Latest / Kitaradio / Spiritualität jenseits der Konfession
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- 0:02Speaker 1:
- 0:09Speaker 0: Hallo und herzlich willkommen heute mit einem spannenden Gast zum Thema Spiritualität jenseits der Konfession.
- 0:23Speaker 0: Was ist überhaupt Spiritualität, aber auch was ist Konfission?
- 0:34Speaker 0: Heute darf ich einen ganz besonderen Gas begrüßen Christian Saib.
- 0:39Speaker 1: Hallo!
- 0:40Speaker 0: Ist richtig, ne?
- 0:41Speaker 1: Selb, aber ja.
- 0:41Speaker 0: Belb, passt auch wunderbar.
- 0:44Speaker 0: Schön dass du da bist.
- 0:46Speaker 0: Du bist aus der Region Mannheim und studierst Theologie in Heidelberg.
- 0:51Speaker 1: Richtig.
- 0:53Speaker 0: Also eigentlich unser perfekter Gast für diese große und wichtiges Thema meiner Ansicht nach.
- 1:00Speaker 0: Du wirst relativ jung jetzt erst...
- 1:04Speaker 1: Das ist in den fünfundzwanzig Wert, sechsundzwanziger.
- 1:07Speaker 0: Fast sechsund zwanzig also noch direkt im Studium drin?
- 1:11Speaker 0: Ja!
- 1:12Speaker 0: Trotzdem hast du dich schon viel mit diesem Thema beschäftigt und ich bin gespannt was zu uns zu erzählen hast.
- 1:19Speaker 0: ja Ich würde dir einfach mal das Wort übergeben
- 1:21Speaker 1: Sehr gerne.
- 1:22Speaker 1: Also im Prinzip hast du schon sehr viele wichtige Fragen bei dem Thema angesprochen, und zwar das Thema zum Beispiel vielleicht auch erst mal was ist die Konfession?
- 1:30Speaker 1: Also Confession meint im eigentlichen Sinne Glaubensausrichtung in einer gewissen Religion also zb.
- 1:38Speaker 1: wenn wir es Christentum nehmen dann meint man katholisch oder evangelisch oder orthodox zum Beispiel.
- 1:44Speaker 1: Das fächert sich dann noch weiter auf.
- 1:46Speaker 1: Es spielt für unsere Gesellschaft mittlerweile keine so große Rolle mehr, aber zum Beispiel im evangelischen Sinne kann man nochmal Lutherisch oder reformiert unterscheiden.
- 1:55Speaker 1: Das bildet im Prinzip wie ein Baum der sich immer weiter aufestlet.
- 1:59Speaker 1: Das hat man vielleicht auch schon mal gesehen diesen Kirchenbaum genau in dem evangelischen Kontext.
- 2:04Speaker 1: Kann man googeln?
- 2:05Speaker 1: Dann findet man da auch coole Bilder und Spiritualität.
- 2:13Speaker 1: Das ist so.
- 2:13Speaker 1: die Frage Woran misst man Spiretoilität?
- 2:17Speaker 1: Das ist immer eine Frage, die man nicht gleich beantworten kann.
- 2:21Speaker 1: Also es ist equivalent zu.
- 2:23Speaker 1: woran misste man Religion?
- 2:24Speaker 1: und man kann jetzt zum Beispiel sagen ja okay die Leute, die in die Moschee gehen oder die Leute die in den Gottesdienst gehen.
- 2:31Speaker 1: aber die Frage ist erfasst man da wirklich alle?
- 2:33Speaker 1: also es gibt sehr viele leute die sind haben religiöse Ansichten sind von sich aus würde ich sagen religiös Aber die sind mit der Institution Kirche nicht so verbrüdert.
- 2:44Speaker 1: Und da fragt man sich, ist die sichtbare Kirche auch wirklich das was wir unter Religion verstehen?
- 2:50Speaker 1: Oder ist Religion eigentlich eine Umgangsform des Individuums.
- 2:53Speaker 1: Also ist Religion eine Art Orientierung, die ich mir selber meinem Leben gebe.
- 3:00Speaker 1: und dann stellt sich die Frage wie weit wird diesen Religionsbegriff aufblasen?
- 3:05Speaker 1: ob es jetzt automatisch bedeutet dass es an irgendwelche kirchlichen Kontexte beziehungsweise in irgendwelchen äußerlichen Kontexte gebunden ist oder ob das einfach auch eine Form von was Inneres sein kann.
- 3:20Speaker 1: Einfach so seine eigenen Werte, das was man gerne weitergeben möchte, das wofür man brennt, wovon man überzeugt ist und da gibt's solche und solche Möglichkeiten das zu definieren.
- 3:35Speaker 0: also zwei große Fachwörter die du wirklich finde ich sehr gut erklärt hast.
- 3:41Speaker 0: Vielen Dank erst mal auch da dafür!
- 3:44Speaker 0: Konfession, ne?
- 3:45Speaker 0: Es gibt unheimlich viele Sachen mit denen wir uns auch beschäftigen.
- 3:48Speaker 0: Spiritualität kann man es überhaupt messen ist ja eine Frage.
- 3:52Speaker 0: und wir hören oder wir sehen hier auch immer mehr dass Menschen aus unterschiedlichen Gründen wieder zurück zu Kirche kommen oder auch weg davon.
- 4:00Speaker 0: Ja Und das ist so individuell wie jeder Mensch selbst, oder?
- 4:04Speaker 1: Ja absolut, absolut Da gebe ich dir vollkommen recht Gerade auch was, was Kirchen angeht.
- 4:12Speaker 1: Kirchen unterstehen ja in einer gewissen Weise auch den Wandel der Zeit.
- 4:15Speaker 1: das sieht man ja dass Gottesdienstbesucher zahlen mal steigen mal fallen.
- 4:21Speaker 1: wir sind jetzt in eine Periode angekommen wo sie meines wissens nach zumindest in deutschland weitfallen.
- 4:29Speaker 1: Ja, aber wie gesagt das Thema Spiritualität ist damit eigentlich nicht aus der Welt.
- 4:33Speaker 1: Sondern man will ja seinen Kindern oder den Menschen mit denen man arbeitet, den jungen Menschen mit dem man arbeitet auch was vermitteln in irgendeiner Form.
- 4:42Speaker 1: und da ist die Frage welche Rolle spielt der Religionsspiritualität?
- 4:46Speaker 1: In irgendeine Form.
- 4:48Speaker 0: Du hast jetzt gerade einen wichtigen Entpuls gegeben für mich Familien, Kitas Kinder an der Zeit nahe sein.
- 4:56Speaker 0: Das ist ja so ein bisschen unser Thema heute hier.
- 4:59Speaker 0: Wie kann das denn sein?
- 5:00Speaker 0: Also es gibt Religionspädagogien in den Kitas und auch in den Schulen.
- 5:05Speaker 0: Wo findet das denn statt oder wie findet es statt?
- 5:09Speaker 1: Bei Kitas, bei Schulen ist natürlich wichtig dass man sich da in einer gewissen Weise nicht auf gewisse Glaubenssätze versteift sondern wir sind in der Gesellschaft in der wir ein sehr plurales religiöses Bild haben Und dementsprechend ist es total wichtig, sich da einen Sprechen und eine Sprechweise anzueignen, die inklusiv ist.
- 5:38Speaker 1: Ich sage das immer gerne so – Es geht darum, die Lebenswege von Menschen erstmal zuzuhören und einfach auch persönlich was davon mitzunehmen und Leute zum Reden zu bringen!
- 5:54Speaker 1: gerade darum aus der eigenen Erfahrung schöpfen zu können, erzählen zu können.
- 5:59Speaker 1: Vertrauen gewinnen, vertrauen in einem ganz großen Sinne.
- 6:03Speaker 1: Vertrauen hat finde ich auch eine sehr große religiöse Komponente.
- 6:07Speaker 1: also einfach etwas sich zutrauen anderen zuzutrauen und da einfach auf einen Herzen auf den Menschen zuzugehen.
- 6:17Speaker 0: Auf Menschen zugehen findet ja oft auch in den Kitas und Schulen statt.
- 6:22Speaker 0: Man arbeitet ja mit diesen Kindern zusammen, jetzt ist es eine große Frage oder einfach eine Frage die ich mir jetzt und auf gleich unsere Zuhörenden immer wieder stellen.
- 6:31Speaker 0: Es gibt kirchliche Trägerschaften, die Kindergärten auch Schulen betreuen oder selbst im der Trägerschaft haben, Kitas.
- 6:40Speaker 0: Und es gibt ja auch Familien, die nicht in der Kirche sind, nicht einer Religion angehören oder auch eine andere Religion wie der Träger selbst?
- 6:48Speaker 0: Kann das zusammenkommen?
- 6:50Speaker 0: Gibt es da Komplikationen, ist es eine Harmonie.
- 6:53Speaker 0: Was sagst du als Fachexperte
- 6:55Speaker 0: dazu?".
- 6:56Speaker 1: Das ist eine sehr spannende Frage im Grunde genommen.
- 7:00Speaker 1: Ich sage immer Institution... was ist eine Institution?
- 7:04Speaker 1: Institution ist nicht unbedingt immer nur ein abstraktes Gebilde sondern es hängt mit den Menschen zusammen die dort arbeiten.
- 7:11Speaker 1: und in erster Schritt finde ich immer ist gerade auch bei kirchlichen Trägerschaften die paar Personals Anlaufstelle.
- 7:18Speaker 1: Also sich da ein Gespräch zu vereinbaren, einfach mal gucken wie tickt diese Person.
- 7:23Speaker 1: Und gehe ich damit was an Kindergarten so gelehrt wird oder was am Kindergartenden Kindern mitgegeben wird?
- 7:30Speaker 1: Ist das das... Was ich auch teile in dem Sinne dass man sich gegenüber immer wieder die Frage stellt Wie möchte Ich mit dem, was mir begegnet dort auch im Gespräch und im Kindergarten generell für das Kind damit umgehen.
- 7:54Speaker 1: Also... Was sind vor allem Umgangsformen?
- 7:58Speaker 1: Zum Beispiel des Thema Beten.
- 8:01Speaker 1: Das kann man ja ganz unterschiedlich auslegen.
- 8:03Speaker 1: also man kann so beten dass es explizit christlich ist aber Beten ist ja keine nur christliche umgangs form.
- 8:10Speaker 1: da gibt's ja auch ganz unterschiedliche arten und weisen wie man darauf Wie man das einrichten kann.
- 8:15Speaker 0: zum beispiel hast du da In dem Puls für uns?
- 8:20Speaker 1: Gebet kann man als, naja im Prinzip Gespräch mit Gott verstehen.
- 8:24Speaker 1: Man kann es zum Beispiel aber auch als Singen gestalten.
- 8:28Speaker 1: also da kann man ganz unterschiedliche Ansätze wählen, man kann Lieder wählen die einen neutralen Hintergrund haben und nicht nur rein christlich interpretierbar sind.
- 8:39Speaker 1: generell würde ich aber auch parallel sagen ist es wichtig sich eine gewisse Neugierde aufrecht zu erhalten Das heißt, dem Kind auch zumuten zu können.
- 8:49Speaker 1: Weltanschaulich andere Anschauungen zu sehen und dann selber ab einem gewissen Punkt eine Entscheidung zu treffen.
- 8:56Speaker 1: will ich dem nachgehen oder sage ich dass das für mich selber nichts ist?
- 9:02Speaker 1: Ja also das Ausfing von Glaubensaussagen ist definitiv falsch.
- 9:06Speaker 1: Da gibt es keine Diskussion.
- 9:09Speaker 1: aber die Frage ist so wie können wir miteinander in Dialog treten?
- 9:13Speaker 0: In den Dialog?
- 9:14Speaker 0: Das finde ich ein sehr spannendes Thema.
- 9:16Speaker 0: Das beschäftigt natürlich auch Familien, Kitas Trägerschaften und auch meistens die Eltern.
- 9:23Speaker 0: Wie kann man denn in den Dialog treten?
- 9:25Speaker 0: Also wir haben das Thema ja Spiritualität jenseits der Konfession.
- 9:31Speaker 0: Was gibt es denn da für Dialoge?
- 9:32Speaker 0: oder kennst du DialoGE, die dir vielleicht auch schon nahe getragen worden sind, die du uns oder gerne mit uns teilen möchtest und kannst?
- 9:40Speaker 1: Also Personen oder...
- 9:41Speaker 0: Sehr gern!
- 9:43Speaker 1: Ja, also da muss man meistens ortsspezifisch schauen was da auch gerade interreligiös angeboten wird.
- 9:52Speaker 1: Das Thema Ökomene ist nicht überall gleich besetzt.
- 9:57Speaker 1: aber jetzt für den christlichen Bereich gibt es zum Beispiel den ACK wo man sich da informieren kann oder ja so viele andere aufstellen können ich tatsächlich gar nicht.
- 10:11Speaker 1: Gar
- 10:11Speaker 0: kein Problem!
- 10:12Speaker 0: Wo finden denn aber Dialoge statt deiner Ansicht nach?
- 10:15Speaker 0: Oder wie finden Dialoges statt zu Spiritualität und Konfessionen?
- 10:20Speaker 1: DialoGE finden vor allem dann statt, wenn man sich Zeit dafür nimmt.
- 10:23Speaker 1: Also wenn man Sich Zeit dafür nehmt Und Wenn man sich eine gewisse Offenheit und Neugierde bewahrt also auch gerade bei Kitas und so ist es natürlich immer im Rahmen von unterbesetzt und bisschen ja Zeitmangel.
- 10:43Speaker 1: Und da fragt man sich dann auch oft, okay wie passt das dazu?
- 10:47Speaker 1: Wie passt es rein.
- 10:48Speaker 1: Aber eben gerade auch diejenigen, die Kitas leiten, gerade auch kirchlicher Kontext sind ja dafür verantwortlich für's Personal und auch dafür dass dort über gewisse weltanschauliche Fragen so geredet wird, dass es auch ein Konsens hat also dass das Hand und Fuß hat und vor allem dass das auch auf einem dialogischen Miteinander beruht.
- 11:12Speaker 1: Gut daran tut sich erstmal so ein bisschen zu beschnuppern.
- 11:15Speaker 1: Also erst mal guckt, ob das einem passt und dann sozusagen weiterschaut genau.
- 11:22Speaker 0: Du meinst oder du sagst aus dass Familien einfach erstmal sich mit dem Träger oder auch in den Kindergarten mit der Auseinandersetzung der Religion die dort gelebt und auch umgesetzt wird auseinandersetzen
- 11:35Speaker 1: soll.
- 11:37Speaker 0: Wenn ich jetzt aus einer anderen Religion komme, ne?
- 11:39Speaker 0: Wir nehmen jetzt mal das Beispiel Evangelische Kirche zum Beispiel oder Katholische Kirchen.
- 11:43Speaker 0: Das sind so die zwei größten Trägerschaften für Kitas hier in Deutschland und ich als nicht religiose Person mit meinem Kind, meiner Familie im Kindergartenplatz suche Und ich habe mit der Religion gar nichts zu tun.
- 11:58Speaker 0: Wie kann das denn zum Beispiel funktionieren?
- 12:01Speaker 0: Oder wie kann ich zusammen ein Konsens finden?
- 12:06Speaker 1: Im Grunde genommen geht es darum zu fragen, was ist mir wichtig?
- 12:12Speaker 1: Was ist in meiner Glaubenswelt die entscheidende Frage.
- 12:16Speaker 0: Und wenn ich keine Glaubenzwelt habe und trotzdem sage okay finde ich ganz cool oder das sind meine Nachbarschaft der Kindergarten Wie kann's da zusammenkommen?
- 12:24Speaker 0: oder gibt's da vielleicht auch aufgrund dessen Schwierigkeiten?
- 12:27Speaker 1: Da gibts auch Schwierigkeiten ohne frage aber im Der Begriff vom Glauben.
- 12:32Speaker 1: Ich meinte ja vorhin dass das eine gewisse sagen wir mal universelle Komponente vom Menschenleben ist.
- 12:38Speaker 1: Und im Prinzip kann man sich das so veranscheulichen, wenn wir jetzt in Bäckerei gehen und uns was kaufen dann bezahlen wir mit einem fünf Euro Schein.
- 12:48Speaker 1: aber gedruckt ist dieser Schein ein Passentwert.
- 12:52Speaker 1: So der ist gar nicht diese fünf Euro Wert!
- 12:54Speaker 1: Wir können damit eigentlich nur bezahlen weil es gegenüber den fünf EUR Schein für fünf Euro wert hält.
- 13:02Speaker 1: Und genauso verhält sich, wie ich denke auch mit Glaubensfragen.
- 13:05Speaker 1: Selbst wenn man keiner Konfession oder keine Religion angehört hat man doch seine inneren Werte und seinen moralischen Kompass.
- 13:12Speaker 1: Und genau diese Werte sind das über die man sich austauschen muss.
- 13:15Speaker 1: also weil dieser moralische Kompast manchmal anders läuft als wie bei manchen Konfessions.
- 13:22Speaker 1: aber es kann auch gut sein dass viele Themen da ähnlich laufen.
- 13:26Speaker 1: Also gerade auch was evangelische Kirche angeht inklusion ist der ja auch ein sehr großes Stichwort.
- 13:35Speaker 1: Ich merke auch immer wieder, dass gerade das Thema Maginalisierung und Queerness zum Beispiel als Thema auftritt und sich da viele Fahrpersonen dem Thema annehmen und ernähren und da auch Positionen einnehmen, liberale Positionen über die man dann gut verhandeln kann.
- 13:58Speaker 0: Also es ist ein Kompromiss schließen, schauen wo sind meine eigenen Werte Orientierungen?
- 14:02Speaker 0: und wie kann das mit Trägerschaften zusammenkommen.
- 14:05Speaker 0: Ja
- 14:06Speaker 1: richtig!
- 14:07Speaker 0: Und würdest du auch vielleicht sagen so oder so ähnlich findet es bei Mitarbeitenden statt?
- 14:14Speaker 0: Es gibt ja viele Mitarbeiter die nicht religiös sind oder einfach auch eine andere Religion, Konfession haben und auch konfessionslos sind.
- 14:22Speaker 0: Und trotzdem in einem christlichen Trägerschaft arbeiten oder im kirchlichen Trägerschaft arbeiten, oder in der Religionsträgerschafterbeiten die aber nicht dazu angehören.
- 14:31Speaker 0: Wie kann das denn stattfinden?
- 14:33Speaker 0: Weil du bist ja dann arbeitnehmende Person!
- 14:35Speaker 0: Ja...
- 14:36Speaker 1: Das ist nur wichtig und richtig.
- 14:38Speaker 1: also im Grunde genommen muss man sich immer wieder die Frage stellen wenn man wirklich weltanschaulich offen sein möchte und auch eine Religion oder einen moralischen Kompass haben möchte, der Menschen inkludiert unterschiedlichster Art und Weise.
- 14:59Speaker 1: Dann ist es nur richtig und wichtig das Thema Religion soweit aufzufächern dass da Spezialisten aller Arzt sind.
- 15:06Speaker 1: Es ist ja auch so wenn man die Leute in ihrem Kontext abholt also vor allem auch Kinder.
- 15:13Speaker 1: im Kontext Abholtes ist unheimlich wertvoll.
- 15:16Speaker 1: Also es bringt unheimlich viel, wenn die Leute wissen in welcher Gedankenwelt Kinder leben.
- 15:24Speaker 1: Gerade auch Pädagogik aus den unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten ist.
- 15:29Speaker 1: Unheimlich wertvoll für die Erziehung.
- 15:32Speaker 0: Hast du vielleicht einen Blickwinkel mal erfahren von einem Kind zum Thema Religion?
- 15:40Speaker 1: Ich bin in einem Dorf groß geworden.
- 15:44Speaker 1: Es wäre ein kleiner Dorf in der Pfälzischen Gegend.
- 15:49Speaker 1: Und viele Menschen da, denen hat das so einen Halt gegeben wenn man gesungen hat gemeinsam.
- 15:55Speaker 1: Also waren viele religiöse Lieder, ich kann mich an Religionsunterricht erinnern.
- 16:00Speaker 1: Ich war als Praktikant mit dabei und mit unserer Fahrperson.
- 16:06Speaker 1: Und ich habe es immer erlebt dass diese kleinen Kinder total strahlend mitgesungen haben Ja, begeistert einfach waren.
- 16:14Speaker 1: Weil es für sie sehr haptisch, sehr praktisch und sehr nah war.
- 16:20Speaker 1: Es war Schule aber auf eine gelebte Art und Weise Und ich finde wenn wir diese Formen die auch oft der Religion entstammen Für uns gewinnen können dann umso besser.
- 16:35Speaker 0: Also einfach die Möglichkeiten verschiedene Wege zur Religion zu finden wahrzunehmen und so offenbaren.
- 16:42Speaker 1: Ja, aber nicht nur sondern auch vielleicht man davon lernen ein bisschen wie eine Schatzkiste gebraucht zu machen.
- 16:50Speaker 1: also es muss nicht alles was man sich in seinem ganzen Leben aneignet ist dafür bestimmt dass man damit täglich irgendwie konfrontiert wird sondern manches ist einfach so einen Methodenkoffer der einem in Situation helfen kann kann man mit der Sache Religion in pädagogischen Bereichen umgehen.
- 17:15Speaker 1: Weil es ist nie so, dass Religion aufgezwungen sein sollte unter keinen Umständen sondern es ist eine Sache die ja wo wir uns einfach finde ich ne gewisse Offenheit bewahren können und dürfen um experimentell mit Dingen umzugehen.
- 17:38Speaker 1: und wenn sie uns nicht gefallen, dann können wir auch wieder sagen Dann machen wir halt was anderes.
- 17:43Speaker 0: Da machen wir auch etwas anderes.
- 17:45Speaker 0: Spannend also dass einfach Zugänge aufen und zugeschlossen und wieder neu durchdacht werden dürfen und können.
- 17:52Speaker 0: ja Und jetzt noch mal so ein bisschen auf das große Thema zurück.
- 17:59Speaker 0: Wie würdest du denn dein Zugang Mit Kindern gestalten zum themarelegion?
- 18:04Speaker 0: hast du da vielleicht so ein Praxistip?
- 18:05Speaker 0: oder Wir hatten jetzt vieles Thema Singen, aber gibt es vielleicht noch einen anderen Tipp wie man dieses große Thema Religion auch aus verschiedenen Perspektiven gesehen Kinder näher bringen kann.
- 18:17Speaker 1: Boah da gibts tolle Sachen.
- 18:19Speaker 1: teilweise also was ich ganz gerne mag sind so veranschaulichende Sachen Also sowas wie Theater spielen das machen ja kleine Kinder total gern oder ja, mit Veranschauungen.
- 18:32Speaker 1: Also was ich ganz cool finde ... Veranschaulichungen?
- 18:34Speaker 1: Was ich ganz gut finde so mit Lego oder sowas.
- 18:37Speaker 1: So einfach Sachen nachspielen, Sachen irgendwie begreiflich machen, haptisch machen.
- 18:43Speaker 1: also kleine Kinder haben auch gerne etwas in der Hand und das find' ich schön wenn man dann auf die Weise Pyrrhalität und Vielfalt vermitteln kann.
- 18:52Speaker 1: im religiösen Kontext Ja!
- 18:54Speaker 0: Also einfach ganz niederschwellig haptische Wahrnehmung eröffnen.
- 19:00Speaker 0: Und hast du vielleicht auch eine Geschichte, wo das super funktionieren kann?
- 19:05Speaker 0: Oder vielleicht ein Religionszugang der einfach relativ niederschwellig und gut umsetzbar ist für pädagogische Fachkräfte oder auch Familien.
- 19:17Speaker 1: Lass mich kurz überlegen!
- 19:19Speaker 0: Gibt die Bibel uns – oder gibt die Bibels dir?
- 19:22Speaker 0: – eine Geschichte wo du sagst, boah, diesgutisniederschwelligti kann man mit Kindern relativ gut und einfach erklären?
- 19:30Speaker 1: Da gibt es schon einiges.
- 19:31Speaker 1: Also gerade auch die Zuwendung von Jesus zu den Kindern, das gibt eine Stelle im Markus hervangelium, die ist in etwa so dass im Prinzip eh Jesus von seinen Jüngern im Prinzip von diesen Kindern weggezogen wird weil die jünger sagen komm Jesus wir wollen weiter und sind doch nur kleine Kinder und Jesus geht zu den Jüngeren hin und sagt nein gerade die Kinder sind diejenigen die das Reich Gottes erben werden Und ich glaube, so müssen wir uns auch ein bisschen verstehen.
- 20:03Speaker 1: Also wir müssen uns als immer wieder Lernende verstehen und wenn wir uns diese Flexibilität nicht behalten dann geht was verloren und dann ja Versteinern wir sozusagen.
- 20:17Speaker 1: und diese Versteinderung zu lösen ist nicht immer einfach.
- 20:20Speaker 0: also wachbleiben wach
- 20:22Speaker 1: bleiben
- 20:23Speaker 0: Augen auf offen durch die Welt gehen
- 20:25Speaker 1: Ja richtig
- 20:26Speaker 0: Offen durch die Welt gehen.
- 20:28Speaker 0: Die Welt dreht sich immer weiter, jetzt ist natürlich auch eine große und wichtige Frage.
- 20:32Speaker 0: wir versehen und erleben viel Veränderung.
- 20:35Speaker 0: Jetzt sind gerade viele Menschen in Ausbildung auch zur pädagogischen Fachkraft.
- 20:39Speaker 0: Familien entstehen gerade wieder ganz neu, Familienkonstruktionen entstehen ganz neu.
- 20:44Speaker 0: Hast du für diese Menschen die jetzt in der neuen Welt neue Welt großes Wort Neue Generation Und Religion anders, da leben wir jetzt vielleicht auch du in deiner Kindheit oder auch vielleicht vor furchtzig Jahren, vor hundert Jahren ein Tipp.
- 20:58Speaker 0: Ein Zugang wie sie vielleicht einen Weg ermöglichen bekommen?
- 21:04Speaker 1: Das Ding ist Religion an sich wirkt erst mal wie so ein Riesen-Komplex.
- 21:11Speaker 1: Manchmal auch ein unbekanntes Etwas aus auf uns zukommt und ich denke Wir haben viele Strukturen die es uns erlauben einfach mal was auszuprobieren.
- 21:20Speaker 1: also Ich kann einfach in irgendein Gottesdienst reingehen, von irgendeiner Kirchengemeinde X y und mal schauen wie das auf mich wird.
- 21:27Speaker 1: oder Jugendkreise.
- 21:28Speaker 1: Es gibt ganz viele niederschwellige Jugendkreisangebote die sich an daran richten so jugendliche Studierende die gerade so Freundeskreise suchen oder sich da irgendwie einsam fühlen und einfach ein Angebot für die Woche brauchen wo sie einfach mal auftanken können.
- 21:51Speaker 1: Ich sage immer, dieses Angebot zu nutzen ist wahnsinnig wichtig.
- 21:55Speaker 1: Zum einen um für sich selbst ein gewissen Ausgleich zu schaffen.
- 21:59Speaker 1: also ich meine ich erlebe das immer wieder in der heutigen Zeit dass Leute sich sehr stark auf Leistung konzentrieren und das sorgt auch klar für eine gewisse Schaffenskraft einerseits.
- 22:08Speaker 1: aber andererseits bedeutet es eben nicht rund um die Uhr irgendwie mit Menschen zu tun haben sondern oft irgendwie alleine zu sein.
- 22:19Speaker 1: Dagegen so ein bisschen selber anzugehen ist unheimlich wichtig, dass man einfach nicht den Kontakt zu seiner Zeit zu seinen Menschen und dann auch zu sich selbst verliert.
- 22:29Speaker 0: Also die Kontakt zu sie selbst finden aber auch zum Gegenüber?
- 22:32Speaker 0: Ja!
- 22:34Speaker 0: Und hast du einen Zukunftsgedanken oder vielleicht auch einen Impuls was du dir wünschst für und von der Zukunft zu diesem Thema?
- 22:45Speaker 1: Also ich wünsche mir auf jeden Fall das das Thema Religion weniger diese Blase erhält, die es gefühlt gerade hat.
- 23:00Speaker 1: Also im... Die Assetationen gehen ja total quer durcheinander und oft führt das auch dazu dass Leute sich davon komplett distazieren.
- 23:09Speaker 1: also wenn ich sage ich studiere Theologie den gibt's eigentlich nur zwei Reaktionen.
- 23:13Speaker 1: Die erste Reaktion ist ah das finde ich toll.
- 23:15Speaker 1: und die zweite Reaktions ist oh ich habe mit Kirche schon lange irgendwie nichts mehr am Hut.
- 23:19Speaker 1: und da die Hidus.
- 23:20Speaker 1: Also irgendwie scheint da irgendwie recht Fertigungsnot aufzukommen.
- 23:24Speaker 1: Und das finde ich an sich schade, weil ich bin ja nicht in dem Moment da um zu urteilen oder so was – es ist überhaupt nicht mein Ding!
- 23:31Speaker 1: Sondern ich bin da wenn jemand ein geistiges Angebot nutzen möchte, wenn jemand über etwas Spezielles reden möchte, Wenn jemand das Bedürfnis hat Aufzutanken und wenn jemand das bedürfnet hat irgendwie unter Leute zu gehen.
- 23:44Speaker 1: Das ist ja alles im Prinzip Aufgabe auch von Fahrern und Fahrern den gesellschaftlichen Aufgaben annehmen und da Angebote schaffen.
- 23:56Speaker 1: Genau, also ich wünsche mir so eine gewisse Neugierde einfach.
- 24:00Speaker 1: Neugierte ist ein gutes Stichwort!
- 24:02Speaker 0: Und ich glaube damit mit diesem wunderbaren Wort neugierdet würde ich jetzt schon schließen.
- 24:09Speaker 0: Ich bedanke mich Wirklich bei dir?
- 24:12Speaker 0: Vielen Dank.
- 24:12Speaker 0: Gerade für dieses wirklich große Thema jemanden zu finden, der sich damit fachlich auskennt aber auch menschlich auskommt war eine große Herausforderung und ich bin sehr dankbar dass du heute da warst.
- 24:27Speaker 0: vielen vielen Dank.
- 24:28Speaker 0: Ich habe viel gelernt über Spiritualität, Konfessionen, Möglichkeiten für Familien aber auch für pädagogische Fachkräfte.
- 24:37Speaker 0: Wie kann es zusammenkommen aus verschiedenen Religionen auch zusammenzuleben?
- 24:42Speaker 0: Augen auf habe ich doch im Hinterkopf und neugierig bleiben!
- 24:47Speaker 0: Und ich glaube wenn wir so weitergehen haben eine gute Zukunft.
- 24:52Speaker 0: Ich bedanke mich bei dir.
- 24:54Speaker 0: mein Name ist.
- 24:54Speaker 0: Marc Urbahn vielen Dank dass ihr zugehört habt und vielleicht bis auf ein baldiges Wiederhören Der Podcast mit Themen und allem Wissenswerten rund um Kita & Pedagogik.