Latest / VerkehrsRundschau Funk / #374: Von Wacken bis Tomorrowland - Die Logistik hinter Europas größten Festivals und Konzerten
Transcript
- 0:00Verkehrsrundschau-Funk wird unterstützt von SAMSARA, die Connected Operations Plattform für mehr Sicherheit, Effizienz und Compliance in ihrem Fuhrpark.
- 0:15Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von VerkehrsRundschaufunk – dem Podcast rund um Transport, Logistik und Mobilität!
- 0:21Ich bin Deborah Baran, Redakteurin bei der VerkehrsRundschau
- 0:25Und ich bin Christian Bonn, freier Journalist und auch viel auf den Straßen dieses Landes unterwegs.
- 0:30Heute tauchen wir in eine Welt ein, die man sieht, hört und fühlt aber deren Logistik man kaum kennt.
- 0:35Die Tour-und Festivalwelt!
- 0:37Wir sprechen über Eventlogistik, über gigantische Bühnen, hunderte Trucks und die Menschen, die das alles bewegen.
- 0:44Ja erzähl mal Christian warst du dieses Jahr auf Konzerten oder Festivals unterwegs?
- 0:49Ich war eher etwas kleinerem.
- 0:51ich war zweimal hier in München auf dem Tollwurth weil ich es ziemlich gut finde und da war Und war bei den Sportfreunden stiller.
- 1:01Es war jeweils echt cool, richtig Spaß gemacht und du?
- 1:07Ich war auf keinem Festival dieses Jahr aber ich war in Zürich auf dem Tote-Hosen-Abschiedskonzert.
- 1:15Das war bestimmt cool!
- 1:16War große Klasse.
- 1:17es war sehr heiß aber hat mir trotzdem gut gefallen.
- 1:21Cool, dann fangen wir mal mit unserem Thema heute an.
- 1:25Wie gesagt persönlich bin ich eher auf Hippie-Festivals wie Burg Herzberg unterwegs aber natürlich sind mir auch Rock am Ring oder Rock in Park oder Wacken
- 1:34ein Begriff
- 1:35und wenn ich da bin denke ich mir jedes Mal wie kommt dieses Material eigentlich hierher?
- 1:40Die Bühnen die Türme die Lichtmasten das ist alles keine Baumaggregale die man eben mal aufstellt das sind Konstruktionen die so groß sind wie Wohnhäuser zum Teil.
- 1:50Und da genau beginnt unsere Reise heute.
- 1:53Denn bevor die Musik spielt, bevor die ersten Fans anreisen rollt eine logistische Maschinerie an, die in Europa ihresgleichen sucht.
- 2:01Die größten Festivals bewegen Materialmengen wie mittelgroße Häfen.
- 2:06Tomorrowland zum Beispiel braucht bis zu vierhundert Trucks Wacken über zweihundfünfzig Rock am Ring dreißig bis vierzig alleine für die Hauptbühne
- 2:16Und die Bühnen selbst sind unfassbar.
- 2:18Eine typische Mainstage ist sechzig Meter breit, fünf und zwanzig bis dreißig Meter hoch und wiegt sechshundert bis achthundert Tonnen.
- 2:26Das ist ein Stahlbau der in wenigen Tagen entsteht und manchmal in nur acht Stunden wieder verschwindet weil nachts schon der nächste Standort wartet.
- 2:35Und auch bei Turninen wird es nicht kleiner.
- 2:36große Produktionen reisen mit vierzig bis hundert Tracks oft mit zwei kompletten Bühne setzt damit parallel aufgebaut und abgebaut werden kann.
- 2:45LED-Flächen sind größer als ein Basketballfeld.
- 2:48Pyrotechnik und Lichtsysteme füllen ganze Zweiler.
- 2:51Und was viele nicht wissen, eine große Bühne braucht zwanzig bis vierzig Kilometer Kabel.
- 2:57Allein die Lichttechnik umfasst tausend bis zweitausend Fünfhundert Scheinwerfer, hunderte Moving Lights, Pyrosysteme und LED Wände.
- 3:06Der Strombedarf eines Festivals liegt bei vier bis sechs Megawatt – das ist eine Kleinstadt!
- 3:11Und das alles muss in zwölf bis achtundvierzig Stunden aufgebaut werden und oft unter acht Stunden wieder abgebaut.
- 3:18Das ist Präzision, Timing und Teamwork auf Formel eins Niveau – genau hier kommen die Spezialisten ins Spiel Unternehmen wie BKD Service, die diese Produktionen quer durch Europa fahren.
- 3:29Die Warnhelden sind die Crews Rigor, die in dreißig Metern Höhe Traversen hängen.
- 3:35Rodis, die nachts im Regen Cases schieben und Fahrer, die mit vierzig Tonnern rückwärts in Zentimeter Lücken manövrieren.
- 3:42Ohne sie gäbe es keine Show.
- 3:44Um ein bisschen mehr über diese Hintergründe zu erfahren sprechen wir heute mit jemandem der diese Welt seit Jahren bewegt.
- 3:50Kamel DiMuro Geschäftsführer der BKD Service GmbH In der Niederlassung Süd bei Neu-Ulm.
- 3:57BKD ist spezialisiert auf Touring und Festivallogistik, den Transport sensibler Medientechnik, Bühnen- und Showequipment sowie europaweite Großproduktionen.
- 4:07Guten Morgen Kamel!
- 4:08Vielen vielen Dank dass du heute Zeit für uns hast auch wenn euer Geschäft gerade noch quasi in der Hochphase ist.
- 4:15Guten morgen!
- 4:16Vielen dank für die Einladung zu eurem Podcast.
- 4:19Ich freue mich hier einen kurzen Einblick mal in die Event Logistik euch zu geben.
- 4:24Super steigen wir gleich ein.
- 4:26Fangen wir mal mit einer plastischen Vorstellung an.
- 4:30Wie sieht ein typischer Tag in der Event-Logistik für BKD aus?
- 4:35Ja, wie soll es so einen Tag aus?
- 4:37Jeder Tag ist ein anderer, jeder Tag bringt neue spannende Herausforderungen.
- 4:43Natürlich sind immer alle unsere Fahrzeuge und Jobs irgendwo im Blick haben ob alles in Teilen ist da wir doch sehr unter Zeitdruck stehen bei jeglicher Verzögerung hier natürlich zu Problemen führen kann, wie Wartezeiten dann für die Crew und den Menschen auch Kosten entstehen können.
- 5:06Ansonsten ist jedoch sehr stark ein Fokus dadurch dass wir jetzt keine wirklichen Vertragsgeschäfte haben sondern immer die Atockanfragen doch sehr viel Zeit für Angebote zur Stellen.
- 5:26Ansonsten halt alle möglichen Variablen immer prüfen, gerade im internationalen Verkehr was alles so gerade zum Beispiel auf europäischen Straßen los ist.
- 5:40Ob es jetzt wie diesen Sommer ganz verstärkt Waldbrände waren wo wir einfach massive Routungen hatten und Umplanungen vornehmen mussten Das sind so Punkte.
- 5:56Ja, stelle ich mir sehr komplex vor.
- 5:59Vor allem wenn es dann kurzfristige Arrangements sind.
- 6:04Welche Tour oder welches Festival war bisher die größte logistische Herausforderung für euer Unternehmen?
- 6:12Also die größtelogistischere Herausforderung ist eigentlich immer mal jeder größerer Job der vierzigfünfzigsechzig Satz-Züge Bedarf, allein und das ist oft trotzdem nur ein Teil vom Ganzen.
- 6:30Wir sind grundsätzlich gerade wenn es wieder in diese internationale Eventlogistik geht dann immer unter Druck.
- 6:39jetzt dieses Jahr zum Beispiel hatten wir in Athen die Aufgabe den Bodenschutz nach Athen zu liefern von Deutschland aus und da ging's um zB zwölf Sattelzüge Und hier war der Zeitdruck dann enorm, diese pünktliche Nathan anzuliefern.
- 6:58Dass die Crew den Boden legen kann um dass die nächsten Gewerke wie die Bühnenbauer und die Produktion dann ihre Arbeit fortsetzen können.
- 7:08Einfach hier die Problematik bei dem Projekt nach Athen war das es auch auf ein Zeitraum mit vielen europäischen Feiertagen gefallen ist so mit Fahrproboten zu beachten waren.
- 7:20Dann gab's Probleme Verbuchungen zu bekommen und deshalb ist das Ganze doch sehr kompliziert dann am Ende gewesen, konnten es dann Gott sei Dank noch rechtzeitig anliefern dass die weiteren Gewerke arbeiten konnten.
- 7:37aber ja das war schon wieder alles ganz knapp.
- 7:42Und war das in Athenen Festival oder?
- 7:44Das war
- 7:46die Grundlage für das Metallica Konzert.
- 7:50Das klingt mega spannend.
- 7:54Wenn ihr so unterwegs seid, du hast eben schon angesprochen, das waren jetzt schon mal zwölft Tracks nur für was heißt nur aber zum Verlegen des Bodens?
- 8:02Wie viele Tracks braucht Ihr generell so eine große Produktion?
- 8:06wie sagen wir jetzt mal Metallica und warum variieren die Anforderungen so stark zwischen Turnänen und Festivals?
- 8:15Es unterscheidet sich tatsächlich schon immer vom Künstler.
- 8:19natürlich ist es ein Weltstar der dann einfach mit einem Konzept reingeht, wo ein ganzes Stadion sage ich mal begeistern muss.
- 8:30Da sprechen wir auch gut und gerne weit über hundert und vierzig Tonner wenn man die ganzen Eventinfrastrukturbühne Produktionsmaterial also Lichttonen LED Technik hier mit berücksichtigt.
- 8:45Und natürlich ist es irgendwo dann auch immer der Unterschied hier, gerade in der Konzertlogistik und in der Tournee-Logistik.
- 8:54Hier ist der Zeitdruck enorm!
- 8:56Es muss binnen von einem Arschbrunnen das gesamte Gewerk der Produktion dann in die Bühne eingebaut werden.
- 9:04Das läuft tatsächlich so, dass es direkt nach der Show in die nächste Stadt geht von Stunden direkt wieder fertig aufgebaut sein werden muss.
- 9:14Der Unterschied zu einem Festival in Festivals geht der Aufbau oftmals ja Wochen, auch natürlich sind hier die Leute zum Aufbauen gebucht aber der Zeitdruck ist ein bisschen überschaubarer weil man einfach über mehrere Tage wochen das ganze festival aufbaut.
- 9:36Okay, und dann nehm ich an.
- 9:37Arbeitet ihr sehr eng mit vielen anderen zusammen?
- 9:41Wie läuft so diese Zusammenarbeit ab zwischen Stage Crews, Rigging Teams oder Produktionsleitungen?
- 9:48Also gerade für uns jetzt der kaufmännische Part.
- 9:52da ist die große Arbeit im Voraus gegangen bevor überhaupt der erste Track rollt.
- 9:59einfach die Vorbereitung diverse Ja, Restriktionen wie Einfahrtsgenehmigung sonstige Planungen Fahrzeiten oder einfach den ganzen Ablauf durch abzustimmen um alles im Vorgang schon zu berücksichtigen.
- 10:18Wenn es dann wirklich so weit ist und die Trucks rollen wird oft ein Lead Driver benannt.
- 10:24der ist das Bindeglied zwischen den anderen Trackern und der Produktionsleitung.
- 10:31Damit nicht jeder mit jedem kommunizieren muss, wird das kanalisiert.
- 10:35Und die stehen dann tatsächlich jeden Tag mehrmals in Kontakt um einfach jeden nächsten Tag ordentlich vorzubereiten um den Ablauf gewährt zu leisten damit wir hier keine Verzögerungen haben oder durch Kosten entstehen oder vielleicht sogar die Show gefährdet ist.
- 10:56Ja, kann ich mir vorstellen.
- 10:58Kommen wir noch mal zur Routenplanung?
- 11:00Du hast eben schon so ... ja du hast den Unterschied uns erläutert zwischen Turnänen und Festivals.
- 11:06bei Turnäne seid ihr wahrscheinlich oft nachts unterwegs.
- 11:10wie plant ihr diese Routens?
- 11:12Und wie läuft das mit den Lenk- und Ruhlzeiten?
- 11:17Das ist dann natürlich immer ein Thema weil im Vorgang werden die Hallen jetzt... Ich gehe von Arena Tour als Beispiel aus Voraus dann irgendwo schon gebucht von den Agenturen und dann wird es mehr oder weniger oft erst die Logistik berücksichtigt.
- 11:35Und dann hat man natürlich, sage ich mal jetzt am Sonntag die Show in Berlin und am nächsten Tag schon wieder in Stuttgart.
- 11:41da ist natürlich die Strecke von sechshundert, sechsunterfünfzig Kilometern schon wieder kritisch dass man dann aufgrund der Zeit schon zum Teil überlegen muss wird noch ein zweiter Fahrer eingesetzt damit auch wirklich sichergestellt ist das der LKW ankommt mit seinen Lenk- und Ruhezeiten.
- 11:58Ansonsten ist es natürlich irgendwo auch ein bisschen differenzierter zu sehen, bewegen wir uns jetzt immer innerdeutsch oder bewegen uns europaweit.
- 12:07Da haben wir ja auch zum Teil ganz spannende Dinge wo's dann einfach heißt man muss binnen achtundvierzig Stunden tausend achthundert Kilometer vielleicht von Köln nach Madrid zurücklegen.
- 12:18da gibt es auf tatsächlich Varianten das komplett eine Doppelmann Besatzung eingesetzt wird und an die Crew nochmal ausgetauscht wird dass der Lkw mehr oder weniger, vierundzwanzig Stunden am Stück dann rollen kann.
- 12:29Ja das stelle ich mir super aufwendig von der Planung her weil die Fahrer müssen ja auch irgendwie da hinkommen.
- 12:36Welche Rolle spielen denn insgesamt bei euren Zeitfenstern Sperrungen und Genehmigung vor allem im internationalen Geschäft?
- 12:45Ja wie vorhin schon mal gerade angesprochen Das hier ist doch sehr viele Hürden.
- 12:50Also gerade wenn wir uns jetzt in dieser Tournee-Logistik bewegen, haben wir immer die Problematik dass wir natürlich die Großstädte anfahren und die europäischen Großstätte haben.
- 13:01alle möglichen Distriktionen wie zum Beispiel wenn wir nach London reinfahren wollen müssen die Fahrzeuge mit einem speziellen Sicherheitssystem was sich DVS nennt ausgestattet sein um überhaupt dann die Stadien oder Arenen anfahren zu können.
- 13:18Und grundsätzlich spielt dann auch wieder eine große Rolle die ganzen Fahrverbotszeiten, weil jedes Land hat andere Fahrverbotzeiten.
- 13:27Zum Teil gibt es gar keine wie jetzt in Belgien oder wie in Großbritannien aber zum Teil gibt's Restriktionen wie im Bucharest wo auch nur zu gewissen Tageszeiten überhaupt reingefahren werden darf und deshalb sind diese Zeitfenster doch sehr wichtig da wir sonst zum Teil stillgelegt werden könnten und dann erst zwölf Stunden später wieder reinfahren dürfen.
- 13:52Also muss das im Vorgang doch sehr ordentlich und beniebel vorbereitet werden.
- 14:02Ja klar, exakte Planung!
- 14:05Kommen wir mal auf die Technik zu sprechen, die ihr da auf euren Trucks habt.
- 14:09Das ist ja mit Sicherheit sehr sensible Technik.
- 14:11Gibt es da besondere Sicherungsmaßnahmen?
- 14:14Ich sage jetzt mal in Richtung Ladungssicherung oder auch besondere Pflichten generell für Sicherheit zu sorgen?
- 14:23Natürlich!
- 14:23Wir bewegen uns hier eine Veranstaltungstechnik In.
- 14:28Waren werden zum Teil über mehrere Millionen Euro, wenn man eine große LED Wand jetzt transportiert oder spezielles Licht-Equipment oder Mischpulte.
- 14:38Da kann ein hundert Kilo Mischput mal dreißigtausend Euro direkt mal wert sein und auf Grund dessen ist gerade in der Tourlogistik der spezielle Megakoffer im Einsatz.
- 14:50dieser Megakover hat dann zu einem normalen Koffer einfach viel mehr Sicherung schienen wo dann mit Loadbars und Gurten gearbeitet wird, um wirklich individuell jedes Case zu sichern.
- 15:06Und gerade der Megacoffer ist noch mal ganz speziell da sehr viel wirklich noch händisch einfach aufgrund des Zeitdrucks läuft muss man sich so vorstellen.
- 15:17Da werden im Jaguar genannt Hands noch dazu gebucht.
- 15:21das sind einfach Hilfskräfte die tatsächlich über eine mobile Rampe, die angelegt wird dann alles B und entladen.
- 15:30Ja okay ihr habt also da wirklich auch Herausforderungen zu stemmen was das Reine beladen und sichern angeht.
- 15:38Das ist ein weiterer Aspekt so generell wenn du es in wenigen Sätzen beschreibst was macht die Arbeit in der Event Logistik so besonders und ganz anders als in der normalen Logistika?
- 15:52Der große Unterschied ist, dass man trotz dass es in den Milliarden-Business hier unter wenig Menschen eigentlich arbeitet die das ganze steuern und organisieren.
- 16:07Und das schafft dann immer eine gute Atmosphäre, daß man doch mehr auf Augenhöhe zwischen Auftraggeber und Dienstleister arbeitet.
- 16:16Das ist auch gerade das was meine Vater mir immer wieder bewegt.
- 16:20Richten, die Akzeptanz ist eine ganz andere.
- 16:23Der Vater wird dort wie ein Teil des Ganzen behandelt – der gehört zum Team.
- 16:28Was ja oft leider in der Industrie oder in der verladenen Wirtschaft nicht der Fall ist, da wird der Vater dann halt abgestellt und es nicht wirklich beachtet.
- 16:41Ich will mal mehr oder weniger sagen Mensch zweiter Klasse fast schon!
- 16:48Ja, in dieser ganzen Eventbranche nicht der Fall.
- 16:50Da kümmert man sich umeinander.
- 16:53Das ist jetzt gerade wenn die Fahrer unterwegs sind im Tournee-Business sind sie ein Teil vom Team.
- 17:00Die sind im Catering mit drin für diese ganzen Aufbauarbeiten und das gibt einfach so bisschen auch den Ansporn an alle weil man da einfach mehr oder weniger Hand in Hand zusammen arbeitet Und dann auch gerade wenn es irgendwann zu Problemen kommt, nicht versucht sich den schwarzen Peter in die Schuhe zu schieben sondern gemeinsam sofort nach einer Lösung sucht.
- 17:25Das klingt aber ja wie du sagst aus Fahrersicht nach einem echten Traumjob.
- 17:29also gehe ich mal davon aus ihr habt wahrscheinlich nicht wirklich viel mit Fahrermangel zu tun oder?
- 17:36Ja und nein, es ist tatsächlich hier die Anforderung.
- 17:41Wenn man wirklich Spaß hat dann will man nie wieder aus dieser Branche raus.
- 17:45aber gerade dieses Nachtfahren das sind doch einige die das nicht wollen und dieses Wochen lang unterwegs sein weil das ist heutzutage auch nicht mehr so gängig
- 17:56wie
- 17:56Menschen wollen lieber zu Hause bleiben oder tagsüber nur oder vielleicht nur mal eine Nacht unterwegs sein.
- 18:03Das ist so ein bisschen, ja natürlich findet sich hier doch immer wieder der ein oder andere.
- 18:09aber wir kämpfen trotzdem auch mit dem Problem Fahrermangel weil einfach diese speziellen Anforderungen mit nachts fahren und wochenlang unterwegs sind ja auch viele dann abschreckt.
- 18:22Ja klar du sprichst es offen an das ist einfach die romantische Vorstellung vom Rode unterwegs, ja das ist natürlich nichts was ich für ein Familienleben irgendwie besonders eignet.
- 18:34Was hat sich denn so in den letzten Jahren in der Branche für dich sichtbar verändert beispielsweise durch LED-Technik oder größere Bühnen mehr Effekte?
- 18:44Was ist auffällig anders geworden als vielleicht noch vor zehn, zwanzig Jahren?
- 18:50Ja gut auf jeden Fall ist dass die Künstler noch mehr auf Tour gehen.
- 18:56Aber das liegt einfach da drin, dass mit dem Streaming nicht so viel Geld eingenommen wird wie einfach so ein Live-Akt und natürlich will man hier immer so viele Menschen wie möglich für sich gewinnen um Tickets verkaufen und deshalb muss die Show irgendwo immer größer besser spektakulär werden.
- 19:20Es ist natürlich alles, sagen wir mal in den letzten zwanzig Jahren vorangeschritten.
- 19:24Wenn man sieht einfach die Verpixelung von LED-Technik was das für scharpe Bilder mittlerweile sind dann geht man natürlich jetzt hierhin aufgrund sei es auch mal ein bisschen wie diesem ganzen Klimaschutz dass man jetzt zum Teil vom Feuerwerk auf Drohnen-Shows umschwenkt Und ansonsten ist es halt wirklich vom Künstler auch so ein bisschen abhängig, weil jeder Künstl ist individuell irgendwo für sich der dann mehr mit der Technik arbeitet oder vielleicht tatsächlich weniger Technik und dann der Gesang wieder im Vordergrund steht.
- 20:08Also muss man das immer individuell sehen, wer den Künstlerin da gerade auftritt.
- 20:13Ja, okay.
- 20:14Kann man sich lebhaft vorstellen.
- 20:17Kommen wir mal zu einer ganz persönlichen Frage und vielleicht auch zum schönen Abschluss für unser Interview?
- 20:24Was war für dich der Moment in dem du dachtest genau deswegen liebe ich diesen Job?
- 20:31Es ist jetzt nicht speziell ein Moment sondern das sind eigentlich mehr than Momente.
- 20:35es sind immer die Momente wenn man sich dann mal endlich scharf Zeit zu nehmen und selber auf den Konzert geht Ja, Kraut dann sieht wie sie feiert und gute Laune hat.
- 20:48Das gibt so die meiste Energie am Ende wieder.
- 20:52Klar hat man jetzt gerade in den Sommermonaten wenig Zeit, sitzt eigentlich fast nur im Büro.
- 20:56aber wenn man dann die Zeit dafür findet und auf ein Konzert geht wo man selber logistisch beteiligt ist vor allem, dann gibt es also immens Energie wo man einfach wieder sieht für was man das überhaupt macht.
- 21:11Kultur... Vor allem in Corona gesehen.
- 21:14Wodoch sehr viel Stillstand, dass die Menschen das brauchen.
- 21:19Die brauchen diese Gemeinsamkeit, die brauchen dieses Erlebnis, dieses Live-Entertainment-Erlebnis und deshalb ist es eigentlich auch immer noch ein Job, der die nächsten Jahrzehnte bestehen bleibt.
- 21:36natürlich würde sich irgendwie verändern aber den gibt es Energie, die wollen das
- 21:43Ja, schön.
- 21:43Ja kennen wir alle und vielen Dank!
- 21:45Das war glaube ich ein super Schlusswort.
- 21:47dann wünschen wir dir noch ganz viele dieser Momente wo du einfach dieses Glück empfindest da Teil von solchen tollen Veranstaltungen zu sein.
- 21:56Wir sagen ganz ganz herzlich danke für deine Zeit und wünsche dir noch eine schöne ausklingende Saison.
- 22:02ja und hoffentlich bis bald.
- 22:03mal wieder Danke dir
- 22:05Vielen Dank
- 22:08Auch von mir.
- 22:08vielen Dank und auch an Sie, liebe Zuhörerinnen Danke dass sie wieder eingeschaltet haben.
- 22:14Für Kommentare und Feedback finden Sie meine Kontaktdaten in den Shownauts Und Sie können auch gerne eine Bewertung da
- 22:20lassen.
- 22:22Wir hören uns dann nächste Woche wieder.
- 22:24Bis dahin Tschüss.