Latest / Die Lage international mit Christian Mölling / Offensive im Donbass: "Die Ukrainer versuchen, Boden gut zu machen"
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- 0:06Es ist Donnerstag, der 1. Oktober. Herzlich willkommen zum Stern-Podcast Die
- 0:11Lage International mit Christian Mölling, Senior Advisor beim Brüsseler Think
- 0:16Tank European Policy Center.
- 0:18Guten Morgen, Herr Mölling. Hallo, guten Morgen, Herr Gattmann.
- 0:20Mein Name ist Moritz Gattmann. Ich bin Auslandsreporter für den Stern mit Schwerpunkt aus Europa.
- 0:26Herr Mölling, Russland hat vor wenigen Tagen eine schriftliche Warnung an die NATO geschickt.
- 0:32Darin steht, sollten die NATO-Staaten versuchen, die russische Exklave Kaliningrad
- 0:37zu isolieren, also das frühere Königsberg, wird Russland, Zitat,
- 0:42das gesamte ihm zur Verfügung stehende Arsenal an Streitkräften und Fähigkeiten,
- 0:47einschließlich Atomwaffen, Zitat Ende, nutzen, um sich dagegen zu wehren.
- 0:52Ist das nur Säbelrasseln oder spitzt sich die Lage um Kaliningrad tatsächlich
- 0:57zu? Also ich weiß nicht, was Säbelrasseln ist.
- 1:00Wenn es darum geht, anderen zu signalisieren, was die möglichen Konsequenzen
- 1:03seines Handelns sind, dann ist das ja quasi normal. Das macht man ja.
- 1:06Man will ja eigentlich verhindern, dass man in den Krieg geht.
- 1:08Das gilt für die Russen genauso wie für die NATO-Seite.
- 1:13Zumindest wenn es um Krieg miteinander geht. Bei der Ukraine hat Russland sich
- 1:17ja offensichtlich entschieden, das anders zu machen.
- 1:20Aber ich würde es eigentlich eher als eine Art von, wie soll ich sagen,
- 1:25Ablenkungsmanöver sehen oder den Versuch,
- 1:30einen Punkt in die öffentliche Diskussion bei uns im Westen,
- 1:33auch in Deutschland zu stellen, der sich so zurzeit eigentlich gar nicht stellt.
- 1:37Also zumindest nicht, es gibt keine Offensivpläne gegen Kaliningrad,
- 1:43wo die NATO jetzt sozusagen einen Krieg anfängt.
- 1:46Was richtig ist, ist, dass die NATO im Falle eines russischen Angriffs.
- 1:52Versuchen wird, Kaliningrad relativ schnell auszuschalten, weil Kaliningrad
- 1:56quasi eine Art unsinkbarer Flugzeugträger mitten im NATO-Gebiet ist und Russland
- 2:01natürlich dadurch erstmal einen Vorteil hat mit dem, was es dort stationiert hat.
- 2:06Und das dementsprechend, dass man diese vorgehobene Position,
- 2:09die einfach deutlich auch mehr Reichweite dann bringt, dass man versuchen wird, die auszuschalten.
- 2:14Hintergrund scheint ja auch eine Website zu sein, die den Namen deterrence.online
- 2:20trägt, also abschreckung.online, die ging Ende September online und,
- 2:26Das ist so sehr schwer einzuordnen, da steht kein richtiges Impressum und so,
- 2:31aber da werden verschiedene Szenarien von NATO-Vorstößen nach Russland durchgespielt,
- 2:35eben auch rund um Kaliningrad.
- 2:39Was ist das? Ist das psychologische Kriegsführung und von wem?
- 2:43Genau, also bei der Website wissen wir überhaupt nicht, wer dahinter steckt.
- 2:48Das legt natürlich schon mal eine Richtung von Verdacht nahe,
- 2:52dass es genau darum geht, so einen Stepping Stone zu haben.
- 2:55Russland erzeugt sozusagen selber Öffentlichkeit, indem man eine Website macht,
- 3:01die sich so den Anschein eines Thinktanks gibt und dann reagiert man darauf.
- 3:05Das Interessante ist ja, dass wenn es denn dann sozusagen so einen Kausalzusammenhang
- 3:09gibt, und der wird zurzeit so kolportiert, dass es darum geht,
- 3:14dass Russland hier tatsächlich eine offizielle Reaktion auf quasi ein inoffizielles Paper macht.
- 3:19Das ist natürlich irgendwie beeindruckend.
- 3:22Es scheint aber einfach ein Vorwand gewesen zu sein, den man sich hier geschaffen
- 3:26hat. Das ist zumindest eine Erklärung für diese Website. Und es war dann ja
- 3:30erfolgreich, weil wir beide sprechen ja jetzt auch schon drüber.
- 3:34Worüber wir auch sehr viel sprechen hier in Deutschland seit Ende letzter Woche,
- 3:38ist das Treffen der Außenminister Sergej Lavrov und Johann Wadefuhl in New York.
- 3:4515 Minuten hat das nur gedauert, aber es war eben doch ein besonderer Moment,
- 3:51weil es das erste hochrangige deutsch-russische Treffen überhaupt seit dem Beginn
- 3:55des russischen Großangriffs auf die Ukraine war.
- 3:59Wadephul wird seitdem von verschiedenen Seiten attackiert. Die einen sagen,
- 4:04das bringt doch eh nichts, die Russen wollen doch nicht verhandeln.
- 4:06Und die andere Seite schimpft, Wadephul hätte eben mehr tun müssen,
- 4:10als einfach nur einen vorgefertigten Text dort abzulesen.
- 4:13Wer hat recht? Naja, also es gibt ja sozusagen das allgemeinige Rede,
- 4:18es gäbe zu wenig Diplomatie.
- 4:20Ich glaube, die Frage ist immer, was stellt man sich denn da eigentlich vor? Und dass man.
- 4:25Ich glaube, vielleicht muss man es andersrum machen. Das ist noch gar keine Diplomatie.
- 4:29Ein Treffen ist ja noch keine Diplomatie. Diplomatie ist ja ein Prozess.
- 4:32Und was wir ständig haben, sind so One-Offs,
- 4:35die dann aber vor allen Dingen genutzt werden von beiden Seiten,
- 4:39um sich in die Öffentlichkeit zu stellen und diesen One-Off zu interpretieren.
- 4:44Also richtig ernsthaft kann man das zum jetzigen Zeitpunkt nicht nennen.
- 4:47Das, was Wadufu vorgetragen hat, trägt er ja nicht für Deutschland vor,
- 4:51sondern er hat sich ja offensichtlich abgestimmt mit anderen Staaten innerhalb
- 4:57der NATO, innerhalb Europas und mit der Ukraine.
- 4:59Das ist auch notwendig, denn die größte Sorge der Ukraine muss sein und auch
- 5:04anderer europäischer NATO-Staaten, dass Deutschland jetzt auf einmal anfängt, eine eigene
- 5:08Verhandlung mit den Russen zu führen über die Ukraine und über NATO-Europa,
- 5:13ohne dass die anderen mit am Tisch sitzen.
- 5:15Das ist die eine Seite. Deswegen verhandelt Wadephul da quasi nicht mit voller
- 5:20Souveränität für Europa.
- 5:23Und auf der anderen Seite ist es halt so gedeutet worden,
- 5:27Muss man sagen, wahrscheinlich wie erwartet, nämlich dass Lavrov sich danach
- 5:32hingestellt hat und sich beschwert hat darüber, dass die Deutschen erstmal die
- 5:37Positionen sozusagen klar gemacht hätten, dann hätte man das Treffen nicht gebraucht.
- 5:41Nee, hätte man wahrscheinlich auch nicht, denn auch auf der russischen Seite
- 5:44hat sich an den Grundpositionen eigentlich nichts geändert.
- 5:48Und wenn man jetzt mal zurückguckt, die letzten Jahre, dann gibt es immer wieder,
- 5:53diesen Hoffnungsschimmer in der europäischen, vor allem auch in der deutschen Öffentlichkeit.
- 5:58Dass über solches Reden irgendwas erreicht würde.
- 6:03Und ich glaube, der Punkt ist, hier wird dann mehr übereinander geredet danach,
- 6:07als miteinander tatsächlich geredet.
- 6:10Und der dritte Punkt in dem Zusammenhang ist, Diplomatie, und das haben,
- 6:14glaube ich, ganz viele vergessen, scheitert.
- 6:16Ich weiß nicht, ob in den meisten Fällen, aber in ganz, ganz vielen Fällen.
- 6:19Also die Idee, man könne seine Interessen durchsetzen in einem solchen Gespräch
- 6:24oder in einem solchen Gesprächsfaden.
- 6:27Da gibt es leider viele Beispiele, wo man sagen muss, naja, das ist halt lange
- 6:30erstmal gescheitert oder kommt erstmal nichts raus.
- 6:34Manche sagen ja auch, dass das eigentlich der Start der lange erwarteten europäischen
- 6:40diplomatischen Offensive ist, weil wir erinnern uns,
- 6:43Jared Kushner und Steve Whitcoff probieren da seit wie vielen Jahren?
- 6:48Inzwischen seit anderthalb Jahren oder länger.
- 6:51Zählt schon Jahre, genau. Ja, irgendwas hinzubekommen, aber es geht überhaupt nicht voran.
- 6:55Und natürlich, weil Europa über die letzten Jahre auch immer stärker geworden
- 7:00ist, was die Unterstützung der Ukraine betrifft, also das Gewicht ist viel größer,
- 7:05kommt ja auch immer wieder die Forderung auf, dass die Europäer selber mal tätig
- 7:09werden sollten und nicht darauf warten, dass die Amerikaner das für sie regeln.
- 7:13Sehen Sie das, dass das der Anfang von so einer diplomatischen Offensive der Europäer sein könnte?
- 7:19Nee, das sehe ich nicht. Also der Begriff der Offensive ist schon ganz süß in dem Zusammenhang.
- 7:24Alle scheitern doch in dem gleichen Zustand. Nämlich, dass die andere Seite
- 7:30quasi die Türen zugemacht hat und verrammelt hat und da nichts weitergeht.
- 7:34Da können Sie die 100 zu 101. Offensive machen.
- 7:38Wenn auf der anderen Seite nichts
- 7:39passiert, dann verpufft diese sogenannte Offensive ja im Grunde genommen.
- 7:44Wenn man es umgekehrt dreht, ist ja offensichtlich die These,
- 7:47je öfter, also wirklich quantitativ, man anklopft, irgendwann macht der andere schon auf.
- 7:54Ich finde das schon in gewisser Art und Weise ignorant. Ich weiß,
- 7:57es ist nicht gemeint, es ist Hilflosigkeit, aber es ist eine gewisse Form von Ignoranz.
- 8:02Gegenüber den ja zahllos erklärten russischen Grundpositionen und Zielen,
- 8:09die sie in diesem Konflikt verfolgen. Und diese Ziele sind nicht erreicht.
- 8:13Putin geht es damit überhaupt nicht gut. Also der hat tierisch Ärger am Hals,
- 8:19weil er dafür eine ganze Gesellschaft und auch eine ganze Wirtschaft gerade gegen die Wand fährt.
- 8:25Warum soll sich da bei ihm irgendwas jetzt verbessert haben?
- 8:28Und er braucht ja bloß die Türen aufmachen.
- 8:32Und rauskommen oder Leute reinlassen, also sozusagen den Raum,
- 8:36den Gesprächsraum erstmal eröffnen, dann würde sich sicherlich irgendwas ergeben können.
- 8:42Aber zum jetzigen Zeitpunkt ist das ja nicht so. Schöne Überleitung zu meiner
- 8:47nächsten Frage. Denn wir haben schon über die Versuche von Whitcoff und Jerry
- 8:51Kushner gesprochen, die ins Leere laufen seit anderthalb Jahren.
- 8:55Jetzt hört man von der anderen Seite des Atlantiks noch ganz andere Pläne.
- 9:00Die USA wollen offenbar mit Russland über die Freilassung politischer Gefangener
- 9:04verhandeln und dann zur Belohnung bestimmte Sanktionen beenden.
- 9:10Das hatten die USA in den letzten zwei Jahren sehr erfolgreich mit Belarus,
- 9:14also Weißrussland, praktiziert.
- 9:16Da gibt es diesen Unterhändler John Cole, der hat immer wieder da politische
- 9:20Gefangene rausgeholt und dafür,
- 9:23durften die Weißrussen dann, ich glaube da geht es um Kali-Dünger,
- 9:28wieder exportieren, woran die Amerikaner eben auch ein Interesse haben.
- 9:32Also mit Belarus hat das ganz gut funktioniert in den letzten zwei Jahren,
- 9:36aber welche Gefahr birgt diese neue Strategie gegenüber Moskau und insbesondere für die Ukraine?
- 9:42Ja, also ich glaube Belarus muss man nochmal einsortieren.
- 9:45Belarus ist ja in dem Sinne kein komplett unabhängiger Staat.
- 9:49Das ist ja eigentlich ein russischer Vorposten. Wenn man in die russische Verfassung
- 9:52reinguckt, dann gibt es sogar das langfristige Ziel, Belarus in die,
- 9:57ich weiß nicht die genaue Formulierung nicht mehr, in die russische Föderation,
- 10:00glaube ich so heißt es, zu integrieren.
- 10:02Und wir erinnern uns daran, Lukaschenka hatte irgendwann mal so stark unter
- 10:06Druck gestanden, dass der russische Geheimdienst vorbeikommen musste mit mehreren
- 10:10Flugzeugen, um im Grunde genommen sein Überleben zu sichern.
- 10:12Und hat damit natürlich auch einen viel stärkeren Zugriff jetzt auf die Staatsstrukturen
- 10:18von Belarus. Das ist, glaube ich, ganz wichtig. Das heißt also auch,
- 10:20das, was damals als Deal abgelaufen ist, ist sicherlich nicht abgelaufen,
- 10:23ohne dass Moskau A davon gewusst und B dem auch zugestimmt hat.
- 10:27Warum man jetzt das macht, ich meine, das eine, hoffentlich plausibel ist,
- 10:32dass Trump irgendwie versucht, immer noch einen Erfolg zu kriegen,
- 10:35einen kleinen Erfolg zu kriegen, bevor die Midterms, also die Zwischenwahlen
- 10:39in den USA sind. Die sind in fünf Wochen.
- 10:42Trump steht extrem schlecht da. Er hat nichts, was er vorweisen kann an positiven
- 10:47Sachen. Und das andere ist,
- 10:50Wenn ihm das politische egal ist, wofür viel spricht, dann geht es darum,
- 10:53hier und da mal einen kleinen Deal zu machen, damit die Leute aus seiner Seite einen Vorteil haben.
- 10:59Denn auch da muss man ja sagen, viele der Deals, die man versucht hat in der
- 11:02Vergangenheit zu machen mit den Russen, die sind halt auch nicht richtig nach vorne gekommen.
- 11:07Also das ist alles in allem, gibt es große Pläne auf der Trumpschen Seite,
- 11:11viel Geld zu verdienen und dafür auch das politische Kapital des eigenen Landes
- 11:15und Europas gleich mit zu verschachern und der Ukraine auch.
- 11:18Aber auch das kommt nicht so richtig voran. Das ist zumindest mein Stand der
- 11:21Dinge zum jetzigen Zeitpunkt.
- 11:24Schauen wir noch am Ende auf die Front im Donbass.
- 11:29Da herrscht ja seit längerer Zeit quasi Stillstand.
- 11:33Das heißt überhaupt nicht, dass dort nicht gekämpft wird. Es wird sehr intensiv
- 11:36gekämpft, aber es gibt kaum größere Geländegewinne.
- 11:40Jetzt allerdings macht die ukrainische Armee Bodengut mit der sogenannten Operation Vivaldi.
- 11:47Nach ukrainischen Angaben wurden bis zu 85 Quadratkilometern zurückerobert.
- 11:53Was ist das für eine Operation und manche sprechen ja schon,
- 11:55dass daraus eine Gegenoffensive der Ukrainer erwachsen könnte.
- 11:59Ja, also die Ukrainer versuchen dadurch in der Tat, wo es geht,
- 12:04ein bisschen Boden gut zu machen.
- 12:06Da geht es nicht allein um den
- 12:07Geländegewinn, sondern das ist ein quasi strategischer Streifen oder Teil.
- 12:13Denn hier geht es um den Festungsgürtel im Donbass, der immer stärker unter
- 12:18Druck gerät durch die Russen.
- 12:20Und hier hat man tatsächlich es geschafft, dass einer der wenigen Beispiele,
- 12:24dass man tatsächlich Gelände gut gemacht hat und das tatsächlich auch mit einer
- 12:29Kombination unterschiedlicher Waffensysteme gemacht hat.
- 12:33Und dabei sind sowohl Drohnen zum Einsatz gekommen, als auch gepanzerte Fahrzeuge.
- 12:37Das ist insofern besonders, dass das in den letzten Wochen und Monaten ja gar
- 12:40nicht funktioniert hat. Oder Jahre, muss man ja sagen. Wir haben ja einen Stellungskrieg.
- 12:45Und das ist ein Beispiel dafür gewesen, dass man, wenn man auch in diesem moderneren
- 12:52Kriegsbild, ich will gar nicht sagen neuer Krieg, in diesem moderneren Kriegsbild.
- 12:56Gilt die alte Regel, wenn man alles gut miteinander koordiniert und plant,
- 13:00dann kann man tatsächlich mit Bewegung auch neues Gelände gut machen.
- 13:05Denn das ist sozusagen die alte Theorie, dass die Kombination aus Feuer und
- 13:08Bewegung es möglich macht, Schwerpunkte zu bilden, den Gegner zurückzudrängen
- 13:11und solche Geschichten zu machen. Das ist hier an einem Einzelfall passiert.
- 13:16Aber Sie merken, ich bin da extrem vorsichtig.
- 13:19Deswegen ist das weder die Rückkehr des Panzers auf das Gefechtsfeld,
- 13:23noch ist es der Sieg der Drohnen, seien sie fliegend oder auf dem Boden unterwegs.
- 13:30Man kann daraus zurzeit erstmal, das ist ein Einzelfall, aus dem man noch nicht
- 13:34ableiten kann, dass deutlich mehr daraus kommt. Denn auf der anderen Seite...
- 13:39Sehen wir, dass die Russen, und das gehört auch mal mit dazu,
- 13:41bei den ganzen Diskussionen, die wir führen, die Russen sehen ja auch,
- 13:44was die Ukrainer machen und probieren das möglicherweise auch aus.
- 13:47Das heißt, es gibt zu der immer so als gut dargestellten Innovation der Ukrainer
- 13:51auch die dunkle Innovation, wo die Russen genauso um ihr Überleben kämpfend
- 13:57versuchen, besser zu werden bei bestimmten Sachen.
- 13:59Und die plant zeitoffensichtlich auch eine Offensive für den Herbst,
- 14:06wo sie gepanzerte Fahrzeuge wieder einsetzen wollen.
- 14:08Die Ukrainer, also es ist quasi schwiegelbildlich, die Ukrainer überlegen natürlich
- 14:12jetzt schon, wie sie das aufhalten können, lernen dabei aber auch,
- 14:14was die Grenzen ihrer eigenen Offensivoperation mit gepanzerten Fahrzeugen sind. Also das kann.
- 14:22Ein kurzes Aufblenden eines Scheinwerferlichts gewesen sein und danach ist im
- 14:26Grunde genommen wieder Stillstand.
- 14:27Der Geländegewinn hält sich in Grenzen, sind insgesamt so 200 Quadratkilometer,
- 14:33was einfach auf die Größe des Geländes nicht wahnsinnig entscheidend ist.
- 14:37Aber ich stätze letzter Punkt dazu, es ist auch etwas, was moralisch für die
- 14:42Ukrainer gut ist, weil es eben zeigt, dass man nicht nur sozusagen entweder
- 14:47Gelände hält oder es verliert, sondern dass es auch möglich ist,
- 14:50das teilweise wieder gut zu machen.
- 14:51Wenn man viel Zeit darin investiert, vor allem die Logistik des Gegners anzugreifen.
- 14:57Wir werden das weiter beobachten. Vielen Dank für das Gespräch,
- 14:59Herr Mölling. Ich danke Ihnen, Herr Gartmann.
- 15:01Das war die Lage International. Wir sind übrigens ausdrücklich interessiert
- 15:06an Ihrer Meinung zu dem, worüber wir hier sprechen.
- 15:09Schreiben Sie deshalb gerne Kommentare, Fragen, Anregungen, Kritik auf Spotify
- 15:15oder direkt an dielageinternational.de.
- 15:20Wir sind gespannt.
- 15:21Die nächste Folge gibt es wie gewohnt am kommenden Donnerstag auf RTL Plus und
- 15:25überall sonst, wo Sie gerne Podcasts hören.
- 15:28Danke für Ihr Interesse und bis bald. Bis bald.