Latest / ntv Wirtschaft / Cash oder Karte? - Erstmals mehr als die Hälfte der Zahlungen in Deutschland bargeldlos
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- Erstmals zahlen mehr als die Hälfte der Deutschen bargeldlos. Bei BMW rückt nach der Gewinnwarnung ein möglicher Jobabbau in den Fokus. Und es gibt einen Zusammenschluss der Kuscheltiere. Ravensburger übernimmt die Mehrheit an Steif. Zwei Traditionsmarken rücken also eng zusammen. Und damit hallo und herzlich willkommen. In diesem Podcast verwandeln moderne KI-Systeme journalistische Inhalte, die auf unseren NTV-Plattformen publiziert wurden, in ein neues Hörformat. Text und meine Stimme wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt. Vor der Veröffentlichung werden alle Folgen nach strengen journalistischen Standards geprüft. Viel Spaß beim Zuhören. Musik. Fangen wir mit dem Bezahlen an, weil diese Zahl ziemlich gut zeigt, wie sich unser Alltag verschiebt. Die Bundesbank sagt, 2025 haben die Menschen in Deutschland 55 Prozent ihrer erfassten Einkäufe bargeldlos bezahlt. Also erstmals mehr als die Hälfte. Bargeld kommt nur noch auf 45 Prozent, sechs Punkte weniger als in der vorherigen Studie von 2023. Am häufigsten nutzen die Menschen nach Bargeld inzwischen Debitkarten, vor allem die Girocard. Die kommt auf 26 Prozent. Auf Platz 3 folgen mobile Bezahlverfahren, also etwa das Bezahlen mit dem Smartphone. Die steigen auf 10 Prozent. Internetbezahlverfahren verdoppeln ihren Anteil auf 6 Prozent. Ganz verschwinden soll Bargeld aus Sicht der meisten aber auf keinen Fall. 80 Prozent der Befragten halten es für wichtig, dass man weiter bar bezahlen kann. Und die Bundesbank weist auch darauf hin, ältere Menschen, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, niedrigem Einkommen oder wenig digitaler Erfahrung nutzen Bargeld häufiger. Es geht also nicht nur um Bequemlichkeit, sondern auch um Teilhabe. Eine Einschätzung dazu von Emanuel Mönch, Finanzprofessor an der Frankfurt School of Finance und Management. Die Frage ist natürlich, ja klar, zahlen im Moment immer noch viele Bar. Aber der Trend ist ja eindeutig. Es geht in Richtung Bargeld los. Und ein Viertel der Schweden kommt mittlerweile schon ohne Bargeld aus. Also ist Bargeld doch ein Auslaufmodell in der Zukunft? Hier in Deutschland nach wie vor nicht. Es ist richtig, dass der Anteil von Bargeldzahlungen deutlich abgenommen hat. Innerhalb von weniger als zehn Jahren um fast 30 Prozent. Das ist tatsächlich also rückläufig, aber fast die Hälfte aller. Bargeldzahlungen werden immer noch mit Bargeld getätigt hier in Deutschland. Darum ist es überhaupt kein Auslaufmodell. Viele Menschen wollen Bargeld nutzen und tun es täglich. Aber die Studie sagt auch, dass viele das Gefühl haben, dass es schwerer ist, an Bargeld zu kommen, obwohl ich es ja an fast jeder Supermarktkasse bekomme. Woran liegt das? Das liegt unter anderem daran, dass es weniger Automaten gibt. Es gibt auch weniger Bankfilialen, sodass die Entfernung zum nächsten Automaten tatsächlich für viele Menschen gestiegen ist. Und es wird auch schwieriger, mit Bargeld zu zahlen. Zum Beispiel bei Self-Checkout-Kassen, im Supermarkt ist es oft nicht möglich. Oder wenn man ein ÖPNV-Ticket kaufen möchte, geht das oft nur digital. Ja, oder auch am Parkscheinautomat sind viele auch nur noch digital. Der Wunsch nach Bargeld ist allerdings groß, haben wir eben auch gehört, insbesondere in Deutschland. Was spricht dann überhaupt für Bargeld? Bargeld ist leicht zu handhaben. Es ist ein gesetzliches Zahlungsmittel. Jeder muss es akzeptieren. Die Menschen mögen Bargeld, auch weil es anonym ist und tatsächlich Zahlungen auch ohne digitale Fährte sozusagen möglich macht. Und es ist natürlich dieses Digitale sicherlich auch für ältere Menschen schwieriger, damit umzugehen. Dennoch ist Deutschland eine Bargeldhochburg, gerade auch in Europa. Super, gerade die nordischen Länder sind viel digitaler unterwegs und auch mit weniger Bargeld. Das heißt, kann Deutschland, wir haben die Stimme eben von der Bundesbank gehört von Herrn Balz, kann Deutschland sich da wirklich auch in Zukunft gegen stemmen? Ich glaube, die Entwicklung wird weiter in die Richtung zu mehr digitalen Zahlungsverfahren gehen. Die Menschen, gerade junge Menschen, nutzen das sehr viel stärker als ältere Menschen. Darum wird es auch in Deutschland pöer pösig in diese Richtung entwickeln. Aber richtig ist, dass wir nach wie vor sehr viel Bargeld nutzen und das wird sich auch absehbar nicht ändern. Jetzt gibt es die EC-Karte, die kennen wir alle länger, aber immer mehr kommt auch das Smartphone dazu, holt auf und Paypal-Zahlungen. Das sind jetzt natürlich Anbieter, die nicht in Europa sitzen, Apple Pay zum Beispiel oder Paypal. Wie kann Europa dafür sorgen, dass wir eigenständig und autark bleiben? Zum einen dadurch, dass wir Zahlungsinitiativen der Banken in Europa finden, die es den Kunden möglich machen, auch mit einer europäischen Alternative zu bezahlen. Was wäre denn so eine europäische Alternative? Vero ist zum Beispiel eine europäische Alternative, der sich einige Banken zusammengeschlossen haben und ein europäisches Zahlungsverfahren gestartet haben. Es ist noch nicht so breit akzeptiert, aber es ist eine Möglichkeit. Die zweite Möglichkeit ist der digitale Euro, den die EZB ja einführen möchte. Von dem ja auch schon immer mehr hören, aber ganz so weit sind wir noch nicht. Da muss die EU-Kommission noch ein bisschen dran arbeiten. Vielen Dank aber für diese Einschätzung und vor allen Dingen auch den Blick in die Zukunft, dass es weitergehen wird und kommen wird. Und jetzt zu unserem nächsten Thema. Nach der deutlichen Gewinnwarnung schauen viele bei BMW nicht nur auf die Börse, sondern auch auf die Beschäftigten. Offiziell verweist der Konzern zwar auf eine Betriebsvereinbarung zur Beschäftigungssicherung, aber BMW selbst rechnet für das laufende Jahr bereits mit einem Rückgang beim Personalstand. Besonders auffällig klingt ein Satz aus der Gewinnwarnung. BMW will laufende Kostensenkungen durch weitere Struktur- und Effizienzmaßnahmen intensivieren und beschleunigen. Die Effekte sollen in den Folgejahren sichtbar werden. Einmal Kosten heute, ersparen es später. Das klingt ziemlich deutlich nach Stellenabbau. Bestätigen will BMW das aber nicht. Der Konzern sagt, weitere Themen bespreche man zunächst intern und mit den Arbeitnehmervertretern. Eine Einschätzung zur Lage nach der Gewinnwarnung bei BMW von Corinna Wohlfeil an der Börse Frankfurt. Die Aktie von BMW ist heute Morgen kräftig unter Druck und das hat seinen Grund in einer heftigen Gewinnwarnung. Der Vorsteuergewinn wird wohl um über 15 Prozent einbrechen und die Marge im Autogeschäft nur noch bei ein bis drei Prozent liegen. Die Probleme kommen aus China. Der dortige Markt für Elektroautos ist hart umkämpft, das war schon bekannt. Aber jetzt liegen auch noch die Verbrenner auf Halde und werden zu Ladenhütern und das macht BMW jetzt arg zu schaffen. Deshalb diese Gewinnwarnung. Der Markt ist gespalten, kurzfristig sei jetzt erst mal Vertrauen zerstört, aber mittelfristig bleibe BMW doch ein Premium-Hersteller, der global agiert und kommt mit einer neuen Elektroplattform, einer neuen Klasse ab 2027. Und die große Hoffnung ist, dass diese neuen Elektromodelle dann laufen. Zudem ist BMW mittlerweile günstig bewertet, heißt es hier am Markt, und habe eine Dividendenrendite von über 6 Prozent. Die Frage ist aber, was machen die anderen Autohersteller? Denn die Probleme in China, die treffen ja alle, auch Volkswagen und Mercedes. Volkswagen lädt morgen zur Hauptversammlung ein und da wird sicherlich auch genau dieses Thema, diskutiert Und vor allem auch die knallharte Strategie von Volkswagen, jetzt sehr stark auf Elektromobilität zu setzen und sich zum Softwareanbieter zu wandeln. Da ist BMW doch etwas konservativer unterwegs und bleibt flexibel, setzt weiter auf E-Autos, Verbrenner, aber auch auf die Hybriden. Und jetzt geht es um Teddybären und Nostalgie. Ravensburger übernimmt die Mehrheit am Plüschtierhersteller Steif. Der Spielehersteller steigt mit 60 Prozent ein. Die Steif-Beteiligungsgesellschaft, die von den Erben der Gründerin Margarete Steif gehalten wird, verkauft den Anteil. Steif soll aber eigenständig bleiben. Damit rücken zwei der bekanntesten deutschen Spielzeugmarken eng zusammen. Ravensburger mit Spielen, Puzzles, Sammelkarten und Lernsystemen, Steif mit Teddybären, Plüschtieren und dem berühmten Knopf im Ohr. Zum Kaufpreis sagen die Unternehmen nichts. Die Kartellbehörden müssen den Deal noch freigeben. Für Ravensburger kommt der Schritt in einer Phase mit Gegenwind. Der Umsatz ist 2025 nach einem Rekordjahr wieder gefallen. Auch der Kostendruck steigt. Steif wiederum schrieb in den Vorjahren mehrfach rote Zahlen. Beide Seiten sprechen jetzt von einer langfristigen Perspektive und von internationalen Potenzialen. Vom Knopf im Ohr zu Ware, die ganz ohne offiziellen Stempel unterwegs war. Der Zoll hat in Rheinland-Pfalz eine illegale Zigarettenfabrik ausgehoben. Der Zoll hat auf einem ehemaligen Fabrikgelände in Staud eine illegale Zigarettenproduktion entdeckt. Mehr als 120 Einsatzkräfte durchsuchten im Mai drei Tage lang insgesamt 13 Lagerhallen und Wohnungen in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen. Die Ermittler beschlagnahmten mehr als 16 Tonnen Tabak. In Aalen fanden sie rund 10 Millionen unversteuerte Zigaretten, bei Rüsselsheim weitere rund 9 Millionen. Der mutmaßliche Steuerschaden liegt bei rund 5,4 Millionen Euro. Vier Männer im Alter zwischen 25 und 54 Jahren sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Die Zollfahnder gehen davon aus, dass die Beschuldigten bundesweit mehr als 80 Millionen Zigaretten umgeschlagen haben. In den Produktionsräumen hielten sich außerdem mindestens elf Arbeiter über längere Zeit unter fragwürdigen Lebensbedingungen auf. Das war unser Blick auf die aktuellen Nachrichten aus der Wirtschaft für den Moment. Wir hören und lesen uns wieder bei NTV, in der App, im TV oder hier im Podcast.