Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / Wie Fabian Plüss die Schweizer Creator-Szene geprägt hat
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- 0:00Plötzlich waren es 50'000 Franken, plötzlich über 100'000 Franken. Plötzlich wurden die investierten Beträge von den grössten Kunden in 7-stellige geworden. Da muss man vorausschicken, damals war Fernsehen bei den Jungen auf dem Abschiebe-Nasch. Ist es nicht immer noch so?
- 0:18Ich würde schon sagen, dass du ein Visionär bist, weil du bist der erste, der das in der Schweiz gemacht hat. Du hast das erkannt und hast auch den Mut gehabt, um es umzusetzen. Wenn du jetzt etwas nach vorne schaust, was denkst du, was die nächsten Sachen sind, die kommen? Roger Federer trägt eine Kleintemütze an und eine Kochmütze.
- 0:34Schwingwesen, der Schokolade rührt. Wir haben ein Kind von Enzo verkauft, gratulieren an dieser Stelle. Wenn du wüsstest, was alles auf dich zukommt in diesen 10 Jahren, würdest du es wahrscheinlich nicht mehr machen. Aber es ist schon, wenn du es nicht weisst. Ich habe heiter Respekt davor, vor allem als Content Creator, wie kreativ ihr jeden Tag in eurem Neuen seid. Und den Aufwand, den ihr betreibt dafür, das ist immens.
- 1:02Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Momentum, deinem Podcast, der inspirierende Gäste inspirierende Geschichten erzählt. Er ist nämlich der Mitgründer von Kingfluencer, dem Swiss Influencer Award und der Swiss Creator Academy. In diesem Gespräch haben wir über
- 1:22Sein Werdegang, wie alles gestartet hat, über Influencer gesprochen. Wir haben über die Entstehung von Kingfluencer, dem Swiss Influencer Award gesprochen. Wie das alles zustande gekommen ist. Wie wichtig Partnerschaften sind und dass die Partner auch verstehen, was Schwächen und Stärken sind. Und jetzt möchte ich dich nicht mehr länger auf den Folter behalten, sondern dir direkt anrufen.
- 1:48Fabian Plüsch vorstellen. Schön, dass du da bist. Ich habe mich sehr, sehr gefreut, dass es geklappt hat heute, dass du den Weg hierher genommen hast. Jetzt, Fabian, ich habe in der Intro-Kihe erzählt, du bist ein Unternehmer, du hast ganz viele grosse Sachen schon aufgebaut, aber ich möchte dich ein bisschen in die Zeit zurückdrehen. Und zwar, wie hat das Ganze angefangen? Was hast du für eine Ausbildung gemacht?
- 2:10Ich bin immer ein Quereinsteiger vom Typ her. Ich habe Wirtschaftsgrundausbildung gemacht, habe zu meiner Jugendseite links und rechts gejobbt. Ich habe aber relativ schnell gemerkt, dass ich nicht ins klassische Karrieresystem hineinpasse. Ich habe immer gefunden, dass ich einen eigenen Weg gehen möchte.
- 2:33Und Sachen machen, die ich selbst bestimmen kann, wo ich wirklich auch etwas von A bis Z entwickeln kann. Ich glaube, das war etwas sehr Wichtiges für mich. Nicht einfach wie ein Nimmerli in einer grossen Firma hineinziehen, die irgendwie sein Gärtchen hat, das man beackern darf. Sondern wirklich etwas von Grund auf aufzubauen.
- 2:53Und dann habe ich schon ein wenig gemerkt, dass es nur geht, wenn du richtig selbstständig bist. «Wenn hast du das gemerkt?» Ich habe natürlich schon Management und Leadership studiert. Die Führungsqualität und solche Sachen sind mir angeeignet, damit ich überhaupt diesen Weg gehen kann, weil man doch noch ein paar Sachen wissen muss.
- 3:12Ein paar Werkzeuge schon trotzdem reinnehmen, oder? Ja, genau. Aber nachher habe ich gemerkt, ich wusste nie, was die Idee ist. Ich glaube, ich hatte verschiedene Ideen, aber bei jeder Idee, die ich hatte, fand ich das und das. Ich habe einfach gemerkt, dass mir der zündende Funken fehlt, um wirklich zu sagen, hey, that's it, das mache ich.
- 3:36Ich habe mich dann auch anstellen lassen. Ich habe in einer internationalen Dentalfirma gearbeitet. Das ist eine Schweizer Firma. Im Medizinalbereich. Und habe dort verschiedene Märkte betreuen dürfen. Aber auch dort hat das Query wieder gestiegen? Ja, genau. Ich habe in der Exportabteilung angefangen.
- 3:58Zolldokumente ausstellen und solche Sachen. Ja, voll. Ja, geil. Übermäßig. Und dann hat aber der Patron von dieser Company gesehen, Fabian muss wahrscheinlich eher etwas vorstellen. Er kann mit Leuten... Er kann schnurren. Er kann schnurren. Er will schnurren vor allem. Und so habe ich relativ gleich mal die Chance bekommen,
- 4:20gewisse Länder zu übernehmen. Wir sind eine Schweizer Firma aus dem Luzernischen. Als ich angefangen habe, waren wir etwa zehn Leute. Also relativ klein. Und dann sagte er, wir hätten die Märkte, USA wäre spannend, der karibische Raum und Kanada. Okay, spannende... Ich war völlig naiv. Ich sagte, mach ich. Super, ist doch geil.
- 4:47Er hat mich an die Messer geschickt und gesagt, «Fabian, schau mal, ob du die anständigen Vertreter findest.» Die erste Messe war wo? New York. New York. Da kannst du sagen, es ist sicher ein Markt, der safe ist, aber wenn jetzt so die Karibik kommt,
- 5:06Ja genau, das war noch witzig. Aber es ist noch... Wenn gerade Karibika... Also Jamaika waren die Messernamen. Okay. Denkst du gar nicht. Aber ich habe mir das so erklären lassen. Ich dachte, ja Jamaika, wer kommt da hin? Aber lustigerweise, alle amerikanischen Zahnärzte, die verbinden Work and Travel miteinander. Das heisst, sie gehen ein paar Tage in Tabak auf Ferien machen. Wenn wir zwei, drei Tage am Essen machen, machen sie wieder zwei, drei Tage Ferien und sie können alles an den Steuern abziehen.
- 5:32Ja, voll. Wir hatten natürlich eine Business-Trip. Wir hatten aber auch noch Ferien. Deshalb war die Mass of Jamaica sehr beliebt. Und gross. Ja, es ist überschaubar. Es war wie ein grosser Resort. Wo die Konferenzräume waren. Nicht mega gross, aber okay. Da ich das gemacht habe, war ich sechs Jahre bei der Dental Company.
- 5:59Als ich gegangen bin, waren wir etwa 300 Leute. Also einfach vom Wachstum her. Also brutal schnell gewachsen. Und das Geile ist, oder das Interessante ist, das war meine erste Erfahrung mit Referral Marketing. Also eigentlich mit Influence Marketing.
- 6:15So wie wir dort verkauft haben, haben wir immer über die Opinion Leaders verkauft. Sprich über Zahnärzte, Apotheker, Drogisten und Dentalhygieniker. Okay. Die haben unsere Produkte empfohlen, weil wir mit Abstand die teuersten Zahnbürsten hatten, mit Abstand die teuersten Mundspülungen hatten. Also in jedem Retail völlig auf verlorenen Posten, wenn du so willst. Aber kreativ hochwertig. Das ist klar. Ja genau, es sind Schweizer Produkte, die sind wirklich top top. Ich benutze sie heute noch übrigens.
- 6:45Das hast du normalerweise noch nicht gesagt. Ich habe das noch nicht gesagt. Du willst es schon hören? Ja, sicher. Also, Cura Prox. Ah, okay. Ultragross. Natürlich. Unterdessen kennen wir sie auch. Sie sind in der Schweiz natürlich sehr verbreitet. Wir haben uns immer über dieses Fach oder das Referralverkauf empfohlen. Zahnarzt, Apotheker, Drogist. Das ist die Offline-Influencer der Dental-Branche.
- 7:10Und wenn du als Patient bei einem Zahnarztbesuch eine Zahnbürste von deinem Zahnarzt empfohlen bekommst, nimmst du sie. Natürlich. Und der Preis interessiert dich auch nicht. Du sagst, ich habe ein Problem mit meiner Zahnflasche, ich brauche diese Zahnbürste. Du kaufst sie, auch wenn sie 13 Franken kostet. Und wahrscheinlich musst du sie nicht direkt bezahlen, sondern es kommt dann auf die Rechnung. Es kommt dann auf die Rechnung. Und du denkst dir, ich muss sie jetzt nicht bezahlen. Noch besser, noch einfacher. Genau.
- 7:36Aber es war für mich die erste Erfahrung, wie effizient eine Key-Opinion-Leader-Empfehlung eigentlich sein kann in der Offline-Welt. Aber hast du das damals schon verstanden? Ich hatte den Link noch nicht gemacht, zum klassischen Influencer-Marketing. Der kam erst später. Aber ich habe gecheckt, wie effizient das ist, wenn du über eine solche Empfehlung deine Produkte verkaufst. Und wir haben nur so verkauft. Krass. Es war unser Verkaufssystem, wenn du so willst, über die Fach...
- 8:05Dann hast du das sechs Jahre lang gemacht, hast natürlich dir diesen Netzwerken aufgebaut, global würde ich sagen, weil du bist ja auf der ganzen Welt herumgereist, auch für das. Wie ist es dann weitergegangen? Nach sechs Jahren hast du schon gesagt, hey, ich weiss jetzt genau, wie die Referral Links funktionieren, ich kann jetzt das in mein eigenes Geschäft
- 8:26Wie ging es weiter? Noch nicht ganz. Mir hat die zündende Idee gefehlt. Was ich aber aus dieser Zeit gemerkt habe, ich bin dort sehr viel gereist. Ich war feiner, besser und anders. Ich war cool, als ich jung war. Du warst schon wie ein Jahr? 1982. Ich war überall auf der Welt, hatte meinen Spass, konnte überall Ferien anhängen. Es ging völlig für die Firma. Ich sah viel.
- 8:52Ich wollte aber wieder zurück in die Schweiz kommen und Marketing-Themen übernehmen. Das Marketing hat mich sehr begeistert, als Materie. Dann entschloss ich mich, in einer Werbeagentur zu arbeiten. Ich hatte eine Bewerbung für eine Zürcher Werbeagentur geschrieben.
- 9:15Die gibt es heute noch übrigens. Jim & Jim. Die Kamera ist auch groß. Es war noch witzig, eine kleine Side-Not. Fabio von Jim & Jim ist der Gründer. Er wohnte damals in der Gemeinde, in der ich aufgewachsen bin. Es war noch witzig, weil wir damals, und er zog irgendwann aus dieser Gemeinde weg.
- 9:34Er machte einen Garagenverkauf. Ich und mein Sankaster-Kollege, das war wirklich in einem Kindergarten, verkauften zusammen seine Spielzeuge in den Garagen. Und nachher verkauften wir 20, 25 Jahre später seine Services zusammen. Super, herrlich. Die Welt ist eh klein, nicht? Total, ja.
- 9:53Da habe ich zwei Jahre für die Werbeagentur gearbeitet und coole Erfahrungen gemacht. Was hast du dort gemacht? Kundenberatung. Ja, ich war wieder an den Kunden verantwortlich. Wie kann man sich den typischen Alltag als Kundenberater in einer Werbeagentur vorstellen?
- 10:10Ja, also im Endeffekt, wir hatten dort eine Positionierung, eine junge Zielgruppe. Also Markenprodukte, die sich bei einer jungen Zielgruppe positionieren wollen. Da muss man vorausschicken, damals war Fernsehen bei den Jungen auf einem abschiebenden Arsch. Ist es nicht immer noch so? Mal immer noch. Kontinuierlich? Mal, mal, mal. Aber damals hat es angefangen. Vorher hattest du ja wie nichts anderes. Social Media war noch relativ am kleinen Punkt.
- 10:33Aber doch schon genug gross, dass TV und Print das gespürt haben. Und die Marken hatten das Problem, dass die jungen Leute nicht mehr reichen. Also gab es eine Art Agenturen, die sich darauf fokussierten, wie erreichen wir die jungen Zielgruppen. Und dort kam das Thema Social Media natürlich sehr stark auf. In diesem Zusammenhang ging ich an einen Marketingkongress nach London.
- 11:00Dort gab es eine Agentur, die Social Chain, wie hat sie schon wieder geheissen? Die gibt es heute noch. Die boten klassisches Influencer-Marketing in England an, so wie wir es heute in der Schweiz kennen. Ich hatte dort den Schlüsselmoment in meinem Leben zu meiner Selbstständigkeit.
- 11:21Meine erste Erfahrung durch die Dental-Firma, durch das Referral-Marketing, plus die Schwierigkeiten junger Leute zu erreichen, da ist mir wie ein Schub auf die Augen gefallen. Es gibt doch Opinion Leaders auf den sozialen Medien, Menschen, die ein Thema oder mehrere Themen
- 11:40die extrem stark sind und ihren Social-Media-Kanal dem Thema widmen. Das sind die Opinion-Leader in einem oder mehreren Themengebieten, die dann aber auf das soziale Medien sind, sprich die jungen Leute erreichen. Da war mir klar, okay, that's the way to go. Was die Agentur in UK macht, ist sehr sinnvoll. Das braucht man auch in der Schweiz.
- 12:02Du warst so im 13. oder 14. Jahrhundert? Genau, ganz genau. Und da habe ich damals mit Fabio gesprochen. Wie findest du das? Siehst du das auch als Potenzial? Er ist so ein Influencer. Kommt und geht, das ist doch nur so ein Ding. Das ist ein Hype. Ja, genau. Ich habe nicht schon gefunden, dass das ein Hype ist. Opinion Leaders gab es schon immer. Und diesen Faktor finde ich schon spannend.
- 12:30Es macht eine kleine Seite auf, aber der Mensch ist ja eigentlich von der Genetik her darauf programmiert, dass er vom Mitmenschen erlernt. Wenn du dir genau überlegst, du wirst geboren, kannst du noch nicht viel. Und am ersten, wo du dich orientierst, ist wahrscheinlich an deiner Mutter oder an deinem Vater, wahrscheinlich eher an der Mutter, weil die Mutter meistens noch ein bisschen näher ist. Total. Genau, und dann erlernst du eigentlich, du übernimmst Sachen, du adaptierst Sachen von deinen Bezugspersonen.
- 12:58Du bist ein Stelterer, danach sind wir Kindergartenlehrer, danach der Lehrer, danach der Lehrermeister, danach der Chef. Wir sind von der Genetik her darauf trainiert, andere Mitmenschen zu hören. Wenn du dir das so richtig bewusst bist, ist es dann egal, was du über andere Personen erfährst, kommt er schlussendlich immer näher zu dir, als wenn du das über eine klassische Ad sehr unpersönlich ausgespielt bekommst.
- 13:24Das war mir sehr bewusst. Die Kraft, wenn der Absender einer Botschaft ein Mensch ist, auch wenn es eine Werbe- oder Produktempfehlung ist, kommt immer sehr viel näher beim Gegenüber an. Das war mir klar. Ich habe die Erfahrung mit der Dentalfirma. Das war das Gleiche, wenn der Zahnarzt sagt, das sei das richtige Produkt.
- 13:51dann gehst du nicht das Budget Zahnbürste kaufen, wo du denkst, das ist zu hart. Beim Zahnarzt in diesem Fall war es ja eine Person, die dir das recht empfohlen hat. Und beim Influencer Marketing ist es eine Person, bei der du zwar nicht den persönlichen Kontakt hast, aber deshalb ist ja das Community Management extrem wichtig, dass die Interaktionen entstehen, um das Vertrauen überhaupt zu können.
- 14:17aufbauen können. Total. Und ich glaube, das unterscheidet auch das Gute von einem schlechten Influencer. Also ein guter Influencer, der Follower hat da das Gefühl, ich stehe dieser Person irgendwie bei mir. Ich kenne den, ich kenne den, ich sehe den jeden Tag in den sozialen Medien. So x Themen. Das ist eine Art Relation, klar, auf digitalem Niveau oder so als Basis. Das sind Social Media Plattformen.
- 14:43Trotzdem ist er ein Mensch, der etwas erzählt. Und dann ist dir das klar geworden? Ja, voll. Der Fäufer kehrt. Der Fäufer kehrt. Und das gab es in der Schweiz noch nicht, das Influencer-Marketing. Jim & Jim wollten es damals nicht machen, weil sie nicht daran glaubten. Also war für mich der Weg zu gehen, das machst du selbst. Und du hattest eine gute Beziehung mit Fabio. Dann hast du gesagt, hey, hör mal.
- 15:08Genau, ich habe mir gesagt, ich gehe diesen Weg selber. Und er sagte, ja, wir sehen uns eh wieder. Wir haben uns eben nachher gesehen, wir haben uns auf jeder zweiten Marketingkonferenz gesehen. Er hat vorher eine Speech gehalten, ich nachher oder umgekehrt. Im Endeffekt hat es aber auch sein Geschäft beflügelt, weil sie auch Content machen und mit Influencern gearbeitet haben. Das Thema wurde riesig. Ich habe auch diesen Weg für jegliche Agenturen, die etwas Ähnliches anbieten.
- 15:38Genau, aber da fand ich, jetzt machst du dich eigentlich selbstständig, aber ich dachte, ich könnte mit dieser Agentur, also mit der Social Chain von UK, zusammenarbeiten. Da habe ich mit denen Kontakt gehabt, die sagten, wir expandieren in die USA, ein englisch sprechender Raum ist für uns interessant. Da wusste ich, da musst du es selber machen. Und hat es in der Schweiz niemanden gegeben? Niemals, keine Gnome.
- 16:04Es war nicht das Gleiche.
- 16:10Fotografenplattform gegeben, die «Pigstars» heisst. Die hatten eine Poole von Fotografen. Wenn die Fotos gemacht haben, haben sie eine Art Logo in die Fotos eingeblendet. Watermark-mässig? Ja, genau, so watermark-mässig. Aber es ist nicht auf den Kanälen der Fotografen gespielt worden. Es war ein bisschen vorstufen, aber die «Pigstars» wird später im Gespräch nochmals wichtig. Okay, gut. Deshalb habe ich sie kurz erwähnt. «Pigstars»
- 16:36Dann ist dir der Pfeifer gefallen. Die Schuppen sind dir von den Augen gefallen. Du hast dir gesagt, ich mache jetzt den Weg. Wie hat das angefangen? Welche Firma hast du zuerst gegründet?
- 16:50Genau. Also zuerst habe ich mal, bevor ich eine Firma gegründet habe, mit meiner Ex-Freundin gesprochen. Sie hatte auch die Social Media Community. Und da wollte ich wissen, wenn es eine Marke gäbe, die du cool findest, und sie würde dir zahlen, damit du ihre Produkte in deinen Post integrieren würdest, wie würdest du das machen? Und dann hat sie gesagt, wenn ich das Produkt cool finde, ja eh. Also wie so die Date von der Seite, die die Marke hat. Was hat denn damals so für Influen...
- 17:17Was gab es für Leute, die man kannte, die heute noch aktiv sind? Ja, also... Zeki und so gab es schon. Bandreit und Co. Das hat es schon gegeben. Das gab es schon im 14, 15? Ja, ja. Schon früh angefangen? Ja, ja. Zeki ist dann irgendwann... Als ich gegründet habe, ist jetzt unsere Agentur gekommen. Dann haben wir zusammen auf dem SRF einen Doc gemacht.
- 17:41als Influencer von der ersten Stunde auch dabei war und ich als Influencer-Marketing-Aktur von der ersten Stunde und jetzt haben wir so einen SRF-Docsendant. Der war sicher sehr am Anfang dabei. Aber damals, vielleicht fast noch mehr, waren sie Moderatoren aus TV oder aus Radio oder auch von Offline-Bühnen, die wir gekannt haben, die Social Channels hatten. Das sind mehr so
- 18:10Die waren auch die die meine Ex damals gehört hat. Dann fragten wir noch ein paar Kollegen, ob es auch Community gewesen wäre. Aber damals waren es nicht so 10'000 Follower. Es war schon viel. Ja, es war überschaubar. Dann sprach ich mit zwei, drei Marken, ob sie das alles machen würden. Dann bekam ich von beiden Seiten Grünslicht. Dann wusste ich, dass ich nicht mehr im Weg stand.
- 18:39Dann habe ich eine Firma gegründet. Damals... Damals... Der erste Name ist noch... Also, die Brand Kingfluencers gab es schon immer. Wir haben es damals noch in eine Agentur integriert, die Seed&Earn heisst. Da hatte ich dann auch... Es war eine Partnerschaft mit zwei anderen Partnern. Da habe ich mich daraus erlöst und habe die Brand Kingfluencers mitgenommen. Okay. Das war eigentlich mein Service innerhalb dieser Agentur.
- 19:05Und dann habe ich den Kingfluencer-Sageöder herausgegründet. Die Idee von Kingfluencer war damals wirklich,
- 19:14Influencers und Firmen zusammenzubringen und Kooperationen, Partnerschaften, Werbeaufträge etc. generieren können. Ganz genau. Das ist das Businessmodell. Nach wie vor. Nach wie vor, genau. Aber es war natürlich sehr salopp abgebrochen. Es funktioniert in der Tat sehr datenbasiert. Was du eigentlich machst, ist, zuerst mal fährst du mit einer strategischen Beratung beim Kunden an. Du musst zuerst herausfinden, was sie überhaupt haben.
- 19:42was sie für eine Gesamtmarketingstrategie haben und wie passt Influencer Marketing als eine der verschiedenen Marketingdisziplinen in den ganzen Marketing mit. Ja. Also da fängst du ja an. Wenn du das mal herausgefunden hast, fängst du dann darauf an, wie gross die Kompanie ist. Bei grossen Kompanien brichst du die Lead-Kompanie einfach auf Influencer Marketing. Und was machst du dann? Du hast Kampagne-Targeting-Kriterien und Zielgruppen, die für eine Kampagne definiert sind.
- 20:10Und was wir gemacht haben, wir haben die Kompagnietargeting-Kriterien und Zielgruppe haben wir mit den bei uns registrierten Influencern. Mit diesen Interessen zu matchen und mit den Community-Daten. Schlussendlich muss es auf zwei Leveln stimmen. Um einen guten Influencer zu finden, musst du zuerst wissen, ob die Marke überhaupt zu diesem Influencer passt. Der Product Influencer Feed ist key.
- 20:37Wenn du das herausgefunden hast, ist das aber noch nicht alles. Wenn die Community nicht zu deiner Zielgruppe gehört, die den Influencer anzieht, dann verrauchst du falsche Leute. Also musst du Community-Daten wieder zu matchen. Wenn du auf diesen beiden Leveln einen guten Fit hast, hast du einen guten Influencer für dich gefunden. Das sind Datenmodelle im Hintergrund. Wie auch Technologie rundherum bauen. Du musst alles bauen? Ja. Wie lange ist das gegangen?
- 21:05Also die Technologie haben wir sicher 4 Jahre lang. Und haben sicher auch 7-stellige reagiert. Wer ist der erste Influencer, den du kennst?
- 21:15Es waren einfach Moderatoren, würde ich mal sagen. Sportler, Snowboarders von damals, Freeskier, die hatten es immer verstanden, ihre Freeride-Touren und Abfahrten und ihre Kicks und Halfpipes-Sprünge etc. in den Social Media zu teilen. Das waren die Influencer von damals, von der ersten Stunde. Moderatoren und Sportler, Extremsportler etc.
- 21:42Du hattest ja nicht von Anfang an diese Plattform. Wie hast du das gemacht, dass du schon die ersten paar Firmen und Unternehmen hattest, die gewollt waren, einen Influencer für einen Werbeauftrag zu zahlen und dann hattest du deine Influencers. Wie sind die ersten Matches passiert?
- 22:02Ja, das ist eine sehr gute Frage. Schlussendlich brauchst du wie eine Marke, die an das Ganze glaubt und an dich glaubt. Du hast keinen einzigen Referenzcase. Klar, du kannst sagen, im Ausland funktioniert es ja schon, in den USA ist Influencer-Marketing schon
- 22:18Es lief im asiatischen Raum schon sehr gut. Man hätte es vom Ausland her gewohnt. Es ging natürlich zu verschiedenen Marken. Wie so oft, die Schweizer wollen das nicht. Nein, nein, nein.
- 22:33Eine Kollegin von mir hat damals bei einem Brand gearbeitet, der «5 am Tag» heisst. «5 am Tag»? «5 am Tag» war ein Vorbeug gegen Krebs. Wenn du 5 Portionen Früchte und Gemüse am Tag isst, kannst du deiner Gesundheit wesentlich vorbeugen, dass du Krebs entwickelst.
- 22:59Das Label hatte damals ein grobes Gehör. Meine Kollegin, Andrea Gysin, fand dann, das Opinion Leader Marketing ist etwas für unsere Botschaft. Es ist etwas komplex, man muss das ins clever Storytelling nehmen. Sportler leben das sicher, leben gesund und ernähren sich gut. Zum Teil, wenn sie mega extrem sind.
- 23:28Dann ging sie mit dem Label «5 im Tag» zu Coop und sagte, wir machen eine erste Kampagne mit einem Influencer. Da war ich sehr glücklich, Coop sagte auch «Ja» zu diesem Versuch. Wir haben ein maximales Budget, ich glaube es waren 5'000 Franken, haben wir einen ersten Minicase umsetzen können. Wie hat sich das angefühlt?
- 23:52Ja geil, das waren die ersten paar Franken, die du verdient hast. In der Selbstständigkeit. Das waren die ersten paar Franken. Das war ja mal das Budget, aber das ist ja das Budget für den Rufteil. Ja, ja, ja. Wahrscheinlich ist dir von diesen 4'000 Franken ein Bruchteil hängen geblieben. Ganz ehrlich, für mich war nichts drin. Eben. Also, mein grosser Verdienst war es, dass ich mit diesem Case nachher mit dem Case... Ja, natürlich. ...dass ich ihn nehmen durfte und auch draußen zeigen und präsentieren.
- 24:21Und die Leute sagen, es funktioniert, wir haben etwas gemacht. Genau, ganz genau. Und nachher ging es wesentlich einfacher. Also, es ging nie einfach, aber es ging wesentlich einfacher. Und dann gab es einen Schlüsselmoment, wo ich eine riesen Chance bekommen habe. Ich durfte an der GfM, ich weiss nicht, ob es ein Marketingtrend ist, wo im Dollar oben einmal im Jahr stattfindet, wo 400 so
- 24:47die CMOs und Geschäftsleitungen dort sind, habe ich präsentieren dürfen, das Thema Influencer Marketing in der Schweiz. Und habe logischerweise den Case auch wieder verwenden und zeigen können. Wie kam es an dort? Ja, super natürlich. Es war sehr gut. Haben die Leute schon verstanden?
- 25:07Wenn du jetzt sagst CMO, CFO, das sind wahrscheinlich eher 40, 50 plus Herren gewesen, wenn ich mir das jetzt vorstelle, die vielleicht mit Social Media damals noch nicht so viel zu tun hatten. Jetzt kommst du und erzählst über Influencer-Marketing, über deinen ersten Case, wo du ein Budget von 5000 Franken hattest. Haben die Leute das verstanden, dass das ein Case sein kann, wo man es skalieren kann?
- 25:33Es gab beides. Ich glaube, das Thema Influencer generell und Influencer Marketing. Also Influencer generell polarisiert damals, weil Medien sich auch ein bisschen bedroht fühlten durch Influencer, also Journalisten. Ja, klar. Und darum haben natürlich die Medien immer auch so ein bisschen gehatet über Influencer. Sie haben so einen Stereotyp von Influencer angefangen anzubilden in den Medien, den klassischen Medien, wo...
- 25:56leicht dümmlich ist, nichts drauf hat und eigentlich nur einen Körper hat, um zu zeigen. Und diese Stereotypen von Influencern haben sich natürlich über Jahre gespielt, um ihr klassisches Mediengeschäft zu schützen. Insofern war es nie einfach, weil wir immer gegen das Vorurteil ankämpfen mussten. Aber ich glaube, ich konnte es an dieser Konferenz erklären, welche Ecke ich komme und ich habe es genau so erklärt, wie du vorhin.
- 26:24Ich sagte, woher ich mit dem Opinion Leader Marketing aus der Dental-Branche komme. Ich sehe konservativ Referral-Marketing, 1-zu-1-Empfehlungen oder 1-to-many-Empfehlungen mit Social Media. Das hat dann einen Klick gemacht. Da waren doch Marketingleute.
- 26:42Und wenn man eine Werbebotschaft elegant in eine Welt von einem Menschen integriert wird und die Brands in dem Sinne durch den Influencer oder den Content Creator auf eine sehr authentische Art und Weise wieder erzählt wird, nimmt das eine ganz eigene Dynamik an. Ich glaube, das war fast das grösste Problem, dass Markenkontrollen
- 27:08über wie eine Brand erzählt wird, verloren hat. Das war unsere grössere Knacknuss. Bislang war TV-Werbung alles sauber durchs Kript geplant. Es brennt sowieso alle anderen Massnahmen auch. Das war ja der Brand-Absender der Werbebotschaft. Influencer-Marketing funktioniert anders. Du gibst deine Marke an einen Influencer in die Hand
- 27:31Der nimmt sie zu sich, integriert sie in seine Welt, in seine Channel, erzählt es plus minus auf seine eigene Art und Weise und postet es dann in seine Community. Also der Marken verliert eine Art Kontrolle, wie das Content-Piece daherkommt. Klar, du kannst das Content-Piece noch abnehmen etc. Du gibst etwas ab. Du gibst etwas ab und das war schwierig, die Kontrolle und das musstest du...
- 27:58Ich glaube, darum gab es am Anfang auch noch so eine Kampagne, die nicht gut funktionierte. Weil der Brand, logischerweise, jeder Post wollte ihn sehen und sagte, du musst das Werbetext so vorlesen, das ist unsere Corporate Identity, du musst diese Sprache verwenden. Es war alles zu strikt. Da hat es komplett Authentizität verloren.
- 28:18Dann gab es ein paar schlechte Kampagnen. Dann haben wir gesagt, «Guys, gebt Kontrolle ab. Die Menschen wissen, wie sie zu ihrer Community reden müssen. Gebt es ab. Es gibt nichts besser, als wenn der Influencer die Brand in die eigene Hand nimmt und das dann nachher so in eigener Art und Weise erzählt. Und dann ist es authentisch. Und wenn es authentisch ist, dann performt es.» Dann hatten wir wieder zwei, drei Marken. Dann haben wir uns vertraut.
- 28:45Und ab dem Augenblick ist es dann super gekommen. Dann hatten wir mehr Cases, wo wir mit den Marken gesprochen haben, die sagten, so performt es nicht. Wir verstehen euch, das ist ein Kontrollverlust, aber glaubt daran, andere Marken haben schon Fehler gemacht, begönnt nicht die gleichen Fehler. Oder sie sind an eine andere Agentur gegangen, die ihre Erfahrungen gemacht haben, hatten eine schlechte Kampagne, hat auch etwas gehatet, das Influencer-Marketing funktioniert nicht. Aber wenn du es richtig machst, funktioniert es schon. Aber du musst zwei, drei Sachen beachten.
- 29:14Also würdest du sagen, ein guter Influencer macht auch aus, dass er sehr authentisch ist? Mhm. Ich glaube, das ist so der Gang. Es sind verschiedene Sachen. Das eine ist sicher, dass er eine Kredibilität hat, dass Opinion Leader in einem oder mehreren Themen gebührt. Und dann hast du eben so den Brand Influencer Feed, welcher extrem wichtig ist. Und dass er wirklich einen Travel Influencer irgendwie hat.
- 29:38ein Reiseprodukt integriert hat, hat er Kredibilität. Er erreicht die Wahrscheinlichkeit, dass er die Produkte anwendet auf seiner Reise, auf seinem Outdoor, whatever, er hat Kredibilität. Und nachher ist es halt wirklich auch die Art und Weise, wie er es erzählt, die Authentizität, dass er diese behalten kann. Nicht, dass er
- 29:58Ich finde es einen coolen Vergleich und ich glaube, das erklärt das am besten. Ein Testimonial wird in die Markenwelt integriert. Roger Federer trägt die Lind-Mütze an und eine Kochmütze über. Und ein Schwingwesen, das eine Schokolade rührt. Testimonial-Marketing. Das Testimonial wird in die Markenwelt integriert. Influencer-Marketing ist genau umgekehrt. Der Influencer nimmt deine Marke, integriert sie in seine Welt und spielt sie auf seinen eigenen Kanal heraus.
- 30:28Nur wenn es in seine eigene Welt integriert, auf seine eigene Art und Weise, mit seinem eigenen Bild und Umsprung, dann kommt es gut. Dann kommt es gut, das ist authentisch.
- 30:39Megaspannend. Und mega geil. Finde ich cool. Also gut, jetzt hast du gestartet, du hast deine erste Kampagne gemacht und du hast gesagt, du hast die Chance... Ich war im Dolder selber. Ja, ich war im Dolder. Die Konferenz. Gut, nach dieser Konferenz, die scheinbar gut angekommen ist, gab es Leute, die sagten, «Hey, weisst du was, wir möchten mit dir zusammenarbeiten, wir...»
- 31:00Wir geben dir eine Chance. Und sind das unter anderem noch Kunden, die heute noch bei Kingfluencers Kunden sind? Ja, voll. Wirklich? So langjährig? Ja, ja, ja. Schön. Also wir haben wirklich, also klar, es sind Kunden gegangen, also neu dazugekommen. Also es sind mehr neu dazugekommen, als es lange sind.
- 31:20Das ist ein schöner Traum. Aber ja, genau. Dort war es wirklich der Startschuss. Und ich glaube, nach dieser Konferenz in den nächsten drei Monaten sind sie richtig, richtig abgegangen. Aber du hast schon viele Anfragen bekommen. Du hast viele Meetings gemacht. Warst du dort eine One-Man-Show? Dort war ich, ich glaube, eine Assistentin. Ich hatte schon einen Teilzeitpensum. Gut. Und dann nach dieser Konferenz in den nächsten drei Monaten hast du dann gemerkt,
- 31:44«I need more people» «I need more people» «I need IT» «I need IT» «Genau, das hast du richtig hintergemerkt. Wenn du eine Influencer-Kampagne machst, du hast 15, 15, 20 Content Creators Influencer auf 1, 2, 3 Plattformen über 3, 4, 5 Content Pieces in verschiedenen Formaten. Also bist du sofort bei 2, 3, 4, 500 Content Pieces, die du jonglieren musst.»
- 32:09Du kannst es klar, du kannst alles in die Scharbe machen, es kostet dich einfach extrem viel, du verdienst nichts mehr. Oder du machst ein IT und das ganze noch, oder eine Software, die halt den manuellen Aufwand in diesem Sinne runter bricht und automatisiert Kommunikation, automatisiert die Prove-loops und so weiter. Oder halt eben das datenbasierte Influencer-Searching, Mapping, das alles automatisiert.
- 32:35Und das hast du alles alleine aufgebaut in der IT-Firma? Wie hast du das angebracht? Am Anfang, ja, hatten wir eine IT-Firma. Dann haben wir schnell gemerkt, das ist zu mühsam, aber auch zu teuer. Das ist extern. Genau. Und dann haben wir... Ab dem Augenblick sind zwei Partner dazugekommen. Ich wusste, ich brauche einen Partner. Ich habe ein technisches Verständnis.
- 33:00Ich bin immerhin der Marketing-Guy und nicht unbedingt der, der programmiert. Das ging damals richtig gut. Unterdessen habe ich ein gewisses Know-how aufgebaut zum Glück. Aber damals nicht. Ich habe einen Partner dazu geholt, der selber Programmierer war, aber auch ein Unternehmen hatte. Er hatte damals auch schon einen Google-Verkauf. Er wusste wirklich, was er macht.
- 33:26Bis zum Schluss war er dabei, er war einer meiner Grundpartner. Christian Reiter. Er begann die IT zu programmieren in-house. Zuerst selbst, dann mit meinem ersten Programmierer, mit dem zweiten Programmierer. Dann haben wir mehrere Jahre lang an dieser IT gebaut. Etwa 4 Jahre? Ja, ungefähr 4 Jahre haben wir investiert.
- 33:54Auch Geld, das wir selbst eingenommen haben, reinvestiert. Okay, 2014 hast du gegründet? 2014, genau. Damals war es ein Transition-Jahr, weil wir zuerst in der Seed&Earn-Integration waren. Nach dem Kingfans als das eigene AG. Genau, 2014, 2015 war das der Fall. Gut, das heisst, du hast ja vorhin schon angesprochen,
- 34:17Das hast du ja noch nie erreicht, dass es nur auf Least liegt. Das ist ein klassischer Social Media Mensch. Ja, das ist richtig. Alles gut. Ihr habt im Jahr 2014-2015 gegründet.
- 34:35Du hast vorhin erzählt, dass ihr vor ein paar Wochen eine Firma verkauft habt. Ja, genau. «Kinkfluencers» verkauft. Gratuliere an dieser Stelle. Ich habe auch gegründet und das ist mein Baby und auch meine Firma.
- 34:56Aber natürlich denkst du irgendwann, vielleicht irgendwann willst du es verkaufen. Und dann hast du einen Step weiter gemacht in dieser ganzen Unternehmererfahrung. Wie hat sich das angefühlt, das loszulassen?
- 35:10Es war natürlich ein 10-Jahres-Prozess, den wir mit der Firma hatten. Von 2014 bis 2025 sind 10 Jahre lang Influencers durch, hoch und tief. Wenn du wüsstest, was alles auf dich zukommt in diesen 10 Jahren, würdest du wahrscheinlich nicht mehr machen.
- 35:28Aber du lernst natürlich auch viel dabei. Es war die Grundidee, dass wir die Firma verkaufen. Wir wussten von Anfang an, dass wir das alle wollen. Darum haben wir es in diesem Sinne auch
- 35:50Immer wieder geprüft, ob man sie verkaufen kann oder nicht, wie viel wird gepotet, etc. Da haben wir verschiedene Überlegungen, eigene Bedürfnisse. Schlussendlich haben wir jemanden gefunden, der das in diesem Sinn gekauft hat. Ich glaube, das ist so spannend an den Partnern, die das übernommen haben. Im Influencer Marketing haben wir eine IT, die viel automatisiert.
- 36:14Du hast halt auch extrem hohe Drittkosten. Also Influencer-Gage ist halt einfach ein wesentlicher Bestandteil von diesem Business. Und insofern ist das semi-attraktiv als Standalone-Case jetzt, also eine Influencer-Marketing-Plattform, Agentur zu haben an der ZI.
- 36:31Die Firma, die das jetzt übernommen hat, ist eine Schweizer Social Media Plattform, die NAOO heisst. Die haben natürlich ein höchst skalierbares Businessmodell. Die bekommen andere Bewertungen, wenn du das als Agentur in diesem Sinne bekommst.
- 36:50Darum haben wir uns gefunden und die Kingfluencer zu integrieren. Es kamen noch zwei, drei andere Geschichten dazu. Wir fanden, das ist der richtige Augenblick, um das auszulassen. Das zu integrieren. Es kamen noch viele Sachen dazu, in Tat und Wahrheit, die wirklich fanden, wir haben es seit zehn Jahren gemacht und durch alles durchgegangen. Operativ warst du immer an der Front. Ja, genau.
- 37:16Ganz am Anfang als CEO, als ich noch die Geschäftsleitung gemacht habe. Dann habe ich gemerkt, die Kundenwelt ist meine. Ich bin Marketinggeist, ich bin bei den Kunden. Da habe ich den CCO, den Chief Commercial Officer.
- 37:32Jahre lang gemacht habe und das ist meine wahre Stärke. Einer meiner Partner hatte mal über NOCA, wo wir die Tech-Ausrichtung hatten, den CEO über NOCA, um das richtig abzubilden und die richtigen Entscheidungen zu treffen.
- 37:55Und ja, dann war ich auch immer bei den Kunden. Du hast vorhin gesagt, wenn man weiss, was auf einen zukommt, mit Höhe und Tief, würde man sich das vielleicht einmal überlegen. Wenn du jetzt denkst, ein richtiges Höch, das du hattest und ein richtiges Tief, was würdest du sagen, was waren das?
- 38:20Es gab verschiedene Herausforderungen. Ich glaube, von meinem Naturell her bin ich ein alter Mensch. Ich kann es gerne nicht schnell vorwärts gehen. Ich war immer der Kundenfrau. Für mich war es immer wichtig, dass das Geld vorne reinkommt. Dass wir Aufträge haben. Das war auch meine Aufgabe.
- 38:38Es war brutal schwierig für mich, die Kundenorientierung, wenn die Kampagne qualitativ nicht richtig verhebt war, nicht richtig umgesetzt wurde. Da hatte ich immer Mühe, das zu verstehen oder nicht auch zu verstehen, weil ich dem Kunden möglichst gute Resultate abliefern wollte. Das kam mir nicht oft vor. Aber das waren Sachen, bei denen ich immer gestruggelt habe. Ich fand, wie schwierig es ist, einen Kunden zu gewinnen. Und nachher einen Kunden zu behalten,
- 39:07Da brauche ich den Support von ihnen, damit alles läuft. Das war aber nicht meine Verantwortung, weil wir einen Chief Operator Officer hatten. COO. COO. COO, danke vielmals. Genau. Und da ist es auch zum Taten schwierig. Zwischenmenschlich, wo man sich ein wenig das Keko ist. Und auch Konflikte hatte diesbezüglich. Ja. Mhm.
- 39:33Aber ich glaube, das, was ich am meisten unterschätzt habe, ist, was es bedeutet, Mitarbeiter zu haben und Mitarbeiter zu behalten. Wie viele sind ihr schlussendlich jetzt gewesen? Hey, schlussendlich waren wir etwa 35 Mitarbeiter. Aber das ist sehr schwierig, gute Leute zu finden und gute Leute zu behalten. Ich glaube, das habe ich komplett unterschätzt. Was hast du unterschätzt? Das Leadership an sich.
- 40:02Ja, oder weisst du, wie viel Zeit du eigentlich in das Zwischenmenschliche investieren musst, bei den Mitarbeitern. Und ich bin, ich meine, wir waren ein langes Start-up und du bist auf so vielen Hochzeiten am Tanzen und du musst...
- 40:18Verkaufen, verkaufen, verkaufen. Aber eigentlich muss man auch schauen, dass die Mitarbeiter, dass ihre Bedürfnisse alle sauber besprochen sind, alleine sind. Und mit meinen Partnern alles und so. Das ist extrem aufwendig. Und für einen Menschen wie mich, der extrem schnell vorwärts geht,
- 40:39Fühlt sich das an, als ob du einen Betonklotz am Fuss hast und nicht so schnell vorwärts kommst, wie man es natürlich wählen würde? Sie waren ein langer Start-up. Wie definierst du ein Start-up? Das ist eine gute Frage.
- 40:56Ja, man kann sagen Umsatz, aber vielleicht auch der Groove, den man hört. Sich ständig neu erfinden, agil und schnell sein. Nicht zu starre Prozesse haben, sondern flexibel auf den Markt reagieren können. Social Media, Trans kommen und gehen, Plattformen kommen und gehen. Da musst du extrem flexibel bleiben.
- 41:16Mein zweiter Partner war für die Finanzierung des Prozesses zuständig. Der Prozess war für mich eigentlich das Fremdohr. Darum hatten wir uns gefunden. Ich wusste schon, dass es an gewissen Punkten wichtig ist.
- 41:31Viele Prozesse bedeuten auch, weniger agil zu sein. Das sind alles Reibungsflächen, die entstehen. Aber es geht nicht nur mir so, sondern es ist auch meinen Partnern mit mir so gegangen. Es ist immer vice versa, auf zwei Seiten raus. Und in allen anderen Geschäften und Businesses ist es genau das Gleiche.
- 41:48Ja, ich glaube, das ist ja ein Glück von Unternehmern, die wissen, was einem selber fehlt und was sie für Partner holen. Ich glaube, die richtigen Partner an der Seite zu haben, ist unglaublich wichtig. Ich glaube, da hast du es angezogen, dass du jemanden gehabt hast, der IT-affin war und selber die ganze IT aufbauen konnte. Und der andere, der dann kam, war sehr prozessorientiert. Und du bist der, der reden kann, du bist der, der rausgehen kann zu den Kunden.
- 42:17Ich glaube, das war ein perfektes Trio, das das Geschäft benötigte, um so wachsen zu können, wie es überhaupt gewachsen ist. Voll. Und ich glaube, von dem her sind wir auch super unterwegs. Wir haben uns gut aufgestellt. Wichtig ist einfach, dass man wirklich versteht, wenn man sich einen Partner auf Schwächen einholt, die man ja eigentlich hat. In diesem Sinne ist das eine Schwäche von mir. Es ist wichtig, dass dein Partner auch versteht, dass das eine Schwäche von dir ist. Also muss das auch akzeptiert sein. Und das ist, also du sagst, es ist vice versa.
- 42:47Die haben vielleicht weniger Verständnis, die Prozesse sind wichtig, dass sie eingehalten werden. Aber wir spüren es, dass wir Geld nicht mehr bekommen, sondern den Kunden. Genau, und schnell sind. Jetzt sind wir schon da im Markt und der Prozess ist aber noch da. Es gibt einfach Reibungsflächen.
- 43:09Wo gearbeitet wird, gibt es Bäh. Das ist völlig... Und Lukas Speiser hat das mal gesagt. Bei einem Start-up ist Euphorie und Panik so nahe. Also, du kannst Euphorie verspüren, weil jetzt hast du einen geilen Kunden an die Lande ziehen können und hopp, du weisst, in den nächsten paar Monaten...
- 43:31«Wie soll ich das nur haben?» Euphorie und Panik ist bei einem Star enorm nahe aneinander. Je länger das Geschäft existiert, desto länger werden die Abstände. Ja, voll. Und ich glaube, dass das auch ein Grund ist, dass die Leute, die sich für einen Star befinden, sich für einen Star befinden, dass sie sich für einen Star befinden, dass sie sich für einen Star befinden, dass sie sich für einen Star befinden,
- 43:57Ja, es ist genau so, wie du sagst. Ich habe mich natürlich über jeden Kunden gefreut. Oder wer Grosskunden gefreut hat, hat plötzlich auch von Grosskunden gegeben. Am Anfang, wenn du 20'000 Franken für eine Kampagne bekommst, war das viel. Plötzlich waren es 50'000 Franken, über 100'000 Franken. Plötzlich wurden die investierten Beträge von den grössten Kunden in siebenstellige Formen.
- 44:23Und so ging es schnell. Der Markt hat sich so adaptiert. Wir hatten auch ein festes Resultat. Das funktioniert für uns all in. Auf die Marketingdisziplin. Aber damit ist auch die Verantwortung, das Resultat und der Prozess wichtig. Und dort sind Prozesse schon wichtig. Wenn du so riesige Beträge bekommst, musst du auch abliefern. Wahrscheinlich ein Vertrag mit verschiedenen Partnern. Nicht nur mit dem Kunden, aber auch mit dem Influencer, der für den Kunden arbeitet.
- 44:53Wahrscheinlich sind das auch Sachen, die erst mit der Zeit gekommen sind. Oft hatten wir das Thema. Influencer sind häufig noch sehr jung. TikTok kam noch dazu, weil es gerade mal 18 Jahre war. Verbindlichkeiten bei 18-Jährigen sind sehr lang. Auf der anderen Seite der Grosskonzern. Wir haben dann und dann eine Kampagne gestartet. Wieso haben wir da noch nichts gesehen?
- 45:23Was ist denn die Rolle in so einer Situation? Bist du der Zwischenmann, der sagt «Jungs, das war...»? Ja, absolut. Wir haben die Influencer nie direkt mit dem Kunden gelassen. Es waren immer mehr, die die vermittelnde Position dazwischen hatten. Ich glaube, es ist auch für den Kunden wichtig, dass das passiert, dass ihr die Rolle übernehmen könnt.
- 45:47Gut, in diesem ganzen Prozess sind ja weitere Firmen entstanden, wie zum Beispiel der Swiss Influencer Award AG und Swiss Creators Academy. Wie sind die entstanden? In welchem Weg in diesem Prozess?
- 46:03Ja genau, also die Swiss Influencer Award AG ist 2019 entstanden. Also 4-5 Jahre nach der Influencer-Erkündigung. Genau, genau. Dort war die Idee, wir haben eingangs erzählt, dass die Medien relativ immer scharf gegen einen Stereotyp von Influencer etablieren, der eigentlich nicht der Realität entspricht.
- 46:29Das schwierigste für uns zu vermitteln waren Bachelor-Menschen. Oder auch von der Image-Advertisement-Serie. Oder Menschen, die zu viel nackte Haut auf ihren Feeds zeigen. Das konnten wir nie vermitteln. Kein Markt wollte sich in Verbindung bringen mit zu viel Sexismus, mit zu viel Trash-TV. Das war immer schwierig.
- 46:47Für die Kampagne haben wir einfach so coole Content-Creators gefunden, die Opinion-Leader in verschiedenen spannenden, healthy Lifestyles oder Fashion waren. Auf eine gute Art und Weise, die tiefes Wissen vermittelt haben und in ihre Posts reingenommen haben. Woher haben die das gefunden? In den Medien? Was sagt ihr da?
- 47:10keine Influencer, die für Influencer-Kompanien in Frage kommen. Die haben vielleicht eine grosse Community, wenn sie dann echt sind, was ja auch nicht immer gewährleistet ist. Da musst du noch ein bisschen tiefer schauen. Nicht nur Influencer, die 100'000 Follower haben, das sind auch echte Follower. Da gibt es ja ein Tool, wo man prüfen kann. Unterdessen, ja. Das gab es damals noch nie so. Unterdessen gibt es das natürlich. Oder einfach, die von mir her schwierig waren. Hunde nachher tun.
- 47:41Das musst du mir erklären. Ah genau, mit den Medien. Da mussten wir... Es war mir persönlich eine Anleger, dass ich nach wie vor der Schweiz aufzeige, was die guten und schlechten Content Creators und Influencer sind. Okay. Und dann fand ich es so, wie machst du das? Und dann fand ich, eigentlich ist ein Award das richtige Tool dafür, weil du zeigst in verschiedenen Kategorien die zehn besten Beispiele.
- 48:07Wir hatten heute zehn Nominierte, also unter diesen 18 Kategorien. Boah. Kennst du sie alle aufzählen? Ja, ich glaube schon. Probier es mal. Beauty, Lifestyle, Entertainment, Sport, Fashion, Musik, Podcasts.
- 48:25Gaming äääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääää
- 48:55Der Vorführer-Effekt? Das wollen wir nicht. 18. 13. Das ist eigentlich schlecht. Feindlich. Wir blenden die anderen ein. Danke. Wir blenden die anderen ein. So Richtung der Live-Effekt. Ja, das ist möglichst klar. Genau.
- 49:16Viel wichtiger ist das, was ich erzählen wollte. Wir wollten aufzeigen, was die guten Content Creators in den 18 Kategorien sind. Um auch bei den Medien etwas dagegen zu halten. Es gab plötzlich eine Diskrepanz zwischen den Medien, die erzählten, wieso tauchen die nicht auf beim Swiss Influencer Award? Sind das gar keine Influencer? Da hat man langsam angefangen zu verstehen,
- 49:40Es gibt eigentlich eine andere Influencer-Welt als die, die unsere klassischen Medien vorgaukeln. Okay, hast du ein Schachzug gegen die Medien? Nein, eigentlich nicht. Aber das war eigentlich mehr ein Side-Effekt. Ich glaube, der größere oder wichtiger Punkt war das Marketing-Tool für die Influencer. Die Influencer waren natürlich präsent, wenn sie ihre Influencer einladen durften etc.
- 50:08Gut, und dann, das ist im 19. Mai, der erste Event ist auch im 19. Mai stattgefunden. Ja, genau, das hat im 19. Mai stattgefunden im Volkshaus.
- 50:17Ja, in Zürich. Wahrscheinlich der letzte. Und dann ist der Aufstandschall... Ganz genau. Es war genau so, als Corona kam. Da mussten wir ein Jahr aussetzen. 20 haben ihr ausgesetzt? Ja. Nach einem Jahr darauf, im Jahr 2021, durften wir es knapp machen. Stimmt. Es gab eine Öffnung. Genau, es gab eine Regelung.
- 50:39Dann gingen wir aber vom Volkshaus ins Kaufleuten. Also das erste Jahr Volkshaus, dann Kaufleuten. Das zweite Jahr Kaufleuten Ausbuch. Wir konnten nicht mehr weiter, es war wirklich Rappel, Rappel voll. Dann gingen wir in den Hall über Dorf. Damals war es noch Samsung Hall. Das erste Mal Samsung Hall. Nein, ich glaube schon.
- 51:11Wir haben das zweite Mal in der Hall. Und jetzt das dritte Mal, eigentlich 25. Also die siebte Umsetzung ist wieder in der Hall. Aber dort auch... Entschuldigung. Jetzt haben wir auch bei dem Seating, das wir letztes Jahr hatten, Kapazitätsgrenzen gestossen. Wir konnten über 1000 Leute reinlassen. Also respektive, wir konnten einfach nicht mehr Tickets verkaufen. Wir hatten über 1000 Anfragen. Jetzt müssen wir es einfach anders machen mit den Sitzplätzen. Wir haben die Sitzplätze weiter vorne.
- 51:39Und so weiter. Und jetzt haben wir mehr Platz und möchten noch ein paar Artizonen. Ah cool, ja. Sehr toll. Du bist immer so im Herbst, oder? Ja genau. Und das ist dann eigentlich so, der Award ist immer weiter gewachsen, grösser geworden, relevanter geworden. Und irgendwann fand ich,
- 52:01Ja, ich glaube, ich investiere mehr Zeit in diese, weil es ja ein sehr beratendes Angebot war. So ein Event, das dritte Mal in der Halle, braucht ja easy viel Organisation und die Vorlaufzeit ist enorm. Das kann man aber gar nicht richtig einschätzen. Von aussen sieht man wirklich nur den Spitz des Eisbergs, wo man denkt, okay, geiler Event, passt, Lichter, alles, Moderatoren, es funktioniert, es ist eine coole Stimmung.
- 52:28was im Background alles abgeht. Das ist crazy, oder? Das ist komplett unterschätzt. Es ist ein riesen Aufwand, etwas zu organisieren. Und du brauchst effektiv zwölf Monate, um das nächste Event zu organisieren. Sind das die ersten Events, die du sauber gemacht hast? Genau, das ist eigentlich überhaupt nicht das, was ich viel Erfahrung hatte. Am Anfang ist es ja, zum Glück ist es dann übrigens auch klein gewachsen. Und immer grösser geworden, weil man konnte immer dazulehren.
- 52:55Aber es war für mich neu. Es entsprach mir natürlich, weil ich gerne, wenn es läuft und viel los ist. Du hast es gerne, wenn es schnell geht. Ja, genau. Und auch wenn es bewegt ist, wenn Menschen zusammenkommen und Spass haben. Wenn es wächst, das habe ich sehr gerne.
- 53:14Ja, und zu einem gewissen Punkt hatten wir damals noch eine Geschäftsleiterin, die den Swiss Influencer Award in diesem Sinne die ersten vier Umsätzungen in Sino gemacht hat. Da hatten wir uns getrennt und es war die Frage, wer das jetzt macht. Ich fand, die Influencers haben zu viele Strukturen. Nein, das auch. Seid daheim.
- 53:40Für mich war das eine willkommene Anwechslung. Nach gefühlten ... Nein, so war es nicht. Ich bin acht Jahre bei Kingfluencers. Ich hatte auch wieder Freude, etwas von Grund auf wieder neu aufzubauen und weiterzuentwickeln. Darum ist der Award für mich, ich fand, es ist eine Mehlzeit, ich habe auch als grösstes Pensum in den Award eingestiegen. Als kleinerer Pensum aber noch bei Kingfluencers gelassen. Dass ich dort noch Schlüsselkunden betreue und PR mache.
- 54:09Was würdest du sagen, ist so ein Erfolgsfaktor, um zu einem so grossen Event zu kommen? Ja, also ich glaube, es ist schon sehr wichtig, dass du Kredibilität hast in diesem Themengebiet. Und das hat mir sicher geholfen, weil ich von der ersten Stunde weg, als ich die Schweiz aufgebaut habe, man hat mich in der Branche auf beide Seiten gekannt, egal ob Influencer oder Marke. Sie haben mich vertraut, weil sie die letzten Jahre angeschaut haben, was ich gemacht habe.
- 54:36Sie haben gesagt, wenn Fabian das Event organisiert, wird es wohl gut werden. Auf jeden Fall zusammen mit den richtigen Leuten. Das ist schon auf die Schulter geklopft. Ich bin kein Eventler. Einen guten Event ist eher einer, der perfekt organisiert ist. Das gibt es nicht. Das gibt es auch nicht. Es gibt keinen perfekten Event. Man strebt sich an und so wächst man.
- 55:02Aber ich glaube, ein perfekter Event gibt es nicht. Weil bei Events kommen Menschen. Und jeder hat andere Bedürfnisse. Darum ist es wie ultra schwierig, diesen Spagat zu machen, dass es für alle perfekt ist. Also ich auch noch weisst, du bist du. Nein, nein. Das Ding ist ja auch, wir haben effektive Fehler gemacht.
- 55:22Weisst du, wenn du neu mit dem anderen Menschen zuhörst, dann sagst du mal Technik. Es war das Loot, wir hatten eine junge Crowd, wir haben am Anfang nicht die Seiten gemacht. Die Leute konnten stehen und durften an die Bar gehen. Und logischerweise verlierst du den Fokus auf den Bühnen und so weiter. Das sind alles so mega primitive Learnings, die ich gemacht habe. Aber ich fand es so, das sind doch junge Leute, lassen sie sich an die Bar, sie wollen ein Bier dazu trinken.
- 55:47Aber dass die Moderation nicht durchkommt, die Technik nicht mehr lauter stellen kann und sonst die Pfeife boxen. Dafür war ich zu wenig in Wendler ein Techniker. Aber die erste Umsetzung, die ich persönlich zu Ritter war, war die in 2024, das letzte Jahr.
- 56:08Ich fand, es hat sehr viel gut gegangen. Muss man auch sagen, es war auch sehr, sehr geil. Ich war auch vor Ort und es hat sehr viel Spass gemacht. Es war mega, mega cool. Es hat von den Sachen, die mir jetzt mega aufgefallen sind, von der Moderation über Kameraführung, ich finde, es hat
- 56:27Es ist richtig cool, Sie. Danke vielmals, Kür, natürlich gerne. Und vor allem nach all den kinderkrankenden Fällen, die wir gemacht haben, ist das natürlich schon mal schön, so etwas zu hören. Nein, aber ich glaube, es gehört auch dazu, dass man gewisse Gefahren irgendwie machen muss.
- 56:44Gut. Und jetzt für dich nach dem Exit von Kingfluencer oder vom Verkauf von Kingfluencer an NOW, ist dein Pensum bei Swiss Influencer Award gleich gross? Ist es gestiegen? Machst du jetzt mehr dort? Konzentrierst du dich mehr auf das?
- 57:04Ja, also in dieser Zeit ist es schon so, dass ich mehr Zeit in den Award stecken würde. Aber es ist nicht so, dass ich mein Pensum hochgeschraubt habe. Ich mache einfach, dass das eine Pensum weggefallen ist, investiere ich jetzt von übergehend an das andere, weil ich auch jede Zeit habe.
- 57:22Aber ich versuche mir jetzt auch mal noch einen halben Tag für meine Tochter zu geben. Ich bin unterdessen noch Vater geworden. Herzlichen Glückwunsch! Es ist jetzt schon 3,5 Jahre her. Wunderschön. Aber es ist auch noch ein bisschen das Bedürfnis, ein bisschen Zeit der Tochter zu geben. Meine Frau ist auch fast in 2 Jahren selbstständig. Was macht sie? Sie hat ein Unternehmen, das Medizinalberichte auf KI-Basis transkribiert.
- 57:50KI übernimmt. Mega gut. Schön, in diesem Fall ein dreieinhalbjähriges Töchterchen, Frau Unternehmerin, Schauart. Finde ich immer cool, wenn Leute Sachen machen. Gut, was ist mit der Kermi?
- 58:08Soll ich das noch kurz aussetzen? Mit der Academy? Ja genau. Die Academy ist dann auch eine Art... So ein bisschen unser Leidensatz. Das Influencer Award ist immer so wie «Celebrate, educate people and brands of influence.» Und das Educate von Menschen im Bereich Content Creation war uns eigentlich in dem Sinne von Anfang an sehr wichtig.
- 58:28Wir fanden dann heraus, dass es noch keinen anständigen Lehrgang gibt, der mit einem anerkannten Zertifikat abgeschlossen werden kann. Wir wollten die Swiss Greater Academy in diesem Sinne
- 58:48Es gibt einen Online-Lehrgang, wo man Handwerk als Content Creator von HWZ lernen kann. Es gibt natürlich verschiedene Wege, wie man so etwas lernen kann, aber ich glaube, dass du am Schluss noch das Zertifikat von der HWZ auch bekommst. Es richtet sich ja nicht nur an Content Creators und Influencer, sondern auch an Social Media Menschen, die bei den Marken arbeiten.
- 59:11Für irgendwelche C-Levels, die sagen, ich will wissen, wie ich mein LinkedIn-Profil... CMOs... Genau, ein LinkedIn-Profil für die Personal-Brande... Sind das auch Leute, die das besuchen? Ja, das ist wirklich querbeet. Wir haben von jung bis alt alles dabei. Kostenpunkte für so ein... Es sind drei verschiedene Module. Es fällt bei 500 Franken an für das erste Modul, dann 1200 für das zweite Modul, dann hast du aber auch das Zertifikat schon dabei, und jetzt kannst du noch ein KI...
- 59:38Wir haben einen KI-Zusatz, den du mit KI konzentrierst. Und du bist irgendwie bei knapp 2'000 Franken für alles zusammen, inklusive 25 Karten. Das ist ja mega überschaubar. Genau, es ist überschaubar, aber es ist eben auch online. Also, wenn du im eigenen Studium so willst. Und ja, wir haben auch gefunden, wir wollen einen Preis machen, der auch für junge Leute funktioniert. Wieso macht ihr das so schon?
- 1:00:01Nein, das ist jetzt im zweiten Jahr. Im zweiten Jahr? Ja. Genau, ja. Voll. Hast du viel Aufbauarbeit gemacht? Ja, verschiedene Dozenten, die wir dort haben. Das sind Influencer Marketing, Marketing, Social Media Spezialisten. Zwei Professoren, die ihr hier teilt. Der ist Professor für Influencer Marketing und der für KI.
- 1:00:19Und dann halt wirklich Influencer, die das Praxiswissen teilen. Und da haben wir auch sehr grosse Namen wie Hieronymo oder Mimosa etc. Ja, eine grosse Nummer. 100'000 von Followers. Riesig. Ja, ich glaube, dass auch die 12 Content Creators ihr Wissen teilen.
- 1:00:38Und die haben das in einem Videoformat geteilt? Genau. Sie haben ein Thema, das sie finden, und das können sie auch etwas erzählen. Das möchten sie gerne weitergeben. Dann haben wir das mit ihnen eingetragen, das Videoformat. Du kannst es dann in einem Tool durch all diese Videos anschauen, lernen und dann kommst du zu Prüfungsfragen, musst sie ausfüllen, gehst weiter zum nächsten Video und so geht es durch bis zum Zertifikat. Wem würdest du das alles empfehlen? Wer würde das machen?
- 1:01:06Ich würde sagen, dass es für fast jeden ist, der sagt, er will die Social Media auf einen neuen Level bringen. Klar, es gibt sehr etablierte Menschen, die sagen, dass es nicht mehr nötig ist. Aber ich glaube, selbst dann kannst du viel lernen oder Skills weiterentwickeln. Also ich würde sagen, es ist für sehr viele, die einfach ihre Social Media auf einen neuen Level bringen wollen.
- 1:01:22Egal, ob du übrigens auch auf Brandsit, also wenn du ein Social Media Manager von einer Brand bist oder das besser verstehen möchtest, weil du irgendwie CMO bist und mit deiner jungen Social Media Mitarbeiterin nicht mehr mitreden kannst, wenn du es nicht verstehst. Auch für solche Menschen ist es wichtig, dass du einen guten Austausch mit den Jungen kannst haben.
- 1:01:43Die Generation ändert sich ständig. Wir hatten jetzt einen grossen Change mit der Gen-C, die gekommen ist. Wie hat sich das im Influencer-Marketing sichtbar gemacht? Oder wie hat sich das dort verändert? Haben die das gemerkt? Grundsätzlich merken wir, dass Menschen immer mehr auf den sozialen Medien unterwegs sind. In allen Altersgruppen?
- 1:02:09Ja, natürlich schon primär bei den Jüngeren. Aber ich würde sagen, den 65-Jährigen würde man auf den sozialen Medien weniger gut treffen. Aber alles, was unter 50 ist, geht einem ziemlich gut. Klar musst du auch auf anderen Kanälen unterwegs sein.
- 1:02:30Aber was wir sehr selten gemacht haben, sind Facebook-Kampagnen. Es fängt mit der Plattform Instagram an, LinkedIn, TikTok natürlich für die ganz jungen Leute, YouTube, wobei der Schweizer YouTube ein spezielles Thema ist. Es gibt auch unter dem ein paar gute YouTuber, aber die grosse Masse ist eher zwischen Instagram und TikTok. Ja, ja, ja. Okay.
- 1:02:55Aber da erwischen wir die Leute an, und das haben sie immer gut erwischt. Wieso denkst du, ist YouTube in der Schweiz noch ein schwieriges Thema?
- 1:03:06Das ist eine gute Frage. Ich kann es dir nicht einmal so genau sagen. Ich merke einfach, dass in Deutschland das Thema, es gibt viel mehr YouTuber, nicht einfach prozentual gesehen, auf Bevölkerungszahl. In der Schweiz ist es immer so ein stiefbrüderliches Behandeln. Alle haben ihren Content einfach auf Insta und auf TikTok gepostet und weniger auf YouTube.
- 1:03:28Klar, es gibt schon ein paar YouTuber. Aber die erste Plattform ist immer Instagram oder TikTok. Und natürlich in anderen Märkten. Die grösste Plattform ist YouTube. Ein Weltmeister? Nein, sorry. Es gibt YouTuber. Das gibt es in der Schweiz extrem selten. Einer, der sich YouTuber nennt.
- 1:03:51Stimmt, ja. Er ist auf Instagram und TikTok und postet auch noch ein bisschen auf YouTube und hat dort doch noch ein paar Follower, aber nicht wirklich...
- 1:04:01Der Begriff YouTuber gibt es in der Schweiz. Darum ist damals Tubecon wahrscheinlich kläglich gescheitert in der Schweiz. Das war eine Art Event. Hast du das noch einmal gehört? Wie hat das geheissen? Tubecon war ein Erfolgsevent. Eine Art Award, das YouTuber gekürt haben. Und das ist von Norden, ich glaube Dänemark oder Schweden. Und da ist weltweit ein Erfolg gewesen. Die Schweiz hat abgehakt.
- 1:04:30Weil wir keine YouTuber haben. Oder zu wenig. Wir haben im Hallenstadion eine erste Umsetzung. Wir haben extrem aufgeladen. Es waren nicht 2000 Leute da. Wenn überhaupt. Wie gross ist die Chance, dass ihr mit dem Swiss Influencer Award in ein Hallenstadion gehen könnt? Ich weiss es gar nicht. Ich weiss gar nicht, ob das wirklich das Ziel ist.
- 1:04:56Für mich ist es viel wichtiger, dass die richtigen Leute dort sind. Also, grösse jetzt...
- 1:05:03Es bringt halt einfach neue Herausforderungen. Es kommt auf das Konzept an. So wie es heute ist, nein, sage ich nicht. Lieber an der Qualität arbeiten. Wenn es organisch weiter wächst und so grösser wird, ja, why not. Wir sind jetzt mega happy dort, wo wir sind. Wir können auch dort noch etwas ausbauen und optimieren. Weisst du, auch mal eine Afterparty auf den nächsten Level zu bringen und solche Sachen, das ist das, was mich interessiert. Wirklich an der Qualität arbeiten mit dem, was wir haben.
- 1:05:32Wenn er sofort in ein Hallenstadion geht, nachdem die Eta halb leer sind, dann war ich noch nie Fan. Also er ist wirklich einfach schon gut, wenn es schnell wächst, aber auch qualitativ soll es wachsen. Das ist nicht zu verleihen.
- 1:05:46Ich würde schon sagen, dass du ein Visionär bist, weil du bist der Erste, der das gemacht hat in der Schweiz. Du hast das erkannt und hast auch den Mut gehabt, um es umzusetzen. Wenn du jetzt etwas nach vorne schaust, was denkst du, was die nächsten Sachen sind, die kommen? Was interessiert dich sehr fest? Wo siehst du selber ein grosses Potenzial?
- 1:06:06Ich glaube schon, dass das Thema KI in den nächsten Jahren etwas mit uns machen wird. Das ist etwas, was mich interessiert. Was geht in diesem Bereich im Markt? Ich schaue verschiedene Sachen an, wie sich die Sachen entwickeln.
- 1:06:22Was ich auch immer spannend finde, wo steht UK, wo steht USA, wo steht Asiatisch mit diesem Thema. Klar, du musst dir immer auch überlegen, wir sind eine eigenständige Kultur in der Schweiz. Du kannst nicht alles, was in UK oder China funktioniert, hier vielleicht gar nicht. Oder wenn, dann anders. Das musst du auch immer einberechnen. Aber ich glaube, es ist einfach geil.
- 1:06:51ein paar geile Sachen. Das ist schon das, was mich interessiert.
- 1:06:57Aber die Award finde ich mega cool. Dort haben wir noch viel vor. Es ist ja auch nicht nur ein Award, nicht nur ein Event. Wir haben ja auch eine Plattform entwickelt, bei der sich Mark und Influencer das ganze Jahr vernetzen können. Bei uns auf der Webseite. Wir haben eine Barter-Deal-Kampagne, die Influencer auf Barter-Deal-Basis mit Mark zusammenfindet. Also Unpaid-Influencer-Geschichten.
- 1:07:25Dann haben wir eine Creator Convention, die wir dieses Jahr zum ersten Mal machen. Im Vorfeld des Swiss Influencer Awards, also am gleichen Tag als Nachmittagsveranstaltung. Das ist auch eine Creator Brands Convention. Dort sprechen wir Social Media Content Creators Influencer an und Marketingleute zusammenkommen, die sich kennenlernen, Masterclasses, Keynotes.
- 1:07:52Workshops geniessen können. Dann geht es in die Red Carpet Situation für die Obix Veranstaltung für Award. Also das sind wir auch da noch recht wieder am Ausbauen. Ja, extrem. Was kann sich ein Gast auf was kann er sich gefasst machen dieses Jahr? Also eigentlich wirklich zu connecten mit dieser Creator Influencer Szene in der Schweiz, weil es sind wirklich alle wichtigen Namen sind dort. Du hast nie die Möglichkeit
- 1:08:22mit all den Creatoren und Influencern zusammenzukommen. Es gibt natürlich die Gruppierung, die trefft dich hier und dort und so. Aber das verbindet alle Creatoren und Influencern der Schweiz. Ich finde das ausspannend, alle auf einem Fleck zu haben. Sie können wirklich zusammen feiern, Spass haben. Und es ist auch geil, weisst du, wie viel Content unterdessen von dort produziert wird. Also Influencer haben wirklich Contents nach diesen Posts auf ihren Channels, die sie dort
- 1:08:47Konzept, das sich spezifisch für das entwickelt. Ein kleines Beispiel, Flavio Stucki kennst du? Sicher. Geiles Ich. Er hat angefangen, vor drei Jahren, mit einem Travel Influencer, hat er einen Award geklaut. Also wirklich den Stadion, den Trophäen geklaut.
- 1:09:07Dann ging es auf den sozialen Medien los, weil er dort geklaut wurde. Und wer hat ihn geklaut? Schlussendlich hat er sich geähtet, dass er den Ort geklaut hat. Es hat über alle Jahre weitergezogen. Letztes Jahr haben wir die Kantonspolizei Aargau nominiert. Ah, ist das eine andere Kategorie mit der Polizei?
- 1:09:29Ja, wir hatten die Kategorie Brand. Jetzt sind wir schon bei 14. Comedy oder E-Shiney? Ja, Entertainment. Hast du die gezeigt? Ja, ja. Übrigens, Medien. Klassische Medien auf Influencer. 15? Wir schaffen es noch. Wir haben es immer etwas gewechselt. Verständlich, ich habe ja klar.
- 1:09:58Dann haben wir eine Kantonspolizei nominiert in der Kategorie Brands und die haben gewonnen. Tatsächlich hat es Flavio Stucki geschafft, wieder bei der Polizei. Der wurde auch an den Awards geklaut. Dann ging es so geil los.
- 1:10:16Er stellte mir eine Rap-Track oder eine Forderung. Da kommt die Kantonspolizei Aargau. Dieses Video ging schon viral. Dann machte die Kantonspolizei Aargau ein Rap-Video zurück. Und ich verwitschte dich. Die Kantonspolizei Aargau macht es wirklich sehr geil. Die machen einen guten Job. Sie hat einfach verstanden, wie sie die Jungen unterreicht. Das ist auch auf ihrem Auftrag.
- 1:10:43Das ist wichtig. Und sie platzieren immer sehr gescheite Botschaften in ihren Contents. Und sie verstehen auch, dass sie es mit Humor machen müssen. Die jungen Leute haben gesehen, dass sie nicht einen Lehrer haben, der mit dem Zeigefinger sie runterzieht. Sondern eine Vermittlung von schlauem Inhalt auf eine gute Art und Weise. Darum hat es auch Work gewonnen, weil sie es wirklich geil machen.
- 1:11:06Das ist mega-rassig. Aber das hat nicht ich entschieden, das Gewunder. Wir haben ja eine Jury und es bestehen 12 Leute. Wie läuft das mit der Jury? Das sind Fachexperten, Influencer-Marketing-Experten, Professoren, die zum Teil auch ihre Stimme abgeben. Wir überlegen einfach uns, ja, okay, hat er Kredibilität, wenn ja, in welchem Gebiet? Und die beurteilen dann halt aus ihrer Perspektive. Das Zürich Filmfest, ZFF, ist auch dabei. Und wie ist es in Bezug auf
- 1:11:35Schnitt, Ton, Storytelling, solche Sachen. Und dann aber auch das Community-Voting. Im Endeffekt darf die Community dann abstimmen. Es gibt einen Schlüssel. Das ist aber alles transparent auf der Webseite gemacht, wie man das bewertet. Der Schlüssel ist eben 70-30. 70% zählt die Jury, 30% die Community. Das machen wir aus dem einfachen Grund, dass nicht nur immer die Grössten gewinnen. Sondern dass auch eine Serie, die geilen, qualitativen, guten Content macht, auch eine Chance hat.
- 1:12:03Unbedingt. Ja, sonst wäre es relativ simpel. Je grösser, desto mehr Community. Das soll es nicht sein. Sonst sind auch qualitative Kriterien eine super Chance. Hey, ich habe ja mega spannend. Ich wusste, es wird ein geiler Podcast. Du bist eine extrem spannende Person. Was du alles auf die Beine gestellt hast und wie du das alles gemacht hast. Auch mit der Strategie dahinter,
- 1:12:31im Ausland entdeckt und in die Schweiz gebracht hast. Ich bin völlig begeistert. Das ist richtig toll. Danke vielmals. Wir haben noch eine Schnellführrunde. Zehn Fragen, die du relativ schnell... Meistens kann man nicht so schnell beantworten. Ich sage immer, man kann so schnell beantworten. Ich probiere es so schnell wie möglich. Das ist gut. Alright.
- 1:13:01Bist du ready? Ja. Super. Kaffee oder Tee? Kaffee. Instagram oder TikTok? TikTok. Früh aufstehen oder Nacht eulen?
- 1:13:13Unterdessen «Frie aufs Tier». Früher nicht? Früher nicht, nein. Und es ist auch mit der Tochternate gekommen. Aber du musstest irgendwann den Agentur-Vibe Zürich anpassen. Und der ist nicht unbedingt so. Kein «Frie aufs Tier». Okay, gut. Lieblings-Influencer?
- 1:13:35Das hat so oft gewechselt. Ich habe diese Frage so oft gestellt und es ist sehr schwierig zu sagen, weil es sind so viele Themengebiete, die mich interessieren. Natürlich begeistert mich die ZQLF, die in den ersten Minuten dabei war und es heute noch schafft, relevant zu sein. Das ist für mich eine absolute krasse Leistung. Es kommt darauf an, welche Perspektive du dir anschaust. Aber ich finde auch Nadia Tatturo, die es irgendwie geschafft hat,
- 1:13:59in der Schweiz und jetzt in Deutschland. Abgehakt, Ballermann geht, macht es insane und es wechselt halt. Und da finde ich noch ein paar, Travel oder Lifestyle und so weiter. Coolen Job gemacht. Super. Kreativität oder Strategie? Kreativität. Dein Lieblingsbuch?
- 1:14:21Scheisse, jetzt hast du mich auf dem linken Fuss verwischt. Es ist ja so, ich bin leider nicht der Bücherwurm, weil ich habe keine Zeit zum Bücherlesen. Lest du Bücher? Auch nicht. Auch nicht. Gut, auch gut, super. Was machst du lieber als das in diesem Fall? Hast du andere Sachen, die du konsumierst, wie Podcasts hören oder schaust du eher Videos, Netflix? Was ist so dein...
- 1:14:49Am liebsten habe ich die Geschichten der Menschen in «Shoring Eyes» im 1-2-1. Ich rede mit den Leuten und das fasziniert mich. Das begeistert mich. Beste Antwort. Ja, herrlich. Aber es ist auch so... Man merkt, dass du sehr engsprechig bist und man mit dir sehr gut reden kann. Und ich finde das herrlich. Und du bist halt der, der zu den Kunden rausgeht und erzählt und macht.
- 1:15:12Das merkt man sehr. Aber es ist eigentlich das Gleiche. Du kannst entweder in einem Buch lesen, oder du redest mit den Leuten direkt. Und mich finde es einfach schöner, dass du das Persönliche interagieren kannst. Total. Auch mit dir. Total. Mega lässig. Stadt oder Land?
- 1:15:29Die letzten 15 Jahre Stadt, unterdessen bin ich wieder aufs Land rausgezogen. Wahrscheinlich immer noch in Zürich sein, ich bin schnell in Zürich. Aber es hat wieder etwas gewechselt. Teamarbeit oder Einzelkämpfer? Ich kann beides sein. Ich weiss wie wichtig es ist, ein gutes Team zu haben. Ich kann bei weitem nicht alles mehr selber machen. Aber wenn es sein muss, habe ich auch selber dran.
- 1:15:58Dein Motto in einem Satz? Nichts ist unmöglich. Einfach machen, an sich selber glauben und machen. Sehr geil. Letztens möchte ich nicht hier, was hier steht, sondern der Podcast heisst «Momentum».
- 1:16:15Was interpretierst du unter Momentum? Also ich glaube, ich hatte damals das Momentum voll verwischt, das ich im Flensel-Marketing in der Schweiz finanzieren durfte. Und ich weiss unterdessen, wie wichtig das richtige Momentum ist. Du kannst mit der besten Idee zu früh sein, sie wird niemals durchstehen. Wenn es zu spät ist, ist jeder Zugstab gewahren. Darum das Momentum im richtigen Ort, mit der richtigen Idee, ready to see, ist der Schlüssel zum Erfolg.
- 1:16:42Klar brauchst du noch ein paar andere Verfälle, aber das Momentum dort, der richtige Zeitpunkt, der richtige Ort ist, ist geil. Sehr schön. Danke, Kymal Hogan. Danke dir vielmals. Es hat richtig viel Spass gemacht. Deine Kamera? Möchtest du noch etwas deiner Community sagen? Deinen Gästen vom nächsten Swiss Influencer Award, die kommen? Oder deinen Kunden? Irgendetwas noch für die Leute?
- 1:17:07Ich möchte meinen Respekt ausdrücken. Ich habe heiter Respekt davor, wie alle Content Creator kreativ, jeden Tag wieder von Neuem sind. Die Themen, die ihr zusammensucht, auf eure eigene Art und Weise zu bringen, zu interpretieren und gegeneinander zu spielen. Und den Aufwand, den ihr dafür betreibt, das ist immens.
- 1:17:30Ich könnte es aber nicht so gut wie ihr, wie weitem nicht. Deshalb ein grosser Respekt und bleibt dran. Macht weiter, auch wenn es steinige Wege oder steinige Momente gibt. Aber irgendwann kommt der Kick und dann haben sie es geschafft.
- 1:17:46Mega, mega lässig. Danke vielmals auch für die letzten Worte. Und danke auch euch, dass ihr wieder eingeschaltet habt bei Momentum. Euer Podcast, der inspirierende Menschen, die wir heute definitiv wieder abdecken können, inspirierende Geschichten erzählen. Darum danke vielmals. Ihr kennt das Game. Hier unten gibt es einen Knopf, den könnt ihr abonnieren. Hier unten gibt es nur noch einen, wo ihr die Glocke anwählen könnt, wo ihr immer benachrichtigt werdet, wenn etwas Neues rauskommt. Darum danke vielmals an dieser Stelle und alles, alles Gute.
- 1:18:15Danke dir. Danke vielmals. Tschüss zusammen. It's a wrap. Geil.