Latest / Die Zeitgenossen / Die Zeitgenossen 21: The Bear, Timna, Philip K. Dick, Aloe Vera, AI Slop
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- speaker-0: Hör Willkommen bei den Zeitgenossen. Wir haben die immer extrem coole Sachen für euch mitgebracht. ja, heute steigen wir gleich ein, ein super Buch von Christoph. speaker-1: Nicht ganz wahr, wenn wir steigen ein mit einem Autor. Außer uns weise mal nicht mit einem Buch, sondern ja, Philip K. Dick bekomme ich auch Philip K. Dick. Ich meine jeder, also du kennst Philip K. Dick, oder? speaker-0: Bestimmt, wenn du jetzt einen Titel sagst. speaker-1: Also ist unter anderem der Autor von Do Androids Dream of Electric Sheep, was das Buch zum Blade Runner ist. Also er ist eigentlich der Verfasser des Blade Runners, du's willst. Er ist halt der Verfasser von The Man in the High Castle. Ja, die Wahnsinnsverfilmung haben wir ja auch gesehen. Also Philip K. Dick ist eigentlich so derjenige, der könnte man sagen, Science Fiction im 20. Jahrhundert in den Rang eines Kulturphänomens erhoben hat. Soweit würde ich wirklich gehen. Ich bin so ein riesiger Fan. speaker-0: Ich kann keinen Namen dort bewegen. bin die Gastronomiker. Solche Namen merke ich mir einfach nicht. speaker-1: Es dir ja auch schon verziehen. Und wie komme ich auf Philip K. Dick? Also erstens muss ich gleich mal sagen, Philip K. Dick, ich bin zu spät überhaupt erst auf ihn gekommen. habe in meinem Leben sehr viel Science Fiction gelesen, aber da ging es immer nach den Geschichten und habe mich die Romane interessiert. Und erst sehr spät bin ich darauf gekommen, einzelne Autoren auch in dem Genre richtig zu folgen. Dadurch, halt irgendwie, ich habe zuerst den Blade Runner geguckt und dachte mir, okay, da hat jemand auch ein Buch zugeschrieben, aber ich habe jetzt den Film gesehen, muss ich wirklich auch noch das Buch lesen. Aber irgendwann bin ich davon abgekommen und hab das getan, was das einzig Richtige ist. Also ich hab mich auf die Spuren des fantastischen Philipp K. Dick gesteckt, anstelle nur seine Filme zu sehen und hab dabei erstaunliche Dinge entdeckt. Also das hört man ja hier und dort. Ich will eigentlich über zwei Beispiele aus dem ÖVRE von Philipp K. Dick sprechen, nämlich tatsächlich über Do Androids Dream of Electric Sheep, was vom Titel her mit dem Blade Runner wirklich gar nichts zu tun hat. Und es stimmt, auch das Buch hat mit dem Blade Runner eigentlich gar nichts zu tun. Die Welt, die Philip K. Degda entwirft, ist in vieler Hinsicht sogar das Gegenteil, aber vielleicht auch auf eine interessante Art und Weise das Gegenteil von Blade Runner. Denn die Originalgeschichte spielt nicht in einer verregneten Stadt, sondern auf einer Erde, die wüstenartig ist. Das heißt, dort gibt es genau das Gegenteil von Regen, nämlich Sand, nur Sand. Und das war ja eine von den großen Taten von Ridley Scott. dass er dieses Buch übersetzt hat, nicht nah dran, sondern in gewisser Weise so genau ins Gegenteil. Und diese Jagd auf die Roboterwesen oder auf die Androiden, die im Blade Runner ja dieses Zentrum einnehmen, die ist tatsächlich in der Originalgeschichte nur eine von mehreren Handlungssträngen. Das Wichtigste eigentlich in Do Android's Dream of Electric Sheep ist die Welt, die Philipp K. Deck entwirft. Und das ist die große Ja, Kunst von Philipp Kredig, dass er eben immer ganze Welten, ganze Planeten entwirft, ganze Realitäten, Szenarien, Utopien, Dystopien entwirft. Und in diesen in sich stimmigen Welten erzählt er dann Geschichten. Und seine große Gabe, er ist ja 1928 geboren, er hat sein ganzes Leben lang hart psychedelische Substanzen sich verabreicht. Und diese psychedelischen Substanzen haben ihn einfach auf Gedanken gebracht, auf die der normale Mensch nicht kommt. Auch in vielen seiner Geschichten kommen solche Rauschzustände zu. Eine ganz unglaubliche Geschichte ist da auch eine dritte, nämlich Flow My Tears, The Policeman Said, ein ganz eigenartiger Titel. Und dieser ganze Roman, dieses ganze Buch spielt in einer Welt, die eigentlich nur in einem Drogenrausch existiert, wie sich im Nachhinein herausstellt. Wenn man das Buch liest, also dafür will ich aplettieren, diese Bücher zu lesen, auch wenn man die Filme schon gesehen hat, weil die so erstaunlich anders auch besser, aber auch so anders, dass jedes Teil für sich existieren kann, gut sind. Das ist bisschen eigenartig formuliert. Ich will nämlich nicht sagen, dass der Blade Runner schlecht ist und ich will auch nicht sagen, dass The Man in the High Castle schlecht ist. Ich will nur sagen, dass die Bücher auf eine total eigene Art möglicherweise genauso gut oder besser sind. Denn in The Man in the High Castle, du hast die Serie wahrscheinlich gesehen und es geht ja ⁓ parallele Realitäten in einem Amerika, das von den Nazis besetzt wurde und das wurde auch sehr schön in Szene gesetzt. Aber im Originalbuch spielen Filmrollen keine Rolle. anstelle dessen etwas ganz anderes, etwas viel mysteriöseres und rätselhafteres und auch intellektuelleres, muss man wirklich sagen, nämlich ein asiatisches Stäbchenspiel. Philip K. Dick, den muss man eigentlich lesen, dafür plädiere ich auch, wenn man nicht auf Science-Fiction steht. Weil die Welten, die er entwirft, sind in sich beschlossen so künstlerisch, hochwertig, so eigenartig und trotzdem so glaubwürdig, dass sie einen sofort absorbieren. Jetzt würde ich sagen, ungefähr 80 Prozent des Gesamtwerks von Philip K. Dick gelesen. Ich bin immer noch in den Kurzgeschichten. Ich lese gerade Ubik, ein weiteres Buch von ihm. Und ständig ist die Sprache und die Kohärenz dieser Bücher so hoch, dass ich mir denke, das steht auf Augenhöhe mit den besten Erzählungen des 20. Jahrhunderts, die halt aus arrivierten Bereichen kommen, nicht Science Fiction. Und Philip K. Dick, der hat ja auch jeden Preis gewonnen, den man da gewinnen kann. Den Jugo Award glaube ich auch mehrmals, ich glaube, für The Man in the High Castle. Jeder Charakter ist bemerkenswert und es hilft sogar, wenn man die Filme gesehen hat, weil man dann natürlich etwas hat, mit dem man das abgleichen kann vor dem inneren Auge, aber nicht so missgünstig abgleichen, ⁓ nee, der ist viel hässlicher oder die ist viel hübscher oder die ist nicht so lustig, sondern dass man jedem Charakter sowohl in den Büchern als auch in den Filmen sein Existenzrecht in dem jeweiligen Universum zugestehen kann und beides genießen. Und das hat man ja so selten. Wir haben auch schon häufig darüber gesprochen, wie häufig der Film eine Enttäuschung ist oder das Buch ist viel schlechter. Und bei Philip K. Dick muss ich wirklich zu meiner Freude sagen, dass auch derjenige, der alle Verfilmungen gesehen hat, noch ganz große Momente haben wird mit den Büchern. Konkret der Tipp, womit soll man anfangen? Also die drei tollsten Werke, sind alle nicht lang. Der hat ja keine fetten Schmöker geschrieben, der hat relativ kurze Romane geschrieben. Die drei, die man wirklich lesen sollte ⁓ diesen Stil und diese Unterhaltung und diese Feinsinnigkeit auch zu merken. Das sind die drei, die ich gerade schon erwähnt habe. Do androids dream of electric sheep, the man in the high castle, und flow my tears, the policeman said. Die dritte ist nochmal, also ich weiß auch nicht, wie man das verfilmen kann. Es ist so super gut. Es scanner Darkly wurde ja auch verfilmt. Da muss ich sagen, dass ich den weder die Verfilmung noch die Geschichte wirklich verstanden habe, weil die ist wirklich ein kompletter Drogenrausch. speaker-0: Das kenne ich gar nicht, Aber das wäre jetzt mich auf der Liste ganz oben. Das ist jetzt mich ganz gut. speaker-1: Genau. Und ich würde, also, letzter Punkt, ja, also ich hab schon von vielen Autoren geschwärmt, ja, auch von von Simon Rushdie oder von von Mario Vargas Llosa, aber bei Philip K. würde ich wirklich sagen, fangt nicht mit einem Buch an, sondern nehmt euch den Autoren vor. Schaut, was der geschrieben hat. Kauft davon die ersten drei Sachen oder die, die ich euch empfohlen hab und lest euch wirklich in dieses Gesamtwerk ein. Anders als bei Ernest Hemingway ist das keine Lebensaufgabe, sondern das hat man irgendwie ein paar Wochen hinter sich gebracht. Und man ist nachher nicht nur unfassbar gut unterhalten, sondern kann unter Nerds auch richtig mithalten. Weil die Lektüre von Philip K. Dick ist, würde ich sagen, unter Nerds Pflichtlektüre. Das ist mein erster Tipp des Tages. speaker-0: Sehr gut, sehr gut. Und wir kommen von Exzellenz zu Exzellenz. Ich habe euch heute mitgebracht in Cereal Monogamy eine Serie und zwar geht es ⁓ The Bear. Die meisten von euch haben wahrscheinlich die erste oder zweite Staffel gesehen und es ist ja auch mit Emmys überschüttet worden. Und ich muss sagen, es hat mich wirklich sehr berührt. Es hat mich auch sehr fasziniert. Ich habe mich schon immer für das Thema Küche interessiert. speaker-1: hier aus deinen Fermentieren. speaker-0: für Ventil, so weiter und so ko, aber natürlich auch diese Dynamiken fast schon aus leadership-Perspektive, die in solchen Großküchen irgendwie, also die Zustände, die dort herrschen, absolute Stress. Und wie schafft man das da eigentlich innovativ zu bleiben? Also das ist ja oft eine Analogie auch zu Innovationsprozessen, wie da in Küchen irgendwie fast schon militant manchmal, aber dann doch wieder mit Präzision und ganz viel Kreativität gleichzeitig gearbeitet werden muss. Also man hört wirklich dieses go to market und dann scale it in einer ganz kurzen kompromierten Phase und dann muss das halt wirklich krass exekuted werden. Also das hat irgendwie so fast alle Innovationsdisziplinen irgendwie dabei und ich fand da auch in The Bear kann man da sehr schön auch sehen, wo scheitert ein Mensch in diesen Innovationsprozessen, nämlich oft meistens an sich selbst. Und jedes psychische Thema, was man da irgendwie mit bringt, da eskaliert. Also eskaliert ja auch unter Stresssituationen sowieso und das zeigt dann eigentlich für Bär in Paar-Excellence. Und das nicht nur einfach in einer guten gemachten Fernsehsendung, sondern eigentlich in tiefen Psychogrammen mit sehr innovativen Stilmitteln auch. Also man kann sagen, Bär spielt auf der kompletten Klaviatur eigentlich der cineastischen Strahlkraft, was man so mitbringen kann. Alle Tools werden irgendwie benutzt und was halt häufig für Menschen ja stresshaft war, The Bear zu gucken, weil das wirklich in einem ganz schnellen Schnitt, sehr staccatohaft, sehr nah dran, also wirklich fast schon claustrophobisch für Menschen wirken konnte. Also es gibt wirklich so Artikel wie, kann man sich The Bear überhaupt angucken, ist das so stressig? Das ist doch das eine Seite, wie The Bear funktioniert, aber The Bear hat auch ganz langsame, überstilisierte, langsame Gespräche, ganz tiefsinnige Momente, wo man zum Atmen kommt und zum Reflektieren kommt. Also es ist wirklich diese Balance. Und es wird auch so Makrokosmos, Mikrokosmos auf diese Themen draufgeguckt. Und es ist, The Bear geht ja ⁓ eine Familie. Die Hauptfigur ist Cami. Cami ist ein Sternekoch, der, weil sein Bruder Mickey gestorben ist, zurück nach Chicago kommt, ⁓ eigentlich dort sein Restaurant zu übernehmen. Und The Bear ist quasi so bisschen so ein Familynickname für die ganze Familie. Und es ist halt ein schönes Sinnbild für, wie die amerikanische Familie auch so bisschen gezeichnet wird. In einer herfolgenden Jamie Lee Curtis, also einer total wahnsinnige Mutter, die quasi das ganze Leben schon mit Alkoholismus und anderen psychischen Problemen die Familie komplett in den Wahnsinn treibt. Miki ist nicht nur einfach gestorben, hat sich umgebracht und Cami leidet total unter PSD. eigentlich so ist sie ganze Zeit lang in Überstressmodus, kriegt sich auch nicht richtig in den Griff und versucht eigentlich mit dieser Rückkehr auf seine Traumatas zu verarbeiten. Und was da passiert ist, er trifft natürlich auch seine ganzen Lebensgefährten auch aus der Kindheit heraus, Freunde, Familie und so eine schöne Geste, diese Familie hat. Also jeder, auch in irgendeiner Form unterwegs ist, Cousin. Cousin ist irgendwie so das Wort für du bist einfach Teil der Familie, ob du es bist oder nicht, du bist jetzt Cousin und dann ist das auch gefühlt dein Name und dann so hey Cousin, das ist so ein bisschen so hey you're part of the club. Und dann gibt es natürlich so super schöne Figuren wie Neil, gespielt von Matty Pattison, der so einfach ein liebevoller Person ist, der voller Selbstzweifel durch die Gegend läuft, aber alle lieben ihn nur. und versuchen halt, ja auch eben eine gute Zeit zu machen und er macht allen eine gute Zeit und der macht auch so eine ganz tolle Transformation während der Serie durch. Ich kann ganz stark empfehlen, guckt euch Staffel 1 und 2 an. Wenn ihr irgendwie Zeitprobleme habt, ihr könnt gerne Staffel 3 überspringen, aber Staffel 4 ist wieder absolut, absolut exzellent und ich muss sagen, eine ganz große Lektüre zum Thema Niederschiff. Spoiler alert hiermit. Wer es nicht wissen will, jetzt mal kurz zwei Minuten nach vorne springen. Es ist einfach so, dass Cammie festgestellt hat, dass er im Kochen vielleicht noch nie Spaß gemacht hat. Dass er das einfach gut kann und da auch exzellent drin ist. Aber das nicht heißt, dass es wirklich seine Berufung ist, dass es seine Erfüllung ist. Und aus der Erkenntnis heraus will er einfach den Kittel an die Wand hängen und da eigentlich seine Nachfolge klären. Und das ist eigentlich die komplette Staffel 4. Und da gibt es wirklich dieses hoch und runter, soll ich was hinter mich lassen, wenn ich das so gut kann. Und die kriegen einen Stern, The Bear, das Restaurant kriegt einen Stern und trotzdem geht... Und das ist natürlich so eigentlich gegen das kapitalistische Erfolgsprinzip, also jetzt erst recht eigentlich und nein, jetzt erst recht nicht mehr. Und was hat das für so, was für eine innere Stärke das irgendwo zeigt auch... zu sagen, hey, also wenn ich jetzt schon in so einem Extrem lebe, weil ein Sternekoch ist wie ein Start-up-Entrepreneur, der lebt unter einem wahnsinnigen Druck, kann ich das auf Dauer wirklich leisten, wenn ich nicht mit voller Passion dahinterstehen kann, sondern höle ich mich nur stückchenweise aus und renne eigentlich nur dem Erfolgsmoment hinterher, aber kann eigentlich das nicht komplett wirklich. man ganzen sein unterstützen. Und ich glaube, das war eine ganz schöne Lehrstunde, die man da bekommt, weil man merkte auch, Cami war einfach auch ein scheiß Chef. Der hat halt nicht für Ordnung gesorgt, sondern für mehr Chaos. Der hat im Prinzip die ganze Zeit lang eine andere Idee gehabt, hat die Leute irgendwie verrückt gemacht und wenn es mal zu Krise kam, hat er auch mal gerne ... den Stift fallen lassen oder er ist im Gefrierschrank eingesperrt gewesen. Also das waren schon klare Zeichen, dass er total überfordert ist. er hat dann aber einen guten Job gemacht, dass er eigentlich seine Nachfolge während vier Stoffeln eigentlich etabliert hat mit Sydney. Und Sydney hat dann eigentlich auch unterstützt von allen Beteiligten. Das Feedback bekomm eigentlich der bessere Chef. Und wir sind eigentlich happy, dass Cammy nicht mehr da ist und du das jetzt in die Haare nimmst. Und so hatte das Bebeer auch ein Happy End. Aber man hat so viele schöne Orte, ästhetisch auch schöne Orte und schöne Momente und Musik auch präsentiert bekommen in diesen vier Staffeln, dass eigentlich für mich keine Minute eine Zeitverschwendung war, sondern das war einfach ein Genuss, wie wahrscheinlich das Essen, wenn man das da mal probieren hätte dürfen, sind vier Staffeln da für mich sehr zeitweilig vergangen und ich kann das jedem ans Herzen legen, sich das anzuschauen. speaker-1: Ich meine, es wird natürlich dadurch einfacher, dass die Folgen auch in der Regel sehr kurz sind. Also die sind ja immer nur so zwischen 20, 25. Es gibt ein paar Ausreißerfolgen, die länger sind, das sind aber so Specials. Ich meine, über zwei Dinge muss man da sprechen, zum einen, dass der Hauptdarsteller, dass der einfach die absolute Sensation ist. Eigentlich ist das halt die Neue. speaker-0: Wie Alan White halt, ne? Der mir Alan White ist einfach eine coole Socke halt, ne? speaker-1: Genau, das ist die neue Serie mit ihm. Und ich liebte ihn und fand ihn unfassbar gut schon nach Shameless. Also Shameless ist ja die andere Serie, in der er unfassbar gut war. Er hat ja zwischendrin oder jetzt vor kurzem auch noch... Na... Springsteen verkörpert, ganz genau. Das heißt, ist einfach jemand... Den habe ich nicht gesehen, aber man kann wirklich sagen, dass er halt in den letzten Jahren einen kometenhaften Aufstieg genommen hat. Und ehrlich gesagt fand ich... speaker-0: Bruce Springsteen. speaker-1: diese, den, sagen wir, den Qualitätsverlust, den die Staffel in der zweiten und dritten Staffel hatte, da habe ich auch wirklich gedacht, das haben die Autoren selber zu verantworten, weil die haben alles versucht, ⁓ Kami immer weiter aus der Serie zu verdrängen. Als ging es wirklich darum, diesen Schauspieler immer weniger zu zeigen, die haben immer mehr vom Ensemble gezeigt und sind dadurch in aller Liebe auch nicht besser geworden. Also zu Anfang war das halt Ja, die Familie spielt eine Rolle, aber zu Anfang war das vor allem die Show ⁓ Kami. Dieses Ausnahmetalent, diesen wahnsinnig guten Koch, auch sein Handwerk genau hingeschaut bei jedem Schnitt und dieser Mensch im Stress, den so zu verkörpern, das schafft ein herausragender Schauspieler wie er. Und wenn man diesen herausragenden Schauspieler immer weiter rausnimmt und anstelle dessen die sozusagen die B-Schauspieler, natürlich auch sehr gut sind, immer weiter in den Vordergrund rückt, das ist natürlich eine Wahl. speaker-0: Ja, aber ich die haben da auch schon eine Sambel aufgefahren halt. Kommon, also Colman als Chef Andrea Terry war wirklich großartig. war in der zweiten Schrift. in Mickey, Oliver Platt als Onkel Jimmy. Und ich muss sagen, ich war ja persönlich total verliebt an Nile Boyes, der Markus gespielt hat, der Prinzip die Nachrichtung gemacht hat. speaker-1: War ich noch in der ersten Staffel? speaker-0: Da waren schon coole Leute dabei. Aber du hast recht, wo es dann ums Franchise ging. Und machen wir da jetzt da noch mal was mit. Also man hätte das sogar noch kürzen können. Also ich glaube, dass das vielleicht gar nicht auch eine vierte Stoffel hätte sein müssen. Das hätte auch ein Film sein können. Vielleicht hätte man da auch noch mal bei einer anderen Form nachdenken können. Aber ich muss sagen, insgesamt wäre... Also ich amane hier auf hohem Brust und Niveau, wenn man das vergeblich so halt eben... speaker-1: Das, was da passiert ist, also manche Serien begehen halt irgendwann Fehler, also konzeptionelle Fehler. Und für mich war halt eben The Bear auf hohem Niveau. Der Fehler war dieses Zooming-Out. Die waren am Anfang sehr, sehr nah dran an der Hauptperson, an Cami und wie er die Welt sah und wie er und seine Familie litt und sind dann immer weiter rausgegangen. Und ich hatte auch wirklich das Gefühl, muss das wirklich sein? Was ist da die Motivation? Glaubt man an diesen Charakter nicht mehr so? Und ich habe an den Charakter immer geglaubt. Zum Schluss Ob es ein Happy End ist, das kann man wirklich so oder so sehen. Ich fand die Szene, wo er sich als Praktikant bei der Architektur beworben hat, das fand ich schon sehr unangenehm und auch bisschen unwürdig für so eine tolle Persönlichkeit wie Cami. Das ist das eine. Und das Zweite, was ich aber auch noch zum Besten geben will, ist, ich weiß nicht, ob du oder wie häufig oder ob ihr, die ihr zuhört, schon mal in einem Michelin-Stern-Restaurant wart. Ich war schon, sagen wir mal, mehr als einmal, weniger als zehnmal. Und wenn man halt auf der anderen Seite sitzt, und in dieser Serie werden ja von Zeit zu Zeit auch diese Restaurantszenen und die Gäste werden vorgestellt, wie sieht es eigentlich nicht nur in der Küche aus, sondern welches Erlebnis haben die Leute da. Und ich habe mir das auch schon, wie gesagt, mehr als einmal gegönnt. Und dadurch wird eigentlich meine Erinnerung an meine Sternekocherlebnisse noch mal schöner. Weil wenn man halt selber als Gast in so einem Szenario sitzt, dann fühlt es sich wirklich im besten Fall an, wie wenn man in einer Theateraufführung ist, und zwar buchstäblich auf der Bühne. Weil als Gast sitzt man in einem Raum, ⁓ den es ⁓ einen herum wirbelt. Die Leute sind ständig aktiv. Man bekommt auch einen unglaublichen Service. Es sind kluge Leute, auch die Kellner, auch das Servicepersonal. sind halt nur Bedienungen, sondern die hochgradige Fachleute in dem, was sie da gerade tun. Es gibt unglaublich viele interessante Gespräche. Irgendwie sind alle unter Stress und haben trotzdem immer noch die Zeit, mal ein bisschen über den Wein zu sprechen. Und wo kommt das Essen her? Und warum hat man das so angerichtet? Und dass das im Hintergrund alles so unglaublich intensiv abläuft, wie man das jetzt in The Bear sieht, das überrascht mich gar nicht, aber es unterstreicht natürlich auch nochmal den Grund, warum das so teuer sein muss. speaker-0: Das einem total klar, dass das einfach ein Business ist, wo jetzt nicht das Geld wirklich verdient wird. Weil das ja auch dieses Business hat ja eine wahnsinnig hohe Schlagkraft, dass du dich auch verändern musst. Es hat ja auch damit mit Location was zu tun. Also da sind so viele Faktoren dabei. Was ich spannend fand, ist im Kontrast dazu The Boiling Point. Ich weiß nicht, ob du den gesehen hast mit Steven Graham, den gibt es auch Netflix. Das ist auch in Bord Shot gedreht worden. wie halt auch die Serie, wo Steven Graham, das war glaube ich eine unserer ersten Folgen, die du vorgestellt hast mit dem Bord, das ich nie aussprechen kann. Adolescence. Adolescence, genau. Das war glaube ich erste oder zweite Folge, die wir aufgezeichnet haben. Und da geht das auch im Koch und im Prinzip eine Stunde in einem Restaurant, in real-time in einem Shot aufgenommen. Und das, muss ich sagen, das hat mich total gestresst. Ich hab das nicht zu Ende geguckt, Film. Ich weiß, wie er ausgeht. Geht auch nicht gut aus, übrigens. Aber er ist ein Hardcore, wo du wirklich ... Da siehst du wirklich mal noch mal ein anderes Level von Stressfaktor in so einer Küche. wer sich dafür interessiert, kann man da auf jeden Fall nur zwei Stunden da investieren und sich auf The Boiling Point angucken. Vor allem cineastisch sehr aufwendig betrieben in einem One-Shot-Theaterstück-Gefühl. Aber die The Bear, würde ich sagen, da sind so viele ästhetische Lessons, da sind so viele cineastische Lessons und auch auf der psychologischen Ebene, das lohnt sich auf jeden Fall. Und die Leadership-Lessons, kommen da eigentlich nur noch mal als Cherry on top. speaker-1: Absolut. Und man weiß nachher, dass man der Karriere von Jeremy Allen White folgen muss. Also nach The Bear ist der jetzt einfach aus dem Pantheon der amerikanischen Fernsehproduktion nicht mehr wegzudenken. speaker-0: finde muss sein, der Bruce Springsteen-Film, der war Der war nicht so gut. Ja. Also da war einfach nur Spur zu cool, habe ich das Gefühl. war er bisschen zu... Also Bruce Springsteen ist halt so, dann war das natürlich gut, aber... Also ich fand den als Camille wesentlich besser. speaker-1: Nächstes Thema heute auf unserer Agenda, das berühmte, richtige Warum-Nur. Heute geht es bei Warum-Nur ⁓ das Thema AI-Slop und warum das auf einmal so allgegenwärtig geworden ist, also sowohl im Bild als auch im Text als auch beim Hören. Heute Morgen habe ich zum ersten Mal im Radio einen Werbespot, einen verkostischen Werbespot gehört, an dessen Ende tatsächlich ein Disclaimer ausgesprochen wurde. Nämlich dieser Spot wurde mit AI-Stimmen generiert. Also so wie bei den Arzneimitteln man am Ende sagen muss, es kann Nebenwirkungen haben. Und das finde ich einerseits bemerkenswert, weil ich so einen Disclaimer vorher noch nie gehört hatte im Radio. Zum anderen ist das natürlich auch ein Sign of the Times, weil wir sehen jetzt an verschiedenen Orten solche, ja Mechanismen, ⁓ damit umzugehen mit der Tatsache, dass das, was AI produziert, nicht immer nur gut ist oder manchmal vielleicht auch manipulativ, also inhaltlich oder auch stilistisch, so wie es vielleicht sein müsste. LinkedIn bietet ja auch mittlerweile diesen Marker an, dass man einzelne Posts markieren kann mit Sounds like AI-Stop. Das heißt also, das, was eigentlich mal gedacht war als kreative Hilfe, sowohl bei der Bildbearbeitung als auch bei der Soundbearbeitung, wir haben das hier auch bei unserer Podcast-Bearbeitung als auch beim Schreiben, scheint sich so langsam gegen die Welt, die es eigentlich besser machen soll, zu drehen. Und ein augenfälliger Mechanismus damit ist natürlich, und etwas worauf man leicht reinfällt, ist, dass eben AI einem es möglich macht, in Dingen gut zu sein, in denen man eigentlich nicht gut ist. Und das ist natürlich immer dann hilfreich, wenn es darum geht, große Schwächen auszugleichen, wie hier zum Beispiel Audio- und Videoschnitt bei der Aufnahme eines Podcasts. Da macht AI sehr viel. Es ist natürlich was anderes, wenn es etwas vorschiebt oder so tut, als wäre etwas so, was in Wirklichkeit gar nicht so ist. Und mir fällt das halt als jemand, der halt viel liest und viel schreibt. Mir fallen natürlich besonders die häufigen Verbrechen gegen die deutsche Stilistik oder auch gegen die englische Stilistik auf. Der beliebteste Kunstgriff ist ja immer dieses It's not A, it's B. Also es ist A, sondern es ist Wahrheit B. Jedes Mal, wenn man das liest, also zumindest bei mir, kommt das immer so an wie so ein krasser, greller Misston in einer Musikaufführung. Da zucke ich jedes Mal zusammen und denke mir vor allem eines. mir fällt da halt eben auf, dass da was nicht stimmt, aber ich denke mir dann halt eben auch immer, derjenige, der das schreibt und der das dann stehen lässt, der tut sich selber damit keinen Gefallen. Weil er damit in dem Versuch, etwas Gutes zu schaffen, in Wahrheit über sich selber zugibt, naja, mein Deutsch oder mein Englisch oder meine Fähigkeit zu formulieren, ist eigentlich nicht so besonders gut. Das heißt, da gibt es schon so einen Moment, wo ich mir denke, musst du dir das wirklich antun? Musst du auf diese Art und Weise versuchen, der Welt etwas vorzuspielen? Und ich bin froh und dankbar, wenn dieser Trend vielleicht vorbei ist und alles wieder zurückgeht, auf ein Level, das näher ist an dem, was Leute tatsächlich können. Es sei denn, sie haben gute Gründe, speaker-0: Ich glaube, ist ein sehr sensibles Thema. ist, glaube ich, so AI-demokratisiert ein wenig. Die Gesellschaft im Sinne, die befähigt viele dazu, mehr zu tun, wenn sie vorher allein mit ihren Fähigkeiten in der Lage gewesen wären, alleine zu tun. Also man kann wirklich ganz vorher ein Chef von der Firma hatte immer einen PR-Menschen, der seine Post nochmal gegengelesen hat und die nochmal glatt gebügelt hat, bevor die rausgegangen sind. Sowas hat jetzt jeder. Das Thema ist natürlich dadurch, wenn man nicht an sich so talentiert ist in einem gewissen Thema, fehlt einem dann manchmal auch die Sensibilität, dann solche Slops zu erkennen. Also diese Stylistischen Merkmale oder auch diese Patterns dann wirklich zu sehen, die jetzt noch sichtbar sind. AI wird sich, glaube ich, dahin entwickeln, dass das immer weniger entdeckbar wird. Ich glaube, es gibt ein Phänomen im sozialen Netzwerken, dass nur wenige eigentlich zu Wort kommen oder sich trauen, überhaupt was zu posten oder auch Bilder zu posten. ist eigentlich so, dass die in der Gesellschaft 10, 15 Prozent posten, der Rest ist eigentlich der Zuschauer. speaker-1: überhaupt. speaker-0: Wenn überhaupt, ja. So gibt es für mich die Möglichkeit, dass auch die, die sich vorher nicht befähigt gefühlt haben, sich vielleicht jetzt trauen und oft auch dann begeistert sind, dass aus ihren Gedanken dann das rauskommt, was sie eigentlich sagen wollten, wo sie aber selbst die Worte nicht für gefunden haben oder einfach in der Formulierung grammatikalisch einfach sauberer waren, als sie jemals selbst was produziert haben. Das hätte auch mit viel Übung zu tun. Und ich finde das wertvoll, dass mehr Meinungen gehört werden können, als Possibility, als Möglichkeitenraum. Was ich schwierig finde, wo meine Kritik ist, ist, wenn das so komplett outgesourced wird. Also wenn du sagst, ich habe jetzt hier drei kleine Ideen und jetzt will ich aber eigentlich, dass du dir noch acht dazu überlegst und dann poste ich elf Dinge, die total ungesteuert auf die Leute losgelassen werden. Weil dadurch ... Das erzeugt gerade bei mir so eine Lawine von Informationen, die oft schlecht aufbereitet oder strukturiert worden sind, die einfach sich wild generiert anfühlen. Und ich glaube, ich habe ein Problem mit dem wilden Generieren, wo niemand mir einfach mal durchliest und sagt, es gefällt mir das überhaupt, sondern das wird sofort einfach, ⁓ das sieht gut aus, das wird sofort rausgeschickt. Und das ist für mich ein bisschen hart. Weil ich denke, wenn du deinen großen langen Text irgendwo rausschickst oder einen langen Post schreibst, hast du so bisschen auch Verantwortung dafür für denjenigen, der das liest, dass man zumindest es einmal mal selbst gelesen hat, wenn man behauptet, dass man's gepostet hat. Ich glaube aber auch, das hast du jetzt zum Beispiel gesagt, ist nicht das oder das ist jenes Beispiel, mir das nie aufgefallen. Ich glaube, ich hab dir meinen Post zum Gegenlesen geschickt, wo ich genau das gemacht habe, wo ich das gar nicht verstanden habe, wo deine Kritik war. Und ich brauchte auch eine Weile drüber nachzudenken, was ist denn jetzt genau das Problem? Weil das Interessante war, den Post habe ich größtenteils selbst geschrieben. Ich habe ihn nur einmal überarbeiten lassen. Und dann habe ich halt mich immer noch gegrübelt, so soll ich das jetzt posten. Ich habe den immer noch nicht gepostet, übrigens, ich so verunsichert bin. Werde den aber jetzt bald posten. habe den noch drei anderen Leuten geschickt, ⁓ den jetzt absegnen zu lassen. Hab den noch mal komplett umgeschrieben. Aber du siehst, in was von Tumult das auch einen dann bringen kann. Ich glaube, in Zeiten von Überflussinformation brauchen wir Sensibilität auf allen Seiten, Empfänger und Sender. Wir können uns befähigen durch AI, das ist vollkommen okay und das ist auch schön, dass dann viel mehr Leute was sagen können. Aber es ist total wichtig, sensibel und verantwortungsbewusst mit der Zeit der Empfänger umzugehen, was man da auf die alles loslässt. speaker-1: Ja, das finde ich alles gut und richtig und ein Punkt ist, also ich nehme das so wahr, dass das eigentlich so eine Wiederholung dessen ist, was wir schon bei Instagram zum ersten Mal hatten. Nämlich Instagram war ja ein Tool, was es auch Lion ermöglicht hat, in gewisser Weise so zu tun, als könnten sie fotografieren. Indem man halt die ganzen, auch wenn man vielleicht keinen guten Fokus hatte oder vielleicht auch keinen guten Ausschnitt, dann konntest du nachhinein durch die Filter, durch ein Rearrangement, Bilder produzieren, die, sagen wir mal, in gewisser Weise besser waren, als das, was du selber eigentlich in der Lage gewesen wärst zu produzieren. Also das, was ausgebildete Fotografen mit teuren Kameras und Nachbearbeitung und so eine Dunkelkammer hinkriegen mussten, hat Instagram, könnte man ja sagen, auch demokratisiert. Die Frage, die nach wie vor offen ist, aus meiner Sicht, ist, ob dadurch wirklich mehr, besserer oder guter Content in die Welt gekommen ist. Dass halt sehr, sehr viele Leute angefangen haben, ihre Schnappschüsse. die halt inhaltlich immer noch ein bisschen zweifelhaft waren und die auch ehrlich gesagt durch drei Filter nicht besser werden. Davon gibt es jetzt Milliarden mehr in der Welt. Aber das solange es Spaß macht und niemandem schadet, kann man natürlich auch sagen. speaker-0: weil da sind so viele tolle Subkulturen dadurch entstanden und Communities von Leuten für Special Interest Themen, ob da jetzt jemand Makrofotografie oder Mikrofotografie mochte, da werden plötzlich tausend von Blumen irgendwie geteilt. Da wird ja auch ganz viel Freude geteilt. Also ich hab da überhaupt keinen judgmental view on it, sondern ich hab eher nur das Thema, jeder kann sich das ja selbst aussuchen. Das Problem ist ja, gerade bei Instagram ist es einfacher, wenn man solche Sachen nicht likes. sieht man die auch nie wieder, TikTok ist ja auch so drauf. Ich nur bei LinkedIn ist es ja mehr personal driven. Das wird jetzt auch mehr topic driven, aber da hat man halt einfach dazu oder sieht man was von jemandem, kennt und liest das halt und dann ist man dann halt vielleicht mal in so einem AI-Müll irgendwo gelandet halt. speaker-1: Du hast beim geilen Scheiß mal wieder in die Biologie gegriffen, wenn ich das richtig sehe. Ich bin auch ein riesengroßer Freund von Aloe Vera. Ich hab sogar eine richtig große Aloe Vera Pflanze bei mir im Schlafzimmer stehen, obwohl die ja nicht so besonders schön ist. Aber es gibt ja trotzdem gute Gründe, Aloe Vera zu mögen. Warum magst du Aloe Vera? speaker-0: Ist ja interessant, ich habe eine Aloe-Bär-Pflanze geschenkt bekommen von meinem Schwiegervater und die habe ich auch ganz liebevoll Momo genannt. Und dann ist leider Momo von einem Kist befallen worden und ist gestorben. war echt ein harter Moment, ja, aber vorher hat sie noch ganz viele Kinder bekommen und die sind bei meinem Schwiegervater gelandet zum Aufpäppeln und dann habe ich quasi wieder eine bekommen, die ich jetzt Momo-Son nenne. Son von Momo. Und Mumu-san hat jetzt ganz viele neue Kinder bekommen. Und dann sieht man schon mal das Aloe Vera. ist erstmal eine Pflanze, die sich total schnell weiterentwickelt. ein Idiot kann eigentlich aus einer Aloe Vera-Pflanze 20 machen. Und das geht auch relativ schnell. In einem Jahr hat Mumu-san jetzt acht Kinder gerade, die jetzt bald verpflanzt werden müssen. Also erstmal ist das einfach für den Gärtner ohne grünen Daumen, weil die braucht nicht viel Wasser. lebt indoor oder outdoor, wenn es keinen Regen und totale Feuchtigkeit, aber die ist, wenn man im Sommer geht, gerne nach draußen. Im Winter kannst du sie nach Hause in die Wohnung schieben. Ich finde die ästhetisch spannend, gerade auch, weil es ist eigentlich relativ symmetrisch und du kannst dann auch unten die Blätter abschneiden, sodass sie auch einen größeren Stamm entwickeln und so nach oben weg. Berg erwüxt und dann kriegt die auch einmal im Leben eine Blume, die relativ schön ist und der lang wird, also dann ist die Pflanze fast über einen Meter hoch oder noch höher sogar, 1,20, 1,30, mit der Blüte zusammen. Aber das ist nach meiner Beobachtung erst einmal passiert und dann ist ja Momo gestorben. Also weiß ich jetzt noch nicht, Momo-san hat noch nicht geblüht, also wir werden sehen, was dann passiert. Und dann hat natürlich Aloe Vera ganz viele Hausmitteleigenschaften halt, ne? Es ist so, dass das wirklich nachgewiesen eine sehr gute Wirkung auf die Haut hat, wenn man sich einen Sonnenband angeholt hat, sich in den Schein der Schnittwunde hat. Das ist halt ein entzündungshemmender Stoffe da drinnen, das durch die Kühlung und auch die angenehme Textur gibt es sehr viel Feuchtigkeit und unterstützt die Haut auch in der Heilung. Es gibt natürlich von Gesichtsmasten bis auf die Haare und auf die Kopfhaut zu machen, wenn man irgendwie irgendwelche krockene Kopfhaut hat, ist das ein super Ding. speaker-1: Wir wieder völlig auf einer Spur. Was mich an der Aloe Vera so extrem überzeugt ist, dass man damit eine Heilpflanze auf dem Balkon hat. Wie häufig hat man das? speaker-0: ist total toll. hast eine Nutzpflanze und du schneidest dir den Finger, du gehst raus und hast dann... Sonnenbrand ist absolut. Und was auch total cool ist für deine anderen Pflanzen. Ich beschäftige mich gerade mit dem Thema Bonsai. also... Was tust du? ...wird schon merken, dass jeder Pflanze kriegt einen Namen. Das ist kleiner Olivenbaum, den ich auch von meinem Schwiegervater geschenkt bekommen habe, namens Olivero. Und Olivero wurde jetzt hart geschnitten. Und das erste, was ich gelernt habe von meinem Schwiegervater ist, du schneidest eine... speaker-1: Ist da einfach der speaker-0: Natürlich ein Blatt von der Aleuvera ab und machst das quasi auf die Schnittwunden von deinem Bonnseid rauf oder auf anderen Pflanzen, ⁓ quasi die Wundheilung irgendwie zu beschleunigen und dann auch das Bakterienfreiheit so zu halten. Das finde ich natürlich mega. Und Mama Palomino ist das auch. Finde ich fast eklig. Also ich kann dir Keim entfehlen. Ich mag auch diesen Aleuvera Juice überhaupt nicht. Natürlich. Leuchtenwunders. Die schabt das ab. und isst es halt. Also die Spanier haben da, also das ist auch nicht ungewohnt. Das ist natürlich für manche Leute lecker, kann dir gerne mal ausprobieren, aber macht mich nicht dafür verantwortlich. Also es hart, Dummer. Ja, aber ich kann sagen, Aloe Vera auf jedem Balkon, das geht nicht kaputt und hilft, wenn es mal gebraucht wird. speaker-1: Das ist eigentlich wie damals, als du über das Backpulver gesprochen hast, das war auch für tausend Sachen ein... Also Aluwewera ist eigentlich das Backpulver oder das Kaisernatron der Pflanzenwelt. Ich unterstütze das komplett. So. Und wir können diese Folge natürlich nicht abschließen, ⁓ wenigstens, ohne wenigstens einmal über tolle Reiseziele und tolle Orte zu sprechen. Denn ich glaube ja, dass das unser größter Einfluss auf die Welt ist, dass tatsächlich unsere Hörer von Zeit zu Zeit tatsächlich dahin fahren, an die Orte, über die wir hier reden. Und deswegen muss ich noch unbedingt loswerden. Einen absoluten Geheimtipp. an einem Ort, den alle Leute, die da waren, wahrscheinlich nicht gesehen haben, obwohl sie glauben, alles zu kennen. Und zwar, es gibt verschiedene rote Fäden in meinem Leben, Themen, die mich mein ganzes Leben begleiten, Orte, Menschen, natürlich auch Literatur. Und eines dieser Themen, muss ich sagen, ist meine Liebe zu Israel und den Israelis. Entsprechend war ich halt auch schon einige Male da, ich glaube sechs oder sieben Mal und irgendwann dachte ich halt auch so, alles gesehen zu haben. Wie oft kann man in Jerusalem sein? Wie häufig kann man in Tel Aviv sein und da die angesagten Bars abklappern? Ich habe es auf jeden Fall gemacht. Bis ich dann auf einen Ort gekommen bin, an den ich unbedingt jeden schicken will und wo ich nicht verstehen kann, dass da nicht schon jeder war, dieser Ort heißt Timna. Und ich hatte diesen Namen, diesen Ort, dieses Wort noch nie vorher gehört vor dem letzten Mal. Timna ist ein verwunschener Ort in der Negev. Und den erreicht man, indem man so habe ich das damals gemacht – mit dem Auto fährt, vom Norden bis runter nach Elad. Man fährt und fährt und fährt und auf der linken Seite ist Jordanien auch wirklich so direkt nur zwei Kilometer entfernt. Und auf der rechten Seite geht eine Hügel- oder Bergkette und bleibt und bleibt und bleibt. Man fährt Kilometer, Dutzende von Kilometer und rechts steht eigentlich immer wie eine Wand diese Bergkette, bis in einem Moment 25 km vor Elad, also nördlich von Elad, auf einmal ein Spalt in dieser Mauer öffnet. Durch diesen Spalt führt eine Straße und hinter diesem Spalt, hinter dieser Mauer, tut sich auf einmal eine neue, verborgene Welt auf. Wie ein anderer Planet. Und das ist das Tal von Timna. Und dieses Tal von Timna ist total karg, hat ganz erstaunliche Gesteinsformationen. Vor allem ist das aber der Ort, so erzähle ich das immer, das ist der Ort auf der Welt, wo die Steinzeit endete. dass man das überhaupt sagen kann, ja. Aber die Steinzeit, das Neolithikum wurde abgelöst von einer Phase, die heißt Kupferzeit, Halkolithikum. Und die Zeitenwende beginnt da, wo der Mensch angefangen hat, zum ersten Mal Metall zu verarbeiten. Das erste Metall, das der Mensch überhaupt auf der Welt verarbeitet hat, ist Kupfer, weil Kupfer relativ dicht an der Erdoberfläche gefunden werden kann, muss er halt eben nicht lange nachgraben. Und in diesem Tal von Timna liegt die älteste Kupfer- Bergwerkstätte, die man überhaupt kennt. ist aus dem von 5500 vor Christus. Das heißt also an diesem Ort endete offiziell die Steinzeit und wurde abgelöst von der Metallverarbeitung und man hat an diesem Ort so kleine so Geschlackekerne gefunden von Menschen, da vor 7.000 Jahren gelebt haben und Metall verarbeitet haben zu kleinen Bechern, zu kleinen Äxten. Man hat sogar so kleinere Grabungen gefunden, wo die die Bergarbeiter von Ramses dem Zweiten, also dem ägyptischen Pharao aus dem Jahr 1200 v. Chr., wo die wirklich da gearbeitet und abends dann so Ritzungen in den Fels getrieben haben, einfach so. Weißt du, Ramses was here, so in dem Stil. Und man kann in diese alten Höhlen noch reingehen, man kann da halt noch reinknien und die Menschen waren dadurch natürlich damals noch ein ganzes Stück kleiner vor 3000 Jahren. Aber man ist an einem Ort, dem die Geschichte eine richtige Wendung genommen hat. Dieser Ort ist auch gleichzeitig noch unglaublich magisch, naturschön. Man fährt da wirklich mit dem Auto durch, wie halt im großen Naturpark. Für die Israelis ist das auch ein ganz großes Ding, weil da nämlich so zwei Gestell-Steinsformationen stehen, die man die Säulen des Salomo nennt. Also da gibt es einen Bezug zu den alten judäischen Gesellschaften, Zehntes, Elftes Jahrhunderts vor Christus schon damals war das ein ganz wichtiger wirtschaftlicher Ort für das entstehende jüdische Reich. Aber wer da heute hinfährt und die Zeit sich nimmt und die Augen offen hält, da eine, betritt eigentlich so eine Art fremden Planeten, der uralt ist, dessen Spuren uralt ist. sind, wo man eigentlich an jeder Ecke aussteigen möchte und diese Erhabenheit dieses Tal ist und geben von Bergen, abgeschieden von allem, was man sonst auf der Welt sehen könnte. Keine Bäume, keine Sträuche, einfach nur Felsen und uralte Menschheitsgeschichte. Also wer da nicht den Mantel der Geschichte vorbei wehen fühlt. Ich war wirklich wie vom Donner gerührt und obendrein auch noch der einzige Besucher, weil ohne das zu wissen, war ich da an einem der unzähligen jüdischen Feiertage hingefahren. Das heißt, außer mir war da kein Mensch und ich habe mich wirklich so eine Mischung zwischen dem ersten Menschen auf der Welt und dem letzten Menschen auf der Welt geführt und als ich dann vor diesen Zeugnissen von 7000 Jahren Kupferproduktionen stand, da dachte ich, ⁓ Alter, wie viele Generationen standen an dem Ort, wo ich stand. Wie viele Menschen haben in diesen Himmel geschaut? Wie viele Leute haben diese Felsformation bewundert? Wie viele Leute haben hier gearbeitet und sich verletzt vielleicht und geschwitzt und Kunst geschaffen und gegessen und Felszeichnungen gemacht? Und ich bin jetzt der Nächste. Timna, also wer Israel besucht und schon alles glaubt gesehen zu haben und einen Ort finden will, der auf eine ganz andere Art und Weise die Weltgeschichte verändert hat, als das die anderen Orte in Israel getan haben, der muss dahin, dass es das letzte große Geheimnis von Israel ist. Der letzte große Touristenort, den noch keiner kennt. Fahrt nach Timna. speaker-0: Ja, bevor jetzt die Folge vorbei ist, möchten wir noch euch an unseren Lieblingspartner Shelfed erinnern. Also wer Shelfed immer noch nicht kennt, obwohl wir jetzt ja so oft schon darüber gesprochen haben, sollte da auf jeden Fall mal in dieses Superfilmmagazin einen Blick werfen. in den Show Notes findet ihr den Link und Shelfed bietet wirklich richtig gute Beiträge zu alles, was man streamen kann und auch wie man am besten streamt. Warum? Warum man am besten screamt und ich muss sagen, ich fand das auch ganz spannend. Wir haben ja mal über A of the Seven Kingdoms gesprochen. Haben wir das eigentlich je vorgestellt, Christoph? Haben wir jemals A Night of speaker-1: Wir haben ja in Echtzeit darüber gechattet. speaker-0: Wir haben darüber gesprochen, habe ich mich, ich habe da nämlich schon als Inspiration nutze ich das dann manchmal und scrolle da durch und gucke, was die so alles besprochen haben. Und da habe ich eben gerade nämlich A Night of Seven Kingdoms gefunden, da habe ich mich gefragt, sag mal, da müssen wir jetzt erst selbst nochmal forschen, was wir schon darüber gesprochen haben. Aber die haben schon eine gute Nase. Ich meine, wir sind jetzt nicht, haben wir schon gesagt, nicht 100 Prozent mit allem irgendwie finden wir jetzt den gleichen Geschmack. Aber da sind coole Sachen dabei. The Life of Chuck ist besprochen, A of Seven Kingdoms, super coole Sache. Girls natürlich, vor allem die Mädels. Und da sind tausend von Besprechungen, wo man mal durchscrollen kann und sich inspirieren lassen kann, wenn man mal sonntags abends nicht weiß, was für ein nächsten Flick man sich da auf Netflix angucken soll. speaker-1: und das noch nicht geguckt hat, was wir hier immer bei den Zeitgenossen besprechen. In dem Sinne, vielen Dank für die Aufmerksamkeit und bis zur nächsten Folge. speaker-0: Das finde ich im Falle immer gut. So, jetzt hole ich im To...