Latest / Epoch Im Fokus / Reporter ohne Grenzen: China strebt „neue Weltmedienordnung“ an #163
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- 0:00Speaker 0: Herzlich willkommen zur Epoch im Fokus mit dem Thema Pekings Informationskontrolle.
- 0:04Speaker 0: Reporter ohne Grenzen, China strebt neue Weltmedienordnungen.
- 0:10Speaker 0: Eine Titel von Eva Fu und Frank Fang vom Vierundzwanzigsten September.
- 0:13Speaker 0: zwanzig sechsundzwantig ein Mikrofon Alexander Sieber.
- 0:17Speaker 0: Ein neuer Bericht von reporter ohne grenzen beschreibt Chinas wachsenden Einfluss auf Medien im Ausland.
- 0:22Speaker 0: genannt werden Medienkooperationen Influencer reisen Druck auf Journalisten und politische Einflussename über KI-Modelle.
- 0:30Speaker 0: Deutsche Medien sind dabei auch ein Ziel von Peking.
- 0:35Speaker 0: Zitat, China versucht seine eigenen Normen und sein eigenes Modell von Journalismus zu etablieren erklärt Reporter ohne Grenzen RSF in einem neuen Bericht.
- 0:44Speaker 0: Laut der Organisation mit Sitz in Paris hat sich die Kampagne Pekings zur Verbreitung seines staatlich kontrollierten Mediensystems ausgeweitet.
- 0:52Speaker 0: Sie richtet sich demnach zunehmend auch gegen unabhängige Journalisten im Ausland.
- 0:56Speaker 0: Die am XXI.
- 0:57Speaker 0: September veröffentlichte Bericht warnt vor Pekings-Anhaltenden im Streben nach einer neuen Weltmedienordnung, einem Ziel das Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping seit XXIII verfolgt.
- 1:08Speaker 0: Nach Darstellung von RSF hat sich das chinesische Modell in dem Medien eng an staatliche Vorgaben gebunden sind über Peking's internationales Mediennetzwerk inzwischen auf fünf Kontinente ausgebreitet Auch deutsche Medien und Influencer betroffen.
- 1:22Speaker 0: Der Bericht nennt Deutschland ausdrücklich als eines der Länder, in denen Chinas Strategie zum Export seines Propagandermodells bereits sichtbar geworden sei.
- 1:31Speaker 0: Zwei konkrete Mechanismen werden dabei benannt – Zum einen bestimmten Content-Sharing-Vereinbarungen zwischen chinesischen Staatsmedien und öffentlich rechtlichen sowie lokalen Sendern durch die Inhalte chinesischer Staatsmedian als unabhängiger Journalismus weiterveröffentlicht werden könnten.
- 1:48Speaker 0: Laut RSF betrifft dies auch Deutschland.
- 1:50Speaker 0: RSF nennt dabei als Fallbeispiele den NDR und die Berliner Zeitung.
- 1:56Speaker 0: Zum anderen hätten staatsnahe chinesische Institutionen gezielt gesponserte Reisen für ausländische YouTuber- und TikTok-Creator organisiert, während chinesischen Staatsmedien eigene Programme für Influencer aufgelegt hatten um ihre Programme zu verbreiten und ein breiteres jüngeres Publikum zu erreichen.
- 2:13Speaker 0: Als Beispiele dafür nennt der Bericht neben Deutschland auch Nigeria und Neuseeland.
- 2:18Speaker 0: Sören Kittel, Referent für Asien und Pazifik bei RSF äußerte im März dieses Jahres Zitat Chinas Einfluss auf die globale Informationsordnung ließ sich in den vergangenen Jahren auch in deutsche Städten feststellen – oft subtil aber systematisch.
- 2:39Speaker 0: China versucht seine eigenen Normen und sein eigenes Modell von Journalismus zu etablieren, eines in dem die Medien einzig den Regime gegenüber verantwortlich sind.
- 2:47Speaker 0: Und das Werkzeug der Propaganda- und Kontrolle gelten nicht als unabhängige Säule der Demokratie, erklärten Anne Bozandé, RSF Redaktionsdirektorin und Alexandra Bielakowska Referentin für ASIN und Pazifik bei RSF in einer Stellungnahme zum Bericht.
- 3:03Speaker 0: Zitat.
- 3:04Speaker 0: Wir hoffen, dass diese Bericht mehr Licht auf diese Taktiken wirft und unsere Demokratien mit einem Schutzschild für unseren Informationsraum ausstattet bevor es zu spät
- 3:13Speaker 0: ist.".
- 3:15Speaker 0: Die jüngsten Erkenntnisse bauen auf zwei früheren RSF-Berichten mit den Titeln China's Pursuit of a New World Media Order und The Great Leap Backwards of Journalism in China auf, die zu Jahrzehnte beziehungsweise um Jahrzehnundzwanzig veröffentlicht wurden.
- 3:30Speaker 0: Sie beschrieben Peking systematische Kampagne globale Mediennarrative durch bezahlte redaktionell aufgemachte Beiträge – Advertorials – in ausländischen Publikationen, Medienpartnerschaften und Content-Sharing-Vereinbarungen sowie durch vollständige finanzierte Reisen und Schulungen für ausländerliche Journalisten zu
- 3:48Speaker 0: prägen.".
- 3:50Speaker 0: Der neue Bericht betont, dass China sich nicht auf eine einzige Methode verlasse, sondern seine Taktiken an die Medienlandschaften der jeweiligen Zielländer anpasse.
- 3:59Speaker 0: Nach Darstellung von RSF zielt die Strategie darauf ab chinesische Narrative zu verstärken und Informationen, die den Interessen des Regimes zur Wiedelaufen zu marginalisieren.
- 4:11Speaker 0: Grenzüberschreiten der Repression.
- 4:13Speaker 0: Der Bericht beschreibt zudem Fälle grenzüberschreitender Repression durch die kommunistische Partei Chinas, KPCH gegen im Exil lebende chinesische sowie ausländische Journalisten.
- 4:23Speaker 0: Dabei würden laut RSF verschiedene Methoden eingesetzt, die darauf abzielten Betroffene einzuschüchtern zum Schweigen zu bringen und unter Druck zu setzen.
- 4:32Speaker 0: Zitat.
- 4:32Speaker 0: Seit zwanzigzwanzig, insbesondere im Zuge der COVID-IX Pandemie mussten viele chinesische Journalisten auf der Suche nach Sicherheit und einer dauerhaften Neuansiedlung in Neuländer fliehen heißt es in dem Bericht.
- 4:44Speaker 0: Zitat – selbst wenn sie schließlich im Ausland sind sehen sich diese Journalisten weiterhin Druck und Einschüchterung durch das Chinesische Regime ausgesetzt.
- 4:53Speaker 0: Im Juli appellierte RSF an Thailand, den chinesischen investigativen Journalisten Bei Zaudung nicht abzuschieben.
- 5:01Speaker 0: Bei war es von China geflohen nachdem er über politisch heikle Themen berichtet hatte.
- 5:06Speaker 0: Darunter Korruption und Betrug unter KPCH funktionieren.
- 5:10Speaker 0: Laut dem neuen Bericht wurden im Oktober zwanzig vier chinesische Strafverfolgungsbeamte dabei beobachtet, wie sie vor einer Dienststelle der thailändischen Einwanderungsbehörde auf ihn warteten.
- 5:21Speaker 0: Anschließend tauchte er unter nachdem er weder sein Visum nicht verlängern noch seinen Pass zurückgehalten konnte.
- 5:27Speaker 0: Der Bericht zitiert zu dem Tahir Imin, einen imexilebenden uigurischen Journalisten und gründet der Nachrichten-Website Uweger Post.
- 5:35Speaker 0: Mit den Worten er habe wegen seiner Berichterstattung jahrelange Hackingversuche, Onlinedrohungen und Überwachung ertragen.
- 5:43Speaker 0: Darüber hinaus seien hissefünfundzwanzig zwei französische Journalisten – Zitat – Ziel einer massiven anhaltenden Cyberbelästigungskampagne geworden die von chinesischen Staatspropaganda Medien verstärkt wurde.
- 5:56Speaker 0: So der Bericht Die Journalisten hatten an einer Fernsehsendung mitgewirkt, die Geschäfte eines französischen Sportbekleidungsunternehmens mit einem chinesischen Unternehmen aufdeckte, dem der US-Kongress und die Vereinten Nationen vorwerfen, Zwangsarbeit von Uighun einzusetzen.
- 6:11Speaker 0: Der Bericht warnt, dass Journalisten nun aufgrund von Chinas neu erlassenem Gesetz zur ethnischen Einheit einem größeren Risiko ausgesetzt seien.
- 6:19Speaker 0: Dieses enthalte eine Klausel zu extra-territorialen Gerichtsbarkeit – die Peking, die Befugnisgebe, die Durchsetzung ins Ausland auszuweiten.
- 6:27Speaker 0: Zitat «Journalisten sind nun einem höheren Risiko rechtswidriger Strafverfolgung und grenzüberscheitender Repression im Namen der Untergrabung der ethnischen.
- 6:38Speaker 0: Ein Beleg dafür, wie weit die KPCH zugehend bereit ist um das Schüren von Angst unter ihren politischen Gegnern zurechtfertigen heißt es in dem Bericht.
- 6:47Speaker 0: Um der von RSF beschriebenen Grenze überschreitenden Repression zu begegnen unterbreitet die Organisation mehrere Empfehlungen.
- 6:54Speaker 0: dazu gehört unter anderem Strafverfolgungsbehörden für die verschiedenen Formeln solcher Einflussnahme zu sensibilisieren und Übergriffe auf Journalisten einheitlich zu erfassen.
- 7:05Speaker 0: Neue Stufe der Informationskontrolle.
- 7:07Speaker 0: Die zunehmende Popularität generativer künstlicher Intelligenz habe zu einer neuen Stufe in Chinas herangehensweise an Informationskontrolle und Propaganda geführt, so RSF.
- 7:18Speaker 0: Chinesische Sprachmodelle darunter DeepSeek, Ernie & Q& hätten laut eigenen Tests von RSF politische Zensurmechanismen und staatlich genehmigte Narrative in ihre Antworten integriert.
- 7:31Speaker 0: Als Dieb Sieg gefragt wurde, warum die chinesische Bürgerjournalistin Chiang Chun inhaftiert worden sei – aber der Chatbot Chinas offizielle Sprachregelungen wiederholt heißt es im Bericht.
- 7:42Speaker 0: Chiang, die zwanzig-zwanzig erstmals inhaftierter wurde bevor sie zwanziv-fünfundzwanzigt zu einer weiteren vierjährigen Haftstrafe verurteilt wurde ist für ihre frühere Berichterstattung über den Covid-IX Ausbruch in China bekannt.
- 7:55Speaker 0: Eine eigene Untersuchung von DeepSeek durch die englischsprachige Ausgabe der Epoch Times veröffentlicht dem Februar, dass der KI Chatbot sich weigerte Fragen zu Chinas Menschenrechtsbilanz inhaltlich beantworten.
- 8:09Speaker 0: Chinesische Narrative erreichen westliche KI-Modelle.
- 8:12Speaker 0: Pekings Propaganda habe auch westliche Sprachmodelle durchdrungen, so der Bericht, der sich auf eine gemeinsame Studie mehrerer US-amerikanischer Universitäten beruft.
- 8:21Speaker 0: Darunter die University of Oregon – The Purdue University und the University of California San Diego.
- 8:28Speaker 0: Die im Mai in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie untersuchte Inhalte aus Common Crawl, einem gemeinnützigen Archiv das Websites aus dem gesamten Internet sammelt und dessen Daten zum Training große Sprachmodelle verwendet wurden.
- 8:42Speaker 0: Anhand eines chinesischsprachigen Datensatzes von Common Crawls stellten die Forscher fest dass sich drei Komma ein Millionen Dokumente in ihren Formulierungen erheblich mit Inhalten von zwei staatlich koordinierten chinesischen Medienquellen überschnitten, so ein Artikel der University of Oregon über die Studie.
- 9:02Speaker 0: Unter den Dokumenten, die chinesische politische Führungspersönlichkeiten oder Institutionern erwähnten, sei der Anteil auf bis zu dreiundzwanzig Prozent gestiegen.
- 9:11Speaker 0: Hannah Wade, Assistenzprofessorin für Soziologie an der University Of Oregon und Mitleiterin der Studie sagte gegenüber RSF – Die Ergebnisse deuterten auf unbeabsichtigte Folgen hin.
- 9:23Speaker 0: Unternehmen wie OpenAI und Entropic könnten ein aus ihrer Sicht neutrales Archiv an Online-Informationen für das Training nutzen, und am Ende Modelle hervorbringen, deren Ausgaben stärker mit Pekings bevorzugten Narrativen übereinstimmten.
- 9:37Speaker 0: Die Forschungsergebnisse würden daher so weight auf eine besorgniserregende Möglichkeit hinweisen was autoritäre Regime insbesondere China angesichts ihre Kontrolle über chinesischsprachige Informationen anrichten könnten.
- 9:50Speaker 0: Zitat.
- 9:51Speaker 0: Das gibt ihnen einen weiteren Grund, ihr Informationsumfeld zu koordinieren – denn dadurch können sie nicht nur beeinflussen was ihre eigenen Bürger wahrnehmen sondern auch die Modelle prägen, die eine zunehmend wichtige Rolle in unserem breiteren Informations- umfeld spielen sagt ihr Wade.
- 10:07Speaker 0: Einflussoperation in den USA.
- 10:10Speaker 0: Der RSF-Bericht befasst sich außerdem mit dem Fall von Aileen Wang, einer ehemaligen Bürgermeisterin von Arkadia im US-Bundestart Kalifornien.
- 10:18Speaker 0: Sie bekannte sich im Mai schuldig als Agentin für die KPCH tätig gewesen zu sein.
- 10:23Speaker 0: Staatsanwälte war vom WANG vor das chinesischsprachige Medienunternehmen U.S.
- 10:27Speaker 0: News Center betrieben zu haben, dass sich als legitimes Nachrichtenmedium für die lokale chinesische Gemeinschaft in Kalifornia ausgeabt tatsächlich aber zur Verbreitung von KPCH Propaganda genutzt wurde.
- 10:39Speaker 0: RSF ordnet den Fall in einem größeren Zusammenhang ein und verweist auf weitere Untersuchungen, zum Einfluss.
- 10:48Speaker 0: Wang Jiaqiu, einer in den USA ansässige Forscherin mit Schwerpunkt Menschenrechte und Demokratie wird in dem Bericht mit den Worten zitiert – Zitat.
- 10:57Speaker 0: Auffällige Ähnlichkeiten in der redaktionellen Linie einiger chinesischer Diaspora-Medien in den Vereinigten Staaten deuteten auf die Möglichkeit breiterer im Hintergrund agierender Netzwerke hin, die deren Berichterstattung zu lenken
- 11:09Speaker 0: versuchten.".
- 11:11Speaker 0: Laut dem Bericht habe Wangs Forschung ergeben, dass Zitat Peking seinen Fokus zunehmend auf die Kommunalpolitik in den USA verlagert hat und versucht Mitglieder der chinesischen Diaspora dazu zu bewegen geschlossen für bestimmte Kandidaten zu stimmen oder Wähler von anderen fernzuhalten.
- 11:31Speaker 0: Die Einflussoperation der KPCH habe zudem erhebliche Investitionen in lokale und gemeinschaftliche chinesischsprachige Medien in den Vereinigten Staaten umfasst, darunter auch wirtschaftlich angeschlagene US-Medien.
- 11:43Speaker 0: So der Bericht unter Berufung auf die in den USA ansässige chinesische Journalistin Vivian Wu.
- 11:49Speaker 0: Zitat China hat dreißig Milliarden Renminbi, drei Komma neun Milliarden Euro investiert, um dieses Netzwerk zum Aufkauf lokaler Medien aufzubauen, sagte Wu gegenüber RSF.
- 11:59Speaker 0: Nach Wust der Ausstellung konkurrieren unabhängige DS-Pora Medien mit finanziellen und institutionellen deutlich besser ausgestatteten Akteuren.
- 12:07Speaker 0: Der Bericht fordert demokratische Regierungen auf, die finanzielle Nachhaltigkeit von Exilmedien zu stärken durch langfristige Finanzierung beschleunigter Visa-Verfahren für verfolgte Journalisten sowie erleichterten Zugang zur Aufenthalts- und Arbeitserlaubnissen für Journalisten im Exil.