Latest / Rambo Zambo – Der Merz-Podcast / Trumps Kehrtwenden und Merz neue Freundin
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- Das mag jetzt ein Moment der Entspannung bedeuten, aber das gesamte Bild, Merz sagt das auch an einer Stelle, guckt euch das große Ganze an und das große Ganze ist unsere gewohnten Regeln, unsere gewohnten Ansichten von dem, wer unsere Partner sind und wer nicht, bröckeln gerade. Wir sind in einer neuen Ära und diese Ära heißt Großmächte Und Merz hat das, ich finde, auch sehr klar benannt. Es geht um Macht und ganz am Ende geht es auch um Gewalt. Wir haben diese Bundestagswahl 2025 gewonnen. Jetzt darf auch mal Rambo Zambo im Adler. Das ist Rambo Zambo, der Merz-Podcast. Das Format, das ihr vielleicht nie wolltet, aber jetzt braucht. Mit euren Hosts Carlotta Richter und Julia Emmerich. Hallo Julia und hallo an alle, die uns zuhören und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Rambo Zambo, dem Podcast, in dem wir immer einmal in der Woche über unseren Bundeskanzler Friedrich Merz reden und über das, was die Bundesregierung in Berlin so macht. Ich weiß nicht, ich hoffe wirklich, wir reden jedes Mal wieder darüber, aber ich hoffe wirklich, dass es jetzt nicht das ganze Jahr so weitergeht. Also solange Trump regiert, wird es, nein, vielleicht nicht in diesem Wahnsinnstakt. Auch der hat ja manchmal ein paar etwas ruhigere, was soll ich sagen, Wochen bestimmt nicht, Tage auch nicht, also Stunden. Und ich glaube, an dieser Stelle ist es auch mal wichtig zu sagen, wie wir in diesen Zeiten als Journalisten arbeiten. Und deshalb möchten wir euch auch nochmal sagen, ja, wir sagen immer, wir nehmen Donnerstags auf. Heute aber, in diesen Tagen ist es glaube ich sogar wichtig zu sagen, wir nehmen um 13 Uhr auf. Und wenn wir gleich irgendwann nach einer halben Stunde fertig sein werden, kann sein, dass sich die Welt, während wir hier im Studio sitzen. Schon wieder anders gedreht hat, weil Trump das Handy locker hatte und ein paar Sachen reingetippt hat bei True Social oder sonst wie Dinge getan hat, die alles das, worüber wir jetzt glauben, reden zu können, schon wieder umgestürzt hat. Und das ist selbst für uns Journalistinnen, die wir mit hoher Aktualität, wahnsinnigem Tempo klarkommen, wir sind so ausgebildet, wir können das, selbst für uns kriegt es inzwischen so einen leicht irren Charakter, weil alles das, was wir sagen, auch was wir in unseren Konferenzen besprechen, Es hat immer diesen Konjunktiv so, wenn es gleich noch so ist und es könnte auch anders sein und sollte es so bleiben, dann würden wir morgen. Das ist für uns alle auch eine nochmal wieder gesteigerte Form von Mikroaktualität. Das ist schon krass. Also es ist Donnerstag, es ist 13 Uhr. Wir können nur über den Stand jetzt reden. Und planen kann man sowieso nichts mehr. Ich glaube, das haben auch die europäischen Staats- und Regierungschefs und Chefinnen gemerkt, jetzt in den vergangenen Tagen beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Das findet ja aktuell noch statt, bis Freitag, an dem dann diese Folge erscheinen wird. Und, Es gab eigentlich nur oder es gibt nur ein bestimmendes Thema bei diesem Treffen und das ist Grönland und die Frage, was macht Donald Trump und was wird Donald Trump zu Grönland sagen? Donald Trump ist gestern, also am Mittwoch in Davos angekommen und dann hat er eine Rede gehalten, vor der alle so ein bisschen gezittert haben, was er denn da sagen wird. Und es gab eine Wende, mit der eigentlich niemand so richtig gerechnet hat. Und darauf hat heute der Bundeskanzler reagiert, der jetzt am heutigen Donnerstag, du hast ja schon gesagt, wir nehmen um 13 Uhr auf, auch seine Rede gehalten hat in Davos. Einen Tag später, der musste wahrscheinlich auch jetzt nachts nochmal ein bisschen umplanen, weil es doch wieder alles anders war, als man noch am Vortag geglaubt hat. Das stimmt. März ist um 9.40 Uhr, heute sind Uhrzeiten sehr wichtig, um 9.40 Uhr vor das Mikro getreten und hat seine knapp 20-minütige Rede gehalten. Und das ist die Rede gewesen, die natürlich immer schon geplant war, klar. Aber nachdem Trump nun gestern geredet hat, war es auch klar, dass das, wo die Rede ist, die die größte Aufmerksamkeit vor allem vor dem Hintergrund der Frage auslösen würde, wie reagieren die Europäer darauf. Also März ist dann schon auch das Sprachrohr sozusagen an der Stelle der Europäer gewesen und um nochmal alle mitzunehmen, also bei der Trump-Rede war das erste Signal, was alle glaube ich schon mit einer gewissen Erleichterung wahrgenommen haben, dass er militärische Gewalt bei der Grönland-Frage, über die wir jetzt schon seit einigen Wochen auch hier geredet haben, dass er militärische Gewalt ausgeschlossen hat oder zumindest gesagt hat, dass es für ihn kein Mittel immer in Klammern gibt. Mittwoch, Trump-Rede, kein Mittel. Aber das war ja immerhin etwas, was vorher nicht so war. Genau. Zu dem Zeitpunkt hatte das Weiße Haus das ja auch immer nicht ausgeschlossen. Definitiv. Es wurde darüber geredet, also es war eine Option. Ultima Ratio, Worst Case, bis hin zu militärischen Mitteln, vollkommen richtig. Aber das war sozusagen der erste Moment, wo alle dachten, ah, okay, klingt nach einem gewissen Einlenken. Und dann hat es abends nochmal Gespräche gegeben und da kam dann raus, Trump hat sich mit NATO-Generalsekretär Mark Rütte auf eine Art Rahmenplan verständigt. Wie gehen wir möglichst gemeinsam mit diesen Ansprüchen der Amerikaner auf Grönland um? Nochmal, Stand jetzt, Donnerstag, 13 Uhr, ist noch nicht sehr viel rausgedrungen, was in diesem Plan steht. Ob dieser Plan für die Grönländer, für die Dänen, für die Europäer und am Ende auch für Trump, das ist, was steht. Welche Details überhaupt schon konkretisiert sind. Es kann auch sein, dass vieles so offen ist, dass es in den nächsten Tagen offene Fragen gibt und es dann alles, alles platzt. Aber zweites Grundsatz. Zumindest halbwegs positives Signal. Und dann kommt März, heute und hat das Ganze zu bewerten. Und Trump hat ja vor allen Dingen auch am Abend noch angekündigt, dass es eben diese Sonderzölle, die er ja angedroht hat, den europäischen Partnern jetzt erstmal nicht geben wird. Genau, das ist Teil, also wir machen was zusammen, wir versuchen irgendwie im Rahmen der NATO, im Rahmen der westlichen Verbündeten doch noch konstruktiv was zu machen und das heißt natürlich im Umkehrschluss, so eine Zolldrohung muss erstmal vom Tisch. Man muss ja schon sagen, vor Davos war das ja nochmal die Eskalationsstufe, die Trump gezündet hatte, in der er dann plötzlich gesagt hat, okay, so alle, die sich jetzt seinen Grönlandambitionen entgegenstellen, die belegt er jetzt erstmal noch mit Sonderzöllen, hat er die Europäer erstmal nochmal gegen sich aufgebracht. Umgekehrt haben die Europäer genau darauf dann eben auch sehr hart reagiert und gesagt, okay, gut, dann werden wir auf dieser Ebene, also auf der Ebene Handel natürlich auch mit einer harten Reaktion kommen. Das war die Lage und nun am Donnerstag zeigt sich auf allen Ebenen so ein bisschen Entspannung. Man kann es gar nicht oft genug betonen, das ist ein Zwischenschritt. Und wir wissen aus den Ukraine-Verhandlungen, aus vielen anderen Trump-Cases, Zwischenschritte sind von sehr, sehr kurzer Dauer. Deswegen haben sich auch erstmal alle zurückgehalten mit Bewertungen. Das heißt natürlich auch nicht, dass man da jetzt wirklich einen Deal hat, auf den man sich verlassen kann. Man weiß es eben einfach alles nicht. Ja, und auch Vizekanzler Lars Klingbeil hat das sehr gut, wie ich finde, zusammengefasst. Also man kann sich vor allem jetzt nicht zurücklehnen und sagen, alles wieder gut. Die westliche Gemeinschaft steht wieder, die Amerikaner sind wieder auf unserer Seite. Ich glaube, und das ist auch das, was in der Märzrede deutlich wurde, das mag jetzt einen Moment der Entspannung bedeuten, aber... Das gesamte Bild, Merz sagt das auch an einer Stelle, guckt euch das große Ganze an und das große Ganze ist unsere gewohnten Regeln, unsere gewohnten Ansichten von dem, wer unsere Partner sind und wer nicht, bröckeln gerade. Wir sind in einer neuen Ära und diese Ära heißt Großmächte und Merz hat das, ich finde, auch sehr klar benannt, es geht um Macht und ganz am Ende geht es auch um Gewalt. So, also ich will nicht sagen, wir sind wieder im Mittelalter angekommen, dafür, da sind wir noch nicht, aber ich würde auch sagen, Tatsache, Merz hat recht, wir sind in einem wirklich, in einer Welt angekommen, in der das, was noch vor 10 oder 20 Jahren galt, nicht mehr gilt. Wohin sich diese Welt entwickelt? Wer am Ende die Akteure sind, neben den drei Großen, also USA, Russland und China, ob die Europäer eine Rolle noch spielen? Das ist noch offen. Pessimisten würden sagen, es ist bereits verspielt, sie sind schon abgemeldet. Aber ich möchte mal Optimist sein und sagen, also Merz sagt selbst, das Prinzip Hoffnung und interessanterweise, er wechselte in seiner Rede, die ja natürlich in Davos auf Englisch hält, er wechselte irgendwann auf Deutsch. Und hat dann tatsächlich auch über das Prinzip Hoffnung redet und hat irgendwie, ja auch nochmal versucht glaube ich deutlich zu machen, die Lage ist wirklich düsterst. Aber sie ist noch nicht verloren. Er hat gesagt, die Welt ist kein kuscheliger Ort. Das fand ich irgendwie eine relativ harmlose Umschreibung für das, was tatsächlich gerade der Fall ist. Wie hast du denn, du hast ja Merz Rede auch gesehen, wie hast du ihn in allgemein erlebt? War er da jetzt eher optimistisch, pessimistisch? Was war so auch das, was er vermitteln wollte in der Rede? Das Gefühl, du hast ja gerade schon gesagt, er hat zwischenzeitlich auf Deutsch gesprochen. Also auch die Menschen in Deutschland angesprochen und gar nicht unbedingt das internationale Publikum, das jetzt da vor Ort saß, sondern auch so ein bisschen in Richtung der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland möglicherweise. Also was wollte er vermitteln mit dieser Rede? Also ich glaube, dass diejenigen, die ihn bei sowas beraten, ich will jetzt nicht sagen, dass er selbst auf die Idee unbedingt kommen musste, also das sind ja auch so Teamabsprachen, die natürlich schon auch wissen, dass das eine Rede ist, die man dem deutschen Publikum eins zu eins zeigen muss. Also die in den Fernsehnachrichten gezeigt werden kann, die auch auf Social Media funktionieren muss und da ist Deutsch einfach nach wie vor besser. Ich glaube, er ist auch gut beraten, sich auch mal an seine eigenen Bundesbürgerinnen und Bundesbürger zu wenden. Wenn du fragst, was mein grundsätzlicher Eindruck war, er hat für seine Verhältnisse, fand ich, nochmal langsamer und gewichtiger geredet. Er tut das eh, er kann ganz gut reden. Ich finde ihn auch eine ganz angenehme Stimme. Das ist nicht irgendwie quakig oder zu dünn oder so. Er kann das schon. Er spricht natürlich auch so sein märzisches Englisch, aber er spricht ein okayes Englisch. Das ist jetzt also keine Fremdsprache für ihn. All das trägt dazu bei, dass das schon auch wirklich eine Gewichtigkeit gewinnt. Und ich glaube, es war ihm... Ganz besonders wichtig, zwei Signale zu setzen. Das eine ist wirklich sichtbar zu machen, das ist jetzt hier nicht ein Ausrutscher oder das ist jetzt mal eine Ausnahmesituation, sondern wir sind woanders, wir sind nicht mehr da, wo wir vor 10 oder 20 Jahren waren. Und das andere aber auch, wir sind nicht, und das sagt er in diesem deutschen Teil sehr deutlich, wir sind nicht hilflos oder wir sind nicht nur passive Betrachter einer Entwicklung, wo wir nicht mehr handeln können. Also er betont im Grunde die Möglichkeiten, die wir auch haben. Das sind europäische Möglichkeiten. Er will an der NATO festhalten. Er appelliert, wie ich finde, in so einer Rede auch ganz klar an die Amerikanerinnen und Amerikaner, also sprich an die gemäßigten Republikaner, an die Demokraten. Leute, wir gehören doch eigentlich zusammen. Wir sind der Westen. Don't forget. Ich glaube, er versucht immer noch, auch die Handlungsoptionen zu betonen. Aber würdest du sagen, es war so jetzt das Level Zeitenwende Rede von Olaf Scholz? Weil ich habe diesen Vergleich gelesen. Tja, ich würde ja meinen, dass die Zeitenwende, die Olaf Scholz damals gesehen und benannt hat oder so, dass das nach wie vor das ist, was gilt. Also wir bewegen uns immer noch in der, ich sage jetzt nicht Scholz'schen Zeitenwende, denn er hat ja nur eine beschrieben, die er wahrgenommen hat, aber... Vielleicht kannst du sagen, es ist so die zweite Eskalationsstufe dieser Zeitenwende, aber im Grunde deutete sich da ja vieles schon an. Scholz hatte es noch mit einem Präsident Biden zu tun, aber wir wussten, es ist ein Trump-Anteportas und dass die Amerikaner sich perspektivisch fragen, wie wichtig ist ihnen noch Europa und wie wichtig ist ihnen das Engagement in Europa. Aber diese Fragen, die sind nicht erst seit Trump da. Und diese Eskalation, die wir jetzt haben, die NATO wird infrage gestellt, jedes Regelwerk wird infrage gestellt. Und auch Ereignis des heutigen Tages, Trump gründet seinen eigenen Friedensrat. Also mal eben so an den Vereinten Nationen vorbei machen wir jetzt mal unser eigenes Klüppchen in Klammern. Wer tritt dabei? Das sind im Moment nicht gerade die Besten der Besten. Also das sind Länder, wo man sich fragt, okay, Friedensplan ausgerechnet mit euch, hochinteressant. So. Merz hat ja in seiner Rede Donald Trump persönlich nicht besonders häufig erwähnt, aber er hat schon so Sätze gesagt, die in Richtung von Donald Trump gingen. Er hat einen gesagt, den fand ich ganz spannend, Demokratien haben keine Untergeordneten, also jetzt natürlich in der Übersetzung, das hat er im englischen Teil gesagt, sie haben Verbündete und Freunde. Ich glaube auch das ging in Richtung Trump. Würdest du denn sagen, er war da jetzt wirklich hart, in Richtung Trump und hat ganz klar die Linie festgemacht. Also er hat wirklich dem Präsidenten jetzt mal gezeigt, wo die Europäer stehen oder war das doch eher so ein Mittelding? Also in meiner Wahrnehmung, die Rede ließ keine Missverständnisse aufkommen, was seine Haltung ist und was seine Idee ist, dass die Europäer klar und geschlossen reagieren müssen. Aber er hat nicht die Tür zugeschlagen. Er hat im Gegenteil, er hat Trumps Einlenken am Tag vorher, wir haben ja gerade darüber gesprochen, er hat es begrüßt und mein Gefühl ist, Merz versucht im Moment nicht. Auf diesen ganz schmalen Grat sich zu bewegen. Der Grat ist zwischen, ich wähle eine noch härtere Sprache gegenüber Trump, gegenüber seinem Irrsinn und ich biedere mich an. Und ich glaube, er versucht nach wie vor die Gesprächskanäle offen zu halten. Nach allem, was wir hören, gibt es die auch nach wie vor und sind die auch aktiv gewesen jetzt die ganze Zeit. Umgekehrt aber eben auch nicht auf so eine, wie soll ich sagen, unterwürfige, kriecherische Art, sich das Wohlwollen Trumps zu sich handeln. Also das ist ein maximal schmaler Grad, auf den er da wandelt. Und ich bin auch nicht sicher, wie lange das so gut geht, aber er hält diesen Kurs im Moment, finde ich, ganz gut. Ob der zu was führt oder nicht, ist die Frage. Denn um ehrlich zu sein, kann man ja nicht mal wirklich präzise sagen, was Trump nun eigentlich auch dazu gebracht hat, sich von seinen harten, ich marschiere in Grönland ein, alles meins, von dieser Nummer überhaupt wegzubewegen. Natürlich kannst du sagen, und das wäre die pro-europäische Sichtweise, naja, wenn die Europäer mit maximaler Zoll-Bazooka drohen, dann denkt auch Trump, huch, meine Aktienkurse und huch, am Ende sind die doch echt hart, die Europäer, dann mache ich mal was. Das könntest du so sagen, aber ich bin nicht sicher, ob das der ausschlaggebende Grund ist. Ein psychologischer Grund wäre, dass Trump gerade schon wieder eine neue Idee im Kopf hat und sagt, ach nee, in diesem Konflikt, Ziehe ich jetzt gar nicht. Ich habe längst Kuba im Blick oder möchte mich mal um das südchinesische Meer kümmern oder so. Also ist längst gedanklich schon wieder auf einem, weil es schon wieder uncool ist, weil er sich schon wieder lustlos ist oder so. Das dritte ist, und das darf man bei allem, glaube ich, nicht vergessen, seine Umfragewerte sind relativ bedrohlich für ihn. In der Innenpolitik läuft es nicht gut. Diese ganzen Geschichten, über die wir viel ja auch schon geredet haben, also seine Migrationspolitik, diese Nummern, die da gerade in Minnesota gelaufen sind, das läuft alles nicht gut für ihn. Und dann kam jetzt auch noch massive Kritik an dieser Grönland-Nummer. Auch von den Republikanern. Auch von eigenen Leuten. Und es stehen die Midterms an. Also das kann auch so eine Gemengelage sein, wo sich ein Trump vielleicht an dieser Stelle auch mal gut beraten, entscheidet, also diese maximale Eskalation, die mache ich jetzt doch nicht. Aber auch da ist jetzt doof, dass man das immer wieder sagen muss, das kann morgen schon wieder anders sein. Definitiv. Aber ich finde diese Frage des europäischen Umgangs mit Trump ganz spannend, weil es gab nämlich in dieser Woche auch ein Video von Gavin Newsom, dem Gouverneur von Kalifornien. Der sich sehr aufgeregt hat über den europäischen Umgang mit Trump und der die europäischen Staats- und Regierungschefs da sehr kritisiert hat. Und da auch ein bisschen emotional geworden ist und gesagt hat, er könne diese Komplizenschaft nicht mehr ertragen, dieses Klein beigeben und es sei jetzt an der Zeit, Haltung zu zeigen und klar zu machen und Trump wirklich Kante zu zeigen und Rückgrat zu zeigen. Und das ist, ich habe es auf diversen Kanälen gesehen, weil es irgendwie viral gegangen ist. Aber wir haben eben, wie wir es ja hier schon oft analysiert haben, genau das Problem bei den Europäern, dass eben so viel auf dem Spiel steht. Und sie am Ende einfach nicht hingehen können und sagen können so und absolut nicht, wir machen jetzt gar nichts mehr mit dir. So kann man, man kann nicht sagen, man möchte einfach Grönland haben als US-Präsident. Und ich glaube ja, dass es am Ende vielleicht so ein bisschen so ist, um es mal an einem ganz banalen Beispiel zu machen. Ich finde deine Kette schön, ja? Ich bin jetzt Trump und ich möchte deine Kette haben. Also sag ich, Carlotta, ich möchte dein komplettes Outfit haben und wenn ich dein komplettes Outfit nicht kriege, werde ich dich fesseln und knebeln und dir noch Schlimmeres androhen. Und du fängst dann an zu verhandeln. Wir verhandeln dann beide. Und am Ende merkst du, okay, wenn ich ihr diese Kette gebe, kommen wir aus der Nummer wieder raus. Ich kriege die Kette, das, was ich die ganze Zeit haben wollte. Du denkst noch, boah, es ist echt jetzt nur die Kette. Sie hat nicht mal ein ganz komplettes Outfit gekriegt. Alle feiern sich. Und ich als Trump habe genau das gekriegt, was ich wollte. Also meine Sorge ist manchmal, dass wir da mit diesem Dealmaker immer noch viel zu politisch umgehen und immer noch nicht ihn wirklich auf dieser Ebene sehen. Der will Geschäfte machen. Der will einfach, das ist sein Naturell, der will den ganzen Tag Geschäfte machen. Das würde aber auch bedeuten, dass hinter allen Handlungen eine rationale Strategie steckt. Und ich bin mir ehrlicherweise nicht immer sicher, ob das wirklich so der Fall ist, weil Trump schon oft auch einfach sehr wankelmütig wirkt und teilweise von Emotionen gesteuert. Zum Beispiel, wenn er dann irgendwie da Norwegen dafür kritisiert, dass er den Friedensnobelpreis nicht bekommen hätte. Und dann sagt, okay, naja, weil Norwegen, die norwegische Regierung, die den Friedensnobelpreis ja auch überhaupt nicht verleiht, ihm den nicht gegeben hätte, deswegen wolle er jetzt Grönland haben. Was für eine Bilanz können wir denn jetzt ziehen aus den Ereignissen der vergangenen Tage in Davos, diesem jetzt dann doch wieder Umschwung von Donald Trump, aber man weiß auch irgendwie noch nicht so genau, wo wir jetzt tatsächlich stehen. Die Bilanz ist brutal. In der Ukraine wird weitergebombt. Wir haben uns die ganze Zeit mit Grönland beschäftigt, hin und her und hin und her. Der Einzige, der mal wieder, auch das habe ich hier schon ein paar Mal gesagt, sich die Hände reibt und denkt, prima, macht ihr mal weiter, ist Putin und der schafft gerade Tatsachen. Das ist die bittere Bilanz, fürchte ich. Und alles andere ist offen, würde ich sagen. Wir wissen auf jeden Fall, verlassen kann man sich in diesen Tagen weder auf Pläne noch auf Theorien oder Analysen, die man vielleicht am Vortag gemacht hat, weil am nächsten Tag schon wieder alles anders ist und auch auf die amerikanischen Verbündeten nicht wirklich. Unser Kanzler reist am nächsten Tag, wenn wir schon am nächsten Tag sind, weiter nach Rom. Beziehungsweise er reist im Anschluss an den EU-Gipfel, der heute Abend noch stattfindet, weiter nach Rom und trifft dort die Frau, die er in seiner Rede in Davos persönlich erwähnt hat. Georgia Meloni. Er hat nämlich gesagt, Georgia Meloni und ich sind... Georgia und ich. Er hat nicht nur Georgia gesagt, aber er hat sie persönlich erwähnt. Und ich finde, es war bezeichnend, denn in diesen Zeiten ist die Italienerin jemand, der natürlich aufgrund ihrer politischen Positionierung, Postfaschismus und so weiter, natürlich eigentlich überhaupt nicht zum Herz passt, aber ist eine seiner wenigen wirklich verlässlichen Partnerinnen in Europa, was ja auch schon sehr viel aussagt über seine aktuelle Situation. Wir sehen, Macron ist geschwächt, Le Pen könnte antreten, möglicherweise. Die Polen sind total gespalten, Tusk ist nicht wirklich Herr jedes Verfahrens dort. Die Spanier... Auch nicht diejenigen Partner, die Merz im Moment brauchen könnte. Das war es in Europa. Merz reist formal aus dem Grund, man nennt das Regierungskonsultationen. Das sind im Grunde Gespräche auf Regierungsebene. Die Minister treffen sich. Aber am Ende geht es natürlich vor allem darum, dass dieser gute Draht, den die beiden miteinander aufgebaut haben, dass der stabilisiert wird. Und gerade in diesen Tagen ist es, glaube ich, ganz schlau. in Rom zu sein und mit Meloni zu reden. Vor allen Dingen, weil Meloni ja auch, wenn man sich jetzt mal die europäischen Staats- und Regierungschefs anguckt. Eine von denen ist, die noch irgendwie ein Draht zu Trump hat, also die auch Ansehen hat bei Trump. Sie gehört zu denen, die nicht irgendwie die ganze Zeit Attacken kriegen von Trump. Sie selbst hat dafür ja so ein bisschen politische Gründe gesehen, Also sie hat mal gesagt, er akzeptiere die Lieder, die die nationalen Interessen verteidigen und so hätten sich die beiden angenähert. Aber das ist ja bestimmt auch so ein bisschen der Gedanke bei Merz. Man hält den Draht zu Meloni, weil Meloni möglicherweise noch diejenige ist, die ein Draht zu Trump hat. Unbedingt. Es kommen natürlich ein paar andere Sachen dazu. Also Meloni und Merz spielen natürlich auch so bei dem Thema europäische Migrationspolitik eine gemeinsame Rolle, da kommen sie zueinander. Merz hat wahrgenommen, dass Meloni anders als manch anderer Rechtspopulist, jetzt wie Orban oder so, in der Ukraine-Politik eine ganz klare pro-ukrainische Position fährt. Also da gibt es auch Gemeinsamkeiten, die jetzt in anderen Fällen wichtig sind. Das heißt, die spielen schon in vielen Bereichen, ja, wirklich... Hand in Hand. Lass uns vielleicht, nachdem wir jetzt wieder bei der Außenpolitik waren, es bleibt einfach dabei, aktuell passiert so viel Außenpolitisches, wir müssen über Außenpolitik reden und Merz muss über Außenpolitik reden, aber lass uns trotzdem nochmal kurz auf die Innenpolitik schauen. Denn es gab Anfang der Woche so ein paar Berichte darüber, dass es möglicherweise einen Umbau geben könnte in der Bundesregierung, die mittlerweile dementiert wurden. Also zumindest so, wie das da mal gemutmaßt wurde, ist es nicht. Aber es zeigt ja doch, dass es da irgendwie Spannungen gibt und dass der Abgang von Jakob Schroth, über den wir hier ja auch schon mal gesprochen haben. Als Büroleiter. Genau, möglicherweise nicht ausgereicht hat, um die Unzufriedenheit, die es innerhalb der Union zum Beispiel gibt mit Merz und der Bundesregierung, um das wirklich auszubügeln. Ja, wir hatten auch, als wir über Jakob Schroth gesprochen haben, hier ja schon mal so ein bisschen andere Figuren in den Blick genommen, die möglicherweise jetzt auch wackeln könnten. Oder wo viele sagen, du kannst jetzt nicht den Schroth noch rauswerfen, das ändert irgendwie noch gar nichts. Es gibt ganz andere, viel gewichtigere Positionen in der Bundesregierung, die infrage stehen. Da ist an erster Stelle natürlich der Fraktionschef Jens Spahn, an zweiter Stelle sicherlich Thorsten Frey, also der Kanzleramtschef. Das sind zwei Figuren, auf die immer wieder gezeigt wird, wenn es heißt, es läuft nicht, es läuft nicht rund, es gibt zu viele Reibungsverluste, es gibt zu viel Knatsch in der Region, der nicht sein müsste, weil Sachen nicht wirklich kommuniziert werden gut oder geklärt werden rechtzeitig, bevor es Streit gibt und so weiter. Das ist nicht wirklich ausgeräumt, weil dieses Rumoren ist noch da, aber März hat sich gezwungen gesehen, das mal auszuräumen, weil auch in Medien über ganz konkrete Pläne gemutmaßt wurde, wie genau ein Kabinettsumbau, wie genau ein Personalumbau laufen könnte. Also wer da auf welchen Job kommt und so weiter. Er hat es abgeräumt, was natürlich erstmal für Klarheit sorgt. Die Art aber, wie er es abgeräumt hat, lässt mich daran zweifeln, ob das wirklich auf lange Zeit so Bestand hat. Wie hat er es denn abgeräumt? Er hat Sachen gesagt, die, wenn man jetzt mal mit dem Blick eines Personalers auf ein Führungszeugnis guckt oder auf ein Arbeitszeugnis guckt, denkt so, echt jetzt? Also er sagt zum Beispiel, und es ist klar, dass das jetzt auf Thorsten Frei, also seinen eigenen Kanzleramtschef bezogen ist, dass die Koordinierung über das Kanzleramt gut laufe und sehr zufriedenstellend. Also zufriedenstellend ist so ein Begriff. Ja, also als Personaler würde ich sagen. In Schulnoten wäre das nicht besonders hoch. Schule ist jetzt schon lange her, aber ich glaube, was ist zufriedenstellend? Eine Drei, eine Vier? Ja, also befriedigend ist die Note und zufriedenstellend, finde ich, klingt nicht nach... Entschuldigung, das ist die Note. Was fragen Sie da? Das ist total absurd. In Bezug zu Spahn sagt er, was noch viel Interessanteres ist. Zwischen ihm und seinem Fraktionen gäbe es eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Man kann immer sagen, musste jemandem das Vertrauen öffentlich aussprechen, ist mit diesem Vertrauen irgendwas nicht so richtig in Ordnung. Ich habe mich gefragt, ob Angela Merkel sowas überhaupt gemacht hätte. Also sozusagen einzeln die Posten durchgegangen, um zu sagen, dem vertraue ich, das läuft gut und so weiter. Ich glaube, sie hätte das nicht gemacht. Sie hätte überhaupt nicht diesem ganzen Deuten und was meint er zwischen den Zeilen und meint er das nur vorläufig oder nicht, hätte sie gar keinen Raum gegeben, sage ich jetzt immer so. Also was mich wiederum zu der Annahme fühlt, dass natürlich Merz überlegt und natürlich denkt er darüber nach. Und natürlich guckt er sich den Laden an und denkt, wann ist der richtige Zeitpunkt? Sind es überhaupt die Positionen, die ich verändern muss oder muss ich was anderes machen? Aber es gibt ein paar Daten, auf die man eben gucken muss. Es gibt Ende Februar einen CDU-Parteitag, wo Merz selbst wiedergewählt werden muss. Er wird wiedergewählt werden, davon kann man ausgehen. Aber es ist ja interessant, mit welchem Ergebnis. Wird das ein bombastisches Ergebnis oder nur ein zufriedenstellendes Ergebnis? Er hat natürlich ein hohes Interesse daran, dass seine Partei am Anfang dieses Landtagswahljahres, du bist unser Mann, alles läuft super. Was muss er machen vorher, damit das erreicht wird? Muss er alle Leute umsetzen, damit auch Unzufriedenheiten und Wut und Ärger und sonst was schaffen? Oder lässt er alles stabil und schafft damit Wut und Ärger? Also die Lage ist nicht einfach für ihn. Vor allem mit dem Blick auf dieses nächste Ziel bei diesem Parteitag natürlich auch gut ins Jahr zu starten. Also ist möglicherweise das Thema Personalumbau, Kabinettsumbau in welcher Form auch immer noch nicht ganz vom Tisch. Also würdest du sagen, vielleicht könnte da doch nochmal irgendwie was kommen? Merz sagt, ich habe nicht vor, das Bundeskabinett umzubilden. Kannst du jetzt sagen, das ist ein klares, mache ich nicht. Du kannst aber auch sagen, ich habe das nicht vor. Es kann mich aber eines Tages die Situation dazu führen, dass ich es machen muss, weil ich sehe, dass jemand gar nicht funktioniert. Also dieser Satz ist nicht jetzt hart oder 100% hart. Umgekehrt, so haben viele aber verstanden. Und wenn er es jetzt kurzfristig doch tut, hätten wir wieder dieses Thema gesagt und nicht getan, Wortbruch. Also er bewegt sich da in einer schwierigen Situation, glaube ich. Es gab noch einen anderen Märzsatz. In dieser Woche, über den auch sehr viel diskutiert wurde. Und über den du dich, glaube ich, geärgert hast, oder? Ja, oder beziehungsweise nicht über den Satz, sondern eher über die Debatte, die dann danach entstanden ist und die er auch aufgemacht hat. Also er hat sich geäußert zu dem Krankenstand in Deutschland, der aus seiner Sicht sehr hoch sei. Er hat gesagt, das sind fast drei Wochen, in denen die Menschen in Deutschland aus Krankheitsgründen nicht arbeiten würden. Und ist das wirklich richtig? Ist das wirklich notwendig? Gesagt hat er es bei einem Termin im eigentlich Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg, in Bad Rappenau. Und er hat natürlich dann wieder darüber geredet, wie kann man es schaffen, dass die Leute mehr arbeiten in Deutschland. Das ist ja ein seiner Lieblingsthemen. Das ist ja ein Thema, das wir auch kennen. Leute, Fleiß. Und er hat dann aber eben auch als eine der Ursachen für diesen hohen Krankenstand gesagt, das sei eben die telefonische Krankschreibung. Und gerade da gab es dann danach eine relativ große Debatte, zu der alle möglichen Menschen was gesagt haben. Es gab Äußerungen von den Hausärzten, es gab Äußerungen von den Kassenärzten, weil da direkt die Debatte losging. Okay, ist die telefonische Krankschreibung jetzt wirklich die Ursache dafür, dass sich viele Leute krankschreiben? Also wird es irgendwie in irgendeiner Weise ausgenutzt, dass Leute sagen, okay, ich rufe einfach nur bei meinem Arzt an und lasse mich krankschreiben, obwohl sie gar nicht wirklich krank sind. Man muss aber sagen, dafür gibt es überhaupt keine Hinweise. Also es gibt zum Beispiel eine Studie der DAK, die sich das angeschaut hat, die Umfragen gemacht hat, die zu einem Ergebnis kommen, dass es eigentlich keine Hinweise darauf gibt, dass die telefonische Krankschreibung in irgendeiner Weise ausgenutzt wird. Und es gibt auch Zahlen, dass ungefähr 0,9 Prozent aller Fälle bei Krankschreibungen eigentlich über eine telefonische Krankschreibung stattfinden. Also das ist ja wirklich sehr, sehr gering. Also es ist eigentlich ein bisschen eine unnötige Debatte. Ich habe so ein Déjà-vu. Ich habe echt so ein Merz-Déjà-vu an der Stelle wieder. Ich habe das Gefühl, das ist wieder dieser Klassiker. Merz versucht ein Gefühl, das so in seiner Bubble herrscht, nämlich, boah, wir sind alle so faul geworden und da hast du mal einen Schnupfen, kommst nicht zur Arbeit. Und dieses Gefühl dieser fleißigen Menschen, die immer sich zusammenreißen und sich darüber aufregen, dass immer alle sich krank schaffeln. Also, dass er dieses Gefühl aufnimmt, dass er aber weiß, er ist jetzt aber der Kanzler. Das heißt, er sollte dann auch politisch reagieren können. Und dann guckt er sich um und sagt, woran könnte es liegen und was kann man denn auch schnell ändern? Telefonische Krankschreibung. Ich glaube nicht, dass er sich vorher ausführlich mit dem Für und Wider und den Faktoren und den Zahlen, die du jetzt gerade referiert hast, auseinandergesetzt hat. Ja, dann liegt das halt daran. Und das ist so oft schon bei ihm gewesen, dass er einem Gefühl seiner Bubble versucht zu entsprechen. irgendwas rausnimmt als mögliche, schnelle, tolle Maßnahme. Alle dann anfangen, in die Zahlen zu gucken und sagen, ja, aber lieber Friedrich Merz, guck dir mal die Zahlen an. Das ist jetzt gar nicht die Stellschraube. Und das ist so ein Merz-Klassiker. Man muss dazu sagen, die telefonische Krankschreibung ist der Union ja schon länger ein Dorn im Auge. Also ich meine, das steht ja auch im Koalitionsvertrag zumindest, dass man sie so anfassen wolle, dass es eben keine Möglichkeit mehr gäbe für Betrug. Und die Gesundheitsministerin Nina Wacken hat jetzt ja auch direkt im Anschluss angekündigt, okay, sie werde sich jetzt nochmal die telefonische Krankenschreibung anschauen. Aber man muss sich eben auch ehrlich machen, am Ende wird das nicht der Hebel sein. Und das ist doch wieder doof. Die Leute denken, Politik tut was und es wird dadurch anders. Ich glaube, das ist ein... Ein weiteres Beispiel dafür, dass man Erwartungsmanagement machen sollte. Und nicht sagen wir, wenn wir diesen einen Hebel umdrehen, dann wird alles gut. Denn dann fassen sich Leute an den Kopf und sagen, Politik kann ja gar nicht. Und ich meine, man hätte ja auch andersrum auf das Thema gucken können, weil wo er ja recht hat, ist, dass der Krankenstand eben in Deutschland relativ hoch ist. Wenn man sich das anschaut, ist es so in den vergangenen Jahren auf so einem relativ ähnlichen hohen Niveau. Es gab einen großen Anstieg von 2021 oder nach 2021. 2020, aber auch da zum Beispiel sagt das Statistische Bundesamt, ein Teil davon ist auch darauf zurückzuführen, dass eben 2022 die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung eingeführt wurde. Also dass jetzt, wenn du dich krankschreiben lässt beim Arzt, diese Krankschreibung dann automatisch an die Krankenkasse übermittelt wird und man nicht mehr diesen gelben Schein an die Krankenkasse schicken muss, dass deswegen einfach die Fälle sehr viel genauer erfasst wurden. Trotzdem ist es natürlich hoch, der Krankenstand. Aber dann könnte man sich ja fragen, welche anderen Gründe hat das möglicherweise? Auch zum Beispiel Stress ist ein Faktor, Überlastung. Ich glaube, man darf auch nicht ausblenden, dass auch die gesamte Weltlage, also diese Unsicherheit, diese schlechten teilweise Zukunftsaussichten, dass das auch was mit den Menschen macht. Wir haben ja auch einen hohen Anteil an psychischen Erkrankungen, und gerade auch bei jungen Menschen, also, Es ist ja gut, wenn wir darüber sprechen, warum sind so viele Menschen krank, warum haben wir diesen hohen Krankenstand und wie könnten wir zum Beispiel die Ursachen dafür bekämpfen. Aber das ist jetzt halt nicht geschehen, wenn man direkt sagt, ach ja klar, die Ursache ist die telefonische Krankschreibung. Und jetzt die Zahl der Woche. Ich habe so eine schöne Zahl der Woche, aber ich möchte erst dich fragen, welches deine ist. Ich habe auch eine schöne, finde ich. Ich finde, wir brauchen bei der Weltlage und bei den Themen, brauchen wir lockere Zahlen der Woche ganz am Ende, damit man irgendwie mit ein bisschen einem guten Gefühl rausgeht. Meine Zahl ist 659 Euro. Und das ist der Preis für eine Sonnenbrille und zwar eine ganz besondere Sonnenbrille, nämlich die Sonnenbrille, die Emmanuel Macron. Du bist verliebt, gibst du. Naja, ich fand sie besser als die Augenklappe bei Olaf Scholz. Also Macron hatte in Davos bei seiner Rede am ersten Tag eine Sonnenbrille, auf so eine Flieger-Sonnenbrille. Alle haben natürlich danach darüber geredet, warum hat er jetzt auf der Bühne eine Sonnenbrille an. Es lag daran, dass er eine Augenentzündung hatte. Das hat er davor schon mal bei einem Termin gesagt. Aber es wurde sehr viel über die Sonnenbrille geredet. Und es ist irgendwie ein französischer Hersteller. Ich glaube, die Website war danach auch kurz down, weil alle diese Sonnenbrille kaufen wollten. Aber irgendwie schon ein bisschen cooler als die Augenklappe bei Olaf Scholz damals. Die Augenklappennummer von Scholz fand ich großartig. Ist vielleicht ein Generationending. Apropos Generationending, ich habe im Grunde drei Zahlen. 23, 28 und 56, also, Dreimal ein Alter, damit zwei Generationen. Das sind drei Personen, die dieses Alter haben, die in der Nacht zu Donnerstag versucht haben, auf den Flugplatz im Sauerland zu kommen, auf dem das Flugzeug von Friedrich Merz steht. Sie wollten es beschädigen. Sein kleines Flugzeug, dass er selbst fliegt oder jetzt eben nicht mehr fliegt. Sein kleines Flugzeug. Dazu kommt er im Moment nicht oft. Und jetzt wollten die dann auch noch, ja, ein, ich will nicht sagen, ein Attentat darauf verüben. Aber sie sind natürlich vorher aufgefallen, haben sich glaube ich auch ziemlich blöd angestellt. Die Sache ist also gut gegangen im Sinne von Friedrich Merz und der Sicherheit, aber es passieren auch im Sauerland manchmal Dinge im Windschatten der großen Weltpolitik, über die wir auch an dieser Stelle einmal reden sollten, aber sie sind gefasst und haben jetzt wahrscheinlich ein Problem. Das ist doch schön, dass wir jetzt zum Ende des Podcasts nochmal ein bisschen lachen konnten. Ich würde sagen, wir hören uns nächste Woche wieder. Schön, dass ihr zugehört habt. Und wenn euch dieser Podcast gefällt, dann lasst uns doch eine 5-Sterne-Bewertung da. Wir würden uns auf jeden Fall sehr freuen. Vielen Dank. Danke.