Latest / «Call the Boss» / Effizienz-Champion mit dem passenden Kasten
Transcript
- 0:00Ganz ehrlich, muss man sagen, ja, das bleibt schon ein
- 0:04bisschen hängen. Ein Format vom Schaffhauser
- 0:08Wirtschafts Newsletter Zahltag, unterstützt von der Schaffhauser
- 0:11Kantonalbank, GF und Radio Munot.
- 0:15Call the Boss Folge 78 Werner Schmid, CEO Phönix Meccano
- 0:21Solutions AG. Das ist Werner Schmid.
- 0:28Hallo Werner, Das ist Robin. Dank dem Wirtschafts Newsletter
- 0:31Zahltag hoi Hoi. Robin, Guten Tag.
- 0:34So, heute werden wir telefonieren, wir 2 mal und ich
- 0:37möchte ein bisschen mehr über diese Firma rausfinden, die du
- 0:41führst. Ich weiss wenige Solutions AG,
- 0:44die sitzt in Stein am Rhein wie der ganze Konzern, der Hauptsitz
- 0:47in Hauptstein am Rhein hat und es gibt 150 Angestellte und ihr
- 0:52seid ein Teil dieses Mutterkonzerns.
- 0:54Der Mutterkonzern hast du gesagt, es sind 7000 Leute.
- 0:57Die für euch arbeiten weltweit. Genau machen dann die Leute, die
- 1:01bei dir in der Phönix Meccanos Solutions AG arbeiten, in Stein
- 1:04am Rhein. Ja, wir sind ein Zulieferer
- 1:08hauptsächlich für Maschinen und Elektrotechnikindustrie.
- 1:12Das ist vielleicht auch so der Grund, dass wir uns nicht so
- 1:14ganz gut kennt im privaten Bereich.
- 1:17Wir machen zum Beispiel die Gehäuse herstellen, die man
- 1:20braucht, um Elektronik reintun, die Gehäuse für in den
- 1:24Tunnelbereich, das geht dem Konzern aber gar so weit bis in
- 1:28den Offshore Bereich, sprich auf die Bohrinseln, solche Sachen,
- 1:32wir sprechen aber auch aus Aluminiumprofilen.
- 1:36Wir. Arbeitsplätze gestalten, also
- 1:38zum Beispiel höhenverstellbare ergonomische Arbeitsplätze für
- 1:40die Industrie. Wir machen
- 1:42maschinenverschallungen, wir machen Elektroantrieb, wo zum
- 1:46Beispiel Mädrescher hineingehen, also wir haben viele
- 1:49verschiedene Standbeine, und wie gesagt, überall hat es einen
- 1:52Zulieferer, so meistens in Nischen drin, in sehr spannende
- 1:56Anwendungen, wo mittlerweile auch viel Robotik drin ist.
- 2:00Und ja, ein sehr vielfältiges Aufgabengebiet von unseren
- 2:03Mitarbeitenden. Das klingt sehr spannend.
- 2:05Du hast gesagt, auf Bohrinseln. Was ist denn das Exotischste,
- 2:09das ihr beliefert oder etwas dazu beitragen könnt, an
- 2:12Maschinen oder Möglichkeiten? Also es exotisch das wir mal
- 2:18gemacht haben ist Blitzgeräte für die Verehrsmessung.
- 2:21Unbeliebt. Unbeliebt genau, nein, aber
- 2:24sonst gibt es einfach Sachen, die eben jetzt zum Beispiel so
- 2:26explosionsgeschützte Gehäuse im Chemiebereich oder Borinnselen,
- 2:30das hat es schon gegeben. Ja, da könnte man vielleicht
- 2:33exotisch anbelangt, ja. Jetzt, ich habe mal bisschen
- 2:36Recherchen gemacht und gesehen, ihr habt in 2023 einen Umsatz
- 2:39gehabt von 783,1 Millionen Euro, das ist noch eine Batze.
- 2:45Mit welcher Sparte? Du hast es vorher gesagt, es
- 2:47gibt Profile, es gibt Gehäuse, es gibt andere Techniken, die
- 2:50ihr vertreibt. Was ist das profitabelste, was
- 2:53bringt euch am meisten Geld? Ja, die 783000000.
- 2:57Das bezieht sich natürlich jetzt wieder.
- 2:58Darauf ganz ernst. Das ist der ganze Konzern und
- 3:02ich habe eigentlich nur für Felix mit Gano Solutions AG
- 3:04sprechen ja oder und uns ist es eigentlich über alle Sparten
- 3:08etwa gleich verteilt. OK, ich habe gesehen, ihr habt
- 3:11im 2023 in der Swiss Lean Award bekommen.
- 3:14Wieso ist Lean Production, also dass man effizient
- 3:17kostengünstige Abläufe hat, wieso ist da so wichtig und
- 3:20wieso habt ihr den a Wort bekommen?
- 3:22Also grundsätzlich wichtig ist es, dass man sich.
- 3:25Immer ein bisschen hinterfragt, was ist gut, was machen wir
- 3:28schon gut, aber was könnten wir besser machen, wo können wir
- 3:31besser werden, dass man seine Prozesse auch laufend
- 3:33hinterfragt. Es geht aber hauptsächlich beim
- 3:36Lean auch darum, Verschwendungen zu eliminieren.
- 3:38Das gehe ich in einen Prozess, ich schaue, wo sind die
- 3:41Verschwendungen drin, wie kann ich das wegbringen, wenn wir ein
- 3:45Beispiel, einen Montagearbeitsplatz von einer
- 3:48Frau, von einer Produktion, die zum Beispiel dann viel Bewegung
- 3:52machen muss, die vielleicht unnötig sind, also man
- 3:54vielleicht auch schwere Bewegungen, vielleicht sogar und
- 3:57natürliche Bewegungen und solche Sachen sind dann unschön von den
- 4:01Mitarbeitern, das braucht ein viel Energie für nichts, und es
- 4:03ist auch unbequem. Wie geht man mit einem
- 4:05ergonomischen Arbeitsplatz ZB dorthin und deckt die Prozesse?
- 4:11Da können zum Beispiel ein sein, es kann aber auch im Büro ein
- 4:13Prozess sein, dass man überlegt, ja, brauche ich dann jeden
- 4:16prozessschritt, kann ich etwas weglassen, ohne dass da einen
- 4:20Nachteil gibt, und so ist man eigentlich immer ein bisschen
- 4:22dran, sich zu verbessern, sich zu optimieren, und der
- 4:26Hauptgrund ist eigentlich, dass ja nicht nur eine Firma sich
- 4:29verändert, sondern das Umfeld, und dadurch, wenn ich immer ein
- 4:32bisschen im gedanklichen Modus bin, ja, es verändert sich immer
- 4:35ein bisschen. Dadurch bin ich eigentlich unter
- 4:37dem Strich langfristig wettbewerbsfähiger.
- 4:41Das klingt jetzt sehr nach Präzision, nach Sorgfalt, nach
- 4:45dem Analysieren. Also wenn ich mir jetzt
- 4:46vorstelle, ist, wie du zuhause mal mit deiner Frau kochest oder
- 4:49wie wenn du mal mit den Kollegen etwas machst und sagst, immer
- 4:52nein, das ist jetzt falsch, nein, das musst du jetzt anders
- 4:54machen, nein, das ist jetzt nicht leduction ist das so
- 4:57etwas, wo dann auch im Alltag bei dir durchdrückt?
- 4:59Ganz ehrlich, muss sagen, ja, das bleibt schon ein bisschen
- 5:04hängen. Und dass man sich einfach
- 5:06überlegt, ja, was bringt etwas? Also ich habe die Diskussion,
- 5:09darf man sagen, mit meiner Partnerin daheim einräumen, von
- 5:12einem Geschirrspüler in Diskussion, die kann ich aber
- 5:15mitbekommen, die gibt es auch an anderen Orten in der Diskussion,
- 5:18ich bin nicht der einzige, dass man einfach immer so sagt, Hey,
- 5:21ist das wirklich wie ihn? Das kann man doch einfacher
- 5:23machen und ich sage dann immer so, es spricht ja nichts
- 5:26dagegen, wenn man es sich einfacher macht.
- 5:29Ich frage. Dann so unbequem.
- 5:30Ich frage jetzt nicht nach, was deine Partnerin dann sagt.
- 5:34Ja, es ist jeweils nicht ganz so erfreut.
- 5:36Aber nein, es funktioniert eigentlich gut.
- 5:39Ja, das ist beruhigend. Du, Werner, erzählst mal.
- 5:41Wo kommst du beruflich eigentlich her, was hast du auf
- 5:44ihrem Werdiger? Ich habe ursprünglich
- 5:46Maschinenmechaniker gelernt und habe dann aber eigentlich aus
- 5:49gesundheitlichen Gründen sehr schnell ins Büro gewechselt.
- 5:52Also meine Lunge hatte nicht so Freude in diesen ganzen
- 5:55Lösungsmittel, die man braucht und habe dann gerade das KV
- 5:58angehängt. Nach dem KV bin ich in in eine
- 6:00Berufsschule und dann in die Privatschule arbeiten.
- 6:04Und habe so eigentlich dann im Büro Fuss gefasst und bin
- 6:08nachher dann Geschäftsführer geworden in einem Garagenbetrieb
- 6:11in flach und von dort bin ich dann in die Phönix gekommen und
- 6:15gebe dort schon seit zirka 23 Jahren in Betrieb, zuerst über
- 6:2010 Jahre als Kaufmännischer Leiter oder als Geschäftsführer,
- 6:24finanziell später und das so eigentlich meinen Weg dann
- 6:27gemacht gehabt. Jetzt bist du 23 Jahre in dem
- 6:30Betrieb, das heisst du kennst die Bude in und auswendig.
- 6:33Was macht einen guten Chef aus? In deinen Augen?
- 6:38Ein guter Chef macht sicher aus, dass das, was er zuhören, dass
- 6:42er auch die richtigen Fragen stellt.
- 6:44Aber ich glaube, ganz wichtig heute ist, dass man den Leuten
- 6:47vertrauen gibt, dass man sie einbezieht, dass man
- 6:51Verantwortung delegiert, dass man sie auch machen lässt, dass
- 6:54man aber auch Leistung und Ergebnisse einfordert.
- 6:59Und das machst du mit deinen Angestellten.
- 7:01Ja, ja, also wage ich jetzt mal zu behaupten, ja, das machen wir
- 7:06so und weil das geht uns ja auch so, oder ich meine, wir sind ja
- 7:10auch, also wir sind ja 2 Geschäftsführer hier am
- 7:12Standort, Wir haben ja auch einen Chef oben durch den
- 7:14Konzernchef, und wir wollen ja auch unsere Freiheit haben, wir
- 7:18wollen uns entfalten, wir wollen die Verantwortung übernehmen,
- 7:21wir wollen unser Bestes zeigen, wir wollen vorwärts kommen mit
- 7:24den Unternehmungen, mit den Teams, und wieso soll das bei
- 7:28unseren Teams untendran anders sein?
- 7:30Menschen. Wir wollen, dass Frauen das
- 7:32Vertrauen nehmen und wollen das beweisen können und es
- 7:35bestmöglich daraus machen. Das ist interessant, oder was du
- 7:38jetzt sagst, deckt sich eigentlich mit dem, was ich über
- 7:40euch herausgefunden habe, wo ich etwas geschaut habe, eure
- 7:42Sachen, die ihr zu euch selbst veröffentlicht habt, statt auch
- 7:45wertschätzender Umgang mit den Mitarbeitern, das sei auch
- 7:48wichtig, ist da das, was du jetzt gemeint hast.
- 7:52Genau das ist das, dass du eine wertschätzende Umgang
- 7:54miteinander. Und das heisst, auch dort steht
- 7:57das begegnen auf Augenhöhe. Was heisst das seid ihr alle
- 8:00Duzis oder wie muss man sich das vorstellen, wie begegnet man
- 8:03sich auf Augenhöhe in einem Betrieb?
- 8:052 Sachen, das eine ist einmal ja, wir sind alle per du.
- 8:08Das ist vom Geschäftsführer bis zum Lernenden runter, das ist
- 8:12auch bei jedem Eintritt, wenn jemand neu in die Firma kommt,
- 8:15ist es immer so, wir haben eine Dauerkultur, aber ich glaube nur
- 8:18das du oder es sie macht noch nicht den Unterschied, sondern
- 8:20es ist mehr wenn ich das. Leben im im Alltag also.
- 8:24Wie gehe ich auf jemanden zu, wie gehe ich hin und spreche mit
- 8:28dieser Person, also nicht, dass ich irgendwie eine hierarchische
- 8:32Position ausnutze, sondern dass ich wirklich auf Augenhöhe, egal
- 8:35ob, das sage ich jetzt mal, eine Reinigungskraft und einen
- 8:38Lernenden, ein Abteilungsleiter, ein Abteilungsleiterin, sondern
- 8:42dass wir wirklich auf Augenhöhe miteinander kommunizieren
- 8:45können. Das ist auch so etwas, was ich
- 8:47auch einen Wert darauf legt, was ich wahrscheinlich auch gut
- 8:49macht. Wo findest du, bist du nicht so
- 8:52optimal als Chef, wo könntest du noch besser werden, gibt es da
- 8:55etwas? Ja, das ist eine gute Frage.
- 8:58Ja, die gibt es sicher immer Sachen.
- 8:59Ich glaube, man müsste vielleicht noch einmal ein
- 9:00bisschen mutiger sein mit mit weitreichenden Sachen, das wir
- 9:04dann immer ein bisschen gerade so Schritt für Schritt weiter
- 9:07entwickeln und vielleicht braucht es dann mal vielleicht
- 9:09einen grossen Wurf, da könnte es durchaus mal geben.
- 9:12Und da hat man eher ein bisschen Skrupel oder erschreckt ein
- 9:14bisschen zurück vor den Folgen. Ja, sind vielleicht weniger die
- 9:16Folge. Es ist mehr, auch ein bisschen
- 9:17versuchen, das abzuschätzen, was was passiert dann oder was löst
- 9:20es aus. Da habe ich natürlich jetzt
- 9:22gerade die Anschlussfrage, die Zukunft geschaut.
- 9:25Welches sind denn die nächsten Schritte, die ihr ins Auge
- 9:27gefasst? Gibt es da etwas, das du weisst?
- 9:28Das das kommt jetzt am Horizont, und das wird für uns wichtig
- 9:31werden. Das ist sicher auch der
- 9:33technologische Entwicklung, also auch im Bereich Digitalisierung,
- 9:36die auf allen Bereichen unterwegs ist, wo wir, aber wir
- 9:40gehen davon aus, wir sind gut unterwegs, aber zum Beispiel
- 9:42Integration von KI ist ein Thema, wo man sich nicht oder
- 9:46nicht entziehen darf, sondern wirklich schauen darf, was der
- 9:49Unternehmung bringen kann. Man kann das den Mitarbeitenden
- 9:51bringen, die liegen aber auch gefahren, dass man das sicher
- 9:54sehr gut im Fokus hat oder auch der technologische Bankler wo
- 9:57geht das generell hin, entwickelt sich die Schweizer
- 10:01Wirtschaft, sie entwickelt sich eine Schweizer
- 10:02Maschinenindustrie. Da seid ihr mehr auch ein
- 10:05bisschen so. Die langfristigen Perspektiven,
- 10:08die Zahlen, die diese reisen könnten.
- 10:09Jetzt hört man immer darauf von der ganzen Frage der
- 10:12Auslagerungen in Länder, wo es produzieren billiger ist.
- 10:16Und jetzt hat man gerade die umgekehrte Diskussion wieder,
- 10:19dass man sagt, Hey, wir müssen die Lieferkette wieder
- 10:21zurückholen zu uns, dass wir nicht im Fall von einer Pandemie
- 10:23oder ähnlichen Vorfällen wieder total angewiesen sind und
- 10:26abhängig von von anderen. Wie ist da ihre Position als
- 10:29föhniges Meccano Solutions? Wir probieren natürlich schon
- 10:33auch. Möglichst lokal auch zu schauen,
- 10:35dass er eine partnerschaftliche Verbindung aufzubauen, vor allem
- 10:39mit den Lieferanten einerseits, aber auch mit den Kunden
- 10:41andererseits, weil wir auch schaut, wo die Reise hingeht,
- 10:45auch mit der Technologie. Dann werden die Produkte
- 10:48eigentlich eher komplexer, es wird ist eine längere Reise
- 10:52eigentlich, von dem wir im ersten Moment, wenn ich in
- 10:54Gedanken habe, bis diese Produkte auf den Markt kommen,
- 10:56das braucht sehr viel Kommunikation, es braucht sehr
- 10:58viel Abstimmung, es braucht auch eine Zusammenarbeit zwischen uns
- 11:02jetzt als Lieferant und unseren Kunden.
- 11:05Und so probieren wir natürlich dann auch die, die Kommunikation
- 11:08wirklich zu fördern. Und da sind wir der Überzeugung.
- 11:10Dass da ein Standortvorteil ist. Also wenn man dann bedenkt, was
- 11:13ist die Alternative, dann ist es weit weg.
- 11:16Es ist irgendwie in Asien die Sprachgrenze,
- 11:19zeitverschiebungen, dann sind wir schon der Meinung, dass das
- 11:23eher verhinderlich sein könnte in vielen Projekten und darum
- 11:25versuchen wir schon das Lokale das auszuspielen.
- 11:29Letzte Frage Werner, Wie läuft bis jetzt ein 224 für dich für
- 11:34euch ein? Bisschen mit einer solchen
- 11:36Handbremse, weil die Gesamtwirtschaft auch im
- 11:40europäischen Bereich, aber auch sonst weltweit ist die
- 11:42Industrie. Ja, 14 unterwegs Verhalten
- 11:45unterwegs, aber es läuft in dem Sinn OK und wir freuen uns
- 11:50sicher auf den Herbst oder dann auch aus 2025, wo dann alle
- 11:53diese Handbremse lösen und wo es dann wirklich wieder mit Vollgas
- 11:56weitergeht. Sehr gut.
- 11:58Werner, ich danke dir für das Gespräch.
- 12:00Ich hoffe, dass die Handbremse schnell weg geht und ein gutes
- 12:03Restjahr wünsch ich dir und deiner Firma danke für das
- 12:06Gespräch. Danke.
- 12:07Gleichfalls danke. Tschau, Werner.
- 12:11Boss, ein Format des Schaffhauser Wirtschafts
- 12:14Newsletter Zahltag, unterstützt von der Schaffhauser
- 12:17Kantonalbank, GF und Radio Munot.