Latest / Die Zeitgenossen / Die Zeitgenossen 12: In Zeiten des abnehmenden Lichts, Twin Peaks 3, Satama, Ghosting, Blue Prince
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- speaker-0: Hör speaker-1: Meine Zeit genoss... Hallo ihr Lieben, es ist eine neue Folge von Die Zeitgenossen und wir haben euch ganz tolle Sachen mitgebracht. Es geht von Twin Peaks in den Saunapark, von Ghosting hin bis zu irgendwie Sonnenuntergänge. Christoph, was hast du uns mitgebracht? Irgendwas Rombans. speaker-0: Ganz genau. Aber es könnte man natürlich meinen. wir haben darüber schon gesprochen, das ist ja etwas, das dir nicht so gut gefallen wird. Denn es handelt sich ⁓ ein Buch, ⁓ ein vielfach ausgezeichnetes, tolles Buch, von dem ich viel gelesen habe. das in seinem Kern zutiefst politisch ist. Und du kannst ja politische Bücher nicht leiden. Das kann ich auch verstehen. Aber bei mir ist es halt genau umgekehrt. Mich erschließt sich eigentlich die Welt und auch ganz viel Politisches und Gesellschaftliches erst richtig durch die Literatur. Weil über so vieles kann man eigentlich allein in Fakten nicht sprechen. Man muss es von innen sehen, man muss die Gefühle, man muss die Familien, man muss die Geschichten, die längeren Stränge erkennen. Und nicht nur durch die Fakten, sondern durch das Herz, was das alles zusammenhängt. Und all das leistet eines der fantastischsten Bücher, die ich in den letzten zehn Jahren gelesen habe und die mir auch ein Horizont eröffnet haben. Und zwar ist die Rede von in Zeiten des abnehmenden Lichts von Eugenruche. Abnehmendes Licht, ja, Sonnenuntergang. Aber der Sonnenuntergang, ⁓ den es da geht, eigentlich der Sonnenuntergang des Sozialismus und des Kommunismus in der DDR. Am Ende von Jahrzehnten, die eine Familie, nämlich die Familie Ruge, das ist tatsächlich großenteils autobiografisch, die Familie Ruge ist eine kommunistische Familie gewesen seit den 20er-, 30er-Jahren und hat deswegen dieses Leben gelebt, von dem man, von dem ich vorhin eigentlich nie wirklich gehört hatte. Nämlich das der kommunistischen Widerstandskämpfer, der Menschen, die nach Moskau geflohen sind nach der Machtübernahme Hitlers, die dort in der kommunistischen Internationale gearbeitet haben und die aber auch die volle Wucht des stalinistischen Terrors abbekommen haben, die in Arbeitslagern vor sich hin vegetiert haben und die dann aber nach dem Krieg die DDR aufgebaut haben. Und all das, was sie erlebt haben und ihre Traumata und ihren Idealismus versucht haben, in die DDR hinzubringen und damit so frontal gescheitert sind. speaker-1: Aber wie konnten die das denn miteinander vereinbaren? Also wenn du das gerade so sagst, das ist so unverständlich, wenn man das von außen betrachtet. Was hat einem das Buch denn da erschlossen? Wie konnten sie diese Unvereinbarkeit irgendwie leben? speaker-0: eine große Ratlosigkeit. Und es gibt nämlich noch ein weiteres Buch, was aus der Familie Ruge kommt, von, ich glaube, Wolfgang heißt sein Vater, von Eugen Ruge. Und der hat tatsächlich über seine Zeit in der Sowjetunion im Arbeitslager ein Buch geschrieben. Und sein Sohn kann das in seinem Nachwort zu dem Buch selber nicht verstehen, wie jemand, der so schrecklich gelitten hat unter dem Kommunismus und den Stalismus, zum Helfer und zum ausführenden Ja, ausführenden Personen in die DDR werden konnte und das alles noch mal machen. Nochmal den Zaun errichten, nochmal das Lager errichten, nochmal die Menschen unterdrücken. Darauf hat Eugen Ruge, obwohl er sich wahrscheinlich sein ganzes Leben lang damit beschäftigt hat, keine Antwort. Und mit diesem Keine-Antwort-Haben, da muss man dann als Leser auch leben. Man muss die Augen aufmachen, man muss zuhören, man muss verstehen, man muss nachempfinden und hat am Ende dann immer noch vielleicht ein Rätsel. Aber eins der Rätsel, die halt auch unser Land bestimmen. Denn das ist eine Geschichte. die in meinem Leben keine Rolle gespielt hat, die vielleicht auch viele ostdeutsche Landsleute meinen, wenn sie sagen, dass sie in manchen Dingen anders denken oder anders agieren oder instinktiv anders drauf sind als wir, die wir im Westen groß geworden sind. Und lange habe ich nicht verstanden, was die damit meinten. Aber in Zeiten des abnehmenden Lichts ist es wie gesagt eine Familiengeschichte über drei oder vier Generationen, die beginnt. eigentlich in den Dreißigern und endet nach der Wende und bezeichnet auch so bisschen nach, dann die Kinder, auf Basis dieser Erfahrung und dieser Traumata aufgewachsen sind, wie die dann weiter existieren, nachdem diese Zwangsjacke auf einmal entfernt ist. Und nichts davon ist, einfach oder plakativ. Alles ist teilweise sachlich, aber auch poetisch. Alles lässt sich auch als Symbol übersetzen. Diese verzweifelte Suche von Menschen, die eigentlich die ganze Zeit glauben, Richtige zu wollen. Und dabei das falsche Schaffen. Das ist ja schon bisschen so mythistophelisch, das gute Wollen und dabei das Gutes. Und das in eine literarische Form, die halt uns alle meiner Ansicht nach angeht und eine Geschichte, die jeder kennen sollte, gerade die, die nicht da groß geworden sind. Und das Buch ist 2011 rausgekommen, wurde mit Preisen überschüttet, unter anderem auch dem Deutschen Buchpreis. Eugen Ruge hat noch weitere Bücher rund um dieses Lebensthema und seine Familie und diese verborgene Geschichte der Kommunisten in einem Weißte, zur Zeit der Nazis, alle haben dann nur auf die Nazis geschaut, aber was wurde eigentlich aus den hunderttausenden Kommunisten, ja auch in der Weimarer Republik eine Rolle gespielt haben? Und wie erzählte sich dann diese Geschichte auf Seiten, wenn man, ja so wählt der Sieger, nämlich der Russen und der DDR dann weiter. Und das alles halt eben nicht auf Basis von politischen Urteilen und Einordnungen, sondern auch von ruinierten Menschenleben, von verlorenen Idealen, von immer wieder, was ich gesagt habe, das Richtige gewollt haben und... sich aber dafür immer wieder in den Dienst des Teufels stellen müssen. Das ist schon eine unglaublich faszinierende Geschichte. mich hat das geradezu aufgeklärt. Mich hat das gerade so aufgeweckt. habe nachdem, dass ich das gelesen habe, ich fast alles von Eugen Ruh gelesen, habe noch viel, viel mehr entdeckt aus dieser Familie. habe dann auch angefangen nachzuschlagen, wie so häufig. Wenn man in der Literatur tolle Sachen, die man kaum glauben kann und von denen man noch nie erfahren hatte, nachliest, dann möchte man ja wissen, okay, wo Was sind die Fakten dahinter? Ist das wirklich so passiert? Und ich glaube, ich habe da sehr, sehr viel gelernt über diese Geschichte, wurde dabei extrem gut unterhalten. Dieses Buch ist halt eben ein, würde ich sagen, bereits jetzt ein moderner Klassiker der zeitgenössischen Literatur. Das heißt, ich glaube, man kann sich ja mit vielen Leuten darüber unterhalten. Und es ist am Ende zu deiner Beruhigung doch eigentlich weniger politisch, als man glaubt. Denn im Zentrum stehen die Menschen und ihre Ideale und ihre Lebenswege und die vielen Schläge, die sie erdulden müssen, aber auch die Momente der Hoffnung, in denen sie was glaubten, bauen zu können. Und die Fortsetzung von so einer Traumatologie durch verschiedene Generationen, bloß halt eben in einem Umfeld, was mir zumindest sehr, sehr nahe steht, physisch geradezu. Denn da draußen ist Berlin Mitte, die ehemalige Hauptstadt der DDR. Und noch näher kann man an so einem Schauplatz auch gar nicht dran sein. Also ich würde mir wirklich geradezu wünschen, dass jeder in Deutschland dieses Werk, diesen Autoren, diese Familie verstehen lernt, ⁓ auch selber die eigene Ignoranz ein bisschen besser einschätzen zu können und was es bedeutet, niemanden zu kennen, der ein solches Leben geführt hat, weil man halt im Westen aufgewachsen ist. weil wir in der Schule das auch wirklich nicht gelernt haben. Und ich als jemand, auch noch Geschichte studiert hat und Polyphologie, auch da kam das nie vor. Wer da nicht aktiv danach gesucht hat, nach diesen Geschichten, der hat sie auch nicht gefunden. Und deswegen ist, ja, also das ist wirklich eine Türöffnung. Das ist wirklich ein Portal zu einem ganz tiefen, wichtigen und dann auch noch literarisch höchstwertigen Wissen in Zeiten des abnehmenden Lichts, das hat mich wirklich extrem, extrem bereichert. Das kann ich speaker-1: Du hast mich fast, fast überzeugt, aber nur fast halt. Ich bin ja... Ich weiß. Aber ich finde es total gut zu sagen, hey, es gibt da einen großen Teil deutscher Geschichte und auch gesellschaftliche Geschichte, die für uns total unerschließbar war. Und das Buch hilft einem, mehr Empathie aufzubauen, dass selbst wenn man auch eigentlich, glaube ich, das Richtige will, aber das falsche Werkzeug benutzt, man wieder bei dem gleichen Resultat landet. Das ist natürlich auch wirklich so ein Thema. Das kennen wir ja alle, fast schon aus dem nichtpolitischen, aus dem privaten Kontext heraus. Ich habe es doch nur gut gemeint. Also das richtige Wollen heißt ja wirklich nicht das richtige Tun. Und das ist glaube ich halt wirklich so das gesamte Thema, dass man aber sich dann wieder die Handwerkszeugen bedient, die man einfach gekannt hat. speaker-0: Absolut. speaker-1: Aus der Technik ein Problem halt, dass immer wieder der Mensch immer gerne wieder auf die alten Tools, die er einfach kennt, zurückgreift, aber dann sich wundert, ob da kein neuer Outcome kommt. speaker-0: Absolut, ja. Denn man könnte wirklich sagen, dass vielleicht sogar das Oberthema des deutschen 20. Jahrhunderts ist. Also sozusagen das Richtige gewollt zu haben und das Falsche getan zu haben. Denn wenn du dir die Begründungen anschaust, mit denen das Kaiserreich in den ersten Weltkrieg gezogen ist, da ging es ja auch darum, einem Staat seine Erfüllung zu verschaffen. Und Deutschland zu der Zeit war halt eben voller junger Leute und wirtschaftlich und wissenschaftlich führend. Selbst die Nazis haben ja solche Ideale herbeigezogen. Das ist halt eben nach den Niederlagen des ersten Weltkrieges, das ist eigentlich nur, denen ging es nur sozusagen ⁓ Gerechtigkeit, nach dem vielen Unrecht, ihnen angetan wurde. Den DDR ging es immer darum, der Arbeiterklasse den Raum einzuräumen, den sie historisch verdient haben. Und auch heute, die Themen haben sich geändert. Aber es gibt natürlich immer das Thema Gewalt, also da, wo es gewalttätig wird. Und das ist ja halt eben der rote Faden, den sowohl der Kommunismus als auch der jetzt der Nationalsozialismus teilen, das ist natürlich eigentlich die Grenze, die man nicht überschreiten darf. Und wie damit halt eben geistig in der Familiengeschichte umgegangen wird, das von Eugen Ruge zu lesen, das ist einfach toll. Und wie gesagt, ich bin drangeblieben. Ich hab dann alles von ihm gelesen. speaker-1: Ja, aber da sind wir bei einer guten Überleitung speaker-0: Wir reden sozusagen über Generationen. Genau, reden hier über die dritte Generation einer Geschichte. speaker-1: Ich habe euch was ganz Besonderes für mich mitgebracht. Es geht nämlich um die Lieblings-Fernsehsendung meines Mannes, aber die auch ganz, ganz in meiner Top 5, würde ich sagen, liegt in Sälen, die ich jemals geschaut habe. Und es geht um Twin Peaks und zwar nicht um Twin Peaks generell, sondern ganz insbesondere um die dritte Staffel. Und die dritte Staffel erschien 25 Jahre nachdem das Original gesendet worden ist. Das ist auch natürlich ganz besonders. Und ich weiß nicht, ob ihr euch noch erinnern könnt, Twin Peaks, also ich war 12, hab das im Fernsehen gesehen, als das rausgekommen ist. Und ich so Angst gehabt. Also mich hat Twin Peaks wirklich fasziniert mit Design, Atmosphäre, wurde überall Kuchen gegessen, diese amerikanischen Diner, dieses tolle Hotel mit der Sägefabrik und die Musik. Also es war für mich so enchanting halt. Die Schauspieler natürlich alle immer schön, ganz toll gestylt und es hatte so ein totales idealisiertes Weltbild und dann gab es aber dieses große Trauma, also wer hat Laura Palmer getötet? Das ist quasi das Rätsel, mit dem sich die ersten zwei Staffeln beschäftigt und da gibt es auch einen Held, Agent Cooper, der eigentlich fast so der unantastbare Gut... der im Prinzip einem auch so ein Gefühl von Sicherheit gibt und auch alles wieder gut wird. Wie das endet, ich werde jetzt hier keinen Spoiler machen, wer Twin Peaks noch nicht gesehen hat. Es ist absolut sehenswert und damals von Frost und gemeinsam erdacht und nicht jede Folge hat David Lynch Regie geführt übrigens. Also das wurde an unterschiedlicher Hände vergeben. Was spannend ist, ist natürlich, dass viele, die dort mitgespielt haben, erfolgreiche Karrieren danach gehabt haben. Aber die David Lynch hatte einen ganz klaren Auftrag, hier eine Passivlage eigentlich so ein bisschen auf die Soap-Operas der damaligen Fernsehgeneration zu ziehen. Also manchmal sitte man auch im Hintergrund an irgendwelchen Fernsehsälen, Fernseher der Serienfolge und es gab da ganz viele Metaebenen. Und eine Metaebene, die man immer mitgespielt hat, war so Psychologie und zwar die Angst. nach unterschiedlichen Traumatars, die Angst auch, die vorgeworfen wird durch psychologische Krankheiten. Und das ist also ein Thema, das sich bei David Lynch auch ins gesamte Werk durchzieht, dass es oft in seinen Filmen auch so keine klassische lineare Erzählweise gibt, sondern dass man oft eigentlich hin und hergerissen wird von einer inneren Wahrnehmung. dass die, deswegen auch die ganzen Filme oft nicht so eindeutig lesbar sind, sondern man muss immer nach der zweiten eben gucken und sich immer die Frage stellen, ist das wirklich real oder ist das das, was jetzt einfach der Protagonist gefühlt hat, sind wir jetzt in der inneren Welt der Person angekommen? Und bei Season 3 hat David Lynch sich wirklich jegliche Freiheit nehmen können. Also sich wirklich löstgelöst, fast schon Ende seiner Karriere zu sagen, ich mache jetzt, worauf ich immer Lust habe, ist 2015 rausgekommen. Und Showtime hat das Ganze finanziert mit einem wahnsinnigen Budget von 70 Millionen Dollar. David Lynch hat da auch alles gegeben. Er hat einfach mal zwischendurch gesagt, ich werfe jetzt einfach mal alles hin, weil ihr gebt mir nicht genügend Freiheit und nicht genügend Geld, so macht das alles keinen Sinn. Und dann hat die Filmgemeindes aufgeschrien und Showtime hat irgendwie die Taschen noch mal aufgemacht und gesagt, hey, David Lynch, du hast ja auch absolute Director-Freedom für deinen Director-Cut. Und das ist bei Serien natürlich wirklich sehr ungewöhnlich, wenn die auch so hoch finanziert worden sind, dass da der Director wirklich volle Freiheit hat. Und das fing schon an mit dem Grundsatz und der Idee, wir machen hier einen 18-Stunden-Film und teilen den einfachen unterschiedlichen Episoden ein, aber es eigentlich ein durchgängiger... gefühlter Film, der ohne Cliffhanger auskommt. In den unterschiedlichen Ebenen wieder arbeitet manchmal komplette Kunstformen, einfach Collagen, Daydreaming, der Wandel zwischen Dimensionen. Und es geht wirklich darum, dass jeder Charakter auch noch mal demontiert wird. Also es ist nicht mehr so, dass man sagt, da wird irgendjemand auf den Sockel gehoben, sondern Es werden sich unterschiedliche psychologische Profile angeguckt. Es wird gespielt mit unterschiedlichen Szenarien. Und es wird auch insgesamt noch mal reflektiert auf die menschliche Geschichte. Also was haben eigentlich so Eingriffe wie Atomversuche? Wie steht das mit Schuld? Wie ist unser Verhältnis, dass wir immer eigentlich am Ende alles gerade biegen wollen und auf der Suche sind nach so einem Happy End? Das wird alles klimatisiert. Und ich kann sagen, ja, David Lynch Season 3 Twin Peaks. Es ist auch lustig. Es ist traumhaft. Es ist intriguing. Und besonders immer die letzte Szene, die immer wieder im Roadhouse stattfindet und dann auch noch durch unterschiedliche musikalischen Gäste beendet wird. Es war einfach ein Traum, das anzuschauen. Ich hab's schon zweimal gesehen und das steht jetzt wieder ganz oben auf der Liste, dass man sich das nochmal anschauen kann. Also es ist wirklich ein... Absolutes Kunstwerk, das total unterhaltsam ist. Aber sucht nicht nach einer Geschichte. Lasst euch ein. Ihr mit einem offenen Geist da rangehen und euch überraschen lassen und einfach ein Kunstwerk genießen. speaker-0: Ist das etwas, was man wünschen kann oder hat man auch wirklich nach jeweils einer Folge erstmal genug? Weil so hört sich das bisschen an, wie man durch so eine Kunstgalerie geht und da hängt dann ein Bild am nächsten und wenn du dann aber in so einer expressionistischen, herausfordernden Kunstgalerie gehst, dann hast du auch nach drei oder vier verzerrten, kaputten, eigenartigen, herausfordernden arbeiten auch erstmal genug und muss sich dann eher zwingen auch noch in den nächsten Raum zu gehen. Guckst du diese Serie so viel du kannst, fünf Folgen am Stück und dann wieder fünf Folgen am Stück oder oder beißt du dich da irgendwie Folge für Folge, Tag für speaker-1: Also du musst ja dich da überhaupt nicht durchbeißen. ich kann mal sagen, Twin Peaks Geschichte, ich habe Twin Peaks auch die ersten Staffeln quasi mehrfach gesehen und habe einen sehr guten Freund damals, Torsten Remsberger, mit dem habe ich es dann wirklich mal geschafft, dass wir uns da eingeschlossen haben und haben uns das wirklich einmal in einem Aufrutsch durch angeguckt. Wir haben uns wirklich quasi weggeschlossen und haben da einfach durchgeschaut. Bei der Staffel 3 ist es fast zu schade. Also es ist schon extrem addictive. Also man will sich das angucken, man will wissen, wie es weitergeht. Es ist nicht das Gefühl wie eine überforderte Kunstausstellung, sondern es ist wirklich absolut entertaining. Also da passieren auch andere mysteriöse Dinge, einfach du aufklären willst, du willst mehr verstehen, du willst mehr sehen. Und da hat ja auch wirklich alle von Laura Dern, seine Kollaborationspartner, alle, am Leben sind, die hat er da mitgebracht und eingebaut. Also das ist intriguing. Das ist nicht belastend oder anstrengend. Also man kann das schon durchgucken, aber man will das oft auch nicht. Man will nochmal darüber nachdenken und manchmal will man auch sogar fast gefühlt. Also ich hab, glaub ich, wie gesagt, ja schon zweimal gesehen und ich hab das in relativ kurzen Abständen nochmal geguckt. Weil manchmal sagt man so, das habe ich jetzt überhaupt nicht verstanden, ich ja so homo-aschon. Aber es ist, ich meine, ich liebe ja David Lynch. Ich habe in meinem Studium, ich habe im Nebenfach Audiweselai Kommunikation studiert mit Filmschwerpunkt. Ich habe fast am meisten Seminare und Vorlesungen zum Thema Film und Studium besucht. Das habe ich zum Anlass genommen, eine Arbeit über die Angstzustände die David Lynch in einem auslösen kann. Dass es alles vor allem durch psychologische Phänomeen kommt. Er beschäftigt sich von Psychose bis Schizophrenie. Das kommt alles vor. Das sind die Pole, die der Mensch in sich hat. Es gibt vier Formen der Angst, die in allen uns liegen. Die Frage ist, wo befindet man sich Und der David Lynch ist ja einfach wahnsinnig gut da zu triggern. Triggert halt, ne. Also der guckt halt schon, wie kriege ich die Leute aus ihrem normalen Denkspektrum rausgeschleudert und wie kriege ich die zum Nachdenken, wie kriege ich die verstört. Und dabei ist er ja ein Maler eigentlich auch, ne. Also da hat ja seine Karriere als Maler begonnen, auch wenn man sich das Eraserhead anguckt, das ist ein visuelles Videokunstwerk. speaker-0: Ja, speaker-1: dass ganz viel mit der Wildsprache von David Lynch arbeitet. Und wenn man sich mal die Masterklasse anguckt, die David Lynch gegeben hat, gibt diese Masterklassenfolgen, und die von David Lynch ist wirklich wahnsinnig unterhaltsam, weil er spricht die ganze Zeit über das Fischen. Er sagt, die Ideen sind alle in einem Pond und man muss eigentlich nur den Geist öffnen, ⁓ zu fischen. Und dann holt man sich halt einen die Fische raus und dann sind wie manchmal auch, können das auch Tagträume sein und dann sammelt man die und dann kommen Momente in seinem Grünströchen schaffen, wo dann die Ideen da eingebunden werden. Er hat einfach einen super offenen Kanal gehabt zum Universum, zu sagen, ich weibe, ich nehme das alles mit und ich lasse das auch zu, dass wir es nicht in irgendwelche Formen von anderen gepresst werden, sondern ich habe meine eigene Form, Geschichten zu erzählen und euch an meiner inneren Welt teilnehmen zu lassen. speaker-0: Und das macht natürlich David Inch ja so besonders, dass der eigentlich Zeit seines Lebens immer eine eigene Welt mitgenommen hat, in der er dann andere Geschichten immer erzählt hat. Und wir sprachen ja schon einmal darum, es gibt so einen kleinen Kreis von Regisseuren, die du auf die Art und Weise sofort wiedererkennst, weil auch wenn sie neue Geschichten erzählen, sind da immer bestimmte Dinge visuell oder keine Ahnung, wie Naturgesetze anders. Wir sprachen ja schon von Wes Anderson, bei dem die Astehtik einfach immer so fantastisch ist. Man merkt sofort, das ist nicht die wirkliche Welt. Aber es ist eine konsistente Welt, die bunt und reichhaltig ist. Das weiß man natürlich bei den Coen Brothers und dieser Welt, die sie in diesen verschneiten, abgelegenen Midwest-Staaten erbauen. deswegen muss man eigentlich auch immer alles von denen sehen. Also wenn man einmal sich mit dieser Welt anfreunden konnte, dann will man auch alles sehen, was in dieser Welt passiert. Und das sind dann auch einfach Dinge, die niemand außer diesen Regisseuren und Drehbuchschreibern und Künstlern erzählen kann. Das kannst du dir einfach nachdrehen. Ein Krimi kann jeder drehen de facto. Vielleicht auch so ein Film noir, das können viele Leute einfach nachfilmen. Aber so eine konsistente Fantasiewelt wie die von David Lynch, ganz egal ob da jemand auf so einem Sitztraktor durchrattert oder halt irgendwie Kriminalfälle löst oder ich weiß nicht mal, Helen Drive, glaube ich, weil bis heute die Wurms da eigentlich gingen. Aber es ist immer halt eben in einer interessanten Welt. speaker-1: Die Psychiose der Hauptdarstellerin übrigens. Boile. Aber ich hab noch einen Einsatz. Lass mich noch einen Satz sagen, weil es halt total interessant ist, wie du das so gerade gesagt hast, diese superbekannten Regisseure, man muss halt noch mal sagen, die machen das ja auch nicht alleine. Was die halt gut drin sind, sich über Jahrzehnte hinweg so eine Art Künstlergruppe aufzubauen. Da kommt man ja aus der Malerei, das kennt man ja, das ist oft ganz früh schon. sich die unterschiedlichen, soll sagen, künstlerischen Ebenen da verbinden mussten, weil man irgendwas nicht mehr alleine machen konnte. Film war ja das erste Mal, konstant nicht alleine malen Da brauchst du halt unterschiedliche Talente, da brauchst du jetzt jemanden die Kamera, den Bildausschnitt, Bühnendesign etc. Und David Lynch hat da natürlich sich eine ganz tolle Gruppe von Menschen zusammengesucht, die ja auch jeden Film dabei hatte. Und das ist natürlich echt... Ein Erfolgsrezept von vielen, von diesen halt, der großen, dass sie es geschafft haben, Teams zusammenzustellen, auf das man sich einfach verlassen kann, mit dem man halt einfach super zusammenarbeitet. speaker-0: Ja, absolut. Dieses Team muss aber natürlich oder funktioniert natürlich dann besonders gut, wenn die künstlerische Vision desjenigen, dem sie folgen, besonders stark ist. Psychosen. Wir haben wieder mal ein Rätselthema ausgedraht, was wir nicht so richtig verstehen, was aber relevant ist, was uns alle irgendwie beeinflusst und zwar nicht nur zum Guten. Das ging davon aus, dass Stephanie eigentlich sagte, also sie kann nicht verstehen, warum niemand mehr zum Telefonhörer greift und einfach mal anruft, ⁓ zum Beispiel Probleme zu klären oder Geschichten zu erzählen. Anstelle dessen wird alles über Texte gemacht, aber da gibt es halt eben noch die nächsthöhere Ebene dieses Problems und diese nächsthöhere Ebene heißt im Neudeutschen Ghosting. Leute brechen einfach die Kommunikation auf jeder Ebene ab, selbst wenn es wichtige Dinge zu besprechen gäbe oder wenn die Kommunikation schon lange läuft und eigentlich auch weitergehen müsste. das ist etwas, was ja gefühlt, aber ich habe den Gefühlen, bin ich dann auch nachgegangen gestern, gefühlt immer mehr zunimmt, was aus dem Berufskontext glaube ich die meisten Leute kennen, dass Prozesse, die eigentlich früher so einfach in Gang gegangen sind und wo es am Ende dann ein klares Ja oder Nein gab. dass die einfach mittlerweile mittendrin versickern und eigentlich nur Schaden hinterlassen. Bei denen, die ge-ghostet wurden, diejenigen, die ghosten, verlieren darüber in einem Ausmaß ihren Ruf oder ihre Glaubwürdigkeit oder ihre Ehrlichkeit, die das Ganze erst recht zum Rätsel machen, denn es gibt hier ja keine Gewinner. Und ich habe das selber ein paar Mal erlebt und habe auch das Gefühl, dass das immer mehr zunimmt. Und ich habe mal nachgeschaut, ob das nun Gefühl ist, ob das auch tatsächlich stimmt. Und es gibt darüber tatsächlich Daten. Es gibt anscheinend einen Wendepunkt, in dem Ghosting tatsächlich überdimensional gewachsen ist zwischen 2019 und 2021. Da gibt es nämlich eine Forschung von Indeed, dem Jobportal, dass der Anteil der Bewerber, wohlgemerkt, die Arbeitgeber ghosten zwischen 19 und 21 von 18 auf 28 Prozent gestiegen ist. Also innerhalb von kurzer Zeit sehr, sehr stark. Und ... dass, umgekehrt, aber 25, 26, also Stepstone hat da wohl nachgeforscht, dass ungefähr zwei Drittel aller Jobsuchenden im Laufe ihres Prozesses keine Absage bekommen haben, sondern einfach die Kommunikation einfach aufhörte. das nächste Punkt, dass es hier auch durchaus ein Generationenphänomen ist, dass nämlich laut einer Studie des Thriving Center of Psychology 77 Prozent der Generation Z und 61 Prozent der Malingels zugeben, schon einmal jemanden geghostet zu haben. Also wirklich drei Viertel, dann zwei Drittel. Bei älteren Generationen liegt der Wert allerdings dramatisch darunter. Das heißt, es gibt hier anscheinend ein Generationenproblem, kommunikativ sich selbst und anderen zu schaden. Wir kommen gleich dazu, warum. Aber interessant für mich ist, dass Ich das in meiner Welt sogar noch viel krasser wahrnehme, weil das ist in meiner Welt nämlich auch etwas, was Leuten wie die und mir passiert. Also Leute, die halt irgendwie im Leben schon, man könnte sagen, viel weiter sind, auch nicht nur im beruflichen Kontext, auch auf einer Ebene, wo es kein Machtgefälle gibt, also wie zwischen Arbeitssuchenden und Arbeitgeber, sondern auch wirklich in ganz normalen Zusammenarbeiten auf Augenhöhe, in freundschaftlichen Gesprächen, in Anbahnungen, wo man eigentlich begeistert ist, gemeinsam von einem gemeinsamen Projekt. Und wo eine Seite dann auch Leute, die wirklich schon weit sind in ihrer Karriere und erwachsen und wie auch immer, dann da völlig aussteigen, darüber auch in Kauf nehmen, ihren Ruf zu reinieren, auch in den Augen von anderen und natürlich halt eben nur beleidigte und gekränkte Menschen zurücklassen. Also so ein hoher Preis für einfach nicht nur eine Mail schreiben oder einmal anrufen. wie es Stephanie machen würde, sagen, hey, aus welchen Gründen auch immer, wird nichts draus, es tut mir selber leid, das nächste Mal haben wir eine bessere Chance. Also es ist ja eigentlich, es bräuchte ja nur sehr, sehr wenig, ⁓ dieses Ghosting nicht zu implementieren, aber dieses Wenige ist wohl anscheinend zu viel. Und da habe ich auch natürlich nachgelesen, wo liegt das, woran liegt das? Das ist wohl in der Tat eine, ja, eine extreme Konflikt-Scheu, wo man halt eben wirklich hofft, also, dass sich etwas in der Zukunft schon irgendwie ausgehen wird. wenn man es Moment nicht angreift, ist ja ungefähr so, wie wenn man Schulden hat und die Rechnung jetzt nicht bezahlt und hofft, dass die andere Seite die Schuld ergisst. Obwohl man natürlich eigentlich weiß, dass das nie passiert. Aber der eine Moment der potenziellen, des Diskomforts so oder treibt Leute irgendwie so in die Panik, dass sie halt eben das in die Zukunft verlagern, auch wenn sie wissen, dass das Thema schlimmer wird. Also eigentlich wie der Zahnarztbesuch, man hat bereits Zahnschmerzen und man geht trotzdem nicht zum Zahnarzt, weil man irgendwie hofft, Weil man Angst vom Zahnarzt speaker-1: Ja, Also, psychologisch kann ich Angst, kann ich total nachvollziehen. hatte das, ich hatte immer so einen Teenager-Moment, wo ich das einmal mit jemand gegustet habe, ich mich so total geschämt hat, was absagen zu müssen. Und das nicht gelernt hatte, so richtig, wie sage ich jetzt nein, wie sage ich jetzt, oh, das passiert jetzt nicht, und niemanden enttäuschen zu wollen. Und dann habe ich natürlich gelernt, oh je, jetzt habe ich es noch viel schlimmer gemacht. Das ist halt so der Lernmoment halt, Und dann sollte man eigentlich daraus gelernt haben und dann hoffen, wenn man in seinem späteren Leben das dann nicht wiederholt. Was ich jetzt halt im bestes Kontext mitnehme oft ist, dass ich sehe, dass Leute einfach so was anschieben, also das ist so ein Vorstufel des Großdienstes, was anschieben, so Interesse zeigen und dann meldet man sich ja einfach erstmal nicht mehr, ne. Und dann meldet sich dann erstmal keiner mehr, weil man dann nicht so das Gefühl, ⁓ wenn ich mich jetzt als Erster melde, dann mache ich ja bei der anderen Seite Druck. wo es wahrscheinlich einfach gerade keinen Bedarf gibt und dann sitzt man das dann mal so aus, bis die andere Seite wieder sich meldet, wo dann vielleicht dann wieder Bedarf besteht. Also das ist ja eine Vorstellung des Ghosting, das ist sowieso einfach zu kalt stellen, würde ich das vielleicht mal nennen. Dass man sich so gegenseitig erstmal so eher warm hält, man warm stellt vielleicht. Und dass das wesentlich weniger kommunikativ begleitet wird, als das früher passiert ist. Früher hätte man dann wesentlich mehr noch mal geschrieben so, hey... Übrigens nur, dass du Bescheid weißt, da passiert gerade nichts, wir melden uns, wenn irgendwas passiert. Dass also diese, sagen wir mal, so ein, sagen wir mal, früher das hätte einfach so bisschen noch zum guten Turm gehört, weißt du, auch so ein gegenseitig Wertschätzung zu zeigen, dass solche Sachen halt einfach unter den Tisch fallen, ist halt total interessant. Gerade in einem Fall, ja mit durch Covid ja noch sowieso schon wesentlich isolierter gehandelt wurde, ne, also weniger man Sozialkontakte hatte. Ich hätte... Mir gehofft, dass sich das eigentlich so bisschen verstärkt, dass man eigentlich mehr Sehnsucht nach Kuscheln hat und Wertschätzung verteilen. Aber dass das dann eher gerade in die andere Richtung geht, dass man sich dann eher eingiegelt oder weniger Wertschätzung verteilt, das ist natürlich nicht so schön. Aber das hatten wir ja schon mal mit den Disco-Besuchen und so weiter. Also das ist dann immer mehr so der gute Tun, wie wir den mal gewohnt waren, halt verlernt und das ist dann halt das immer mehr eher in speaker-0: Ich habe jetzt bei meiner Recherche noch ein weiteres Ding gesehen, wo ich mir dachte, erstaunlich, aber auch irgendwie nachvollziehbar, und zwar nämlich, dass in manchen Kontexten nichts sagen besser ist als das falsche Sagen. Und zwar habe ich eben ein Finding gesehen, warum Arbeitgeber den Jobsuchenden nicht absagen. Und zwar ist das wohl so, in vielen Branchen oder in manchen Branchen der Druck in Richtung Antidiskriminierung so hoch ist, dass man lieber gar nichts sagt, als sich irgendwie den Verdacht auszusetzen, man hätte irgendjemandem abgesagt, weil er die falsche Hautfarbe oder was auch immer hat. Man will niemandem den Anlass geben, irgendeine Agenda hinterzu vermuten, aber weil jedes Wort da ja auf die Goldwaage gelegt werden kann, sagt man lieber gar nichts. Und das ist natürlich richtig schrecklich, weil das natürlich auf so eine gesellschaftliche Übervorsicht oder so eine Feigheit zurückführt, dass man dass man eben gar nichts mehr sagt, wenn man die ganze Zeit Angst haben muss, von irgendjemandem angeschwärzt oder angezeigt zu werden, da hakt es möglicherweise eben generell in das Thema der Meinungsfreiheit ein. speaker-1: Ja, Also ghosting war vielleicht dann noch als eine der Symptome der totalen Überforderungen im komplexen Kommunikationssystem halt, ne. Weil ich glaube, das ist ja was, was wir gerade sehen. Also wir sind ja in dieser Cancel Culture und überall kritisieren die Leute sich, ⁓ halt irgendwelche Klicks zu ernten. Also dann ist es ja total populistisch und dann traut sich keiner was zu sagen, ein Shitstorm irgendwie. nicht ausgesetzt zu werden. Du auch, ich war immer dem Shitstorm für unseren Ich sehe mir den ja jetzt langsam herbei. Ich habe ja jetzt von dir gelernt, dass der Shitstorm ja quasi so eine Ehrung ist. Ja, genau. die einem dann irgendwie im Prinzip überhaupt Relevanz erst gibt. Ich jetzt eigentlich, sehe nicht den fast herbei. Ja. Aber ich glaube, ... speaker-0: Genau so ist es eben. Ich glaube für viele habe ich auch die Ricarda Lang, als die rausgegangen ist und halt eben so kritisch und auch bisschen traurig darüber gesprochen hat, wie sie sich verändert hat, wie sie irgendwie nur noch in Floskeln gesprochen hat in ihren letzten Politikwochen, weil sie die ganze Zeit Angst hatte und nicht das Falsche sagen wollte und überall steht jemand, der sich dann draufstürzt und gerade wenn du in der Öffentlichkeit stehst, das so hindreht, wie es vielleicht gar nicht gemeint ist und irgendwann als Selbstschutzreaktion sagst du dann entweder gar nichts. Aber als Politiker kannst du das nicht, dann musst du dich halt formal ausdrücken. Und vielleicht ist es auch wirklich so, dass halt bei dieser Ghosting-Situation, also wenn ich mir das so vorstelle, lieber gar nichts zu sagen, als irgendwie von irgendjemandem böswillig missverstanden zu werden, das ist natürlich echt verdammt kritisch und als gesellschaftlicher Trend wäre das, ja, ist das schrecklich. speaker-1: Total. glaube, beim Ghosting gibt es ja beide Wände zum Ghost halt, ne? Und das ist ja natürlich echt hart, Also durch das eigene Schweigen, man eigentlich, man selbst ja der Ghost ist, ne? Genau. Also das ist halt wirklich hart, ne? speaker-0: Da müssen wir irgendwie raus. Und eine Möglichkeit, da rauszukommen, ist natürlich, in kleinen Orten zusammenzufinden und gemeinsam zu schwitzen. Und das ist ja für dich so ein Lieblingsthema gegen meinen latenten Widerstand. es ist nun mal so, wie es ist. Nachdem uns ja Stefanie vor einigen Folgen schon über die Schwitzhöhlen von Ischia berichtet hat, ein weiterer Höhepunkt. Und der ist aber auch wirklich geil, muss ich sagen, über ... Das Saunaparadies der nächsten Generationen in Deutschland. Satama, hatte ich nie gehört. Was ist das? speaker-1: Ja, also den Christa muss ich erstmal schwer überzeugen. Der wollte wirklich mit Händen und Füßen nicht, dass ich darüber spreche. Von wie der Sauna? Also ich glaube Sauna ist nicht so sein Thema. Aber ich glaube das Thema war einfach, dachte, naja, so, okay, das ist ja toll, dass er sich so ein Spa vorstellt. Also der Sattama ist ein Wendig Rietz, das ein bisschen mehr als eine Stunde von Berlin entfernt, mit den öffentlichen Erreichbar und ... ist da am Schamützelsee angelegt, wunderschön malerisch mit einem kleinen Leuchtturm, vielen kleinen Holzhäuschen, die da mit ganz viel Liebe und Passion zum Thema Sauna und Aufgruß gebaut worden sind. Und zwar ist das nicht nur einfach ein Spa, sondern das ist wirklich eine Erlebnisstätte. Weil das Tatamat wirklich in Deutschland wirklich ist geprägt, dass es eine, ja, würde ich sagen, eine Show gibt, eine Saunashow. Also es ist nicht nur ich schwitze da und schweige, wie das in anderen Orten ist, sondern da im Satama wird gesungen, da wird geklatscht, da fast schon kleine Schauspielstücke aufgeführt. Da die Trance, du jetzt so hast. Und da geht es halt richtig rund. Also dieses Satama hat einen der größten Saunen mit der Welt. Also da passen 250 Leute in die Shosauner rein. Und da werden auch die Weltmeisterschaften durchgeführt. speaker-0: Weltmeisterschaft im Saunen. speaker-1: Das hat sich über die Jahre entwickelt. gehe da schon seit fast 20 Jahren im Satama. Das 2005 das aufgemacht. Ich war bestimmt 2006 oder 2007 das erste Mal da. Damals hatten sie die Schosauna noch nicht. Da hatten sie aber eine Banya. Da wird dann schön mit den Birken, Ästen durch die Gegend gewädelt. Und das hat damit angefangen, dass da ein, zwei der Aufgussmeister relativ sportlich gut gebaut, angefangen haben, da die Sachen durch die Gegend zu wählen, aber relativ künstlerisch. Und dann hast du so gedacht, ⁓ ja, hier ist es ganz schick. Und dann haben die da Musik zugespielt und dann wurde da Stimmung gemacht, dann wurde da gesungen, Kalinka. Und das war halt ein Fest. Also das hat Spaß gemacht. Und dann gab es halt wirklich, dass angefangen hat, als sie die Schosauna aufgemacht haben, diese Leute angefangen haben, sich zu verkleiden. Und dann kam das Wasser plötzlich aus allem raus, was man sich nur vorstellen kann. Da waren dann Gießkannen, Koffer mit Löchern mit dem 007-Aufguss. Plötzlich kamen da irgendwelche Biker und dann in voller Montur, also gerade das Gegenteil, also nicht knackig, sondern eher mit ganz vielen Layern. Und die wurden dann halt zum... Stück immer unterschiedlich hier und dann ausgezogen, aber nicht nackig. es ist keine Strip-Disc. Und es ist so lustig, als ich da war, glaube ich, vor zwei Jahren zu den Proben der Weltmeisterschaft da. Und dann kommen die dann natürlich aus der ganzen Welt auch. Und eine Dame aus Finnland, war dann auch die erste, da ich das jemals gesehen habe, die hat dann auch wirklich live gesungen. Also sie hat nicht nur das Theaterstück aufgeführt, sie hat nicht getanzt, sie hat den Aufgruß gemacht, gewählt, geschwitzt, uns alle zum Schwitzen gemacht und hat wirklich mit einem Mikrofon live Mary Poppins gesungen. speaker-0: Saunasquit ist es nicht. speaker-1: Das hat alles getoppt, was ich jemals da gesehen habe. speaker-0: Das krass absurd an. Das hört sich eigentlich wie eine Szene speaker-1: Viel als ein David Lynch-Movie, auf jeden Fall. Also ich kann das aber so empfehlen. Also A ist das Satama nicht nur Bild in der Show-Sahne, sondern es gibt auch neun Saunen insgesamt. Also du kannst da überall unterschiedliche Saunen genießen, auch ruhig. Es gibt ganz viele Rückzugsorte über der Show-Sahne und man hört das ja nicht, ist eine ganz große Liegekuppel. mit wunderschönen Ausblick. Es ist insgesamt wunderschön, direkt am See gelegen. Das heißt, man kann auch direkt ins Wasser gehen. Im Winter ist das auch ganz toll. Riesige Liegewiesen. Also man geht sich auch selbst, wenn das mal voll ist, ist es nicht gefühlt voll. Es gibt eine Holz-, also Sauna mit einem Holzofen, wo der Schlibowitz da drauf geschossen wird. Die 120 Grad unterirdische Mai-Sauna, wo man sich die Öhrchen verbrennen kann. Es gibt eine Stollen-Sauna. Also es gibt alles, was man sich vorstellen kann. Mit Kristallen bis da und da. Also man ist ja super beschäftigt. Und das Coolste an der ganzen Sache ist für alle, die in Berlin wohnen, du triffst da niemanden, der in Berlin wohnt. Das ist natürlich echt gut. Warum ich das auch nicht auskaufstehe? Da legst du dich hin und hast gleich den Nachbarn und den Arbeitskollegen nebendran. Das will ja keiner. Und das Sathamas ist wirklich der Ort, an dem du nackig sein kannst, ohne nackig zu sein. Also es guckt einem jedenfalls keiner an, das ist richtig gut. Also die Saunakultur funktioniert da gegen ganz normale Menschen, in aller Altersklasse, Kinder, Großeltern, was auch immer. Also da fühlt man sich auch noch wie Mensch kulturell total integriert in die unterschiedlichen Altersgruppen. Also es ist halt wirklich, da hat man super viel Spaß und ich kann das jedem empfehlen. Das ist auch vom Preis her absolut unter der Woche kostet, d.h. zwischen 45 und 48 Euro am Wochenende 50 bis 55 und man kann da auch voll cool sich so ein kleines Zimmerchen mieten, so eine mit Küchenecke und dann, wenn man das für zwei Tage macht, kriegt man auch einen günstigeren Eintritt. Also das lohnt sich, das ist auch absolut bezahlbar, es gibt gutes Essen und es macht einfach Spaß. Ab ins Satama. Ich bin auf alle eifersüchtig, die das machen könnten, weil wenn ich in Berlin bin, ich bin auf jeden Fall auch im Satama. speaker-0: Also allein, weißt du, ich meine mehrere Worte, die du jetzt benutzt hast. Sauna-Weltmeisterschaft, Show-Sauna. Das sind Begriffe, ich in meinem Leben vorher noch nie gehört hatte. Und das allein macht es natürlich das Wert. Also das Thema Saunen, bin ich halt eben, das ist, ich würde, man kann schon sagen, dass das nichts für mich ist. Also als sozialer Anlass kann ich das natürlich total verstehen. Ich war ja letztes Jahr zum ersten Mal in Finnland. Und wenn du halt eben an so einem dunklen Ort bist, wo es eigentlich keine Marktplätze gibt, wo du aber trotzdem sozialen Austausch brauchst, dann ist halt eben so Ort wie so eine Sauna zum gemeinsam fokussieren, zum gemeinsam auch auf sich gegenseitig fokussieren, reden müssen, weil es keine Ablenkung gibt, gemeinsam eine Erfahrung machen, das ist alles total nachvollziehbar. Aber was du berichtest, ja halt eben das Gegenteil. Das ist ja eigentlich fast wie so ein, das ist ja eigentlich vielleicht sogar näher an dem römischen Termenbesuch. Weißt du, wo man sich ja auch aus sozialen Gründen in den Termen getroffen hat und Geschäfte besprochen hat, sich aber auch hat gemeinsam unterhalten lassen, gut gegessen hat nachher. Also das finde ich, nachdem du es jetzt so erklärt hast, finde ich das höchst attraktiv für andere Menschen als mich. Aber total nachvollziehbar. speaker-1: kannst alles, du kannst entspannen, du kannst in eine Sauna gehen, da geht ⁓ Ruhe, es gibt auch die Klangschalenaufguss. In der Showsauna, Klangschalenaufguss, da spricht keiner, da geht es ⁓ die innere Reflektion. Aber Sauna, was natürlich toll ist, ist dieser Wechsel zwischen heiß und kalt, das regt halt die Durchblutung an, das ist nachgewiesen, dass du dadurch weniger krank wirst. Es ist wahnsinnig, ganz viel Stresshormone, wir werden da abgebaut, deswegen gehen ja so viele hin. weil du eigentlich ja super gut Stress abbauen kannst und halt dein Immunsystem stärkst halt. Und es macht Spaß, weil wenn halt alles, also das Blut schneller durch die Adern fließt, da wird auch ganz viel noch Dopamin und so ausgeschüttet, dann bist du einfach happy. Also es ist einfach ein Happy-Nut-auf-Knopf-Druck. Und da bin ich ein ganz großer Freund von, wenn du irgendwie das Biosystem so einfach über, wie sagt man das, austricksen kannst. Also so viele Benefits und es macht Spaß. speaker-0: Und das alles, was du jetzt gerade gesagt hast, also auf Knopfdruck glücklich werden, das trifft ja auch auf unser letztes Thema zu. Wir haben ja noch den geilen Scheiß und was darauf ebenfalls zutrifft, also es ist jetzt das zweite Mal, dass Stephanie von der Sauna redet. Jetzt wird sie das zweite Mal über ein Computerspiel reden. Das ist auch ein bisschen eigenartig, denn eigentlich bin ich hier der Gamer, der Jahre seines Lebens an Wing Commander und an Civilization verloren hat. Aber Blue Prince ist ein Spiel, was... Stephanie dermaßen mitgenommen hat, wie schon vor einigen Monaten Stray das erste Spiel, über das sie sprach, dass sie sich in einer heftigen Diskussion zwischen uns beiden sogar durchgesetzt hat, mit ihrem Wunsch, über Blueprints zu sprechen. Und davon hat sie natürlich wieder nie gehört, aber es ist wohl anscheinend wieder unglaublich immersiv und kreativ. Was hat es damit auf sich? speaker-1: Also ich bin ja kein Gamer, also per se. Ich bin ja so ein Casual Gamer. Ich sei, hab ich als Kind auch, C64 und so. Das haben ja irgendwie alle gemacht. Joystickprobleme haben wir nicht alle. Irgendwie Probleme damit. Summer Games. Was auch immer. speaker-0: Ich hab die Zunge umgehabt. speaker-1: Also ich glaube, das haben wir alle hinter uns gebracht. Ich habe ja interessanterweise auch mehrere Spiele entwickelt und auch rausgebracht. werde ich vielleicht ein andermal etwas darüber erzählen. Und ich bin deswegen großer Fan von Indie-Games. Und ganz insbesondere, wenn Spiele, ich bin nicht so der Jump-and-Run-Typ. Dafür gefällt mir einfach die Geschicklichkeit. Ich habe auch nicht so dieses Card-Game und ich... mag das auch nicht so gerne so lang Zeit da drin zu verbringen, wenn man das Gefühl hat, man hat dabei jetzt irgendwie überhaupt nichts erlebt oder gelernt oder was auch immer. Deswegen bin ich immer so Mist-mäßig, so Puzzle-Games mag ich eigentlich total gerne und Blueprints ist eine totales Meisterwerk. A ist das ein Indie-Game, das von erst mal einer Person als Solo-Entwickler über acht Jahre hin entwickelt wurde, fast mit 80 Stunden, Wochen. Das ist natürlich schon mal super herausragend und sehr selten, dass Leute so lange an so einem Thema arbeiten und sich dann aber erst zum Schluss dann noch mal so ein paar andere Experten dazuholen, damit sie es fertigstellen. Denn ist das Ding ein absoluter Erfolg geworden. Also es ist gerade mit mehreren Preisen, es den Gindi Game Award gewonnen für Game of the Year and Innovation, DCE Awards, Best Indie, Best Game Design, Game Developers Choice Award. Best Design Innovation Nominierung for the Game Awards, Best Indie Game, Best to be Indie Game. Also das ist eines der bestbewertesten Spiele in 2025. Hat 95 Prozent Empfehlungen der Kritiker bekommen. Also es ist wirklich so ein Fest. Und was macht das toll? Es geht darum, den Raum 46 zu finden. Und der Raum 46 ist in einem Haus, das jeden Tag neu sich zusammensetzt. Es ein magisches Haus und es gibt ein Foyer mit drei Türen und jede Tür, die danach kommt, hat man mehrere neue Räume zur Auswahl und somit kann man sich quasi sein eigenes Haus so bisschen zusammenspielen. Und in jedem Raum, man lernt in die unterschiedlichen Arten von Räumen kennen, gibt es entweder einen Puzzle zu lösen, ist einfach nur ein Durchgang. von A nach B, das erinnert einem dann so bisschen an Labyrinth oder ein anderes Spiel, Karakason, wo man so einfach Wege finden muss. Und dann gibt es natürlich Räume und Funktionalitäten mit tieferen Funktionalitäten, die auch andere Räume irgendwie später beeinflussen. Man muss Gegenstände finden, die man für irgendwas anderes braucht. Und dann lernt man mit der Zeit, weil jeden Tag hat man 46 Schritte, nee, 45 Schritte hat man zur Verfügung. Wenn man die Schritte aufgebraucht hat, mit jedem Raum, den man betritt, hat man einen Schritt quasi verloren. Muss man von vorne anfangen, dann ist der Tag einfach vorbei. Und das ist dann relativ hart und auf dem Weg lernt man natürlich auch, hier gibt es eine Banane, kriegt man mehr Schritte, da braucht man die Küche, da braucht man das Esszimmer. Aber erst, wenn man Level 8 erreicht hat, im Esszimmer. das Dinner serviert, also es sind ganz viele Interconnect. im Game und deswegen hat man halt super viele Layer. Also der eine Layer ist quasi die Geschichte ⁓ das Haus, die sehr tragisch ist, eine Generationsgeschichte. Also wir machen jetzt den runden Bogen zu dem Buch, du vorgesprochen hast. Und überall werden hier und da Notizbücher, Fotografien, Briefe, kleine Filme. speaker-0: war's speaker-1: die einem die Vergangenheit aufrollen über die mehreren Generationen der Besitzer dieses Hauses, die einem erzählt werden und auch die Tragik, die dahinter steht, also wer auch der blaue Prinz ist. Und das wird einem da erschlossen. Es gibt eine Bibliothek, werden Bücher, kann man da ausleihen, im Kinderzimmer findet man Kinderbücher und alle. Unglaubliche Liebe zum Detail. Also man hat diese Geschichtsebene. Und das liegt auch daran, dass der Entwickler des Spiels auch aus der Filmindustrie kommt. der hat eine Liebe zu Detail, das ist einfach unfassbar. Also es ist wirklich wunderschön auch. Also das Design ist absolut ansprechend. Man wird da so richtig in der First-Player-View da rein gezogen. Und man hat das Gefühl, man selbst geht durch das Haus und erschließt sich damit quasi halt die Geheimnisse des Hauses. Und es ist... Und dann hat man die Puzzle-Ebene und die Strategie-Ebene. Und das ist wirklich hardcore. Das Haus ist eigentlich ein Experiment. Wenn man mal sich so auf so einen gewissen Weg irgendwo eingeschossen hat und seine Räumchen dann immer in die gleiche Art und Weise gestellt hat, dann wird man irgendwann mal ziemlich schnell zu so einem Strategie-Ende finden. Das heißt, das Haus will eigentlich, dass du ausprobierst. Das will, dass du unterschiedliche Strategien ausprobierst. Und dann schaffst du das Ganze ohne ein Tutorial. Es gibt keinen Moment, einem was erklärt werden muss. Das ist so genial, dass du einfach durch das Spielen die ganze Zeit lang neue Ebenen kennenlernst, ohne dass es da irgendeinen Pop-Up gibt, wo du sagst, hey, du musst jetzt das und mit dem und das über das, sondern das wird alles superspielerisch, ganz intuitiv und mit Hints. ist so quasi so ein Tutorial-Hint, das ist dann eher eine Karte, die du irgendwo findest, wo dann steht, wenn du das und das vereinst, könntest das werden. Du musst dir quasi die Hints auch fast schon erarbeiten. Und auch alle Tools, die es da gibt, die du brauchst. Also du hast halt die Strategie-Ebene und dann hast so eine Glücksebene halt. Also sind so Sachen, sind halt random. Und alle drei Ebenen, da verknüpft, machen ein großartiges Spielerlebnis aus. Im Durchschnitt braucht man so 35 Stunden, um das durchzuspielen. Ich glaube, Gabriel und ich haben irgendwie das jetzt 45 Spieltage gespielt. Also 45 Mal haben wir das Spiel gestartet. Das ist halt schon ganz schön krass. Du brauchst schon ... Am Anfang gleich 10 Minuten, dann, wenn du fortgeschrittener bist, 45 Minuten bis eine Stunde, ist dann so eine Spielsession. Und dann die letzte Session, du dann, also wir haben es durchgespielt, wir haben den Raum 46 gefunden. Und dann ist aber so das Ding, das ist halt nicht vorbei. Also der hat so viele Ebenen dahinter gelassen, es gibt so viele Türen, wir nie aufgemacht haben, Räume, wir nie gesehen haben, Special, was auch immer, dass man sich irgendwie noch zusammen glauben kann. Und ja, das wird jetzt irgendwie noch mal so eine Runde weitergeben, bis wir keine Lust mehr haben. Aber The Prue Prince ist dein Geld total wert. Das kostet so ⁓ die 25 Bucks. Kann man überall spielen auf dem Mac und auf dem PC. Ich kann nur sagen, unbedingt zieht euch das rein, wenn ihr Brettspiele mögt wie Magic oder Aricula oder Puzzle-Bücher wie Maze von Christoph Menzen. Das ist übrigens fast so bisschen eine Vorlage dafür. Atmosphäre wie Mist habe ich ja schon gesagt. Da ist ganz viel mit dabei. Also absoluter Puzzle-Strategie-Event mit Design, Content Design. Macht das einfach, unterstützt die Indie-Community und lasst uns mehr Spiele wie sowas finden und uns teilen gegenseitig. speaker-0: Und ich finde ja Spiele vielleicht sogar noch mehr als du oder genauso wie du. Also Spiele sind ja vielleicht sogar das für mich, was für dich der Film ist. Nämlich eigentlich die eine Erzählform unserer Zeit. Also die Serie und das Spiel, das habe ich immer gesagt. Und in letzten Jahren geht das ja immer weiter zusammen. The Last of Us, was eben in der Vorrang gespielt war und dann aber auch eine sehr gute Serie. Und ich gehe ja so weit, aber darüber müssen wir jetzt dieses Mal nicht reden. Ich sehe ja halt meine ferne Zukunft, wenn ich wirklich mal körperlich komplett außer Stande bin, irgendwas zu tun. dann werde ich mich freiwillig in so eine Matrix, in so eine Spielumgebung einklinken und werde vielleicht dann die letzten Jahre, die ich noch habe, in diesem Haus oder in einer vergleichbaren Welt, in der es immer was zu entdecken gibt, in der ich immer noch was lernen kann, in es noch Überraschungen gibt, in der ich mich bewegen kann, in der ich all die Dinge kann, die ich halt eben als mit meinem menschlichen Körper vielleicht nicht mehr kann, darauf, ich bin bereit, mich darauf einzulassen, weil mir genauso wie dir der Reichtum dieser Spielewelten sehr bewusst ist. der Reichtum, der eben auch in der Tat von großen Künstlern gefördert wird, von fantastischen Grafikdesignern, von verspielten Köpfen, bis ins Geniales hinein. Also für mich ist das Spiel wirklich speaker-1: Es ist auf mich einer der höchsten Kunstformen, weil das Spiel und das kann, wenn man sich als Konsument, kann man sich das häufig kaum vorstellen, dass wenn man selbst Spiele gemacht hat, mit wie viel Liebe zum Detail, also wirklich Blueprints gemacht worden ist, ist es fast unfassbar für mich, weil allein das Spiel, das Testing hat mehrere Jahre gedauert. glaube drei Jahre haben die nur das Spiel getestet. Und was er gemacht hat, hat die alle aufgezeichnet und hat nie Bewertungen abgeben lassen, sondern hat diese ganzen Viewsicherheit angeschaut von den Spieltestern und das dann ausgewertet. Und das ist so einen intuitiven Spielflow in so einer Tiefe herzustellen, ist unfassbar schwer. speaker-0: Also finde ich auch sehr positiver Abschluss, wenigstens, zu unserer diesmaligen Folge. speaker-1: hat angefangen... ⁓ speaker-0: Am Ende überall Storytelling, dass man Storytelling jetzt auch in der Sauna inszenieren kann, das war mir neu. Aber da habe ich jetzt auch wieder was gelernt. speaker-1: Ja, also ich wünschte ja, Christoph, du würdest ja mal hinfahren und dann ein Selfie machen, ⁓ das zu beweisen. hätte ja das Gefühl, ihr würdet das Spaß machen. Also ich seh dich. speaker-0: will es zumindest nicht mehr völlig ausschließen. Bevor du mir das alles erklärt hast, hätte ich es völlig ausgeschlossen. Jetzt schieße ich es nicht mehr völlig aus. Ich arbeite nicht stecke in richtige Richtung. Vielen Dank. Bis zur nächsten Folge. Erzählt anderen davon, wenn euch unser kleiner Podcast gut gefällt. Und wenn er euch nicht gefällt, dann lasst es uns wissen, aber idealerweise in freier Form supporten. Oder vielleicht doch mal in die Richtung eines Shitstorms. Denn Stefan, du hast ja gesagt, Shitstorms schaffen oder geben einem das Gefühl, bedeutend zu sein. Also warum nicht auch mal das? speaker-1: Ja, ich bin auf jeden Fall alles, ja. Nur Ghosts bin ich nicht. speaker-0: Ich habe