Latest / RENEWA Sanierungsnavigator / Gebäudeförderung unter Druck: Warum Eigentümer jetzt planen sollten
Transcript
- RENEWA GmbH: Auf den ersten Blick gibt es eine gute Nachricht für alle, die in den nächsten Jahren weiterhin eine energetische Sanierung planen. Der Bund stellt weiterhin sehr viel Geld für die Gebäudeförderung bereit. Im aktuellen Finanzplan sind für Klimaschutz im Gebäudebereich von 2027 bis 2030 insgesamt rund 45 Milliarden Euro vorgesehen. Allein 2027 sollen die Ausgaben bei rund 13 Milliarden Euro liegen. Die energetische Sanierung bleibt damit einer der größten Posten im Klima- und Transformationsfonds. Das bedeutet zunächst einmal, die Förderung energetischer Sanierung wird nicht einfach abgeschafft. Der Bund braucht diese Investition schließlich auch, ⁓ seine Klimaziele im Gebäudebestand überhaupt erreichen zu können. Interessant wird es aber, wenn wir uns mal anschauen, wie sich die Mittel danach entwickeln. Denn nach 2027 soll das Budget schrittweise sinken. Bis 2030 gehen die geplanten Ausgaben für den Gebäudebereich auf rund 10 Milliarden Euro pro Jahr zurück. Gleichzeitig steht der gesamte Bundeshaushalt massiv unter Druck. Die Bundesregierung plant Einsparungen in zahlreichen Bereichen und auch der Klima- und Transformationsfonds muss da seinen Beitrag leisten. Teile seiner Einnahmen werden künftig sogar in den normalen Bundeshaushalt umgeleitet. Für Eigentümer ist deshalb eine Sache wichtig. Weniger Geld im Haushalt bedeutet nicht automatisch, dass morgens sämtliche Fördersätze sinken. Der Haushalt legt zunächst einmal fest, wie viel Geld insgesamt zur Verfügung steht, wie dieses Budget anschließend auf einzelne Programme verteilt wird, also beispielsweise auf Heizungstausch, Dämmung, Fenster und Effizienzhaussanierung. Das kann sich jederzeit verändern. Aber genau hier liegt eben auch das Risiko. Wenn weniger Geld zur Verfügung steht und gleichzeitig weiterhin sehr viele Gebäude saniert werden müssen, muss der Staat stärker priorisieren. Das kann beispielsweise bedeuten, dass Fördersätze sinken, Boni eingeschränkt werden, förderfähige Kosten reduziert oder bestimmte Programme stärker auf einzelne Zielgruppen zugeschnitten werden. Dass die Förderkulisse stärker unter Kostenbruch steht, ist also keine theoretische Diskussion. Im Rahmen der Haushaltsplanung sollen disponible, also noch nicht fest zugesagte Mittel verschiedener Förderprogramme gekürzt werden. Bereits zugesagte Förderungen sollen dagegen nicht angetastet werden. Und genau daraus ergibt sich für uns bei Reneva auch eine ziemlich klare Botschaft. Wer ohnehin in den nächsten Jahren sanieren möchte, der sollte seine Entscheidung nicht davon abhängig machen, dass die Förderung vielleicht später wieder besser wird. Momentan spricht die Finanzplanung nämlich eher in eine andere Richtung. Das bedeutet eben nicht, dass man jetzt hektisch irgendeine Maßnahme umsetzen sollte. nur noch eine Förderung mitzunehmen. Viel wichtiger ist jetzt aber zu prüfen, was muss an meinem Gebäude in den nächsten Jahren sowieso gemacht werden, welche Maßnahmen lassen sich sinnvoll kombinieren und welche Förderprogramme kann ich dafür aktuell nutzen. Und gerade bei größeren Sanierungen kann es deshalb sinnvoll sein, zunächst den Sanierungsfahrplan aufzustellen und die Maßnahmen anschließend Schritt für Schritt auch umzusetzen. Denn die eigentliche Nachricht aus Berlin lautet aus unserer Sicht nicht, die Förderung verschwindet, sondern vielmehr die Förderung bleibt wichtig, aber der finanzielle Spielraum, der wird eben überall enger. Wer heute schon weiß, dass Dach, Fassade, Fenster oder Heizung in den kommenden Jahren anstehen, der sollte deshalb zunächst mal prüfen lassen, welche Förderung aktuell möglich ist und wie sich die Sanierung sinnvoll strukturieren lässt, ⁓ wirklich das Maximum an Fördersumme mitzunehmen. Denn in nächsten Jahren wird auch eine andere Sache nicht günstiger werden, nämlich die Handwerkerkosten. Das hat sich in letzten Jahren auch gezeigt. Das heißt, man sollte nicht auf sinkende Kosten spekulieren. Man sollte auch nicht von steigenden Fördersätzen ausgehen, sondern man sollte einfach mal ruhig und entspannt schauen, was jetzt machbar und jetzt sinnvoll ist. und auch das umsetzen, was man sich jetzt eben leisten kann und für das es dann die maximalen Fördersitze jetzt gerade noch gibt.