Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / Einsamkeit, Exit, Vaterschaft: Was ein Weltmarktführer wirklich kostet
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- 0:00Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Momentum. Deinem Podcast, der inspirierende Menschen inspirierende Geschichten erzählt. Mein heutiger Gast ist Tim. Er kommt aus einer Familie, die vor über 70 Jahren ein Unternehmen gegründet hat. Panolin. Panolin ist bekannt für seinen biologisch abbaubaren Schmierstoff.
- 0:16Und er als damaliger CEO hat es geschafft, um das Exit zu machen. Und hat das Ganze mit orchestriert, und zwar den Verkauf an Shell. Nach dem ganzen Exit hat er weiter bei Shell gearbeitet als General Manager. Heute ist er ein Coach, ein Mentor und hat seine neue eigene Firma aufgebaut. In diesem Gespräch reden wir über Tiefpunkte, über Höhenflüge.
- 0:40über was es genau braucht, um richtig führen zu können. Für mich war er ein ultraspannender Podcast-Gast. Und darum bin ich mir auch sicher, dass du ganz viel aus dem herausziehen kannst. Aber jetzt zuerst Intro ab. Chapeau. Du kommst aus einer Familie, die vor 70 Jahren ein Unternehmen gegründet hat, das du geschafft hast, um das Exit vollzuziehen. Und das ist keine unbekannte Firma. Die konnten zwar nur Bekannte verkaufen, wie zum Beispiel die Lifetime Eiffelturm.
- 1:08Das London Eye, das grosse Reiserad, hat alles Panolin drin. Panama-Kanal. Die Schleuser, die aufgehen. Alles Panolin drin. Crazy. Good things take time. Ich war erst mal in New York und dachte mir, wow, was ist das alles für grosse und sportartige American Football Spiel. Ich bin im Fussball immer etwas grösser, etwas breiter und etwas längsamer gewesen. Du musst OECD 301 B. Ja, das wollte ich eben auch sagen.
- 1:32Ich finde, Schlafsäge sind immer ein Performance-Tool. Eine grosse Vision ist wunderbar, weil sie sich gut abbrechen kann. Die kleinen Stats sind, jeden Tag, wo du aufstehst, jeden Tag, wo du etwas ablieferst, was du machst, es geht genau um diese kleinen Momente, die dann schlussendlich für eine grosse Vision führen.
- 1:55Bist du eigentlich einer, der Podcasts regelmässig schaut? Seit Neuestem, ein Geschäftspartner von mir, war lange im Ausredienst und er sagt, Podcasts. Und ich habe jetzt angefangen mit Diary of a Sea. Da habe ich angefangen zu schauen. Ja, das stimmt.
- 2:11Mit Steven Barlet. Der ist tot. Und hat halt auch mega gegessen. Mega gegessen. Ja, aber er hat auch, er war mal broke, hat Essen stellen müssen, um zu machen, dass er das Meal bekommt. Und ja, aber dann blieb er hungrig.
- 2:31Das sind genau diese Geschichten. Das haben wir ja vorhin noch kurz angesprochen. Das sind genau diese Erfolgsgeschichten. Man sieht immer nur den Eisberg, die Zippel. Wenn du dann schon draussen bist und alles geschafft hast, aber alles darunter ist, siehst du einfach nicht.
- 2:45Aber cool, hey Tim. Mega cool, dass es geklappt hat. Ich habe mich richtig, richtig gefreut über den Kontakt und über deine Zeit, dass du jetzt da bist. Herzlich willkommen im Podcast. Gleichfalls, danke vielmals. Danke vielmals. Ich habe es mega toll gefunden. Wir haben uns ja jetzt zum ersten Mal gesehen und du kommst rein und hast so einen riesen Strahlen auf dem Gesicht. Du warst begeistert wegen der Aussicht. Und wir haben uns eigentlich gleich gematcht. Es war gerade toll, gerade cool, um miteinander zu sprechen. Ja, mir auch so. Um das geht es doch eigentlich.
- 3:14Ja, ich freue mich sehr. Und wie gesagt, super Location und auch sehr eindrücklich, was du schon alles gemacht hast. Das inspiriert immer und wie wir vorhin auch gesagt haben, du kannst immer etwas lernen. Absolut. Und ich dachte, Montagmorgen startet es super. Startet es schon. Ja genau, so soll es sein. Aber jetzt sagst du so etwas, ich fühle mich jetzt gerade mega so, danke vielmals für das. Aber die Sache ist ja, ich weiss ja ein wenig,
- 3:41was deine Vorgeschichte ist. Wer du bist, was du alles gemacht hast, weiss ich noch nicht so, weil wir kennen uns noch nicht so gut. Ich habe nur von dir gelesen und... Also, Chapeau. Du kommst aus einer Familie, die vor 70 Jahren ein Unternehmen gegründet hat, das du gearbeitet hast, um das Exit zu vollziehen. Und das ist keine unbekannte Firma, das ist eine sehr bekannte Firma und die konnten es an nur einem Bekannten verkaufen.
- 4:08Vielleicht ein paar Geschichten, ein paar Backgrounds dazu? Ja, also ich muss sagen, ich war da beteiligt. Ich durfte sicher einen grossen Teil dazu beitragen. Aber wirklich das Fundament dieser Unternehmung hat schon bei meinem Grossvater angefangen. 1949 war dann der Eintrag ins Handelsregister.
- 4:31Du hast vorhin gesagt bekannt. Ich muss sagen, bei gewissen in der Industrie ist es bekannt, wenn man etwas autoaffin ist. Oder eher so auf der Industrieseite, Baustelle etc. Aber dann ausserhalb der Schweiz, da hat es sicher gewisse Islands gegeben, wo man uns gekannt hat. Aber wir durften dann sicher noch sehr viel dazulernen und wachsen.
- 4:57Mein Götti war das, der auch über 50 Jahre in der Firma war. Mein Vater, der auch einen grossen Teil seines Lebens für das Ganze gab. Und dann zwei meiner Cousinen, die einen riesen Job machten. Also eigentlich als Letzter noch dazukommen. Du bist der Letzte, der dazukommt? Genau, ja. Unglaublich. Ja. Ich habe eine Banklehre gemacht und irgendwie...
- 5:22Ich habe es nicht so ganz verstanden, es war eine Finanzkrise. 2008 war die Finanzkrise und ich habe dort im Discretionary Portfolio Management gearbeitet. Und irgendwie haben wir 50% vom Portfolio Management. Vermögensverwaltung sozusagen, da hatte man ein Mandat bei dieser Bank. Wir haben das Geld für den Kunden verwaltet und haben in dieser Finanzkrise über 50% des Vermögens verloren.
- 5:48Ich musste dem Kunden eine Rechnung für 60'000€ schreiben. Dann sagte mein Chef, dass es schwierig sei. Heutzutage weiss man, it is what it is. Man legt Risikokategorien fest, wie risikoreich man ist und wie man investieren möchte.
- 6:03Aber irgendwie ging es für mich nie ganz auf. Ich hatte dort nicht so viel Freude am Arbeiten. Ich war ganz leer. Ich habe ein KV gemacht. Und bin dann im 2010, also 2009 ins Militär, 2010 bin ich dann in den Sprachaufenthalt. Und das hat dazu geführt, dass ich ein Familienunternehmer bin. Und bin dann sieben Jahre in den USA gewesen. Wo in den USA? In Kalifornien.
- 6:31Mega cool, denken alle so, oder? Natürlich auch die Hei, die denken, aha, der Junge, gut ausgewählt. Aber wir hatten dort ein Büro, das Ziel, die Strategie war einmal, wir hatten auch die Howill, also Produkte für Töpfe.
- 6:46Und dann haben wir gesagt, das ist immer so, da fahren doch alle Töffe. Aber was man gesehen hat, das war dann nach der Finanzkrise, wo fangen die Leute auch an zu sparen, das ist beim Hobby. Und es ist ein sehr emotionaler Brand. Also beim Töff fahren, dein Töff ist dann oft das Baby, da kommt das Beste rein. Und wenn dann eigentlich No-Name-Brand, egal wie Swiss High Quality war, immer unsere Positionierung war, wenn wir es nicht kannten und nicht an den grossen Rennen in Sponsoren und wahnsinnig viel Geld in das investierten, dann war es ein bisschen schwieriger.
- 7:15Kannst du sagen, was der Brand ist? Wir erzählen es nicht, aber wir haben den Brand gerade noch nicht... Ja, wie immer Pannolin. Pannolin, genau. Pannolin, genau, aus dem Thüringer Oberland. Lustigerweise, ich habe schon sehr, sehr früh in meinem Leben mit dem Kontakt. Du, das klingt so spannend. Ja, aber du hast ja gesagt, du bist ja mega Bekanntheiter. Ja, logisch. Das kenne ich nicht so oft. Oft ist es so Panno... Panno was? Genau. Nein, aber ja, sehr, weil ich habe mich auch damit gelernt.
- 7:38Du hast Auto... Ja, eben. Ich habe Auto mit gelernt. Eine meiner grössten Passionen ist Motorradfahren. Ich bin auf der Rennstrecke gefahren. Okay. Ich bin Gap gefahren, von daher... Okay. Also dort... Logisch. Ja, ja, ja. Jawohl. Okay. Jawohl. Ja, wir hatten einen grossen Markt in Japan. Klar. Dort waren wir extrem stark. Und dort war es einmal... Ähm... S... Ähm... Wie heisst das? Suzuka. Suzuka. 8-Hour-Race. Irgendwie. Und dort... Praktisch alle fuhren mit Panolin. Okay.
- 8:07weil sie sagten «Klatsch», also kuppelig. Sie kamen einfach am saubersten mit Panolin. Und sie brauchten keinen Kühler, weil das Öl die Temperatur besser gemanagt hat. Leider konnten wir das Produkt nach dem Exit nicht mehr verkaufen.
- 8:24Wir sind auch nicht so gross geworden damit in Japan, aber die Spezialisten, die sich wirklich ein wenig reingefuchst haben, die haben gewusst, Panolin is the way to go. Jetzt hast du eine Banklehre gemacht und bist dann wegen dem Sprachaufenthalt in die Firma reingekommen. Damals war dein Vater an der... Also wir waren in einer Produktionsfirma, eine Schweizer Leichtersteingesellschaft und ein internationales Business. Mein Vater hat immer
- 8:53Das internationale Business. Das gehört ja dann zu dem, wo du in California bist. Genau, in Kalifornien. Das Büro war in Ventura, etwa zwei Stunden nördlich. Nach Thousand Oaks kommt Ventura und dann noch einmal eine Stunde weiter, 45 Minuten, kommt Santa Barbara. Dort war das Büro. Ich habe einen Sprachaufenthalt in Los Angeles gemacht, war schon immer ein Amerika-Fan.
- 9:15Das ist jetzt ein anderes Thema. Vielleicht können wir das auskammern, sonst ist es ein Never-Ending Story. Ich war mit 6 das erste Mal in New York und ich dachte, wow, es ist alles so gross. Und dann Sportart, ich habe American Football gespielt, weil ich im Fussball immer etwas grösser, breiter und langsamer war.
- 9:37Und dann American Football ist so... Halt Becht auf dich zu, ich schnitte dich. Genau. Und Basketball, riesige Leidenschaft. Und es hat so gut gepasst. Da habe ich immer gesagt, wenn ich meine Ausbildung abgeschlossen habe, wenn ich das Militär abgeschlossen habe, dann möchte ich mal auf Amerika, auf Kalifornien. Ich gehe mal auf Kalifornien. Das hat meine Mutter immer schon gesagt, als ich ein kleiner Junge war.
- 9:55So kam das dann. Ich dachte, ein Jahr zum gut Englisch lernen. Wir hatten keine grosse Firma. Es war ein älterer Mann, der unsere Vertretung gemacht hat. Genau, das ist schon Chuck. Der war dort schon über 70.
- 10:12Wow. Ja, und ich weiss noch, als ich in Clermont in Westwood war, das war so mein Hotel, wo ich war, also ein Hotel ist so eine Freisternbaracke, und dort hat er mich dann abgeholt und nach Ventura gebracht und dort die Loop Motor Lodge gebracht, also so wirklich Filmreife, wo du mit dem Auto vor und her fahren kannst und jeden zweiten Abend war die Polizei da, aber ich habe das alles gar nicht gesehen. Ich war in Amerika und dachte, wow, I'm living the dream.
- 10:37Dann aber schnell ins Geschäft gekommen und dann hat es geheiss, Geschäftskreditkarte verkauft. Make it happen. Gang. Do your thing.
- 10:49Was waren deine Hauptkunden? War das die Garage oder andere Vertreter? Also grundsätzlich, das hat bei mir eine Zeit gebracht. Ich hatte natürlich eine Einführung in der Schweiz. Meine Frage wäre ja, du bist ja von der Bank leer. Genau. Du bist in das Öl-Business. Ich ging dann ins Ausland und ich dachte schon immer,
- 11:09Der Vater macht etwas Spannendes und die Familie und cool, aber ich wusste nie recht, wie wir unterwegs sind. Da war mal ein Moment im KV, wo wir eine Ausbildung hatten. Da hat uns ein Lehrer gesagt, die grüne Welle, Nachhaltigkeit, Sustainability, verschiedene Energien, also Solar, Wind und, und, und. Dann bin ich dann mal heim und mein Vater hat gesagt, genau dort sind Sie unterwegs.
- 11:34Also auch ihr Hauptgeschäft waren umweltschonende Schmierstoffe, die begannen durch, nicht einen Zufall, aber einen Kunden, den wir kannten, der sagte, ich habe immer etwas Mühe mit der Gemeinde, weil ab und zu leert es Öl aus, könnt ihr nicht etwas machen, was umweltschonend ist, umweltfreundlich?
- 11:52Und unsere Hauptkunden, um zurück auf deine Frage zu kommen, waren Hauptsache Baumaschinenunternehmer und Hersteller. Also das ist unser Kernbusiness. In der Schweiz auch Hauptprodukte für Automotive, also für die Fahrzeugindustrie, Lastwagen, Motoren, Ölgetriebe, Öl, alles.
- 12:13Wo man sich vorstellen kann, Hydrauliköl und das... Hydrauliköl war unser absoluter Steckenpferd international. Dann auch das Bio-Produkt. Aber jetzt hat es schon auch... Am Anfang, wenn du internationalisierst, wir haben uns vorhin kurz angesprochen, du versuchst alles. Du möchtest niemanden auslassen und auch zeigen, wir können alles. Aber das hat dann auch oft zur Folge, dass du niemanden wirklich ansprichst. Ich sehe das jetzt auch in meinem jetzigen Business. Je breiter du den Fächer öffnest,
- 12:40Du hast das Gefühl, dass du zu spitz bist und dich nicht positionieren darfst. Ich denke, das macht sehr viele junge Unternehmer oder Startups den Fehler, dass du dich so präzise positionieren musst, dass man genau weiss, dass man von dir herüberkommt.
- 12:57In den USA war ich eher zuerst an den Tüfteln zu messen und dann bin ich an diesen riesigen Baustellen vorbeigefahren. Ich habe mal nach Hause gerufen und gesagt «Hey, ich glaube wir müssen hier die Bioöle mehr forcieren, denn da hat nicht einer
- 13:14100 Maschinen oder 10 Maschinen, dann haben sie 1000 Maschinen, 2000 Maschinen. Es hat überall Wasser. Pacific Coast Highway. Von Los Angeles oder San Diego bis nach Seattle. Wasser wegen des Umweltschutzfaktors. Wasser, Umweltschutz, genau. Wenn es in den Boden drängen würde. Wenn es im Boden geht, wenn es austritt. Und das Bioöl macht es einfach weniger gefährlich oder gar nicht?
- 13:41Es gibt natürlich verschiedene. Am besten ist, wenn du so Leiföl oder so nimmst. Das ist gut für die Umwelt, aber nachher in die Maschine hast du ein Problem. Und das hat man ja schon auch gesehen. Und ich würde sagen, das ist allgemein im Business. Es muss funktionieren. Du musst irgendwo einen Output haben, um wirtschaftlich zu sein. Und ich sage jetzt mal, die Regulierungen, die wir uns vor allem darauf konzentriert haben, waren
- 14:03Du musst OECD 301 B Ja, das wollte ich eben auch sagen. Genau, Regulierungen, 60% in Mündappau, wo es 28 Tage heisst. Und da ist so ein Toxizitätstest, wo du musst, das sind Fische und Algen, die du bestellen musst. Und es hat einfach einen viel kleineren Impact. Man kann nicht sagen, dass es keinen Impact hat, weil es ist etwas,
- 14:28durch einen petrochemischen Prozess gegangen ist. Aber der Impact ist massiv kleiner, als wenn du normales Hydrauliköl, Motorenöl ausgelert hättest. Dann hat das katastrophale Schäden für die Umwelt. Also dann vergisst du die Faktoren, wo du innerhalb von 28 Tagen so und so viel abbauen können muss und keine Fische und Algen kommen. Genau. Und das wäre dann das Bioöl. Und dann ist es ein umweltschonendes Öl.
- 14:57hat sich auch massiv viel verändert. Und am Anfang war es ein bisschen Nischen mehr. Und dann war der Fokus nicht so gross darauf. Dort gab es ein paar Regulierungen und man konnte arbeiten. Dann irgendwann, auch durch Covid, war das wirklich ein Katalysator, dass man sich für alles mehr Zeit genommen hat, um das genauer anzuschauen. Da gab es so viele Veränderungen. Und oft war das Spannungsfeld zwischen der Umwelt und der Technik.
- 15:24Aber wenn die Technik nicht verhält, dann findet jeder Hersteller irgendeinen Weg, um zu sagen, mein Englisch ist «technically infeasible». Also es ist nicht möglich, diese Produkte einzusetzen, sonst können wir nicht arbeiten. Wenn wir nicht arbeiten können, können wir die Projekte nicht realisieren, können wir keinen Flugplatz bauen oder weiss ich was. Dann hat man so einen Brief bekommen, du musst ihn nicht brauchen.
- 15:45Das war ein grosses Problem, das wir auf dem Markt für unsere Kunden gesehen haben. Weil sie sagten, wir brauchen Performance. Bei Panolin war das immer das höchste Gebot. Einerseits, man muss die Umwelt tun, aber die Leistung muss auch. Da waren wir weltweit technologisch führend. Bis 2021 waren wir weltweit für das bekannt.
- 16:13Unglaublich. Und da hast du natürlich einen grossen... Ja, ich durfte mitschaffen. ...darum hast du einen grossen Kuchenteil dazu beitragen, dass das so hinzukam. Ich denke, ja, ich war sehr viel unterwegs und was dann bei mir Klick gemacht hat. So diesen Moment am Anfang, wo ich auch immer das Gefühl hatte, hey, das ist nicht so sexy.
- 16:33Es ist irgendwie Öl, es sind die Fässer, es ist Rot, es ist Gel, aber Handkerum. Ohne diese Produkte bewegt sich gar nichts auf dieser Welt. Und zum Beispiel die Lift im Eiffelturm, das London Eye, das grosse Reiserad, alles Panolin drin, Panama-Kanal, die Schleusen, die aufgehen, alles Panolinöl drin. Crazy.
- 16:55Das waren immer meine Credibility-Slides. Wenn man uns nicht kennt, ich habe gewusst, wer um da rein. Einer kennt den Eiffelturm. Wer nicht den Eiffelturm kennt, der kennt etwas. Ein bisschen speziell. Wer kennt das Land? Nein, aber den Panama-Kanal. Einer von diesen drei. Boah. Aber jetzt in einer Nutshell.
- 17:16Ihr habt ja in der Schweiz... In a nutshell hat eines unserer Papers geheißen. Eines meiner ersten Papers. Panolin in a nutshell. Das habe ich in Ventura im Büro damals gemacht. Also ja, hit me. I hit you. Also, in a nutshell. In der Schweiz haben wir kein Öl.
- 17:35Oder sprich, das muss ja importiert werden. Wie läuft der Prozess? Also kommt da Öl aus dem Ausland? Von wo ist jetzt egal, aber kommt Öl aus dem Ausland? Und dann habt ihr raffineriemässig oder... Also wie ist der Prozess dann?
- 17:50Die Raffinerie haben wir damals leider selber nicht gebaut. Es gab sogar mal eine Möglichkeit dafür. Das hätte uns dann auf ein ganz anderes Level gebracht. Aber es ist witzig, dass du das sagst. Ich bin durch die Hexastore geheist, wollte Öl verkaufen. Die haben gesagt, sie haben ja gar kein Grundöl. Da habe ich immer gesagt, wir haben auch kein Kakaofeld. Wir machen die besten Schokoladen auf dieser Welt. True that. Und ja, wir hatten da grosse Partner. Wir haben nichts direkt gefördert.
- 18:16Wir haben dann grosse Partner in Europa, die uns mit diesen Materialien, mit diesen Rohstoffen versorgt haben. Und aus diesen Rohstoffen habt ihr dann euer Öl, euer Schmieröl hauptsächlich gefertigt? Genau, gemischt. Das sind Gemische. Ja, wir haben das gemischt und abgefüllt. Und bis ganz am Schluss, würde ich sagen, über 90 Prozent,
- 18:37an einem kleinen Standort, hocheffizient im Zürcher Oberland gemischt, gefertigt und dann exportiert. In 60 Ländern. Und nach dem Exit, existiert das noch? Oder ist das irgendwie dann... Ja, also meine...
- 18:54Die Schweizer-Geschäft und jetzt auch international mit einer Wiede existiert und wird geführt durch zwei meiner Cousinen. Also Cousinen und Cousin, die das weiterführen. Aber unter einer anderen Brand. Das ist nämlich Chemicals. Eine sehr erfolgreiche Brand hier in der Schweiz. Und jetzt auch mittlerweile dürfen sie wieder ins Ausland. Ich weiss nicht, wie weit das sind.
- 19:15Aber ich weiss, dass viele Distributoren warten, bis sie wieder kommen. Und das Grösste an diesem Deal mit Shell war, dass der Name weiterläuft. Das ist so ein Legacy-Thema. Und die hatten früher ein Produkt, Panatürell, das Bioöl war. Und jetzt, Step by Step, heisst es Shell Panolin.
- 19:40ist ihre Bioline weltweit, wo sie auch dominiert und Weltmarktführer ist. Macht dich das stolz? Es freut mich sehr, um diese Legacy zu sehen, dass das weitergetragen wird. Und Shell war 18 Jahre nacheinander Nummer 1 im Schmierstoff-Wert weltweit. Und dass sie jetzt unsere Brand wirklich global heraus tragen,
- 20:06Ich hatte schon zwei, drei, die das Geschäft aufgebaut haben und das Exit durchziehen konnten. Und eigentlich interessiert, natürlich interessiert es mich mega, was das Exit war, aber das kannst du bestimmt nicht sagen. Aber viel wichtiger und was mich viel mehr interessiert ist, jetzt wird es unterschrieben, es gibt eine Transaktion, wie fühlt sich das an? Wie hat sich der Exit per se angefühlt?
- 20:37Vielleicht noch schnell zu den Zahlen. Ich glaube, dass das nicht der Fokus ist beim Exit. Du scheiterst am meisten. Ich glaube, es braucht irgendwie einen «bigger pick». Irgendwie etwas Größeres, weil... Ich weiss nicht, wie es dir geht, aber wenn du am Geld nachgehst und ich komme ab und zu Insta-Messages über und sage «Was soll ich machen? Wie kann ich viel Geld verdienen?» Und das hat mir schon früher ein paar Mentoren von mir gesagt,
- 21:07Erfolgt in der Passion. Nimm etwas und werde der Beste daraus. Gib alles. Und Geld, Erfolg, das ist wie ein Side-Effekt. Aber wenn du denkst, wie kann ich Geld verdienen? Irgendwie macht es dich nicht happy. Kurzfristig. Geld ist auch ein Hygienefaktor. Es passt, aber du gewöhnst dich an alles. Du brauchst einen Purpose. Etwas, das dich antreibt.
- 21:34«Ja, das macht mir Freude.» «Was sie so kann.» «Und dann der Rest darf sich so entwickeln.» «Super Frage.» «Vielleicht noch schnell zum Exit fertig. Wie fühlt sich das an?»
- 21:50Ja, bei uns war es so, dass der Brand weiterlebt. Plus, der Markt hat sich wahnsinnig verändert. Es war dann relativ... Ja, mit diesen Veränderungen, mit den Umweltlabels, es war schwieriger. Wir waren eine Zeit lang Nummer 1. Wir hatten so USPs. Also Faktoren, um unsere Produkte zu verkaufen, die mit Nummer 1 gewesen sind. Die Hersteller haben gemerkt, die anderen kommen nicht mit. Wir müssen den Fächer öffnen. Wir haben gewisse Freigaben bekommen von Herstellern. Das heisst, die Konkurrenz ist... wirklich wie die Pilze aus dem Boden geschossen.
- 22:20Und du brauchst in den Müllgeschäften gewisse kritische Erfolgsfaktoren. Du hast Mengen, Volumen, du musst irgendwo in der Supply Chain dich positionieren, dass du wirklich gewisse Unabhängigkeiten hast. Und wir waren voll zwischen den Mahlsteinen der grossen Petrochemiekonzerne. Und, und, und. Also wir hatten eine grosse Abhängigkeit. Und das hat es schwierig gemacht.
- 22:44Deshalb hat der Verkauf gut gepasst. Auch in der Familie hat das gestimmt. Wir waren immer international, mein Vater und ich. Der andere Familienteil hat uns mega unterstützt und begleitet. Strategisch ist alles zusammen gelaufen. Aber wir waren in der Schweiz. Und ich fand dann irgendwann, ich fliege um die ganze Welt.
- 23:04Ich hatte einfach das Gefühl, wir würden irgendwann gesund geschrumpft werden. Weil der Markt war nicht mehr eine Nische, sondern ein riesen Markt. Überall heisst es «Bio Umwelt, Bio, Bio, Bio, Bio, Bio». Und dann wusste man, wenn die Schelle anklopft, also entweder machen sie es selber oder sie machen es sie. Was mich antrifft. Hast du mich gefragt.
- 23:30Ich bin mir nicht mehr ganz sicher. Es sind verschiedene Sachen. Aber heutzutage in der Position, in der ich bin, ist es mit Menschen zu arbeiten und Menschen zu helfen, die... man spricht immer von Work-Life-Balance. Und ich glaube, das Ziel sollte irgendwie sein, ein integrated life zu sein. Dass du dir Zeit nimmst für Sachen, die dir wichtig sind, für Familie, dass du einen Job hast, wo du leben kannst.
- 23:57und trotzdem dich selber nicht vergisst. Klar gibt es Phasen in deinem Leben, wo es einfach heisst, jetzt muss ich den Kopf runter und und arbeiten, arbeiten, arbeiten. Also ich kann nicht mehr sagen, ja, nein, ich will erst von 10 bis 14 Uhr arbeiten. Also es geht schon, aber dann kommt darauf an, was sind deine Erwartungen. Und heutzutage habe ich die Möglichkeit, Menschen zu fördern, zu unterstützen,
- 24:22Und dann ist das Schönste, wenn sie erfolgreich sind und ein Leben haben, das nicht ausbrennt, trotzdem hochleistungsorientiert sein kann. Und auch diese Verlinkung.
- 24:38Und von diesen Menschen gab es schon ein paar, weil einer von ihnen hat mich angeschrieben und mich auf dich aufmerksam gemacht. Ich weiss nicht, ob ich den Namen noch einmal droppen darf. Wir können ihn nachher fragen und ihn einfach noch integrieren. Auf jeden Fall war er wahrscheinlich bei dir im Mentoring oder sah dich als Mentor und hat dann gesagt, hey, los. Er hat mich angeschrieben und gesagt, Kevin, ich hätte hier jemanden ultrainteressantes.
- 25:03Und er hat jetzt irgendwie so geschrieben, er hat jetzt sein Insta-Game angefangen aufzubauen, aber was er gemacht hat, der Typ ist verrückt, der ist crazy, du musst ihn unbedingt im Podcast haben. Da bin ich so ein bisschen deine Sachen angeschaut, bin ein bisschen recherchiert und habe gedacht,
- 25:19Holy Crap! How? Also crazy, was du alles schon gemacht hast. Und auch wahrscheinlich Leute, die du schon ausbildest oder begleitet tust, um stärker zu werden in dem, was sie machen. Das ist jetzt eine Consulting-Firma. Ja. Machst du das über die?
- 25:35Genau. Aber mehr und mehr habe ich gemerkt, dass Consulting in dem Sinn, wie man es kennt, da gibt es Players wie EY, PwC und, und, und. Das ist nicht wirklich jetzt meins, sondern ich konzentriere mich vor allem auf Coaching, Sparring oder dann so Business Mentorship. Also, dass ich, ja, es gibt viele Menschen, die extrem brillant sind, super Produkte haben, aber du bringst es nicht an den Markt.
- 26:00Du entwickelst am Markt vorbei oder bist nicht sicher, bist überfordert mit Marketing, es gibt Marketing, Produktion, willst du international, wo gehst du hin? Was sind so die first steps?
- 26:14oder meine Positionierung sehr spitz. KMU, Familienunternehmen, wie das kenne ich. Das habe ich in Amerika geführt, ich durfte England aufbauen, ich durfte in Schweden das ganze Geschäftsmodell anpassen, konnte mit über 20 Distributoren weltweit arbeiten, die auch Familienunternehmen waren in diesem Sinne.
- 26:34Die Dynamiken sind mir sehr nahe. Auch bei uns, zwei Familienstämme. Das ging über drei Generationen. Und es gibt so viele, die man sich daran gewöhnt. Es gibt noch oft, auch in der Schweiz, wir sind kein Moulin, wo ich feststelle, dass gewisse Strukturen, gewisse Prozesse, vor allem heutzutage, nie angepasst wurden. Weil man sehr viel Erfolg hatte, aber es geht so schnell. Dass so etwas was man machen kann.
- 27:04und der Erfolg wird etwas träger, du beginnst zu stagnieren, du weisst nicht mehr wo du deinen Cash-Train hast, wo geht das Geld weg. Und dann kommen wir wieder zurück zu dieser Positionierung, wo ich feststelle, dass man am Markt oft etwas vorbei entwickelt, oder weil sie
- 27:23unsere Feedbacks vom Markt nicht so wahrnimmt und da unterstütze ich dann vielleicht die nächste Generation sehr gerne, um halt anzusitzen und auch die schweren Entscheidungen zu treffen, weil es sind grundsätzlich immer sehr schwere Entscheidungen, wo man auch ein bisschen lieber wegschiebt und sagt, nein, nein, es geht schon, aber es geht eben meistens nicht ohne dich.
- 27:41Also jetzt hast du Ende 2022 bei Exit gemacht. Genau. Mit Spanolin zu Shell. Genau. Dann, wie ist denn der Prozess? Also wie lange warst du noch irgendwie dabei oder an Bord, wie du gesagt hast? Oder bist du immer noch aktiv dort? Nein. Gar nicht mehr? Nein, ich bin draussen, ich bin per Was war das? 22 ist der Verkauf, bis Ende Januar 24 bin ich bei Shell gewesen. Also ich habe ein Jahr gemacht.
- 28:10Es war eine ganz schwierige Entscheidung. Aber dort spielte etwas Privates mit. Meine Frau und ich haben uns das schon sehr lange hingewünscht. Ich habe immer gesagt, ich will ein präsenter Vater sein und ich fahre runter. Gleichzeitig ist mein Pensum durch die Decke. Ich habe fast 400'000 Flugmeilen gemacht im Jahr. Madonna! Ja, genau. Ich bin in Singapur für zwei Tage zurück, dann nach Japan zurück, dann in Belgien. Das war zehnmal um die Welt? Etwa, ja.
- 28:35Das war der Peak, Peak, Peak. Und es gibt dann viele, die sagen, wow, Statusmeile und alles. Aber wenn du an diesem Punkt bist, dann willst du endlich nur noch zu Hause sein, am allerliebsten. Und es ist alles nur noch ein Tool für die Performance. Also wenn du abgeholt wirst oder kannst Business oder First Class fliegen, es ist dann nur noch, dass du schnell etwas isst, dass du arbeiten, schlafen, dass wenn du hier kommst, vielleicht noch schnell duschen kannst oder wenn du Glück hast, kannst du im Flieger duschen oder in der Lounge am Flughafen und dann geht es weiter.
- 29:05Wie du gesagt hast, ist es eigentlich nur ein Tool für Performance. Ja, ganz genau. Mega schön, also gut. Ganz genau. Und dann kam der private Faktor hinzu. Genau, der private Teil mit dem Kind, wo ich dann merkte, ich muss etwas ändern. Bei der Shell, und ich wollte das schon immer, ich wollte noch in Grosskonzernen, ich war mal in der Bank, aber da habe ich noch nicht so verstanden, worum es im Leben geht.
- 29:28Ich kam dann in die Shell als jüngster GM in EMEA, also General Manager und CEO von Panolin Distribution.
- 29:39Das Geschäft, das wir verkauft haben. Und dort war mein Job, so schnell wie möglich eine Organisation zu bauen, in der Shell, die für umweltschonende Schmierstoffe zuständig ist, der existierende Brand, Produktportfolio-Analysen machen, wie positionieren wir uns, welche Produkte behalten wir, welche gehen raus. Ich sage das jetzt so. Früher hätte ich das selber entscheiden können und mit zwei, drei Leuten hat man das hier ein paar Tage gemacht. Aber Shell ist natürlich ein anderer Apparat. Da musste ich mich schnell einleben und verstehen, wer ist wo critical.
- 30:09dass wir auch die... Bei mir ging es um Exekution. Ich wusste, dass es so oft gibt, dass du grosse Akquisitionen hast und du verlierst vor allem Value. Value geht kaputt, wie in diesen grossen Strukturen. Und auch viel ist in diesem Kontext kaputt gegangen, sage ich einmal. Oder gewisse Kunden, die halt dann, wenn du auf einer Skala von einem neuen Weltkonzern das anschaust,
- 30:39Ja, das sind halt die Zahlen, die für uns monumental waren. Für unsere Umsätze und Margen, die sie wie gesagt haben, das ist für uns ein Compliance-Problem. Wir müssen jede Lieferung so und so prüfen. Und sie sagten, ja, kannst du das nicht abgeben? Und ich hatte irgendwie an einem Distributor eigentlich 30% von seinem Jahresumsatz. Zusätzlich an Top-Schenken.
- 30:58Wir haben dann noch Danke gesagt, dass er es für uns übernimmt. Und er war dort und dachte an Weihnachten, Geburtstag, alles zusammen, Silvester, alles an einem Tag. Aber wir waren dann extrem schnell. Wir waren 32 Leute, die übernommen wurden in der Shell.
- 31:18Dort gab es auch gewisse Positionen, die man gewusst hatte, die werden nicht rationalisiert, weil sie einfach anders aufgestellt waren. Wie geht man damit um? Es ist schwierig, aber es geht darum, es ist Business. Schlussendlich muss man menschlich sein. Man kommuniziert das offen und transparent, wie möglich. Das war auch immer mein Saal.
- 31:37Aber es war auch eine kleine Akquisition, wo man nicht alle Strukturen der Shell benötigt hat. Das heisst, wir haben das in Rekordzeit aufgestellt. Wir waren die profitabelsten Übernahmen. Also das Team, das in die Shell eingestiegen ist und das Shell-Team, das uns empfangen hat.
- 31:56Vor allem am Anfang würde ich sagen, nachher kommt dann die Routine rein, wenn der Hype durch ist. Und da weiss ich, dass es sehr viele Schwierigkeiten gab von meinen Mitarbeitern, die ich mitgenommen habe. Aber wir waren extrem schnell in der Integration und haben extrem gute Resultate geschrieben.
- 32:16Und es ist nie der richtige Zeitpunkt, wenn du etwas drin bist. Aber ich habe für mich gemerkt, dass ich das Gefühl hatte, dass mir die Flügel geschlossen werden. Und das war nicht für mich. Dann ist der persönliche Faktor, Shell an sich, das Zugehörigkeitsgefühl, das ist mega powerfull.
- 32:34Also wenn du irgendwo in London vor dem Hack-Water stehst, am liebsten wenn Greenpeace nicht da ist. Das ist ein anderes Thema, das ich auch nie gesehen habe. Die sind da doof, da ist auch wahnsinnig viel Security, die du vorne hast. Aber trotzdem, das ist für mich das Zugehörigkeitsgefühl. Ich war immer ein Nobody, ein Underdog.
- 32:56auf dem Weltmarkt. Zuerst musste ich meine Credibility-Slides mit dem Eiffelturm landen, und mit Shell ist einfach «Oh, wow, Shell!» Die Präsenz war wahnsinnig. Total unbequem.
- 33:10educated, also top ausbildete Leute, wirklich die haben alles in-house, das ist so, ja, Eindruck, das hat mega Eindruck gemacht, weil wir haben uns halt einmal, ja, hast du halt mit dem, wir haben gute Leute gehabt, aber wir haben einfach zusammen das Bestmögliche erarbeitet und nachher, wenn du in die Stelle kommst, warst du wahnsinnig, aber ich musste dann sagen, das stimmt für mich nicht, habe dann das mit meinem Chef besprochen, habe gewöhnt,
- 33:40Und habe das im Oktober damals mit dem Team mitteilt. Oktober 2023. Und bin dann Ende Januar an die Meldung gekommen. Genau. Aber drei Monate nachdem ich gekündigt habe, ist meine Frau schon.
- 33:59Also irgendwo sagen, was du willst. Und für mich ist das der Punkt, weil ich habe mich so oft hinterfragt. Machst du jetzt richtig, machst du falsch? Solltest du noch länger, noch ein halbes Jahr, komm, noch ein paar Monate. Aber das ist für mich der Punkt, den ich gewusst habe. Du glaubst, es klappt einfach, weil auch Druck weg ist. 100%. 100%. Und auch,
- 34:17Ich spreche immer etwas mit dem Universum. Sehr schön. Ich sage immer, ich bin nicht unbedingt ein religiöser Mensch, aber ich bin sehr gläubig. Ich glaube daran, dass das Karma, das du gibst, zurückkommt. Und ich habe immer gesagt, ich schaffe dann weniger, wenn mir das Kind da ist. Und ich habe gefunden, wahrscheinlich hat es geheissen, so läuft es nicht, Tim. Zuerst musst du einen Schritt machen. Ja.
- 34:45Ja, in jedem Fall haben wir dann im Mai im Mai 2024 meinen Sohn auf die Wahl gehabt. Der wird jetzt zwei. Genau.
- 34:57Wann? Dringend. Am 2. Mai. Am 2. Mai. Am 2. Mai, ja. Herzlich. Ja, super. Megaschön, gratuliere. Danke vielmals. Wie fühlt sich so ein Papi sein? Ja, ich habe letztens Jimmy Carr gesagt, das ist cool. Er sagt, er hat sein Leben lang nie ein Kind gewählt, er hätte immer Low-Stakes-Poker gespielt. Und jetzt hat er eine High-Stakes-Table. Und das hat irgendwie mit mir mega resoniert. Hat es deinen Antrieb verändert? Ganz klar. Vater werden. Ganz klar.
- 35:25Ich habe das erste Jahr ein Sabbatical gemacht. Bei dem wirklich 24. Aber wahrscheinlich eines meiner turbulentesten und schwierigsten Jahre für mich emotional. Persönlich? Ja, meine ganze Identität. 12, 13 Jahre in diesem Unternehmen gewesen und ich habe alles für mich gesehen. Alles. Tag und Nacht. Das war es. Klar, meine Frau, die mich immer unterstützt hat.
- 35:49Aber Panolin war mein Leben. Bei der Shell war es noch gut. Und dann der Hardcut irgendwann. Danach kam mein Sohn auf die Welt. Und das hat irgendwie alles verändert. Das war einfach die Sicht auf die Welt. Was ist wichtig? Was ist nicht so wichtig? Und für mich ist jetzt die Zeit, in der ich mit ihm war, wunderschön. Aber trotzdem.
- 36:17Ich bewundere jede Mama, die zuhause ist, jede Stay-at-home-Mama, jede Mutter, jeden Vater, der zuhause ist. Unglaublich, was das ist. Ich kann es nicht. Ich brauche irgendwie... Ich sehe es jetzt auch, vor anderthalb Jahren wurde ich Onkel. Mein Schwester hat das erste Kind bekommen. Er ist ein Schatz eines Menschen. Ich liebe ihn so sehr.
- 36:43Da habe ich gemerkt, was Liebe heisst, weil es kommt ein Kind auf die Welt, das Baby kommt auf die Welt und du hast keine Erinnerung an das Baby. Sprich, du hast ja nichts erlebt mit dem Baby, aber es ist da und du liebst es. Und es ist nicht einmal deins. Es ist nicht einmal deins. Also ich habe das erste Kind mit einer Frau bekommen, aber ja, es muss unglaublich sein. Aber was du gesagt hast,
- 37:08Stay-at-home-Moms oder allgemein Mommies. Und Papis, die zu Hause sind. Unglaublich. Unglaublich. Die Power, die du haben willst, ist ein riesen Challenge. Und das ist jede Woche etwas Neues. Die fordern dich Tag und Nacht. Und wenn du einen schlechten Tag hast, wenn du ein bisschen down bist, dann hat Papa Spielen. Oder?
- 37:30Ja, also wahnsinnig, aber es war eine super Erfahrung und dann irgendwann wusste ich aber, wir haben Menschen gefällt. Einfach so ein bisschen das sagen wir mal, zusammen in die Wirtschaft, irgendetwas zusammen erreichen mit anderen Menschen, irgendwo in einem Segment Business, das ist schon etwas, was mir dann gefällt hat, wo irgendwie eine Rente in mir drin ist, wo ich auch muss leben, dass ich ein guter Vater kann sein. So schnusselig.
- 38:00oder? Und es gibt ja noch oft, dass du am Anfang dann so auf dein Kind, auf dein Kind, auf dein Kind und ich habe dann für mich relativ schnell gemerkt, ich brauche auch irgendwo meine Islands, meine Ausflüge, wir nennen das Kulturreisen mit den Kollegen, wenn wir irgendwie auf die Grenzstrecke oder Fußball schauen oder weisst du, wenn es zwei Tage sind, eine Nacht, zwei Nächte,
- 38:21Das gefällt mir so gut. Und wieder ein wenig kalibrieren, auch das auszuleben. Schön. Und dann ist deine Consulting-Firma, wie sie jetzt ist, ist etwa im Jahr 2024 entstanden? Gründet habe ich sie noch im Jahr 2024, weil mein Sohn im Jahr 2024 auf die Welt kam. Da dachte ich, das wäre mega cool, und habe ihn im gleichen Jahr gegründet. Wir haben es dann durchgebracht, obwohl das Handelsregister schon geschrieben hatte, dass es sicher zwei Wochen dauern würde, aber es ging dann.
- 38:49Und ich habe gemerkt, dass man proaktiv sein muss. Man muss irgendwo auf Menschen zugehen, etwas suchen, damit sich auch etwas entwickeln kann. Ich wusste noch nicht einmal genau, wo es hingehen soll.
- 39:04Ich habe einfach gewusst, ich will mit Menschen etwas machen und ich möchte mich wieder exponieren. Und habe dann das Büro gemietet, hatte dann Glück, dass meine damalige Assistentin von früher zu ihrem Wort gestanden ist und hat mir gesagt, Tim, wenn du etwas machst, I will follow you anywhere. Und das war dann tatsächlich so und sie kam dann wieder zu mir. Und dann haben wir gesagt, wie soll es dir richtig gehen? Ich habe gesagt, ja so Coaching, Consulting, habe dann eine Ausbildung angefangen.
- 39:34Eine Coachingausbildung? Ja, genau. Ich habe immer das Gefühl, ich hätte gecoacht. Aber ich habe geführt. Das ist ein riesiger Unterschied. Das ist ein riesiger Unterschied. Führung, das ist irgendwo eine disziplinarische Verantwortung. Und schlussendlich gibst du den Tag vor, gibst die Richtung vor. Klar, ich bin immer sehr kollaborativ, möchte ich sagen. Aber ich habe immer gesagt, wenn ich in ein Meeting laufe, ich weiss, wo ich will. Wo ich will. Das heisst, wenn nichts kommt, dann weiss ich, wo man... Ich bin offen für andere Inputs. Und ich muss sagen, hey, wow.
- 40:01Cool, ich musste schon ein paar Meetings, die ich aufgelöst habe, dann kam jemand zu mir und ich musste wieder alles zusammen drumherum und sage, hey, hat da noch etwas Gutes gegeben? Wir machen es jetzt trotzdem anders. Danke vielmals. Was dich aber als Führungsperson unterstreicht und eigentlich kann man den Hut davor ziehen, weil oftmals hat man vielleicht so den...
- 40:24Der Kopf weiss, wo hin. Und jetzt hast du das Gefühl, es muss so sein und fertig. Und man lässt gar keine anderen Meinungen zu. Wenn du aber andere Meinungen zulässt, das ist das Zeug von Intelligenz. Dass man sagt, hey, ich kann auch zuhören und diese Strategie vielleicht integrieren in meine Pläne.
- 40:42Also ich habe immer gesagt, das Ziel muss sein, dass ich nicht der smartest guy in the room bin. Also du brauchst die richtigen Leute und ich habe wirklich, das hat ja immer so ein bisschen den Joke, Tim IT, weil obwohl ich, ich bin ja jung, 6,30 wird es immer noch 3,30 sein.
- 40:58Aber mit Technik, IT, Computer... Zuerst bleibe ich lange auf dem Abstellknopf, sonst stecke ich vielleicht noch das Kabel aus. Aber wenn es dann nicht funktioniert, dann ist es bei mir so gelaufen. Ich habe mich da nie so ernst genommen. Ich habe immer gesagt, ich will noch ein paar Shortcuts zeigen. Ich hatte Excel-File offen, mit Farbe und dies und das. Das lernt mich. Und ja, das ist wichtig. Und viele Wege führen nach Rom. Es gibt verschiedene Strategien. Ich denke, irgendwo brauchst du...
- 41:26einen Plan, aber du musst offen sein zum Plan. Also... Ja, auch gewisse... Ich habe das Gefühl, es gibt ja immer Blindspots, aber bei mir war das Wichtigste immer in der Führung allgemein und jetzt in meinen Coachings, es gibt andere Ansätze und das ist fair. Aber ich glaube, du musst immer einen gewissen Frame, auch wenn ich ja vorhin schon gesagt habe, man braucht einen Frame, du musst immer
- 41:53Du musst den Menschen helfen, wo sich dein Team drin bewegt. Was hat er für ein Mindset? Auch wenn du mal schlechte Laune hast und du schiesst durch deinen Gang, stampfst an den Pyro vorbei,
- 42:05Erstens, wie willst du dann führen, wenn du nicht schaust, wie es den Menschen geht? Das ist dein Job. Und Führung, viele haben das Gefühl, ich habe Power. Nein, das braucht 70% deines Tages. Es ist hören, schauen, hören, spüren. Wie geht es ihnen? Wie sind sie unterwegs? Sie sind acht Stunden am Arbeiten, sagen wir mal. Oder vielleicht neun Stunden, je nachdem. Aber das Leben nebenan, es gibt so viele Faktoren, die Menschen beeinflussen. Und wenn du da als Führungshaft nicht einhängst,
- 42:32Und ein gewisses Verständnis, die Empathie mitbringst, glaube ich, kannst du nur in einem Grosskonzern, und ich sage jetzt nicht in einem Grosskonzern in das Einfachste führen, das ist viel schwieriger, aber da kannst du überleben, wenn du einfach gegenüber dich gut abstützt. Und gegenüber ist halt einfach, ja, kommt die Arbeit. Und das habe ich das Gefühl, ich hatte es so in der Kleinen Reden, da musst du schon etwas anderes machen. Weil wenn du da als Mensch irgendwann, ja, man sieht, die Firma hat Führungsprobleme. Wenn die Leute Kopf haben, sie reden nicht miteinander, so Sachen musst du beobachten. Du musst da sein, musst präsent sein.
- 43:02Und wenn es einen schlechten Tag gibt, dann sage ich, put it in a frame. Ich komme darauf zurück und sage, sorry, heute ist nicht mein Tag. Oder ich habe ein riesiges Meeting, ich bin nervös, ich habe Mühe, ich muss meine Präsentation noch einmal anschauen. Das wird oft noch als Schwäche ausgeht, aber ich glaube, das ist die grösste Schwäche. Mit Transparenz Menschen mitnehmen, abholen und ihnen aufzeigen, dass du auch Menschen
- 43:28Oder dass du teilweise strugglst. Ich höre dir sehr gerne zu, wenn du redest, weil man merkt, wie viel du schon erlebt hast, dass du sehr viele Erfahrungen hast und
- 43:41Du hast richtig gute Storys und du kannst dich sehr gut vermitteln. Eine Sache, die mich jetzt mega interessieren würde, ist, hast du, und wahrscheinlich kann ich mir die Frage selber beantworten, hast du schon Tiefpunkte in deinem Leben, wo am Anfang das so richtig aussichtslos war, aber du dich dann nicht aufgegeben hast?
- 44:04Ja, klar. Wie alle, das Leben ist ein Up and Down. Ich denke, etwas vom Wichtigsten ist zu verstehen, dass du Downs brauchst, dass du Ups überhaupt schätzen willst. Also so versuche ich auch damit umzugehen. Und Tiefpunkte, ja. Wenn ich meine Frau frage, wenn sie das hört, wird sie richtig lachen. Ja, mehr wie genug. Ich würde sagen, etwas Schwierigstes, aber auch das Beste
- 44:32Das ist doch noch oft so. Das war die Einsamkeit. Als ich in den USA war, habe ich angefangen zu arbeiten. Alle waren am Studieren, ich hatte 20 Jahre. Ich hatte auch Freundinnen und so. Und unterwegs. Ich hatte auch meine Freundinnen. Aber ich bin jetzt eine Frau. Aber ich war so viel unterwegs.
- 44:54Und ich bin eben, vielleicht am Anfang, in der Kalifornien, wo alle denken, ich bin die ganze Zeit unterwegs. Und ich war dann in Wisconsin, ich war in Texas, in Louisiana, in Florida, ab und zu, aber vor allem Texas und Louisiana ist das Business dann gross geworden. Oder dann bist du in Nebraska, bist du irgendwo in Raleigh, North Carolina, schläfst auf Stühle, weil es Bettwanzen hat, die die ganze Nacht zerfressen. Und da die Einsamkeit,
- 45:24Untertitelung des ZDF für funk, 2017
- 45:25Das ist wahrscheinlich ein meiner Tiefpunkte, die ich nicht verstanden habe in meinen early 20ern. Wo ich so Mühe hatte und teilweise auch meine Familie so vermisst, meine Freunde so vermisst. Aber einfach das Bauchgefühl hatte, das muss da bleiben. Ich bin dann auch mal nach Hause gekommen, ich war etwa 26 und bin auch mal zum Coach. Aber das war auch ein Psychologe, so ein wenig im Coaching.
- 45:55Ich habe dann eineinhalb Stunden mit ihm gesprochen und er hat gesagt, es gibt ein paar Punkte, die ich rausnehmen möchte. Auf die musst du hören, es ist dein Bauchgefühl, das sind deine Wegfühler nach deinem eigenen Raum. Und eben auch die Einsamkeit, wie ich sie handeln kann, ist mir nicht immer gleich gut. Aber wie hast du dich gehandelt?
- 46:25Sport, aber dort war es noch mehr, wie in Kalifornien musst du fast trainieren. Aber ich habe auch ab und zu gekifft. Weil irgendwie das hat mich geholfen, ein bisschen runterzufahren. Ich war auch in Kalifornien und
- 46:43Ich sage jetzt nicht, ihr macht das, ihr wollt euch eins am Kopf nehmen. Nein, nein, nein. Aber das ist jetzt in Retrospektiv. Ich wünsche mir, ich hätte früher noch jemanden gehabt, einen Coach, der bei meiner Seite gewesen wäre, wo ich Hilfe geben könnte. Klar, ich hatte meinen Vater, ich habe meinen Götti angerufen, er hat immer geschaut bei mir. Aber er hat auch für seine Firma geschaut, so ist es nicht. Wenn er das mal sieht, wird er wahrscheinlich lachen und sagen, ja, beides recht.
- 47:11Aber ab und zu war ich einfach alleine. Und konnte auch nicht am Wochenende. Am Wochenende war ich teilweise platt. Ich hatte dort überhaupt keine Work-Life-Balance. Es gibt ja den westlichen und den östlichen Approach. In der Psychologie oder im Coaching verwenden wir das. Der westliche ist, du hast ein Ziel. Und du nimmst all deine Ressourcen. Und du gibst einfach...
- 47:37Ein Ziel und dort hin willst du. Und die Collateral Damage, da ist deine Familie wenig, da sind deine Freunde wenig. Ich hatte ein Ziel und das war der Erfolg dieser Firma. Grösse, dass ich irgendwann mir das Recht verdient habe zu kommen. Und dort warst du schon mit deiner jetzigen Frau zusammen? Ja.
- 47:58Also auch an dieser Stelle Props an Sie, um mit so einer Persönlichkeit leben und mitmachen zu können, weil das ist nicht selbstverständlich.
- 48:08Ja, sie ohne sie, ich weiss nicht. Sie ist ganz klar, ich sage immer dort, wo wir sind, das hat sie mir gemacht. Sie hat mich gemanagt in dem Sinn, hat mich von Tag 1 auch unterstützt. Und am Anfang, weiss ich noch, Anfangs 20, wenn du ein bisschen cool bist, immer gesagt, meine erste Priorität ist Panolin. Die zweite, Panolin. Die dritte ist Panolin. Die vierte,
- 48:31«Hm, bist denn ich in der Du?» Und sie hat das, glaube ich, einfach als geschwafener Lappen gemacht zum Glück und hat nicht gedacht, okay, der hat einen Schuss, ich bin weg. Und ja, das war wirklich an meiner Seite die ganze Zeit. Sie hat selber auch studiert, sie hat in Santa Monica gewohnt, ich in Santa Barbara oben dann. Ach geil. Irgendwann, wir haben das eigentlich am Wochenende gesehen. Haben wir das in den Staaten kennengelernt? Wir haben das in der Sprachschule kennengelernt. Gut.
- 48:54Ja, ein bisschen holpriger Star war sie. Sie war halt so ein Kind, aber wir waren dann auch mal auseinander. Dann kamen wir wieder zusammen. Part of the game. Genau. Und ich sage auch, wenn du etwas zurückkommst, was du kannst, dann weißt du, okay, that's what I want. Und ja, dann sage ich immer, she's my ride or die. Schön. Mega schön. Und jetzt ist sie aber Vollzeitmama.
- 49:20Ja, sie schaut bei mir auf die Finanzen, sie hat Finanzen studiert. Aber heutzutage hat sie tolle KI-Tools gefunden, die meine ganze Buchhaltung machen. Ich bin gottfroh, dass ich die auch habe. Ich bin gottfroh. Was ich ausgegeben habe für Buchhaltung bei mir? Abartung. Abartung. Und es ist dann nicht so genau. Oder du hast den menschlichen Faktor, wo heißt es einmal Buch ist hier, einmal da. Wo habe ich das letzte Mal gebucht? Ich glaube, da sollte ich schauen.
- 49:50Ich lese das Zeug, ich tue es mit PDF, ich tue es gerne auf PDF und dann... Dann die Bank abgleiche und das Zeug ist gemacht.
- 49:59Ja, sie hat jetzt auch so ein Set. Crazy. Du machst ein Foto, buchst alles durch, musst nur noch in der Bank fragen. Ja, Contero haben wir. Contero. Meins heisst, Shoutout zu Mike Harl. Harl ist ein ehemaliger Vexio-Founder, der jetzt ein paar Jahre etwas Neues gegründet hat. Von Vexio? Ehemaliger Gründer, oder Mitgründer, ja.
- 50:20Ich schaue auch mit Bexio. Hey Bexio, gib mal etwas Sponsoren, was läuft da eigentlich? Ich schaue jedes Mal noch. Wäre super cool. Love it. Bexio und Contero arbeiten immer noch zusammen. Okay. Nein, ich gehöre sogar von Bexio weg, sorry. Kannst du raus schneiden bitte? Nein, nur dieses. Für das Carl-Produkt. Carl, okay cool. Genau, Michael. Ich kenne ihn von Startup Night in Binti. Mega coole Founder. Bist du ab und zu an so Veranstaltungen?
- 50:47Ja, mehr. Ich denke, ich kann noch mehr investieren. Aber momentan, jetzt gehe ich einfach gerne nebenher, um die Technologie zu schauen. Aber ich habe jetzt fast zu viel. Ich kann es fast nicht mehr hören. Es ist so ein bisschen aggressiv, aber vielleicht überfordert es mich auch. Also teilweise bin ich wirklich ein bisschen... Weisst du gerade nicht mehr, wo?
- 51:09Ja, wo? Und ich habe es gerade gestern auch in einem Podcast gehört, eben über 90% von allen KI-Startups, die haben Konkurse gemacht. Was? Ui, wundervoll. 90%? Wie eben das Getting at Scale, oder? Du investierst viel in deine Software.
- 51:29Oder du gehst mit Valuations, in die 2 Millionen annual recurring revenue, bekommst du eine Bewertung von über 1 Milliarde. Die Leute steigen ein, du erhälst mehr Geld, nach ein paar Jahren bist du bei 2 Milliarden, aber dein Revenue kommt nicht wirklich nach. Also da gibt es halt schon massive Unterschiede. Aber das funktioniert wunderbar. Was ist jetzt 8 Millionen im Lager der grösste Fokus?
- 51:58Meine Beziehung, meine Frau, mein Kind. Also das muss ich platzieren. Und danach trainiere ich alles andere. Also ich würde gerne nicht geschifftet. Ja, wie sonst geschafft.
- 52:16eine Woche und dein Kalender ist zugemacht. Und dann noch versuche ich die wichtigsten Sachen, die für mich in meinem Leben nie zu finden sind. Irgendwie die Logik stimmt für mich nicht. Falsche Wege eigentlich. Genau. Das heisst, ich versuche wirklich, klar gibt es Ausnahmen. Es geht auf beide Seiten. Aber ich versuche wirklich das zu priorisieren. Aber ich mache es jetzt. Viele machen den Papi-Tag.
- 52:40Put up, mega cool, kommt vielleicht bei mir auch mal. Aber ich versuche eher, dass ich am Morgen etwas mehr Zeit habe. Dass ich am Morgen mit ihm eine halbe Stunde Traktor und Bagger spiele. Er backt so Walnüsse. Er hat immer einen Nussbagger. Das heisst, ich mache mit ihm Nussbagger am Morgen. Früher. Und dass ich am Abend dann vielleicht genug für zuhause bin, dass er nachsehen, bevor ich spiele. Irgendwie sind das meine heiligen Punkte. Und so viel wie möglich in die Ferien.
- 53:09Oder ein langes Wochenende. Was ist das nächste? Vier Destinations? Ja, wir wollten jetzt auf Abu Dhabi. Denke nicht. Eher weniger. Genau, eher weniger. Mega traurig, was da abgeht. Dort wären wir gewesen. Und wollten eigentlich so ein bisschen ramphaft wandern. Aber wir fanden, hey komm, it's not bullshit. Und jetzt werden wir... Wären wir jetzt gegangen? Ja, wir wären am 28. März bis 10. April. Also wir wären jetzt schon wieder zuhause.
- 53:38Ja, aber da, super, also ja, haben das dann canceln können oder mussten canceln. Und jetzt muss ich es noch nicht ganz sicher machen. Jetzt, als du schon gearbeitet hast, wie hat es mit Öl zu tun? Nein, also ich bin noch involviert mit meinem Netzwerk und es gibt vielleicht hin und da mal einen Call oder ein Beratungsmeeting, wo ich Input gebe.
- 54:01Aber grundsätzlich nicht. Weil jetzt ist auch sehr eine spezielle Zeit für den Markt. Ähm,
- 54:12Glaubst du, wäre das früher, in der Zeit, als du noch CEO warst von Panolin, hätte das einen grossen Impact auf das Tagesgeschäft gehabt? Ja, klar. Aber es hat ganz viel anderes passiert. Wir hatten die Auflösung des Euro-Mindestkurses, der als Schweizer Exporteur natürlich drastische Folgen hatte und Massnahmen gefordert hat.
- 54:40Wir haben den US-Dollar, der uns verreist ist, wir haben unsere Subsidiary in England, die haben wir aufgemacht, ich war verantwortlich, eine Woche vor dem Brexit, die dann angenommen wurde und dann ist der British Pound 38% gesunken. Ja, was hatten wir? Ölpreis durch die Decke, Ölpreis runter, aber das sind so Zyklen.
- 55:06Es ist lustig, dass du vorher, als ich dich gefragt habe, was ist so ein Tiefpunkt, dass du all diese Sachen kein Tiefpunkt bist, sondern der Tiefpunkt war die Einsamkeit. Das ist dein Job. Das musst du dir bewusst sein. Als CEO, egal in welcher Firma, alles, was auf deinem Tisch landet, ist eigentlich...
- 55:29Nicht so hohle Sachen. Um das jetzt vorkassen, freundlich zu nennen. Also du hast die ganze Zeit nur...
- 55:40Probleme auf dem Tisch, und das ist dein Job. Das hat mir Freude gemacht. Also das... Du lösest Probleme mit Menschen. Du lösest Probleme, komplexe Probleme über Empathie, über klare Entscheidungen, klare Ansagen, Führung, eben... Put a frame to it. Okay, wo befinden wir uns? Was sind unsere Probleme? Was sind... Ich sage, da haben wir als Familienunternehmen... Du denkst langfristig. Da sagst du, okay, wir beliefern jetzt die Kunden trotzdem.
- 56:10zum tieferen Preis oder wie auch immer. Und ja, das ist mein Job. Das bin ich bezahlt worden. Und für das bin ich jeden Tag mega gerne aufgestanden. Ich habe das mit Menschen lösen können. Und ja. In unserem Vorgespräch hast du noch etwas angekündigt bezüglich Social Media. Und dass Social Media dir vor allem in deinen Zwanziger nicht sehr gut getan hat. Nein.
- 56:39Was war der Auslöser und wie konntest du das aufarbeiten? Weil jetzt machst du wieder aktiv für Social Media. Jetzt habe ich wieder eine Flaute. Aber das ist halt, dann kommt mein, ich sage immer, Discipline beats Motivation. So ein bisschen... Immer.
- 56:57Also weisst du, Motivation ist so... Kommt und geht. Drei Tage und dann ist es ein schlechter Tag und dann ist es schwierig. Und für das braucht es Struktur. Und ich merke jetzt, dass gewisse Sachen wieder ein bisschen über die Hand genommen werden und automatisch kommt meine Struktur ein und dann heisst es, okay...
- 57:16Ich kümmere mich um das, das und das. Und jetzt sind Social Media wieder ein bisschen weniger geworden. Aber es ist cool angelaufen. Ich bin immer noch ein bisschen nervös. Einmal für das Ganze, weil es braucht schon vieles. Also bist du nervös vor dem Posten? Ja, klar. Wie alle anderen einfach das Denkendal und, und, und, und, und.
- 57:35Ich würde sagen, es gibt ja so ein bisschen, ich weiss nicht, vom Haltungsdruck schon gehört, dass du so ein Wachsneich und in deiner Klarheit bist, in deinem Fokus. Es gibt dann das Kindliche und das Elternreich. Und ich denke, da rutschst du sehr schnell ab. Da bist du so ein bisschen unter dem Wasser.
- 57:51Aber wenn ich in meiner Klarheit bin, ich weiss, für was ich stehe, ich kenne meine Werte, ich bin denen sehr treu. Und heutzutage würde ich sagen, habe ich das, oder? Hat auch seine Zeit gebraucht. Und von Social Media bin ich weg, weil ich gemerkt habe, es verändert mich. Der Algorithmus hat mich im Griff gehabt. Ja klar, ich bin nie ein Rolex-Fan. Ich habe Urheben schon immer geliebt. Ich habe immer meine eigene Story gemacht. Irgendwann habe ich einen Rolex-Feed und heute liebe ich Rolex.
- 58:19Also ich habe es nicht mehr weggebracht. Aber es hat mich wie verändert. Ich finde das so ein cooler Brand heutzutage. Aber früher bin ich nie so irgendwie an dem gewesen. Oder ich hatte immer ein Thema mit dem Körper, mit dem Essen. Und ich hatte immer diese Leute. Und ich bin halb depressiv geworden. Weil du hast all diese Top-Fits gecheckt, Guys. Und dort, ich habe nicht mehr gewusst, dass Testosteron, dass das Zeug kann spritzen. Und das gibt es ja oft. Und das ist auch gut für viele. Und ich möchte das überhaupt nicht. Für mich ist es nichts.
- 58:48Aber ich habe mich dann mit Leuten verglichen, das Konstante verglichen, wo mich irgendwie, ja, man sagt ja irgendwie, Comparison is the thief of joy. Also, du bist irgendwo, du hast Freude und du fährst in deinem Auto, du hast ein cooles neues Auto.
- 59:06Und dann hast du Freude, aber du nimmst nur noch die bessere Autoware, wenn du interessiert bist, sage ich jetzt mal. Aber alles andere nicht. Und das vergleichen, denke ich, selbst das ist gar nicht gut, weil man sollte sich, wenn irgendwie möglich, auf sich selbst konzentrieren. Und ich habe gemerkt, ich habe auch Sachen gepostet,
- 59:24Immer wenn ich am Peak war, Highlife, irgendwie, habe ich etwas konstruiert. Und da habe ich gedacht, mir tut es nicht gut und wahrscheinlich tun meine Posts anderen Menschen auch nicht gut, weil es kann es ja nicht sein. Und heute bin ich zurückgekommen und versuche möglichst authentisch und real einfach meine Tage und wie es läuft. Und das ist eigentlich recht simpel. Und weisst du, wie ich die Kamera aufstelle und das filme, wie du jetzt am Mixen bist, oder? Wie du gerade irgendwie...
- 59:54Egal was du in deinem Alltag machst. Training, Meetings... Am Anfang musst du es einfach machen. Du musst es einfach machen. Und du wirst dann auch etwas schneller. Und eben... Und du musst halt auch Platz geben. Aber ich habe wie...
- 1:00:10Ich hatte das Gefühl, dass man auch in die Zukunft schauen könnte. Ich sage KI wird noch sehr viel verändern. In dieser Welt wird sich der Arbeitsmarkt sehr viel verändern. Mein Ziel ist es, wie gesagt, mit meinem Coaching, Sparring, Business Mentoring etwas zu verändern. Und das ist Personal Brand. Das hängt an mir. Klar, KI, es gibt heute super KI Tools. Und du kannst auch üben, coachen.
- 1:00:36Aber ich glaube, dass man je länger, je mehr auch wieder die menschliche Touch schätzt. Deshalb habe ich versucht, das mal zu tun. Ich muss sagen, 90% sehr positive Rückmeldungen von fremden Leuten, die sagen, das motiviert mich und danke, zeigst mir den Real, wie es ist als Unternehmer.
- 1:01:01Einfach beinhart durch die Knochen arbeiten. Ja, ich mache Arbeit. Jeden Tag. Aber musst auch durchziehen. Ja und weitermachen. Du hast stärker richtig angeschaut. Aber dann musst du halt aufstehen und trotzdem... Machst halt ein wenig weniger. Ja. Das hätte ja auch etwas los auf dein System. Sagen wir, du weisst, der 5am Club.
- 1:01:17Jeden Morgen um 5 Uhr ausstehen. Aber es gibt einfach Menschen, die sind von ihrem... Naturell, ja. Ja, von ihrem Naturell. Die sind eher Nachtmenschen und dafür nicht so am Morgen. Hey, schau, ich habe am Abend, wenn es 8 Uhr ist und ich bin zu Hause und ich sehe meinen Sofa, ich schlafe schon. Ja. Ich bin dafür um 5 Uhr, bin ich hellwach. Ja. Und teilweise, wenn ich schon um 4.50 Uhr erwache, sind die Türen, es ist 4.50 Uhr, dann denke ich so, mein Gott, muss ich noch 10 Minuten warten. Ja.
- 1:01:46Am Morgen... Mich kannst du nicht im Bett halten. Ich muss aufstehen und ich muss gehen. Wofür am Abend? Nieten. Irgendwelche Events am Abend. Aber auch anders, oder? Anders. Also eben, ist ja... Anders. Dein Style. Irgendwelche Sachen am Abend. Calls, Meetings, was auch immer. Aperos. Pah.
- 1:02:05«Hey, lass mich an einem Nachmittag ein.» «Am Abend.» «Also Keynote-Speaker am Abend, lieber am Morgen.» «Da musst du lang schlafen haben.» «Am Morgen ist top.» «Ja, eben, aber ich finde da... Und ich bin da oft, da habe ich da Menschen nachgefeuert, die mir etwas vorgelebt haben. Oder ich habe einen Chef gerade gesagt, ich versuche 42 Bücher im Jahr zu lesen. Und ich dachte, Moment...
- 1:02:33Und da kann ich gleich versuchen zu lesen. Wieder der Vergleich, ja. Aber es hat dann wie eine Balance gebraucht. Und ich glaube, wenn du nicht gerne liest und dann fängst an mit so einem Knochenbrecher, theoretischen, economical Buch, dann, ja, was sind die Chancen, das durchzuziehen? Nicht, dass du es dir überhaupt merken kannst.
- 1:02:54Ja, eben, dass du nicht irgendwo komplett, vor allem auch heutzutage, wenn du nach Instagram gewohnt bist, etc. Oder du sie aufmerksamkeitsspannen. Oder du sie aufmerksamkeitsspannen, ja, 0,30. Und dann so etwas lesen, aber es gibt ja auch andere Möglichkeiten. Also weisst du, einen leisen Roman, also irgendwie einen Action-Thriller, der nicht so tief, weisst ich was, explodiert, das ist lustig, es gibt Schlegereien, oder weisst du, also...
- 1:03:20Ja, ich schaue gerne Actionfilme. Und dann habe ich das angefangen zu lesen. Und dann habe ich gemerkt, dass ich das gerne lese. Und so, und dann nehme ich vielleicht mal zwischen den zwei 20 Seiten von einem anderen Buch. Abwechslung hast du? Ja, genau. Gibt es etwas, das dich richtig triggert? Ja. Hm. Ähm. So... Ja, Faulheit.
- 1:03:46Oder wenn man... Ich fuhre, das ist das falsche Wort. Sondern wenn man wie seine Anteile nicht sieht. Man mag es überhaupt nicht. Man sagt, ja, der, der, der. Immer auf andere zeigen und nie auf sich selbst. Und ich spüre es relativ schnell. Woher kommt das? Und die sind schnell weg.
- 1:04:07Ich glaube, weil ich immer das Problem bei mir selbst suche. Also ist sicher etwas, von mir auf andere reflektiere, weil es ist mir einfach so wichtig, dass ich mich selbst in Verantwortung nehme. Da hat mir ein Mentor von mir immer gesagt, was ist dein Anteil? Was ist dein Anteil? Bei jedem Problem, bei jedem Gespräch, egal was nicht funktioniert, du hast einen Anteil. Egal wie gross oder wie klein das ist, aber du hast einen. Und dort musst du anfangen. Wann hast du deinen ersten Mentor gehabt?
- 1:04:39Also ich würde sagen, ich habe aufgewachsen und habe mir meinen Vater so zugeschaut, wie er unterwegs ist. Aber dann Vater und Sohn könnten teilweise schwierig sein mit Füssen, Arten und Wissen. Wir sind recht verschieden. Er ist wahnsinnig technisch und richtig brillant in Sachen und ich bin mehr mit den Menschen, Management, Struktur, wo er vielleicht eher mal aus der Hüfte geschossen hat. Da habe ich zuerst gesagt, wie wollen wir das machen? Welche Vertical? Struktogramm sagt dir etwas? Nein.
- 1:05:07mit diesen Farben lernen. Die Menschen sind sehr blau, rot, grün. Wahrscheinlich ist er sehr blau. Strukturiert, sehr zahlenfokussiert. Du bist vielleicht mehr Sales. Ja, ich...
- 1:05:21Ich habe das Gefühl, die Tools sind cool. Ich habe das Gefühl, es kommt darauf an. Ich bin z.B. sehr zahlenfokussiert. Das ist mir sehr wichtig, um ein Verständnis für den Frame zu bekommen. Wo bewegen wir uns? Was haben wir für Zahlen? Wo haben wir Cash-Train? Ich finde, das musst du verstehen und lesen können. Aber gib mir ein Excel. Ein CFO schickt mir ein Excel. Tim, ich habe dir kurz aufgegeben, schau dir das an.
- 1:05:48Geht nicht. 15 Minuten Call, hast du mir schnell «Führ mich durch». Dann bin ich schnell. Aber wenn ich mich selber im Nähe sehe, verliere ich mich und die Chancen sind, ich gehe Kaffee trinken, ich mache irgendetwas. Nur da, wenn... Ich muss meine Schuhe putzen, ich mache irgendetwas, aber dass ich alleine durchkämpfe,
- 1:06:07Ja, eher weniger. Spannend, mega spannend. Wir sind schon über eine Stunde dran. Ich bin einfach geflogen. Und ich habe so viele tolle Sachen schon von dir erfahren dürfen. Ich finde es mega, mega spannend, dass du dir alles erzählt hast, was du alles erlebt hast. Was du für Entscheidungen schon hast müssen verleihen in deinem Leben, die nicht einfach sind, aber die haben dich zu dem gemacht, wo du heute bist und wo du raus tragen darfst und andere Leute mitnehmen darfst auf deiner Reise.
- 1:06:36Und um vor allem auch bei sich selbst wachsen zu können. Und ich glaube, heute bist du wirklich der Mentor, den du damals als 18-19-Jähriger vielleicht gebraucht hättest, um noch besser Sachen verstehen zu können. Ja, danach in den Zwanzigern. Irgendwo dort, dass ich jemanden... Also ich habe dann, als ich nach Hause kam, 2018, dort habe ich einen Coach. Den habe ich auch regelmässig gesehen. Heutzutage sind die Abstände viel grösser.
- 1:07:02Ich glaube, unser Verhältnis hat sich verändert. Aber ich hole mir definitiv Folterhilfe. Ich wäre erwartet, dass du alles kannst. Teilweise bist du gut im Tipps geben für andere.
- 1:07:16Oder du siehst etwas, analysierst es, aber mit dir selbst, du gehst trotzdem zu deinen Themen. Und es gibt so ein riesiges Angebot von tollen Menschen, die auch mega viel erlebt haben und die vielleicht auch anders sehen, die dich kritisch hinterfragen. Blindspots. Und von dem her bin ich ein riesen Fan davon.
- 1:07:34«Ja, hol dir Hilfe, nimm jemanden mit.» «Träg.» «Träg.» «Stell Fragen, wenn du etwas nicht verstehst.» Das habe ich früher auch zu wenig gemacht. Ich dachte immer, ich müsste alles verstehen. Ich war irgendwo in Texas und die Ingenieure haben kein Wort verstanden. Ich habe nur irgendwann gehört «hoche Temperatur und viel Druck». Dann wusste ich, da kann ich meinen Sales-Pitch draussen reiten. Aber ich bin oft daraus gelaufen und habe die Maschine nicht wirklich verstanden.
- 1:07:58Was ich schade finde. Wenn ich heutzutage einen anderen Menschen wäre und würde sagen, «Hey, das habe ich nicht.» Dann wäre ich vielleicht etwas besser vorbereitet. Wir haben einen sehr ähnlichen Jahrgang. Du bist nicht 80, ich bin 90. Und wir sind jetzt beide in der Zeit, in der wir viel mit der Gen Z konfrontiert sind. Und auch, wenn ich blicke, drei, vier.
- 1:08:27Sie sind von der Gen-C. Was sagst du zu der Gen-C? Ich finde, in letzter Zeit ist sehr viel, das soll ich generalisieren. Mein Gott, es gibt alles in dieser Gen-C. Was ich gemerkt habe, oder teilweise Vorstellungsgespräche, die ich noch hatte,
- 1:08:49dass sie eine sehr klare Werbhaltung haben. Also das versteht, mir ist Work-Life-Balance wichtig, ich möchte viel Freizeit und und und. Aber was mir teilweise gefehlt hat, ist so ein bisschen auch die Geduld, die Patience, dass Sachen nicht räumen gehen. Good things take time.
- 1:09:14Also wenn du irgendwie weiterkommen willst in einem Job, dann ja, ich habe ein Gespräch gemacht nach drei Monaten. Ja, also ich würde jetzt gerne, ich bin eigentlich bereit für den nächsten Schritt. Ich habe mir gefunden, also wir haben eigentlich jetzt knapp einmal so die Basics und du wirst dich noch nicht wirklich beweisen. Aber sonst, ich finde, man kann es überhaupt nicht generalisieren. Ich meine, es gibt ultra erfolgreiche Gen-C, sind es Content Creators, sind es Marketingagenturen, mega dynamisch.
- 1:09:45Ja. Du hast gesagt, du läufst nicht gerne Podcasts?
- 1:09:49Was ist dein Lieblings-Podcast aktuell? Aktuell? Also... Ich muss jetzt natürlich sagen, dass es Tim... Nein, ja nicht. Nein, nein, nein. Das ist nicht möglich. Das wäre nicht ganz ehrlich, weil ich habe viel reingesprochen. Ähm... Ich bin da so ein Typ, ich hole mir sehr genau, was ich brauche oder was mich mega spezifisch interessiert. Und... Für mich ist jetzt Joe... Also der Gast war bei «Diary of a CEO», haben wir vorhin gesagt, Tim Warlett.
- 1:10:18Joe Navarro. Joe Navarro ist FBI-Analyst. Mit dem «Hey, ich habe Bücher bestellt» Ich habe dich so gelassen, ich habe dich beschlungen. Und auch, wenn du ihm zuschaust, wie er redet, wie er hingeht. Er ist so, so...
- 1:10:37So eine schöne Story. Und dann auch wieder das Lesen aufkommen. Also weisst du... Und dann war es etwas über den Schlaf. Ich finde, Schlaf ist immer das Performance-Tool. Also wenn jemand sagt, du musst um 5 Uhr aufstehen, aber du bist ein Eulen, ein Nacht-Eulen, der bis um 12 Uhr wach ist, dann stehst du um 5 Uhr auf. Ich glaube einfach nicht, dass du... Vielleicht in den Zwanziger geht das, aber ich weiss nicht, wie es dir geht.
- 1:11:00Aber wir brauchen unsere 7-8 Stunden wirklich, um zu performen. Vor allem, wenn du trainierst. Das ist mir auch ganz wichtig. Und ja, den finde ich Hammer. Und sonst finde ich nicht so versichert. Und auch so viele Folgen. Ich bin jetzt dort am durchzuschauen. Die ähnliche Folge. Ja, also der macht das auch richtig gut. Wieso hättest du eine Empfehlung für mich?
- 1:11:25Boah, es gibt so viele Podcasts. Achso, sorry, gut. Also ich habe... Ich glaube, wir haben einen ähnlichen Geschmack. Ja, ich muss eben sagen, ich schaue gerade einen Podcast. Kennst du den «Hopf und Kettner» von Philipp Hopf und Dominik Kettner? Ah, sind das die zwei irgendwie mit «Bitpanda» oder «Hönt»?
- 1:11:43Ja, Philipp Hopp ist einer der Mitgründer der HKCM Deutschland. Früher heissen die «Hoss und Hopp», der Podcast «Hoss und Hopp». Sie sind jetzt getrennt. Jetzt gibt es den Hopp von Kettner. Da gibt es mega Ähnlichkeiten mit Kettner. Er kommt auch voll aus dem Öl-Business. Mega spannend. Sie nehmen aktuelle Themen auseinander, was auf der Weltwirtschaft passiert, Krieg.
- 1:12:10abkommen, die passiert sind, gleichzeitig anschlägt. Also sie sind so News runtergebrochen auf das kleinste Detail. Pop. Also dort holst du richtig crazy News. Sonst eher, wenn es so darum geht, Verbesserung, Weiterentwicklung von dir selber, finde ich Diary of a CEO. Pop. Er hat einfach sehr, sehr gute Gäste und ich liebe seine Fragestellungen, wie er es macht, seine Struktur, wie er es macht. Das ist
- 1:12:39Das ist eigentlich eine Fernsehproduktion, was er hat. Crazy. Hätte ich auch, oder? Ja. Das war ein Prozess. Wie immer. Ein Prozess. Würde ich auch sagen. Hey, wir sind noch nicht ganz fertig. Ich habe noch eine Schnellfeuerrunde für dich. Hit me.
- 1:13:04Ich lasse es gehen. Also, mein lieber Tim. Bist du ready für die Schallführ-Runde? Sehr gut. Kaffee oder Espresso? Espresso. Du hast 24 Stunden komplett frei. Was machst du? So wenig wie möglich. So wenig wie möglich. Familie, Freunde. Reisest du immer noch so viel? Nein.
- 1:13:34Diese Woche jetzt, nächste Woche, aber sonst eigentlich nicht. Okay. Welches Buch hat dich als Führungsperson am meisten geprägt? Ja, wahrscheinlich eben das von Joan Navarro, das ich zuerst gelesen habe. Und sonst, wie heisst er? «The New Map». Bis dahin ging es auch um geopolitische Spannungen, etc. Könnt ihr auch hier... «The New Map» fangen wir an. «The New Map», ja. Und dann gibt es noch eines über... Ja, so... Öl...
- 1:14:05Okay. Der grösste Fehler, den Führungskräfte heute machen? Nicht führen. Nicht führen. Die nehmen sich keine Zeit. Die nehmen sich keine Zeit. Die nehmen sich keine Zeit. Amsterdorf hat doppelte Buchungen in ihren Kalendern und, und, und. Führung braucht sie. Schön, ja. Erlan Musk, Genie oder Wahnsinn? Mix. Mix. Ja. Ich bin Genie, aber...
- 1:14:34Das ist doch crazy. Ich finde es schade, dass es Politik ist. Ich glaube, das taintet seine Legacy. Das hätte ich zum Engineering zurück. Ich habe nämlich das Gefühl, dass alles, eben weil er so ein Genie ist, dass alles durchdacht ist. Ja. Ich gehe einfach gerne gegen das Narrativ. Okay. Ich bin einfach so, das Narrativ geht da durch, ich denke lieber auf diese Seite.
- 1:14:59Also bei ihm ist das so? Nein, das mache ich einfach sehr gerne. Wenn alle sagen, er ist das Problem, das ist das, das ist passiert, und wir als Politiker und Hochheber, dann kontrolliere ich gerne schon gegenrichtig. Also eben, ich meine, schau, was er schafft. Eben. Also ich meine, er ist nicht dort, wo er ist, ein Hankenraum, er ist wahrscheinlich der Einzige,
- 1:15:25Leader, der konstant over-promise, under-deliver und er delivert einfach später. Aber ich meine, die ersten paar Jahre von Tesla hat er nicht einmal seine Zahlen gemacht. Nicht einmal Quartalszahlen, aber trotzdem haben die Leute gejubelt und gebannt und gemacht. Und ich glaube, er ist schon einfach ein paar Schritte daraus. Ich glaube, Teslas werden irgendwann wie eine Flotte von autonomen Taxis oder autonomen Autos und wird dann dort auch den Markt regieren. Was ist mit Tesla?
- 1:15:55Würdest du einen Tesla fahren? Nein. Bist du gerne noch eine richtige Motorradfahrt? Gerne noch Motoren, ja. Was fährst du als Auto? Einen Range Rover. Oh, schön. Ford? Nein. Nein, der grosse. Noch einer? Ja. Ah, der... Der Vogue. Aber jetzt haben sie glaube ich einfach einen Range Rover. Eine grosse Fahrt. Irgendwie gerne. Von Amerika schon. Ja, ja, ja. Eine grosse Fahrt. Da musst du einfach probieren können. Echt?
- 1:16:25Welche Stadt hat dich in internationalen Stationen am meisten überrascht?
- 1:16:30Tokio. Und was war es? Wow. Wow. Mindblowing. Einfach so sauber, so klar, so clean. Das Essen ist fantastisch. Die Organisation. Ich liebe Rooftop Bars. Auch bei dir, Robert, vorhin. Wow, hast du gesagt. Und in Tokio hat einfach jedes Hochhaus eine wunderschöne Bar. Es hat immer Platz. Willkommen überall. Love it. Kulinarisch. Was hast du da für Präferenzen?
- 1:17:01Ganz einfach am liebsten. Schon? Ja, nicht so fancy fancy. Eine Tuschikimiki? Nein, nicht so gerne. Lieber Schnitzel und Pommes. Ja, genau. Was ist deinen Augen schwieriger? Ein Sontrainer aufzubauen oder loslassen? Boah, mega individuell. Für mich persönlich... Loslassen.
- 1:17:33Und der Aufbau ist auch ein Nachgebiet. Egal was ich gemacht habe mit meinem Coaching, das ist trotzdem ein Nachgebiet. Da musste ich schauen. Ja. Was machst du, wenn du mal einen schlechten Tag hast?
- 1:17:49Ich reduziere alles. Ich merke, ich bin schwach auf Ressourcen. Ich umterminiere komplexere Themen auf den nächsten Tag. Konsequent, aber ich stelle sicher, dass ich trotzdem drei Erfolgserlebnisse habe. Zu drei Sachen zwinge ich mich. Wenn ich noch ein E-Mail habe, möchte ich noch etwas koordinieren. Aber ich reduziere massiv und ich schaue, dass ich garantiert bei mir bin. Ausgleich.
- 1:18:18Unglaublich. Was für Sport? Krafttraining. Ab und zu ins Kickboxen. Aber nur Personal Lessons, weil ich glaube, sonst wäre ich zu wenig fit. Ich habe gerade in der Nähe einen, wo ich wohne. Das ist einfach nur, um den Puls zu kliven. Aber sonst Krafttraining. Okay, cool. Was würde dein 25-jähriges Ich über dich heute sagen?
- 1:18:48Well done, man. Ja. Nicely done. Schön. Schön. Sehr geil. Ich bin stolz drauf. Ja, ich habe mega coole, intensive Entwicklungen. Ich fühle mich richtig wohl. Sehr schön. Ich habe noch zwei Fragen. Die entscheiden, ob wir jetzt noch schnell weitermachen oder ob es einen Hardcut gibt. Okay. Ananas auf der Pizza. Okay.
- 1:19:14Wir können also gerne weitermachen. Du bist das dumme, das Ja sagt. Also ich finde es nicht schlecht. Es kürzt sich einfach nicht. Ich nehme einfach am liebsten Marguerite. Achso. Eine gute Marguerite.
- 1:19:29Hast du gerne eine napoletanische Pizza, die dick ist, oder eine flache, die typische? Ich kann mit beidem arbeiten. Alles. Halt sie rein. Ich liebe Pizza. Ich liebe Pizza ganz selten. Isst du selten Pizza? Ja, aber mein Stoffwechsel, der verzeiht mir nicht sehr viel. Aber wenn, dann liebe ich gute Margarita. Schön. Ich bekomme meistens von der Frau noch etwas. Das ist gut. Dann zu der letzten Frage.
- 1:20:00Der Podcast heisst Momentum. Was heisst Momentum für dich? Ich sage in anderen Worten, wenn die Welle bricht, im Momentum musst du dich erarbeiten. Und das sind die kleinen Sachen. Du baust es auf, du baust es auf, du baust es auf. Irgendwann bricht die Welle. Und dann hast du das Momentum, das kommt nicht von heute auf morgen. Du baust dir das auf und dann, ja, du bist mit der Welle. Du bist in deinem Momentum.
- 1:20:29Ich würde sagen, jeden Tag ein bisschen mehr. Jeden Tag ein bisschen mehr. Schön. Ich habe noch grosse Ziele. Und auf die würde ich zuschaffen. Ja. Und ich geniesse den Weg. Weil der Erfolg ist keine Destination. Jetzt habe ich es, jetzt ist es fertig. Sondern den Weg. Jeden Tag. Jedes Problem. Das muss eine Freude machen. Was kann man von dir noch erwarten? Frage.
- 1:21:00Ich denke, ja, ich könnte sicher daran bleiben. Schön. Sehr schön. Mein lieber Tim. Deine Kamera. Wenn du etwas mitgeben möchtest für Zuschauer, Zuhörer von diesem Podcast, für deine Community, für meine Community, für Leute, die sagen, hey, ich habe zwar coole Ideen, ich weiss aber nicht, wie ich in die Umsetzung gehe, ich weiss nicht, was ich mache, ich fühle mich ein bisschen verloren im Leben. Wenn du jetzt noch einfach kannst, eine Mitteilung rausgeben, ist jetzt die Zeit.
- 1:21:30Okay. Selbstverständlich habe ich so ein Thema mit «Okay, who are you?», um etwas weiterzugeben. Aber für mich, ich würde sagen, eine grosse Vision hast du wunderbar, es ist gut, aber es dreht sich runter. Es sind diese kleinen Steps. Es sind jeden Tag, an dem du aufstehst, jeden Tag, an dem du etwas ablieferst, an dem du etwas machst. Es geht genau um diese kleinen Momente, die dann schlussendlich
- 1:21:57für eine grosse Vision führen. Und freu dich daran, wenn du ein Problem hast, löse es. Es gibt Lösungen und es sind genau die, die Freude finden am Problem zu lösen, denke ich, die es sehr weit bringen werden. Und definiere Erfolg für dich selbst. Wie sonst macht es die Welt für dich und die Chancen, dass du dann unglücklich irgendwo bist, sind sehr hoch.
- 1:22:24Wunderschön gesagt. Ich danke dir für die abschliessenden Worte. An dieser Stelle möchte ich mich bei dir ganz, ganz, ganz herzlich bedanken, dass du dir die Zeit genommen hast. Ich glaube, heute bist du ein bisschen überrumpelt worden, weil ich bin nicht ganz sicher, ob du gedacht hast, ob es heute einen Podcast gibt oder ob es heute einfach ein Vorgespräch wird. Habe ich nicht gedacht. Du hast das heute für ihn gemacht, wir gehen runter, gehen hoch. So ganz klar, ich nehme Wasser mit, wir gehen jetzt. Habe ich nicht gewusst, aber ich glaube, es hat gepasst.
- 1:22:54Mega, ja. Danke vielmals für das, was du machst mit diesem Podcast, dass du die Leute interviewst und so. Du hast mir gesagt, du hast Freude an Menschen, von allen etwas zu lernen. Unbedingt, ja. Richtig toll. Danke, dass ich diese Plattform jetzt bekommen habe, um etwas von meinem Weg zu teilen. Ich denke, die ganze Community kann nur profitieren von deiner Story, kann nur profitieren von deinem Weg, von deinem Denken, von dem, was du gemacht hast und von dem, was du noch machen wirst, weil
- 1:23:22Das ist nicht selbstverständlich, einfach und alltäglich. Sondern ich glaube, ich habe einen Diamant vor mir, der Sachen packen kann, Steine packen kann und anfangen zu schleifen. Und Schleife ist die harte Arbeit. Schleife ist das, was hart ist. Schleife ist das, was weh tut, was Verletzungen gibt. Und bis der Diamant dann wirklich ein Diamant wird und kann strahlen mit dem richtigen Schleif, ich glaube, das ist das, was du...
- 1:23:48mit deinem Leben und das Tag der dich eigentlich machst. Von dem her, danke viel, vielmals für alles das. Es ist wirklich eine grosse Ehre für das, dass du das jetzt bist. Merci vielmals. Danke dir. Und an dieser Stelle auch danke dir, dass du wieder zurückgeholt hast bei Momentum. Dein Podcast, der inspirierende Menschen, inspirierende Geschichten erzählt. Viel mit dem Tim, der aus einem
- 1:24:08riesige Familiengeschäft bekommt, das es schon über 70 Jahre gab und dort nachher das Exit geschafft hat. Heute ein Unternehmer mit passionischen anderen Leuten auf diesem Weg mitnehmen und coachen, schulen, weiterbringen. Das war mir eine riesen Ehre. Wenn dir der Podcast gefallen hat, dann, ich erzähle dir, wie das hier unten läuft. Hier unten hat es einen Knopf, der heisst abonnieren. Wenn du dort drückst, verpasst du nichts mehr, was
- 1:24:31auf diesem Kanal passiert. Wenn es dir sehr, sehr gefallen hat, dann drück doch den Like-Button oder kommentiere doch noch. Würde mich auf jeden Fall sehr, sehr freuen. An dieser Stelle danke vielmals, alles Gute und bis zum nächsten Mal. It's a wrap. Das hast du auch nicht das erste Mal gemacht. So smooth.