Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / #8 Alan Frei über 51 Misserfolge, Amorana und Olympia
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- 0:00«Herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge von «Du entscheidest» mit Kevin und mir. Schön, bist du da. Heute haben wir einen hammergeilen Gast am Start, der nicht nur Co-Founder ist von einer revolutionären Online-Plattform, die
- 0:16Sexspiel-Zeugs und einen Lifestyle gemacht hat, sondern und vor allem auch ein Superhuman ist. Mega inspirierend und ein riesen Vorbild für euch alle, die ihr euch nicht vorenthalten möchtet. Ich kann es kaum erwarten, mit Fragen zu bombardieren. Herzlich willkommen, Ellen.
- 0:34Danke vielmals für die Einladung und für die mega schöne Introduction. Aber jetzt geht es nur noch abwärts. Das war der Peak von diesem Podcast. Jetzt geht es zusammen. Nein, nein, bestimmt nicht. Von dem, was ich von dir weiss, weiss ich, dass es nicht der Fall wird sein.
- 0:49Ich probiere es. Auch von meiner Seite herzlich willkommen. Danke vielmals. Danke, ein mega schönes Studio. Ich bin mega begeistert. Und vor allem danke für deine wertvolle Zeit. Weil ich glaube, das spielt in deinem Leben auch einen enormen Faktor. Du gibst ja mega viele Lifehacks, wie man ja Zeit sparen kann und darf sparen, um sich den wichtigen Sachen zu widmen in deinem Leben.
- 1:09Das ist das Wichtigste. Die Zeit ist das Wichtigste. Geld kann man verlieren und wieder gewinnen. All das kommt wieder zurück. Aber wie so abtrosch, wie es klingt. Die Zeit nicht. Und was ich gemerkt habe, als ich «Amorana» gemacht habe, dass meine Zeit so selbstbestimmt war.
- 1:27Alle haben über meine Zeit entschieden. Ich fahre an mit E-Mails. E-Mails sind meistens die To-Do-Liste der anderen Leute, die dir das einfach schicken und sagen, du könntest für mich noch. Dann hatte ich Meetings. Ich habe wirklich in den letzten paar Monaten alles abgeschnitten, was nicht wichtig ist. Aber dahin habe ich mich sehr gefreut.
- 1:50Platz zu haben, Sachen zu denken, einfach rumzulaufen, zu hören und auch mal spontan etwas zu machen. Wann kann man spontan Sachen machen? Und darum Zeit. Das ist das Wichtigste. Ich hacke meine Zeit, damit ich wirklich grosse Blöcke habe, wo ich nicht viel machen muss und dahin kann kommen. So cool. Ich glaube, es gibt wenige Leute, die dich nicht kennen.
- 2:15Vor allem in der Schweiz gibt es wenige, die dich nicht kennen. Eben Gründer oder Co-Founder von Amorana, jetzt Investor. Du hast ganz viele coole Projekte am Start. Du hast ein richtig, richtig grosses Projekt mit Olympia. Vielleicht werden wir da nachher ein bisschen tiefer eingehen. Aber Werdegang, wie hat das Ganze angefangen? Wie ist es zu Amorana gekommen? Wie ist das Ganze entstanden?
- 2:38Also mein Werdegang ganz kurz. Ich komme von Baden. Meine Mutter ist Philippiner, mein Vater ist Schweizer. Ich bin gerade ausserhalb von Baden aufgewachsen, bin dort in die Schule gegangen, war mittelmässiger Schüler.
- 2:50Ich hatte aber immer Ideen und wollte Sachen probieren, aber es hat nicht wirklich funktioniert. Dann habe ich Chinesisch und Wirtschaft studiert und bin nach China gegangen. 2003, 2004. Und danach war ich in China. Das war für 20 Jahre.
- 3:09Als ich Sinologie studierte, sagten die Leute zu mir, dass ich Übersetzer werden wolle. Sie hatten noch nicht gesehen, wie gross das Potential von China ist. Ich hatte es auch nicht gesehen. Ich wusste einfach, dass China irgendwie boomt. Dann ging ich nach China und da gingen meine Augen auf. Es ist so... Die gehen so Gas da. Und es ist so...
- 3:32Null erstaunlich. Einfach in allem. Oder die wollten eigene Geschäfte machen. Es war eine mega positive Stimmung. Und dort habe ich gemerkt, das Unternehmertum interessiert mich mega. Weil die Chinesen waren voll im Aufbruch. Und alle haben irgendwas gemacht. Aber der Unterschied war, hier in der Schweiz habe ich immer gehört, ich mache Businessplan und so.
- 3:55Und in China haben sie es einfach gemacht. Und dann bin ich zurückgekommen und dachte mir, wie geil, das ist so inspirierend, wie die Aufbruchsstimmung in China ist. Und dann mit einem Kollegen zusammen, der auch dort studiert hatte, haben wir gesagt, wir machen unser erstes Business. Und dann haben wir irgendwie versucht, reiche Chinesen, wir wussten, dass Schweizer nach China gehen in die Ferien, und dann dachten wir, wir holen reiche Chinesen und bringen sie in die Schweiz.
- 4:18Sie zeigt ihnen die Schweiz und versucht ihre Kinder an die Schule zu bringen. Und sie bringt sie in Privat-Krankenhäuser, um zu vermitteln. Niemand kam, nicht eine einzige Person. Wir hatten sehr grosse Anzüge, die zu gross waren. Wir haben Visitenkarten gedruckt, die viel zu teuer waren. Und Briefpapier. Genau 20 Jahre.
- 4:4221. Das war meine erste Firma und ging überhaupt nicht. Danach merkte ich, dass die Visitenkarte zu teuer war. Dann kamen die ersten Internet-Startups aus den USA. Ich merkte, dass ich im Internet schnell Sachen ausprobieren und machen kann.
- 5:05Neben dem Studium gab ich Nachhilfe. Ich dachte mit einem Kollegen zusammen, wie wir mehr Nachhilfe geben können. Wir haben verschiedene Nachhilfelehrer angestellt. Das wurde grösser und ich dachte, wir machen eine Plattform, die wir vermitteln.
- 5:20Ich sage jetzt nicht Duolingo, gehört auch dir raus. Nein, nein, nein, aber gehört mir in die Schweiz. Das ist ein Schweizer. Und der Duolingo, das wüsste die wenigsten. Das ist ein Schweizer, der das gegründet hat, der ausgewandert ist. Mega geiler Dude. Es war null erfolgreich. Dann ist das auch nicht gegangen. Wir haben die Plattform gemacht, wie wir Vermittlungen machen wollten. Hat auch nicht funktioniert. Ich habe einfach Ideen gemacht und probiert und nichts hat funktioniert. Was hätte ich dir den Antrieb gegeben, um weitermachen und nicht einfach sagen, fuck it, ich kann nicht mehr.
- 5:48Ich suche mir jetzt einfach einen Job. Ja, weil ein ganz grosser Antrieb von mir war, mein Grossvater starb mit 59 und mein Vater starb mit 59.
- 6:04Das ist mega jung. Und danach habe ich ausgerechnet, wie viele Tage ich eigentlich habe, bis ich 59 werde. Und danach siehst du das. Und dann habe ich da drüben einen Reminder, wo einfach alle Tage drauf sind. «Days until I die». Und heute sind das 6763 Tage.
- 6:22Und ich habe es geschnauzt. Das ist einfach nicht viel. Es sind nicht mehr so viele Summen. Und wenn du es dann in Wochen runterrechnest, es sind 100'000 Wochen. Und dann habe ich für mich gemerkt, shit. Hey.
- 6:37Ich habe eine beschränkte Zeit. Es ist mega geil auf dieser Erde. Entweder kann ich jetzt einfach Zeug machen für jemand anderes und kann mich aufregen, dass ich irgendwie Excel-Tabellen und solche Sachen ausfüllen muss. Oder ich setze jetzt meine Ideen um. Und dann habe ich einfach angefangen und einfach immer wieder probiert und es hat nichts funktioniert. Also weisst du, nicht ein bisschen. Aber wir hatten eine scheisse Idee. Wir hatten so viel Crap, das wir probiert haben.
- 7:02Nichts hat funktioniert. Und ich habe zu den Leuten gehört, die immer den Steuern anrufen mussten. Im Steuernamt mussten sie anrufen und sagen, hey, können wir meine Steuern auf sechs Monate teilen? Es ist ein bisschen eng gerade, weil ich habe kein Geld. Und...
- 7:19Und wenn sie gesagt haben, nein, sechs Monate geht nicht, wir müssen drei Monate das machen, dann bin ich schon in der Schweiz. Ich dachte so, fuck, das wird eng. Aber ich wusste immer, ich mache das Ding, ich ziehe einfach durch, ich mache irgendeine Stunde und dann nach 20 Jahren. Aber wie alt warst du? Woher kamst du? Er kam... Ist es nach diesem Tag, wo du das gewusst hast? Also auch wieder eine Faktorzeit. Ja, ich wusste, hey, irgendwann ist es vorbei da. Und es gibt...
- 7:45Eine schöne Story, die ich mal gehört habe. Wenn du eine sehr berühmte Person bist, wirklich richtig berühmt, dann gehst du eine Strasse. Wie in Zürich General Guizot. Aber dann warst du richtig berühmt. Wenn du richtig berühmt bist, dann gehst du einen Platz. Escher.
- 8:06Und es gibt eine Stadt, die eine der grössten Städte auf der Welt ist, Paris. Und da gibt es den Platz Vendôme. Das ist einer der berühmtesten Plätze, wo alle Luxusläden sind. Ein mega schöner Platz. Who the fuck is Vendôme?
- 8:20Niemand weiss, wer der Vendom ist. Und er war einer der wichtigsten Leute und er hat einen scheissen Platz bekommen in einer der wichtigsten Städte. Also, ich werde nie... Sogar der Vendom. Niemand interessiert sich für den. Es wird sich niemand für die Ellen Frey Zukunft interessieren. Weisst du, vielleicht, wenn ich sterbe, wird meine Frau noch irgendwie drei Monate traurig sein und dann meine Kinder und...
- 8:45Aber nachher sagen vielleicht die Grosskindler noch, «Der Grossvater war mega lustig.» Und that's it. Und dann ist der Ellen Frey vorbei. Gone. Aber jetzt habe ich diese Zeit da. Und jetzt kann ich etwas machen. Und dann habe ich gesagt, «Okay, fuck it all in.» Ich gehe einfach in das, was mir am meisten Spass macht. Was ich nicht will, ist, dass niemand mir etwas Schlechtes tut. Ich komme nicht dahin und sage, «Ich mache einfach nur für mich Maximierung.»
- 9:14Ich schaue, dass ich niemandem etwas wegnehme, ich mache mein Ding. Aber ich bin wie, auf Englisch gibt es ein schönes Wort, unapologetic. Ich entschuldige mich nicht, wenn ich etwas mache und Freude habe, es niemand anderem wehtut. Von dort kommt das.
- 9:34Ultra, ultra schön. Ich glaube, dass... Für alle, die das gehört haben, hört es nochmal. Ich glaube, das ist so ein wichtiger Punkt. Ich soll dir wirklich sehr, sehr, sehr... Plus one Dom. Da runter gehen wir. Es ist mega schön. Es ist der schönste. Es sind alle Luxus-Täte. Es ist ein mega schöner Platz. Ich habe mal nachgehört, ich war ein König. Nobody gives a fuck.
- 9:57Aber das heisst, wie ich gehört habe, du handelst eigentlich wirklich aus der puren Fülle heraus oder auch instinktiv schon früher, wo du vielleicht nicht den Status hattest, den du heute hast, schon immer instinktiv aus der puren Fülle gehandelt hast und nicht aus der Angst heraus, weil sonst wärst du ja aus dem Grund von Angst, hättest du Sachen gemacht, die dir keinen Spass gemacht hätten. Ja, also ich habe wenig Sachen aus Angst oder nicht gehandelt,
- 10:22gemacht wegen Angst. Aber ich bin auch nicht, als ich jung war und gesagt habe, hey, jetzt habe ich voll die Weisheit, wie ich es mache, sondern ich habe schon opportunistische Sachen gemacht. Und einfach Sachen probiert. Und weisst du, zum Beispiel haben wir irgendwann so ein...
- 10:43Mangelplantagen mit einem Kollegen gekauft, dann haben wir Mangelschnaps gemacht und wir wollten dann den Mangelschnaps verkaufen. Und das war so gruselig. Aber weisst du, es war nicht so, dass ich jetzt gesagt habe, wow,
- 10:57Schnaps brennen ist meine grosse Leidenschaft. Wir dachten, wir machen das nächste absolute Diner. Aber mangel ist die dummste Frucht zum Schnaps machen. Du hast einen mega grossen Kern. Und du machst aus dem Fruchtfleisch Schnaps. Wir haben aus dem... Das war wirklich dumm.
- 11:14Hast du denn die Idee gehabt? Ich meine, es ist so, okay, next absolute, welche Frucht nehmen wir? Oder war es so eine Eingebung, die ja damit sein musste, dass du heute der Mensch bist, der du bist. Wie dumm die immer war, aber wie sind die Schnaps-Ideen gekommen? Schnaps-Idee ist sehr schön. Ich habe dort einen sehr spezifischen Approach. Ich
- 11:34Für mich entdeckte ich, dass Ideenfinden genau gleich ist wie ins Gym gehen. Du kannst es trainieren. Du kannst das trainieren. Du kannst Ideen... Und heute haben die Leute manchmal das Gefühl, es gibt die kreativen Leute und es gibt nicht die kreativen. Das ist sicherlich so, dass es kreativere Leute gibt und die Ideen einfach kommen. Aber ich habe für mich gemerkt, dass es eine Systematik gibt, wie ich auf Ideen komme. Das heisst nicht unbedingt eine gute Idee, aber ich habe eine Systematik, wie ich auf Ideen komme.
- 12:01Das erste, was ich für mich festgestellt habe, ist, der beste Weg für eine gute Idee sind viele Ideen. Ich schreibe einfach alle Ideen auf. Plötzlich hat man etwas und denkt, cool, und dann vergisst man es wieder. Aber ich schreibe alle auf. Auf dem iPhone habe ich Ideas und dort schreibe ich alles auf.
- 12:24und das ist es. Und dann was ich mache ist, ich gehe die Ideen, ich würde sagen, alle zwei, drei Monate gehe ich die wieder durch und lese sie einfach durch. Und dann passiert eben etwas mega Schönes. Dann habe ich eine Idee, die ich vielleicht früher hatte,
- 12:38vor ein paar Jahren. Und es gibt eine neue Technologie, zum Beispiel Blockchain. Und dann kommt eine Idee, die dort nicht gegangen ist, und plötzlich geht sie heute. Und das nenne ich Ideensex. Du bringst einfach diese Ideen zusammen. Du kannst auch Ideensex mit anderen Leuten haben. Das ist das Schöne, indem du zusammensitzt und Ideen hast. Und er oder du hast eine Idee und wir tauschen das aus. Mastermind-mässig.
- 13:05Aber du kannst das auch mit dir selber machen. Du kannst Ideen-Sex mit dir selber haben. In der Vergangenheit. Du pauschal die alten Ideen und bringst sie zusammen. Und das ist, wie Ideen entstehen. Du nimmst einfach alte Ideen und bist in der neuen Situation. AI, Blockchain, was auch immer. Und plötzlich ist es so,
- 13:24hey, jetzt geht's. Ich glaube, das ist ein sehr guter Probe. Es ist ja oftmals so, wenn man etwas macht, dass es auch nicht der richtige Zeitpunkt war. Und bei uns war es ja nicht anders, bei der Offseite war es nicht anders. Wir haben gestartet mit der Eventlocation, zwölf Tage vor dem ersten Lockdown. Also Zeitpunkt, total schade. Und dann mussten wir uns auch mit anderen Sachen... Mit anderen Ideen.
- 13:45Andere Ideen über Wasserhaut oder versuchen zu überleben. Und es ist ja genau das gleiche. Eigentlich ist es nur so, okay, jetzt vielleicht gerade nicht, aber in ein paar Monaten, in ein paar Jahren hat es vielleicht diese Technologie, wo es dann klappen kann. Und das kann man systematisch machen. Die meisten Leute machen es nicht systematisch, weil sie einfach irgendwo eine gute Idee haben, sie sind irgendwie in der Dusche oder auf dem WC und sagen, ah, das ist eine gute Idee.
- 14:11Und danach kommt das Leben wieder zurück, oder? Und man vergisst dann wieder diese Sachen und es geht wieder weg. Aber wenn du sie aufschreibst, das ist der erste Schritt. Und der zweite Schritt ist, wenn du sie reviewst, dann kommst du einfach plötzlich auf mehr Ideen, mehr und mehr Ideen. Ja, genau. Absolut. Systematisch, wenn wir schon bei diesem Thema sind. Hm. Ein paar wissen, ich durfte ein paar Monate lang in einem Hotel leben. Und ich habe mich dazu entschieden, das zu machen. Und das ist wegen dir.
- 14:40Und wie war es? Beste Erfahrung. So geil, oder? Neun Monate im Hotel gelebt. Sind alle nett zu einem oder zu... So geil. Nachbarschaftskrieg. Null. Meistens sind die Hotels mega schön eingerichtet. Superbitter. Ich habe immer top geschlafen. Hast du nicht immer ein anderes Zimmer gehabt? Nein, aber immer so drei, vier Monate war ich eins. Ich habe drei Mal gewachsen gelebt. Also, beste Erfahrung. Aber jetzt ist es so...
- 15:09Für mich ist Alan so minimalistisch. Ja. Okay. Wie ist es zu dem entstanden? Wie ist das gekommen? Wie ist das passiert? Ja. Wieso? Also heute bin ich es nicht mehr. Aber ich erzähle schnell, wie es entstanden ist und wieso es heute nicht mehr so ist. Angefangen hat es, ich habe es vorhin gesagt, ich habe verschiedene Startups, verschiedene Firmen probiert. Und dort habe ich immer das wenige Geld, das ich irgendwie hatte, wieder investiert. Und dann musste ich irgendwann einfach entscheiden, hey, gehe ich irgendwo arbeiten und verdiene Geld?
- 15:39Das ist das, was reinkommt. Oder schaue ich einfach, dass es weniger rausgeht. Am Schluss des Tages ist das die Gleichung. Und das ist auch so, als ich irgendwann verstanden habe,
- 15:49Reichtum ist nicht, wie viel Geld du hast, sondern es ist, wie viel Geld geteilt durch wie viel du verbrauchst. Und das Reichtum ist, wenn du heute aufhörst zu arbeiten, wie lange kannst du überleben. Das ist das Einzige, weil es gibt so viele Leute, die irgendwo im Investmentbanking sind, mega viel Geld verdienen, aber wenn die heute aufhören zu arbeiten,
- 16:13Dann haben sie irgendwie Kinder in der Privatschule, mega krasse Hütten, mega teure Autos und dann müssen sie ihre Autos gerade verkaufen, nachdem sie aufhören zu arbeiten. Reichtum ist, wie viele Tage kannst du überleben, wenn du heute aufhörst zu arbeiten. Mit dem gleichen Lifestyle. Oder du kannst nachher runterfahren. Entweder kommt mir oder es geht mir raus. Ja.
- 16:34An dieser kannst du einfach arbeiten. Das ist für mich die Definition. Wie viele Tage? Und danach wusste ich, dass es weniger raus geht. Und schon mal habe ich es vorhin gesagt, weniger Fixkosten. Fixkosten waren für mich das Wichtigste. Weil die Variablenkosten kannst du mega schnell runterfahren. Aber Fixkosten sind nicht so einfach zu runterfahren.
- 16:56Dann sagte ich mir, dass der Weg, wie ich das mache, ist, indem ich einfach mega minimalistisch lebe. Dann hatte ich immer weniger. Und dann ist Folgendes passiert. Dann habe ich gemerkt, ich bin mega glücklich geworden. Mega frei. Ja, ich bin einfach frei geworden. Umso weniger, das ich hatte, umso glücklicher wurde ich. Dann dachte ich mir, wie weit geht das? Du bist wie eine Unterhose. Wirklich, es ist immer weniger geworden.
- 17:20Und dann habe ich angefangen wie die meisten Leute, ein durchschnittlicher Haushalt mit etwa 10'000 Sachen. Und dann bin ich runter und dann... Hat dich dieser Film inspirieren lassen? Nein, das war schon viel früher. Du hast ihn eigentlich geschrieben? Ja, was soll ich sagen. Die Bewegung ist dann aufgekommen, weil viele Leute im Überfluss waren. Es hat sich an verschiedenen Orten aufgepappt.
- 17:42Und dann dachte ich mir, okay, der letzte Punkt war, brauche ich überhaupt eine Wohnung? Hey, komm, wir gehen mal ins Hotel. Und dann war das auch während der Pandemie. Dort waren die Hotels zu Hause leer. Die waren mega happy, wenn jemand kommt.
- 17:57Ja, genau. Und danach habe ich dort fast drei Jahre gewohnt. Und danach habe ich dann meiner Freundin gefragt, hey, wollen wir zusammenziehen? Sie hat gesagt ja. Dann habe ich sie gefragt, hey, wollen wir ins Hotel zügeln zusammen? Und dann hat sie mich angeschaut und gesagt, bist du nicht ganz erwartet, sicher ins Hotel? Ich wollte argumentieren, aber ich habe gesagt, das ist mega geil, wir müssen nichts machen, sie machen alles für uns, ich schnarche, wir haben zwei Trenntierzimmer. Beste?
- 18:24Ja, aber sie hat gesagt, wenn wir zusammenziehen, ziehen wir richtig zusammen, sonst machen wir das nicht.
- 18:31Und dann hat sie dann gesagt, hat sie einen mega guten Trick gemacht. Sie hat mich voll durchschaut. Sie hat dann so gesagt, hey, schau, du kannst nicht allen Leuten sagen, dass du Minimalist bist, wenn wir zusammen wohnen und sagen, dass mir all die Teller gehören und dir nicht. Und ich so, das wäre voll mein Trick. Ich hätte voll anderen gesagt. Das ist irre. Ich hätte einen angeschrieben und gesagt, das ist meine. Und dann habe ich gemerkt, okay, ja, shit, das stimmt. Und dann habe ich gesagt, okay, machen wir nicht.
- 18:59Und danach sind wir in so einem Besteck und Teller gekauft. Und danach wollte ich am Anfang noch sagen, «Hey, können wir nicht die Morgenschüssel und die Tesserschüssel die gleichen sein?» Und dann hat sie gesagt, «Nein.» Und danach wollte ich noch bei den Löffeln diskutieren. Das ist ein realer Struggle. Wir haben so Espressolöffel, die wir nie brauchen. Und ich habe das alles probiert. Und dann habe ich gemerkt, ich habe keine Chance. Jetzt ist der Zeitpunkt zum Gala. Und jetzt habe ich es einfach losgelassen.
- 19:28Aber du willst noch etwas fragen? Als du alles losgelassen hast und so viel Materialismus losgelassen hast, was ja energieblockierend ist, irgendwo durch, hast du dann... Oder Energie bindet. Genau. Es bindet irgendwo. Hast du dann nicht den Peak des Lebens gehabt? Je mehr du losgelassen hast, desto mehr konnte zu dir kommen
- 19:48dich finden. Ja. Würdest du sagen, das hat einen Zusammenhang? 100%. Und ich glaube, einerseits die Energie, die irgendwo gebunden ist und andererseits, und darum auch das, was wir vorhin im Vorgespräch gesagt haben, oder? Platz haben, oder was wir vorhin diskutiert haben, Platz haben, Zeit haben. Indem man Freiraum schafft. Und der Minimalismus war nichts anderes als ein physischer Freiraum.
- 20:12einfach mehr Platz für mein Hirn, um wieder irgendwo frei zu sein. Was ich gemerkt habe, mein Bruder hat mal ein neues Auto gekauft. Oder nehmen wir das Telefon, das ist noch einfacher. Du kaufst ein neues Telefon in der Sekunde, in der du zuerst mega happy bist.
- 20:31Sobald das Telefon runterfällt, wie du es vorhin erzählt hast, und es crackt, nervt es dich. Und du merkst, plötzlich sitzt das Telefon ein bisschen zurück. Und umso weniger hast du das, umso weniger hast du das.
- 20:46Und nachher kannst du es noch weniger materialistisch machen, indem du das, was du hast, einfach auch nicht so viel Wert hast. Und sagst, hey, schau, es ist wie... Aber auf dem Telefon merkt man es am besten, oder? Das war genau dieser Satz. Wir haben zusammen gegessen, ich weiss es noch ganz genau. Und dann hast du mir genau von diesem Satz erzählt, alles, was du besitzt, besitzt es ein bisschen in dich. Das hat mich mega getriggert. Das hat mich damals extrem getriggert. Und darum habe ich mich dann auch...
- 21:13Die Situation hat sich dazu ergeben, von der man passt. Das ist dann so gegangen. Es war wirklich eine mega Erfahrung. Mega befriedigend. Darf ich zurückgehen zu den... Mango-Schnaps, dies, das, leerer Chinesen... Wie es dann weiterging?
- 21:29Ja, und danach habe ich verschiedene Sachen probiert. Nichts hat funktioniert. Hast du eine Liste? Hast du irgendetwas, wo du... Ich kann sie dafür nehmen. ...content-riest? Ich habe hier eine Liste. Die ist unter... Wenn ich da gehe zu «Businesses» und danach gehe ich da... Hast du die irgendwo veröffentlicht? «Archive Businesses» und das sind alle. Gefehlt. Alle, die gefehlt haben.
- 21:53Also nicht ein bisschen Gewöhn, gar nichts. Nein, nichts. Das sind einfach alle. Und sobald das Business tot ist oder nicht mehr funktioniert, nehme ich es über in die Archivliste. Ich habe nicht gesagt, es ist ein geiles Ziel. Und das habe ich einfach immer gesehen.
- 22:08Und nichts hat funktioniert. Und dann habe ich meinen Geschäftspartner, Lukas, den du auch kennst, Kevin, mit ihm zusammen studiert. Und er hat mich dann irgendwann mal angerufen und gesagt, «Hey, schau, ich bin hier bei der Bank und die wollen jetzt die Abteilung nach London bringen.» Und ich hatte keinen Bock, ich wollte eigentlich in der Schweiz bleiben. Früher hatte ich auch solche Sachen, ich war auch Unternehmer und ich hatte wie Bock, das wieder zu machen. Und dann habe ich gesagt, «Hey, lass uns Ideen austauschen.»
- 22:37Lass uns verschiedene Ideen austauschen. Ideen 6 haben. Genau, lass uns Ideen 6 haben. Und dann haben wir gesagt, jeden Freitagnachmittag telefonieren und Ideen austauschen. Und dann haben wir wirklich so zwei, drei Freitagnachmittage so, hey, hast du eine Idee? Nein, noch nicht. Und du? Nein, noch nicht. Und dann haben wir gemerkt, das funktioniert so nicht. Komm, wir müssen uns einmal in der Woche treffen. Und dann haben wir immer am Freitagnachmittag gegen den Abend
- 23:01Nach dem Arbeiten sind wir ins Terrasse gesessen und haben Ideen aufgeschrieben und analysiert. Irgendwann haben wir eine Studie gelesen, dass 90% der Paare gerne mehr ausprobieren würden im Bett. Sie haben Angst, den Partner oder die Partnerin zu fragen. Dann dachten wir, das ist eine mega gute Idee. Dort gab es so Black Socks, Socken im Abo. Das kam so mega auf, Socken im Abo, Black Socks.
- 23:29Es gibt auch die Pinkbox. Pinkbox, Blackbox. Zeitlang war alles im Abo. Du hast alles bekommen. So Dinge, die niemand im Abo brauchte. Und dann dachten wir, wir machen auch so eine Box. Und diese Box ist einfach mit Sex. Eine Überraschungsbox. Du kannst einfach bestellen. Und so musst du nicht etwas kaufen, sondern kannst deine Partnerinnen und Partner überraschen. Dann haben wir alle unsere E-Mail-Adresse genommen.
- 23:53Es waren 4'000 Leute, auch unsere Professoren und so. Dann haben wir anonym eine E-Mail rausgeschickt und gesagt, «Hey, wir haben hier eine neue Box mit sechs Häusern.» Die haben nicht gewusst, dass es von uns ist. Dann haben wir das rausgeschickt an die 4'000 Leute. Und dann haben drei Leute etwas gekauft. Also von 4'000 drei? Drei. Die wir gekannt haben. Drei haben etwas gekauft. War das dein grösster Erfolg? Das war der grösste Erfolg. Und nachher hatten wir gar kein Produkt.
- 24:21Wir hatten nichts. Wir haben einfach diese Seite gemacht, das E-Mail rausgelassen, um zu schauen, ob jemand kauft. Drei haben etwas gekauft. Und nachher mussten wir im Magic X am Limatker ran. Wir sind da reingegangen und haben alles gekauft, was 50% war. Massageöl und so. Dann gab es noch so einen Schokolade mit so einem Pinsel, den du deinen Partnern und Partnern anmalen und dann abschlecken konntest. Und nachher dachten wir, wir kaufen alles. Und haben das verschickt.
- 24:49Und dann kamen so hessige E-Mails zurück und sagten, «Hey, ihr habt uns abgelaufenes Zeug geschickt, wie es 50% war, ist die Socke abgelaufen.» Und dann haben wir uns kennengelernt und gesagt, «Hey, es tut uns mega leid, ihr habt nicht gesehen, dass es abgelaufen war.» Und dann gaben sie uns Feedback und sagten, «Schaut, die Idee ist mega geil, mit irgendwie Sex-Toys und dass es nicht mehr so schmutzig wird.»
- 25:11Das ist ein kreativer Teil der Firma. Genau. Und all diese Sachen waren sehr schmutzig. Viele dieser Läden hatten Pornos drin, die waren mehr auf sich selbst und nicht für die Partnerschaft. Und unsere Box war auf die Partnerschaft.
- 25:27Und danach kam der Film «Fifty Shades of Grey» und das Buch. Und ob man den Film jetzt gut findet oder nicht? Eine riesige Chance. Und dort ist es einfach explodiert. In welchem Jahr war das? Das war 2014, 2015. Das ist schon 10 Jahre her. Der erste kam wahrscheinlich 2015 raus. Ja, das ist ja voll der...
- 25:47Und das hat einen riesen... Das hat so wie... Als ich in China war, hat niemand Kaffee getrunken. Und dann kam Starbucks. Und Starbucks ist nicht der beste Kaffee auf der Welt, aber die Leute haben angefangen, Kaffee zu trinken. Das Gleiche war bei uns mit Sex Toys. Die Leute hatten nicht Sex Toys gekauft, aber plötzlich kam 50 Shades of Grey. Und alle dachten, so eine Peitsche und eine Handschelle auszuprobieren. Und nachher waren wir ausverkauft.
- 26:15zwei Monate von Handschellen und Peitschen. Und nachher sind wir dann irgendwann an eine Messe gegangen und dann haben wir dort gesehen, früher waren die Toys noch so in Plastik eingeschweisst. Und dann hatte es einen dort, der einen mega schönen Design hatte.
- 26:30Wir flogen nach Hause und die, die mir Kondome gekauft haben, die, die vor uns sass, sagte, sie hätten den Womanizer gesehen. Nein, was ist das? Sie hatte den gekauft und hat ihn gestern Abend ausprobiert. Absolut crazy. Dann haben wir ihn angerufen und gefragt, ob wir ihn in die Schweiz holen können. Ja, kein Problem. Dann kam der Womanizer. Wir waren die ersten, die den vertrieben haben. Also ihr habt die ganze Schweiz befriedigt. Genau. Dann ist das explodiert. Das war die zweite Welle.
- 26:59Ja, wir haben die Leute geliebt. Oh mein Gott. Genau. Oh mein Gott. Das letzte, was dann gekommen ist, war der Adventskalender, wo wir es dann wirklich in die Masse bringen konnten. Das ist dann das Ultimative, das ist eigentlich das, was wir am Anfang wollten, dass wir die Paare miteinander reden können und dass es einfach ist. Das hatten wir dann im Adventskalender. Das ist eigentlich die zehn Jahre in drei Minuten zusammengefasst.
- 27:25Krass. Mega. Also, von der Deutschen Welt Gratulation. Danke für den Landtag. Und vor allem Gratulation zum nie aufgeben. Zum immer weiter machen. Ich habe die Liste gesehen, wie lange das ist und sie ist nicht kurz. Es ist krass. Sie ist nicht kurz. Es sind 51. Wenn ich dann höre von anderen, die sagen, ich habe etwas versucht, es hat nicht geklappt, darum gehe ich wieder normal arbeiten. Finde ich mega schade.
- 27:49Jeder entscheidet selber, klar. Aber ich finde es schade, weil es ist eine Sache. Und da sieht man, teilweise braucht es mega viel. 51 in diesem Fall. Bis es dann zum Durchbruch kommt. Und ich glaube das Mainzer spielt da eine enorme Rolle. Ja. Aber...
- 28:05Ihr habt das verkauft? Ihr habt es exekutiv gemacht? Ja, wir haben es verkauft. Und seit dem 31.12. letztes Jahr bin ich draussen. Bist du jetzt wieder pensioniert? Und jetzt bin ich früh pensioniert. Und dann komme ich jetzt ins nächste Projekt. Ich bin dann auf die Waage gestanden und war irgendwie 102 Kilo bei 1.73. Das Kampfgewicht.
- 28:28Ich dachte mir, das geht einfach nicht. Ich ging zum Arzt, der hat meine Blutwerte genommen. Er sagte, das sei nicht gut. Ich hatte eine BMI von 35. Du hattest Zeit, aber keine Gesundheit. Ich ging zu meinen Freunden und sagte, ich habe Zeit und Geld. Es gibt keine Ausrede mehr. Dann sagte ich ihr, ich gehe an die Olympiade. Sie fragte, wofür ich an die Olympiade ging. Ich gehe für die Philippinen an die Olympiade.
- 28:57Ich bin halb Filipino. Jamaika hat eine Bob-Mannschaft. Das wird hoffentlich verfilmt. Das ist die erste Netflix-Serie, die wir machen. Und dann dachte ich, ich gehe in die Olympiade. Dann habe ich im Anwaltsbüro mit denen, mit denen ich zusammen arbeite, gesagt, «Hey, schaut mal das ganze Reglement von Olympia durch. Wo komme ich am einfachsten hin?»
- 29:19Und dann kam ich zurück und sagte, am einfachsten ist Langlauf. Das grösste Feld, dort hast du die grösste Chance, hinzukommen. Dann habe ich einen Langlauftrainer geholt, nach Davos gegangen. Ich hatte einen Langlauf gemacht, null Talent. Wirklich null, immer umgefallen, immer ausgerutscht. Da sind mega viele Videos, wo du da warst. Eben mit Luca, da ist auch Irina mitgekommen. Ja, genau. Immer versucht Langlaufen und so. Aber wirklich schwierig. Und er ging einfach nicht. Ich habe probiert und gemacht und so.
- 29:45Ich dachte, das wird schwierig. Und dann, vor etwa sechs Monaten, also Anfang Frühling, bekomme ich ein E-Mail. Und dann schreibt einer und sagt so, «Hey Alan, mein Name ist Christian, ich bin wie du, halt Filipino. Und ich gehöre seit 26 Jahren, hättest du mal Zeit für einen Call?» Und ich so, «Ja klar, unbedingt, lass telefonieren.» Dann sagt er, «Schau Alan, wir sind in einer Situation, in der es so wahrscheinlich niemand mehr geben wird.»
- 30:14Es gibt zwei Halb-Filipinos, wie wir beide. Die wohnen im Emmental. Das sind nicht Girler, sondern absolute Elite-Girler. Die waren 2017 und 2018 für die Schweiz an der Weltmeisterschaft. Aber sie konnten sich nie für die Olympia für die Schweiz qualifizieren. Sie haben es nie geschafft.
- 30:33Sie traten zurück. Die anderen drei hatten eine Gruppe, Team Philippines. Sie hatten immer den Raum, an die Olympiade zu gehen. Mit diesem Team. Die Konkurrenz ist kleiner auf den Philippinen. Ihnen fehlte immer ein Vierter. Sie hörten von mir,
- 30:52Und dann habe ich dem Christian am Ende des Calls gesagt, hey fuck Langlauf. Folgendes, ich verspreche euch zwei Sachen. Das erste ist, ich verspreche euch, ich trainiere richtig hart. Das verspreche ich euch. Und ich trainiere richtig hart. Jeden Tag am Morgen im Gym, am Nachmittag am Girling. Jeden Tag. Und das zweite, was ich euch verspreche, das wird das bestsponserte Girling-Team-Musik. Diese zwei Sachen verspreche ich euch.
- 31:17Und jetzt sind wir das philippinische Nationalteam im Girling. Und wann ist es soweit? 2026. Hey, 2026 ist Olympia. Und wir haben ganz, ganz, ganz viele Probleme, die wir lösen mussten. Die beiden Jungs aus Memental hatten noch keinen Pass. Dann mussten wir im Schnellverfahren... Philippinischen Pass.
- 31:37Ja genau, die hatten noch keinen philippinischen Pass, die hatten einfach den Schweizer Pass. Und dann das natürlich nicht. Ja, und weisst du, Mutter hat gesagt, ich spiele, Mutter ist Philippiner, hat sie gesagt, ich spiele nur für die Schweiz, nicht für die Philippiner, weil sie ist so voll pro Schweiz. Und dann mussten sie sich überreden und dann mussten wir den philippinischen Girling-Verband gründen. Wie alt sind denn die? Die sind 29 und 30. Na so geil. Und die waren auch Profi-Girler, das Leben lang. Also waren sie begeistert von der Idee, dass jetzt du und er und...
- 32:02Ja, weil sie da Traum hatten, aber sie waren auch skeptisch. Sie dachten, was ist das für ein Dude, der da kommt. Und danach sagte ich ihnen einfach, ich muss ihnen zeigen, dass ich das ernst meine. Auch wirklich will. Genau. Und ich habe angefangen und dann musste ich in Tränen suchen. Zuerst musste ich eine Halle suchen, wo gehe ich hin.
- 32:22Dann riefen sie an einem Schweizer Görling-Verband. «Hey, wo kann man görlen?» Dann sagten sie, die Hauptstelle des Schweizer Görlings sei Baden. Ich sagte, Baden? Ich komme von Baden. Das kann nicht sein. Ich habe noch nie eine Halle gesehen. «Doch, beim Barek. Dort hat es gerade...» «Ah ja, schau, dort weint er.» «Stimmt! Dort hinten hat es eine.»
- 32:38Ich komme von Bad, ich wusste nicht, dass es die ganze Zeit vor deinen Augen war. Und dann haben sie ihn getrennt und gesagt, da gibt es einen, Marcel Käufler, der war Vize-Europameister, der ist gerade zurückgetreten. Dann haben sie ihn angerufen und gesagt, hey Alan, Görling ist bei mir vorbei, ich will Unternehmer werden, ich bin dran. Ich gebe Gemeinden und so Beratung und so. Win-win. Ich wollte gerade sagen, genau, der geht an den Kamm. Und dann habe ich immer gesagt, hey, schau Marcel, folgender Deal.
- 33:03«Verechne mir den Stundensatz, den du deinen Kunden verrechnest.» «Ich erzähle dir alles, was ich über Unternehmertum weiss.» «Und du bringst mir Girling bei.» «Hey, come on.» «Hey, geil.» «Und dann hat er überlegt und gesagt, ich will die, die du bist und du willst die, die ich will.» «Ja, genau.» «Modestage.» «Und es ist mein Vollzeit-Trainer.» «Wenn er keinen Kundentermin hat, treffen wir uns, girlen wir.»
- 33:29Und jetzt, wenn du so 5-6 Monate etwas voll machst, ich bin langsam richtig gut im Girling. Ich gehe jeden Tag und habe mir schon jeden Tag geschickt, was ist der Plan, was machen wir. Und jetzt haben wir den Girling-Verband gegründet und letzten Freitag sind wir akkreditiert worden vom World Girling Congress. In Korea haben die uns akkreditiert, dass wir jetzt die philippinische Nationalmannschaft an diesen Events teilnehmen dürfen.
- 33:56Und jetzt sind wir auf der Warteliste, um in Kanada zu spielen, im Oktober. Und dort würden wir dann die ersten Qualifikationen für die Weltmeisterschaft spielen. Und es nimmt ein riesiges Momentum an, das Ganze. Und es ist so...
- 34:10What the fuck? Es ist so wie ein Joke gone too far. Wir sind wirklich so, ey, it's real. Und jetzt gehen wir am 5. oder 6. Oktober nach Prag spielen, gegen andere Mannschaften. Wir haben unsere eigenen Trikots. Es ist so geil. Das beweist doch wieder, wenn man etwas wirklich will, und man hat es im Kopf, man weiss den Weg vielleicht nicht. Man weiss es nicht. Es muss keinen Sinn geben, es muss sich nur richtig anfühlen. Und dann musst du einfach deine Energie...
- 34:37Und deine Persistenz musst du einfach... Mega. Sie haben den Verband, den wir angenommen wurden, beim philippinischen Olympischen Komitee.
- 34:48Die haben nicht gecheckt, wie sie mit uns umgehen sollen. Weil alle Reglemente, die sie haben, sind auf den Sommer ausgelegt. Die sagen, ja, klar könnt ihr euch anmelden, aber wenn ihr euch anmelden wollt, dann muss es Stadien geben, dann müssen so und so viele Schüler mit. Und auf der Philippinen gibt es kein Eis. Man könnte das nie machen. Oder gibt es ja nicht. Es gibt Lücken. Ja, und die haben einfach nicht gewusst, was sie mit uns machen sollen. Die haben immer sehr lange gewartet.
- 35:14Ich kam nicht vorwärts, ich stellte uns ein Arbeitsbüro in Manila an, um uns zu helfen. Die schrieben dann immer über die Nacht. Die Tür war wieder. Mega hart. Am Morgen schaute ich mir E-Mails an, ich bekam fast einen Herzinfarkt, weil wir nicht vorwärts kamen. Bis zum 25. August mussten wir das schreiben bekommen, sonst hätten wir uns beim World Girling Verband nicht anmelden können.
- 35:36Und sie haben jeden Tag geschrieben. Und ich habe alle Hass gemacht. Und am 24. August in der Nacht bekommen wir das Schreiben. Und sie sagen, hey, okay,
- 35:46Wir checken euch zwar nicht, was ihr da genau macht, aber wir supporten euch. Und darum, das ist genau das, was wir gesagt haben. Du weisst nicht, wie du dort herkommst. Du weisst es nicht, aber du setzt den Fokus und du bist einfach relentless. Und du nimmst einfach Nein nicht als ein Nein. Und ich habe wirklich ein paar Mal gedacht, ey, das wird wirklich eng. Und ich habe einfach die Gedanken wieder aus dem Kopf rausgezogen. Ich denke, wie ein Gestört, ich gehe einfach dort rauf.
- 36:14Und ich mache, und wir gehen jetzt an die Olympiade, ich laufe dort hin, egal wie. Und jetzt haben wir eine Million andere Probleme, oder? Aber einfach machen. Problemlöser-Mentalität. Voll gut. Einfach machen. Kommt. Ich freue mich schon auf 2026 an der Siegerehrung. Wo ist denn die Olympiade im 2026? In Milano.
- 36:37Wir haben gesagt, 1000 Leute mit dem Bus. Mein bester Kollege hat die Werbald-Bus. Und dann haben wir gesagt, wir fahren alle nach Milano. Party. Und gewinnen ist nicht das Ziel.
- 36:53Ich will in das Stadion einlaufen. Vorne mit dem Langlauf war es wie alleine. Jetzt sind wir wie ein Team. Wir sind so unterschiedlich. Christian, der mir geschrieben hat, schafft in einer Bank und ist seriös und ist auch älter, ist 43. Dann hast du die beiden Jungs aus dem Emmental. Der eine hat eine Elektrikerbude und der andere schafft auf dem Abbruch, hat das Geschäft vom Vater übernommen. Wir sind im Emmental
- 37:23aus Zürich und was so. Es ist der Weirdest. Aber wir verstehen uns, mega geil. So geil. Und jetzt sind wir irgendwie, haben wir so Medien. Der Dildo-Dealer. Ja. Und jetzt sind wir da. Es ist so der Weirdest-Shit. Und wir sind die Girls. Und jetzt haben wir unser erstes Spiel gewonnen. Das ist mega geil. So gut. Aber so gut. Also das heisst, du bist jetzt wirklich full-time...
- 37:45Auf LinkedIn. Ich bin ein Girler. Ich bin ein Girler und Uber-E-Fahrer. Aber wenn es auf LinkedIn ist, dann ist es offiziell. Dann ist es offiziell. Und ich habe gesehen, auf TikTok und so, du helfst ganz vielen anderen Startups weiter, insofern die Idee gut ist und richtig ist. Also bist du wirklich so ein Fulltime-Investor auch in diesem Sinn? Nein. Nein, ich habe angefangen zu investieren. Das habe ich gemacht.
- 38:08Ich merkte, dass ich nicht gut bin. Weil ich alles geil finde. Jemand kommt mit einer Idee und ich sage, es sei eine geile Idee. Mein Geschäftspartner Lukas ist viel kritischer. Er sagt, dass das nicht gut ist. Das ist gut als Investor. Du musst kritisch sein.
- 38:28Als Unternehmerin und Unternehmer musst du nicht kritisch sein. Du musst alles machen. Obwohl, als wir letztes Mal an deinem Event waren, hast du ja... Was hast du abgeschlagen? Was du nicht investiert hast? Planted. Planted? Ja, planted. Also, ich habe das nicht gemacht, weil ich kein Geld hatte. Ah, okay, nicht weil die Idee scheisse... Nein, mega geile Idee. Aber ich hatte einfach kein Geld. Ich hatte noch nicht meinen Exit. Und da habe ich gemerkt, ein Investor ist es nicht, weil ich A selber Dinge machen will und B ich finde alles geil und dann ist das Geld weg.
- 38:57Shopaholic. Ja, einfach «Geile Idee, geile Idee, geile Idee.» Und ich habe wirklich ein paar Startups investiert. Und dann habe ich gemerkt, was mich viel mehr interessiert, ist, Content zu machen. Und das, was ihr auch hier gerade macht. Und ich sehe, wie bei Amorana, wo ganz wenige Leute gesehen haben, dass man Sexhäuser von einer Nische in einen Massenmarkt bringen kann, sehe ich jetzt wieder eine neue Opportunität.
- 39:22Und die Opportunität heute ist «Direct to Consumer». Und es gibt verschiedene amerikanische Companies, die das machen. Zum Beispiel einer, den man kennt, ist der Logan Paul, der ist so ein YouTuber. Der hat so ein «Prime Energy» gemacht. Und der hat vor zwei Jahren mit dem angefangen. Er macht hunderte von Millionen Umsatz. Dann gibt es den anderen, den MrBeast. Der ist der grösste YouTuber auf der Welt, der hat Schokolade gemacht.
- 39:50vor zwei Jahren die Schocke gemacht, aber wenn wir bitte mal über die Schweizer reden... 150'000 Dollar für Thumbnails aus. Damit die Thumbnails gut aussehen auf YouTube. Aber wir reden jetzt von Amerikanern. Und jetzt glaube ich, und ich sehe, dass du nicht mehr... Bei Amorana hatten wir immer Zeitungen und Fernsehstationen als Gatekeeper. Heute, der Content, den wir machen,
- 40:18Niemand kann es stoppen. Wir können den Content auf YouTube tun, wir können es auf Spotify tun. Und all der Content ist mega wertvoll. Und dort kommt auch die Idee von Olympia. Die Geschichte von Olympia ist Content. Es ist einfach mega wertvoller Content. Und meine Idee ist, ich baue, ich lerne, wie man Content macht.
- 40:40Darum, ich gehe raus, interviewe Startups, ich versuche an die Olympiade zu kommen, ich mache Lifehacks, alles um es zu optimieren. Das ist der Content, den ich produziere.
- 40:52Und mit diesem Content baue ich eine Community auf. Von Leuten, die sagen, dass sie das mega cool finden, Leben zu optimieren, zu vereinfachen, wie sie ein Business starten können. Oder einfach ihre Energie anziehen finden. Genau. Wie kann ich als 41-jähriger, übergewichtiger Olympia gehen?
- 41:11Wie kann man das machen? Also Hacks, die ich probiere. Und wenn ich das habe, dann probiere ich, die Leute zu monetarisieren, indem ich Produkte baue, die ich geil finde, und dann sage ich, wenn ihr das kaufen wollt, könnt ihr es kaufen.
- 41:26Und den Direct-to-Consumer gibt es in Europa noch nicht. Ich sehe noch niemanden. Und die Amis sind wieder dort voraus. Und darum, die ganze Geschichte von Olympia, das ist Content. Ihr macht Content, wir bauen eine Community und danach monetarisieren wir das von dort aus. Das ist die Idee. Und deshalb, nein, ich werde nicht Investor, sondern ich fange ein neues Unternehmen an.
- 41:52Cool. Viel Erfolg. Danke vielmals. Ich glaube noch... Was? Ja, Abschlussfrage. Oder hast du noch mehr? Ich kann noch Tage mit dir weiterreden. Das Sache ist ja die...
- 42:06Wir kennen uns seit 3-4 Jahren. Und ich habe so viele Sachen von dir mitbekommen. Ich weiss von deinem Podcast. Ein paar von deinen Geschichten habe ich schon vorher gekannt. Ich finde das mega spannend. Ich finde dich eine mega inspirierende Person. Wenn ich gross bin, will ich mal sein.
- 42:25Darum, ich habe noch tausend Sachen zu fragen. Nur schon wegen deinem Logo von Alan Frey. Ich habe das Flugzeug entdeckt. Es gibt so viele Sachen zu entdecken. Es ist ein ultra schöner Abschluss. Aber eine Frage. Wir haben hier Zuhörer. Wenn du diesen Leuten etwas mitgeben könntest, auf dem Weg mitgeben, was würdest du ihnen sagen? Was du mir gesagt hast, aber so etwas
- 42:54Hey, das, was du am Schluss gesagt hast, wenn ich das jetzt so erzähle, klingt das alles wie eine gerade Linie. Ich habe angefangen und jetzt ist er da. Und das ist es nicht. Es ist es nicht. Und auch das Kompliment von euch ist mega nett und ich nehme das sehr gerne an. Aber wieso ich die Geschichte erzähle und auch die Geschichten erzähle, die nicht funktioniert haben, ist, weil ich den Leuten aufzeigen will. «Hey, weisst du was?»
- 43:21«Da war ein kleiner Halb-Philippiner-Jungs ausserhalb von Baden, der nicht wirklich so gut im Fussball war und einfach Ideen hatte und probiert hat. Und irgendwie hat es dann geschafft.»
- 43:34Es ist ein Weg. Es gibt den Weg, dass du deine eigenen Ideen umsetzen kannst. Und das Internet und Social Media und Content ermöglichen uns, ohne dass jemand sagen kann, ja oder nein. Du darfst das oder du darfst das nicht. Komm, mach. Man kann das machen. Und das finde ich so geil. Und ich will einfach rausgehen und den Leuten sagen, hey, schau.
- 43:57Ich habe es probiert und es hat nicht immer funktioniert. Aber wenn ich rückblickend schauen kann, bin ich so happy, dass ich meine eigenen Ideen probiert habe. Alle, die zuhören, haben ihre eigenen Ideen. Das heisst nicht, dass man sofort seinen Job kündigen muss. Fange an. Gehe den ersten Schritt. Mache das Logo. Hol die Webseite auf Squarespace. Hol die Domain.
- 44:23Mach dein erstes Produkt. Schick es an deine ersten Freunde. Mach eine WhatsApp-Gruppe, in die du es einschickst. In dieser WhatsApp-Gruppe wirst du verrissen. Die Leute sagen, das ist nicht gut, das ist nicht gut. Okay, geh zurück. Verbessere es. Mach nochmal. Die ersten Leute sagen, das ist nicht so schlecht. Mach weiter so. Das da. Anfangen. Der erste Schritt, das ist wie...
- 44:45Du denkst, du willst ins Gym gehen und denkst, ah, heute habe ich keine Lust. Du machst den ersten Schritt, du nimmst nur die Tasche in die Hand. Und dann gibt es das Momentum. Und dann läufst du. Und dann bist du im Gym. Und dann hast du es gemacht und denkst so, gut, habe ich es gemacht.
- 45:03Ich glaube, das war ein wunderschöner Abschluss. Danke vielmals für die letzten paar Worte. Und ich glaube, für alle, die da zuhören, gehen auch am Ende seinen Podcast hören, weil er ist fantastisch. Ganz, ganz viele coole Themen. Studiert sein Logo. Da gibt es viel zu entdecken im Logo. Und ja, also herzlichen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, um da zu sein in unserem Podcast. Die wertvolle Zeit. Jetzt wissen wir ja, wie wertvoll deine Zeit wirklich ist.
- 45:29Ja, oh yeah, oh yeah. Alle unsere Zeit. Und toi, toi, toi, Olympiade. Wir werden sicher dabei sein. Ja, erst in der Ei. Wir sind dabei. Danke vielmals. Twerenbold-Bus, zwei Plätze, mindestens fünf. Das ganze Offseil-Land, wir sind dabei. Sehr gerne. Danke vielmals für alles. Und ich mache ein neues Logo, falls da die Leute am Schauen sind. Und dann gibt es ein neues. Meine Agentur hat gesagt, sie finden es eigentlich zu plump. Nur als kleine Infanzlieger. Irgendjemand im neuen Logo stundenlang das Flugzeug sucht.
- 45:56Und nicht verhindert, dass ich das so gesagt habe. Also gut, wunderbar. Danke vielmals. Danke euch. Danke vielmals. Danke viel, vielmals. Hey, cool. Mega geil. Mega, mega geil.