Latest / Anonym Suchthilfe – KI-gestützte Selbsthilfe / #4 Folge 130: SSRI (Antidepressiva) - Der große Mythen-Check
Transcript
- 0:00Hallo und herzlich Willkommen zu unserer heutigen Analyse.
- 0:03Wir kümmern uns um ein Thema, das ja wirklich Millionen von
- 0:06Menschen betrifft, aber von so vielen Mythen umgeben ist.
- 0:10Und Ängsten. Und Ängsten.
- 0:12Genau, es geht um Antidepressiva, genauer gesagt
- 0:15um die Gruppe, die am häufigsten verschrieben wird, die SSRIS,
- 0:19also Wirkstoffe wie Settralin oder Citalopram, Mhm.
- 0:23Und da schwebt ja fast immer diese eine große Frage im Raum.
- 0:27Sind das Drogen? Machen die süchtig oder keine
- 0:30Ahnung, vielleicht sogar high? Ja, die Frage hören wir ständig.
- 0:34Absolut. Und um da mal so richtig
- 0:36aufzuräumen, haben wir uns eine Quelle ganz genau angesehen,
- 0:39einen extrem detaillierten Artikel von der Online Plattform
- 0:43nilix Berlin. Das ist eine digitale
- 0:46Suchtberatungsseite genau unsere Mission für dich ist heute also
- 0:49mal die Fakten von der Fiktion zu trennen, damit du am Ende ein
- 0:53klares Bild hast. Und das ist so so wichtig.
- 0:56Denn genau diese Unsicherheit, die führt ja oft zur
- 0:59Stigmatisierung. Total.
- 1:01Menschen trauen sich da nicht, Hilfe anzunehmen, aus Angst, als
- 1:05Pillenabhängig zu gelten, oder Angehörige reagieren mit
- 1:08Misstrauen. Wir wollen heute mal die
- 1:10neurobiologischen Fakten so auf den Tisch legen, dass du den
- 1:14fundamentalen Unterschied wirklich verstehst.
- 1:16Den Unterschied zwischen einem Medikament, das reguliert.
- 1:20Und einer Droge, die berauscht. Genau.
- 1:22Es geht darum, eine informierte Entscheidung treffen zu können,
- 1:26ganz frei von Angst. Super, also lass uns mal ganz
- 1:30von vorne anfangen. Die Abkürzung SSRI, die steht ja
- 1:34für selektive Serotonin wiederaufnahmehemmer.
- 1:38Klingt furchtbar kompliziert. Ja, total.
- 1:41Aber wie das Ganze funktioniert, lässt sich mit einer ziemlich
- 1:44genialen Analogie erklären. Stell dir mal vor, in deinem
- 1:48Gehirn sind überall so winzige Staubsauger am Werk.
- 1:52Genau. Also wenn eine Nervenzelle mit
- 1:55einer anderen reden will, schüttet sie einen Botenstoff
- 1:58aus Serotonin. Okay.
- 2:01Dieser Stoff überbrückt dann so einen winzigen Spalt zwischen
- 2:04den Zellen, den synaptischen Spalt und dockt an der nächsten
- 2:08Zelle an. Und sofort kommen diese
- 2:10Staubsauger, die heißen eigentlich Transporter und
- 2:13saugen das Serotonin wieder weg. Damit der Weg wieder frei ist
- 2:17fürs nächste Signal. Exakt bei einer Depression geht
- 2:20man halt davon aus, dass in diesem System irgendwas nicht
- 2:22stimmt. Vielleicht ist zu wenig
- 2:24Serotonin da oder es wird einfach zu schnell weggesaugt.
- 2:27Und genau da, an diesen Staubsaugern, da greifen die
- 2:30SSRIS ein. Sie blockieren die.
- 2:33Genau das tun Sie. Die logische Konsequenz ist dann
- 2:36ja, dass das Serotonin, das da ist, nicht sofort wieder
- 2:39verschwindet. Richtig, es bleibt einfach
- 2:42länger im Spiel. Es hat mehr Zeit, an der
- 2:44Empfängerzelle seine Wirkung zu entfalten, und das ist der
- 2:48absolut entscheidende Punkt. Nämlich.
- 2:50Es wird nicht künstlich mehr Serotonin ins System gepumpt.
- 2:53Es ist kein künstlicher Push. Das, was von Natur aus da ist,
- 2:57wird einfach effizienter genutzt.
- 2:59Es ist also quasi n Managementtool fürs Gehirn.
- 3:02Perfekt ausgedrückt. Also keine Magie, es wird nichts
- 3:05Neues erschaffen, sondern nur das vorhandene besser verwaltet.
- 3:10Das erklärt dann ja auch, warum die Wirkung so lange auf sich
- 3:13warten lässt, oder? Absolut.
- 3:15Das ist ja keine Kopfschmerztablette, die nach 20
- 3:17Minuten wirkt. Exakt dieser ganze Prozess der
- 3:21Neuregulierung im Gehirn, der ist extrem langsam.
- 3:24Das System muss sich ja erst an die veränderte Chemie anpassen.
- 3:27Rezeptoren müssen sich neu justieren.
- 3:29Und wie lange dauert das so? In der Regel so zwischen 2 und 6
- 3:33Wochen, bis man eine spürbare stabile Stimmungsaufhellung
- 3:36merkt. Und allein dieser Zeitfaktor ist
- 3:39schon der erste massive Hinweis darauf.
- 3:41Dass wir hier von etwas sprechen, das absolut nichts mit
- 3:44einem Rauschmittel zu tun hat. Genau dieser langsame,
- 3:47regulierende Prozess ist ja wirklich das genaue Gegenteil
- 3:50von dem, was man von Drogen erwartet.
- 3:52Und um das zu verstehen, ist der Kontrast, den die Quelle
- 3:54aufmacht, extrem hilfreich. Also der Vergleich mit MDMA,
- 3:57sprich Ecstasy. Oh ja, beide wirken ja irgendwie
- 4:00auf das Serotonin, aber eben auf radikal andere Weise.
- 4:04Radikal anders ist das perfekte Wort.
- 4:06Es sind komplette. Gegensätze, stell dir das mal
- 4:09mit dem Bild einer Badewanne vor.
- 4:10OK, ein SSRI ist ein Regulator. Es verstopft sozusagen den
- 4:16Abfluss der Wanne, das Wasser, das ganz normal und langsam aus
- 4:19dem Ahn tropft, also dein körpereigenes Serotonin sammelt
- 4:23sich dadurch langsam an. Der Wasserspiegel steigt also
- 4:26aber ganz sanft und über Wochen. Genau, kontinuierlich und sanft.
- 4:30OK, das Bild verstehe ich. Und was macht MDMA im Vergleich
- 4:34dazu? MDMA ist ein Entleerer.
- 4:37Es verstopft nicht den Abfluss, nein, es sprengt den gesamten
- 4:41Wassertank an der Wand. Wow, es zwingt die Nervenzellen
- 4:44schlagartig, all ihre gespeicherten Serotoninvorräte
- 4:47auf einmal freizusetzen. Das ist keine Regulation, das
- 4:51ist eine Flut. Eine Flutwelle.
- 4:53In der Quelle wird es ein Serotonin Tsunami genannt.
- 4:57Das System wird komplett überschwemmt.
- 5:00Das erklärt den kurzzeitigen extremen Rausch und eben auch
- 5:04den brutalen Absturz danach, wenn die Speicher komplett leer
- 5:07sind. Wow, das ist ein heftiges Bild.
- 5:10Eine Flutwelle versus ein langsam steigender
- 5:14Wasserspiegel, das macht den Unterschied sofort klar, und das
- 5:17bringt uns direkt zu dieser Kernfrage, wenn die Wirkung von
- 5:21SSR is so langsam und regulierend ist, kann man davon
- 5:25überhaupt high werden, die. Die Antwort ist ein klares,
- 5:28wissenschaftlich fundiertes Nein.
- 5:31Kein Kick, keine Euphorie. Nichts davon, was dafür fehlt,
- 5:35ist die schlagartige Aktivierung des Belohnungssystems im Gehirn,
- 5:39vor allem über den Botenstoff Dopamin.
- 5:42Drogen wie Kokain oder Amphetamine die Fluten dieses
- 5:45System und erzeugen so dieses intensive Glücksgefühl.
- 5:49Und SSR IS tun das nicht. Nein, ihre Wirkung ist
- 5:52Normalisierend nicht berauschend okay, kein High, aber was
- 5:56passiert dann, wenn jemand aus Verzweiflung oder Unwissenheit
- 6:00eine Überdosis nimmt, in der Hoffnung auf irgendeinen Effekt?
- 6:04Das ist ja leider eine reale Gefahr.
- 6:06Und genau hier wird es lebensgefährlich.
- 6:08Der Versuch, sich mit SSR Reis zu berauschen, führt nicht in
- 6:11die Euphorie, er führt potenziell in eine tödliche
- 6:15Vergiftung. Das sogenannte Serotonin
- 6:17Syndrom. Exakt.
- 6:19Stell dir wieder die Badewanne vor.
- 6:21Das SSRI hat den Abfluss verstopft.
- 6:24Wenn du jetzt noch eine Droge wie MDMA, Speed oder Koks dazu
- 6:28nimmst. Die den Wasserhahn voll
- 6:31aufdreht. Genau dann hast du eine
- 6:32katastrophale Überschwemmung. Das System kollabiert unter der
- 6:36schieren Menge an Serotonin. Und diese Gefahr besteht ja
- 6:39nicht nur bei illegalen Drogen, oder?
- 6:41Die Quelle warnt ja auch vor ganz alltäglichen Kombinationen.
- 6:44Ja, und das ist eine unglaublich wichtige Warnung.
- 6:47Dieselbe Gefahr besteht bei der Kombination mit bestimmten
- 6:50Schmerzmitteln, allen voran Tramadol.
- 6:53OK. Oder sogar mit frei
- 6:56verkäuflichem Johanniskraut. Man denkt vielleicht, das ist
- 6:59ein harmloses pflanzliches Mittel, genau, aber in
- 7:03Kombination mit einem SSAA kann es genau diese toxische
- 7:07Überflutung auslösen. Genau, die Warnsignale sind
- 7:11eindeutig psychisch extreme Unruhe, Halluzinationen,
- 7:15Verwirrung und körperlich. Hohes Fieber, Herzrasen,
- 7:20Unkontrollierbares Muskelzittern.
- 7:22Und was macht man dann? Das ist n absoluter
- 7:25medizinischer Notfall. Hier muss sofort der Notruf, die
- 7:28112 gewählt werden. OK, halten wir fest.
- 7:31Kein Rausch, keine Euphorie. Das widerlegt den Mythos vom
- 7:36Hai, aber die andere große Sorge ist ja immer die Abhängigkeit.
- 7:40Man hört oft von Leuten, die nicht mehr davon loskommen, was
- 7:44ist da dran? Hier müssen wir eine ganz
- 7:46entscheidende Unterscheidung treffen, die oft vermischt wird.
- 7:49Und zwar. Die zwischen einem Suchtentzug
- 7:52und einem Absetzsyndrom. Das ist keine Wortklauberei,
- 7:56sondern ein fundamentaler Unterschied.
- 7:57Irgendentzug ist vor allem durch eines geprägt Craving, das ist
- 8:02dieser unbändige, quälende Suchtdruck, dieses Verlangen
- 8:06nach dem Rausch, und das gibt es bei SSRIS nicht.
- 8:09Nein. Weil sie ja nie einen Rausch
- 8:12erzeugt haben, nachdem man sich sehen könnte.
- 8:14Okay kein psychisches Verlangen nach einem Kick, aber der Körper
- 8:18reagiert ja trotzdem, wenn man das Medikament weglässt.
- 8:21Was ist denn dieses Absetzsyndrom, wie fühlt sich
- 8:24das an? Das ist ne rein körperliche und
- 8:26neurologische Reaktion. Dem Gehirn fehlt plötzlich eine
- 8:30gewohnte chemische Unterstützung.
- 8:32Die Krücke, wie es die Quelle nennt, wird weggezogen.
- 8:34Und das System gerät aus dem Gleichgewicht.
- 8:37Genau die häufigsten Symptome sind erst mal unspezifisch
- 8:40Schwindel, starke Übelkeit, grippeähnliche Symptome,
- 8:43Schweißausbrüche. Was ja auch beim Einschleichen
- 8:46oft passiert. Also der Körper reagiert einfach
- 8:48auf die Veränderung. Ja, das ist schwer zu
- 8:52beschreiben. Aber die Leute berichten von dem
- 8:53Gefühl kurzer plötzlicher elektrischer Schläge.
- 8:56Die Zucken durch den Kopf oder den Körper, oft ausgelöst durch
- 9:00eine schnelle Augen oder Kopfbewegung.
- 9:02Das klingt unglaublich unangenehm.
- 9:04Ist es auch. Es ist ein rein neurologisches
- 9:07Phänomen und das deutlichste Zeichen dafür, dass das Gehirn
- 9:10mit der abrupten Veränderung des Serotoninspiegels überfordert
- 9:13ist. Allein der Begriff Brainseps
- 9:16elektrische Schläge im Kopf, macht deutlich, dass man das
- 9:19nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte.
- 9:21Absolut nicht. Und es ist das beste Argument
- 9:24dafür, warum die Kernaussage aus dem Material so existenziell
- 9:28ist. SSRIS dürfen niemals auf eigene
- 9:31Faust und abrupt abgesetzt werden, sondern immer nur in
- 9:35Begleitung. Immer der Weg daraus muss
- 9:37langsam und unter ärztlicher Begleitung erfolgen.
- 9:40Durch ein sogenanntes Ausschleichen, bei dem die Dosis
- 9:44über Wochen oder sogar Monate schrittweise reduziert wird.
- 9:48Wir haben jetzt viel über das Absetzen gesprochen, aber der
- 9:51Anfang ist ja auch nicht immer einfach.
- 9:52Du hast die Nebenwirkungen beim Einschleichen schon kurz
- 9:55erwähnt. Richtig, in den ersten Wochen
- 9:57der Einnahme. Der Körper braucht Zeit.
- 10:00Was ist da so das häufigste? Die häufigste Nebenwirkung ist
- 10:03Übelkeit. Das liegt daran, dass wir nicht
- 10:05nur im Gehirn, sondern auch im Magen Darm Trakt extrem viele
- 10:08Serotonin Rezeptoren haben. Ah OK.
- 10:11Auch innere Unruhe, Schlafstörungen und
- 10:14Kopfschmerzen sind in den ersten ein 2 Wochen häufig.
- 10:17Aber die legen sich meist. Erstens.
- 10:18Und was ist mit langfristigen Nebenwirkungen?
- 10:21Ein sehr belastendes Thema, das auch langfristig ein Problem
- 10:24sein kann, sind die sexuellen Funktionsstörungen, also
- 10:28Libidoverlust oder Schwierigkeiten, einen Orgasmus
- 10:30zu bekommen. Das ist leider eine sehr häufige
- 10:33Nebenwirkung. Das ist ja nicht nur für die
- 10:35Betroffenen selbst eine Herausforderung, sondern auch
- 10:38für das ganze Umfeld, Partner, Familie, aber.
- 10:41Absolut. Die müssen das ja auch verstehen
- 10:43und mittragen. Die Quelle gibt dazu ja auch
- 10:45ganz konkrete Tipps. Ja, die Do's und Don't Skin Now
- 10:49bei den Do's für Angehörige steht ganz oben.
- 10:53Geduld haben, die Wirkung braucht Zeit, man darf nicht
- 10:57nach einer Woche fragen, na wirkt die Pille immer noch nicht
- 11:00und die Nebenwirkungen ernst nehmen ja und unterstützen,
- 11:04nicht kleinreden und ganz wichtig die begleitende
- 11:08Psychotherapie fördern. Bei den Dones ist der wichtigste
- 11:13Punkt Stigmatisierung vermeiden, also Sätze wie jetzt nimmst du
- 11:18Drogen, Puh oder Reiß dich doch einfach mal zusammen.
- 11:22Das ist nicht nur falsch, sondern extrem verletzend und
- 11:26der schlimmste Fehler, jemandem zum eigenmächtigen Absetzen zu
- 11:31raten. Wir sehen also.
- 11:33SSRIS sind kein Wundermittel, sie haben Nebenwirkungen, das
- 11:38Absetzen ist kompliziert, sie machen nicht einfach glücklich,
- 11:41das passt zu diesem Bild der Krücke, das immer wieder
- 11:44auftaucht, ja, wenn die Pille aber nur die Krücke ist, was ist
- 11:49denn dann die eigentliche Heilung?
- 11:50Die Krücke ermöglicht es dir, wieder aufzustehen und die
- 11:54ersten Schritte zu gehen. Aber laufen lernen musst du
- 11:57selbst. Und wie.
- 11:59Die Quelle listet hier die zentralen Bausteine auf.
- 12:02Der Colt Standard in der Behandlung von Depressionen an
- 12:05allererster Stelle steht die Psychotherapie.
- 12:08Um die Ursachen zu bearbeiten, genau dann Sport und Bewegung.
- 12:13Das wirkt nachweislich wie ein leichtes körpereigenes
- 12:16Antidepressivum. Achtsamkeit und Meditation als
- 12:20Werkzeuge gegen Grübelspiralen und die absolute Basis, eine
- 12:24feste Tagesstruktur und gute Schlafhygiene.
- 12:28Die Pille schafft also oft nur den Freiraum im Kopf, um diese
- 12:31Dinge überhaupt erst wieder in Angriff nehmen zu können.
- 12:34Exakt. Du hattest Johannes Kauth vorhin
- 12:36schon im Kontext des Serotonin Syndroms erwähnt.
- 12:39Viele sehen das ja trotzdem als die sanfte, natürliche
- 12:42Alternative. Diese Frage taucht immer wieder
- 12:45auf. Wie ist das denn einzuordnen?
- 12:47Also die Einschätzung dazu ist sehr differenziert.
- 12:51Ja, für leichte bis mittelschwere Depressionen.
- 12:53Hat Johannes Kraut eine belegte Wirksamkeit, aber ein großes
- 12:57aber. Ein riesiges aber.
- 12:59Es ist kein harmloses Kraut, es hat massive Wechselwirkungen mit
- 13:03unzähligen anderen Medikamenten. Es kann zum Beispiel die Wirkung
- 13:06der Antibabypille aufheben oder die von Blutgerührungshemmern
- 13:10verändern. Und die Kombination mit SSRIS
- 13:12ist tabu. Absolut tabu wegen der Gefahr
- 13:15des Serotonin Syndroms. Es ist ein wirksames
- 13:18Phytopharmakon, das aber genauso sorgfältig und nach ärztlicher
- 13:21Absprache eingenommen werden muss wie jedes andere Medikament
- 13:24auch. OK, lass uns die wichtigsten
- 13:26Erkenntnisse aus dem Material von Neelix Berlin für dich noch
- 13:29mal zusammenfassen. Erstens, SSRIS machen nicht high
- 13:33und auch nicht süchtig im klassischen Sinn mit einem
- 13:35Craving und der Versuch einen Rausch zu erzwingen ist
- 13:39lebensgefährlich, es gibt keine Sucht, aber ein sehr reales und
- 13:43unangenehmes Absetzsyndrom. Das sich durch Symptome wie die
- 13:47Brainseps äußert. Deshalb.
- 13:49Niemals abrupt und alleine absetzen und der Dritte,
- 13:53vielleicht wichtigste Punkt, sie sind keine Happy Pills, sondern
- 13:56eine Krücke, ein wertvolles Werkzeug, das den Kopf frei
- 14:00machen kann, um die eigentliche Arbeit in einer Psychotherapie
- 14:03überhaupt erst zu ermöglichen. Genau.
- 14:06Vielen Dank, dass du dir die Zeit für dieses komplexe, aber
- 14:09so wichtige Thema genommen hast. Sehr gerne und.
- 14:14Und die ganze Analyse lässt uns mit einem Gedanken zurück, den
- 14:16Du für dich mitnehmen kannst. Der Artikel stellt SSRIS als ein
- 14:21Werkzeug dar, das dir den Raum verschafft, den eigentlichen Weg
- 14:24der Heilung zu gehen. Das wirft eine wichtige Frage
- 14:27auf. Nämlich wenn die Pille nicht die
- 14:29Lösung ist, sondern nur die Voraussetzung für die
- 14:32eigentliche Arbeit an dir selbst.
- 14:34Wie verändert das dein Blick auf psychische Gesundheit?
- 14:37Wo endet die rein medizinische Unterstützung und wo beginnt die
- 14:42persönliche Verantwortung für den eigenen Heilungsweg?