Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Pflichtjahr für alle bis 28 Jahre
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- Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 20. Oktober. Grüne starten eine neue Debatte um ein Gesellschaftsjahr für junge Erwachsene. Orkanwarnung, Nordsee und Hamburg erwarten stürmische Herbstferien. Gerichtsurteil zur A26 Ost zwingt Koalition zur Neuplanung der Verkehrsinfrastruktur. Enerpark treibt Großsolaranlagen voran und wird zum Vorreiter der Energiewende. Pflicht, Freiwilligkeit oder doch Losverfahren Während CDU und SPD sich über die Gestaltung eines neuen Wehrdienstes kabbeln, begeben sich jetzt prominente grünen Politiker mit einem ganz anderen Vorschlag in die Wehrpflichtdebatte. Sie fordern ein Gesellschaftsjahr für alle zwischen 18 und 28 Jahren. Unterscheiden soll es sich von dem Wehrdienst, den Verteidigungsminister Boris Pistorius, SPD, vorschlägt, vor allem dadurch, dass die jungen Menschen aus mehreren Tätigkeiten auswählen können, besser gesagt, müssen. Das Gesellschaftsjahr soll wie folgt aussehen. Nach der Schule haben die jungen Menschen bis zur Vollendung des 28. Lebensjahres Zeit, das Gesellschaftsjahr zu absolvieren. Neben dem Wehrdienst stehen zwei weitere Bereiche zur Auswahl. Einerseits der Bevölkerungsschutz. Dazu zählen zum Beispiel Tätigkeiten bei der Feuerwehr und beim Technischen Hilfswerks. Der dritte Bereich wird als Gesellschaftsdienst bezeichnet. Dazu gehören Aufgaben in sozialen, ökologischen, kulturellen und sportlichen Einrichtungen. Erwartet Hamburg und die Nordsee am kommenden Wochenende ein amtlicher Orkan oder doch nur ein bisschen Wind? Meteorologe Sebastian Wache, unter anderem tätig für den NDR, prognostiziert am Montag auf Instagram Orkanböen von bis zu 170 Kilometer über der Nordsee und beruft sich dabei auf das Icon-Wettermodell, das auch der deutsche Wetterdienst DWD verwendet. Stürmische Aussichten also für die erste Herbstferienwoche in Hamburg? Ungemütlich wird es in jedem Fall. Marcel Becker vom DWD bestätigt auf Abendblatt-Anfrage, dass sich ein Tiefdruckgebiet auf Kontinentaleuropa zubewegt. Wir kommen in den Einflussbereich eines Sturmtiefs, das vom Atlantik und den britischen Inseln herüberzieht. Dieses Tief verlagert sich dann ostwärts Richtung Dänemark und Südschweden, erklärt der Meteorologe. Musik. Nachdem das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig vergangene Woche den Planfeststellungsbeschluss zur A26 Ost für rechtswidrig und nicht vollziehbar erklärt und verlangte, neu in die Trassenprüfung einzusteigen, hat der Koalitionsausschuss von CDU und SPD in Berlin entschieden, neu über die Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur zu entscheiden. Im Vorfeld hatte sich nämlich gezeigt, dass der Haushalt des Bundesverkehrsministeriums nicht ausreichen würde, die im Bedarf festgestellten priorisierten Straßenbauprojekte, zu denen auch die A26 Ost gehört, zu finanzieren. Dabei beschlossen die Koalitionäre aus dem geplanten Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität zusätzlich 3 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen, um die baureifen und planfestgestellten Verkehrsprojekte zu realisieren. Dazu erstellten sie eine Liste, die dem Abendblatt vorliegt. Darauf befinden sich fünf Autobahnprojekte und 21 Bundesstraßenvorhaben, die bestandskräftiges Baurecht haben und realisiert werden sollen. Darunter sind auch vier Bundesstraßen, bei denen zunächst das Baurecht vorliegt, bei denen aber noch ergänzende Planfeststellungsverfahren erforderlich sind. Die A26 Ost, die von Hamburgs Wirtschaft sehnlich herbeigewünscht wird, ist auf dieser Liste nicht zu finden. Das Projekt ist infolge des Gerichtsurteils quasi über Nacht davon gestrichen worden. Auf Anfrage des Abendblatts bestätigte das Bundesverkehrsministerium, dass für die A26 Ost derzeit keine Bundesmittel eingeplant sind und über die Finanzierung des Projekts neu entschieden werden muss. Anders als andere Hamburger Energiewendepioniere, wie der Ökostromanbieter Lichtblick oder die Firma 1,5 Grad, die auch private Haushalte mit Komplettpaketen aus PV-Anlage, Wärmepumpe und Stromspeicher ausstattet und daher medial sehr präsent ist, ist Ener Park eher ein Hidden Champion, wie Stefan Müller, einer der drei Gründer von Ener Park einräumt. Unser Fokus liegt auf Groß-Solaranlagen. Wir gehen nicht auf irgendwelche Dächer, ob bei privaten Immobilienbesitzern, Landwirten oder in Industriegebieten. Die A7 rauf und runter, rechts und links der Autobahn, das ist unser Geschäft. Zwischen Hamburg und Dänemark sieht man daher reihenweise Innerparkanlagen, weitere sind in Bau oder Planung. Auch in anderen dünn besiedelten Regionen der Republik sind die Hamburger sehr aktiv. Wir gehen halt dorthin, wo es günstige Flächen gibt. Und günstige Flächen gibt es dort, wo sonst nicht viel ist, sagt Müller. Gerade in Ostdeutschland hätten viele Kommunen Interesse an den Einnahmen aus der Kommunalabgabe. 0,2 Cent je Kilowattstunde Solarstrom fließen in die Kassen der Kämmerer. Das hört sich wenig an, sagt Müller. Aber bei einer 20-Mewei-Anlage sind das locker 20.000 bis 30.000 Euro im Jahr. Und das für 20 Jahre. Das ist richtig viel Geld für eine kleine Gemeinde. Das hat die Akzeptanz stark erhöht. Als ich vor 25 Jahren meine erste Solaranlage in Lübeck gebaut habe, habe ich 2 Mark Förderung pro Kilowattstunde bekommen, damit sich das rechnet. Heute erzeugen wir den Strom zu Kosten von 5 Cent pro Kilowattstunde und sind damit die günstigste Energieform, sagt Stefan Müller, einer der drei Gründer von Innerpark. Das war dein tägliches News-Update, erstellt mit Hilfe von künstlicher Intelligenz. Wenn dir diese Episode gefallen hat, abonniere unseren Podcast und teile ihn mit deinen Freunden. Bis zum nächsten Mal.