Latest / Kopfkino-reframed / Warum dein Leben sich leer anfühlt – und was du dagegen tun kannst! Boxenstopps für Deinen Kopf
Transcript
- 0:00Speaker 0: Warum fühlt sich eigentlich dein Leben manchmal so leer an?
- 0:03Speaker 0: Obwohl er eigentlich, ja augenscheinlich alles stimmt.
- 0:06Speaker 0: Alles ist da und trotzdem du kommst abends nach Hause und fühlst dich einfach leer als würdest Du nur noch funktionieren.
- 0:21Speaker 0: Willkommen zu einer neuen aber kurzen Folge.
- 0:25Speaker 0: Boxenstopf führt deinen Kopf.
- 0:27Speaker 0: Heute geht's mal um das Gefühl dass viele vielleicht von euch kennen Aber nur wenige wirklich aussprechen und benennen wollen.
- 0:34Speaker 0: Warum sich dein Leben gerade leer anfühlt?
- 0:37Speaker 0: Und was du natürlich dagegen tun könntest, vielleicht kennst du das!
- 0:40Speaker 0: Du hast alles was man braucht einen Job eine Frau ein Mann Menschen um dich herum die dich lieben und ein Dach um den Kopf.
- 0:48Speaker 0: Und trotzdem wenn du abends nach Hause kommst fühlst du dich leer aber nicht traurig.
- 0:53Speaker 0: einfach so richtig leer als würdest du nur noch funktionieren aber nicht mehr wirklich leben und Kontakt zu dir selbst zu haben.
- 1:00Speaker 0: Und genau da liegt schon der erste wichtige Punkt.
- 1:03Speaker 0: Wenn sich dein Leben leer anfühlt, ist das kein Zeichen dafür dass du undankbar bist oder dass du versagt hast?
- 1:10Speaker 0: Es ist ein Signal, ein Hinweis deines inneren Systems, dass etwas gerade nicht gut in Balance ist und Du nach etwas suchst!
- 1:20Speaker 0: Die Psychologie nennt das Funktionale Lehre.
- 1:23Speaker 0: Du erfüllst alle Rollen nach außen aber du spürst keine innere Resonanz mehr Keine Verbindung zu dem, was du tust.
- 1:31Speaker 0: Viktor Frankl, einer der wichtigsten Psychologen des letzten Jahrhunderts hat mal gesagt – wer ein Warum zum Leben hat?
- 1:37Speaker 0: Er trägt fast jedes Wie und genau da könnte dein Problem liegen!
- 1:41Speaker 0: Dir fehlt gerade nicht die Struktur und nicht die Disziplin.
- 1:45Speaker 0: Nicht mehr unbedingt die Dinge selbst.
- 1:47Speaker 0: Dir fehlt die Bedeutung dahinter.
- 1:49Speaker 0: Das Warum einen guten einfachem Grund.
- 1:52Speaker 0: Und jetzt kommt der Teil, den im Alltag wirklich zählt Wie kommst du aus diesem Zustand wieder raus?
- 1:58Speaker 0: Nicht mit irgendwelchen schnellen Tipps oder mach doch mal was für dich Phrasen, die kennen wir aus dem Social Media rauf und runter.
- 2:06Speaker 0: Sondern mit etwas das tatsächlich auch wirkt und man das häufig sehr anwendet.
- 2:10Speaker 0: Drei Übungen stelle ich dir heute jetzt mal schnell vor in unserem Boxenstopp, die du heute noch machen kannst!
- 2:15Speaker 0: Die erste nenne ich mal die Resonanzprüfung Und die machst du so.
- 2:20Speaker 0: Ganz konkret nimm dir heute Abend mal fünf Minuten Zeit ein Zettel und einen Stift.
- 2:24Speaker 0: Schreib da in den letzten Tag auf, Punkt für Punkt!
- 2:27Speaker 0: Jede Aktivität vom Aufstehen bis zum Schlafengehen.
- 2:30Speaker 0: Dann gehst Du die Liste durch und schreibst neben jeden Punkt ein Plus, ein Minus oder eine Null.
- 2:36Speaker 0: Plus bedeutet?
- 2:37Speaker 0: Das hat sich lebendig angefühlt – das gefällt mir.
- 2:40Speaker 0: Minus heißt, dass habe ich nur gemacht weil ich musste oder weil es von mir erwartet wurde.
- 2:44Speaker 0: Null heisst Neutral Egal Wichtig dabei Du bewertest die Antwort nicht, du sammelst nur.
- 2:51Speaker 0: Am Ende zählst du die Minuszeichen zusammen und wenn es mehr als die Hälfte sind weißt du schon sehr genau wo das Problem sitzt.
- 2:59Speaker 0: Nicht im Leben allgemein sondern in ganz bestimmten Stunden deines Tages wo der Balance einfach über die Zeit nicht mehr da ist.
- 3:07Speaker 0: Die zweite Übung nenne ich biografisches Spurenlesen.
- 3:10Speaker 0: Dafür brauchst du eine einzige Frage die du heute zu dir selbst stellen wirst wirklich lebendig gefühlt.
- 3:21Speaker 0: So richtig lebendlich!
- 3:22Speaker 0: Nimm dir zehn Minuten heute Abend, geh die letzten zwei bis vier, vier bis sechs, sieben bis acht fünf bis zehn Jahre gedanklich einfach mal durch und schreib drei konkrete Momente auf Und zu jedem Moment notierst du drei Dinge.
- 3:38Speaker 0: Was genau habe ich da eigentlich gemacht?
- 3:40Speaker 0: Mit wem war ich dort zusammen oder war ich alleine?
- 3:44Speaker 0: was hat mich daran angetrieben?
- 3:46Speaker 0: Wenn du die drei Momente nebeneinander liest, findest du fast immer auch ein Muster.
- 3:51Speaker 0: Ein Thema das sich quasi wiederholt und genau das ist die Spur die wir suchen!
- 3:56Speaker 0: Und die ist auch der Ausgangspunkt für den nächsten und dritten Schritt.
- 4:00Speaker 0: Die Übung setzt genau da an Mikroabenteuer der Bedeutung weil sie dir aus der zweiten Lehre etwas bedeuten.
- 4:08Speaker 0: Nimm das Muster aus Übung zwei und leite daraus eine einzige kleine konkrete Aktion für diese Woche ab Nicht für irgendwann, sondern für die nächsten sieben Tage.
- 4:18Speaker 0: Wenn dein Muster z.B.
- 4:19Speaker 0: Kreativität war, melde dich doch für den Abendkurs an und tust!
- 4:24Speaker 0: Wenn es Gemeinschaft war ruf jemanden mit dem du schon lange nicht mehr gesprochen hast und verabredete dich auf einen Drink oder eine Runde quatschen.
- 4:31Speaker 0: Und tust.
- 4:32Speaker 0: Die Regel dabei ist aber Es darf nichts mit deinem Job zu tun haben.
- 4:35Speaker 0: Es darf nix mit Produktivität oder Effizienz zu tun habe.
- 4:39Speaker 0: Es zählt nur dass es dich einfach neugierig macht.
- 4:42Speaker 0: Diese eine kleine Aktion durchbricht deinen Automatismus, den du schon seit Wochen, Monaten oder Jahren dich umgibt und gibt dir wieder das Gefühl dass du in deinem Leben wieder ein Stück weit Selbstwirksamkeit findest.
- 4:56Speaker 0: Dass du etwas beeinflussen kannst und nicht nur permanent am reagieren bist und deine Task durchspielst.
- 5:02Speaker 0: Und dann ist da noch ein weiterer Punkt der zu beachten ist und er wird auch oft übersehen viele Menschen die sich leer fühlen verfallen in passive Vermeidung.
- 5:11Speaker 0: Du weißt, dass dir etwas fehlt.
- 5:13Speaker 0: Aber statt dich dem zu stellen betäubst du das Gefühl.
- 5:16Speaker 0: und mit was?
- 5:17Speaker 0: Scrolling, Serienbingen, stundenlange Social Media.
- 5:21Speaker 0: Das ist menschlich unnachvollziehbar habe ich in meiner schweren Erkrankung auch gemacht.
- 5:25Speaker 0: macht jeder auch mal aber die Frage natürlich ist es eine Ablenkung oder ist es einfach meine Verschnaufsrunde?
- 5:31Speaker 0: aber langfristig führt das natürlich in eine Spirale, weil nach dem Scrolling fühlst du dich dann nicht nur leer sondern auch noch schuldig und das verstärkt das Gefühl der Lehrerin natürlich noch mehr.
- 5:41Speaker 0: Daher habe ich hier etwas was konkret helfen kann.
- 5:44Speaker 0: es ist die zehn Minuten Regeln.
- 5:46Speaker 0: sobald du merkst dass zur Hände greifen willst um zu scrollen stellst du dir einen Timer auf zehn Minuten und machst in dieser Zeit etwas anderes bevor du dir erlaubst zu scrollen.
- 5:57Speaker 0: Geh zum Beispiel kurz vor die Tür eine Runde spazieren, leg dein Lieblingslied auf, trinken Glas Wasser und genießt die Aussicht.
- 6:04Speaker 0: Lies drei Seiten aus einem Buch!
- 6:06Speaker 0: Und erst wenn der Timer abgelaufen ist darfst du entscheiden ob du wirklich noch scrollen willst.
- 6:11Speaker 0: Oft merkst Du dann dass der Drang nämlich nachgelassen hat weil der Scroll Impulse keine echte Sehnsucht ist nach scrollen sondern eine Fluchtreaktion.
- 6:21Speaker 0: und wenn Du Dir Kurz diese Unterbrechung günst gewinnst Du wieder Handlungsspielraum.
- 6:26Speaker 0: Und wenn ich das auf einen einfachen Satz alles runterbrechen müsste, würde ich sagen Leere ist nicht das Gegenteil von Fülle.
- 6:34Speaker 0: Leere is der Zwischenraum Ein Raum in dem etwas Neues entstehen kann Wenn Du es zulässt aber nur wenn du ihn auch sofort mit Ablenkung nicht zukleisterst Sondern wenn du innehältst und fragst was braucht hier?
- 6:50Speaker 0: und jetzt gerade Platz.
- 6:52Speaker 0: Und vielleicht ist es nicht die große Veränderung, meist ist es nämlich genau das nämlich nicht weil... Vielleicht ist es einfach die Erlaubnis wieder mit dir selbst in Kontakt zu treten und nicht was andere von dir erwarten Nicht was du sonst glaubst tun zu müssen Sondern was dich tatsächlich berührt!
- 7:11Speaker 0: Und denk dran dass hier kein Selbstoptimierungskurs davon gibt's genug Zeug.
- 7:15Speaker 0: Das is'n nicht mein Ansinnen sondern DAS IS Echte Rückkehr zu dir selbst Selbstverbindung.
- 7:21Speaker 0: Und genau die fehlt uns oft, wenn sich das Leben nämlich leer anfühlt.
- 7:27Speaker 0: Vielen Dank!
- 7:28Speaker 0: Das war ein kurzer Boxenstopp für deinen Kopf.
- 7:30Speaker 0: Ein Like und einen Kommentar wäre schön von dir?
- 7:33Speaker 0: Nimm dir das mit was du gerne möchtest lasst es dir gut gehen und bis zum nächsten Mal.
- 7:37Speaker 0: Ciao euer George.