Latest / Neuro-Performance / Was tun, wenn du eine Entscheidung zum dritten Mal verschiebst?
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- Nina: Was kannst du tun, wenn du eine Entscheidung zum dritten Mal verschiebst? Es ist Donnerstagabend. Du gehst durch deinen Kalender, guckst in deine E-Mails und schaust, was die Woche liegen geblieben ist. Und da steht es wieder, diese eine Entscheidung. Ob ihr das Projekt weiterlaufen lasst oder stoppt. Oder zum Beispiel, ob du die Rolle im Team neu zuschneidest. Oder ob du dem Kunden absagst, der euch mehr kostet. als er es euch eigentlich einbringt. Diese Entscheidung hast du von der letzten Woche auf diese Woche verschoben. Und die Woche davor und davor und davor. Quasi mehrfach. Dreimal. Oder wie viel mal auch immer. Auf jeden Fall denkst du dir, ach, ich brauch noch ein paar mehr Zahlen, noch ein paar mehr Infos. Nächste Woche ist mehr Ruhe und dann guck ich mir das Ganze in Ruhe an und nicht so... wie jetzt wieder zwischen Tür und Angel, dann eine Entscheidung zu treffen. Klingt eigentlich ziemlich vernünftig, ist es aber meistens nicht. Hi, ich bin Ina und wir gucken uns heute an, häufig Entscheidungen immer wieder verschoben werden, obwohl sie doch eigentlich auf der Hand liegen und du lernst, was du stattdessen tun kannst, wenn du eigentlich eine große Unsicherheit in spürst, aber weißt, die Entscheidung muss jetzt getroffen werden. Fangen wir an! Das Problem. Denk mal kurz an eine Entscheidung, die du gerade vor dir her schiebst. Eine, die vielleicht schon länger auf deiner To-do-Liste steht. Wahrscheinlich fällt dir jetzt sofort irgendwas ein. Und, surprise, surprise, natürlich ist das kein Zufall. Entscheidungen, die liegen bleiben, sind ehrlicherweise, aus meiner Erfahrung heraus, nie die komplizierten Entscheidungen. Komplizierte Entscheidungen treffen wir meistens ständig. ist schon täglich. Solche Themen wie Budget, Prioritäten, Eskalation. Wenn du Führungskraft bist, entscheidest du da am Tag, keine Ahnung, fünfmal, zehnmal, eine Million Mal, je nachdem, wo du Führungskraft bist. Bei den anderen Entscheidungen, die liegen bleiben, fehlt dir nicht die Rechenleistung. Da fehlt dir etwas ganz anderes. Und jetzt kommt der Teil, den du wahrscheinlich kennst, wenn du schon länger hier bist. in dem Moment, wenn du sagst, hey, nächste Woche wird's besser, da wird's leichter, da ist weniger Druck, da hab ich mehr Zeit, bla, bla, da ist der Kopf frei, ist der Termin, ja, die Lücke, da mach ich das. dann hast du in dem Moment Ruhe. Aber wirklich nur für den Moment. Vielleicht für so ungefähr 20 Minuten. Danach ist die Entscheidung wieder da. Nur noch ein kleines bisschen größer. Noch ein kleines bisschen unangenehmer. davor. Meist unbewusst, aber sie ist da. Und dann vor allem aber mit diesem Gefühl. Jetzt muss ich das Ding aber richtig gut irgendwie angehen, umsetzen und dann sitzt du wieder richtig lange dran an dieser einen Sache oder vielleicht gar nicht. Und das ist ein Kreislauf und den kennst du vielleicht selbst auch aus dem Privaten und sowas wie eine Steuererklärung oder so. Ich kann übrigens sehr gut diese ganzen digitalen Steuerapps empfehlen, aber das ist eine andere Geschichte. Auf jeden Fall Je länger du wartest, desto größer wird sie, diese Entschadung in deinem Kopf. Und je größer sie wird, desto schwerer fällt sie dir. Und je schwerer sie dir fällt, desto lieber schiebst du sie eigentlich nochmal. Und hey, wir kennen das alle, hier liegt ein riesengroßer Stabepapier, meine Buchhaltung, und du hast wahrscheinlich auch eine Million andere Beispiele. Und irgendwann merken wir dann, hm, ich bin geradezu unentschlossen. Ich müsste jetzt da doch mal irgendwie durchgreifen, weil irgendwie wird das Problem immer größer. Naja, und das ist dann meistens die falsche Diagnose. Schauen wir da mal tiefer rein. Warum ist das so? Was passiert da eigentlich in unserem Kopf? Also, unser Gehirn entscheidet nicht nach Fakten. Unser Gehirn vergleicht Optionen und dann wartet es darauf, dass eine Option deutlich vorne liegt und erst dann fällt eine Entscheidung oder die Entscheidung. Wenn du zum Beispiel zwei Optionen hast und die sehen beide gleich gut aus, dann passiert genau das, was ich gerade beschrieben habe, was du auch kennst. Du entscheidest eher nicht. Du sammelst erstmal weiter Information. Das sind so Alltagsbeispiele, die ich gestern wieder erlebt Ich suche nach einem Hotel in Nähe von Hennepf. Da hat mich irgendwie nichts angesprochen. Also sie waren alle irgendwie so gleich so, hm, also Entscheidung auf den nächsten Tag verschoben. Immer noch kein Hotel gebucht. Naja, und im Job ist es halt genauso. Und das fühlt sich an wie, hey, ich brauch noch ein paar Zahlen. Ich will noch mal mit jemandem sprechen. Ich hab noch nicht das ganze Bild. Und dann schieben wir das Ding natürlich wieder vor uns her. Das ist jetzt erstmal kein Drücken. Ich drücke mich davor, das ist jetzt zu machen. Es ist eher ein System, also unser Gehirn, sauber arbeitet und aber trotzdem nicht ans Ziel kommt. Denn dazu musst du einmal wissen, unser Gehirn mag Unklarheit noch viel weniger als schlechte Nachrichten. Schlechten Nachrichten können wir richtig gut umgehen, wenn sie dann da sind. Okay, vielleicht nicht immer richtig gut umgehen, aber wir können besser mit ihnen umgehen als mit Unklarheit. Eine unangenehme Entscheidung. kann das Gehirn verarbeiten. Eine unklare Entscheidung fühlt sich an wie so eine Gefahr, also siebelzahntiger. Und bei Gefahr gibt es dann halt keine klare Lieblingsoption. und dann ist alles so belassen, wie es ist, die einzige in dem Moment denkbar beste Möglichkeit. Der Status Quo ist also immer die Option, die du am besten kennst und deshalb gewinnt dieser Status Quo so oft. Nicht weil er gut ist, aber weil er halt berechenbar ist. Und dann gibt es noch eine Sache, das Verschieben selbst. Also, kennen wir sicherlich auch alle, wenn eine Entscheidung weggeschoben wird. Dann sinkt erstmal sofort die Anspannung. Das ist aber dann keine echte spürbare Erleichterung, so wie beispielsweise, wenn die Entscheidung getroffen ist und das Ding durchgelutscht ist. Dein Gehirn, unser Gehirn, lernt aus jeder Erleichterung. Bedeutet, wenn etwas Anspannung senkt, wird es wiederholt. Wenn ich heute etwas verschiebe, weil sich das gerade gut anfühlt, morgen, dann verschiebe ich das nochmal und nochmal nochmal, bis ich ehrlicherweise die Augen nicht mehr zumachen kann, weil mich das Ding irgendwann einholt. Es wiederholt sich und irgendwann schadet es uns. Heißt jedes Mal, wenn du verschiebst, wenn du eine Aufgabe, eine Entscheidung verschiebst, trainierst du dein Gehirn. Du trainierst das Verschieben. Und beim dritten Mal ist es ehrlicherweise auch kein Zufall mehr, dann ist es schon ein Muster. Und das können übrigens alle Dinge sein. Es geht nicht nur darum, Entscheidungen zu treffen. Beispielsweise auch so was wie einen neuen Skill zu entwickeln, sich mal mit der neuen Version von Claude auseinanderzusetzen oder irgendwas anderes zu machen oder machen zu wollen und es dann aber immer wieder zu verschieben. Kann genauso ein Muster sein. Und das kostet dich, das kostet uns mehr, als wir in dem Moment eigentlich wahrnehmen. Wenn wir mal bei dem Thema Entscheidung bleiben, eine offene Entscheidung. verschwindet nicht, wenn wir sie einfach nur wegschieben oder nächste Woche schieben oder so. Der Kopf hält sie im Hintergrund weiter aktiv, weil sie halt noch nicht erledigt ist. Und das zieht Aufmerksamkeit den ganzen Tag, bewusst oder unbewusst, bei jeder einzelnen offenen Entscheidung, die du mit dir herumtrickst. Das heißt, musst du es so vorstellen, als wenn dein Gehirn mehrere Tabs gleichzeitig offen hatte. Und... Was mir total wichtig ist zu sagen, das hat überhaupt gar nichts mit Charaktertypen oder so zu tun. jetzt nicht irgendwie, ja ich bin aber so, ist aber mein Charakter. Es ist einfach ein Signal. Ein Signal dafür, dass die Entscheidung, so wie sie jetzt gerade in deinem Kopf liegt, nämlich offen, gar nicht getroffen werden kann. Auch nicht dann, wenn du jetzt mehr Zeit hast. Weil einfach dein Zustand vielleicht gerade in dem du bist, nicht reguliert genug ist, diese Entscheidung zu treffen. Ja? Vielleicht ist in dem Moment sogar das Alarmzentrum aktiviert und der Neocortex offline. Was kannst du also tun? Vielleicht sogar heute noch mit der einen Entscheidung, die schon super lange bei dir offen ist. Ich habe dir wie immer eine kleine Übung mitgebracht, den sogenannten Entscheidungs-Check. Wenn du jetzt zum Beispiel, es ist Donnerstag, vielleicht ist bei dir auch Freitag oder ein anderer Wochentag, aber wenn du jetzt mal drauf guckst, du hast diese eine Entscheidung, die ploppt wieder hoch und du willst zum Wochenende oder zum Wochenanfang, je nachdem wo du gerade stehst, wieder eigentlich verschieben natürlicher Reflex, dann verschieb sie nicht nochmal. sondern mach jetzt genau diesen folgenden Entscheidungscheck. Ganz einfach. Drei Fragen. Am besten nimmst du dir dafür wieder Papier und Stift. Kannst du es auch virtuell machen. Nur mit Papier und Stift. Die analoge Arbeit ist manchmal noch verträglicher für das Gehirn. Schreibt ihr Blatt und lässt sich weniger ablenken. Auf jeden Fall schreiben und nicht denken. Und meine Empfehlung ist, nimm dir mal so fünf bis maximal zehn Minuten Zeit, je nachdem, was es auch für ein Entscheidungsumfang ist. es einmal sauber runterzuschreiben und wir machen das jetzt einmal zusammen. Frage eins. Was entscheide ich hier eigentlich genau? Einmal aufschreiben. Ein Satz reicht, du musst da jetzt hier keinen Roman schreiben. Ein Satz. Du kannst hier anfangen mit, ich entscheide ob... Schreibt es doch wirklich so auf, ich entscheide ob... Schreibt nicht so was wie, wir müssen mal was mit dem Projekt machen. Schreib lieber ich, entscheide, ob wir das Projekt Ende Oktober beenden oder mit halbem Team weitermachen, als ein Beispiel. Wenn dir beim Schreiben der Satz schwer fällt, dann hast du hier schon dein Ergebnis. Dann ist nicht die Entscheidung schwer für dich, dann ist sie einfach unscharf. Und unscharfe Entscheidungen, wie wir alle wissen, lassen sich halt nur schwer treffen und deswegen verschieben wir sie. Also Frage 1, ich sag's dir nochmal, was entscheide ich hier eigentlich genau? Frage 2. Was fehlt mir wirklich? Was... fehlt mir wirklich. Es gibt genau drei Antworten auf diese Frage. Wenn du gerade unterwegs bist und mich auf den Ohren hast und nichts aufzuschreiben hast, dann merkt ihr einfach nur diese drei Wörter. Information, Kriterium und Konsequenz. Information. Gucken wir uns das zuerst an. Lege fest, welche, von wem und bis wann du benötigst. Welche Information benötigst Benötigst du? Von wem benötigst du die Information? Und bis wann. That's it. Und dann kannst du noch, das zu vervollständigen, der Information den Satz ergänzen, wenn die Information bis dahin nicht da ist, entscheide ich folgendermaßen. So ein bisschen wie so ein kleiner eingebauter Sicherheitscheck, damit du auch wirklich entscheidest und dir nicht selber irgendwelche Excuses, also Entschuldigung einbaust, warum du nicht entscheiden kannst, weil vielleicht noch Informationen fehlen. Auch so ein typisches Muster, wie suchen nach noch mehr Information und noch mehr Information und noch mehr Information und verbuddeln uns richtig. Kennt man vielleicht auch sehr gut, wenn man nach einer Weiterbildung guckt oder so. Und dann guckt man hier noch und da noch und findet noch mehr Information und noch mehr Information und kann dann irgendwann keine Entscheidung mehr treffen. Also ganz wichtig, erster Teil von der Frage, lege fest, welche Information du benötigst, von wem du sie brauchst und bis wann du sie brauchst, deine Entscheidung zu treffen. Dann der zweite Teil. von der Frage, was fehlt mir wirklich? Kriterium mir fehlt ein Kriterium und das ist der häufigste Fall den ich oft beobachte Beide Optionen also wenn du jetzt vor eine Entscheidung stehst mit zwei Optionen beide Optionen haben ihre Berechtigung Aber du hast sie nie festgelegt Die Kriterien also du weißt eigentlich gar nicht worauf es hier ankommt Deswegen leg deine Kriterien fest die für die Entscheidung wichtig sind Geht es dir dabei beispielsweise Geschwindigkeit oder Qualität oder Ruhe im Team, Kosten, I don't know, you name it. Such dir ein Kriterium aus oder meinetwegen auch mehr Kriterien, je nachdem in welcher Situation du dich befindest und entscheide danach. Und drittens Konsequenz als Teil der Frage, was fehlt mir wirklich? fehlt dir das eine oder das andere? Was fehlt hier wirklich? Du weißt, was richtig ist? Du weißt aber auch, dass es unangenehm ist. Deswegen benötigst du die Konsequenz, die Entscheidung treffen zu können. Und mit diesem Teil Konsequenz... Schaust du nochmal ganz ehrlich in deinen eigenen Spiegel, ob du konsequent genug bist, diese Entscheidung zu treffen. Ich habe an anderer Stelle schon mal darüber gesprochen, dass wir ein soziales Gehirn haben. Dass es uns in unserem System genauso weh tut, wenn wir andere Menschen schlechte Nachrichten überbringen müssten, als wenn wir beispielsweise einen physiologischen Schmerz haben, also wenn wir uns wehtun. Der Schmerz ist sehr ähnlich, weil unser Gehirn sehr sozial gestrickt ist. Allgemein natürlich ist es jetzt vielleicht sehr unterschiedlich bei verschiedensten Menschen. Bei manchen Menschen ist es uns auch egal, ehrlicherweise, wenn da beispielsweise auf der anderen Seite jetzt nicht so cool performt wurde. Aber es gibt auch viele Fälle, gerade bei Führungskräften. Und das habe ich selbst natürlich auch erlebt, wo wir vielleicht eine Entscheidung treffen müssen, die vielleicht nicht gut für einen Mitarbeiter sind oder eine Mitarbeiterin. Gerade jetzt wirtschaftlicher Druck, wo muss ich abbauen? Heute ist wieder gehört. Führungskräfte, die sich schon mal Listen anlegen sollen und den Appell bekommen, leg dir schon mal eine Liste an mit Mitarbeitenden, auf die du gegebenenfalls verzichten kannst. Halleluja, einfach ausgesprochen mega scheiße schöne Führungskraft. Also da die Konsequenz zu haben und Entscheidungen zu treffen, ist einfach unfassbar schwer. ist jetzt das Hardcore Beispiel, was ich hier gerade reinbringe. Aber damit du besser verstehst, was ich auch mit dem Thema Konsequenz meine. Und die dritte Frage, ich habe gesagt, sind drei Fragen. Die ersten zwei waren, was entscheide ich hier eigentlich genau, was fehlt mir wirklich? Die dritte Frage noch, das Ding rund zu machen. Was ist der kleinste, nächste Schritt und wann mache ich ihn? Also nicht die ganze Entscheidung. Vor allem, wenn es vielleicht große Entscheidungen sind, keine Ahnung. Implementierung, Lernplattform. Manche Unternehmen brauchen dafür eine Woche, weil sie sich entscheiden, das Ding selber mit Cloud zu bauen, auch schon erlebt. Andere Unternehmen brauchen mehr als zwei Jahre, weil sie erstmal so ein EU-Ausfallverfahren vorbereiten müssen. Halleluja. Also denke jetzt wirklich erstmal nur in einem kleinen nächsten Schritt mit Datum, damit dein Gehirn dann quasi wieder die Struktur hat. Beispielsweise sowas wie ich rufe morgen früh an und kläre mit dem Controlling, ob das Budget überhaupt noch da ist. so Beispiel. Oder ich schreibe bis Freitag. Abend zwei Optionen auf eine Seite und führe dann am Dienstag das Gespräch mit dem Mitarbeiter. Keine Ahnung, du wirst deine eigenen Beispiele haben. und wir es dann auch konkret danach handeln können. Also es geht genau diesen kleinen nächsten Schritt, der dir hilft aus dieser Situation herauszukommen. Und dieser kleine Schritt ist dann auch nicht irgendwie so ein Verschieben oder Vertagen, weil das erstmal nur ein kleiner Schritt ist. Verschieben ist ja offen, Vertagen ist eine Entscheidung. Das wäre ja quasi auch noch okay. Aber was du ja eigentlich willst mit diesem kleinen nächsten Schritt ist, in Bewegung zu kommen. indem du definierst, was du als nächstes machst. Da war schon ganz viel Erklärung drin, warum das wirkt. Gehen wir da noch mal ein bisschen tiefer rein, biologisch auch, warum etwas so einfaches denn jetzt plötzlich funktionieren soll. Insbesondere, wenn es vielleicht Entscheidungen sind, die schon sehr lange auf deinem Tisch liegen. Also, die erste Frage, die wir gerade hatten, und zwar, was entscheide ich hier eigentlich genau? macht aus Unklarheit eine normale Entscheidung. Solange das Thema nur diffus irgendwo in deinem Kopf rumliegt, behandelt dein System, dein Nervensystem es als Gefahr und auf Gefahr reagieren wir meistens mit Vermeiden. Ist einfach so neurobiologisch. Sobald du aber zwei ganz klare Optionen nebeneinander legst, kann dein Gehirn vergleichen. Frage 2, die wir gerade ausführlich besprochen haben, nämlich die Frage nach, was fehlt mir wirklich? Frage 2 gibt dem Vergleich einen Maßstab. Also, wir entscheiden erst, wenn eine Option deutlich vorne liegt. Das hatten wir ja gerade. Ohne ein Kriterium bleiben zwei gute Optionen einfach unfassbar lange gleich. Wir entscheiden uns nicht. Deswegen ist es wichtig, dann hier das Kriterium zu setzen. Mit einem klaren Kriterium kannst du wirklich entscheiden, weil für dich ganz klar ist, was jetzt in der Situation wirklich zählt. Und die dritte Frage, was ist der kleinste nächste Schritt und warum mache ich ihn, senkt den Einsatz. Ein kleiner nächster Schritt. fühlt sich anders an als eine große und gültige Entscheidung. Und dann kommst du wieder auch in Bewegung, in dein Circle of Control und bist nicht ohnmächtig outside your Circle of Control, sondern du durchbrichst diesen Kreis noch, wo du nicht in die Handlung kommst und vor allem hörst du auf mit dem noch mehr Nachdenken und noch mehr Information suchen und noch mehr dies und das und andern hast und kommst in die Handlung. Und das bewusste vertagen, falls du es wirklich noch mal vertagen musst, Datum macht die Schleife dann trotzdem zu. Dein Kopf muss das Thema erstmal nicht mehr kontinuierlich verfügbar halten, also der Tab ist nicht die ganze Zeit offen, weil dein System einfach weiß, was jetzt dran ist, was als nächstes kommt. Und das ist halt der Unterschied auch am nächsten Tag, wenn du wieder den Laptop aufmachst und alles wieder auf dich eindröselt. dass du zumindest ein paar Themen die jetzt entsprechend weiter bearbeitet, weiter positioniert, weiter nach vorne geschoben sind. Oder im besten Fall sogar entschieden. Ich weiß, Entscheidungen werden dadurch nicht leichter. Insbesondere Entscheidungen, viele Führungskräfte gerade treffen müssen, wenn es Kosten, Senkung, Personalsenkung und all dieses Gedöns geht. Aber im Endeffekt ist es wichtig, sehr für dich auch als Führungskraft, dass du genau in diesen rough times, also in diesen anstrengenden Zeiten deine volle Kapazität im Kopf nutzt, die strategisch richtigen Entscheidungen zu treffen. Und das Vorgehen, so klein es doch ist, wie ich es dir gerade beschrieben habe, kann dir dabei helfen, aus den Loopings rauszukommen, die sich ständig weiter, bewusst oder unbewusst, in deinem Kopf drehen. Also, das war jetzt doch ein bisschen länger als geplant, aber vielleicht ganz wichtig, weil das Thema Entscheidung treffen durchaus ein Thema ist, was nicht nur Führungskräfte betrifft, sondern auch Mitarbeiter, falls du das Thema auch an dein Team weitergeben magst. Du hast jetzt hier eine ganze Menge dazu noch mal bisschen als Input bekommen, warum Entscheidungen beim dritten Mal nicht mal auf der Liste sitzen sollten, sondern warum es wichtig ist, hier sich dann selbst die Frage zu stellen, okay, was brauche ich denn jetzt eigentlich die Entscheidung zu treffen und vor allem solltest du hoffentlich mitgenommen haben, dass es erstmal nichts mit dir zu tun hat, dass du vielleicht als Person unentschlossen bist. Es gibt Einzelfälle, aber grundsätzlich, wenn du eine Führungskraft bist, die einfach Aluminium-Bälle auf dem Tisch hat, dann kann es einfach sein, dass dein System gerade auch keine Entscheidung treffen kann, weil es nicht die Kapazität dafür hat und dass dein Gehirn Struktur braucht und das kannst du ganz einfach mit diesen drei Fragen herbeiführen. Yes. Wenn dich das Thema interessiert und du da tiefer einsteigen magst, dann kann ich dir super, super gerne meinen nächsten NeuroPerformance Workshop empfehlen. Und zwar zum Thema entscheiden, wenn nichts sicher ist. Da gehen wir tiefer in die Neurobiologie rein und du erfährst, wie du in den Momenten, wo dein eigenes System dich sabotieren will, trotzdem die Kontrolle bewahrst und eine Entscheidung treffen kannst und dich auch danach nicht weiter von deiner Entscheidung beirren wirst. 22. September 8. Es gibt auch wieder eine Aufzeichnung, falls du nicht live dabei sein kannst. Den Link findest du in den Show Notes. Und ich freue mich, dich dann dort vielleicht sogar zu sehen. Jetzt aber erstmal viel Spaß beim Entscheiden.