Latest / Ab ins Bett - Die tägliche Gute-Nacht-Geschichte / #2223 Michael und der neue Verein
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- Michael und der neue Verein Ab ins Bett mit Marco König · Folge 2223 · Sonntag, 27. September 2026 00:00 Diese Werbung unterstützt Ab ins Bett dabei, unabhängig zu bleiben. Liebe Eltern, bevor die Geschichte losgeht, drei Fragen, die mir oft gestellt werden. Erstens, braucht man für den Adventskalender eine spezielle App? Nein, nur die Handykamera. Haltet sie auf den QR-Code, und die Geschichte startet. Zweitens, ich habe mehrere Kinder, brauche ich mehrere Kalender? Nein, alle hören nämlich zusammen einen Kalender. 00:27 Und drittens, kommt er denn rechtzeitig? Ja, wenn du jetzt bestellst, ist er schon bald bei dir zu Hause. Sicher weit vor dem ersten Dezember. Hör jetzt rein. Eine Hörprobe und alles Weitere findest du jetzt auf abinsbett.net Schrägstrich Türchen eins. 00:55 Hier ist euer Lieblingspodcast. Hier ist Ab ins Bett. Ich bin Marco, und ich begrüße euch heute Abend, am Sonntagabend, zur 2.223. Gute-Nacht-Geschichte. Vorher aber das Recken und das Strecken. 01:12 Nehmt die Arme und die Beine, die Hände und die Füße, und reckt und streckt alles so weit weg vom Körper, wie es nur geht. Macht euch ganz, ganz lang. Spannt jeden Muskel im Körper an. Und wenn ihr das gemacht habt, dann lasst euch ins Bett hinein plumpsen und sucht euch eine ganz bequeme Position. 01:36 Heute Abend, bin ich mir sicher, findet ihr die bequemste Position, die es überhaupt bei euch im Bett gibt. Hier ist die 2.223. Gute-Nacht-Geschichte für Sonntagabend, den 27. September. Michael und der neue Verein. Michael ist ein ganz normaler Junge. Es ist ein ganz normaler Tag. Es kann sogar heute sein. Michael rennt über den Rasen. 02:05 Seine Fußballschuhe sind voller Gras, und auf der Stirn glitzern kleine Schweißperlen. Es ist Nachmittag, und heute Nachmittag ist Trainingstag. Seit Michael denken kann, spielt er im Fußballverein. Und er kennt alles. Er kennt sogar jeden Grashalm auf dem Platz, jede Pfütze nach dem Regen und sogar jedes Loch im Netz vom linken Tor. Heute 02:32 hat sich Michael etwas vorgenommen. Heute möchte er Tore schießen und stürmen. Er will ganz vorne stehen, den Ball annehmen und direkt oben in die Ecke schießen. 02:46 Doch dann pfeift der Trainer, Herr Brandt. Er ist groß, hat einen Bart und eine Trillerpfeife. Und die hängt immer an einer roten Schnur direkt um seinen Hals. Michael, du spielst heute in der Abwehr, sagt Herr Brandt. Für Herrn Brandt war es nur ein normaler Satz. Ich will doch stürmen, sagt er zu Herrn Brandt. Heute nicht, vielleicht nächstes Mal, meint Herr Brandt. Und Michael 03:15 stellt sich nach hinten. Er tritt gegen einen kleinen Erdhaufen, und die Erde fliegt nur so umher. Es ist wirklich traurig für ihn heute. Die anderen schießen die Tore, und er steht da. Und dann muss er nach dem Spiel auch noch die Hütchen einsammeln. Alle zwölf Stück. Sie sind orangefarben, und er sammelt eins nach dem anderen auf. 03:40 Am Zaun wartet Opa. Opa holt Michael immer vom Training ab, jede Woche. Na, wie war's denn heute, fragt Opa. Michael nimmt ein Stück Apfel. Opa hat ihn gerade geschält, er kaut drauf herum. Ach, immer bestimmt Herr Brandt, sagt Michael. Er bestimmt, wer ins Tor muss, er bestimmt, wer stürmen darf, wer die Hütchen holt, immer er, er, er. Michael ist richtig sauer. 04:11 Opa nickt, und er sagt gar nichts. So laufen sie nach Hause, vorbei am Bäcker, vorbei an der Bushaltestelle. Wenn ich meinen eigenen Verein hätte, dann könnte ich bestimmen, und zwar alles, sagt Michael. Er reißt die Augen auf. Ja, das ist doch die Idee. Schnell eilt er mit Opa nach Hause. Zu Hause angekommen, holt er Blatt und Stift, und er malt ein Schild. 04:40 Oben schreibt er mit großen Buchstaben: Michaels Verein. Dann malt er einen Fußball und eine Krone. Denn die Krone ist für den Präsidenten. Und der Präsident ist natürlich er. Er klebt das Schild an den Gartenzaun, damit es auch die Nachbarn wissen. Ab jetzt ist hier ein Fußballverein zu Hause, und zwar Michaels Verein. Opa, 05:09 willst du auch Mitglied werden?, fragt Michael. Och, gerne, sagt Opa und setzt sich hin. Dann kommt Lotta dazu. Es ist Michaels kleine Schwester. Sie ist vier, und eigentlich will sie überall mitmachen. 05:27 Mit einem Mal schaut auch Jonas, der Nachbarsjunge mit den Sommersprossen, über den Zaun. Er scheint das Schild gelesen zu haben. Michael, was hast du denn für einen Verein?, fragt er. Einen Fußballverein, sagt Michael voller Stolz, und ich bin der Präsident und Trainer und Kapitän und Stürmer. Alles auf einmal?, fragt Jonas. Er ist aber etwas überrascht. Ja, 05:56 sagt Michael, und er fühlt sich riesig, so riesig wie noch nie in seinem Leben. Morgen ist das erste Training. Michael hat alles geplant. Jonas ist auch dabei. Jonas, du gehst ins Tor, bestimmt Michael. Ich bin der Bestimmer, sagt er auch noch voller Stolz. Ich möchte nicht ins Tor, sagt Jonas, bestimm doch jemand anderen. Michael schaut zu seiner kleinen Schwester. Sie sitzt im Gras, und 06:26 sie pflückt Gänseblümchen. Ich will nicht ins Tor, sagt Lotta. Da kommt mir der Ball entgegen. Also stellt Michael erst mal die Tore auf, zwei Gießkannen auf der einen Seite, zwei Blumentöpfe auf der anderen Seite. Dann erklärt er die Regeln. Lotta will aber einfach nicht zuhören. Ein Schmetterling fliegt vorbei, und irgendwie ist das für sie interessanter. Und Jonas? Na, der macht sowieso, was er will. 06:54 Der schießt jetzt schon mit dem Ball kreuz und quer durch den Garten. Der Ball fliegt über den Rasen, knallt über den Zaun und fliegt auf das Grundstück der Nachbarn. Alle schauen Michael an. Du bist doch der Bestimmer, sagt Jonas. Hol du ihn doch. 07:13 Michael seufzt. Er geht außen herum und klingelt bei den Nachbarn. Herr Wiedinsky macht die Tür auf und lässt ihn in den Garten. Michael holt den Ball und läuft wieder zurück. 07:27 Zurück im Garten sieht er, dass Jonas und Lotta auf einmal streiten. Lotta weint sogar ein wenig, sie schnieft. Michael wischt ihr eine Träne von der Wange. In der Zwischenzeit sitzt Opa auf der Bank, und er schaut zu. Er lächelt sogar ein bisschen, aber er sagt gar nichts. Als Mama zum Abendessen ruft, da klettert Jonas über den Zaun nach Hause. Lotta rennt ganz schnell ins Haus. 07:55 Michael ist alleine draußen. Im Garten liegen die Gießkannen noch umgekippt, die Blumentöpfe stehen schief, und der Ball rollt durchs Gras. Michael sammelt alles ein, stellt die Gießkannen zurück unter den Wasserhahn und trägt die Blumentöpfe auf die Terrasse. Und dann fällt ihm was ein. Er wollte doch eigentlich heute Tore schießen. Dabei hat er fast gar nicht gespielt. 08:22 Bevor sich Michael zum Schlafen hinlegt, kommt Opa noch mal ins Zimmer. Na, wie war der erste Tag als Präsident?, fragt Opa. Michael will gar nicht drüber nachdenken. Er sagt einfach nur: Anstrengend. Man muss an so viel denken, wenn man Bestimmer ist. Opa nickt. Ach, weißt du, als ich so alt war wie du, hatte ich auch einen Trainer. Und er hat immer gesagt: Ein guter Bestimmer macht nicht alles allein. Ein guter Bestimmer 08:51 hat ganz viele Helfer. Da denkt Michael drüber nach. Über Helfer. Ja, sagt Opa und streichelt ihm noch einmal über den Kopf. Schlaf gut, Präsident, sagt Opa. 09:10 Noch bevor Michael einschläft, denkt er drüber nach. Ja, morgen wird jeder eine Aufgabe bekommen. Lotta wird die Ballholerin, sie ist klein, und sie kann einfach über den Zaun klettern. Jonas darf abwechselnd stürmen und ins Tor. Einmal er, einmal Michael. Und Opa wird vielleicht Schiedsrichter, kann auf der Bank sitzen bleiben und bekommt eine Trillerpfeife. 09:35 Und dann denkt Michael an Herrn Brandt, an seine Trillerpfeife, die zwölf Hütchen und die Kinder, die eigentlich alle Tore schießen und stürmen wollen. 09:47 Es kann sein, dass es für Herrn Brandt auch manchmal anstrengend ist. Vielleicht muss er auch so viel nachdenken. 09:55 Als Michael das nächste Mal zum Fußballtraining geht, beschließt er, Herrn Brandt beim Hütchenaufstellen zu helfen. Ohne dass er fragt. 10:07 Morgen geht erst mal das Training in Michaels Verein weiter. Aber jetzt ist erst mal Schlafenszeit, sogar für einen Präsidenten. Michael weiß genau wie du: Jeder Traum kann in Erfüllung gehen. Du musst nur ganz fest dran glauben. Und jetzt heißt's, ab ins Bett und träumt was Schönes. Bis morgen ab 18 Uhr 10:37 auf abinsbett.net. Gute Nacht, und bitte vergesst nicht, dem Podcast zu folgen und ihn zu bewerten. 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