Latest / ntv Wirtschaft / RTL kauft Sky: Europas Kampfansage an die US-Streamingriesen
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- RTL darf Sky übernehmen. Und plötzlich geht es nicht nur um Serien und Sport, sondern um die Frage, ob Europa im Streaming noch mithalten kann. Der deutsche Handel schlägt Alarm. Billigplattformen aus China kosten Milliarden und zehntausende Jobs. Und Tesla? Liefert wieder bessere Zahlen. Aber reicht das für ein echtes Comeback? Hallo und herzlich willkommen. In diesem Podcast verwandeln moderne KI-Systeme journalistische Inhalte, die auf unseren NTV-Plattformen publiziert wurden, in ein neues Hörformat. Text und meine Stimme wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt. Vor der Veröffentlichung werden alle Folgen nach strengen journalistischen Standards geprüft. Viel Spaß beim Zuhören. Wir starten heute mit einer Nachricht, die den Medienmarkt in Europa ordentlich durchrütteln dürfte. Die EU-Kommission gibt grünes Licht. Die RTL Group darf den Pay-TV-Anbieter Sky Deutschland ohne Auflagen übernehmen. Damit entsteht ein neuer großer Player mit Millionen Abonnenten und einem breiten Angebot von Unterhaltung über Nachrichten bis Live-Sport. Für die Zuschauer werde sich dadurch einiges ändern, kündigt Stefan Schmitter, CEO von RTL Deutschland an. Es gibt ja ein großes Portfolio an Rechten. V.a. vieles Lokale, was wir hier haben, ganz viel Live-Sport. Aber was wir an der Stelle schon sagen können, ist, dass das liebste Kind der Deutschen, die Bundesliga, zukünftig noch mehr oder so viel wie nie zuvor im Free-TV stattfinden wird. Wir werden die Spiele der 1. und 2. Liga zurückbringen ins Free-TV an verschiedenen Stellen über das gesamte Jahr, um den Leuten Freude zu machen. Wir werden den DFB-Pokal auf Sky und auf RTL Plus haben und wir werden die Topspiele der Europa League auch auf RTL Plus und Sky haben, sodass jeder entsprechend für seinen Geldbeutel oder je nach Fan-Leidenschaft und Fan-Herz sich das entsprechende aussuchen kann. Das ist schon eine klare Ansage. Mehr Fußball im frei empfangbaren Fernsehen. Das dürfte viele freuen. Gleichzeitig bleibt aber auch das Abo-Modell bestehen. Strategisch geht es aber um noch mehr. RTL will mit diesem Schritt auf Augenhöhe mit den ganz großen amerikanischen Konkurrenten spielen. Hier nochmal Stefan Schmitter. Ich denke, wir spielen jetzt 1. Liga mit einer ganz großartigen Mannschaft, aber wir haben den Heimvorteil. Wir wissen, was unsere Menschen wollen. Wir kennen das seit 40 Jahren. Wir werden es bestmöglich für alle Zuschauerinnen und Zuschauer machen. Und genau das ist der Kern dieses Deals. Die RTL Group, zu der auch NTV gehört, will sich gegen globale Plattformen behaupten. Mit lokalen Inhalten, mit Sportrechten und mit dem Argument, näher am Publikum zu sein. Und während sich in der Medienbranche gerade ein neuer Gigant formiert, gerät ein ganz anderer Markt hierzulande massiv unter Druck. Eine neue Studie zeigt, Billigplattformen aus China kosten die deutsche Wirtschaft jedes Jahr Milliarden. Täglich kommen rund 460.000 Pakete aus China nach Deutschland. Vor allem von Anbietern wie Temu und Xi'in. Laut Handelsverband Deutschland, der die Studie beim Institut der deutschen Wirtschaft in Auftrag gegeben hat, entgehen der Wirtschaft rund 2,4 Mrd. Euro Wertschöpfung pro Jahr. Der Branchenverband spricht von unfairen Wettbewerbsbedingungen. Viele Anbieter hielten sich nicht an europäische Regeln. Produkte entsprechen teilweise nicht den Standards. Im schlimmsten Fall könnten sie sogar gesundheitsschädlich sein. Was sagen Experten zu den Ergebnissen dieser Studie? Etienne Bell hat sich mit dem Handelsexperten Jörg Funder darüber unterhalten. Ist das unfair, was wir da erleben? Oder ist das einfach nur Wettbewerb, wenn die Kunden das günstigere Produkt kaufen? Man muss der Studie schon unterstellen, sie wurde durch den Deutschen Einzelhandelsverband in Auftrag gegeben, dass hier im Wesentlichen wettbewerbspolitische Eigeninteressen zugrunde liegen. Und das ist der Auslöser dabei und auch die Berechnungsgrundlage, dass dem deutschen Staat zweieinhalb Milliarden Euro Wertschöpfung verloren gehen, in dem Einzelhandel oder der deutschen Wirtschaft gab, 5 Milliarden Euro Umsatz, beruht darauf hin, dass man Konsumenten befragte, würden sie dennoch die Waren kaufen, wenn es Temu und Shein nicht gäbe und 70 Prozent gaben an, ja, würden wir, wir würden auch mehr dafür bezahlen. Ungeachtet dessen sind die Vorwürfe an die Plattformen nicht unbedingt nicht gerechtfertigt. Warum nicht? Gut, es ist nachweislich, dass viele Produkte, die durch die Plattformen in Verkehr gebracht werden, tatsächlich den EU-Regularien nicht entsprechen. Das betrifft insbesondere, und das ist besonders gut dokumentiert, beispielsweise Inhaltsstoffe oder aber auch Verstöße gegen Markenrechte, also illegale Produkte, wenn man es so nennen will. Darüber hinaus gibt es verschiedene Verfahren, die gerade gegen die Plattformen laufen. Das betrifft insbesondere sogenannte Dark Patterns im Kaufabschluss, also sozusagen diese Gamification-Varianten, die Darstellung von irreführenden Preisen bis hin zu psychologischen Faktoren, die eingebracht werden. Also dieses Shaming, wenn Sie die Webseite verlassen, dass man dann sagt, okay, Sie könnten jetzt aber Geld sparen, sodass man sich fast dafür schämt, sagt, nee, ich will aber gar kein Geld sparen. Also dort gibt es Praktiken, die möglicherweise untersuchen, die untersucht werden so, aber die möglicherweise vielleicht auch nicht richtig sind und nicht lauter sind, zumindest nach unserem Geschäftsgebahn. Darüber hinaus gibt es Vorwürfe, Zollgrenzen zu umgehen. Es gibt eben auch Vorwürfe, wenn es darum geht, um den Digital Services Act. Also Algorithmen, Empfehlungsvarianten, die unklar sind, wie sie funktionieren. Aber ist Temu, ist Shein jetzt ein Problem für den Einzelhandel in Deutschland oder nicht? Es ist ein Problem dahingehend, dass Kaufkraft letztendlich von deutschen Händlern abgezogen wird und zu Temu und Shein eben fließt. Und das stört die deutschen Händler letztendlich und dagegen probiert man vorzugehen. Ich glaube, das ist eben so ein bisschen das Geschmäckle, was damit bringt. Auch wenn die Vorwürfe zum Teil eben gerechtfertigt zu seinen scheinen, viele Verfahren laufen hier ja noch, Aber man sieht, dass eben die Behörden das ernst nehmen. Hier haben wir auch nicht zu wenige Regeln, sondern man müsste es besser kontrollieren einfach. Und wenn man dann aber sagt, das Konzept als solches wird vom Konsumenten ja auch angenommen und es wird innerhalb geltender Regeln gespielt, dann gibt es dort auch eigentlich nichts vorzuwerfen. Jetzt legt die EU Temu und Shein und auch den anderen Plattformen, die es da ja noch gibt, Steine in den Weg. Demnächst fallen Gebühren an. 3 Euro pro Paket bis 150 Euro Warenwert. Diese Freigrenze ist jetzt weg. Ab Mitte des Jahres und ab November kommt noch mal eine Bearbeitungsgebühr dazu. Wie hoch, weiß man noch nicht. Hält das die Leute davon ab, da einzukaufen? Was meinen Sie? Ich glaube nicht, dass das die Menschen davon abhalten wird, diese marginale Grenze von 3 Euro auf dieses Paket dann nochmals einzusparen. Es sei denn, es wird vielleicht eher noch mal dazu führen, dass man paradoxerweise mehr einkauft, damit sich der Einkauf letztendlich dann auch lohnt. Also diese Marginalbestellungen für 3 Euro etwas bestellen, was dann verschickt wird, oder für 10 Euro etwas bestellen. Man wird dann eher etwas bündeln und mehr ausgeben. Nach einem Jahr voller Gegenwind für Tesla, mit Preiskämpfen, wachsender Konkurrenz und einem Chef, der öfter politisch als unternehmerisch für Schlagzeilen sorgt, rückt jetzt wieder das Kerngeschäft in den Mittelpunkt. Tesla meldet sich zurück. Zumindest ein Stück weit. Der Elektroautobauer steigert Umsatz und Gewinn wieder. Im vergangenen Quartal setzt das Unternehmen rund 25 Milliarden Dollar um. Ein Plus im Vergleich zum Vorquartal. Unterm Strich bleibt ein Gewinn von etwa 1,8 Milliarden Dollar. Das ist deshalb bemerkenswert, weil Tesla zuletzt deutlich unter Druck stand. Rabatte haben die Margen belastet, die Konkurrenz, vor allem aus China, wird stärker und das Wachstum hat sich spürbar verlangsamt. Ist das nun eine echte Trendwende oder nur eine kurzfristige Stabilisierung? Corinna Wohlfeil hat darüber mit dem Fondsmanager Axel Brose gesprochen. Ist das jetzt die Wende für Tesla mit diesen Ergebnissen? Also grundsätzlich muss man sagen, die Zahlen waren sehr gut und sind zumindest ein Indiz dafür, dass es besser wird. Weil die letzten zwei Jahre waren für Tesla wachstumsseitig schon eher schwierig und herausfordernd. Und dementsprechend ist jetzt ein Wachstum und Umsatz von 16 Prozent erstmal ein sehr positives Indiz. Aber man muss das auch so einordnen. Es hat natürlich einen starken Basiseffekt, weil die Vergleichszahlen waren sehr einfach. Ja, sehr niedrig. So ist es dann ja immer mit den Prozenten im nächsten Jahr. Aber die Frage ist ja, und das sprach der Kollege im Studio eben schon an, inwieweit interessieren Elon Musk eigentlich diese Autoabsatzzahlen noch? Tesla ist ja viel mehr. Wie wichtig sind die Autos noch? Also aktuell sind sie noch sehr wichtig, weil sie machen ungefähr zwei Drittel des Umsatzes und des Cashflows aus. Und deswegen sind sie aktuell sehr wichtig, aber natürlich auch, um das zukünftige Wachstum zu finanzieren. Und das sind ja sehr interessante Sachen, wie beispielsweise Humanoide Roboter, Optimus in der Pipeline, dementsprechend aktuell noch sehr wichtig. Aber man geht davon aus, dass eben in der Zukunft immer weniger wichtig wird. Okay, das nächste Wichtige sind dann wohl die Robotaxis, die selbstfahrenden Autos. In den Niederlanden gibt es jetzt eine Full-Driving, Self-Driving-Erlaubnis schon. Also Mitfahrer dürfen dort aber selbstfahrende Autos schon fahren. Wie sehen Sie die Entwicklung? Wird das der nächste Gewinntreiber für Tesla? Ja, das ist aktuell sehr, sehr wichtig und das wird ein zukünftiger Gewinntreiber werden. Das autonome Fahren wurde vor allem in den USA, in verschiedenen Städten, in Texas, aber auch in San Francisco ausgerollt. Ich glaube, bis Jahresende sollen da zwölf weitere Städte dazukommen. Und auch in Europa ist das autonome Fahren Stufe 2, das ist noch das überwachte Fahren, in den Niederlanden eingeführt wird. Wann sehen wir das in Deutschland? Wahrscheinlich auch noch im Laufe dieses Jahres, aber eben nur die überwachte Version. Und dieses autonome Fahren 4, wo dann quasi kein Fahrer mehr überwachen muss, das kommt wahrscheinlich dann erst so in 2028, 2029. Und Tesla will auch selbst Chips produzieren und ist da zu einem Joint Venture eingegangen. Wie bewerten Sie das und was steckt da drin? Genau, das ist jetzt eine relativ neue Nachricht. Vor ein paar Wochen hat Tesla bzw. Elon Musk angekündigt, dass Tesla zusammen mit SpaceX, einem anderen Unternehmen von Elon Musk und Intel, ein Joint Venture eingehen, indem sie dann in Zukunft selber fortschrittliche Chips produzieren wollen und sozusagen die Abhängigkeit von anderen Chip-Produzenten verringern wollen. Also für die Eigenproduktion sozusagen, jetzt nicht unbedingt, um die weiter zu verkaufen, damit Gewinn zu machen. Das heißt dann aber wahrscheinlich auch für die humanitiven Roboter? Genau, also im ersten Schritt ganz klar für die eigene Unternehmung, also sowohl für die Tesla-Fahrzeuge, für die Optimus-Roboter und auch für XXI, also für das KI-Datencenter von Elon Musk. Dafür werden die in der ersten Stufe produziert. Okay, und was ist jetzt mit diesen Robotern? Wie sehen die aus und wie viel Gewinn werden die ihm? Oder was sehen Sie da für Chancen? Ja, das ist ein ganz, ganz heißes Thema. Und ich glaube, das ist bei der Zukunftsvision von Elon Musk der wichtigste Aspekt. Diese Roboter sind aktuell noch in der Entwicklung und die Produktion soll Ende des Jahres, 2026, Anfang 2027 dann losgehen und dann im Laufe von 2027, 2028 in die Massenproduktion übergehen. Und die, wie der Name sagt, humanoide Roboter, die sehen uns also sehr ähnlich und die können dann eben, ja, haben menschenähnliche Fähigkeiten und können dann zum Beispiel in der Produktion eingesetzt werden, aber theoretisch auch im Haushalt. Und da das was ganz Neues ist, ist eben noch sehr offen, wie das genau dann in der Praxis dann wirklich läuft. Aber er hat das Ziel, dass die Roboter zu einem Preis von 20.000 US-Dollar verkauft werden und damit erweitert sich natürlich ein sehr breites Spektrum an möglichen Einsätzen. Das war unser Blick auf die aktuellen Nachrichten aus der Wirtschaft für den Moment. Wir hören und lesen uns wieder bei NTV. In der App, im TV oder hier im Podcast.