Latest / Im Krisenmodus / Schwarzes Meer: Russlands Angriffe auf Handelsschiffe stoppen Exporte
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- 0:00Wir reden viel über die Straße von Hormuz, Schiffe, Krieg, den Ölpreis.
- 0:05Die Schließung der Straße von Hormuz führt dazu, dass das Öl teurer wird,
- 0:09was wir wiederum an der Zapfsäule merken.
- 0:12Im Schwarzen Meer geht es um eine ähnliche Frage, was passiert,
- 0:16wenn ein Krieg eine wichtige Handelsroute unsicher macht. Nur geht es dabei
- 0:19nicht zuerst um Öl, es geht um Getreide, Rohstoff und Lieferketten und um die
- 0:23wirtschaftliche Lebensader der Ukraine.
- 0:27Ich habe bei meinem jüngsten Besuch in der Ukraine unter anderem Dimitro Baranov
- 0:31in Odessa getroffen. Er ist der Präsident der ukrainischen Hafenvereinigung Ukreport.
- 0:36Während wir über die Angriffe auf die Hälften sprechen, wird es in der Nähe
- 0:40plötzlich ziemlich laut.
- 0:50Ich glaube, das ist Luftabwehr.
- 0:54Ich schaue kurz nach.
- 1:06Ja, eine russische Kamikaze-Drohne ist in der Nähe. Aber ich glaube,
- 1:09hier sind wir sicher. Wir sind im Erdgeschoss.
- 1:16Ja,
- 1:20wir haben bei dieser Szene in seinem Büro gesessen und hatten eben miteinander
- 1:24gequatscht. Das Fenster war offen.
- 1:26Ich bin jetzt aktuell immer noch in der Ukraine und es ist relativ warm noch,
- 1:30spätsommerlich warm. Also wie gesagt, das Fenster war offen.
- 1:34Und ja, dann hört man eben dieses Geräusch, relativ laut, relativ sehr in der Nähe offensichtlich.
- 1:40Und ganz klar war, da ist irgendwas angeflogen. Möglicherweise Schahid-Drohnen.
- 1:45Das sind diese größeren Drohnen, Langstrecken-Drohnen, die die Russen immer
- 1:48wieder einsetzen, um anzugreifen.
- 1:51Und offenbar waren da welche im Anflug und die ukrainische Luftverteidigung
- 1:55hat dagegen gearbeitet.
- 1:57Also Baranov, das merkt man immer auch, wie sehr das mittlerweile Alltag ist.
- 2:02Er hat nur kurz unterbrochen, hat auf sein Mobiltelefon geguckt und versucht
- 2:06einzuordnen, was da gerade los ist.
- 2:08Auch unser fixer Mitya hat auch auf sein Handy geguckt und beide sind dann ruhig geblieben.
- 2:13Für ihn war das also definitiv kein außergewöhnlicher Moment,
- 2:17aber für die Hafenarbeit hat jeder Alarm folgend.
- 2:24Im Krisenmodus, der Podcast aus Krisen- und Kriegsgebieten aller Welt mit Journalist Jan Jessen.
- 2:33Hallo, ich bin Jan Jessen, Politikchef der NRZ und Krisen- und Kriegsreporter
- 2:36für die Funke Mediengruppe. Ihr findet meinen Artikel in der NRZ,
- 2:40der WAZ, der Berliner Morgenpost und dem Hamburger Abendblatt und natürlich
- 2:44auch auf allen unseren Internetportalen.
- 2:47In früheren Folgen dieses Podcasts ging es um die Straße von Hormuz,
- 2:51um die Folgen der Kriege zwischen USA, Israel auf der einen Seite und Iran auf
- 2:57der anderen Seite, um steigende Ölpreise und um die Verletzlichkeit globaler Lieferketten.
- 3:03Die Lage im Schwarzen Meer folgt einer ähnlichen Logik. Auch hier geht es um
- 3:06eine Handelsroute, aber die Folgen treffen die Ukraine besonders hart,
- 3:11denn für das Land sind die Häfen nicht nur irgendein Wirtschaftsstandort.
- 3:15Über sie laufen große Teile des Exports, Getreide, Eisenerz und Industrieprodukte.
- 3:21Wenn diese Route ausfällt, trifft das nicht nur Unternehmen.
- 3:24Es trifft Landwirte, Fahrer, Hafenarbeiter und ihre Familien.
- 3:29Und es betrifft Länder, die auf ukrainisches Getreide angewiesen sind.
- 3:34Und natürlich auch die Menschen, die vor Ort leben. Insgesamt reden wir von
- 3:38400 Millionen Menschen global, die auf ukrainisches Getreide angewiesen sind.
- 3:44Um zu verstehen, wie sich die Lage im Schwarzen Meer militärisch verändert hat,
- 3:48habe ich nur deshalb auch mit dem Sprecher der ukrainischen Marine gesprochen, Dimitro Pletentschuk.
- 3:54Er beschreibt die Lage aus Sicht der ukrainischen Marine und erinnert daran,
- 3:58dass die Häfen von Beginn der russischen Vollinvasion ein strategisches Ziel
- 4:02waren, also von Februar 2022 an.
- 4:06Die Geschichte dieser jüngsten Eskalation beginnt also nicht erst in diesem Sommer.
- 4:14Z'udariv po porta.
- 4:23Das Wichtigste zuerst. Dieser Krieg hat mit Angriffen auf die Häfen begonnen.
- 4:28In der ersten Sekunde der Vollinvasion bin ich aufgewacht, weil Marschflugkörperraketen
- 4:32die Häfen getroffen haben.
- 4:34Das ist wichtig, weil manche den falschen Eindruck bekommen könnten,
- 4:37die jüngsten russischen Angriffe auf unsere Häfen seien nur eine Antwort auf
- 4:41das, was wir getan haben. Das stimmt nicht.
- 4:44In den ersten Jahren hat die Ukraine darauf nicht mit Angriffen auf russische
- 4:48Hafeninfrastruktur oder auf zivile Schiffe reagiert.
- 4:51Auch Schiffe, die unsere besetzten Häfen unrechtmäßig angelaufen sind,
- 4:55haben wir nicht angegriffen.
- 5:05Die Häfen sind dabei nicht nur Infrastruktur, sie sind seit Kriegsbeginn Teil
- 5:08der militärischen Strategie, weil sie darüber entscheiden, ob die Ukraine exportieren,
- 5:12importieren oder wirtschaftlich handlungsfähig bleiben kann.
- 5:16Sechs Monate nach dem Beginn der Totalblockade, direkt also nach der Invasion,
- 5:21gab es eine von der Türkei und den Vereinten Nationen vermittelte Getreideinitiative,
- 5:27daraufhin einen begrenzten Korridor, wo wieder Exporte laufen konnten.
- 5:32Und nachdem Russland aus dem Abkommen ausgestiegen war, schuf die Ukraine einen
- 5:36eigenen Seeweg entlang der westlichen Schwarzmeerroute.
- 5:39Das hat auch ganz gut funktioniert, schon deswegen, weil es den Ukrainern gelungen
- 5:44ist, seinerzeit die russischen Schiffe aus dem Schwarzen Meer ein Stück weit zurückzudrängen.
- 5:50Sie mussten sich also in ihre eigenen Häfen zurückziehen, weil mehrere Schiffe versenkt wurden.
- 5:55Das hat eben auch dazu beigetragen, dass die Seewege da etwas freier waren.
- 6:00Dieser Korridor funktionierte lange trotz Angriffen und Luftalarm.
- 6:04Dimitro Baranov, also der Präsident der ukrainischen Hafenvereinigung,
- 6:08sagt, seit Herbst 2023 seien darüber 210 Millionen Tonnen Fracht transportiert worden.
- 6:15Aber seit diesem Sommer verändert Russland die Taktik.
- 6:20Das hängt möglicherweise eben auch damit zusammen, dass die Ukraine selbst seit
- 6:23Anfang des Jahres massive Angriffe geflogen hat auf die russische Schifffahrt.
- 6:30Das haben wir auch schon mehrfach in diesem Podcast besprochen,
- 6:32dass die Ukrainer selber jetzt über Mittel- und Langstreckendrohnen verfügen,
- 6:36mit denen sie die Öl- und Gasinfrastruktur der Russen angreifen.
- 6:41Das ist wichtig aus ukrainischer Sicht, weil Öl und Gas das Schmiermittel,
- 6:45das russische, für die Kriegsmaschinerie sind.
- 6:49Und die Ukrainer haben eben auch angefangen, die russischen Schiffe anzugreifen
- 6:54und möglicherweise ist das, was wir jetzt aktuell sehen, eben auch eine Reaktion,
- 6:58eine russische auf das, was die Ukrainer gemacht haben.
- 7:03Und der Presseoffizier der ukrainischen Marine beschreibt diese Eskalation in drei Schritten.
- 7:09Zunächst mehr Raketen auf die Häfen, dann gezielte Drohnenangriffe auf zivile
- 7:12Schiffe und schließlich Waffen, die für die ukrainische Abwehr schwerer zu stoppen sind.
- 7:18Ich werde es jetzt um den.
- 7:23Beginn des.
- 7:26Erwachsenen, die wir heute haben, und auch bis zum Versuch der Russischen Diktator
- 7:32Putin, innerhalb des vergangenes Jahrhunderts, 1925.
- 7:36Ende 2025 hat Putin erneut erklärt, dass er eine Seeblockade gegen die Ukraine durchsetzen wolle.
- 7:43Das war ein Wendepunkt. Zunächst hat Russland die Häfen von Groß-Odessa massiv angegriffen.
- 7:49Im Januar gab es an 15 von 31 Tagen ballistische Angriffe auf unsere Häfen.
- 7:54Aber diese Angriffe haben ihr Ziel nicht erreicht. Sie hatten keinen entscheidenden
- 7:58Einfluss auf den Verkehr. Deshalb hat Russland dann seine Taktik geändert.
- 8:03Im Mai hat Russland dann eine rote Linie überschritten. Zum ersten Mal haben
- 8:06wir gezielte, gesteuerte Angriffe mit Drohnen auf zivile Schiffe auf dem Weg
- 8:11zu unseren Häfen gesehen.
- 8:29Das ist ein entscheidender Punkt. Es geht nach dieser Darstellung nicht mehr
- 8:33nur darum, die Hafenanlagen zu beschädigen, wie das am Anfang des Krieges eben
- 8:37war, sondern es geht jetzt wirklich konkret darum, den Schiffsverkehr selbst zum Risiko zu machen,
- 8:43ihn also so teuer zu machen, dass,
- 8:45möglicherweise Räder, möglicherweise Eigner sich weigern,
- 8:49weiterzufahren oder auch Seeleute, denen das Risiko einfach zu hoch ist.
- 8:54In der Mitte der Russische starten zu nutzen neue Art. Das sind die Reaktiv-Schahedi,
- 9:03und die Bewehr-Banderole-Banderole-Banderole.
- 9:06Im Juli hat Russland dann seine Taktik wieder geändert. Sie haben Kamikaze-Drohnen
- 9:10und die herumkreisende Munition Banderole eingesetzt.
- 9:14Eine Mischung aus Drohne, Fliegerbombe und Rakete.
- 9:17Das war für uns eine neue Herausforderung, weil diese Waffen höher und schneller
- 9:21fliegen und schwer abzufangen sind.
- 9:23Mit diesen Drohnen hat Russland gezielt zivile Schiffe angegriffen.
- 9:27Zeitweise kam die Schifffahrt im Golf von Odessa praktisch vollständig zum Erlebnis.
- 9:38Der Pressesprecher der Marine beschreibt die militärische Entwicklung.
- 9:42Dimitro Baranov erlebt ihre wirtschaftlichen Folgen im Hafenalltag.
- 9:45Ab Juli geht es nach seiner Darstellung nicht mehr nur um die Gefahr im Hafen,
- 9:50zivile Frachter werden auch auf ihrer Route zum Ziel.
- 9:54Der Präsident der Hafenvereinigung sagt, Russland greife seit Juli nicht mehr
- 9:57nur Hafenanlage oder Schiffe an.
- 10:00Die zivilen Frachter würden nach seiner Darstellung auch während der Fahrt und
- 10:04vor allem in internationalen Gewässern zum Ziel.
- 10:16Aber ab dem 20. Juli, wenn ich mich richtig erinnere, begannen sie Schiffe während
- 10:20der Fahrt anzugreifen. Das war eine regelrechte Jagd auf zivile Schiffe unter
- 10:24ausländischer Flagge, mit Besatzungen und Seeleuten aus anderen Ländern.
- 10:28Und sie taten es in internationalen Gewässern, nicht in ukrainischen Gewässern,
- 10:32nicht in rumänischen Gewässern, sondern ausdrücklich in internationalen Gewässern.
- 10:37Und sie haben es in internationalem Wasser gemacht, nicht in ukrainischen Wasser,
- 10:42nicht in rumanischen Wasser, aber genau in internationalem Wasser.
- 10:47Baranhoff hat mir beispielsweise auch von einem mit Mais beladenen Frachter
- 10:50erzählt, auf dem laut seinen Angaben zehn Menschen getötet wurden.
- 10:55Und wenn zivile Frachter auch auf offener See zur Zielscheibe werden,
- 10:58geraten Räder, Kapitäne und Crews unter einen ganz anderen Druck.
- 11:03Die unmittelbare Folge, Schiffe bleiben weg. Was bedeutet das konkret?
- 11:08Nicht nur die Versicherungsprämien steigen, irgendwann entscheiden Räder und
- 11:11Kapitäne, dieses Risiko tragen wir einfach nicht mehr.
- 11:19Die Schippseigner und die Kapitäne weigern sich schlicht, ein solches Risiko
- 11:23für ihr Leben einzugehen und ukrainische Häfen anzulaufen. Das ist alles.
- 11:27Vor dem 20. Juli hatten wir ungefähr zehn Schiffe pro Tag, die ein- oder ausliefen.
- 11:31Das war nicht normal, aber es funktionierte.
- 11:34Seit dem 20. Juli bis heute hatten wir nur 25 Schiffe, die ukrainische Häfen
- 11:38anliefen oder verließen. 25 Schiffe, das ist nichts für zwei Monate.
- 11:46Der Einbruch zeigt, wie militärische Aktionen und Drohungen zur Handelsblockade
- 11:50werden können, ohne dass ein Meer offiziell vollständig gesperrt wird.
- 11:56Konstantin Timoschenko arbeitet als Generalmanager der Logistikfirma Formag Group in Odessa.
- 12:03Er organisiert internationale Transporte, Schiffsabfertigung und Chartergeschäfte.
- 12:07Seine Firma ist stärker auf Importe ausgerichtet, aber die Folgen für Exporte, Transporte und Preise.
- 12:14Bekommt auch sie unmittelbar zu spüren. Timo Schenko sagt, die naheliegende
- 12:18Alternative, kleinere Häfen an Flüssen, ganz konkret an der Donau,
- 12:22die ist inzwischen ebenfalls gefährdet.
- 12:25So back in 2022, when the Deepsea-Ports were closed, we still had the Riverports.
- 12:31And because there were no drones like we have now and the Russians have now.
- 12:36Als die Tiefsee-Häfen 2022 geschlossen waren, hatten wir noch die Flusshäfen.
- 12:41Weil es damals nicht diese Drohnen gab, konnten sie einigermaßen sicher arbeiten.
- 12:45Als es 2026 wegen der russischen Angriffe immer gefährlicher wurde,
- 12:50Seehäfen anzulaufen, war der erste Gedanke, wir gehen wieder über die Flusshäfen.
- 12:55Aber leider ist es nicht mehr 2022. Russland hat viele Arten von Drohnen und
- 13:01kann damit praktisch jeden Ort in der Ukraine treffen.
- 13:04Auch Schiffe, Häfen und Terminals. Deshalb sind inzwischen auch die Flusshäfen nicht mehr sicher.
- 13:09Sie können Tiefseehäfen nicht ersetzen, Aber sie waren immerhin eine Alternative.
- 13:14Und jetzt sind auch sie nicht mehr sicher.
- 13:27Die Ukraine versucht Güter über
- 13:28Polen, Rumänien, die Donau und weitere europäische Routen auszuführen.
- 13:32Deutschland hilft dabei als Partnerland mit Infrastruktur und Logistik.
- 13:36Aber diese Wege können den Seeweg nicht ergänzen.
- 13:39Das ist kein Detail aus dem Welt der Spedition, es ist eine Rechnung,
- 13:43die jeder verstehen kann.
- 13:44So the railway is traditionally here in Ukraine is the main way how grain is
- 13:50being delivered to the ports.
- 13:52Because when you, let's say, a small so-called coaster ship,
- 13:58which goes along the coasts of Ukraine, then Romania, then Bulgaria,
- 14:03and out, let's say, through Turkish Straits to Europe,
- 14:07a small ship like this will carry it. was,
- 14:103.000 bis 5.000 Tonnen, vielleicht 7.000, 8.000 Tonnen.
- 14:14Traditionell wird Getreide in der Ukraine vor allem per Bahn zu den Häfen transportiert.
- 14:19Nehmen wir ein kleines Schiff, das an der Küste entlang über Rumänien und Bulgarien
- 14:23durch die türkischen Meerengen fährt.
- 14:25Es kann etwa 3.000 bis 5.000 Tonnen transportieren, vielleicht auch 7.000 oder 8.000.
- 14:31Wenn ein Schiff 5000 Tonnen transportiert und ein Lkw legal etwa 23 Tonnen laden
- 14:37darf, braucht man 217 Lkw, um nur dieses eine Schiff zu beliefern.
- 14:42Das ist enorm und das ist nur ein Schiff.
- 14:44Für Millionen Tonnen sind Lkw nicht optimal. Es gibt nicht genug Fahrzeuge und
- 14:49heute vor allem nicht genügend Fahrer.
- 14:51Viele Männer sind beim Militär und Treibstoff ist sehr teuer.
- 14:54Mit einem Güterzug kann man rund 1000 Tonnen auf einmal transportieren.
- 14:59Wenn Russland die Bahn angreift, sinken unsere Transportmöglichkeiten.
- 15:03Manchmal wird es dadurch unmöglich, Getreide überhaupt zu den Häfen zu bringen.
- 15:07Russland auch reduziert unsere Infrastruktur und die Transportqualität.
- 15:12Und manchmal machen sie es einfach nicht möglich.
- 15:17Dass Grain zu kommen. Vielleicht auch nochmal, um zu verdeutlichen,
- 15:21Timoschenko redet ja jetzt von diesen Flusshäfen, auf denen nur kleinere Schiffe
- 15:25fahren können. Er hat ja davon gesprochen, mal 7.000, 8.000 Tonnen.
- 15:28Und der Präsident der Hafenvereinigung hat das nochmal noch einen Ticken deutlicher gemacht.
- 15:34Er hat nämlich gesagt, naja, guck mal, so ein mittelgroßes Schiff,
- 15:38was einen Tiefseehafen ansteuert, über das Schwarze Meer rausgeht,
- 15:42das kann 100.000 Tonnen tragen.
- 15:43Für 100.000 Tonnen brauchst du, wenn du das auf die Straße bringen willst,
- 15:485.000 Lkw. Das heißt nicht nur 5000 LKW, sondern auch 5000 Fahrer.
- 15:545000 Mal die Dokumentation dieses LKWs, das ist natürlich super schwer darstellbar.
- 16:02Du brauchst also natürlich erstmal die Fahrzeuge, du brauchst auch das Personal
- 16:05dafür und das Ganze kostet natürlich einen Haufen Geld.
- 16:09Und die Straßen sind eben auch endlich, also als wir jetzt in die Ukraine reingefahren
- 16:13sind, eine Woche vor Aufnahme dieses Podcasts, da haben wir das gesehen in Palanka,
- 16:17dem Grenzübergang zwischen Moldawien und der Ukraine, wo eine ewig lange Schlange war von,
- 16:24Lkw, die eben raus wollten, weil Rumänien raus wollten,
- 16:29wo wir auch gesehen haben, das waren eben auch größtenteils Getreidelastwagen.
- 16:33Aber, wie gesagt, eine ewig lange Schlange, zehn Kilometer mindestens.
- 16:38Und dazu darf man nicht vergessen, dass die Russen mittlerweile auch angefangen
- 16:41haben, eben diese Grenzübergänge zu attackieren. Konkret bei Palanka eine Brücke,
- 16:46die jetzt nicht mehr befahrbar ist. Also auch da wird es den Ukrainern erschwert,
- 16:50ihre Güter rauszubringen.
- 16:53Die Hauptsache der Situation ist die Experten von ukrainischen Grain.
- 16:59Sie müssen auf die Pläne von Tonnen anzuladen, etwa 10s von Millionen Tonnen.
- 17:07Und obwohl es Länder, und ein großes Dank für sie ist, wie Poland,
- 17:12Rumänien, Deutschland und alle anderen.
- 17:14Die Hauptopfer dieser Situation sind die Exporteure von ukrainischem Getreide.
- 17:19Sie müssen jedes Jahr buchstäblich Millionen, ja Dutzende Millionen Tonnen verschiffen.
- 17:24Polen, Rumänien, Deutschland und andere Länder helfen der Ukraine mit ihrer
- 17:29Infrastruktur, mit Häfen, Bahnstrecken
- 17:31und Lagern. Deutschland ist kein Nachbarland, aber ein Partnerland.
- 17:35Aber Millionen Tonnen über Land zu bewegen, ist nicht einfach.
- 17:38Dafür gibt es keine Infrastruktur.
- 17:41Die potenziellen Käufer sitzen vor allem in Afrika, im Nahen Osten und in Teilen Asiens.
- 17:46Ukrainische Anbieter müssen mit anderen Ländern konkurrieren.
- 17:50Aber in ihrem Preis stecken die Kosten für den Landtransport in der Nachbarland,
- 17:54den teuersten Teil der Reise und danach noch die Seefracht.
- 17:58Dadurch ist es physisch fast unmöglich, die gesamte Ernte dorthin zu bringen, wo sie gebraucht wird.
- 18:04Und es ist deutlich teurer als für einen russischen Exporteur,
- 18:07der seine Ware über Novorossiysk oder St. Petersburg verschiffen kann.
- 18:24Das macht den uhränischen Export an eine sehr große Vorteile,
- 18:30im Vergleich zu anderen Ländern.
- 18:33Genau, hier führt die Geschichte aus Odessa in die Weltwirtschaft.
- 18:36Baranov zieht einen Vergleich zu einer anderen Krisenregion,
- 18:39über die wir in diesem Podcast bereits mehrfach gesprochen haben, zur Straße von Hormuz.
- 18:44Die entsprechenden Folgen packen wir euch in die Show.
- 18:47Seine These, wenn Handelswege im persischen Golf unsicher werden,
- 18:51reagiert die Welt sofort. fortsteigende Energiepreise und Risiken für Lieferketten.
- 18:55Warum, fragt er, gilt das eigentlich für das Schwarze Meer so viel weniger?
- 19:01Diese Situation sollte auf der höchste Ebene geschlossen sein,
- 19:06politisch, diplomatisch, militärisch.
- 19:11Was ich möchte sagen, ist es nicht ein ukrainischer Problem.
- 19:14Es ist nicht nur ein ukrainischer Problem.
- 19:17Erstens, Black Sea ist ein internationales Sea.
- 19:21Wir haben Turkey, sehr lange Kosten. Wir haben Bulgaria, wir haben Romania, wir haben Georgia.
- 19:30Russia, Ukraine and Russia. So it's an international sea.
- 19:36And the basic principle of.
- 19:51Das ist nicht nur ein ukrainisches Problem. Das Schwarze Meer ist ein internationales
- 19:55Meer. Es gibt die Türkei mit einer langen Küste, Bulgarien, Rumänien,
- 19:59Georgien, die Ukraine und Russland.
- 20:01Freie Schifffahrt ist ein Grundprinzip der Welt. Die Schifffahrt muss frei sein.
- 20:05Selbst im Krieg geht Handel weiter. 95 Prozent des Welthandels werden nicht
- 20:09per Flugzeug oder Bahn transportiert, sondern über das Meer,
- 20:12in Containern, auf Tankern und Frachtschiffen.
- 20:15So kommen Waren in unsere Geschäfte und in unsere Wohnungen.
- 20:18Als der Krieg im Persischen Golf begann und Iran die Straße von Hormuz blockierte,
- 20:23spürte die ganze Welt sofort, wie die Preise für Treibstoff,
- 20:26Diesel und Gasöl stiegen.
- 20:27Bei Agrarprodukten ist es ähnlich. Als die Ukraine 2022 als Lieferant ausfiel,
- 20:33stieg der Weizenpreis an der Börse in Chicago sofort um 25 Prozent.
- 20:37Aber der Unterschied zwischen 2022 und 2026 ist, damals handelte Russland weiter
- 20:43und exportierte seine Agrarprodukte, jetzt nicht mehr. Keine Ukraine, kein Russland.
- 20:49We are out of agriculture market in 2022.
- 20:54The price for wheat immediately jumped in 25% in the Chicago Stock Exchange.
- 21:04But what's the difference between 25%? 2022 und 2026,
- 21:10An dieser Zeit, vier und eine halbe Jahre vorhin, hat die Russen noch immer gehandelt.
- 21:18Sie exportieren ihre agri-kulturellen Produkte auf den Markt. Jetzt nicht.
- 21:25Keine Ukraine, keine Russen. Baranows Vergleich hat Grenzenölgetreide und die
- 21:30jeweiligen Handelsrouten funktionieren unterschiedlich, aber die wirtschaftliche Logik ist ähnlich.
- 21:34Wenn Schiffe nicht sicher fahren können, steigen Risiken, Versicherungsprämien
- 21:38und Transportkosten und am Ende steigen die Preise.
- 21:41Es geht um Versicherungskosten, um die Bereitschaft von Reedereien,
- 21:44Schiffe und Besatzungen in ein Kriegsgebiet zu schicken. Und es geht um die
- 21:47Frage, ob ein Land, das sich verteidigt, seine Verbindung zu den Weltmärkten behalten kann.
- 21:53Für die Menschen, die diese Lieferketten konkret am Laufen halten,
- 21:56ist das keine abstrakte Debatte.
- 21:58Konstantin Timoschenko erzählt von einem Fahrer in seiner Unternehmensgruppe.
- 22:02Der Mann fuhr nach Reni, einen Donauhafen im Süden der Ukraine.
- 22:05Er sollte dort einen leeren Container abholen und blieb über Nacht.
- 22:09Sometimes we have a new truck and no driver to actually drive it.
- 22:13So, of course, the drivers now are asking for higher salaries,
- 22:18which is, I think, obvious, because they literally go to one of the most dangerous
- 22:24places in Ukraine, like Seaport.
- 22:26Manchmal haben wir einen neuen LKW, aber keinen Fahrer dafür.
- 22:29Die Fahrer verlangen höhere Löhne. Das ist verständlich. Sie fahren in einige
- 22:34der gefährlichsten Orte der Ukraine, in die Seehäfen.
- 22:37Und sie bleiben dort manchmal zwei, drei oder fünf Tage. Niemand weiß, wie lange.
- 22:42Im Juli fuhr einer unserer Fahrer zum Hafen von Reni im Süden der Ukraine.
- 22:47Er sollte dort einen leeren Container abholen und musste über Nacht bleiben.
- 22:51In dieser Nacht wurde der Hafen schwer mit Drohnen angegriffen.
- 22:55Als wir ihn am Morgen anriefen, sagte er, ich fahre da, nie wieder hin, tut mir leid, Leute.
- 23:00Kein Geld der Welt wird mich dazu bringen, auf keinen Fall.
- 23:03Man kann das verstehen, sie haben Verpflichtungen, Familien zu ernähren.
- 23:07Aber am Ende sind sie Menschen, sie wollen überleben, das ist ein natürlicher Instinkt.
- 23:17Für kein Geld der Welt. Dieser Satz beschreibt, was in Zahlen über Frachtmengen
- 23:20und Transportkosten leicht verloren geht.
- 23:23Der Krieg verändert jede einzelne Entscheidung. Wer fährt in einen Hafen?
- 23:26Wer bleibt dort über Nacht? Und wer geht zur Arbeit, wenn Luftalarm ist?
- 23:32Wenn Schiffe nicht fahren, verschwindet die Ernte nicht. Sie liegt im Land.
- 23:35Die Ukraine kann Getreide lagern, aber nicht unbegrenzt und nicht jede Sorte gleich lang.
- 23:40Baranov sagt, die Exporte seien im Vergleich zum Vorjahr zeitweise auf nur noch
- 23:445 Prozent gefallen. Also er spricht natürlich über die Exporte, die aus den Häfen gehen.
- 23:50Und seine Sorge ist, die Lager füllen sich, während bei den Abnehmern irgendwann
- 23:55Vorräte fehlen. Es hat 15 Mal gedreht. Nicht 5 oder 15.
- 24:02Wir haben zwei principale,
- 24:09Optionen für und exportieren durch Danube.
- 24:19Die Menge ist um das 15-fache gefallen. Nicht um das Fünffache,
- 24:22sondern um das 15-fache.
- 24:25Wir haben zwei Hauptmöglichkeiten, irgendwie über die Donau und über die Landgrenzen
- 24:29im Westen zu exportieren.
- 24:31Aber das ist nicht annähernd vergleichbar mit den Möglichkeiten der Schwarzmeerhäfen.
- 24:34Wenn Landwirte Lager finden, können sie Weizen unter guten Bedingungen etwa
- 24:38ein Jahr aufbewahren. Meist dagegen kann man nur begrenzt lagern,
- 24:41vielleicht zwei oder drei Monate.
- 24:43Er muss getrocknet und gereinigt werden, aber dann muss er weiterverarbeitet
- 24:47oder exportiert werden.
- 24:48Die Ukraine hat nicht genug Lagerkapazität für die gesamte Ernte.
- 24:52Und laut Landwirtschaftsministerium erwarten wir in diesem Jahr eine Rekordernte
- 24:55von mehr als 82 Millionen Tonnen Agrarprodukten.
- 24:59Dazu kommen noch Mengen aus der Ernte des Vorjahres, die nicht exportiert wurden.
- 25:03Deshalb müssen wir im Schwarzen Meer etwas tun.
- 25:09Storages, to store all crop.
- 25:15And again, in this year, in accordance with Agriculture Ministry,
- 25:21they said that Ukraine will have the record crop,
- 25:2682 million, even more than 82 million tons of all agriculture products.
- 25:32Dann gibt es den Rest der vorherigen Kropfen aus 2025, die nicht exportiert werden.
- 25:41Wiederher wegen verschiedenen Gründen, jemand ist auf den Preis,
- 25:44jemand, ich weiß nicht, seine Pläne, das ist ein Business.
- 25:48Und ich denke.
- 25:53Wir müssen nur etwas in der Black Sea machen. Paranoffs Zahl beschreibt am massiven
- 25:58Einbruch seine Erwartung, dass es im November international kritisch werden könnte.
- 26:02Ist eine Prognose aus der Hafenbranche keine gesicherte Vorhersage.
- 26:06Sie verweist aber auf ein reales Problem. Volle Lager in der Ukraine,
- 26:10knapper werdende Ware bei Abnehmern.
- 26:13Die Ukraine und Russland gehören zu den wichtigsten Getreidelieferanten für
- 26:16die Türkei, den Nahen Osten, Nordafrika und Teile Asiens.
- 26:20Wenn Lieferungen ausbleiben oder deutlich teurer werden, trifft das besonders
- 26:24Länder und Hilfsprogramme, die kaum Spielraum haben, steigende Preise abzufedern.
- 26:29Und nicht nur dieses Land. Wir müssen uns daran erinnern, dass das UN-Nation-Programm,
- 26:36das World Food Programme, WFP, sie sogar hatten ihren permanenten Office.
- 26:44Ich arbeite mit ihnen sehr nahe. Halte dieser Programme, das World Food Programme,
- 26:48depends auf die Ukraine.
- 26:51Nein. Wir müssen auch an das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen denken.
- 26:55Ich habe eng mit ihm zusammengearbeitet. Ein großer Teil dieses Programms hängt
- 26:58von ukrainischen Produkten ab.
- 27:00Wenn die Preise um 25 oder 30 Prozent steigen, ist das nicht nur eine Prozentzahl.
- 27:05Dann sind das eine Million Tonnen, 700.000 oder 300.000 weniger.
- 27:10Das bedeutet, dass Millionen Menschen in Afrika, Afghanistan oder anderen armen
- 27:14Regionen nicht wissen, was sie essen sollen.
- 27:16Wenn in Europa ein Liter Sonnenblumenöl vor dem Krieg zwei Euro kostete und
- 27:20jetzt vielleicht zehn, dann ist das sehr schlecht.
- 27:22Das belastet den Geldbeutel. Aber es geht um den Preis. Dort dagegen geht es
- 27:27darum, lebst du oder stirbst du? Es ist nicht nur ein Prozent,
- 27:3025 Prozent oder 30 Prozent. Es ist 1,000,000 Tonnen oder 700,000 Tonnen.
- 27:37300,000 Tonnen, weniger. Was bedeutet das, dass es Millionen Menschen,
- 27:43in Afrika oder Afghanistan oder anderen anderen Regionen nicht mehr zu tun werden, wenn in Europa.
- 28:17Ich glaube, das ist eben super wichtig, dass man das im Hinterkopf hat,
- 28:21dass dieser Getreideexport aus der
- 28:23Ukraine raus eben nicht nur ein Wirtschaftsproblem für die Ukraine ist.
- 28:30Und Berendorf hat das sehr gut beschrieben. Also auch für unsere Verbraucherinnen
- 28:35und Verbraucher in Deutschland mögen steigende Lebensmittelpreise vielleicht
- 28:39bedeuten, dass es wirtschaftlich ein bisschen schwieriger wird.
- 28:42Aber bei Regionen mit geringerem Einkommen und schwächerem Sicherungssystem,
- 28:47Da kann derselbe Preisanstieg zur absoluten Versorgungskrise werden.
- 28:51Wir reden über Länder im Nahen Osten wie Libanon, wie Syrien,
- 28:55die sowieso völlig instabil sind aufgrund der Kriege, die da entweder getobt
- 28:59haben oder aktuell geführt werden.
- 29:00Wir reden über Länder in Nordafrika, die wirklich problematisch sind, denke da in Ägypten.
- 29:08Und wenn da plötzlich die Preise so massiv ansteigen, dass die Leute sich das
- 29:12Brot nicht mehr leisten können, kann das natürlich auch zu revolutionären Aufständen
- 29:17und zu weiterer Destabilisierung führen.
- 29:19Und deswegen ist eben das, was in der Ukraine passiert, was im Schwarzen Meer
- 29:22passiert, eben sehr, sehr wichtig und sollte uns alle ein Stück weit beunruhigen.
- 29:28Die Ukraine wehrt sich im Schwarzen Meer inzwischen übrigens auch offensiv.
- 29:31Sie greift die russische maritime
- 29:33Logistik an und versucht, russische Versorgungswege unter Druck zu setzen.
- 29:37Der Presseoffizier der Marine sagt aber, die Folgen sind nicht gleich verteilt.
- 29:41Russland kann gestörte Handelswege verkraften.
- 29:44Für die Ukraine ist der freie Zugang zum Meer existenziell.
- 29:50Als Russland angefangen hat, unsere Schiffe anzugreifen, hat es offenbar vergessen,
- 29:55dass es selbst Schifffahrt hat und dass wir dasselbe tun können.
- 29:58Für Russland ist das schwierig, für uns ist es kritisch, denn unser Export ist
- 30:03fast vollständig abgeschnitten.
- 30:08Die Ukraine kann Russland im Schwarzen Meer treffen, Kosten verursachen und
- 30:11Routen erschweren, aber sie kann ihre eigene Abhängigkeit von den Hälften nicht auflösen.
- 30:16Für die Ukraine sind offene Seewege keine Nebenfrage. Sie sind eine wirtschaftliche
- 30:20Lebensader und wie ich gerade eben auch gesagt habe,
- 30:23auch für die Länder, die auf ukrainische Getreideimporte angewiesen sind,
- 30:28um die Versorgungssicherheit ihrer eigenen Bevölkerung zu gewährleisten,
- 30:31ist das, was gerade im Schwarzen Meer passiert,
- 30:35eine Überlebensfrage.
- 30:37Und wenn die Lager leer laufen in den Ländern, wo die Getreideimporte hingehen,
- 30:43im Nahen Osten, in Nordafrika, in der Türkei,
- 30:47oder auch den Ländern, die auf die Lebensmittellieferung des World Food Programms
- 30:52angewiesen sind, der Vereinten Nationen,
- 30:54dann kann es in diesen Ländern eben massive Probleme geben.
- 30:59Deswegen sagt Baranow übrigens auch, die Welt sollte möglicherweise ein bisschen
- 31:03mehr darauf achten, was da im Schwarzen Meer passiert.
- 31:08Eine seiner Vorstellungen ist, ob man nicht möglicherweise über dem Schwarzen
- 31:12Meer, über den internationalen Gewässern, sowas wie eine internationale Flugverbotszone einrichtet.
- 31:17Das haben wir einmal gesehen, ihr erinnert euch vielleicht noch daran,
- 31:211991 über dem Irak wurde das installiert von den US-Amerikanern seinerzeit.
- 31:27Das ist jetzt so ein Vorschlag, der von dem einen oder anderen diskutiert wird in der Ukraine.
- 31:33Also die Bitte, die internationale Gemeinschaft soll da, wie gesagt,
- 31:37so etwas wie eine Flugverbotszone einrichten, dass da eben keine Drohnen mehr
- 31:39fliegen können, dass keine Schiffe zumindest in den internationalen Gewässern
- 31:42angegriffen werden können.
- 31:45Denn wenn ein Frachter nicht fährt, dann fehlt nicht nur eine Lieferung,
- 31:48dann verlieren Landwirte Einnahmen, Fahrer entscheiden sich gegen Routen, Häfen verlieren Arbeit,
- 31:54und Länder, die auf Getreideimporte angewiesen sind, zahlen am Ende einen höheren
- 31:59und vielleicht sogar einen gewaltigen Preis.
- 32:01Das Schwarze Meer ist damit eben kein regionaler Nebenschauplatz.
- 32:04Es ist ein Test dafür, ob zivile Handelsschifffahrt in einem Krieg geschützt
- 32:08werden kann und ob die Welt reagiert, bevor aus einer bedrohten Route eine dauerhaft verlorene wird.
- 32:15Was meint ihr, wann wird eine Handelsroute zu wichtig, um ihren Schutz allein
- 32:19den Ländern zu überlassen, die direkt an ihr liegen?
- 32:22Schreibt mir mit euren Gedanken und Vorschlägen für weitere Folgen an krisenmodus.funkemedien.de,
- 32:31Das war die heutige Folge unseres Podcasts im Krisenmodus.
- 32:34Dieser Podcast wurde produziert von Alexander Baumeister.
- 32:37Er ist auch Journalist und arbeitet bei einem Radiosender der Funke Mediengruppe.
- 32:42Wenn euch dieser Podcast gefallen hat, liked und folgt uns.
- 32:45Das hilft in jedem Fall, unsere Arbeit sichtbarer zu machen.
- 32:49Passt auf euch auf. Bis dann. Ciao, ciao.