestgehend zurückgehalten hat und nur dann reagiert hat wenn er unbedingt musste.
- 40:49Speaker 0: Gut, ihr hattet einen eigenen Stil gefunden ne?
- 40:52Speaker 0: Der Sicht durch Scholzen!
- 40:53Speaker 0: Das kann auch erfolgreich sein.
- 40:55Speaker 0: ich meine nicht jeder ist ein Volkstribunen.
- 40:56Speaker 0: Ich hab großen Respekt vom Direktkandidaten weil das sind einfach eine andere Art von letztlich auch von Demokratie und Kampf.
- 41:04Speaker 0: Und aufs Freak wie Karl Lauterbach Und er ist ein Freak.
- 41:09Speaker 0: Hat es geschafft, in Köln sein Direktkandidatur zu verteidigen?
- 41:16Speaker 0: Übrigens von seiner Partei hat ihn glaube ich auf dem Listenplatz Vierundzwanzig abgeschoben ganz ganz ganz nach hinten was ja auch ein bisschen darüber sagt wie die SPD über letztlich über erfolgreiche Selfmade-Leute denkt wie Karl Lauterbach.
- 41:32Speaker 0: So und das Unglück wenn sie so wollen des demokratischen Geschäfts ist die Liste Weil dann ganz andere Typus vom Politiker nach oben kommt.
- 41:41Speaker 0: Das ist der Typus-Politiker, der vor allen Dingen sich dadurch auszeichnet dass er Netzwerke schafft und Aufsteigerbündnisse in der eigenen Partei unterfunktionieren.
- 41:55Speaker 0: Aber das ist natürlich was Ganz anderes.
- 41:57Speaker 0: da brauchen sie erstens ganz andere Fähigkeiten und sagen im Infight Im Zweifel auch ganz andere Themen um zu reagieren.
- 42:06Speaker 0: also den ist einmal so ein So ein Submilieu.
- 42:11Speaker 0: der Jusos hat eben einen sehr speziellen Blick auf die Welten, auf das was wichtig ist.
- 42:21Speaker 0: Und mir haben immer diese Feiter imponiert.
- 42:23Speaker 0: Ich meine Klaus Woeverald ja.
- 42:26Speaker 0: Klaus Hoeverald, der sich von unten nach oben gekämpft hat.
- 42:28Speaker 0: Gerhard Schröder, das sind natürlich auch große Aufstiegserzählungen gewesen.
- 42:32Speaker 0: Das ist der Politiker als Feiter, der sie hinstellt auf der Straße und ich war mit beiden im Wahlkampf unterwegs Und habe das immer bewundert, ich meine Klaus Wohlwald, der auf jede Oma los gerannt ist ja und mit der angefangen hat zu reden.
- 42:49Speaker 0: Und auch immer einen Zugang gefunden hat und eine Ebene mit der er sich mit den unterschiedlichsten Menschen unterhalten konnte vom Finanz-Genre bis zur allein erziehenden Mutter.
- 43:03Speaker 0: Das macht für mich auch Politik aus!
- 43:06Speaker 0: Wir haben so viele Leute in der Politik die Angst vorm Wähler haben Das glaubt man nicht, aber so ist es.
- 43:12Speaker 0: Die total unbeholfen sind wenn sie auf dem Wochenmarkt stehen hinter ihrem Stand mit ihren Flyern und gar nicht wissen was ihr reden soll mit den Leuten.
- 43:21Speaker 0: Dass wir auch keine Ahnung haben von den Leuten und ihren Problemen.
- 43:24Speaker 0: Wenn Sie unterwegs in einem Wahlkreis, wo Sie haben ein bisschen schwieriger einen Wahlkreist dann sind die alle Möchen... verblasenen Sozialstaatsideen, die man sich so auf dem Rechenschieber ja im Seminar ausdenkt.
- 43:37Speaker 0: Wissen Sie natürlich auch dass die in der Realität niemals funktionieren werden?
- 43:40Speaker 1: Stimmt ja wenn sie zum Abschluss eine Rognose wagen müssten.
- 43:47Speaker 1: wir haben jetzt viel gehört.
- 43:50Speaker 1: Teilweise haben wir wenig gehört aus den Koalitionsverhandlungen, teilweise haben wir vor allem von der Union viel gehört über Koalizonsverhandlungen.
- 43:58Speaker 1: Das ist ja alles ganz toll die laufen würde.
- 44:01Speaker 1: Was ist denn Ihre Prognose?
- 44:06Speaker 1: Also die erste wichtige Frage ist ja, wird man sich einigen?
- 44:09Speaker 1: Weil ich glaube, die Gefahr dass man sich nicht einigt und am Ende auch sagt man möchte keine GroKo war wahrscheinlich noch nie so groß wie jetzt.
- 44:21Speaker 1: Aber natürlich haben alle irgendwie einen Interesse daran sich zu einigen.
- 44:23Speaker 1: dennoch also wird man sie einigen und was wäre ihre Prognose?
- 44:28Speaker 1: welche Lösung kommt dabei heraus?
- 44:31Speaker 1: am Ende
- 44:31Speaker 0: Ich bin ja im Beobachtungs- und nicht im Pognosengeschäft.
- 44:34Speaker 0: Und ich nehm nur Pognosen ernst von Journalisten, die einen sehr schlechten Track record haben übrigens als Branche was Pognose angeht.
- 44:42Speaker 0: Interessanterweise über die Gründe können wir auch reden vielleicht eben auch zu abgehoben.
- 44:49Speaker 0: Also ich nehme nur Pognosen Ernst, die mit Geld hinterlegt sind und wenn sie mich jetzt nötigen... ...zu sagen auf was ich hundert Euro setze und da würde ich sagen Ja also Jamaika eher nicht.
- 45:07Speaker 0: Das... Dazu ist die CDU im Augenblick so kopflos, man sieht das ja auch ganz schön natürlich wenn man erfährt was so in Runden gesprochen wird.
- 45:17Speaker 0: aber wer hat wieder gequatscht?
- 45:19Speaker 0: offenbar?
- 45:20Speaker 0: und Jons Politiker?
- 45:22Speaker 0: Weil es offenen oben gar keine Führung gibt die dem, die dann Regel vorschieben könnte.
- 45:33Speaker 0: Und insofern läuft einfach Ich mache mich sehr viel auf die Ampel zu.
- 45:40Speaker 0: Wie gesagt, die Housos kotzen.
- 45:43Speaker 0: Die hassen ja die FDP noch mehr als die AfD.
- 45:45Speaker 0: Das ist die Wahrheit!
- 45:47Speaker 0: Und das war ja auch interessant zu sehen am Montag also als es alles anfing in letzter Woche.
- 45:52Speaker 0: Also direkt nach der Wahl waren dann gleich die Parteivorsitzenden draußen, also Walter Boyans und Saskia Eskin und dieser fabelhafte neue oder alte Fraktionschef Der SPD Herr Mütze nicht ja und haben alles im alten Stil weitergemacht.
- 46:06Speaker 0: Ja, sie können die FDP nur ermahnen mit dieser Voodoo-Ökonomie aufzuhören das sei einfach luftigus Politik usw.
- 46:14Speaker 0: Ihr seid auch ganz große Psychologen.
- 46:17Speaker 0: also einfach mal denjenigen mit dem man jetzt regieren will einfach mal einen von Koffer knallen und einfach so schön weiter beleidigen.
- 46:24Speaker 0: Und da hat Olaf Scholz mein Wachtwort gesprochen und ist dann rausgegangen in der Pressekonferenz, hat von seinen Freunden auf die anderen Seite gesprochen.
- 46:36Speaker 0: Ich glaube an dem Moment hat Kevin Kühnert einen Herzkraschwerb bekommen, also Liberale als Freunde zu bezeichnen!
- 46:44Speaker 0: Das ist ja nur all das wo gegen den Mann seit er jetzt politische Verantwortung trägt gekämpft hat.
- 46:53Speaker 0: Trotzdem... Was ist die Alternative?
- 47:01Speaker 0: natürlich eine große Koalition unter Vorsitz des großen Vorsitzenden Olaf Scholz.
- 47:07Speaker 0: Und ja, kann das alles zusammen mit dazu kommen?
- 47:12Speaker 0: Ich kenne auch Leute, die darauf setzen.
- 47:13Speaker 0: Hier habe ich so einen eigenen Tippkreis jetzt begründet.
- 47:17Speaker 0: aber wie gesagt meine hundert Euro sind jetzt erstmal bei der Ampel.
- 47:21Speaker 1: haben Sie eigentlich auch den Eindruck dass die CSU Jamaika hinter vorgehaltener Hand, bewusst ein Stück weit blockiert mit einer gewissen... Ich würde jetzt mal unterstellen politischen Agenda für in vier Jahren.
- 47:38Speaker 0: Ja!
- 47:38Speaker 0: Also die CSU macht so ihr ganz eigenes Ding, ne?
- 47:41Speaker 0: Das ist so erkennbar.
- 47:42Speaker 0: Also eben akkusiert hat er null Interesse daran dass es jetzt zu der Regierung unter Armin Laschet kommt.
- 47:47Speaker 0: Null Der sagt sich jetzt schön mal in die Opposition und dann... Mal gucken wie die anderen sich schlagen.
- 47:54Speaker 0: also die Ampel Und da bin ich in vier gern da.
- 47:58Speaker 0: So, sieh mal, großartig auch.
- 48:02Speaker 0: Ich glaube am Montagabend hat er noch Laschet gestützt.
- 48:05Speaker 0: Am Dienstag hat er dann gesagt also Söder ja habe gestern Abend Armin Laschet unterstützt Also schon im Perfekt gesprochen.
- 48:16Speaker 0: das war eine Phase meines Überlegens die ab heute nicht mehr gilt.
- 48:22Speaker 0: Also Marke Söda aus seiner Seite zu haben da und ich war am Anziehen
- 48:28Speaker 1: auch einer der letzten großen Strategien in der politischen Szene, kann man eigentlich fast sagen oder?
- 48:33Speaker 0: Das weiß ich gar nicht.
- 48:35Speaker 0: Ich fand es auch wieder interessant zu sehen natürlich also warum ist es Markus Söder nicht geworden als Kanzlerkandidat?
- 48:45Speaker 0: weil in der CDU große große Vorbereite gegen ihn herrschten und so einen im Wesentlichen zwei Männer die Armin Lasch durchgesetzt haben.
- 48:53Speaker 0: das der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier gewesen der immer so ein bisschen aussieht, wenn die so eine Mischung aus Gebraucht waren, Hengler und Herrscher von BornoFilm.
- 49:08Speaker 0: Und eben Wolfgang Schäuble.
- 49:10Speaker 0: Vor allem Schäubel war super wichtig verlaschend und dessen Unterstützung.
- 49:14Speaker 0: Und Schäublis Argument war, wenn wir den Söder ranlassen, dann endet das wie in Österreich.
- 49:17Speaker 0: Wir kriegen so eine Art Liste-Söder.
- 49:20Speaker 0: Also wir sind einfach nichts mehr wert.
- 49:23Speaker 0: Kernvorbehalt gegen Markus Söder war, er arbeitet immer nur auf eigene Rechnung.
- 49:26Speaker 0: Er kennt überhaupt nicht das Team, er kennt keine Loyalitäten auch keine Loyalteten gegenüber der Partei oder der Schwesterpartei.
- 49:33Speaker 0: und wie gesagt interessant zu sehen dass er einfach nicht aus seiner Haut kann.
- 49:37Speaker 0: Das heißt er hat doch im letzten Woche alle Vorbehalte die gegen ihn in der CDU herrschten wieder aufs Schönste bestätigt statt sich einfach mal zurückzuhalten.
- 49:46Speaker 0: Es brauchte doch gar nicht seine Stimme, um den Armin Lasche zu erledigen.
- 49:50Speaker 0: Das machen die in der Situation selber völlig ohne Zutun der CSU!
- 49:56Speaker 0: Aber so ist ein Mensch auch der Politiker... Also was heißt konservativ sein?
- 50:03Speaker 0: D.h.,
- 50:03Speaker 0: konservativ sein heißt eben auch mal einen tieferen Blick zu tun wie der Mensch eben ist.
- 50:10Speaker 0: Auch seine Trägkeit und auch seine Nichtveränderungsfähigkeit Und das gilt, würde ich sagen Natürlich für Gesellschaften erst recht.
- 50:23Speaker 0: Und das unterscheidet mich eben von Linken und hat mich zum Beispiel auch besonders von Carla Rehmzmann unterschiedend, die natürlich glaubt dass wir morgen den großen Klimaplan umsetzen können.
- 50:34Speaker 0: da wird alles hier fabelhaft enden.
- 50:37Speaker 1: Nee ich glaube nicht dran!
- 50:39Speaker 1: Ich habe an einem anderen Gespräch auch darüber gesprochen und ich hab als Beispiel genommen gesagt naja wir wissen jetzt seit wahrscheinlich seit vierzeig Jahren das Rauchen tödlich ist.
- 50:51Speaker 1: Wir wissen seit mindestens zehn Jahren, dass das Zucker gar nicht so gesund ist und uns sehr schadet.
- 51:00Speaker 1: Und wir rauchen... Also es gibt immer noch Leute die rauchen und es gibt auch immer noch viele Menschen, die Zucker konsumieren.
- 51:06Speaker 1: Es gibt noch viele, die sich generell schlecht ernähren, obwohl sie wissen, dass es ihnen ins Grab bringen kann.
- 51:14Speaker 1: Jetzt tun wir so als würden wir allen sagen ja also euer Verhalten ist schlecht fürs Klima und aber eigentlich wird eure Generationen ja ihr werdet schon noch irgendwie so durchkommen, aber eure Kinder und Kindeskinder werden die Folgen oder die Zeche zahlen.
- 51:35Speaker 1: Ich finde es ehrlicherweise ein Stück weit naiv zu denken dass wir jetzt auf einmal die große Erkenntnis der Gesellschaft haben, wo wir uns unmittelbar und die Impfung gegen Corona ist ja auch ein tolles Beispiel.
- 51:50Speaker 1: Also jeder sollte inzwischen verstanden haben dass er potenziell an Corona sterben könnte wenn er infiziert ist mit verschiedenen Faktoren und Abstufungen wie auch immer und das ihnen die Impfungen aber schützen kann.
- 52:02Speaker 1: trotzdem haben wir dreißig Prozent die nicht zur Impfung gehen.
- 52:06Speaker 1: Und jetzt zu glauben dass wir allen sagen naja des Klima wird eure Kinder und Enkel umbringen oder zumindest deren Lebensgrundlage schmälern.
- 52:16Speaker 1: Und dass wir dann erwarten, dass alle Menschen sagen ach ja stimmt.
- 52:20Speaker 1: Klima!
- 52:21Speaker 1: Ja dann fahre ich jetzt auf einmal kein Auto mehr fliege nicht mehr ernehmlich ganz anders und mach gleich hundert Verhaltensänderungen auf einmal um irgendwie das Klima zu retten.
- 52:33Speaker 1: Das wird nicht passieren egal wie viel Fridays for Future auf die Straße geht.
- 52:40Speaker 1: Wichtig ist wäre, dass wir uns verändern.
- 52:43Speaker 1: Aber auf dem Weg werden wir es wahrscheinlich nicht
- 52:46Speaker 1: hinbekommen.".
- 52:46Speaker 0: Jetzt muss ich eigentlich mal ein Wort des Schutzes für die Klimabewegung sagen... Also Leute wie Carla Reimsma von Fridays for Future setzen nicht mehr auf individuelle Einschränkung oder Verzicht.
- 53:03Speaker 0: Das haben wir auch gehört, oder verstanden das.
- 53:06Speaker 0: Nur weil wir uns jetzt alle am Riemen reißen und weniger Fleisch essen und weniger dich gegen juckeln und weniger fliegen, dass dann das Klima gesunden würde.
- 53:14Speaker 0: Sondern die setzen natürlich überpolitischen Druck auf systemische Veränderungen.
- 53:18Speaker 0: Das heißt Abschaltung der Kohlekraftwerke möglichst morgen also auf die großen CO-Zweidreiber.
- 53:29Speaker 0: Auch da wird es Das werden wir schon Ende des Jahres sehen, paar Probleme geben wenn der Benzinpreis über zwei Euro steigt an den Zapfzäulen.
- 53:37Speaker 0: Also bin ich mal gespannt wie die neue Region damit umgeben wird.
- 53:40Speaker 0: ja So Ich bin ja... was soll ich sagen?
- 53:46Speaker 0: Ich bin da ja fatalistisch!
- 53:48Speaker 0: Ich hab vielleicht das letztes Bevor jetzt die hören ganz falsches Bild von mir bekommen.
- 53:54Speaker 0: Ich habe ja eine Vorbereitung auf einer grüne Klimakanzlerin Annalena Baerbock.
- 53:59Speaker 0: also nicht nur das Lastenfahrrad vor der Tür Sondern habe ja, mir eine vollte Wurtherk am Lagerstach gebaut für dreißigtausend Euro.
- 54:06Speaker 0: Also ich hab mich so richtig für die grüne Revolution schön gemacht und nun ess' ich ne?
- 54:11Speaker 0: Das ist natürlich auch irgendwie bittere Bille, also immerhin autark jetzt!
- 54:17Speaker 0: Ich bin jetzt energiemäßig relativ autark, ich hab so eine kleine App da kann ich das immer sehr gucken jeden Tag.
- 54:25Speaker 0: Autarki grad wenn es gut läuft... Ich setze natürlich jetzt am Klimawandel.
- 54:34Speaker 0: Heiße trockene Sommer, kein Regen!
- 54:38Speaker 1: Dann sind wir mal gespannt welchen Kanzler wird zu Weihnachten bekommen?
- 54:43Speaker 1: Ich bin ja mal gespannt ob es bis Weihnachten was wird und danke Ihnen auf jeden Fall sehr für die Zeit und dass Sie es so früh am Morgen an die Bar geschafft haben.
- 54:55Speaker 0: Ja, aufgestanden morgens um halb sieben mal meinen Sohn.
- 54:59Speaker 0: Also ich lebe hier am Vorort auf dem Lande.
- 55:01Speaker 0: gewissermaßen noch zwei Kilometer entfernt stehen die Kühe schon in Bayerbrunn und der Sohn geht auf die Sinai Grundschule im Jacobsplatz in München Und da muss er dann vom Vater jeden Morgen gefahren werden.
- 55:13Speaker 1: Genau und da liegen wir perfekt auf dem Rückweg.
- 55:15Speaker 1: sozusagen Wunderbar vielen Dank.
- 55:20Speaker 0: Das war es leider schon.
- 55:22Speaker 0: Die letzte Runde ist ausgetrunken.
- 55:24Speaker 0: Das Gespräch zu Ende.
- 55:26Speaker 0: Vielen Dank fürs Zuhören!