Latest / Anonym Suchthilfe – KI-gestützte Selbsthilfe / Recovery-Sexualität: Das größte Tabu der Suchtbehandlung | 28 Jahre Erfahrung ohne Scham
Transcript
- 0:00Hallo und herzlich Willkommen zu unserer heutigen gemeinsamen
- 0:02Erkundung. Ich freue mich riesig, dass du
- 0:04wieder dabei bist und dir Zeit für dich und deine Themen
- 0:07nimmst. Heute tauchen wir in ein Feld
- 0:10ein, das oft im Schatten liegt. Recovery, Sexualität, ein Thema,
- 0:15das viele betrifft, aber über das selten offen gesprochen
- 0:18wird, fast so, als gäbe es da eine unsichtbare Mauer des
- 0:21Schweigens. Unsere Grundlage dafür ist ein
- 0:24sehr ehrlicher Artikel und die persönlichen Einblicke von
- 0:27Gabriel von Nielix, Berlin und. Und gleich zu Beginn eine
- 0:31wichtige Anmerkung. Wir sprechen heute über sehr
- 0:34persönliche und potenziell triggernde Themen, Sexualität,
- 0:38sucht, vielleicht auch Trauma. Wenn du merkst, dass es dir zu
- 0:42viel wird, drück ruhig auf Pause, sprich mit jemandem
- 0:45darüber oder hol dir Unterstützung.
- 0:47Pass gut auf dich auf. Unbedingt.
- 0:50Und weil Offenheit heute unser Leitmotiv ist.
- 0:53Der Autor des Artikels, Gabriel, ist selbst Betroffener.
- 0:57Er teilt auf seiner Webseite nielix Berlin sehr offen seine
- 1:00eigenen Erfahrungen aus. Über 28 Jahren Recovery von
- 1:04Sucht und psychischen Herausforderungen.
- 1:06Das tut er, um zu zeigen, du bist mit diesen komplexen Themen
- 1:10nicht allein. Diese Erfahrungen sind Teil des
- 1:13menschlichen Weges für viele. Ja, und diese gelebte Erfahrung
- 1:16ist unglaublich wertvoll, finde ich.
- 1:18Weil sie uns aus der reinen Theorie herausholt und zeigt,
- 1:21worum es im Kern geht. Genau.
- 1:24Und unser Ziel heute, diese Mauer des Schweigens
- 1:27einzureißen. Denn wie wir sehen werden,
- 1:29betrifft das Thema Sexualität in der Recovery fast jeden, aber es
- 1:33wird oft peinlich berührt beiseite geschoben.
- 1:36OK. Lass uns genau da ansetzen,
- 1:39absolut. Es ist höchste Zeit, denn
- 1:42unbehandelte sexuelle Schwierigkeiten sind oft
- 1:45versteckte Stolpersteine auf dem Weg der Genesung, manchmal sogar
- 1:49direkte Auslöser für Rückfälle. Es geht darum zu verstehen,
- 1:52warum ist das so ein Tabu und wie kann Heilung konkret
- 1:56aussehen, dann lass uns mal auf die Fakten schauen, die Gabriel
- 1:59zusammengetragen hat, die Zahlen sind schon ein echter Weckruf.
- 2:04Fast 3 Viertel aller Menschen in Recovery 73% berichten von
- 2:08sexuellen Problemen. 3. Viertel, das muss man sich mal
- 2:11vorstellen, ja. Gleichzeitig spricht über die
- 2:14Hälfte 54% nie mit Therapeuten darüber, was für eine Kluft eine
- 2:19riesige Kluft, die zeigt, wie tief das Schweigen sitzt.
- 2:22Und es wird quasi systemisch unterstützt. 67% der Recovery
- 2:27Einrichtungen oder Gruppen behandeln Sex immer noch als
- 2:30Tabu, mit spürbaren Folgen 42%. Entwickeln sexuelle
- 2:34Verhaltensweisen, die selbst wieder Suchtcharakter annehmen
- 2:38können? Das ist ja auch krass.
- 2:39Turztal und dann kommt noch dazu 86%, also die überwältigende
- 2:45Mehrheit wissen nach der sucht schlicht nicht mehr, wie sich
- 2:48eine normale, gesunde Sexualität ohne den Einfluss von Substanzen
- 2:53anfühlt oder gestaltet. Die sind total verunsichert.
- 2:57Hu aber, und hier wird es wirklich interessant.
- 3:00Es gibt Hoffnung, 89%, also fast 9 von 10, die ihre sexuellen
- 3:05Themen aktiv angehen, stabilisieren damit ihre gesamte
- 3:08Recovery. Das ist doch eine starke
- 3:10Botschaft. Eine unglaublich starke
- 3:12Botschaft. Das unterstreicht ja, wie
- 3:15wichtig das ist und was das Ganze noch verstärkt, ist die
- 3:18neurologische Ebene, die Gabriel auch anspricht.
- 3:22Stell dir vor, sucht und Sexualität nutzen im Gehirn
- 3:26teilweise dieselben Datenautobahnen.
- 3:28Vor allem das Belohnungssystem, das mit Dopamin arbeitet.
- 3:32Auch Bereiche für Impulskontrolle und die
- 3:34Verarbeitung von Angst oder Scham sind bei beidem aktiv.
- 3:37Das heißt, wenn man die Sucht behandelt, aber diesen eng
- 3:40verknüpften Bereich der Sexualität ignoriert.
- 3:44Dann bleibt ein wichtiger Teil der neuronalen Verstrickung
- 3:46bestehen und kann weiter Probleme machen.
- 3:48Genau das ist der Punkt. Eine rein auf Abstinenz
- 3:51fokussierte Recovery, die die sexuelle Heilung ausklammert,
- 3:55ist Neurobiologisch gesehen oft unvollständig, die alten Muster
- 4:00und Verbindungen im Gehirn können weiterhin aktiv bleiben
- 4:03und ja ein Risiko darstellen, aber wenn das so klar ist, die
- 4:08Zahlen sprechen für sich, die Neurologie auch, warum dann
- 4:11dieses hartnäckige Tabu? Gabriel nennt ja einige Mythen,
- 4:15die dahinter stecken. Einer davon, Recovery, heißt
- 4:18Verzicht auf alles lustvolle. Als ob man quasi ein asketisches
- 4:23Leben führen müsste und Sex ein gefährlicher Impuls sei, den man
- 4:27kontrollieren muss. Ja, und dieser Mythos ist nicht
- 4:30nur falsch, sondern auch schädlich.
- 4:32Gesunde Sexualität ist ein menschliches Grundbedürfnis,
- 4:36kein Laster, das man ablegen muss, das ist ja Quatsch.
- 4:40Die Gründe für das Tabu sind vielschichtig.
- 4:43Viele traditionelle Recovery Ansätze haben religiöse Wurzeln,
- 4:47die Sexualität eher kritisch sehen.
- 4:49Laut Quelle sind das 78% dann ist es oft generationsbedingt.
- 4:55Frühere Generationen sprachen generell weniger offen über Sex.
- 4:58Und die Profis sind oft selbst unsicher, sagtest du.
- 5:00Exakt ein Großteil der Suchttherapeuten, Gabriel nennt
- 5:0489%, hat keine spezifische sexualtherapeutische Ausbildung.
- 5:09Die wissen dann vielleicht selbst nicht so recht, wie sie
- 5:11das Thema anpacken sollen. Dazu kommt die Angst von
- 5:15Institutionen vor Haftungsfragen.
- 5:17Das Ergebnis Betroffene fühlen sich allein gelassen, trauen
- 5:21sich nicht, das Thema anzusprechen und leiden im
- 5:24Stillen, was ihre Genesung gefährdet.
- 5:26Das ist tragisch, ein weiterer Mythos Sexualität lenkt von der
- 5:31echten Recovery ab. Das Gegenteil ist der Fall.
- 5:35Ungeklärte sexuelle Themen sind häufige Rückfallauslöser.
- 5:38Sie zu ignorieren heißt, einen wesentlichen Teil des
- 5:41Menschseins und potenzieller Probleme auszublenden.
- 5:44Es ist keine Ablenkung, sondern Teil der Heilung.
- 5:47Es gehört einfach dazu und der dritte Mythos, der direkt
- 5:51anschließt. Therapeuten sind für Sex nicht
- 5:54zuständig, ja, das ist halt echt ne problematische Haltung.
- 6:00Sexuelle Gesundheit ist integraler Bestandteil der
- 6:03psychischen Gesundheit, das kann man nicht trennen.
- 6:06Wenn Therapeuten ausweichen, sei es aus Unsicherheit, Überzeugung
- 6:10oder mangelnde Ausbildung, lassen sie ihre Klienten mit
- 6:13einem zentralen Thema allein. Das geht eigentlich nicht, OK,
- 6:17nachdem wir geklärt haben, warum geschwiegen wird, lass uns mal
- 6:20schärfen, wovon reden wir eigentlich genau bei Recovery
- 6:23Sexualität, was ist das also Recovery Sexualität ist im
- 6:28Grunde der Prozess, in dem jemand nach einer
- 6:31Substanzabhängigkeit seine sexuelle Gesundheit und
- 6:34Identität wiederfindet, oder? Neu aufbaut und das ist viel
- 6:38mehr als nur Sex ohne Drogen. Es ist ein komplexer Heilungsweg
- 6:42auf mehreren Ebenen, das Gehirn muss umlernen, psychologische
- 6:46Wunden wie Scham oder Trauma brauchen Beachtung und soziale
- 6:50Fähigkeiten wie Kommunikation und Beziehungsgestaltung in
- 6:53Bezug auf Intimität müssen oft neu erlernt werden.
- 6:56Verstehe. Also ein ganzheitlicher Ansatz.
- 6:59Genau. Manchmal hört man auch Begriffe
- 7:02wie Sobersexuality oder nüchterne Sexualität, meint aber
- 7:06im Prinzip dasselbe. Und dieser Weg sieht sicher
- 7:09unterschiedlich aus, je nachdem, welche Substanz das Leben
- 7:12bestimmt hat. Lass uns das mal beleuchten, wie
- 7:15wirkt sich zum Beispiel Alkohol aus, viele denken ja, der
- 7:18enthemmt erst mal. Ja, Alkohol wirkt oft wie ein
- 7:21falscher Freund der Sexualität. Kurzfristig senkt er vielleicht
- 7:25Hemmungen, das stimmt schon, aber langfristig zerstört er
- 7:29Intimität. Körperlich führt er häufig zu
- 7:32Erektionsstörungen bis zu 72% der Männer sind betroffen und
- 7:37bei Frauen zu Problemen mit der Lubrikation, also der
- 7:39natürlichen Feuchtigkeit. Oh, das ist ja massiv, ja.
- 7:44Und ein besonders belastendes Phänomen ist Blackout, Sex, Sex,
- 7:47an den man sich nicht erinnert. Und natürlich steigt das
- 7:49Risikoverhalten. In der Recovery kämpfen viele
- 7:52dann mit enormer Versagensangst, ohne den Alkohol und sind von
- 7:56der Intensität echter Gefühle ja fast überwältigt.
- 8:00OK, und bei aufputschenden Drogen wie Kokain oder
- 8:04Amphetaminen, das ist ja eher das Gegenteil oder so
- 8:07hyperaktiv. Genau das ist die sexuelle
- 8:10Überstimulation. Während der Sucht führt das oft
- 8:13zu extremer Hypersexualität, stundenlangen Sessions ohne
- 8:17echte Befriedigung. Normale Sexualität kann dann
- 8:20später total langweilig wirken. Oft entstehen extreme sexuelle
- 8:24Vorlieben oder eine Fixierung auf Pornos, weil die Realität
- 8:27nicht mehr mithalten kann. Grenzen verschwimmen, was zu
- 8:30gefährlichen Experimenten führen kann.
- 8:32Und dieser transaktionale Sex, ja, also Sex gegen Geld oder
- 8:37Drogen, das ist auch nicht selten in dem Kontext.
- 8:41Die Herausforderungen in Recovery sind dann normaler Sex
- 8:44fühlt sich Fader an die Scham über vergangenes Verhalten ist
- 8:48riesig und paradoxerweise können nach der chemischen
- 8:51Dauerstimulation Erektionsprobleme auftreten und
- 8:55dann die Opiate, die ja eher dämpfen, wie du sagtest, der
- 8:59sexuelle Winter. Genau.
- 9:01Das ist wie ein sexueller Winter.
- 9:03Opiate können die Libido komplett auslöschen, sie bringen
- 9:06den Hormonhaushalt total durcheinander, vor allem das
- 9:09Testosteron sinkt oft massiv. Der Körper vergisst quasi seine
- 9:13sexuellen Reaktionsmuster. Emotional findet oft eine starke
- 9:16Abkopplung statt, Beziehungen leiden extrem unter dieser
- 9:20sexuellen Lehre. Und die Rückkehr dauert lange.
- 9:22Ja, in Recovery dauert es oft lange, bis die Libido
- 9:27zurückkehrt. 6 bis 18 Monate sind keine Seltenheit, manchmal
- 9:32ist medizinische Unterstützung beim Hormonhaushalt nötig.
- 9:35Betroffene müssen sexuelle Empfindungen oft völlig neu
- 9:38lernen und haben große Angst vor Intimität.
- 9:41Nach der langen Betäubung. Puh, und Cannabis wird ja
- 9:46manchmal als eher harmlos oder sogar förderlich dargestellt.
- 9:49Cannabis ist eher der träge Liebhaber, es kann Reaktionen
- 9:53verlangsamen und die Motivation für echte Intimität senken.
- 9:58Ängste werden vielleicht zugelixt, aber nicht bearbeitet.
- 10:01Sex kann dadurch zu Routine ohne tiefere Verbindung werden.
- 10:05Wenn man dann clean wird, können soziale Ängste oder
- 10:09Performanceängste plötzlich ungefiltert da sein.
- 10:12Sex fühlt sich dann vielleicht zu real oder überwältigend an,
- 10:16konzentrationsprobleme können auch beim Sex auftreten und
- 10:19Dating ohne die gewohnte Entspannungshilfe wird für viele
- 10:23schwierig. Das zeigt wirklich, wie
- 10:25unterschiedlich die Substanzen wirken.
- 10:27Aber alle hinterlassen deutliche Spuren.
- 10:30Lass uns jetzt noch mal genauer auf die biologischen und
- 10:33psychologischen Hintergründe schauen.
- 10:35Die Neurobiologie hattest du ja schon kurz erwähnt.
- 10:38Genau das Dopaminsystem muss sich neu kalibrieren.
- 10:43Das ist der Stoff, der für Belohnung zuständig ist.
- 10:46Und der ist bei sucht ja total aus dem Takt der präfrontale
- 10:50Cortex, wichtig für Entscheidungen und
- 10:52Impulskontrolle, der unter Sucht leidet, muss auch im sexuellen
- 10:56Kontext wieder lernen, gesund zu funktionieren.
- 10:59Die Amygdala, unser Angstzentrum, kann
- 11:02überreagieren, besonders wenn Traumata mit dem Spiel sind.
- 11:05Und die Hormone? Und der Hypothalamus, der die
- 11:08Hormone steuert, braucht oft Monate, manchmal bis zu 2 Jahre,
- 11:12um sich zu erholen. Das Gehirn muss also wirklich
- 11:16aktiv umlernen. Das passiert nicht von allein
- 11:18und. Die Hormone spielen eine riesige
- 11:21Rolle. Gabriel spricht vom hormonellen
- 11:23Heilungssturm das klingt ja dramatisch.
- 11:25Ist es auch oft bei Männern. Besonders nach Opiaten kann der
- 11:28Testosteronspiegel drastisch sinken, um 90% teilweise.
- 11:33Die Normalisierung dauert lange 6 bis 24 Monate, bei Frauen
- 11:37stören vor allem Alkohol und Stimulanzen die Östrogenbalance,
- 11:41was den Zyklus und die Erregung beeinflusst.
- 11:44Bei allen Geschlechtern hemmt das Stresshormon Cortisol, das
- 11:47bei chronischer Sucht oft dauerhaft erhöht ist.
- 11:49Die Sexualhormone. Stressmanagement ist also auch
- 11:53für die sexuelle Gesundung zentral.
- 11:55Neben Körper und Gehirn bleibt das emotionale Labyrinth der
- 11:58Psyche. Das ist wahrscheinlich das
- 11:59Kniffligste, oder? Ja, und das ist oft das
- 12:02komplexeste Feld. Trauma ist ein riesiges Thema
- 12:05Laut Gabriels Artikel haben 68% der Suchtkranken auch sexuelle
- 12:10Traumata erlebt. Das ist erschreckend viel.
- 12:12Über 2 Drittel. Ja, Substanzen dienten oft der
- 12:16Betäubung dieser Traumata. In Recovery können diese Wunden
- 12:20dann wieder aufbrechen, Flashbacks, Panik, dann die
- 12:24Scham über das Verhalten in der Sucht, über aktuelle sexuelle
- 12:28Probleme wie Erektionsstörungen oder keine Lust.
- 12:32Diese Scham blockiert Heilung total.
- 12:34Und die Identitätsfrage Wer bin ich sexuell ohne Drogen?
- 12:39Viele müssen ihre sexuelle Identität jenseits der Sucht
- 12:42erst neu finden. Es geht darum, eine authentische
- 12:45Sexualität zu entdecken. Wie kann man sich denn den
- 12:48Zeitverlauf dieser sexuellen Heilung vorstellen?
- 12:51Gibt es da Phasen, die man durchläuft?
- 12:52Gabel skizziert 3 Phasen, wobei die Zeiten natürlich individuell
- 12:57total variieren können. Das ist kein starres Schema,
- 13:01Phase 1 ist die Abstinenzphase, so die ersten 0 bis 6 Monate
- 13:05ungefähr. Körperlich ist da oft entweder
- 13:09gar keine Lust oder paradoxerweise sogar
- 13:12hypersexualität. So als letztes Zucken des
- 13:15Suchtverhaltens Hormone und Dopaminen fangen langsam an,
- 13:18sich zu normalisieren. Und psychisch.
- 13:21Psychisch dominieren oft Angst von nüchternem Sex und die Sorge
- 13:25kommt die Lust überhaupt jemals wieder.
- 13:27Wichtig hier Druck rausnehmen, sich Zeit geben, vielleicht erst
- 13:31mal nur Körperwahrnehmung üben. OK, verstehe und danach?
- 13:35Phase 2. Phase 2 die Erkundungsphase, so
- 13:39etwa von 6 bis 18 Monaten. Die Libido kehrt oft
- 13:43unregelmäßig zurück, Hormone werden stabiler.
- 13:47Jetzt beginnt das Experimentieren mit nüchterner
- 13:49Sexualität was erregt mich wirklich?
- 13:52Man lernt echte Anziehung von alten Suchtmustern zu
- 13:55unterscheiden, Rückschläge sind hier total normal und gehören
- 13:59dazu. Die großen Herausforderungen
- 14:02sind oft performanceangst der Umgang mit den intensiveren
- 14:05Emotionen beim Sex, schamgefühle und natürlich das ganze Thema
- 14:09Dating. Und die letzte Phase, die
- 14:12Integration. Phase 3 die Integration, das ist
- 14:15dann so ab 18 Monaten auf Herz. Hier geht es um die Entwicklung
- 14:19einer stabilen, authentischen Sexualität.
- 14:22Sex wird ein bereichernder Teil des Lebens, ohne es aber zu
- 14:25dominieren. Kommunikation über Bedürfnisse
- 14:28und Grenzen klappt besser, man kennt sich selbst besser.
- 14:31Langzeitthemen können dann Beziehungsarbeit sein oder wie
- 14:34man mit altersbedingten Veränderungen umgeht.
- 14:37Das klingt nach einem Prozess, der wirklich Zeit und Geduld
- 14:40braucht. Wo liegen denn die besonderen
- 14:42Risiken auf diesem Weg, wo muss man besonders aufpassen?
- 14:46Ja, Risiken gibt es einige. Einmal körperlich.
- 14:50Das Risiko für sexuell übertragbare Infektionen, kurz
- 14:54STIS. Ist oft erhöht, wenn durch die
- 14:56Sucht die Urteilsfähigkeit gelitten hat oder Safer
- 15:00Sexpraktiken vernachlässigt wurden.
- 15:01Anhaltende hormonelle Probleme können zu sexueller Dysfunktion
- 15:05oder Fruchtbarkeitsproblemen führen.
- 15:07Auch neurologische Nachwirkungen wie verzögerte Reaktionen sind
- 15:11möglich. Und psychisch.
- 15:14Psychisch ist das größte Risiko sicher der Rückfall in die
- 15:17Sucht, ausgelöst vielleicht durch sexuelle Frustration,
- 15:20durch Intimitätsangst oder Beziehungsprobleme.
- 15:23Auch die Reaktivierung von Traumata ist ein ernstes Risiko,
- 15:26Flashbacks, Dissoziation, Panik beim Sex.
- 15:29Und die Ersatzsucht? Genau das ist das Dritte, die
- 15:32Gefahr, eine Sucht durch eine andere zu ersetzen.
- 15:35Gabriel nennt hier Zahlen, Pornosucht bei 47%.
- 15:39Zwanghaftes Sexualverhalten, exzessive Nutzung von Dating
- 15:43Apps oder zwanghafte Masturbation, das Suchtverhalten
- 15:46verlagert sich sozusagen. Puh, das sind ja einige
- 15:50Stolpersteine, wie kann man dem entgegenwirken, wie praktiziert
- 15:54man gesunde Recovery Sexualität möglichst sicher, gibt es da
- 15:57sowas wie regeln. Ja, Gabriel nennt 4 goldene
- 16:00Regeln, die helfen können. Erstens.
- 16:03Absolute Nüchternheit zuerst also niemals Sex unter Einfluss
- 16:07von Substanzen, auf denen man abhängig war, mindestens 30 Tage
- 16:11stabil sein, bevor man überhaupt wieder anfängt und bei einem
- 16:14Rückfall erst mal wieder eine Pause machen.
- 16:16OK, das ist klar, Nüchternheit hat Priorität.
- 16:19Zustimmung und Kommunikation ganz wichtig.
- 16:23Offen über den Recovery Status sprechen wenn es passt, über
- 16:27Grenzen, wünsche, Ängste, klar Nein sagen können und ein Nein
- 16:31auch akzeptieren. Achtsamkeitsbasierte Sexualität
- 16:35also wirklich präsent sein im Moment den eigenen Körper
- 16:38spüren, nicht nur auf Leistung aus sein, vielleicht mal slow
- 16:41Sex ausprobieren. Und viertens?
- 16:43Selbstschutzstrategien. Seine Trigger kennen und meiden
- 16:47Notfallpläne haben. Was mache ich, wenn es schwierig
- 16:50wird, sein Supportsystem informieren und nutzen und
- 16:54natürlich Therapie als sicherer Raum gibt es da noch konkretere
- 16:58Strategien für den Alltag? So Harm reduction mäßig ja, zum
- 17:02Beispiel beim berühmten Set and Setting sichere Umgebung wählen,
- 17:07keinen Druck aufbauen oder zulassen, nur Sex haben, wenn
- 17:11man sich stabil fühlt und idealerweise mit
- 17:14verständnisvollen Partnern. Körperliche Sicherheit heißt
- 17:17regelmäßige STI Tests gerade am Anfang alle 6 Monate vielleicht
- 17:22konsequent Safer Sex praktizieren, Verhütung klären.
- 17:25Und bei Problemen wie Schmerzen oder Dysfunktionen frühzeitig
- 17:29zum Arzt gehen. Und emotional.
- 17:31Sich seiner Trigger Bewusstsein Strategien haben, wenn man
- 17:35überfordert ist. Zum Beispiel eine Pause machen,
- 17:38Therapie nutzen, um alte Wunden zu bearbeiten, mit
- 17:41Vertrauenspersonen sprechen und ganz wichtig zur
- 17:44rückfallprävention Sex nicht als einzigen oder primären Weg
- 17:49nutzen, um mit Stress oder negativen Gefühlen umzugehen.
- 17:52Lernen, Frustration auszuhalten, Alternative
- 17:55Bewältigungsstrategien entwickeln, regelmäßige Check
- 17:58ins mit Therapeuten oder einer Vertrauensperson sind hier Gold
- 18:01wert. Verstanden kurz noch der Blick
- 18:04auf Recht und Gesellschaft, gibt es da was Wichtiges zu wissen?
- 18:08Also rein rechtlich ist einvernehmliche Sexualität
- 18:11natürlich legal. Seinen Recovery Status muss man
- 18:14rechtlich gesehen nicht offenlegen, aber aus ethischer
- 18:17Sicht und für eine vertrauensvolle Beziehung ist es
- 18:20oft sinnvoll. Eine Ausnahme ist bei einem
- 18:23bekannten Risiko für eine schwere STI besteht eine
- 18:25Aufklärungspflicht gegenüber dem Partner.
- 18:28Und gesellschaftlich? Gesellschaftlich leiden
- 18:30Betroffene oft unter doppelter Stigmatisierung.
- 18:34Sucht und Sexualität sind ja beides noch Tabuthemen.
- 18:37Das trifft Frauen und LGBTQ pros Personen oft noch härter, es
- 18:42fehlt an spezialisierten Angeboten und Aufklärung, selbst
- 18:45bei vielen Fachleuten, da ist noch viel Luft nach oben.
- 18:49Kommen wir langsam zum Fazit. Gabriels Kernbotschaft nach all
- 18:53seinen Jahren Erfahrung und Recherche ist ja, Recovery ohne
- 18:57sexuelle Heilung bleibt irgendwie unvollständig.
- 19:00Er beobachtet Menschen, die jahrelang clean sind, aber
- 19:03sexuell unerfüllt oder ja gebrochen sind.
- 19:07Und das wird dann selbst wieder zu einem gefährlichen
- 19:10Rückfallrisiko. Ganz genau.
- 19:12Dieses Tabu ist nicht nur unangenehm, es ist aktiv
- 19:14schädlich. Es verhindert, dass Menschen die
- 19:17Hilfe bekommen, die sie brauchen und verdienen.
- 19:19Der wichtigste Schritt ist oft, das Schweigen zu brechen,
- 19:22erstmal vielleicht nur vor sich selbst, dann vielleicht mit
- 19:26einer Vertrauensperson oder eben professioneller Hilfe.
- 19:29Hilfesuchen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke ja,
- 19:34Gabriels wichtigste Erkenntnisse, vielleicht noch
- 19:36mal zusammengefasst. Sexuelle Gesundheit ist
- 19:39psychische Gesundheit, das gehört zusammen.
- 19:41Probleme lösen sich meistens nicht von allein.
- 19:44Man muss aktiv werden. Scham ist der größte Feind der
- 19:47Heilung absolut und Timing ist wichtig, nicht zu früh unter
- 19:51Druck setzen, aber auch nicht ewig vermeiden, aus Angst und
- 19:55der Schlüssel zu fast allem Kommunikation lernen offen und
- 19:59ehrlich über 6 Bedürfnisse, Ängste zu sprechen.
- 20:02Das ist wahrscheinlich die größte Herausforderung für viele
- 20:06bestimmt. Mein Appell an dich, der du
- 20:08zuhörst. Du verdienst ein erfülltes Leben
- 20:11und dazu gehört auch eine gesunde Sexualität, wie auch
- 20:14immer die für dich aussieht, such dir Unterstützung.
- 20:17Und wenn dein Therapeut abblockt oder sagt, das ist jetzt nicht
- 20:20wichtig, sprich es an oder such dir jemanden, der das Thema
- 20:23ernst nimmt. Du hast das Recht auf
- 20:25ganzheitliche Hilfe und an die Recovery Community generell,
- 20:29lasst uns erwachsen werden und über alle Aspekte der Heilung
- 20:32sprechen. Die Zeit der sexuellen Charme in
- 20:34Recovery muss endlich vorbei sein.
- 20:37Absolut gut gesagt. Viele von euch haben jetzt
- 20:40sicher konkrete Fragen im Kopf. Lass uns einige aus dem FAQ
- 20:44Bereich von Gabriels Artikel aufgreifen und versuchen sie
- 20:48ausführlich und einfühlsam zu beantworten, so als würdest du
- 20:52sie einem guten Freund stellen. Ist es normal, dass ich seit
- 20:55Recovery überhaupt keinen Sex Drive mehr habe, also gar keine
- 20:59Lust? Oh ja, das ist absolut normal
- 21:02und kommt wirklich. Sehr, sehr häufig vor, besonders
- 21:05in den ersten Wochen und Monaten.
- 21:07Dein Gehirn, speziell das Belohnungssystem, mit dem
- 21:10Dopamin, das Macht quasi nen kompletten Reset nach der
- 21:13Dauerstimulation durch die sucht, das braucht einfach Zeit
- 21:17um sich neu zu justieren. Mach dir da bitte keinen Druck,
- 21:20aber denk auch nicht, dass das für immer so bleibt, die Libido
- 21:23kehrt fast immer zurück, oft fühlt sie sich dann sogar
- 21:26gesünder und weniger zwanghaft an als früher.
- 21:29Wichtig ist, Geduld mit dir selbst und vielleicht doch ne
- 21:31gewisse Neugier, wie sich dein Körpergefühl langsam verändert
- 21:35und sprich darüber, wenn es dich belastet mit dem Therapeuten in
- 21:38der Gruppe mit Vertrauten. OK, das ist sicher beruhigend
- 21:41für viele nächste Frage, die bestimmt auch einige kennen.
- 21:45Mein Therapeut sagt, ich soll mich nur auf die Sucht
- 21:48konzentrieren, nicht auf Sex, ist das richtig so?
- 21:51Puh. Schwierige Frage, weil man den
- 21:54Therapeuten nicht kennt. Aber aus meiner Sicht und
- 21:57basierend auf allem, was wir besprochen haben, Nein, das ist
- 22:00eine veraltete und oft nicht hilfreiche Sichtweise.
- 22:03Sucht und Sexualität sind so oft eng verwoben im Gehirn, in der
- 22:07persönlichen Geschichte, in den Emotionen, sexuelle Probleme,
- 22:11Frust oder auch Ängste können ganz klar Rückfälle triggern.
- 22:14Ein Therapeut, der das komplett ignoriert oder abtut, übersieht
- 22:18einen wichtigen Teil des Gesamtbildes, das heißt nicht,
- 22:20dass er ein schlechter Therapeut ist.
- 22:22Aber vielleicht fehlt ihm hier die spezifische Expertise oder
- 22:25Sensibilität. Was kann man da machen?
- 22:27Ich würde empfehlen, sprich es offen an erkläre warum es für
- 22:31dich wichtig ist, vielleicht auch mit Verweis auf solche
- 22:34Infos wie heute hier, wenn das nichts bringt, könntest du dir
- 22:37überlegen zusätzliche Hilfe bei einem Sexualtherapeuten zu
- 22:41suchen oder wenn das Thema für dich wirklich zentral ist und du
- 22:44dich nicht gehört fühlst, vielleicht sogar über einen
- 22:47Therapeutenwechsel nachzudenken. Du hast das Recht auf eine
- 22:51Unterstützung, die dich ganzheitlich sieht.
- 22:53Wichtiger Punkt, nächste Frage, kann ich überhaupt jemals wieder
- 22:58normalen Sex haben nach all den Drogenjahren und dem ganzen
- 23:02Mist, der da passiert ist? Ein ganz, ganz klares Jahr,
- 23:05absolut. Aber, und das ist das Wichtige,
- 23:08es braucht wahrscheinlich Zeit, Geduld und oft auch aktive
- 23:12Arbeit daran. Denn sexuelles System, also
- 23:15Körper, Gehirn, Gefühle, muss heilen und sich neu finden.
- 23:19Und was ist schon normal? Der Begriff ist eh schwierig, es
- 23:23geht darum, eine Sexualität zu finden, die für dich
- 23:26authentisch, gesund und erfüllend ist.
- 23:28Die mag anders sein als früher, vielleicht ruhiger, vielleicht
- 23:31bewusster, und das ist völlig OK, sei nachsichtig mit dir,
- 23:35erkenne auch kleine Fortschritte an und hol dir Unterstützung,
- 23:39wenn du merkst, du kommst allein nicht weiter, es ist möglich.
- 23:43Das macht Mut. Ähnliche Richtung.
- 23:45Wann bin ich denn bereit für eine sexuelle Beziehung in
- 23:48Recovery gibt es dann Zeitpunkt eine feste Zeitregel gibt es
- 23:53nicht, das ist sehr individuell, Gabriel nennt ja im Artikel so 6
- 23:57bis 12 Monate stabile Abstinenz als einen möglichen Richtwert,
- 24:01aber das ist nur eine grobe Orientierung, viel wichtiger als
- 24:05die reine Zeitspanne sind bestimmte Fähigkeiten und eine
- 24:09gewisse innere Stabilität. Bist du einigermaßen stabil,
- 24:13clean, auch wenn mal Stress aufkommt, kennst du deine
- 24:17eigenen Bedürfnisse und Grenzen und traust du dich, sie auch zu
- 24:20kommunizieren, kannst du nein sagen, aber auch ein Nein von
- 24:24anderen akzeptieren, ohne gleich in eine Krise zu stürzen.
- 24:27Das sind ja wichtige Voraussetzungen.
- 24:29Genau. Wenn du diese Fragen für dich
- 24:32ehrlich mit ja beantworten kannst, ist das ein gutes
- 24:35Zeichen. Zu früh in eine intensive
- 24:38sexuelle Beziehung zu starten, kann die eigene Recovery
- 24:41durchaus gefährden, wenn man noch nicht gefestigt ist.
- 24:43Also Ehrlichkeit sich selbst gegenüber ist hier entscheidend.
- 24:47OK, nächste Frage ist Masturbation OK in Recovery oder
- 24:52ist das auch schon Suchtverhalten?
- 24:55Ja, Masturbation ist absolut OK und kann sogar ein sehr
- 24:58wichtiger und gesunder Teil der sexuellen Heilung sein.
- 25:01Es ist eine Möglichkeit, den eigenen Körper neu oder wieder
- 25:05kennenzulernen, zu entdecken, was sich ohne Drogen gut
- 25:08anfühlt, Druck abzubauen, ohne Risiken einzugehen.
- 25:11Problematisch wird es, wenn es zwanghaft wird, also wenn es die
- 25:14einzige Strategie zur Emotionsregulation ist.
- 25:18Wenn es exzessiv betrieben wird, sodass es andere Lebensbereiche
- 25:21beeinträchtigt oder wenn es fast ausschließlich mit
- 25:24problematischen Pornokonsum verbunden ist und echte
- 25:27Intimität eher verhindert als fördert.
- 25:30Der Schlüssel ist, den Unterschied zu lernen und zu
- 25:33spüren. Ist das gerade Selbstfürsorge
- 25:35und Erkundung oder ist es ein zwanghaftes Muster, ein
- 25:38Ausweichen vor Gefühlen? Auch hier kann Offenheit mit dem
- 25:41Therapeuten helfen, gut zu wissen, letzte Frage aus dem
- 25:45FAQ, die sicher auch viele betrifft, ich schäme mich so
- 25:48unglaublich für das, was ich sexuell unter Drogen gemacht
- 25:51oder zugelassen habe, wie gehe ich damit um, ja, diese Scham.
- 25:57Die kennen unglaublich viele Betroffene und sie ist erst mal
- 26:00total verständlich und nachvollziehbar.
- 26:02Aber, und das ist das Entscheidende, diese Scham hilft
- 26:06dir heute nicht bei der Heilung, sie hält dich eher gefangen.
- 26:10Ein ganz wichtiger Schritt ist die Erkenntnis und Akzeptanz, du
- 26:14warst krank, sucht ist eine Krankheit, die das Gehirn, die
- 26:18Wahrnehmung und die Entscheidungsfähigkeit massiv
- 26:21verändert. Das entschuldigt nicht alles,
- 26:23was passiert ist, aber es erklärt sehr viel.
- 26:26Du warst nicht du selbst. Es ist essenziell, diese Scham
- 26:29therapeutisch aufzuarbeiten, sprich darüber, in einem
- 26:32geschützten Rahmen, schau hin, was passiert ist, aber bleib
- 26:35nicht darin stecken, vielleicht ist auch irgendwann eine Form
- 26:38der Wiedergutmachung möglich und sinnvoll, wo es sicher ist.
- 26:41Lass dich nicht von der Vergangenheit definieren oder
- 26:44lähmen, du bist heute ein anderer Mensch, du bist auf dem
- 26:46Weg der Heilung und du verdienst ein Leben ohne diese lähmende
- 26:50Scham. Das braucht Arbeit, aber es ist
- 26:52möglich. Vielen, vielen Dank für diese
- 26:54ehrlichen, ausführlichen und sicher hilfreichen Antworten.
- 26:57Bevor wir jetzt zum Schluss kommen.
- 26:59Noch ein wichtiger Hinweis direkt von Gabriel, wenn Dir
- 27:02dieser Beitrag gefallen hat und du die Arbeit von Nelix Berlin
- 27:05wertvoll findest, würde sich Gabriel riesig über deine
- 27:08Unterstützung freuen. Du kannst Gabriel helfen, indem
- 27:11du diesen Beitrag auf Social Media teilst oder diesen Kanal
- 27:14auf Plattformen wie Spotify oder Apple Podcasts bewertest und
- 27:17Likest. Das Projekt Nelix Berlin wird
- 27:19komplett allein von Gabriel finanziert und erstellt jede
- 27:22Form der Unterstützung hilft Gabriel mit diesem Projekt, sich
- 27:25selbst und gleichzeitig anderen Betroffenen zu helfen.
- 27:28Gabriels persönliches Motto, das ihn antreibt, lautet, aus allem
- 27:31schlechten in seinem Leben etwas Gutes zu machen.
- 27:34Und wenn du jetzt nach unserem Gespräch merkst, dass du
- 27:36Unterstützung bei diesen Themen brauchst, es gibt Hilfe such
- 27:40nach spezialisierten Sexualtherapeuten, idealerweise
- 27:43mit Suchterfahrung. Selbsthilfegruppen wie SLA, das
- 27:47steht für Sex and Love Addicts Anonymous können eine
- 27:50Anlaufstelle sein. Auch online gibt es da viel.
- 27:53Für körperliche Probleme sind natürlich Ärzte zuständig,
- 27:56Urologen, Gynäkologen, manchmal auch Endokrinologen.
- 28:00Wegen der Hormone und in akuten Krisen gibt es immer die
- 28:03Telefonseelsorge oder ähnliche Notfallnummern, wichtige
- 28:06Adressen und links findest du sicher auch im Ursprungsartikel
- 28:09auf Nelix, Bellyn oder über Suchmaschinen mit den passenden
- 28:12Stichworten. Der Punkt ist, Du musst das
- 28:15nicht allein schaffen. Ganz wichtiger Hinweis ja,
- 28:17vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast für dieses
- 28:20Wichtige. Wenn auch nicht ganz einfache
- 28:22Thema zuzuhören. Pass gut auf dich auf und
- 28:24vielleicht als kleiner Gedanke zum Mitnehmen ganz ohne Druck.
- 28:27Was ist vielleicht der erste klitzekleine Schritt, den du
- 28:30heute oder in den nächsten Tagen tun könntest, um das Schweigen,
- 28:34und sei es erstmal nur vor dir selbst, über deine eigene
- 28:36sexuelle Gesundheit in der Recovery ein kleines bisschen zu
- 28:40brechen? Denk mal drüber nach, bis zum
- 28:42nächsten Mal hier mach es gut.