Latest / Rambo Zambo – Der Merz-Podcast / Wehrdienst: Alles auf Los
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- Wir haben diese Bundestagswahl 2025 gewonnen. Jetzt darf auch mal Rambo Zambo im Adler. Das ist Rambo Zambo, der März-Podcast. Das Format, das ihr vielleicht nie wolltet, aber jetzt braucht. Mit euren Hosts Carlotta Richter und Julia Emrich. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Rambo Zambo, Dem Podcast, in dem wir immer einmal in der Woche auf das schauen, was unser Bundeskanzler Friedrich Merz und die Bundesregierung in Berlin so macht. Heute wieder mit mir und Julia. Julia, schön, dass du da bist. Ich würde sagen, es war eine ereignisreiche Woche in Berlin. Es ist einiges passiert und wir haben den nächsten möglicherweise großen Konflikt in der Koalition. Darüber werden wir heute ein bisschen ausführlicher sprechen. Erstmal schauen wir aber nochmal, was sonst noch so passiert ist diese Woche. Es ging Montag los für Friedrich Merz mit einem Wohlfühltermin, kann man sagen, was seine Person angeht. Die Befreiung der noch lebenden Geiseln aus den Händen der Hamas. Das war ein großer Termin am Montag in Ägypten unter Zeichnung der Friedenserklärung. Das war ein historischer Moment. Merz ist hingereist. Historisch natürlich, weil nach über zwei Jahren geiselhaft diese Befreiung endlich stattfinden konnte. Historisch aber auch, weil es möglicherweise tatsächlich gelingt, jetzt diesen Konflikt zumindest so zu befrieden, dass das Töten aufhört, dass die Hamas entwaffnet wird, dass der Versuch gemacht wird, zu einer Befriedung zu kommen. Experten sind maximal skeptisch, leider. Aber immerhin, dies war mal einer der wenigen Momente in den letzten Monaten, in den letzten Jahren, wo man das Gefühl hat, wenn sehr viele Interessen an einem Strang ziehen, wenn die Europäer, wenn die Amerikaner, in diesem Fall Präsident Trump, aber auch die Akteure vor Ort, dann kann es doch auch nochmal wieder eine gute Wende geben. Ein Wohlfühltermin für den Kanzler, weil er einfach neben dem US-Präsidenten stand und sich ein wenig in diesem Moment gesund hat. Außenpolitik machen, klar. Das tut er gerne, das tut er viel. Aber es ging weiter. Schon am Dienstag ging es weiter. Und es lief innenpolitisch nicht ganz so gut für ihn, könnte man sagen, diese Woche. Denn es gibt mehrere Punkte, an denen es Kritik an ihn gibt. Einmal gibt es Gegenwind von den jungen Unionsabgeordneten. Die sich nämlich gegen das Rentenpaket stellen wollen und da nicht mitstimmen wollen. 18 Abgeordnete sind es, die dem Gesetzentwurf nicht zustimmen möchten, weil sie der Meinung sind, dass da die junge Generation zu stark belastet wird, wenn das Rentenniveau weiterhin auf dem Niveau festgehalten wird. Das ist das eine und das andere. Am selben Tag gab es einen Auftritt von Friedrich Merz, der sehr, sehr viele Menschen in Deutschland, gerade diejenigen, die diesen Auftritt auf Social Media verfolgt haben. Karlochda, was war da los? Ja, es gibt Kritik an Merz, die sich vor allen Dingen in den sozialen Medien aktuell noch ausbreitet. Und da geht es um eine Aussage, die er bei einem Termin in Brandenburg getroffen hat. Er wurde nach der Strategie gegen die AfD gefragt und hat dabei dann auf die Migrationspolitik verwiesen. Und dann gesagt, ja, da sei man sehr weit. Er hätte es dabei belassen können, er hat dann aber ergänzt. Aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen. Und dieser Satz, wir haben im Stadtbild noch dieses Problem, der hat jetzt ziemlich viel Kritik ausgelöst. Es ist natürlich wieder auch so ein typisches Märzding. Er sagt nicht konkret, was dieses Problem ist. Er wirft was in den Raum, bei dem jeder so seine Assoziationen haben kann. Und ich glaube, das ist mal wieder so ein Satz, der in die eher konservative Bubble hineingesprochen wird, in der die Ansicht, glaube ich, vorherrscht, dass in unseren Städten nicht mehr das Stadtbild herrscht, dass man sich idealerweise wünscht, dass es vielleicht tatsächlich in der einen oder anderen Kommune in den letzten Jahren, Jahrzehnten noch gegeben hat. Nämlich irgendwie ein Gefühl von Aufgeräumtheit, von Sicherheit. Von ich kann da einfach hingehen und muss mir keine Sorgen machen. Ich glaube, dass es viele Menschen gibt, die in die Städte kommen und eine Irritation verspüren, weil, glaube ich, manches sich verändert hat in den letzten Jahren. Friedrich Merz bezieht das jetzt ganz konkret auf Menschen mit Migrationshintergrund, mit Menschen, die offenbar eine Fluchtgeschichte haben und annonciert damit dieses Fremdheitsgefühl, das glaube ich wirklich viele, wahrscheinlich auch viele Ältere haben. Ich glaube, dass er damit eine Stimmung bedient, die natürlich hochproblematisch ist, wenn er nicht präzise sagt, was er kritisiert, was er beschreibt, was an diesem Stadtbild vielleicht auch objektiv ein Problem darstellt. Das ist... Vielleicht ein bisschen wieder so, wie das Diktum von Pascha, von den Paschas, von den kleinen Paschas, das hat er ja mal vor einiger Zeit, bevor er Kanzler wurde, in den Raum geworfen. Auch da, glaube ich, wieder so ein typisches Moment. Merz versucht eine Stimmung aufzunehmen, die er aus seiner Bubble kennt, vergisst aber, was das eben bei denen erzeugt, die das A anders sehen, B, die sich davon möglicherweise angesprochen fühlen könnten. Ja und ich muss sagen, in dem Fall halte ich die Kritik an ihm für gerechtfertigt, denn das darf ihm einfach nicht so passieren. Denn der Regierungssprecher Cornelius hat dann versucht, das hinterher so ein bisschen einzufangen und hat gesagt, er glaube nicht, dass der Bundeskanzler ein Problem mit dem Stadtbild hat. Und er habe sich hier explizit parteipolitisch geäußert, Merz, und nicht als Bundeskanzler. Aber ich finde, unabhängig davon, das kann er einfach nicht so sagen, als Kanzler aller Deutschen, der er sein möchte. Wenn er jetzt, das führt ja dazu, dass er quasi in diesem Satz das Stadtbild mit der Migration in Zusammenhang bringt und damit ja irgendwie explizit auch sagt, okay, er macht es jetzt daran fest, wie möglicherweise Menschen aussehen, denen er in der Stadt begegnet. Und ich finde da ehrlicherweise die Kritik an ihm gerechtfertigt. Mal gucken, was da jetzt noch weiter passiert, ob es da noch so eine Äußerung geht oder ob es jetzt einfach dabei bleibt. Am Dienstag ging es aber dann noch weiter. Denn auch bei dem Thema, über das wir in der letzten Folge schon gesprochen haben, bei dem wir in der letzten Folge noch relativ optimistisch waren, Kaloscha, wenn wir uns erinnern, nämlich Stichwort Wehrpflicht, bei dem Thema... Mal wieder alles offen. Kurzer Rückblick. Vor einer Woche dachten wir, die Koalition wird sich auf einen guten Kompromiss einigen, wird mit diesem Kompromiss ins Parlament gehen, wird vielleicht noch ein bisschen an diesem Kompromiss herumstricken. Aber es gibt eine Einigung, sie haben sich ein bisschen mehr Zeit genommen und jetzt geht das ins Ziel. Sie haben verstanden, sie müssen mit klugen Lösungen, die gut kommuniziert werden, dieses Land durch diese Zeitenwende führen. Heute, wir nehmen auf, wieder an einem Donnerstag, exakt eine Woche später. Ja, im Parlament ist heute ein Gesetzentwurf, aber nein, eine Einigung ist überhaupt nicht erzielt. Im Gegenteil, wir stehen vor einem Scherbenhaufen, bei dem wir das Gefühl haben, es ist mehr Porzellan zerschlagen worden, als wir das uns letzte Woche überhaupt hätten vorstellen können. Vor allen Dingen, finde ich, fällt das ja genau jetzt nach der Sommerpause in diese Phase, in der man sich ja im Sommer vorgenommen hat. Jetzt tritt man geeinigt auf, jetzt vermeidet man Streit, jetzt vermeidet man dieses Bild, dass die Bundesregierung sich in sich schon überhaupt gar nicht einigen kann und Entscheidungen treffen kann. Und am Ende steht man eigentlich genau so wieder da. Es ist wieder die Situation wie bei der Strompreisbremse, wie bei der Verfassungsrichterwahl. Man hat das Gefühl, diese Bundesregierung hat es irgendwie einfach nicht so ganz im Griff. Ich glaube, wir müssen noch mal ganz kurz erzählen, wo wir gerade stehen. Heute an diesem Donnerstag in Zeitraffer mal eben die Entwicklung der letzten Tage, Wochen, Monate. Die Regierung will einen freiwilligen Wehrdienst einführen. Man ist sich einig, das Kabinett macht den Daumen hoch. Alle denken, es läuft. Dann fällt der Union auf. Das Ganze ist noch zu vage. Das Ganze ist vor allem für den Fall zu vage aus ihrer Sicht, dass durch Freiwillige die nötige Wehrstärke in Deutschland nicht erreicht wird. Die wollen also eine größere Verbindlichkeit, die wollen einen Automatismus. Die SPD sagt, nee, geht nicht, weil wir haben einen Parteitagsbeschluss, der sagt, Automatismus ist nicht. Das sind die beiden Positionen und deshalb gründete man eine kleine Arbeitsgruppe aus beiden Fraktionen. Bitte sucht einen Kompromiss. Der Kompromiss ist gefunden worden. Dieser Kompromiss sollte jetzt auch verkündet werden. Aber es gab ein Problem und dieses Problem wurde annonciert von Köln. Verteidigungsminister Boris Pistorius, der sagt, dieser Kompromiss funktioniert für mich nicht. Genau, wollen wir uns vielleicht auch noch mal kurz anschauen, wie genau dieser Kompromiss, der ja da kurzfristig gefunden wurde und dann wieder abgeräumt wurde, zumindest erst mal aussah, Julia. Der Kompromiss steht unter der Überschrift, wir führen ein Losverfahren ein und Losverfahren ist, glaube ich, in den letzten Tagen das schlimmste Wort aller Zeiten geworden, weil sich damit sehr viele, sehr unangenehme Vorstellungen verbinden. Ganz konkret war die Idee, erstmal versuchen wir es komplett freiwillig. Wenn sich nicht genügend freiwillige Jungen und Mädchen melden, die kriegen alle einen Fragebogen, können den ausfüllen und so weiter, dann müssen wir eine Lösung finden, wie wir noch mehr potenzielle Kandidaten rekrutieren. Wir machen ein Losverfahren und gucken, wer sich dann so meldet, schauen uns die an. Wenn die ebenfalls alle sagen, nee, machen wir nicht, nein, wir wollen nicht, die freiwilligen Quote wird immer noch nicht erreicht, dann muss der Bundestag einen Beschluss fassen, wie man nun mit einer höheren Verpflichtung einzieht. Und das heißt zunächst mal, also sollte ein Losverfahren aktiviert werden, um mehr Freiwillige zu mustern. Das Ganze ist aber kommunikativ so in die Hose gegangen, dass ganz viele dachten, okay, hier in Deutschland entscheidet künftig per Los, ob du in den Krieg ziehen musst. Also die komplette Verkürzung. Das ist natürlich ein Riesenproblem in der Debatte gewesen. Aber es ist auch ein strukturelles Problem gewesen, weil die Union, die das ganz gut fand, nicht wirklich erklären konnte und wirklich sichtbar machen konnte, dass das auch verfassungskonform sein würde. Es gab Gutachten, die gesagt haben, ja, kann man machen, Losverfahren. Es gab aber auch viele Juristen, die gesagt haben, ist ein großes Problem, weil Los ist immer schicksalhaft auf eine Weise. Viele Juristen argumentieren, dass man Sachgründe braucht. Man kann nicht einfach sagen Zufallsprinzip, sondern es muss immer einen Sachgrund geben. Dem kann man widersprechen, der Streit ist längst nicht ausgefochten, aber wir haben eine Situation, wo dieses Losverfahren hoch umstritten war. Der Verteidigungsminister Boris Pizzeros hat immer gesagt, naja, es gibt ja auch eine bessere Alternative. Wir müssen dann erstmal den ganzen Jahrgang und schauen dann. Und schauen dann, ob es nicht reicht. So war es ursprünglich auch vorgesehen in dem Gesetzentwurf. Ganz genau. Und deshalb gab es da eine große und zum Teil eben extrem verkürzt geführte Debatte. Machen wir jetzt ein Losverfahren? Was bedeutet das eigentlich? Und vor allem, zu welchem Zeitpunkt wir dieses Losverfahren einsetzen? Und ich glaube, dass eine Stimmung aufkam, die diesen Vorschlag im Grunde am Ende unmöglich gemacht hat. Und dann gab es diesen Dienstag und dieser Dienstag, den könnte man, glaube ich, wunderbar in der Serie verfilmen, um mal zu zeigen, wie Politik funktioniert oder eben nicht funktioniert und wer da eigentlich alles eine Rolle spielt. Dieser Dienstag, ich habe ihn tatsächlich komplett sozusagen durch erlebt, weil ich vormittags bei der Unionsfraktion saß und es noch hieß, heute Abend werden wir einen Kompromiss wahrscheinlich verkünden können. Möglicherweise machen wir eine Pressekonferenz, aber es wird eine Information geben. Wir müssen mal gucken, Stunde später kommt eine Mail. Es gibt eine Pressekonferenz, wir haben eine Lösung, wir haben uns geeinigt. Alle dachten, yippie, jay, die Koalition kann, die kommen zu Ideen. Morgen, Quatsch, Donnerstag wird es dann im Parlament sein und so weiter. Dann vergingen einige Stunden und die Fraktionssitzungen von Union und SPD fanden statt. Während die Unionsfraktion das super fand, gab es in der SPD-Fraktion plötzlich doch mehr Debatte als erwartet. Vor allem, weil der Verteidigungsminister Boris Pistorius in dieser Fraktionssitzung sehr deutlich gemacht hat, dass er diesen Kompromiss nicht gut findet. Das heißt also SPD-Verteidigungsminister sitzt in der SPD-Fraktion und sagt, Leute, der Kompromiss, den ihr da gerade ausgehandelt habt mit den anderen, also ich finde den nicht gut. Daraufhin ist diese Pressekonferenz wieder abgesagt worden. Daraufhin war klar, diese Einigung ist erstmal zumindest, vielleicht nur nicht vom Tisch, aber erstmal nicht mehr spruchreif. Zurück auf Los war die Situation. Wir stehen wieder bei Null. Es war zwischenzeitlich ja nicht mal mehr klar, ob der Gesetzentwurf jetzt überhaupt am Donnerstag im Bundestag besprochen wird oder ob das möglicherweise nochmal wieder von der Tagesordnung genommen wird. Es war erst mal alles unklar. Es wurde jetzt sehr viel geschaut, auch auf die Rolle von Pistorius in den letzten Tagen, weil der hatte ja in den Tagen davor, als es schon ging irgendwie um dieses Losverfahren, das war ja auch schon ein paar Tage früher, gab es da erste Berichte in den Medien, hat er gesagt, ja, er sehe das skeptisch, aber er wolle sich nicht querstellen. Und dann kam es zu dieser Fraktionssitzung in der SPD, in der er sich dann ja doch am Ende quergestellt hat. Also Pistorius war nie einverstanden mit diesem Losverfahren. Der hat. Schon lange über seinen Gesetzentwurf nachgedacht und war glaube ich auch deswegen zu dem Schluss gekommen, wir müssen einmal den ganzen Jahrgang mustern. Wir können nicht mit einem Los sozusagen schon vorher aussortieren oder einsortieren. Er hat aber, glaube ich, zumindest bis Dienstagmittag gedacht, wir geben das jetzt erstmal ins parlamentarische Verfahren. Man muss ja immer wissen, erste Lesung heißt noch nicht viel. Dann vergehen immer noch mehrere Wochen mit Expertenanhörungen, mit Beratungen zwischen den Fraktionen, bis dann die sogenannte zweite und dritte Lesung, das sind die abschließenden, das sind die relevanten Lesungen, passieren. Das heißt, erste Lesung heißt erstmal, wir fangen an zu reden. Dritte Lesung ist erst wirklich Abschluss. Und ich glaube, Pistouros sagte, wir haben Zeit und wir können noch ein bisschen dran rumschrauben. Ich glaube, er hat im Laufe dieses Dienstags plötzlich das Gefühl gekriegt, wenn die jetzt eine PK machen, also eine Pressekonferenz machen, wenn die rausgehen und sagen, das ist unser Kompromissvorschlag, dass niemand denkt, das ist jetzt so ein Kompromissvorschlag, dann gucken wir mal, sondern dass alle denken, ah okay, so wird es kommen. Das ist der neue Wehrdienst. Dass die Kommunikation entglitten. Total. Und ich glaube, dass er da plötzlich merkt, ich muss reinrätschen. Sonst ist mein Thema durch. Dann ist allgemeine Musterung vom Tisch und dann kriegen wir ein Modell, von dem Pistorius nicht glaubt, dass es funktioniert. Pistorius ist... Aus dieser ganzen Sache, beziehungsweise man muss gucken, wie er aus dieser ganzen Sache hervorgeht. Wir dürfen nicht vergessen, Pistorius ist seit Monaten, seit Jahren der beliebteste Politiker überhaupt. Also Kanzler der Herzen. Wenn sich die Deutschen, glaube ich, einen Kanzler backen sollen, wäre Pistorius. Ich bin sehr gespannt, ob durch diesen ganzen Move sich das verändert. Jedenfalls sehen wir, dass die Deutschen sehr gespalten sind bei der Frage, was ist jetzt eigentlich klug? Also diejenigen, die sozusagen Pistorius-Modell gut finden, sind weiß Gott nicht in der großen Mehrheit. Gerade bei den Jungen gibt es massive Zweifel und ich bin sehr gespannt, ob das bei Pistorius nachher einzahlt oder nicht. Ob sein Darauf-Bestehen hier eine in seinen Augen härtere Lösung zu machen bei ihm einzahlt oder ob die große Beliebtheit, der Heldenstatus des Boris Pistorius jetzt doch ein bisschen schwindet. Hängt wahrscheinlich auch damit zusammen, wie am Ende die Lösung aussieht, die dann gefunden wird, denn Pistorius hält ja immer noch daran fest, dass dieses Gesetz zum 01.01. Nächsten Jahres in Kraft treten soll. Ich glaube, das wollen alle. Also ich glaube, es gibt niemanden in den beiden Regierungsfraktionen, die glauben, dass man sich leisten könnte in dieser Lage. Also ja, wir haben die Drohne über unseren Köpfen. Wir haben die Warnung, dass Putin die NATO demnächst angreifen könnte. Also dass in dieser Lage jemand sagt, nee, wir müssen jetzt doch nochmal 23 Schleifen drehen. Ich glaube, dass alle wissen, sie müssen spätestens im Dezember den Haken an dieses Gesetz machen, damit im ersten Januar diese Fragebögen verteilt werden können. Noch bin ich optimistisch. Nimm das jetzt bitte auf und halte es mir vor. Noch bin ich optimistisch, dass das auch klappt. Das ist das eine. Das andere ist natürlich, dass durch dieses ganze Hin und Her die Stimmung, vor allem mit Blick auf die Stimmung. Sicht auf diese Regierung, wo sie nicht schon schlecht war, noch mal wieder schlechter geworden ist. Denn das haben natürlich die Oppositionsparteien auch genutzt. Die haben in dieser ganzen Debatte, also Stichwort Losverfahren, angefangen, dieses Thema Los, dieses Thema Schicksal mit wüstesten Metaphern zu belegen. Also wir waren am Ende dabei, dass aus der Linksfraktion es hieß, das sei ja wie russisch Roulette. Das sei ja so wie bei Tribute von Panem. Also du ziehst das los und morgen bist du tot. Das war im Grunde so das Narrativ, das plötzlich gestrickt war. Was totaler Quatsch ist, was man an dieser Stelle auch nochmal ganz deutlich sagen muss und was auch absolut unverantwortlich ist. Denn egal was in Deutschland an verpflichtenden Diensten kommt, du wirst es immer verweigern können. Niemand muss hier an die Waffe. Es gibt immer die Möglichkeit, das ist verfassungsrechtlich auch längst geklärt und wird nicht infrage gestellt, das zu verweigern. Also Tribute von Panem ist total bescheuert. Du musst immer die Möglichkeit schaffen, einen Zivildienst zu machen oder eine andere Form des Dienstes abzuleisten. Niemand muss schießen. Trotzdem stimmt natürlich das, was du gerade gesagt hast. Das Bild der Regierung nach außen, aber auch in die Gesellschaft wurde einfach erneut, zumindest zu einem Teil, beschädigt. Und man wollte ja eigentlich genau das Gegenteil bewirken. Man wollte sich ja eigentlich schon zumindest auf eine gemeinsame Linie verständigen, bevor der Gesetzentwurf überhaupt in den parlamentarischen Prozess geht, bevor diese Lesung stattfindet, um eben Einigkeit zu präsentieren. Und genau das Gegenteil ist passiert. Erneut. Wäre das möglicherweise jetzt auch wieder ein Moment, in dem Friedrich Merz als Regierungschef, als Bundeskanzler auftreten müsste, um dieser Regierung wieder mehr auf einer Linie zu bringen? Also er tut das indirekt. Es war heute Regierungserklärung und er ist natürlich jetzt, wenn man es mal strategisch betrachtet, gut beraten, jetzt nicht zu sagen. Die Fraktionen müssen sich jetzt dreimal in der Frau zusammensetzen und einen neuen Kompromiss suchen und so weiter. Also sich sozusagen in die Niederung dieses konkreten Gesetzeshandelns zu begeben, sondern er hat heute in der Regierungserklärung nochmal ganz klar gemacht, Deutschland braucht eine sehr starke Bundeswehr, wir müssen verteidigungsfähig sein. Also er hat nochmal den großen Rahmen aufgezeigt. Das Signal war, wir haben gar keine Zeit und eigentlich auch keine Kraft jetzt in so klein klein uns zu verzetteln. Das, was wir haben an Energie und Option müssen wir schnell in diese Verbesserung der Verteidigungsbereitschaft gehen. Also er ist eine Ebene drüber gegangen und hat das Signal so gesetzt. Das weiß auch jeder. Die Frage ist jetzt, wie es im konkreten Prozess geht. Ich finde interessant, dass bei dem Ganzen etwas passiert, was ihm überhaupt nicht gefallen kann. Und das ist, dass er die jungen Wählerinnen und Wähler mit dieser Politik seiner Regierung, dieser beiden Fraktionen, natürlich zunehmend irritiert. Und das sehen wir eben auch in den Umfragen. Wir haben nur bei den sehr jungen sehr geringe Zustimmungswerte zu all diesen Überlegungen, mehr Wehrdienst, mehr Wehrpflicht angekommen. Die Frage ist, kann man die Jungen besser einbinden? Muss man die Jungen besser einbinden? Das ist zumindest was, was gefordert wird. Das kannst du jetzt wahrscheinlich besser sagen. Ist das ein Wunsch? Ist das ein Bedürfnis? Oder sagt man, wir erkennen an, dass sich die Zeiten krass geändert haben und ja, wir Jungen, wir müssen diesen Beitrag jetzt leisten. Also gibt es so eine Einsicht in, okay, es ist jetzt halt so oder ist die Unzufriedenheit größer? Wie siehst du es? Ich glaube, beides hängt miteinander zusammen. Ich glaube schon, dass es auch in der jungen Generation, dass diese Bedrohungslage wahrgenommen wird, dass die Zeiten sich geändert haben, dass wir mehr personelle Stärke bei der Bundeswehr brauchen. Ich glaube, das ist alles auch in der jungen Generation angekommen. Das ist nicht der Punkt der Debatte. Aber ich glaube eben, dass ihnen genau das fehlt, was du angesprochen hast, nämlich eingebunden zu werden in den Prozess. Gerade wenn es jetzt dann wirklich um eine Pflicht geht oder zumindest ein verpflichtendes Losverfahren. Das ist so ein großes gesellschaftliches Thema, bei dem am Ende die Menschen darüber diskutieren, die alle nicht davon betroffen sind und diejenigen, die eben nur eine kleine Gruppe sind, gar nicht zu Wort kommen. Und ich glaube, es würde schon ganz, ganz viel helfen, wenn man junge Menschen da einbinden würde in die Debatte, um eben auch Verständnis dafür zu generieren. Ich glaube, du hast absolut nichts gewonnen, wenn du junge Menschen dann per Losverfahren dazu verpflichtest und die dann komplett demotiviert in einer Kaserne sitzen, darauf eigentlich überhaupt gar keine Lust haben und sich auch gleichzeitig noch ungerecht behandelt fühlen. Und es gab heute auch eine Äußerung des Generalsekretärs der Bundesschülerkonferenz, die ja die jungen Menschen, die SchülerInnen in Deutschland vertritt, der auch genau das gefordert hat, dass sich die Bundesregierung erstmal mit den Betroffenen, also mit den jungen Menschen, die jetzt 16, 17 sind, auseinandersetzt, bevor sie dann über so große und so weitreichende Entscheidungen diskutiert, weil das eben auch die Akzeptanz total erhöhen würde. Kann ich auf den ersten Blick total verstehen, aber natürlich wäre dann die Frage... Wie soll das denn passieren? Wir haben ja eine parlamentarische Demokratie. Das heißt, die Menschen, die da jetzt gerade regieren, sind Volksvertreter, sind gewählt. Das ist der erste Schritt. Also wir haben, das sind Repräsentative derer, die gewählt haben und alle Jungen, die gewählt haben, haben diese Parteien gewählt. Aber die, die jetzt da für die Wehrpflicht in Frage kommen, konnten ja nicht mal mehr wählen. Die sind ja noch nicht 18. Exakt, ganz genau. Das heißt, diese Gruppe konnte nicht wählen. Die können dann im Zweifel später ihren Protest bekunden. Umgekehrt hast du natürlich im Moment auch noch den Anspruch von Freiwilligkeit. Das heißt, im Moment könnte man ja sagen, ihr seid ja beteiligt. Ich sage jetzt ihr, das ist jetzt ein bisschen unfair, aber du bist jetzt sozusagen, du bist jetzt die Gruppe. Ihr seid beteiligt, ihr könnt ja erstmal zeigen, anerkennt ihr, dass es eine neue Situation gibt, eine neue Gefahrenlage und seid ihr bereit, in einem ausreichenden Maß euch für Landesverteidigung auch zur Verfügung zu stellen. Wenn ihr zeigt, dass ihr nicht bereit seid, also weil die Zahlen zu klein bleiben, in Klammern in den meisten anderen europäischen Ländern sehen wir diese Bereitschaft. Also man könnte vermuten, hey, ihr seid ja bereit oder genügend von euch sind bereit, also können wir das machen. Wenn diese Zahl nicht, dann wäre eben tatsächlich die Frage, wie bindet man dann ein, welche gesellschaftliche Debatte brauchen wir, wenn wir feststellen, In dieser Generation ist die Bereitschaft einfach nicht da, das Land zu verteidigen, in dem Maße, wie wir glauben, dass es sein muss. Wissen wir ja aktuell aber überhaupt noch gar nicht, weil wir diesen Freiwilligenwehrdienst ja auch noch gar nicht hatten. Wir wissen gar nicht, wie viele Menschen sich dann tatsächlich freiwillig melden würden. Ich finde es ganz spannend, wenn man auch nach Dänemark guckt, weil da gibt es nämlich ja auch so ein Losverfahren. Und das wurde eigentlich bisher überhaupt gar nicht angewendet, weil sich immer genug Menschen haben finden lassen, die sich freiwillig gemeldet haben. Das wäre ja die ideale Variante. Denn wir reden ja auch nicht davon, dass jetzt von einem, wenn wir jetzt mal nur auf die Jungs gucken, dass wir von 350.000 jungen Männern in Deutschland 320.000 einziehen müssen. Nein, wir reden von ein paar Tausend. Und das ist, jetzt haben wir schon relativ viele Freiwillige, um die Ziele, die Pistorius mal in den Raum geworfen hat, zu erreichen, sind das pro Jahrgang ein paar tausend. Das sind nicht so krass viele. Deshalb könnte man ja sagen, ihr werdet eingebunden, weil wir bieten, wir, Quatsch. Das Land bietet euch die Möglichkeit, sich freiwillig zu beteiligen an diesem Prozess. Verdammt nochmal, der Putin greift uns möglicherweise an, wir müssen uns jetzt hier anders aufstellen. Die Freiwilligkeit ist ja da. Ist das nicht Beteiligung? Ja, aber es geht ja um eine Beteiligung an der Debatte vorweg. Also nicht die Beteiligung im Sinne, du kannst ja dann am Ende noch entscheiden, ob du es machst oder nicht. Sondern eine Beteiligung an der Debatte, bevor überhaupt ein Gesetz, ob es jetzt ein Wehrdienst oder eine Wehrpflicht oder ein Losverfahren vorsieht, bevor das überhaupt beschlossen wird. Also ich glaube, da würde ganz viel schon das Gefühl helfen bei jungen Menschen, dass sie gesehen und gehört werden. Und dass sie nicht nur dann eine Rolle spielen, wenn man sie braucht, nämlich weil sie jetzt 18 sind und dann eben jung sind und Werdienst leisten könnten, sondern oder wenn sie die Rente finanzieren sollen, was jetzt ja auch die jungen Abgeordneten der Union kritisiert haben, sondern auch wenn es um ihre Belange geht. Aber nochmal, wer hindert euch, an der Debatte teilzunehmen? Naja, zum einen die Verteilung der Generationen in Deutschland, der demografische Wandel. Wir haben, du hast das letzte Folge ja auch schon gesagt, die jungen Menschen sind ein sehr, sehr kleiner Teil. Ein Teil von denen, die von dem Wehrdienst betroffen sein werden, konnten überhaupt noch gar nicht wählen. Und dann ist die Wählergruppe irgendwie zehn Prozent. Das heißt, sie haben einfach auch sehr, sehr wenig Macht überhaupt im demokratischen Prozess. Die Parteien stützen sich in den Wahlkämpfen auf Themen, die natürlich die größte Wählergruppe betreffen. Und das sind eben ältere Menschen, Boomer. Und dann am Ende sind das die Themen, die diskutiert werden und die relevant sind. Und die jungen Menschen haben einfach ganz wenig Macht, überhaupt im demokratischen Prozess sich für ihre Themen einzusetzen. Aber es geht ja auch gar nicht darum, dass man jetzt alle jungen Menschen anhört. Aber es gibt ja schon irgendwie Forderungen. Es gibt zum Beispiel Forderungen nach einem Bürgerrat, in dem junge Menschen sich stärker beteiligen könnten, um einfach ihre Perspektive mit einzubringen. Und das würde, glaube ich, schon helfen, wenn man sagt, okay, wir sehen, dass es euch nicht gut geht in vielen Belangen. Zum Beispiel sehen wir ja auch, dass die Zahl der psychischen Erkrankungen bei jungen Menschen extrem hoch ist, höher noch als es vor Corona war. In der Corona-Zeit war es noch höher, aber immer noch höher als vorher. Die Belastung ist einfach relativ hoch. Man könnte ja sagen, okay, wir geben euch was zurück. Wir kümmern uns darum, dass der Führerschein günstiger ist, dass ihr bezahlbaren Wohnraum habt. Oh, wenn du zum Wehrdienst gehst, kriegst du einen sehr viel günstigeren Führerschein. Ja. Aber das ist ja nicht das Bild, dass die Generation, die Generation hat das Gefühl, die Politik macht nichts für sie und fordert nur von ihnen. Und man könnte da ja gegensteuern, indem man sagt, okay, wir sehen das und wir versuchen jetzt Dinge für euch umzusetzen und gleichzeitig brauchen wir aber auch was von euch. Nämlich eben, dass ihr euch zum Wehrdienst meldet oder dass ihr unsere Rente finanziert. Aber das ist halt so ein Gefühl, dass das überhaupt nicht ausgeglichen ist. Also. Ich würde das anders sehen. Tatsächlich, ich denke, dass dieses Wehrdienstmodell, was jetzt diskutiert wird, denjenigen, die sich für sechs Monate entscheiden, das zu tun, einiges gegeben wird. Der Sold ist deutlich höher als alles das, was früher bezahlt wurde. Es gibt, Stichwort Führerschein, tatsächlich so ein paar Goodies, die man bekommt. Und wir haben die ganze Debatte, die wir jetzt haben, ja auch deshalb, weil die Jungen in der SPD, nämlich die Jusos, damals bei diesem legendären Parteitag durchgedrückt haben, es gibt keinen Automatismus zu einer Wehrpflicht und so weiter. Alles das, was die Koalition jetzt bindet, liegt ja daran, dass junge SPD-Politikerinnen und Politiker gesagt haben, es darf ausschließlich freiwillig sein, es darf in keiner Weise einen Automatismus zu einer Pflicht geben. Also da sind die Jungen diejenigen, die gerade, ich sage jetzt mal ganz brutal, die Regierung in diese Lage bringen, da jetzt gerade nicht frei entscheiden zu können, weil sich die SPD auch an diesen Parteitagsbeschluss gebunden sieht. An der Stelle sind Junge, wie ich finde, sehr einflussreich. Und ja, das Argument, diejenigen, die das machen, die kriegen vom Staat auch schon ganz schön Goodies, um das überhaupt sich zuzumuten. Ich würde also sagen, da hat der Schad, hat die Regierung schon was gelernt. Aber da geht ja auch die SPD mit dem, was glaube ich auch ein Konsens ist in der jungen Generation. Es geht ja gar nicht so sehr um den Wehrdienst an sich, um den Freiwilligen Wehrdienst. Ich glaube dafür finden sich auch noch Mehrheiten, aber es geht ja dann eben um das Thema Pflicht und das lehnt einfach, wenn man sich auch die Umfragen anschaut, ein großer Teil der jungen Menschen ab. Also wenn man sich, es gibt sehr viele unterschiedliche Umfragen und die befragen auch immer unterschiedliche Altersgruppen. Es gibt Umfragen mit 18 bis 29, es gab auch Umfragen mit 18 bis 39, dann gibt es aber auch welche, wo schon mal bei den 14-Jährigen angefragt wird. Aber je näher diese Umfragen an das Alltag kommen, derjenigen, die tatsächlich von diesem Wehrdienst oder Wehrpflicht betroffen wären, lehnt ein Großteil eine Pflicht ab. Und da entspricht das ja dem, was die Jusos beim Parteitag gefordert haben, der Linie der jungen Generation. Die Frage wäre, ob das, was ja ebenfalls diskutiert wird, also ein weitaus größeres Modell, nämlich sowas wie ein gesellschaftliches Dienstjahr, ein Jahr, das dann junge Männer wie junge Frauen betreffen würde, verpflichtend, ob das die Lösung am Ende wäre. Dass man sagt, jeder muss in irgendeiner Form dieser Gesellschaft ein paar Monate seiner Zeit, seiner Energie zur Verfügung stellen. Das ist ja eine grundsätzlich vielleicht ganz sympathische Idee. Sie scheitert im Moment daran, dass es keine parlamentarische Mehrheit dafür geben würde, weil es zwei Drittel Mehrheit bräuchte, also mindestens Stimmen der Linken oder der AfD und die Linken sagen auf gar keinen Fall. Weil man würde das also im Moment gar nicht durchkriegen. Aber die Frage wäre eben, ob das nicht am Ende die Lösung wäre. Nur auch da könnte man sagen ... In meiner Generation musste man noch Wehrdienst machen oder Zivildienst, nur die Jungen, wir Frauen mussten nichts in der Form machen. In deiner Generation, ihr hattet das Glück, gar nichts zu machen und die jetzt 18-Jährigen, die müssen dann plötzlich alle ran. Da hast du auch gleich wieder die Gerechtigkeitsfrage. Also ich glaube, egal was man macht, wo man in irgendeiner Form sagt, Leute, wir brauchen euch jetzt. Es gibt immer eine erste Generation, die es betrifft. Das kannst du jetzt bei anderen Sachen natürlich auch durchdeklinieren. Und das ist eben die Frage, sind wir in einer weltpolitischen Lage, wo jetzt demnächst mal eine erste Generation Dinge tun muss, die die Generationen davor so nicht machen müssen. Die mussten dafür andere Sachen machen. Vielleicht ist das so. Dieses gesellschaftliche Pflichtjahr ist ja eine Forderung der Union. Friedrich Merz hat es ja auch wieder angesprochen. Ich glaube, auch da wäre es eine Frage der Kommunikation. Also wie kommuniziert man das an die junge Generation? Wie bindet man sie möglicherweise auch in den Prozess ein? Ich glaube nicht, dass das eine Generation ist, von der man sagen kann, ja, die ist faul, die hat überhaupt keine Lust. Die hat keine Lust, sich für die Gesellschaft einzusetzen, dieses Narrativ der faulen Generation, die keine Lust mehr zu arbeiten. Das haben wir ja auch schon sehr viel gehört, auch schon in dieser Regierung. Ich glaube das nicht. Ich glaube, man sollte sie einfach nur mit einbinden und möglicherweise gibt es auch viele, die sagen würden, ja, ich kann mir keinen Dienst an der Waffe vorstellen, aber ich kann mir durchaus vorstellen, was für das Land zu tun, indem ich eben zum Beispiel in einem Altenheim arbeite oder in einem Kindergarten oder wie auch immer ich mich dann gesellschaftlich betätige. Das ist der dritte Schritt. Ich fürchte, wir müssen jetzt erst mal diesen ersten hinter uns bringen. Vor allen Dingen, weil wir ja auch, wie du schon gesagt hast, für dieses gesellschaftliche Pflichtjahr, dass dann auch Frauen mit einschließen würde, eine Zweidrittelmehrheit im Bundestag brauchen würden, die es aktuell nicht gibt, weil die Linke schon gesagt hat, da gehen sie nicht mit und man nicht mit der AfD abstimmen möchte. Das heißt, diese Mehrheit hätten wir auch überhaupt nicht. Das wäre nochmal eine sehr viel größere Diskussion dann. Ich bin sehr gespannt, wie das weitergeht. Zum 1. Januar soll es diese Fragebögen geben. Du kriegst ihn nicht, ich krieg ihn schon gar nicht. Aber wollen wir nochmal über das gesellschaftliche Pflichtjahr für Boomer reden? Nächste Woche. Sehr gerne. Liebe Carlotta, hat Spaß gemacht. Vielen Dank. Danke dir. Ciao. Und schön, dass ihr eingeschaltet habt und zugehört habt. Wenn ihr Anregungen habt, Fragen oder Themen, über die wir mal sprechen sollen, dann schreibt uns eine Mail an rambotshamu at funkemedien.de oder slide in unsere DMs auf Instagram oder TikTok. Ciao!