Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Was geht an Düsseldorfer Gerichten - Special
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- Und noch immer bin ich in fernen Ländern unterwegs. Ab der nächsten Woche hört ihr hier wieder die Folgen in altbekannter Form. Heute habe ich noch mal ein Special für euch. Marlen Kessk, Gerichtsreporterin hier in der Düsseldorfer Lokalredaktion, erzählt mich und uns durch abgeschlossene, aktuell laufende und anstehende Verfahren in einer Extended Version unserer Rubrik Was geht an Düsseldorfer Gerichten? Und damit herzlich willkommen zum Rheinpegel. Ihr hört Folge 413. Rheinpegel, der RP-Podcast für alle, die Düsseldorf leben. Hallo zum Rheinpegel, dem Podcast, in dem wir jede Woche darüber sprechen, was Düsseldorf bewegt, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt, kurz und gut, was geht. Mein Name ist Tosja Kormann und diese wirklich schöne Aufgabe darf ich übernehmen. Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, wenn ihr Veranstaltungen wisst, auf die wir hinweisen können, Wenn ihr Themen habt, die euch auf den Herzen und unter den Nägeln brennen oder wenn ihr einfach mal irgendwas loswerden wollt, dann könnt ihr uns erreichen unter rheinpegel.reinische-post.de oder 0160 80 80 844. Wir freuen uns immer von euch zu hören. Auch zu Beginn des Jahres standen und stehen an den Düsseldorfer Gerichten zahlreiche Verfahren an. Regelmäßig sprechen wir hier darüber. Marleen Kess ist in ihrer Rolle als Gerichtsreporterin mehrmals die Woche bei Verfahren zugegen und berichtet uns heute hier davon. Unter anderem geht es um einen Cold Case, der nach 41 Jahren wieder aufgerollt wird, eine eskalierte Hausparty und um einen Prozess, der Lilly Becker bevorsteht. In unseren Gesprächen geht es teilweise um sexualisierte Gewalt an Frauen und um andere Gewalttaten, die mitunter von uns verbal ziemlich grafisch beschrieben werden. Wenn das Themen sind, die euch belasten, dann skippt diese Folge lieber oder hört sie nicht alleine. Wir treffen uns heute remote, so viel möchte ich immer der Transparenz halber zum Anfang sagen. Ist für uns eine Premiere, oder? Auf jeden Fall. Mit Computer dazwischen, sonst machen wir das immer face to face. Das schaffen wir. Das schaffen wir, da bin ich ganz sicher. Wir haben heute... Einen kleinen Special vor uns, also unsere wirklich allseits beliebte und von uns, das möchte ich jedes Mal dazu sagen, wirklich sehr vorbildlich durchgezogene Rubrik, was geht an Düsseldorfer Gerichten, bekommt heute einen Extraplatz. Und wir sprechen ausschließlich darüber, was an den Düsseldorfer Gerichten gerade los ist, sowohl an abgeschlossenen Verfahren, an laufenden Verfahren und wir haben sogar noch eine kleine Vorschau. Zum Glück ist ja immer genug los. Es ist immer genug los. Davon kannst du, wie du jetzt auch tun wirst, am besten erzählen. Für alle Richterinnen und Staatsanwälte, die zuhören. Ja, das ist wirklich. Und du bist täglich eigentlich im Gericht unterwegs, ne? Fast, ja. Also heute nicht. Heute sitzen wir beide im Homeoffice, wie schon des Transparenzhinweises zu folgen. Aber eigentlich tatsächlich sonst was jeden Tag, ja. Ja, spannend. Und da erlebst du natürlich durchaus viele Dinge, die wir hier auch regelmäßig besprechen. Deswegen erzähle ich jetzt nichts Neues. Neu ist, wie gesagt, dass wir es jetzt mal in dieser Ausführlichkeit und Intensität besprechen können. Und wenn ich mir durchlese, was du an Themen mitgebracht hast, sind es eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben Verfahren abgeschlossen, laufend oder noch kommend, besprechen wir heute durch. Deswegen würde ich sagen, wir fangen direkt an. Ja, sehr gerne, auf jeden Fall. Ich möchte... Es wird ein bunter Strauß, um es mal so schon mal vorauszuschenken. Ich möchte vorab, wie immer, sagen, dass wir auch über Themen sprechen, wie sexualisierte Gewalt an Frauen und... Andere Dinge, die vielleicht unsere Hörerinnen und Hörer berühren, also das als kleine Warnung, wer damit vielleicht Probleme hat, wir werden es auch nochmal direkt ankündigen, aber dann, genau, vielleicht diese Folge skippen oder nicht alleine hören. Das stimmt. So, los geht's. So, genau. Wir fangen an mit den abgeschlossenen Verfahren und zwar sind da Anfang März an einem Tag tatsächlich gleich zwei Urteile gefallen, die beide sehr spannend waren. Und zwar ging es da einmal um eine völlig aus dem Ruder gelaufene Hausparty und einmal um eine Frau, die ihren Ehemann entführt und schwer misshandelt hat. Darüber haben wir auch schon gesprochen, als quasi das Verfahren noch lief, ne? Genau, also wir hatten da, glaube ich, kurz mal drüber gesprochen. Genau, und das ist jetzt eben zu Ende gegangen, dieses Verfahren. Und der Mann, also das Opfer, hatte ja ausgesagt zum Prozessauftakt. Und der hat auch danach noch zweimal ausgesagt und dabei wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen. Nicht nur bei den Zuhörern, sondern auch beim Richter, wie sich dann bei der Urteilsverkündung herausgestellt hat. Denn das Gericht ist dessen Aussage eigentlich in fast allen Punkten gefolgt. Und hat die zum Teil widersprüchliche Aussage seiner Ehefrau, also der Angeklagten, die zwar gesagt hatte, dass das teilweise stimme, was ihr vorgeworfen wird, aber eben verschiedene Gründe und Motivationen dafür genannt hatte und auch Ungenauigkeiten im Ablauf, sodass das Gericht eben gesagt hat, oder der Richter hat am Ende sehr deutlich gesagt, dass sie ihr das eben zum großen Teil nicht glauben, und hat sie tatsächlich wegen erpresserischen Menschenraubs, wie das offiziell heißt, also so ein bisschen umgangssprachlich könnte man Geiselnahme, glaube ich, sagen, wegen gefährlicher Körperverletzung in drei Fällen und wegen besonders schweren Raubs zu einer Haftstrafe von acht Jahren verurteilt, was... Sehr langes, tatsächlich. Oder zumindest in meiner Erfahrung jetzt schon wirklich eine lange Haftstrafe, vor allen Dingen, weil sie auch zumindest nicht in der Form vorbestraft ist. Also es gab wohl Vorverurteilungen, aber deswegen etwas geringfügigerer Sachen. Okay. Kannst du noch einmal ganz kurz nur beschreiben, was da überhaupt verhandelt wurde? Genau. Also es ging eben darum, und da hat sich ja dann eben die Kammer da wirklich relativ vollständig eigentlich der Anklage, Und den Aussagen des Opfers angeschlossen. Also im September vergangenen Jahres hat diese Frau ihren Ehemann, man muss sagen nach islamisch, nach muslimischem Ritus angetrauten Ehemann, also in Deutschland würde man sagen Partner, aber wir bleiben jetzt noch bei Ehemann, unter einem Vorwand nach Düsseldorf gelockt. Also die wohnten in Solingen. Er war der Autohändler. Die beiden haben zwei Kinder, sieben Jahre und inzwischen zehn Monate alt. Was die Tat auch für den Richter, glaube ich, nochmal ein bisschen unfassbarer gemacht hat. Auf jeden Fall hat sie ihn unter dem Vorwand nach Düsseldorf gelockt, dass sie ihren Ehering in der Wohnung einer Freundin verloren habe. Und er sollte ihr suchen helfen. Er ist dann in diese Wohnung und da war eben nicht der Ehering verloren gegangen, sondern da wartete ein Komplize dieser Ehefrau, der ihn dann mit Fäusten und Fußtritten malträtiert hat. Dann kam sie dazu, dann hat sie ihm einen Hammer auf den Kopf geschlagen. Und dann hat dieser Komplize, der im Übrigen auf der Flucht ist, Also der ist bekannt, man weiß, wer das ist, aber der ist eben im Moment nicht aufzufinden. Genau, hat ihn dann befesselt mit Kabelbindern und in einen abgeduckelten Raum dieser Wohnung gebracht und da eingesperrt, unter Drogen gesetzt, mit einer Pistole bedroht. Die haben ihm sein Bargeld abgenommen, die haben ihm seine Aktentasche abgenommen mit über 30.000 Euro drin, mit Schlüsseln zu verschiedenen Autos seines Autohauses, mit Fahrzeugpapieren und allem. Und in diesem Raum ist er dann verletzt und unter Drogen 24 Stunden ungefähr festgehalten worden, bis er am nächsten Tag eine Unaufmerksamkeit seines Entführers ausnutzen konnte und sich in einem nahegelegenen Friseursalon rettete. Und dann da eben die Mitarbeiter haben an die Polizei gerufen. Okay, das ganz in Kürze dieser wirklich heftige Fall. Sehr heftig. Hat man irgendwas zu den, also hat die Frau irgendwie ausgesagt, was der... Also die Frau hat ausgesagt, dass es vorher Gewalt in der Ehe gegeben habe, von seiner Seite ausgehen und sie sich habe trennen wollen. Und so ein bisschen in diesen Rache-Gedanken da reingespielt. Der Richter hat aber in seiner Urteilsbegründung, die sehr ausführlich war und wo er auch gesagt hat, das war eine, also Zitat, echt heftige Tat, was man ja auch jetzt selten hört von einem Richter sowas. Hat er eben gesagt, für ihn und auch für die Staatsanwaltschaft hätte sich das so dargestellt, als wäre es da um das Vermögen, als wäre es um Geld gegangen vor allen Dingen. Genau, weil es gibt da wohl auch noch so eine Zeugenaussage, dass die Frau zu einer Freundin gesagt haben soll, dass eben die Autos demnächst abgeholt werden und so, während der Mann eben da noch festgehalten wurde. Und die haben eben auch eben diese 30.000 Euro oder insgesamt 32.000 Euro abgenommen, 2.000 Euro im Portemonnaie, sein Handy und 30.000 Euro in dieser Aktentasche. Deren Einziehung wurde auch angeordnet von ihr. Und dafür für diese drei jedoch schwerwiegenden Verbrechen wurden dann eben acht Jahre als Tat und Schuld angemessen. Achtet, wie es so schön heißt. Die Verteidigung hatte eine bewährungsfähige Strafe gefordert. Die werden aller Wahrscheinlichkeit nach in Revision gehen. Das wäre jetzt meine Frage, ob da was kommt. Die Anwältin, die da war, hat sich dazu nicht geäußert im Nachgang. Die Staatsanwaltschaft hatte zehn Jahre gefordert. Das geht ja schon in die Richtung auf jeden Fall. Was ich noch ganz spannend fand, im Nachgang dieser Unterzügerung habe ich kurz mit der Anwältin der Nebenklage, also die Vertreterin des Mannes, mit der gesprochen und habe danach gefragt, ob es da auch um Schmerzensgeld eventuell gehen könnte. Und sie hat gesagt, nein, das habe ihr Mandant explizit nicht gewollt. Dem sei es ausschließlich um eine strafrechtliche Aufarbeitung gegangen. Und er wolle sich jetzt darauf konzentrieren, für seine Kinder da zu sein und psychisch und auch körperlich zu heilen von diesen Ereignissen. Und das fand ich schon bemerkenswert in vielfacher Hinsicht. Auf jeden Fall. Du bist ja, wie eben schon erwähnt, tatsächlich immer vor Ort, Wie ist... Ja, wie ist die Stimmung dann, wenn so ein Urteil verkündet wird, was ja zum einen tatsächlich, also die Strafe ist recht hoch, das hast du auch schon gesagt. Und ja, also das ist ja auch wie so viele Fälle, also das könnte man jetzt exemplarisch vielleicht ein bisschen daran erzählen. Also waren da viele Leute vor Ort? Also es sind tatsächlich jetzt nicht so wahnsinnig viele da, aber es waren auf jeden Fall Verwandte von der Angeklagten da. Ich glaube auch die Mutter, die hat auch geweint danach. Und die Angeklagte hat das im ersten Moment so relativ regungslos aufgenommen. Und ich glaube, war dann doch im Nachhinein, ich kann mir das ja nicht so richtig vorstellen, aber ich vermute, das dauert auch ein bisschen, bis du hast dann mal richtig angekommen, was das bedeutet. Der Richter hat das tatsächlich auch nochmal angesprochen. Und er sagte nämlich, wenn eine Familie unter solchen Umständen zerbricht, hat das einfach schon schwerwiegende Folgen für irgendwie alle, auch die Kinder. Und da kann man wirklich eigentlich nur hoffen, dass die da einigermaßen unbeschadet rauskommen. Ja, das wird in dieser Episode ein bisschen öfter passieren, dass jetzt ein relativ harter Cut kommt zum nächsten Fall. Also da irgendwie Verbindungen zu schaffen oder Referenzen aufeinander, das ist irgendwie nicht möglich und auch nicht sehr angebracht. Deswegen, dieser Fall ist abgeschlossen, sowohl vor Gericht als auch hier bei uns. Wir gehen zum nächsten, was ja zumindest auf den ersten Blick ein wenig leichter sich liest, also eine eskalierte Hausparty. Du wirst jetzt gleich erzählen, was da alles passiert ist, aber ich weiß ja nicht, wie es bei euch so war, aber manchmal geht es halt rund. Es ging natürlich dabei nicht um ganz so heftige Gewalt, aber nichtsdestotrotz war das schon für die Familie, der das passiert ist, ist auf jeden Fall eine richtig heftige Sache. Das hat man jetzt auch nochmal gemerkt. Weil, also die Geschichte geht so, das hat auch damals in Düsseldorf für einiges Aufsehen gesorgt. Das war vor ungefähr zwei Jahren im April. Da wollte eine 15-Jährige ihren Geburtstag feiern und hat dafür, wie sie jetzt nochmal erzählt hat vor Gericht, eine WhatsApp-Gruppe begründet mit 40 Eingeladenen, alles Jugendliche zwischen 14 und 17. Genau. Und aus dieser WhatsApp-Gruppe ist das dann irgendwie... Zu einer größeren Snapchat-Gruppe oder so gelangt, auf jeden Fall in sozialen Netzwerken geteilt worden. Und das führte dann wiederum dazu, dass kurz nach Beginn dieser Party in Urdenbach, der in Düsseldorf wohnt, wird Urdenbach kennen. Also ein bisschen Abgrundschuss, ne? Also jetzt nichts, wo man sich so dran hinverläuft. Nee, genau. Also es wurde dann mit der Adresse da irgendwie geteilt, was dann dazu geführt hat, dass gegen 21 Uhr da irgendwie 30 bis 50, so ganz genau konnte man es nicht mehr eingrenzen, auf jeden Fall überwiegend junge Männer, ja, diese Party im Prinzip gestürmt. Und da randaliert haben, mehrere Gäste geschlagen und verletzt haben. Die sind in den Garten, über die Garage, durch die Hecke, durch die Hause, durch das Klofenster. Und die hingen alle zusammen? Oder war das ein Zufall? Das war eine Gruppe quasi? Nee, es waren schon verschiedene Gruppen von Leuten, die da halt alle nicht eingeladen waren, die dann aber irgendwie alle relativ zu ähnlichen Zeiten wahrscheinlich mit Bus und Bahn da irgendwie angerückt sind. Und genau, diese Jugendliche hat auch ausgesagt vorm Amtsgericht und die hat gesagt, es war voll Chaos. In der Anklageschrift hieß es tumultartige Szenen. Genau, der Vater von diesem Mädchen, der hatte im ersten Obergeschoss, wollte da eigentlich nur so ein bisschen Auge auf die erste Party seiner Tochter halten und ist dann irgendwie runtergekommen, weil er dachte, was ist denn hier los? Und meinte dann, das war ein geplanter, gewalttätiger Übergriff oder Überfall, hat er jetzt vor dem Amtsgericht gesagt. Also es muss für die Familie schon wirklich heftig gewesen sein. Zum Glück muss man sagen, es ist so richtig schwer verletzt worden, es ist nicht so richtig viel kaputt gegangen. Der Vater sprach da von 2.000 bis 3.000 Euro Schäden. Das ist natürlich trotzdem sehr ärgerlich und wahnsinnig unnötig. Aber angesichts des Tumults, glaube ich, hätte da durchaus noch mehr passieren können. Die sind dann auch tatsächlich fast alle geflüchtet, bevor die Polizei gekommen ist. Weswegen es jetzt auch ein bisschen gedauert hat. Und die beiden Angeklagten, um die es nun ging, wurden später über so Instagram-Stories identifiziert. Also alles ein bisschen, man muss schon sagen, ein bisschen kurios. Es gab dazu schon mal einen Verhandlungstermin. Der war im August, da waren dann noch beide Angeklagten da. Jetzt wurde nochmal verhandelt, jetzt war noch einer da. Wie sich dann herausgestellt hat, wurde das Verfahren gegen den anderen inzwischen eingestellt. Warum genau, hat mir die Sprecherin des Amtsgerichts nicht gesagt. Sie sagte nur, das sei eben inzwischen eingestellt worden. Da kann es verschiedene Gründe für geben. Und warum wurden ausgerechnet die beiden angeklagt? Also waren die einfach am besten zu erkennen? Die waren relativ gut zu erkennen und zu denen konnten mehrere Partygäste was sagen. Also jetzt bei dem Termin haben auch insgesamt acht Zeugen ausgesagt, von denen immerhin zwei, den jetzt Angeklagten, einen inzwischen 25-jährigen junger Mann, auch aus Düsseldorf, den erkannt haben. Und dem wurde vorgeworfen, ein anderer mit einem Holzbrett, also einem Schneidebrett irgendwie, mehrfach auf den Rücken und den Nackenbereich geschlagen zu haben. Genau, nachdem ihn dann unter anderem das Opfer erkannt hatte, hat er sich dann auch entschuldigt und eine andere Zeugin hat dann noch ausgesagt, auch eine junge Frau oder ein Mädchen, die da zu Gast war, das Mädchen hat dann eben gesagt, er hätte sich tatsächlich auch an dem Abend schon entschuldigt, auch nochmal an der Tür, das war irgendwie bescheuert, Der hat gesagt, er war betrunken und auch bekifft. Naja, also es ist auf jeden Fall irgendwie eine völlig, der Richter hat es auch mehrfach gesagt, wirklich eine völlig bescheuerte Aktion. Man kann es nicht anders sagen. Und letztlich haben sie sich dann nach dieser Verhandlung darauf geeinigt, dass auch dieses Verfahren eingestellt wird, allerdings gegen eine Geldzahlung. Und zwar muss dieser 25-Jährige jetzt 300 Euro an das Geburtstagskind und die Familie zahlen und 300 Euro an den Jungen, den er mit diesem Holzbrett geschlagen hat, damit das Verfahren eingestellt wird. Und was dazu beigetragen hat war unter anderem, dass der hat verschiedene Traumata erlitten in seinem Leben durch Unfälle, durch seine Fluchtgeschichte. Der kommt ursprünglich aus dem Irak und befindet sich jetzt eben nachweislich da in Trauma und auch in Suchttherapie und hat sich laut seinem Jugendgerechtshelfer sehr stark stabilisiert in den letzten beiden Jahren. Und das hat den Richter eben dazu bewogen. Und diese Entschuldigungen mehrfach, ihm sozusagen eine letzte Chance zu geben, hat der Richter aber auch betont, das ist dann auch wirklich jetzt die allerletzte Chance. Und beim nächsten Verfahren ist sowas eben nicht mehr möglich. Das heißt, es wurde abgeschlossen, das Verfahren, aber ohne ein Urteil, sondern es wurde sich außergerichtlich geeinigt. Im Gericht geeinigt. Entschuldigung, dafür brauche ich dich hier, wenn ich immerhin so Sachen überwürfe. Also eben auch eine Einstellung des Verfahrens dazu müssen ja dann, muss dann auch die Staatsanwaltschaft noch formell zustimmen, aber die hat jetzt schon ihre Zustimmung signalisiert, das wird dann wirklich auch so passieren. Wir kommen zum dritten Fall im Themenpark abgeschlossenen Verfahren. Es geht um die Zigarettenfabrik, die ausgehoben wurde, auch darüber haben wir schon gesprochen. Also da auch die von uns angekündigte Weitererzählung, Entwicklung und jetzt der Abschluss. Genau, also der Abschluss von einem der beiden Verfahren. Es laufen ja zwei Verfahren und darüber haben wir schon gesprochen. Und das eine Verfahren gegen die acht Arbeiter sozusagen ist abgeschlossen. Und da nochmal kurz zur Zusammenfassung vielleicht, da eben angeklagt waren acht angeworbene Arbeiter aus Weißrussland, die bei dieser Razzia in dieser Zigarettenfabrik quasi am Tatort erwischt und dann auch direkt festgenommen wurden. Wer jetzt nicht da vor Gericht stand, waren die Hintermänner, die Drahtzieher dieser ganzen Nummer, die, die damit richtig viel Geld verdient haben. Es geht ja da um mehr als 50 Millionen Euro Steuerschaden. Sondern wer jetzt verurteilt wurde, und das schlägt sich eben auch im Urteil nieder, sind diese Arbeiter. Und zwar sind die alle zu Bewährungsstrafen verurteilt worden zwischen 22 und 24 Monaten. Und werden jetzt natürlich ausgewiesen danach. Also das ist das Ende dieses Prozesses. und der andere Prozess gegen die mutmaßlichen Drahtzieher. Da sind ja vier Männer angeklagt. Nach einem sucht die Staatsanwaltschaft derzeit noch mit Foto. Der läuft eben noch. Jetzt hast du ja gerade schon gesagt, die Arbeiter wurden ja quasi hierher geholt, um das zu machen. Ich kann mir vorstellen, dass bei so einem Verfahren natürlich auch irgendwie diese etwas persönlichere Seite dann im Vordergrund steht oder auch benannt wird oder eben nicht. Also wird das ganz außer Acht gelassen, so ein bisschen die persönlichen Geschichten, die da... Nein, die spielen auf jeden Fall eine Rolle, weil die ja auch unter Falschen nach allem, was man weiß. Und sie haben alle sehr übereinstimmend ausgesagt, was ihnen da erzählt wurde in Weißrussland. Und das war auf jeden Fall nicht in einer illegalen Zigarettenfabrik zu arbeiten, sondern da ging es tatsächlich ursprünglich eigentlich um Arbeiten in Polen, wurde ihnen gesagt. Und von Warschau wurden sie dann sozusagen nach Deutschland gebracht. Und da hieß es aber immer, es ging um irgendwas auf dem Bau, auf Baustellen. Es war nie von illegaler Arbeit, nie von so einem, es war eine ganz abgeschlossen, mit so ganz verdunkelten Fenstern von so einer illegalen Fabrik die Rede. Bei der sie auch ihre Handys abgeben mussten und auch auf diesem Fabrikgelände übernachtet haben und da wirklich wochenlang eigentlich ohne Pause geschuftet haben, bis sie dann auch noch am Ende von der Polizei hochgenommen wurden. Und ich glaube, diese ganzen Umstände haben dann auch zu diesem Urteil geführt. Ja, verstehe. Also das ist auch abgeschlossen, sowohl in echt als auch hier. Wir kommen zum letzten Thema in dieser Reihe, abgeschlossene Verfahren. Und da geht es um eine Beauty-OP, die schiefgegangen ist. Schiefgelaufen ist. Also das ist auch eigentlich das Einzige, was man sicher sagen kann. Die ist auf jeden Fall schiefgelaufen. Was vor dem Amtsgericht nicht mehr geklärt werden konnte, ist, ob das Gerät eine Fehlfunktion hatte oder ob die Ärztin, die klassische Chirurgin, sich da vertan hat. Was auf jeden Fall unzweifelhaft ist, dass das so nicht hätte laufen dürfen, weil was als Halsstraffung per Laser, Lipolyse heißt das, geplant war, endete für eine Frau aus Bonn, heute 81 Jahre alt. Der Fall liegt schon ein bisschen länger zurück mit Verbrennung dritten Grades an drei Stellen am Hals. Ich habe Fotos gesehen, die hatte Fotos dabei von ihren Verletzungen. Das ist wirklich schlimm. Du zitierst ja auch, ich sah aus wie ein Monster, sagt sie. Ja, absolut. Kann man wirklich nicht anders sagen. Und ich kann sie auch absolut verstehen. Sie hat ja dann gesagt, sie hat wochenlang das Haus nicht verlassen. Und sie hatte monatelang offen gewunden, bis sie dann einen Chirurgen gefunden hat, der das tatsächlich, muss man sagen, gut wiederhergestellt hat. Erstaunlich. Die Ärztin hat gesagt, das sei ihr bei ganz, also sie hätte diese OP oder diesen Eingriff schon vielfach vorgenommen. Das sei ihr nie vorher passiert. Müsse am Gerät liegen. Dann hat die Ärztin länger ausgesagt, dann hat die Zeugin länger ausgesagt, dann hatten sie noch einen Sachverständigen geladen, der dazu hätte aussagen können. Letztlich haben sie sich dann aber auch hier tatsächlich am Ende nach vier Stunden auf eine Einstellung des Verfahrens nach § 153a, heißt das geeinigt, also gegen eine Geldauflage und in diesem Fall muss diese Ärztin, die inzwischen auch nicht mehr in Düsseldorf praktiziert, also die hatte eine eigene Praxis, die ist aber insolvent. Muss jetzt 15.000 Euro an die Geschädigte, also an diese heute 81-jährige Frau zahlen. Und wenn sie das binnen der nächsten sechs Monate tut, dann gilt das Verfahren als eingestellt. Parallel, muss man dazu sagen, läuft aber auch noch ein zivilrechtliches Verfahren. Da geht es um Schadenersatz, weil diese 81-Jährige sagt, das war für alles viel teurer. Und natürlich auch ein Schmerzensgeld. Das ist aber noch nicht abgeschlossen. Da wird, glaube ich, Ende Juli nochmal vom Landgericht verhandelt, weil eben die Summen so hoch sind, um die es geht. Das war jetzt vor dem Amtsgericht und damit ist das strafrechtliche Verfahren abgeschlossen. Also wenn sie dann diese 15.000 Euro bezahlt. Und was dann auch nochmal ganz wichtig war, auch dem Staatsanwalt, also erstmal hat er gesagt, in solchen Verfahren ist es ja auch oft so, dass dann das Geld zum Beispiel an gemeinnützige Organisationen geht oder so. Da hat der Staatsanwalt aber gesagt, in dem Fall wäre es ihm schon wichtig, dass das an die Beschädigte geht und dass das auch nicht angerechnet werden darf auf ein mögliches Schmerzensgeld oder einen möglichen Schadenersatz, der noch in dem zweiten Fall war. Ja, verstehe. Du beschreibst ja auch, dass die Geschädigte sozusagen bis heute noch natürlich voll Geschäden hat. Also das sieht vielleicht nicht mehr so aus. Nee, genau. Man sieht es tatsächlich nicht, erstaunlicherweise. Also wenn man es weiß und ein bisschen hinguckt, vielleicht schon. Aber ich finde, eigentlich sieht man es nicht mehr. Aber sie sagt, sie kann ihren Hals immer noch nicht richtig durchstrecken. Und sie sagte auch, sie hätte immer noch manchmal Albträume davon und das hätte sie einfach sehr beschäftigt, sehr lange und. Wer die Fotos gesehen hat, kann man nur sagen, das kann man gut verstehen. Wenn du sagst, dass die Ärztin, die damals diese schwerwiegenden Fehler gemacht hat, also sie sagt ja, es sei die Maschine gewesen, die ist jetzt insolvent, hat das auch damit zu tun? Also kam das irgendwie raus, dass das nicht das erste Mal ist, dass da irgendwie was passiert oder nicht ganz rund gelaufen ist? Gibt es so jetzt immer mehr Leute, die sich melden und sagen, ja, ich war auch schlecht beraten? Also du schreibst ja auch, dass die Zeugin selber als Ärztin tätig war bis zu ihrer Rente und sich nicht genug aufgeklärt gefühlt hat, ob schon sie natürlich ein bisschen mehr im Fach ist als jetzt vielleicht andere. Also hat diese Insolvenz und das Nicht-mehr-in-Düsseldorf-Praktizieren auch mit diesem Fall zu tun oder mit anderen, die da rankommen? Also offiziell nicht und da war jetzt auch nicht so viel herauszubekommen rund um dieses Verfahren. Ich würde da aber nochmal versuchen hinterher zu recherchieren. Offiziell ist die Praxis während der Corona-Pandemie möglich. Ja, weil das hat sich alles 2019 abgespielt. Ja, tatsächlich, dass wir die Chirurgen lange nicht praktizieren durften. Ja, okay, verstehe. Körpernah dient. Gut, das war es an abgeschlossenen Verfahren. Wir gehen weiter zu den im Moment noch laufenden. Genau, und da jetzt nochmal der Hinweis, jetzt geht es um sexualisierte Gewalt an Frauen Und wie eben schon im ersten Fall recht verbal, grafisch, recht explizit dargestellt, deswegen hier noch diese Anmerkung. Es geht um eine mutmaßliche Vergewaltigung in der Altstadt. In der Altstadt, genau. Also es geht um eine junge Frau soll da von zwei Männern hintereinander auf einem öffentlichen Platz, nämlich im Stiftsplatz in der Altstadt, auf der Motorhaube eines Fahrzeugs vergewaltigt worden sein. Genau, das soll im Juni letzten Jahres passiert sein. Ich glaube, Freitag oder Samstag Nacht. Auf jeden Fall sollen die sich vorher nicht gekannt haben, sich zufällig da irgendwie der Eitschott begegnet sein. Und dann sollen die beiden Männer, beides Syrer, muss man jetzt leider dazu sagen, jetzt können wir kurz einen Ausflug in den Pressekodex, bei schweren Straftaten sagen wir sowas ja dazu. Naja, auf jeden Fall sollen die, Die sollen den völlig betrunkenen Zustand dieser jungen Frau eben ausgenutzt und sie vergewaltigt haben. Genau, das Verfahren hat zum Auftakt auch bei unseren Leserinnen und Lesern für ziemlich viel Aufsehen gesorgt. Erst haben die nichts dazu gesagt. Inzwischen haben sie sich geäußert. Beide bestreiten die Vorwürfe, sprechen da von einvernehmlichem sexuellen Kontakt. Inzwischen hat auch ein wichtiger Zeuge, es gab nämlich zwei Zeugen tatsächlich, die eingeschritten sind, Und, Also die gesagt haben, das stimmt irgendwas nicht und dann einer hat die Polizei gerufen, einer ist tatsächlich weggerannt, weil der eine ihn so angegangen haben soll von diesen beiden Männern und ist dann tatsächlich zufällig da auf dem Streifenwagen getroffen und dann sind die beiden Männer zwar weggelaufen, wurden dann aber später am Rheinufer quasi auch identifiziert und sitzen seitdem mit einer kurzen Unterbrechung in Versuchungshaft. Und genau, also dieses Verfahren läuft, auch die junge Frau hat inzwischen schon ausgesagt, allerdings wenig überraschend und auch vollkommen zu Recht unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Und jetzt geht es tatsächlich noch darum, es gibt noch diesen zweiten Zeugen, es waren ja zwei Männer, die da eingeschritten sind und der zweite Zeuge war auf einem längeren Auslandsaufenthalt und es gab Debatten, ob der überhaupt gehört werden muss. Die Verteidigung hat dann aber gesagt, doch, der muss, was ich tatsächlich auch, nachvollziehen kann, dass es schon eine natürlich sehr wichtige Zeugenaussage ist und der wird jetzt eben auch noch gehört und deshalb zieht sich das Verfahren noch etwas in die Länge und ich glaube, es gibt jetzt Termine bis Juni. Genau. Erst sollte es eigentlich schon jetzt zu Ende sein, aber weil sich das eben jetzt noch etwas länger zieht, genau, werden wir da noch mal drüber berichten. Aber das sind soweit die Vorwürfe dazu, was das Opfer gesagt hat. Da werden wir eben nichts zu erfahren. Außerhalb vielleicht von der Urteilsbegründung, aber das ist, denke ich, auch gut nachvollziehbar. Und die Anwälte, die sie letztlich als Nebenklägerin vertreten und ihre Anwältin hat auch schon zum Prozessauftrag gesagt, ihr geht sehr schlecht damit. Sie war auch bisher bei keinem Prozesstag persönlich dabei oder so, sondern lässt sich da vertreten. Ja, du bleibst auch da dran und wenn es etwas Neues zu berichten gibt oder das Verfahren abgeschlossen wird, dann sprechen wir nochmal. Ja, jetzt wieder eine kleine Zäsur und wir gehen weiter zum nächsten laufenden Verfahren, da geht es um einen Code Case. Das kommt ja auch immer mal vor. Jetzt nicht super oft, ne? Nee, genau. Aber genau, es kommt immer mal wieder vor. Man muss direkt dazu sagen, dass ein Code Case ja nicht aus Düsseldorf ursprünglich stammt, sondern das ist ein Mord aus dem Jahr 1984 in Hilton. Genau, an einem Professor, an einem Psychologie-Professor, der in, mit, ich glaube, insgesamt 24 Messerstiche war es, in seinem Haus aufgefunden worden ist. Der Angeklagte ist ein 62-jähriger Italiener. Das heißt, der war damals noch recht jung, ne? Der war damals sehr jung, genau. Und es gab schon damals Medienberichte und auch die Polizei und die Staatsanwaltschaft haben sich wohl in diese Richtung geäußert, dass das mit den diversen nachvollziehbaren Kontakten dieses Professors in das homosexuelle sogenannte Strichermilieu. Zu tun hat. Und aus genau diesem Milieu ist auch der Angeklagte. Man muss aber dazu sagen, es gibt DNA-Spuren von ihm im Haus des Opfers, an einem Teller. Und die These der Staatsanwaltschaft ist, der hat den am Kölner Hauptbahnhof aufgegabelt, der Professor hat dann den mit nach Hause genommen, die haben zusammen gegessen, es gab sexuellen Kontakt. und danach hat er den umgebracht aus Habgier. So ungefähr kann man das, glaube ich, zusammenfassen. Der Professor wurde jetzt einige Tage später tatsächlich gefunden. Was auch sehr tragisch ist, die Frau war schon vorher verstorben. Das Paar hatte drei Kinder. Die sind jetzt inzwischen alle erwachsen, aber die wurden eben dazu vollweisen. Für die muss der Prozess eine sehr große Belastung sein. Auch deren Aussagen finden unter Ausschuss der Öffentlichkeit statt, wie auch viele der Aussagen, Von anderen ehemaligen männlichen Prostituierten, um eben die Intimsphäre der Familie auch zu schützen. Nichtsdestotrotz wurde dann eben diese DNA-Spur irgendwie ausgewertet, Jahre später von der Code Case Unit des LKA und dann gab es eben diesen Treffer. Man muss aber sagen, dass direkt zum Prozessauftakt die Verteidigerin dieses Mannes, eine Kölner Anwältin, ein sogenanntes Opening Statement abgegeben hat, was relativ selten ist und was es auch ziemlich in sich hatte, weil sie nämlich gesagt hat, er bestreitet die Tat, er versteht überhaupt nicht, was er hier soll. Und ja, er war in dem Haus, aber nein, er ist nicht der Mörder. Und sie hat dann die... Diese Ermittlungsarbeit der Behörden von damals und auch letztlich hat die von heute eigentlich ziemlich massiv angerufen, hat gesagt, die haben sich von Anfang an darauf konzentriert zu sagen, derjenige, der von diesem Teller gegessen hat, ist der Mörder. Und ihre These ist quasi, ja, der hat den aufgegabelt und die haben zusammen gegessen und ja, es gab sexuellen Kontakt und danach hat er den wieder weggefahren. Und es gibt wohl Zeugenaussagen, die besagen, dass dieser Professor noch später an diesem möglichen Tatabend in einer Kölner Szene-Kneipe gesehen wurde und sie sagt eben, da könnte er seinen Mörder kennengelernt haben. Deshalb ist es jetzt natürlich spannend, was die Staatsanwaltschaft da vielleicht noch auffährt. Aber das ist dieser Code Case und das ist auf jeden Fall natürlich eine sehr interessante Geschichte und einfach auch wirklich schon wahnsinnig lange her dafür, dass das jetzt nochmal verhandelt wird. Ja, warum wird das, also genau, es gibt ja diese Co-Case-Einheit, arbeiten die einfach Fälle ab? Gab es irgendwie doch nochmal eine Regung? Weil, wie gesagt, es sind ja 41 Jahre, was einfach eine Weile ist. Das nicht bedeutet, dass es nicht erklärt werden kann. Also das ist natürlich gut. Genau, also Mord verjährt nicht, wie man so schön sagt. Deshalb können natürlich solche Fälle dann auch nach so langer Zeit aufgearbeitet werden können, anders als viele andere Delikte, die jetzt verjährt wären. Ja, ich glaube, die Arbeiten tatsächlich müssen nicht unbedingt nach Hinweisen, arbeiten, wenn Hinweise kommen, natürlich noch mal umso besser jetzt zum Beispiel Fall Debbie Sassen haben wir ja gerade in Düsseldorf. Da gab es ja Hinweise, da wird jetzt ja Das ist ja eigentlich das, was man dann so sich, was umgängig ist. Es gibt irgendwie dann doch... Aber da wurden tatsächlich einfach noch mal alte Spuren mit neuen Methoden untersucht und da eben noch mal eine deutlichere Spur gefunden, die dann auch noch zugeordnet werden konnte. So ungefähr muss das gewesen sein. Jetzt muss man eben mal gucken, wie sich das entwickelt. Du sagst, es gibt auch andere ZeugInnen, die Aussagen sind da noch. Viele da? Also wie ist das, wenn so ein Fall irgendwie 41 Jahre ist? Es sind tatsächlich auch schon mehrere verstorben, hatte der Richter auch am Anfang tatsächlich gesagt. Macht das dann was? Klar, es kann dann sein, dass es noch schwieriger ist. Die deren Aussagen sollen nach Möglichkeit, also quasi aus den polizeilichen Vernehmungen, so sie denn existieren, verlesen werden. Um das dann abzugleichen. Das ist tatsächlich auch mein erster Code Case. Müssen wir jetzt mal schauen, wie sich das entwickelt. Auch da wirst du uns auf dem Laufenden halten. Definitiv. Dieser Call-Case ist noch nicht abgeschlossen. Die Unterrubrik hier, noch laufende Verfahren allerdings schon. Wir gehen jetzt in eine kleine Vorschau. Zum Ende dieses sehr ausführlichen, was geht an Düsseldorfer Gerichten, Parts. Ja, da sind wir jetzt plötzlich ganz woanders. Genau, da wird es jetzt zum Abschluss nochmal, also verhältnismäßig leicht, sage ich mal. Ich wollte gerade sagen, immer wenn was vor Gericht landet, ist es natürlich irgendwie doll. Aber im Vergleich zu dem, was wir jetzt hier schon hatten und auch sonst haben, ist das natürlich in einer ein bisschen anderen Schiene. Lili Becker wird verklagt auf 300.000 Euro. Auf sehr viel Geld. Lili Becker war mal verheiratet mit Boris Becker. Genau, ist inzwischen Dschungelkönigin. Ist inzwischen Dschungelkönigin und lebt in Düsseldorf. Das wusste ich nicht. Genau, und lebt jetzt in Düsseldorf, weswegen sie jetzt eben auch hier vor dem Landgericht verklagt wurde. Und zwar von ihrem Ex-Partner, einem Filmproduzenten. Es gibt tatsächlich in ähnlicher Sache, gab es schon ein Verfahren am Landgericht München 1, glaube ich war es. Da hat er sie auf 180.000 Euro verklagt. Und während ihrer Beziehung, seine Version, habe er ihr dieses Geld geliehen und sie habe es nicht zurückgezahlt. Sie sagt, das war ein Geschenk. Das Landgericht München 1 hat ihr das nicht geglaubt. und sie zur Rückzahlung plus Zinsen, was dann über 200.000 Euro sind in dem Fall. Verurteilt ist dagegen allerdings in Revision gegangen. Also da ist das Ende offen sozusagen. Und ganz ähnlich soll es wohl bei dem Fall jetzt gelagert sein. Also es gibt zwei verschiedene Beträge? Also er hat ihr zweimal geliehen? Ja, es ist wohl quasi ein ähnlicher Hintergrund. Und was man aber jetzt schon sagen kann, dass es wahrscheinlich beide, also weder Lilly Becker noch der Kläger selber erscheinen müssen, sondern den ersten Termin werden wohl die Anwälte bestreiten, sagt man mir beim Landgericht. Ich werde mir das aber wahrscheinlich trotzdem mal angucken. Das ist ja wirklich, also ich hätte jetzt auf den allerersten kleinen flüchtigen Blick gedacht, es geht quasi um dieselbe Summe und die haben das jetzt irgendwie mitgetragen. Das ist ja schon, also ich würde mir jetzt vorstellen, auch in einer Beziehung, vielleicht auch in einer gut funktionierenden dann noch, wenn man sich irgendwie größere Summen leiht, dass man dann so auf safe das auch irgendwie verschriftlicht und so. Also ich wäre vielleicht auch davon ausgegangen, dass es ein Geschenk gibt. Also ich weiß das jetzt ja nur aus dem anderen Verfahren. Wie das jetzt genau in unserem Verfahren ausgeht, müssen wir mal schauen. Aber es gab wohl in dem anderen Verfahren Darlehensverträge, zu denen Lilly Becker jetzt aber ein Gutachten in Auftrag gegeben hat oder so, dass die gefälscht sein sollen. Aber das ist, wie gesagt, das andere Verfahren in München. Jetzt ist ein neues Verfahren in Düsseldorf. Sie wohnt ja inzwischen hier mit ihrem Sohn Amadeus aus der Beziehung mit Boris Becker. Genau. Und ich bin gespannt, was dabei rauskommt, weil es ja wirklich schon einfach eine wirklich sehr hohe Summe, um die es da geht. Ja, und wie gesagt, ich kann mir vorstellen, dass da, also das ist jetzt vielleicht, das ist nicht pietätlos von mir gemeint oder despektierlich von mir gemeint, dass ich jetzt das eine mit dem anderen vergleiche, aber auch da ist ja, also da spielt ja wahrscheinlich auch sehr viel Persönliches mit im Sinne von, dass man, wie gesagt, also, wenn man imstande ist, solche Summen irgendwie zu verleihen oder zu verschenken, weiß ich jetzt nicht, ich kenne mich, also ich bin da nicht drin bei denen und so, aber Ich auch nicht, muss ich dazu sagen, ich bin jetzt auch keine geborene, obwohl eine Wahnsinnalistin. Aber da kann ich mir schon vorstellen, dass dann natürlich, wenn man sowas dann zurück einklagt, dann hat das bestimmt Und auch noch eine andere persönliche Komponente, weil man könnte ja auch einfach sagen, komm, ist halt alles nicht mehr. Deshalb wäre es ja auch spannend zu schauen, ob vielleicht zu einem möglichen zweiten Termin dann doch auch mal die Streitenden Parteien selbst erscheinen oder ob sie sich weiter in Anführungszeichen nur von ihren Anwälten vertreten lassen. Ich kann es tatsächlich aber auch. Verstehen, dass sie das so machen. Ich bin sicher, wenn die da auflaufen, dann bist du auch vor Ort, wie auch sonst und wirst uns davon berichten. Ja, ich danke dir sehr, dass du hier so einen wirklich sehr ausführlichen und sehr, sehr vielfältigen Überblick gegeben hast über das, was gerade geht an den Bisslava-Gerichten. Ich freue mich schon. Es war alles dabei. Und genau, das bespiegelt ja auch einfach deinen Berufsalltag als Gerichtsreporterin wieder. Also das ist ja auch, da sprechen wir ja auch so manchmal drüber und haben ja auch im Jahresrückblick, glaube ich, das Thema gehabt. Das ist ja schon... Ja, du nimmst das halt jeden Tag auf oder passt jeden Tag und mit. Und das ist ja auch eine große Sache. Und deswegen umso schöner, dass du das dann hier nochmal mit uns teilst. Das ist ein Wunderstrauß an menschlichen Abgründen und Emotionen, die man da immer mit hat. Deswegen auch da nochmal vielen, vielen Dank fürs Teilen. Sehr gerne, bis bald. Bis bald, ich freue mich aufs nächste Mal. Tschüss. Jetzt kommt das Wochenendwetter für Düsseldorf vom Wetterstruxie. Und dieses Wochenende wird so alles mit sich bringen, was zumindest so wettertechnisch und astronomisch so zusammenkommen kann. Ich grüße euch damit ganz herzlich zum Wochenendwetter. Also wir haben am 1. März den meteorologischen Frühling begonnen. Wir haben vor knapp einer Woche den kalendarischen Frühling begonnen. Und jetzt kommt auch noch die Umstellung auf die Sommerzeit. Also nur ein weiteres, zumindest so für uns in Europa, so astronomisches Ereignis. Damit haben wir so ziemlich alles dann umgestellt oder es ist alles so übergangen von der Wintergeschichte Richtung die Sommergeschichte. Und wie ist das denn mit dem Winterwetter? Kommt da nochmal etwas? Oder war es das dann komplett mit dem Winter? Und wir können uns dann mehr und mehr auf Frühling oder dann auch sogar schon auf Frühsommer einstellen. Das ist eine Frage, die können wir Stand jetzt noch nicht beantworten. Aber die Modelle, die zeigen schon eine deutliche Stabilisierung an. Gerade was das Wetter in der Mittelfrist angeht. In der kurzfristigen, da haben wir es dann doch noch mit relativ kühlen und wechselhaften Wetter zu tun. Das gucken wir uns jetzt mal gemeinsam an. Wir werden natürlich mit dem Freitag beginnen und der wird so eine Blaupause sein. Also wir haben ja gerade an dem. Am heutigen Donnerstag noch relativ viele Schauer erlebt und diese wurden ja zum Nachmittag hin auch durchaus kräftiger, dass auch nochmal Graubel dabei ist, oberhalb von 200 Metern ist sogar nochmal Schnee gefallen. Das Ganze wird jetzt erstmal wieder beiseite geschoben und abziehen, sodass wir dann am Freitag aus einer recht kalten Nacht heraus mit so rund 0 Grad relativ viel Sonne bekommen werden. Zum Nachmittag sind nochmal kompaktere Wolkenfelder dabei. Das Ganze wird aber nicht mehr neuen Regen bringen. Das Ganze dabei maximal 9 bis 10 Grad. Der Samstag, der wird uns ein neues Regentief bringen. Und dieses Regentief, das wird vor allem ergiebigen Regen bringen, über längere Zeit anhaltend. Da werden nochmal so grob 8 bis 10, vielleicht sogar 12 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen. Also das ist auch noch eine ganze Ecke. Und der Schwerpunkt von diesem Regen, der wird sich vermutlich so rund um die späte Vormittags, die frühe Mittagszeit so beschränken. Also gerade so zwischen 10 und ich sag jetzt mal so 12, 13 Uhr, da wird so der stärkste Regenfallen. Rundherum sind trotzdem nochmal weite Regenfälle möglich. Die Temperaturen, die kommen dadurch halt so kaum in die Puschen und liegen bei 5 bis 6 Grad über den gesamten Tag verteilt. Wenn es mal kurz auflockert bzw. Wenn der Regen mal kurz nachlässt, können die Temperaturen auch bis zu 9 Grad ansteigen. Der Sonntag, der wird relativ ähnlich zum Freitag werden. Dort werden wir in der ersten Tageshälfte mehr Sonne bekommen, in der zweiten Tageshälfte wieder mehr Wolken. und vereinzelte Modelle sehen dann auch noch mal ein bisschen Regen, gerade dann zum Abend und zur Nacht auf den Montag. Die Temperaturen ändern sich im Prinzip wenig, liegen bei 2 bis maximal 11 Grad. Und die neue Woche... Die bringen uns dann ein neues Tief und dann auch wieder Regen und Wind und das Ganze dann bei 5 bis maximal 10 Grad. Da wird sich erstmal nicht so wahnsinnig viel dran ändern. Die Großwetterlage wird sich auch nicht mehr, also nicht so wahnsinnig schnell umstellen, aber was wir zumindest auf jeden Fall sagen können ist, dass diese Witterungsphase, die wir aktuell haben, die soll wohl zum Monatswechsel so langsam beiseite gehen. Und dann kommen wieder stabilere Luftmasken zu uns. Die werden allerdings von der Nordsee aus kommen. Also es wird erstmal nachhaltig nicht unbedingt wärmer werden, aber der Regen, der wird jetzt nach und nach dann ab dem Monatswechsel wieder weniger werden. Und was das dann für das Osterwetter bedeutet, das gucken wir uns dann nächste Woche an. In diesem Sinne euch ein schönes Wochenende und wir hören uns dann nächste Woche wieder zum Wochenendwetter. Bis dann. Ciao, ciao. Mehr Düsseldorf Wetter gibt es im Wetterstruxi-Blog. Das war der Rheinpegel für diese Woche. Wenn ihr uns, wenn ihr mir eine wirklich große Freude machen wollt, dann abonniert diesen Podcast überall, wo es ihn zu abonnieren gibt. Und wenn ihr schon dabei seid, dann bewertet ihn doch auch gleich und teilt diesen Podcast. Erzählt jemandem davon, der oder die Düsseldorf liebt oder noch viel besser, der oder die das gefälligst bald lernen soll. Mein Name ist Tosja Kohlmann. Ich danke euch fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Ihr wollt diesem Podcast etwas richtig Gutes tun? Dann schreibt eine kurze Bewertung bei Apple Podcasts.