Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Bürgerentscheid zu Olympia, Lieferdienst mit Milliardenumsatz und neuer Brot-Hotspot
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- Ich versuche ja durchaus, euch auf dem Laufenden zu halten, was verschiedene Dinge aus meinem, naja, Privatleben angeht. Zum Beispiel die Sache mit meinem Fahrrad. Also die Gegebenheit, dass es sich in den letzten Jahren eigentlich immer so zugetragen hat. Und ich weiß, es ist komplett meine eigene Verantwortung, dass zu Beginn des Frühlings, also ungefähr jetzt um diese Zeit, meine Bereitschaft steigt, mich wieder auf zwei Rädern vorzubewegen. Und die eine oder der andere unter euch mögen sich vielleicht erinnern, dass es dann zu der Situation kam, bis ich gemerkt habe, dass es so ein Rad gar nicht so gut tut, den ganzen Winter einfach draußen zu stehen, so dass ich mich dann immer entscheiden musste, ob ich die Reparatur zahle oder das Geld direkt in ein neues, also gebrauchtes, aber neues Rad investiere. Und ihr könnt euch ja denken, wie es dann immer weiter ging. Letzten Herbst habe ich mir allerdings vorgenommen und auch hier natürlich groß verkündet, diesen Kreislauf zu durchbrechen. Ist ja auch gar nicht so schwer, ich muss mich einfach zwischendurch mal ein bisschen drum kümmern. Und es hat geklappt, das Rad ist gut in Schuss und ich kann einfach losfahren. Gut, oder? Noch viel besser um ihre Räder kümmern sich die Sportlerinnen und Sportler, die bei Olympia in dieser Disziplin starten, ganz sicher. Düsseldorf will sich ja mit noch anderen Städten in der Rhein-Ruhr-Region als Austragungsort für die nächsten Olympischen Spiele in Europa bewerben. Dafür steht ein Bürgerentscheid an. Am 19. April ist Abgabeschluss. Welche Argumente dafür und welche dagegen sprechen, das habe ich mit Marie Bockholt erörtert. Nicht mit dem Rad, sondern mit kleinen weißen Bussen sind die Lieferantinnen und Lieferanten von Picknick unterwegs, die Supermarkteinkäufe direkt an die Haustür bringen. Das niederländische Unternehmen strebt in diesem Jahr einen Milliardenumsatz an. Maximilian Norfrott weiß, wie dieser Plan aufgehen kann. Mit dem Rad zum Reinfahren, den Korb voller schöner Dinge für ein kleines Abendessen unter freiem Himmel, das schreit nach Frühling. Neben dem einen oder anderen Kaltgetränk und vielleicht ein bisschen Obst und Käse oder so, darf da natürlich Brot nicht fehlen. Zum Beispiel ein Sauerteig-Baguette. Das bekommt man in der neuen Sauerteig-Brot-Manufaktur Ofen im Edeka Zurheide. Paul Küchler hat in der Backstube einen Besuch abgestattet und selbstverständlich probiert. Und damit herzlich willkommen zum Rheinpegel. Ihr hört Folge 414 und der Rhein steht bei 1,61 Meter. Der RP-Podcast für alle, die Düsseldorf lieben. Hallo zum Rheinpegel, dem Podcast, in dem wir jede Woche darüber sprechen, was Düsseldorf bewegt, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt, kurz und gut, was geht. Mein Name ist Tosja Kormann und diese wirklich schöne Aufgabe darf ich übernehmen. Wenn ihr uns was mitteilen wollt, wenn ihr Themen wisst, über die wir sprechen können, wenn ihr Veranstaltungen habt, auf die wir hinweisen dürfen oder wenn ihr einfach mal was loswerden wollt, dann könnt ihr uns erreichen unter rheinpegel-post.de oder 0160 80 80 844. Wir freuen uns immer von euch zu hören. Düsseldorf möchte sich gemeinsam mit weiteren 16 Städten in der Rhein-Ruhr-Region als Austragungsort für die nächsten Olympischen Spiele in Europa bewerben. Damit das passieren kann, müssen die Bürgerinnen und Bürger abstimmen, ob auch sie dafür sind oder halt dagegen. Bis zum 19. April müssen die verschickten Briefwahlunterlagen bei den entsprechenden Stellen wieder eingegangen sein. In der Kommunalpolitik herrscht geteilte Meinung und auch unter den Bewohnerinnen und Bewohnern gibt es sicher Bedarf zum Austausch. Welche Argumente für eine Bewerbung sprechen und welche vielleicht dagegen, das weiß Marie Bockholt. Liebe Marie, hallo, da bist du mal wieder. Ja, das letzte Mal haben wir, glaube ich, tatsächlich gesprochen für den Jahresrückblick. 2025, nicht wahr? Genau. Das ist ja schon ein bisschen her, gar nicht so lange, knapp drei Monate, vier Monate, aber dennoch und da hast du schon den ganzen Themenpark rund um die Olympischen Spiele erwähnt. Jetzt hat das alles ein bisschen Fahrt aufgenommen und wir hatten alle mal wieder einen Wahlbrief im Briefkasten, diesmal nicht für, zum Beispiel die Kommunalwahl wie im letzten Jahr, sondern für eine Abstimmung, ob ob die Olympischen Spiele hier in Düsseldorf einen Platz finden sollen oder nicht. Und ich glaube, nicht nur mir geht es so, dass ich das gar nicht so einfach finde, zu beantworten. Ich soll jetzt irgendwie wählen, ja oder nein. Es geht ja auch um einen Zeitraum ab in zehn Jahren, also 2036, 2040 oder 2044. Das wirst du alles jetzt gleich nochmal ein bisschen genauer erklären. Genau und wir haben uns gedacht, es wäre ja vielleicht gar nicht schlecht, nochmal ein bisschen aufzudröseln, was Argumente für eine Ja-Stimme wären, was Argumente für eine Nein-Stimme wären, was so genau die anderen DüsseldorferInnen sagen, mit denen du dich auseinandergesetzt hast, was die Politik sagt und so. Genau und deswegen würde ich jetzt mal an dich übergeben, du bist unsere Olympia-Expertin. Wie findest du das alles, was sind deine Erfahrungen bislang, wie ist die Stimmung, was sind die Fürs, was sind die Widers? Genau, also Fahrt nimmt es ja jetzt vor allen Dingen auf, weil am 19. April der Tag der Abstimmung ist. Also bis dahin müssen alle Briefwahlzettel beim Wahlamt eingegangen sein und dann entscheidet sich eben, ob Düsseldorf Teil dieser Bewerbung für die Olympischen Spiele wird oder nicht. Es ist ja nicht verpflichtend teilzunehmen, es ist nur sehr gewünscht, dass alle sich irgendwie beteiligen, also wie immer. Genau, alle Düsseldorfer, die eben mindestens 16 Jahre alt sind, haben da die Chance abzustimmen mit Ja oder Nein. Und genau, damit der Entscheid erfolgreich wird und damit Düsseldorf eben Teil dieser Bewerbung wird, gibt es ein Quorum von 10 Prozent. Also so viele Düsseldorfer müssen mindestens mit Jahr abgestimmt haben oder Beteiligte müssen mit Jahr abgestimmt haben, damit Düsseldorf eben Teil wird. Ja, das sind 47.400 Ja-Stimmen, die müssen also da sein. Das sind 10 Prozent der ganzen Wahlberechtigten quasi. Hast du das Gefühl, das könnte klappen? Ich glaube schon. Also wir erreichen schon auch immer wieder Fragen, unsere Redaktion und auch schon kritische Stimmen. Aber insgesamt habe ich schon das Gefühl, dass die Stimmung positiv ist. Und auch wenn man zum Beispiel nach München blickt im letzten Jahr, da wurden ja mit sehr großem Abstand mit Ja gestimmt. Ja, wir haben jetzt im Vorfeld schon ein bisschen uns unterhalten und haben beide gesagt, Das ist natürlich auch ein bisschen abstrakt, jetzt für was zu stimmen, was in zehn Jahren frühestens irgendwie relevant werden könnte. Es geht ja auch, wie gesagt, um die ganze Region, also auch in Krefeld, Dortmund, Köln, Oberhausen, Aachen. Das sind auch alles Orte, wo quasi die sich bewerben um einen Platz als olympischer Austragungsort, nicht wahr? Oder als Austragungsort für die Olympischen Spiele. Insgesamt sind es ja 17 in Nordrhein-Westfalen. Genau, da wird auch überall gewählt oder abgestimmt. Und alle eben bis zum 19. April. Okay, wie jetzt schon öfter hier erwähnt, gibt es natürlich Argumente dafür, es gibt Argumente dagegen. Ich kann mir vorstellen, wie ich schon gesagt habe, dass es ja einigen so geht wie mir, dass gar nicht so richtig klar ist, was hat das eigentlich vielleicht ja auch für Konsequenzen für die Stadt, für mich, wenn ich mit Ja oder mit Nein stimme. Könntest du uns mal ein bisschen durchführen durch die, ja... Größten Dagegens und Dafürs, Pros und Kontras, die so gerade auf dem Zettel stehen. Genau, also ich glaube, es gibt für beide Seiten eben Argumente. Aus Prosicht würde ich sagen, ist ein wichtiges Argument, dass es eben ein positives Ereignis ist, was hier ausgerichtet werden würde, was den Zusammenhalt stärkt, was für Völkerverständigung steht und das in einer Zeit, in der sowas vielleicht gerade. Sinnvoll ist. Dann erhofft sich die Stadt und zum Beispiel auch die Industrie- und Handelskammer Düsseldorf, die hat heute noch eine Pressemitteilung versendet, die erhoffen sich natürlich einen Imagegewinn, der auch nachhaltig anhält für die Stadt, also dass Düsseldorf einfach international auch nochmal bekannter wird, dass die Wirtschaft natürlich von dem Event selbst auch profitiert, der Handel, die Gastronomie oder auch die Hotellerie. Das sind eigentlich zwei große positive Punkte, würde ich sagen. Man kann ja auch sagen, okay, es gibt ja eh schon irgendwie, also es ist ja ein Sportereignis. Düsseldorf hat ja durchaus auch viele Orte, wo Sport stattfindet. Es gibt in Groß und in Klein, es gibt Vereine, es gibt Plätze, die würden ja dann wahrscheinlich mitgenutzt. Das heißt, da würde man ja vielleicht auch ein bisschen dann nochmal investieren, dass die renoviert werden, nochmal neu aufgestellt und so. Also ist das auch ein Argument dafür oder ist das eher was, wo man sagt, okay, das ist jetzt wirklich dann so weit weg, da profitiert jetzt noch keiner von oder das muss dann noch geguckt werden, was dann überhaupt hier stattfinden könnte? Also ich würde sagen, ein Argument dafür ist auf jeden Fall, dass zum Konzept für die Region Rhein-Ruhr gehört, dass weitestgehend eigentlich bestehende Sportstätten genutzt werden, also es wenig neu gebaut werden muss, in Düsseldorf gar nicht. Investitionen in die Infrastruktur wahrscheinlich trotzdem möglich, die Stadt nötig. Die Stadt geht davon aus, dass die auch ohne die Olympischen Spiele früher oder später erforderlich wären. Trotzdem ist es natürlich so, und das ist dann ein Argument dagegen, würde ich sagen, dass die Kosten schwer kalkulierbar sind. Das liegt ja alleine schon daran, dass es eben noch zehn Jahre hin sind, bis das Event stattfinden würde. Die lassen sich also nicht genau vorhersagen, wenn man guckt, zum Beispiel bei den letzten Olympischen Spielen in Paris, da sind die auch stark gestiegen, also die berechneten lagen deutlich unter den tatsächlichen Kosten am Ende. Wie es meistens so ist. Genau. Ja, wenn wir jetzt davon sprechen, dass diese ganzen Kosten zum Beispiel noch nicht kalkulierbar sind, man kann, wie gesagt, sich an Paris ein bisschen angucken und auch vielleicht aus anderen Sachen, auch hier in der Stadt, am Ende wird es halt immer teurer als gedacht und gesagt oder in den allermeisten Fällen und nicht zuletzt ist ja gerade auch der Haushalt nicht ganz so positiv. Ich habe letzte Woche mit Alexander Esch darüber gesprochen, dass Düsseldorf quasi in einer Finanzkrise ist. Das ist natürlich jetzt gerade aktuell, aber vielleicht in so einer Stimmung dann auch nicht unbedingt super zuträglich, wenn man das hört und das im Hintergrund hat und dann ja, für was stimmt, was noch mehr Kosten vielleicht verursacht, könnte das ein bisschen in die Richtung gehen, eher dagegen zu stimmen, um so ein bisschen überschaubar zu halten, was die Stadt ausgibt und so. Also ist das ein Argument, was immer mal fällt? Ja, ich könnte das auf jeden Fall verstehen. Es ist ja so, dass es Zahlen gibt, die vorliegen und zwar Schätzungen sind das für die gesamte Region Rhein-Ruhr, also für alle 17 beteiligten Städte und da wird mit Kosten in Höhe von 4,8 Milliarden Euro für die Durchführung der Spiele gerechnet. Und geplant ist aber auch, dass es Einnahmen in Höhe von 5,2 Milliarden Euro gibt, also dass die sogar über den Ausgaben liegen. Genau, das soll gedeckt werden mit Vermarktungsrechten, mit Ticketverkäufen zum Beispiel. Ja, verstehe. Was wären jetzt dann, also wenn man sagt, das wäre ja wieder was dafür, dass man sagt, okay, es wird halt was ausgegeben, aber klar, es kommen Leute hier hin, es gibt irgendwie Umsatz. Es passiert halt was in der Stadt was spricht denn dann, also wenn wir jetzt so darüber reden, dann denke ich was spricht denn dann dagegen? Also ist doch alles schön. Zumindest in Köln gibt es auch eine Initiative gegen die Olympia-Bewerbung, die No Olympia heißt, von BUND. Köln ist ja eben die Leading City heißt es, also die, Stadt mit die eben den Namen und das Gesicht quasi der Kampagne und der Bewerbung ist. Und da soll ja eben neu gebaut werden auf einer bisher unbebauten Fläche. Und da, genau, ist der BUND auch unter anderem aus Umweltgründen gegen diese Bewerbung. Ist das hier in Düsseldorf auch? Also könnte das auch passieren, dass irgendwelche Flächen doch noch bebaut oder umgewidmet werden und dementsprechend dann auch Flora und Fauna leiden könnte oder irgendwelche Bäume wieder abgeholzt werden sollen, wie für Ed Sheeran damals? Ist bisher nicht geplant. Also bisher sind wirklich alle, soll auf bestehende Infrastruktur zurückgekauft werden. Okay, also das wäre hier schon mal kein Grund zu sagen, ich stimme dagegen. Genau, die Kosten sind irgendwie ein Argument, was mir immer wieder begegnet. Also es gibt ja ein ganzes Stück dazu auf rp-online, das kann man sich ja auch nochmal durchlesen, beziehungsweise einen ganzen Themenkomplex zu diesen Olympischen Spielen und auch zu diesem Wahlverfahren und dieser Abstimmung. Genau, da werden halt viel die Kosten... Erwähnt im Zuge auch mit den Schulden, die die Stadt eh schon hat. Dann habe ich gelesen, dass es irgendwie falsch gesetzte Prioritäten sind, weil ja zum Beispiel die Sportanlagen und so jetzt schon marode sind und dann vielleicht, wenn es erst renoviert wird oder ein bisschen wieder aufgepeppt, wenn Olympia im Raum steht, dass es ja auch so eigentlich passieren sollte. Interpretiere ich das richtig? Also ist das ein bisschen der Tenor? Ja, also die Linke ist die Ratsfraktion, die eben gegen die Olympischen Spiele sich ausspricht und nennt eben genau das Argument, was du gerade gesagt hast, hat mir außerdem gesagt, dass sie befürchtet, dass eben viele Kurzzeitmieter während der Olympischen Spiele dann dafür sorgen, dass die Mieten noch mehr steigen und zur Konkurrenz werden für die Menschen, die gerade wohnen, Raum suchen. Ja, verstehe. Wenn wir jetzt mal ein bisschen von der Politik weggehen, hast du da, du unterhältst dich ja auch viel mit Menschen, was hast du für ein Gefühl, wie jetzt knapp zwei Wochen vor der Abstimmung oder anderthalb Wochen vor der Abstimmung so die Stimmung per se ist? Oder wenn du dich mit Freundinnen und Freunden unterhältst, also wie ist so, wenn wir so ein bisschen weggehen von dem offiziellen Part, was hast du für ein Gefühl, was ist dein eigenes Gefühl? Also ich habe insgesamt den Eindruck, dass schon viele Lust haben auf so ein großes Sportereignis. Und genau, jetzt hat der Ministerpräsident Hendrik Wüst ja auch noch mal Werbung gemacht, dass es besonders viele Tickets geben soll. Es wäre ein olympischer Spitzenwert mit diesen 14 Millionen Tickets, die eben in der Region Rhein-Ruhr geboten werden würden. Und genau, es sollte eben halt auch günstige Tickets geben, dass halt auch Familien, Jugendliche, Tickets, günstige Tickets erwerben kann. Also wieder ein bisschen auf dieses Einigkeit und Zusammensein und gemeinsame Erlebnisse und Erinnerungen schaffen, wieder ein bisschen darauf setzen. Verstehe. Sonst hörst du auch Sachen dagegen zwischen den Zeilen, Through the Grapevine? Es sind, glaube ich, viele Menschen unsicher, was eben die Kosten angeht, was ich eben auch verstehen kann. Ja, Es gibt eine Beteiligungsplattform auf der Seite von Düsseldorf Marketing. Da haben Düsseldorfer Fragen gestellt zu den Olympischen Spielen und eingereicht. Da geht es zum Beispiel auch darum, was für Infrastrukturprojekte nötig werden, wie der Verkehr geregelt wird. Genau, das sind glaube ich Fragen, die noch offen sind für viele, die gerade abstimmen. die uns sozusagen ja auch sonst im Alltag beschäftigen. Also nicht zu knapp sprechen wir hier ja zum Beispiel über die Verkehrslage, über den Neubau der Straßen, der Brücken, Tunnel ist gesperrt. Na klar, wenn jetzt Olympische Spiele stattfinden und es kommen noch irgendwie, weiß ich nicht, wie viele mehr Menschen hier in die Stadt und dann ist wieder irgendwie eine Straße nur einspurig, sieben Wochen lang, dann kann das natürlich auch zu Chaos führen. Also das sind Sachen, die dann die Anwohnerinnen und Anwohner wahrscheinlich nochmal ganz konkret beschäftigen. Anders als dieses Übergebaute, weil am Ende die Finanzen der Stadt, also so viel habe ich ja persönlich jetzt damit nicht zu tun. Ich habe damit zu tun, ob ich halt irgendwie entspannt von A nach B komme, wenn ich es muss oder ob ich bezahlbaren Wohnraum finde in der Zeit, in der es vielleicht nötig wird, auch wenn gerade die Olympischen Spiele sind. Also deswegen kann ich auch gut verstehen, dass man da einfach ein bisschen, ja, ratlos ist jetzt ein viel zu großes Wort, aber ein bisschen, dass so eine Klarheit sich nicht von Anfang an irgendwie einstellt. Jetzt habe ich noch eine Frage, die ich vielleicht wissen sollte, aber dann habe ich es einfach nicht so richtig verstanden. Warum reden wir von 36, 40 und oder 44? Also was bedeutet diese Zeitspanne? Genau, also dann ist es wahrscheinlich, dass die Olympischen Spiele wieder in Europa stattfinden. Jetzt findet ja erstmal der internationale Wettbewerb statt. Also jetzt im April entscheiden die Menschen in Rhein-Ruhr, ob sie die Bewerbung möchten. Dann wird im September entschieden, welcher deutsche Bewerber das Rennen macht. Neben Rhein-Ruhr sind ja noch Berlin, Hamburg und München eben im Rennen. Und dann geht es eben um die internationale Bewerbung und dann ist es eben denkbar, dass im Jahr 2036, 40 oder 44 die Olympienspiele wieder in Europa stattfinden. Das heißt, wir müssen nicht nur jetzt schon was für 2036 ankreuzen, sondern vielleicht auch erst für 2044, was ja nochmal irgendwie eine ganze Weile hin ist. Ich habe ja hier schon mal mich hart in die Nesseln gesetzt, als ich gegenüber Uwe Jens Runau behauptete, ich sei 2060 irgendwie 90 Jahre alt oder so, keine Ahnung, wie ich auf diese Berechnung gekommen bin. Aber jetzt nochmal, 2044 ist in 18 Jahren. Das ist ja schon, also es ist ein volljähriger Mensch, das ist ja schon eine ganze Weile hin, ne? Ja, das stimmt, genau. Das finde ich wirklich schwierig, sich jetzt zu entscheiden für was, was in spätestens, also in frühestens zehn, aber in vielleicht sogar erst 18 Jahren passiert ist. Hast du deinen Wahlzettel schon ausgefüllt? Ja, ich habe den ausgefüllt und abgeschickt. Das empfehlen wir natürlich auch allen, die quasi so einen Brief im Briefkasten hatten. Also wie gesagt, wir haben uns vorgenommen, heute ein bisschen die Fürs und Dagegens nochmal zu beleuchten und vielleicht ein bisschen auseinanderzunehmen. Während des Gesprächs habe ich gemerkt, das ist wirklich gar nicht so einfach, weil es ja auch, weil es sich groß mit klein vermischt. Also wie gesagt, die großen Themen wie die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der Stadt und irgendwie die Außenwirkung ist natürlich irgendwie schön, wenn man sagt, man kommt aus Düsseldorf und alle sagen, das ist doch, wo die Olympischen Spiele so toll stattgefunden haben. Aber auf der anderen Seite hat das ja mit mir als Person wenig zu tun. Nicht, weil ich mega ich bezogen bin, sondern da kann ich mir schon vorstellen, dass es dann schwierig ist zu sagen, okay, ich bin dafür oder ich bin dagegen. Ja, nicht nur wegen dieser Sachen, sondern weil ich dann vielleicht auch einfach, weil dann bei mir im Viertel ein bisschen mehr los ist und ich habe da vielleicht in zehn Jahren keine Lust drauf. Hast du einen, wie soll ich das sagen, einen Weg für dich gefunden, welches Kreuz du setzt? Also du musst ja jetzt nicht sagen, was du gewählt hast und auch nicht, aber wie hast du dich quasi entschieden? Hast du eher aufs Große geguckt oder eher aufs Kleine? Ich würde sagen, ich habe schon eher aufs Große geguckt, aufs Gesamte und auch ein bisschen auf Großveranstaltungen in Düsseldorf, die ja schon mal stattgefunden haben, wie eben die Fußball-Europameisterschaft oder auch die Invictus-Games. Ja, vielleicht hast du ja auch ein bisschen dein Kreuz dahingehend gesetzt, was... Was dann natürlich auch jobmäßig bei dir alles los ist und du natürlich wieder viele schöne, interessante Interviews führen kannst und Menschen treffen und das auch begleiten. Und so denke ich, hat ja dann vielleicht jeder und jede irgendwie auch eine persönliche Motivation, sich dafür oder dagegen zu entscheiden. Vielen Dank, liebe Marie, dass du uns hier durchgeführt hast, mich hier durchgeführt hast und ein bisschen nochmal beleuchtet hast, was dafür, was dagegen spricht. Ich freue mich, wenn wir einigen Hörerinnen und Hörern vielleicht die Entscheidung ein wenig leichter gemacht haben. Ansonsten sage ich jetzt einfach mal, ihr seid ja auch oder du bist, ihr seid als Redaktion immer ansprechbar, wenn sich noch Fragen auftun. Steht ihr wahrscheinlich gerne mit Rat und Tat zur Seite. Auf jeden Fall. Alles klar. Vielen Dank und bis zum nächsten Mal. Dankeschön. Tschüss. Das niederländische Unternehmen Picknick hat seinen Deutschland-Sitz in Düsseldorf und peilt in diesem Jahr einen Milliarden-Umsatz an. Supermarkteinkäufe direkt an die Haustür zu liefern, ist das Konzept. Alleine ist Picknick damit nicht. Maximilian Lovreuth hat einen der Gründer sowie den Deutschland-Chef getroffen und berichtet, warum die beiden trotz auch hoher Verluste zuversichtlich sind, ihr Ziel zu erreichen, wie Picknick unser Einkaufsverhalten prägt und was sie vom Nicht-Kleinkreis der Konkurrenten unterscheidet. Lieber Max. Liebe Tosja. Wenn ich das Wort Großeinkauf sage, was macht das mit dir? Ja, denke ich an Routine und Schnelligkeit. Bisschen Stress? Ich finde es nicht unangenehm. Bisschen Stress auch? Ich habe das Glück seit, ja, schon 20 Jahren eigentlich immer in der Nähe von Supermärkten wohnen zu können, die auch ab morgens sieben bis Mitternacht offen haben. Deswegen, also ich mache das auch in unserer Familie tatsächlich zu 95 Prozent, fahre ich halt schnell mit dem Fahrrad rüber oder mit dem Auto und ja, ich würde sagen, nach 25 Minuten spätestens bin ich an der Kasse. Okay, das ist beeindruckend. Also ich habe durchaus schon Stunden in irgendwelchen Supermärkten verweifelt. Ich stehe dann irgendwie so vor den Regalen und dann kann ich mich doch nicht entscheiden, nehme ich jetzt, weiß ich nicht, die Semmelbrösel oder die. Und dann, wenn man in neue Supermärkte geht, kennt man sich plötzlich gar nicht mehr aus und es sieht alles aus wie sonst, aber trotzdem stehen andere Sachen an anderen Orten. Dann fragt man verzweifelt die Person. Wenn man Glück hat, findet man noch eine in den Regalen. Aber die kennt sich auch nicht aus, weil die nur die Regale einräumt. Genau so. Also bei mir löst es jetzt keinen großen Stress aus. Ich muss auch selten einen richtigen Großeinkauf machen. Aber tatsächlich gibt es bei mir manchmal so Phasen, wo ich wirklich auch das Gefühl habe, ich muss jeden Tag irgendwas eingekauft werden. Und da geht es mir manchmal auf die Nerven. Und dann greife ich zurück auf Lieferdienste. Ja, machst du es wirklich. Du lässt dir Lebensmittel liefern, obwohl du Großstädterin bist. Das gebe ich zu. nicht ständig und nicht regelmäßig, aber es gibt Phasen oder es gab Tage, wo ich einfach gedacht habe, boah, ich nutze das jetzt mal. Ja. Wir sprechen heute über einen solchen Anbieter, Picknick. Und Picknick ist ja nochmal ein bisschen besonders, das geht ja nicht so super auf spontan. Also es gibt ja noch Flink zum Beispiel, da kannst du ja einfach jetzt bestellen und dann kommt es wie Essen quasi, wie Essen bestellen. Bei Picknick muss man ja schon ein bisschen vorplanen. Genau, also du bestellst bis zum Abend, ich glaube 22 Uhr ungefähr ist die Deadline und am nächsten Tag hast du dann ein festes Zeitfenster von 20 Minuten, wo dann dieses kleine E-Auto, das entwickeln die auch selber, kennt man ja mittlerweile aus den Straßen, weiß, schmal, kastenartig, das kommt dann vorbei. Und die meisten Leute oder die klassischen Kunden von Picknick sind eben keine spontanen Einkäufer, die jetzt eben auch nicht erwarten, dass es so flink oder voltmäßig schnell kommt, sondern die den Wocheneinkauf dort machen und sich auch immer zum gleichen Zeitfenster einmal wöchentlich liefern lassen. Ja, und ich weiß auch aus Erfahrung, dass hier im Düsseldorfer Stadtgebiet Picknick auch streckenweise der einzige Lieferdienst ist, der noch dahin fährt, also wenn man so ein bisschen am Stadtrand ist, weil du gerade so erstaunt gesagt hast, dass ich das nutze, ob schon ich Großstädterin bin oder in einer Großstadt lebe, mit sehr viel, ehrlich gesagt, Supermarkt auch in Laufnähe, ja. Bin ich wohl nicht die Einzige, weil in einem Stück oder ein Stück, was du geschrieben hast, ein Interview, was du geführt hast mit den Picknick-Verantwortlichen, ist betitelt mit Picknick wird 2026 in Deutschland erstmal Richtung Milliardenumsatz gehen. Also bin ich wohl nicht die Einzige, die da immer mal drauf zurückgreift. Und das ist ja schon... Also Milliarden, wir reden hier ja oft über hohe Summen in verschiedenen Zusammenhängen, ist ja schon eine Menge, ne? Auf jeden Fall, ich meine, man darf ja nicht vergessen, dass die erst 2018, also vor acht Jahren in Deutschland überhaupt gestartet sind. Das Unternehmen an sich kommt ja aus den Niederlanden, da waren die schon ein paar Jährchen vorher dran, aber in Deutschland eben erst seit acht Jahren. Damals in Carst mit zwei Elektrovans, Frederik Knaut, den ich auch im Rahmen dieses Interviews getroffen habe, Aber der hat das Unternehmen in Deutschland aufgebaut. Mikkel Müller, der war der Zweite in diesem Interview, ist einer der Gründer aus den Niederlanden. Die beiden habe ich getroffen. Und jetzt eben 2026 sind die in über 200 Städten in Deutschland aktiv. Immer noch in Düsseldorf mit dem Deutschland-Sitz. Genau, in Karst haben die liefergebietmäßig angefangen, weil denen von Anfang an klar war, wir werden jetzt wahrscheinlich nicht die Tosjas und Mexe dieser Welt abholen, die irgendwie in Ellau oder in Goldsheim wohnen oder Derendorf, sondern eher Leute in Karst, Meerbusch, Willig, Ratingen, Also in diesen kleineren 50.000 bis 100.000 Einwohnerstädtchen, von denen es ja eine Menge gibt in Deutschland, wo eben dann doch der Weg zum Supermarkt nerviger ist als für unser eins. Die kommen auch immer mit so einer Studie, ich konnte jetzt die wissenschaftliche Aussagekraft nicht verifizieren, aber die sagen, im Schnitt steht man mehrere Stunden in der Woche im Supermarkt. Ich nicht, aber deren Kundschaft offensichtlich schon und deswegen haben die mehr als eine Million Kunden mittlerweile in Deutschland, die wirklich regelmäßig bei Picknick bestellen. Und so war das Wachstum halt jedes Jahr wirklich exponentiell, also wie so ein Hockeystick kann man sich das vorstellen und die Milliarde ist natürlich erstmal eine beeindruckende Zahl, aber auch insofern ein Meilenstein für das Unternehmen, weil die dieses Jahr erstmals Holland, also ihren Heimatmarkt, überholen werden. Okay, genau, es kommt aus den Niederlanden, wie du schon gesagt hast, ich finde irgendwie ist das auch sinnig. Da gibt es ja noch mehr, so diese kleinen etwas verstreuteren Orte. Was ich mich immer frage, beziehungsweise sich vielleicht auch einige andere, die es nicht wissen oder wo es nicht so ganz, wo holen die ihre Ware her? Also sind die immer an den Supermarkt angedockt? Ja, also die meisten Anbieter haben eine enge Beteiligung mit einer der großen Supermarktketten. Im Fall von Picknick ist das Edeka Rhein-Ruhr, also ein Teil von Edeka. Die sind sogar beteiligt über Finanzierungsrunden an Picknick und liefern auch die Ware. Das erkennst du auch, wenn du bei Picknick in der App bestellst und da zum Beispiel gut und günstig Produkte siehst und eben nicht ja, was jetzt zu Rewe gehören würde. Die ist Rewe. Genau, genau. Und dann der große Wettbewerber von denen in Deutschland ist Rewe Lieferservice, die gibt es schon länger als Picknick, die haben auch eine größere Ausbreitung, aber Picknick sagt, wir sind größer vom Umsatz her, bezeichnen sich als Marktführer und Rewe hat das auch nicht dementiert. Und andere Anbieter, wie zum Beispiel Aldi, haben sich mal versucht mit Online-Handel und Lieferung und haben sich zurückgezogen aus dem Geschäft, weil es eben so verlustreich ist. Und das ist auch bei Picknick noch so. Ja, das ist nämlich, genau, du sprichst quasi mit den beiden darüber, dass sie den Milliardenumsatz knacken, dennoch machen die Verluste auf Gewinnseite, wie ich gerade gelernt habe. Auf Ergebnisseite. Auf Ergebnisseite, Entschuldigung, das habe ich auch nicht gelernt. Was ja auch irgendwie, also das kannst du vielleicht nochmal gleich ein bisschen näher erklären, aber klar, die müssen ja auch, also ich kann auch verstehen, dass man das nicht nutzt zum Beispiel oder dass die Kosten recht hoch sind, weil die müssen ja auch die Autos fahren und die Leute nochmal extra bezahlen, die das irgendwie ausliefern. Und also günstiger ist es ja glaube ich nicht, sich da was liefern zu lassen, als es im Laden zu holen. Im schönsten Fall ist es gleich. Da können wir gleich noch drauf zu sprechen kommen. Ich habe den Preisvergleich fürs Interview gemacht und habe die halt mit Aldi verglichen, weil die ja auch sagen, wir haben günstigste Preise, das ist deren Werbeversprechen, aber in meinem Fall konnten sie es bei weitem nicht einlösen. Ich habe denen meinen Aldi-Einkaufszettel eingelöst, da wurden die schon ein bisschen nervös und haben direkt ihre Beschaffungsmanagerin angerufen, weil tatsächlich meine Preise, die ich real erzielt habe, bei so Standardprodukten wie Frischkäse 9 Cent unter Picknick lag und bei Obst und Gemüse bis zu 90 Prozent günstiger waren. Haben die diverse Gründe angeführt nach dem Motto, wir konnten nicht so schnell unsere Preise anpassen, wie die Discounter das manchmal machen und bei Obst und Gemüse ist es irgendwie schwierig das zu matchen, aber ich glaube das ist für die Kunden, die Picknick nutzen gar nicht so relevant, die freuen sich halt über die Zuverlässigkeit, über den Komfort und natürlich auch über, ja diese Auswahl, die du in der App hast und das ist es auch, was es für Picknick so teuer macht, also die haben unglaublich viele Beschäftigte, 10.000 in Deutschland, ja. Wie gesagt, wir reden ja eigentlich von einem kleinen Startup, was vor acht Jahren gestartet ist und jetzt schon fast zu Konzernlevel erreicht hat. Und die haben eine eigene Logistikinfrastruktur aufgebaut. Das, was man sieht, sind diese Autos. Von denen gibt es auch schon etwa 2000 in Deutschland. Was man nicht sieht, sind die Warenlager von denen. Die teilweise komplett automatisiert ablaufen. Also zum Beispiel in Oberhausen haben die eins eröffnet im vergangenen Jahr für 150 Millionen Euro Kosten, wo sehr viele Roboter arbeiten, und die Ware quasi auf Bändern automatisch durchläuft, bis sie am Ende dann natürlich noch von Menschen einmal genommen, gepackt und ins Auto verladen werden müssen, aber nur noch halb so viele Arbeitsplätze dort gebraucht werden wie in den eher manuell laufenden Lagern. Und von diesen Lagern haben die Dutzende in ganz Deutschland. Wie weit immer entfernt voneinander? Also wo, wenn ich jetzt bestelle, kommt das dann aus dem Oberhausener Lager? Das kommt dann aus Düsseldorf, aber das große Zentrallager zum Beispiel ist in Oberhausen. Und je mehr Leute rund um diese Zentrallager, die ja erstmal teuer sind, bestellen und dann eben Picknick quasi pro Bestellung weniger Kosten hat, desto irgendwann profitabler wird auch das Business. Wie geht das überhaupt, dass die mit so viel Verlust nicht umkippen, keine Insolvenz anmelden müssen, weil die halt massiv Wagniskapital finanziert sind? Also die haben bisher zwei Milliarden Euro eingesammelt von sehr wohlhabenden Investoren, zum Beispiel der Stiftung von Bill und Melinda Gates. Eine der größten, also finanzstärksten Stiftungen weltweit, die halt Picknick in dem Fall nicht als philanthropische Investitionen sehen, sondern als Business Case und sagen, ihr habt unsere paar hundert Millionen Euro, wir sehen eure Zahlen, sehen das Wachstum, ihr macht das schon. Und auch viele andere, wie zum Beispiel Edeka, haben investiert und die Hälfte von diesen zwei Milliarden fließt allein nach Deutschland. Also hier ist wirklich jetzt das Kerngeschäft von denen. Das heißt mittlerweile in Deutschland ist ein, also genau, sind die in den Niederlanden, haben die auch erzählt, was der Unterschied vielleicht ist zwischen den Niederlanden und dem Markt da und hier? Also was anders bestellt wird? Ist es mehr, ist es weniger? Also so in der Masse machen die auch Großeinkäufe eher? Also was sind die Produkte? Also Sie haben mir nicht verraten, wie hoch der Wert eines durchschnittlichen Warenkorbes in Deutschland ist, in deren bisher erfolgreiches Markt, das ist ein Städtchen namens Amersfoort, in den Niederlanden ist es über 100 Euro pro Woche. Aber was sie zum Beispiel gesagt haben, ist, dass in Deutschland die Menge an Kartoffeln oder die Vielfalt viel höher ist, also einfach gewünscht ist von Kunden als in den Niederlanden. Also irgendwie ein witziges Klischee, was da erfüllt wird. Ansonsten gibt es, glaube ich, gar nicht so viele Unterschiede. Was die jetzt auch einführen werden, das gibt es in den Niederlanden schon, ist sowas ähnliches wie Amazon Prime, also ein bezahltes Abo, wo dir Vorteile versprochen werden, zum Beispiel günstigeres Obst und Gemüse, also 10% Rabatt oder eben mehr Ausfall bei den Zeitfenstern, dass die Kunden dann also noch enger daran gebunden werden. Und deren Wette auf die Zukunft ist eigentlich so, dass die sagen, naja, wir sind zwar schon bei der Milliarde in Deutschland, aber wir haben erst drei Prozent des gesamten Supermarktmarktes online. Also erst drei von 100 Menschen in Deutschland bestellen quasi das, was sie ausgeben für Lebensmittel online. Und wenn das erst so klein ist, wir jetzt schon bei der Milliarde sind, da wird ja noch eine ganze Menge kommen und dass die halt erst mal auch noch in der Wachstumsphase sind, also gar nicht profitabel sein müssen, keine schwarzen Null erreichen müssen und sich immer mehr Marktanteile sichern und dann irgendwann in die Gewinnzone zu kommen. Ja, das finde ich, was du gerade, wir fast in so einem, also es war jetzt kein Nebensatz, aber genau drei von wie viel hundert Leuten bestellen überhaupt. Das kann man wenig finden, das kann man aber auch viel finden. Also wir haben uns ja ganz kurz, als wir darüber gesprochen haben, dass wir dieses Thema besprechen, habe ich ja schon gesagt, dass ich das auch deswegen so interessant finde, nicht nur diese Geschichte und in kurzer Zeit und so, sondern auch. Dass wir irgendwie Essen bestellen, ist das eine, das ist ja schon relativ drin. Oder mittlerweile natürlich auch Klamotten, Spielzeug, alles im Internet, Filme, digital und so. Also wir gehen, wenn man es jetzt mal so ein bisschen, wir gehen nicht mehr ins Kino, wir müssen nicht mehr shoppen gehen und so. Und ich hatte, ich finde dieses Supermarkt-Ding, also ob schon ich das selber manchmal mache, es ist jetzt auch nicht so, dass es sich jedes Mal ganz komisch anfühlt. Sondern das ist ja so, das ist eins von denen, was halt noch eigentlich zu so einem Tages- oder Wochenablauf so dazugehört. Deswegen habe ich ja auch zu Anfang gefahren mit diesem Großeinkauf, das ist ja auch dieses klassische Bild irgendwie samstags, gehen alle einkaufen oder wer kann halt montags oder so, ne, oder Dienstag, egal wann, aber, also dass das, irgendwie ist das so, finde ich drei gar nicht so wenig von hundert. Das stimmt. Dafür, dass das quasi das nächste ist, was wahrscheinlich kommt, dass wir, ne, dann... Was gibt es denn noch? Ausgehen. Da müssen wir halt raus, um irgendwie im Biergarten zu sitzen und was zu trinken. Ja, und ich glaube, die Mund-zu-Mund-Propaganda ist auch nicht zu unterschätzen. Also je mehr Leute zufrieden sind mit Online-Lebensmittel-Shopping, bei welchem Anbieter auch immer, desto mehr Leute werden ja sagen, Mensch, warum probiere ich das nicht auch mal? Ja, das ist doch irgendwie krass, oder? Dann ist man einmal in dieser Routine drin und dann fragst du dich wahrscheinlich irgendwann, warum bin ich überhaupt mal in den Supermarkt gegangen? Genau, und das meine ich ja auf dieser anderen Ebene, weil Supermarkt ist ja auch, man geht ja genau meistens in denselben und dann, also bei sich in der Nachbarschaft oder dann trifft man die Leute, also das ist ja auch noch so ein Ort wie so ein Markt halt, also das meine ich. Ich finde dafür, dass gar nicht, ja, ich wiederhole mich, aber ich sage es nochmal, gar nicht so wenig 300 Leuten, die das schon quasi nicht mehr wahrnehmen, warum auch immer. Natürlich hat das auch immer was Gutes, weil es gibt einfach Leute, die sind nicht mobil oder die haben keine Zeit oder die haben nicht die Möglichkeit, dann so viel zu transportieren oder so, das ist mir schon klar. Darum ist das jetzt auch gar keine kritische Anmerkung, sondern ich finde das eigentlich spannend, dass dieses Feld jetzt auch so wächst. Ja und du siehst auch, dass Investoren weltweit weiterhin davon überzeugt sind, dass es stark wachsen wird. Zum Beispiel in Düsseldorf, wenn du durch die Stadt läufst, siehst du Flaschenpostautos, die auch Lebensmittel liefern. Du siehst Kampagnen von Flink aktuell, die auch wollen, dass du bei denen die Einkäufe dir an die Tür liefern lässt. Du siehst Volt, die ja eigentlich so aus dem Transportgeschäft kommen, die jetzt einen Volt-Market eröffnet haben, also so einen Supermarkt, den man nicht sieht, von dem aus dann auch Lebensmittel nach Hause geliefert wird. Du hast Knusper als neuen Player, der bisher nur in München aktiv ist, der sich auch rein auf Online-Lebensmittel konzentriert. Also da ist eine Menge drin, aber ob die alle in fünf Jahren noch da sind, weiß man auch nicht. Bei Picknick ist halt diese Beständigkeit und die Erfahrung aus Holland schon einfach so ein Fund, das die mitbringen in den Markt und dieses Durchhaltevermögen, das du auch brauchst, weil du hast ja eh im Lebensmittelhandel sehr geringe Margen, also wenig Gewinn pro verkaufte Einheit. Und ja, funktioniert bei Aldi anscheinend nicht online, deswegen haben die sich zurückgezogen, während wenn die ihre riesige Masse im stationären Handel verkaufen geht es und wenn Picknick auch irgendwann Massenanbieter wird, können die auch davon profitabel werden, das ist so deren Wetter. Ja, haben die vor, auch noch in anderen Ländern ihre Bergen loszuschicken? Also Frankreich zum Beispiel ist ein Markt für die, aber ich glaube, die werden jetzt nicht eine europaweite Expansion starten können, weil eben wie gesagt immer eine Logistik dahinter steckt und natürlich auch das Personal erstmal rekrutiert werden muss. Das heißt, ich habe das nach dem Gespräch so verstanden, dass sie sich jetzt erstmal auf Deutschland konzentrieren, hier das Geschäft wirklich stabil in den Märkten, wo sie sind, eben auch in die Profitabilität zu bringen. Ja, jetzt habe ich ja wie gesagt eben auch schon eröffnet, dass ich durchaus auch manchmal zur App greife und was bestelle. Mir fällt auf, dass trotzdem da recht viel Auswahl schon irgendwie zu haben ist und ich mich vielleicht so mit dem Grundstock versorgen kann, muss ich doch immer wieder einkaufen gehen, weil halt manche Sachen nicht vorrätig sind oder gar nicht erst geliefert werden. Oder ich ja vielleicht auch bei manchen Sachen gerne, also die möchte ich vielleicht auch gerne in einem designierten Einzelhandelsfachmarkt kaufen. Ja, und ich meine, ich finde auch, einen Markt im wahrsten Sinne des Wortes, also der Markt, der Wochenmarkt vor der Haustür im eigenen Viertel, den unterstützen und sich da auch ein bisschen aufs Einkaufserlebnis einlassen, mit den Leuten plaudern, sich beraten lassen, ja. Das in Kombination mit Lebensmitteln, wo auch immer man sie kauft, die man eher routinemäßig einkauft und schnell, kann ja auch eine ganz gute Ergänzung sein zueinander. Das könnte ein Modell sein, was vielleicht tatsächlich in Zukunft noch mehr sich etabliert. Also wenn wir eben darüber gesprochen haben, dass ja immer mehr sich auf online und so verlagert und vielleicht mal eine mini bisschen dystopische Aussicht, dass wir alle nur noch zu Hause sitzen und Sachen bestellen und gar nicht mehr rausgehen, könnte ja so quasi aufgehoben werden. Ja, am Ende ist halt die Bequemlichkeit der Kundinnen und Kunden ein großer Treiber für Veränderungen. Das ist ja überhaupt bei Online-Shopping so, dass Leute halt dann sagen, ich will die Zeit nicht mehr investieren, in die Stadt zu gehen, für welchen Einkauf auch immer und bleib zu Hause auf dem Sofa. Bedeutet halt auch, dass natürlich weniger Menschen, wenn du es weiterdenkst, beschäftigt werden in diesem Segment, weil du brauchst auf jeden Fall mehr Menschen, wenn du einen Supermarkt oder Dutzende Supermärkte in einer Stadt betreibst, als dieses eine Warenlager, was sich Haushalte beliefert. Umgekehrt kann man aber auch sagen, naja, in Deutschland schrumpft eh die Bevölkerung. Es gibt weniger Arbeitskräfte. So ist auch ein bisschen die Sicht von Michael Müller in dem Interview gewesen. Deswegen ist Deutschland gut beraten, auf Technologie zu setzen, weil es eh nicht mehr so viele Menschen gibt, die man in Beschäftigung bringen kann. Max, weißt du, was wir jetzt machen? Wir gehen jetzt einkaufen. Alles klar. Bis später. Danke, ciao, ciao. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Sauerteigbrot erfreut sich seit einiger Zeit immer größere Beliebtheit, sowohl zum Selberbacken als auch als Angebot in vielen Auslagen hiesiger Bäckereien. Komplett spezialisiert auf die spezielle Backware ist nun ein neuer Zweig der Bäckerei Büsch, die Brotmanufaktur Ofen. Im The Crown, wo auch Edeka Zurheide beheimatet ist, hat die neue Backstube eröffnet, geleitet von Bäckermeister Noah Waschuhl. Eine transparente Zubereitungsstation, personalisierte Brotleibe und eine Verbindung zur Sterneküche. Paul Küchler war vor Ort und berichtet. Lieber Paul. Guten Tag an diesem sonnigen Mittwoch. Es gibt ja Hobbys, die sozusagen zu verschiedenen Jahreszeiten passen. Ja. Häkeln und stricken wahrscheinlich tendenziell momentan eher nicht so. Eher sowas für drinnen. Radfahren, Joggen, alles draußen. Pflanzen. Kommt jetzt so an. Ich meine, klar, wenn man seine Hobbys ernst nimmt, macht man das natürlich immer. Zu jeder Jahreszeit. Egal, ob drinnen oder draußen. Ein bisschen wollte ich darauf hinaus, dass sich natürlich auch so zeitgeistige Hobbys immer entwickeln. Was so im Trend liegt. Marathon, Laufen. Genau. Häkeln und Stricken hast du schon, das kommt auch wieder. So Keramik. Rennradfahren, habe ich schon das Gefühl. Das ist total Ja, und da rein gehört irgendwie auch …. Das Thema, worüber wir heute sprechen, auch wenn das natürlich jetzt von den, entsprechenden Leuten nicht als Hobby betrieben wird, Sauerteigbrot. Also backen per se, aber Sauerteig ist eine ganz eigene Welt für sich. Ich finde das auch so lustig, also meine For You-Page da auf Instagram und so ist auch überall voll mit Leuten, die ihre Sauerteigling Starter dann zeigen und irgendwie wow, guck mal nach 52 Stunden und so. Also es ist schon präsent auf jeden Fall. Ja, und da gibt es ja alles mögliche. Bei mir ist es nämlich auch, das kennen wir ja alle mit dem Algorithmus, wenn man einmal sich ein Video zu doll anguckt und dann werden da irgendwelche Sachen reingebacken und reingebastelt und es gibt Verzierungs... Ja, so Jalapeno-Cheese, Blüten. Ja, und dieses ganze Werkzeug, mit dem man da ein Muster reinmachen kann. Nach alter Tradition, nach neuer Tradition und so weiter und so fort. Man braucht natürlich einen guten Ofen dafür und glaube ich auch sehr, sehr viel Geduld. Oder man isst einfach sehr gerne Brot und hat das Glück, dass es Leute gibt, die das beruflich machen. Ein schöner Übergang, in der Tat. In the Crown. In the Crown. Auf der Berliner Allee, wo Zurheide drin ist. Genau. Das ist in Zurheide, Edeka Zurheide. Ist ja schon von Anfang an die Bäckerei Büsch auch beheimatet. Richtig. Und da ist jetzt Sauerteigbrot mäßig aber richtig was los, ne? Genau, das ist quasi komplett neu gebrandet sozusagen. Also die gehen mit der Zeit. Die gehen mit der Zeit, die entwickeln sich weiter, ja richtig. Und da ist jetzt, wenn ich das richtig verstanden habe und du wirst mir und uns das jetzt in Gänze erklären und im Detail. Da gibt es jetzt quasi eine kleine Sauerteigbrotwelt. Richtig, genau so ist es korrekt auch beschrieben. Da ist alles aus Sauerteig. Die Tische, die Stühle, die Leute. Die Theke, ja, das Geld, mit dem man zahlt. Genau, also bei Büsch da im The Crown, bevor es in den Zuhalte quasi reingeht, da sind ja draußen so verschiedene Bütchen, Geschäfte etc. Da ist eben auch ein Büsch, beziehungsweise jetzt umgebaut und gebrandet als, jetzt ist die Frage Ofen, also O-F-N, großgeschrieben. Genau, und das ist quasi deren Neuausrichtung so ein bisschen. Und zusätzlich zum normalen Angebot, dass es halt weiterhin gibt, also Brötchen, belegte Brote, Kuchen und so weiter, gibt es da jetzt eben auch eine... Ja, mit diesen riesen Wagenräderkuchen. Ah, köstlich. Also keine Werbung und so, aber so ein Stück Käsekuchen oder so. In der Größe vor allem. Es gibt auch sehr viele andere Bäckereien, wo man sehr guten Käsekuchen und überhaupt anderen Kuchen bekommt. Absolut. Vielleicht sprechen wir da auch nochmal irgendwann drüber, weil Käsekuchen Aber anderes Thema, genau, es ist quasi so, du hast weiterhin das normale Produktpalette und dann jetzt aber zusätzlich haben die dem sehr viel Raum auch eingeräumt und gegeben, quasi diese Sauerteigmanufaktur, würde ich es jetzt mal nennen, wo du verschiedene Sauerteigbrote eben jetzt kaufen kannst und genau. Ja, da gibt es ja einige Besonderheiten und Neuerungen. Richtig. Das möchte ich jetzt alles erfahren. Zum einen ist ja genau das Ding an sich irgendwie, glaube ich, noch recht einzigartig. Also es gibt auch andere Bäckereien. Bei Zeit für Brot gibt es auch Sauerteigbrot. Also die sind dafür ja auch bekannt. Genau. Es gibt sicher bei Bulle, die haben auch Sauerteigbrot. Richtig, am Karlsplatz. Also es gibt viele Orte. Wo man Sauerteigbrot bekommt, aber vielleicht nicht so designiert wie jetzt da im Ofen. Richtig. Und auch die Personalie dahinter quasi ist ja eine, naja, durchaus besondere, weil es ein sehr junger Bäckermeister ist, der das Ganze da jetzt verantwortet. Richtig, das ist der Noah Warschul, heißt der, der 24-jährige junge Mann, ist ja auch Bäckermeister, also nicht nur ausgebildeter Bäcker, sondern wirklich auch Meister seines Fachs und eben noch Betriebswirt. Hat er aber durchgezogen, oder? Hat er aber richtig durchgezogen. Und noch Betriebswirt. Und noch Betriebswirt, also läuft bei ihm. So ein Hobby wie Sauerteigbrotbacken, hat doch sehr viel Zeit, erfordert das. Da ist aber jemand. Genau und der ist quasi der neue Kopf dahinter, hinter der OFN-Ofen-Manufaktur, und hat quasi jetzt die erste Filiale auch sowohl mit geplant, also geguckt, wie das alles aufgebaut werden soll, weil da gibt es dann ja auch verschiedene, ich sag mal, Räume, wo der Teig ruhen muss, etc. Das Besondere an Sauerteig ist ja auch, dass das so dadurch, dass der relativ lange ruht und zieht und es dieses, wie heißt das, Setzlinge oder Starterlinge ist im Pflanzenbereich. Ist es besser bekömmlich, irgendwie besser verdaubar, verdaulich und so. Ja, irgendwie, wir wissen, was gemeint ist. Richtig, das liegt an der Ruhezeit. Also diese Teiglinge ruhen dann teilweise bis zu 52 Stunden. Was ja impliziert ist, dass es einfach Platz braucht, um diese Teiglinge zu lagern. Und natürlich auch, sag ich mal, Also passende Rahmenbedingungen, also eine gewisse Luftfeuchtigkeit, eine gewisse Temperatur. Und dann werden diese Teiglinge vorbereitet, kommen in so eine Holzschale, wie man das ja auch so ein bisschen kennt und dürfen dann da quasi ruhen. Das ist extra in so einem kleinen Raum, der auch transparent ist. Also das muss man auch dazu sagen. Das finde ich ist auch so ein bisschen das Konzept dahinter. Es ist halt alles transparent. Also du kannst zugucken, auch so ein bisschen wie bei Zeit für Brot. Ja, eine offene Backstube. Eine offene Backstube, du siehst quasi, ne, richtig, was da genau passiert und ich finde, das ist halt auch irgendwie ganz spannend. Genau, und dann gibt es jetzt eben, und jetzt lass mich nicht lügen, ich glaube insgesamt sind es fünf Sauerteigbrote, vier Varianten, genau, es sind vier. Und die werden alle vom Noah da quasi von ihm und seinem Team gebacken, wurde alles entwickelt, sich die Rezepte überlegt. Und es sind jetzt eben Weizen, Roggen, Dinkel und einmal ein Sauerteig-Baguette. Ah, okay. Brötchen also noch nicht, Sauerteigbrötchen, das ist glaube ich auch, das ist so ein ganz besonderes Ding da nochmal, ne? Ich denke auch, zumal vor allem wegen der Größe kann ich mir vorstellen, dass es nochmal eine andere Herausforderung ist. Also die ganz normalen Brötchen und alles, was das Herz begehrt, bekommt man ja weiterhin bei Büsch. Richtig, genau, das ist nur noch das Zusatzangebot quasi. Und genau, das klingt ja alles doch recht aufwendig in der Herstellung und da wurde ja jetzt bestimmt auch gut investiert, um das alles zu designen, zu bauen und zu modeln. Schlägt sich das im Preis nieder oder kann ich mir so ein Brot nach wie vor einfach mal holen? Das ist jetzt so ein bisschen die Frage, wie man es betrachtet. Also ich würde... Aus persönlicher Erfahrung sagen, dass Brot schon teurer geworden ist, ganz grundsätzlich. Also ich glaube so, dass man jetzt noch ein Brot für zwei Euro irgendwo bekommt, ist sehr selten geworden. Auch einfach wegen der ganzen Rohstoffe, was da immer so dahinter steckt, Energiekosten. Ich finde die Preise sind da handelsüblich, um es mal so zu sagen. Also ich glaube die Variante aus Weizen liegt bei 4,90, Roggen sind 5 Euro glatt, Dinkel 5,20, also alles so um diese 5 Euro Grenze. Und das Baguette war glaube ich 2,50 Euro. Und die Brote sind aber auch groß, dass man das... Wie ein Kopf, oder ich weiß nicht, das wird das sein, 750 Gramm in die Richtung, Kilo. Genau, und von ich ja immer schon wirklich guter Fan bin, ist so mit einer schönen, knusprigen Kruste. Wenn das oben wirklich, du drückst so das Brot rein und es knuspert und knispert und ja, das hast du dann natürlich. Ja, jetzt ist ja im Edeka Zurheide nicht nur, sind diese verschiedenen Läden vorne beherbergt. Und natürlich das wirklich sehr, sehr große, manchmal sogar fast unübersichtlich wirkende Warenangebot, sondern es gibt ja auch Gastronomie im Supermarkt und zwar den Setzkasten, ein Sterne-Restaurant. Und Ego Hopp, der verantwortliche Koch im Setzkasten, der war ja auch schon hier im Podcast zu Gast, nicht nur einmal. Der ist ja auch immer auf der Suche nach und sehr offen für irgendwelche Crossovers und Aktionen und so. Und ich kann mir gut vorstellen, dass der sich nicht lange hat überlegen müssen, wie er dieses neue Konzept vielleicht auch mit in sein Konzept einbindet. Genau, also das fand ich auch ganz spannend, so diese, also erstmal die Verbindung, die natürlich einfach vor Ort gegeben ist, ist klar, das liegt nahe, aber er erschien, er war zum Beispiel auch bei der Vorstellung mit dabei, als quasi alles vorgestellt wurde, das neue Konzept und wir auch probieren durften. Da war er eben auch dabei. Und schmeckt? Schmeckt, ja, auf jeden Fall. Also es ist wirklich ein leckeres Sauerteigbrot. Mir persönlich reicht es dann auch immer so ganz einfach und wie mit bisschen Butter und Salz. Gesalzene Butter, Schau. So, sind wir auch auf dem gleichen Level. Also wenn, dann Honig. Ich finde so Käse und so muss gar nicht. Ich bin dann eher Marmelade. Auch? Aber dass es auch süß geht, da sind wir uns ein. Das machen wir gleich hier, wenn die Nikos aussieht. Da gucken wir mal, Honig oder Marmelade. Genau, aber Igor Hopp war eben mit dabei und hat quasi direkt auch bei Noah, dann seine Brote bestellt. Also der hat jetzt den Lieferanten quasi geswitcht und holt das jetzt eben in der Ofenmanufaktur. Das heißt quasi, wenn man jetzt im Sternerestaurant abends zum Essen geht, gibt es dann quasi, ich weiß nicht, Brotbegleitung stellt sich jetzt mal, genau, gibt es dann das Sauerteigbrot. Aber was ich eben spannend fand, ist so ein bisschen, das sind beides ja sehr junge Menschen. Also der Igor ist glaube ich 30, Anfang 30, der Noah Warschul 24. Und ich fand das einerseits ganz spannend, weil man ja gerne irgendwie liest und hört und viele Leute sagen, Mensch, Die jüngere Generation will ja gar nicht mehr und so und das ist da eben gar nicht der Fall. Also die waren beide und vor allem der junge Bäckermeister eben total motiviert und du merkst so, da ist so eine gewisse Leidenschaft für ihr Handwerk da, was ja wirklich ein Handwerk auch ist. Genau und ich glaube das passt auch gut menschlich bei denen also wir haben es gerade schon gesagt der igor hopp ist ja jemand der sehr auf immer auf der suche ist nach irgendwelchen coolen aktionen und glaube ich auch menschlich sehr nahbar ist und das hast du da gemerkt die hat ein gutes verhältnis zueinander und das war sehr angenehm so zu sehen okay das sind zwei junge menschen die irgendwie bock auf ihr metier haben und sich da eben mühe geben und reinhängen und was ja auch nicht unwichtig ist wenn man das jetzt mal auf eine etwas, ja fast schon. Metaebene, psychosoziale Metaebene stellen möchte, weil Essen ist, das eine ist das Handwerk, aber natürlich, man sagt ja auch immer mit Liebe gemacht und irgendwie oder mit Begeisterung, in dem Fall mit Euphorie und wenn es dann natürlich passt, dann schlägt sich das Ganze sicher auch nieder. Also ich meine, das ist ja auch nicht im Sonsten Sternerestaurant und Noah klingt ja jetzt auch sehr nach, Dedicated zu seinem Handwerk und so. Und wenn es dann menschlich noch klappt, umso schöner. Dann kann da ja wirklich noch das eine oder andere Sonderprodukt bestimmt entstehen. Ist ja schon so ein bisschen. Gebrandet. Ja, also es gibt quasi das Setzkastenbrot, um es mal so zu nennen. Das ist dann quasi eines dieser Sauerteigbrote oben mit dem Setzkastenlogo gebrandet. Aber und jetzt kommt die spannende Neuerung quasi. Also auch Kunden, Kundinnen können sich da vor Ort, wenn sie einen Teigling aussuchen quasi und den dann selbst branden lassen, in Anführungszeichen. Also Teigling aussuchen, das musst du jetzt mal von Anfang an mir beschreiben. Also ich gehe da hin, da ist diese Theke und da ist eine Glaswand und dahinter sind so in so einem Regal einfach ganz viele Holz. So ist das so, nix gerade, ich sagte das gerade so ein bisschen. Da sind dann ganz viele so Holzkörbchen mit so kleinen Teig. More or less, genau. Und dann sage ich, ich möchte den dritten von, nee, lieber den zweiten von links. So oder wie? Also wahrscheinlich kannst du dir sogar so konkret einen aussuchen, auch wenn es, I guess, keinen Unterschied macht, keinen großen. Genau, die Teichlinge sind in so einer Ruhekammer drin, also je nach Status, sage ich mal. Also wenn die natürlich gerade ganz frisch in die Ruhekammer reinkamen, brauchen die noch 48 Stunden, wie auch immer, um weiter zu ruhen. Aber die, die soweit sind, kannst du dir eins aussuchen. Und genau, die sind in so, in diesen Holzkästen, eben in so einem Wagen, übereinander gestapelt quasi. Richtig und dann kannst du dir einen aussuchen und was ich spannend finde, du kannst halt auch beim Backprozess zugucken, also die haben einen ganz großen Ofen, wenn du dir dann einen ausgesucht hast und noch personalisieren lassen möchtest, dann kommt quasi so eine Schablone ins Spiel, die wird dann oben auf das Brot draufgelegt, also dann je nachdem mit einem Buchstaben oder mit einem Zeichen oder so, und dann, ich glaube das ist dann quasi einfach mit Mehl sozusagen und den Schnitten wie das angeschnitten wird und dann kannst du dir das eben aussuchen, personalisieren lassen, dann wird das für dich gebacken. Da muss man aber dazu sagen, also wer sich das wirklich personalisieren lassen möchte, der muss eine Stunde Zeit mitbringen, weil das dann einfach noch die Backzeit braucht. Ich sag mal so, wenn man das mit einem Einkauf verbinden möchte und dann auch noch bei Edeka zuheide, da ist eine Stunde aber ganz schnell rum, bis man erstmal von einem Ende des Tomatenregals ans andere gerannt ist oder irgendwie sucht, wo die einfach ganz schlicht und Spaghetti sind. Also da, wir haben alle schon Kilometer gemacht in diesem Laden. No disrespect, aber es ist einfach riesig und es gibt sehr viel Auswahl, deswegen eine Stunde vergeht da aber ganz schön schnell. Und dann kann man zuerst sich aussuchen und das ist natürlich, ich bin ja großer Fan von kleinen Gastgeschenken und auch vielleicht mal etwas. Außergewöhnlicheres und ich sehe das schon, also allein für Umzüge, Salz und Brot ist ja so ein Traditionsding, wenn ich da jetzt auch noch irgendwie, was draufschreiben lassen kann oder überhaupt für zu Hause, wenn man irgendwie sagt, okay, heute ist ein besonderer Sonntag. Ich mache mir mal meine Initialien auf mein Frühstücksbrot. Was man so macht an einem Sonntag. Das ist doch eigentlich ganz hübsch. Ja, richtig. Und was ich eben auch schön fand, also du merkst. Und das gibt dann den Aufpreis, das wollte ich noch fragen. Nee, das kannst du dir einfach so quasi. Wir müssen ja hier auch servicemäßig das alles auflegen. Nee, da musst du nicht 100 Euro draufzahlen quasi, sondern das gibt es quasi zum normalen Preis des Brotes dazu. Ja, cool. Das fand ich auch echt angenehm. Und was auch schön ist, quasi draußen haben die jetzt so Installationen, wo du so einen Blick in die Backstube reinwerfen kannst. Das ist dann mit Kameras und digital gemacht. Aber auch das ist eigentlich ganz nett. Und es geht auch einfach darum, natürlich, das Brot schmeckt gut. Das ist ja das alles Entscheidende am Ende des Tages. Es hat eine schöne Kruste, es schmeckt sehr gut. Es ist sehr feucht innen, aber sehr positiv quasi. Ich mag das, wenn das ein bisschen klitschig ist und außen so ganz knusprig. Richtig. Also für mich muss auch so ein Brot sein. Aber das bedeutet auch eben, du hast ein bisschen länger was davon. Also wir haben dann quasi nach der Vorstellung, habe ich mir zwei Brote mitgenommen, um es einfach auch mal selber zu testen, weil wir die ganze Zeit davon gesprochen haben, dass die sehr lange frisch bleiben und sehr lange haltbar sind. Natürlich, wenn die richtig gelagert sind. Auch das gehört ja mal dazu. Aber dann steckst du das zu Hause in Brotkasten oder irgendwie in eine passende, adäquate Verpackung. Und ja, auch zwei Tage später war das noch wirklich knackig außen und innen feucht. Natürlich nicht mehr frisch wie am ersten Tag, offensichtlich. Aber echt gut. Und ich glaube, dahin kann ich mir auch gut vorstellen, dass der Trend dahin geht in dieses, sag ich mal, Manufaktur. Ein Produkt, was gut Zeit braucht, was qualitativ hochwertig ist. Bei Büsch zum Beispiel, das war jetzt nur der Anfang für die, also das ist die erste Filiale, die die jetzt umgebaut haben als Manufaktur, OFN, aber das wird weitergehen und wir sehen es ja auch an anderen Konzepten in Düsseldorf, dass da durchaus irgendwie die Nachfrage da ist. Wir haben schon jetzt ein paar Beispiele erwähnt, deswegen auf jeden Fall ein sehr spannendes Konzept und wer sich mal selber überzeugen möchte, der geht vorbei und probiert halt mal. Ich bin gestern Abend noch spazieren gegangen und da waren tatsächlich ein paar Menschen schon im Rheinpark, die, Picknick-Kürbe dabei hatten. Jetzt noch nicht auf der Wiese, ehrlich gesagt, sondern so auf der Mauer. Aber da, ich meine, so ein Sauerteig-Baguette unter den Arm geklemmt, in den Fahrradkorb gelegt. Das erinnert mich schon fast ein bisschen an Frankreich jetzt hier. Also ja, das passt irgendwie ganz gut, dass es auch jetzt öffnet und Fahrt aufnimmt. Also genau, ich bin gespannt. Ich werde es natürlich probieren. Ist sehr klar. Ich weiß nicht, ob ich es heute schaffe, aber irgendwann werde ich davon hier berichten. Wie ich das denn alles so finde mit Butter und Honig. Genau, da haben wir jetzt noch ein bisschen was zu besprechen. Lieber Paul, vielen Dank, dass du mal wieder losgezogen bist und Sachen erlebt und ausprobiert hast und uns hier davon berichtest. Ich freue mich schon aufs nächste Mal. Bis später. Einen schönen sonnigen Tag. Jetzt kommt das Wochenendwetter für Düsseldorf vom Wetterstruxie. Der kurze, aber sehr schöne frühlingshafte Abschnitt, der geht jetzt erstmal zu Ende. Mittelfristig baut sich zumindest so phasenweise der ganze Frühling nochmal neu auf. Ich grüße euch damit ganz herzlich zum Wochenendwetter. Im Moment ist es einfach nur schön, herrlich draußen, die trockene Luft, die lässt es so richtig schön gut aushalten in der Sonne. Gerade in den Nachmittagsstunden ist es dann auch schon teilweise wieder relativ warm, das Ganze bei bis zu 22 Grad. Und jetzt kippt das Ganze wieder. Wir bekommen es wieder mit Tiefdruck zu tun. Und dieser Tiefdruck, der wird die Temperaturen jetzt erstmal richtig in den Keller schicken. Dann wird sich das Ganze nochmal so ein bisschen aufwölben von den Temperaturen her, ehe dann die nächste Rutsche kommt und es dann doch nachhaltig erstmal etwas kühler bleibt. Aber, naja, sagen wir mal so, so richtig wechselhaft und ungemütlich soll es dann wohl doch eher nicht werden. Wir kümmern uns ganz fix um den Freitag. Der wird uns vom Start weg erst nochmal relativ freundlicheres Wetter bringen. Im Nachmittag ist es dann eher wolkenreich und das Ganze dann bei, in Anführungsstrichen, nur noch 7 bis maximal 13 Grad. Der Samstag, der wird uns so eine zweigeteilte Geschichte bringen. Die erste Tageshälfte sehr freundlich mit bis zu 19 Grad. Die zweite Tageshälfte könnten dann schon erste Schauer auftreten. Das Ganze wird sich dann vor allem im Laufe der Nacht dann eher wieder in Richtung Regen orientieren. Die Temperaturen steigen dann von 7 bis maximal 19 Grad. Der Sonntag, der wird uns zu Beginn erstmal ein bisschen Regen bringen. Das Ganze wird dann im Laufe des Vormittags abklingen und am Nachmittag sind viele Wolken unterwegs. Das Ganze dann bei 6 bis maximal 14 Grad. Da wird sich dann nicht mehr so wahnsinnig viel tun. Und die neue Woche, die startet aber auch erstmal wechselhaft. Wir werden dann erstmal ein bisschen Regen bekommen. Das Ganze dann bei 7 bis maximal 13 Grad. Und der Dienstag wird dann schon wieder tendenziell spurfreundlicher. Und dann sollte sich das Ganze wieder so ein bisschen stabilisieren, zumindest mal bis zum Nachmittag, wo dann einzelne Schauer dann auftreten können und die Temperaturen steigen dann erstmal wieder auf über 15 Grad an. Aber das ist so richtig frühlingshaft. Mit blauem Himmel und ganz, ganz viel Sonne ist, das ist jetzt erst mal vom Tisch. Stand der Dinge derzeit sieht es erst mal nach eher wolkenreicherem Wetter aus, als wir es bisher diese Woche erlebt haben. In diesem Sinne euch ein schönes Wochenende und wir hören uns dann nächste Woche wieder zum Wochenendwetter. Bis dann. Ciao, ciao. Mehr Düsseldorf Wetter gibt es im Wetterstruksi-Blog. Jensstrux.blog Das war der Rheinpegel für diese Woche. Wenn ihr uns, wenn ihr mir eine wirklich große Freude machen wollt, dann abonniert doch diesen Podcast überall, wo es ihn zu abonnieren gibt. Und wenn ihr schon dabei seid, dann bewertet ihn auch gleich und teilt diesen Podcast. Erzählt jemandem davon, der oder die Düsseldorf liebt oder, hey, noch viel besser, der oder die das gefälligst bald lernen soll. Mein Name ist Tosja Krollmann. Ich danke euch fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Den Rheinpegel gibt es jeden Donnerstag neu. Folgt dem Podcast jetzt in eurer Podcast-App, um keine Episode mehr zu verpassen.