Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Kirchenasyl – Flüchtlingsbeauftragte wehrt sich gegen Tschentscher-Kritik
Transcript
- Music. Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 6. August. Christina Block und Anwalt Curi beenden Zusammenarbeit im Kindesentführungsprozess. Deutsche Schüler verzeichnen bedenkliche Lernrückgänge nach der Corona-Pandemie. Flüchtlingsbeauftragte kritisiert Bürgermeister Tschentscher wegen Kirchenasylvorwürfen. 60.000 geschmuggelte Zigaretten am Hamburger Flughafen sichergestellt. Frau sorgt für Zugnotbremsung und Stillstand im Bahnverkehr in Hamburg. Music. Es ist eine der spektakulärsten Entwicklungen im Prozess um Kindesentführung und die angeklagte Unternehmerin Christina Block. Ohne dass derzeit Verhandlungstermine um die Kindesentführung vor dem Landgericht Hamburg stattfinden, haben sich Block und ihr Anwalt Ottmar Kuri getrennt. Das bestätigte der Strafverteidiger dem Abendblatt. Hintergrund sind Streitigkeiten mit dem kurz vor Prozess dazugekommenen Verteidiger Ingo Bott. Kuri sagte, er habe der vorsitzenden Richterin bereits vorgeschlagen, ihn als Pflichtverteidiger abzuberufen. Er wirkte zerknirscht über die Entwicklung in der Zusammenarbeit mit Bott. Kuri vertritt Christina Block seit gut zwei Jahren in mehreren Verfahren. Er ist einer der profundesten Kenner des deutschen Schulsystems. Thies Rabe, Anfang 2024 nach 13 Jahren im Amt als Hamburger Schulsenator zurückgetreten, getreten, macht im Gespräch mit dem Abendblatt die langen Schulschließungen während der Corona-Pandemie für den deutlichen Rückgang der schulischen Leistungen verantwortlich. So lag 2023 das sprachliche und mathematische Leistungsniveau der Neuntklässler in Deutschland auf dem Niveau von Klasse 7 oder 8. Der Gesamtzusammenhang ist so eindeutig, dass er wissenschaftlich nirgends bestritten wird. Der zweite zentrale Grund für den Rückgang der Lernleistungen betrifft das Zuhause. Die Schülerinnen und Schüler bekommen immer weniger Rückenwind aus ihren Familien. Damit ein Kind gut in der Schule ist, muss zu Hause viel gelesen und viel miteinander geredet werden, sagt Rabe. Radikalen Vorschlägen erteilt der frühere Schulpolitiker aber eine Absage. Vernünftige Reformen, Maßhalten und das machbare Tun, das ist mein Appell, sagt der Sozialdemokrat. Hamburgs Bürgermeister hat in ungewohnter Schärfe Kirchengemeinden für deren systematischen Missbrauch des Kirchenasyls angegriffen. Jetzt wehrt sich die Flüchtlingsbeauftragte der Nordkirche gegen Peter Tschentschers scharfe Kritik. Für Dietlind Jochims, vormals Pastorin in Bildstedt, St. Pauli und Neu-Alarmöhe, aktuell Vorsitzende der ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche und seit 2014 Flüchtlingsbeauftragte der Nordkirche, ist Kirchenasyl Gradmesser der Humanität von Gemeinden und Seismograf der Achtung von Menschenrechten in der Politik. Die Kirche stehe nicht über dem Rechtsstaat, sagt Pastorin Jochims. Aber ein guter Rechtsstaat lebt auch davon, dass die Bürgerinnen und Bürger, Zivilgesellschaft und Kirchen mitdenken, Anregungen geben und versuchen, staatliches Handeln menschlicher zu machen, hält sie Tschentscher entgegen. Sie verstehe Kirchenasyl als Appell an den Rechtsstaat, das eigene Handeln zu überdenken und zu verbessern. Die 1978 gegründete Hamburger Modemarke Closed hat Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Amtsgericht den Sanierungsexperten Stefan Denkhaus. In einer Mitteilung des Unternehmens, das insgesamt knapp 400 Mitarbeiter beschäftigt und seinen Stammsitz am Straßenbahnring in Hohe Luft Ost hat, heißt es, notwendig wurde die Insolvenz wegen einer zu hohen Verschuldung und der damit einhergehenden Finanzierungskosten. Der vorläufige Insolvenzverwalter glaubt offensichtlich an eine erfolgreiche Rettung. In der Mitteilung wird Stefan Denkhaus mit den Worten zitiert, Closed ist eine tolle Marke. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir einen Investor für Closed finden und wir Closed als Hamburger Unternehmen erhalten. Zollbeamte haben an zwei aufeinanderfolgenden Tagen bei Kontrollen am Helmut Schmidt Airport insgesamt fast 60.000 Zigaretten sichergestellt. Zunächst hatte eine 27 Jahre alte Frau bei der Einreise aus Griechenland versucht, 190 Stangen Zigaretten mit rund 38.000 Zigaretten zu schmuggeln. Nur einen. Tag später fanden die Zöllner im Gepäck eines 34 Jahre alten Reisenden aus der Türkei 100 Stangen mit insgesamt 20.000 Zigaretten. Der Zoll geht in beiden Fällen von gewerblichem Schmuggel aus und leitete gegen die 27-Jährige und den 34-Jährigen Strafverfahren wegen versuchter Steuerhinterziehung ein. Eine Frau hat sich und den Bahnverkehr in Hamburg massiv gefährdet. Ein Zugführer der S-Bahn-Linie 2 bemerkte die 27-Jährige am Dienstagabend zwischen den Bahnhöfen Berliner Tor und Rotenburgsort auf einem Kabelschacht neben dem Gleis. Er leitete eine Notbremsung ein. Die S-Bahn kam rund fünf Meter vor der Frau zum Stehen. Die Bundespolizei sperrte den Streckenabschnitt und ließ den Strom abschalten. Polizisten entdeckten die Frau wenig später an einem nahegelegenen Kanal an. Sie leiteten ein Strafverfahren wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein. Das war dein tägliches News-Update, erstellt mithilfe von künstlicher Intelligenz. Wenn dir diese Episode gefallen hat, abonniere unseren Podcast und teile ihn mit deinen Freunden. Bis zum nächsten Mal. Music. Ein Podcast von Funke. Weitere Podcasts vom Hamburger Abendblatt finden Sie in unserer Abendblatt-Podcast-App und auf abendblatt.de slash podcast.