Latest / Pod und die Welt – Das außenpolitische Update / Kampf dem Hunger: Die Krise der Welternährung im Schatten von Iran-Krieg und fossiler Abhängigkeit (mit Mathias Mogge)
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- 0:00Allein ein Drittel aller Düngemittel-Exporte stammen aus der Golfregion.
- 0:04Und hier gibt es eben massive Preissprünge, wenn überhaupt, Düngemittel ankommen in diesen
- 0:10Ländern.".
- 0:10Den Hunger in der Welt zu beenden und zwar bis zum Jahr im Jahr zwei Tausend Dreißig also in knapp vier Jahren – das war eigentlich erklärtes Ziel der UN-Mitgliedstaaten in ihrer Agenda.
- 0:20Mittlerweile ist klar, dass Ziel wird nicht erreicht und wir sind sogar noch weiter davon entfernt als wir es im Jahr zweitausendfünfzehn, als es vereinbart wurde, waren….
- 0:28Weltweit hungert jeder zwölfte Mensch.
- 0:31Die Versorgungslage ist ohnehin angespannt und sie wird noch weiter verschärft, einmal durch die Auswirkung des Klimawandels in Form von Dürren- und Extremwetterereignissen aber auch durch Konflikte und Kriege ganz aktuell natürlich durch den Krieg im Nahen Osten.
- 0:45dieser Krieg bringt immense Lieferkettenprobleme und generelle Preissteigungen mit sich.
- 0:50Hinzu kommt, dass sich die USA und andere große Geldgeber immer stärker oder fast vollständig aus der internationalen Entwicklungshilfe zurückgezogen haben.
- 0:58Eine bedrückende Ausgangslage, die wir zum Thema von dieser Folge von Pod und die Welt machen, wir zeichnen auf am Dienstag, dem siebten April – ich bin Katharina Peetz
- 1:07Und ich bin Martin Bialecki.
- 1:09Wir freuen uns sehr unseren heutigen Gast begrüßen zu dürfen Matthias Moghe Generalsekretär der Welt-Hungerhilfe.
- 1:15Herzlich willkommen lieber Herr Mogge.
- 1:16Hallo Wir haben den Krieg im Iran ja schon kurz erwähnt.
- 1:24In welchen Ländern sind die direkten Auswirkungen von Ölpreisschock und Lieferkettenproblemen auf die Ernährungssicherheit denn gerade schon ganz eindeutig spürbar?
- 1:33Das sind vor allem die Länder in Asien aktuell, aber auch Subsahara-Afrika.
- 1:39Die Länder, die stark auf Düngemittel Importe angewiesen sind.
- 1:43Alleine ein Drittel aller Düngemittel Exporte stammen aus der Golfregion und hier gibt es eben massive Preissprünge wenn überhaupt Düngermittel ankommen in diesen Ländern.
- 1:53In Indien sehen wir diese starke Abhängigkeit von Gasimporten.
- 1:58Dort sieht man eben, dass viele kleine Garküchen geschlossen haben weil kein Gas mehr zum Beispiel zur Verfügung steht.
- 2:06Wir sehen es aber auch in vielen afrikanischen Ländern und das hören wir aus den Ländern, in denen wir arbeiten, dass Lahrungsmittelpreise ganz stark am steigen sind.
- 2:14Da ist mit Sicherheit auch ein Stück Spekulation dabei wenn man natürlich auch sagt naja es wird wahrscheinlich tendenziell knapper werden.
- 2:22also gehen wir mit dem Preisen schon mal etwas hoch
- 2:25Und sie beschreiben es.
- 2:25Es gibt eine sehr große Abhängigkeit unter anderem von den Düngemitteln und ich frage mich, inwiefern ist das jetzt gerade eigentlich die Auswirkungen, die wir jetzt gerade spüren?
- 2:35nur der Vorgeschmack?
- 2:36Sieht man womöglich erst im nächsten Jahr was es tatsächlich dann für Auswirkung hat weil jetzt gar nicht gepflanzt werden kann?
- 2:42Absolut!
- 2:43Wir müssen eher davon ausgehen, dass Preissteigerungen eher zunehmen werden und auch noch in mehr Ländern.
- 2:50Weil genau wie Sie sagen es gibt da eine gewisse Verspätung weil jetzt ist in vielen Ländern, auch in vielen afrikanischen Ländern die Pflanzsaison jetzt wird angebaut, jetzt wird ausgesehen.
- 3:00Auch in der nördlichen Hemisphäre wird jetzt ausgesäht.
- 3:03Jetzt werden eigentlich Düngemittel gebraucht.
- 3:06Man muss natürlich auch dazu sagen gerade Ärmere Bauern, Substanzbauern, Kleinbauern verwenden eh nicht viel Dünger.
- 3:16Weil immer war schon immer teuer!
- 3:18Und die könnte ich das gar nicht leisten.
- 3:19Im Moment wird es dann aber so, dass es unerschwinglich wird.
- 3:22Gerade Böden, die bereits schon degradiert sind und die nicht besonders fruchtbar sind bräuchten eigentlich zu jetztlichen Dünger und der bleibt jetzt für möglich aus.
- 3:33und das führt natürlich dazu, dass weniger produziert wird und dann gegebenenfalls eben noch erheblich stärkere Peitsprünge zu erwarten sind.
- 3:42Wenn wir mal noch einen Moment bei der globalen Ernährungssicherheit bleiben, Herr Morgeb.
- 3:46Diese Abhängigkeit vom Golf besteht ja nur momentan, wenn wir ein bisschen weiter vorausgucken mittel- und langfristig wie kommen wir denn daraus?
- 3:53Ich glaube kein schneller Ausweg, sondern es sind Auswege die man mittelfristig und langfristig braucht um zum Beispiel zur verringeren Abhängigkeiten von importierter Energie.
- 4:09Das heißt, die Länder müssten eigentlich viel stärker auf regenerative Energien setzen.
- 4:14Machen viele Länder auch, wenn man zum Beispiel einen Äthiopien schaut.
- 4:17Die versuchen mit Wasserkraft Energie zu produzieren machen andere Länder.
- 4:21aber auch Kenia gehört dazu.
- 4:23Aber insgesamt braucht es glaube ich ein Bewusstsein dass wir von den ölbasierten und gasbasierten Energieträgern wegkommen Und mehr auf regenerativen Energien setzten Solarenergie natürlich auch Und das Gleiche gilt für die Bodenfruchtbarkeit.
- 4:41Auch da müssen wir eigentlich wegkommen von den Mineraldüngern, von den künstlichen Düngemitteln, sondern wir müssen viel stärker setzen auf natürliche Bodenfruchbarkeit.
- 4:52und dann gibt es Möglichkeiten, da gibt es Techniken wie man auch vielleicht mit viel weniger Mineraldinger große Effekte erzielen kann.
- 5:02aber insgesamt Die Message, wir brauchen eine geringere Abhängigkeit.
- 5:06Das wäre zumindest eine mittelfristige und langfristige
- 5:09Lösung.
- 5:14Stichwort Abhängigkeiten.
- 5:15nun war ja die... Die weltweite Versorgungslage schon vor dem Krieg im Iran und im Nahen Osten sehr, sehr angespannt.
- 5:21Das lag unter anderem daran, dass die USA und der Donald Trump vor jetzt gut einem Jahr schon ihre Entwicklungshilfeagentur USAID aufgelöst haben und sich aus der Entwicklungshilfe praktisch komplett zurückgezogen haben mit jetzt einem Jahr Abstand haben.
- 5:34Aber wie fällt denn ihr vorläufiges Fazit aus?
- 5:36Ist es genauso schlimm eingetreten als befürchtet?
- 5:39In manchen Bereichen ist das durchaus sehr deutlich geworden dass diese Unterstützung aus den USA weggebrochen ist, insbesondere im Gesundheitssektor.
- 5:49Wir sehen es aber auch im Landwirtschaft und in der Ernährungssektor.
- 5:53Da waren die USA ein sehr starker Partner.
- 5:56Gerade von Subsahara-Afrika wurde sehr viel investiert.
- 6:00Wurden viele auch lokale Organisationen finanziert.
- 6:04Deren Programme und deren Projekte sind komplett weggebrochen.
- 6:07Die haben ihr Personal entlassen.
- 6:09Die sind massiv geschrumpft auf vielleicht zwanzig dreißig Prozent der Stärke die sie vor diesem Zusammenbruch... US-amerikanischen Entwicklungsagentur, USA die hatten.
- 6:20Mittlerweile ist es aber so.
- 6:22ich komme gerade aus den USA habe dort mit vielen Personen gesprochen die die Entwicklung dort sehr genau beobachten und man kann schon feststellen dass der Kongress für das Jahr zwanzig sechsundzwanzig nicht der Forderung der Trump Administration gefolgt ist nämlich nur US-Dollar für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe auszugeben, sondern einen Fünfzig Milliarden.
- 6:49Also das ist ein Riesenunterschied!
- 6:52Und das ist für das Jahr im Fall der Fall.
- 6:54von dem Jahr zu dem Jahr zum Jahr zweizig sechsundzwanzig, muss man jetzt abwarten wie die Verhandlungen dort laufen.
- 6:59Problem ist allerdings trotzdem dass die Agentur, die vorher zehntausend Menschen beschäftigt hat nicht mehr existiert und dieses Geld muss jetzt vom Außenministerium ausgegeben werden und da gibt es große Fragezeichen wie man das jetzt eigentlich machen soll, so viel Geld auszugeben.
- 7:17Kleines Beispiel die humanitäre Hilfe wird im Moment komplett über die UN sozusagen abgewickelt, über die humanitäre Agentur der UN OCHA und OCHA gibt das sozusagen dann weiter an entsprechende Partner die innerhalb von sechs Monaten jeweils zugesagte Gelder umsetzen müssen.
- 7:37also insofern man stolpert da ein bisschen von einer Entscheidung zur nächsten und müssen wir mal schauen.
- 7:44Aber es ist so, dass die USA schon sagen zurück ist in diesem Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe.
- 7:52aber wir wissen ja auch und das ist auch nochmal bestätigt worden, dass natürlich alles letzten Endes dem sehr starken US eigenem Interesse unterworfen ist.
- 8:04also alles was investiert wird muss in einem US-Interesse dann auch sein.
- 8:08Und nun sind ja die USA, auch wenn sie beschreiben, dass man doch ein Stück weit noch mal wieder zurückgekommen ist an den Tisch der Entwicklungszusammenarbeit sozusagen.
- 8:16Sind die USA nicht die einzigen, die da tendenziell zurückschrauben im Bereich Entwicklungshilfe?
- 8:23Andere große Industriestaaten geben auch deutlich weniger Geld für die Entwicklungs- zusammenarbeit aus.
- 8:28Lässt sich das schon beziffern, was das tatsächlich in den Ländern zum Beispiel des Globalen Südens bewirkt?
- 8:34Ja es gibt eben viele andere Länder, die bisher sehr starke Geber gewesen sind unter anderem auch Deutschland oder das Vereinigte Königreich.
- 8:45Auch die fahren ihre Entwicklungszahl mal stark zurück.
- 8:48Das sind halt starke Gewerländer bisher gewesen.
- 8:51deswegen fällt es dann natürlich auf wenn Deutschland Alleine in der humanitären Hilfe statt zwei Milliarden, eine Milliarde gibt oder statt zwölf Milliarden nur noch zehn Milliarden.
- 9:04Oder wie es in der Planung ist neun Milliarden für Entwicklungszusammenarbeit dann fällt das natürlich sofort auf.
- 9:10und ich vorhin schon sagte Es gibt halt Länder die sind durchaus Abhängig ist ein bisschen zu stark, aber die sind schon auf diese Unterstützung auch angewiesen.
- 9:22Und wichtige Programme wie sagt im Gesundheitsbereich?
- 9:26Im Ernährungsbereich oder im Bildungsbereich zum Beispiel auch.
- 9:30Die sind eben stark darauf angewiesen dass diese Unterstützung von außen kommt.
- 9:34Ist der Wegfall durch den USA kompensiert worden von anderen Ländern z.B.
- 9:39von China?
- 9:40kann ich so nicht erkennen, dass das direkt kompensiert worden ist.
- 9:43China hat andere Programme, die investieren sehr stark in Infrastruktur und jetzt nicht in das Bildungswesen von Malawi oder so.
- 9:53Das machen andere.
- 9:54Wir haben ein anderes Entwicklungsmodell da und deswegen kann ich da keine Kompensation erkennen.
- 10:00auch andere... Länder, die sich stärker engagieren zum Beispiel auch in Afrika wie die Türkei zum Beispiel.
- 10:08Die sind jetzt keine großen Investoren wenn es um Bildungs- oder Gesundheitssektor
- 10:13geht.
- 10:17Jetzt haben Sie gerade schon kurz erwähnt, Deutschland hat doch deutlich eingespart beim Budget für die Entwicklungszusammenarbeit.
- 10:30In den Jahren ist noch gut zehn Milliarden und die Tendenz Fallend.
- 10:34Jetzt hat die zuständige Ministerin Reem Alabali Radovan entsprechende Reformen angekündigt und gesagt man müsse sich mehr fokussieren, wie schmerzhaft ist das aus ihrer Sicht?
- 10:44Wie Sie schon sagen der Haushalt ist halt wirklich stark zurückgegangen.
- 10:48Man will sich jetzt konzentrieren auf vier wichtige Ziele Armut-Hunger Ungleichheit.
- 10:53Das erste Ziel ist ja schon mal gut dass dieses Ziel Armut, Hunger und Ungleichheit dass das so prominent auch an erster Stelle genannt wird.
- 11:02Friedenstabilität, wirtschaftliche Zusammenarbeit für nachhaltiges gerechtes Wachstum, strategische Allianzen für globale Lösungen also das sind nach wie vor große und auch höhere Ziele.
- 11:15aber man fragt sich natürlich jeweils ja wenn man immer weniger Geld zur Verfügung hat Wie kann man denn diese Ziele erreichen?
- 11:23Und wir sehen das sehr klar, gerade auch im Ernährungsbereich.
- 11:27Das wichtige Initiativen, Sonderinitiativen Haushaltstitel die genau darauf einzahlen auf Zero Hunger dass die eben dann natürlich auch klar zurückgefahren werden.
- 11:39Dass es dann weniger Geld gibt da gibt's teilweise also Rückgänge von dreißigvierzig Prozent in solchen Budgetlinien sozusagen und deswegen ist das extrem schmerzer.
- 11:51Die Ministerin argumentiert natürlich, wenn wir weniger Geld zur Verfügung haben dann müssen wir ja irgendwie konzentrieren und da müssen wir irgendwo auch weniger machen.
- 12:00Aber wie gesagt ich glaube dass sich die Bundesregierung insgesamt darüber nochmal Gedanken machen sollte ob es nicht sinnvoll ist diese wichtige Arbeit aufrechtzuerhalten und mit entsprechenden Mitteln auszustatten.
- 12:13Wir haben jetzt über den Reformplan gesprochen aber in der Humanität eine Hilfe finde ich's wenigstens genauso schlimm weil Reduktion von immerhin dreieinfünfzig Prozent.
- 12:22Das ist die humanitäre Hilfe und da finde ich sehr, sehr bedauerlich dass Deutschland als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt nicht in der Lage ist mindestens zwei Milliarden wenn nicht drei Milliarden Euro auszugeben für die humanitäre Hilfe.
- 12:36Stichwort Konzentration.
- 12:37es ist denn sinnvoll sich auf bestimmte Regionen zu fokussieren also vor allem auf den afrikanischen Kontinent konkret auf Nordafrika Sahel und das Horn von Afrika.
- 12:46Das ist das, was jetzt ausgegeben worden ist als neue Maxime.
- 12:50Dass man sich stärker um die Nachbarregionen kümmern will.
- 12:55Ich vermute da hängt auch damit zusammen dass man versucht die Menschen dort zu halten in den Regionen wo sie herstammen und dass man versuch diese Länder zu unterstützen damit die Menschen nicht den Sprung nach Europa machen.
- 13:08Das wird bestimmt mit in diesem Kalkül drin liegen.
- 13:11ich halte es nicht für sinnvoll, sich da so stark zu konzentrieren.
- 13:15Aber das hängt natürlich auch wiederum mit den Mitteln zusammen.
- 13:17Wenn man mehr Mittel hätte dann könnte man eben auch in anderen Regionen wie gerade im südlichen Afrika zum Beispiel Malawi-Sambia-Simbaphe um noch ein paar Länder zu nennen wo es mit Sicherheit auch sehr sehr wichtig wäre dass Deutschland weiterhin präsent ist.
- 13:33Sie haben gesagt, wenn man immer weniger Mittel zur Verfügung hat dann kann man auch immer weniger helfen.
- 13:38Etwas zugespitzt gefragt.
- 13:40Man könnte ja auch sagen, man muss es einfach effizienter gestalten.
- 13:43inwiefern ist da bisher auch vielleicht Geld in der Entwicklungshilfe verpufft?
- 13:47Es gibt glaube ich nicht die große Global-Evaluation der deutschen Entwicklungszusammenarbeit um das seriös beantworten zu können.
- 13:55aber es gibt bestimmt Projekte wie besser oder schlechter sind und ich glaube es ist nach wie vor ganz wichtig alle Akteure in der Entwicklungszusammenarbeit, in der humanitären Hilfe.
- 14:08Immer wieder lernen und immer wieder versuchen wirklich besser zu werden!
- 14:11Es gibt ja durchaus ganz wichtige Ansätze zum Beispiel viel lokaler zu agieren, lokale Organisationen viel ernster zu nehmen, viel mehr reinzunehmen in die Planung von Projekten Regierung aber auch viel stärker zu fordern, anzuhalten.
- 14:28Dass sie nämlich zuständig sind für ihre Bevölkerung – es gibt das recht auf Nahrung zum Beispiel!
- 14:34Das ist ganz klar, dass die Regierungen vor Ort zuständig sind.
- 14:38Dass dieses Recht auf Nahrung auch eingehalten wird und das Menschen die Gelegenheit haben sich gut und ausreichend zu ernähren.
- 14:44Ich glaube mit der Denke, dass man wirklich versucht viel stärker lokal anzusetzen und auch lokale Strategien ernster zu nehmen, viel stärkere einzubauen in die Strategien unserer, unsere Anführungsstrichen Entwicklungszusammenarbeit – das wäre dringend notwendig!
- 15:01Der afrikanische Kontinent zum Beispiel hat sich wirklich auf den Weg gemacht in der Afrikanischen Union und hat Strategien entwickelt, die modern sind, die richtungsweisen sind.
- 15:12Die entwickelt worden sind auch unter Einbeziehungen von Zivilgesellschaft.
- 15:16solche Strategien ernst zu nehmen, die zu unterstützen das wäre jetzt genau das Gebrut der Stunde Und deswegen vielleicht nochmal den Rückschluss auf das was ich vorhin sagte.
- 15:26Deswegen finde ich so bedauerlich Dass wir jetzt hier sagen, ne.
- 15:29Wir beschränken uns auf die Regionen, die so eng an Europa sind – das ist vor allen Dingen unser Interesse!
- 15:35Aber nicht sehen, dass es vielleicht sinnvoller wäre, die afrikanische Union zu unterstützen in ihrem Anspruch mit ihrer Idee wirklich Afrikanischen Ländern die Chance zu geben sich zu entwickeln, Landwirtschaft zu entwickeln damit Ernährungssicherung und damit auch das Ziel Zero Hunger zu erreichen.
- 15:59Eine Schwierigkeit beim Thema Entwicklungshilfe und Bekämpfer von Hunger ist ja, dass sich dafür sehr schwierig Aufmerksamkeit schaffen lässt.
- 16:07Auch weil aus den betroffenen Regionen und aus den Betroffenen Ländern nur sehr spärliche Informationen nach außen dringen.
- 16:13Da ist dann auf die Rede von sogenannten vergessenen Krisen Stichwort Sudan oder Stichworte Yemen.
- 16:18Wo schauen wir denn als Weltöffentlichkeits unter dem Gesichtspunkt Ernährungssicherheit gerade einfach zu wenig hin?
- 16:25Sie haben schon zwei Länder auf jeden Fall genannt.
- 16:28Ich glaube, dass Länder wie Jemen Sudan sind.
- 16:34Sudan, Somalia aber auch demokratische Republik Kongo gerade dort der Osten.
- 16:39Der Sahel mit Mali, Niger, Burkina Faso Aber auch Länder wie Afghanistan die vollkommen weg sind vom Radar seitdem deutsches Militär dort nicht mehr ist.
- 16:51Da müssten wir viel, viel genauer hinschauen.
- 16:54Afghanistan ist gerade zum Beispiel in den Landen was so massiv getroffen ist auch von dem Krieg im Iran.
- 17:00die Grenze ist geschlossen es gibt kriegerische Auseinandersetzung mit Pakistan.
- 17:04Pakistan hat hunderttausende Flüchtlinge afghanischer Flüchtlingen zurückgeschickt nach Afghanistan so ein Land, wo es so arm ist.
- 17:15Was sehr stark getroffen ist auch vom Klimawandel.
- 17:18Sie haben natürlich riesige Probleme wenn zum Beispiel eine Grenze zum Iran geschlossen ist Wenn so viele Flüchtlinge zusätzlich noch dazukommen mehr oder weniger mit nichts dastehen.
- 17:30und das sehen wir, wir sind nach wie vor in Afghanistan tätig.
- 17:36Wir sehen dass das Land also in einer katastrophalen Situation sich befindet.
- 17:40Wir gucken aber nicht hin.
- 17:41Deutschland guckt nicht hin die Weltöffentlichkeit guckt.
- 17:45Und weil Sie gerade das Stichwort Klimawandel schon erwähnen, und das schwingt ja bei allem eigentlich was wir besprechen mit.
- 17:51Wir wissen dass Extremwetter zunehmen, dass Dürren zunehmend, dass einfach die Ernährungsgrundlage zu schaffen in Zukunft noch deutlich schwieriger werden wird.
- 18:01Inwiefern sind sie optimistisch?
- 18:03Dass das entsprechend adressiert wird oder wie blicken sie da in die Zukunft?
- 18:08Ja, optimistische ist vielleicht ein bisschen zu viel gesagt aber ich glaube schon Armeländer und heute von unerbetroffene Länder immer weiter auch herausarbeiten aus dieser Situation.
- 18:21Und dass sie immer mehr versuchen, Anschluss zu finden an Märkte in Afrika ist es vor allem auf der innerafrikanische Markt.
- 18:29Es gibt dort ja eine große Initiative Eine große Freihandelszone innerhalb von Afrika zu erwichten.
- 18:34Ich glaube da passiert viel.
- 18:36ich glaube aber auch viele armeländer Versuchen auch ganz klar aus unseren Fehlern zu lernen und zu sagen, wir müssen direkt auf moderne Energieversorgung setzen.
- 18:47Wir müssen direktauf generative Energien setzen.
- 18:50Das ist natürlich nicht überall so.
- 18:52Es wäre natürlich so einfach zu sagen aber ich sehe durchaus dass sich viele Länder auch schon Gedanken machen über die Themen die wir jetzt gerade besprochen haben wie wir aus Abhängigkeiten rauskommen, wie wir resilienter als widerstandsfähiger werden als Gesellschaften.
- 19:08Und sie sehen durchaus das Ernährung ein Riesenproblem ist aber auch dass Sie wissen, Sie haben es mit einer ganz großen jungen Bevölkerung zu tun und Sie brauchen dringend Arbeitsplätze.
- 19:20Sie brauchen Jobs!
- 19:21Sie brauchen gut bezahlte Jobs.
- 19:23wenn ich die Menschen erlebe, die ich treffe bei meinen Besuchen In Afrika, in Asien und auch in Haiti sehe ich die Menschen, die wollen unbedingt, dass ihre Kinder eine gute Schulausbildung haben.
- 19:37Dass sie einen Job haben, dass sie Familien gründen können.
- 19:40Dass Sie eine Perspektive haben – das macht mir dann Hoffnung!
- 19:43Es gibt mir Hoffnung, dass sich die Welt selbst gerade eben wo man das Gefühl hat kann es doch schlimmer werden.
- 19:51Dass ich am Ende aber trotzdem viele Regierungen, viele Staatschefinnen von denen es dann hoffentlich bald mal mehr gibt und Chefs sich besinnen und sagen wir müssen ja am Ende schauen, dass diese Welt eine bessere wird weil sonst macht das alles keinen Sinn
- 20:10Sagt Mathias Moggel, Generalsekretär der Welthungerhilfe.
- 20:13Vielen Dank für das Gespräch!
- 20:15Ich danke Ihnen!
- 20:21Zum Ende einer jeden Folge tauschen wir uns nochmal kurz über das Gespräche aus.
- 20:24mit welchem Betrieb gehen wir raus?
- 20:26Welche Aspekte regen noch zum Nachdenken an?
- 20:28oder was war besonders wichtig?
- 20:29ich fange mal an heute.
- 20:31Ich habe drei kurze Punkte.
- 20:33Ich gehe obwohl Mathias Moggel optimistisch geendet hat nicht sehr hell gestehen.
- 20:38durch diesen Gespräch Haus muss ich gestehn.
- 20:40Man kann jetzt diese, möchte da niemand zu nahetretend auf sein Auto angewiesen ist.
- 20:44Aber man kann eben dieses Problem, Straße von Hormus etc.,
- 20:48nicht nur als ein deutsches Tankstellenproblem sehen sondern das ist eine solche globale Katastrophe die sich da entwickelt hat und die schon vor dem Iran Krieg eigentlich auch bestanden hat.
- 20:57Ein Drittel der Düngemittel allein aus der Golfregion.
- 20:59es war so eine Zahl die im Gedächtnis bleibt.
- 21:02Das zweite ist Es gibt keine schnellen Lösungen oder es gibt keinen schnellen Ausweg weil sich diese Effekte gerade noch einfach sehr Verzögern, die wir alle bemerken werden.
- 21:11Und das Dritte ist was ich eigentlich ehrlich gesagt am ärgerlichsten finde es wäre gar nicht nötig in dieser Situation zu sein weil wir hätten ganz viel tun können wenn man auf die gehört hätte die schon lange darauf hinweisen regenerative energie weniger abhängigkeiten etc.
- 21:26der is no glory in prevention heißt immer so schön.
- 21:29und ja das ist so.
- 21:30mein kleines nicht so optimistisches Fazit heute Katharina wie ist es dir gegangen?
- 21:35Das
- 21:36kann ich schon nachvollziehen, aber ich gehe doch ein bisschen optimistischer hier raus.
- 21:40Und ich habe auf jeden Fall ein paar Aha-Momente gehabt in dem Gespräch.
- 21:43Ich fand es sehr interessant nochmal dass er darauf hingewiesen hat das die USA eben doch nicht so ganz raus sind aus der Entwicklungszusammenarbeit und dass eben das was Trump da vielleicht polternd immer verkündet und natürlich bei Abschaffung oder Auflösungen der USL ist ein Riesenproblem.
- 21:57Aber dass zum Beispiel der Kongress sagt doch wir geben mehr Geld dafür auch wenn jetzt eben an Strukturen fehlt dieses Geld zu verteilen.
- 22:05differenzierten Blick.
- 22:06Auch den Punkt erneuerbare Energien, aber dass da eben der globale Süden auch ein Stück weit aus unseren Fehlern lernt und deswegen jetzt auch da es besser macht hoffentlich als viele westliche Industriestaaten.
- 22:18Und auch wie Mathias Mogge beschrieben hat das ist eben durchaus Ansätze gibt die sehr vielversprechend sind nämlich viel stärker auf lokale Akteure zu setzen oder sein Impuls, dass man die Afrikanische Union als Meta-Organisation viel stärkere einbindet.
- 22:30Das fand ich sehr konstruktiv und dachte mir ja Ich glaube, es gibt eigentlich viel was man gerade sinnvoll tun könnte.
- 22:36Die Frage ist ob man's dann macht!
- 22:41Damit kommen wir zum Schluss der heutigen Folge von Port und die Welt das außenpolitische Update der Zeitschrift Internationale Politik.
- 22:48Mein Name ist Katharina Peetz
- 22:49Und ich bin Martin Bialecki, tschüss und danke für Ihr Interesse.