Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / Zwei Frauen. Eine Vision. noéline über Design, Tiefe & Teamwork
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- 0:00Wir waren zwei Pikte wieder nach Hause gefahren, als ob sich irgendjemand für diese Website interessiert hätte. Ja, dann bin ich halt doch keine Prinzessin geworden, sondern jetzt halt ein Tierdesignerin. Einfach nur noch Prinzessin. Früher haben wir immer gesagt, sie ist so der Heart und ich bin der Brain. Von dem sind wir ein wenig weggekommen, aber es ist eigentlich so. Sie ist das Herz von Euline und ich bin der Kopf und ich bin Gottin.
- 0:24Du bist tot? Ja, gut, das stimmt. Obviously. Nein, eigentlich nicht. Minimalismus. Tempus fugit amor manet. Das bedeutet, die Zeit vergeht, die Liebe bleibt. Das Team. Ich kann mich an eine Szene erinnern, die du weisst, von welcher. Ich weiss, von welcher es kommt. Egal, was ich sage, weil ich nicht so gemeint habe, oder weil die andere Person in diesem Moment verletzt könnte. Wir wissen, die Konsequenz ist nie, dass unsere Freundschaft zerbricht. Was bedeutet für euch Momentum?
- 0:55«Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Momentum, deinem Podcast, der inspirierende Gäste inspirierende Geschichten erzählt. Und meine zwei Gäste, die ich heute hier habe, sind mehr als nur gute Kolleginnen. Sie sind ein kreatives Duo, das es geschafft hat, ihre Brand zu etablieren. Sie haben sich gesagt, wir geben jetzt einmal richtig durch.»
- 1:17Dabei entstand ein Brand, das «Noelin Interior Design» heisst. Sie dekorieren nicht nur Räumlichkeiten, sondern sie schaffen kreative Wohlfühloasen. Wie das Ganze entstanden ist, wie sie sich kennengelernt haben, was für Hindernisse sie vielleicht schon meistern durften, werden wir heute erfahren. Darum mit einem grossen Applaus. Schön, dass ihr da seid, Noemi und Selin. Danke schön. Sehr schön.
- 1:45Jetzt die erste und wichtigste Frage. Wie geht es euch? Uns geht es gut. Wir haben vorhin gesagt, wir sind ein bisschen nervös. Aber ich glaube, die Nervosität ist immer auch Energie. Darum uns geht es gut. Freut uns da zu sein. Mega schön, dass das relativ spontan geklappt hat. Wir haben uns vor zwei, drei Wochen im Glatt gesehen. Ja, ich glaube zwei Wochen.
- 2:06Und dann habe ich auch erzählt, dass ich noch nicht so viele Frauen im Podcast habe. Und du so «Hey, wie immer!» «Wie immer!» Ich glaube, spontan ist auch gut bei solchen Sachen. Sonst hätten wir es einfach wieder verdächtigt, glaube ich. Dann wäre es wieder zu viele Gedanken dazu. Darum ist es spontan kaputt.
- 2:24Mega toll, dass ihr auf jeden Fall da seid. Ja, danke, dass wir da sind. Im Doppelpack, was natürlich sehr, sehr toll ist. Und ich kann euch ein bisschen den Intro erzählen. Das sind zwei beste Kolleginnen. Ihr habt euch gefunden. Ihr seid ein Power-Duo. Und wie ist das Ganze entstanden? Für die, die euch noch nicht kennen. Wie habt ihr euch kennengelernt? Wie seid ihr zu dem Ganzen gekommen? Ich nehme dich dazu. Also, wie wir uns kennengelernt haben. Also kennen wir uns tatsächlich schon mehr als unser halbes Leben. Wow.
- 2:53Wir haben uns kennengelernt, da waren wir etwa 15 Jahre alt. Und gesehen haben wir uns tatsächlich das erste Mal im Migros-Takeway im Bahnhof unten, weisst du, im HB. Unsere gemeinsame Schnittstelle damals waren zwei Kevins. Oh, wirklich? Nein, wir haben uns kennengelernt über unsere damaligen Jugendlieben, unsere Freunde.
- 3:19So haben wir uns kennengelernt und haben ab dem ersten Moment nicht mehr aus den Augen verloren. Ich finde es immer crazy, wenn ich selber darüber nachdenke, aber wir haben seit wir 15 Jahre alt sind keinen Tag uns nicht gehört. Ah, wirklich? Ja. Das ist lang. Mit jedem Morgen irgendwie, hey, wie geht's? Hast du gut geschlafen bis am Abend? Mega herzig. Hey, gute Nacht, schlaf gut. Das ist einfach so, ich glaube, so Begegnungen hast du selten.
- 3:47Ausser sie sind, ist es keine Begegnung mehr, sondern Familie. Darum sagen wir auch oft, dass das, was uns verbindet, nicht einfach eine Freundschaft ist. Wir sind eigentlich Schwester. Wir haben uns erst mit 15 Jahren kennengelernt. Und ja, seither jeden Tag. Das erste Essen am Morgen und das letzte Essen am Abend.
- 4:05Und ja, über diese Zeit natürlich andere Begegnungen gemacht, neue Beziehungen gehabt. Aber zwischen uns ist es stabil geblieben, über die ganzen Jahre. So haben wir uns kennengelernt. Damals, weisst du nicht, eine Schule war schon oft gleich. Céline ist hier. Was hattest du da? Ich war in der Lehre. Und du warst im Sportgymnasium. Ich weiss nicht mehr, wie sie war. Sie war in der Lehre am PC und konnte von Swisscom aus gerade das SMS schreiben. Oh ja, das...
- 4:32Ich war in der Schule und habe die ganze Zeit gegessen und gegessen. Die Lehrerin stellte mich immer wieder raus, weil ich am Handy war. Dann war ich noch im Sportgebirge und du schon voll berufstätig. Oder schon in der Lehre. Mit einem Bein im Berufsfeld drin. Genau so haben wir uns kennengelernt. Und wie gesagt, ist die gemeinsame Schnittstelle geblieben. Rundherum hat sich das Umfeld verändert. Es sind neue Begegnungen dazugekommen. Aber das ist stabil geblieben. Und ja.
- 5:02Ihr habt jetzt die Lehre angesprochen. Was habt ihr für eine Ausbildung gemacht? Also ich habe das KV gemacht, ursprünglich. Bei der Tamedia habe ich die Lehre gemacht. KV mit BMS. Ich hatte eigentlich immer den Wunsch nach etwas Kreativem. Als ich auf Lehrstellensuche war, hatte ich einen kreativen Job. Ich als Grafikerin zeichne relativ gerne.
- 5:21Als Grafikerin, sogar als Bekleidungsschneiderin geschnuppert. Und dann habe ich irgendwie nicht das gefunden für mich. Und dann kommt die Vernunft. Oder vielleicht auch die Eltern, die sagen, mach doch einfach etwas Solides. Nein, gar nicht. Meine Eltern waren da sehr offen und ich hätte lernen können, was ich wollte. Aber ich habe dann für mich gemerkt,
- 5:42«Hey, bevor ich jetzt einfach etwas lerne, mache ich wirklich etwas Solides.» «Hamedia», muss man sagen, war eine Lehrstelle, bei der du trotz des KVs sehr kreativ sein konntest. Genau. Es ist ja ein sehr kreatives Umfeld bei Hamedia. Absolut. Sehr kreative Branche, genau. Total. Ich habe das KV mit BMS gemacht.
- 6:03Ich habe früher leidenschaftlich Eiskunstlauf gemacht und habe deshalb das Glück, in eine Sportschule zu gehen. Sportgymie? Ist das das, was du vorhin gesagt hast? Genau. Ich war zuerst in der Sportsecke, dann in der Sportgymie und dann habe ich aber die Matura in der FMS abgeschlossen, weil ich dann leider so aufhören musste mit Eiskunstlauf. Aber es ist voll okay, jetzt habe ich eine neue Passion gefunden.
- 6:21Genau, ich habe dann zuerst Kommunikation studiert und auch als Studiumsbegleitende auf der Bank gearbeitet. Ich merkte dann, dass wir eine grosse Passion für das Interior Design haben und habe dann noch zwei Ausbildungen nach dem Studium gemacht im Interior Design.
- 6:42Du hast nachher noch Weiterbildung gemacht im Integrationsamt. Genau, bis 30 bin ich immer wieder in der Schule gewesen. Wir lernen es ja aus. Eine Lebensschule. Wir lernen es aus. Mega spannend mit dem Eiskunstlauf. Wie lange hast du das aktiv gemacht?
- 6:56Ich habe mit drei angefangen. Wow. Ich habe das recht intensiv gemacht bis etwa 16. Und dann einfach verletzungsbedingt. Was für eine Verletzung? Ich hatte jemals chronische Knochenhaut, einen Zähnenscheidenentzündung, eine Patellaverkrümmung an den Knien, jemals ein Rückenproblem. Also ja, ich habe keinen Abnutzungssport.
- 7:13Eine richtige Pathologie. Ja, genau. Aber es war eine mega coole Zeit, ich habe es mega genossen. Aber früher oder später hätte ich auch den Weg in die Brauswelt machen müssen. Und dann bin ich halt doch keine Eisprinzessin geworden, sondern jetzt halt ein Tierdesignerin. Einfach nur noch Prinzessin. Nur noch Prinzessin. Nur noch Prinzessin. Aber du hast immer noch gerne Eiskunst gelaufen, privat.
- 7:36Ja, ich hatte nach dem, als ich meine Karriere beenden musste, mega lange Mühe. Ich habe das 26 Stunden in der Woche gemacht, neben der Schule. Es war sehr intensiv. Und dann fällt halt ein mega grosser Brücken weg, auch von der Identität. Es war eigentlich der Lebensinhalt. Wenn das wegfällt, ist es schon herausfordernd, zu merken, es fällt jetzt weg. Man hat nicht mehr das gleiche Gesprächsthema.
- 8:03Neuerfinden. Ja genau, du musst dich wieder ein wenig neu finden. Und die 16 ist halt... Ich glaube, du bist kein Mädchen mehr, bist aber noch keine Frau, bist dann so ein wenig zwischen dir. Aber es ist eigentlich eine gute Zeit, um die Karte neu zu legen und zu schauen, in welche Richtung es gehen könnte. Und ja...
- 8:20Wann kam der erste Impuls von einem Interior Design, dass dir das wirklich gefällt, dass du dafür eine Passion hast? Oder ein Auge dafür hast? Wahrscheinlich beginnt es mit dem, dass dir die Sachen gefallen. Ja. Ich glaube, ganz initial hat das angefangen, als meine Eltern ein Blumengeschäft hatten. Ich war als Kind oft in diesem Blumengeschäft. Ich machte dort meine Aufzüge. Wenn ich nicht auf dem Eis war, war ich dort. Meine Mutter ist schon sehr ein Ästhet.
- 8:48Ich denke, sie hat mir das sehr auf den Weg mitgegeben. Meine Eltern haben auch... Ich sage jetzt, meine Mutter hatte sehr viel Freude, unser Zuhause immer mal wieder umzustellen. Und ja, ich glaube, als wir das erste Mal beide auszogen sind von zuhause und eigentlich ein bisschen selber haben verwüten dürfen, weil vorher war es natürlich so, dass die Mutter es schön gemacht hat, aber man würde es vielleicht nochmal selber ein bisschen anders machen und sich dann mit diesem Thema wirklich anfangen auseinanderzusetzen, habe ich das Gefühl, als wir beide auszogen sind jeweils von zuhause. Ja.
- 9:16Und Noemi war die erste, sie war die erste ausgesagt. Ich war ja noch Studentin. Wie ging es dir? Wo wuchsst du auf? In Walisälen in Dietligen. Aber du hast vorgemacht, dass du Eiskunstlauf machst?
- 9:29Im Eisleben gibt es nicht so viele Eiszeiten wie die Hockeyspieler. Darum war ich zuerst in zwei Clubs in Klothe und Walliselle. Dann habe ich gewechselt auf die Ueberdorfer und die Older. Ich war in zwei Clubs Mitglied, damit ich möglichst viel aufs Eis halten kann. Aber auch in dieser Region.
- 9:49Du hast ja schon früher mit Zeichnen und Kleidern entdeckt, dass eine kreative Ader vorhanden ist. Wann hat es bei dir angefangen, dass dir auch Räume zusagen? Man muss vielleicht auch sagen, ich habe auch eine kreative Ader. Bei Noelin ist aber die Kreation schon die Zählin. Ich bin eigentlich voll der Admin. Ah wirklich? Ja, voll langweilig geworden. Ich hätte doch nicht das KV machen sollen. Nein.
- 10:17Ich bin sehr froh. Nein, mein beruflicher Werdegang ist dann tatsächlich gleich ein kleiner administrativer Richtegang. Ich habe bei der Tamedia die Lehre gemacht, wie gesagt, bin dann aber nachher im Immobiliensektor gerade nach der Lehre
- 10:33und habe dort ganz lange Direktionsassistenz gemacht, also Assistenzrollen angenommen, die ich einfach sehr viel übernehmen konnte als Assistentin, je nachdem, in welchem Berufsumfeld du arbeitest.
- 10:48Da kann man sehr fest mitwalten. Und habe mich dann auf dieser Ebene weitergebildet. Ich habe Direktionsassistentin gemacht, Office-Management-Ausbildung, Change-Management-Ausbildung. Und bin darum schon mehr in administrative Ecken abgerutscht. Kreativ ist bei mir an den Rand gerutscht. Es war mehr ein Hobby. Ich mache es heute noch gerne, ab und zu mal etwas zeichnen, kreativ sein.
- 11:11Aber eigentlich ist Noeline Zellin die Kreative und ich der Büro-Gummi. Was ja in dieser Konstellation passt. Das ist ja auch das, was wir dann angefangen haben zu merken. Wir haben beide eine Leidenschaft für die Arbeit.
- 11:26für Design, wir haben beide eine Leidenschaft für Ästhetik, für Schönes, für das kreative Sein. Wir haben aber auch ganz klar unsere Synergien. Ich kann den ganzen Admin-Teil sehr gut abdecken und Céline ist halt wirklich die Kreative. Das war auch der Grund, warum wir uns dann entschieden haben, dass sie sich auf das Kreative fokussiert und sie sich auf diesen Bereich weiterbildet hat.
- 11:45und ich mich da etwas herausnehme. Der Fakt, dass ich mich selbst auch dafür interessiere, hilft natürlich auch, wenn man Konzeptionen gegenseitig challenged oder sie mich um meine Meinung fragt, hilft es, dass man nicht ganz fernab ist von dieser Materie. Aber sie ist eigentlich schon... Ganz früher haben wir immer gesagt, sie ist so «the heart» und ich «the brain», von dem sie mich wegkommt, aber es ist eigentlich so. Sie ist das Herz von Euline und ich bin der Kopf.
- 12:14Ich verstehe das total und eigentlich haben wir ein riesiges Glück, dass es geklappt hat. Als ich das Geschäft gegründet habe, war es bei mir so, dass ich eben auch gar nicht so der Admin war. Ja. Es ist gar nicht mehr so. Also auch nicht mehr so hart. Ja, wohl. Eben eher... ... umsetzen, machen, hinter dem Bürotisch sitzen und die ganzen Sachen. Das ist nicht so meins. Und deshalb hat es bei uns erst richtig angefangen zu laufen, als dann auch Jenny gekommen ist. Weil sie kann wirklich organisieren. Sie rettet mir das Leben. Ich sage ihr danke vielmals Jenny, 16 Mal am Tag.
- 12:43ohne sie würde ich versinken. Das ist bei mir auch so. Eben, man braucht das ja wie. Und ihr könnt euch wie gegenseitig unterstützen, Synergien nutzen. Und ich glaube, das ist auch einer von den Erfolgsfaktoren, die ihr da mitgebracht habt. Das sagen wir im Fall auch mega oft. Ich glaube, es ist...
- 13:01Die Leute fragen uns oft, wie es ist, mit einer besten Freundin ein Business zu haben. Ich glaube, es war eine Herausforderung, weil du lernen musst, wenn es um den beruflichen Kontext geht, einen anderen Hut anzulegen.
- 13:17Wir mussten die Grenzen definieren, wann wir Freundinnen und wann Businesspartnerinnen sind. Logischerweise fliesst das auch immer in die andere Linie. Das kannst du nicht ganz separieren, obwohl wir ja auch nicht sind. Wir sind nicht eine andere Person, nur weil wir im Neuling-Kontext unterwegs sind. Aber wir mussten Grenzen setzen, damit die Freundschaft nicht zu kurz kommt.
- 13:40Die Gefahr ist gross, dass du nur noch über das Geschäft redest. Und wenn wir im geschäftlichen Kontext unterwegs sind, akzeptieren. Ich muss sagen, wir hatten als Freundinnen nie einen Konflikt. Und nicht, weil wir nicht bereit sind, Konflikte auszudiskutieren. Sondern weil es keine Basis für Konflikte gab. Oder nur ganz selten.
- 14:01Und in einem beruflichen Kontext hast du das halt. Es gibt Konflikte, es gibt Meinungsverschiedenheiten, es gibt, dass man nicht das Gleiche denkt und meint und sagt. Und wir mussten lernen, dass es nicht nur normal ist, sondern dass es gut ist, wenn das passiert. Und dort mussten wir lernen, andere Kommunikation zu akzeptieren. Weil wir reden anders, wenn wir beruflich unterwegs sind. Das ist tatsächlich so. Und das war schon eine Herausforderung, zu lernen...
- 14:30Wir sind jetzt nicht mehr nur Noemi und Selin. Es ist okay, wenn wir auf Noelin-Ebene auch mal Meinungsverschiedenheiten haben und lassen uns zusammen einen Konsens finden, wie es für uns beide wieder stimmt. Und das haben wir mega gut angebracht.
- 14:45Eigentlich ist das ein grosser Prozess, um das richtig hinzubringen. Wie hast du das empfunden? Wie ist es, dass sie das hinbringen, dass das auch richtig funktioniert mit dieser Kommunikation? Ja, ich glaube, der Vorteil ist, dass bei uns ein grosses Urvertrauen da ist. Ich glaube, das ist bei uns die Basis einerseits für die Freundschaft, andererseits für den Geschäftskontext, dass wir wissen, dass wir gegenseitig immer das Beste füreinander wollen.
- 15:08Alles, was mir gesagt wird, hat im Prinzip immer eine gute Intention. Wenn du es schaffst, das mit deiner besten Freundin zu haben, aber auch mit deinem Geschäftspartner, wo du weisst, dass die Konsequenzen nie... Wir wissen, wenn wir etwas sagen, das wir nicht gemeint haben oder die andere Person in diesem Moment verletzen könnte, die Konsequenz ist nie, dass unsere Freundschaft zerbricht.
- 15:34Wir haben beide das Urvertrauen, dass wir uns nicht aufgeben, egal welche Hürden es kommt. Es ist auch viel Respekt, wir schätzen uns sehr. Es ist eine Herausforderung, weil einem das Wohlbefinden des Gegenübers wichtig ist und man diese Person nicht verletzen möchte.
- 15:54Aber wir haben gelernt, wenn es so eine Situation gibt, dann weinen wir vielleicht mal. Dann nehmen wir uns wieder in die Arme und es ist wieder gut. Und dadurch wachsen wir. Ich glaube, was man schon sagen darf, ist, dass man in dieser Übergangsphase von jungen Frauen zu immer noch jungen Frauen, aber nicht ganz so jungen. Ein bisschen älteren Frauen.
- 16:19wo auch ein anderes Selbstbewusstsein entwickelt. Wir haben auch einen externen Coach beizogen, der mit uns einen Tag lang einen Workshop gemacht hat, wo jeder für sich aufschreiben konnte, was wichtig ist, wo wir hinwollen und vielleicht auch Gedanken anstösst, die wir uns im Alltag gar nicht überlegen. Wir sind so in unserem
- 16:38funktionierenden Kosmos, dass manchmal Impulse von aussen gut sind. Ich glaube, wir können das beide sehr gut annehmen. Wir wissen, dass wir beide sehr offen sind für Feedback. Darum hat das gut funktioniert. Ich glaube, das Schwierigste ist das Ansprechen. «He, ist alles okay?» Das ist für uns beide immer noch ein schwieriger Moment, um etwas zu sagen.
- 17:03Ja, man hätte sich das vielleicht anders vorgestellt. Und dann reden wir darüber und dann haben wir es super schnell aus der Werkstatt und sind wir mega froh, dass wir darüber gesprochen haben. Haben wir gerade ein Beispiel? Wenn schon. Es hat tatsächlich schon lange... Ich weiss noch, wo wir... Wir haben Neulind gegründet zu einem Zeitpunkt, wo wir schon viele Jahre befreundet waren. Das heisst, es war schon ein sehr gutes Fundamental. Wir haben Neulind vor ein paar Jahren gegründet. Wann habt ihr gegründet? Vor etwa sieben Jahren.
- 17:31Und vor sieben Jahren war das eine Einzelfirma, die noch gründet hat? Eine Kollektivgesellschaft haben wir gegründet. Eine Kollektivgesellschaft, okay. Das gründete ursprünglich, genau. Aber im Fall damals mega aus Jux. Also weisst du, es war so, ich komme, lass mal machen und so. Und es war dann ein mega langer Hobby. Wir haben es eigentlich vor allem für Freunde dekoriert und gemacht. Eben, Celine hat ja, um nochmal zurückzukommen, wie das Ganze entstanden ist, es ist entstanden durch unsere ersten eigenen Wohnungen, wo wir gemerkt haben, also auch...
- 17:53Und dann haben wir die Firma gegründet. Ich vergesse nie mehr den Tag. Wir sind bei Céline in der Wohnung und haben gesagt, wieso nicht?
- 18:07Machen wir einfach. Und dann habe ich, als sie in der Schule war, einfach mal ein Logo designt. Das ist ihre Geschichte. Voll geil, komm, das nehmen wir. Das erste Logo hier zu zeigen. Eine Woche darauf haben wir eine Webseite gemacht, haben sie einfach mal erstellt und dann sind wir ins Glatte. Und ich weiss noch, wie Selin mir sagt, «Shit, Noemi, die Webseite ist online.»
- 18:27Wir waren zwei Pikte nach Hause gefahren, als ob sich irgendjemand für diese Website interessiert hätte. Aber da sind wir schon. Wir sind etwa 23 Jahre alt. Nein, etwas älter.
- 18:44Und dann wieder nach Hause gefahren und die Webseite wieder offline gestellt, weil man das Gefühl hatte, und heute lachen wir darüber, keiner wäre draufgekommen. Das wäre ich gewesen, aber du weisst, warum auch. Genau, aber wie bin ich jetzt auf das gekommen? Ah, wegen dem... Genau, und danach haben wir die Firma gegründet. Am Anfang wirklich mehr so hobbymässig, neben Pi noch gar nicht. Wie habt ihr das gemacht? Seid ihr online angeguckt, wie gründe ich eine Firma?
- 19:08Ja, und dann haben wir einfach mal eine Kollektivgesellschaft gewinnen lassen. Man muss auch sagen, uns ist es sehr wichtig, dass alles sauber aufgelegt ist, weil wir sonst auch nicht ruhig schlafen. Wir hatten von Anfang an ein sauberes Konstrukt, Firmenkonstrukt, alles sauber aufgelegt. Und dann war das ganz lange nebenbei. Wir haben uns zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht genau überlegt,
- 19:33Wo soll es hin? Wir haben zwar schon bevor Noeline die Idee gab, immer schon gesagt, also schon als wir uns mit 16, 15 Jahren kennengelernt haben, irgendwann mal zusammen ein Business machen, wäre schon noch geil. Haben aber nicht genau gewusst, was. Und dann ist das entstanden. Und dann war es wie gesagt recht lange so ein bisschen eben piekse. Und in dieser Zeit würde ich sagen, haben wir mehr eigentlich noch an unserer Freundschaft gearbeitet, als am Business. Und dann kam aber irgendwann der Zeitpunkt, wo mehr Projekte gekommen sind, es sind mehr Aufträge gekommen. Und dann gab es schon mal so einen Moment, wo ich das Gefühl hatte,
- 20:01hat es mehr Angriffsfläche zwischen uns gegeben. Zwischenmenschlich. Genau. Also mehr, weil wir dann vielleicht auch das erste Mal mit Problemen konfrontiert wurden. Probleme im Sinne von, dann laufen vielleicht mal bei einem Kunden Sachen nicht so rund. Und dann... Oder man ist noch nicht so eingespielt als Team. Ich kann mich an eine Szene erinnern, und du weisst von welcher. Ich weiss, wenn ich das jetzt finde.
- 20:29als wir bei einem Kunden waren. Es ging darum, den Raum zu vermessen. So klar bei uns die Rollenteilung ist, so unklar ist sie teilweise auch.
- 20:42Niemand fühlte sich in der Verantwortung, den Meter rauszunehmen und den Raum auszuwässern. Selin war dann ein bisschen gestresst und sagte so «Ja, miss jetzt mal die Form.» In einem Ton, der nicht Selin ist. Und ich war dann so «Hä?» «Hä?» «Wie redest du mit mir?» Und dort war dann wirklich so «Hu!» Die Form kommt. Nein, Kundin war nicht da. Kundin war nicht da. Ein paar Handwerker, aber die sind sich da umgegangen. Ich muss sagen, es ist...
- 21:10Es war mega unangenehm in diesem Moment, glaube ich, für uns beide. Aber es ist mega... Schau allein, der Fakt ist, dass es vor etwa fünf Jahren war. Und wir wissen es immer noch. Dass wir noch daran denken... Aber das sind die Beispiele. Eben, eigentlich kannst du sagen, wenn man sich an so etwas erinnert, wie wenig es sonst gegeben hat. Genau. Aber auch dieser Moment war gut für uns, weil wir haben...
- 21:30Es wurde uns klar, dass wir Strukturen brauchen. Es muss klar sein, wer für was zuständig ist. Und wir haben uns auch klar gemacht, dass es uns stört, wenn wir so miteinander reden. Wir wollen gar nicht ein Hierarchieverhältnis haben, sondern wir sind auf Augenhöhe. Man darf etwas vom Gegenüber fordern, aber immer mit dem nötigen Anstand. Das hat gut getan, weil wir auch wieder sagen konnten,
- 21:53und lassen uns das das nächste Mal anders machen. Wir sind sowieso so, wir machen etwas einmal und es bleibt so hängen. Wir schmunzeln dann jedes Mal, wenn wir bei einem Kunden sind und es ums Ausmessen geht. Bis heute noch. Schmunzeln wir immer. Und das waren schon die Herausforderungen im Sinne von... Die Herausforderungen waren nie, was wir wollen. Weil das haben wir irgendwie immer...
- 22:19Da hatten wir sehr früh die gleichen Ambitionen. Mal etwas mehr, mal etwas weniger, weil ich in den Mut gefehlt habe. Aber mehr das Kommunizieren auf einer anderen Ebene. Oder auch im Stress vielleicht. In einer Freundschaft hast du ja in der Regel keine stressigen Situationen, ausser bei einem Reise- und Verpassungs- ...
- 22:38Oder ein Schläuger oder keine Ahnung was. Aber das mehr. Der Druck von aussen, den wir lernen mussten. Wie reden wir dann miteinander? Ich möchte noch etwas zurückspülen. Und zwar, ihr habt, du hast es erzählt, ihr habt gegründet vor gut sieben Jahren. Also im 18. Im 17. Ihr habt im 17. gegründet? Ja, ungefähr. Der erste Auftrag, der reinkam,
- 23:03Weisst du, euer erster Auftrag und wie hat sich das angefühlt, euer erster Auftrag als Firma? Nicht als einfach eine Kollegin, die mega cool für die Kollegen etwas macht, sondern als Unternehmerin. Der erste offizielle Auftrag.
- 23:18«Hey, du fragst jetzt etwas, hätten wir noch mal in die Bücher müssen.» «Warte, lass uns überlegen. Man muss auch sagen, dort hatten wir noch kein Buchhaltungstool, Offerten haben wir einfach von Hand gemacht. Im Word.» «Ich weiss es nicht mehr im Fall.» «Ich weiss es auch nicht mehr.» «Also sicher hat es sich aufregend angefühlt, auch wenn wir nicht mehr wissen wollten, dass es so war. Ich glaube, die Terrassenwohnung war in Unterengsträngen.»
- 23:42Wo man das blaue Konzept... Wir erinnern uns an Konzepte. Weisst du welches? Das war sicher eines der ersten. Man muss vielleicht auch sagen, weil du gesagt hast, dass das nicht einer war, der über Freunde kam. Das war sicher einer der ersten Aufträge, der einfach über Webseiten kam. Genau, vielleicht eine anschliessende Frage. Wie geht ihr eure Kunden an? Natürlich über Kollegen, spricht sich um, aber wie geht es dann weiter?
- 24:08Haben wir Werbungen geschaltet? Wie sind ihr dem Ganze angegangen? Weil ich glaube, es ist mega spannend für andere, die sehen, ich möchte jetzt etwas gründen, ich habe eine Idee. Ich habe ein paar Kollegen, die würden jetzt meine Arbeit zwar erwerben, aber was ist dann außerhalb von diesen Kollegen?
- 24:31Man muss sagen, wir haben das Glück, dass wir ein sehr gutes Netzwerk haben. Wir waren früher viel unterwegs. Wir kennen viele Leute, die aufgrund ihrer Sportkarriere sehr viele Leute kennen. Das waren so Toursprünge, wie du gesagt hast, das Netzwerk. Weiterempfehlungen von Freunden und so. Dann gibt es logischerweise den Kanal von unserer Webseite, wo aber...
- 24:57nicht unbedingt viel darüber kommen, ausser wir werden jemandem empfohlen und er kommt über unsere Webseite. Stand heute ist wirklich viel Social Media. Es kommen viele Kunden über Social Media, aber ganz oft sind es trotzdem Leute, die über irgendjemanden kennen, die uns kennen. Viele weitere Empfehlungen. Sehr, sehr viele weitere Empfehlungen. Und das ist natürlich ein Glück für uns. Wir sagen immer, die Kunden, die über weitere Empfehlungen kommen, sind... Gold wert. Gold wert, absolut. Gold wert.
- 25:23Und er spricht für eure Arbeit. Absolut. Es gibt uns die Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Unser höchstes Ziel ist immer, wir sind überzeugt, dass ein schönes Umfeld, wenn man sich in einem Zuhause bewegt, in dem man sich wohlfühlt, dass es einem dann besser geht.
- 25:40Und was gibt es Schöneres, wenn Kunden von ihren Erfahrungen erzählen und andere Leute dann sagen, hey, das möchte ich aber auch und uns dann kontaktieren. Ich glaube, ich meine, prinzipiell finden wir Marketing super relevant, aber wir haben es bis jetzt nicht gebraucht. Das ist vielleicht das falsche Wort, aber
- 25:58Wir haben gefunden, wir investieren lieber viel in die bestehenden Kundenbeziehungen, machen dort wirklich einen guten Job. Kundenpflege ist uns sehr wichtig. Wenn wir sehen, dass ein Kunde Geburtstag hat, gratulieren wir ihm zum Geburtstag, weil es uns aber auch wichtig ist. Wir fragen bei Gelegenheit auch nach, ob alles gut ist, ob man immer noch happy ist. Wir haben natürlich auch das Glück, dass wir teilweise Kunden haben, die wiederkehren können. Das ist natürlich bei Firmen erst recht ein Thema. Wir haben auch Firmenkunden.
- 26:25Die vielleicht zuerst sagen, dass sie einen Meetingraum machen können, dann kommen sie zu uns und sagen, dass sie noch eine Kantine machen können. Das ist natürlich super cool. Aber wir wissen, dass wir dort sicherlich noch Potenzial haben, um werbetechnisch noch etwas den Gang hochzuschalten. Aber wir sind auch noch zu zweit. Unsere Ressourcen sind auch etwas begrenzt. Wir müssen schauen, wo wir unsere Energie im Moment reinsetzen möchten. Wurden Sie immer zu zweit? Oder haben Sie auch schon versucht, mehr Leute grösser zu werden?
- 26:54Hey, wir haben diesen Gedanken schon durchgespielt, haben zum jetzigen Zeitpunkt aber sagen müssen, es ist A okay und B, glaube ich, wird es, wenn wir irgendwann wachsen wollen, schon auch noch eine Challenge, weil du kennst es ja so selber. Wenn du dein Business hast, hast du so klar deine Vorstellungen, wie etwas laufen soll, dass es jemand sein muss, der sich...
- 27:15die das gleiche Mindset hat wie wir. Und dort wollen wir uns auch einfach Zeit lassen. Und was man auch zum Thema Marketing sagen muss, vielleicht ist bei uns jetzt auch gerade ein grosser Meilenstein bei Noelin. Selin ist seit Anfangsjahr voll eingestiegen bei Noelin. Wir haben das lange Teilzeit gemacht. Und jetzt ist so der Schritt gekommen, dass wir gesagt haben, hey wir gehen jetzt all in und geben Vollgas, wie du es im Intro gesagt hast.
- 27:38Und seither verändert sich natürlich auch das. Bis jetzt mussten wir sehr bedacht mit der Zeit umgehen. Das Letzte, was wir wollten, war, dass wir einen Abstrich bei der Qualität des Kunden machen. Weil wir uns verheizen mit zu vielen Aufträgen. Darum haben wir immer gesagt, wir wollen den Kunden, die wir haben, das höchstmögliche Qualitätsniveau bieten. Weil das sind auch einfach wir. Das ist unsere Ansprache. Und weil wir finden, das ist eine Dienstleistung, die
- 28:08ein gewisses Qualitätsniveau braucht. Darum haben wir gesagt, wir wollen uns nicht verheizen. Jetzt ist die Situation etwas anders. Wir haben die zeitlichen Ressourcen seit Anfang des Jahres fast verdoppelt. Was natürlich dazu führt, dass wir jetzt Luft haben. Jetzt kommt genau das, was wir sagen müssen. Jetzt müssen wir Werbung machen, jetzt müssen wir in Marketing investieren.
- 28:28Und das ist wieder, da schliesst sich der Kreis wieder. Céline hat einen Background im Marketing. Wir sind gut aufgestellt. Sie hat Marketingkommunikation studiert. Wir sind sehr gut aufgestellt. Und das ist, da müssen wir uns immer wieder sagen, da haben wir mega viel Potenzial. Super, mega gut. Und du hast vorhin angesprochen, es gibt immer wieder kehrende Kunden an. Und das ist oftmals bei Geschäftskunden so. Aber ich denke, habt ihr mit Geschäftskunden angefangen? Wahrscheinlich nicht. Wahrscheinlich waren es mehr Privatkunden. Eigentlich nur ausschliesslich Privatkunden. Also...
- 28:58Beides ein bisschen. Wir hatten auch, als wir begannen, einen eigentlichen Geschäftskunden, der aber eine Freundin von uns war. Aber das Projekt, das wir für sie gemacht haben, war auch eher geschäftlich. Aber nein, wir haben schon mit Privat begonnen. Also mit Privat begonnen. Was ist jetzt die Ratio Privat und Geschäftskunde?
- 29:23Ja, ungefähr. Ja, etwa 60, 40. 60 was? Ja, 60 Privat. 60 Privat? Ja, und etwa 40 Firmenkunden. Der Umfang ist natürlich ganz anders. Es kommt immer ein bisschen darauf an, vom Volumen der Anzahl der Kunden sind es mehr Privatkunden. Aber die Geschäftskunden haben natürlich oftmals noch das grössere Budget und noch die grösseren Veränderungen, die es mit sich zieht. Aber wir machen beides super gerne. Wir finden beides mega cool. Es ist auch beides mega spannend. Ja, genau.
- 29:52Die initiale Idee entstand mit «Privat». Dann sagte jemand, dass wir nicht mehr in unserer Firma vorbeikommen könnten. Auch das ist organisch gewachsen. Wie eigentlich alles bei uns. Wo glaubst du, könnt ihr euch kreativ besser ausleben? Bei «Privat» oder bei «Geschäftskunden»?
- 30:08Ich glaube, bei den Privatkunden ist es so, dass du dort drin wohnst und die Umgebung, in der du wohnst, hat andere Ansprüche als dort, wo du arbeitest oder an der Kantine. Wenn es rein ums Visuelle geht, ums Kreative, kann man natürlich im Geschäftsgewerbe viel kreativer sein. Du kannst mit viel mehr Farben spielen.
- 30:32ein sehr buntes Zimmer empfehlen. Wenn du schlafen gehst, möchtest du ja oben und unten kommen. Du möchtest ruhigen Schlaf haben, ruhige Töne. In einer Geschäftsumgebung kannst du natürlich einiges kreativer sein. Aber wir machen nichtsdestotrotz beides sehr gerne. Ich finde es auch cool, zwischen den beiden ein klassisches, cleanes Konzept zu machen. Es ist wirklich beides toll.
- 30:56Was natürlich mega cool ist, wenn einer von uns nach unten ist, das Hallenstadion, dort haben wir auch schon ein paar Sachen machen dürfen. Dort kann es wirklich ein bisschen ausgefallener sein, weil es ist eine Event-Location. Die Leute gehen dorthin, um Spass zu haben, um die Ecke zu geniessen. Das ist mega cool, wenn du dort eine Spielwiese hast, wo du...
- 31:16ja, auch noch ein bisschen eine andere Erlebniswelt schaffen kann. Wohingegen eben immer nicht zu Hause geht. Es geht darum, eine ruhige, gemütliche... Es ist wie ein anderes Ziel, eine andere Gegebenheit, aber es macht unseren Job halt mega spannend und vielseitig. Es ist lustig, dass du das Hallenstadion ansprichst, weil, und da muss ich einige Jahre zurückgehen, denn wir kennen uns von früher. Früher haben wir uns ein bisschen geschützt miteinander. Ich weiss nicht mehr, von wo. Ich glaube, Nettlock. Nettlock, Nettlock-Zeiten.
- 31:45Ja, ich glaube nicht. Und dann haben wir uns ja 1500 Jahre nicht mehr gehört. Und wir haben uns ja nie gesehen. Wir haben nur immer miteinander geschrieben. Krass, wir waren Brieffreunde. Wir waren Brieffreunde, genau. Dann haben wir uns 1500 Jahre nicht mehr gehört. Und dann habe ich, glaube ich, dich im Auto gesehen. Mit dem neuen Auto.
- 32:07Ja, aber ich weiss auch nicht mehr, wo. Auf der Überlandstrasse? Ja, ich glaube, hier unten. Ich bin auf den Geschäft gegangen und ich war schon da. Das war 2020. Dann hatten wir das erste Mal wieder Kontakt. Dann hast du erzählt, eben Noeline und hier. Wann war das mit dem Hallenstadion? In dieser Zeit? Ungefähr, glaube ich. Wann hatten wir den ersten Auftrag? Drei Jahre etwa.
- 32:30Nein, das war vor drei Jahren. Ein bisschen später? Ja. Da hast du ja eh noch gewicht. Ja, die Zeit der Arme. Okay, und dann dachte ich mir, krass, die haben jetzt einfach einen Brand gegründet in einem Hallenstadion. How cool is that? Jetzt sag ich, wie es uns ging, als wir in diesem Hallenstadion reingestanden sind. Wie hat das angefangen mit dem Hallenstadion und was macht ihr dort genau?
- 32:54Beim Hallenstadion kam die Anfrage rein, dass sie ihre Logen, sie haben ja so VIP-Logen, die man mieten kann. 12 Stück sind es, glaube ich. Die, die oben sind? Genau. Ja. Und dort haben sie sich einfach zum Ziel genommen, gewisse von denen ein bisschen
- 33:10zu verschönern und dort haben wir die Gelegenheit bekommen, unsere eigene Noelin-VIP-Loge zu designen. Und diese heisst auch immer noch Noelin-Loge, man kann diese mieten. Wirklich? Ja, da sind wir sehr schuldig drauf. Und das ist für uns natürlich etwas Megacooles. Darf ich die auch mieten? Hey, wir dürfen sie mieten, wenn wir sie mieten wollen. Wir können mal ein Event machen.
- 33:30Wie viele Leute haben jetzt so einen Logenplatz? Zwölf. Es hat zwölf Logen, die zwölf Leute in den Platz haben. Es sind zwölf Logen. Ich erzähle, sorry Hallenstadion. Wir haben nicht alle zwölf machen können, darum müssen wir es nicht sagen. So ist dann das entstanden. Nachher hat es Folgeaufträge gegeben. Wir konnten noch andere Sachen machen. Das Hallenstadion ist für uns Wir sind an dem Tag, an dem wir das erste Mal dort waren,
- 33:59ist uns bewusst geworden, wie gross das ist und wie gross das werden kann. Wir kennen es alle, du fängst mal ein bisschen an und dann fängst du Step by Step an zu wachsen. Und uns war das Wachstum ganz lange gar nicht so bewusst. Und das sind dann halt so Meilensteinereignisse, wo du merkst, okay. Und dann fängst du langsam an, deinen Rucksack zu füllen und fängst an zu merken, hey, okay,
- 34:21Wir kommen weg von diesem initialen ... Weil ursprünglich wäre die Idee mehr so ein Dekoservice gewesen. Vielleicht müssen wir auch noch schnell sagen, ursprünglich war ja die Idee, ich weiss nicht, kennst du Outfittery? Ja. Oder Zalando hatte auch mal so etwas, wo du ... Ja, etwas zusammenstellen. Genau, ein Outfit und dann schicken sie dir ein Päckchen dazu. Wir sagten, so etwas braucht es für das Thema Wohnen. Du musst ein Formular ausfüllen und jemand macht dir ein Konzept. Das gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht in dieser Form. Sehr digital halt. Und gibt es das jetzt?
- 34:49Jetzt gibt es halt einfach Möbelhäuser, die dir so digitale Services anbieten. Und dann ist ursprünglich, sind wir sehr, sehr digital gewesen. Das heisst, ein Kunde hat uns einen Fragebogen ausgefüllt, hat uns auch die Stillrichtungen gefallen, ob mir die Farben gefallen, ob mir diese Möbel bleiben müssen, diese Möbel können neu kommen. Und anhand von dem haben wir ein Konzept erstellt auf
- 35:08Also einfach ein digitales Konzept. Das ist dann heute immer noch so. Heute haben wir logischerweise viel, viel mehr persönliche Interaktionen mit den Kunden, weil einfach die Projekte viel grösser geworden sind und wir im Verlauf der Zeit auch gemerkt haben, dass das nur digital gar nicht funktioniert, weil es halt ein viel zu persönliches Thema ist. Schwone. Genau. Es gibt fast nichts Persönliches wie das. Wir sagen auch immer, uns ist es ganz wichtig, dass wir unsere Kunden kennen, weil nur, also kennen...
- 35:36Im Rahmen der Möglichkeiten, die du kennenlernen kannst. Aber damit wir den Nied und die Bedürfnisse, die wir abholen können, müssen wir sehen, wer steckt dahinter. Und das ist für uns wichtig. Darum sagen wir auch immer, selbst wenn wir zum Thema Wachstum Mitarbeiter anstellen, wir haben immer gesagt, uns ist es aber so wichtig, dass wir beim Kunden bleiben können.
- 35:58Wir repräsentieren unsere Firma. Und wir wollen mit gutem Gewissen Konzept abgeben, wo wir sagen, wir haben uns wirklich mit dir und deiner Person auseinandergesetzt.
- 36:07Genau, das ist auch etwas, also sprich, Kunden können euch anschieben und können mal ihre Ideen teilen. Und dann seid ihr wirklich mit dem Kunden hin, bis zum Fertigen, also bis dann alles steht und aufgestellt ist oder montiert, gebaut ist, etc. Also ihr seid eigentlich komplett beim Kunden. Wir sind ein Sparing-Partner. Ja, mega. Also wir sagen auch immer, hey,
- 36:30Wir sind wie an deiner Seite, egal was während des Prozesses kommt. Es beginnt meistens so, dass uns jemand kontaktiert und sagt, «Hey, ich bin nicht so zufrieden mit meiner Stube. Oder ich ziehe ein Komplett um. Oder ich baue ein Haus. Ich brauche auch Materialien für Küche, Badezimmer.»
- 36:45Das machen wir auch. Wir sind sehr breit aufgestellt mittlerweile. Wir arbeiten auch mit sehr vielen Handwerksbetrieben zusammen, um eine Realisation zu machen. Dann holen wir die Bedürfnisse ab. Der Ersttermin ist immer kostenlos und unverbindlich bei uns. Dass wir merken, dass es das matcht. Du musst dich auch wohlfühlen mit der Person, die dich zu Hause richtet. Du musst auch ein gutes Gefühl haben und sagen, dass die Person sympathisch ist und versteht, was ich möchte.
- 37:12Dann geben wir reiche Kostindikationen, damit die Kunden wissen, in welchem Umfang wir uns bewegen. Wir haben initial mal versucht, Packages zu machen, Pauschallösungen, aber das funktioniert einfach nicht, weil die Bedürfnisse so unterschiedlich sind. Gewisse haben schon 70% und brauchen nur noch 30%, andere fangen bei null an, wollen alles alten Loswert.
- 37:35komplett individuell. Und dann fängt der ganze Prozess an, dass wir das Konzept machen, dass wir es präsentieren, dass wir es überarbeiten, nochmal präsentieren. Und dann zum Zeitpunkt X sagt der Kunde, okay, jetzt bin ich happy, dann bestellen wir alles zu uns ins Lager, liefern es am Tag Y aus und bauen alles auf und stellen wirklich jedes Kerzchen dort hin, wo es sollte. Und der Kunde kann dann eigentlich heimkommen und sein neues Zuhause geniessen. Von diesem ganzen Prozess, den du jetzt aufgezählt hast, was ist dir am meisten Spass gemacht?
- 38:05Uff, also wir oder... Ach so, bei dir wüsste ich wahrscheinlich auch. Bei dir? Ja, also es ist mega schwierig, weil ich finde, jeder Prozessschritt hat seinen Charme, ehrlicherweise. Also ich glaube, das Briefing ist mega cool, weil dort lernen wir den Kunden kennen, wir lernen ihn ein bisschen lesen, was ihm wichtig ist. Teils erzählen sie uns auch Geschichten über einen Tisch, der jetzt mitgezügelt werden soll, weil er irgendwie schon von der Grossmutter ist.
- 38:33Auch das ist ein schöner Teil. Die Konzeptarbeit ist dann, wo ich in meinen Tunnel falle. Wo ich mich voll und ganz dem widme und dann auch ein paar Stunden nicht mehr aus dem Handy bin. Und nicht mehr erreichbar bin. Und einfach in meinen Tunnel bin. Das ist für mich fast ein meditativer Prozess. Man setzt sich dann sehr mit dem auseinander.
- 38:55Da kommt dann auch der Perfektionismus. «Ich habe einen Tisch gefunden, ich finde ihn gut, aber...» Das ist mega cool, denn dann sind es so kleine Nuancen, wo du anfängst auszubessern, bis du dann wirklich zufrieden bist. Und dann kommt eigentlich spätestens Noemi ihren Input, wenn ich schon mal ein wenig angefangen habe mit der Basis, dass ich immer eine Qualitätskontrolle mache. Dann besprechen wir das zusammen, dann gibt sie mir nochmals sehr viele Inputs, dann gehen wir nochmals darüber,
- 39:21suchen wir zusammen. Und das finde ich auch ein Prozess, den ich mega geniesse, weil dann nochmal total neue Impulse kommen und auch ich gewiss gesagt habe, okay, es verhebt. Wir haben so eine Qualitätssicherung. Das ist etwas, das mir hilft, dann auch mit einem guten Gefühl an eine Kundenpräsentation zu gehen, wenn ich weiss, hey, okay,
- 39:41Ich kann dir noch immer sagen, es hat alles so seinen Platz. Das ist total schön. Und das Einrichten vor Ort ist auch mega cool, weil dort packen wir halt wirklich zusammen an. Und da siehst du dann wie ein fertiges Produkt zusammen. Ja, das ist wirklich cool. Wir packen zusammen Päckchen aus, wir schleppen zusammen. Es ist wirklich, als würden wir irgendwie gefühlt jedes Mal selber gemeinsam in eine Wohnung ziehen.
- 40:09Ich grüsse auch diesen Prozess. Der ist natürlich sehr anstrengend. Nochmals durch nachher. Ja, da trinken wir manchmal den ganzen Tag nichts. Wir essen den ganzen Tag nichts, weil wir einfach so im Fokus sind. Im Fokus und im Flow. Sind wir schweizweit unterwegs?
- 40:25Ja, also wir sind schon Kanton Zürich vor allem. Aber wir sind offen, wir hatten auch schon Kunden im St. Gallischen. Also die Schweiz können wir eigentlich gut abdecken. Man muss natürlich immer ein bisschen überlegen, weisst du, von den Anfahrtszweigen. Was macht es Sinn, bei grösseren Projekten, wenn du dann immer diese Chancen zurücklegen musst. Du musst einfach dich effizient planen. Aber ja, eigentlich Schweiz.
- 40:47Was ist ein Hindernis für einen Kunden, um überhaupt einen Tierdesigner anzufragen?
- 40:58Ganz fest ist schon noch das Thema Budget. Weil man sich einen Interior Designer, er hat oft so einen Innenarchitekt im Hinterkopf und das kostet natürlich. Das ist eine Dienstleistung, die kostet. Dort schrecken viele davon ab. Ich habe das Gefühl, es ist das. Oft ist es einfach so, dass sie finden, das kann ich auch selber machen, da brauche ich niemanden. Wir haben auch oft Kunden, die von dem ausgegangen sind und dann merken, dass es ihnen trotzdem nicht zuhört.
- 41:28Aber ich glaube schon, die grösste Hemmschwelle ist oft... ... das Budget. Ja, schon ein bisschen das Budget. Das ist schon ein wenig mein Druck. Ja, und ich glaube, dass es manchmal auch noch ein bisschen abstrakt ist. Und ich glaube, das ist auch etwas, was wir probieren, oder was wir für unsere Branding-Strategie schon ein wenig weiterverfolgen möchten, dass man wirklich versteht, was unsere Dienstleistung ist.
- 41:53Klar, es ist auf der Webseite, aber du weisst, wie es ist. Die Leute haben nicht immer Lust, zu lesen. Wir versuchen es auch sehr kurz und prägnant aufzuzeigen. Aber ich glaube, dass wir manchmal weinen. Es ist sehr abstrakt, es ist halt eine Dienstleistung. Oftmals fragen uns die Leute, mit welchen Branden sie zusammenarbeiten. Aber wenn ich unbedingt den Kleiderschrank von Ikea will, ist das auch okay. Ich glaube, es ist teilweise für gewisse Leute noch abstrakt, weil es sehr viel Konzeptionsarbeit dahinter ist.
- 42:22Und ich glaube meistens, wenn wir den Leuten das erklären, wie wir vor kurzem, dann ist ihnen völlig klar, was sie erwarten können. Und dann können sie entscheiden, ob das ein Mehrwert für mich ist oder nicht. Und ich glaube, das ist nebst dem Budget vielleicht noch eine erste Hürde. Dass man es nicht so greifen kann, in welchem Umfang.
- 42:45Wie Céline vorhin gesagt hat, sind wir sehr flexibel. Wir gehen sehr flexibel auf Kundenwünsche ein. Das ist der Grund, warum wir weggekommen sind von den Packagelösungen. Weil wir merken, dass es nicht funktioniert. Weil die Projekte, die Konzepte und die Ausgangslagen können so unterschiedlich sein, dass es natürlich... Es braucht eine gewisse Flexibilität. Und die wollen wir auch an den Tag legen. Das heisst, wir sagen immer, hey,
- 43:08Sag uns, was du gerne willst und wir finden den perfekten Weg für dich. Und davon sind wir auch nicht weg. Und das ist auch der Grund, warum wir uns nicht angefangen haben, zu fokussieren auf nur Geschäfts- oder Privatkunden, weil wir genau diese Flexibilität ja auch mega schätzen und geniessen. Unsere Projekte sind so unterschiedlich. Und das macht es für uns ja auch erst richtig spannend. Es ist immer wieder ein anderer Ansatz und andere
- 43:33Der Prozess ist immer der gleiche, aber du hast sehr viel Abwechslung und das macht es mega spannend. Du hast vorhin erzählt, dass du mehr im kreativen Prozess tätig bist. Was sind die Sachen, die deine Inspirationen herholen?
- 43:46Ja, auch mega viel auf Social Media. Und natürlich verbringen wir auch privat mega viel Zeit in diesen Möbelhäusern. Also es ist nicht nur klar, wenn wir für einen Kunden etwas suchen, dann gehen wir in diese Läden und schauen, was es dort hat, lassen uns dort sicherlich inspirieren. Aber ich glaube, Neumüh und ich schicken uns jeden Tag auf Instagram irgendwelche Reels, irgendwelche Sachen, die wir sehen, oder irgendwelche Innovationen. Weisst du, wenn es...
- 44:10um geschickte Staulösungen geht. Das hat ja auch vieles, klar, das Kreativ ist eins, und es ist ästhetisch, aber es soll ja auch praktisch sein. Und wir schicken uns, glaube ich, jeden Tag irgendein Reel oder ein Bild, wo wir einfach gesehen haben, jemand hat wieder eine coole neue Idee gehabt.
- 44:26Mit der Zeit siehst du halt so viel. Wir lesen auch viele Hefte, Magazine, Bücher. Wenn du Freude an einem Thema hast und dir etwas
- 44:44einfach selber gefällt und mir zuhause ist es so wichtig, dass ich ein schönes Umfeld habe, in dem ich mich wohlfühle, in dem sich meine Gäste wohlfühlen. Ich glaube, da musst du gar nicht so weit suchen. Klar, ja. Bei euch zuhause selbst, stellt ihr viel um und es gibt immer wieder neue Sachen.
- 45:03Ja, es ist halt dann eben... Ups! Es ist dann natürlich so ein bisschen Vernunft, wo man manchmal auch so ein bisschen... Ja, man muss so ein bisschen sagen, genau, hey, okay, also weisst du, irgendwo müssen wir ja schon ein bisschen vernünftig sein. Wir sind auch ein Fan davon, dass wir Sachen nachhaltig einsetzen. Wir sind überhaupt nicht die, die sagen, man soll auf jeden Trend aufspringen. Überhaupt nicht, weil man einfach...
- 45:25Die Umwelt ist uns wichtig, selbstverständlich. Wir möchten auch, dass die Kunden in Sachen investieren, die sie lange daran gefreut haben. Das ist natürlich bei uns selber auch so. Ich glaube, du kannst nicht Leuten etwas verkaufen oder ihnen etwas vorschlagen, das du selber nicht lebst. Und darum ja, klar, mir ist ein schönes Zuhause mega wichtig. Ich glaube, wir probieren immer und das machen wir auch bei uns. Wann hast du dich erst einmal umgestellt?
- 45:48Letzte Woche. Und vorher? Vorher lange nicht. Ja, vorher lange nicht. Vorher recht sicher ein Jahr. Ich muss sagen, bei mir ist das ganze Online-Shopping zum Beispiel, mache ich so viel weniger, seit ich Kundenbestellungen für unsere Kunden mache. Ja, mein Bedürfnis ist so aufwendig. Weil ich mache so viele Bestellungen für Kunden, dass ich gar keine Lust mehr habe, für mich selber Sachen zu bestellen. Bei mir ist es ein bisschen anders. Ich bin dort wirklich...
- 46:16gut bedient, aber nein, vorher hast du lange nicht. Vorher hast du wirklich lange nicht. Aber ich glaube, es ist schon so, wenn du natürlich viel auf Projekten bist, dann rückt dein eigenes ein bisschen in den Hintergrund. Im Sinne von, wenn du mal eine gute, solide Basis hast, musst du nicht mehr immer... Und zum Thema Nachhaltigkeit, das ist vielleicht auch etwas, wo wir... Das ist auch der Grund, warum wir Kunden sagen, wenn Möbel da sind, die wir in ein neues Konzept integrieren können, behalten wir es bei immer. Weil man auch findet, hey, auch weil Wohnen etwas sehr Persönliches ist, wie schon gesagt, und
- 46:46gewisse Möbelstücke, die vielleicht gewisse Historien haben im Leben unserer Kunden, die behalten wir bei. Insofern ist uns Nachhaltigkeit sehr wichtig. Wir würden dort nie einfach tabula rasa alles rausnehmen und alles wieder rein, ausser es ist einfach aufgrund des Alters der Möbel oder so. Aber sonst probieren wir immer einen guten Mittelweg zu finden aus Neuem und Altem.
- 47:10Okay, schön. Ich habe noch eine kurze Frage bezüglich Wandlung. Und zwar, ihr habt vor sieben Jahren gegründet, ihr habt dann gestartet, du hast ja vorhin angesprochen, nicht einmal ein Buchhaltungsprogramm habt ihr gehabt. Wie hat sich euer Arbeitsweis vor sechs, sieben Jahren zu letzter Woche verändert?
- 47:30Ich würde sagen, jetzt sind wir eine Firma. Damals waren wir es nicht. Wir sind einerseits menschlich und persönlich sehr gewachsen in den letzten Jahren. Ich glaube, man muss auch sagen, wir haben das Ganze gegründet zu einer Zeit, wo im Leben sowieso viel passiert. Wir waren 23, jetzt sind wir über 30. Es ist eh viel, was passiert. Ein halbes Jahr auf den Tag. Stimmt, ja. Auf den Tag ein halbes Jahr älter, genau. Ähm...
- 48:00Das heisst, wir sind persönlich sehr gewachsen und mit uns, mit auch unserer Firma. Wir haben gerade im letzten Jahr, als wir angefangen haben zu merken, dass Projekte grösser werden, dass Ansprüche dadurch auch andere werden, uns wirklich zum Ziel gesetzt, dass wir Strukturen brauchen. Vorher lief es sich ein wenig unstrukturiert, es hat ja auch funktioniert, das hilft natürlich, dass wir eine gute Kommunikation haben und so, aber
- 48:26Wir haben gemerkt, wir brauchen Strukturen, das bedeutet, wir brauchen eine Buchhaltung, wir brauchen ein Buchhaltungstool, wir brauchen eine Firmenanschrift, also und, und, und, und. Alles in die Themen. Genau. Stehst du in der Huppenhand? Nein, das haben wir wirklich gemerkt, wir brauchen Strukturen und heute sind wir wirklich, jetzt haben wir eine Firmenstruktur. Wir sind aufgebaut wie eine Firmenstruktur, wir könnten jetzt jemanden anstellen, ohne Probleme, weil die Struktur da ist. Und dann haben wir auch gemerkt, das brauchen wir,
- 48:56um uns auch in diesem Projektdschungel nicht zu verlieren. Es sind viele Projekte gekommen, da kann man nicht mehr so nebenbei und so. Sondern dann muss es Struktur haben. Auch weil eben, da kommt wieder unser Qualitätsanspruch. Die Angst, irgendetwas zu vergessen, die Angst, irgendwo einen Fehler zu machen, obwohl man auch das lernen musste. Fehler gehören dazu. Wir wachsen an jedem Fehler. Es passieren heute auch noch Fehler. Und wir nerven uns jedes Mal. Aber sie gehören einfach dazu.
- 49:25«Just again.» «Genau. Aber heute haben wir eine Firmenstruktur und das hat sich maßgeblich verändert. Wir machen keine Aufwertungen mit dem Wort.
- 49:36Okay. Ja, und ich glaube auch, dass du das Selbstvertrauen gewinnst mit der Zeit. Am Anfang hatten wir immer sehr viel Freude an dem Projekt. Das war es überhaupt nicht. Aber teilweise kamen Anfragen, wo wir dachten, trauen wir uns das zu? Also irgendwie haben uns unsere Kunden immer mehr zugetraut, als wir uns selbst. Anfänglich, ja. Anfänglich. Und wie Naomi gesagt hat, am Anfang haben wir einfach Deko gemacht. Und dann haben wir komplett Möblierungen gemacht. Dann haben wir noch neue Böden anfangen zu vorschlagen, neue Wandfarben.
- 50:05Klar, wenn es bauliche Sachen sind, haben wir immer einen Bauleiter. Uns ist Professionalität super wichtig. Also wir tun uns da auch an. Es ist ein Haftungsthema natürlich. Habt ihr nie selber einen Boden verlegt? Nein. Noch nicht? Nein. Wir wollen da selber nichts an die Wand. Uns ist da eben Korrektheit sicherlich sehr wichtig. Ich glaube, es hilft auch, dass wir den Background haben, auch mal in einem Angestelltenverhältnis gewesen zu sein.
- 50:30gelernt zu haben, sich an Regeln zu halten. Es gibt gewisse Normen und Strukturen, die man einhalten sollte. In diesem Rahmen bewegen wir uns. Ich glaube, das ist uns auch mega wichtig, dass wir hinter der Arbeit stehen können und dass wir dort einfach gut aufgestellt sind. Und ich glaube, mit der Zeit wächst auch das Selbstvertrauen. «Okay, dieses Projekt haben wir gemeistert, dann schaffen wir das auch noch.» Und wir haben einander. Und ich glaube, das ist etwas, das
- 51:00Wenn ich etwas strengere, sagt sie mir, dass sie es schon schaffen kann. Klar, es ist viel, aber wir haben noch dieses und jenes und das kommt schon gut. Ich glaube, das ist ein riesiges Geschenk, wenn du einfach weisst, dass du dich auf dein Gegenüber verlassen kannst. Das war bei unserer Entwicklung auch sehr relevant, uns an Sachen zu getrauen und zu sagen, dann machen wir das Projekt jetzt.
- 51:22Ich habe es vorhin angesprochen, du bist jetzt 100% bei «Nuelli» angestellt. Sprich, du hast nichts mehr nebenbei, was du machst. Wie hat sich dein Alltag durch das verändert? Oder, vielleicht noch als anschliessende Frage, wieso nach sieben Jahren? Seit wann bist du jetzt 100%? Seit Januar bin ich 100%. Seit Januar bist du 100%. Genau, davor war ich noch 60% angestellt. Okay. Was ist der ausschlaggebende Punkt, um zu sagen, jetzt «All in»?
- 51:51Ich glaube, das ist etwas, das die Neuen, die kommen, uns immer wieder gesagt haben. Eben, Neulin ist aus einer Leidenschaft entstanden, dass wir A, gemeinsam etwas machen möchten, zu einem Thema, an dem wir beide Freude haben, aber B, haben wir, oder ist es uns immer mega wichtig, organisch zu wachsen. Es ist mega einfach, wenn die Leute von aussen sagen, hey, jetzt machen wir das einfach, es kommt schon gut. Du musst wie selber an den Punkt kommen, wo du wirklich an das glaubst, dass es wirklich gut kommt und dass du das Vertrauen auch hast in das Business, dass das funktioniert. Und
- 52:21Ich glaube, das ist etwas, das wir immer wieder sagen. Wir haben auch ein Riesenglück, dass wir das gleiche Tempo haben. Wir haben die gleichen Werte, aber auch den gleichen Rhythmus und Tempo. Dass wir organisch in das können wachsen. Nach dem Studium habe ich zuerst auch 100% gearbeitet. Dann habe ich auf 80% reduziert, dann auf 60% reduziert. Ich habe nebenbei noch die IntelliDesign-Schulungen gemacht.
- 52:44Das war die letzten zwei Jahre so, dass ich keine Schule mehr hatte. Und zwei Jahre in denen 40% Noelin, 60% Angestellte waren. Es war einfach viel. Wir haben wirklich viel gearbeitet und wir waren beide als Angestellte sehr ambitioniert.
- 53:06Auch weil ich es nicht selbstverständlich finde, dass ein Arbeitgeber das unterstützt. Ich habe das natürlich auch offen geleitet. Sie natürlich auch. Dass du dort Vorgesetzte hast, die sagen, das ist okay, solange du deinen Job da sauber machst, dann gibst du dort noch mal 10% mehr auf dich, vielleicht 120%, wo du trotzdem schon dabei bist. Es war einfach ein Stretch, auf zwei Hochzeiten zu tanzen. Irgendwann habe ich...
- 53:34Ich habe immer wieder darüber gesprochen. Irgendwann sagte ich Noemi, ich wäre jetzt ready. Bei Noemi ist die Situation, dass sie noch die Mutter ist. Das wäre eine gute Frage. Sonst hätten wir das zusammen gemacht. Aber sie hat natürlich noch ein Geschenk,
- 53:52auch noch betreuen darf, was wichtig ist. Dementsprechend ist sie für mich gefühlt in ihrer Kapazität, die sie aufbringen kann, ist sie für mich 100% dabei. Wir haben die Entscheidung zusammen gefällt. Irgendwann haben wir einfach gesagt, komm, wir probieren das jetzt. Wir fanden, Ende Jahr ist ein schöner Zeitpunkt. Ich habe das auch relativ früh im Geschäft gesagt.
- 54:15dass ich auch meine Nachfolgerin einschaffen konnte, damit wir einfach mit einem guten Gefühl in das starten konnten, mit guten, positiven Vibes. Also mega schön, wie ihr voneinander redet. Ich finde das wirklich mega... Es ist so richtig herzlich, wie ihr miteinander umgeht. Ich finde das ganz toll. Wenn wir schon bei «herzig» sind, das ist eine ganz herzige Familie. Ein toller Mann, ein super süsses Kind. Wie ist das so Familie und...
- 54:43Unternehmerin gleichzeitig sein, wie kannst du das? Es war auch ein Prozess. Man muss auch sagen, bevor man da war, idealisiert man das auch immer ein bisschen. Wenn ein Kind sagt, ich nehme mich überall mit hin, kein Problem. Dann habe ich Zeit. Das spricht man sich schön, Hand aufs Herz. Man stellt es sich einfacher vor als es ist.
- 55:09Mit einem Neugeborenen kein Problem, der schläft einfach drei Viertel des Tages. Das kannst du mitnehmen. Je grösser die Kinder werden, desto mehr Programm braucht es. Das ist ein Junge, oder? Ich habe einen so. Lio ist mittlerweile zweieinhalb. Je grösser er wird, desto mehr merke ich, dass er natürlich auch mehr Aufmerksamkeit von mir braucht und mich mehr braucht in seinem Leben. Ich muss präsent sein.
- 55:36Das ist der Spagat, dass du probierst, beidem gleichzeitig gerecht zu werden. Es gibt dann Tage, wenn ein Projekt läuft, oder die Serie-Nummer aufgebaut ist, und ich mit dem Kleinen, wo Anrufe reinkommen. Ich glaube, es ist immer eine Sache davon, wie erklärst du es deinem Kind.
- 55:55Wie versuchst du ihm zu erklären, dass die Mutter zwischendurch das Telefon abnehmen muss? Logischerweise ist das Verständnis mit zweieinhalb bedingt da. Aber es gehört jetzt halt einfach zu unserem Leben dazu. Ich versuche schon, wenn immer möglich, an den Tagen, an denen ich nicht offiziell arbeite, weil als Selbstständige arbeite ich ja gefühlt eh immer ein wenig.
- 56:16Wir haben die Regel, dass ich nach Möglichkeit ein Handy weglege und mich am Kleinen annehme. Und dann Mami sein und dieser Mami-Rolle gerecht werden. Und das funktioniert deshalb gut, weil wir das Zweite sind. Selin nimmt mir an diesen Tagen natürlich wahnsinnig viel ab. Wir haben auch so ein Notfall-Emoji. Wenn es brennt, kommt das. Was ist das für ein Emoji? Eine Banane. Eine Banane. Wenn eine Banane kommt, dann...
- 56:41Ich weiss gar nicht, wie man mit der Banane kommt. Ich weiss auch nicht, warum. Ich bin am Ausschleppen. Ja, genau so. Rutschig hier. Es ist eine rekläre Situation. Nein, das ist wirklich dann, wenn ich weiss, es brennt, ich muss jetzt ans Handy. Und sonst lässt sie mir wirklich den nötigen Space. Es gab schon Phasen, wo ich gemerkt habe, und das frustriert dich dann natürlich. Das ist das Gleiche wie mit angestellt sein und unselbstständig sein.
- 57:07dass nicht beidem gleich gerecht werden können. Das kann auf Dauer frustrierend sein, weil einerseits die Liste der Tasks immer länger wird, die du abarbeiten müsstest. Gleichzeitig hast du vielleicht ein bisschen frustriertes Kind, weil es das Gefühl hat, du bist gar nicht dafür da.
- 57:22Und dort habe ich mir irgendwann gesagt, wir müssen einen Weg finden, wie ich mich besser separieren kann. Im Moment, in dem ich Mami sein kann und im Moment, in dem ich Geschäftsfrau sein kann. Und logischerweise bedeutet das oft, am Abend ist man im Bett und dann sitzt man nochmal hin und arbeitet. Aber das hatte ich auch vorher schon. Und das ist, wenn du dein eigenes Business hast, auch anders. Ich glaube, das kennen wir alle. Wenn sich das Arbeiten nicht mehr nur wie Arbeiten anfühlt,
- 57:50dann ist es eh anders. Dann gehst du auch gerne am Abend noch mal hin und machst jetzt halt diese Sachen noch. Und die Arbeitszeiten haben sich halt durch das einfach schon verändert. Und es ist aber auch ein Geschenk. Es ist das grösste Geschenk, das man haben kann. Schön. Megaschön.
- 58:06Ich bin Gotti. Ja gut, das stimmt. Abitli. Wie bei der Aschling. Ja, kann ich auch noch mal sagen. Wo führt die Reise hin? Was sind eure grösseren Ziele, die ihr erzählen dürft?
- 58:25Hey, also, ich glaube, das erste grosse Ziel für dieses Jahr war, eben diese Strukturen zu schaffen, die wir relativ schnell schon angebracht haben. Das Ziel ist, grössere Projekte anzunehmen. Unser Ziel ist logischerweise, Gesamtprojekte anzunehmen. Weisst du, wie Céline gesagt hat, von der Materialisierung bis zur Möblierung. Auf diesem Weg sind wir. Genau diese Anfragen kommen jetzt rein. Ich glaube, unser Ziel ist immer, uns dabei nicht zu verlieren.
- 58:53uns selber bleiben zu können, auf unser Bauchgefühl weiterhin vertrauen zu können, Projekte in einem Umfang anzunehmen, wo wir merken, das passt zu uns. Das sind wir. Der nächste grosse Meilenstein ist sicher ein Showroom. Da kommen wir nicht dran vorbei, einen coolen eigenen Showroom zu haben. Wir haben immer gesagt, das manifestieren wir jetzt einfach, unser Ziel ist es, einen Showroom zu haben mit...
- 59:21mit einer Begegnungszone für Kunden. Wo ein Kunde, der vielleicht auch ganz passiv auf der Suche nach Interior Design ist, kann reinkommen bei uns in feiner Kapuzin. Ich habe immer gesagt, ich möchte mal eine schöne Barista-Maschine, wo ich meinen Kunden einen feinen Cappuccino anbieten kann.
- 59:36Ein Ort, an dem man sich auch inspirieren lassen kann. Unser grosses Ziel ist es, unser Büro in einem Umfeld zu haben, das verschiedene Bedürfnisse abdeckt. Eben ein Showroom, in dem wir unsere Kunden empfangen können, die wir aber auch passiv suchenden empfangen können. Einfach für einen Kaffee mit dem Interior-Magazin. Das ist so das Ziel.
- 59:56Okay, es ist jetzt draussen. Ihr habt jetzt gehört, was da gesucht wird. Also wenn ihr irgendwelche Ideen habt, dann drop a message. Yes, please. Yes, please. Okay, sehr gut. Hey, mega, mega schön war es bis jetzt. Wir sind noch nicht ganz fertig. Ich habe noch eine kleine Fragerunde für euch. Schnellführrunde. Ausser ihr habt gerade noch etwas, was ihr unbedingt erzählen möchtet. Nein, ich glaube nicht. Wir haben relativ viel abgedeckt. Wir haben sehr viel geschätzt. Okay, gehen wir am besten zu der Fragerunde.
- 1:00:28Das ist ein Challenge, weil ich weiss gar nicht, wer antworten soll. Aber ich glaube, das passiert einfach so. Ich darf entscheiden, wer antwortet. Okay. Okay? Ist gut. Herrlich. Also. Erste Frage. Minimalismus oder Maximalismus? Minimalismus. Holz oder Beton? Holz. Lieblingsfarbe für Räume?
- 1:00:55Oh, dann wären wir uns nicht ganz ehrlich. Ja, ich bin eher so bunt. Du bunt? Ja, ich eher so beige. Du eher beige? Wir ergänzen uns da gut. Okay. Die Lieblingsstadt für Interior-Inspirationen?
- 1:01:14Mailand? Ja, okay. Ist das eine Stadt, die... Ja, es hat immer die grösste Möbelmesse in Europa. Ja. Das waren wir auch schon. Es ist wirklich überwältigend, was man hier alles so sieht. Und ich glaube, Italien ist sowieso ein Land, das Design, Ästhetik...
- 1:01:33dass Mode gut zu essen ist und auch das Interior sicherlich grossgeschrieben wird. Darum, ich habe gesagt, Mailand ausser du hast noch einen anderen Punkt. Ich bin vielleicht dabei. Ja? Sehr gut. Dann, Lieblingsstücke in eurer eigenen Wohnung? Ich weiss es bei dir. Was ist bei mir? Ich glaube, dein Sofa. Ah ja. Sofa? Ihr Sofa? Wir haben ein blaues Sofa, muss man sagen. Ein dunkelblaues Samtsofa. Ein dunkelblaues Samtsofa?
- 1:02:01Mit einem zweieinhalbjährigen Bub? Ja, Samt funktioniert im Fall gut. Oh, wirklich? Ja, Samt ist sehr pfleglich. Du kannst uns gerne mal zu dir einladen, dann machen wir dich vorzutun. Und bei dir?
- 1:02:16Das musst du jetzt selber sagen. Ich glaube auch. Auf dem Sofa. Auf dem Sofa, ehrlich gesagt. Oder der Sessel. Ja, den Sessel finde ich auch sehr cool. Was für ein Sessel ist denn das? Ja, das ist so ein Sessel, der aus beigeem Leinenstoff ist und weiss lasiertem Eichenholz. Und er ist recht speziell, ein bisschen stylisch. Kannst du bei uns auf Instagram schauen. Super, gehen wir schauen. Dann, modern oder vintage? Modern. Modern? Okay.
- 1:02:46Was ist das wichtigste Möbelstück hier und zuhause? Wenn du darfst. Ich glaube das Bett. Das Bett? Ja, ich glaube gesunder Schlaf ist etwas mega wichtiges. Ja, klar. Und dementsprechend glaube ich, ein gutes Bett ist schon viel wert. Okay. Ich glaube, man kann es vielleicht gar nicht so pauschal sagen für die ganze Wohnung. Aber wenn wir jetzt eins würden, dann müsste man sicher das Bett nehmen, sonst bin ich eher beim Sofa.
- 1:03:11Ja, okay. Natürlich, wenn man ein dunkelblaues Samenzoff hat, muss man das fast sagen. Verstehe ich. Nein, wir verbringen schon viel Zeit im Wohnraum, wenn wir ehrlich sind. Ich glaube, die meisten von uns halten sich grössten Teils schon im Wohnraum auf und nicht im Schlafzimmer. Obwohl, ich schlafe. Oder du im Büro. Also stellen wir dir ein Sofa und ein Bett ins Büro. Dann der beste Interior-Hack für kleine Räume.
- 1:03:37Da musst du dich fragen. Hey, ich glaube, mit der Höhe arbeiten. Ich glaube, viele Leute haben das Gefühl, alle Möbel müssen am Boden unten sein und man stellt dann den Boden voll. Und ich glaube, man kann sehr gut die Decke und die höheren Elemente in diesem Sinne zu Gebrauch machen. Es gibt auch megacoole Lösungen mit Leitern, die man auch verwenden kann. Also ich glaube, bei kleinen Räumen sicherlich mit der Höhe arbeiten. Mit der Höhe arbeiten. Okay, super. Wie hoch hat man ja meistens? Also in der Schweiz sind wir meistens bei 0,42, darum...
- 1:04:08Ein absolutes No-Go in jeder Einrichtung. Gibt es das? Gibt es nicht? Nein, ich glaube, es gibt es nicht. So Mischmasch? Ja, aber ich bin auch da, wenn es jemandem mega gefällt. Es ist halt so sämtlich. Und es kann auch seinen Charme haben. Ich glaube, es gibt nicht richtig und falsch.
- 1:04:31Okay. Ja, also ausser die Möbel sind einfach zu gross, weisst du, und passen nicht hin. Aber ich finde die Frage nicht so schwierig zu finden. Nein, ich glaube, es gibt keins. Oder ich glaube, Möbelstücke zu haben, die einem an sehr viele negative Erinnerungen verbinden. Okay, gut. So energetisch. Ja, ich glaube, das ist nicht gut. Genau. Ja, ich sage jetzt einfach, weisst du, wenn ich ein Möbelstück habe, ein mega dramatisches Erlebnis erinnere, dann würde das für mich entsorgen. Verbrennen. Genau. Weg mit dem.
- 1:04:59Euer persönliches Lieblingsmotto oder Zitat? Muss es das gleiche sein? Es ist euer. Ich habe mir sogar ein Detail getätowiert. Es heisst «Tempus fugit amor manet» und das bedeutet «Zeit vergeht, Liebe bleibt». Das hat für mich schon eine sehr grosse Bedeutung.
- 1:05:23Ja, weil ich im Verlauf meines Lebens gemerkt habe, was es bedeutet, ein stabiles Umfeld zu haben mit Menschen, die dich supporten, egal was kommt. Darum ist mir das sehr wichtig.
- 1:05:41mein Umfeld zu pflegen und Beziehungen zu führen, die langfristig sind. Darum ist Vertrauen und der Bezug zu meinen Nächsten sehr, sehr wichtig. Egal, was kommt. Finde ich gerade ein schönes Schlusswort. Das war gut. Hast du dein Lieblingsbuch?
- 1:06:06«The monk who sold his Ferrari». Ich weiss nicht, ob du das vielleicht kennst. Nein, ich kenne es nicht. Es hat nichts mit «In Tears» zu tun. Muss nicht, ja. Aber da geht es einfach darum, dass einer früher sehr materialistisch war. Und ich glaube, das ist auch etwas, was uns sehr prägt. Und ich denke, das ist prinzipiell auch nicht unbedingt
- 1:06:22Das muss jeder für sich selber entscheiden. Aber ich glaube, sich manchmal zurückbesinnen, was wichtig ist und was die Werte sind, die man so ein bisschen leben möchte. Wie möchte man mit seinen Mitmenschen umgehen? Sehr schön, ja. Ich denke, das ist sicherlich etwas Wichtiges. Das ist einfach ein schönes Buch. Buchtipp zum Schluss. Ich hätte noch eine kleine Frage. Und zwar, was bedeutet für euch Momentum? Der Podcast heisst ja Momentum. Was interpretiert ihr darunter?
- 1:06:48Ich musste schmunzeln, als ich gesehen habe, wie dein neuer Podcast heisst. Oder wie der Podcast heisst. Weil ich das Gefühl habe, wir waren zum perfekten Zeitpunkt im Momentum-Podcast. Weil wir jetzt auch gerade so ein Momentum haben. Weil jetzt gerade bei Noeline sehr, sehr viel passiert. Momentum ist für mich eine Veränderung im Sinne von aus einem Moment oder aus einer Entscheidung.
- 1:07:12Sachen wachsen sehen. Das ist gerade bei Neulin sehr stark passiert mit dem Entscheid, dass Céline Voll einsteigt. Das ist ein neues Momentum. Wir haben gemerkt, wie viel sich entwickelt aus dieser initialen Angst in die endlich volle Selbstständigkeit.
- 1:07:28was sich für Energie gerade entwickelt und was wir aus dieser Angst machen, weil die Angst bleibt logischerweise, die existenziellen Ängste, die bleiben, was aus dem entsteht. Und das ist für mich so ein Momentum, so die Kreativität, die aus einem Auslöser entstehen kann. Wir haben eine Entscheidung getroffen und es ist so viel in die Rolle gekommen. Es ist Wahnsinn. Und das haben uns auch viele gesagt, «Hey, geht diesen Weg mal und schaut, was passiert.»
- 1:07:53Und dann steckt man mitten drin und merkt, okay, das haben alle gemeint. Ja, mega. Und das ist für mich ein bisschen... Mega schön. Cool. Ja, jeden Moment gibt es nur einmal. Ich glaube, das auch ein bisschen zu schätzen, weil es kommt kein zweites Mal mehr. Ich glaube, das ist schon prinzipiell etwas Interessantes, oder? Dass es keinen Moment gibt, der genau identisch ist, wo es zweites Mal passieren wird. Absolut. Ganz schön, ja. Und wichtig, dass man sich auch immer wieder daran zurückerinnert. Absolut.
- 1:08:21Geht das manchmal im Alltag? Das geht so schnell verloren. Hey, es war mega spannend mit euch. Richtig, richtig toll, um euch besser kennen zu lernen, um eure Arbeit besser kennen zu lernen, um Noeline besser kennen zu lernen. Es war für mich sehr inspirierend, was ihr für Arbeit leistet, wie ihr alles im Alltag auf die Reihe kriegt. Mit Kindern, mit vorher noch Studium, ihr habt bis 30 Jahre Studium gemacht.
- 1:08:46mit der Arbeit und trotzdem noch selbstständig werden. Also richtig, richtig Hut ab von dem Ganzen. Ich glaube, es war auch für alle, die hier zugelassen haben, super spannend und interessant, um zu sehen, was man hier wirklich reissen kann, wenn man an etwas glaubt und einfach mal die PS auf die Strasse bringt. Wenn ihr noch irgendetwas sagen wollt, euer Publikum, dann ist das jetzt eure Kamera.
- 1:09:09Ich bewundere dich für deine Energie. Ich merke, dass bei mir langsam das Energielevel sinkt. Schauen wir nach einem Kaffee. Hey, nein. Geniesst euer Zuhause. Wohnen ist so etwas wahnsinnig Wichtiges. Gerade in der heutigen Zeit, in der man so einen Stresslevel ausgesetzt ist, ist das Heimkommen und das Entschleunigen und ein Ort kommen, wo man wieder auftanken kann, extrem wichtig. Und wenn immer ihr Hilfe braucht, um diesen Ort genau zu machen, dann sind wir da.
- 1:09:34Super, und wir verlinken natürlich alles. Auch euch, danke vielmals, dass ihr wieder zugehört habt bei Momentum, euer Podcast, der inspirierende Menschen, inspirierende Geschichten erzählt. Und ihr wisst genau, hier unten hat es einen Knopf, der heisst «Abonnieren».
- 1:09:51Ich glaube, hier unten ist der Like-Button. Man kann auch kommentieren oder weiterleiten. Also wenn ihr denkt, dass eure beste Kollegin oder euer bester Kollege ein neues Interior Design braucht, dann wisst ihr genau, wo ihr euch jetzt meldet. Und leitet das gerne weiter. Vielen Dank und alles Gute. It's a wrap. Super.