Latest / Pferde stärken Frauen - der Podcast mit Jenny Becker / Folge 2: Trotz Trauma den eigenen Weg gehen – Jasmins Geschichte mit den Pferden
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- 0:01Speaker 0: Ich habe sehr großen Respekt vor Jasmin.
- 0:05Speaker 0: Jasmin ist heute mein Interviewpartnerin und sie zeigt uns wie man trotz Trauma, trotz ganz schweren Erlebnissen in der Kindheit seinen Weg gehen kann seine Resilienz fördern kann indem man sich entscheidet was zu ändern und sein Weg zu gehen.
- 0:29Speaker 0: mit Hilfe der Tiere und besonders der Pferde kommt sie immer wieder in ihre Ruhe und es ist ein langer Weg.
- 0:37Speaker 0: Also freut euch auf einen sehr intensives Interview!
- 0:45Speaker 0: Ja, heute habe ich ein Interview das mir wirklich sehr am Herzen liegt.
- 0:50Speaker 0: Nämlich heute ist Jasmin bei uns und Jasmin
- 0:56Speaker 1: ist
- 0:57Speaker 0: schon seit einigen Jahren jetzt eine Klientin von mir und arbeitet schon länger werde gestützt.
- 1:06Speaker 0: Ja, ich habe Ihre Entwicklung in den letzten drei Jahren miterleben dürfen und ich habe so einen großen Respekt vor dem was sie so leistet in ihrem Leben.
- 1:16Speaker 0: Also es ist ein Interview das
- 1:18Speaker 1: mir wirklich
- 1:18Speaker 0: sehr
- 1:20Speaker 1: im
- 1:20Speaker 0: Herzen sehr wertvoll ist!
- 1:24Speaker 0: Und ich glaube für viele von euch können das sehr motivierend sein was Sie so erzählt.
- 1:30Speaker 0: also herzlich willkommen Jasmin!
- 1:32Speaker 0: Schön dass du da bist.
- 1:34Speaker 1: Hallo schön dass ich dabei sein darf.
- 1:37Speaker 0: Ja, also eigentlich hatten wir uns ja heute vorgenommen.
- 1:40Speaker 0: Wir gehen noch ein bisschen kutsche fahren aber der Wetter Gott meint es einfach nicht gut mit uns!
- 1:45Speaker 0: Es ist wirklich so...es Hagelt und ist Sturm.
- 1:49Speaker 0: Hier sitzen jetzt hier in der Reithalle machen nachher noch etwas was mit den Pferden.
- 1:53Speaker 0: Und ich glaube aber dass dieser Sturm das der ja symbolisch steht für das Leben Jasmin du hast ja selber schon ganz schön viele Stürme in deinem Leben erlebt.
- 2:08Speaker 0: Was für Stürme hast du denn so erlebt?
- 2:11Speaker 0: Vielleicht erzählst Du mal von Deiner Geschichte.
- 2:15Speaker 1: Ja, also wirklich traumatische Stürmer, traumatisierte Erlebnisse und habe auch lange gebraucht mich dem zu stellen und das in Angriff zu nehmen dagegen anzukämpfen.
- 2:31Speaker 1: Und es hat sich auch gelohnt!
- 2:33Speaker 1: Also vom körperlicher Gewalt bis hin zur Missbraucherfahrung in der eigenen Familie.
- 2:44Speaker 0: Wie alt warst du, als du das Trauma erfahren hast?
- 2:47Speaker 1: Es hat angefangen mit dem siebten Lebensjahr so fast acht also zwischen sieben und acht.
- 2:55Speaker 0: Und irgendwann ist aber in dir etwas passiert?
- 3:00Speaker 1: Ja!
- 3:01Speaker 1: Also man stellt sich dann die Frage... Man is ja ein Kind und fragt dann seine Freundinnen passiert dir das eigentlich auch, kennst du das?
- 3:11Speaker 1: Und man wird ganz ansetzt angeguckt und sagt nein.
- 3:17Speaker 1: Obwohl mal ein Kind ist merkt man da stimmt fast nicht.
- 3:22Speaker 1: Das war ja in meinem Fall dann leider auch so gewesen.
- 3:29Speaker 1: Dann habe ich mich geöffnet versucht zu öffnen aber leider wie das oft so ist Es einem nicht geklaubt wird.
- 3:38Speaker 1: und dann beginnt der ganze Kampf zwischen Schweigen über Jahre hinweg.
- 3:45Speaker 1: Mit sechszehn Jahren bin ich den Weg mit meiner Mama zusammen dann doch gegangen, weil ich körperlich krank wurde durch meinen Schweigen.
- 3:56Speaker 1: Und dann hat meine Mama mich dann auch unterstützt!
- 3:59Speaker 1: So habe ich angefangen den Weg zu gehen.
- 4:04Speaker 0: Was für ein Weg war das?
- 4:06Speaker 1: Also von Therapeuten bis Nele in Saarbrücken für missbrauchte Kinder und die haben mich dann wirklich unterstützt mit meiner Jugendtherapeutin damals diesen Weg zu gehen, bis hin zur Anzeige aber auch bis zur Gerichtsverhandlung.
- 4:28Speaker 1: Ich war damals der schlimmste Fall Deutschlands.
- 4:34Speaker 0: Ja schon krass!
- 4:37Speaker 0: Irgendwann hast du ja auch gemerkt, dass du zu Tieren eine besondere Beziehung hast.
- 4:42Speaker 1: Richtig!
- 4:44Speaker 1: Ich wollte von Kind an immer mit Tieren... Also mein Raum war mit Teren zu arbeiten.
- 4:52Speaker 1: Leider wurde mir der Traum doch etwas genommen durch meine traumatisierte Belastungsstörung Mit den Folgen die ich halt lebe.
- 5:01Speaker 1: Im Berufsleben ist es sehr schwierig Nicht vollzeit belastbar, traumatisiert.
- 5:08Speaker 1: Man kämpft dann auch mit den Folgen.
- 5:11Speaker 1: Aber dann ist irgendwann Projekt Ina ins Rollen gekommen und auch die Therapie mit der Jenny, mit den Pferden
- 5:20Speaker 0: Wir haben hier übrigens gerade Besuch bekommen will ich eigentlich mal kurz zeigen weil es immer ganz interessant in welchen Momenten sich die Pferde zu uns ins Feld begeben.
- 5:36Speaker 0: Jetzt ein bisschen durcheinander gewesen, ich hoffe euch wird jetzt nicht schwindelig vom Bild.
- 5:55Speaker 0: Also wir haben jetzt Pferdebesuch!
- 5:59Speaker 0: Ja du hast gerade von der Pferdotherapie erzählt?
- 6:04Speaker 1: Genau da habe ich davon erfahren dass es die Pferdetherapie gibt und wollte unbedingt diese Pferdoterapie machen.
- 6:15Speaker 1: Ich bin dann auch auf die Jenny getroffen.
- 6:17Speaker 1: Bin da sehr, sehr dankbar für die Arbeit mit Jenny und mit den Pferden hat mir so viel wirklich sehr sehr viel beigebracht und mich noch stärker gemacht.
- 6:30Speaker 1: Meine eigenen Grenzen, die mir als Kind genommen wurden, als Erwachsene ich immer zuließt dass man über meine Grenzen geht weil ich nie gelernt habe, Grenzen zu setzen weil es mir als kind genommen wurde Und durch Jenny und die Pferde habe ich gelernt, Grenzen zu zeigen.
- 6:50Speaker 1: Für viele dann oft sehr erschreckend auch für mich sehr ungewohnt aber ich bin dann noch sehr dankbar auch für diese Therapie mit Pferden.
- 6:59Speaker 1: Mit Jenny hat sehr viel in meinem Leben verändert.
- 7:03Speaker 0: Wir haben ja eben als wir im Auto unterwegs waren wie er so ein bisschen in Erinnerung geschwelkt, also ich kann mich noch einfach gut an unsere erste Einheit erinnern.
- 7:14Speaker 0: In dieser Einheit war das Thema Grenzen nämlich auch schon und wir hatten damals das kleine Pony was wir eben gesehen haben die Nanu und ich kann nicht noch erinneren dass es darum ging, Nanu, die ziemlich frech war, so'n bisschen auf Abstand zu bringen.
- 7:35Speaker 0: Kannst du dich noch an die Einheit erinnern?
- 7:37Speaker 1: Äh, ja so etwa in etwa tatsächlich.
- 7:40Speaker 1: Also sie war halt sehr wild.
- 7:42Speaker 1: Ja also ich hatte Respekt vor ihr.
- 7:45Speaker 1: Dabei wollte sie mir eigentlich nur spiegeln dass sich aus mir rauskommen soll das ich aber als Wildempunden habe.
- 7:53Speaker 1: ähm war eigentlich mein Spiegelbild was in mir steckt Aus mir raus kommen zeigen wer ich bin mich nicht verstecken
- 8:03Speaker 0: Und ich weiß, dass in dieser Einheit... also du hast diesen Stress, den hast du so weggelacht.
- 8:12Speaker 0: Das ist ja auch was, was viele machen.
- 8:15Speaker 0: Also viele Frauen die lächeln und innerlich tuppt der Sturm.
- 8:20Speaker 0: Ja?
- 8:21Speaker 0: Und nach der Einheit war es richtig krank ne?
- 8:25Speaker 1: Ich war sehr krank!
- 8:29Speaker 1: Also wirklich extrem.
- 8:31Speaker 0: Ich bin froh, dass du damals weitergemacht hast.
- 8:34Speaker 1: Ja!
- 8:34Speaker 0: Trotzdem... weil das war nämlich erstmal gar nicht so sicher ne?
- 8:38Speaker 0: Du hast da überlegt ob du das nochmal weitermachen sollst.
- 8:41Speaker 1: Richtig, weil ich das öfter nach Einheiten meinen Körper halt reagiert habe.
- 8:45Speaker 1: Weil ich bin Meister des auch verdrängens oder verschweigend.
- 8:52Speaker 1: Aber ich hab mich dem Ganzen doch gestellt.
- 8:55Speaker 1: dank den Pferden und Dank Jenny.
- 8:59Speaker 0: Dann ging es ja auch weiter mit diesem Grenzthema.
- 9:02Speaker 0: Und ich kann mich noch erinnern, dass wir hatten einmal ein Selbsterfahrungssaminal wo du auch dabei
- 9:07Speaker 1: warst
- 9:08Speaker 0: und bei diesem Selbsterfahrungs-Seminal ging's auch wieder um das Thema Grenzen setzen.
- 9:14Speaker 0: Kannst du dich da auch noch dran erinnert was da passiert ist?
- 9:18Speaker 1: Ja, da hätte ich selten mit dem Pferdarbeiten, das gerne über Grenzen geht... ...und ich fand dann erst noch total süß aber eigentlich wartet gar nicht und mir hat sehr schwer gefallen wirklich Grenzen zu setzen.
- 9:36Speaker 1: Ich habe es aber dann doch geschafft im Pferd auf meine eigene Weise, Jenny hat mir immer gezeigt wie man Grenzen setzen kann, aber ich hab dann auch die eigene Weise dem Pferde gezeigt wo meine Grenze ist sonst wurde auch akzeptiert.
- 9:51Speaker 0: Ja das ist so wichtig dass wir Wege finden die aus uns kommen und nicht von irgendjemandem so konstruiert sind.
- 10:02Speaker 0: Und wie ging es weiter jetzt mit dem Thema Grenzen im Außen, im Alltag?
- 10:06Speaker 0: Wie hast du gemerkt, dass du besser Grenzen setzen kannst?
- 10:10Speaker 1: Indem ich mich verändert habe... Also ich wurde sehr schnell in das was man oft nicht fühlt, fühlt man plötzlich also nicht nur Leere und dass die Menschen mit dir machen, was sie wollen.
- 10:24Speaker 1: Du fangst dann an zu fühlen wie Wut.
- 10:29Speaker 1: Ja man will das sich nicht mehr gefallen lassen.
- 10:31Speaker 1: Das ist wie wenn so eine Lampe aufgeht und sagt soll jetzt reicht es.
- 10:35Speaker 1: Wenn der Stier rot sieht und dann liegt da los.
- 10:39Speaker 1: und so war dann auch bei mir.
- 10:40Speaker 1: ich habe's mit den Pferden gelernt und dann im Alltag auch umgesetzt.
- 10:45Speaker 1: also es war ein perfektes Lernfeld in meinem Umfeld Grenzen zu setzen Ja.
- 10:53Speaker 1: Und die Menschen sind dann schon erschrocken, wenn ich gesagt habe stopp das hierhin und nicht weiter.
- 11:00Speaker 1: Ich hab mich viel zurückgezogen von diesen
- 11:02Speaker 0: Menschen
- 11:03Speaker 1: und hab dann auch gemerkt es geht mir besser damit dass man niemals dort heilen kann wo man krank geworden ist.
- 11:13Speaker 0: Du hast ja auch einen ganz schönen Kampf mit den Behörden gehabt?
- 11:16Speaker 0: Auch!
- 11:18Speaker 0: Was sind dir denn da für Steine in den Weg gelegt worden?
- 11:22Speaker 1: Da dieser Vorfall des Missbrauchs im Familienkreis stattgefunden hat bei einem Elternteil, bin ich halt auch gezwungen Kindergeld zu beantragen und in Kontakt zu bleiben mit dem Menschen der mir geschadet hat.
- 11:43Speaker 1: Und ich habe auch vorher schon eine Täter-Opfertherapie gemacht um einfach für mich besser klarzukommen.
- 11:50Speaker 1: das war auch mein Wunsch Und ich wollte halt vieles verstehen lernen.
- 11:56Speaker 1: Dennoch gibt es aber den Ämtern nicht das Recht oder dem System, mich zu zwingen in Kontakt zu bleiben nur damit dieses Kindergeld beantragt werden kann.
- 12:13Speaker 1: Ich musste natürlich einen Anwalt einschalten.
- 12:16Speaker 1: Ich habe dafür fünf Jahre gebraucht weil ich einfach oft immer noch Probleme habe mit meiner Belastbarkeit.
- 12:24Speaker 1: Ich bin den Schritt dann aber auch gegangen
- 12:28Speaker 0: und hab
- 12:28Speaker 1: es geschafft, weil ich halt bei der Kindergeldkasse in Magdeburg bin und nicht in Saarbrücken.
- 12:34Speaker 1: also es wird einem echt sehr schwer gemacht bis hin dass dann zwei Monate das Kindergeld überhaupt nicht ausgezahlt wurde weil die Unterschrift gefehlt hat.
- 12:44Speaker 1: ja habe ich dann jetzt soweit alles klären können dass sich im Auftrag selber den Antrag ausfühlen darf muss aber immer ein Schreiben vom Anwalt dazumachen und es ist in dem Anwaltschreiben auch gegeben, dass man mir nicht versichern kann ob das wirklich so durchgeht.
- 13:04Speaker 0: Ich kann mich noch an viele Instanzen erinnern, durch die du so durchgegangen bist in dieser Zeit unter anderem ja auch, dass du dich einen Gutachten hast stellen müssen?
- 13:14Speaker 0: Mehreren!
- 13:16Speaker 0: Und ich weiß auch, wie schwer das immer für dich war.
- 13:19Speaker 0: Wenn wir dann eine Einheit hatten und mit den Pferden gearbeitet haben... Was hat dir da geholfen?
- 13:26Speaker 0: Mir
- 13:27Speaker 1: hat sehr viel geholfene.
- 13:28Speaker 1: die Pferde an sich.
- 13:29Speaker 1: Die spiegeln dir ja immer!
- 13:32Speaker 1: Und die Pärte haben mir Stärke entgegen gebracht.
- 13:38Speaker 1: Die Pärten leben ja im Hier- und Jetzt- und egal wie die Lage gerade ist Wenn die füllig sind und springen wollen, dann springen sie.
- 13:46Speaker 1: Und das hat mir Kraft gegeben.
- 13:52Speaker 1: Das hat mich motiviert weiterzumachen.
- 13:55Speaker 1: Ich habe mich an den Pferden... Das war mein Vorbild.
- 14:01Speaker 0: Ja!
- 14:03Speaker 0: Welche Kraft haben denn die Pferde?
- 14:07Speaker 1: Ohne ganz immense.
- 14:08Speaker 1: Sie fühlen Sie können dich spiegeln, sie wissen ganz genau wie du dich fühlst und können dir ganz genau zeigen was in dir steckt.
- 14:23Speaker 0: Es gibt vielleicht ja nicht vielleicht.
- 14:25Speaker 0: es gibt auf jeden Fall viele Frauen denen es so geht wie dir und Du hast ja jetzt auch krass den Mut gefunden jetzt dich hierhin zu setzen und mit mir dieses Gespräch zu führen.
- 14:36Speaker 0: also auch das weiß ich dass wäre vor zwei Jahren noch nicht so möglich gewesen.
- 14:41Speaker 0: richtig?
- 14:43Speaker 0: Was können Frauen tun, die in einer ähnlichen Situation
- 14:47Speaker 1: stecken
- 14:47Speaker 0: und vielleicht noch nicht diesen Mut gefasst haben?
- 14:51Speaker 1: Also ich kann
- 14:52Speaker 0: nur
- 14:53Speaker 1: sagen egal wie schwer es wird man kann das schaffen.
- 14:57Speaker 1: Ich habe das auch geschafft nach zehn Jahren meinen Schweigen gebrochen Und man kann sich Hilfe bei der Nädelsuchen unterstützen ein Man kann sich Hilfe beim weißen Ring nehmen.
- 15:11Speaker 1: Und die beste Anwältin, die ich für diesen Fall empfehlen kann ist die Frau Trappe in Salouille.
- 15:18Speaker 1: und was viele nicht wissen.
- 15:21Speaker 1: Bei diesem Delikten der Sexualstraftaten ab Beginn der Straftat hat man achtundzwanzig Jahre Zeit diese Straftate anzuzeigen.
- 15:34Speaker 1: Das wissen viele Frauen nicht.
- 15:35Speaker 1: das habe ich auch immer gedacht.
- 15:37Speaker 1: Ich dachte es ist zehn Jahre her wird eh nichts mehr gemacht Aber der Täter hat noch bis zu fast zehn Jahren Haft bekommen.
- 15:47Speaker 0: Warum war das für dich wichtig, dass zur Anzeige zu bringen?
- 15:51Speaker 1: Für mich war... Ich habe mich erst entschieden, das Ganze zur Anzage zu bringen als ich sehr schwer krank geworden bin zwischen einem richtig heftigen Virus eben vorabsteinbar, zwischen Panikattacken und Depressionen, Lehmungserscheinungen am Körperdinger wo man hat, wo kein Arzt sich erklären kann was mit dir los ist.
- 16:14Speaker 1: Bis ich die Therapie angefangen habe und gemerkt hab dass ich in einem richtig heftigen Trauma stecke bis hin das ich das Haus nicht mehr verlassen habe.
- 16:24Speaker 1: Ich konnte immer rausgehen.
- 16:25Speaker 1: Ich war eine Belastung für die gesamte Familie Und auch für meine Mama die sehr viel durchmachen musste und ich habe dann den Schritt gewartet.
- 16:37Speaker 1: ich wäre niemals geheilt und wäre niemals aus dem Haus gekommen, ich hätte mir wahrscheinlich sogar das Leben genommen.
- 16:46Speaker 1: Das muss ich ganz ehrlich sagen.
- 16:49Speaker 1: Ich bin froh den Mut gefunden zu haben weil man wird nur noch mehr krank.
- 16:52Speaker 1: Es wird nichts besser.
- 16:53Speaker 1: durchschweigen wird gar nix besser.
- 16:57Speaker 1: Man sollte anfangen zu reden Und erst wenn du daran arbeitest Geht es dir Schritt für Schritt gut!
- 17:03Speaker 1: Es wird ein harter Kampf, es wird einen harter Weg Aber ist es machbar?
- 17:07Speaker 1: Ich gehe wieder raus Arbeiten ins Projekt Ina und arbeite mit Tieren auf einer Farm, arbeite mit Jenny in den wundervollen Pferden.
- 17:18Speaker 1: Und es lohnt sich zu kämpfen weil
- 17:21Speaker 0: niemand
- 17:22Speaker 1: ist es wert wer das Schweigen bricht.
- 17:24Speaker 1: die Macht der Täter denn du sollst dir sehr viel mehr Wert sein als den Schweigen zu bewahren was dich zerstört.
- 17:35Speaker 1: Du wo schon viel mehr erlebt hat und du hast ein Recht auf ein Leben auf ein normales Leben.
- 17:45Speaker 0: Ja krass, ich habe jetzt voll Gänsehaut und nicht nur wegen der Kälte.
- 17:51Speaker 1: Und die Pferde geht reagieren!
- 17:56Speaker 0: Das war eben auch so berührend wie die Kleine kamen.
- 17:59Speaker 0: und so ist das ja auch in dieser Art der Arbeit, die wir machen, dass ... Die Pferden können immer entscheiden, machen sie mit oder machen sie nicht mit?
- 18:09Speaker 0: Dadurch erhalten wir Menschen so ein ehrliches Feedback dann in dem Moment.
- 18:14Speaker 0: Also es ist nicht konstruiert, die Pferde dürfen sich zeigen und das ist echt und deswegen ist diese Form der Therapie auch so wirkungsvoll würde ich sagen.
- 18:26Speaker 0: und das is einen Weg wie Pferden uns stärken.
- 18:30Speaker 1: ja
- 18:31Speaker 0: und wenn du jetzt mal in die Zukunft blicken könntest was wäre dein Traum?
- 18:40Speaker 0: Mein
- 18:40Speaker 1: Traum Betroffenen Frauen Mut zu machen, zu unterstützen, zu helfen.
- 18:48Speaker 1: Zu helfen diesen Weg zu gehen ihnen Kraft zu geben.
- 18:52Speaker 1: und das war schon immer mein Traum seitdem ich den Weg gegangen bin weil ich genau weiß was es heißt den Weg ganz allein zu gehen.
- 19:01Speaker 1: meine Mama die mich unterstützt hat ist leider sechs Wochen vor der Verhandlung dann auch noch verstorben Und dann hatte ich das Gefühl ganz allein so sein
- 19:14Speaker 0: Und seither hast du ja auch mehrere Stürme noch weitererlegt.
- 19:19Speaker 0: Also erzähl doch mal von der Zeit, wenn du das magst nach dem Tod deiner Mutter?
- 19:25Speaker 1: Nach dem Tod meiner Mama war ich praktisch obdachlos.
- 19:28Speaker 1: Ich hatte meinen Zuhause verloren.
- 19:31Speaker 1: Ich habe die Anzeige gebracht Ja und... ...ich war Schülerin aber gleichzeitig krank.
- 19:39Speaker 1: Ich hab das Haus kaum verlassen Angstzustände Panikattacken Depression.
- 19:46Speaker 1: Meine Schwester hat mich damals aufgenommen, dafür bin ich hier sehr dankbar.
- 19:52Speaker 1: Ohne meine Schwester wäre ich in dem Moment auf der Straße gelandet mit meinen Tieren und hatte aber auch Dank meiner Tante, die ich aber Gordie nenne eine gute Unterstützung, eine sehr gute.
- 20:10Speaker 1: Die haben mich wirklich unterstützt eine Wohnung zu finden, was nicht leicht ist.
- 20:14Speaker 1: Wenn man Erwärtsminderungskente bekommt durch die Schicksalsschläge, obwohl man arbeitet aber dennoch so wenig verdient dass man eben halt auf die Grundsicherung angewiesen ist.
- 20:28Speaker 0: wenn man traumatisiert isst es ja noch viel schwieriger in Beziehungen zu treten als normal schon.
- 20:36Speaker 0: Was hat dir geholfen trotzdem so offen zu bleiben?
- 20:41Speaker 0: und auch so engagiert, an dir selbst zu arbeiten.
- 20:47Speaker 1: Mich hat motiviert weil ich mich dann oft frag soll da mein Leben sein?
- 20:55Speaker 1: Soll das alles sein?
- 20:57Speaker 1: Man hat mein Leben zerstört und ich lasst zu dass es noch mehr zerstört wird durch Ängste.
- 21:05Speaker 1: Das wollte ich nicht!
- 21:07Speaker 1: Ich wollte daraus, weil ich habe ein Recht auf Leben Egal wie schwer das Leben ist, habe ich ein Recht darauf und da hat mir Mut gegeben.
- 21:17Speaker 0: Die Verbindung zu Tieren...
- 21:19Speaker 1: ...und Natur!
- 21:21Speaker 0: Und Natur?
- 21:22Speaker 0: Also ich kann mich auch immer noch mal daran erinnern dass gewisse Begegnungen mit Tieren, dass die für dich auch immer nochmal heilsam waren
- 21:32Speaker 1: ja
- 21:33Speaker 0: und dass du dir auch viel an das schon wieder ein Pferd an dem Handy dass du dir da auch immer wieder viel Kraft rausgezogen hast und diese ja fast schon telepathische Verbindung mit Tieren, würde ich sagen.
- 21:55Speaker 1: Ja also ich merke wenn Tiere in Not sind habe auch schon zwei Vögel gegettet und auch schon einen Ziegenbock und ein Pferd mit einer Kolleg obwohl ich mit Pferden vorher gar keine Erfahrung hatte.
- 22:08Speaker 1: Ich bin sehr empathisch dafür Und Tiere und Natur sind meine Medizin.
- 22:17Speaker 1: Ich nehme übrigens keine Antidepressiva, habe ich nie genommen weil es macht die Antidepresiver machen sich gefühltst haupt.
- 22:28Speaker 1: aber das geht ja darum dass was man erlebt hat aufzuarbeiten und nicht mit medikamenten tot zu machen und noch abhängig zu werden.
- 22:40Speaker 0: war ich gerade kurz mal ein bisschen abgelenkt von dem vier?
- 22:44Speaker 1: Ja, genau so.
- 22:45Speaker 1: Ich dachte
- 22:49Speaker 0: es ist in einem Mikro rumgewochen und dann habe ich mir gedacht oh, hoffentlich fällt's nicht um.
- 22:55Speaker 0: Genau diese Verbindung zu Tieren glaubst du?
- 23:03Speaker 0: Und auch dieses empathische Gefühl.
- 23:05Speaker 0: Glaubst Du hättest das so entwickelt in dieser krassen Form wenn Du nicht die ganzen Dinge erlebt hattest?
- 23:13Speaker 0: Nein
- 23:14Speaker 1: Nein, keinen Fall.
- 23:17Speaker 0: Also du hast aus dem was das Leben dir gegeben hat es gibt ja so ein Spruch, gibt das Leben hier eine Zitrone macht Limonade draus und also du hast daraus ne Ressource entwickelt die nochmal auch dient und hilft.
- 23:33Speaker 1: Ja ich würde mich schon...also ist so?
- 23:36Speaker 1: Hochsensibilität hat sich dadurch entwickelt bei Mensch und bei Tier.
- 23:44Speaker 1: Das ist halt die Gabe, die ich da rausgekommen habe.
- 23:46Speaker 1: Also es... Wie hat meine Therapeutin mal gesagt?
- 23:50Speaker 1: Egal wie hart das Leben war aber du wärst nicht der Mensch, der du heute bist.
- 24:05Speaker 0: Ja was wären wir auch ohne die ganzen Tiere?
- 24:07Speaker 0: ne?
- 24:10Speaker 0: Jasmin!
- 24:11Speaker 0: Es war total nett mit dir zu sprechen, wie immer.
- 24:14Speaker 0: Es ist immer total schön Ich bin immer auch sehr erfüllt.
- 24:18Speaker 0: und wieder ein Pony am... Und vielen Dank nochmal, dass du dich dem gestellt hast.
- 24:31Speaker 0: Das war sehr mutig auch.
- 24:33Speaker 1: Danke!
- 24:34Speaker 0: Ich glaube das Interview wird vielen Frauen Mut geben was an ihrer Situation zu ändern und bleibt.
- 24:45Speaker 0: stark geht euren Weg und setzt euch für euch selbst auf einen.
- 24:52Speaker 0: In Jasmin ist ein super Beispiel dass dann alles gut werden kann.
- 24:58Speaker 0: Auf dem Weg sind wir alle immer.
- 25:01Speaker 1: Das
- 25:01Speaker 0: hört doch nicht auf, ne?
- 25:02Speaker 0: Nein,
- 25:03Speaker 1: Herausforderungen haben wir immer!
- 25:05Speaker 0: Genau aber es wird leichter und mit der Zeit erkennt man gewisse Muster und kann sich dann besser selbst helfen.
- 25:14Speaker 0: also ihr Frauen kommt in eure Kraft
- 25:18Speaker 1: Ihr schafft das.